Triumphkeu chtend er Kriegs Helm. FSnffterTtzess. 24/
genügsame Aulaß geben können. Auf solche Weift fiel diese Herr,liche Cedern / deren Fall das gantze Oesterreich erschütterte/und absonderlich den Kayserl. Hof und,das Römische Reich bey soverwirrten Zeiken/da man diesesHckdensäufferst - benölhigt/ in grosseBelrüdnüß setzte. Unser Kiel ist zuwenig dir Verdienste v-eses unver^gleichlicheu Herzogs der Nachwelt vorstellig zu machen / in dem hiezuein weiterer Raum/ als die eingeschrenckt Enge unsers Kriegs Helmszulaßt/ anbey auch würdigere Hand und ein mehrers aufgemunterterGeist erfordert wird. Wir wollen/da uns nicht vergönne seiner der- Mens.ehrlichen Asche ein gehöriges Opfer zu bringen/ doch mit einer kurtz-Deschrd.verfastenErzeblung seiner fürnehmen Tbaten/zu Vergnügung des Le-sers/ sein Gedachtnuß verehren und bewundern. 88»
Wie klirre feige Tauben mutige Adler aushecken: als stammteauch dieser Ausbund der Helden aus keinem schlecht geringen Ehe-»
Bette. Der Himmel hatte zu seiner Ankunfft ein DmchleuchtigesPaar erkieset/ welche unter denen Printzen und Princeffinen ihrerSeit /gleich dem Mond unter denen andern Sterne« des gestirntenFirmaments hervor leuchteten. Sein Herr Vatter war Hertzog Eltern t><*Franci(eus,ein Sohn Frantzens vonVaudemonc.ein Enkel Herzog HerzogsCarl des HI. und Bruder Herzog Carl des I V. von Lothringen; Sei- »o» rech-ne Frau Mutter / Claudia, Herzog Heinrichs / eines Prinzens Carl "M».beö l l l. Princessin. Das Geschick dieses Durchleuchkigen Paar istallzu verwunderlich/ als daß wir solches verschweigen / und dem geneig-ten Leser nicht entdecken sollten; zumal uns dessen Wissenlchafft zu bes-serer Verständnüß der Lothringischen Sachen leitet.
Erwehnter Herzog Frantz / als der Herr Vatter des verblichenen Sei» HmeHerzogs von Lothringen/war anfänglich der Römischen Kirchen Car- vaster wardinal / ein Printz/so bey allen Potontaten beliebt/wie sich dann auchKönig Ludwig derXIH. 1 hm sehr geneigt erzeigte. AIs auchdeftr^^König Herzog Carl den l V.Herzog von Lothringen/als des Cardinals dieser Her-Herrn Prüdem / sich in allen Stücken hart erwiese / ließ er sich offene- zoa sichse»lichvernehmen / daß er das Hertzogthum Lochringen nicht mit so scheh- maM-len Augen anblicken würde / wann es in Handen des Cardinals stun-de. Diesen Haß König Ludwigs nun vorzubeugen faste HerzogCarl den Entschluß/ der Regierung sich zu entschlage«/ und seineHerzogthümer / so Frankreich ein Dorn in denen Augen/ in die Hän-de seines Herrn Bruders zu liefern.
_ Der Entschluß wurde mit Gucheiffen König Ludwigs bewerck-Migt / uvd lassen wir dahin gestellt seyn/ ob diese Abtrettung der Lan-
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