Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
240
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leben / Ew. Ehrwürden stehe mir bey / und verlasse mich nicht!! welche«seine letzte Worte / die er mit voller Stimm redete.

Als er sich auf das Bett gesetzet/ vermehrte stch der Fluß. Mnholte den ordentlichen Kayserl. DoKoran dielen Ort/ derJhmzuinandernma! zur Ader ließ Mit der Hand zeigte er noch auf acht Capu,einer/ und verordnete/ mit verstimmelten Worten/das OKciumve-CunLborumzu singen. Als diesesgeschehen/blieben nur 2. Capucinerin dem Zimmer / derHerzog thatzwepmal schrifftlich feine Beicht/ undübergab dem Beicht, Vatterr. Briefe/ den einen anIhr-Kapserf.Maj. nebst einem Zettel / worauf folgende Lateinische Worte geschrie,hen stunden: 8actX Cajläreae Majestati commendat se & ultimumyale dicit Carolus Dux Lotharingiae. Carl / Herzog von Loth-

ringen/empfihlk sich SeLaysirlMajund nimmt hremttgLntz-kichen Abschied. In dem andern Briefan Se. Königl. Gemahlin/begehrte Er für die Printzen und seine Bedientem sorgen/ undGÖttfür seine Seele bitten zu lassen. Diesen / nebst noch einem kleinen / dasReich betreffend / gab er dem Patet Ctlsas, welcher sie durch den öa-ronkugger Kayserl- Maj zugeferttgt.

Jnmitcelst nahmen die Kraffcen je langerje mchr ab; aus seinenAugen aber/und auch aus allen seinen Worten kannte man abnchmen/dqß sich die Liebe zu GOrt je mehr und mehr vergröfferte/ undersich zum seligen Abschied bereitete. Der P.Gardian von denen Capmrinern zu Wels / als er Ihm zu einer tapffern Todes Bereitung be,snutigt/wollte Ihm die Hände küssen: welche Er aber zurückzöge/sind ihn / für Ihm zu beten/ersuchte. Wahrendem Gebet aber begunteIhn die Rede zu verlassen; und dieses war gleichsam der Verbot desTodes / dieses hoch - Mißlichsten Herzogs. Gleichwol entsetzte Ersich nicht darüber/sondern gab durch em Zeichen zu verstehen, daß ErFedern/Papier undDinten verlangte: Darauf schrieb Er/ wiesenichts mehr wünsche/als daß man GOtt für seine Seele bitten mög,fe. Im übrigen behelt Er seinen völligen Verstand/ biß an das letzteEnde. Endlich / nachdem Er fleiffig für sich beten lassen / und glncvjetzo seinen Geist aufgeben wollte/gab Er nochmals ein Zeichen/ da«man fortfahren sollte/ GOrr für Ihn zu bitten- Augenblicklich daraufsim 4. Uhr Nachmittags verschied Er. .

Als man seinen Leib eröffnet/ hat man die Emgeweyd sehr saubersind gesund gefunden / doch an der Lungen ein Zeichen seine« vorrgmausgestandene sckw:rsKranckheit/wie wolgeheilet-DasGeb« n warpolier üderfiüMen häufigen Feuchtigkeit / die zu diesem lahenMak«

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