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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
514
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chrenWohlthater möchten blicken lassen / als beehrten sie Ragoutjährlich mit einen ziemlichen Zmß. Hierauf äussete sich der PolnischTartavische Krieg/ wobey ergantz uügebetten mit etlich iooo. Reu-tern denen Polen zu Hülffgekommen / sich tapffsrmüthigst gehalten/so daß sein Sohn Franciscus Rakozzi/ neben vielen andernSiebenbm-gern/ mit in dm Polnischen Adel ausgenommen worden.

Nicht lang daraufward Polen abermal in einen Krieg mit denlaufrührischen Cosakken einer Seits / anders theils aber mit denenNngissli- Schweden in Preußen in Krieg verwickelt. Rakozzi wollte auch hierchtr «riegs seine Hand in dm >L)piel haben/zöge derobalben mit einer ziemlichenFugdrMa- Macht denen siegenden Schweden zu. ^ Das Kriegs-Glück lachtekoW' ihn an/ Crakau und Bisiria neigte sich für ihn/ und die Krön Armeebegunts Anfangs über Rakozzi glückliche Fortgänge zu erstaunen;aber bald zeigte es ibn den Rucken/und muste der jenige/ so erst als einD'lumpbirender Sieger sich die Polnische Krön versprochen / einenschädlichen Frieden eingehen / und mit schlechter Ehre einen Winckelsuchen/ dadurch er wieder mSiebenbürgm entwischen mochte. Dochwar er noch glücklicher als seine unter General Kemini hinterlaffeneArmee / als welche denen Wutd-erfüllten Tartarn in die Hände gern-'' then /und meistentheils an statt des Rückwegs im Siebenbürgen / die

Reiß nach der Tartarey rüden abscheuligsten Sclavenstandt nehmenmüssen. P.

Tmrch diesen unglucklichenStreich fiel das bischerige Heuchel-Ge-fchick des Fürsten Rakozzi gantz über den Haussen. Der Tür tücki-sche Sultan/erMimmte ub/r ihn/weil er/allenBedrolungen undVer-botts ohngeachtet / den König in Polen / als damaligen TürckischenMskcHl Bunds-Verwandten angegriffen / weßhalben dann Schreiben an die

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die Zeit schicken/tratte deßhalben die Regierung mit gewissen Bedin-gungen ab/ welche man Graf Frantz Redcey auftrug; allein dasHonig des herrschms hatteRakozzi so verleckert/daß er alsobald andersSinnes wurde/ den Fürsten Redcey entfetzte/und von neuen die Re-gierung übernahm.

Chinan Bassa von Ofen ruckte hierauf in Siebenbürgen / umdenjenigen/so die aklerschröcklichste Türckische Drob - Wortenichtschrecken konnten/ durch die Waffen zu bezwingen; allein das GlückHold-lachlete dißmal wieder Rakozzi an/und muste der Bassa noch eheer die Siebenbürgischen Grantzen betretten / mit grossen Verlust dieRückkehr wehlen.Allein der einfallendeTartar-Cham ersetzte dieseVer-

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