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Sechste Lieferung (1825) Der Deutsche Staatenbund und zwar die süddeutschen Staaten : I. Königreich Baiern. II. ... Würtemberg. III. Großherzogthum Baden. IV. ... Hessen. V. Die Hohenzollerschen Lande
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k) Eise «grüben und Bergwerke: Wasseralfin-gen, Aalen, Michelfeld, Oggenhausen und Nattheim,Ncuenburg, Fluorn und Dornhan, Neuhausen ob Eck,Wurmlingen, Nendingen, Thalhcim, Mühlheim, Kölbin-gen, Ebingen, Truchtelfingen, Willmandingen und Thalheim.

e) Vitriolbergwerke: Zu Mittelbrvnn im Ober-amte Gaildorf, zu Gaildorf im Obcramte Oehringen, zuWesternach und Oedendvrf im Oberamte Gaildorf, zu-wenstein, zu Krailsheim und zu Erlaheim im OberamteBahlingen.

ä) Steinkohlenbergwerk. Dieses findet mannur im Kleinen als Privatunternehmen zu Menelshofenbei Jsny.

e) Salzwerke von fünf Salinen, nämlich: Hall,Sulz, Clemenshall bei Offenau, Melsbach und Friedrichs-hall im Oberamte Neckarsulm. Diese Werke beschäftigenungefähr 720 Menschen, und man produciret jährlich un-gefähr 200, oos Centner.

Kunst- und Gewerbfleiß.

Verarbeitung von Mineralstoffen.

Es sind dermalen im Gange die königl. Eisen-werke zu Wasseralfingen und Abtsgmünd am Kocher, zuUnterkochen bei Aalen, zu Königsbronn, zu Itzelberg, zuHarras an der Beer, zu Ludwigsthal an der Donau, zuChristophsthal bei Freudenstadt, zu Friedrichsthal unter-halb letzt gedachtem Orte, zu Oberndorf. Eine königl.Eewehrfabrik befindet sich zu Oberndorf; Sensenfa-briken zu Friedrichsthal und Neuenbürg; Pfannen-schmieden zu Christophsthal, Bürgelitz bei Wangen,Jsny und Ellwangen; Nadelfabrik zu Jsny; Löf-felfabrik zu Hirsau; Blechhammer zu Itzelberg undUnterkochen; Drathzüge zu Königsbronn, Unterkochen,Heidenheim; Me fser sch m i e d ea r b e ite n zu Tuttlin-gen, Bahlingen, Reutlingen, Heidenheim und Gicgen;Nagelschmieden vorzüglich zu Freudenstadt, Tuttlingen,Bahlingen, Künzclsau und Heidenheim; Kartetschen-macherei zu Nagold; Bleizug r und Tabaksbüch-senfabrik zu Ulm; Schrotgießereien zu Heilbronnund Ravensberg; Messing - Roth- und Eelbgie»ßercien zu Ludwigsburg, Kanstatt, Stuttgart, Gmünd;Silber arbeitercien besonders zu Heilbrvnn, Stutt-gart und Gmünd; Bijouteriefabriken zu Oehrin-gen und Gmünd; Farbewaarenfabriken und zwarfür Blei weiß zu Heilbronn und Freudenstadt; fürVI. Heft.

Schmälte zu Alpirspach, zu Oedenwald; für Ocker, ITripp und Umbra zuHofen bei Kanstatt. Der Schwarz-wald liefert, was hier des Gegenstandes wegen nur mit an-geführet wird, besonders viel Kienruß; Glas wird zuBuhlbach und Schönmünznach/ Oberamt Freudenstadt, Ocr-lach und Lautern, Oberamt Backnang, Ravensburg und Ei-senbach bei Jsny gefertiget. Was Lhonwaaren anbclangt,so befindet sich zu Ludwigsburg eine Porcellanfabrikund Steingutfabrik, auch eine der letzteren Art zuKrailsheim; zwei Fayencefabriken zu Schwezheimund Krailsheim. Steingutartiges Geschirr zuHall und Waiblingen. Töpfergeschirr liefern beson-ders Heidenhcim, Neresheim, Stangenbach, Lorch, Göppin-gen, Schellklingen und Münsingen. Marmorschleife-reien befinden sich zu Bissingen an der Teck undzu Stuttgart.

L) Verarbeitung von Pflanzenstoffen.

Linnen, als Weberei und Spinnerei, hat solche ihrenHauptsitz an und auf der Alp von der Steinlach und Bah-lingen an, bis Heidenheim, ferner im Tübinger Oberamte,auf den Fildern, in den Gegenden von Böblingen und Back-nang. Die stärkste Weberei haben die Orte Ulm, Urach,Münsingen, Laichingen, Langenau, Söflingen und Plie-ningen. Sie produciren vorzüglich mittclfeine und grobeLeinewand, Segeltuch, Zwillich, Drillich, Canncfas undTaschentücher. Spitzen werden vorzüglich zu Reutlingenund Ebningen geklöppelt. Leinene Bänder werden zuFreudenstadt, Biberach, hauptsächlich aber im StädtchenMundcrkingen gewebet. Bleichen sind von Bedeutung zuUrach, Ulm, Blaubeuren, Heidenheim, Giengen, Böh-ringsweiler, Heilbronn, Kirchheim, Bieberach, Jsny,Göppingen, Eßlingen, Berg, Tübingen, Reutlingen; anletzter« fünf Orten befinden sich Chemische - oder Schnellblei-chen. Baumwolle als Handspinnerei, in den Gegen-den von Gmünd, Göppingen, Geißlingen, Aalen, Gaildorf,Ellwangen, Tuttlingen und Fcuerbach bei Stuttgart; alsmechanische Spinnerei zu Berg bei Kanstatt, zu Eßlingen,zu Heidenheim, zu Krailsheim, zu Kanstatt. Türkisch-rothfärbereien zu Kanstatt, zu Nürtingen, zu Ehin-gen, zu Kalw, zu Reutlingen, zu Berg. Baumwol-le n w e b e r e i e n, in Zitz und Cattun zu Heidenheim, Krails-heim, Ravensburg, Schorndorf, Ebingen, in letzteren 4Orten findet man auch Baumwollensammet - und Manche-sterfabriken. Sack - und Halstücher werden besonders zuHeübach gewebet. Gmünd und Umgegend liefert viel Strümpfe,

Handschuhe und Mützen. Mouselinstickerei wirdbesonders um Bieberach, Ebingen und Tuttlingen und inden Oberämtern Saulgau und Riedlingen und endlich zuMengen, Scheer, Fulgcnstadt, Friedberg, Blochingen,Saulgau stark betrieben. Seidenspinnerei, Sei-denkämmerei und Seidenweberei trifft man im Tuttlin-ger - und im Spaichinger Oberamte. Seidenwatte wirdzu Berg bei Kanstatt, und zu Stuttgart bereitet. Bor-de «Wirkerei theils in Seide, theils in andern Stoffen,blühet besonders zu Reutlingen, Pfullingen, Ebingen, Eß-lingen, Nürtingen, Backnang, Stuttgart rc. Hau-benstickerei in Gold und Seide, findet man besonderszu Stuttgart. Die Ta b a ks fa b ri ka ti 0 n ist einsehr bedeutender Gegenstand für Würtembcrg. MehrereFabriken sind im Lande zerstreut, die stärkste befindet sich zuKanstatt. Holzwaaren werden in großer Menge inden Waldgegenden gefertiget; Korbmacher giebt es vielzu Wüstenroth, Spiegelberg und Güglingen. Peitschen-siöcke liefert Ganslosen; Drechslerwaaren kommenhäufig von Neuenburg mit Wildbad, Bieberach, Hciden-heim, Ulm, Aalen, Backnang. Tabakspfeifen köpfeaus Masern verfertiget, kommen ebenfalls aus Ulm. Kan-statt liefert hölzerne P fc i fen h re; das Dorf Ettlen-schieß fertiget Spindeln; im Murgthale findet manWei d en d r eh er ei en zu den Flößen, und zu Ulm wer-den Schiffe gebauet. Zunder wird auf der Alp,hauptsächlich aber zu Ulm verfertiget. Cichorienfa»briken giebt es zu Oeffingen und Kanstatt- Wachs-bleichen zu Ellwangen, Gmünd, Wangen, Bieberach,Ellwangen, Mergentheim rc. Bierbrauereien zähltman dermalen 15 n im Königreiche, das Oberamt Bahlin-gen hat deren allein 76. Branntweinbrennereienund Ligueurfa briken giebt es fast in allen Orten.Man zählt 5203 Branntweinbrenner im Königreiche. Diestärksten Brennereien sind in den Oberämtern Wangen,Göppingen, Geißlingen und Gaildorf.zu finden. Kirfch-geist wird besonders auf der Alp, und Heidelbeergeist,Himbeergeist und Wachholderberrgeist auf dem Schwarz-walde distiliret. Große Esfigsiedereien findet manzu Heilbronn, Spiegclbcrg, Eßlingen, Böblingen, Freu-denstadt, Ulm, Ehingen und Teltnang. Sauerklee-salzsiedereien befinden sich in den Waldgegenden anmehreren Orten. Potasch sie dereien werden imLande 140 gezählet, das Oberamt Neuenburg hat dirstärksten. Harzbereitung und Th eersch welke-re ien sind in den Waldgegenden von Gaildorf, Hall,