Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
678
Einzelbild herunterladen
 

L78 Aöm.RaysMaj.und Der o hohen Alliittenhang machen/ und dadurch den Republiqum selbervonZeit zu Zeit Gesetze vorschrieben ! und nicht minder /un-ter dem Deckmantel her Verbundnüß und Freundschafftsie stetigst schwächen/und die heruinligenden Nach-barn ihren Gewalt unterwürffig machen. Weil aberdiese Sachen zum Theil verhassk/ zum Theil aber auchallzu wol bekannt seynd / als daß sie einer fernern Aus-legung bedürfftig/ so will ich nun dann stillschweigen/und auch von denen übrigen Französischen Lontraven-tionen diesesmal keine Meldung thun; sondern nur imständigst ersuchen/ daß die löbl. Eydgenoßschafit sich ei-ner waren tHeutralitätbefleiffrgen und alle Parthey-lichkeit «neiden möge /aufdas sie nicht endlich / wann eszu spathe seyn dörffte/ erst recht erkenne wie sie so miver»merckt von ihrer jb souverainen Independentz abge-trieben/nach dem willen und wolgefatlen eines andernPotentaten leben müssen. Und dieses ist das fürnehm-ste / so man unserer Seiten von dieser löbl. Republiquewünscht und verlangt.

V*

3 '

M

hmi

M

k$m

fata

Ich weiß gar wol / daß in diesen Fanden viel vondem gemeinen Mann seyn/auch andere so die nochübri«ge wol gesinnte in den Wahn zuverleiten/ trachten /alsob mein furnemster Zweck und Ziel wäre / die löbl. Eyd-genosselifchafft mit in diesen Arieg zuverwickeln. Ichbekenne sehr gern / und kan es auch die gange Welt ausallen Saisons / lcichtbegreiffen / daß es den sämtlichenhohen Älliirten eine sehr angenehme Sache sey«: sollte/wann die löbl.Eydgerioßschafft / zu Unterbrechung ei-ner so unrechtfertigen Gewalt/ welche aus Muthwillenund Regiersircht viel unschuldige Kationen und Fan-der zu Grund gesiürtzt / sich deß Schaden Josephs an-nehmen / und der gerechten Sache beyfallen w^te.

Daß

%

0