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Sechste Lieferung (1825) Der Deutsche Staatenbund und zwar die süddeutschen Staaten : I. Königreich Baiern. II. ... Würtemberg. III. Großherzogthum Baden. IV. ... Hessen. V. Die Hohenzollerschen Lande
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Ellwangen und Krailsheim zu Haufe. Ueber die Be-Leitung des Kienrußes ist das Nöthige gesagt.Strohwaaren werden in mehreren Gegenden verfertiget.

6) Verarbeitung von thie rischen Stoffen.

Schaafwollspinnereien sind hauptsächlich in den Be-zirken von Ebingen, Bahlingcn, Nagold, Herrenberg, Böb-lingen, Göppingen und Neresheim zu Hause; ferner mit-telst Maschinen zu Kalw, Liebenzell, Eßlingen, Jagsthau-sen, (Jaxthausen) Göppingen, Salach und Heilbronn.Wollwebereien. Für diesen Gegenstand zählt man imKönigreiche 730 Tuchmacher und Tuchscheerer. Zu Ludwigs-bürg ist eine königl. Tuchfabrik. Zeugmachereienfindet man besonders zu Kalw und Umgegend, Weilerstadtund Göppingen. Teppiche werden hauptsächlich zu Schorn-dorf gewebt. Wollene Bänder und Borden liefernvornehmlich Aalen und Göppingen. Strumpfwirke-reien werden besonders lebhaft in dem Umkreise von Ebin-gen, Kalw, Tuttlingen und Metzingen betrieben. GroßeHutmachereien findet man zu Ebingen, Göppingen,Nürtingen, Bieberach, Saulgau und Stuttgart. Amausgebreitetsten sind die G er b e r eien zu Reutlingen, dannfolgen Backnang, Vahlingen, Nagold und Waiblingen. ZuBerg bei Kanstatt, befindet sich eine Stiefelschäftfabrik.Rauchwaaren. Die meisten Kürschner sind in Bieberach,Wangen, Ulm, Göppingen und Aalen zu Hause. InBein und Horn wird zu Ravensberg und Heidenheim,hauptsächlich aber zu Geißlingcn gearbeitet. Fed er-zielen fabriken sind zu Wildberg und zu Hofen beiKan-statt, zu finden. Uhrm achereien und Bürsten-bindereien sind auf dem Schwarzwäld zu Hause.

v) Kunstgewerbe.

Buchdruckereien hauptsächlich zu Stuttgart, Tübiwgen und Reutlingen. Schriftgießereien zu Stutt-gart. Papiermühlen zählt man 56 im Lande.Karte nfabriken sind zu Ulm, Stuttgart und Kanstatt. Musikalische - physikalische- und optischeInstrumente werden vorzüglich zu Stuttgart, Tübingenund Eßlingen gcfertigct. Eine Wagenfabrik befin-det sich zu Dettingen bei Urach. Eine Fabrik von lack ir-ren Blechwaaren befindet sich zu Eßlingen. Waschemische Erzeugnisse anbelangt, so befindet sicheine Fabrik in Salmiak, Schcidewasser und Berlinerblauzu Oedenwald bei Freudenstadt; zwei Fabriken in chemi-schen Materialien sieht man zu Böblingen, sie liefern vor-

züglich Naphta und Vitrioläter. Vitriol wird zuGaildorf, Mittelbronn, Löwenstein und Weinsberg bereitet.Alaun wird an vielen Orten gewonnen. Salpeterkommt vorzüglich von Tuttlingen und Bahlingen. Auchwas die Erzeugnisse der höhern Kunst als Mahlerei, Bild-hauerei, Kupferstecherkunst und Lithographie anbelangt, sohat Würtemberg manches zu seinem Vortheil aufzuweisen.

Mühlen und Werke.

Mahlmühlen giebt es 1817, mit 1342 Gerbgängen und4367 Mahlgängen. Oelmühlen werden 712 im Lande ge-zählt. Pulvermühlen giebt es 9. Gypsmühlen 206. Sä-gemühlen 702. Lohmühlen 131. Walkmühlen 129.Tabaksmühlen 12. Zwirnmühlen 1. Farbholzmühlen 4.Stampfmühlen 1. Glasurmühlen i.

Handel.

Auswärtiger Handel,a) Activhandel.

Mit Vieh, Schaafwolle, Getreide, Holz; ferner mitWachholderbeeren, Kümmel, Enzian, Gyps, Mühl - undBausteinen, Sämereien, Baum - und Gartengewächsen,Isländisches Moos, Schnecken, Strumpfwirkerarbeitcn,Flanelle, Tuche, Friese, Teppiche, Leder, Leinewand,Baumwollengarn, Gold - Silber - und Bijouteriewaaren,Tabak, chemischen Erzeugnissen, Oel-und Rauchwaaren.

d) Passivhandel.

Wein, Branntewein, Liqueurs, Baumfrüchte, HäuteUnd Felle, Fcttwaaren, Käse, Honig, Wachs, Federn,Horn, Bein, Eisen, Kupfer, Steinkohlen, Feuer - Wetz-und Schleifsteine, Krapp, Unschlitt, Baumwolle, Kaffee,Gewürze, Specereiwaarcn, Farbewaarcn, Mineralien, Sei-denwaaren, Baumwollenwaarcn, Zucker, Salz, (bisher)Materialwaaren, Stroh - und Bastwaaren, Glas - undGlasfabrikate, Galanrericwaaren.

e) Zwischenhandel.

Die Durchfuhr ist bedeutend, da Würtemberg im Mit-telpunkte aller Haupt - und Handelsstraßen von den Nieder-landen, Frankreich, Italien, Schweiz, Baiern und Oester-reich liegt.

L) innerer Handel,

i) bedeutende Handelsplätze:

Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Kalw, Reutlingen, Tutt-lingen, Friedrichshafen.

2) Markte.

Diese hat jeder Ort von Bedeutung. Unter den Iah r-märkten sind die zu Ruversberg, Welzheim, Kalw, Na-gold, Tübingen, berühmte Flachs Märkte. Vieh-märkte sind besonders zu Hcilbronn, Backnang, Brom-berg, Ebersbach, Ellwangen, Urach, Weilerstadt. Woll-märkte sind zu Kirchheim, Heilbronn, Göppingen.

3) Holzmagazine.

Zu Be^g, Bissingen, Marbach, Neckarthailfingen.

4) Flößen.

Scheithvlzflößen befinden sich auf der Enz, dem Neckar,der Erms, Rems, Murr und für die Saline zu Hall, auchauf dem Kocher.

5) Schiffahrt.

Auf dem Bodensee, der Donau, dem Neckar.

Münzen.

n) in Gold: Dukaten und Eilfguldenstücke.d) in Silber: Kronenthaler zu 2 Fl. 42 Kr. und 24Kreuzer- und »2 Kreuzerstücke; die beiden letztem nach demalten Conventionsfuße; endlich Scheidemünze, Groschen,Sechser und Kreuzer. Gezählt wird nach dem Rheinischenoder 24 Guldenfuß, das Gepräge der Conventionsmünzendrückt aber den 20 Guldenfuß, ein 24 Krcuzerstück demnach2O Kreuzer aus. Die gewöhnlichen Rechnungsmünzen sind:Reichsthaler 90 Kreuzer, Gulden 60 Kreuzer undBatzen 4 Kreuzer.

Maas.

1) Längenmaas.

r geogr. oder deutsche Meile 2592z Ruthen,i neue Würtemb. 2600

1 Stunde iZoo

1 Ruthe ro Schuh.

i Schuh lo Zoll.

r Würtemb. Schuh 127 Par. Linien.

1 Elle 2 Fuß i Zoll ^ Linien.

2) Flächenmaas.i Jauchert Morgen,

i Morgen 384 Ruthen.

17505 (H Morgen r geogr.. Meile.

3) Getraidemaas.

1 Scheffel 8 Simri,

r Simri 4 Vierling 942^ Dreimal r oder 1623Duvdecimal - Cubikzvll.