Des ilantz-erhöhten und lriumph-leuHtenden äiserl.Wglestüt iohen Und Dero iunds-Uerrvandten wider den Wometislheir Kumm/ Dritter Meil: Darinn Die Sieg-reW StretZe / Lander / Städte/ und Vestungen / so im Jahr 1637. und 1688. von den sieghaff- tenRömisch-Kaiserlichen undVenetianischen Waffen/ erstritten worden; Nebst solcher Oerter ausführlichen Beschreibung / ent, worffen/ und mit läuffiger doch wahrhaffter Feder erzehlt/ Vsri ci^^I3l0?^0ir.0 L0LH4I0. Mit vielen Kupffern gezierek. Nürnberg/ In Verlegung Johann Christoph Lochner>> Gedruckt in reonhard Christoph Lochners Druckerey/ 168 8. ZoEnsprach an den Meser. Nser TriumphlmMmderKriegs- Helm wird keines zum Verkauf ausge- hangten Epheu hoffentlich bedürffen/ wann wir dem geneigten Leser / des erst und andern CheilSAbgang/ und dessen nochmalige Auflage fürstellig machen. Denn die Herrlichkeit und Wichtigkeit feineöJnnhaltS dienet ihm nicht nur zu einem Krantz/sondern gar zu einer Krön: Zumal weil er auch/ unter andern/von würcklicher Krönung eines hohen jungen FürstenS leuchtet welches dann un- > fere Feder auch angespornet/ diesem so beliebigem Merck den Dritten und vielleicht letzten Cheil anzufügen: der um so viel angenehmer dem Hochgeneigten Anschauer zu seyn hoffet/je angenehmer einem redlich-Teutschen Auge die Sachen seyn können / welche darinnen vermeldet werden. Dann die durch und durch sich ereignende Zeilen zeigen nichts anders / als wie der bey dem Entsatz Wien/ )(ij (wovon (wovon dieWelt reden wird/ss lang sieWelt ist) gemachte Anfang biß jetzo noch/wider die Wuhkgierige und Blutdürstige Türcken/ Sieg-wucherend fortgesetzt/ und die ghristlich-Vereinte / mit unsäglichen vom Himmel-ab- stammenden Überwindungen so hoch begünstigt worden/ daß von vielen undencklichenJahren hero kein Potentat/ mit seinen Waffen/ solche Ehre aufgehebt / als wie die Römisch-Kaiserliche Majestät/und Dero hohe Bunds- Verwandte / mit den ihrigen/ welche anjetzo wider das kurtz zuvor so mächtige / und trutzige/ jetzo aber so zitternde Ottomannische Haus. Absonderlich händigt dieser Dritte Theil dem hoch- ^ geehrtem Leser/ nebstdenen in Kupffer gezeichneten Abrissen der eroberten Städte / Landschafften und Treffen/ eine genaue Beschreibung und Abschilderung allerDenk- würdigkeiten/so jehnsmahls undjemahlö einen Platz de- wunderlich und bekant gemacht/ da benebenst auch alles/ bey dem TürckMen Staat fürkommende / Dunckle erhellet/ungewöhnliche Gebrauche aus ihrer Urquelle erörtert / das weit-entlegene und dem Leser meist - unbekannte erläutert / und also zugleich Altes und Neues/ Dunckles und Klahres/ Historische Früchte und Politische Blumen/ eingemenget worden. Insonderheit aber kan man in diesem Theil bewundern die Mostowitische Armee / welche wegen ihrer grossen Anzahl denen zweiffelhafft fürkommen mag / denen die darzu stossende Völker/und beschriebene Haussen und Horden unbekannt- Uberdas Zeigt stch auch/wte das auf A auf dem Mohazischem Gefild Anno 1626. vergossene A LhristenElut/ ernstenö Rache erschriem/ und durch die ^ selbiger Orten/ von denen Käyserlichen Waffen ausge- i-Ü! Me Türckische Niederlage w etwas versöhnet; auch zu A/ fast gleicher Zeit (und also trotz jenem Marathonischem Al Welt-bekantenSieg)Pattasso/die unweit davon befind- t öle liche Dardanellen/ Lepanto/Zorinth/ Salona dem Ve- A- nttianischeLeueuunterwürffiggemachtworden.Darauf k dss folglich noch die Nachlese/ Kaiserl.Majest.Sclavonien v Zit- durch des Hn.Gener.Dünnewalds tapfferes Anfuhren/ Athen aber unter der hoch-preißlichenAonduite des nun- >!>ch mehr mit der Hertzoglichen Würde beehrten grossen §a- Mb- pitainS Generals / Morostni / wie auch des tapffern O/ Schwedischen Generals Königsmarcks/ der Hadriati^ dnil, scheu Beherrscherin zugetheilt. Die glorwürdige KrönungJosephi des Ersten/ (aE M/ deffenHaupt der Himmel allen zu erwünschemmögliche^ jlttr- Segens - Regen von oben ab wolle thauen und daur^ 8e id lassen!) nebst allen dabey angemerckten Solennitäten/M lick bestmöglichst mit eingeführet / auch Mahomets E^r- kM thronung deß (Gott gebe zu leinen ehistem Fall erhöhelkN O neuen Sultans) Solymanns berühret / und dieser bey- Len Regierer der Pforten Begebnüssen ausführlich ver- M Zeichnet/ um dadurch Zu zeugen/ wie die Göttliche Ge- rM rechtigkeit gezwungen worden/ vorigen Sultan Maho- W met denVierdten/dcr inTyranney und Wollüsterey füg- lich der Erste heissen mögte / durch ungerechte Leute mit gerechter Gefangnißzu verstricken. Ferner O o Ferner beZielt auch dieser Kiel/ der Haupt-Vestun, gen t» Ungarn/als Erla/Mongatsch/Stuhlweiffcnburg/ Lrppa/ und Bevgrads Eroberungcn/de6 von der Ungarischen Krön bißhero entrissenen Fürstenthums Siebenbürgen willige und ungezwungeneWiderkehr/und andere noch daran Hangende siegreiche Vortheil/ und vortheil- haffte Stege / dte diese heurige i688ste Kampagne preiß- schatzbahr/ den dritten Theil aber des Triumph-leuch- tendenKriegs-Helms durchBeschreibunq und Aufzeichnung sothaner Thaten / für welchen die Nach Welt nicht weniger/als für anderen/in denen Griech-als Römischen Gefchicht-Schrifften enthaltenen / erstaunen wird / angenehm machen werden. WelchenD ritten Theil dann nebst Empfehlung in des Lesers Gunst-Gewogenheit/ wir dessen geneigten Händen einliefern/ nicht zweifflende/er werde nicht weniger diß Letzte als Anfang und Mittel mit seiner Gunst-Sonn anbltcken / und die etwann etnge- ^üchene Druck-und Schreib-Fehler verdunckeln und unsichtbar Rächen.! Zu Behuf dessen! und unserer besserer Entschuldigung -ann/wir dem geneigten Leser des unvergleichlichen Venetiani- ^en Staatsmnd Rshts-Glieds Entschuldigung/zum Beschluß beywerssen. -rs« e /'k-' /e Fehlerckoß/undunmackel- bar / seynd keine Beywerff: Wörter für die Druckes reyen/allwoöfftecs die'vermeinte Verbesserung/ Fehler mit einstreuet. Das Himmels-Gebäude kan wohl öffters ohne Wolcken/eine gedruckte Schrifft aber niemahls ohne Fehler erblicket werden. V Om/die ehmalige Welt'Gebieterinn/ und Ruhm der Städte / womit Witz und Tapferkeit sich verschwefterten/ erdachte wider den an- noch frechen Pöfel/der bey ihrem Aufgang und Anfang viel RaubereyenundMordthaten be- gieng/ sich für Rebellion und Zurüttung zu verwahren/ Mncherley Etats-Lift : Darunter auch diese begriffen ter einführte: um durch so häuffige Ceremonien/und abgöttische Wahn-Furcht / die rauhe / trutzige und harte Gemüter deß verwegenen Volcks in etwas zu mildern / der Hoffnung/die drohende Rache so vieler Gottheiten würde dem übermütigenFrevel und Lafter-Sturtz ein guterZaum seyn/ und die Römische Gemein dadurch gezogen und bewegt werden / zu gehorsamer Ehrfurcht gegen ihren Oberherren und Regenten- Dn unfehlbare Zahl solcher ihrer Götzen hier zu benennen/ und aus den Merthum/die schon verrostete und vermoderte Götter wieder aufzuführen / ist zu unfern Folge- Zeilen/ theilö unnützNch/theils uunöthig/theilsauch ver- drüßlich. Unnützlich; mdeme die nachfolgenden Blätter/ solchen ruhm-würdigen Thaten gewiedmet/ die voncknen A tapfer- 2 R.Sm. Raysirl. rnaj Uttd dero hoehtt Alliirrett 1(Uer7müt^gm^EhrWn Eifer / gegen dem Erb- und Ertz Verächter Göttlichen NamenS/ gezeuget und gelänget/ und alsoaufkeinenfabelhafften Grund/ als worauf die Minist Götter Zahl beruhet/gegründet. Unnöthig; iveilen/ zu Bezeichnung dieser schon durch die Vergessenheit ein- geäscherten Götzen / gelehrte und wol belesene Köpffe sich gefunden / die sie aus dem vermorderten Staub wieder erhebt / und kiärlicher durch ihre Schrifften/als sie dcrmaln denen Römischen Priestern selbst bekannt/ unserer Alrer- thum- liebenden Nachwelt hinterlassen. Letziich wäre diese Erzehlung auch verdrüßlich : zunialn Sachen/ die ein niüffigeS Gemüt ausgesonnen / und niemals den geringsten Schein von einer Warheits Sonne erhalten/zu lesen «nd durchzugehen/mehren Verdrieß/als Genieß giebt. Weilabcrgleichwot ihren Götter Bilden gemeiniglich geheime Vorbild-und Bedeutungen entweder natürlicher oder politischer Etgenschafften eiUgewickelt ligen : Wird mir der günstige Leser nicht verungünstigen/wann ick dero- selben nur eine enige solche gebildete/ und auf eine Sitten- Lehre/ oder Klugheit/ zielende Gotcheit/ zu betrachten / mitten aus demHaussen aller diesenWahn-Götzenhervor ziehe: Ich beziele hicrdie doppel-Stirn und Gesicht / des alt-jungen Janus/ desgreissen/weisscn/und Tugend-grümnden Iänglings/ dessen veraltetes Gesicht/ an deme die Nuntzeln die Jahre zehlen/ Clusius ; der Frend-Hegende Jünglings- Anblick aber / Pamtcius / benamset worden. Diesem waren die gegenwärtige und zukünftige/ jenem aber die vergangene Dinge zugeeignet. Der Kern/so in solchen Hülsen (oderGedicht)steckte/ war dieser/daß man bey Unternehmung wichtigerSachen/ fv wvl auf das Zuruckgelegte / als auf das Gegenwertige undKünfftige einen Blick thun müsse. Solche Anweisung werde ich mir/ bey Fortsetzung des Triumphckeuchtenderr Kriegs-Helms / zu Nutz machen/und meines Theils auch hie den ClusiumOielen; das ist/ das jenige befchreiben/was hiß- Trium ph, leuch tend e« Rrie gs-Helms Dr icree Theil. § Wbero weiter denckwürdrgeS Wider den Erbfeind Msge- richtet worden; nicht ztvciflend/ die tapffre Helden / welche Wider denselben aufs frische den Harnisch anlegen/werden dero hohe Klugheit undLapfferkett aufdas Gegenwertige undKünfftige/nach wtevor/mtt einem blitzendenKlick wider denselben schkrffen» Ir wenden uns derhalben/mit Clusio / auf die nechst- vergan- gene Zerteil / und ersetzen die jenige Kriegs-Geschichte / allwo der Kiel des Anhangs zu dem Triumph-leuchtenden Kriegs- Helm Römisch Kayserl. Majestät/ und Dero hohen Murten abgesetzt. Dieser enthielte und schränrkte in seinen Erzehlungs-Schoß ein/was' seit weltberühmter Eroberung der Ungarischen Haupt-Stadt Ofen/ denen schon etlich Jahr her Sieg-prachtenden Kayserl- Christen-Waf- ftn/ der höchste Sieg-Ertheiler für Glücks-Streiche beygezehlet und anhängig gemacht. Als nemlich besondere Neuigkeiten von der Belagerung Ofen/ wobey die Brandenburgische und Sächsische Völcker/ müder Kayserlichen Bayrischen Helden-Armee vereinet/ einen unsterblichen wol-Verhaltens-Namen erbeutet; ingleichen wie das neu-er- oberte und der Ungar-Cron wieder einverleibte herrliche Rubin/Osen mit angestellten Freuden-Festen / Münzen und Feuerwercken in gantz Europa pracht-bechret worden. Ferner erzehlete gedachter Kiel die Neigung und Beugung der Türkisch-Ungarischen Städte und Ve- stungen/ unter dem Ruh und Ruhm-bereicherten Adlers-Schatten / wie nemlich Simontorna bezwungen / Segedin erstritten/Jünffkir- chen aus dem Rauber-Klauen des Türken entrissen/das unüberwindliche Fünffkirchische Schloß aufGnad und Ungnad erbeutet/^Mos erobert/ Darda ersieget/ und dieses alles seinen vorig-rechtmasstgen Herrn eingehändiget worden. Mit diesen Kayserlichen Glücks-Geschicken/ verschwisterte auch bemeldte Feder die Venezianische Srege/ als nach verzweifelter Gegenwehr Napoli di Romania/ worzu sie der durch die Venetianische Helden-Waffen endlich geflüchtete Entsatz/ be- freudigt/ dannoch erhalten / und dem Marcus-Löwen unterwurffig/ und Singh/nachdeme es mit demStücke-Donner zimlich begrusset uns besungen/ denVenetianischen Dalmatien anhängig gewachst worden. Auch verschwiege er die Polnische Heiden-Thaten nicht / als weiche roooo. Tartarn (ich fürchte die Bericht und Gerüchts-Feder habe sich um ein overstoffen) nach dem Höllen-Tartaro/aufemmal/ qe'chmt/ ßvlglich durch diesen Ruhm-Streich/und Streit/gantz Moldau Po- A ij len 4 Rön. Rapstpl. Maj unddees hohen Alliieren len emverieibr / und noch grössere Thaten verrichtet/ dadurch Moscau bemüßigt/ mit höchstgedachter Krön/ in Alliantz zu treten / welches denn nachmals glücklich ins Merck gerichtet / und der Moscovische Prcecursor nach Wien abgefertigt worden/ wobeydamaln gedachter Anhangs-Kiel seinen Ruh-Stein gesetzek. . , ^ Vcrfolgde« Ich entsetze dieses damals gesetzte Ziel /'und este mit der Moscovk- Anhaog«! ^en Gesandschafft nach dem ruhm-strahlenden Wohn-und Thron- / unsers unüberwindlichenKeyfer-Adlers : Es gelangte selbige/ no 1687' nachdem sie Polen verlassen / und die Kanserl. Lrblande betreten/ endlich zu Wien an / und verwechselte die hold-lachende Donau/ mit ihren Moscoviti. Dina oder Don-Fluß. Die Kayserlichen Siegs-Massen hatten/ als s»-B«sand-ein krafftiger Nord-Pol/ sie aus dem auffersien Welt-Winckel anher schafft An- gezogen/ und ihr bevorstehendes Heil/ ihnen durch die Verbündiß mit zu hem heiliast-gesalbten Kgyfers-Hauptgezeiget. Siege sind der wahr- ^ hafftige Egyptische Pharus der unter denen Welt-Wundern geprach- tet/ als welche die in dem Welt-Meer umwallende und den Schiff-Rudern fürstehende Schisser/zu ihrer Glücks-und Sicherheits-Laterne einlädet und leitet. Eben dieses Sregs-Geruchte / welches gantz Moscau wunder-berüchtigt/ hatte diese Gesandschafft erzeuget und beschlicht/ einen holden Vereinigungs-Blick/ von dem höchsten Erd- Regenten zu erborgen: welcher sich dann auchchierzu nicht ungeneigt erzeigte/ anerwogen/ daß / der Moscovische Groß-Fürst leichtlick/ durch Entziehung der Schwing-Federn/ den Türkischen Raub-Voget zu Ruhe bringen/ und in seinem Nest/ welches er aus eitel Raub gebettet/ bang genug zu machen vermochte. Doch eraugneten sich bey k cm Anfang einige Strittigkeitenwegen derCmialien/welche aber ehbevor man sie reckt zu untersuchen anfieng/ Moscowb wider aller vermuten / ihre Cnd'chassten erreichten / und man leicktlich rer haben sehen konnte/ wiegeneigt diese Gesandschafft/ für unfern Erden-Kay- an denKay ftr sich zu neigen / und die ihnen von ihren Obern emgehandigte Gesell, Hoff schencke einzureichen. Da dann die Kayserl. Verhör bewilligt / und Audienz, verwichenen Merk-Monat/ in Begleitung einig Kayserlichen hohen Bedienten-Kutschen mit gewöhnliche Formalitäten angestellet ward. > EkNM der Der geneigte Leser verlangt vielleicht von dieser Einholung eine Moscovi« Nachricht zu haben / die wir ihn dann hiermit einhändigen. Es derer znr Au- zierten des Einzugs Anfang / der Herrn Bottschaffm Bediente auf vuub. Pferden //» von Gold / Silber und andern Kostbarkeiten lusi spiegelten/ und überflüssig zeigten/ daß das raube Moscau nicht aller Köstlichkeiten beraubet: diesen folgten in Kutschen ihre Edelleute /Geistliche und Triumph - leuchtenden Rriegs Helms Dritter Theil. ,nd noch übrige Bediente. Vor diesen traten noch z 6. aufs best bekleidete Bürger her/ die mit denen Moscotzitischen Geschencken / womit unser Erden-GOtt beehret werden sollte/ aller AUgen und Verwunderung an sich lockten. Solche aber bestünden eigendlich in Nachfolgen- Moscovi. den Stücken/ als Persianischen Gold-Stucken / und Silber-Trüm-I-he Gr« mern/Elefanten Zahnen/Zobeln und Hermelin / welches die Moscovi- sch«n«ke. tzet werden. Dann die Seltenheit ist das ienige/so eine Sache preiß- bar macht/und verlieret die beste Sache ihren Werth / wann sie allgemein. Arabien schazzet seinen AnMut-erfüllten Geruch nicht gar zu hoch/die Perlen sind in Orient nicht so hochsi-schäzbahr/ als in unfern Landern. Ja Peru Schatz- eitelte vormals nicht mit dem Gold/ als dasselbe noch daheim blieb/ bey weiten so nicht / wie heut Europa damit pranget. Als nachmals sie des Anschauens ihres Leit-Sterns der sie nach MosEer Wien gezogen/ durch das Gluck gewürdigt wurden / händigten sie das händige« Creditiv-Schreiben aus / und entlasteten mit ihrer Zungen diejenige dEedniv Bürde/ st> von ihren Obern ihnen in die Ohren gelegt. Worauf^"'^ dann nacbmahls mit gebührenden Ceremonien/ die Audienz zu Ende lief Kaum war diese vollendet/ als die anwesende Bottscbaffter/ durch ein ungemein- herrliches Pakrquet beehret und durch Gesund- heit-und Freuden-Trüncke/ dieser Ausländer Häupter / auch mit Freuden beschüttet worden; da dann die Offenhertzigkeit sich aufihren ZUngm zeigte/ und klärlich an Tag legte/ wie bald bey solcher Gelegenheit Emsthaffte/ Grund- Freundlich/ und stille Personen/ so von wenig Worten/za Kunsi-geschickren Rednern werden können. ^ Derfürnehmste Moscovische Gesandte / hatte die erste Gesund-dEer heit von seinen großnrachriqen Czaaren/ als welchem er die nächste, TreuschuAg/ und gleich eben zu selbiger Zeit die Kayserliche Herrn ^ Abgeordnete/unfers Unüberwindlichsten Leopolds angefangen. Der Moscoviter erwiederte diese / Mit einem abermahligen Trunck/nebst bengefügtem Wunsch / daß GOtt die Schutz- berechtigte Waffen / Ihrer KaysÄMen Majestät-/ Himmel ab/ noch ferner Gunstbeseeli- gen / undßv'gar-zwAusjagunchder Mahometanifthen Laster-Brut/ aus den ConstaurmopÄikanffchen Unglücks Neste / geschickt'machen wolle; welches auf Kayserlicher Seite/Mit best möglichen Wunsch- Worten/ b«stattigrt/UkW dem großwächtigeCzaaröN/ wider gedachten Ertzfeind/gleiche Kriegs und Siegs Waffen unerwünscht worden. An-ey hstwe mcstr auch Nw'coviicherSeits die Ke! und heit unses rer Römischen Kayfrrinerschaüenv imenDer tausend Wunsch-Ver- A ist gnu- 6 _Röm. Ra^sckl M as und ders hohen Aüiircer» Gcsund. gnüMnqeii beyzehlte. Dieser folgte die stets-grünende Wolfarth heits-Trsn- hohen Eh-Zweige/ des Oefterreichischen Gluck-Dtammens/ welche MoscÜwitt. durch ihren Jugend-und Tugend-Ruhm / schon die Cedern in Liba- sch««8e' non überstiegen. Lezlich beschlösse das unaufhörliche Wolseyn un- sanWafft sers Teutschen Martis / welchen Beyern von Helden-Ahnen her gezeu- gedrscht. aet / die Pallas aber mit ihrer beyderftltigen Kunst - und Kriegs- Brunst-Mich gesauget / diesen Streit / der sich auf Moscovischer Seiten/in ein ungemeines Vergnügen/ wegen so hoher Bewachung/ geendigt. Nachricht Bev Anwesen dieser Moscovischen Gesandschafft gelangte auch ausPersien aus Persien Nachricht/ welche ein NätsrO minic-incr einhandigte. langt am Dieser Geistliche / seines ihm ertheilten Befehls eingedenck/hatte von Lota»' der Persischen Haupt- und Residenz Stadt Jspahan / über Moscau/ ' feine Reise beschleuniget / und von dem alldort verweilendem Ertz-Bi- schoff / ein den 2.6. April des zurück gelegten 1676. datirtes/ und an Jh. Kayserl. Majest. überschicktes / Schreiben erhalten/ worinnen der Heutig-Persianische Staat und Stand/ nach dem Leben abgeschildert. Königin Wie daß nemiich; annoch nicht die geringste Zurüstung / wovon die Zeitungenschon offters/unzehlicheSoldatenaufdas Papier gestellet/ tum Krika zuverspühren seye/ daraus man einen Krieg gegen die Pforte erzwin- ' gen konnte; Zu dem wäre selbiger König annoch bey jungen Jahren/ des Kriegs/ als einerunanstandigen Übung/unerfahren/der auch noch überdas / alle seineZeit der Ven-ri und Voiupi-e wiedmete / und kürtz- te/ und hiermit seinen Ahnen/Cha-Abas/und Cha-Sefi nicht nach- ahmete. Am P^-rsi- Der Athemat-Doulet / als der fürnehmste Reichs-Beamte/ und andere Bachi/ und Hoffbediente/ liessen sich aufferst angelegen seyn/ Woüust. ' durch gleichförmige Sitten / und Lasterhasste Untugenden/ihres Kö- ' yigs Gunst-Gewogenheit/zu erbeuten: wolwissend / daß ein angenehmer Hoffschranz/ die Spiegels-Art an sich nehmen/und die jemge Sitten/ mit welchen sein Oberhaubt gezieret/wieder entgegen strahlen muffe. Sey also auf diese Weise/ der Mars/ durch die Wollüstige Venus diesesReichs/ eingeschlaffert/ und noch darzu/ durch die Sicherheit/ im Netze gefangen. Uberdas alles / hatte die sonst tausend- mundige Fama / ausser den Wienerischen Helden-Entsatz / nichts mcht ausgeblasen/ sv daß der jetzige ChristenSieges-Feldzug/denen Persen/ weniger als uns / die Reichs-Händel in Monomotapa/be- . - Und hiermit stürzte dieser Hoffnungs-Bau / so aufdie leicht-be- txuglrcheZeltungeygegründet/ und den feindlichen Einfall der Perser Triumph, tcuchtenvett Rkwgs-HelmsD eietekEheN. - D in die Türkische Babylonische Landschafften / aufdäsgewifteste «roftceyet / auch einmal über den Hauffen ; dessen jedannoch ungeachtet / .hoffte man den Türckischen Waffen genugsam gewachsen zu seyn ; weswegen man dann / die zu Eperies angelcmgre Lückifchr Gesandschafft/die durch Bitte den Frieden/ so von ihnen durch Waffen Gefc.ki^ Mt konnte erstritten werden/ erkauften sollte/ mit einer schlechten Ver- A'M wiw anügung / und Friedens-Hoffnung / abfertigte Massen dieselben mit Dieser Antwort sich vergnügen muste: Ihr Kays. Majestät wären "' höchstgeneigr/ Mit der Ottomanifthen Pforten einen Frieden einzugehen: Wofern gemeldte Pforten wegen deß vor vier Jahren in Oesterreich zugefugten unersetzlichen Schaden/sechs Millioner: an Gold/ und dann alles / was ehmakn der Ungarischen Krön Unterwürffig gewesen/ wiedererstatten / auch bsnebens andern Mit-Verbundenen/völliges Genügen verschaffen würde. Zudeme / könnte man noch nicht sehen/ das es anfTürckischer Seite ein rechter Ernst wäre/ da auf sie/ eben dieses/ dessen jenesmals ein bekannter Hiftorien-Schreiber sich bedienet/ gehörte: Vcrumsmmverc», cum moäoMlllwsmeos, blerisaci^ro- ctmvnem, Moclo amicos aä psrnicwm meam siccuni.-, sviicitcs, sc! internccionem miki ^rokegucnäus es, nori ut koi!irjull»s, seäut percussor venekcus. wer! dt» abek meine Soldaten / rheils mit Schreiben r Heils an cd meine Freunde mir Geld Zu meinen Verderb erkauffest / als sollt du aufdas äusftrste von mir versol- gerwerden/ nichr zwar als ein rechtmässiger Feind/ sondern als rin Mord gieriger Meuchelmörder. Und hiermit muste diese Gesandfchafft ihren Abzug nehmen/und mit diesen lobwürdiM Nachruff/ ihren mitWut und Unmut äußerst- belegten Principalen erfreuen. Das aber diese verzweiffelte Feinde / auch verzweiffelke Anschläge Reue Mr- geheget und genahret/so nachmahis in öffentliche neue Verrathereyen rachereyr^ koßgeschlagcn / entdecken nicht nm die jenige unwürdige Unterthanen/ welche die Kayserliche Güte/ als eine Sanfftmüthige Mutter/in ihrer ftlbst eignen Schoß genehret/ und durch viel genossene Gnaöen-Erwei- fung / beehret / so dessen allen ohngeachtet / sich aus weiften Unschulds- Schwänen / in schwache Undancks-Raben / verwandelt/und ihre- Voreltern Ruhm / mit dem Laster unauslöschlicher Untreue / bema- ekelt/ durch welche auch die Türcken angespornet worden / nicht nur dre aß dem Donau-Strom ohnftrn der Esegger-Brücke entlegene Pa- lanka Mohatz/ ohnversehens zu überrumpeln/und die darinn zur Be- kaMob«! satzung gelegene rzo- Ungarn nieder zu fabeln/ und mit TürkischerGarnison M verwechseln; sondern chr Hochmut bestelle auch das ihren Klauen 8 Röm. Ravftkl Maj. und dero ho hen Murten weg.nobi K^nde«er Verr.skhe« re»/>! Gefahr. Klauen mit höchst-preißlichem Schweiß der Christen entrissene OfM Ofen stehet wieder / welches ein entmenschter Mensch/ den eine unerhörte Verrä- therey verteufelt/ihnen wieder einzulieftrn versprach. Wein Kiel erstaunet hiebey/ und erbleichet dieDinte/ ob einer solchen mrineydigen That,die eine beeydigte Person ausüben wollen; jedoch will ich sie dem geneigten Leser ganz ohn parcheyisch einhändigen. Das wandelbare Kriegs-Glück hatte Herrn PaulPisierzky von Bistritz ' Obrist-Wachtmeistern/deme in Abwesenheit des Obrisien von Eebrqlttck- Rappach/ die teutsche Besatzung in Raab anyertrauet / einen Turcken- lichc Aus- Sclavsn eingelieferk/ deme die Liebe zur Freyheit / welche nachSallustii Ausspruch (nsMO nili c>.im3nimer die Straffedes Spissens angekündet/ wofern er sich würde gelüsten lassen/den geringsten Hauch von diesen Geheimnis / jemand / absonderlich aber einen gefangenen Christen / zu entdecken; da ihn dann zur Vergeltung / bey glücklichen Ausgang der Sach/welcheaufso erschrecklichen Unglück so vieler Christen-Seelen beruhete/ die ohnzweifendliche Freyheitversprochen worden. So bald die Mief und gethane Verbott geendigt/ ward gedachter Dragoner und Jüngling / aus des Bassa Haus/in die Demntz besonders gesetzt / um damit selbige von densüchabendenVerrather- Stück/ dessen sie deutkichst doch berüchtigt/nichtserfischen möchten/ und der Wächter beredet: weil dem Bassa ein Ring verlohren gangen/habe der Argwohn diese zwey Sclaven bey ihn in Verdacht gesetzt/weswegen dann er ihr Thun und Reden genau beobachten mochte. Der Muster-Schreiber aber / welcher sonst mit diesen Sclaven in gleicher Verdammniß war / und nebst ihnen auch die Demniz zum Vermilungs-Ort hatte / war nunmehr des harten Lebens/in etwas emübrigt/ und mit einem geringenFreyheits-Strahl/ derihnso gar das Ausgehen erlaubte/ beseeligt. Bey Anbrechen des folgenden Tags / wurden diese zween Sclaven wieder in die Arbeit gesendet / da besagter Dragoner bey Ersehung des Muster-Schreibers erfragt: Was für Zeitungen die gestrige Bottschafft eingebracht ? aber zur Antwort erhalten : Esseye zwar nichts merckwürdiges/ jedoch das geringste davon zu melden/beyLebens-Strasse verbotten. So gar hatte die Freyheits HoHung / dre doch noch in so weitem Feld grünste/ seine Zunge gefesselt. Kurtz nach dieser Ansprach / stieß ihm Dragonern auch der Brieftager / den er best-möglichst ins Gesicht gefastet/auf/von dem er inSclavomscher Sprach etwas forschet« / und zur Antwort erhielt: EmCaMinzu V Ofen/ Vcrgeblk» che Freude desVm'ä» chrre» liebenden Baffa. 'ro Röm. Rayftrl. Mas, und der- hohen All-irrem Ofen / der der Sprach nicht unkundig/nehre zwey schöne Türkinnen dep sich / der chn mit Briefen nach Stuhlweissenburg/ deren Eltern in Kundschafft zu bringen/ abgefertigt / indem aber ihre Nahmen unrecht ausgezeichnet / seys er vergebens gereiset/ und bereit zur ^mk-Reise wieder gemittet; ja damit dieses auch einen schein haben mochte/ meisten die greulichste Bekräfftigungs-Flüche/ dieser ertheilten Nachricht Schluß-Rede seyn. , . . Ohrist- Dieses entdeckte der neuentledigte Dragoner/ welcher viel Mllio- WacdtM' i nen der Christenheit / zum Löß Geld dargezehlet. Nachdem der Obrist- fikr Pistntz Wachtmeister aus der Erstaunung wieder zu sich selbst kommen/ be- kycnidrÄer se,ne stetsgrünende Treu/seineFüsse/ daßeraufschleunigster Post/nach den Kayserl. Hoff-Kriegs-Raths-Prcesidenten/Herrn Marggrasen von Baden/ abeilte/ und von diesem Unglücks Wetter so sich auf das unglückliche Ofen zuzöge/ benachrichtigte. Der dann reiflich erwegend/was in diesem Fall die Verzögerung für eine unselige Geburt anshecken möchte/ noch selbigen Tag verschlossene Ordre/ an Herrn General Major Becken/ ertheilet/ die Wachten nicht nur zu verwechseln/sondern auch best-möglichst zu verstarcken/ täglich abzulösen/ und genau zu erforschen/ wem doch die Sclavonische Sprach bekannt/ und zwo schöne Türckinnen zu Ofens Verderb hege. Herr General-Wachtmeister Beck/ erfoderte stracks nach diesen erhaltenen Befehl / Herrn Obristen Nivinsky/Herm Inspektor Wehelen/ und Herrn Commissarien Rennsteinzu sich/und gienge mit ihnen zu Rath / wer doch diese Person sevn mäste/so aufdasChristen- Blut eine solch verfluchte Rache bestimmet/und seinen gethanen Evd/ Fi'nS von so gar in Vergeß gestellet. Da sich dann leichtiich geäußert/daß eS Fincken- Lieutenant Finck von Fincken Stein ein Preussischer von Adel von den st in wird Salmischen Regiment seyn mäste / welcher zwar wegen seines guten skMchljg. Herkommens/ ansehnlicher Gestalt/ gestellten Tugmdhafften Verhalten einigen Zweiffel erweckte / doch endlich durch Erinnerung / daß der Lieutenant ehedeffen nach Stul-Weissenburg zu schreiben aber vergebens begehret/ und der Obrisi Ricciardi beyfügte/ die Türckin des Lieutenant/ hatte der Semigen von dem Bassa zu Stulweiffenburg / einem Gruß gebracht / ward diese Türckin gefordert / die von den bewusten Brief/ mehrere Nachricht als man vermutete/von einer solchen Person / wie der Lieutenant in jedes Augen war/ ertheilte. Und bezeigte dieser Verräterische Bößwicht mit seinem Erempel/daß es nicht unmöglich/ einen wilden Ast / aus einen fruchtbam Baum zu finden/zu- maln seines Geschlechts vreißbare Treue rühm- bekannt/ daß öffters ein aufferlich schönes Aussehen/ eine verfluchte Drachen-Zucht emschlieffe; Ja Triumph- le uchten den Rriegs-Helms Dritrer-TheLk. rr Ja daß es denen Sodoms Aepfeln gleiche / deren Unmuts- volles Auft sen schönen zum Genuß anlocket / da der innere Theil aber eitel Asche mittheilet. Es wurde deßhalben dieser Verräther beschicket / und auf das M^vo» glimpflichste zu Rede gesetzt / mit Vermeldten/ daß der Argwohn/ auf MUm- seine Person / em böses Fmnehmen geleget/welches er von seinen be-"st" ^ jchwerken Gewissen entbürden/ und reine Warheil be-chken sollte. Al- lein / die Frechheit hatte sich schon mit seiner Untreu verschwestett/so daß diese Geschwistrigt ihm diese Antwort aufdie Zunge legten: Er «schosse/man wurde aufihn/ der nicht um schnödes Geld/als womit ihn diese Zeitlichkeit reichlich Wunsch-beseeliget/ auch von so fürnehmen Eltern erzeuget / und nur um Ehre unter einem so glorwmdigsn Helden dienere/ kein solches Laster weltzen; es hatte der Herr Gsneml-Ma- Stell t M jor bestens zu erwegen/was für eine Wichtigkeit es nach sich zöge/einen Cavalier bey seinen Ehren / die ihm genauer als Le.b und Leben ver- wandt/ anzugreiffen; Der Argwohn wäre überdas irrsamm/und be- " fiele öffrers den Unschuldigsten. Den Vriefveiangend/ habe er zwar ein Schreiben/ das Löß-Geld einer Sclavm betreffend/ausgefertigk/ indem er aber keine Erlaubnis/ solches an gehöriges Ort zu schicken / erhalten/wieder zerrissen; da dann vielleicht seine Türckm glauben möchte/ es seye warhafftig überschicket wen den. Diese sattsam-fteche Einwendung / ersetzte der Herr General Major mit folgenden >: daß Er aufihn / und alle so Türkinnen hätten/ billig argwohnte: so sich befinden würde/ daß er unschuldig / wäre dieses unter ihnen geredet / und sollte auch / als u nter der Rolen geredet seym Beschwüre auch hierauf die anwesende Ofsicier/ bey de: Hochheiligen Dreyfaltigkeit und demEvangelio stumme und taubeAr Hörer dieses Veschuldigens zu seyn. Vermahnte indessen neckmalen gedachten Leutenant/in sich selbst zu gehen/ und die Verrätherey/ so in seiner Brust ausgeglimmet/ noch ehbevor sie in ein offrntlichesFeuer ausMa- gen möge / zu eröffnen / dadurch er sich ein gnädiges Urtheil zuziehen/ und einen schmählichen Tod vielleicht entivandern könnte; zumal da nichts so klein gesponnen/ welches nicht einst die Sonne aller Mensche» Augen eröffnet-. Mein diese etwas gelinde Wort entzündeten dieses Menschen Wird g? Boßheit noch hefftiger/ und dessenFrechheit ward hierdurch gantzlich in sangmsr- die Flammen gebracht / so daß Herr General Wachtmeister von Beck sitzt, grnöhtigt/ gedachten Fincken gefänglich an zunehmen/welchesdann auch erfolgte. Indem nun aus diesem verstummten Hertzen wenig«: czlö nichts zu erzwingen / weil» er durch die teufflische PMique/ so man B ij das rr Rönr. R aystel. M«j. und dero hohett Attürrett das läugnenletittelt/ seine Freyheitwreder zu erarnen/ Hoffnung hatte/ als ward auch seine andere Turckin/von 12.Jahren/weilen die ältere ihren Liebhaber wegen verstockten Gemüts nah. anvew Türcklir wandt / fürgesordert.. Aus dieser erpresste.' entweder die Furcht gkdt dcn oderdcr Haß zur vorgrhabten Vekratkerei)/eine aenauers Nachricht/ Finckm daß nemlich.der Lieutenant/ schon zum zweyten mol Briefe nach schuwig- Griechischweiff nbarg abgefchickt / ja daß der Ratz/ dessen Sohn sich b v dem Lemenant enthielte / schon daß dritte mal Rnßftrtig/und m zw »en Tagen erw. rret würde. Der deswegen beiragte Sohn des Rätzm erstattete gkichmäffigen Bericht und bejahte alles vorerzel- te ausgethaneAnmahnungv Fl«ck ist D i se s war nun eine hell- brennende Fackel/ das in der Aschen ver/ noch immer borgcne Verräth rey-Docht aufzusuchen / und einen so verwegrn- . «^stockt. Laug-.enden zu überweisen^ Man erfordernden Lieutenant in Ge- gcnw n dieser Brenner / allein die Harrnackichkeit/hatte noch nicht Abschied genommen/ und der Swhl ftmes untreuen Hertzen / war noch l icht durch den Schwefel/ der wahren Reue erweichet/bis endlich der H rr General Major ihm fragend anredece r Ob er dann nicht nach Gnechisch-Weissenburg an dm Dassa geschrieben/ und in jttbi- gen sein Mißvergnügen/ so er über der Eroberung Oftn hege/ an Tag geleqet/ anb>y auch versprochen/ geg nLieferung 2002. Duralen/ dn st Scharte ausznwetzen / und die Beste ge wieder zu besiegen die Fink b-ks» überwundene zu Überwindernizu machen ? Kaum endigte sich diese nck doch- R dals der bißher in Bekanntnüß stumme/ Fußfällig/ seine Bosheit «ochnicht entdeckte/doch diesen Schein-Grund annoch beyfügend/es wäre gantz sal- und gar sein Will nicht gewestn / eine so grausame Verra'therey zu schmidten/ welche als eine Kette den Verlust Ofen und folglich des wieder-eroderlen Ungarischen Theas nach sich zöge; sondern es wäre dieses cm F'mv/ und Arglisligkeit/ einige Beute von den Rachgierigen Feinden zu erhaschen ; und feye eben deswegen / der Bott/von ihli abgest" tigt worden/ die 2002. Ducaten/ als das so listig- erbeutete Bekennet Geld/abzuholen.. Allein auch diese Entschuldigung war alsein Un-- sölüg. grund zum Grund F sitzet/ bis endlich sein Henkerendes Gewissen / die rechte B.kanntisausfolt^te/mit diesen Beysatzr wasJhroEreel- lenz mir einer Hand voll Blutgedienet ? der es aber beantwort te: es trüge ftine Seele vor den jenigen Blut so vor Unschuld raucht einen gräßlichen Arsche»: allem was L;hm Leutenant doch bewegt Karte/ fu> eine so nichts w d-teS.mimr/al62ooO. Ducaten/ seine Mittrü- der/ den Mor/-S ibttder T«rckenejnzu1iefern? wie hoch e-wolei> Munerkauffliche Cyristtn-Serl/ dir durch Vas BlM ihrersEkiösers er« kaufft Tr iumph - leuchre ttdett Rtiegs Helms Dri tter Theil. iz kaufft / schätzte? ob ihn dann das bißher von Verrätherey und Krieg gantz aus sich selber gefttzkeUngarischeKönigrsich/nicht einigeErbarm, nüß ausqezwnngen ? Ja was er letz!ich für einen verrätherische» Grund-Rlß denen Türch-N sürgeleget/ durch welchen sie sich die Wie, der Eroberung Ofen so leichtlich versprochen? Woraufer d^nn m-k folgendenWortenseine verrätherifcheBeicht VöMe erstattete / daß ihn jederzcit die Wache/bev derBreche am Kayserl. Entdeckung Rondell / betreff« / und weil einem Leutenant döselbst die Schluss l an- Vkrrä« vertrauet werden / Härte er es le chrlich in das Werck sitzen wollen/^"^' durch Wein und Br^idwein seine untergebene Soldaten / (wie er' dann b.ßher solches Mittels schon la ng / ihre Gunst dardurch zu erhal, ten/sich bedienet) in den SicherheilsEchlas zu bringen / alsdann die Tdore eröffnen / 500. bis ivoo. Mann unter dem Rondell dis mitten »! ter die Stadt/ okne WMchnnmgder andern Posten/ernlaffn/ die sich dann mit leichter Müh der Staat bemächtigen können. Und habe er den s.Mertz/ als morgenden Tag / zu Ausübung dieser verdammten Verrätherey ausq'sehen. Damit aber Ihr Excelienz sihe/ daß noch ein Fürcklem smrichttger Treu gegen seinen unüberwindli, chen Kayser/ gegen den er sich so grausam versündigt/ auflodere/so sollen si"/dieinPapa/Ve'p"r>n/und anderer Orten befindliche Hus- sarn / aufsimmeln / er wolle indessen nach Stuhl-W cissenburg schrei, ben/wann sie kommen/ und ihre vermeynte Glücks Stundgenicffen sollten; er versichere gantz gewiß daßsieausdisisem Einladen erscheinen/ und sich selbst in die aufgestellte Mausfaken freyw,lligeinstellen würden. Inzwischen könnten sich die Husaren/zwischen Stulweis- ftnburg legen / und mit Beytrag der Ofner Besatzung einen glüctli- chenStreich khun/ und diesen ankommenden dZerrahtcrn den geborg, tenLokn/ diesesrorhabenden Schelmen. Stücks redlich bezahlen. Alle Umstehende/bewun^tnen diese Verrätherey und erstaunten ob cjinii so boßhass.en Anschlag den eine beryd'gte Person auszuüben sichunt. rltanden. Folgte derohalben aufdiesi sim? getbane Beicht/ die gchuhrende Absolution/wie er nembcl solle zurück gefübrr/Kreutzweis geschloffen / und ävss rst verwacht werden/ bis die Buffe/ so diesen seinen treuen Dienst n zut' äg'ich ihn zu erkannt würde. Di ser ausführliche V'rr^'hcren Bericht wm d eiliaft an höher- Ortast ittet/undeing böngesUrtheilerwartet; unt.rdessen-rthcil- t- Hnr Genera! Maior von Bck strengen Besihl/ keinen Borten oder Ba'i-rn dieser S'ad'zu entsissn/ wo^abrridnendw Hinein« kunfftzu öffnen; bann etliche Tag ^ na b vieler Verrarh.-revEnts Ortung/ der Werkzeug/welcherzuAn^pmnung Vieser abscheulichen B ist Td«t/ 14 Röm. Ra^strl. Mas , und der- hohen A lliieren Verrahte- ^hac/ ein nicht geringes beygetragen/und die Briefe vier und da an 31'7 r gebührende Oerier überbracht / zu Erheischung seines Lohns fichein- "Zestellet/den m m dann alsobald ergriffen / und flsissigst durchsucht / da Siv« dann semeSriefel zurBries-Taschü! wo,Len/Und denenNacj'suchern ein Schreiben an d en Gefangenen Leuttnant folgendes Innhalts einhändig Geehrter Herr Lieutenant. Türkisches Nachricht Uttsets bewttsien Anschlags / hat mich beschreiben freuder dafür ich dann mir d-eftn shuldigenDanck abstac- re. Der würckiiche aber als die 2 NOV. Ducaren/ liege Ncbsi chn. ^'"'tten bewusten Soldaten als Schatz-Hütern/ zunähcsicrEr- forderung bereit. Die Uksach daß solche mehr alsobald mir Zeigern dieses überliefern lassen isi eine tNummelnng/joich von einen Gefangenen entdeckt / welche mich diese Summa noch in etwas zurück zu haben beweget, wird der nächst- rvjeder-ankommende Dauer / genauere Nachricht errherlcn/ soll das erforderte/ in Degleirung eines guten Freunds, folgen. Indessen wolle LNahomet ein verschwiegener Gchuy-Lngel/ dieses unsers Vorhabens ftyn. Sollte uns das Glück vereü nen/ werde ich nicht ermangeln /würcklich darzu rhun/ daß ich Nicht nur heisse/ sondern in warheirse'y/sejtt guter Freund. Botten-' Den Briefträger werden hierauf/weiln er den Briefi'n Anfang kvhn/ »«ch gelaugnet/2vo Brügel-Streich zum Borten Lohn dargezehlet/weh Bcrprcnst. ch-r unter solcher fchmertzhaffken Auszahlung / krafftigst betbeuret / daß er nicht das geringste von solch einer verdammlichen Verrätherry gewust/ dessen sedennoch ungeachtet/brachte matt ihn zu seinen Lieutenant / in genügsame Verwahrung zu behöriger Straff sie vorder haltend. Tüickenffu- Daß aber diese Aussagen / aufkeinen blossen Gerücht/ oder durch dm M-r- Pein undSchreckenerzwungenenBerlcht/beruheten/legre die nachfol- «in. ^ 6e am Tag/ ^ man hörte / daß rvoo. Türcken/ die Drau passut/ auch so gar zwischen Gran und Schamberk in Tückische Rauber-Par» theyen sich vertheilt / und sich denen Annwohnern gezeiget / dieohnr jweiffmdlich die gewisse Sicherbeit zu erforschen/ und benörhigteVor- vereitvngen bevzuschaffen / beschlicht waren: über dieses noch alles/ Mbeiite auch eme glaubwürdige Feder die aewiffe Kundschaffc/ daß emAga/ form erfahrner Soldat / in den Türkischen Kriegs-Skrei- Tritt mph - leuchtenden Rkiegs Helnis Dritter Theil. ^ chen zimlich bewandert/ nach Stuhlweiffenburg beordert worden/ um das daselbst glühende Berrätherey-Eiftn ferner auszuarbeiten. Den beßhaffkm Bauren strengte man auch über das hefftig an/ aus ihm zu erzwingen/ ob nicht auch andere ausser diesen Lieutenant zu bieftn Verrathere» Feuer Anschlag-Reise beygetragen/ weiln mau hiervon nichts als den Lieutenant erzwingen konnte; allein auch dieser war ein Stein/ und erhielte man von ihm/wegen dieser Befragung/ eben so wenige Nachricht/ als von einen Fisch. Endlich/nach dem man alle Wege/ so uns das Recht zu Crjör- Erecutiö» schung einiger Warheitgebaknet/durchwandelt/ undstch alles erstbe- ssgter Massen befand / ertheilte man diesen zweyen Verräthern den Bauren^ gebührenden Mhest-Lohn/ der dann auch ungesäumt ausgeübt ward/ da man den Lieutenant das unseelige Haupt/so mit solchen verdammten Verwirrungen ehmaln beladen/ entlastet/und von den übrigen Rmnpfentsondert/ dieHände/welche an derMajestät deren sie einen so hohen Eyd geleistet / abtrünnig worden / abgehauen / das Hertz / als ivorausdiese arge Verrath-Gedancken gestammet/ausdemLeibge- rissen / der zerstümpelte Cörper geviertheilt/ der Kops ausdas Rondel/ als den bestimmten Mord-Platz so vieler Christen-Seeien/ die durch den wütenden Türcken-Säbel erliegensollen/aufgesteckt/und die vier Cörper-Theste auf vier verschiedene Straffen zu einen Schauspiel und EMMl treulosen Beginnens/ aufgehangen worden. Dem verräterischen Bauren-Mercurio aber/ward die gewöhnliche Straff des Swssens zuerkannt / welche er auch erhielte / und diesen Trauerspiel die Endschafft beyfügte. Aufdiese Weiß / brach das Unalücks-Wetter/ so sich aus Ofen zugetragen / über der Tdater eir gene Kopffs loß/und zerkeulte die reuige Verrohter/so das theuer er< kauffe Kleynod der Christenheit/ wieder entrciffen/ und denen Tückischen Raubklausnmittheilen wollen. Diese sähe Amderung und Stürtzung der verratherischen Türckeni Hoffnung entbertzts diese Brut ausdas neue/und verursachte/daß sie wiederleyderige Zeitung an den Türckischen Hof abfertigten muffen/ den sie kurtz ruvor mrt Bericht eines höchst-wichtigen Gewinn/ Wunsch- begläckseeligen wollen. Wir wollen uns mit hin nach diesen Hof verfügen/ und die alldort sich ereignende Zufälle/etwas genauer beschauen. Hier war alles den genauen Untergang ganß nah / und prophe- ZuConsian ceyken alle Dinge ein gewisses Unglück / welches sich mit gänzlichen Reichs-Ruin aussern dürffte. Die Constantinopolitanische Stille ' verwandelte sich in eine avsrührische Unruh / und wollte denjenigen/ ' für i§ Rom. Rarste! Mas, und der- ho hen Alliieren für oem sie sich unlängjt geneigt/ jetzt unter des StrangsBotkmäffig- Sultan ist ksit beugen; daher der Su'.tan gezwungen wurde die Lufft und zu- nicht sicher .Ajch guch seines Lebens-Gefahr zu andern/und Adrianopei zu einen Aufenthalt zu erwehlen / und dieses alles zeugte nicht nur der unzlückli- nnepr. He Feldzug des Groß-Veziers / als dessen furchtsame Armee bis auf die iOvo. verschmutzen; wovon noch täglich viel den Reis-aus spielten.; denen ihre Leiber und Leben lieber / als der schon erblasste/und von völliger Finsternis unbefreyliche Monden-Schein in Ungarn.' Die Mannschafft / welcher man durch dreydoppelten Sold einige Hertzhafftigkeit erkaufst/und denen äussersien Türckischen Ländern den siegreichenRömisch-Kayserlichen Waffen entgegen gesühret / verrohr/ mit Aenderung derLufft / die angemaffte Courage/ wollte lieber in dem srryenLagerFelde/wrder in einer ordentlichen Guarnison eings- schranckt seyn ; und verlieft deswegen die jenigen/welchen man/ . mit doppelten Sold/den Kkiegs-Evd abgekaufft hatte. D-'ekvent« Sondern mit diesen Mißvergnügen der Soldaten zu Land verge- tu könkan. ftllschafftete sich auch eine Aufruhr der Leventi oder Schiff Soldaten, tinepei. Diese jetzt bemeldte Soldaten lassen sich in dem Arsenal werben und verpflichten sich allda eydlich den Sommer über gegen 6220. Asper Wer dl« Le- und benöthigten Proviant auf dem Meer zu dienen. Die besten von vcntt. diesen Soldaten sind die das Gebürg ohn fern Trope in Anatolien bewobnen / die ordentlich Casdaglii benahmset werden. So sind auch überdas aueb Zaims und Pmariots oder Landherrn denen von dem Türckischen Kayfer Gäter eingeraumet und deswegen genöthigt weil sie nicht selbst in Krieg ziehen/eine gewisse Anzahl Knechte zu schicken welche Dedels von denen Türcken benennet und mit unter die Levents gezehlet werden. DieseLevents nun/welche in langerZeit/durch ihre rechtmässige Bezahlung nicht waren befriediget worden/schlugen sich zusammen/ und umzingelten mgrssserMengedieBehausungdesCapirainBaffa/ und forderten dasjenige was ihrerdingter Sold und verdienter Lohn Capital» erheischet. Dieser schickte seinen Lieutenant Tershana Kiahiasi und Rassa tst m den Ober-Aufseher TersaneEmini betitelt/ an diese murmelnde Aus- Gefahr. wiegler/ denener sichletzlichselbstbeygeftllte/hoffend/erwoöte/ durch Drohworte und seiner Person Ansehen den Anfang der Bezahlung machen: Allein das Crgreiffen der Waffen / und die schon aus dem Augen der Soldaten hersür blitzende Verzweifflungs-Wehr zeigte ihm seiner Behausung-Umkehrung und feines Lebens Untergang/und entführte ihn dieser Geld begierigen Augen; welche nickt eher zu Ruh gebracht/bis ihnen sechs Monat-Sold gezahlet/ und zu Verhüttung Triumph, leuchte nden RriegwHelmsD rittet TheK. i7 tung fernerer Unordnung etliche der fürnehm! lenAufwiegler erwürget und bis zwantzig in die See geworssen wurden : welches gleichwol nicht verhindern können / daß sich die übrigen wieder gesammlet/und mit Plündern der Constantmopolitanifchen Häuser fortgefahren; der, halben man auch denen Burgern zugelassen selbige nieder zu schlagen/ und durch ihr vergossenes Blut diese unsinnige Wuch zu versöhnen. , Und west jederzeit emMgluckdes andernFourier-Schütz/als folg- teauf diese bald eine grossere Aufruhr. Ein bey der Pforten anlane aerrderOlac/entdeckte: WiedaßnemlichzuAlcair dieMif-vergnüg- 3 » Alcslr ten sich vergröfferten und des Sultans Befehl sichgäntzlich widersetz- ^ksviel ten/und eben deßhalben aus den Ihrigen einen Befehlhaber erwählet/ 7:5'°, welcher ihren geworbenen ^Loick fürsichen und beschlichen ftllte. De-^ ^ ' me sie noch überdas Richter beysügen wollten / um eineRepubli- que aufzurichten; zu welchem Ende sie gewstlet/ gegen Erlegung einer jährlichen Schatzung/von den Christen Hülffund Beystand zu erlangen Esscheinet aberdre vondemOlacbenchketeRegierunZs-Form fast Regke- nichts geändert zu seyn/von der ordentlichen Art wie sie sonst beschaff sen/wir wollen solche den geneigten Leser/wie siesonst eigentlich bestellet/ fürstellen. Das Königreich Egypcen wird zwolffBegen anvertraut/ deren etliche annoch von dem alten Stamm des Mameli/ welchen Sultan Sckim/da er sich Mcair bemächtigt/ äderig gelassen/herstammen. Sie haben absoluten Befehl in ihren Händen über das gans tze Kriegs Heer/welches sie hoffartig/ mächtig/und über das geringste Mißvergnügen aufrührisch gemacht. Jedweder von diesen Begen halt svo.Kriegs-leute/ so hertzhaffte und bewehrte Soldaten/die ih- nenan stark der Guarde dr'enen/und sich bey ihren Bedienten in öffentlichen Aufzügen mttanhengen. Diese Leute folgen ihnen aufderReiß/ Jagd / oder wo sonst etwas öffentliches zu verrichten. Diese zwolff Begen beschlichen über 20020. Reuter d'ie das Land besoldet. Diese Reukersind verpflichtet die nachMecha reisende Pilgrame zu begleiten und den jährlichen Tribut von 600000. Seguius an die Ottomanni- schePforte sich erst einzuliefern. Sonst ist diese Land-Militz zu keinen andern Diensten / als die wir jetzt benennet / verpfl,cht/es sey dann daß sie zuweilen gezwungen werden / die in den wüsten Geburg wohnende AfticanersozuZeitenindasFrucht-bereichertcEgYpten emfallen/wie- derzuverjagen. Diese zwölssEgyPtische Bege sind von edlen Stammen und erben die Güter die Kinder von ihren Eltern. Diese Guter wann sie mit dem absoluten Befehl / den sie über das Kriegs-Volck E ve»- 2 8 Rom R a^sirl . Mas. u nd ders hohen ANurreN vermögen / vcr/;iiet werden/haben sie diese Begsso hochmütig und befürchtend gemacht/daß sie sich schon öffcers unterstanden denBaffa gefangen zu setzen / ihn seiner Ehren Stelle zu berauben/und ihn aller seiner Güter undReichthum/die er wahrender dreyiahriger Regierung gesammlet/ zu entledigen. Näheres dann kommt/ daß der Baffa und die Begs in steten Mißtrauen leben/ und öffters in schwere Stritt tigkeitsn v rfakl n/ hiermit höchsten R cht Aufruhr können betitelt werden. Und sind den Türcksschen Kavier diese Unordnungen mehr als zu wol bekannt/ da er aber mit sehenden Augen sich blind bezeugt/ wolwissend/ daß f lbige ohne gewissen Verlust des gantzen Königreichs nicht zu andern nochzuenden. Scheinet also/daß die letzt vomOlac benennteAlcairischeUneinig- keit gantz nichts neues / sondern vielleicht aus diesen Autbore/da wir diese Zeilen entlehnet / der schon für vielen Jahren den Manischen Staat also abgeschildert / erborget sey. Zweiffelbafft ist ob nicht auch das übrige von besagtemOlac berichtete eben so sehr nach Unwar- heit rieche als das ersterzehlte. Wir händigen es / wie es das Gerücht Tiircklscke ausgeblasen/ den geneigten Leser ein. Er fuhr aber in seiner Rede mit diesen weitern Unfällen fort/ wiedaß nemlich die Aufstände und Un- schafft liegt' ruhen / welche nicht nur in Natolien und Arabien / sondern auch durcheile übrige Tkeile des Oktomannischen Reichs im Schwang d giengen / die Handlungen / wovon die Kammer und folglich die Armeen sollten erhalten werden / gantzlich niedergedrückt/und auf diese Weiß die Schwingfedern den gemeinen Wesen entzogen worden. All/ diese Unfälle/obwol sie geschickt genug den schon sinckenden Otto» mannischen Estat völlig über den Haufen zu werffcn/oder doch zum wenigsten die Gemüter zuraussersten Verzweifflung zu führen; fielen ihn nicht so schwer und entsetzlich als folgende. Geldman- . Esvergesellschafftetensich/mitderVoick-Schwmdsucht/ auftüh- gc! in Cen»' rr'tchen Angeweiden/ auch die Wenigkeit der Geld-Geister / welche tzaminMl. nicht mehr in den gemeinen Sammel-Kasten nach gewöhnlicher Art und Weise einfliessen/ und also von daraus in die gehörige Nerven/ derArmenandGuarnisonen-Unkerhaltung/einrinnen wollten. Zur rechten Cur dieser höchst-gefährlichen Kranckheit/ ward ein ersahr- nerArtzr erfordert/endlichwollte diesenUbe! der Divan Hülff-Mittel verordnen und die Artzt-Skells vertretten. Wir wollen einen Blick in denftlbigen wagen und dessen Glieder und Ratschläge beobachten. Dieser Divans-Saal ist noch in den andern Hofdes TürckWen Smails/ an der lincken Seiten des kleinen Stalls/ wann man gegen dem Triumph-leuch rendenRriegs-Hems Drirrer Therl. i? dem Kayftrl. Gemach zu will. Es rsi nichts anders ms em grosser niedriger Saal/ der mit Bley gedeckt/ und inwendig an denWänd n/ mitübergüldeten Tafelwerckgeziertist/wiewol er davon so sonderliche Zierde nicht empfängt. Der Baden ist mit einem Teppich belegt/ und sind etliche Bancke allda vor diejenige Offner aas welchen der Mathbeffehk/den dieTürcken Divan nennen. Es sind analienvier Ecken des andern Vorhos des Serrails/ Gänge/vor denen er schier em Aussehen bekommt/wie ein Kloster; Wann nun Divan gehalten wird/ so stehen allemal die Aamtschaaren aus der rechten Hand des Hofe so lang der Rath wehrr. Dieser Rathgange sind wöchentlich vier / und geschehen an der Christen Sonnabend / Sonntag / Montag und Dienstag. Atlda widerfahret nun jeden/ der es begehrt/ sein genau und scharffes Recht/ es sey in welcher Sach es immer wolle/ und bedürften die streitende Partheyen da weder Advocaten noch Procuralsrn/ von denen mau in der Türckey nichts weiß/ sondern es wird jedermann selbst fürgelas- ftn/und mag seine Sach in eigner Person sürbringen. Da wird kci« neö Aufschubs und Abweiftns gedacht/ und lässt man die Leute nicht lang warten; es wird jede Sach/ sie sey beschaffen wiesieimniermehr wolle/ auf der St- tle verabsche-det/ und beurthesst. Die hohe Bedientest) in diesem Divan als Collegenu-ndMit-- Glr'eder sitzen/ sind der Groß-Veziec als allgemeiner Sradtbalter des Reichs / welcher daselbst pi-Tliclirt und des KaysersEtellevenritk; Die sechs übrige Veziers die zwey Cadilesquer von Romania und NatoliaalsdieHoheRichterund IntendantenderArmeen; über/iß die My Testerdar oder General-Rentmeisterder Nssana'-B^chi als Groß Cantzler/ und der Netangi welcher denen Frantvsischen Staats-Secretarlen gleichet; nebenst noch einig andern Gericht- Schreibern oder Notarien. Alle dieftRathsverwandte und Bed ien- teverfugen sich um4. Uhr des Morqends in den Divan/ und blerbcn bis um den Mittag daselbst / das Recht zu sprechen. Der Cd iaux Bachi ist mit einer Tronppe von seinen Untergebenen allezeit an der Rakhs-Tl)ür und wartet allein auf/ des Groß Veziers Befehl auszus richten/tragt auch zum Zeichen der tragenden Gewalt/ einen sisicrw Stab m der Hand. An denen Raths-- ^tschrck- l'UNgöks Di,^ n- Saais. Wleeffkdk Wochr Divan gchüi« ten wrch. Gllcdrr dcsDiva«S stgkeit und kurtzen Gepräng geschrehet. Man ist in einer halben Stund mit allem sertig. Der Groß/V zier isset allein an einem Tisch/ wo er nicht etwan einen ober zween Baffen zu sich ladet/ damit sie ihn C ij Gesell-- ch äs« Divan. La Röm.Rayerl. N ?aj. und ders hohen A ll iieren GesMchäfft Kisten mögen. Eben um diese Zeit trägt man auch für dieZanitscharen/ di. sich unter die Gangezusammen steüen/das Shur- baauf/ welches emegewiffe/mitReiß gekochte/Suppe ist. Wann es nunzuweilen sich begiebt/ daßsieubelzu frieden sind/ und aufeinen Vezier/oderwider deuKayser selbst/emen Groll oder Feindschofst hegen/ so rühret keiner unter ihnendas Ehurba an; sondernwerffen die Schüsseln über einen Haussen/und bezeugen dadurch/daß sie auf jemand erzürnt sind. Der Kavier bekommt alsobald hiervon Nachricht Md lendet den Rapu Agasi/ oder Ober.Hoffmeister an sie ab/ um zu vernehmen was ihr Mißfallen undVerlangek, eigentlich betreffe. Sie ordnen hierauf einen aus ihren Mittel ab/ der für alle das Mort, fuhren muß. Dieser trittso dann zumRapu Agasi/ und entdeckt ihm h nnilich ins Obr was die Ursach ihres Mißvergnügens sey. Welches so dann dn- Kayfer aifvdald von solchen Verschnittenen insgeheim zu wiss nbekommt; und wann sieetwa wider einen Vezier oder Cadil. squer etwas haben/ so lall der Kayser manchmal solche Offiaers hinrichtt n/ und schicket ihnen seinen Kspff/ damit er nur die Aufrührü sche Rotte wieder zu frieden ltesse. Sultan ist Es befindet sich auch der Sultan meistentkeils bey dem Divan/ auchhcim- dochlässter sichittchrfthcn; und erweckt dieses so wol bey demGroß- lichimDi- Vezier / als andern hohen RalHs-Bedienten/eine stets,wehrende Furcht. Er kan aus ftmen Zimmer durch einen heimlichen Gang bis an ein Fenster gehen/ das auf den Saal des Divans geht/ aber allezeit verdeckt ist mit einen sammeten Vorhang / den er weg thut wanns ihm beliebt / zu malwam er sichet/daß mchkgargute Justitz gehalten wird. Z>vcy vor- Der Sonmund Dienstag sind die zwey vornehmste Raths-Tä- n-hmc ge / an welchen eigentlich Staats«Ratk gehalten wird und Reichs, R ithchäge Geschaffte fürkommen. Diese zween Tage nennen sie Arzghiunz/wetI/ dkMivausi> nachpxm der Groß-Vetzier die sechs andere Vezier- und Cadilesquer/ welche mitim Divan sitzen / die Malzeit haben eingenommen/ sis sämtlich sich zum Kayser verfügen / und ihm die Hände küssen. Wo nun einer von diesen vier Richtern ihm an diesen Tagen etwas fürzu- bringenhat' so darfev es freylhun^ Gleichwie infGegentheil es auch an eben diesem Tagen geschieht / daß der Kayser sich der Gelegenheit bedient/wann er einen oderden andern will vom Brod thun lassen. Massen er so dann den Bostangi Bachi befiehlt/ sich mit erlich der Seinigen fertig zu halten / damit er seinen Befehl alsbald verrichten könne. Nachdem er ihn nun diejenige angedeutet/ die er wird erwür, LM lassen/ so wird er so bald ausergangenen Befehl/ esftynunbey ihrer Triumph,leuchrendettRrieZr-Heltlis Dritter TheN. 2» ihrerAnkunfft/ oder b.y dem Abtritl/selbiges alsobald verrichtet.Zwar bedienet sich der Kayser dieses Wegs nur so dann/wann er befürchtetes möchte bey dem Volek einen Aufstand setzen / wann er sie in ihren Häusern himichten licsse / allwo sie sich etwas widerfetzen könnten; AberimSerrasi/und vor denen Aanitscharen die bey dem Divan » sirk n/mag der Aunseelige/denesderKopffgilt/ihnnur inimer herstrecken/und da aufkeine Widersitzung gedencken/dann es würde doch MöVergebenSsyn. . Dieser bißher beschr - bene Dlvan nun / wollte durch neue Geld, Mittel das stärkende Reich unterstützen. An Anschlägen fehlte es zwar nicht / nur ward ests die Frag ob sie auchansch'agen/undwol auMagen möchten. Neue Aussagen wollte mandeuen unr-rwürf- Türckische figen Landichaffcen ankünden / allein/ sie waren durch ihrer Bassen Unttnha- Grausamkeiten / indcme selbige in allen ihren Großhcrrn gleich seyn »n, konncn wollten/ so sehr ausZesogen/ daßsie nicht die gehörige/ ich geschweige auffer Ordnung merkannteSteuer beytragen kunten; und war auch lichcSkeuk. solches zum Beschluß nicht rathsaiw befunden sintemal man den von jahlcn. Zorn schon erhitzten Pöfel lcichtlich in vre volle Glut derVerzweiffiuNg bringen möchte. Etliche liessen ihre Rathschlage ausidie Kayserliche Hazua oder Beschre,- Schatzkammer fallen. Diese ist einem Meer nicht ungleich in wel- cheö hauff-ge Ströme sich ergiessm/deren manaber keine wieder her- Schatz- aus fileffen liehet. , . Kammer. Es wird sonst dieser Schatz in den offendlichen / und absonderlichen oder Geheimen/abgetheilet: Ach nenne denjenigen den öffendli, chen/daraus man zuöfferidliche und tol-nnen vitatenkden Vertag und dieKosten hernimmt;aus welchen auch die Soldatesia b-zahlt/und MSuma alles andvre/imRetch und den Serrail nolbdürfftige/ herge- holkwird.Man füllt ihn wieder an/nach MaßderNusgaben/und wird so wol stetig hinein als heraus gebracht. Was aber den absonderlichen und geheimen Schatz betrifft/welches emGewölb unter der Erden ist/ und nur in Gegenwartdes Kaysers eröffnet wird / der lasst sich am besten mit den Cavstschen Meer vergleichen/weil in dasselbe auch viel Flüsse gehen/ ohne dass jemand von deren Ausgang wissen will. Thesis nun in dem Divan stimmten aufden öffentlichen Schatz Türkische daß er geschähet/ und nachmalen berichtet würde / wieviel aus selbigem Kaym!. zu erbeben ; da sich da nn befand/daß noch über 4200. Beutel/welche soll zwo Millionen Piasters ausmachen/könnten erhoben werden. Mem^,."^, was war das unter so viele? Tbeils Bevsitzere des Divans bezielren auchden absondersichenundgebeimmSchatz/ worzu indem vierdten Geheimer Gemach der Schatz-Kammer eineTdür befindlich / die mit eisernen Schafes C ich Plgt-Kay,crs. rr Röm. Raffer! . Maj. u nd Dero hohen Alliirrett Platten und Stangen verwahret ist / und der erste Paß -t?Zardurch man zudes Kaysers Schatz kommet; welcher in einemGewölbinum zehlichen Kisten verwahret wird. Undistausdiesem einigen leicht er- w'ißlich/ wie unschätzbar dieser Schatz ftye/ weilen allein nachdem Schatz ve« Tod KayserAmurahts/ Ibrahim/ der ihmsuccedirte/4000. Säcke/ Kayscr A. die sie Kitze nennen/da in jedem Sack I sooo.Ducaten sind/gefunden/ murahks. welches dann eine sehr grosse Summa ausmacht/und aus die z 6 o.Mil- lionenFrantzösischePsund/ oder z 8 o. Millionen Rheinischer Gulden austrägt / und waren alle diese Sacke selbst durch den Käyser versiegelt/und aufdenJnsiegel diese Work gestöcken: dtgsrum min allcilii-Xlia ubäidil ^slLlcil Muratk. Das ist : Die HülffeGOrres ist mit seinem Diener dem Rayffr Amurarh. Ausdlesen Schatz nun / absondcrllch aber auf die über- hauffce Edelgesteine und köstliche Mobilien/ machten etliche auch in den Sulran sott Divan einen Anschlag / als deren Verwechslung ein.n ungemeinen die Evclgc- Beytragzudem benöhtigten Soldaten Ume: halt zu thun vermöchte. Es ward aber auch dieser Anschlag verworffen / und sür den jetzigen chen ' schwürigen Reichs-Zustand untauglich erkennet. Endlich aber fiele der gesammre Ausspruch dieser hohen Staats- N-ueGelb- Versammlung da hinaus / daß man auf alle Beamten desOttoman- Erprcssung. Nischen Reichs eine sreywillige Steuer legen sollte/ absonderlich aber auf bis Cadis und andere Personen vori den Gesetzen / weiche keinen Vorwaudtbaden/umdergleichenAuflagensichjuentbücden/ dieweil sie so grosse Unkosten auszuwenden nicht verpflichtet / gleich als dis Bassen / die in den Krieg ziehen. Und diese anlegende Steuer hoffte man auch ohne sonderlichen Zwang zu erpressen; nrdeme die meisten Bedienten ihrer völligen GüterVerlust sich befürchten musten/daserns sie/ bey so hoch andringender Noht mir e-nem geringen Theil derselben zur Reichs-Erhaltung nicht beyzinsen wollten. Dm Überschlag / den etliche auschstse verhabende Steuer machten / zehiten rheiis auf drey/ etliche aber/ welche sich eine grössere Gunst-Gewogenheit der Bedienten gegen dem Sultan einbildeten/ auf sechs Millionen Piasters: die dann noch einen ziemlichen Trost denen ausgeseckelkn Soldaten geben könnten/ als welche die Verzweigung schon aus die äufferfte und verwegenste Mittel getrieben/ so/daß die wahnwitzige Leute / in Begleitung ihrer Tollkühnheit/ die fiste Oerter angegriffen / und/als Unsinnige/ dieKöpffe an so harten Mauren zerflossen / wie ein solches die Be- rennung Chonoth bezeugen kan. «Es hatten sich dieftVerzweiffeltemit denenTartarn vereinet/und ein fluchtiges Corpo/ von ungefthr 6000. Mann, gesammlec / um welchen Triumph-leuchten den Rri eFs-Hel ms D rircer Thsil- LZ chen sie unversehens das Städtlein Chonoth/ oder Onoth / ümzrngelt/ Tür^mbe. angeftllen/ undfolglich mit zweyen Stücken und i. Feuer Mörser zur renne» Aufgab erzwingen wollen;UKd obzwar eine schlechteBesatzungHevdu- cken/untereinem Ungarischen Commcndanken/darmbefindlich/thaken fledochso ritterlichen Widerstand / daß bey-nahe von denen Ertz-Fein, den auf die 400. nach ihrem Mahomet geschickt/ und/aufewigsWiederkommen / verwiesen worden. Welches dann diese Raub-Vögel bezwungen/wieder ihre Abreise mit einer langen Nasen zu nehmen/zumal ihnen das Gerücht erkundet/ wie die Unsere schon fertig waren/diesen detrangten Ort zu entsetzen/ und ihnen den verdienten Lohn ibrer Vermessenheit zuzuzehlen / wsßwegen sie dann ihr altes Nest Lippeo wieder gesuchtt/und zu ihrem Schutz-Ort erwehlet. Es ist aber dieses Chonotd/oder Onoth/ein indem Agrienssschen oder Erlauischen Bezirck gelegenes Lastell/dabey A.r 582. die Türcken bung Eh», vondenUnfern / als Christlichen Volckern/ seyn geschlagen worden: noch, da dann die Turcken diesen Ol t/zu Auslassung ihrer Rache/ erwehlet/ undvonSolnock aufdieses Ort ausgefallen / in bemeldtemJahr geplündert und verbrennet. Da nachmalen aus der Aschen ein neuer Phönix erwachsensso unter den Vestungen des Ungerlandes denRang erhalten/ welche auch im Jahr 166 r. die Slebenbürgische Bauren/ als sieZeckelheyt belagert harten/auch überrumpeln wollen / davon aber/ mit Verlust etlich roo. Mann/abgetrieben worden. Wann dem Ge- rüchtegewisser Glaube beyzumesssn / sollen auch hie beyOnolhA. i66z im Frühling dieTeutsche und Ungarische Nation aneinander gerahten seyn/ und sich in «ndertbaib Stund- n lang miteinander geschlagen haben/also daß 7. Ungarn und2.D/utscheausdem Platzgeblieben/auch noch in 24.Ungarn verwundet / undzur R tirade gezwungen worden. Allern wir kehren wieder zu unsern Sieg-reichen Kayferl.sH?affett zurück/als welche indessen/ da wir uns zuOnoth verweilet/ glückliche Streiche denen Tü cken eingereichet. Es barte dieVerwegenh?it/odcr v-elmchrVerzweifflung/(wLlche nach Ausspruch desHistorien-Schrci- bers/ eti-nm timiclossortLL streit, fukU?csame^)aastn beharnischt) diese leicht süffige Menschen-Rauber über die bey Essegg geschlagens üch'e gesühret / davon dann alsobald die tausend zungige Fama Herrn General Major von Thüngen benachrichtigt/ der den berühmten Pattheygänger dielttZeit/ Obrist Wachtmeistern vonOr- Baron von lick/ mit 4000. Pferd -n und einigen Croaten zu verkundschafftcn aus- Oriickzuch- geschickt/ eie dann auch zu Siclos verständigt wurden/ daß 8co. Ja- M nitscharen und 200. Spabis die Schantz an derDonau / so vor wenig Tagen mir mehrern Heyducken besetzt worden / angefakkn/mit Hand- Gra- N R öm. Rarste!. Ma s, un d Dees Hoven Allttrren _ Granaten beängften/ und von denen in der Besatzung bereit zo. erleget/ und also aus ein ziemliches die ohne dem enge Guarmson geschmälert» ' Dieser Bericht entfeuerte alsobald gedachtem Herrn B rrvn/und -rächte aus ihm diesen Helden-mütigen Entschluß / in diese verwegene Feindehertzhafft einzustürmen/ und sie dem Widerkommen aus ewig zu entnehmen. Gesagt / gethan. Er übereilte/als ein Donner- Keil/die unversehene Feinde / deren 620. zu Boden gestürtzek/ ehe sie noch dasSiegs-Schwerdt/ so sie bekrieget / erkannt; die übrigem wehlten das unbewohnte Wasser-Element zu ihrem Ausenthalt/konnten aber so geschwind selbiges nicht betretten/daß nicht zuvor 40. gesam gen/usinebst iOo.abgehautenTürcken-Köpffm/alsm einenTriumph/ zu Fünffkirchen eingebracht worden. Die Gefangene wurden vertheilt und zu ein undanderer Aussage angestrengt/ da unter andern einer ausgesagt / daß unter denen aufgesteckten Kopffen/so als stumme Redner diesen herrlichen Sieg-Streich ausriefen / zwey gebliebene Aga / und ein Beeg und Aly-Beeg noch er- kanntlich wären; woraus dann zu schliessen / daß es keine gemeine Parthey/sondern ein KernTürckischer Mannschafft gewesen/die dann eben beßwegen den Sieg desto preißbarer gemacht. Viel dieser verjagten Feinde/welchedem Wasser und Flucht entrönnen/erkiestcndie duftem Wildnüffen / die aber täglich von denen Nachspührenden ausgespühret und aufgesucht/undwegen ihresHoch, Gieg-tzstter Muts bestrafst wurden. Ja/damit der Sieg nicht ohne Sieg-pran- gende Zeichen wäre/ hatte das läbl. Fürst!. Monkecuculische Regi- ment zweenFahnen/dasErbevillische ingleichen zween/und du Croaten einen Fahnen erhalten / und zur Beute und TapfferkeNs-Probe einqe- bracht. Und wriln auch beyFreuden Festen FreudemFeuer Bey-Zeu- gen seyn müssen / als müsse obgedachte Brücken angchuert leuchten/ und der umligenden Gegend diese tapffere Thal berichten. Doch konte diese genosseneSüssigkeit nicht okne Gallen-Geschmackfeyn / indem Baron de man in Erfahrung brachte / daß Herr Hauptmann Baron de Lige töd- L-g- ist blcs- lich geschossen / und also dessen Verwundung die Freude in etwas VM bitterte. Ja Ungarn rühmte nicht nur die Römisch-Kayserl. Siegs- Waffen/ sondern Dalmatien wollte auch deren einen Thei! baden/ N-gussun-und sonderlich die darinn befindliche RepubliqueRagusa / welche um terwirfftsich sem unüberwindlichen Käyser zum Schutz-Herrn ausgenommen/ die Türckischen Trrduts-Bürde von sich geworffen/ auch bereits den Com- iLchutz. mendanten über ihre Kriegs-Völcker nach Wien abgeschiekk/um von Ihrer Triumph-leuchcenden RrLegs-Helms Dritter Th crl. 25 IhrerKayserlichen Majestät/ alsUngarischenSlcgs-Köniq/be,lät- tigtzuwerden/unddenEydderTreue abzulegen. Der geneigteLestk wirdnicht ungünstig hier vermercken/ wann wir einen kleinen Grund- Riß dieser Welt-beruhmten Republique/die sich äufferst klug/ da alle umtigen.de Königreiche und Lander von dem Türcken-Molffvexschlun- genworden/noch bisaufdiesen Tag entrissen / unserer Gewohnheit gemäß/mit einfuhreü. Die Republique von Ragusa gebietet über dieDalmatischen MS«kMh«it sten v-n Lapo cumeno bisLZtte! nuovo,ungefchr vier Meilen tief d«Mepu!»li. jns Land ^ ingleichen auch über fünss Eylander Agosta/ Melgda/^Ragus«. Jupana/ Calamata/ . ... Diese Stadt Ragusa / ob sie schon in die Länge gejeget/hält doch nicht mehr als 2000. Schritt im Umkreiß/ undweneslaufeiyer Veite an einen Felsen/ worsufdas feste Schloß S.Laurentzbefindlich/so diegantze Stadt ünZaum hält/anderandern Seite an die See erbaut/als kan sie nicht vergrößert werden. Weilst auchdie Kaussmanschafft und Friede allhis lange Zeit geblübet / hat man dieHauler nahe aneinander gefüget/undziemlich hpch aufgeführt/ und dardurch eine ungemeine Menge der Einwohner zugelsckt. Sie ist mit Wällen und breiten vierechichten Tbürnen / so inwendig mit Erde ausgefAt/ umzingelt. Niemand als ein Ragustscher Derselt« EdejmaNn hat Weil an der Regierung / und der so ein unadeliches VZeib heirathet/ wich dadurch seines Adels verlustig / dadurch es Evu- dann atzch geschehen/daß sich derRagusische'Adel bis auf24» Geschiech- Mau terverringert. Wann ein Edelman das 20. Jahrerreicht / ist erjchoy em Glied des grossem Rahts; und diese waren im Jahr 1629. an der Anzahl z 17. In allen Versammlungen und Rahtschlägen wird mit Palleten öderWähl-KügeleingestiM: so werden auch zu allen Würden und Aemtern drey ernennet/und aus diesen einer erkokren; web- Ke lobilche Weise auch bey der Venetianischen Republique Preiß- üblich. - - Der Regent von dieser Republique verwaltet dieStelle ein Mo-M« ra«s nat lang/unb mag mit seinen «ilffRahten/aus verschiedenen Geschiech-bey tem / in allen Aemtern erscheinen / umalldar/ benebenst dxey andern Gliedern bemeldterAemter/ zusiimmen. Diese zwölss werden derklej-^ ^ - nere Naht genennet /die sich täglich versammien/ um Klag-Schrifften/ Beweiß-Gründe/Ambassadeurs und Briefe/ es seye gleich von Einwohnern oder Fremden/anzuhören/ pnd darüber zuRaht zu gehen und «men Schluß zu verfertigen. Sie dienen zwöiffM onat / und gehen zugleich miteinander ab/da sie dann in zwevenJahren nicht wieder rrwehlrt werden; welches auch in andern Aemtern gebrauchlich/aus- D genom- 2 s Röni.Rayserl.Maj. und de r» hohen A lliieren Ragiisischrr genommen denSenat/oder Pregaöl/der immer so bleiben mag. Die« Senat, ftr Senat von 4b. Personen mit den kleinern Raht/ so zusammen 6o. Glieder ausmachen/ mag einen Anschlag auf alles das jenigegeben/ was der kleinere Naht sürbringt; derentwegen urtdeilet er / in Civil« Sachen/vvn allenSachen die stchauszo .Ducaten oder mehr betragen/als auch in Criminal-Faüen über alle Edelleute. So sie zs.GIie- öer tiarck sind / mögen sie alles mit den m isten Stimmen be- fchliesien: dann unter diesen 6o. sind allezeit funffHerren/ fo.Jahr alt/ von verschiedenen Geschlechten / die befugt/ in allen Versammlungen zu erscheinen/ all-Resolutionen undSchlüffezuhmtertreiben/ und die Sacken zuvor für den grossen Raht zu bringen. Richterm In Civil - und Bürgerlichen Händeln sind 6. Richter von Utt- Ragusa. terschiedlichen Geschlechten die bey erster Instantz alle Sachen richten und schlichten. Sollte aber die Striktigkeit unter zoo. Ducaten betreffen/ist die Appellation an eine Versammlung von Richtern zugelassen. So sie aber über zoo. Ducaten betrifft / kan/ wle erst scheu gemeldet worden/ an den Senat oder Raht von 60. appellm werden^ So diese sechs Richter diesem Amt ein Jahr lang särgeflauden/sind sie in denen zweyen folgenden Jahren nicht mehr kießbar; und ist der jährliche Lohn dieser Richter Vrcy Ducaten. Criminat. JnCrirninal- und gerichtlichen Sachensind j-.Rlchter/dieauch Richttr. Ein Jahr dienen / und in zweyen nicht wieder können erweklet werden. Allein der Senat mag alle gerichtliche Sachen diesen Richtern entziehen. Die drev Verwalter so über der Stadt Wot-scyn gefetzt/sind auch nur ein Jahr Richter/ und müssen alle Sachen / die solche verhindern / untersuchen. Die vier Ober-Einnehmer empfangen das Einkommen der Republique/ undzehken es/nach-Verzeichnüs des kleinern Rahts/ an die zwey Unter Einnehmer aus/ft> viel als diese zu Bezahlung der ordentlichen Regiments-Unkosten benöhtigt sind. Was mm an Uberschuß/ über alle Unkosten/ befindlich / müssen sie dem gemeinem Schatz Kastm zinsen. Uber welchen fünffreiche ansehnliche Herren (die auch alle Waysen-Gelder in Verwahrung) die Schlüssel in ihrer Gewalt haben/ undalle fünffJabrin dieser Verwaltung bleiben. Einkoma» Doch mag alles das Einkommen der Republique genauest ge- der Re» rechnet/ sich aufdiezvG00v.GuIden bekauffen/da vann das meiste die Mliq« WeimJmpvst tragt. Es werden auch über bißher benannte Arkigle, Aa-m. rie-Herren und Aufseher über die Korn-Böden erwehlet. Alle zwey Monat ernennet man s.Nacht-Häuptleute/ von denen täglich drey die Thor brfchliessen/und bis im Mitternacht mit Bürgern und eini- sen Hungsrn bewachemdKnn so kommen die drey andere Hauplkute/ ihrr Triumph - leuchtender Rrieg«-Helm Dritter Thei!. 27 ihreMit-Brüder abzulösen/ und des Morgens wieder dleThörezuer- öffnen. DieGuarde von iso.Hungarn wird meistens vonderObrlg- HnnMi- kritgebraucht/ um den/ der Gerechtigkeit und Policcy gebührenden/ scheBuard. Gchorfamzu erzwingen. Vor dem Tborschlieffen gehen/ nach Ersor- t«sragus-. derung der darzugehörigen Rolle/zwey Edelleute / von ohngefchr 40. Iahralt/einer nach dem Castell S-Laurentz/der andere nachdem neuen Kort/ um solches zu bewachen / bleiben auch so lang da / bis daß sie auf VenMend des folgenden Tags wieder abgelöftt werden. Alle andere HauptleuleundBedientedieauster der Stadt/aufdem Land/ so wol -erPoticey als im Krieg dienen/ werden auch alle durch den grosse» Rahterwehlet'erliche auf?-, etliche aber auf 12. Monat. DieseRepubsique bekennet sich zurCatholischm Religion/ und S«Wch, haben einenBischoff/ welcher nohtwendig ein Fremdling seyn muß.^'""^' Uberdas haben sie zwey Kirchen/ einefürdieMänner/ darinnen nie» mand als jährlich von dem Rayt darzu erforderte Prediger predigen mögen. Die andere Kirch ist allein für die Frauen / darinnen die erforderte Prediger Lebens lang verbleiben / und den Gottesdienst verrichten nMen. Aus ihren sparsamen Einkommen müssen sie dannoch Tür«sch jährlich / vor Tribut und Beschirmung / dem Türkischen Kayfer !4s0O.Zecchini oder Ducaten auszahlen / dargegen sie sich die Zolls- Fre-Hrit aller Güter / so sie in Levante führen/bedungen. Nunmehro gber sie sind gewM/diesenErtz- undErb-FeindFeuer undSchwerdt/in Vereimgung derandern Christen-Waffen/zu zmsen / und denjenigen Verdruß / dey sie unter seiner bißherigen Bottmaffigkeit erdulten müssen/ eifxigst zu rächen. Sie trachten in R'-gusa Jtalianisch zu reden/ Mutter jst. Weil wir aber in denen Italienischen und Venetiani- schen Gebiets-Granßen angelangt / als wollen wir gar nach der Beherrscherin der AdriatiDenUftr abeilen. , ^Nentkiani, Indem alles vor Racb/Eiser gegen die Turcken entbrannte / und gegen künffrigenJadrs glücklichen Heeres-Zug Anstalt machte/unter- Anstalten. ließauchdiesiegendeVenetianjscheHerrschafftnichts /waszur bevor- ^ sichenden Campagne / und folglich tapffer, mutigen Erhaltung des Königreich Morea/beförderlich. Jbrr voneitelArbeit stetigst angefülltes/ Arsenal/ bezeugte und legte die Zeichen dieserVorsicht dsr/und di« aller Orten anlangende geworbene Soldaten verkündigten schon die ihnen von dem Himmel zugeeigneteSiege / welche die stest'gst von denen Siegs Ländern zuruckkehrende Schiffe mit ungemeiner Freu- dm«Bezeugung bekräffngten und versiegelten. D Ü Das 2,8 Röm. Rayserl. Mäj. u nd dero h ohen Alliieren ""Das ankommenoe Gerücht ermangelte nicht mit ihrer Ruhm- LLbijchrA,,. Trompete die Preiß-wurdigs Aststalten des VenetianischenAchillis/ fiaiten der Herrn Capitain General / und Schwedischen Al/ibiadis / Herrn Grs- Cap. Gen«- ft« Köniqsmarck/auszuschallen / als deren Anfuhrung/dlevißherigett Siege/ Venedig meistentheils zuzuschreiben/wodurch auch diese beede niasmarck-. Helden bey der späten NachWelt verewigkeitet. Und weiln an etlichen Orten/ durch der Stücke Donner / die Mauren und Wälle niederge, worffen als liessen sie nicht nach/solchen erlittenen Schaden zu ersetzen/ daß sie / wo etwann ein mißlicher Streich denen Christen solltezustosr sen / nicht etwan durch Blut-gierige Anfälle/ denen Türcken wieder zu Theil werden möchten; zumaln es nicht einegeringeKlugheit/das Besiegte zu erhalten/ als andere Oektek erobern / daß also jener Heyv währ geredet; ?Zclliusettgux6amvlncereguamruerl. (^Uam der-- eule expsciitius mZnus nollpLLa^rUnt,gil3M corttinenk.L,eickbt0P ist gewinnen / als das Gewonnene behalrett wie geschwindes Lind doch unsere Hände zum Nehmen/als zum Erhalten. Vellungs- Derenthalben sie dann die Veftungs/Gebaue aufdeMBekg Pa- Gebäuauf lamida bey NapolidiRomania/ durch 9 / 0 .Soldaten ohnedieLeurs den Berg von denen Galeeren darzu zu rechnen/alles Eknstsfortsetzett lassen/ um Mamida, dadurch die Stadt/welche verDukchl.Republigue höchstens zuträglich/und unter denen Städten undVrsiungen in den Moreischen Gefilden als der Mond an den aestimeten Himmel glantzst/ gegen dis hochmütige Ottomannen unüberwindlich zu machen. N«grdpon- Auch diese benannte Feinde ermangelten nicht gleiches mit de- . nen/den erbleichenden Türcken-Mdnd noch um Schutz anruffenden/ «,g uii Platzen fürzunehmen/ wie sie sich dann ausserst die Beve- stigung Negroponte angelegen seyn liessen/ machten demnach die Gräben viel tiefer als vorhin / fülleten die Mauren nach der Land-Seite mitErden/richteten an derSeekantem grossesBollwsi ck auf/welches/ wann es mit Stücken sollte besetzt werden/den Mund des Hafens va er xolUbei ist/ so auch die Seite/da es vormals erobert würden/gnug- sam schliesset; damit auch alsobald in die feige rsso. Mann/so matt zur Besatzung hinein gelegt/ eine Hertzhaffugkeit möchte gebracht wer- ven/besestigte man die Fsrkkesse mit rr. Gaieeen und r i. Stucken/ nebst andern Kriegs-NothwenL-gkeittn/ die diese Festung auf diese . Weis? sollten unüberwindlich machen. Benäh« Es wird jetzt gemelte Jnsil Egripottto/öder nach dergemeinen Mu»gAk Aussprache Negropöme/von denen Türcken aber Egribos genannt. Die Lateiner nennet» solche KukTsn/und das entweder von derTochter -ropon . Asopi / oder ghrr yH Unterschleiffs / so aüdorten hi- Tr iumph - l euchtenden Rriegs-Helm« Dri tt er Theil. rtz Sie Tochter des Jnachj soEpaphuM gejeuget/dienachgehendsmUw Kuh verwandelt worden/gesunden/dero Blöcken denen Pseten Anlaß gegeben/ dieJnsel Eubäan zu benettnen« Diese/so sich der schönen Benahmung eines Reichs beruhmet/ hat auch in denen abgewichenen Zeiten verschiedene Namen uberkommen; Macris hiesiesievon einem Canal / sö in der Griechischen Sprach sothanen Namen führte: Ab- amiösvon denen Abantidischen VolckerN; Chaleis/Chaleiß/Chalcö, Vantis Nnö Asopis wird Ke Nach desPliNiiOpe/Und Ellopia von Ellö- pe des Jovis Söhn/ nach des Strabonis Aussage benennet« Es berichten ihrer viel / daß sothane Insel mit Bo-okien Verein, G«tkV8 kLQ kio LIL. VIK O^V!> ^l?OVL.^V8 ^j6k^0?org H8 LI? LIV5 ^Yhl8tl.läkll vbll OL ^k-IOLO LI' ^ kLH^V8 LlO OLI er öL/^n r?i - In unserer»mttersprach möchte es ungefähr also lauten: ' Im Jahr nach! der Menschwerdung unsers HErm IEsu Christi 12,7z. im Monat May / haben / der edle HErrNicolausMilioni/ Landvogt zu Negrs- pontund seine RLthe/die Herrn Michael von An- dro/ und Peter Navaaer/dieses WerckGOtt und den Heiligen Evangelisten Marco zu Ehren angefangen. Ncgrvpon. Die grösseste Lust ist in Negropont- an denen Marcktägen/ so alle tisch-M-rk. Sonntag gehalten werden/ zu sehen; Einige Bauern aus B«olia 4 >age. und fast von der g.mtzen Insel kommen in die Stadt Negropont / gleich als auf emenJahrmarckt/ und zwar insehr grosser Anzahl/weß- weget TrittMph sseuchtenden RkieZs-Helms Dkicret Theil. zr wegen die Sperßwahren allda sehr wolfeil sind. Ein Pfund Schep, sen Fleisch kommt nicht gar auf sechs Pfennige. Vor drey Mer hat Wölfeil-, man eine Maas-Wein/die vier hiesiger Kannen machen. Ein Pfund ^'tz» Nr- Conftct / als Quitten / Virn/und Mandeln mit Wein zu bereitet/so ö^urr. nirgend besser als m dieser Jnftl zu finden/kan Man für i f. Pfennige haben. Und hat der Himmel diese Insel so reichlich mit Wolthat vnd Segen'uberschüttet/daß fast keine hittinnenderseibei! zu vergleichen. Der Höchste wolle balddieles Königreich den streitbaren Löwe» wieder einliefern/ zu dessen Siegs-Waffen irr Dalmatien wir uns wie- verwenden. ^ ^ Bev anhaltenden Winter Wetter küntcn allhier die Morlaquen dannoch nicht ruhrg ftvn / und obschon die Kälte / Flösse und Gewässer durch dickes Eiß k^seffelk/ war sie doch so mächtig nicht / diesen Streit-begierigen den Sabel in bet Scheide anzuhalten / als welche denselben immerfort über das Tückische geblösset / Dörfler in die Morlaquen Aschen gesetzt/ Beute in ungemeiner Menge erbeutet/und unter andern § das veste Castell Ostkovitz eiltgeäfcherk und denen Tütcken den leeren ^ Steinhaufen überlassen. ^ ^ ^ Jetzt bemeldtes Castell Ostrsvitz auf denen/ betz ber Lira Und Car, Defchrei- bava gelegenen Feldern / hat vor Zeilen König Dela / als er von den «NÄA» Tartarn aus Ungarn/ in Dalmatien vertrieben worden/ und in dieser„M. ^ Gegend das Wunder Elcttd erführen müssen/ckn einem seht begu-men Ort erbauet. Im r sLr. gerirthe dieser Ott in dic Hürckische Kaub- Klauen/welchen es im r s ,5 biese steghaffte Republrqüe Wiedek/Ntkis, . ftnund eing.äschctt/ob er wol darnal zurüngarischen Krongehort Und Cttbaten beyaerechner worden; Da es bann nachmal Verunerfatt- kiche Eürckmtander-Durst wieder eingefchlucket/ und biß jetzo besessen. . . , Dessen ungeachtekerkühnten sich auch dis Türcken Wiederaus ihren köchern yerfur zu kriechen / und durch Hke Toll-Kühnhrit einen Rubm-Namen zuersieM. IhrFärhc.benwar/dieVsstüng/welche das vergangene Jahr denen Venekiüaischen Conguesten bevgezehlet z; 22. April gegen das feindliche Lager angerückt / und sich unfern davon g setzt / allwo sie sich / mit ungemeiner Muhtigkeit in Schlacht Ordnung gestellet/ und durch der Drucke Donner denen Belagern n die cmksmmende Entsatz-Hülffe eröffnet. Die Uverläuffsr/ so dem von denenWmden hin und her beweglichen G. röhre nicht ungleich/ ertheilten von diesen Christen Emsatz/den commendirenden Dwckischen Bassa alsobald Nachricht / und folgten auch hierinnen den Gerücht/welches stetigst denenZeitungen einen Zusatz beyzulegen pfleget; und öffkers erschreckliche Armeen für kleinen Haussen zittern uno fluchen macht. Türken M Der Bassa vernahm die ertheilte Nachricht und weil sie mit die- hcq vsad« ssn Schlußverknüpfft/daß die ChristlicheArmeeentschlossen ware/ihn MstmF WEag ranzugr'jff'n/überfielihnetnesolcheFurchr/daß er noch selbi, S»M' Menv aüfgebrochen / und mir dem,Fuß-VoIck in vorsichtiger OOnung gegen die Zetiiner Brücken gerücket/ allwo diffeits dleTur- ckssche Cavaüerte stunde / um das Fuffvoick und Bagage/welche auf der a >dernS rten von gedachter Brücke waren/ zu bedecken/ und musiejetzrder Feind diesen Ort Fluchlwejß erkiesen/ wo erimJahr 1666. als ein hochmütiger Sieger / über etlich roo. Christen / auö Verhängnis GOttes/triumphiret. Ritter^E^ E 0 bald als dieser so schnelle Abzug sich den Venetiamschen Lager coHau rdm eröffn/t beorderie der Herr Genera! Cornaro/ den/wegen seiner in Tücken Dalmatien höchstchcrühnrlen Helden-Thaten / der gantzen Welt be- kannten Ritter/ Janco/ mit seinen bey sich habenden Morlaquen / um denen Furcl tesrsultten Feinden hertzhafft nachzusetzen / und für die A-1666. empfangene Scharte/Zinst und Interesse / von den Feind je-tt wieder adzufordern. Mein die Vögel hatten nicht nur das Nest Verlassen/sondern waren auch stmg und alt schon adgeflogen/ so daß hochbemeldrer Held unverrichteter Sachen/wieder mit denen andern Völckern sich vergesellichafften müssen. ^ Das von denen Feinden entmannte und verwüstete Lager händigte dannoch ein r ^. Pfundiges vernageltes Stück / Sclmuffeln/ samt Wdern Schantz-Gezmge ein ; welche die Eil dieser flüchtigen Feinde nicht Trürmph-leirchrenden Rriegs-HelmsDrirrerT heil.z/ Nicht wegflüchten können. So erhielt man auch etliche Gefangene Aerkiffrer diegenötigt wurden zu beichten/ und einhellig berichteten / daß siewah- ^"5? ^ ^ renderBelagerung i6so. Mann bis 2000. und unterdiesen den für-I^k ^ nebmsten Minister des Baffa wn Bosnia Chiafa genannt / den Als» bmbeck Grande vonBosnia/Arsianbog vonArcegovina/undeinkbe- hertzten Beg-Baffa (welcher wol de»; Titel eines tapftrn verdienet/ wann er nicht wider den Stachel gelecket/ und seine Waffen zum Verderb der Christenheit angewendet/) mit viele»! Cpahis und unzchlich andern Officirn / todthmterlassenund verlohren/wie auch viele ver- mndetbekommen haben/so/daß ihnen diese Belagerung/die sie sich nebst der Eroberung/ leicht und allzu süß eingebildet / durch solchen um -erhofften Widerstand und Verlust sehr verbittert worden. Nach dieser erhaltenen Nachricht begrüssete der Herr Provedi- mrov. Ge- torGeneral selbst dieVestung/und ward mit Lufft-erfüllendemJauch ncr.ksmmt tzen eingeholt. Er betrachtete hierauf die zergantzten und gefällten m die Dc- Wäkle/ und durchlöcherte Mauren/welche der BelägererWut/ der siungSmgh Belagerten aber tapffern Muth'bezeugten / die er dann mit aLerhand frischen Lebens-Mitteln erquickte. Bey Untersuchung der abgematte- ttnGuarnison/ sähe man / daß wenig mangelten/verschiedene aber durch Pfeile/ Bomben und Steine/bey dieser ,4. tägigen Belagerung auf eine Zeit lang zum Streiten untüchtig gemacht/ deren wieder Erstattung jedoch unzw/iffendlich. Damit aber auch^mdere Gouverneur undCommendanten zu gleicher Tapferkeit möchten angespornet werden/ ward die tapffere Gegenwehr in der Vestung Singh / welche der Helden-mütige Bolani au sg /würcker/ milder Senatoren-Stelle beleget/ und wurden güldne Ketten und Medaillen in Venedig verfertigt/ um mit deren Verehrung/ auch den General Vorn/ Pizzamani/ und alle andere darinn-gewcsene Officirer/ damit zur ferneren Ehre anzurcitzen / und zu mehrern Haß / gegen den Ertz-Feind anzufeinden. . ... Leblich ward auch ein Danck und Gedmck-Fest/diffes herrlichen D-nck-Feft Entsatzes und Erlösung, angestellet/ undGOtt/den Höchsten Sie- M'' ges-Fürsten/noch ferner die Christliche Sieges-Waffm empfohlen/ ^ und für die bißherig-verliehene / inbrünstiger Danck gesagt. Anbey benachrichtigten auch die donnernden Stücke die umliegende Nachdaren/ wegen des erhaltenen Siegs. Worauf der Herr General Cornaro nach Spalatto/ die Armeein ihre bewusteQuarnre/sich wieder zuruck gezogen; die verletzten Walle abtt/wurden wieder er« setz«,und Mauren welcheso starcksPüffeausgedauret/darüber aber iiwlich erschüttert/ wieder ausgebessert. E ij So 46 Röm. Rayftrl. Mas, und Dero hohen Murren Di« Tür? So wo! es aber derVestungSmgh einErnst war/ihre entkräfftete »cn bevtsii» Besestigungs-Wercke/ in vollkommenen Stand zu setzen/als ließ auch gm Stui. Atulweissenburg zu Latein / ^iba keglig, von denHüngarn/^ceKes ?eyvv3r,benamser derelm^llgeKöniglicheKrönungs-undBegv-ab, nis Ort / nichts an ihrer Befestigung ermangeln / und bezeugten die Tü cken/durch ihre unablässige Bemukung/wieschr viel ihnen an diesen Platz gelegen. Der umhegende Morast' worinnen die Stadt gleichsam in einen Triangel liegt / wird durch die mächtige Verdoll- werckung der fünff Vorsta-te/der Türcken betrüglichen Vermeynen nack/fast unüberwindlich gemacht. Inzwischen ermangelten ste nicht mit st -tiaen Ausstreiffen / die umliegende Gegend zu vemnruhigen/ da es ihnen dann an zufälligen Beuten auch nicht ermangelte/ mit welchen ste ihre Raub-Beutel bespicken konnten/die aber öfftermalen mit reichen Auswechseln von ihnen hinwiderum abgeholt wurden. Es unterließen die Türckische Raub-Vögel nicht ihrer angeerbten Boß-artigkeit nach aus dem dessen Castel Deßnickh/sofünffteutsche Meilm von denen Tmckischen Grantzen entfernet/ unter dem Anfüh, ren zwcyer Parthey-Ganger / die ihre schon verübte Raubereyen in die Zahlder Verwegensten eingerollet/undBesserovichi benennet/auf Türcklsche Plaski zu streiffen/ und von dannen aöts grolse und kleine Vieh weg- Vieh Rau- zutreiben / um dadurch die Landschafft zu veröden. Das Heranna- b««' hm und Fürnehmen dieser Vieh-Rauber entdeckte sich der in gedachten Castell liegenden Gu.wnison zugleich,- die auch durch bekannteZeichen der Canon-Schüsse/ als welches das gewöhn liche Signal / denen Benachbarten es berichtigten/ und zum Nachsatz und Wieder-Gnhol^ng des Erbeuteten wieder anlockten. Allein die Eile nahm allzu lange Weile / weil eine gehörige Mann- schafft/m so kurtzer Zeit/nicht konnte aufgebracht und gesamml t werden / so dr,ß endlich die Türcken den Ausriß nahmrn/ und schon Deß- nickbennahewiedererlangthatten. Die vermeynte Sicherheit lüde fiewiederzuRuhe ein/undverdunckelkeihrenVerstand/ daßstenicht aufdem geringsten Nachsatz/ sich einigen Gedankten machten. Da indessen HerrFrantz Hranilovicz/ welcher in höchst-möglichster Eil zOOO.Reuteraufgel rächt ^ ihren HnfWaggefolgt/unddie mit dem W«rd«n Sicherheits-Schlafbef.rllene/und bey ihrer angenehmen Beute/ein- «Mgchvlk. schlummrendeTürcken/unvermutlichvonderSeiten/voneinenBerg herab/überfallen/und mutig in ste hineingesetzt. Es ermangelte zwar nicht an einiger Gegenwehr/ doch wurden sie überwunden/ und gereuete das Glück/daß es vormalen diesen feigen Feinden beygestanden / und ihren Vieh-Diedsial / wunfchbeseeliqet. Das _Triumph- leucbrender» Rr ieZs Helms DtitterThe il. 57 Das abgenommene Vieh/ ward als wieder entnommen/ und denen Mirverl«g rechtmässigen Herrn eingeliefert/ihrer mchr als 80. musten diesen Diebsial mit dem Leben bezahlen/worunter Mich die beyde Anführer Besserovidl/ selbst begriffen/und ausgestrecket lagen. Mehr als 60. erhielten dreBande mm Pfand derGefangenschafft/die man nebst dem wieder eingeholt ?n Vieh in des tapfern Siegers/Hranilovichs/Woh, nung einlieferte/ und zum Siegs Zeichen einsübrte. ' Wir lassen sie in ihrem höchst-verdienten Sclaven-Stand sortei- len/und verfugen uns zu denen Kriegs Anstalten-welche die Christliche Vereinte zum Verderb der hochmütigen Ottomannen zubereiten: und weiln die Moscowitischen die entlegensten / als soll unser Kiel die- selbigen am ersten bezielen. Bevorab werden wir dem geneigten Leser/ als ein Vortrab des nächst folgenden/ berichtigen/ aufwas Weise die MoscE. Moscovische Kriegs-Bereitungen beschaffen / damit nicht etwann/^Kriegs« bey Benennung einer unzehlichen Völcker-Anzahl/ der Argwohn ei-DEun. nig- darunter verborgenen Unwarheit entstehen und sich entspinnen ^ möge. Bey den ruhigsten Friedens-Zeiten / da diese edle Beherrscherin Arm«« der die schönste Blüht erhulten/pfleger Moskau danoch mehr als roovoo. Moscovik-r Soldaten zu unterhalten / dieTbeils die Grantz-Oerter beschützen/ iuTnevens- Tbeiis aber durch Bewohnung der aussersten Gräntzen/ den rauben- fchen Einfallen und verhecrlichen Mord-Sabel der Tartarn/als eine starcks Mauer sich entgegen setzen; 150 c>. dieser ketzt-benanten/Opi's- noi benamset/ligen in der Stadt Moscau/zu des Czaaren Leib-Wacht. Weilen auch diese fast alle beweibet/als reichet der Czaar ihren Söhnen gleicher gestallten Besoldung / damit sie von ihren Vattern im Krieg unterrichtet/ und sodann im Alter den wanckenden Eltern die Kriegs-Schultern unterstützen möchten. Diegrössess- Russische Macht beruhet auf diesen Opisnoi'S/ die danndeßw g.nfüglichst mit derTürckenJanitscharen zu vergleichen/ Moscsvi- und denselben entgegen zu stellen. Sie freyen aber ihre Weiber mehr sHe Janik- aus Belieben zu dem Fürstlichen Befehl/ als aus freyen Willen. Wan scharen, man ste nun in die w it-entlegenste Landschafften und unbewohnte Prov ntzen schirktt/und von ihren Vatterland entfernet / ligt ihnen nicht nur die fleissige Benützung Zed achter Lander / sondern auch dero- selben Bevö'.ckerung ob. Nechst diesen Opisnois pranget auch Mofcau mit einer Ruhm- Mol-»vi. würdigen Cavallerie derer von Adel / als welche auf des Czaaren sch«Caval- Winck/ mehr als i vooso. bewehrte Männer in das Feld stellen und l«r»e. einen einfallenden Feind Vorbeugen können. Die Bolschs und Se- E ist redni zz Rom.Rcwterl. Mas. und dero hohen Alliiere« Adelzichk nicht gccn zu Fels. Moscovi sche Dca- gsner. redni/Dvorani/oasift/ die hohen und Mittlern Hof-Gedlenten/ wie auch die Seti oderSvki/ Bojaisky undSilci gleichen denen in der Türckey sich aushaltenden Timarioten/ und verbleiben stetigst in Mo- scau. Mit diesen verbrüdern sich noch diejenigen / welche die Clerisey und dieBojarenausihrenLeib-Eignen werden/ und fast ebenjogroß aa der Zahl/ als vsrbemeldte seyn. Im übrigen pfleget sich insgemein der Adel / insonderheit wo er bemittelt ist / denen bevorstehenden Feld,Zugen durch gestellte Kranck- heit ;u entziehen; jedoch zum öfftern ohne Nutzen / indem der Czaar vieHof ivisäicos an selbigeabordnet/ welche sodann die warhaffkige oder angemasste K-ranckhelt ausforschen und bey Hof wieder berichten müssen; da sie dann bey Falschbefinvung nicht nur hefftig abgestrasst/ sondern noch darzu gezwungen werden /die Waffen aufdie Schultern zu nehmen/ und den sürhabenden Feldzug vermehren zu helffen. Die dritte Art der Soldaten sind die Dimacha/ die man so wol zu Pferd als zu Fuß/aufTeutscheManier/adrichtet/ und bestehen aus der schönsten Mannschafft/welche in vielen mit denen Dragonern eine Gleichheit haben; und haben dieAusländer/durch unablass-geWaffm, Ausübung/der Moscowitischen Soldatesque eine solche Erfabrnüs in sie eingeflosst/daß sie in viele selbst ihreLehrmeisterübertreffen.Welches dann derCzaar mit best-möglichen Gnaden ernennet / indem er diese Ausländer niemal vor gemeine Soldaten dienen lässt/sondern sie jeder, zeit mit denen ehrlichsten Chargen persiehet. Besoldung Die Einheimische oder Moscowitische Soldaten empfangen sehr der Mssco, wenig Geld/doch verstehet sie der Czaar mit Kleidern/Früchten und am Ach/"S»l. dern KriegEohtwendigkeit zur Genüge. Nicht weniger hat auch eine jede Art jetzt-ermeldter Soldaten seine eigens Pricate oder Gericht und Obrigkeit. Wann es nun die höchste Noht erfordert / so ver, zehend-versteben« ja versechssaltigtman dieAnzahl derSoldaten durch die Anzahl der Unterthanen/und nöhtiget selbige dieWa ffen zu ergreif, fen; oder man bedienet sich der unter Moscowitischer Bottmässigkeit stehende Völcker / als da sonderlich die Cosacken. Deren aber find zweyerley die Saporoksky und Donsky. Dis erste Art gehört von Alters her unter die Polnische Krön/ und bewohnen dieInseln / die der Boristhenes oder Dniper-Strom umfliesset/ v^er die Gegend Kiov. Man findet in diesen berühmten Strom etliche Stein-Klippen/allwo sich das Waffer scheidet/ und mehr als funffzig Inseln macht/welche sie m ihrer Sprach Perag (so viel als Treppen ge» sagt) nennen/ und weiln die Cosacken ihren Aufenthalt auf diesen Inseln haben/ werden sie Sapocopsky/ oder Hinter-Treppichte Cosa, cken pattSque. Cssackm sind zweyer- l«?. _T riumph - leuchtender R riegs Helm Dritter The il.r- cken Zenennet. Ihr Werck und Arbeit isi/den Einfall der Tartan, und anderer Feinde des Polnischen Reichs zu verhindern; und führen sie den Namen der Cosacken/ von wegen ihrer Geschwindigkeit/ um sich von einem Ort nach dem andern zu begeben /und heisset Cosa in Sclae vonischer Sprache eine Ziege. Die Donsky oder Domsche Cosacken sind die/so ausden berühm- Wer bi« tenFlußTanais/oderDongenei,mt/wohnen/ und eigentlich unter den Gebiet d/s großen Czaars stehen/ wiewo, mehr mit einem ftcywti- ligm als gezwungenen Gehorsam/ weßwegen sie auch mit abionderli- chen und merckiichen Vorrechten begäbet sind / leben unter ihren eige, nenGefttzen/ und stehen unkereinen Haupt o>. er Obrsten/ von ihnen selbst erwehlr. Und haben diese Cosacken eine solche groff/Frevheit/daß/ wann die Sklaven der Bojaren oder grossen Edelleuten zu ihnen kom- ' men/die E'gener kein ferners Recht an ihnen haben. Uber die Cosacken sind auch die Tartarn/ welche die Moscovische Calmu-er Armee vergröss.-rn muffen/absonderlich die Calmucker/ so an der Sei- Ta«am ten des Caspischcn Meers/ zwischen den Moscoviten und Groß-Ta^ sind imr dcr tarn(denen Cathasschen nemltch/ die mitSinagräntzen)wohnen/und Mojcov,. mit Einfallen noch viel hurtiger weder dreCrimischeTarkarn selbst sind: gchrn bißweilen bis gar mPersien/ und indieProvmtz derUsbeker/ ' welche ein Theil von Groß-Tartarey ist/ und dringen durch bis anCa- boulundCandahar; ja sie zerstreuen sich und streiffenausallenSei- ten/bis so gar in Polen hinein«. Diese Calmucker sind abscheulich-garstige und ungesiallte Men- scheu/daß auch die Hottentotten und gräßlichste Mohren viel freund- bunq dcr lichere und schönere Angesichter haben. Das Gesicht ist sehr breit/ und Calmutk«. fast viereckicht/ die Nase groß und eingebogen / und der Mund bis an die Obren aufgefpalten/ die Augen sind 5. oder 6. Finger breit von dem andern entftrnet / ihre Augen selbst hingegen ungewohnlich-kiein / ihre Knie st hen aufwärts gebogen/ dieFüffe aber einwärts gegeneinander; und kan man sich/mit einem Wort/ nichts ungestallterseindil- den. Sie gehen gar wenig zu Fuß sondern sitzen mehremhests zuPserd/ nicht anderst/als ob sie auf oenenfelben angewachsen wären. Im übrige» geben siegute Soldaten/ die m diesem Stuck keinen Smd gute ardern Völcken selb ger Gegend weichen. Wann ße im Krieg ttehen/Evipg,«.,. nehmen sie ihre Waberund die Töchter/so über zwölffJahr / mir sich; weiche dann mit gleicher Tapff rkeil fechten / wie dleManmr. Ihr Haupt oderFührernmß von a tenGeschlechtseyn/ und gemeiniguch der jenige erwehlt werd n / welchen sie sar den starctsten batten. Es schickt der Molcov sä-eEroß FürstihnmfäbrlicheGeschencke/nemlich Tücher/ um hieF.eandschaffrzuunmhalten. Röm. Rayserl. Mas, un d dew hohen Alliirren _ Bcschrrt« Ferner sind auch die Nagaysche Turcarn/ dis die Moscovische bmiAder 2lrmee bevölckern müssen / so dickes Leibs/ haben breite Angesichter urw kleine Augen / die Haut ist Braungelb/ denen Männern sind die ^ ' Augen einqezogen/ als alten W idern /haben h,e und darein Haar um den Mund / so dünn gesätt/ als der armen Leute Korn/sie lassen bas Haupt kahl abscheeren/ woraus abzunehmen/daß es schone und sehr liebliche Bilder / welchejedannoch nicht so gar heßiich als die Cal, maken. Sie tragen allesamt graue lange Röcke/ die übrige Kleidung bestehet in Beltzen und Mützen/ von Schafsfeilen/mit den Haaren oder der Wolle ausserhalb gekehret. Die Weiber tragen gleichwie die Calmukischen Röcke / von groben weissen Lsiriwat/ undgE salme runde Mützen / die oben alsein Sturmhuk;u lauff«n/und mit Russischen Zieraten aufgebutzt sind. D'e E stlmge/ so sich auch aufdie Ämter erstrecket/ da sie noch in ihrer Mutt er-Leib lregen/werden einen oder den andern Heiligen zuqeweyet/ und tragen zu einen Zeichen/daß sie demselben eigen sind und zugehören/ einen Ring mit Türkosen u d Rubinen besetzt/an ihren Oyren; Die Magdlein aber in ihren rechten NasemLoche. Wohnstädt Des Sommers haben sie keine feste und bleibende Oerter/ son- bttNagay« dem verändern / der besten Weiden balber/gleichwie auch die Calmu- ker / ihre Wohnungen. Wenn sie aufbrechen / führen sie ihre Hütten auf hohen Karren / zu welchen Ende sie dies lben bey sich haben/ und wandeln also mit Weid und Kindern hm- und wieder. Aen Har»ß- Rakh führen sie auf Pferden/Cameeiem Ochsin und Kühen. Des Winters kommen sie unter Astracan/(weßweam sie auchAstracam- sche Tartarn betitelt werden) und lagern sich Hauff« nweis bcyeinander/ M dem Ende/daß sie in der Nokh einander beyspringen und zu Hülff kommen können. Sie werden von dm Ealmuksschen ihren E/b euz- dennnit denZufrierendesFluffesWolga/angefakenundgevlünderk; auf daß sie aber desto bessern Widerstand thun mögen / wird ihnen durch den Wevwod vonAstracanGewehr und Waffen verschaffet/ welche sie den anksmmendenSommer wieder ticf.rn müssen. Man verwilligt ihnen die Waffen zu tragen nicht imme: zu/ aus Furcht einer Aufruhv; und diese desto besser zu verhüten/ müssen sie allezeit etliche ihrer Fürsten oder Morsen auf den Schloß zu Astracan als Geysel Nahrung igsieil / woselbst eine Parthey die andere ablösst. Die Nahrung der Nagayschen oder Astracanischen Tartarn bestehet in Fischen/Vögel- ' sangen/Vieh hüten und Jagen. Jhre Kübe sind groß undftarck ihre Schafe sehr fett/ mit dicken Schwanken / mehr als 20. Pfund schwer; sie haben krumme erhabne Nasen / die Ohren hangen wie der W 'ffer- Hunde. Tr i umph - leuchten den Rr iegs Helms Dr rrer Tbeil. 4F Hunde. Ihre Pftrde sind nicht ansehnlich und schön / aber ftarck lind sehr dauerhafftig im Lausten. Die gemeine Speise dieser Tartarn ist ein gedörrter Fisch an statt Brods/ auch dachen sie Kuchen vsn Ruß vnd Gersten in Oel und Homq. Sie essen aflerley Fleisch / doch ist das Pferdfleisch bey ihnen das edeM. DerTranck ist Wasser unk M'lch/ darunterauch die Pferd-Milch den Preist behalt. Vi iJahrbabensie Sonnen/ Mond/ Sternen/Steine/Klötzer/und derglMm Sachen/ angebetet / jetzo aber den Persischen Glauben angenommen. Sre glauben dem Madomet/und nennen sich Buromanm ; etliche aber haben sich raufen lassen/ und die Russische Religion erwchlet. Sie leben nach keinen Statuten und Gesetzen / sondern ein jeder Gt-mkr ^ thut was ikme gefallt / und fügt dem andern so viel Schaden und sirLarkar». Schimpsts zu/ als er kan. Wann einer jemanden etwas heimlich entwendet/ und wird darum besprochen; gibt er zur Antwort: habe es vonnöhken gehabk darum hach ich es genommen / habe ich dir erwas geschadet/ rhue desgleichen. Will er aber damit Naachsibr »icht zu frieden styn/sondern verklagt ihn bey der Obngkeik/welche/aus Sercit-Ss. des Czarn Erlaubniis / aus ihren eigenen Vo'.ck erwchlt/ ^wird ihm kein anders Recht zuerkennt / denn daßer ihn mit gleicher Müntz bezah- lensoll ibmwiedersovielnekmen/alsdasjenigswtttdgewesen/daser ' ihmgenommen: und so bleiben sie gleichwol gute Freunde. Zancken sie sich aber dermassen/ daß es zum Schlagen und Morden kommt/der MörderauchaufderTbatergristenundgefangen wird/alsdann nimk ihm der R'chter sein Pferd/ Kleider und Rüstung / gibt rhm gleichwol ein schlechtes Pferd / lasse ihn gehen / und spricht: Gehe/packe dich hinweg / und sihaue wo du wieder was bekommen mögest. Sie geben dem Moscovischen Groß-Fürften keinen Tribut / sondern müssen/an statt dessen/zu Felde ziehen / wann es erfordert wird/ worzu sie^ wegen ihrerRaub Gierigkeit nicht unwillig sind/ undetliche rooo. Mann aufdie Beinebrmgen. Smd also diese Nagaysche Tartarn unter Russischer Hotlmaffigkeit/ wie dose reisende Thierc/ welche/ ob sie gleich an Stricken oder Ketten geben / dennoch offt gar grimmig die Zahne blecken. Mit diesen Astrachanifchen vergefellschastten sich auch/bey einem M-rdw.m- Moscsvitsschen Feldzug / die M ordwinisch« Tartarn / weiche zwischen den StrömenOcca undDon/ wiewol mit Ruff-'chen Dorffern unc u,!tl!MÄ »DA W Ml« Triumph leuchren d^Rrj eg e-HelmsDrikrer L!^ dern/welck-rosic/ g.ld/ b au odergrün gefarbct/ und sind von obrnb-,6 auf den Nabel offen/ aho/ daß man von Hals bis an den Nabel alles sehen kan. D e etwa.«' mehr als die gemeinen seyn wollen / lrao.err enge Hosen / bis an die Waden bangend / über w lche sie zween Röcke ohne Ecmel/sosichsthrivolumdenLeibschliessen/anhabm. Eie sind auf den Schmuck U'D Ausbutzen ihrer Brüste ja so hoffartig als die Enge* ländischen und Frantzösischm Damen/ wiewol ich nicht glaube/ daß sie ihre Brüste schmincken. Ihre Freund lichkeit istubermaffig / und lassen sehr gerne zu/ daß man sieküsse undverliebt mir ihnen umgebe/ sehen auch nicht an / ob man fremd/schwartz oder weiß ist/ und welches das verwunderlichste/ werden die Männer- so dabey zugegen/nicht eins sauer darzu aussihm. Sie behangen sich mit Ketten und Arm-Bändern vsn Agat-Stein/ Hörnlein / bunten Steinen / zinn - und silbernen Ringen / und halten sich rein und sauber: da im Gegmtheü die Männer/ohne ihr häßliches und ungestMes Angesicht / faul/ schmutzig und stinckend sind / und denen schlimmsten Bettlern gleichen. Und obgleich Key diesen Cirkassen denen Männern zuaelasssn/ver- JhxWe- mögdesAIcorans/ viel Weiber zu nehmen/ b helffen sie sich doch mei- st-mv. stenikeils mit einer/ run keine grössere Unkosten mehr anzuwrnden / und sich nicht mit vielen Kindern zu schsi p e en. Sie woljenMakumeristen heissen/ und sind in der Hhat nickt Religio», mehr als Heyden. Ste sagen zwar / daß sie an einenGOkt glauben/ haben aber bieneben viel TeuffelS-D'enst und Abgötrereo / wovon sie mehr Merck machen/ als denwabrenGOtt zudienen undzukennen. Sie haben weder Kirchen noch Pri sterv noch Sc!» iffr- n sondern opf- ser» auf verschiedene gesetzte Zeiten/ unter welchen derTagEUä der sürnehmste. Sonsten haben sie auch Todten-Opsser/welche sie bev Absterben süraebmer Personen anstelle ; und geben solche auf folgende Weisezu ; Mann und Frauen kommenim öffenlltckenFelde zusammen/und dringen einen Bock mit/ welchen sie/um zu wiffen/ob er dazu dienlich die Hoden ausschneiden / und gegen einer Hcken oder Wand werffen/ blerben dieselben kleben oder hangen / so ist der Bock tüchtig/ wo «Vernichs/muß ein andrer gebracht werden. Hieraus wird ihm das Fell über die Ohren gezogen/ ausgespannet / und aus einen langen Ptah! festqemacht/ sür welchensiedas Fleisch kochen und braten/ und hernach zusammen verzehren. Nach dies m kommen die Männer / einer nach dem andern/ für diesem Fel! chrGebet zu verrichten. Die Werber gehen alsobald nach Haus ; die Männer aber bleiben an diesem Ort eine geraume Zeit / fressen und sauffen Brande- F jj wein/ 44 Ra ffer!. Maj. und der» hohen AUrrrren wein/ bis sie toll und voll find/ wornach sie diese Ceremonien endigen. --evrB-. Dochbestatigen sie ihre Todten ehrlich zur Erden/ und sehen ih- s?ädn,ff-l,. nen einige Gedenck Zeichen; auch beweinen und betauren sie dieselben eine geraume Zeit/ zerreisen und kratzen anbey die Brüste/ daß das Blut Tropffemw is aufdie Erde fällt und silbige beröhtet. C-remGr, Letzlich verstarcken auch das Moscovische Kriegs--Heer dieZeremisi ziehen auch sen oder Ceremistsche Tartarn/so zu beyden Seiten der Wolga woh- mu nen/ in schlechten Hütten/ und ihre Nahrung von der Viehzucht / Hö- u F--»' nig und Jägerev suchen/m ssen sie guce Bogenschützen / und des Ziels selten fehlen; auch ihre Kinder gar zeitig / zn solcher Übung ausüh- ren; sonst aber auch das allgemeine Tartarische Gewerb treiben / nemlich Rauben und Stehlen; Zu dem auch mit Z auberey-Händeln gerne umgehen. dweyrrlcy Die so den Wolga Strom zur rechten kaben/nennet manRagor- Tartaki'dcr^i vder Berg-Tartarn/angemerckt in Russischer Sprach Na/ soviel tz.erc,n!^ und Gor einen )Berg bedeutet. Die so vom lincken User dieses Haupt-Flusses angeströmt werden/ benamset man Lugowi/ von Lugo- wi Zenne / das ist / von denen grünen Auen und Heu Wiesen; weil es daselbst viel schöner Auen und trefflichen WießeWachsgiebt/wovon man gewaltig viel Heues sammlet / und auch die Nagorn lhrVich erhalten. Sprach »er Ihre Sprach hat mit der gemeinen Tartarische» Md Tmckischen/ tz«ttmiss«n. eine geringe Verwandniß; sondern ihre besondere Eigenschafft: wiewol ihrer viele / zumal die unter denen Russen wohnen/auch Rus- Gtan- d«r fisch reden. Was den Glauben (oderWahn-Glauben) betrifft/ ent- Ccr«msien. ferne t sich derselbe gleichfalls von den angranzendenTnrt.:rn. Eie sind dieschlimsten und ärgsten Heiden / so fastzu finden/und g'auben sie keine Auferstehung noch zukünfftige Seeligkeir. Und obgleich die meisten keine Wissenschafft von GOtt tragen / sind ihrer doch etliche/ soeinen unsterblichen GOtt glauben/ der sie als ein weltlicher König regiert. Wiewol sie nun auch keine Hölle glauben / glauben fiekan- noch daß Teuffel seyen/welche von ihnen Plag-Geister genenner werden: Und geben für/daß dieMenschenin diesemLcben/vondemnsck- ben geängstigt/ und mit allem Hersenleid gequakt werden/ darum bemühen sie sich auch/dieselbe mit Opffer zu versöhnen. Im LandEa- san/ soll dev 40. Meil / nach Süden hinein/ein Fließ-Wasser meiner Morastigen Gegend seyn; dahin ziehen sie aufdie Wallfart und zum Opffer. Solches Fluß-Wasser nennen sie Nemda/ und sprechen/ wer dasselbe ohne Opffer besirche / der müsse verschmachten oder aus- dorren/ § dB Plt di zt sO M Kr vi l«i/ »iel falls Iii^ Wr Oi>f We Ivelc dene K-!! Mi! Dm Ein/ ßcht «dett idllen! Wli Triumph - leuchtenden Rkiegs Helms Dritter T heil.4f dorren/wei! der Tcuff/l daselbsi absonderlich an den BachSchokschen/ ihrem Aberglauben nach / seinen Sitz hoben soll. Für diesen Bach/ dazwischen zweyrn Bergen sii/ssen und immer gefrieren soll / jürchrett sichdieZeremiffengarftbr: in oer Einbildung/daß wann ihkesVolks jemand zu diesen Wasser komme/ aljofo: t des Todes seyn müsse. Bißweilen schlachten sie.auch GQtt einOpffcr / als Pferde/ Opi^der Kühe und Schafe/und spannen die Haut oder das Fell/wie erst bey denen Entasten gemeldet/aus an Psale/kochen neben denselben das Fleisch; nehmen dessen eine Schussel voll in die eine / und eine Schale voll Melhs / oder anders Getrancks m d,e andere Hand / schütten selbiges gegen das Fell/ins Feuer/mit diesen Worten: Gehe/bring mein Aegehrcn für GDcc. Over mit diesen: OGGccbdrß opfre ich Vir / nimm es gerne vsn mir anrc. Giebm rViehrc. oder was sie sonst gerne batten. Doch geschiehst solcheOpfer Gabe nicht von allen/ weiln sehr viel keinen GOttglauben. Weilsteauchspu- rrn/daß ihren Vieh/durch Wüeckung der Sonnen und des Monds/ viel Gutes geschieht: Beten sie diese bcyde Himmels-Lichter gleichfalls an. B ßweiien sollen sie auch wol alles dasjem'gevwasiknen zu Nachts im Traum surkommt/ es sey gleich ein Vieh/Feu rodet Wasser / des Tages über / mit der Anbetung verehren. Alle ihre Opfer und fe,-erliche Begehungen / verrichten sie an denen Bachen» Wann ein vermöglr'cher Mann stirbt/ wird ein Pferd geschlachtet/ T»diM welches sie darzu erwehlen/ und aneinem Bach/von denen H nterblie- -Opfer, denen Freunden und Gesinde verzehrt/ der Todte aber in die Erde verscharret/ seine Kleider hingegen/ an cinemBaum gehencket werden. Ihre Kleidung betreffend/geben die Männer in langen wei'ssett Krrttwg Rscken/undtragen Hosen und Sttümpffsaneinander. Die Ehleute derCeremts, scheeren das Haupt kahl ab/die steyen Personen aber/tragen einen Lo- st"- cken/welchen sie bißweilen auftnüpffen/und bißweilen als dieFkauen flechten und hangen lassen. Diese Ceremiffische Tarlern nehmen drev oder vier Weiber zugleich/ und fragen wenig darnach/ daß etliche untet ibnenihre leibliche Schwestern sind/ja ein Volker nimmt wslseitie eigne Töchter; worin nen sie denen Eingalesen / auf der Insel Ceylon/ ke-MW nicht ungleich/ welche zehen oder zwölff T oae vorher / ehe sie ihre Toche W Blnr« tcrzu Weibern nehmen lassen/ dieJumiauschafft abnehmen/dieses Vernunfft-Grunds sich bedienend ; daß es eine grosse Einfalt und Torheit / einen Baum zu pflantzen / und keine Fruchte davon gemessen. , . Allein wir kchren wieder jurMoscovischctt Kriegs/Anstalt/wö von uns die Tartarn und andere den Czaaren zu Feld dienende Völ- F iij §er/ Gewehr ver Mvlcvvi- fchm Armee. Zahnender Moscoviter, Moscoviter bedienen sschoe-Pau- ikea. 46 Röin. Rayftrl. Maj u nd der o ho hen A llnrren cker / abgefühtt. Jnd.me aber beyciner'stlchen Heeres-Krafst verschiedene Völcker/als haben sie aucheineverschiedeneArtzum streiten/ und verschiedene Waffen. Die meisten/so zu Pferd dienen/ seyn mit Sabel/ L mtzenund einem Pantzer versehen/ unter dm Fußrolck führen ic Strelci einen Sabel / und treiben den Feind mit Stücken zu, rück. Die übrigen haben Musqueren /eben wie man sie bey unö ge, brauchet. Des Winters bedienen sie sich insAemeinhöltzemrSchm/ so vornen her krum seyn / und dam.t eilen sie über Eiß undC chnee als ein Blitz hinweg/ und greiffen den Feind an, 4000. solcher Soldaken warb Anno isicr. Jacob de la Garde/der Schwedische General/in Nordbottnic und Moscau/ welche sich tapfermükigst damals gegen die Polen gehalten. . Wann man nun die völlige KrstgS-Krafst des Russischen Czaa, ren betrachtet/ so befindetsichs/daßdjeFußroickerdieRcuteriyweit übertreffen / als welche mekrers und glücklicher aufdie Bestürmung und Deferidirung der Oerter geübt. Ihre Fahnen sind mit Adlern/ Drachen/ Reutern und dun Crsutz bezeichnet/ und gemahlet/unter weichendesCzaarenseine/daSBildnisJosuce/ derderSonnemLauf gehemmet / führet. Die Vornehmsten Officirer führen an einem Spieß/ einen rotgefarbten Pferd-Schweif/ um ihre Macht dadurch anzudeuten. Unter denen Kriegs-Spielen / wodurch der Soldaten Gemüt gleichsam angefeuert wird/gebrauchen sie verschiedene Pseif- fen und Schalm yen/ nach ÄsigtischerWeise/so aber in denen Ohren der EuropEcr / gar unanmutig klmgen; wann dann zu di csen ihr grau, sam-sG schrey'/sosiebeydemerstenAngriffihrerFeinde/ um selbigen dadurch abzuschrecken/ erschallen lassen/kommt/so klinget alles dieses noch viel verwirrter, Sonsten bedienen sie sich auch/höltzerner und kupferner Paucken/ solche aber seyn stbrklem/ und pflegen diese dieRculerandem Sattel g cheffiet und fest gemacht/ nach Tartarischer Weise/ zu sühren.Wann sie nun hin-und wieder in Wäldern zerstreuet/ rühren und schlagen sie selbe mit Pfeilen / und geben einander zu versteben/wo sie fich ent, ha ten. Nistus führen sie mit / ausser daß sie ihre tägliche Nochdurfft aufden Scluiltern tragen/Md diese bestehet arsZweyback/dürren Fischen/ und dem Tolokno oder Habern-Mehl/welches sie Mit Milch/ oder auch schlechtem Wasser zum Brey machen/können aber dcch ihrer langen Kle-der halben nicht geschwind marchiren. Di Wolverdiemen / beschencket der Czaar/ gemeiniglich Mit seiner Bildnis im Gold/ oder einem schönen Kleid; die Edelleu/s < ber/ Klangen auch über dieses einen Ehren-Beynamen/von dem Feind so st* sie üverwundm. Vor Zeiten begiengen sie die Siege auf eine gantz Tetchm- ungewöhnliche Werse/ und schändeten selbige durch ihre grausame Euia von Blutdürstigkeit heutiges Tags aber weiß man nicht vielmehr davon. In denen Kriegs Ehren-Srellen und Aemtern/ halten die Aus- ländische eben die Ordnung/ die ausserhalb Moscau gebräuchlich ist/ welcher auch düMoscovitsr selbst beinahe folgen. Der Polgolova od.rgeringernAemtcr nichts zugedencken/fobefehlicht derVice,Colonel! und Golova etiich tausend Soldaten/die vbrrgeObristen/so unter gem'ldten zu stehen kemmen / nennet man Weywoden. Der Obriste Feld Herr hat auch einen andern neben flch/der weiln erwegen aulschlagen des Lagers Sorge trägt/ Gulavsy/von denen Wörtern Gulay Borod/das ist eine Stadt/ worinnen man herumgehen kan/ oder einer höltzernen Besesiigunq der Lagergenennet wird- Dann hierdurch verwahren sich dis Moscovtter vor der Tartam Einfälle und Pfeilen / und umgeben damit ihr Kriegs-Heer/und dieses sollen auch vorzeiten die Persy im Gebrauch gehabt haben. Uber diese haben sie noch einen imKrieg wolerfahrncnLcgatUm/welcher die Artig lene und Geschütz zu verwalten hat; wie nicht weniger vier Obristen/ deren ein »es er wieder zwey andere dey sich bat. ^ Oer erste TheildeS Heers/ Heist der rechts/ der andere der Lincke Flügel/der dritte ist der Entsatz/ und der vierdte die Wacht. Was dis Kriegs-Aichr/ als die Nerven des Kriegs/ betrifft/ so MosE halten ftlbige die Russen sogenau/ daß/wann sie marchiren/sie nichts s«»eKrieM alsdasfiindlicheanqreiffen/sr sie straffen auch nur die geringere^er- brechen shr ernsthaffc. An Huusratk/Wahren/Waffen/kostli- 6)en Gezeiten/ und alles was zur Wollust dienet/ und den Feind ein Hertz machet / und selbigen zur BeM, d anre tz-ch / leiden sie nicht viel i» bem Lager/welches man aber dannoch bev des Czaarn Anweten aufs kostbarste auszuzreren Ui d zu versehen pßegt. Und ausmeftWeiss hoff ich den geneigten Leser die Moscoöiscbe . Kriegs Bereitungen nach den Leben adgeschstderr zu haben: nun will H^ovr auchdenftlbigendie erwünschte Nachrichtvon der vekzeichneken Hee-^A^ne«- res > Krafft einhändigen. Ick lege aber diese Zeitungs-Geburt / so gantz nackicht / wie sie mir emgehandigt / für / und hoffe dadurch/ wo etwas zuviel oder zu wenig ausgezeichnet, Aussöhnung chfinden. Die erste Armee/ m den gantzcnMoseovischen Land-Adel bestehend foi msrk eine A> mee von r rooso. Cstann Cavallerie. Die Infanterie ist eine aus rksenc Mcinnschasst/ so wol fremder als einheimischer -Musquetirer von 60000. Die ir-pfercj Furhzdcn dcrMojc». viter. Crimmisch Tacrarn schilkcn an den Tüi cki fchcoHof. 48 Rsm.Ravstkl Mas, und derohohen A llürrett Die anörre Armee aus denen Niederlanden Neugars und Pzokoskia/ machremCorpo/wolmonrirterReuter/von zc>oyo. In der dritten Armee Kasan/ Rosania/ ist eine Reuterey zu sehen von 2 5200. V^r den Kasanisch-und Astraeanischen Tartarn zu Pferd i s ooo. Fußgänger 12 Z QOO. Aus Baskirm/samt der Leibeigenen Militz aus Nagay / Jedi- fan Oeksen/zuPftrdchsvo?. Kalmuker Tartarn zu Pferd/ r4000. Cofakische Fußgänger/ 25020. Den Herrn Generalissunum der ZaborowifchenCosacken/dl'ß- undjeüftits des Fluß Voristhenes / begleitet «ine Cavallerie von 88000. der Fuß. Hölcker 54000. Summa der völligen Reuterey 570000. derFuß/Völcker 157000. Und insgesamt der gantzen erschrecklichen Heeres-Macht 517000. wie solches aus dem Moscovischen Original übersetzt worden. Mit dieser Macht/ deren fast keine in dem Welt-Alterthum gleichmästigkanbeygebrachtwerden/sollten/ wie manausgab / die be»de Groß Fürsten gewillet seyn / in Sie Crimische Tartarey zu gehen/ dieselbe völlig auszuhauen / alles/ was sich dem Sreg-Däbei widerst- tzen würde/dessen Dcharsse kosten zu lassen/ und keinen in Gnaden/als ken sie/ durch deren Beysall und Hülffe/ so grosse Ttzaten auszurichten/ wovon die gantze Welt reden / und darob erstaunen würde» Sonderlich aber bezirkte ihr Färsatz etwas tapftrmütigeS zwischen dem Caspischen Meer fürzunrhmen/ und auch benebensi sich des Schwartzen-Meers/ und deren Emstüffe aus Moscau zu bemacht» gen / mW durch dieses / die Tartarische Raub-Vögel in Zaum und Enge zu kalten daß sie ins künfftige/ ihr ve> flucht-erlerntesHandwerck einstellen/das Land gleich andern Völcker« gewönlich bauen / und sich darinn n ergehen möchten. Der Höchste wolle dieses Lob-erfüllte Fürn bmen Wunfchcheseeligen und durch die Vereinigung der Christen Waffen/ die ungeheure Raubereyen der Türcken und Tartarn über d n Haussen stürtzm u'-ch gantzlich fesseln. * Die w 'isterschallende Fama / erbaUete auä) in der CriPMischen Tartarey/ und kündete ihnen/als ein Mssesvischer Herold/ihr nahe- -- V/rherden an. Welches sie dann nöthigte / dieses besorgliche Um gluek der Türckischen Pforte anzudeuten. Wir wollen da indessen der / Tar- k» «H l»! isiW WÜA- rDi «!^!Sß Trmmpy -leuc dkenden Rriey s Helms Drirrev The il. 49 Ta, lausche Abgesert'gte hineiler, wie wir schon mu dun Mdscovischüi Tartarn gethan / auch diese gr-mmige und Crimmische Tartarn besuchen. Man betitelt sie mit Recht/ dieTurckische Spur-Hunde/alswel- T-ssa*« che allezeit vor diesen verdammten Höllen-Jäger aus/agen und die Beute üuffuchm.Eine gelehrte Feder/welche zimlich in Vene Türck'sch- -artarischen Affairen bewandert / vergleicht sie mit den Asiatischen Raub-Tbier Giacal. Selbiges Tbier / so einen nnttelmässigm oder kleinen Wolfs schier vergleichlich/ lauffr gemeiniglich vor den Löw n her/umdenselben einen Raub aufzusuchm : und nachdem esdens l» den entdeckt/kommt derLöw und fällt darauf; also streiffen dies-: Trr- tarn/durch alle CbnstlicheProvintzen/so denen Türckm benachbart/ und händigen ihnen den begehrten Raub ein. Es bewohnen aber diese Menfchen-Rauber/ l'auriczm Lkerto- «ekum, so man beut zu Tag Crimm nennet/davon die Haupt-Stadt b^E'f'x ehedessen Tbeodosia benamset ward/ heut aberCasa gmmnekwird. LMddcwoh» Sie können wol zuchen Nntersaffen oder Lonka-äerirten des Otto ma. mannischen Reichs gerechnet werden; obgleich von allen ihren Landern nichts/ als allein die Stadt Cafa/unmittelbar von dm Tnrck n besessen wird. Welcher in derselben seine Besatzung hat; um sich also desto d- ffer ihrer Treue und Gehorsams zu versichern. Obgleich der Tartarische Fürst in Crimm durch die Wahl zum Regiment kommt: wird er nichts destowmiaer immerzu / ans der VA,, j, KömglichenFamilren geweklt/und durch denGroßTürcken bestattigt; ^nCha». als welcher ihm allezeit hat Vorbehalten/den Vatter abzuseßen/und dessen Sohn / oder andern nächsten Erben/an seine Stelle alsdann zu setzen/ wann er nicht bald genug die jem'ge Trouppen/ womit er ihm bryzustehen verpflichtet ist/sendet; oder wann er ihm sonst nicht allen den Rupert/ den er rhn schuldig ist/ leistes. Deffm ungescheut respectirt dieser Tartar die Ottomanniftbe Befehl einmal besser als das andere. Es hat vor diesen der Gross , Türck/ den ältisien Printzen des Tartarischen Königs so lang in ein r ^ Tbracisch-oder Rätzischen Stadt / Namens Aamboli/so vier Tag-cti-G^«!. Ressen von Constantinopel liegt / beha'ten/biß der Vatter desselben gestorben / und alsdann denselben zum Nachfolger eingesetzt. Weil man aber endlich gesorgt / der Ort wäre sein :6 V ttern Ruch allzunahe ; ,sider älresie Printz König Mahomets Ckrrei/ so Anno 1664. noch über die Crimmische Tarkarev befehl ichte/ von dannen n^ch Rbo- dis wegqeführek worden: Da derfelb'ge fein L den in trauriger Langweil gebracht/ bis ar; den Tod seines si tz benannten Vatters. Nach G d.ssm Röm.Rayserl.Maj. und Dero hohen Allitkken dessen Absterben man ihn nach Constantinopel gebracht: woselbst ihn derSäbel angegürlet worden/und er hingegen denGroß-Türcken/ den Eyd der Treue geschworen/bey Vor^ehungallerandererSolennika- ten/so unter solcher Solennität gedrauchlichist. Als aber dieser neue Beherrscher/ der jetzo noch regiert/ausoem Thron fest saß/gedachte er an den zuRhodis erlittenen Verdruß / und kam ihm derStoltzdes Türckischen Kayftrs so unerträglich für/ daß er so wol deßwegen/als auch/ w.ilihm diePolen und etliche benachbarte Tattarn/zu Gemüt gefuhret/ es sey einen so mächtigen Fürsten/wie er war«/schimpflich/ daß er seinen Kron-Erbeu zur Geiffel gebe/sich solcher Unterwerffung geweigert. Und wiewol der Groß-Vezier Kiuperli / zum öfftern, wegen solcher Verweigerung sich beschwerte; richtete er doch nichts damit aus: Disstmulirte aber solchen Ungehorsam gar klüglich / wiewol er merckte/daß kein Mittel Vorhänden/die Sache zu ändern. Türcken Nichts destoweniger betrachten dir Türken diß Tartarische Volck hairen die n>?e ihre Brüder/ und wie eine Nation/ womit sie ln engester Biudniß Ta-^n fur ^he,,;aufwelche auck/vermög eines unter ihnen getroffeneuVerg'tichs ' dasKayserrhum fallen müste wann dermaleins etwan ein männlicher Erb/vvmOttomannischen Stammen/ ermangelte. Und obwoln diese Hoffnung zimlich weit hinaus gestellt/oder fast vielmehr in blosser Eine bildung bestehet/werden dannoch dieTartarn hierdurch in des Türcken Gehcrsam behalten/nicht anders/als wie etwan ein einfältiger Jüngling/sich ein grosses G-ückdavon embilbeie/ wann ein alter Mann ihn zum Kindangcnommen/mitdiefemVorbehalt/dieienigePerso- mn/fo von seiner eigenen Familien/ nrmmermehr der Erb-Folge zu berauben/ gäntzticher Versicherung / daß derselben ein rechtmässiger Stc mm-Erbe niemals abgehen werde. Also gehorcht nun der Tarier war/gleich wie andreUnterthanen: aberdannoch trackirtihnder Türck nickt wie andre Vassallen oder Unterthanen/ von denen er alles Befehlchs-Weißfordert/waserverlangt; sondern vergnügt sich mit demselben/durch Schreiben zu handeln. Wiewol nichtsdestoweniger solche Schreiben eben diejenige Kraffi und Zwang haben/ oo.Tartarn/ vm. und b«gjxften muß. Wiewol dieses Fürgeben der Türcken ein grosser Schnitt ist: Weiln die Tartam selten über zovoo. starck/ wann es hoch kommt/ ihm zu Hülffgehen; indem man ihrer auch n'cht mehr _ Triumph- leu chte nden Rrie gs-He lms Dritter The tl.^ mehr braucht/und was drüber ist/ den Türrken selbst nur beschwerlich fallt / zumal ihnen die Tartarn nur die Quartier allzusehr rui- «. Hjxxst. Levens-Ärt Cs führen sonstdiese Tartarnein rauhes und grobes Leben / und schÄa«' fressen gemeiniglich das Fleisch.ihrer Pferde/ die ihnen unter Wegs tarn, verrecken. Dasselbe theilen sie aus unter ihre Freunde/ und bekümmern sich wenig darum / an was vor einer Kranckheit es gestorben: Brauchen auch zu der Zurustung solches Roß-Fleisches/keine anders Ceremonien/ als daß sie es denen tauffendenPferden unter den Sattel legen: Und nachdem es daselbst zwischen der Wärme des Reuters und desPftrds/einenTag lang gekocht; finden sie es so gut gepreparirt/ als das jenige/ so man ihren König zu Tafel bringt. Wie nun diese Menschen von rohen Fleisch/Kräutern/Wur- tzrln/ und von dem was die Erde von sich ftlbsten tragt/ leben/und sich mit keinen Kochen bemühen/ daß sie die Verdauung damit möchten erleichtern; Also seynd nicht weniger ihre Pferde/zum strapeziren und dauerhafftenMarchiren/ gleichsam gemacht; können trefflich wol Hunger und Kalte ausstehen. In den allerhärtesten Winter ihres Lands/ beköstigen sich die Pferde mit den Rinden der Baume/ und mit allerlcy Kraut oder Graß/ so sie unterm dicken Schnee/womit das Erdreich daselbst überall bedeckt ist/ können antreffen. Wohnung Ihre Städte oder Dörffer/ bestehen mehr in Hütten/weder in ln Crimm. Häusern/dann alles/ was sie zu ihrerWohnung baue/ ist dieses/daß sie Hürden von Bintzen oder Riet ausrichten/ und mit einer dickhärmnen Decke überziehen. Die Anzahl solcher Dörffer belaufft sich bis auf raoocro. daher sie / so man nur aus jedweden Dorff einen Mann nimmt/ ein Heer von 200000. Mann aus den Fuß richten. Sonst erstreckt sich dieses Chans Gebiet/memlichdie kleine Europäische Tartarey/ soweit und breit nicht/ und könnten vorgemeldte grosse Armeen von 200020. Mann wol in Zweiffel gezogen werden/ wann selbige nicht durch so viel glaubwürdigste Scribenten bekräftiget würden. Wann diese Tartarn etwas an Reichthum erbeutet / und von den Verkauft ihrer Sclaven ein Stück Gelds gelöset / werffen etliche unter ihnen ihre grobe Kleider von sich/und versehen sich hingegen mit Röcken von Mardern und Zobeln. Andere/mc das ihrige bessec zu Rath halten / wenden ihr Geld an / aufden Hauser- Bau. Aber die/ so verschwenderisch sind/ kauften dafür Brandwem/ und ein gebrautes Bier/ Boza genannt: Welches aus einen gewissen Saamen gemacht wird/ und wann man zu viel davon trinckt / d r Gesundheit wie ein Gisst schadet. Heutiges Tags/ wird solchesGetranck G >j von f r Röm. Rayserl. Mas. und dero hohen Alliirreu von t-enen Türck^n gar sehr gebraucht. Die Tartarn überfüllen sich damit wie die Säue: Massen der Muffiggang/und die Bauchfülle/ ihres'rnedmste E "götzlichkeit und HerrnLeben ist. Wir entziehen uns dieser Laster-Brut und verfugen uns an die Mord,Pforte/ de^ auch Lasier-erfüllten Ottomannen. Von hier Aa»ouc hatte der Groß Türck dem Tartar Chan einen Sabel und Cafftan kommtz, von grossen Werth/, ebst dengewöhnlichenFeld-Zeichen/übersendtt/ C».i-iaatk- und alldent.'n lassen / sich bey ihm künfftiges Jahr mit möglichster nvpelau. M^chl einzufinden und das durch des Groß-Hsrrn Gegenwart be- hertzte Herr, durch ihre Ankrmffc noch mehrers zuvergroffern. Es langte aber kurtz darauf der Tartarische Abgeftrtigte/ würben wir kmtz h'ebevor verlassen / an/ und berichtigte diese unangenehme Z.ü tunas-Awwort/ di-' der Tarrar Cban der Pforten entbieten ließe: M«' daß ihm n Mlich dieses mal m erscheinen höchstens unmöglich fiel:/mbem - r ft- bst n ausguterHut jeyn müste/und sich für vielen ftind- lici>.n Einfällen mmlich der,Polen/MoscoviterundCoiacken/ausserst fürmiehen hätte: allermüssen er hievon schon gewisse Nachricht ein, Bey Abstattung dieses Berichts/ entfiele dem Reich desOtto- wannifthen Tyrannen/ gantzlich der Mut/ (welches sich aufdiesen Rohr-Srab nur allzuviel gelehnet/und deffenVereinigung mir dem Türckschen Heer schon als einen gewissen Sieg vorersehen.) Unser« Feder kan die Bestürtzung/ welche diese unvermemte Zeitung in aller hohen Bedienten Gemüter eingestürtzet/nicht zur Gange beschreiben; Zumal da das schwänge Volcksich nicht zu frieden geben wollte/ noch diese Meynung fahren lassen/ es würden die setzig-trüpfteligeZciten kei- ne Aenderung erhasten/ als mit dem Tod ihres unglückseligen Sultans/ und der von Mahonwraufsie geladene Zorn durch kein anders Mufft'rr- Opfer/ als durch dieses/versohnetwerden. Deßwegendann höchst- ^'k den nöhtig dem unglückseligen Zeiten und Regierungs-Lauf durch diesen ^ Tod zu enden. Und dörffie es diesen Kayftr gewißlich ergangen seyn/ ' wie ssrnemVatterJbrabim(dessenTodes Urtheil er unterzeichnet')un seinw Groß-Mutter; wann nichtdes Mufft; G^wogenheit/womite» diesen Unglückseligen zugethan/ und dessen grosse-Ansehen bey Sem Volck/ dem Kayftr Las Leben erhalten / und dessen Laster mit einen Tugend,Schein befthmincket hätte. . Sachen/ ob sie gleich Gottes-vergessen und höchstens ungerecht/ fi wen doch noch ihreVerthädiger. Auch dem Nersni ermangelt« es a» Lobrednern nicht / da er doch eine warhnsste Laster Quelle; »a jo gar der Teuffel ist nicht Opfer ioß. Hexen und Zauberer unterlass.« Tkiumphilettcbrenden Rriegs -HelmsDrirrerTheil. sz lassen nicht AltÄ aufzurichten/und Rauch»Werck zu dringen. Dek Sultan wurd- auch durch des Muffti Beredsamkeit für unschuldig ausgeschrien/ und von den verdienten Tod errettet. Bey so schwürigenZustand sammelte man an diesen bestürtzten Orten / was nrarr nur konnte, und wurde der Anschlag (wovon vor- Gew- ^ hergehmdeBlämrMeldung Man) welchen derDwan zur Geld- Steuer za denodtiqcen Hrrbevschaffuug surgeschlagen / bewectsteiliget/ und von Conftank». denen Bediente») so viel Boursen zusammen gelegen welche bis S.Mil- lionen austragen. Damit aber selbige nicht völlig möchten ausgebem teil werden/ beschlossen d e Wolhalrigste / diese unersättliche Stadt zu verlasien/um nicht nur drßfaUs dcnenG ld-Erp.effungen/sondern auch besorgstchen Austtänben und Empörungen entfernet und entrissen zu Kaum war der Pöbel/durch Darreichung so vieler Mittel/ voll denenTürckisch-KayserlichenBer ienten in etwas besanfftiget/als schon wieder eine neue Unglücks-Flamme diese noch glimmende Funcken in volle Glut brachte. Es entdeckten vrrdrüßliche Bottschaffken von Ale, unaimetzm. randria/wie daß ftlb-ges Voickgantz ungeneigl wäre /unter dem jeni- licheBo«. gen unglücklichen Gestirn/jo bißher die Türkischen Wsffm in Ungarn schaffe von beherrschet/zu streiten/noch chre Leiber den Siegs-Schwerdtern der Mravpna. Ckrisien zu unterwerffen / sondern tie lieferten/ an statt der versprochenen Mannschafft/eine grosse Summa Geldes ein : welche/so sie nicht günstigst würde an-und für lieb genommen/ mit einem aögrmeinen Austranddaselostiger Länder kounteverwechseltwerden. DteftmUbel nun muste gesteurct werden/ indeme der Pöbel hie- dmch von neuen zu murren cmffng. Der Groß-Vezrer / als ein Feind des Muffti / bediente sich hier der Gelegenheit / den Zügel seiner Rache schwssea zu lassen / und den Muffti zu stürhen/weßhalben er den Sultan beredete/ unddenVerdacht einbließ/alsober/durchsein allzugrosses Ansehen/das gemeine Volrk/nach seinem eignen Gefallen / zu beliedi- genAufstanben locke; daoer dann selbiger sein-r Ehren. Stelle entsetzt Mvffawird ward. Diese Dar.ckdarkeit erstattete ihn derGroß-Türck / weit er ihn abgesetzt, unlängst aus denen Mord Händen des wütigen Pöbels entrissen. Es ist aber der Muffti allezeit das Ober-Haupt d r Mabumcti- Anseh-a schm Relig on/ oder das Oräculum, welches alle Gesetz Schwürigkei- kcrMussti. tt imtsch id-t. Sein Ansehen und grosse Würde/ so er bey denen Turcken aefitzt/ istnichtzu beschreiben/ undclepenclirtseineWablun» mittelbacvomGvssTürcken/a'swelcherjedcrzcit/zu Besetzung dieftr Stelle/e-nen von FrömmigkeitBeühmten / im Gesetz Höchst-Ersadr, nen/und wegen seines Tugend-Wandels Berichtigten erwehiet. Die G ist Authoo Ray sitl. Mas. und dero hohen Allnr reu Lluthorität/ die er behält/ istso groß/ daß/ wann er etwas richtet / oder/ es sey was es wolle/ entscheidet/ auch der Groß-Türck selbst dreftn Ausspruch nicht widerspricht/noch sich widersetzt. Oie Resolutionen/so er von sich ertheilt/ sind geschrieben/da dann erstlich die Streit-Sache ausgezeichnet und Frag weis gestellet/ unter welcher er sein Gutachten beyschreibt/ durch ein Ja oder Nein/oder auf eine andere kurtzeManier/ welche Aussprüche ke ka oder Verlässe ge- nennet werden/ worauf er letzlichdieseFormulbeysetzt: GOttweiß es besser. Welches dann klarlich darlegt/daß er bey seinen Strittigkeit- Entscheidungenleichtlich irren könne. Wann diese Senkentzen nun den Cadis oder Richter überreichet werden/folgt er selbigen in allem nach. So daß man sieht/daß Strit, tigkeiten/ von einer grossen Wichtigkeit / innerhalb einer Stund erörtert werden / da dann unnöhtig zu Appelliren/oder über das Ergangene sich zu beschweren / noch auch Kunst-Grifflein herfür zu suchen / um den Streit in die lange Bankt zu schieben/ weiln die Aussprüche unwider- rufflich. SM« be- DerSultan bedient sich seines Rahts in Staats-Sachen; als d"nr M Wann elwan die Erwürgung einer fürnehmen Person ausdem Tapet/ " oder wann es Kriegs-und Friedens-Sachen bezielet; und solches viel- ^ leicht darum / damit es einen Schein der Gerechtigkeit haben möge/ oder auch den Pöbel zu bessern Gehorsam zu bringen. Es sey nun wie .ihm wolle/so wird fast der Sultan niemaln einen Groß-Vezier verbannen / noch auch einen Baffa/ wegen eines begangenen Amts-Fehlers/ destraffen/ wann er nicht zuvor das Gutachten des Muffki erhalten. Weiln der einfältige Pöbel dafür hält/ daß mehr an der Billigkeit desAusspruchseimsehrlichenMannes/ als an der absoluten Macht «ineS Printzen gelegen. Doch gefchicht es zuweilen/ daß der Sultan denMuffkiSachen vorträgt/ die er nicht mit guten Gewissen und Gefallen des Sultans zugleich erörtern kan; und diese Gewiffens-Schwürigkeit des Mufft» verursachr/daßdteStaats-AffairenöffterS verhindert undausgefcho- MM heu werden. Allein/ wann sich dieses zutragt/ so wird der Muffti seiner Ehren-Stelle entsetzt/und ein anderer / der nach dem Gutdunckm des GÄiatiae- Sultans einen Raht ertheilt / erwehlt; und wann auch dieser nicht fällig. nach des Sultans Geigen tantzen will / erhält er / gleich dem vorhergehenden/ seinen Abschied/ welchen auch wol der dritte folgt / biß sich endlich einer findet/der dem lnierslle seines Printzen beystimmig. Diese Stelle ward ehemals von denen OttomannischenPrmtzerr heiliger ais ancht geschätzt: dann kein Krieg/ noch einig anderes wichtig Tri,rmph-leuchkettdcttRkiegs,Helms Dritter Theil. ^ r Sch!« lW' rm M tiges ffurn hmen erhielt seinen Fortgang, wann es nicht zuvor von dem Muffti gebilligt/als ohne deffenBeyrahten dieSacheKrebs gängig ge, achtet wurde. Allein heut zu Tag befleissen sie sich so sehr nicht mehr / bi« Sachen mit dem Muffti zu berakten. Doch grschicht es zuweilen zum Schein da aber gemeiniglich der Groß,Vezier/ auf sein Allvermögen und Ansehen sich gründend/ die Sache beschltcssk/nachmaln den Muffti nöhtiger / durch seine Gesetz,Auslegung der Sache eine Färb zu ü'b-l - Wann ein Muffti erwehlt/werden keine andere Aremonien/als E' wchtnn- der Einsatz in seine Grelle fürgenommen. Ererscheinct für dem Gross- Türcken/wclcher ihn mit einen kostbarsMarterePelh soausdie rocroc,. Mkrwerth/bekleidet; nochmals verehrt er ihn eine Summa von 1002. Thalern in Gold / so in ein Schnuptuch eingewickelt / uns der Lürckische Kayser selbst in des Rocks Unterfutter / gegen seine Brust/ hinein schiebt. Letziich gibt er ihm ein Gur / davon er täglich 2000. Uprr/ oder zr.Gulden und etliche Kreutzer unserer Müntz/zu heben r und bat er sonst von gewissen Einkünfften nichts zu empfangen. Dost- Hat er über etliche Kirchen-Güter zu walten / dabev er sich ziemliche Händel machen kan/ohne alle Furcht einWr deßwegen beschuldigter Geld Gierigkeit/ ober üblen Haushaltung. Mas seine Aussprüche und Sementzenso er ertheilet/und Festa benahmst werden/ an betrifft/ hat er nicht einen Asper dafür zu empsan, zm/obschon für jedweden acht Asper bezahlet werden; undreichrman selbige seinen Bedienten ein/ als nemlich den Muscwedegi / oder dem/ welcher die Streit Frage aussetzt und erörtert / fünffAsper/ dem Mu, meiz/oder dem/ deres in das Reine bringt und sauber abfchreibk/zween Asper/ lrtzlichdesMuff!iSiege!-B?wahrer/i. Asper. Sonst hat derMuffti wenig Emkünfften/ als daß bey Antritt Cinkunsse seiner Charge/ alle Ambassadeurs lmd Residenten der ausländischen d««Nuffk,. Printzen zu ihm kommen/ ihn za beglückwünschen/deme auch alle Agenten der Türckischen Baffen folgen / und weilen es dann nicht gewöhnlich/leer zu erscheinen/ so fieuret jedweder etwas bey/ welchesGlucke Mnsch-Geschenckaufdie svQOO.Thaler geschätzt wird. Wann ein Muffti abgesetzt / und ihm seine Ehren-Steßeent- ErgE. nommen wird / und solcher Entsatz von nichts anders / als den unwi, gunq dcrsprechlichen Willen desSustansHerrührer / wirdernochmireiner A pol»k / dasist/einer Vollmacht über etliche R'chter-Stellen in de, Neri Provintzen zu beschlichen / Wunsch beseeligt. Dieses liefert ü m rinnoch auslangstches Einkommen un^ ebrl chen Unterhalt ein. Ob nun auch diese Gnade den jetzt-abgefetzken Mufft, widerfahren wer, de^ f6_ Röm.Raystr!. Nlaj und der-hohen A llü'rren pe/ wrro Vre Zerr entdecken; wir lassen idn bev z.ruen Arpllik/ üv r Pie vorige Ebrcn-Srelle bekümmern/ und fügen unsindosSerrail umzuschen/wiedieandereSchwürrqkclten entichieden werden, xa^arnun« Jndeß gelangten abermalige Gesandten von den Tartar Chan 1>cu.ivlich an/welche nicht nur die ehmalige Zeitung/so Constantinopel bestürtzt Brgchrm. und in äusserstenSchrecken gebracht hatte/wiederholten/wiedaßih« nen nemlich unmöglich / denen Türckischen Völcksrn in Ungarn Bey. hü'.ffund Gesellschafft zu teilten ; sondern sie setzten gir hinzu: daß tvo man ihn nicht mit aller Macht unter die Arm greiffen würde/er ohnmächtig wäre/ den anrückenden Moscovischcn Armeen/welche sein Land glerch einer Fluch zu überraufchen geda bten/sich zu wider setzen; begehrte drrowegen/ daß man -eiligst Galeern und Kriegs-Schiffe nach dm Schwa? tzen Meer beordern möchte/ damit selbig, s von dem Skreiffen der Cosircken befteyct/ und er und sein gantzes Land von einer unerträglichen Plage entledigt würde. AberO! unselige Hülffe von einen Hülff-Entblösten. Ewmit Unglücks Wassern umringter Tantalus/wird keuien HülffRaib «r- «heilen können / indem er selbst sich nicht heissen kan. Doch muste diesen Übeln allen voraeheucch denen Bandsgenoffen gehrlff n / die Völker in Asien/ aufdie man schon so lang gehofft/ und durch das Harren «in inbrünstiqes Verlangen g. zeuget / hergeschaffk werden. Diesn nun abzuhclffen/ ersetzt? die von Alexandria ersetzte Mannschafft/die aus demSerrail entnommene rvoo Spahis/und dir von Baffain Natalien erzwungene Völcker. Jenen übel aber halff der Befehl loß/daß man dreysslgGal ren ausrüsten/und mit zehen indenSchwar« tzen M^er kreutzen sollte/ um dadurch den TartarLhan ein Wunsch- Vergnügen zu leisten. Sroß-Dt- Letzlich w ird dem Groß -Vezier ein mehrmaliger Befehl und lieriollFlie, vollkommen« Gewalt eingelieferk/ Kraffr dessen er/mit dem" Cdr ste dnrmachra. lichen Häuptern / den Frieden / es koste auch was es wolle / beschloss n/ und diesen unglücklichen Krieg zu einer Endschafft bringen sollte. Zumal« nunmehr» die Pforte pon der niemals gehofften Polnisch- Mosco- vitischen Vereinigung aenauere Nachricht crba'ten / und sich derowe- gen der Cosacken Annäherung / gegen den Constantinopolttanischrn Grantzen/ welches leichtlich über das Schwartze Meer geschehen könne te/besorgen muste. CosEcher Dieser Cosacken Annäherung aber kan l ichtlich/ve^mog ihrer NachmBe. langen Nachen/Caiciaenennet/ bewercksti lltgt werden. Diese Na« lchtttbang. ch,n sind mit Ochsen-Häuten bedeckt/ und ungei'ebr 40. Löcher/ oder Ocssaungen darinn/ für ebenso viel Männer/ welche solche Häure Mit Triumph-leuchten den R rlege-Helms DritterTheil. 57 mit ledernen Riemen/so genau und fest an sich ziehen/ daß kein Wasser hindurch dringt / noch ihnen dadurch eine Hindernis gemacht wird/ mit der bedeckten Ober-Helffte ihres Leibs ihr Gewehr zu gebrauchen oder den Nachen mit denen Rudern fort zu treiben. Diese Nachen sind aus dicken Linden-Baumm gemacht / und so lang / daß zo.40. ja in etlichen wol ^gerüstete Männer sitzen können. Wie dieselbe mnwendig mitLederüberzogen; also bangen/ansedwederSesten/etliche Bündelein von Vmtzen: Wodurch dtö Gewalt der Wellen aus- gefangen/und gebrochen wird/daß sie so leicht nicht denen Sck iffliU- ten mögen obsiegen/ sondern auch mitten im gröffesien Sturm / so unbeschädigt/ durch das/ sonst wegm seiner Schiff brechendenBoßheit also genannte/ ^chwartze Meer jemes Wegs lauffen lassen niü,jm. "Solcher Nachen sind oM sv.bls 102 zusammen/welche z/ssann mm vereinet/ zumTürcken-Verderb aus stlm. Zn dem End verso-gt sich der Beut-Hoffende Cosack / mit Proviant und Munition / und Gewehr (welches in Säbeln / Bögen/Feuer-Röhrm und bezogenen Röhren besteht) auf viel Tage zfieusst alsdann denNipper oder Dnie- simStrom/bey zo. Meilen/hinter denen Zeporovischen Inseln hinab/ bis ans Schwache Meer; giebt auch nichts darauf/daß ihn dis auf beydm Ufern aufpassende Besatzung erblickt: Dann weil der Ausfluß des Stroms daselbsi/gernzweyteutsche Meilen breit; thut ihm ihr Geschütz nichts ; sondern muß ihn der offenbaren See zugehen lassen ; da er sich nach dem Raub so fleissig umschauet/als die beste Svürhu: de nach dem Wilde. Er wagt sich auchwolmanches- mal/etlrch r ooO. starck an das Natolische User/ streifftein stück Wegs ins Land hinein / übereilt bald hie bald da einen Ort/und kehrt mit vielen Raub/ hnrtig wieder zurück/nach feinen Nachen. Anjetzt dörffte ihn wol die Bestürtzung der Pforten gar an die Constantinopolitam- schm Gegenden führen / wie dann eben deswegen die Furcht der Tur- cken den Befehl/ dreyssig Galeern auszurüsten/ ertheilet. Und so verhoffte die Pforte/ auf diese gechane Verordnung/ denen Siegs-Waffen in Ungarn/Polen/undMoftauvorzubeugen; allein der Ausgang wird darthun was eine entkrafftete Krafft aus- würcken/ und der Schnee derSonne entgegen gesetzt/verrichten könne. Nun war auch das ln Zügen-ligende Morea / und von Tmcklschen Guarniionen balb tode Dalmatien noch übrig/auch diesen sollte noch geholffm/ und Entsatz-Hülffe ertheilt werden; allein dieUnvermög- lichken und Unmöglichkeit/verbarg hier alle Mittel. Biß endlich ein TtzEh« Höllisches Mit-Glieddie drev Furien (ich betitele also dre drev Raub Anstaltin Nester/ Tripoli/TuniS und Algier) smschlug/ denen man auch also-Morea un-> <-8 Röm. Ra^sirl. Maj. und der-h-hcn Alliieren bald Befehl erkheilte/ihreinderSeeherümschweiffende Schiffe nach Hauszuentbicten/solche mit Nothdurfft zu versehen/und dann denen Venttianischen Schiffen um Morea / aller Orten aufzupaffen/und die Convoyer unlicher zu machen / auä)bc y annahender Zeit sich mit der Otkomannischen SErmata/ zu vergrjellschafften/ zu deren Verstärckung um Constantmopel eine gute Anzahl Galeern/ und sechs Galeaten/von nkum aufgerichtet worden. Mt welchen allein denen Venetiamschen Krieg- und Siegs-Schiffen zu begegnen / es all, zu mißlich seyn möchte; und derobalben dje Pforte für gut befunden/ diese in der See/geüvte Raub-Vögel zu ihrer Flotte zu locken: und mit deren Verstarckung / denen Veaetianern einen Schr ckm/dem desiürtzten Consiantinopoütanischen Pöbel aber einen Blick/zuver- ^ hofften bessern Kriegs-Glück/einzujagen. Dcnttiank. Im Gegencheil ermangelte d-e Durchleuchtigst- Venetianische sch-Kricgs- Repudlique nicht/glerchmaffige Abschickung der Volcker/ in das durch AnMen. Kriegs-Glücks rbeutete Morea und Dalmatien / abzuschicken / in- deme täglichst deren sich eine z milche Anzahl emfunden. welche Tcutsch- land mit Tapfferkeit assaua-t / und zu der Türcken Abbruch gezeuget/ worunter die Hochsürstl. Lüneburgische und Hessische / als tapfere Nach,Sprosser, der Heiden mafsigstenHercynen und Catren-wovon von so vielen Jahr hunderien her / die Geschicht-Vücher geredet/ als der Mond unter denen andern Glgntz-Sternenherfür leuchteten.' Ge'v-Ab- Nebst diesen Vo'.ck überschickrn / gesellete auch diese Durchs, sch'ckung Repnbuque/das benöngsteKriegs-Mittel/ das roteGeld/inzimlicher nach Mo. nge m^t; wie dann dem Schiff St. Domenico ausderVemtia- uischenZecca oder Müntz-Städte irovoo. Zecchinen ausqebürdet/ und den Edlen Herrn Petro Quirini / zur Verwaltung übergeben wurde. Zu welchen allernötigsten Kriegs - Mittel sich noch andere Neben-Mittel/ welche auch bey einer wolbestalten Armee erfordert werden / als verschiedene Leib-und Wund/Aertzte/nebst dero Hand/ langern/Apotbeckern und Barbirern/ auch beygesellet/ und nach Morea / dessen bester Tbeil schon Venedig umerworffen / abgeschiffet wurden. S-rnMer Die Türcksn-Feinde liessen auch nichts an Anstalt in Morea er/ j,'Morea manaeln/und wollten durchBey-Rathen ihre ohnmächtige Macht lrirdahge. versiarcken/weil sie durch der Volcker DurchlauffundGeld-Schwind/ sitzr. sucht allzusehr geschwächet. Indem aber bißhero der Seraökier/unter einen so unglücklichen Planeten stum Ragula emverkorpert/ derer Bifchoff folglich seinen Sitz zu Castel Nuovo genommen. S ie Beschrei bnng ver Vestung Risano. Triumph - leuchkettd en Rriegs Helms D r itter Theik. ist in dem innern Canal von Cattaro lincker Hand/ gleich über dem an- bem/sü mit Ketten verschlossen/gelegen; durch eben diesem Canal wird die Vor-Sladt bewastert.Jhr Schloß liglaufeinem sehr steilen^Felß/ weicheres über die »nassen fest machet. A.»r zo. entrisse es Venedig aus dem Türkischen Joch/ wurde aber selbiges JHx durch Accordwredee «ingeiochet.JrrrJabr 1649. da dieTurcken in denen benachbarten Ländern ihre grimmeWut auölieffen/hat Herr General Fascolo/sothanen Gewaltthätigkeiten Einhalt zu thun/ einige Mannschaffl aus Perasio undPastrovichijusamen gezogen/ und dieses Risano angesallen/ und/ nach tapffer-mütigeneilfftägigen Belagerung/denen Vcnetianischen Siegen beygezehlet; denen Belagerten ward ein sreyer Abzug erthei- let/ so sich aber bey niemand als Officirern aufdaö Gewehr erstreckte. In welcher währenden Belagerung der Gubernator Crufa dieses zeitliche Kriegs-Eitle mit der ewigen Friedens Vollkommenheit verwechselt/der Obrist Longa aber ein Merckmah! seinesWolverhaltens durch eine Vertvundung davon getragen. Nackdeme aber der CandianischeKrieg / dem« in dem Mißen Welt'Alterthum keiner vergleichlich/einstens seineEndschafft und Letze erhalten/fielediesesRisano/ inder Grantz-Scbeidung/ den unersättlichen Türcken-Geitz zu/gediehe aber nachmals/durch desDalmatischen Generals Lorenzo Dona Klugheit / und durch dis letzte Empörung der Morlaquen/aufdas neuewieder der Venelianischen Herrschafft in de- renSieg-bereichere Hände/ darinnen die unmäßlicheGOttes Güte diese und alle andere zum grossenVorschub der Christenheit/und Zaum und Gebiß dem Türcksschen unbändigen Raub-Thier erhallen wolle. Höchst-gedachte Republique ermangelie auch nicht/ bey Kundschafft desFürhabens des barbarischen Solymanns/ damit Rssans einige Hüiff-Beschützunq gegen solche Raub-Anfälle haben »nöchte/eine Galeere und Marciliana mit Kriegs-Munition und Völckern nach R>/ sano abzufertigen/ welche/durch ihre Ankunfft/die in Belagerungs- Sorg stehende Risaner behertzten/und zu tapffererGegenwehr anspor- nrn sollken. Doch entwich der vrrzweiffelte Solyman nickt aus diesen Gräntzen/ ehedevor er sich mit denen zu Nisiki/ wegen des Tributs ver- Dkr-pnM glichen / die dann diesem Raab-Pegürigen 40^0. Real» und einige fikmüssen Osiagiers geben Wd auszaklen müssen. stemm. Diese zu Nisiki in Dalmatien erpresste Geld-Steuren / erzwungen dieTarmrn in Polen mitFeuer und Sckwerdt: Jndeme sie sich Tarrarn mit der nach Caminieck eingebrachten und wieder in Moldau zuruck Fussen m gewichenen Csnvoy vereinet / und/ unter Anführung zweyer Murtzen/ "»ei. bis nacher Slucciowa sich ausgethrilet / die Königliche eigenthumliche I Guter L6 Röm.RaMl.Maj. und Dero hohen Murren Güter mu dem Wut-Feuer und Grimm-Schwerdt verheeret / drey Dörffer beraubt/und die befindliche Mannschaffr/ von verschiedenen Orten/mit sich in die unerträglicheDiensibarkeit/mitwelcher fast keine Todes-Art vergleichlich / sortg schl ppet. Deren etliche doch wiedcr/ durch die auf dieses Raub-Gesinde! einstürmende LaskyscheVölcker/ entrissen/und dieser eroarmlicheEmfall/durch die Niderlag vieler Tür- lken undwi der Erbeutungd^r Gestohlenen/erwiedert worden. Die Heidnische Poeten welche unter ihre Götter-FabelnvielGe, heimnüffe der Sltten-Lehre und benöhtigtenLebens-Regeln eingepflan, tzet/ haben gedichtet / daß alle Zeitungen ihren Ursprung aus der Hölle nehmen/ doch daß dieTdürenunterschiedlich; indeme durch die eine warhaffte/ durch die ander aber lügenhaffte Zeitungen ausfiögen. Ich ha'te/ daß durch die jetzt bemeldte letztere auch entwischt/ dieAlliantz «mantz zwischen dem Tartar-Cham und HeldemmütigenKönig inPolen/wo, von eme Zeitlang ein Gefchreyerthönet / sogar bisaufConstantinopel ^artamist erschollen/ und deßwegen durch einen abgefchickten Officirer/ welcher Mch. mit Edelgesteinen und andern kostbarenDingen von demGroß-Tür, tken an dem Cham abgeferligr//ollcn Hintertrieben werden. Doch istsolches Gerücht gantzlich falsch/anerwogen/ daß gewisse SultanN»' Nachricht eingelofftn/welche dem Sultan Nuradin von dem grossen ^din ssli in Cham Beseht ertkeilt/ der auch von der Pforte bekräfftigt/ mit einem U/" «m- Eorpo von rooo Tartarngegen die Polnische Grantzen zu rucken/und ^ solcher Gegend einzufallen / um die Consunction der Polnischen Völ- . cker/ welche den 27. April nach Jasloviz / bey Lebens-Straffe / entbot- ten/durch diesen Raub-Einfall vorzubeugen und zu verhindern; welches zu verhindern diePolnischeTrouppenbeordret/auszubrcchm/und/ als eine Mauer/ dieser einrauschrnvenFluht sich entgegen zu setzen: so dann auch geschehen/und aller Orlen die Straffen wieder mit Soldaten angesüllet worden/ welche bisher»/ in denen Winter-Quartieren/ die ausgestandene Verdrüßlichkeiten mit dem Ruh! geniesten versüßet. Gleich also erschallte inUngarn auch dieKliegs Muficwieder/ und brachten die Paucken und Trsmpeten/der sich aus denen Winterquartieren entziehendenVölcker/ denen noch imTürckischenKerckee eingefocht 'n Ungar-Vesi«sgen und Städten neue Furcht. Die wenige Rahe so die Kayserl. Armee etliche Monat genossen/ hatte sie mit neuen Kläfften beseliget/deren sie/ zu Verheerung undAustilgung der annoch in Ungarn glantzenden OttomannischmMaffen/ höchst, benohtigt. Ehdevor aber alles wieder zur völligen Kriegs-Glut aufloderte / versuchten dieenthertzteTürcken nochmaln dieses edle Kleinod/besten 8 ^ dM M. Mi W A s«s Dl Ds Linl! hd> Dtl irers nneii dank llr-i) oel/ penr MN spilllj he»! ^k/! Md >Ü, Triumph- leucht e nden Rrre gs-He lms Drirr er Theff. 6^ sie nichr würdig / (ich beziele den theuer-schatzbaren Frieden)zu echai-Tür-ke«bs«- ten. Wein denen ankominenden neuen Frieden-Händlern/tward""^'"^ das unlängst kurß-beantworte Schreiben desGroß-Veziers/soanEsrievr». dem General Caraffa überschickt worden / eingehandigt/und wieder zurück den Weg / den sie gekommen/gewiesen.Jn bemeldeten Schreiben/ war kürtzlich diefts der Kern: Ahro Kayserl. Majest. deren M>l- digkeit Welt-ber«hmt / (und bey Ihm eben diese Tugend / so seinen Wor-Abnen Carl den fünfften verherrlicht / besindlich/ als welcher zu sagen pflegen: er wolle lieber einen Christen bey«n Leben erhalten/als iooQ. Turcken/ Moren/ und Afrikaner den Höllen-Racheneinschüt- m) hatten so vieler unschuldigen Leute und Untertanen höchst-be- -.brrmisch« dämliches Blutvergiessen zu Gemüt gezogen/auch keinnM desFrie-Nordens sich zu entäuffern getrachtet / doch nichts ohne Zuziehung und rung vage. Einstimmung ihrer siegenden hohen Vereinten/ welche zuvor auch bey gm. den Friedens-Handlungen müssen beygrzogen werden. Zudem wüste derGroß-Vezier / nachMon offt getbanen Erwähnen/ sich gantz deutlich entschlichen und klarlich darthun / mit was für Vergnügen er erst-benannte Hoch-Verbundene Wunsch-befeeligen wollte. Giengen also die Kriegs-Bereitungen / für welchen die Türcken einen solchen Abscheu trugen / best- möglichst in Ungarn fort. Da General dann der tapfere General Häußler/aus vormaliger unruhiger Win- tcr-Ruhe/ indem er seinen Türcken-Feinden niemal einige Ruhe gegen- M«- net / von Debrezin aufgebrochen / und mit seinen beseklichten Troup- t«r L>uar.' pen nach dem Muster Platz/ der zu Dioftck angestellt/ sich verfüget/ de- arm auf. me auch der Herr General Veteran«/welcher sein Quartier in der Gespanschafft Marmoros gehabt/ folgte/willens sich imt vorerwehnten Herrn General bey Zollnock zu vereinbaren / und durch fleiffige Aufsicht/der Türcken b mögliches Beginnen / bey ihrer unterhalb Sege- din über die Theis geschlagenen Brücken/ zu vernichtigen; und zu Wasser zu machen. ^ ^ Die in Obern Ungarn unter dem Commando des Herrn Ge- Caraffa so« neral Caraffa stehende Regimenter/ waren auch beordert/diesen bey- den Generalen zu folgen/wann zuvor höchst-gedachter Herr General Enve/ri». bas Mort heimlich glimmende Verrstherey-Tocht ausgeloschet / und g«n. nach Dämpsirng desselben aber/ durch Offerirung einer General-Per- don / die annoch Widerwärtige und wider den Stachel leckende gewönnen. So ward auch ingleichen dem durch feine Dapferkeit berühmten Herrn General Dünnewald/ durch hohen Befehl angedeutet/ in aller Eil / die in denen Croatrschen Grentzen ligenden Regimenter/ zusammen zuziehen/und mit denenselben sich an denDrau-Fluß 3 Ü zu 48 Röm. Ra^ftrl. Mas, un d Der- hohen A Uurkett zu setzen / damit die Türckcn seiden Fluß nicht überschreiten/weniger ihr Vorhaben/ die noch diffeitS gelegene Veftungen/Canischa/Si- geth/undStui-Weiffenburg/mit denenbeysich habend Evthwen- digkeitenzu versehen/ erreichen möchten. Und werin hohe Beförd/rungeiiFunckerr sind/so auch beyandern Gemütern die annoch ruhende Tapferkeils Flamme in völlige Brunst Gen. Ca- bringen; als ermangelte unser unüberwindlichster Monarch nicht/ raffa ims vem Herrn General Feld-Marschükl Caprara/ wegen seiner Ruhm- RrbattaTr- brannten Kriegö-Ersahrnheit und preißwürdigendißhero geleisteten »osuag. Dienste/mit demWaradeinischen Generalat in Croatemwelches nach dem Tod Herrn General de Souches bis aufdiese Zeit ledig gewesen/ wie »ngleichen auch die unablaßliche Ruhm-Vorsorge des HerrnGene- ral Kriegs Commiffarii/ Grafens Rabatla/m,t der Feld-Marschall und zugleich Ober-Commendanten Stelle in Ofen zu verehren / um damit andere zu fernerer Ehre und Tapferkeit anzuspornen. H«,tzogvon Indem sich nun diese Kriegs-Planeten in dem Ungarischen Lottringm Erden-Himmel sehen ließen / eilte euch die nur lauter Helden-Muth, »nitsv. strafende Kri- gs-Sonne/ Ihr Hochfürst!. Durchleucht von Lonrin? gen von Wien nachOedenburg ab/ und von dannen/mit dem Gme- ral-Staab den March weiter nach Ungarn zu beschleunigen wohin auch in eben selbiger Woche alle andere noch zu Wien verweilendeGe- nerals'Persomn gefolgt: allermassen die mehriftenRegimenrer-bereits ander bestimmten General-Musterung sichemfunden/sodaßdieUngarischen Felder / wieder mit denen Kayierlichen Sieg-Völckern besamet/welche diesen Winter von denenselben entblöffet gewesen/und konte man aufderDonau/Drauund Muhr/wieauchandernFlüssen/ bis andre äusserste Lanves-Grentzen/ingleichen in denen Landstrassen nichts sehen / als Schiffe/ Wagen und Karren/diebin-undwieder in Ungarn giengen/ welche mit lauter Eß-Wadren/Kriegs-Noth- DAaujst Wendigkeiten und Bagage beladen. Es kamen selbige von allenOr- ten zusammen/ die grossen Barqven aber wurden zo.zu zo. Meilen ausgeladen / hernach wiederum zurück gebracht/ um damit die Unbequemlichkeit des Marches der Reuterev und Karren/worzu die armselige Bauren voneimm Ort zum andern frohnen müssen/zu benehmen. Und weil der Kayferliche Hoffgewillet/mit zwcyen Armeen/ und zwar mit dem gröffesien Haussen inN>eder-Hungarn/und mit einen andern Corpo an der Theiß wrder den Türcken,Feind seine Was^ fen zugedrauchen/alsdörffreErla inObern-Ungarn/in Nieder-Hun- garn Stul-Weiffenburg die ausgesteckte Beute serm/warum sich dieses Sommer diese tapfere Armeen bemühen. Insonderheit war Terumph leuchtende« Rkiegs-Helms Dkirkee Theil. kZ IhröHochsürstl. Durchs von Lottringen die BestchstgungOftn angelegen/um die Anstalten/nach Ausweissung des gemachten Grund- Riffes der neuen Befestigung/ anzuordnen / und hiemit den ersten Grund zu legen. Die Abreiß Ihr. Durch!. deSHertzogs von Lottringen/ersetzteChv« die AnkunfftJdro Churfürstl Durch!, aus Bayern/ welche samt dero Gemahlin, H rm Brüdern undFrl.Schwestern/zu Wasser vor die Kayserl. Reiu'entz angelanget. Die Freude/ so das gantze Wien hierob empfunden/ benachrichtigte alsobald JhroKayserliche Majestät/die sie in selbster hohen Person/ an dem Wasser/ mit ungemeinen Vergnügen bewivkommt/ und in Begleitung alter Minister und Ca- valliers/ unter Donnern der hierob befteudigten Stücke/in die Kay- ferlicheBurg einbegleitet. Doch dörffte diese höchst - verlangte Hel- den-Prrso«/nicht lang in Wien verweilen / sondern als ein tapfermü« tiger Ulysses feine brünstig-geliebtestePeneloper aus denAmen lassen/ und dem schon länger als 20. Jahr in Kriegs! Brünsten aufloderen- drn Ungarn zueilen. Wir wollen dessen Phosphor seyn/ und noch vor seiner Abreiß wieder in Ungarn kehren. Hier hatte das verzweiffelte Mongatschz Mongak« seine bißher verübte Raubereyen noch nicht entwöhnen können/ son- '^rfa«m dern bis dato noch immer bewerckstelligt; Ehbevor wir aber den Ver- lauf ihres letzt-getbanen Ausfalls betrachten/wollen wir dem geneigten Lese, den Emwurffdieses Raub-Nestes mit wenigen Zeilen einreichen. Es ist diese Vestung ein sehr wol erbautes Schloß/ rn dem aussersten Beschkei, Ecke inOber-Hungarn gegen Nord-Osten gelegen und zwar in den A"Sder senigm Thest/ welchen die Welt-Beschreiber Beregiana Provincia zu Deliung betiteln pflegen/ und in einer solchen Situation/daß es denen Sieben« ^^lv. burgischen- und Polnischen-Grentzen gleich nahe/ und nicht weit von Caschau / Tockay / Ungwar und Hust gelegen. Es ist ein lauter natürlicher Felß/ darauf diese V-stung erbauet/ und ist die ?orti6catlon indsnGlUNd-Stein eingehauen worden/von einLReussischenFürsten/ Ueodorus Queriatovinus benamset/welcher ausZulaffungderUn« garischsnKönige Caroli und Ludovici/da im Schloß herrschet-/durch unsägliche Mühe/und unablässige Arbeit/ den tiefen Graden in den steinigen Boden ausgsarbeitet und mtBellwercken befestiget. Unten ausden ebnen Erdreich/ ist es mit einer weitläufig bewohnten Palan- ka nach Ungarischer Weise umgeben/ die durch einen Wasser-Graben/ der zimlich breit un über zwölffFuß durchgehends tref/vor einem plötzlichen Anfall gesichert ist. Dieser umzinglende Graben wird mit den Wasser von dem Bach Latrottus bereichert/der hernach in den Fluß I iij Bo, 7 mit die Teckelin/ ihre so brünstig-gesuchte Versöhnung bemänteln können Paß nen / als welche durch ihren Beicht, Datier ein Schreiben an beyde dm EU H"rn Cardinäle/ Bonvisi und Collonitsch abgeftrtigt/ um einenKay- ^ serlichen Paß-und Frey- oder Gnaden,Brief/ für sie auszuwürcken. Wa« sie dar. Welches aber beantwortet worden: daß er / als eine geistliche Person/ aufzurAne, vorhero die Teckelin/ zu Bereitung ihrer bißkerigen Miß-Treu/wo, worr«rhal, mit sie sich gegen das höchst,gesalbte Christen-Haupt/ihren rechtmäs- sig- befehlichenden Herrn versündigt / bringen sollte / damit sie davon abweichen/ihr begangenes Verfahren verfluchen / hingegen nach Ablegung des Blut,schuldigen Kleids meinem weissen Unschulds-Rock für Jhro Kayserl. Maj, erscheinen möchte: Die Paßertheilung be- langend/ware zwardie Hoffnung/selbigen zu erbitten/nochnicht gantz, lich verschwunden/im Fall sie sich vorher tiefstens demütigen- und die Kayserliche Müdigkeit selbsiens anflehen / nicht weniger ihr Raub, Nest/ die Vestung Msngalsch/ zuden Füssen Jhro Kayserl. Majest. gehorsamst legen würde. lckr-tbet Kaum waren die an diebeyde Cardinale abgekasseneVriefe ent- an seine siegelt' als schon die Gerüchts-Trompete dieseNachrichtausbließ: daß Schwester, der Terkely selbst an seine Fxau Schwester/des PalatmrRegni Gemahlin/ Triumph,leuchtenden Kriegs,Helms Dritter The»!. -» mahlin/ ein Schreiben abzelassen/ und gegen diese wehmütigsteWör« ter/mit Bezeugung seiner unbeschreiblichen Gemüts,Bestürtzung/ ausgelassen / anbey sein Glücks,Geschikke/ dessen Meister er doch selbst gewesen / verflucht/ und seinen GebMts - Tag tür den unseligsten aus, gcschrien/m Erwegung »hm jetzt die Gnaden,Thür verschlossen/und sein ehmaliger Glückes,Begriff und Umkreist/ ineinenMittelpunckt des besorgenden qantzlichen Untergangs verwandelt sey: So lehr die umringende Lebens-Gefahr den Teckely beängstigte/ Erlamsch, als welcher gleichsam mit Wolffsn / Tigern und Bären / das ist/mit Besatzung Türcken und Tartarn umgeben war/ sv sehr plagte auch die Erlauische ^'ssc sich zu Besatzung der Hunger / welche deswegen einen st arcken Ausfall tha,E. ten/ um mit benötigsien Lebens,Mitteln ihre entgüterte Vestung zu bereichern: allein sie fundenden Tod in Töpfen/welchen ihnen die Po, diakischen Husaren/ so sie unversehens überfallen/ darzehlten / daß 70. aufder Stelle/einig andere aber gesanglich blieben / und weggeführet wurden. NichtglucklicherwaraucheineandereTürckischeRaub,Schaar/RätzmkLd. welche oer verzweiffelte Tyrann so unmenschliche Tbaten ausübet/ der Hunger nenilich/die nach Segedin abgeschickte Getreyd-Wagen an- zufallen/ verursacht/ allen; die dabey anwesende und begleitende Rä^ tzen / bezahlten diese Diebische Brod-Ratzen /so ihnen dm Proviant emreissen wollen/ Vast die ihr Lebm liebten/ dessen Sicherheit in der Flucht suche»; müssen. AMeweiln aber die Türcken von einigen au, dernZufuhrenbenachrichtiget/als führte fiederErbeutungs Esser aber« »nalin die 1 vo. starck gegen Segedm aus. Der Geitz und Rauberey' beflügelte ihre Füffe/ daß sie/ eh sie sichs versehen/die Beute erhielten. Es stieß nemlich eine Parthey Huffarn in 802. Manu starck aus sie/ der angeborne Haß nötigteste alsobald ihre Sabel zu entblössen/wel, che die jetzt bemeldte so woi zu führen wüsten/ daß sie bey 200. Beut« begieriger Türcken erlegten / die andere aber in die Fluchtjagten; unlp weiln nach Aussage 8a1uW: In kuga lalutcm ^uXrere,guamsrma, guibv8 6orpu8 tSKNur, ab bolle avertcris^ ca vsra clementia lit.8em7 per inprLlio üL ut maximum perienlum guimaximötiment. /tu- kiacia ^ro muro kabcatur kc. (SeinHeil in det Fluchk sttchett/da man sein Gewehr so ZN Beschütz»NI des Leibs berechklgr/von den nachfolgenden Sieger entwendet/eine warhaffreThorheit st'-e. Ja allezeit denen denen die grösie Gefahr bey einen Treffen bevorstehe / die sich am meisten fürchten. Tapferkeit und Kühnheit/ aber an stark einer kNanren,) Als wurde verflüchtige Mg durch der Flüchtling-Körper besäm-s. ugd dtz Hussary gar bis HM 7»_ Rö>n. Rayserl. Maj. un d der- hohen A lliirren kiMwird an Lippagelocket/welchen Ort sie auch angegriffen/ um r. Uhr in der Müav«r. Rächt überstiegen / und darinnen ziemliche Beuren gemacht. Die Schloß-Soldaten vermeynten zwar derStadt,Plünderung zu wider, stehen/allein die dargezedltenWunden machtet, daß sie bald ihrSchloß wieder begrüssten / denen sich der Teckely/nach erhaltener Warnung/ von zweyenTürcken beygeftllet/und durch einen unbekannten Weg mit hineingewischer. Beschul, Den ehmalen unbemauerten OrtLippa hat MarggrafGeorg »uns rippa, von Brandenburg / als. er des Ungarischen Königs Match,'ä Sohn/ Johannis Corvini hinterlaffene Wittwe/Bealrix/geehlichet / und mit ihr diesen Ort bekommen/am ersten mit Mauren und Bollwercken befestigt. Anno »ssl. hat sich erstlich der Türckum diese Vestung ange, nommen/ welche von Morgen einen Hügel hat/ der das Schloß und Städtlein überreichet; gegen Mittag laufft das Wasser Marssch vorbey. In dem Stadtlein war Messen eine Kirche s hens würdig/ welche dem H. Ludwig geweihet. Im Städtlein und Schloß hatte Johann Peteo zu befehlicken / der mit gnugsamen Soldaten und an, derer Nohtdurfft best-möglichst versehen war ; allein dre Semige schreckten und bewegten ihn/ daß er das Ort verließ / und also auf eine gar leichte Manier den Türcken Städtlein und Schloß emlieferte; die aber Castaldo/Kayserl. General / und der Mönch Georgius/ des jungen Siebenbürgischen FürstenVormundund Cardinal (den nicht lang hernach besagter Lastaldo dieser Zeitlichkeit enkreiffen lassen)wie- der delagert/und im bemeldten Jahr die Stadt mit stürmender Hand/ das Schloß aber mitAccord erobert/ nachdem zuvor derTürckische Obrrste die ziemlich bewohnte und bebaute Vor,Städte emgeäschert. A. 1552. hatAldaka/oder Aldeka/ cm Spanier/(deme hernachKay, sers t^ximiliani n. Gemahlin/Maria/ das Leben ausgebetten) mit ewigerUnehrdiesen Ort/ ehenochderFeinddajürgerücket/ angezun- det und verlassen; und haben die Türcken / als sie solches vernommen/ das Feuer/ sovielsiegekonnt/ gelescht/ und der Stadt wieder aufge- holffen. Von welcher Zeitan Lippa 44. Jahr lang in der Türcken Ge, walt/bis auf 1595 gewesen/inwelchemsolchsVestungdieSiebenbur, ger/damaln derTürckenFeinde/erobert. Das folgende Jahr versuch, ten die Türcken diesen Ort wieder zu bekommen / aber vergebens. Als hernach die Siebenbürger sich wieder auf die Türckische Seite gelm, rket / bst der Kayserl, General / Georgius Basta / A. 160Z. Lippa ein» genommen: aberA. r 6 r 4. der Bethlehen Gabor/ mit Hulffder Türken/ wieder zu Siebenbürgen gebracht; da es dann noch bisanfdie jetziae Einäscherung und Plünderung in der Türcken Bvttmäffigkeit geblieben. Jndemr Triumph - leuchren-en Rkiegs-Helme Dkikter Th eil. 7z ndcm es nun aufKayserl. Sei/e an löblichen Kriegs-Anstalten Türckm und Veremigungen undZusammensübrung der Regimenter nicht er-7"^" mangelte/ so unrerliessen auch die Türcken nicht / ihreVölcker zu ver- sammlen: als welche bey Essegg / gleich denen Ameissen in Sommer/ aufwimmeiken / auchsogareine Brückender die Drau schlugen/und eimgeSpürh undr/ (so benenne ich dieRauber-Tanarn) hinüber schickten/ des Turckischm Menschen-Jagers Wut-erfüllte Ankunfftkund zu machen. Dieses Annahern verursachte auch den Herrn General von Tbüngm den Kayse! liehen Hoff zu benachrichtigen / und durch einen nach Laxenburg ahgsf-'ttigte,^ andenten zu lassen / daß die Be- söderung des Kayserlichen March hochst-nölrg; angesehen/ daßFänff- Fünffr». kirchen in auff/rst r Gefahr stünde/ von den Feind bekennet zu wer- den; da dann die annahende Kaiserliche Trouppen sie einer grossen Furcht befteyen würden / zumaln dey ihnen schon die Lebens-Mittel ziemlich aufaezehrt/ und man ehester Proviantirung eben! so benötigt als derLufft. Worauf dann alsobald vom Kayserl. Hof Befehl er- §ieng/ daß sich sechs Regimenter von Barcan gegen FünffKircken aufmachen / mit den Kroatischen Corpo vereinbaren/und best-möglichst des Feindes fürhabende Anschläge auf Fünffkirchen verhindern sollten. . Wahrender Zeit aber / als diese Regimenter nach FünffKirchen zaeilten / langte schon von bemeldten Herrn General Nachricht an/ von einen tapsern Streich / welcher/durch sein Beyrakhen/ ge- gen die Türcken angebracht worden. Wir wollen/ damit der Leser desto wenigem Zweifle! haben möge/die eigenhändige Worte gedachten Herrn Geyergls hjemitdeysugen- Erich e hiem'c / daß ich gestern früh / den 19. May / denen Nachricht ^ Sigerhern ihr weidendes V ehwegrrciben lassen; ^>err G-ne- Gbrist-Wachrmeister/Baron d' Oclich/ har samt seiner bey " , sich habenden Renrerey/ unrer ihren Glücken/ bey 40. (Dchjcn " ° soviel Pferd und 222. Gchafweggebrachr /ohnerachrcr es mir denen Ausfallenden 22O. zu Pferd/ und denen hlizrer die Zäune und in dem Morast sich vorkhellhaffrig gestyrcn Janirjcharen, (welchen dieser Anschlag zeiclrchenrdccrr worden) bey einer Grund ein harres Gefcchcgegeb Hussaren und G-Nkral 700.Heyducken bestand ; Diese neue Bekrafftigung siärckle a lsobald von Thun. Ms Fürhaben des rapfern Herrn Generals von Tdüngsn /daßer mit ^ ' 820.Pftrden und^oo.Heyduckrn/welchen sienochüberroo. Pferd von Sicklos beygesügt/ ausgegangen / um dreDrau etwas genauer zu besichrigen.Seine Großmütigkeit führte ihn nach reisten Überschlag Eich über den Fluß hmüber/da ihn alssbald das Gerücht berichtete/ wir MI i'A !«/ Tritt mph-leuchtenden KrLeg s Heltlis Dkirrer The il. 7 s wie zu Walpo viel weidendes Vieh anzutreffen. Der in FünffKir- chen angehende Proviant-Mangel machte sie entschlieften/dieVollziehung dieser Vieh-Einholung zu bcwercksielljgen / welches dann glücklich auSgeschlagen/daß sie nicht nur über roo. Pferde und 200. ^ Stück Rind-Vieh erobert/sondern auch selbiges/ von Herrn General Ersb-rimg Lesle ehmaln schon eingeäschertes Stadtlein/ worinnen die Türcken^M^ wieder über roo. Häusetgebauet hatten/ungeachtet derTürcken bar- ten Gegenwehr/uberstiegen / undnachmaln abgebrannt/ worben über 70. Türcken/ Kavserlicher Seite aber/Herr Qbrist Lcutenanr Dsterci/ r.Heyducken und ein Dragoner erschossen ward. Dieses ersi-bemeldte Stadtlein Walpo / wird auch Zerturze- Beschr«. bethgenennet/dabeynahendA. iszy.derCatzianer ausgeriffen. Im bungMal- Jahr lfZ4« kam sie in die Tmckische Raub-Klauen/ denen sie jedoch^' in folgenden Jahren/ die rechtmässigen Christen Waffen wiederenr- mmmen/ bis endlich der Türckische Kayser Solyman (nach Jsthuan- ßi Zeugnis) A. I s4Z dem König Francisco I. in Franckreich zugesallen / das Ungerland wieder mit Krieg angefallen / und durch seine Raub-Vögel dieses Stadtlein Walpo an der Donau belägert/ und . durchUbergab eingenommen/ den Accord aber/TürckiOen Treu und Glauben gemäß/schlechtlich gehalten. So glücklich diese Fünffkirchische Besatzung/ eben fs glücklich Ofner Be, war auch die Osnerische'Guaxnison. Dann die Einwohner eines Dorffs/ s. Meilen von Erlau / batten den Commendanten zu Ofen»" ^ hinterbracht / wiedieTürcken dieCoytributionvsn ihnen zuerprcffen gedrohet/ und daheroeifrigstSchutz-Hülffeausgebeten : woraufge- bachter Commmdant foo. Husaren dahin beordert/ welche/ nachdem die Einwohner sich mit ihren besten Sacken nach Pest retirirt/ sich daselbst häußlich niedergelassen/und der Türcken so dann mit Hertz- Schmertzen verlanget/deren auch Aoo.angefommen; sind abervsn denen Huffarn unversehens überfallen/ die meisten niedergemacht/ und dieübrigen bis aufErlau verfolgt worden. Unter diesen glücklichen Streichen / sammlete sich indessen dre Kayserl. Armee aufden aS/emeinenMuster-PlatzzuBarcan/wohin sich auch Ihre Hochfürsih Durch!, von Lottringen verfüget/ und kunn- te diese tapfere Armee nicht unsüylich/ in Ansehung der Türcklschen als mehr bevälckerren/ mit dem Ausspruch jenes ZH^^lugen verglichen werden/ der/ als ein Abgesandte' /seines Königsunzehliches Heer in dargelegtenMshn Köpfen zeigte/ mit einer Hand voll Pf ffer- Ksrner antwortete; hierdurch andeutend/Letztgemeldte wurt en leicht» lich die andere unzehtbare/ vermög der h rbenStärcke/ bemetsiern. K il V Lista der Kavscrl. Armee. 7 6_ Röm. Raystcl. Maj. un d devs hohen Alliireen ^/O ---..^,, Es bestünde aber'diese Heldenmütige Armee »n naDölgenörn'Rea»' rnentern, ^" Infanterie. r. Ernst Stahrenberg General Feld-Marschal! 2 . Leßlie Genera! Fetd-Marschalt z. Kayserjtein. General Feld-Zeugmeister 4 . Croy General Feld,Zeugmeister 5. Baden General von der Cavallerie 6 . Sa!m 7 General von der Cavallerie 7. MannsftldGmeralFeld-MarschallLieutenant ^ -ln,« -s^K^nKsnu Meiierak Keld^euameiste isvo.Mann. I sO 0 1900 IsOO IfOV lsoo 7» — I soo 8 . Max. Stahrenberg General Feld Zeugmeister 2000 Serenr General Feld-Marschal! Lieutenant 1500 ro. Touches General Feld-Marschal! Lieutenant isvo n. Neuburg GeneralFeld-MarfchallLieutenant rxoo rr. ScherOnberg Gen.Fcld-Marschall Lieutenant r svo t 3 . Stadel General Feld-Marschall Lieutenant Loco 14 . Dippen hal.Gen. Feld-Marschal!Lieutenant 5500 — 1 xo 0 isoc» ks 2 S k 5 oü rfoo LsOtrasserObrjster 27. r« 2 . Z. 4. f. 150s lsS0 rfos jsSS 1 s00 IfSS rxoo Summa 41900, Gvldo von SkahMberg Obristek §avallerie. Die Aa>'sirlichett Lsurasier RegittteNtckwakeU t Sachsen-Lauenburg General Fetd-MarschalL 8 ooMan>f. Co prara General Feld-Marschall. Soo Dünnewald General von der Cavallerie 800 Pälvy General von der Cavallerie 800 Car ffa General von der Cavallerie 8oo 6. Göft- X Triuniphi lettchreiid«« Rriegs Helms Drirrcr The ll 77 6?Gondola General Feld Marschall Lieutenant 8ooMann 7. TaffGeneral Feld-MarschallLieutenant 800 z. Neubur Genera! Wachtmeister 800 9. Montecouculi General Wachtmeister 800 io. Bekerani General Wachtmeister 800 n. Piccolomini General Wachtmeister 800 ir. Häußler General Wachtmeister 800 iz. LommercitGeneralWachtmeijier 80s 24. Götz Obrister zoo is. Hannover Obnsier 800 16. Croix Obrister 800 17. Fürstenberger Obrister goo 18. PaceObrister - §20 iZ. Truchseß Obristrr 800 Summa 1/200. Die Kaiserliche Regimettker Dragoner waren: 1. Ladron. zrss 2. Styrum Genera! Wachtmeister 8sa z. Castell 80s 4. Serau General Wachtmeister 8üo s. Erbevitle 8oü 6. Savoy Kos 7. Dettwitt zoü 8. Magni Kos 9. Kussel Kvs Summa 7/06. Rath auswürcket/ begeben wir uns nach den Benetlanischen Staat woselbst sich Tugend / Klugheit und Tapferkeitverschwesterte. Hier dencichrichligte eine vonSpalatrö kommende Saicke/ daßdieTuk/ cken/welche die Großmütigkeit des zum Entsatz Singh anruckenpen Succurs/gleich denen Hassen aus ihren Lager aufaeiagt/darnach sich ^ erkühnet/ in dieser ihren eiligsten Flucht/ die Schantzausöek Inst! Opus an den Fluß Narenta gelegen/ anzufalken/ und zu überrumpeln/ ^ waren aber in solchen Angriff ebcN so glütklich als für Smgh ge/ wesen. ^ Jebtbemeldtes Evland Opus tigt zwischen zwsyen Armendes Kescht-,». Muffes Narenta / welcher zwey Meilen Ungefehr von den beMigtetl bung vrr Thum Nörin sich voneianver theilett/und einen geraden WlnckelIns«l0pvs. K iss ma- 78 Röm. RäVlerl. Maj. und der- hohen A Uiwtett machen. Der Arm des Flusses so aufder rechten Seilen das Ufer benetzet/ ist etwas breiter als der Fluß Adige; Der Lincke aber will fast der Breflta / da fie am schmälsten ist/ beykommen. Der Grund dieser dreyeckichten Insel / oder die Seite gegen der Obern Spitzen über/ pon welcher man auch in das Meer entschiffen kan/ist sehr sumpficht/ und mag wol 7. Meilen von der Breiten hin haben. Ws diesen grossen Stück Erden können theils Uecker / theils Wiesen angeleget werden/ theils aber/ als dasSümpfichte/sollte sich / Fischteiche zu graben/ sehr dienstlich finden lassen. DieMüh- len/ so allhier anzutreffen/ stehen auch ist guten.Stand: und wo Pie Leute arbeiten und Mühe anwenden wollten/konnten sie diese Gegend gar bald zu der besten und herrlichsten Landschafft/aks nur zu wünschen wäre/machen. DieLufft lstzwar etwas ungesund/ welchevsn denen aus dem Morast ausdünstenden Dämpffen nicht kan gereinigt werden. Wann die Ströme/ wo sie in das Meer fallen / von denen Tür- ffeumit Vortheil nicht wären verschüttet worden/(wiewol fle leichtlich wieder auszuraumen sind/) könteman mit denen Galeeren bis an No« rin hinaufkommen/da anjetzt kaum denen Galeoten und Marcilianen/ und zwar auch dieses wegen des starrten Stroms/nicht ohne grosse Bemühung dahin zu fahren möglich ist. Der sümpfichte Ott der Insel hat akibereit einen herrlichen Fischfang/ welchech wie man nachgerechnet / auf die r 000. Kronen, jährlich eintragen karst Go sind auch Wälder von verschiedenen Gehöltzen da r Kurß/ wo dieses Land so fort gebauet worden wäre/ wie es vor alten Zeiten gyschehen/sollte peit und breit kein schöners und beffersanzusehen sevn. B«schr«t. Die Gchantz aber / oder das Fort / welches die Türcken bekennet/ . so wegen ihrer Vesten Gelegenheit höchstens conliäer-Wlc ist/ manute- « de n Strom und beherrschet denselben aufbepden Seiten/hält den Daß/zu Eroberung des Orts Herzegovina/offen/ ist im übrigen auf einer Spitze erst-beschriebenerInsel Opus/ A. 168 r. von Herrn General Pietro Valier angelegt und aufgerichtet worden. Wann man in denen Jagus,sehen Geschicht-Büchern umbkat- tert/ findet man/ dqß auf eben dieser Spitzen vor diesem schon eine Schantze/ so man Coste nennet/gewefen ware/welche Bmazeth der l V, um den Paß nach Herzegovina zu öffnen / stiederreiss n lassen. Welcher Bericht auch bey Erbauung der jetzigen wahr befunden worden/ rüdem man / unter währenden graben/ etliche steinerne ffalconetten- Kugeln und Merck/Zeichen eines alten eingeriffenen Gemäuersange, troffen hat. Triumph - leuchtend en Rrr' egs-Helms Dritte r Theil. 79 Wir Mffen die hier an dem Fort Opus nichts,berechtigte cken forteilen/und verweilen noch etwas bey den Anstalten dieftrSreg- hcherrschenden Republique. Bey Vieser langten täglich neue Volcker aus Teutschla nd/welchs ihre tapffermutiqe Tkaten/ als Zuschauer und Teilhaber / beygelockt / unter welchen absonderlich derWürttnbergi- schePrintz mit 2500. alten/Treu-und Streit-versuchten, Soldaten angelangt/undgewillet/dem kürtzlich vor ihm nach Levante / mit einer jhm anvcrtrauten Convoy und 6ooO.Zecchinen adgereistenPrintzen von Braunschweig einzuholen/ und zusgmm-vereinet Tdeil an denen Venetianischen Siegen zu haben. Ein Nordischer Cavallier/so nicht weniger des Vulcani als Mar- UnsM.fch, tisSohn/ legte bey dieserPreiß-beruhmrenRepublique eine Probe «ch-Br-mv. seines tragenden Haß gegen dem Erb, und Ertz-Feind ab/indem erBsmben. Brand-Boniben verfertigte/ deren Flammen unausleschlich / und unmöglich/ehe sie ihren Effect ausgewürcket/ zu dampffen. Damit man aber sehen möchte / wie dieses sein Versprechen nicht ohnmächtig / als entbotten sich/ in Begleitung verschiedener seiner Kunst Landsleute/ das Welt-beruffene Moream mit zu begrüßen / und/zur Willkomms- Verehrung/ die «och unter dem Türckijchen Joch gefesselte Vestungen damit zu beschenken. Die beyde Bassa-Gebrüder/welche Napoli dieRomaniens Er, Bassaau» oberung nachVenedig gebracht/und sie setbll zur Sicherheits-Stadt/ Morrawst. des über ihre«» Haupt schwebenden Tmckischen Mord-Säbels erkie-l«« »ich» set/änderten zugleich mit der Lufft ihren Sinn; und weilen sie die Ve-M^i" netianische Seltenheiten zur Gnügebewundert/ jedoch ihren ungehin- derten Mahometisch - abergläubischen Gottesdienst mcht nach ihren Selbst,Vergnügen gesunden; alsließfieihrnochsichregendesbarba, risches Gemüt nicht langer bey denenChristen verweilen / sondern h eß ihr Verlangen den Höffnungs-Ancker nach denen Barbarischen Küsten auslencken/ verkostend zu Fcssa/in dem Maroccischen Königreich/ nicht nur vor der Tunken Verfolgung versichert/sondern auch/in Ausübung ihres Goktesdiensts/ungehindert zu seyn. Dieses aber ihrFür, nehmen desto glücklicher zu beschleunigen/ waren sie Päpstlicher und ander Fürst!. Paß-Porten denöthigk/ die sie auch / auf gethanesÄn, halten/ erhalten/und ihre Reise nach dem so hoch,verlangten Land auch alsobaldmangestM. Wr lassen sie ihren Laust nach der Barbarey/ als ihrem Nord, Pol richten / unserer soll surjetzt Morea seyn. MoreN/ welches anitzo in voller Kriegs-Lohr stehet/ und der fürnehmste Wahl-Platz Venttia, nischer Ruhm,Waffen / eine Kriegs,Schul Martialischer Gemüter/ «nv Grneral RcudevouS soll zu Na- v.>rmo ftyn, Regenten am Tlircki- s--n Hsf. Pcsshctei,. Zeitung 8 o Röm. R ayse rl. Mas und d ers hohe n Allirrrcir und Schau-Bühne Preiß-belorberterTapfferkeit. Der nimmer- schlummernde Fürsorgs-Fleiß des Herrn General Capitains hatte schon den Platz zu einen General-Rendevous ausgesehen ; nach vielen Fürschlägen/schlug ihm auch die Orts-Gelegenheit Navarino für/an- erwoaen/daß selbiger Hafen mehr als 2000. in seinem Schoos zu hegen fähig ; und weilen dann / durch Annäherung der Päpstlichen/ Groß-Hertzoglichen/ und Genuesischen HüGGaleeren / eine ziemliche Flotte man zu versammeln hoffte als ward dieserQrt/deme anBequem- lichkeit kein anderer zu vergleichen/ erwehlet. Indessen aber daß die Flotte sich an dem bestimmten Orkemfin, bet/eilen wir nach dem Türckischen Hof ab / und beobachten die allda das Regier-Scepter füirrende Geschwistrigt / nemlichen die Geld, Dürfftigkeü und Volck-Ermanglung; welchen sich auch das Dritte/ nemlich die Furcht/schon völlig beygesellet. Dann/obschon dem Geld, Mangel/über vorher schon berührte Bedienten--Anlage/auch dwGeisi- lichkeit und Kayserstche Moiqueen-Schatze geschätzet/ und zum erklecklichen Beytraggenöhtiget worden/ war jedoch dieses alles npch nicht genug / sondern der Manges sähe noch zu allen Fenstern heraus. Die ünbesslckerten Landschafften konnten nicht die nöhtige Anzahl des zum Land-Pau erforderten Volcks/will geschwsigen hertzhaffte Soldaten/ einlitfern. Diejenige aber / in denen disMannschafftwucherte/ weigerten sich/ ihre Schößling einen unwidertreiblichen Sieger / als auch dieses Jahr wieder an denen Christlichen Waffen zu hoffen/zurMache einzulieffernundaufzuopffern. Bey so gestallten Sachen mustedann nobrwendigdie Furcht hersürkeimen / welche das behertzteErmahnen dtr sürnehmirm Offcirer bißhero ersticken wollen ; absonderlich aber verstärkte deren Wachsthum der m Alcair austrstandene Wunder- Prophet/ welcher nicht gar undeutlich eine greuliche Verändcrang / wo nicht gar den gäntzlichcu Untergang und Verderb/dem Mahome- tischen Reick propheceyt haben soll. Und obgleich unsrer Feder Vorhaben / von dem Glauben an sol, che Schein- PropheceD/oderWahrsager!schenSchweemcrc»/weit entfernet ist; können wir doch nicht umhin/ (weil chen dieserbemcldteter in der Nachfolge ziemliche ZWublen erregt / die nachmaln in öffentliche Kriegs-Feuer in denen Egvptischen Gefilden gusbrechen dorfften/)die von Alcair von ihm eingereichte Beschreibung mit einzurucken / hoffend - dem geneigten Leser werde diese Abweichung von uns nn Kriegerischen Fürhaben nicht unangenehm scyn; zumaln solche Aus-rmd Niedergänge der Propheten einem Schau-S piel nicht unahnü ch/ welches offlers einen solchenBetrieger(worsur nicht eben gar gewiß dies in Triumph leuchtenden Rriegs^elms Dritter Theil 8 r Aicairischen Neuling ausruffen wollen) unter dem Zu jauchzen des sich beyschlagenden Pöbels / auf den Thron der höchsten Ehr-Erbietung erhebet / bald aber wieder aus der Gunst in die höchste Ungunst und Verlaffenschafft alles Anhangs stürtzet/und den/der so kürtzlich eine an- gesehene Person füi gestellet/ wieder in seinen vorig - armseligen Habit ausbilden. Dieser neue Glaubens-Mischling nun/ betitelte stchSchaphtiZe- Gestalt und Phi/weiß nichtauswas fui Ursachen; seine äusscrlich : Gestalt ist nicht Kleidung gar unansehnlich/ und aufferr sich an ihm eine schöne Leibs-Länge» Die dernmea Reden sind freundlich stndemezu einer Anhang-Machung Homg/ntchk Propheten. aberWermut in demMundezu führen/nöhtig. DasAngesichthat noch etwas holdseliges / vermög welchen er zu seinem Anscbauen locket. Die Kleidung zeigen einen Juden / als deren Synagog er täglich fleis- sigst besucht. Seine Unterredungen / so er mit diesir Verschnittenen Gemeinschafft pflegt/ betrifft die schwerstenGeheimnüffe und Glaubens Schwüngkeiten/ zu deren Erläuterung ein anderer als dieser AI- cairischeWundermann erforderlich. Meistens bestelen seine Discursen Christum / den er/ als den warhqfften Meffiam / seinen ungläubigen Glaubens-Brüdern stetigst einpredigl. Sein Verstand hat aller Völcker-Zungen ihm verständlich entdeckt/und werkLnseine Reden iietigst durchWunder-Wercke verwunderlich gemacht. DieJuden Zunffr betäubte erstlich für diesem Beschwerer di? Ohren/und schlossen dsnZugang nach ihrer Svnagog ihm zu / welchen aber seine unvergleichliche Beantwortungen / aufdie ihme sürgelegteFragen/leichtlich wieder eröffnete. Seine Stands-Erkurn digung beantwortet er hiemit : Daß er ein/ von einem Israelitischen VatlerundMuttererzeugter/Jude/ so nunmehr abervon demAII« mächtig-n GOtt durch den Propheten Eliam beschlicht/ das verirrte und verwirrte Israel aus denen vier Welt-Wmckeln zu versammlen; sie mit der Ankündigung desFriedens undneuenGOttcs Begnadigung Wunsch- zu beseligen/ das ehmals bsruffne und gelobte Land zu ihrenWokn Sitz ihnen juzueignen/ und dieso lang über den Haufen ligendeJerusalemischeMauren-Aeser wieder aufzurichten undPracht- schätzbar zu machen. Indem aber die verstockte Juden-Zunfft / ohne Hand-greiffüche Wunder- ungläubig / als forschte ihr Mißtrauen / ob er auch Zeichen und Wunder / zu Bestättigung seines Beruffs / ihnen zeugen u, d weisen konnte. Welchen schweren Vernunfft-Schlvß er mit folgenden Umschwelffungen vernichtigte: Es seye nemlich der ihnen ehedesssn so höchst-gütige GOtt/durch ihrenverruchtenUnglauben/uttdWundcr- xr Röm. Ra^serl Mctj. rm d der» hshen A lliircen WerckGerina-Schähung/in einen Grausamen verwandelt worden/ durch dessen Verhangnus der elende Stand/worein sie verfallen/ihnen zugeschickt. Die M-Värter zwar und Stisster desJudenchums / wären durch ihre unablässige Flehens-Gebete/ womit sietheils in der Babylonischen Gesängnus/theils jetzigen Zerstörung/ihr Elend beächzei/ zum Mitleiden bewogen worden/ so/daß sie endlich Fußfällig eine Besserung ihres verzweiffelten Unglück-Stands ausgedeten ; alle ihre Bitte wäre oh nkräff ig gewesen / wann nicht die Bev-Stimm des von ihnen bis in den Ted beleidigten Christi beygewürcket/ur.d die verhoff- liche Gnade n-Zeit/ die jetzt für der Thür/ seinen Beleidigern ausgebeten / und ihrer Verfolgung Ende mit nachfolgenden Worten bey dem Allmächtigen GOtt und Vatter erhalten: Du Abgrund alles Gu- ren/von wachem alle Creaturen lhre Ur-Quelle suchen/und dich/von so viel unzehlich-erzeigten Gut/ GOit betiteln/ich aber mildem Namen Vatter dich benennen kan/eS hat ja deine unermaßliche Weißheit/von Der unergründliche Ewigkeit her/mw nichteinen so schmahsich schmertz- lichenTod zuerkenntt/damit nur etliche/durchAdamindaSVerder- lengesiürtzte Menschen/erlöset/ und wieder in diesen seiigenStand/ worein sie deine unendliche Barmhertzigkeit Anfangs gefetzt/ einqesüh- rek würden. Nein! sondern mein durch so viel Striemen zerkerbter Leib/und mein bey Todes-Angst abrinnender Todes-Schweiß / hat Des gantzen menschlichen GeschlechtsSünden/ so sie nach der Höllen Drücken wollen/entlastet/und die schon verkerckerte wieder in die Arey- heit gesühret. Vergönne derohalben/ daß einer meiner getreuen Diener/ so unter der verstockten Rott undverblindeten Israel als ein Erleuchteter nach ehret/ und Schsphti Zephi benamset wird/ alle mit Sünden bemack lte Adams Kinder versammeln/ und nach deinen Gnad-erfüllten Willen / dieselbe in dasParadeis einsühren/ damit keiner/ durch dieIrr-Wege der Sünden/ nach dem Verderbens-Ab-^ grund geleitet/ des rechten Wegs verfehlen / und Hertz, schmertzlich um- komnienmöge. Durch diese erdichtete Rede / wordurch sich dieser Bekrieget' /als einem/ der mit in dem Raht-Schluß.des Allmächtigen GOttes bey-- . gesessen/angegeben / zöge er/Mein anderer Hercules/ gleichsam mit güldenen Beredsamkeits-Ketten/ seiner Zuhörer Ausmercksamkeit an/ die hierdurch gäntzlich ausser sich selbst geseßt/zü fragen begunnten: Ob denn Christus in dem Paradeis bleiben würbe ? Die Antwort folgte wieder nicht ohne weitlaufftiges Umschweiffen; da er ihnen abermals fmsiellere: Wie schon langst in denen heiligen Büchern von Christo am Gezeichnet / daß Er der wahre Messias und Schilo sey: die ihnen von T riumph leuchtenden Rki'egs-Helms Dritter Th eil. 8z GO« sv hauffig gesandtePropheten hatten dieses ja zum ösftern ihnen eingesämet; welches die Wunder-Wercke Christi in den fruchtbaren Hertzen ihrer Voreltern befruchtet / so aber/durch die Hitze des Unglaubens / in dem besten Wachsthum.wieder ersticket worden: Die einheüi geProphczeyungen zielten dahin/wie Er die/durch die Sünde» der gantzenWelt auf dis Menschlichkeit/gebürdete Straffen/von che atu und auf seinen Rucken yeleget/ Wunden und Striemen von seinen Erlösten empfangen/ daselbstenden bitternTod/ allen Menschen zu gut/gekostet; woraufEr den dritten Tag von den Todten wieder auf- ersianden und gen Himmel aufgefahren / und den Sitz zur Rechten seines himmlischen Vatters erarnet/ mit ungemeinen Verlangen/der MtzenJudenschafft dahin gerichteteWullfahrt und Ankunffr erwartend. Durch diese anhaltende Reden versüffte er diegsgenihmverblk- terteGeruüter/und verwandelte seineGehassige/augenblickiich in brünstige Lichaber / es liebfackelten gegen ihme dieser Hertzen / so vor kurtzm m Haß-Eifer gegen emen Betrüger aufaelodert. So können unsbe- lieblicheReden schmeicheln / und das süsse Versührungs. Gisst andre Seele setzen/ welches nachmai durch brennenden Schmertzsn seine Natur an Tag legt. Auch so gar die Christen (wann anders unchristlichen Briefenzuglauben) nebstdenenTürcken/suchten ein treffachesVer- gnügen der Unterredung dieses Glaubens-Jndifferentisten zugenieft sin/ und seine Schrifft-ahnlichs Gründe anzuhören. Seine Herberge ist überall zuHaus/und nirgend daheim/welches gemeiinZlich Welt-berüchtigter Landfahrer Wchn-Stadt. Die an- genehmeWeissagungs-Zeitungen/womit dieHossnung derErlösungs- begieriqenJuden sich kützelte/öffnele ihn alleThüren und versorgte seine Dürfflr'gkeit. Sein Leben ist untadeüch / und blicket aus allen semen Verrichtungen eine (Schein-) Heiligkeit hersür. Diese führet ihn vH ters/in B -gleitung eines ziemlichen Anhangs / andieNilotischeUfer/ allwo er viel und Verwunderns-wehrte Sachen verrichtet/als nemiich die Spelssung derHungLrigen/worzu er bald unterschiedliche Gerüchte b.yschaffet / (wann nicht erwann der Wmd eitler Versprechungen dm Hoffnungs-Magen stillen muß/) dieTranckung der Durstigen/MtL bald herzu geschafften Wein / (welcher etwann ziemlicher Massen nach dem Nilo schmücken mag) dieWiedmErtheilung des GesichtS/(wann sie nemlich in das Paradeis kommen werden) die Beredt-machung der Stummen/ (über seine entdeckte Betrügereyen/ indem sie bißhcr die trefflicheZeitung-Erzeblungen in siummePythagorische Schüler-Klotze verwandelt) Genesung der Krancken / (durch die Hoffnung bald L jj aus Röm. Rayserl. Mas. und Dero hohen AUürren aus diesem trübseligen Kummer- Stand entlediget/ «,,d derScla- verey -Kranckheit entrissen zu werden) und mehr andere Wunder- Wercke. Nachdem die Jüdisch-verstockte Rabbinen von seiner Beredsamkeit betäubet/ und von neidischen Widersprechungs-Hunden/ in folg, sameSchafl in verwechselt / wollten auch die Mahometische Schrisst- Geleh ten an ihm ihr Heil versuchen. Mahomet war derAnhalt ihres Anspruchs/ als von welchen sie rühmten/ daß er ein mächtiger und heiliger (heilloser) Prophet von GOttgesandt sey/ der durch seine Heiligkeit undWunderwercke/b ynahealle Nationen dergantzen Welt/zu einer Heerde versammelt / den meisten Theil sich unterwörffg gemacht hatte/ so daß kein Prophet jcmaln dergleichen leisten können ; daher er auch sürGOtt der erste Heilige im Himmel/vor dessenMacht bis auf den heurigen Tag alle Könige und Nationen zittern müssen. Woraufder neue Prophet dieses beygebracht/ und zugleich der ihm gestellten Frag-Falle entwischt r Mahomet/euer so berüchtigter ReligionS-Schmid/hat ausdieftr Weit-Zeitlrchkeit seine ihmegefttzte Zeit gelebt/und nachmal/wie andersMenschen / den Weg allesFIer- sches fortgewandert; deme auch verschiedene Könige und Fürsten von eurer Nation nachgewallet. Das Reich aber des Allmächtigen GOt- trs besteht nicht in welilicher Henschung und wollüstiger Reaiersucht. Christus allein ist unter denenVerstörbenen von den Todten auferstanden / welcher auch bey seinem Wieder-Erscheinungs-Tag alle Adams-Kinder aus dem Todten-Schlafferwecken/ und in das Frcud- jauchzende Paradeis einsühren wird. Auf diese ertheilte Frag-Auf- lösung/ wieder-antwortete der Türckische Alcorans-Gelehrte: Ob dan Mahomet gleich andern weltlichen Königen gewesen/und in der Hand den Herssch-süchtigenScepttrgeführet? Mahomet/fieng er hierauf an/ obwoln er vonAbdalla/einen unbegüterten und der Armut nahverwandten Vattec / erzeuget/ dessen sich auch seine Mutter/ Emma/ zu r ühmen/und auch aus seinem schlechten Vatterland Jtraripa/emen Flecken/ unter die Haupt-Stadt Mecha in Arabia gchorig/erwelßlich; er heurahtete doch / nach Adsterben Abdimenepelm/ feines Herrns / mit der hinterlaffencn Wittwe /Chadiga/ ein unzehliche Geld-Menge und ReichthUln. Weil nun dieses ein solcherKlotz/daraus alleriey Mercu- rii leichtlich zu bilden/ als machte ihn sein rohtes Arabisches Gold den Fürsten selbiges Landes / Bubecar hold/ der ihm auch nach Chadigci Absterben/ seineeinige Tochter vermählte» Hochmut/Stolh und Geld machte ihneinen ziemlichen Anhang / und der ehmals stch zu den Füssen der Arabischen Fürsten/ aus tieffer Demut/ geneiget/ für den musten sldc r» w Alt Ä W Wo M! >>na> i »Isb > Ws Kai m! kus Mn »Mlü W ßiink Triumph- leuc hrend en Rriege H e lms Dritt er Theil. 8f sich/ mit Folge derZeit/ Mecha rietst dem gantzen Arabien beugen; worauf er dann als ein König gelebt unvgeherrschtt. Ich versichere ccher mit bishergesag enWorten/d . ß denen Königen einsten ihr Lohn/ Krafft verwalnlerRg'e, ung / rvirdertherlet werden. TbutBuffe/ ehe dasGnad n Mt/ wovon noch ein gerMger Tbei! übrig/ verle- schen möge. D -r Zorn des Allmächtigen ist über euch enrbruunt/ und ein schweres Faü-Gewitter ruh. t auf euren Häuptern. Seiner Allmacht und Rach Gericht ist es gar leicht/ Augcnbircklich das Zufämmgerarchre seinem rechrmafsigenHerrii wieder emzuhan- vigen/rc Mst denen Christen dtsputirte er wenig / mitdiesem Fürwandt/ daß ihnen schon alle Sprachen bekandt wären/ und also keiner Erörterung durch ihn dedörfftig. Doch fügte er diese Vermahnung bey/ sie möchten durch ihren ärgerlichen Wandel/ das in dem Judenthum / und Mahomedischrn Unglauben aufglimmende Docht nicht ausle- scheu/ sondern durch Obnsiräfflichkeit des Wandels / ihres Glaubens- Warheit und Heiligkeit darlegen / und das Glimmen in Helle Flammen verwechsele . Ais man ihm endlich die Frage furgelegt/ wann er dann die gam tzeJudenschafft aus den vier Welt-Winckeln versammeln / und als ein anderer Moyses/durch so viel i voo.bevorstehendeGesahren in das gelobte Land einsühren werde ? hörte man von ihm diese Antwort: wann seine Zeit kommen/ würde GOtt ihn durch den Propheten Eliamein Horn nebst dem Mosaischen Wunder-Stab senden/wann er in das blas / würden dieKmder Israel solches hören und heraus gehen ; alsdann wollte er sie mit grossen Frolocken / Tautzcn und Gethö- ne der einstimmenden Jubel-Posaunen/ in das durch den Aufenthalt dertzrtz-Mutter MMM Land führen/ deuTempel undMauren zu Jerusalem erbauen / dafür daun alles Volck GOtt bis in die rrium- phircnde Ewigkeit dancken würde» D/ese so bewunderliche Person/ würrkete unterschiedlich beyChristen/Türckcn/undJuden/als welche in verschiedene Meinungen ausbrechen. Erliche wollen ihn den Betrug Mantel umhüllen/ und seinen Ehren Stand auf deß Glucks-Unbe- siand bauen; absonderlich weil« unter dieses noch lebenden Tückischen Kavsers Regierung/ mehr dergleichen Jrr»Sterne aufgegangen/ und lctzlich plötzlich durch eine Aufruhr von ,h> enEbren-Firmammt ge- siürtzel worden. Andere behaupten/ daßman stch bey seinen so Weißlichen Anfang nicht alsobald rmt einen so traurigen Ausgang kutzeln müsse/ und allererstbievon dasEndeabsehen/mmalnkeinemenschliche Ereatur den Rathschluß des allweisen Gottes beblicken könnte. «ist Die-' 86 Rom. Ra^strl. Mas. und Vers hohen Alliieren r i Dieses bißher crzchite/riecht nach demAleairischen Gerücht und Lufft/ deine die Nachfolge der Zeit auch folgendes beygefüget / daß dieser Prophet endlich von jetzt-bemeldten Ort entwichen / und dieses aus Ursachen / weil die Türckengesehen/daßvonTagzuJagdie Zahlsei- nerNachsolger sich vermehret/ und dannenhero befurchtet/er möchte so mächtig werden/gleich wie vor Zeilen ihrer Religion verdammlicher Urheber Mahomet/ undbey jetzigen innerlichen Unruhen/in dem Ot- romannischen Reich die Landschafften entnehmen und erobern; und nachdem der Divan zu verschiednen malen deßkalben versammelt gewesen/ undgerathschlaget/ als wäre endlich beschlossen worden/ solchen Anhangs,Propheten zubefehlen/sich ohne Verzug aus desGroß- Sultans Landen und Herrschafften zu begeben/ und solches bsy Lebens-Strasse; welchen er dann atsobald Gehorsam geleistet/und sei- nenWeg genEthiopien genommen habe/um sich in die Lander des gros- stnNeguz/ der Abiffiner König/ zu erheben/deme dann über roo.ss wol Juden als Moren (ohne Zurechnen mehr als i oo. Familien von GroßCairo und andern Städten / welche ihre Häuser und Güter verkaufft/und ihnen Geld aus die weite Reise gemacht) gefolgt seyn. Dann solche Propheten vergleiche ich nicht unföglich mit denenLusi- feureuden Racqueten/ welche durch ihre Blitz-gleiche Auffarth/aller Augen auf sich locken und an sich ziehen/nachmals aber wann sie ihre Höhe erstiegen / nichts als das blosse Nachsehen und eine düstre Lufft ihren Liebhabern schencken. Wir entwenden uns derohalben von diesen neuen Glaubens-Irrwisch/ den wir zu seiner Zeit schon wieder in Mohren-Land aufsuchen wollen / und schiffen auf den Mengen Schem-Lügen Meer/auch nach Mecha zu; und suchen daselbst eine neue Urquelle der Türckischen Unruh und Furcht auf; wann nicht anderst aus dem Lügen-Naß / nachfolgende Geschicht das Gerücht ausgesogen/ und damit unsere Feder benetzet / welche dasselbe denen Äugendes geneigten Lesers treulich wieder zinset/ was hinein geflossen Daß nemlich das Gebäu welches mit Mahomets vermoderten Aaß entheiligt / absonderlich aber die Stelle/woran die wüste Küste durch Magneten anhängig gemacht / treu - loß worden / und nicht mehr länger/ diesen im Sthal eingeschrenckten Unflat / d en Abergläubigen dahin wallenden Ungläubigen erhöhet zeigen wollen / sondern selbigen zur Erden sincken lassen / zu einen Zeichen/es werde das durch Mahomet angefangene Türcken-Reich den Anfang seines Niedergangs in Mahomet den iv. finden. Wie dann dieser Ruff/ so bald er in den Csnstantinopolitanischen Lüfften erschallet (wann anderst die Horcher anlangende Zeitungen nicht triegen) mehr all andere dose Anzeigen I ' Triu mph - le ucht enden R tiegsHelms Dritter Theil. 87 hA mgen bcstürtz.r /. so daß man sich ftstjgiich einbildet es dörffte nunmehr E das zwölffte Jahr annahen / in welchem/Vermög ihrer Türkischen E selbst-eignen Prophezeiung ihnen überall das Christen -Schwerdt »S siegreich widerlichen wurde. E Weil aber diese Prophezeyunq nicht bekannt/ als wollen wir ftt- /L chemiteinstgen/undlstsie inzwöiffJahreingetheilt/welchemit denen Wochen Daniels zu vergleichen : Es tautet aber selbige also in Tm- wM ckischer Sprach/und ist faji keinen Muselmann unbekannt. ^sri« "Ä,k LlSlß ««!!» «fl!» v!«P H»rs !übti ?LtMkom 02 Zkelur ZiaLerun alur, P-sphe- K.eu2u1 5tlmar Llur, Xap^ciler. Icäi/^un?von laäeZK Kelecl on ilö/ 1ä- Untergang. äeZK Onläron beZKUZKeäer, uuÜMpLr, äilcer, d^LLi baZklar, oZli Olur: On Iiriü:iArioriI^.e- leci csicur, ol ^ ZkereEne tus^ure. Das ist von Wort zu Wort: ?r,till3hc>mor) bedeutet einen Ehren-Tite!/ und soll so viel als r>nser2^önig ode^ unser Ra^ser scyn. Die höchste Welt-Monar- chm als Ihre Röm Ra^ftrl Maiest. nebst andern Christlichen Königen, oenennen sie mir eben diesen Namen/als lorumpatlstah der Römische Rayser ; UnZrnr patlssab das ist der Ungarische Röntg ; und krenic pstiLk'der König in Frankreich. Ist also bey ih, m dieses Wort bey kemen geringem Potentaten als Kayftr oder König gebräuchlich / welches eigendlich einen Führer oder Heryo- aen des Volcks bedeutet. Ällhie aber ist nicht daran zu zweiffeln/ daß der Urheber dieser Türckischen Prophezeyung/ durch dieses Wort pztissnk, hier einen mächtigen Tyrannen anzeigen wolle/der die Christen unterdrücke. Uberdiß geben sie unterweiien den König in Persien denselbigen Titel; wiewol er auch zum öfftern Sulmn/das iilemFürst genennetwird. Ausser diesen haben sie zwar noch einen Königlichen Tire! / »«nlcer, aber diesen thesten sie sonst niemand als ihren Türckischen Kayftr mit: der fast so viel Heist/oder lautet / als ltuncb beer, das ist/der HunnemHerr» 6Kelur) erwtrd kennmen 6 later» n) oder Lstaterun , der^>e^denz gleichwie sie dann diesen Namen allen Christen geben/wiewol st« sonst auch einen Christen Oysur oder kaur nennen. ^tcm- - l, > i Röm. Rä'eftrl.kNaj und ders hohen Alliieren i^emicKe n) einReich/wofur 6e offters basWvrr lkzn gebram chen: Also wann sie Weischland/ Franckreichoder Spanien nennen wollen/so sprechen sie i-rankistsn; denn krank Heist eure Person/so aus diesen Landern gebürtig / er mag nun gleich ein Welscher/Fram tzsß oder Spanier seyn. Also sagen sie auch krank Liaur, das ist ein Welscher/ Frantzösischer oder Spanmscher Christ. .Hingegen wann sie Griechenland wollen nennen/so sprechen sie nicht Uru.n Ulan, son- dern Urum elU. Bißweilen aber setzen sie beyde Wörter Urum und ^smlcketzusammen/dadurch sie das gantze ÄrichischeReich verste« den. Kürtzlich dieses Wort ^emlekei bedeutet die Herrschafft selbst als ein Reich/ bey allen Tückischen und Persischen Völckern. /^lur) das ist: er wird nehmen. Xurulalmi) kurul heistroch/ undLlma einen Apfel. Dieser rothe Apfel / melden die Türckischen Ausleger/soll eine veste und sehr grosse Stadt des Reichs seyn. Bißweilen entstehtt deswegen ein Streit unter ihren gelehrten Auslegern / die solchen Apfel von der Stadt Constantinopel verstandenhaben wollen; dieweil in manchen Exemplaren/ an statt der Wort kurul alma, diese gesunden werden/ Urumxapai, dadurch einefürnehmegeistlichePerson?apa,sonstöaäa genannt/ oder ein Griechischer Priester undPatriarch (ihrerstrittigen Meynung nach) angedeutet worden : DennUrum Heist einen Römischen Griechen/ oder Griechischen Römer (wann anderst diese Redens- Art zu besserer Erklärung vergönnt) dieweil gantz Griechenland/eh, mal das Römische Reich / als ihre Herrscherin angebetten. SM .chen also die Türcken noch anheut / mit Vorsehung des einigen Buch- stabens Urum für kum, das ist Rom. Deswegen ftynd ihrer viel der Meynung / daß hierinnen nicht ausdas eigendlich so genannte Römische/sondern Constantinopolitamsche Reich und Kayserchum gesehen werde. kapreiter) Heist so viel als unterdrücken und mir dem schweren Joch der Dienstbarkeit belästigen: welches leyder die jenige für allen andern versuchen und vertragen müssen/ die in Griechenland/ Armenien und Thrazien / mit grossen Tributen unerträglichgepresset/ und annoch gedruckt werden. jeäi/ laclezk) das siebende Jahr / verstehe von der Zeit anzu- rechnen/da die obbesagte grosse Reichs-Stadt oder rokheApftl erobert worden. 6/aur keleci csicbmasic) das ist : wann der Christen- Schwerdr nicht erscheinen/ wann es sich nicht herfürrhun/ und sehen lassen wird. Die Türcken sind der Meynung / das Geschick Ml H- >m soll Du Ve litt km ' v TktttMph- leuchtettdett R rkegs-Hekttls Dk irttk Th eil. 8z schick und Glück diesessiebendenJahrs, stehe allerdings m üerChr.stcn Macht; welche / wann sie nur selbst würden wollen / mit gesamter Hand das Schwerdtgar^leichtliS widxrdie Türcken/ nicht nur «Sein tapfer ergreiffen/ und glücklich fuhren/sondern den völligen Sieg wider sie erhalten könnte». Daß aber solches unterdessen nicht geschehe/ seye keine andere Ursach/ als die innerliche Kriege/ welche als ein fressender Krebs die prasste der Christenheit verzehren/und zur Türckerr, Stürtzung ohnmächtig machte. Olt iici/tzäsZlt) das ist: bis aufdas zwölffreJahr. On iZron beZKüZKräLl) das ist : wird er über sie (verstehe die Heyden) herrschen. Dieweil nun aber weder im siebenden/ noch zwölfftcnJahr(vach§roberungderStadtConstantivopel)derChw sten-Schnmdt herfür geblicket/und wider die Türcken gelochten hat; sintemal nur in die roo. Jahr verflossen/daß gantz Thrazien samt den OrientalischenReich unter ihre Gewalt gebracht worden; so halten sie selbst dafür / es müsse einandexer Hrt des Reichs/unter dem rochen Apfel verstanden werden. Lu6 lupar) ist so viel / als er wird ein Hauß bauen. Dieweil aderdieTürcken nicht vielaufköstlicheGebauewenden/ und auch wegen eines Rebellischen Verdachts nicht viel dörffen; sondern in gar schlechten Hütten sich meistentheils behelffen ; so ist ihnen selbst vermutlich/ durch solche Hausdauung würden unsre Christen-Tempel verstanden / die den Mahomet emgeraumet und gewiedmet werden sollen. gazlü chtlcer) das ist : er wird einen weinbekA pflatttzctt. Durch solche Pflantzen verstehen sie neue Ausführungen und Wanderschafften der Völcker aus ihren Ländern so sie besitzen: und also die Vermehrung ihres Reichs. ^ öäkessi) soll Garren bedeuten/ nemlich sortgepfiantzte Städte und Schlösser/ in solchen Türckischcn Weinberg. ^ er wirp bevestigen. Verstehe/er wird neue Landschafften der Massen verbpllwerck. n /verschgntzen und verwahren/daß man sie nimmermehr wird einbekommen können; Wie dann die soviel jay- kigeErfahrung/ltydersolches bis anhero gnugsam bezeuget. Oslt kceriOlur) er wird einen 6>dhn und ToeVterhabeN» Durch dieses Kinderzcugen verstehen sie die Besamung und Bermeh- rungdes MahomelischenGeschlechts; weichessichnunmehr dermas, senangehäuffet/ daß ein mehrers hierinn nicht zu khumals das beedes Volck und Religion / so zu seinen nunmehr völligen Wachöthum gelanget/wieder abgethan und ausgerottet werden möchten. ZV Röm. Raysirl. Mas. unddcro hohen Alliirren Oniki/IclenforH nach den zwölffren Jahr. ' «rilti3r>c>n)dasisidck Lhkrfien. Keleci) das Schwerdt oder Waffen. cl>L3r) wird erscheinen oder einen Aufstand machen. Und eben darüber sind sie auch strittig. Ob entweder das senige Schwerdt dadurch sich die Christen frcy machen w rden/ den Türcken gleiches mit gleichen vergelten / und ein Christlicher König / das gantze Türkische KayserthummitgrofferHeeres-Macht einnehmen möchte: Oder ob sie ein Christlicher Geistlicher durch seine Lehr zu unserer Religion bekehren dörffke. . , . ^ ^ den blßher berschenden Turcken. 6li-regine) das ist / hind'ersich / von dannen der Christen Schwerdt ausgegangen ist; entweder in dem engen Winckel Vichy, niä/ daraus er anfangs herfür gekommen; oder in Scythim. I'uskure) wird vertreiben/oder schlagen und darniederfal- l-n. Der Himmel gebe / daß es setzt nach den zwölfften Jahr seys möge/und Belgrad derStieldes rothen Apfels/durch dessen Eroberung der Weg nach Constantinopel oder zu einer andern namhafften Tmlklschen Stadt/ wodurch derrothe Apffe! verstanden / möchtege, bahnet werden. Bey uns ist nun das Schwerdt des HErrn und der Sieg-belorberte Gideon / welcher die verschnittene Midlamten den Untergang einlieftrn wird. Aber gnug von Propheten und Prophereyungen/unsere Kdereiset von den Furcht wimlenden Constantinopel/nachdem Freud-be- reicherten uud Siegchoffenden Ungarn. Sie ist eben bcyAnkunfft IhroHochfurstl.DurchleochtvonLothringenabgcwi'chen/ weichewir dann wieder mit ihren bey Alt-Ofen cam^irendm Regimentern de, grüßen; Sv bald selbige Zhro Kayferlichen Majestät dieses sein Campement durch Herrn GrasArchinto benachrichtiget / anbeyder ehesten Bedrückung/ der noch in Quartier ruhendenVölcker/verführet/ verfügten sie fich nach Ofen/ um durch ihre Anwesenheit die rottikicatlons-Wercke/ welche assdork täglich durch 4000. Mann getrieben worden/noch mchrersza beschleunigen. Damikaberdieftr Feldzug nicht ohne brünsiigesGeMÜt/ als welches/ wannesirnstlich/ die kräfftigsie Siege / unzweiffendlich von den hohen Himmels Mo- GMkAm Mrchen erzwingen kan/ als wurden bey Anwef n Jhro Hochsurstl. sans. Durchs, von Lottringen von Herr Cardinal Collonirsch (der mit dem Printzen von Eggenberg nach Raab Commra und Gran abgereist / um selbiger Ortm/ die Feld-Spitäle in Srand zu bringen/ und zu Folge seiner Reiß undZürhabens auch Ost» bettelten) di« heilige Tri umph,le ucht enden Rriegs^Helttis Dkirrek Theil. yL heslige"Fron-Leichnams Procestron mit gewöhnlichen Ceremomen bestellet / und glückseelig verrichtet; und sähe man nunmehr in Ofen wi der die Christliche Andachts-Flammen aufglimmen/ die so lange Jahre derTürckische Lügen- Geifer ausgeleschet. Das Tür, ckische Aberglaubens Geschrey verwandelte sich wieder in einangeneh, mes Christen Lieder Tbönen / und der Sauer-Teig der Türkischen Greuel erhielt seine Ausfegung; nebst dem Umgang/ stellte man auch Betstunden an/ um von den hohen Himmels-Monarchen / den Schutz über solche wieder in den Schutz der Christlichen Kirchen eingelieferte Stadt und fernere Ausbreitung des Christlichen Glaubens zu er- bitten. Worauf seine Hochfürstl. Durch!, aufgebrochen /und mit diesen Gebet eyfrigssen Anfang dieses Feldzugs glückliche Verrichtungen veranstaltet. Der Herr Cardinal aber/ nachdem er die fortlstcatjon ReaeKir. besichtigt/und solgcndsdaraufan der Kayserlichen Kirche Den ersten Stein geleqrt/ (auf welchen dieKron und Jhro Kayserl. Mas. preist- "" belobter Name eingehauey war) selbigen eingeweihet / einigeSchach- telein unter den Stein gethan / den Hammer genommen/daraufge, schlagen / und nachmaln den fürnehmsten Maurer eingehandigt/und die Rück Reise unter der Stücke-Donnern / in obiger Begleitung wie, der genommen. Indessen war auch Jhro Cburfürstl.Durch!. Bagage an denen W"- Ungarischen Usern angelangt/ weicherer per posta dahm gefolgt/da ihn kurtz vor dero Abreiseaus Wien durch den Spanischen Extra Or- dinarie Envoye / ein / mit köstlichen Diamanten besetzter/ Stock und Degen auf roovoo. Gülden/ dessen Durch!. Gemahlin aber em Schmuck von 200200. Hochzeit Schenck/und bc»n>bms den Römisch-Kavserl. Hlcanio, als Ertzhertzoqlichcn Erb-Prmtzen / in welchen allerseiner Vor-Abnen Heldenmürigkeit und Anmut zusammen vereint/hei fürzubllchen beginnt/etn Stock und Degen von sehr grossen Wwth verehret wordsn. Jhro Chursürstl. Durch!, setzte sich bey seiner Ankunfft mit einen Cocpo von rrooo. Mann bey Zöllnock / und war gewiller sich mit Printz Louis Corps zu vereinbaren/ Ihr» Cku: süriil. Durch!. aber von Lottringm erhielte Nachricht/ daß der Grost-Vezier mit 820c». Türken und 4000. Tartarn / die B' ücke bey Petcr-Waradein übersetzet / und dabin trachte / die Vestung Erlau / es koste auch was es koste / auch was es immer wolle/ mit Leb Ns-Mitt^ln zu versehen; wor- aufsir durch einen Expressen den Herrn General Car ssa solchen des Feindes Einfall kund machen / und anbev beschlichen lassen/daß er die M ii zwi- -r Röm . Mlaj. und dero hohen AUürrcn zwWm^not!) und Zollnock «sehende r2. Regimenter zusammenziehen/ an der Theiß sich poiUren/uud unter Anführung JhrvChursürst!. Durch!, auf erwehnrer Türcken Absehen ein wachsames Aug haben sollte. Diese kluge Vorsorg war mcht ohne krafftige Wurckung-.sintemal eins siarrke Parthey Funde/dm zwischen OnoihundZvllnock geschlagenen Lager etwas nahe geruckt / bey V rmerckung aber der Kayserlichen Siegs-Völcker/ unbVeywesen unsers wutschen Hanni, hals/ so fort wieder abgewichen/ und/wie der Erfolg gewiesen/gegen Erlau gezogen. Der Haussen bestand aus 4000. Köpfen / deren jedweder einen Sack Korn für sich hatte/ der gantzlicben Hoffnung/ das gantzlich ausgehungerte Erlau mit dieser erwünschten Beute/ Wunsch- zu beseligen/ und diesen so Tyrannischen Feind aus der Ve« stungzu jagen. Vrz-er» Allein der Vorschlag war zwar wolgesiellt/der Erfolg aber weit Lslmbrr gefehlt. Dann Herr Genera! Häußlr stieß chnen entgegen / und Tückischen ohne lang zu verweilen/ kam es zum Treff n/^allwo die Feinde den «»m-Gset. kürtze .n gezogen: Massen bey 6eo. den Sand für ihre Pferde erkieset; und weiln dieser Haus bloß in Tartarn bestanden / deren Topfer keit in einerVogel-schnellen Lufft gegründet/ als bewiesen sie alchierauch solche stattlich/ und verhinderten dadurch / daß das ErlauischeGe- filde nicht durch mehrers Tartarn-Blut berötet worden. Doch lieffen sie eineziemliche MengeProviant/denen nacheilenden Siegern zurück/ und gierigen in höchstmöglichster Flucht bey Kekemer vorbey/jedoch unwissend/ wohin sie endlich ihre unsinnige Flucht und Mnell-gesüffte Pferde hingetragen.: Etliche Tage nach diesen Entweichen/ lisette das Kriegs-Glück den Tapftrmütigsten Herrn General Haußler übermal eine Türckifche Parthey ein / davon r r.Köpffeund ro.Gefangenem feine Sicgs-Hande gekommen/ welche einhellig die grosse Hungers, Noth in der Vestung bestattigt. Über diese dißherige/ stürmte noch ein glücklicher Streich aufdaS so sehr beängstigte Erlau/ welches diese verstockte Besatzung zur Übergab aufforderte. Es streiffre nemkich der Obriste Sempjey mit zoo» Mann zu Pferd gegen erstbemeldte Vestung/ allwo er 250. an emm verborgenen Ort grstellet / und 50. hatte ssrtrucken lassen/ um etliche Stück Vieh/welche mselbi'gr m Felde aufder Weide giengen/wegM nehmen. Worauf die Türcken aus Erlaus starck ausgefallen/ denen Ungarn nachgeeilek/ ihnen das hockst-benZkigste Lebens-Mittel wieder zu entreißen. Als nun die 50. Pferde wicderzu ihren Hinderhalt angeianget/ wmdey die uachfolgende Türcken dergestallt k..vill- kommt/ Triumphck euchrenden Rr iegs -Hel, n s dritter The il.9; kommt/ dc.ß Ihrer z o. tod aufdemPlütz blieben/ die übrige aber bis UN- Erlai'tr Gerdas Thor zu Erlau verfolgt worden. U-'d dasern Sampsev mit^M'N' mehrern Volck versehen gewesen / hätte er sich zugleich m,t diesen fluch-- tigen Belagerten in d e Vestung eindringen können. Der Verlust bestund ausUngar,scher Seilein 2. Männern und s. blessirten/und ersetzten ihre Mühewaltung bas Vieh und andere zuruckgebrachteBeu- ten. Hierdurch nun ward^Erlau in den verzweiffelsten Stand gesetzt/ so daß (wann anderst der fluchtigen Gerüchts-Nachricht einiger Glaube deyzumeffen) die Einwohner aus Aschen Brod bachen müssen / welches ihnen dann bey fürfallender Belagerung wenigeWiderftanös- Kräfft-einfioffendörffte. DieKayserliche Armee beschleunigte indesien immer ihrenMatch Mkch - und rückre naher nach Essegg» B'ßwtilen lag sie auch still und erwarte- KayferlMr- te die noch ankommende Siegs-Volcker/ wie sie daun das Lager bey'""« Ada geschlagen/und weiln die Ober-Rheinische Völcker/unweit von darjim March begriffen waren / so wollten Ahr» Hoch-Fürstliche Durch!, alldar einen Tagstill liegen/und dieselbigen erwarten. Da auch das Printzl. Commercysche / und Hanoverische Regiment / ss ^ bey Gran gestanden / die aus Obern-Hungarn unter dem General Veteran! stehende Völckek und von Wien herannahcnde zwctz Schwäbische Regimenter zu Fuß erwartet worden / Worauf diese Preiß-Armee wieder von Ada aufgebrochen und dasLager beyBen- lein geschlagen / da dann der rechte Flügel die Avantguarde der lim ckeHber die Retroguarde gehabt. Von Bentely gieng der March aufTentovar/ allwvJhre Hoch-Furstliche Durch!, befohlen zu Bentely / wann das CommercischeRegiment desselbeir Tages kommen sslste/cine Brücke zu schlagen/damit dle Völcker/so unterHerrnGene- ral WachtmeisterVeterani aus Obern Hungarn in Anmarch begriffen waren/ herüber eilen / und der Haupt Armee sich deygeseklschaff- ten möchten. Als die Arme gegen Pax zmuckte / erhielte man Nachricht / daß etlich i ooo. der feindlichen Tro Uppen sich jenseits der Drau sehen lassen / weswegen die zu Bentely geschlagene Schiffbrücken aufgehoben / und nachgefuhret werden sollte. Man steckte hieraüsdas Lager nach Tolmr aus/ von dannen die Armee den i8.Iuniiaufge- brochen / die Cavellerie über die Brucken die Sarwitzpaffitt/unSzu Strar sich gelägert/die Infanterie aber samt der Artlgkerie jenseits liegen geblieben. Ihre Hochsürstl. Durchl fertigte bey diesen Still- sigen der Armee Sen Obrist Wachtmeister von Leslischen Regiment nebst einigen CroatischenVölckern/und denVrucken-Meister ab/über die Donau/den Strom und die Gestaden selbiger-Orten rechtst! Au- M H gen- 9 4 Röin. Rayserl. LNm und Der- hohen AULLrrett gensch.in zu nehmen und zu beurtheilen / wo am fügllchsten eine Brücke aufzuschlagen. Indem nun diese fort eilten/ langten der Tonte Viconti von Montecouculischen Regiment an / welchen an Ihr- Durchl. Herr GrafPhilipp von Thukn geschickt und diese Nachricht mitgegeben / daß zwar ein feindliches Corpo ohngefehr von rooo. Mann bey und um Estegg stünde/so aber nicht herüber setzte; derGroß- Vozier seye zwischen der Sau und Peter-Waradein / das Croarische Corpo der Deutschen Regimenter finde sich allmählich bey der Drau ein/ und ftye er Gras von Tburn mit dem halb Montecouculischen/ halb Herbeviliischen/und aantzen Neuburgischen Regimentern fertig/ auf den vonIhro Hochfursti. Durch!, gerhanen Winck/ sich milder Haupt/Armee zu vereinbaren. Worauf dann alsobald Herr Gras Visconti wieder zur ück an Herrn Grafen von Tbur» geschickt worden/ Mt Ordre/daß derselbe seinen March beschleunigen sollte. Den 20. Junii ließ Ihr Hoch Fürst!. Durchl. die Infanterie auch über die Sarwitz rücken/ und marchirte folgends die Armee von Se- rar ab in das Lager bey^thi/ zwischen Serar und Betasek. Diese Nacht ward der GrasMarilli mit denen Wägen / Brod von derDo- nau zu holen/ zu Mittag aber der GrafPaiffy/ Obrist-Lieutenant/mik 402. Pferden voraus nach Mohatz ausaeschickt. Worauf den r r. dit» die Armee sich zu Bettesak oder Bataftk gelagert/ aßwo selbigen Tag die unter Herrn Obrrst Lisut. GrafPaiffy voraus commandirt-gewe/ sene zurück gelangt. So ward auch damals ein Uberläuffer/der M tion nach ein Polack / von Basa in das Lager gebracht / welcher mit denen Tartarn vier Tage z'uvor über die Brücke zu Ptter-Waradein und aufBaia diesen Tag gegangen/ von dannen selbige aber / durch sich geflüchtet» Den 22. brach die Armee abermaln auf/und lagerte sich bey Mo- ! Hatz / da im wahrenden March von Fünffkirchen und Sicklos verschie/ dene Nachrichten/ deren keine doch von sonderlicherWichtigkeit/emge- lauffen/sondernvur alle das ehemaln schon eingereichre brstatrigt. Ob- wo!n nun um diese Zeit/wegen'sietigst-fortgefttzten March/die E oldcu tesque ziemlich ermüdet wäre/ so bafkn Ihre Hoch-Fürstl. Durchl. doch den 2Z. Junii das Lager bey Mohatz aufgehaben/ undzuPor/ nowar geschlagen / in Besorgung /der Feind möchte tue beyde über den Morast ges' hlag-ne/ und noch um selbige Zeit in ziemlich-guren Stand siebende/ Brücken/abbrechen / und denen Kayscrl. die Passage schwer machen; stunden also die Kayserl. Völrker eine starcke Meile von Dar-- Triumpy-leuchrendeir Rricg» Helms Dritter The il. Zf da. Des vorhergehenden Tags hatte sich Herr Graf von Thurn mit der Armee vergrsellschafftet/und wurden des folgenden Tags die übrige Cavallerie und Dragoner/ unter Begleitung des Obrist-Wacht- meistersvonOrlick/erwartet. DM24. brach die Armee von Borne- war auf/und marchirten/durch Hülffe der von den Türcken hinterlaffe- nen Brucken/ über den grossen Morast/und lagerten sich etwann 2. bis zoo.Schrttte von Darda gegen Essegg; allwo wir diese 2 lrmee wollen ausruhen und tapffermutiges Fürnehmen aussinnen lassen/uns im deß von diesem Kriegs-Anfang zu denen glücklichen Waffen der Vene, tjanischen Republique in Morea verfugend. Allhier brannte nur alles von Evfer/ eines mit denen entherßten D'ircken zu wagen/ und das Venetianijche Waffen Glück zu vergröst fern. Diezerrissene Wercke der Vestungen wurden mit ungemeinen KriegsAn- Fleißergäntzet/ und die zerbrochene Mauren neu-bekleidet. Die Trom- staltcnin mel kündigte denen muntern Soldaten ein ehestes Fürnehmen/und die Schalmeye ließ/durch ihr Freud.Gethöne/ Gkückzu stattlichen Beu- tenwünschen. BeydiesergewünfchtenAnstalt/musteemohngefthres Leid diebißherige Freude verbittern z Napoli ViRomaniü /derEust- Ört Moreens/ allwo die Lüffte von 1000. Vekgnüglichkerten und Wollust angesüllet/ war jetzt mit derPesi schwanger/ welches Übel eine Francs, mit verschiedenen Wahren von der übel-berüchtigten und Pest-Hegen/ Tattana denConstantinopolitanischenKaysek-Wohnung kommende Früntzö- fische Tartans / angekündigt / so daß dadurch in wenig Tagen izo. Mann die Neuigkeit dieser verruchten Wahre bejammern und von pjePest, Napoli diRomania nach der Todten-Straffe auswandern müssen. Die rühmenS-würdige Preiß-Vorsorge des Herrn Capitaim General/wollte hier öieLeib-Artzt Stellevcrtreken / und kieß/nachge/ wohnlichen Gebrauch der Artzneh-Kundigen / bey diesem verzweiffest len Kranckheit-Ube! auch verzw iffelte Mittel anwenden ; das/was H ppocrates/der ewig berühmte Artzt/furgut befunden/wamr er das Feuer / als das letzte Artzney-Mittel / bey den unheilbarsten Schäden verordnet/ wird auch hier in acht genommen/und die vier Haufte/wor- innen vorgem.kdekeTarkana ihre Pest-bereicherte Wahren abgelegt/ demVüleano sufgeopffext; die von dieser SeUch Ergriffene von denen Gefundcnemsondert/ und diese Pest-Hauchende nach deMLaM kethgesendek. ^ ^ ^ Ungeachtet brefer trefflichen Änstaff/ beflügelte doch dieHefftrg- Pest komme keik dieses Giffk/ undweiln aufdemLand eine so ungemeine Vorsich- d>« tigkeü / die fliegende Pfeile dieser Pestilentz zerbrochen und verm'chtigt/ als wollte es seinenZorn aufder See auslassen/ da es daun auf denen ^ ' Galea- 9 § Röm.Rayserl Mas. und der»hohen A üiirren Galeazen des Herrn General Cor»iaro und Galeeren/nach langen Urw schweiffen/ sich fejtgssetzet und verschiedene Mordthaten ausgeübet/ dis man die übrige Mannsch^fft aus dieser unersättlichen Fresserm Aachen gerissen / und durch Entweichen aufdie Klippen/und dgseW geschehene Entkleidung / verbannt; dann dann,.die Kleider mit allen verdächtigen Geräht verbrannt/ und bieGesunde von den Krancke» entfernet worden. Indem man noch mit Ausreutung dieses tödlichen Unkrauts be, Can-ienzit, schafftigt/ertkeilteCandien/der ehmaligePreißeDiamantanderKron m" ^7 ^ der Adriacischen Beherrscherin/ Nachricht; daß allda dre» Türckische Schiffe mit Soldaten / und ungemeinen Lebens Mitteln angelangt/ ' - ^ so man alles in die bedürfflige Besatzungen vertheilet/selbige damit wi« der allen Unfall zu sichern. Uberdas brnachrichtete es auch / daß man Caneam / als welches am ersten von denen Candianischen Platzen den Wm Sabel des Türcken gekostet / starck beseitige / indem sie sich einer gewiffenBelagerung bey künfftigenFeldzugversthen/auch eben deßhal- ben den festen Schluß gesteller/ alle alte Leute/ Kinder/W?iber und al< waszu denen Waffen untauglich/ und wenig als nichts förderlich ist/ les / wofern ihnen nicht die aufferste Verzweifflung Gegenwehr-Cou» rage ei astürtztt/ auszujchaffen. Obgleich die Türckische Barbarn von aller Gelehrsamkeit entftr- net/ wurtzein doch bey ihnen einige Staats-Maximen/ worauf sie ihre so weit-vertheilte Regierungen gründen; absonderlich wann ein M glücks-Wetter auf die Grenzen ihres unrerworffenen Reichs ioßprel« let/ verwandelt sich ihr gewöhnliches Wüten in GnademBegütigen/ und der Mund / welcher jetzt den Wermut und Aloe-Tranck der Geld» Erpressung ausgezifchet/ zinset fetzt Honig-süsse Schmeichel Wort/ welche mitAmbra undBistm der völligenAuflagemErlaffung bestreuet; siritenlaln ihnen durch öfftere Erfahrung bekannt / daß bey schwüriM Zeiten der Pöbel einen Krebsschaden vergieichlich/bey demees dem mit gelinden Mitteln/den völligen Ausbruch zu verhindern/ als durch dessenAeüsserung/durchFeuer undSchwerdt eine mißliche Cur surneh« men ; wollten also die Candiotischen/durch hochgcthane Verspreche«/ zu den Tantz einer tapffern Gegenwehr / wann etwann die Veneliam» sch eSiegs-Waffen einen Angriffwagen wollten / beylocken/ damit nicht dieser innerliche Wß-Vergnügte den aufferlich-ankommendtN Sieger mit Feindseligkeiten übersteigen mögte. Allein diese List ist von denen Griechen schon überlistet/ unddie Syrenen Stimme der Rairb-beq»erigen Barbarn allzuwol bekannt/ tumal das bißherige Grimm, Verfahren allzusehr in der Griechen Wach« Tr i umph - leuchtend en Rv kgs-Helms Deiner The«. Zy Rach-Gemür eingepräget/chiedaheromu ihren unveränderliche« Gemütern die chmaiichegöldne Zeiten derVenetianischenSchutz-Waf- fey/annoch Ruhm preiffend/Hauffemweis ihnen in dieCandianische Nachbarschafft zueilen/wie dann nicht unlängsten 12. der fürnehmsten FamilienCandia mitModon verwechselt/ und sich wieder den Schutz des Veneti mischen Löwen anvertrauet. Indessen entwiche durch kluge Vorsicht des Herrn Capktakn Generals/ die bofeSeuche/ welche/ wie oben gemeldet/ die Armee und Flotte h efftig st befehdigt / und schon manchen tapfern Soldaten/ der Mart s Grimm entgangen/denen Händen der Morbonor eingeliefert. Doch war Napoli di Romania von diesen Pest-Stricken noch nicht entbunden/welche auch wegen Mangel der Zufuhr einen Abgang der Lebens-Mittel verursachten / so daß man für dem/16. Meilen davon mit 20020. Mann verweilenden/Seraskier/ nicht ohne Furcht seyn dörffke. Wcßwegen auch die ungemeine Vorforg des H rrn Capi- tain General neue Völcker um diese Gegend eingrleget / und frische Baraquen aufschlagen lassen/ anbeysehr scharffverbottcn/lnitdenen von der Stadt/ als Pest berüchtigten/ keine Gemeinschafft zu machen. Unsere Feder/ damit sie nicht auchan einen so gefährlichen Ort verdächtig sich machen möge/'begiebt sich aus Morea in Sicherheit nach den Ruhm-prachtenden Venedig/und mengen uns in das Ge- folg der auch allhier anlangenden Msstovischen Gesandschafft ein / welche alsobald ihres Zwecks wäre theilhaffttg gemacht worden/wann kommt;» nicht grosse Prcetensionen wegen der Andientz-Ceremonien ihrerSeits V-n-vig einige Verhindernüß gemacht. Kurtz hieraus betraten auch das an. Venetianische Ufer die Landgrafliche Hessische ^ölcker / welche in so schönen Stand und Aussehen erschienen/ daß darüber der Vsneciani- sche Staat erstaunet / und preißlich ausgesagt / daß sie fast niemals ihres gleichen in Diensten gehabt; und die Teutsche Militz billig allen andern fürzuzichen. _ ^ Wein aber die Würckungen der weltltchen Waffen/ ohneBev- gesellschafftung der Geistlichen/ ohnkräfftig/ und durch diese tttzkge- melbte müssen belebet und begeistet werden;alsZiengdas 4Qsiundige Gebet/welches man zu noch fernerer Beglückung dieses Staats mD Unterdrückung des Mahomedsnischen Unglaubens angestellet / für - sich / bev öeme alle Geistlichkeit mit bey erschienen / um dadurch die Anwesende zu brünstiger Andacht entflammen sollen/wann nicht der einfallende Regen dieses Geist-belobte Fürnehmen verhindert / und den öffentlichen Straffen-in einen Kirchen-Umgang verwechselt hätte. Damit auch dtes»DurchleuchtigteRepublique an Tag legte/ ws N ihre zg Röm. Rayftrl. Maj. und dein hohen Allürren ihre Waffen/ nicht nur die Erweiterung der Länder und Vermehrung Der Städte bezielte/ sondern fürnemlich zu Ausrenkung der Mahonie- dänischen GlaubensEeuche/ und Ausbreitung des Christen-Glau, den gereichte/und ihre höchste Wunsch-Beglückfeligung in der Zufüh, rullg/ der in denen eroberten Platzen verwirrten Schaflem/zu den wah, Kr»sseT 5 t- ren Seclen-Hirten Christo bestünde/als wurden auf einmal z 6. Tür- ckmTanf in cken nebst einen halsstarrigen Juden getaufft/ und der Unglaubens- Venedig, womit sie als Geistlich-Aussätzige beschmieret/ abgewaschen; Bey welcher Christ-geziemenden Ceremonie viel fürnehme Cavallier und Damen beywesend sich gezeigt/ und eine unvergleichlich schöne und Obren-vergnügende Music diesen Tauf-Actui die Endschafft bey, gefügt. Bey diesen noch wahrenden Betens und Heiligkeit-Würckun, gen/lief diebeliebliche Nachricht ein: daßdieHülffGaleerensovon den Papst abgeschicket / sich mit denen Malthesischen in dem Golfo von Leucadia vereinbaret / und Eil-schleunigst nach der Venetianischen Flotte abgesegelt; indem dasGerüchtin demArchipelago ausgestreuet/ als ob die Türcken 60. Galeern und40. Kriegs Schiffe starck durch die Dardanellen passnt. DenenderGroß-Türck/sonderlichaberih- ren commendirenden Baffa/anbefohlen/ die Venetianische Flotte zu attaquiren/ und in die Flucht zu jagen/ es koste auch was es immer wob le/ mit den Beysügen: Daß die jenige/ so ihrer obligenden Schuldig, keit ein Genügen thäten/ aufs beste belohnet/die andere aber aufdaS hefftiqste gestrafft werden solltm. Da dann auch ein gleicher Befehl dem Seraskier in Morea ein, gehändigt worden / welcher sich entweder ausdas ritterliche Sterben oder lebendigeSiegen gründete; weswegen er dann/da ihn ein Uber, lauffers-Wind eimgen Hall zugeblasen/ als ob dieChristen-Waffen in. Morea gewillet / das Castell in Patrasso anzufallen/mit seinen bey sich habenden Fooo.FuffVölckern und 4ooo.Reutern nach gedachtenOrt zugerücket -jund alle die jenige / so keine Dienst thun könnten / ausgeja- get; von welches FürnehmensAusgang hernach an einem andern Ort berichtet werden soll. Nächst der Nachricht aus Msrea/Wunsch-befeligte auch Vene, T«r»m dig Dalmatien mit nachfolgenden Zeilen: daß die beste lind Hand- schicken in festesteMannschafft der Türcken susDalmatien weggenommen/und 2 in Ungarn gegen die Kayserliche geschickt worden; hingegen aber be- Ssitzakm. Mungenes undungeübtes Volck diesen Sieg-erfkillten Adriatischen kroKressen entgegen qesetzet/ da dann leichtlich zu ersolgem / daß dieses Jahr eine so glückliche Campagne/ als sonsten niemaln geschehen/ M.) "M Wi M Wir rM llN»! ÄN Ml Ersct.l ßtB'- r« L Triumph, leu chre ndett Rn'e gs-He lms Drirrek The rl.9^ zu verhoffen. Wir eilen diesen aus Dalmatien entnommenen Tür- ckischen Soldaten nach/und begeben uns mit ihnen nach den bey Gri- Arm«« " chisch-Weiffsnburg angestellken Muster-Platz'/und beblicken die allda ' angelangte Türcken-Armee / so aus folgenden Bölckern zusammen geklaubt. Als Solymann Azen jetziger Groß-Vezier mit seinen alten Ick nitscharen ausmachend 7200. Mann Beg Hiera Bassa mit 4220. Spahls Der Bassa von Groß-Waradein mit 1222. Spahis Cori AchmetBeglerBeg aus Romelia mit r^oo.Janitscharen Der Bassa aus Soria mit 4022. Spahis Der Begler Beeg von Sebesta mit r 520. Spahis ^ariges Asan Basta von Aleppo mit z 002. Iamtscharen ^a De 822O.Voluntairs 42v2.Segumer zu Fuß n 422. Iamtscharen 722.Constabel 402. Grenadiren _)er Bassa von Quariset mit Der Bassa von Damasco mit Der Bassa von Nicopoli mit Der Aga über die Artiglerie mit Noch ein Aga über die Artiglerie mit Der Aga über die Minirer und Gräber so 622. Mann Welches alles zusammen 49222. Mann ausmachet; darneben führen sie mit sich 1422. Cameel/ 96s. Büffel-Ochsen zu behuff derArtiglerie welche in 45. Feld-Stücken/16. halden Carthaunen und io.oder irr Feld-Schlangen bestehet/ darneben auch402. Munition-Wagen. Und obschon etlich 1222. Tartarn bey dieser Armee sich eingefunden/ dörffte sich selbige doch über 62222. Mann nicht verstärcken können; welchen zusammen gebettelten Volck die Kayserliche Armee bestens gewachsen/die dann auch durch Nachfokg der Zeit/zeugen wird/gegen welch einen Feind sie ihre Waffen gezücket. Wann hier bey dieser Musterung ein LpgminonäZZ zu gegengewesen/ und man von ihm seine Meynung erforschet; dörffte erleben diese Antwort widerfahren lassen/die er ehmals bey Ansehen einer sehr bsvölckertenArmee gethan; es sey nemlich ein grosses Unthier / jedoch ohne ein gehöriges Regierungs-Haupt. Diese Türckische Armee näherte sich der Kayserlichen / dis wir oben beyDarda und Effegg gelassen. Jkro Hochjürstl.Durch!, der Weiterer Hertzog von Lottringen / so bald sie von der Annäherung der seindlichen soEarch Trouppen Nachricht erhalten / theilte die Armee in 2. Treffen / und^^ie«. schickte starcke Partheyen die Drau zu rccoZnol'ciren aus / auf welche^ ' die jenseits stehende Janltjcharen aus ihren Röhren unaufhörlich Feuer gaben. Ihr Durchl. entschlossen an des Feinds SchGBrü- N ij eken/ i so Röm.Aa^serl.tNaj. un d Dero hohen AUiirrett cken/ kolio zu fassen / beorderten zu diesen End I sOO.Mann mit einem Odrist-Lieuttnant und Obrist-Wachtmeister / untern Commando Herrn General Feld-Marschall Lieutenannt.de Souches/ und Herrn Obristen Guido von Stahrenberg solches zu bewerckstelligen. Diese Manrischaffr wäre dergestaltemausgetheilt/ daß ullezcit ein Hauptmann mit lvo.und ein Lieutenant mitso.Mannbevsammen waren/ voraus abergienge einFeldwabel mit ro. und folgte ihm ein Lieutenant mit z«. Granadirern/ diesen aber wieder ein Hauptmann mit r oo. Maan/ so mit Flinten verleben waren.' Wfireituns Auf solche Weiß rückte man nebst des an statt der Effegger Brü- Srtan statt cken ausgeworffenen Gamms/ bis! fv. Schritt/nahe an die Feindliche v«r Essegger Schiff Brücken/ allwo die feindliche Trouppen gestanden / welche auf Brücke die Unserige dermassen gefeuert/ daßsie Anfangs in einige Unordnung ^saerich- gx^khen/ von Herrn Grafen de Souches und Guido von Stahren- berg doch gleich wieder zurecht gebracht worden/und zum andernmal dergestalten denen Feinden zugesetzk / daß sie besten Trenchement samt der Brücke behauptet/ den Feind darüber verfolgt/ allda eine Schantz und Communications Linie angefangen; man hat auf des Feinds- Schiff Brücken auf svO. Schrittblvß gehen müssen/ deswegen/ wie auch bey obigerAction/über so. todt geblieben/worunter HrrrHaupt- mannToufar vonSalmischenundein Lieutenant von Stahrenber- gischen Regiments nebst vielen verwundet worden» Folgenden Tags fuhr man fort an obermeldter Schanh und CommunicationEnie/auch an einemKesselaufetlicheMörftl/fleissigÜ zu arbeiten / welches mit grosser Mühe zugienge / indem man gleich Wasser gefunden/doch nmste solche Arbeit sortgesetzet werden. Einige Türcken setzten über dieDrau/ ertödtettn drey von der Kayserlichen Vorwacht / und zogen sich damit wieder hinüber. Hieraufschickten JhreDurchl vonLottringen einige steywrllige mir klrinenSchissen jen- feits/desFeindes-- Schisse und Mühlen anzuzünden/ welches sie zwar in das Werckgerichtet/die Feinde aber gleich wieder gelescht» Den 28. Iunii ward General Kriegs Rath gehalten und beschlossen/ den Damm/welchen dieTürckenan statt der Esegger Brucken/ so die Heldenmürigknt der Kayserlrchen Völcker in Brand ges steckst/ ausgeworffen / aus demGrund zu schleiffen/worzri gleich gnugs same Trouppen beschlicht und alles vollzogen worden. Den folgenden Tag .kam ein Merlauffer / mit Nachricht/ daß bey Essegg täglich mehr Türcken anlangten/ dabero Ikro Hochfürsti. Dmchl. Willens wordrn/ mit der Infanterie gegen Srclöszugehen/und allda dieDrau W passiren.-. Welches auch den z o. nachdeme beyEssess alles wotvrv, anltal« Triu mph leuchtend en Rriegs-Heln i s Dritter Theil i «i anstaltet wäre / vor sich gangen / die Cavaklerie aber unter Herrn General Feld-Marfchall Caprara ward daselbst Hintersassen. Bey dem Sieg-erwünschten Anfang des Iuüi/ und zwar den ersten dieses Monats/nahmedieArmeeihrLMarchbis eineMeilevonSiclos/und den nechstsolgenden Tag/bis eine halbe Stund an die Drau-Schantz; es batte sich aber dieser Fluß dermassen ergossen/daß nur die Walle von gemeldter Schantz gesehen worden ; uberdiß befände sich daselbst eingroster SMrast / welchen man ebenfalls ohne Brucken nicht pafsi- ren können. Wurde also die Jnsantem gezwungen eine halbeStimd vorder Schantz das Lager zu schlagen / und hatte cs das Ansehen als' ob JhreHochsurstl. Durchs gewtöet/ an dieftn Ort etwas still zu lis- gen/und durch gshorigeRuhe/ denGrund-SLein zu einenPreiß-balen r Fürnehmen zu machen. Indessen fertigte Ihre Durchs' von Löttringen abermal ver- schiedene Strand-Verstandige aus/ um einen Ortan dem Dottaui- schen User ausmfinden / an welchem das Fuß-Volck könnte übergesetzt werden: nachdem auch endlich durch fleiMrs Suchen eine Durch- farth entdecket / wurdm soo. Mann/ nebst denen Zimmerleuten/ den z.Iulii besehlicht / die Morast-Brücke in gewünschten Stand zu setzen. Nebsidiesen fertigte Ihre Hochfürsti. Durchs einen Officier nach dcrBrucken zu Genau mit i so. Pferden aus/um einige Nachricht von JhroChurfürstsDurGl. aus Bayern emzuhotrn/und einige- Recrouten nach Funffkirchen zu uberbringen/. Bev unerträglicher Hitze/ welche die Sonnen-Straken um diese Mangel«« Jahr-Zeit aus diese Gefilde loß schickten/hatte die gantze Armee eine all- AfiA» gemeine Noth und Ermanglung des frischen Wassers/und musten die Moraste und das darinn enthalteneSumpf Gewäffer/nebsi denen neu- gegrabenenBrunnen/öieftnMangel möglichst ersetzen. J.Hochfürstl. Durch), erwehlte Siklos zu ihrenRuh-Ort/welcheN Er auch besichtigte; und weil» selbiger'von schlechter Beftfligung/als ertheilte er Befehl / diesen schweren Mangel zu ersetzen / worzu schon Herr General Vecchio dielen Winter durch bereits einen ersprießlichem Anfang gemacht. Es erhielte auch zu Siklos Jhrs' Hochfürstl. Durch), die Nachricht/wie Ihre Churfürstl. DurchS/gewilltt / von Segedin auf- zubrechen/und mit der KavserlichenArmee zu vereinbaren; und nebst andern tapffer-mütigenHelden/einige denckwürdraeTbateauszowSr- rken/ wie dann ebett zu diesen End auch Ihre Durchs der Groß- Deutschmeister anlangte/deme der rechte Flügel zu commsndiren an-' besohlen worden. > In- Ror Röm.Rayftrl. Mas und ders hs hett Alliircen ' Inzwischen gleng derBrücken-Bau/ ungeachtet der graüsanu ansiurmendenWaffer-Fluthen/über denMorasi ziemlich glücklich fort/ und zweiffelte man nunmehro nicht/ bald die Passage nach der Schantz zu eröffnen. Die jenige schnell-gefasste / so ihre Verwegenheit über die Donau jenseits geführt/ statteten die Nachricht ab/ daßalldortenem Hecken-Mald/ nebst einem Morast und ziemlichen Anhöhe befindlich, die etwann/ mit Folge der Zeit/ der Christlich Kayserlichen Armee vor« theilhafftigseyn möchte. Tag-Regi- Was sonsten täglich/von dem 4 . Julii an zu rechnen / bis aufdie stervrrKay- Mohatzssche Siegs-Schlacht / snrgelauffen/ hak eine bey-anwssende wi.elnme. Feder aufdas genaueste bezeichnet/die wir M Nachfolge gantzohnver- fälscht dem Gunst-geneigten Leser einhändigen wollen. Den 4 . Julii hatten die Beorderte/welche man mit Wagen über denMorast gesuhret/ an derBrücken zu arbeiten fortgesetzt/ doch wollte die Ausschlagung der Haupt-Brücken noch nicht für sich gehen. Des Morgends war das Fürst!. Montecuculische Regiment/wie auch die Nigrellische Bataillons im Lager angelangt; und die mivei läßliche Nachricht von denen fürhabenden Chur-Fürstl.Heiden-Actiokrei; zu holen/wurde Herr Gras von Scherffenberg dahin des Abends abgeschickt. Die feindliche Kundschafften berichtigten / daß in die i soos. oder nach etlicher Aussage/ rovso. Mann bey Effegg / und der Groß- Vezier noch am vorgemeldten Muster-Platz stünde / und ihr Vorhaben höchstens geheim hielte. Den 5. dito war der Brücken-Paß über den Morast geendigt/so ittangelte man auch nicht/selbige Nachreinigeabzuftrtigen/dieander- seits Posto fassen mussten. Zu gleicher Zeit langten auch die Ober- RheinischeRccroutenan/ mit denen auch von derTavallerieNach^ richteinlieffe/daßandieKayserlichePatrolleneinPftil/demeeinTeuk- scher Zettet anhängig/ übergeschossen worden / welcher an den General lautete / ohne Vermeidung zwar des Namens /von weme ergeschrie- den/ doch sollte sein beygefetztes Vatterland/Pollendorff/und feine Gefangenschafft bey dem Wienerischen Heioen-Entsatz-ftinePerson äussern. Der Inhalt des Schreibens war/ daß die Türcken in dem geheimen Kriegs-Raht beschlossen hatten/etliche looo.Türcken undLar« tarn über Sie Donau zu setzen/ und dieCkristen von hinten amugreis- fen ; daß auch die Türckendiß Jahr eben so viel/als bey derWieneri- schen Belagerung gewesen/an Macht zugegen s welches alles er beo dem Schluß mit ungemeinen Schwüren bekräfftigte/ und glaubbar machen wollte. Allein das nach der Türckischen Redens-Artgenau- eingerichtete Deutsche Machte ay d^r Wacheit dieses Berichts besstrgst » Kr.! rditz l>A!j lMlß KW ckifl sidilEr v,!B 'M> kB S>S^ o^k Triumph - leuchten denRr iegs Helms Dri rrer The N. rs ss Ihr Ercellmtz Herr General Caprara hatte / derubrigen desto genauere Obsicht zu haben/ eine Parthev bis dorlhin/wo sich dieDrart mit derDonauverschwestert/ausgeschickt; zumal täglich eine ziemst, che Vermehrung der Turckischen Trouppen/ unfern Effegg/ vermerckt ward/wie man dann bereits in dkeao.herauswarts marchirende Fahnen gezehlet. Nachdem- Ihre Hoch-Fürsil.Durchl. inzwischen / etliche Tag her/alle Gelegenheit des Orts sechsten in Augenschein genommen/wurde den 6. Julii Herr Marquis Vagny/Obrisi-Lieutenant von Scherf- senbergischen/ samt demObrist-Wachrmeister vonSolmischen/mit /oo.Soldatencommandirt/ienfeit derDrauPosto zu fassen/und einen WE zu Bedeckung der Brucken/ so zwischen Morgen und Übermorgen Me gehalten werden/ aufzuwerffen/ welches Sann auch ge, schchen/und arbeiteten bereits dieUnsrige an gedachtemWerrk/welche theils von anderer Mannschafft zu Land und in den Schiffen bedeckt worden; da dann diesen Tag auch Ihre Durch!, der Teutsche Meister und Herr General Souches/ alldort zu commandiren/ abgereifft. Eben an diesem 6.Julii warHerrGeneral Dünnewald mit z ooo.^ unter Herrn Grasen von Trautmansdorff stehenden Crsaten und Grentz-Völckern/ angelangt/ so sich auf die oben angeregte Höhe lo- girt / allwo auch ein Trenchee / zu Versicherung der Posto / gemacht ward; ru mehrer Beschleunigung aber dieses Wercks hatten Jhro Hoch-Furstliche Durch!. 200. Mann von der Infanterie / unter einem ObrilnWachtmeister/dahin abgefertigt. Jngleichen kam diesen Tag Bericht ein/ daß der Feind sein Lager bey Effegg/20. bis 24200. siarck/ mitSchantz Körben und Wallen befestigt hatte/undgewillet/selbiges aufdasäufferste zubeichützen/ auch hatte der Groß-Vezier/ somitsei- ner Armee bey Peter-Waradem gestanden/ noch mehr Völckergegen Essegg / zu Verstärkung selbiges Lagers abeilen lassen. Den 7. Julii sind die 220. Mann an der Hohe desMorasts/zu frühe/ mit anbrechendemTag abgelöset worden/und weildieDrau gantz an selbiger Höhe anfi-esst/hattenJhreDurchl. befohlen / selbige Mannschgfft/ damit sie trocken bliebe / bis an die Drau / und solgendL gar mit Schiffen hinüber zu führen / zumalen das Wasser täglich an, "lieff. Herr Graf Gall ward gegen den Fluß Karaschiza zu recogno, sc.iren ausgeschickt/ der aber von dem Feind nichts sehen noch antreffen können/ und also unverrichteter Sachen denRuckweg kiesen müssen. Eben diesenMorgen wurden 502. und zu Mittag wieder 522. und also zusammen 1222. Mann/ unter einem Obrist-Lieutenant/über die Drau zu gehen, beschlicht. Selben TagsZiengenJhre Chur-Fürstl. Durch!. r»4 Röm. Ra'pseirl. Mas, rm d der» hohen M urren Durch!, über die Brücken bey Mohatz /willens sich mit denen Kayftrh Krouppenzu vereinbaren. Den 8. Jutri fieng das Wasser an ;u fallen / und entschlosseman solcher gestalk/innerhalbdrey Tagen die Schiff-Brücke zu legen. Diesen und folgenden Tag kamen 7. Baffen mit vielen Türcken bey Effegg an/ welche sichglkichanselbig-rStadtpostn'tenundzuverschantzen am fisngen; wäre also sür dieses mal das angeloffene grosse Wasser unser höchstes Unglück/zumaln der Groß-Vezier/ vermittelst dessen (dann die Unsrige dadurch lang aufgehaltcnworden) Zeit gewonnen / nicht allein seine völlige Macht zusammen zu bringen / sondern auch sein bey Effegg gehabtes Trenchemenk völlig zu perfecnomren. Den 9. dito brach die Cavallme von Effegg gegen Sicklos auf/ hingegen wurden selbenTags die Brücken über den Morast und Drau völlig verfertigt/ .welche noch selben Tags und den ic>. die völlige Infanterie mit Regiments-Stücklein paffrrte; hrngegm kamedie Cava!/ lerie selben Abends in dem altenLager bey Sicklos an. Jenseits der Drau/ in dem Gebüsch/wmden Linien gezogen und Travers gemacht/ welche auch den r r. sich der Höhe zu versichern/Perftctiomrt worden. Den r r. Julii ist der rechte Flügel von der Jrffanterie / neben der Bagage un den Z .Regimentern züPserd/ gar überdenMorast/bis vor die Kayserlichen Retrenchementen marchirt/bey welchen sie/ bis zu weitem March/campiren sollten.DieArtigleriegber.warenoch bey demHaupk Quartier stehen geblieben. Den i z.ditorucktedieKayserl.Cavallerie aus ihrem Lager bey Sicklos^ allw» selben Abends die Ehur,Bayrische Armee arrivirt/und marchirte zu der Kayserl. Armee über die Brücken/ Mws Ähre Chur- Fürstl. Durchhin Bayern anlangten/da dann die Kayserliche vor das Gebüsch ruckten / und/wegen Enge des Orts / in drey Treffen pestirt werden mußten. Dm 14. käme dieChur BayrischeJnfanterie eben- falls über die Brücke/ welcher den if.dits dieCavallerie folgte; die/ ses nun war ein überaus harter March/ durch welchen viel Leute und Pserd/wegm des Morasts/zuGrund gangen. Nachdem man nun die Schantzen bey der Drau mit Mannschafft und allen wol versehen/ wurde der March den r 6 . dieses fortgesetzt / und das Lager/ längst dem Fluß Karaschiza/ bis an Walpo geschlagen / aus welchem Schloß die Feinde/so über 600. starckdarinnsu lagen/roht und schwartze Fahnen aussteckten / benebenst sich aus ihren groben Geschütz tapffer hören Hessen. Nichts destowenigerhabenJhroChur-Furstl.Durchl. in Bayern solches aufgefordert/aber zur Antwort erhalten: Daß sie sich bis auf den letztmMann defendiren wollten / ihr bey Effegg skehmd rSuc- S' t k b s ß dl b< kei pe hü sen der, cke« ten- Orr iv/st Triu m ph-le uchtend en R tiegs-HelmsDritterTheil. iv> cürs werde diese Streit-Sache abhandcln müssen/ dey dessen Schick SUNgfleohnedeminunsereHande verfallen würden. Weil nun dieser Ort von schlechter Import antz / als wollte man Sa sich nicht lang saumen / sondern dm March zu prosequiren beschlossen. Dahero ward den 17. dito die Armee in Baracke gestellt/ ^hrs Chur-Fürstk. Durch!, in Bayern hatten mit Dero Armee die Avant- guarde / welche/ wie auch die Retroguarde / unter Ihr Durch!, zu Lothringen/ in 2. Linien Esquadrons - und Baticckons- weis ausgetheilet war. Diesen Tag kamen unsere Vor-Trouppen mit 2000. Tärcken zum Fechten/worbey Herr Genera! Häußler/ welcher sich in Stellung der Troupperi voran befände / in einen Schenckel/ doch ohne Gefahr/ bleffitt/hingegeo zween Feinde todt geschossen worden.Walpo blieb indessen mit 800. Mann blocquirt. Selben Tags erhaschten die Feinde einige von unfern Fouragirern. Den lg. setzte man den March durch lauter Wald und Gebüsch fort/worinnen es zum öffrern zum Scharmützeln kommen / es hakten auch die Feinde denen unfern leicht tue Passage dadurch disputiren können/darzu aber keinen grossen Ernst gebraucht / doch seynd selben Tag beyderseits unterschiedliche todt geblieben. DieJnfanteriegienge mit Regiments-Stücklein voran/welcher die Cavalleriefolgte/also avan- cirte man fast bis zu Ende des Gebüsches/ und eine halbe Stund an das feindliche Lager/ welches man gegen dem festen Land/ allwo ihnen beyzukommen gewesen/mit doppelten Graben und Pallisaden vertren, chementirt gesehen ; zu der rechten Hand hatte der Feind einengrossen Morast/ zu der lincken einen Wald/ und zum Rücken Esssgg. Der Wald / allwo die Unsrigen stunden/ wäre dermassen dick/ daß die Cavallerie nicht durchkommen können / dahero hat der Hertzog befohlen/ selbigen «'.sobald auszuhacken / und Kat man/ weqen gemeld- tenWalds/diesm Abend kein Lager form iren können; die Vor-Troup- pen chargirten zwar auseinander / wsrbey ihrer seits zwey todt blieben/ hingegen von Unfern ein Vomntair übergclvffen / welchen sie mit grossen Freuden empfangen. Den i9.dito/ttiitanbrechmdm Tag/glengedasCanomren bev- derseits hefftig an / und obwoln die Infanterie unter des Feindes Stucken blos gestanden/ haben sie dock keinen sonderlichen Schaden ge!,t< ten;di«unserige exvcnäirten sich rechterHand/so viel dirSituation des Om rulieffs / wegen Enge dessen keine rechte Bataille können gestellet werden. Herrn Obrist Lieutenant/Grafen FranzPalffy/ward der Kovff/ einem Rittmeister ein Fuß ab/ und etliche Gemeine tödt geschossen.' ^06 Röm. Ra'sstrsi N?aj>und dero hohen AUiirrm 150. Mann von denen Waradeinischen Croaten/sosich zuweit hinaus gewagt/ sind von den Feind erdappet/ tyeilr nirdergemacht / tkeils gefänglich weggesührt worden. Die Uberlaufftt rclerirten/ daß des 'Feinds Trenchement unterminiret / und viel Bomben und Pulver darunter begraben seye. Deme ungeachtet stellte sich unsere Armee den 22. dieses um das völlige feindliche Trenchement in Bataille/ welche/ wegen Enge des festEandes/so nahe anldessenStuckengeschehen müssen/ daß deren kaum eines/ so wol aus dem Schloß Effegg als ihren Trenchement/ leer ausgegangen; absonderlich / weilen unstige / wegen gemeldter Enge / sehr dick auseinander stehen müssen. Man trachtete aufs möglichste denFeind entweder aus seinem Vortheilzu bringen / oder aber darinnen anzugreiffen: Massen aber derselbe keines Wegs darzu zu vermögen / und ihn darinnen anzugreiffen unmöglich schiene/ resoivirte die Generalität nach vierstündiger Subsisteutz allda den Rück-March zu nehmen / welches auch in guter Ordnung gesche. hen / doch hatte man soo: Soldatew und vielPserde sitzen/ ingleichen vier Stücke im Morast müssen stecken lassen.- . Den i9.undro.hatderFerndäber42Oo.Stück/Kugeln/ausdm Trenchement und Schloß heraus geschossen/ es setzten zwar die Feinde mit verschiedenen starcken Partheyen denen Unfrigen nach / wurden aber vomHerrn General Scherffenberg und Olmst Guido von Stah- renberg/ sodie Retroguarde hatte/tapfer zurück getrieben. Dieser Gelegenheiten bediemensicb so wo! viel geworbene Soldaten als Vs- iuntairs/ welche zumFeind übergelauffen und unter demselben Dienste angenommen: Den ri. dito arrivirte die Armeewieöer bevWalpo/ ,'n/os. Pferd/ worunter 40. von der Attigkrie/ so Fourage einzuholen/ aus- gewesen- und sich unwissend des schleunigen Abzugs/etwasverspätet/seind den Feindsamt denen Knechten zu Tdeil worden.- Die Ubsr- Muffer meldeten / daß die Verttenchementirung bey Effegg / keine Vlumeausder Türcken Garten-seye/sondern daß sich viel Auslandi- sihe Ingenieurs/ Feuerwercker und Tonsiabler bey ihnen befinden/und Nieses alles angegeben : welches desto leichter zu glauben/Massen dergleichen vondenen Türcken noch niemal gehöret worden. Unserer Verlust/ sowol was nach den Abmarch von Gran gestorben/ als diß- unüsenseitEssegg geblieben/wird auf irvO.Mann geworbene Soldaten / wie aus denen Rollen zu sehen gewesen/ Tüimirt/ d ren das schlime Wasser und Morast viel hingerichtet; man hielte diese:- D u c ch für hoch t-v.rnünfftig und glorisus/ zumaln man einen Triumph leuchtendenRr ie gs-HelmsDrr' t kekTheil. i meijiervonOrlick/somitsoo.MannzuBedeckung derSchtsseunBrü, d«ktd,e cken beyMohatz siunde/wurde von rooo.Türcken angefallen/welche er Brücke, repousirte und über einenMorasiverfolgte; nachdem er aber von 2000. andern verborgenen Feinden angefalien worden/ hatte er sich mit Ver, lustlzo.Todten/ungeachtderFeindemekrgeblkben/zurückziehenmüs- sen. Dannoch h ak der Feind an den Schiff und Brücken keinen einigen Schaden thu n können /welches künfftig zu verhütenHerr General Piccolomini mit seinen ^Regimentern schleunigst dahin marchiren müssen. Den 24. bekäme man einen Bauren mit Briefen vom Groß-Ve- Sisch« zier an den Baffa zu Sigeth/diefts verlogenen Inhalts: Die Christ- xöge». liche Armee seye mit Verlust icwoO. Mann geschlagen/ derBassasolle Post, sich bey erfolgenderBelagerungtapfer dejendire/und gewiß eines Ent- fatzeszu getrösien haben.DergleichenBriese sind auch an andereTürcki- scheBasien abgeschickt worde/deßwegendieStulweiffenburgerdieStu- cke gelöst und sonsten grosse Freude bezeugt; welches aber bald in Traurigkeit verkehrt wordö.DieArmee läge selbigesTags in ihremLägttsiiS. Die jenseits gebliebemMannschafft undBagage aber kam mit herüber. Den 2 f. ruinirten Unsrige die VrückeundSchantz an derDrau / dieSchiffe wurden zerhaut undverftnckt. Von Gratz langten etliche Schisse mitProviant und r O.halbenCarthaunen an/davon das meiste den rs.in Siklos gebracht / und unter die Regimenter vertheilt ward. Indessen hatten die Türcken bey Esse,ag zwo Schiff-Brücken geschlagen/ und sireifften überall mitstarckenPartheyen/deren eine aufHerrn Obristen Lieutenant von Hoskirchen getroffen / wovon drey tsdt geschossen/ und ein Aga von des Groß,Veziers Guarde gefangen wor- O ij den. r s8 Rc>m. Raystrl. Mas. und der» hohen Alllirren den. Man kraule nicht wmersnachzusetzm, wegenSorgeHmöch- te ihnen dis Falle/ wie Herrn von Orlick/gestelletseyn/welches auch vielleicht geschehen wäre; Massen der Aga bestanden / daß wieder 2ooo.Mann zu Bereilschafst in Hinderhalt gestanden/ und Befehl gehabt/ Gefangene von denen Unsrigeneinzubringen. Lürckm Die Türcken von Temeswar und Titel giengen mit einer starckm mibtmblmP^-they / ihre Gckreyd-Schnitter zu bedecken / gegen die Theiß/ «geXopffe. wurden aber von 6oo. Segediner Hussarcnund Heyducken/mitVer- tust isv. Todten/ z 9. Gefangenen/(worunter ein vornehmer Hebel! und der Commendant vonTitel) 60. mit Pferden bespanntenWagen/ 6. Fahnen / zwey Stücken/ und anderer reichen Beute geschlagen; in- gleichen wollten zov. Türcken und 700. Tartarn / welche über die Brücke bevPeterwardein gangen nochmaln das SchloßBaja über- rumpeln/nackdem ste aber in dreyen Sturmem nebst einen Aga 70. Mann verlohren/ giengen sie mit blutigen Köpffen zurücke. JhffErmata w'"'" 0 ' erschollen/ folgtekemErempöldesSeraskstrs/ und ließ diesen festen Platz denen Überwindern rum Räub/wrlcher in denen vorhergehenden , i Ra^serl.NIa). und der» hohen Allürre n Jahr-Hunderten gantzenArmeen der machtigjtm Potentaten genüg zu schaffen gegeben hat. S«usm- Es ligt aber diese Stadt/ welche am ersten die Siegs-Fahnen der MtadlDa. Adrialischen Beherrscherin aufihren Mauren fliegen lassen / aus einet Höhe / nur eine Vierthel-Meile von Meer/ nechst einen ziemlichen hk- Brnamsung hen Berg/ Nordwärts. Ihr erster Name war Hroa. dm sie von -tchrStayk hem Griechischen Stamm-Wörtlein äroo erborgst / welches ackern oder pflügen bedeutek/indeme Kum-ius, ein Acker- oder Bauersmann/ sie erstlich zu bewohnen angefangm/welchem sich auch der Attische In- xtolsmus beygesellet/ und/mit Überbringung der Korn-Früchte und Getreyd/ denen Aroischen Einwohnern das Ackern grlernet/ und im Feld-Pflügen unterrichtet. Hieraufhaben iri^wlcmus und Kume. lus miteinander noch eine Stadt erbauet / so sie nach des Lumeii Tochter genennet: zwischen äntksa und ^ros wurde die dritte Stadt / nemlich besätes, angelegt. Nachdem aber die Achajer die Ionier verjagr / wollten sie allein Aroen bewohnt Hoden / welche sie auch um ein grosses erweiterten / und mit Mauren vmgaben/auch von ksruo, ihrem Wicder-Ernsurer und Erweiterer/ einen S»hn des drsZam und Enckei des /rZenoriZ,aus dem Geschlecht der Amphissier/ genennet. Di« Gala. Die Bitterkeit des Krieg-Glücks stürmte mit ungemeinen Jsiri- ttrz«rstdr«n mer qufPatraffo loß/ und legtcn die Galater die Ruhm-bluhende Patrssso. Stadt in die Aschen / worinnen sie / bis auf die Zeiten Ausulli , vermodert zu sehen war. Nachdem aber dieser / nach der Actiaischen Schlacht/ das Patraff'sche User betr etten/ und dielen Ort sehr dequen» zu einem See-Port befunden/ berieff er die durch das Kriegs - K« Augustuü schick zerstreuet- Burger wieder / und richtete die zerstörte Stadt wie- "-E st« der aus. Daher sie auch/ mit Folge der Zeit / von ihren dreyen SO ^ ' tern und Urhebern / ?»trsnlis genennet worden / wie aus denen zu Ehren , xia üäelis.ab/zuZuiko ^Ehrea m ^zypto conttitutg, betittelk/ausLiebe zu LUZUÜO schlagen lassen/ Mtt. vnd ist vermutlich / daß selbige Legion damaln inPatrasso gelegen; am der einen Seiten ist dxr Stadt-Name gbgekurtzet: cor.. ^ Triumph - leuchten den Rr kegs Helms Dri tter Theil. ir? und die militärische Mappen nebst der Zahl xxiü Wann man ciguci-i Schau-Pfenning durchsuchet/ entdecket sich inaleichen emer/ der auf der einen Seiten das Haupt ci-wcki, mit der Umschrift: n. /rvo. OLXL4. zeiget/ auf der andern aber zwey cornuLopien / auf deren jedweden ein weibliches Brust Bild/ in der Mitte aber eines Jünglings zu sehen / mit der Umschrifft: IEKI8 Welcher Pfenning dann Mlich darlegt/ daß dis zuPatraffo auch ihrem Wolchäter^us». lMm.nsch in seinen Nachkömmlingen geehrek/und durch Danck-Mün- tzm dev der spaten Nach-Welt verewigkeiten wollen. Weiln auch ttscirianus d,e über den Haussengeworffene Ackai- Hadrian« sche Provintz wieder empor gebracht/ wie dann ein Schau Pfenning «stPacrass» bezeuget/ worinnen ihm der Name keMtutor ^cksj-e beygeleget wird; sewogen. als istohnzweiffentlich/daß er auch Patraffo für andern Orten Gunstbeseliget / absonderlich aber / da seine Bildnüs von Parischen Marmor aus das künstlichste ausgebildet/ in den Tempel jovis^cKZ; mit eingesetzet worden. Ohne alle Wider-Rede ist Patraffo aufeben dem Ort / wo der Römer ihrs gestanden / und ist glaublich/ daß ehmaln diese Stadt bis an das Meer sich erstrecket/ welches die in denen Feldern noch herumlirgendeMauren-Aeftr klarlicb darthun/ und bezeugen/ daß an selbigen Orten nicht nurgemeineHäuser/ sondern auch prächtige Gebäude müssen gest anden seyn. Bey dem Alterthum ist Patraffo Ruhm-glänßender als itzogee wesen/ zumaln ihre falsche Gottheiten stein allen umligendenLandern bekannt gemacht/ absonderlich aber beehrte ihr Aberglaub die vign-rm i-as-Kr^m, weicher Menschen-Opffer zur Versöhnung müssen über- brachtwerden: Dann/als ivienaichpus undSomwtbo stch/wideribrer Porraffim. Eitern Willen/ verlobet/ auch durch ihre entflammte Begierden über- sies M«n. wunden/ ihre Liebe in diesem Tempel leichtfertiger Weise vollzogen ha- NE« den lst r di^e Göttin/über sothane Entheiligung ihres Tempels/hefftig ^ ' erzürnt worden / die auch mit einer erschrecklichen Tdeurung und unfruchtbaren Zeiten die Stadt und Gegend deßwegen heimsuchte. Solchem Unheil nun abzuhelffen / hatdasOracuium den Raht gegeben/ baßsteNlchtNUV jetzt!vlcn3ilppum und Lomortkonem, sondern auch ms k'ünfftige alle Jahr einen Jüngling und eine Jungfrau schlachten/ und damit die beleidigte Göttin wieder versöhnen sollten. Welches verteuffelte Menschen-Opffer bis aufkur^pilum de- LvLmons Sshn/der bey der Trojanischen Eroberung ftineVernunsst verlohrcn gewähret. Dann es war eine Kisie/in der Austeilung der TrojanischenBeute/in welcher das vomvuicsno verfertigte/ und vom P )ov« »74 Röm. Ra^ftrl. Mas. und Dero hohen AUmren sövL^men Trojanern verehrte/ Lacekuz-Bild eingeschlossen geweftm G«fLyr!ich«Lurv?Uushakt^kaumhi!uitt gesehen/ so verlohr er seinen Verstand/ CuriAät. welches verursachre/daß/als er noch eine kurtzeZeir verständig war/das Or^culum zu oelptiisbefragte wie er doch wieder zuvöll'gemVerstand ' kommen möchte; bekam aber zur Amwort :Daß wann er ein solch Land antreffen würde/allwo die Leute aus fremde Weise opfferten; nachdem? er kurtz hernach in den Häsin derS/adtPatraffo kam/ wollte man gleich im selbigen Augenblick emenJüngling und Jungsrauen ausdem Altar derGöttinMMn-e ausopffern/worausLurvpllusabmerckenkun- te/daß es hie feyn musie/wovon ihme das Orsculüm opheceyt; allwv Endschaffk er von seiner Thorhett wiedergeneten sollte. Die Inwohner ftlbiges d«sM-n- Orts/erinertensichauchstracks/dervomO»cu!c)chnenertheiHenAnd schen-0pf- wort : Wie sie nemlich zu solcher Zeit ihres unmenschlich-grausamen fers. Öpffers würden defrcyet seyn/n snn sie einen Hemden ihnen niemals bekannten König werden ankommen sehen/der ihnen eine Kisten bringen würde/in weicherem GAtt eingeschloffen se». Ist alst kur^llus durch solche zufällige Begebenheit wieder zu voriger Gesundheit gelanget . die Patraffiner aber einer so Grausamkeit-müllten Cerenrony befreyet worden/ die ihnen eben dieses Orseulum auserlegt/hiedurch die Misse- that des Mcrnrltppiund(ioma:tlivms auszusöhnen. Diese Blut-gierige Göttin führten die Patrassiner/ wegen dieses jährlichen Mord-Fests/ausrhrenSchauMüntzen; und solche/theilsin Gestalt ernerJagerin.' wie aus einernAummo ^ ureüi bewcißlich; therls auf einen Wagen sitzend/der vonHirschen gezogen wird/wie eine gleicheMüntz/erst gedachten Kaysers ^urslü, ausbildet. N-stimg zu' In der Veftung/ als welche in dem höchsten Ort derStadk/die/so Patrssso. lang es in TürckischenHanden gestände Mzeit kMknBey anvertrauet worden/war der Trmpel ^Uner^LksnackchL', nemlich die Beschützerin desgantzen undSchutzüGöttin dieserSkadt und der Mt tzen Provrntz ; und war ihr Bildnus aus Gold und Helfsinbem kuM liehausgeardeilet. Eswarauch ausdemMatcktdeslovisOiym^i und r poNims D'mpe!/anfetzt aber hat es ausdem Bazar oder derTur- ikcnMarckr nichts als stur etliche Mosqueen/an denen nichts niehr von dem Merkbum übrig. , orrcutum AufdunSradt-Marckt zuPattasso/war auch vökZeitenaO >rercm ii gesetzt ein O raculum, unter dem Bildnus ^ercurit und VeilL; diese Makckt muste man bera uchem/ und die rings umher brennende Lampen an- " zun den; folgcndsweyhete man zur Rechten des Altars emeiiSchau- Pft.ming von Kupffee aus dem Land / und befragte das Biidnus L4ereurn über das/ was man zu wissen verlangte; sodann musst _Triumphel euchkenden Rriegs-Helms Dritter Th eU 115 man das Ohr hinan hatten/ und mit verstopfftenOhren von Marckr gehen/die cr-IeStimm die man hernach körte/wann man dieHand über sich hielte/war oes Or^euli Antwort. Wegen dieses Oi-nculi sind auch etlichePatraffische Müntzen/ mit dem Bildnüs kiei-cm-ii samt einem Lamm / befindlich /und kan es ein Schau-Pfenning caracuii-e klarlich darlegen. , Es war m auch m der Stadt noch viel andere Tempel/ als der Tempel Vcneris, iV 1 inervre,vi,nD, komnatiXUNdöacckftMitdemBeynamcN dckBacchi L^i/äoncnlis, dessen Bildnüß von L^i/äonhingebracht/ allwo siib ^' Ealy- diesenachfolgendesonderlicheGeschichtbegeben.^or^ftis dic-ses8?ocbi cälväon-n 5 i 8 Priester/ war in die schöne cZilirbös hefftig verliebt. Er Bac-t.E liessees annlchts ermangeln / sie zu einer Gegen-Liebe zu bringen; aber Pneskr. ft eifriger er sich gegen sie anstellte / ft mehr läßt sie einige Verachtung gegen ihm verspühre^.; Seine Sorgen/Verehrungen und Thranen w rren b«v ihr ohnkrasstig/ sondern verursachten nur desto grossem Unwillen^ sogar/daß ex endlich aus Ungedult für den Götzen B ld knockt einen Fußfall ithat/ ftüsiges um Rache anruffend. Der Götz erhörre sein Ansuchen/und schickte a'sobald eine Kranckheit unter die cnl vsto- nenlsr, welche einer Trunckenbeit ähnlich war / daran sie dahin stur« ben.Das OraculumldoäonXum svarsilbigerZeit unter den^stoiicrn, ^carnZnicrn und k zriroten in großen Ansehen. Man schickte erliche Abgeordnete pon (/nl/ston dakin/ um zu erforschen/wie man doch solcher beschwerlichen Seuche wieder lpß werden möchte. Die Antwort erfolgte; daß man des öaechl Zorn njchtandersistillen könnke/es werde dann aus seinem Altar die dniiirkoc oder jemand anderst / der sich sreywillig für sie dargebt / durch die Hand des < 7 orLli gufgeopffert; da nun die Zeitung ruchtbar wurde/ bemühte sich slgllirköo ausdas ssersie' w'e sie solchen Tod entgehen möcht; Ähre Freunde anflehen« de/ daß si? es nicht zulaffm wollten. Allein das Vertrauen zu den Orgculo war allzu groß und die Erhaltung der übrigen (.'3i)-c!oneftx allzu wichtig. Man muste sich einmal zur Aufopfferung entschliessen; sie wurd / wie gebräuchlich/ mit B'umen und Scbmuckwerck gezieret/ undzum Äpftraufgeführet. Ader es ww dem Cor^ so unmöglich/ des jenigen das Messer jn den Busen zu stossen die er so mm'g'ich anbetete/ vergieng also sein Unwillen/ die Liebe ab-^ hingegen erregte sich auf das Venweif. neue bcy ibm/ so gar- daß damit er sie loß machte/ sich selbst aufopfftrke * und todt für ihren Fbssenniederfiele; c'nllwböo hingegen / wegen sosi -»-'»sang, cher Trauer--G"s 'siebte / als auch aus Mitl- >d n und B renungbewo, gen/ entleibt« sich selbst bev den Spring-BrunnendesHaftnSust^. ivston.der seit dem nach ihren Namen c^ilii-bos gerieriml w r^e. P ij Nechst i lL Röm.Rayserl . L Nas. und ders hohen Lllrirren Tempil der Nrchli den Hafen war auch einTemp?^dem>iL^am?,'üH bererlsan anderer welcher der Cereri zu ?ätr>»l!o gewiedmct gewesen. Die« veo^asrn. ^ zum Warzeichen einen Spring-Brunnen/der nur mir einer Mauer abgesondert war. Man befragte sich allda/ wie es mit denen Kranckheiten abiauffen würde / und muste man solches folgender Ge« stglt angreiffen. Den Spiegel bangte man mit einen Bindfaden auf/ und zwar also/daß der hindere Theil das Wasser berübrere; dasSpie« gel-Glas aber schwam über sich/und erblickte man darinen verschiedene Brldnüß / nachdeme der Krancke leben oder sterben sollte. Und ist vermutlich/ daß die heutige Andreas Kirche/welche fastgantz unten stehet / aufdem Grund dieses Tempels erbauet worden: zumal in dem Eck solcherKirchen/noch einSpring-Brunnen sössesWasserszu sehen/ ungeachtet er sehr nahe an dem Meer ist. Weiln auch dir Patrassmer den Artzney-GO" auf ihren Müntzen führen/wieaus einem diummo Lommoäi erhellet/ als muß nothweudig dessen Tempel auchfeyn befindlich gewesen/welcher aber in denAngedencken derNach- welt/ mit samt seinen Gebäuen/ vermodert. Andreasbe. Bey Verstummung und Vernichtung der Heyden-Götzen/da kkhrrt sir zu das Irr-Licht der Götter und Göttinnen ausgelöscht/ ward auch die« dm Lhrt. sEtadt zur ChristlichenLehre/durch des Heil. ApostelsAndreMn- 8u?d fübrung geleitet/ welcher auch seine Marter unter^Zeo, dem damals «chittycrt. zursüäirenden RölNischen Lank-Wsger/ausgestandenhat. Deme nachmals eine Kirche auferdauet undmgleichen unür derEr- den eine Capelle/ so die Griechen dre Andreas-Schu! betiteln (md wolvordeOn der Tempel cybeiesundäcys mag gewesen seyn) gesiiff- tetworden. AudreLMartyrers-Kron erhielte auch zu ?3t> gsso «e- roäianus, einer von den 70 Jüngern und Bischofsgedachter Stadt/ welcher viel irrige Heyden-Schafflein zu der Christlichen Kirchen ge« fuhret/und deßwegengemartert worden. Das^errttorlumdieser Stadt hatte unter ihren Griechischen Fürsten den Titel eines Herßogthums / und wurde A. 1408. da die natürlichen Erd-Herrn/ selbiges zu beschützen/sicht b-istsns genvgD Wannrs befanden/ den Venetianern/ um einegrosst Summa Gelds ver kavfft/ i>KS erste bis es endlich unter des TürckemJoch istgefaget worden. MahoMt der Ertz-Tvrann/ alserdie Grentzen feines Reichs zu erweitern suchte/ mdtzkvm. E her Arabischen Provintz und Stadt den Anfang machen wollen / und stlbige von Demetrio und THomaso / denen beedm Brüdern und ionischen Printzen / alsdamaligen Despoten des Griechischen Reichs/ wie sie sich nannten / welche auch in den Ionischen Meer ihre Fürstenthümer hatten/begehret/und von ihnen zu erhalten sich angelegen seyn lasses» " rnstr ^ lls «>,! >W lmi/ü«! Mie chüiü^ irl.i^ trlüüi >klO chük siB !.,p!^ lre'^ Tri umph l e uchtenden Rriegs-HelmsDrirrer Th eü. r 17 Weil aber die gedachte ?glToloZi dieses unbilligeAnfodern ab- fchlugen/jvgen sie sich damit einemächngeArmeeaufdenHals/uber- das alles verweilte die Christliche Hulffe zu erscheinen/und sieselbsten UneÄigtei« untereinander wurden uneins/bis endlich Demetrius gar abfiele und vcrD«p»- sich den Türcken ergäbe. Man sagt daß dieser schon lange Zeit eine"" Bch.L heimliche Verständnis mit den Mahomet gehabt/auch selbigem seine Töchter eine zum Weib gegeben haben / welche aber hernach die erste und sürnchmste Msach seines äuffersten Untergangs soll gewesen lomZlus wollte sich zwar in Postur fttzen/und sich wehren/allein es wurden alle Anschläge zu Nichte gemacht/und er selbst endlich sein Land und Fürstenthumzu verlassen/gezwungen; da er dann der Grausamkeit seines so mächtigen Feinds zu entgehen nach Rom fiohe/ und Hglipe Vedas Haupt des Heil. Andre« mit sich nähme / daselbst er von Papst A-r« Pio denn, mit grossen Ehren ausgenommen und diese Reliquie in ei- mr darzu Von den besten Marmor aufgebautenCapell/mitungeMei-"^^^ nensviicnitatenbeygesetztworden. Der andereBruderDemetrius rmpfieng indessen von den Himmel wegen feiner Treulosigkeit und Verrätherey den verdienten Lohn / indem er von den Türcken ebner Massen versagt wurde und lange Zeit in dem Elend herum ziehen mußte. Ob nun wol besagter Massen die Griechen von ihrer Ober-Herr, schafft sind vertrieben worden/ haben doch die Venetianer ihreVe- fiungen undCastelle/so sie bereits in Morea in Besitz gehabt/behalten. So wurden auch noch darzu von Capello die Vestung l-sZosir? ?.', erobert/und von denen in ?atr3sso die Hoffnung gemacht/ihren Platz samt der gantzen Besatzung ihnen in die Handezu spielen. Oaxclio hatte 2z. Galeeren und andere? 6. Schiffe die zum Treffen fertig stunden i allein die Miiitz warvon der See also zugerichtel/daß sie kaum stehen konnte. Doch ließ sie der krovcöitor 6iacomo kZibsriZo marchj, ren/ welcher noch 4200. andere Soldaten beysich hatte/die/ alssir beyeinemDorff/eineMeil Wegs von der Stadt gekegen/anlangten/ und allzu hitzig auf dis Beute grenzen/ so daß sie die Hauser in grosser Unglücks Verwirrung mit höchster Furie ausplünderten/von züo.Türcklschen ch-P>un»«r Reutern unversehens überfallen worden/ welche sie Hinderwartsund ^" 2 , ausderSeiten/mit einen groffenGeschrey angssprengthaben; da dann dieUnsrigs von den Feind erschreckt und umgeben/allesamt zu stücken zerhauen worden. ^ ' - Larbarigo ist zwar in dieser ^Lilon aufei'nem Maul Thier entstehen/ aber damit der völligen Femdes-Macht in die Hände gerathen/ P ist -6 Barbagügo wird ge, spiss-k. Ragio in- gleichen. Venetianer lüsencm« gross« Nie- verlag. CarslusV. krode-tva» trasso. HEger Name der Ende Pa« trasso. Inwohner der Stadt. , ii8 Röm.Rayserl Mas, un d dero hshen A lliieren da er in ein enges Gebüsch gekracht/zu Boden gefallen/undvöndw Menge der Pferde elendiglich zu todt getreten worden. Als der Feind seinen Leichnam erkannte/ hat er ihn aufdas Schloß zu kstrzli» gebracht/ an einen Psal gespisst/ und daftchst aufdieSpitze desTburns zum schrecklichen Beyspiel aufftecken lassen. Endlich kamenvonso vielen nicht mehr als i c-yo. davon; v/icoio ^ nZio so die leichte Pferde führte/ wurde gefangen/ und von denen Türcken gleichfalls gespOt. LZpelio wollte darum den Mut keines Wegs sinckmlassen/ indem er vermeinte/daß die Niederiag von dem Unver stand der Sei» nigen/ undnichtvonderTapffsrkeitdesFeindesherrührtezdaher fiele er mit dem Rest seines Votcks dis Stadt an: Der Feind war bereit ihme eine Schlacht zu liefern / kam mutig gegen sie ungezogen / und de, gunre aufdasgrausamste zufechten, DasGesechtwahrkeviergair- tzer Stunden; Allein di« Christen / denen die Wenge und ihr Unstern überlegen war/ obwol 60. Pferde pon deA KaZio übrigen Leuten/den Feind yhnversehensln die Fianquen fielen /smd zurück gewichen/und haben / nachdem sie noch andre Venetmnijche Squadronen - so ihnen begegnet/mit sich in Unordnung gebracht / eine grosse Niederlag erlitten: Ja hatten/ wann dem Femd der Staub nicht in die Armen gegangen wäre/nicht einen Mann davon gebracht/daher sich die übrige» aufpie Maleren xe.tmrt/und wieder nach dem Golfo begeben haben. Als Ao. tszz. Drains v. unser Rutscher Preiß-bsiorberter Kayser/ mit Eolvmanno Krieg führte / halte Fürst Ooiis. des Kaylers General über die SchiffArmara / ?strasto Sieg prächtigst eingenommen/ da es aber nicht gar lang in Christlichen Händenge- ruhet/ sondern bald wieder denen einstürmenden Raub-Klauen der Türcken zu Theil worden. Do fiele auch im Jahr 1645. Hieronymus Morosini Capitam dex Guleatzen / welche den Jtalignischen Succurs nach Candien bringen sollten/dieseStaöt.an /dieer aucher- vderte/ plünderte/ und die Hauser in die Asche legte; weiln aber die Ve- stung eine noch allzu hartrNuß/und er nicht lang Zeit zu verweilen hatte/ entzog er sich wieder dieser eingeäscherten Dtadt, Hruk zu Tag' wird sie von denen Italienern ssawallo von denen Tnrcken aber ögwa und ksigbutt^genennet/ündlsteineErtz Bischöfliche Stadt / welche über das Theil More« gegen West n dis gegen Coron zu gebieten - und hatte vormals dieser Ertz B'scboff/ den zr. Sitz m denen Loncilüs/ werden auch bis in die r ooo. Kirchen m!ein Ertz-Bstium eingeschrencket. Sonst ist sie noch zi mlich bevölckett/ und möchten der Einwohner 4. bis fooo.teyn/worunterdieJiiden den dritten Theil ausmachen/ und 4. SvrragoZe» besitzen/ Sa auch U tiriiir S-ii/E Wr K!^r vschr itÄzf rdiid; j^!Ä !v«n^! qK ls-^ tlllUö U^l- Tri umph leuchtend en Rri egs-Helms Drirrer Thett. r 19 der Tnrckifchm Mosgueen 6. sind/ in deren einer eine eiserne verguidew Kette bäugtt / welche der Tmcken Fürgeben nach / verursachte/ daß siedieStadt/als siesolchejdenen -Denctianern wieder abnahmen/piün- derten/ IN Hoffnung/dieKette wäre von Gold/und müssen die Einwoh, ner mit unredlichen Reichrhum überschüttet feyn. Sonsten ist nichts sonderlichs Mehr darinnen zu sehen/ öbwoln dasAlterthum so grosses Wesen davon gemacht; als daß in der/dem Heutige Heiligen Johanni/ Georgiö und Nicolao gewidmeten / Kirche vier^cätm Jonische Marmor-Seulen gezeigt werden/ wie auch ein Stein/der/ so man ihn gegen einen andern reibr/ einen bösen Geruch dreh oder vier Schritte von sich giebk/welches die Griechen für ein hohes Wun- derwerck halten / vorgebende/ daß^gseus, als erAndkeamzum^oö verurrheilt/daraufgesessen sey» katrallo ist in der gantzen umliegenden Gegend amioch die einige Pattässo ek, in der die Griechen aus denen nah-angreußenden Inseln/die Engel- landet Und Franzosen ihre Handlungs-Gewerbe treiben; welche in Seiden bestehet / wovon jährlich über zos, Ballen cmgebkacht werden« Es wird auch zuLeder und Corduan noch ziemlich wolfeil wie auch Hönig/ Wachs/Wolle und Käß/abgehoiet. Die .Hwchrbae- Bäume aUfdenen nechst-gelegenen Bergen tragen auch Manna/wel- ,7'^"""" ches aberdie Einwohner Nicht recht einzufümmlen wisserü Zitronen wachsen allda zwey Fauste dick/ an welchen das inttwendrge süß/ und kan man es wie einen Ä-fel gewesen/ aber der wenige Saffk in der Mitte ist sauer. Es hat auch allhier schöne dicke Pomerantzen. wiedis Pormgesische/deren innwendiges bitter/ der Saffk aber gar süß ist. AnCedern/ worausman den Cedern Safft machet/hat esmgleichen keinen Mange!/wie auch an den Wein / der aber denen mit Leibes- Frucht gesegneten Frauen nicht zum besten dienlich« Die ?atrasso Amschkenckende Lasst ist ietzlich nicht allzu gesund/weiln es ziemlich in derTüffeliegt« . . ^ ^ So bald?/,tr3sso den Rach berechtigten Venetianischen Waffen wieder eingehändigt/ bließ es die weit-erthonende Gerichts Posaune alsobald in den gMen Tbcil Moreens aus/ und sagte eine unsägliche Furcht in die G-müter der Türckischen Besatzungen/und demütig- tehingegendie zurückg iasseneChrifien-Flotte/zwischen dieDardanek- ^ len mit etlichen Schiffen einzudringen/ allein wie die Besatzung,« Mo- lierea das Stücke-Donnem erhöret/ anbevauchdteFIuchkdesSe- Besatzung raskier/und der Unser?Sieg ersehen / und ^n der Eroberung paLraG- veriakra,^ benachrichtigt worden/ geriethe sie in eine Verzweifflung/ und konnte also m der Eil kein sicherers Mittel als die Flucht erwehlen/denen mit schlech- 12s Rom. Raystrl. LNaj und der- hohen AUiirren schlechter Mühe hinein dringenden Chljsten / einen gantz unverhoffter, Md unglaublichen Vorrath von allen/was zu VerschungMerwa- ckern Vestung e-rfordett wird/samt einer ziemlichen Anzahl Gessngee «en hinterlaffend. Qhngefthr in der fünfften Nacht,Stunde/ kam diese fcölicheZei, tung an denCapitainGeneral/welcherdann für rathsam erachtete/das Lager/ so in ?atrallo war/zu verlaffen/und sich mit der gantzen Schiffs, Armata auszumachen/ damiter sich möchte bey dm anbrechenden^ag vor dem Schloß Romelia setzen lassen/ wo sich der Mebemet Basis Romtlia schändlicher Flucht davon machte/nachdem er zuvor Feuer in das Pulver gelegt / welches zum Tdeil die Vormauren gegen den Meer zu/ gedachten Schlosses KomsiiV über den Haussen geworffen. Eeirgmh«ik Diese beyde Schlösser / Oaräanslien benamset / sind zwey siarckt v.» varva- auf Klippen und Felsen stehende Castell/ bevde viereckicht gebaut / und «MM' mit starcken Mauren/ sonderlich aber gegen den Meer hin / mit grossen Batterien verwahret / und zwar von solcher ?eriLÄion/ daß ihnen an sich sechsten kein Mangel zu geben; ausser was den Erdboden belan, get/der/ weil er gantz sandicht ist/bey einen feindlichen Angriffdie Approchen und Lauss-Waben/mit gar geringer Müh sollte eröffnen lasst». Die Aussetzung einiger Miliß/kan aufSeiten des Castells No- MiiD nicht näher / als zweyIralianischeMeilen von denselbigen/gr, schehen. Obwolen sonsten denselbigen mit den kleinen Fahrzeug/ bis 400. Schritt davor/beyzukommen ist. Das Erdreich/ oder aber die Fläche/befindet sich bis zu dm anliegendenHügel in ziemlicherBrep te/ doch ziehet sie sich gegen das Castell se langer je ärger zusammen.Un, ten am Berg/ dabey erst bemeldterHügel anzutrcffen/gehet eingrOs Thal hin/ durch welches die senige/ so einen Angriffthun wollten/ gantz bedeckt/ ohne einigen Anstoß/bis an das Castell marchiren können. Eingang Der enge Eingang des Golfo oder Meer-Busens/ welchen diese der Go'.,4 beyde Schlösser bewaffnen / begreifst ohngefthr r oo. Schritt oder wre dreier nach Strabonis Meynung 4. Stadien. Svnst dränget sich dieser Golfo auf die roo. Meilen in die Lange zwischen das Land hinein/ und benehetgegen Mitternacht das Ufer von Achasen/gegen Mittag Keneniruns aberdas Gestade von Morea. Seine verschiedene Namen/ so thm hg§ ^lcerthum beygelegt/ machen ihn Key verschiedenen Skribenten Rubm-bekannt. Jnmassen ihn die alte ( rUHum, Strabo das ^>sr« tjalc^onium, wegen seiner Stille/Lophrnnus 6osto cüpcärss we, gen der umliegenden Klippen/etliche aber von der Stadt corinchen ^vrintlüLLuin tinum, benennet. Die Schissleute nach des ötiZr« Trimiipy-leuchr c ttdettRrie gs-He rmsDrikcerThekl. rrr Beri cht, betiteln ihn KiVs äs ls Oolstls; Doch hat er heut zu Tag iosg emein dm Namen / daß er 6o!lo äi I_e P-Isito heisset. In den Mittel seines Busens werden vier Klippen gszchlek Im ülmMqber wird er von den Wellendes Jom-chen Meers ungefüllt / u d mit Wasser versehen/ als welche b§» fe-ncn Singangoder Mündung/ so von einer sattsamm Weits ist/und vonzweyen kleinen Vorgebürgen/ so von ihrsnsesten Landen herfür reichen ^ formier wird/ ihren Einlauff nehmen können. Besagte Vorgebürge liegen gegen einander üb-r; jenes so von Morea m dasMeerhinein reiäst/wird von 8v2bons ?romonwrium^ntiockium, insgemein Capo ^ntirio,ge- nennet / und hat ans seinen Muken -4olici-ca. Das andcxe Borger bürg/ so wn Achajaheraus gehet / ward hingegen von Strsbone Klimm Promontorium, insgemein aber (^->0 Ihione oder kiione ge- heiff n / und ist ebner Massen mit porbesagten Castell Koo^liz versehen. Nachdem Oru-olus V. durch Dorici seines Generals-Sieghasste Minelt« Anführung ?atrzllo (Wie erst gemeldet) bezwungen/belagerte er auch ^irdvon diese Dardanellen; Da dann Romelia / als welches nicht zum besten mit Besatzung bemannet war/ sich alsobald ergeben / und von denen " ' Spaniern ausgeplündert worden; allein iVloücres in ^roHZ hielte sich etwas langer / doch als sie eine Irschs durch der Stücke / ihnen noch ungewohnte/Starkem ihren Mauren sahen / besonnen siefich anderst; allein es war zu spat/ indem es dieSpanier mit stürm -nder MoUcre« Hand ritterlich epoberten/ die so halsstarrig sich wehrenden Aanitscha- Simm, ren/ in der Zahl zoo. niedergehauen / nachmaln das Raub-Nest geplündert / da es dann ungemeine Leuten gesetzt. Allein sie waren kaumeineJghres-Frisi in denenChnsien-Handen wieder gewesen / als siedurch Sojymann schon wieder ejngejocht wurden» Nach glücklicher Eroberung der Dardanellen entschlösse sich der Captin tapfermütige Capitain General den Lauff des Sieges zu verfolgen/General und mit seinen Schiffen nach Lepanto zu segeln. Wir wollen ihn alle Anstalten darzu machen lassen / und gehen indeß zu der Kavserlichen ^ ^ » Preiß-Armrein Ungarn zurück/welche wir eine Stund von Mohatz verlassm. Wir wollen aber unfern Anfang zurffolge/ dasTag-Rcg>sier fortsetzen/ und mitdem r.Augusto wieder unsere Feder anfttzen. Diesen Tag ward Herr General von Scharffenberg und Wallis mit 4soo.Mann/gegenMokatzcommendirt, allda ein weiters Trenche- Ment zu Bedeckung des Proviants / und anderer Schiffe/zu verfertigen/ welches in drev Tagen in das Merck gmchtet/mit, oo. Mann be- irr Rö nr. Rasers LNaj. und Vers ho hen Allür rett setzt/ und die übrige Trouppen wieder zur Armee gezogen wordeiH Herr General Veterani abergiengs über die Brücke gegen Ungarn- Selbigen Tag haben die Kayserlichen in 200. Fouragirer eingebüffet' deren die Türcken den r. diko ebenfalls viel bekommen. Die Ur- sach war/weilen sie sich in keiner Ordnung/von denen zurLonvvye witschenden Partheyen/halten liessen/ssndern nach Gefallen hm und wie- rkrckm der auslieffen. Hingegen jagte ein Cornet mit ro. Dragonern / ioc>. insyamdi« Türcken/ deren aber nur drey erschossen/und einer gefangen worden/ Kays»«- welcher ausgesagt / der Feind stehe in der ungezwe,'stellen Hoffnung/ «tzwfliev«». daß dre Kavserlichsn sur ihm fliehen. Allein diese Flucht ist ri n mit höchsten Spott gezeiget worden. Ein gleiches sagte ein Weib/ welches beyHerrn ObristWachtmeister Orlick Verlust gefangen worden/ und wieder entkommen. Den ?ten dito ward die Armee durch etliche in Schwäbischen Lager geschehene unverseheneSchüssealiaimirt/und weiln einige Tag her / viel kouragirer in des Feinds Hand gerathen/als ward ein Genera! Wachtmeister / selbige zu bedecken/mit 1220. Mann avscom- Ekste Er. mendirt. Diesen Morgen sah« man das erstemal des Feinds-Lager biMtllg des öornevvar auf einer Höhe/ weiches zurecognosciren Ihre Hochfürstl. Durch!. Hertzog zu Lottringen/ und Ihre Chur-Furstl. ^ Durch!, ausgeritten. Den4. dito liessen sich 4000. Tartarn disseits des Morasts eine Stund vonUnserm Lager sehen / deßwegen unserem etwaschlsriM worden/ die Feinde aber gleich nach k ccoZnosclrung unserer Lager zu, ruck gewichen. Den f.dito bekam der Feind wieder einige von denen Kayserl. Fouragiren/ worunter drey Bayrische Carbiner,Reutest man erhielte Kundschafft / daß der Feind starckbey Korns wsrudn Düm«watz den Morast gehe; Ihr Excelle,iß Herr General Dünnewald hatte zu -lkmmr Ofen den Baffa llmaei/ welchen weiland Herr General ^-rc/bey den Baff» geschlagen / gefangen bekommen/ den die Türcken auswechseln wollen / und dieser Tagen einen Contraet/ gegen gedachten Baffa ^ 7002. Ducaten / drey Z obel-Peltz und eine Schnur Perlen zu liesem/ geschlEm.^ ausgewechselten Geiseln begäbe sich Herr General Dünnewald mit ohngefehr so. Offciren/so meist/Franzosische Voiuntarrs waren/ an den bestimmten Ort/ allwo auch desGMe Auslieft- Veziers Secretakins erschiene/welchergemeldtrn Gentkaldas GUS kvngd/rM in zo. schonen Beuteln / auch anders äberliesitte/ hingegen ihne.er Bassa erfolgt wurde / so an einen Baum zwischen deichen Lagenrgeschehen. Der SeererariuS empfleng den Baffa mit hofflichenCom- _Tri umph,le uchte nden Rriegs-HelmsDrirrerTheil. ; 2 ; plimemen; oemevmerüus Türcklsche Manier entgegen gienge. Ihme ward gleich ein schön Türckifth Pferd/und ssdaid er selbiges bejtie- gen / ein verguldeter Streit-Kolbe/zum Zeichen des Commands/ge- bracht. Der Secretarius meldete / daß er morgends an eben dem Ort des B^ßa röß-Briesholen wollte. Begehrte anbey zur R com- pens von Herrn Generalen ein paar Pistolen/weiln er ab/r keine de» sich hatte/ verehrte Herr General kielke ihm dieSeintge wofür er ihm folgenden Tags einen schönen Säbel und Ssrbeth einhändigte. Eben den 6. ein Stund vor Tags machte derffeind dm unsrigen Der Lermen/und a vZncii te bep anbrechenden Tag/ mit siarcken Trouppm auf unfern lincken Flügel / welches Ihre Cburfmstl. Durch!, von Bayern und Printz Louis von Baden/Ahrs Durchs denHertzog von kottringen / slsobald zu wisst, machten/ sogleich Louräsfelloblasen/ die Schwäbische und Franckische Tröuppen in das andere Treffen ein- theilen/ und die völlige Armee gegen den Feind stellen und anrücken lassen. Die deey Regimenter / Stirum/ Serau/und Kiesel avz.icir- ten voran/scharmützelken nebst denen Vvluntairs continuirdch mit den Feind/worbey von denen Kayserlichen fknff tsdt geblieben; Der Feind aber hatte seine Todten alle mitgeschleppk/ d.ssen Lager man auf einer Höhe gesehen/ als man aber vermerckt/daß er sich in keineHauvt, Action einiassen wolle / sind dieTrouppenso befthlichtwaren/zurück geruffen/ und Verschon vorigs Tages vorqenommene March/bis an Mshatz fortgesetzt worden. Herr Obrisk Wachtmeister Oriick ward mitzoo. Pferden gegen Sicklos geschickt» der Orken die streiffende Pattheyen im Zaum zu halten. Den 7. dito langte Jhrs Durchl der Hertzog von Mantua in Hertzeg so» Lager an/ die Fourage gienge enge zusammen/ und war die Miütz sehr unwillig/ daß sie mit dem Feind nicht zu schlagen kommen konnten. Den 8 . dite haben die Tartarn/obwolen über !fo,Fouragi-e/theils ^ ' nieder gemacht / theils gefangen weggeführet/worvon zwar einige in das Lager ;urück kommen/weiche aber gantz zu schänden gehauen waren. Obwolen nun der Groß- Vezier denen Kavserlich>n conrinu r, sich nachruckte/ so sähe man doch keine einige Hoffnung denselben zu emer Feldschlacht / ohnqeacbt ihme darzu gnugsame Anlaß gegeben wurde/ zu bringen. Bewegen von der hohen Generalität Kriegs- Rath gehalten/ und darinnen beschlossen worden /von dannen gegen Sicktos und Fünfkirchen zu eilen/aus diesen Oertern die Guamisom' Proviant und anders heraus zu nehmen/dann zu <^emoliren/zu verlassen / und folglich die Besatzung anderwerts anzuwenden. Einige meynen daß dieses em politischer Fund/ den Feind aus seinem Vortheil zu rücken/gewesen. Q iz Den I L4 R öin. ^a^serl. Mas. u nd Der» hohen A ckurcen Abwsi der Da 9. dito beruhete die2lrmee wieder indem einA^-^- -tÄreuLa- Koys-lil» gee - uns brachte man da- Tesü/ütz' so wegen der tröffe unrauguch/ chc^ samt der ^Unttion und denen Krancken von der völligen Armee/welche bey sottgehenden March eben sogeschwind nicht feigen kunnteu/ auf die Schiffe/ um solche Ladung auiwerts zu fuhren/ und befehlichle man zu Versicherung der Schiff-Brücken undVersiärckring der schon dort Anwesenden nebst einen Obrist Wachtmeister noch zvo.Mann. Kaum hatte der Tag sein Mrttek erreicht / als sich der Feind auf Chur- Bayrischer Seiten zeigte/ und selbige etwas beunruhigte/ welchen Die Tür- JhroChurfürssl. Durch!. Heldenmütig selbst entgegen/und ihnen das »en b- Abson, geben/ denen Türcken aber/ durch dieses unglückliche Erlen, in dieHan- »«rm>g. yz gerennet/ die diezweyletzteniedergehaue!» gedachten Hauptmann aber/ berfsin Leben in denBüschen eine ZeillanAerhalten/ endlich gegen Lieferung 8osv.fi. weggenoannen. ^ ) 2 < O«!l k ,°!4 llpx Ä«L'! »Ä«! Ml« Mlk Liiö »W W^!> xM -B Crrcunph s leuchrendenL^riegs-Helms Tzpirrrr Cheil. i 2 x Nechlüolgruden Tag/ weiches oer LO.Augajii/ drachFle Armee d,» wieder auf/ und ward dem lincken Flügel die Avamguarde anbefohlen/ darauf die Infanterie von 2. Treffen des rechten Flügels/ nach Viesen ^ aber das völlige erste Treffen von rechten Flügel gesolget/und weütt dieArtiglerie/ unbsamtliche ^agage in March/die rechte Hand von der Armeegehalten/so hakdievollige Cavallerie/von r. Treffen ihre« March zur rechten Hand / zurögZagc-Bedeckunggenommen; ohne das Croatifche Regiment/ welches sie Retroguarde von dem ersten Treffen gehulten/in welcher Ordnung dieArmee in dasLager zwischen Mohatz und Sicklos eingerücket; obwotn man verhofft/der Feind wmU sich unter Wegs wieder zeigen / welches aber nicht geschehen. Worauf den n. drto diesArmeej weiter aufgebrochen / und in folgender Ordnung in,das Lager unter dem Herschemer Berg eingerücket. Der rechte Flügel hatte die Avankguarde und zwar das 1. Treffen/dem nechst die Infanterie von r. Treffen gehabt» Die Ca- valierie aber vom zweytenTreffm/hatte iMMarch die rechteHand von der Bagage/ selbe zu bedecken genommen. Kaum war der halbe March geschehen - als sich etwas von dem Feinde in Einrückung des Lagers etliche Trouppen, welche von 2002. bis Fovs. Manngcscha- tzn/erblicken ließen. Auf welche Jhro Hochsürstl. Durchl. Croaten/ so da anfänglich zwar mit Hmderlaffung etlicher Todtenrcpoussirek worden/ auf diese aber den güntzen rechten Flügel mitetlichenRegi- ments-Stücklein anziehen taffen / für welchen der Feind immergewi- chm/ undnurscharmügrek; vaheroIhröDurchl.alle 6 zmückuNdikl das Lager ziehen lassen. Der Feind hat auch einige verlokren / und ist in wahrender Attion ein Uberlauffer zu den Kavftrlichen kommen/ den man aber in diesem Tumult nicht ausgeförscht/ . ^ . Nachdem man sich wieder zuruck gezogen hatte /sähe man daß Tunke» M sich dieTürckische Trouppen ft mehr und mehr sammelten/ und sich dem s«nh»sm, GesichtihresLagers zeigten/gleichfamzu der künfftigen Schlacht uns erzwingend/ so waren auch die Hungar« Raub-erfüüt zuruck kommen/ indem sie 22. Tartgrn nftdergemacht /12. gefangene Christen von und zwey von selbigen gesanglich eingebracht / welche ..nach Ausforschung berichtet / daß der Groß-Veziek in seinem Lager aüsrussen laKn /wie er nunmehro von den M oß-Herrn befehlicht/ mit denen Christen einm Gang zu wagen. Ausden Mittag verursachte der Feind indcmLager einen blinden Lermen/mdemeersichstarckauf die Imcke Seite zog; weßwegen matt dann auch zu Pferd geblasen/ worauf alles sich in die Waffen verfügt/und den feindlichen Angriff ^wartet; aüein es geschähe nichts / als daß er Mit denen Voluntairs Q ist fast Glückseliger Tag. Beschreibung derch- maUg „Nr glücklichen Mshatz» schm Schlacht, Geistlicher Soldat. rr6 Röm. RRVstrl. Nlaj. und der-hohen Allirrren fast bisin die Nacht fcharmuziret. Da er dann von denen Chur FW. ohngefehr ro. Mann bekam / die den Feind g-rmg achtend/ sichzü weit hinaus begeben/ daß siedurch die Kayserliche Pferde nicht mehr können secuadirt werden. Es wäre unter denen scharmutzirenden Türcken einer in ganß leutscher Kleidung mit einer Copie in der Hand/ welcher aber nichts als mit Türkischen Geschrey der unfern Obren ansütlle. Endlich nähere der Tag heran/ an welchen der bißherige Türcken Hochmut wieder sollte gezüchtiget werden / und das so jämmerlich aufdieftn Feld vergossene und qnnoch um Rach ruffende Christen-Blut versöhnen. Ich vermcyne dem Leser keine« Übeln Dienst zu thun/daftrn ich die ek-malige Mohatzische Schlacht derer Wunden noch bis aufjetzt in dcmHcrßen der Christenheit blucen/ und seit der Zeit immer weirer gebrochen und geeitert / aus bewehrten Ecridenten (sonderlich einer Preiß-Feder/ ^ die gleich einer Bien aus allen Ungarischen Scr-benten-Blumenes zusammen getragen) gar ausführlich beschriebe: tkeils wei! die Gelegenheit des Orts dadurch zugleich desto besser entdeckt wird/ als welcher jetzt durch den tapftrmütigstenSieg Welr-beruffen; theils auch weil viel denckwärdigs sich dabey begeben/ so andern vevt oder Morgen für einen Spiegel der Für oder Unvorsichtigkeit dienen mag. Nachdem denHungarn dieHerbeynahung desTürckischenHeerS an gezeiget/ sind darüber unterschiedliche Bedrucken und Rathschlage gefallen/ob man mit einer solchen Menge ein Haupt-Combat wagen/ oder nur defensive gehen sollte ? DervornehmsteZuschürerderun« besonnen Fecht-Hitze war/Paulus TomorseuS/ ein Franciscaner Mönch und Bischofs zu Colotza/ von welchen Orteliusschreibt/ersey ein ruhmrediger Mmsch gewesen/ welcher mit Händen und Füssen gtt zeigt/ wie er die Türcken niederhauen wollte. Selbiger Tomoräus lag mitemer geringen AnzahlFußvslckmv 7000. Reutern jenserts des Fluß Carajsi/von dessen berruglicherEi- genschasit hernach soll gesagt werden. < Des Königs Kriegs-Volck war bis nachMohatz gekommen/ seine PerfsnäöerPli.chnochemwenig zurück/ und emvfieng daselbst von den Tomorso Bpffschaffk/ W der Feind ihnen plötzlich über den Hals käme/ derkalben er bäte/ man möchte schleunig zu ihm flössen/und auf^me Schlacht/deren man M nunmchrs weiter nicht entziehen könnte/bedacht seyn. legte * Christian Minstcht. in seiner neuen kurtzen BeschrelöiMF ves Königreich Ungar«,-. Tr mmph lenchrenden Rriegs-Helms DrirrerTheil. 127 legte hernach den Handel mit etlichen andern. Es wollte ihn/ tviewoi König Luv« einen Jungen und des Kriegs-Wesen dißmaln am erllen erfahrenden „/ß,,»,,"' Printzen/ nicht wolein / sein Leben / seine Kkon und des gantzen R- ichs schlagm. Wolfarth auf die wanckelbare Glucks-Kugel einer einigen Scrlacht zu stellen/wiederholte derowegen den Rach/so ihm sein Herr Vetter Sigismundus und andere gegeben/daß er ja nicht eher treffen sollte/ bevor alleAuxiliar-Völcker/ deren theils allbereit im Anzug/bcy ihm angelanget / und daß sehr übel unweißlich/ und dumm kühn/ diesem, gegehandelt/welche ihn mit so gar geringenHsuffen/ an einen so mächtigen/ nemlich 2D0OOO. starcken Feind verleitet hätten: Müste matt dervhalben der aus Siebenbürgen heran marchirenden 4000. und ausDalmatien undSclavonien 15000 auf denen die größeHoffnung der Victorie anruckete / erwarten. Gegcntheils sähe er wo! / man würde ihm hernach alle Schuld der vermehrten Vergbsaumung bey- messen. Unter solchen Scharmützel seiner Gedankten sandte er den Bi- schoffFranciscum Rodericum/welchcn er kurtz zuvor zurCantzlerStel- le erhaben/ noch dieseldige Nacht in das Lager/um die Generalen und Öbristen zu überreden/ insonderheit den Palatinum und Ertz-Bischoff von Gran (die mit ihrem Winck die gemeine Soldaten lencken könnten) wann sie je derBökmischen Hülffnicht erwarten wollten/ aufs wenigst doch des Weywoden undFrangipans Assistentz zu erwarten/ und mit dem Lager derweil an einen sichern Platz zu verrücken. Der Kantzler richtete sein Gewerb treulich aus/ aber ob er gleich alle Gefahr ihnen Augenscheinlich/ so bey vorhergehenden Treffen zu besorgen/zu erkennen gab / liessn sich die verwegene doch nicht bereden/auchnur Ungam eine geringe Frist oder Aufschub einzugehen ; also gar wollten diese W /5 A zur Schlacht-Banck eilende / keiner Vernunfft noch Warnung Statt geben/ weil die Giraffe und das Verderben ihrer warteten. Als den guten König solche Verschmahung seinerbest-gemein- «en Fürschläqe hinterbracht/betrübte es ihn nicht wenig/ undkamer Key anbreclienden Tag-Licht aller traurig nach Mohatz in das Lager/ kehrte daselbst/ west die Schiffe mit feinem Gezeltnoch nicht angekommen/ in des Bifchoffs Haus ein; ließ gleich den Palatinum die Sena- tores und andere Krkas-Erfahrneberuffen / mit ihnen Raths zu psle, gen. Diesen Kriegs-Rath wohnte unter andern auch gedachter Toe mor-us bey/und votirtegar inständig aufemeSchlacht; nichtohne Veränderung so wol derer die es besser verstunden/alsinsonderheit des Königs; welcher von der gantzen Beschaffenheit dieses Kriegs hochvemünfftig und säst öder seine Jahr urtheilte/ und zu dem durch 123 Röm.Ra?ftrl.rNaj.unddtr»h»hen AUürren Äuts!-N!ch die Rede Johannis Prcrii erschrak Dieser war vor etlichen Jahren -^ tianmü von hm Türcken gefangen / und den Mahometischen Aberglauben P ""'A. anzunehmen / gezwungen worden/ batte auch bey denen Türcke« ge- Vcndm bemathet/ Kinder gezeugt/ und einige McievPlatzeHemten/ Schlot. aber seine Gelegenheit ersehen/ und sich fluchtig von ihnen hinweg nach TomorsiLager begehen/von dannen man ihn für den König gefühn. Als ihnderselbige gefragt: was ihm dedüncke um den AusMz des fürstehendeo Treffens? soll er also haben geantwortet: er wolle zwar nicht gern den Christlichen Soldaten einen kleinmütigen Schrecken einjagen/ damit es nicht das Ansehen gewinne/ als wäre er von den Feind dazu angesiifftet/ müsse doch aber g'eichwol auch die Warbest reden/der Feindeseye eine so grosse Anzahl/daß / wann ihnen allen dre Hände würden aufden Rücken gebunden/ also daß sie keinen Sabel zücken / noch mit andern Waffen sich beschirmen könnten/selbige dannoch von einen so geringen Vöicklein wie des Königs / kaum iü dreyen Tagen alle möchten niedergehauen undgemetzelk werden. Klug«Frag Wie der König dieses gehört / hat erden Tomorseum/welcher desKdnlg vpr Begierd ru schlagen branndte/wolle« abmahney/ und ihn gleich« Ludwig, gefragt: Wie stsrck er des Feinds Lager hielt« ? iener antworte« te i rooos. Mann / hierunter besiehe aber der meiste Tbei! in Troß« Buben/ Bulgarischen Land-Völckern und gehuldigten Bauern/welche weder bewaffnet noch streitbar/sondern allein zu der Maulthiere/ Lameel und Pserdwartungen/ und andern knechtischen Diensten bestellt/ und zum Treffen nicht gebraucht würden. Wiederum fragte der König ; Wieviel i!W/i ÄchiS !NO Mr DU xÄn!!: s>M skili l^>? M M l°E! Sern Diener/ einer von Zettench/ oder nach Orkelii Ausspruch/ Zettritz/ ein gcborner Schlesier/welcher allein um ihn war/ brachte ihn zwar endlich aus dem Koth/so bald er ihn aber seinen Helm aufgelö- set/verschied der König / der erst nach zwey Monaten/des Dieners Bezeugung nach / also gewapnet/ samt dem Pferde im Sumpf/nicht weit von de mFluß Drab/gefunden/und sein Leib zu Stulweissenburg begraben worden. Die andere Erschlagene lagen eine Zeit lang un- begraben/ausser denen die von Hunden und Vögeln in denBauchge« scharret wurden: so gar daß der Gestanek die Lufft zu verunreinigen/ unddenVorubepReisendender Weg gefährlich zu werden begunte/ wegen der grossen Menge der versammelten Hunde: BißdesLmcrieL keicny pslstinl Frau Wittib auf ihren Kosten 4OV. Leute bedungen/ die Leichname/in hin und wieder gemachte grosse Gruben zuwerffm und zu bedecken. Nach solcher der Turcken erhaltenen Victorle/wurden dem So» lymann/.Köpffe/derfLrnehmsten Herrn so inderSchlacht umkommen/ fnrgcbracht: Unter welchen einer war / des Ladislai Salcane Ertz'Bischoffs von Gran / welchen Solymann wegen seineölGeitzes/ damit er weder ihnselbst/noch seinen König gehokffen/übel schalt. Als aber des Mönchen Tomorxi Kopf ihme auch gezeiget, straffte er gleichfalls denselben deßwegen/daß er durch seine Toll-Künheit Ursach zu solcher Schl acht gegeben/und lobte hingegen krsnr deren/ Bischofs zu Waradem/der die Schlacht/m welcher er auchigeblieben / wider« rahten hatte. Da ihn aber ferner auf einemSchau-Pfenning dieBildnusseund Contressctur des Königs und der Königin in die AuM kam/schalt er ihre Räthe zum defftigsten/daß sie ihn in solch Unglück eingeführet/ und nicht dafür gewarnt hatten/wendete darneben für: daß er nicht in Ungarn kommen wäre; daß er König Ludwig dasReich nehmen/ sondern die seinen Gesandten angcthane Schmach / mit den Sa« de! rächen wollte / und da er bey Leben blieben/ rvMe er ihm das Königreich wieder geben / und nur einen schlechten Tribut / weil er seine Unschuld wo! wüste / auferlegt haben; hielte es ihm auch für rühmlich / wann er seines Freundes / des Königs aus Polen/ Vettern / der dem Haus Oesterelch so nahe verwandt wäre/ hatte . . erhalten können; hat auch solches der Königin Maria / so damals noch zu Prcßburg war (doch nur zu einen Schern seme TyrannLy^S»sy. dadurch zu beschönen) vermeldten und ankundigen lassen. manne. Nun ändern wir auf diesen umRach-achzendenMohahis-en liaestro dieA. 1526. Mehandelte Trauer- Lcena, und verwechseln R ist lz 4 Röm.R ayserl. Mlaj. und der» hohen Alhirren sie mit den RuhM-bereicherren Sieg/ welchen der höchste Steg-Erlhel- 1er auf den Mohatzischen Schau Platz aufgeführer. Hat damaln der August-Monat Trauex-Leichrn/hat er ametzrRach-Leichen undVer« söhn-Ovffer der ehmaiigen Grausamkeit angesehen. Dieser hold-be, kannte Tag war der r 2 . August / zu welchen wir uns / der bisherigen Tag-Begehnus zur Folge/wieder wenden / und die Christlich-vereinte Armee begruffen. Kaum war dieser Tag angebrochen / als man zeitlich Lonrtet-lie geblasen/ und dieArmee beschlicht/nach Sicklos anzurucken; alsobab den erblickte man/ wie den vorigen Tag / wieder den Feind / der jedoch so bescheiden gewesen/und die gantze Nacht durch auf die Vorwachten keinen Lermen gemacht. Auf diese erhaltene Nachricht beorderte man Ordnung dre Armee/ das; sie in Bataille fomücken sollte. Es hatte der rechte Flü, d" Kaylech gch den March nach der Ordnung in zweyen Treffen angesangen/und Armee. Rechen-weis / (oder/ wie es aus Soldatisch benannt wird/ Cone tramarch) damit / weich der Feind gegen unsere lincke Hand ansahe/ man die Fronte gegen ihm stellen konnte» Die Bagage/damit sie desto siche er seyn mpchte/setzte man hinter die 2lrmee/und zöge nach dem Ge- bürg/ so breit und dick / als es immer möglich war. Ihre Durch!, der Hertzog/ nähme eben deßwegfn die Flache/welche von der Höhe an/un- serm Lager rechkex Hayd/ gegen Sicklös anfangt / mehrers lincker Hand/ und setzte den March immer weiter fort. Der Feind machte indessen in denen Gedüschen/worein er sich biß- hero verkrochen / immer stärckcr heran / und kamen dieAuskundschaff- ter ziemlich nahe/ so daß sich öffterspie lsnsrige mit ihnen in ein Hanv- Gemengeinlieffen. DieArmee hatte noch nicht den halben Theilvon der Flächen erreicht / so schickten Ähre Dkm-Fürst!. Durch!, nach Ihr Durch!, dem Herrn Hertzog / Nachricht ertheilmd / Paß sich derFeind je mehr und mehr aus seine Seite lmcklß / und man sich alldorten gewiß Anfang eines Anfalls zu besorgen. Damit machte das Donnern der Stücke ^en^Äen ben Anfana/ welches man so wol aufihrer als Unserer Seiten hören Gemach« kunnte/ aüfwelchesJhreDmchl. der Hertzog ayhalsen ließ/ undsich ^ ' selber in Person zuJhrer Chur Fürst!. Durch!, verfügte/um dcro Gutachten mit dem seinigen zu verembaren/un wo selbige Hülffe benöhtigt/ kluge Anstalt zum B ysteb.en zu machen. ' Obwolnvon dem lincken Flügel/ so wol Cavalkerte als Infanterie/ekliä^e Sguadronsund Bataillonsvon b'ydenTr.ffen/ d.mFeir.d bester zuwiderst hen/ zu Endedes lincken Flügels desehlicht worden/so haben dannochJkrDm6st. der Hertzog/ als einKriegü-geübterund dergleichen Gelegenheit xühmlichst-erfahrner Herr / von dem andern Treffen Ml» M W' HN de« dil ' dil 1 vd w A a! tt dl so de rn de de tei Ul S köl er- an cke tiac Gej W schei ! Dun tvqrei kes,rz Ei Al W Triumph,leuchrendeckRrLeZs-HelmsDritter The« izs !ÄW KW! -!^L: 2Wj8 üriO M! Ä>tß rk«^ sitl»? Lttl-sr M'ck ^reffendes lincken Flügels meistentherls zurück auj die Höbe marchi- ren wssen/welche Sie/zu Bedeckung der Flanquen / von dem Herseiner Berg dis zu Anfang des linkten Flügels / und in der Freute gegen dem Thal/allda der Feind gesucht einzubrechcn/gestellt; anbey auchdcm Herrn General Wachtmeister Werner besehlicht / die Artiglerie/ so in demCorpo derBataille hätte seyn sollen/ausdieHöhe zu pflantzen/von deren man in du Feinde hinein blitzen könnte» Allein/ der vorig« Tumult veränderte sich m eine jade Stille / liG die vormals einen grimmigen Ansall gedrohet/lieffen sich amtzo an/als ob sie zurück« ziehen wollten ; weswegen auch IhrvLurchl.gtwillkt war/ den March weiter fortzusetzen / Und eben deswegen zum rechte» Flügel zmuck geritten/um daselbst benöhtigte Anstalt zu machen ;kaum aber war er daselbst angelangt / als Ihre Cbm- Fürst!. Durch!» berich, ten lirssen/ Vatz der Feind Mit aller Macht aus Jhn loß rücke / und bev HerFeinh dem lincken Flügel den Anfall drohe» Woraus dann Ihre Durch!» be, geh«, mttai. fohlen/ Rrihen-weis wieder zurück zUziehen/sie aber in Person sich wie-str Macht der zurück begeben/ um an den Ortzu sevn / wo Man seines hohen Bew rahten und Hulff am meisten benöhtigt; indessen aber dem General deSouches Ordre ertheilt / die Haussen / so von der rechten Seiten in dem Tvrps de Bataille waren/hinter denenselben/von der linckenCei- ten bis aus die Hohe zu setzen» Da bann wieder ei» Adjutant mit einem Merläuffer/ der zwar ein Temschergebohren/dann och seine Mutter- Sprach so weit entwöhnt / daß Man ihn Mit genauer Müh verstehen können/vor Ihr Chur-Fürstl.Durch!, kam / aus welchen man soviel erzwingen kannte: Daß der Feind sich wiederum vemtrenchirte/ und ausdiezovoO.JanjtscharenbeyderArmeehätte» , Der listige Feind ruckte indessen immer mehr und mehr auf die lm, cke Seite an/und suchte in dieFIanque einzubrechen/ wie er dann auch/ nach langen Umschweiffen/ mit grausamen in derLUfft-mhönenden Anfang des Geschrey/ so von denenUnserigen aber wenig geachtet wurbe/anfiele;Trrff«u-. welchen aber Herr General Piccolomini / mit dem Printzl. Commerci- schenRegiMent so kräffkiglich degegnete/daß/obschoner vomFeind um, rungenwar/ dannach die Zeit gehabt hat ihn zu secundiren/ daß also dardurch VaöTrcffenvöllig angefangen worden/UndJhreChur-Furst«. Durch!» mit Ihrer Durch!, dem Prmtz LouiS/Vie ssrn an lincker Hand waren/anrucken lassen» ^ ^ ^ . . Ihre Durch!» der Hertzog von Lottbrmgen / sind auch voran suk dem Baadischen und Strasserischen Regiment gewesen / mit welchen stein sechster hohen Person anfühtte»/ um seine nachfolgende Soldaten durch sein« TapfferkeitanjUsrischen ; woraufdarm also wasrech- tes » riritt» sich. l z 6 RsM.Aay se ri.rNaj. und Dero hshenA lliikken ter Hand von dem lmcken Flügel so wol / als das Corps de Bataille/ und sämtlicher rechter Flügel / dergleichen fortgerückek. Sie funderr aber eine unbeschreibliche Hindernus/indem das Gebüsch so dick / daß NechlerFlü der rechte Flügel mit ungemeiner Mühe bat durchbrechen müssen; Weigel blicht ches dann auch verursacht/ daß selbiger ein wenig gar zu viel aus di, ^ rechte Seiten gegangen; die Bataillons aber von dem Corps de Ba- tseouich, / auf Bayrischer Seiten / samt den fünff Battaillons so Jh, Durch!, hinter denselben stehen lassen / seynd durch den Busch mittiu- ander durchgebrochen/wo es nur möglichgewesen / und derselbigen et- li che bis zoo. Schritt von dem Retrenchement / so der Feind mar lisch nicht verfertigr/doch aber schon den meisten Theilgemacht/ankomm«n/ ailwo beyderseits mit Stücken auf sie gespielt worden / und hat drr T«r»«n re- F.'ind/ so linrker Hand so tapffermükig zuruck getrieben worden / sichln das Retrenchement mirirt/ allwo er sich auch gesetzt/ willens sich daraus verzweiffeltzu wehren. Wann einmal eine Armee die Flucht ergreiffen will / ist selbig, schwer zu erhalten. JhreDurchl. derHertzog vonLotthrmgen hatte vernommen/wie dieser sich zurück-ziehende Feind in seinRerrenchemmk begeben/nichts desto weniger eilte er mit den 4. Bataillvus/alsnemlich von Sereni/Steinau/Auersberg undGuidoStarenberg/dieseFeind, in ihren eigenen Nest anzugreiffen/ voraus wol wissend/ daß die Flucht schon ihre Gemüter eingenommen und der Sieg gewiß erfolgen würde/ zuma'n er durch seine Selbst-Anführung seine unterhabend« Völcker bemannte/welches dann auch geschähe/ indeme sie den Feind/nachwenig ausgestandenen Willkomms-Feuer/das Retrenchement zu verlas» ssngezwungen/welcher sich auch darauf in die völlige Flucht begeben. Die Bataillons so nacheilten / folgten allerseits / und das Neuburgische Regiment/ so gleich bey den SeremschenundSteinauischen Bataillon wäre/ käme nach diesen in das Retrenchement^/ undgienge/ den Feind zu verfolgen / voraus; welches Ihre Chur-Färstl. Durch!. Tapffttkeit s>ey weichem auch der Printz von Savoym/so sich unvergleichlich taps- »es Prin. fer erwiesen / war / lincker Hand mit etlichen Regimentern ingleichcri thate.g JhreDurchl. hingegen folgte stetigst der vorausgegangeM Cavallerie/ bcy der Infanterie verbleibend. Zeit dieser Verfolgung fielen die Feinde mit Haussen / meistens aber die Ianilscharen / so g" sucht sich beyderseits in das Gebüsch zu salviren / die iedennoch denen Unsrigen rn die Hände iieffm/und theils niedergehauen / theils gefan» gen zu derArmee gebracht worden.DerFeind wurde über zweySlun» in der Flucht verfolat/ und solches meistens durch sein selbst eignesr.a- ger/ welches iq die Länge gestanden/ Md sich nicht viel weniger Lürcken nehmen hj« Flucht. 4en von,> Savoyen. Triumph - leuchten den Rv iege Heims Dritter Theil. i?7 Stund erltrecken wird / somilVieh / (Pferde jedoch ausgenommen). Zelt/Proviant/und Stücken/genugsam versehen. Das Kronfeld-und Würtenbergische Regiment wurden/zu Um kerhaltung der vorangeschickten und den Feind verfolgenden Cavalle, rie/halben Weg von der Infanterie / so voran marchirte/ nachgeschi^ cket/ um mit selben vereinbaret zu werden / und haben von Jhro Excell. dem Herrn Feld-Marschall Grafen .Caprara/ die auch schon voraus geruckek/den Befehl ihres fernem ffürnehmßn erhalten. Mit derJn- santerie folgteIhreDurchl. der Hertzog stetigst nach / bis er endlich die obigeCavallemerreichte/welchesichindesLägersEnde gefttzet. In- dem aber die Nacht heran nahete/ward Ihre Durchl. Printz Louis beschlicht/ sich mit der Insanterie zu setzen / welches dann auch geschehen/ und muste selbige/nebst der ausgegangenen Cavallerie/ alldortm ihr Nachtlager nehmen. Und hätte man mit Iosua der Sonnen Still- Nackiger stand aufdem Mohatzischen Feld erbitten mögen/ um sich recht andre- derKayst-l. sem G Otts-Feind zu rachen. Armee. Die Furchthatte den fluchtigen Feind so übereilet/daß/da sie die Brücke erreichet/ dannochnichtnachliessenzuflichen/ welches dannen- Eilige hero verursachet/ da ß sie aufeinander drängend/ sich selbst die Brücke zu N"cht der schmal den Morast aber/und den darauserfolgenden Tod/breirgenug Tur«k««. machten; wie dann der im Master und Morast verblichenen Tür- cken wo! soviel/als derindem sr?yenFeldgebliebenen/seynmöchten.De- nen aber d'sGlück nicht dteGeschwindigkeit gegönnet/daß siedieBrü- eken und Moraji erzielen können/selbigen mußen d'e Waider/wo sie am dicksten/ an statt derVestungen / das Gesträuch aber / an verfalle und Schantzen statt/dienen / welche dannoch nachsolgenvs täglich durch den grimmigen Hunger / oder Nachsuchen der Soldaten / denen siegenden Kayserl. Waffen eingeliesert worden. Die gewisse Zahl wollen wir so gewis nicht benennen/ indem sel, bige etliche zu hoch/ etliche zu nieder ausschreyen ; gewiß ist / und durch eine vornehme Hand bekannt/daß der Groß-Vezier einen Abgang von 2oo2O. Mann / welche disseits der Drau entweder todt geblieben/ oder V riust der sich verkrochen/empfunden; da hingegen auf Kayserl. Seiten nicht Türcken. 5Oo. oderSov.gemiffet worden. IhreChur-Fürsil.Durchl. erwiese Tcpssirketk sich als ein anderer /^icläes unterdenen,Wordwerwildeten(.eni3urj«.Jftrc«Chl.r. deren sie durch ihre nachfolgende Helden Soldaten iooo und aber iovo. gefället / den Drau-und Donau-Strom mit Feindes-Blutbe- Durch», röhret /das Gebüsche mit der Türcken Rach-Aesern besamet/ die Fahnen erobert / die Beuten eingeholet / mit der Stimmegedonnert / mit jeinen berechtigten RaGAugen die vetthierteTdrazier angeblitzet/unv S mit , ;8 Röm.Rayserl rNaj.un ddero hoyenA üiirren mit dem Degen/gleich als mit einem Donner-Keil/zerkeilet/södastM-' lich der darauf erfolgende Blut-Regen seine Kleider befeuchtet / und die blGrte Hand / lebendige Zeugen seiner verübten HeldenmütiM geben muffen. Treffliche Ich gehe hier mit Stillschweigen vsrbey/die ungemeine Fürsichi Akuh'lmg tjgkeit undRuhm-VorsorgeJhrer Hoch-Fürstl.Durchi. von Lvlthrin- pv't. ' gen / als deren nicht minder dieses Sieges-Werck / nächst GOtk /zuzu, klm»««,», rechnen; und wurde meine Feder zu dessen Ruhm auflodern/ wann ihr nicht bewust ware/daß/durch ihre Unvermögenheit/diese so hoch erbeutete Ebke eher verringert als verewigkeitet werden könnten/w ßweqcu es dann bester hiebey schweigen/und dieses Fürnehmen andern zu gön, nen' gegen welche mein rauher Gans-Kiel nicht aufstehen darff. PrintzCom, Prrntz Commercv (alö dessen Regiment die gröste Hetze ausge- mrrcy wiro standen) hielte sich ungemein tapffer/ und ward durch eine Copie oder »»wunder.. L^ntze j« dieBrust getroffen/ und wünschte die völlige A^mee/daß es keine tödtliche Wunde sevn möchte / die da Lsabel die Käyserl. Armee eines so tapffern Printzen und andern »oratü zu berauben; und welcher noch nach seiner Verwundung ein Fähnlein/ so er dem Feind aus seinemTrenchement entrissen/JhroChur-Fürstl.Durchl. undIkro Durch!, dem Hertzog eingereicht. So wurde auch dem Herrn Grafen von Sintzendorff/ als des alten Kammer-Präsidenten Sohn/daS Bein abgeschossen. Es wollte auch mgleichen verlauten / als wann der Englische Printz/FitzJames/ in dem Kayserl. Lager dieser Zeitlichkeit entrissen worden / den man aber mit einem Engeländifchen Mord / so zu Mohatz m eineMvsquee begraben worden/verwechselt; hingegen aber solchen Englischen Printzen / der unvergleichlichen Mut bep dem vergossenen Türckerr-Blut verführen lassen/ des Herrn General Taff/ welcherden Kayserl. Hofbeurlaubte/und alsdann in des Königs aus Engeland Diensten cn guaiite eines Generalissimigienge/Regiment ertheilet. Die Beuten so man bey dieser Schlacht in dem hinttrlassmm Ihr Chuk^Türrken-Lager erbeutet/stnd unsäglich/ und ist Jhro Ehur-FürsilMN Fürstliche Durchl.von Bayern VesGroß-Veziers Gezelt / welches von rohten Sammet/ innen und auffengesticket / mit aller Zugehör / so in ferner Brost A«. Wsitschüffk eine kleineViertel-Meil austragt/zugesallen; m welches zieni Gr- gleich nach Eroberung / Ihr Hoch-Fürstl. Durch!, der Herr HerW zrlr. sichverfüget / etliche wenige Zeilen abgeeilet/ undLamit den Prrntzen von Savoyen an unfern unüberwindlichsten Monarchen abgeferlM nachmaln au» gedachtesZelt/welches durch denMahometiichenGiau- Vens-Greuel entheiliget/ durch ein/ wegen dieses hohen SiegsgelM^ TrlU Mph-l euchkettdeil Rkiegs-Helms Drikkek Th-Lk rz ^ ms Danck-Fest/ und Anstimmuvg des Sieg Gesangs/ HErr GOttr dich loben wir/ heiligen lasten. Die Türckische Cantztey kam in Ihr Durch!, des Hertzogsvon Türckifch« Lotthringen Hände / (wiewol einige wollen der Chur/Fürst habe sie Cantzley angetroffen) der sie durch vormal schon höchst-gemeidten Herrn Gene- komi m o«r rai Taffen Ihr- Kays rl.Ma est. einhändigen lösten/ und dörfften Cyriste», darinnen noch sehr verborgene Sachen vergraben t-gen/ w. Iche gleich- woldieFolWZe't entdecken dörffre. Die Attigkrie belangend schrie man eine ungleiche Zahl aus/ welche sich bey erlichen an Stück und Mörsern ausloo.belaufft / denen noch eine grössere Menge Bomven/ Granaten-Kugeln und P Nver beygefügetwirb. So 'ichne auch das Lager bloß so vi l Gewehr denen Siegern ein / daß ma- davon in die i ooOQ. Mann völlig ausrüsteu/ und als wol versehene Soldaten dav- siellenkan« . Wir eilen nunmehro den schon voraus geschickten Savoyscken Prtntzen nach/ willens ihn nach Wien ju begleiten. Der/so bald cr an« gelangt / diese Sieg-doffende Stadt lauchzend gemacht. DieDanck- Abstattung erfolgte also bald gegen den heben Himmels-Monarchen/ als welcher/ wider Verhoffen/ mit so unglaublichen Vortheil den heurigen Feldzug gesegnet. Aederman frönte unfern Erden-Monarchen Wünsche / und alle degeiitete Gemüter zmseten ihre Sinnen «Geburten zudieserFrcuden-Post.Ichfügehiereinemitein/so md.mherrlichen Glück-Zr- Wien/ durch eine hoheHantz/bieder gedoppelten?ailaätöffkersopftruffwcgm fert / und in diesen Buchstaben s. 0. ö. v.». L. kd. L. ihren Ruhm- derKaystrl. Namen eingehüllet/ verfertigt worden/ und ist folgende: B»cco«e. Ä S Mp er -r-c? ^ Lratulstiones 8c Vota ex occatione ViÄori« XU. Lux. äe ^rcir report»c«. » Ln! öolus 8c tclL fraÄi« sam Vurcia inermls. Vclafgcisplaciäonunc, LLOVOl.O8, mar!. Lu^u uzselixUkt. LLl8LK.,3rtsta» pLHc.l-8 continu .gU38petiere,leZl8. ViÄor utrMue lies boiri ^ on impsäit, ille, lrnperü sentit ^ui semel armaHi. § r HO- «4« Röm.RayftrI.Maj. und Sero hohen AlMrxen x L o ? o t. v UL- Ou?L0, 80 I>L. ' ^eu^quüg, csäu^>Icx,OU?I.0 iie 8O^L micabis: Unus ?08K?»U8, c^0l.U8 alter eritr Imna suAit 8oles. 8exta cn! ViLioi ia. Lu6am (Quarta äeäit: öLHUHl seääabitliTccL * xi^Lc^ox x'ru^nuLl» kl.^CI'OK vlncit: L4Z!iometus perciltur: Inäs LxsurZitLavaris Zlorla summa Viris. Hunc^onackiurbs veteri l kscilc pstct, *** r^owellkriwi Velins. Triumph - leu chte nden Rviegs-Helms Dtktet: Thetl. /^kXÄ/?rc/)o-r s/eöeF/ /^rÄo-'rs» VdfessLmsoI^tViÄoriL k'ortis sect cL^rs LLLtMO^ rclert. crtpitur, rimiclo« cum 1'k^I^'ri^ l'urcrS dont'unäit; K1IO4M pugns vorsc, 8L0LOlI>IM^1 äst ; LclzrLclumljus precsmm jVlellükus utx>a»ci5 2llclerc SeXI"^ velit. Nebst Liesen Sinnen-Geburten bezeugten auch neu geprägte Schau-Pfenninge / was für eine Lust wegen dieses Siegs in aller Brust aufivalle. Ich reiche dem geneigten Leser nur einen zur beliebt- Schau- gen Beschauung ein/ auf dessen einer Seite die MohatzischeGefiioe Müntz auf undSülNpffe/ bey welchem die Mut-erfüllte Schlacht sich auffett. Ohnfern davon ligtEffegg samt ihrerRukm-bekannten Brücke/ausUg welche die Furcht-beseelte Tüccken loß-'.auffen und den Reisaus spie- len. Die andere Seite zeiget diese Geyschrifft: 2r.önig Ludwig des Niedersag bey Mohatz ^0.1 f26 6.29.4UZ. durch GOtter Gnad von I N K.M. Leopold ^.1687. 6. 12. gerrchen. Wann bey denen veralteten Römischen Scribenten einiger Sieg Ruhm-belorbert/ wird selbiger vor andern allen der Marathonische seyn/alsdurch welchen einDoppel-Sieg von verschiedenSOrten/Rom/ derehmaligen Welt-Beherrscherin / Triumph-Palmen eingereicht worden.Unsere fetzigeZeiten sind weit gluckseliger/indem fast zu gleicher Zeit-an mehrern als zweyen Orten/die Christlich-streitende Waffen Sieg-reich sich gezeiget. Unsere Feder hat vormals den Anfang der Venetianischen Siege berührt/ nachmals aber dem Venetiamschen Helden nach Lepauto abseegeln lassen / und die Kayserl. Armee begrüs- ftt; anjetzt erfordert wieder die Zeit uns dahin zu verfügen/ und die Folge der Siege zu verfolgen. So bald drrCapitam-General sich bemeldetenLepgnto genähert/ gerielhc auch hier die Besatzung in einen solchen Schrecken/ wegen Be- Eapilain, stürtzung der benachbarten Oerter/daß sie mit samt deyenEiriwohnern , Hch oarvon gemacht / ihr Leben zu erretten / sich vergnügend /wann sie «am». S "j nur »4» Röm. R^strl. Mas. und der» hohen Murren NU dasKMchst mit sich schleppen/ und denenVenelianischenGL gerne tziebeii konnten. Dieses neu-eroberte Lepanko/ so in r 2.Meilen von Pa-rasso en^ Stzmaiigrksernet/ ne mre man vorzeiten NaupaHum, von einem Griechischer, Nam vsn Wort/ so einen SchGBaum bezeichnet; welin elwann die --tsrscij. Lmnw. «jT astdorc ihre ^ch'ffart ausgerüstet / nachdem sie ihre Ruckkunffkiy keio^onclum fürgenommen; oder/ weiln nachLpbori Meynung/die Locrenstr ihre Schiffe erbauer/ noch vor der Heracnden Anku iffr; daß die Dvnenser/ weiche mit den Kindern des HrUiomZcKi m den ?civk>«. rwtum üb.rgeschiffet/ diesen Ort/ zu Erbauung der Schiffe/ auserlesen. Hat also diese Stadt Naupaetus ersilichdenenLocrensernzM hört/ nachmam von denen ^Ltostern bezwungen worden/weßweM es dann Nicht denen Alt->Ltolischen Grantzen / sondern denen Mu- ^Ltoiischen conquelssnbeyzuzchlen; undwareineDorischcColonie. Heut zu Tag wird sie von denen Griechen LpzQos/ von denen Tür« Seltenheit sse„ aber Mnsdscbtl benamset. Ihr Lager ist inLicadia / nebst denen ASkadt unweit von der Öffnung des benannten Oostv befindlichen Küsten/ reptini». noch zimlich wol / rings um einen kleinen / Zucker,Hut ähnlichen/ Berg ? worauf zu oberst dasstärckste Theilder Vestung ,st; cheman Hina'ufgelang«t/mußmandurch4.oder5. Mauren; wann manauf dem Meer dahin kommt / scheint es/ ob lige sie an den bohenBerg Nordwerts/aber sie ist davon durch -in Tdai abgesondert/welches st« vor dem Gebrauch des Geschützes ausstrsbfest machet. Zu Zeiten d s blinden Heydenthums stnd allhier sonderlichvier Tempel in hohen Ruff gewesen/ dam einenzeden ein Abgott seine Verehrung empfangen/nemstch Neptunus/Venus/Diana A^tslia (dem zu Ehren sie Nummosgeprägt/ worausihrBiDnüs nut einen ander Tempelkeri Hand gesüh tcn Hund befindlich) und ^fcukg^ius. Dieses leßtern Ecmpel/ wurde vonPhaiysio/wegen grosser Augen-Beschwerung/dm Artzney-GOtt gewiedmet. Der Gott ^scui^ius, welcher inEp>^ dauro groß Wunder niit Heilen der Kranckm erwiest/ erschieneotk Poetin 4 nxtr- im Traum; es kam ihr vor/als ob er l^r ein voll geschriebenes Schreib-Täfelein einreichre / selbiges dem Phalysio zu uberbm- g- n/ und ihn wieder zumGestcht zu heissen; da sie nuunwachre/M sie das Schreib,Takelein würcklich in ihren Händen; ste begiebl M nach Naupacco/ und befiehlt Phalysio solches zu eröffn -n und zu m sen/ weicher aver dreses für unmöglich hielt / und d/ßwegen ihren guten Rath verachtete. Endlich r>., ste »vn von dem empf-E- mn Befehl sagte/ fieng er an zuhoffen/^elcul^iur sendete / rsüir Met M- ir-2: dttie: Uk Triumph , leuchkeu d euRriegs Helm» Dri rre k TheK. , 4^ leicht ein heilsam Mittel/ und daerdaöSchrelbtäseleinnahm/fühlte Rar«' er gleich einige Genesung / und kunte es recht wol lesen. Der ^n vr-e Staar-S». gab er hieraus Loos. Stuck Golds/wie er solches in den Schreib,T«^"» felein ausgezeichnet fand / daß er es thun sollte / und ließ folgendszur Dancksagung solch einer Wunder-erfüllten Genesung den ^etculs- vio einen Tempel erbauen/von welchen aber heut zu Tag nichts Mehrers/ als das blosse Angedencken übrig. DerHafen allhier hat nicht mehr als so.Schuh in se,'nenBe;irck/ Bckhrei- und kan mit einer Ketten verschlossen werden; Der Eingang in sel- bung ves digen ist nicht weiter als 50. Schuh 5 Dannendero er nichts anders/ Hafens, dann etlich wenige kleine Schiffeinnehmen kan; wiewoln auchtiese nachmaln wegen Ermanglung und seichte des Wassers nicht allezeit ausiauffen können. Und ob sich einstens der berühmte Corsare Du- rachbey mit seinen eignen Galeeren allhier eingefunden/ist solches nur aus besonderer Sorgfalt / den Hasen und Golso von fremden Schufen sein zu halten / geschehen. Die Türckische Regierung ( woraus sie nunmehro die gesegnete TSEck« Christliche Waffen entrissen)wurde einem Weywod anvertrauet/Beamtem nechst welchen der vornehmste der Emin oder Zoll,Einnehmer war / Lepamo. welchem man von alle was aus demGolfo kommt/von jeden r oo. drey/ als Zoll-Recht/ darzehlen musie; Wovor er den Groß-Türcken jährlich 6oOv. Piaster einlieferte ? Die Wahren aber/ so vonLepanto ab, geholt werden/ sind Leder/ Oel/ Toback / Korn/Reiß und Gerste. ES haben weyland alle Kauffardey Schiffe/so wol dre von Abend als die von Morgen/von dem Golfs ä'knZm sich allhier eingefunden; Heut zu Tag aber / wird der Eingang den fremden Schiffen verwehret/ welche so dann in vvrhabendenHandelschaffren nachPat, asso sich wenden/und daselbst sich ftst sitzen;: Dahingegen mehrentheilsdie Corsa, Übler Roff ren ihren Lauffin besagten Golfo nehmen/aus welcher UrsachLepan- «onLepmu» to/ das kleine Algier / pflegt genennet zu werden / so daß es noch diesen Ruffbehalten/ den es schon zu Zeiten der Römer gehabt/da manNau, pactum einRaub-NkstundZufluchtderMeynaidigen und unruhigen Ilschen Völcker betitelt. Die Vestung istmoch der anjeßosieghLffrsn Republique Vene- Venedig big RuhrwWerck/ die solche noch vond nMobren in Besitz gehabt. hat dreVe- Dann A. i4o8.warsiedemGri?chiscl e> Kavscrkhnmannoch zinßbar stungkepa». und unterworfen; nachdem aber Kaystr Enianuel/gegen seine Fein-angelegte desie nichtzu bebauptenvermöchtc n>'er!irfl er sie der Venetianischen Republiquet Daraussie/ A'Nüber di.» V)"et!gner selbige innen gehabt/ in einen solchen considttübcln Srand gesetzet worden/daß ihr auch' K 44 Röm.R^strl.Mai.untzder-hHhenAlUireetl auch die gröbsten Stücke nichtsanhaden kunten. Jnmassen sieaüch An. 1475. eine Armee von zvooo. Türcken so müde gemacht/daß seidige nach vier und mehr monatlicherBelägerung mit höchstenSchjmvs ihren Adzu a wieder nehmen musten. Nach dieser Zeit hat sie mitgrösten Vergnügen unter den Schutz der güügen Venetianischen Regierung gegrünet / und würde sie nim- mehr eine so gnädige Herrschafft/ mit den Barbarischen Joch derUra- W»nn es zischen Dienstbarkeit / verwechselt haben / wann Baiazeth l i.sie nicht «n v-e Tur- A. 1498 mit 150222. Mann zu Wasser und Lauo berennet/und mit «w romm. auffersten Gewalt darzu genäthiget nnd gezwungen hatte. Doch ist es merckwürdig/ daß der MdetiamscheDt. Älarcus Low/noch an allen Orten da ruschen; und obschon die Türcken geschworneFsmde der Bilder und Maklerei)/ haben sie doch solchen unbelästigk gelassen: in- deme die Höchste Allmacht nicht gewillet gewesen/ ew-.g diesen Ort unter den unerträglichen Jochseuffzen zu lassen/sondern vielmehr diesen Durchleuchtigen Staat nach einer kurtzenVerweilvng mit desto grösserer Siegs Vermehrung/ als jetzo geschehen / wieder emzuhandigen. Zwar hatte im Jabr 1571. Lepanko seinen Hoffnungs Ancker Berühmte zu seiner Errettung ausgesencket/ der aber nicht hassten wollen. Dann Schlacht nachdem die Türcken aus Cvpern abgezogen /wurden sie erst sonder surrepanta. -Denetianer und Spanier/ wie auch des Pqpsts Armata / unter der Anführung Johann d' Austria und des Cotonna den 7. Octobr. im Corinther Hafen bey Lepgnto mit 207-. Gaieren angegreffen/allda der Türcken/in einer grossen See-Schlacht / über z oooo. ja ml gar 52222. bis 62002. samt den Ali Bassa erschlagen/15022. gefangen/ und 15222. gefangene Christen erledigt/ auch242. bis?00.SM und Galeren/ theils zu Grunde geftbossen/theils weggenommen/mid aufdie422. Stücke Geschütz/samt vielen Geld und Gut/erobert werden. Wiewol auch von den Bunds-Genossen / Vmetianern Mio Spaniern auf die 14220. mit umkommen. Offmtljche Die öffentliche Gebäu der StadtLepants belangend/ haben di« Griechen nicht mehr als zwo Kirchen darinnen : nemlichen in M Vorstadt eine; worunter die Kirche des Heiligen Drmetrii dieser/ nehmste/darein gleichwol nicht l oo.Mann gehen/und sind auch wm nicht gar viel/ ir»dem sie sehr übel gehalten werden; welches dann den alihiesigen Ertz/Bischoffgezwungen/ sich nach Arta/einer Marmim- schenStadt/zü verfügen/und denLepantilchmErtz Bischoff SM» verwechseln. Die Türcken haben 7.Mosqueen/unddieJudenorey Synagogen/ deren es aber zu Lepanto nicht so viel/alszuPatraii» Triu mph,! e uchr e,iden Rriegv-H e lmsDrirrerTheil. r 4 s Di?Ergetzlichkeiren/ welche den Bürgern/wegen der unbeque- SchLEe. men Gelegenheit der unebnen Stadt/ innerhalb der Mauren benom, AZ"' msn find/ werden ausserhalb desselben / so wol von Natur / als der ^ Kunst/ an der Morgen-Seite langst den Meer hin/reichlich wieder ersetzt: Sintemaln daselbst eine grosse Anzahl Brunnquellen anzutreffen / welche / nachdem sie mit ihren Silber-Hellen Bächen/ so wol die dabeyaufaerichtetePulvec-Mühlengetrieben/ als auckzu V rfertö- gung des Corduan Leders/damit die Einwohner und Bürger grossen Handel treiben / benothiqte Dienste gethan haben / endlich einen mit ii. sehr grossen Ahorn Bäumen besetzten Platz umflieffen und hiemik den anmuchigsten krohieK und einen überaus lieblich und zu aller Lust und Ergetzlichkeit dienlichen Ort formlren: Um welche Gegend such dis vortrefflichsten Garten hm- und wieder / mit ihren dicht, be, setzten Rechen von Iittronen-Limonien-Pommerantzen-Bäumen am gelegrtsinv. Die Landschafft dort herum / ist mchrentbeils mit herrliche« Wemgattsn/in welchen die köstlichsten Arten des Weins/ soin Griechenland zu findeseyn mögen oder gezogen werde/angebaut.DieWein- faffer werden hierzu Lepanto/ wie auch in gantzMorea und Athen/ ge- pichet/ gleich wie es in Teutschland an etlichen Orten/zu Erhaltung des Biers nicht ungewöhnlich. Daher dieser Wein in den Anfang dm Fremden / wegen des Pech Geschmacks nicht allerdings belieben will. Doch ist bey solchen Neckar bald zu gewöhnen; sodaßesauch wenig Türken in Lepants giebt/ diefichdesWeins/obwolerihnen höchst verbstten / enthalten. Unter denen Bewohnern der Lepanti- Mohre» schm Gegend und Küste / halten sich auch viel Mohren aus/ die allda mu repsnt». angesessen sind/ und eben so schwartze Kinder/ als in der Varbarey Nimmermehr zeugen. Die Eroberung Patraffo zog den Untergang des Hochmuts des SeraSkiers in Morea nach sich/welcher in flüchtigster Eil nach Corin- tho geflohen und seine Vor,Trouppen daselbst in Sicherheit gebracht. Sind also innerhalb 24. Stunden die Preiß-beruhime Fahnen des Marcus-Löwen in vier sehr impoxwnten Orten aufaesiechel worden. Die derHöchste stetigst zumScheuer, des stvltzen Feinds und Erfreuen seiner Christenheit/aus diesen Siegs-Orten wolle wehen lassen. In diesem hitzigen Gefecht berotbeke das vergossene Turckey- Blut / das Anmut erfüllte Morea / und beschwangerke mitLodten- Aesern ihr Gefilde. Die Kercker erfüllten die Gefangne/die S v' täle L^^. die Verwundete; Die Zeug Hauser die eroberte Stucks des Seraskier und des Mustapha. Nebst, diesen allen erhielten auch die Sieger T einen i^6 Rön,. Rayftrl. LNaj und dershohenAllüriren einengutenTheil derGezelt« UndgantzenBagage/uno n as am merT lichstenZ die Türckifth-Kayserliche Haupt-Fahnen milden dreyRG Schweiffen/M lche ein Zeichen der höchsten Befehlung/ erobert und der Adriatifchen Beherrscherin emgehandigk worden, rspftrkcit EiN mchrers hätte von der unvergleichlich geprießnen Anstalt KMapttam pes Herrn Capitain General Moroflni nicht können erwartet werden So hätte man auch mehr nicht verlangen können / von der weither Kdnrat» rühmten Tapferkeit / unvermuteten Fleiß / und Preiß-würdigenAn- Nsr-k. suhrung Z des Herrn General Königsmarcksz als welcher billich einen solchen Heldenzu vergleichen und verähnlichen / in welchen Mars und Pallas alle kluge Kriegs-Mücke und Tugenden eingellößk. Jhw Ruhm des Durchl. der Printz von Maunschweig / legte ungemeine Proben sei- Printzen aer Kriegs-Erfahrenheit ab/ die genugsam zeugenzvonwasfür/ bry- anMut und Blut grossen Z Ruhm-strahlenden Ahnen er herstam- me/ für deren Tapferkeit sich schon öffters vie Europäische Feinde und den Teutschen Mich die Ruh Mißgonnendeweichm z und die Braun- schwngische Stanöhafftlgkeit bewundern müssen: Massen er gleichfalls durch feine tapfere Anführung Me nachfolgende Soldaten so sehr angespornet/ daß/sotangMorea stehet/und Vie Ermnerung der Venetianischen Siegs-Waffen dem Gedachtuus der Nachwelt wird emgepräget bleiben/ auch benebst die MkerlicheBezeugung derBraun- fchweigifchen Trouppen z in den Schriffken der Nach-ZeitZ blühen/ und dero Glantz ihres mutigen Degens in Menschlichen Andencken un- verrostet beharren muß» Tsurenm Der Printz von Tourenne erwarb hiebey nicht ein geMerM tzewrnmls- als andere PrciOHeldenz und legte klarlich anTag/daßereinStO- tigtttk. Ueißz eines Ruhm-bekannten Baums / den wegen seiner Kriegs Erfahrenheit vie Fama der gantzen Welt bekanvt gemacht» Eszeiget dieses Printzen großmürtgeZugend/wasFranckreich von seinen männlichen Alter zu hoffenz und biejetzigePreiß,Blüte hakt öieRühm-Fruch- te schon in sich» Bmtkisni- seicht weniger Tapferkeit haben auch verspuhren lassen /die ui schrtzrldm» Staats und Kriegs' Erfahrnüssen geübteste Herrn ProvedittlN/ Ekiuslino kivs, ^loy6o83greäo, Pietro Mgrccllo, Und 6ioseM ihtArick M-irckcie UeliluPxk, alle VolUNtaiks Mit VeM HMNMarckeic dorbott, Obristen Oalparstio, und I-Suro Obristenbo-- mcj!, und von ktaliano, ingleichm den Rittmeister Lteäjn, welche alleunvergleichllcheProb-Stucke ihres Vgisur8 dargethan. Die Canonen so erobertworvenzbelauffen sich sowolanFeMms andern Stücken zaus r 50 . fast alle von Mekgllmil eimrMsseli Mem _Triumph l euchtenden Rri e gs-Helms DrircerTheil. »47 ge Pulvers/ und anderer Munition/wie auch Getrayd und Mee!/ dos- ^ der fen man einen grossen Vorrath zu Lepanto gefunden. Die bevden Dardanellen / werden wegen ihrer Befestigung höchstens bewundert» ' So ward auch dieser herrliche Sieg ferner durch Eroberung 14. Ga- leotten/ welche bißher mancher Christlichen Familie durch ihre Rauhereyen Thranen ausgepressek/ vermehret /wodurchdann allein dieser Gegend herum liegende Inseln/ der bißherigen Beschwermisse entledigt/auch diePabstlich- undSvanischeKüsten nunmehro vielerStreif- fereyen entledigt sind; und lässt man die gantze Gegenden diesesGoiso/ mit einer Schwader,Galeeren / um alle Schiffe / welche wieder dahin kommen möchten/aufzuheben/umgeben.' Diesen nun so herrlichen Sieg / machte man durch eine eiligst-ab- gefertigte Feloucque der siegenden R publique wissend/ und hatteDie Ehre des Überbringers der Obrist/Wachtmeistes Nicolo Rosst/dem wir uns auf dieser Freud/ bringenden Reise beyfügen und nach Venedig abseegeln. Seine Reise war wie die bischerige t'i oZressen in Mo- rea/ nemlich beyderftitsglücklich/und war der Tag seiner Ankunffr der Postkom,^ ro.Aug. Vormittag gegen iv.Uhr, Die aufder Feloucque fsrnen zuVene-ig ausgesieckte s. Türckische Fahnen/ und das mit dreyen Roß-Scbweif fen ausgezierte Hinder-Theil - waren die Vorboten einer herrlichen Victorie. Dergantze Venetianische Preiß-Adel/welchen eben dre Am gelegenheitenderRepub!iguejndM6raflttDox,ssZiioversammlet/er>- blickte diese Ankunssk/ und weissagte alsobald von einer unvergleichlichen Victorie. Die Begierde bald darvon Nachricht zu haben / er» brandte in ihren Hertzen/ und setzte den fernem Ballotchn das Ziel. Dahero der Doge samt der Signoria in den Neben-Saalsichbegeben/ und was zuthunberathschlaget/baldabermithöchsterVergnü- gung der gantzen Versammlung beschlossen/ daß diese neue Siegs- Zeitungen/ zu aller Benachrichtigung/in dem Conseglio sollten abgelesen werden / welches dann auch geschehen / da dann die Feloucque/ nachdem sie ihre Briefe aus dem Marcus-Platz ausgeliefert/ mit den fünffFahnen und dreyen Roß-Schweiffen nach den Lazarett) / um daselbst die gewöhnliche Eonsumacia zu halten/sich gekehret ; und werden gedachte Roß-Schweiffe und Fahnen als ewig e Zeugen dieses Siegs vielleicht nächsten in St-Marcus Kirchen ausgehangt/ undzum An- gedencken darinnen gelassen werden» Meine Feder ist ohnkrafftig/dieFreude die hierob dieftStadt empfunden/fürsiellig zu machen. Pas Volck/ so bald es dieAnkunfft dieser Felouque nur Vermerkte / verließ den Port/und eilte nach dem Platz Wa Viva/ so gegen dasConseglio gehet/ zu/ und bezeugte durch T ij An» R aysirl. Mas und dero hohen Allnrren Zrwd«zu Antiimmung und einmütige Zuruffung^tVL 8t, ^ii,rco, VivaHnel W.mdis. tiÄ, seine obligendeSchuldigkeit/und hegende Vergnügung. Kaum war derStreifin dem Conseglioabgeleftn/grenze der Doge und zag, tze S'gnoria in die L-r. Marcus Kirche und ließ zurDanckbarkeit/das HErr GOrr dich loben wir / anftimmen/ womit sichderBompe- ren und Pauckm-Schall vergesellschafftele/ uno in Beyzichung der Glocken und Losung der auf dem Marck befindlichen kleinen Mörser/ undSlücke auf den Schiffen/die Wonne ob diesen Sieg abdildete. Belohnung. Auf den Nachmittag/beschloß der Conseglic Grande / daß man dikTaLM des CapitainGenerals halbes Brust-Bild / in der Zahl der Zehner rv Ducati zugelegt/welches in allen L 4 OOO. Ducati ausmachet/ anbey beschlossen / mit einem zierlichen Schreiben an höchst-gemeldteMajeftat m Schweden diesen Kriegs- Blitz länger auszubitten. WelchesSchreibenwirhiemitdemMig- ten Leser mirtheilen» «?5?ch" Dem Durch!, und Großmächtigsten Herrn §arl I. K^Maj^von Gottes Gnaden/der Schweden/ Gothen/ und Wenden ssnÄchwk König ; Empfihlt sich Marcus Antonius Iuftinia- nus von Gottes Gnaden Hertzog von Venedig mit Anwünschung alles Wolergehcn. denen Glück und vorrheilhaffren 8uceessen/be^ derin M den Morgenländern / Zu allgemeinen Dienst der gangen Christenheit überstandenen/Campagne / har der Generals nigs Marck / einen ansehnlichen undrühmltchen Anrheil gehabt/ dessen vorsicbrig und rapfere (^Onäuite stchdengrossen aUgemeinen Concept/so man von dessen besonder» Erfahre»' hcirgehabr- allerdings gemäß erwiestn/rmd geben feine Meri- ren einen VL>ieder-ScheiN aufE.^. Masest. welche so Ge»e- reus conlsntiren uttd eines so preiß-würdigen Beistands dieses gualikicii-ren 8nhieÄs immirrelst entbehren / und denselben gegenwärtigenüivorsdleNLonjunÄuren zuDämpsimctdes unleidlichen Hochmuts der Orromannißhen Barbaren überlasten wottem Gklch- tiki! !>ch' ^0.k !^«l ti^!: Ist«k r i^ S-L ,p )^> A« Triu mph-leuc hrettden Kriegs Helms Dritter Che ck. 149 Glsichwie mm jctztgedachcett Herrn Grafen kräffriger Beistand mehr als jemals hjebevor erfordert und nötig/ um zu einen gewünschten Ende zu gelangen / als sind wir des Vertrauens/ es werde E. tNaj. derd gewöhnlichen hohen Zlnkunffr gemäß/ Dhr bequemen lassin/gesialc wir auch bitten den Herrn Grafen werter zu verstärken in der Bestallung / Oie er rühmlich vertritt fort zu fahren. Der brennende Göttliche Eyfer/ welcher E.Maj Bönigl. Gemüt uinzingelk / wrrd immerfort ansehnlicher leuchten / worbey sie auch dakthun werden/ wie daß die Ehre Gorres und unsere Lhrisicheiligen Glau- hens/ inehr dann alles andere E. Maj- urn das Hcrye se-f: be^f uns wird diese VerpslichrrMZ in stets wahrenden Angedenken verbleiben/um irnwercke derselben be> allerhandBege- benheicen mir aller ersinnlichen ^Kime und Hery-brünstigeN Respecr zu begegnen, welchen nach wir E. Bön. Mlaj. lang- würigeGesundheir/ und alles selbst verlangte Gedeyen anwünschen. Darum aufunsirnHeryogspalario den 17. Zug. i6§7. Jhro Durchs, den Printzen von Braunschwelg / Mehrte ma» mit einem edlen Kleinod aufzSoo.Dueati/ undderPrmtzvsnTou renne wurde mit einem Degen von 2400. beschenckt: Den Marquis^ Corbon beehrte man mit der GeneralMajor-Steöe/mit Vsrmeh-sch rung Zvo.Ducaten / jährlicher Besoldung» Damit man aber auchSou feine Danckbarkeit gegen GOttbezergts/ wurde zu Kirchen undStiff' tungen auch eine erkleckliche Summa stcpurlrt; die übrige ader/öie sich tapfer erwiesen/ nach Stands- Gebühr mit goldnen Ketten deschenckt» Der Capitain der Feloucaue/so diese erwünschteZeitung gebracht/ em/ ^ pfteng 420. Ducaki/und seine Bocknechte ein jener 12. Zechmen» sind »I damit auch der Mend dieses glückseligen Tags/ der mit einer so Freu- demersüllten Zeitung diesen Staat und Stadt beseligt/ nicht ohne Freud,Bezeugu ngen kunstreichen möchte/ wurden aus dem Arsenal etliche alte Barguen auf den Marcus-Platz gebrachr/und m zierlicher Ordnung/ samt einer grossen Anzahl erhoheter Pech-Krcmtze clispo» mrt/ auch viel Pech-Tonnen herbey gebracht/ und sodann alles zugleich angezündet. An der Mitte desPlatzes/waren izo. kleine Feuer- Mörser/ welche zu unterschiedlichen malm auch loßgebrannt/ auch von den Voick ein allgemeines Vicsr beygestimmt. Das Campanile war mit unzehlbaren Laternen und Lampen ausdas artigste gesteret/ und bev sinckender Nacht ein heSer Tag auf den Platzdurch der Fackeln Menge ausZesirhm/ worbey dann auch die Trompete/ Pauckm T ür «ick ß sc» Röm.Rayjeel. und dero hohen All'irren und Glocken nicht stumm waren. Ja es wurden auch die nachU genden ^age mit solchen Freuden--Bezeugungen angehaiten/ und schiene das Volck für Freuden fast ausser sich selbst zu seyn/indem sie nicht nuraufdenmeisten Platzender StadtFreuden-Feuer angem- der/ sondern sogar auch nützliche Sachen verbrennt. DcrDent- Alles bißber erzehlte bat ein Venetianischer Poet in die Reimen namschs gezwungen/ dje wir zum Beschluß und Abschied von Venedig dem/dn St-g m Italienischen Sprach kündigen/ Leser einbändigen. Versen. ?acirs 8ignore äe! Oenere bumano, Lon OorOontrito, e le Zinocckie üterra; 8em^rs in eterno noivirin^ratiamo, Veäer ne bai siatto ^ miracoli in Zuerra Oontra il persiäo, ecruäo lVlusiulmanno, ?sr tua honta, lr> ü/lonarckia siua pera» ResiancioeUinto alsiin, ilsilero's'racs, dbriüiantä vivera insianta ^a^e. Dami siorrZ 8jZnor, stami vizors Oke raccontax potkle Zranäe im^rssie Vs! IVlaznanime Arancie Senators krancesieoL4oro6ni, mai piuintssis. 8tuvirsia i! iVlonäo, ck' in vintiguatr' Kore lke siorre äel Osragn re Ka ts ö sllese , Vuecasikelli; stue kiarrs e un cam^o aKitto > L alczuante siuste (6al Ouerricr aräitto.) Os! Keäentor i! ziorno siacro e Santo kervoti e preZki rs6o likcrata Va cruäa pekslentia, c morbo tanto OeiVcnetjani la potente Armata, Outti son siella con ginbilo ; e canto KinZratia Vio, e la Maäre siacrats tnsieme con sian lVlarco Protektors Oi Venetia I^eZina ci' ozni konore.' kü levata armata, 8c ä vele prine Versio?atra6o ürirra il siuo camino Oonbel!' orcline mniti tuttia/Iiems, 8otto il comman6o clel Zran ?alacjino h' Oltomanno il siuo b§ ome tanto tems, 8empre li par cke lui Zli 6a vicino, Oento non va! par un, e un siolo vale ker csoto, 8c czueüs e siu^ra nsiurslc. ^ Trmmph-leuckrmde nRrieZs-Helm s Dritter Theil. i/i ll 8er3sckisr clie stgvsno 3cc3mp3to, 6on !' slssrcito luo, vicle 1' ^rm3t3» Ds i Vensti3ni, rello llupcsatto "ln compraisa ii Arancls in3spett3t», II sgvio i^orolini con 6nto 3tt0, dnL Is Oesb^rckattone süsse s3tts^ 6li ikcevn veäer, gcclo ln l'imore 8 Ni Ile sempre per sempre UH-iciitore.' DZ! Lkinixm3rcN il conliZIio suo 6eZno, kü preso e sattcr il Zran clisbarco in lserrL,, Il ssure s' oppone prsüs 3 Ko äilezno klon le sne sorre e 3ppgrenti cU6uerr3, 6li QltrJmZri ni Mn Kupencio inZeZno, karetroceclerqueki'; econ maniern , ku llgbilito a noKri ilprimo p3sso» Lkepotenal Lerasckiers^rlrillc e lallo) l)i 6olto Zran 8anuäo LapitÄno' l'occo3 Voiprim'3 coniette Oslere Ocntro cl' oZni un3UNAr3n6verisr8opran0 Lon s-rn ^i3rco ä'inscZN3 sue b3näiere, Loll3ni, LÄcloer, Orio eke K3nn0 6t3n Lor'3ZAic-, e pet sette moniere, Inüeme ^ 3 r>i,. kasLÄri, 8 c Veniero IlL3V3Üer 8 icuro, 3räitoe6ero» v'entr3r nelli cMelll e sNron fätti <> 3 nnonir 3 re 63 ! sorte ?is3nr 6 ou vernetor 6 i t'utti i Loncl3N3ti, (lkeilp3lsoii3 Kcür, per Voi Lliriüianij Il ssurcki reÜ3 tutti isp3sem3ti, Vcäenclo 6 reäutti 3 cZK Kr3n!, LKe i Veneliäni , 3 ^uelli impre^liÄ K 6li N3lsäv3 un inlonio una 8uZi3. ll ssene'nte 6enet3l 6ueriero , Dipole clel supremo ^lorössni, Ineiiic-ito 3 mir il 8eZnO vcrO. vi s3r entr3t3 clentto 6e i conimi > Ottsne Ar3n prOpitio il sorte esters, , D' entlarvi con ciolor Kl c^uei IVlescllin» - Hon le sette 63lers3ccomp3An3ts , §e denec ziunts 3 lor Kue cännonüte, -Io» 152 Röni.Rayserl .r Nas.undder-h- hen Alliirren r>ion tsmc il prv6s,no pianto, NON tsins, (?ke la patsia Ua nel cor con vero aräore, L4ä ZU nemici allai piu lorts tsms Veäen6ocjueIeke La liupir ltupore» 6li Lorti Oaräanelli sra lua Lpems, ^6ells privi soncon (uoäolors, L Capirano l>ieoi o, 8oI6ato ctis non vi c suo pars, (Cks nslcombattsrnonricsvsananno Colsolito lcjtiaäron cUs Latremare, Os k^,rinari, s äcapoli, cke äanno ConL''an valorsinnsl Lariua snN'ata, I8snA»co piü, s Zsnts Uilpsrata» Tvm mph - le uchrettdett RkieA» Helms Dkireek The LkatOLOnssZuito,8cocLup3to (Zuel poK bon äue perri c1i<7snone, Lke veramente un bei principio e ttatcr ^ti Venetian, eon suaconsolationL, ^la tanto piu il 8era8ckisr irato» Veticn6o cks5LiZZlr nonpuo occalrone Di combatter, perobelapaZlia, ealtocs » ^me allai ZU succeäa ün Üranio zioL». ^äun^ue Üimulato ä il 8era8cbiero ^äin3irarla,2nlsapcrtimors, ^lasallaceKli eüskoilluopenliero, 8ta volta no tu non sc^uiiti bonore, ? u crscti ellsr ^lonarca ä'oZni Impcro, Lllenclo la luaZente 8uperiors, H4a5ei tu pure 3* animoinconllante Lb' un Oiovanctto ucciäe un Kran ViZante^ ^ krislia scioita vsnne ii 8er38cklLro, Oilperato nelLampoa clar LattaZIis ^ i Venctianicon unmalpen^ero» OiscarZanöo i! moscbetto la Lanazlis koi l'arma bianca missro in inslliero, Volenäofarprovar -^uanto ezli vaZlia, lUa sullcnüto su ii gran furore Da Ultramarin!,« Lransviebcli Valors» ^onZransocoincellanteZIisu aclollo, ?oiia Lavallaria con Zran brauura lioversanklolli siu clellalto solso kacenclo co5e lopra cli blatura, II campo clel nemieo era li Zrotlo ker ^ustti li cbriilian non ban paura (ike Zli ribatts, 8c §Ii 5acsa pro vars, (^eielio ckc le suelorte armisafare. s)uei Lbinixrnarcb üensra! ssmoso ' OeZnoä'oZnlkrovincis^Lä'oZniAeZns veile SattaKlie sempre vittoriolo, (ibe combatteaeonsavio, 8c Krancls inZLZno, ,6eroiamo t>riuli eoraKZioso Lorri Lenron, Oaniei Ooitinsupremo (ion 1' ar ü iin man (juciti tre Zran Lolclatl (^tianti il' urcbi uei Lampuson rellati. 154 Röm. Ra?se rl. M a s, und Dero hohen Murr en tlMsrckete Lorbon sscea jiroäerrs Oi Msrsvizlis contra ZU Ottomsnni, ^ontemenäosue sjisäc, nesuefrsrrs k^usnti venia s lui, morti ers si^isni 81 caecisvs äove ers ^i?i üreterre, kelici Hurcki, cks tuZial-ontani, Os! tuo zranäc turor äsils suaMsno, kcr nonreKsr eliintiso^>ra II ^isno. Vrencipe cie Lraunsckv vick proäc Ouerriero, Faceäe ^rove eterne e ineinorsnäs, ^kiziunZevs sotto il tuo drscciofiero» 611 convenivs s^snäer il suo ssnzue, Lontro äi voi non vsise elleraltiero, O' slcun äe Iraci Zis tuasamsspanäe , krencipezencroso, cbuon5oIästo Os tutto II inonäo temuto Kt amato» Oil'urenaKiZnor veäer Kai5stto I.e tue ^roäerre con tuo Zrsn Valorü, Lcm^re inanri s! nemico fuüi attästo, kscenäoiiprovs^Aravcäolore» (^us nti äs te äe l' urcki 5u incontrato; 1.1 e convcnuto s te äsrfl I' sonore kcrcke Is tus sormläsbll spsäa H saces ben trousr Isrza ls ürsäa» Flero Marcello, eon61uü1näsK1vs, Msrckese MeUlIu^lVsIoroso» Lt ^luise 8gKieäo, cke ierlv» I-Hutckl, 3t llsscealisr t-scrlmo/!; 8srZcnti äi östtsAlls ckie zlolvs 6gs^arä1sä' ^ärls Isuro Vlttorlolo, Lonil 6onte? 0 m^e 1 , 6onte MsüanOz» . Oe LavalllMeärn Zran Oapltsno. Longrstleeceelfe IIOIvino Motors Oleäe vKiirlÜlsnl 81nKo!ar Vittorla Inueme con8an Marco?rotettors, §1 klsvrs äi cjucäs nel Monäo Memoria^ H perslän ottomsnn con älskonore, Veäenäo perso tuttsIs sua 6Ioris> 8i äiecle sä uns suAZs 6 ne ssnäa , 6on Is rotts äel Lsmj>o, ssssl Ken Zranäs^ Trmmph-l euchrmd en RrieFSüHeims Drirrer Theil r fs 1r> ^uello otto il su^remo dg^itono, kronccsco A4oro6ni szZZio, e orcllto, kcce ovonroreil Lavolier äoprono, kSezro co I keZimento suo 6 invitto, KelöorZo äi kotroslo occio cke äonno, kLcelle quelli 3 quellt Zran eonllitto, Con sorsentir leVoci ülubilants. Vivo V enetio KeZino Irionkonte. ! 1 urcki clx I Kecinto im^ouriti, 8eZui I' clempio äel Zran äsrosckiero, 8ubitoäo quellocoAportiti ?er non ko ver ^uolcks lioZsilo licro, L,o5cionäo! Venetioni im^iotroniti Di quelIolortejziorrz,se nonero, (!ke ne lecoli noliriZio posloti Lllerciituäor, quellozlio loti. kieni 6i äoZIio quelli ctell Lapello, Lituotoin^lorea con Zron ctolore, ^s^etto va anco loro Zronäe kaZello, Lcntenclo il Zron tumulto, e il Zran terrors» ^ Lukito il Zron 8onucio orrivo a qusllo dke Zron 5orro,e con tontovolors, LersoZIia il loco, e quelli imjzouriti, Lon VerZoZnosa suZo vio.LcsuZitr« ^Ile Kore cinque cislla notte orrivo I^oklovoo! 6enerole/llorokni, I.!Lto cii queliotutto neZioivo , I^inZrotio !6 collelli ^iressntorno. Oove cra Vlekemet con Io suo Zente V , Veäer i l iViorokni rello offlitto, dkc 6ieäe loco lui improvjsoinents , tlelle sue monitisniincrucieiito, Lreäenäo cke reliolso tutto in nients, Oi k^omeiio il Lollel mo in poco ktto 8olo xke äiroco ^orte 6el Vlore k l ui luZZj con leluc Zente csre. Asm. Räystrl . Mas, und Vers hohen Aü'irren ^6 klvLnto li Aranäe epro6iKiolo I^onli volse scrmar il (?apitano' EeneralMOrOlini . ^ « brsmoso, Lepanio6i3Lcjuiüarek'e soprakumsn»,' /i veile Koüketutto coraKioso, Verso Huel 6 6rirro» cke mal non Kana»» Lllerciti potuio Kaverne 6loris» Oelaccjulltoäi l-epanto VittoriÄ» sremanti, e sbiKottiii, econ 6oIore, In ve6er ^ri-ella igle Lonsuüvne» §1 mitle ln tantO, 3c subito V errore, VeckenäG i! Laso suo m äesperaiione» ^lsjeme äisperati conUmore, (^o'Ali abiiantk lasua liabiialione^ Lalio» in poier6ickisgno gc^uiksre^ Dato 6 a Oio peräono liNKoIare» Lok Nek 0Orso 6k vinticjuatro küre Loa/iiüimenio 6iDio benc6etkck^ Inalberato 6 ti3nno con konore Di san Marco il 8ten6ar6o caro cletto » 8vpra le yüatire plärrt 6iVa!ore» keris pru6enrg 6l<^ual saZZio 6etto » (^önsLAlio sorte 6el Zran Morokni, ?ior6ekiork, süpremO 3 kala6in^ 6ran üragKS 6e ottomanni reüö s> Lerrcnv ^ miZIrara, e mizliara aneo teritti» La Morte a! Zran k lüion; e zkunti in lens» Lite sgrannO 6 a c;ueIIo cuk06ittk, Li Dkriliiani 6eKontisLloria picno, in?gra6iso sgrariverittk, . L Ke a spgrsoil 8anZue per la santa se6e^ ^pprellv k66ko Kaurs tua lerma 8e6e«> D6 8 ekia vi 1 »rckkassai käno restati Otto canoniinman 6ei Veiietiank L sek 6k MuKala coi seznglaik l^ackiKlivn!, eLaZszlio, e sOprakumsnL KienckgMgüe eoN co6^e a66imgn6gtl 6ran snpreml e0mman6i 6e Ottomann» M ckemct, io cre6o certo, cke a sentirs 8te nvve6a6vlor Kalobi s morirs, Lc»k» Triumph,leuch tenden RrieZs-Helms Dritter Thell. 157 Lento e ssssantg psrriäicgnone Loi recinti, e col eampo prcü, e ügti, ^utti 6i bron ro, 8r sktrs munitions, Vcxo6ti6ixolvcre trovgti, ^ kes»3nto Zrgni fgrine konc, ?ei li Lkriüjsni c^uelii ergnongti, lVIg 6ipiuIec^u3tor6ici Oalsotte Lke 3 tsnti 3 fgtto lor viZar le Zotte, Oun^ueLrgn Ocnergle iVlorotini, ki ancesco Lg vglirr procnrgtore. In?grg6iso i H nZell cii vink, ksrvoi preZgcgntinuoilzrsn ^lotore, Oescaciato larg äalor contini, Del relio 6i ^loreg con suo ctolore, LliOttomgnni^ Lonvollro Zrgn eontentÄ Dgte 3 Venetig prellü il Zo6imento. krencipe Lkinixmgrck Zrgn 8oZetto, 8ei sotto cjucllg cgra VerZineUa OiVenetia, cke card ti3 nelvetto Lokne so» lcorta e siög csrg liellg» krcncipe cirLrunsvicK, ilZrgn suo effetts Vecier Kg fgttd in quelle psr'te, e in ^uella« < ^ncor vdiZrgn kurena tanto g^rgüi klella b'gttgZsig, cke il mio 6ir non dalli« Di Lgm^rO li tre Zran?rove6itori, -^Ilg kgirigseäclikniit morts^ LontüttlAligItriinlieme8engtori ^ Oa l'crig e äg mardekizne scorte,- t Ke tNktii M-ininettani, ein Zrgn clsmdr! ^ Lk'e nkanZer '/. ,1 Triumph - leuchrenden Kriegs-Helms Drirrer Thetl. i eS ^ Das Castell St. Angelo Uiilerlreß nicht m-.k unzchlbaren Mus- queten Schüssen / einer so solennen kunHion den Anfang zu machen/ worauf dann das Summen der Glocken in allen Römischen Kirchen erschallte/ mit verschiedenen Freuden Bezeugungen in und ausserhalb Rom / entzündeten Feuern / welche bis in den dritten Tag Luft flamm-- ^ «»tidm ten/und Rom als einen FlammemVetuvium und Dampfreichenden Lltnam fürstellte / welches alles von einer übermässigen Freud her- «ammte. Den folgenden Tag hielt man General-Lxcgmen/für alle diese- General, Nige/ so sich freywillig in den Dienst der Christenheit wider die Un- Excquie« gläubige aufopffern lassen / woraufdie meisten Cardinäle sich n ach den für die vom Pallast verfügt / um ihrer Heil, wegen der allgemeinen Freude Glück zu wünschen/ und auf solche Weiß folgten auch alle Ambassadeurs/'^""' nebst andern Ministern/ so sich in Rom enthielten / deren jedweder auf Ansuchen von dem Papst die gewöhnliche Gnad erhalten, ' Uber das ordnete auch Ihre Heiligkeit / daß män verschiedene Allmosen denen Armen austheilen muste/dadurch man von den Höchsten noch fernere Beglückung der Christlichen Waffen / und Progressen der Heilig- Vereinten/ von den höchsten Sieg-Ertheiler erlangen möchte. Endlich ertheilte auch der Papst Befehl/daß die Gassen aufbas zierlichste geputzt würden/und bey einer Salve der entzündeten Mör- ftr/ alle Fenster in Rom/ durchVermitlnng der Wachs-Lichter/erhellet: da es dann schiene als ob Rom wieder in die Regierungs Zeit Ttti / des Welt bekannten Kaysers/ umgekehrt/ zu dessen Zeit ein jeglicher Platz in Rom ein Schau-Platz MaktiS/und Kriegs-Schui dev BellonX gewesen ; welcbes Fest dann bis in die halbe Nacht hinein gewahret'/ und die Bürger sich nicht genug Freud-ersättigen können. . Nicht weniger Freud empfand auch das Römische Reich / nach- demihme disglückliche Ungarische Feld-Schlacht war entdecket worden. Ofen machte hiemit den Anfang/welchen Wien gefolget/und nachenheilter ehester Nachricht/ Regenspurg beygestimmet/ allwo die Freude«, Kayferliche hohe Commission ein toiennss Danck-Fest in der Domm-- «e>r zu R«, Kirchen halten lassen/ nach welches Endigung eine dreymalige Salve b'durs, aus i8.Canotten aegeben worden woraus den Abend seine Ercellentz Herr Grafvon Windisch-Grätz/ in Abwesenheit Ihro Fürst!. Gnaden von Passau/ als Kayserl. Principal-Commissarii/ eine stattliche Gasterey gehalten / und die meiste Chur-Fürstliche und hohe Reichs- Stadtische Gesandten tractire!/ worbey/ in wehrenden Gesundheit- Trincken/ die Trompeten und Paucken sich tapfer hören liessen. Bey I6o Röm.Ra^ftrl. Maj.und Dero hohen Aüiirrm Su Nüm» Bev solchen Freud-Bezeugungen war auch Nurnbergi-W die der-. Letzte / so ihre Freude ob diesen herrlichen Sieg bezeugte / sondern andern/ durch Anstimmung des^eOsumi^uäamus in der Kirche/mit Leutung aüer Glocken/ und Loß-Brennung der Stücke um die Stadt/ wrlchezum drittenmal wiederholt wurde»/ alles vergnügliche Siegen/ und glückliche kroZrcNn/ihren unüberwindlichen Monarchen/von welchem sie bißhero mit so unzehlichen Gunst-Blicken wäre bestrahlet worden^ von den Höchen Himmels Geschicke ausbate. Doppelte» ^ Lhdeck/ eine so weit entfernte Stabt/ entfernte sich doch nicht dem Heue-werck Deviauchßen des Mohatzischen Siegs / als welchen ste mit folgenden zuLÄe«. Aeuerwerck beehrte / so Obrist-Lieutenant Crämer aufgeworffen: >. Ansangs ward mit z. Racqueten Losung gegeben / selbige mit Racqueten beantwortet- Hieraufr. Bomben/ die auf zeoo. Schritt gew0rff-n worden/ hiezwischen dreyRacqueten und eine Lust-Kugel. 2. EineBombeundeineDampf-Kugel. z. Ein Trenchement-Ku- gei/mit 15, Hand Granaten und eine Feuer-Kugel / z. Raqueten und ein Sturm-Krantz. 4.'Lin brennender Stein und eine Leucht-Kugel/ hiezwischen z.Racqueten und ein Sturm-Spieß. 5. Eine Regen« Kugel mit ix. Hand-Granaten aus dem Monier und eine Feuer-Kugel/?. Racqueten und ein Sturm-Faß. 6. Eine Leucht-Kugel und eine Canaff/;. Racqueten und eine kust'Kugel. 7. Eme Wasser-Kugel und eine Lust-Kugel/ drey Racqueten und drev umlaufende Stäbe. 8. Die Wort/ viv^ s i.L 0 k 0 ^vV 6 , zwischen zweenWasicrn und mit einer Krön obengezieret/;. Racqueten und eine Lust-Kugel. 9. Eine Wasser-Kugel / und eineLust«Kugel/ z.Raqueten und eine Wasser-Kugel, io. Zwey Bo»Om mtt allerhand ausfahrenden Feuer / umlaufende Stäbe / und; RacHueten. n. Wieder eine Lust Kugel/und zum Valet,;. Racqueten'/14. Lust-Kugeln aus den Monier/undhrey Ernst-Stücke ohne Mortier'. Feuerwrrck Aber dieses jetzt-erzehlte/zeigte auch zu Ehren diksesSiegs/ Lieu« zuEhrcn tenant AlWn Heinrich Üblich/seine Schuldigkeit unter den Gluck Zu- ruffender LübeMchenBurgerschaffr/welches FreudemFeuer folgen/ der Massen prssentirek tvorden; ' - < , Anfänglich waren die Ernst-Sachen/ als: 1. 2 . demWall urnerm knülle bree, drey schöne Racqueten. Welchen mit drey kleinen Canonen aufder Katze geantwortet wurde. ^ Hieraufkcmien die geschwinden Schüsse/ so geschwind als ern Mousquetirer einen Schuß thut/ geschossen/drey ausemer CM te. »r «iij» -ba/ß! HM ke«L« i l.h Mn»r siiEck wich -ach IltM L«K rn» V Triumph- leuShtettdettRr iegs Helms Dri tter The il. i6i CHiön^/ und solcheHa zweyen malen/nemlich aus den Ca- nonen sechs / und der Mousquet zwey Schüsse. Hierauf stiegen wieder dr H R 'cqueten. 4. Eine Bombe und eine Brand-Kugel «ebenst drey Nacqueken. s. Eine Leucht-Kugel und wieder eine Bombe/ darauf drey Raes queten. 6. Em Trenchier-Kugel und eine Feuer-Kugel. 7. Drey schöne Racqueten und eine Lust-Kugel. Dieses wurde alles von der Katzegeworffen/und wäre die Ope-' ration von sehr guten LffeLen. Woraus die Lust-Sachen folgten/ so aufder Seite des Stadt- Graben/ zwischen 2. Wassern / pi-Tssntirt wurden. Ein Vulkanisches Lust-Haus/mitdreyenBöden übereinander/ woraufzu oberst ein Blumen-Feld oder Garten / darinn die Fama stehend/ sich zeigte/ hierunter auf der einen Seiten ein Engel / betend/ milder Uberschrifft: ZuGOtt richt deine Sinnen: Auf der andern Seite ein Engel arbeitend / mit der Uberschrifft: Und thu hieraufdein Best. Aufder dritten Seiten ein Engel angebunden stehend/mit der Uberschrifft: In keiner Noch er dich verlässt. Und aufder vierdten Seiten ein Engel aufeinen Löwen reitend/ mit der Uberschrifft: So wirst du all's gewinnen. Mit einer Gallerie gantz umher / worauf 4. Kugeln aufdsn 4. Ecken stunden; unter diesen pr^ssntixte sich aufder einen Seiten die Venus liegend/ mit der Uberschrifft: Ich liebe die Götter. Aufder lincken Seiten der Mars mit der Uberschrifft: Ich behalte den Streit. Aufder dritten Seiten der Mercurius mit der Uberschrifft. Ich bringe Rapport. Und aufder vierdten Seiten t er Samrnus mit der Uberschrifft : Ich nehme alles fort. AuchmitemerGalleriegantz umher/nebst 4. Pyramiden mitKu- geln oben auf allen vier Ecken. Dieses aber alles spielte/wie folget : X Erst, r 62 Rom Ra^fcrl M/rs und deko hohen A llrirten " Erstiichen käme der Mercurms geflogen u id zündete das Bu« men-Feld/ so in untcrschiedlrchen Arten Blumen / a>s auch Coutue von Feuer bestehend/ nebst der Fama/ an/ und flöge wieder zurück/ um sich ferner zu reoominsnchrcn. Hierauf folgten dir 4, Buchstaben v. 8.6. k.vonw.iff.nFeutt/ bedeutete Virtutsm t-rguiwr bona k'ama: das ist: DemTugend-Licht Folgt gut Gerücht. Engel. Ustd darauf 6. Raccsueten/ nach diesen der Mittel «Boden also: r. Vier Kegeln aufder Gaüem mit Hellen Ze mr. s. Der betende 5. Der ardcirende 4. Dergebundene- 5. Der auf Löwen reitende und triumpdir-nde L. Stiegen drey Racqueten und zwey schöne Lu 7. E>n Christ und Tü ck kampstten Miteinander/ und wäre der Christ immer hinter den Türcken her/ da er dann dar Hasew Panier ergrieffr/ und der CbttstdmSiegdehieltt/wclches die Zuschauer trefflich ergetzre.. ß. NEN Racqueten und 2. Lust-Kugeln / so im herunterfallen vielkleine Sternen von Lichtern prLscmirlen. 9, Darauf folgte der untere Tdeil des Hauses/sovielmal zu erst mit harten.Schlägen/ als Canonen-Schüße/herum spielte t währender Zeit die vier KugelNaufden Pyramiden in weist sen Feuer branndten.. rv. Die mrterste Galerie nebst Venus/ Mars / Mmuriusund Saturnus mit vielen ausspeymden Feuer, in der Lufft und avfder Erden.. »r. Zwo Waffer-Kugeln/und eine Grund Kugel/wie auch -.Lust- Kuaeln, nebst 6. Racqueten so überaus hoch stiegen. »2. r. Asriemnsche See Fisch mit aussahrenden Feuer auf dem Master/ wi' 6. Racqueten / wie auch ein Lust-Kugel /und 4.umiausendsfturige Stäbe. rz. Zwo Erd>P>ucken/ mit vielen Feuer in das Wasserspielend/ und zuletzt zwoLvstKug-ln/wie auch zum Valet unterschiedliche versetzte und unversetzte Racqueten/ Solchc- obiges alles gieng unter Schalmeyenund PauckrnEs^' El- sehr wer »ow statten-/ so kraß die sämtliche ArDM 'er d ren drv rooo. waren/mitlonderbarenContenÄmeudsotches alles ansahE ra. Md« >nB a>^ z.^H i-^ /' Er iunrph l euchtenden Rriegs-Helms DrirkekThett. i L» M darüber ersetzte« / und wieder vergnügt nach Häuft Mengen» . , ^ ^ ^ ^ Ja diese Freud überstieg fast die Grsntzen Deutschlands» Dan« als auch selbige m Brussel kundt worden/ entstund dahero ein ungemeines Freud und Jubel -Geschrey. Ein Mönch/eines gewissen Orden / an deme die Reyhe war/ferne Brüder auszuwecken/ den Alarm/ weichen die spate Nacht mitdrachte/ hörend/ streckte den Kopfans dem Ungnvih«- Fenfter /dessenUrsachzu erfahren/undausVernehmungdieser guten Zeitung/ wurde er dergestalt erfreut / daß er so wol die Gebühr seine ' Brüder zu erwecken / als auch des Kloster-Lebens in etwas vergaß/ im deme er seine V'-olin zur Hand nahm/ und in einem jeden Dormiroris der Zellen/ ein lustiges Stöcklein darauf spielte/ und zu gleicher Zeit/im öem«r den Tact hielte/allemal mit den Niederschlag an die Thur fliest ft; die guten Brüder waren hierdurch sehr erschrocken/ und einige/ welche am hertzhafftigsten waren/öffneten ihre Tküren/und da sie ihren Bruder in solcher Postur funden / meynten einige/ der Wem Wunder-würckte also beyihm/ oder er sienge an/besessen zu werden; nachdeme sie aber dessen Ursach vernommen/ wurde ihm dieses Verfahren/ so eine übermäßige Freude gezeuget/verziehen. Damst es aber nicht das Ansehen haben möchte/als ob wir des dritten Blats unserer Christlich-Vereinten vergessen / als wollen wie unfern Kiel ein wenig den Laust m Polen gönnen / und wie es bes . diesen Sieg-bereicherten Zeiten allda beschaffen / erkundigen. Jhro Königl.Malest, in Polen befanden sich indessen ander Wassersucht ausserst unpäßlich/ doch unteclieffen dieselbe nicht/alles/was zu Fsrt-su^kran«k. setzung des Kriegs/wider den Feind vonnöthen seyn möchte / zu veranstalten. Es wäre aber dero Armee 4 Jahr her/ durch die grosse hiN- und wieder-Zrebungen dermassen abgemudet baß dieselbe nicht so bald/ als seine Majestät gerne gesehen hatten/ im Feld erscheinen/ und sich die Littauische mit denen Re'chs-Trouppen vereinbaren können. Odwoln nun der König/ungeachtetsolcher Unpäßlichkeit/dan- noch ents-blossen war/ Perwniich in das Feld zu gehen/ und zu dem Ende/ der Armee bis nach Jaslovitz folgte: so wurde doch solches von vielen Fürnehmen/ auch denen Medicis/ wider rächen/also/daß er sein festgesetztes Fürnehmen ändern müssen; schickt: doch an statt ferner den Schi-kk f«- altern Prinkcn/ Jacob/ mit vielen von Adel in das Lager/der Cam-nm Prin. pagnebevzuwvhnen. JbrerstesAbs-chenwar/Cammiek zu bombar- Viren, und dann in die Moldau zu rucken / der Orten ernrge Plätze wegzunehmen / selbige zu befestigen / und darinnen einen festen Fuß zu setzen/ deswegen über den Dmester Brücken geschlagen worden. K ij Som i§4 Rörn. Rapstrl. Mas und Vers hohenAlliirirett ' Sonstenpässn'keder Orten wenig/ auffee daß 0 lePolmiche/Cv- sackische/ und feindliche Parlheyen/ zum öfftern aufeinander getroffen/ worbe») doch einsten diese den Kürtzern gezogen. Zu Anfang tzes Monats August/ wurden starckePolnische-Trouppcn gegen Caminick bejehlicht/um alles Getreyd und andere Früchte bey selbiger Vcsiung zu ruiniren. Auf welche die Türcken »nit grossen Haussen/ solches zu Hintertreiben/ ausgefallen/ seynd aber mit Verlust vieler Tobten in die Fluchtgeschlagen / und dergestalt verfolgt worden/daß sie »nit solchen Gewalt über die allda befindliche Brücke hinein gedrungen/daß ihm dagegen 720.ins Waffergesprengt worden und ersoffen. Auch das dem Polen benachbarte/ und in die Vereinigung der Christlichen Schutz - und Trutz-Bündnis eingeschrenckte/Moscau/ wollte die Himmels-Güte bey so preißlichen Zeiten/ nicht SieMß WMich-r seyn / sondern sie der andern Segen auch gemessen lassen. Dann ihre Anfang der Armee machte auch einen glücklichen Anfang / und eroberte diezwey Mosivviter HZesiungen/ welche die Türcken am Ufer desBoristhen-Strom/um der Cosacken Einfall in das schwartze M cer zu verwehren/ auferbauet/ und nach dieserEroberung schlugen sie mit groffenVerlust die Tartarn zuruck. Worauf sie dann auch in Crimm eingefallen / und dieVe- flung/welche die Passage nacher Crimm ist / be»neistert und eingenommen. moscovi- Damit aber alle Ungekcgenheiten / Unordnungen / und anste- M Armer ckende Seuchen / desto eher verhüttt werden möchten/wie auch mehre- ,heilt sich, re Fourage für die Pferde bekornmen ; theilte sich dieses grosse Heer der Czarischen Maiestaten in drey verschiedene Theile. Em- temak ein kluger Kriegs-Held/ niemal den Ausspruch des Historien- Schreibers Curtii aus der Achtung lassen soll: kericuiosum eü xr»- xrrrve Imperium r ciiKcile eil conlrncre guoct capere non völlig Viäsene ut nnviA'm, cjuse moäum exceäunt, rezi blegneant! (Eine allzumachrige Lehersschungist äusierst gefährlich / es fallet höchst-schwer das unbegreifliche zu bezähmen. Siehesi du nicht/ wie die allzugrosse Schiffe unbrauchbar t) Mit diesen geteilten Heer nun / wollten sie den Feind an verschiedenen Orten anM len/ damit er gezwungen würde/seine Heers--Krafft zu zertbeiken / nnd sich dadurch zu schwachen ; tvelchen Fürschkag dann der Himmel Wunsch-beseligen wolle. Und hiemit kehren wir nach diesen langen Umschrissken/wieder nach der Kayserk. Armee ab / die wir auf den Mohatzischen Feld m der Nachfolge des flüchtigen Feindes hinterlcssen. So bald der r z. Aug. als der folgende auf vorhergegangenen SrcgS-Tag/ angebre- W. HM Ärn/e «Mll! «M/k WM lltßt!« 'mEia TiceS-^ J«!ki W! « 5 ^ »' l^W. L Triumph - leuchtenden R r regs-Helnrs Dritter The ,!. I6f chen / furwe sich der Kriegs Rarh wieder zusammen und beschlösse bas .. K'ck'i- fernere Fmnehmsn. Der Anmarch uns völlige Nachrückung nach ^ ,'^5 Effegg wollte zwar erstlich in den Furs6)lag kommen/ allein der üble Weg/dicke Gebüsch/und wenigst zwey gantzer Tag wehrende Morast- Nach- welcher die Armee abscheulich ermüden würde/vernichtigte es- Be- fthlichten also Jhro Durch!« Hertzog von Lotlringen/denHerM Ge- nera! Gondola mit 2000. Pferden dahin/ um Kundfchafft einzuholen/wie es sich mir demFeind verhalte/und ob sich selbiger Nicht vielleicht diffeits derDrau wiedergefttzk habe; eineg!eichs 2 lnzahlFeuer-Röhrer/ welche die Frantzosen Fousilliws benennen/ wurde beordert/ die hin- und wieder indem Gebüsch verborgene Ducken herfürzu suchen/(welches Gebüsch so dick verwachsen war/daß man kaum ohne Zermfsung der Kleider dadurch passiren können /) so zwar beiderseits/ wie oben ge- meldt / viel Türcken / meiflHömikscharen /eingebrachk/ Und mehr niedergehauen/ und noch reiche Beut bekommen. Was aber die feindliche Armee betraffe / wäre dieselbe bereits würcklich bcv Essegg über die Schiffbrücken paffirk/und hatte selbe hinter sich abgetragen- Die fettige Regimenter/so vorigen Abends vom rechten Flügel zurückgeblieben/ Neffe man selbigen Morgends auch in das feindlicheLager rucken/ um die Beute zu Nutzen zu Machen. Der gantzen Armee Pferdeergetz- tensich mit dem Habern/woran sie etliche Tag einen Abganggehabt/ dm der Feind hauffenweis Hinkerlaffen/die Mannfchafft aber mit dessen Proviant fortgewichen; bliebe also die Armee diesen Tag in dev Ruh liegen. Den 14. ^ Generak Düvne- waid soll in Crc arm sehen- Rath gehalten ward / weil» man diffeits der Dran von den Feind nicht d-s geringste hörte - überdas auch die Zeit nicht vergeblich wollte vordey streichen kaffen» DerSchluKfiel endlich dahinaus/daß Her? General/der Cavallerie/ GrafDunnewalv/ nebst HewnGmeral Feld-Marschall Lieutenant deSouches/ mit ^4. Teutschen Regimentern/zusammen über roooo.Köpffe starck/disseits bleiden/und dieCro- Mische Confinen observiren sollte. Die Armee belangend/ ward selbe nachMohatzzuruckLUgehendesehlichk/umdaselbsi dicDonau zu pas- siren / dann ferners sich gegen Segedin zu wenden/und gegen die jenseits der Theiß gelegene Platze dieWaffenzu kehren. Den 15. dito kündete Ser anbrechende Morgen durch den Trompeten Schall den March an, und ruckte die bisher still gelegene Armee bis an den Berg Harsan/dcn sie zu ihren Nacht-Lager erkieset. In be»n Türckifchm ausgeplünderkc n Lage r muste man viel Mehl und Ge- . X iij Myd/ st 66 Röm. Rayftrl. Maj. undderohohen Alliirren treyd / welches die Feinde vor ih-em Abzug aufdie ErW gestrcmt., ligeq lassen / mW Hane es von fernen das Auseym/als wann es übrrschneyet: Zudeme konnte man auchmcht alles mit sott dringen/woraus leichtzu erachten/welch einen Porrath di? Feinde bey sich gehabt. Sauren Doch blieben diese Hinoerlcissene Brocken nicht unbesucht / inden, liegen auch yse umliegende Bauern'/ aus allen Wiiickeln h-rfür krochen / und wasvonrer hyr^xmee Abzug das Hinterstelligeeinsammleren. J!,reEmdte ^ ' erstreckte sichhierauchaufoie da liegendeTodten-AeserderTürckeii/dir sie besuchten / und was noch an und bey ihnen taugliches/entnal men. Die feindliche Kundschaffrer benachrichtigten/ daß der flüchtigeFsind feine enthertzte Mannschafft/ bey Effegg wieder sammle/ und meine Ordnung zu bringen trachte. Anbey lieferte auch das Glück einen Brief ein / den der Bassa von Bosnia/den zu Camscha verweilenden Bassa zugeschrieben / und darinn das vergangene Treffen auf Türcki, sche Weife abgeschildert. Ich kan nicht umhin / weitn so gar die öf- fentilcheZeitungen damltgepranget/solchen den geneigten Leser einzu- händigen/ >o in folge bestehet indem: r>?Assk" Sehr geehrter geliebter und getreuer Bruder! vonBosma MAAch freundlicher Begrüßung sölr ihr wissen/daß ich Tag au vruzu rrnd Nacht f. Gründen im Geber bin den allerhöchsten V-mscha. Aönig und seinen geliebten Freund und grostenpropherenMe Hemer Mustapha anzuflehen / daß er an seine gerreue Muselmänner / und unfern AUermächrigsien und Hochgeehrtesten B>ayser yndOberherrscher über dreErde/kNahomer/gedencken/ wie auch an unsere Freunde/ davon rhr iieberBruderauch einer jseyd/ der ihr euch vor so vielen ungläubigen umringt scher. wetche/als sie allhier bey Essegg zu einem Gefechrekom- mey/ blieb unsire Armee sieghaffrwlderdieGchaarendcr Um dlaublge/weiche die schändliche Flucht nahmen/ undwirihre Übrigen / »nftrn Säbeln auch aufopffcrn wollten ; Zogen wir über die Brycke/die uns durch sie strittig gemacht war; nach- hem wir aber nachgehends das gange Feld/ hinter einen Hügel von ihnen gantz bedecke sahen/ haben wir uns über die bunvrett Ameisen sehr verwundere, wir camptrecn dannoch nicht welk von ihrem Lager / ur d nachdem wir uns durch die Mäußgam ge / (yemlich die Laufs Gräben ) so uns die Fraasür (verstehe die ...... ) gelehrek/verstecket/streiffken und gierigen wlk sh ohne unterlaß aufsie loß samt denen gemetdren.^ -rkrc> !>. K. ür«» 'ßikr !>« sei^ «äs >ipW «» Mp ll-Ä k-S» r^S s/l j"- --- F' c.^ _Trm mpb-Ie uchre nden RriegssH e lms DricrerTheil. ; 6-- kmrairen/ welche uns verkochen den blauen Röntg/des Ro» mischen RMsers Sohn König von sieben Königen / oder de» grossen Lapirarn der »hm aUezeir in seinen Verrichrunge»» folge / welcye offc auf die Jage, giengen/ in unsere Hände M lieftrn. , Weswegen «nein Herr/der sich durchdiestFremde bereden» lassen sich selbst die Vrcrorie »MS die gäNtzliche Iaorers nebst einen sehr vsrcheiihaffrigen Friesen vor unsere rNahoiiredank fchc Religion / nach Deschiicssung dieser Campagne versprd» chen / aber obfchov diese Fre,.»dünge / allerhand listige Answine ins Werck gerichtet kuncen sie es dannoch nicht zu Weg bringen / auch da wir »ms wegen einiger andern Lor re» spondeny ausser ihrELager gehalre/ haben wir doch nicht» er» halten können. Weswegen die unsrige allerhand Srrc.ffe- reyen anßellren/ und viel von den Ungläubigen unser,nSabek zueiner Speise machten und viel von ihnen gefangen nahmen/ also daß sie dadurch wrc aucdaus LTloch die sie noch,netz q»räl» tt zum höchstenvesMtzcwaren. weiln nun die Iaours in aller Eil sich nacha EeM Gere» reririrren/söverme^me mein Herr der Prüno-Vezisr/ daß ^ als desperate Leure/gäntzlich die Flucht nahmen: alsodaß cr s« nen grossen Trouppe von unser» sieghasttenSpahts und Vo» iun airenlabschickte/sie zu recv^nolciren/ die sie hier und das zwar zerstrerretamrassc». aberdannsch-esnivirreine Schlachb mir uns zuwagen.well sie nun in denscharmrrziren allemal voV den Unsrigen weichen / so ward in unsertt Rach vorgeschlagen/ daß / so unser sieghaffresLager sic versolgre/man eine vollkome- ne Vicrsrie würde erhalten können Welches auch also beschloß ftn ward so daß wir alle Ordre bekamen/ aus unfern Lager aujf sie loß zu gehen; wie wir dann durch diesen unverfehenett Am fall/viel von den Unglati brgen Iaours aus dem Weg raumreN >. Es erschien aber von dem letzrenz'lügelderIaoursaufde« Hügeln der grosse Lapirain/weicher nm seinem blauen Röntg/ des Raffers Sohn de» gangen Anfall meines rechten Flügels sich widerseyre/und kamen alle beede als Löwen mir ihremLa- Zer/ Feuer und Fsammen aus ihrem Munde schaumend/ auff mich an; meine Soldaten erblaßten darüber/ und die Ungläubige welche dahereinen Mlur schöpffren/ brachten alsoforr alle' unsere Waffen in söchane oniu-ion und Schreckt» /daß ich/ «eil ich tche/ daß es unmöglich war/ sie wieder in Ordnung zw drin» ,68 Röm. Ra^ffrl. Mas. un d dero hohen Allrirren bringen / und den grossen Mur der Iaours vermerckre^sselber zurück weichen / und das ganye Lager/ nebst meinen Herrnden Groß Vezier/ im Stich lasten muste. Ich schwere euch be^ meinem Haupt/ so der andere Flügel der Ungläubigen' so bereits nachSiklos avancier ware/be^de» Treffen seyn können/ wie der legre mir grosser Müh durch di« Büsche und Morasten rhare/würden wir alle niedergehqum, oder zu Sclaven und Gefangenen gemacht worden feyn Wir haben aber doch ohne diA noch gnug verlohren. Ich bitte euch/ L> l mein geliebter Gönner/ daß ihr dieses Unglück/sounfern mrrrigen und wotmeynenden Gläubigen / die vor dem Mahsmedanischett Glauben / und unfern astermächrigsien/ fürccefflichsten und gütigsten Rayfer denRönig der Könige/ Monarchen der Monarchen' streiten/ und sich rneurerGuar- nisön befinden/nichts offenbaren wolr/ damit sie nicht darüber in Rleinmux gerahren / und zu mehrern Schrccke/r sich zu wehren zaghaffcig werden c sondern stcUr ihnen im Ge- genrheil vielmehr vor/ Paß dieser Schade nicht viel zu bedeuten habe- Vor asten Dingen aber permahne ich euch/daß ihr den ewigen Gor r eifrig birrer/daßIhr mit demgrossenLapiraitt/dee uns in den vergangenen Jahr so Viel Ocrxer in diesen Landen die sonsten wenig von ihnen/ aber von uns/zu unsern grossen Schaden/ sehr hoch geachtet werden/ abgenommen har/ zu keinen Gefecht oder Streit ksmmet/und es istgewiß/weii dteIah- res-Zeirsöferrnverlauffen daß dieIasurs anders nichts sirchen werden/als unterschiedliche von unser,» umligendenOrren in ihre Hände zu bekommen; unsere geloßre Sclaven kennen diesen grossen Lapicain/ und darum Hüter euch/daßihrihnnichrin die Hände gerarher. Ich schreibe in den Namen meines Herrn primo Vezret zugleich an meine liebeBrüder denBasta vonStulweistenburg und Sigerh/unddasin Arabischer Sprach/damit/ so diestm gläubige diese Briefe erwan auffangen möchten/ sie solche doch nicht verstehen konnten. Doch vertraue ich gänylich / daß fob ches nicht werde geschehet» weil dieser Bauer gar listig /durch- rrieben/ und sehr wol abgerichk. GÖrrse? in e»»rerRegierung/ und ich birce euch / den Zustand und Gelegenheit eurer Sachen/wieauch der ganzen Gtrarnlsön/ mir wissend ZN machen. Die, Triumph,leuchtenden RrieZs-H elnis Dritter TheN. r§. nrr>v» kNA -n>-^ rrdtnss cr-n. " iü-> DlllkL rüs>i- lli i!"^^ !iit I: ^scck iltur ?UVk M5: 'ctt^' !ii-^' Zs^ -.4 t--' Dieses ist derJnnhalt des von der Mahomstischen Schlangen- Brut gezüchteten Bassa von Bosnia/ so hin und wieder mit Schmäh, Worten gegen die Christen / so er durch und durch Jaours oder Ungläubige benennet / angefullt / wofür ihn der gnädige Himmel zum Ne, compens den Seidnen Strang an dem Hals / oder das berechtigte Rach Schwerdt/ der von ihm beleidigten Christen/ aus seinen v r- rätherischen Mord-Kopf schicken wolle. Indessen setzte die Kayserliche Armee den 16. Aug. ihren March von Berg Harsan / der unlängst ihre Tapferkeit gesehen und bewundert/fort/und hinterlieffen alldorc das Dünnewaldische Corpo/ so aus nachfolgenden Regimentern be- stand. Als: Infanterie Haußler Leßtie Lothringisch- Souches Aspcrmont Mctternich Cavakleris Dünnewald Neu bürg Götz Truchseß Ladron Kisel. Regimenter dey d n Dünnewal' dischui C»r- Dann zwey Regimenter von dm Ober-Rheinischen/ eines zu Pferd und eines zu Fuß. Generals,Personen: Dünnewald Souches Ladron Aipermont Haußler. Den 17. langte die Armee wieder bevMohatzan/dm ehmalig/Fernsrse durch Ludwigs Schlacht / Leid - nun aber durch diesen Sieg Freud-be- reicherten Ort/ allwo die Bayrische Armee von derKayserlichen den N'^E darauffolgenden Tag entsondert/ die Brücke bey Hestwi pajsirt/und sich in die gegenüber liegende Insel / so die umfließende Donau in ihre Arme schleufft/gesetzt/deren die Kayserl. den 19. nachgefolgt/und eben- massige Insel zu ihrem Lager-Platz erkieset; doch konnte diesen Tag die Infanterie diesen verlangten Platz nicht ereilen/ sondern langte erst den 20. an/da dann diese beyde Armeen in dieser Insel vereinet geblieben/biß daß den 21. die Chur-Bayrische über den andernDonawArm wieder voraus gerucket/ und die Kayserlichen den folgenden Taa zur Nachfolge einqeladen/ die dann den 22. aufgebroch-n / und die andere Brücke/ nach der Segediner Seiten/passirt/ allwo sie abermal stehend geblichen/Wd/bis devr-.Abmds/bienochzurückgebiiebmeerwartet.' V Dm i7o Röm. Raysirl. Mas, und Dero hohen AllLLrreti Den 24. in der frühe/ brach selbige wiederum aus/ und gierig eim Mell von Baja/ und den 2 s. abermalen biß drey Meilen von gedachten Baja. Den 26.war sie abermals still und ruhet«/ um damit die wie, Der zuruck gebliebene Ochsm-Wagen/von Wasser/mitProviant Nachkommen möchten. Den 27. marchirte die Armee bis Galata/ allws zweenHussarnvon Siclos ankommen / und berichtet/ daß derFeind Walpo verlassen/samt noch andern Neuigkeiten/ deren man aber nicht so schlecht weg Glauben deymeffen/ sondern noch genauere Nachricht erwarten wollen. Den 28. und 29. marchirte dis Armee nacheinander bis gegen Erdöd / allwo man ein Türckisches Castell in der Insel über einen großen Morast/ mit noch etlich r 00. Janitscharen besetzt / gefunden / weiln es aber von keiner Jmp ortantz wäre / hat man selbiges zu frieden gelassen; E>«itz»goc5r kt'ktK <-'Ü2 5k<-^ llD -i s ki:"'' c-> -ih Triumph-leuchrendett R kiegs- Helms Dritter Theil. t 7 r Dalmatien und Morea wider die Ungläubige streitende Soldaten/ mit dieser Gunst-Milch erquickt. Wir begrüßen diese jetzt-benannte/welche wirgantz Sisgerfüllt bey der Lepantischen Eroberung verlassen. Der Seraskier hatte sich aus Morea für ihren glücklichen Waffen entfernet/ und ist daraus seine unbeschreibliche Furcht erweist! ich/ daß/so bald er flüchtig zu Co-, SerE« rinth angelangt/ alle daselbst befindliche Wohnungen abbrennen las-^^^'^ sen/ und die auf den Berg ligende Vestung in die Lufft sprengen / da- mit denen nachfolgenden Christen kein Aufenthalt undUnterschleiff daraus erwachsen mochte. Anbey befehlichke er alle in Morea noch befindliche Turckische Familien/ telbiges zu raumen/ und best-möglichst in aller Eilihn nachThebe/akwoer den grösien Tbeil seiner zerrissenen Armee wieder zu sammlen verhoffte / folgen sollte. Es warein sonderliches Glück für ihm/daßihndieVenetianer mchtgefolqt/ dieElonsileichtlich durch ihrNachrucken/ dieihmevon der Schlacht wenig u.bergebliebene/nebst den entwichenen Moreisch Türkischen Jnnwohnern / entreiffen können. Der Capitain General. ermangelte hiebey nicht/ mit allen rühmlichen Anordnungen / die er-UAl A«« oberk. P'aße Wunsch-zu beseligen/ und fetzte in Parrasso mit denTi-tnMoxr». kel eines Extraordinarr-Provediror/HerrnHieronymum Priuli und Herrn Derer Grioni zum Vestungs-Commendanten oder Castelkan ein. Lepanto hatte ebenmäffiges Geschick/und ernennte man daselbst zum Proveditvc Herrn Tadco Gradenigo und Herrn Marquis Meli- luppi zum Castellan; in dem Castell Molicrea aber zum Qrdinair-Pro- veditor/ Herrn Marcum Barbarigo/ welcher ehmaln zu Tme die Proveditor-Stelle vertretten / und zum Castellan / Herrn Hierony- »num Tiepolo; In Romelia zum Provcditore Herr Aloysius Sa- gredo/ und zum Castelion/HcrrnZorziFoscarini. Nebstdlesenbe- legte man auch jsglichenPlatz mit gehörigenOfficiren/Gei-tlichm/Me- dicis / Wund-Äertzten / Spitälen und Apothecken/und mit allen ek- fodrenden Kriegs- und Lebens-Notkwendigkeiten» Nachdem dieses geschehen / ließ der Capitain General ferne bey sich habende Macht unfern denen Castellen still liegen / und nachdem er sich die Galeren zu seiner Begleitung auserfthen/ ruckteer in den Le- pantischen Golso fort/ das umliegende Ufer und anstoßende Oerter, seiner gewöhnlichen Klugheit nach/ durchkreuzend/ da ihn dann am aller- nötiqnen zu sevn deuchteke / die noch unter dem Barbarischen Joch ftuffzende Griechen anzuspornen / sich anietzo dieser greulichen Dienste barkeit dieser Barbaren zu entziehen/ und also auchdurchdieses Mittel derTürcken bestürtzten Zustand zu vermehren. Die Ungläubige Y is sähe» Nentti'onk« sche Cavill- lrriegcht «ach Co- «!lch. Corinkh weder «s dm Name«. Verschied Ne Regierung zu Co- i7» Röm. Rayserl. Mas, und derohohen AMirrm sahen auch fettsten wol / daß sie gezwungen wurden / endlich de^Wü mels ftfi gesetzten Willen zu weichen/ und auf nichts anders/als in diesen Landen auf die Flucht zu dencken: da dann zugleich auch die M Zeitungen ankündigende Fama den Capitain-General die Verlasslinz CorinthovsndemSeraskierankundigte. Sobald er hievon Nachr-cht erhalten / eilte er alsobald mit denen bey sich habenden nach den Castellen zurück/und nachdem er die gantzr Macht vereinet/kehrte er an das verlassene Corinthische User wieder/ und als er glücklich die Cavallerie dahin zu marchiren beordert/langten sie daftlbfien in vier Tagen an/ohne einen Feind anzmreffen/welches dann genugsam bezeugte / wie nunmehr das Königreich disseits von dieser Seuche gesäubert; sie schlugen deßwegen bey gemeldtm Platz ihrLager/ welcherwegenseinerAlkerthümerhöchst-gepriesenund den Venetianischen Löwen ohne einige Manns-Verlust eingehändigt worden. Eh wir aber noch ferner das glückliche Fürnehme n dieses Durchs. Staats/ berühren soll unsreFeder dem geneigten Leser/unserer bißher angefangenen Gewonheit nach / die Gelegenheit dieses Srts entdecken. Es wurde diese Stadt AnsaiHs Ephyra benamset von des Oee, aniTochter Ephyra/welche nach Pausani« Zeugnis erstlich diese Gegend bewohnet. Stephanus aber hält dafür/daß sievon Ephvroei- nen Sohn Myrmcis/ welchen er mit Epimetha gezeuget/ genmnet worden. Nachmaln ist der Name Ephor« mit den Namen Corin- thusverwechfelt/entwedervonCorintho/demSohnMarathonis/oder nach Mevnung des Corinthischen Pöbels/von Corintho einen Sohn Jovis. Vor alten Zeiten devennete man sie das Thor des Peloo- nesi / weil durch gemeldte Stadt der Eingang in den Peleponesum/ und weiln sein Uftraufeiner Seiten/nemlichvon Untergang dasJo- niiche/ von Aufgang aber das Aegeische Meer benetzet/istsievonHerren Poeten mit den Titel bimaris, die Zwey-Meericht/beleget worden. Weiln sie nun wegen der rwey angrantzenden Meere zur Handlung sehr vortheilhafft war/ als kam sie trefflich auf/ da sie dann zweperPort sich bedienet/ des Lech«us an den Ionischen/Cenchreas aber an den AegreischenMeer. Die Krafften vergrosserten sich stetigst/bis sie endlich zu einer Re- publique erwachsen/die zu verschiedenenZeiten unterschiedlich bedienet worden/ und ist ihre Regierung-Form nicht jederzeit gleichförmig gewesen. . Dann zu Zeiten Tro/ce hat es den Argivischen oder Mvcem- sihen Fürsten gehorsqmt/ siritemain in denselbigen Kriegs-Zug w/der Triumph - leuchtenden Rriegs Helm« Dritter The n. 17z ^ Pchamum sieFeinen eignen Helden mit sich geführet/sondern dem Aga- memnon / mit den Argivern und Mvcenern gefolget. Nach diesem sind des Svsipbi Nachkommen der Corinthier/ Beherrscher gewesen/ _ bis aufDoridam und Hyantiden. Zu welcher Zeit die Dorienser/die «irteL» Leracltdas in den Peloponesum aefübret/ welche die Korintker in püie,« yeu:wir vulttl^wvv^uv vezkUZl/ vaß Imon umer oemoconkg tLre- onte eine Zeitlang zu Cormtho gewohnet/welches viel Jahr schon vor Aletegswesen.Alete ist in demReichgefolgtJxion/diesenAgelaus/Age- ^ lao Prymnis/in welchem AlstisGeschlechtabgestorbcn/und das Reich ausBacchum Prasynrnidis Sohn geerbet / von welchen nachmals die ^ Nachkommen Bacchidse oder Bacchiadse genennet worden / welchen Agelasgefolgt/ diesen Eudemus / EudsmoAristodemus/Aristodemo Agemon / nach welchen Alexander regiert/demeTelestessuccedirt/ so .. aber von Ai eo und Perama umgebracht/ welcher dann von Pausanm S!iw für den letzten König gehalten worden/dem aber EusebiusinderRe» gisrung nachAvtomenem substituirt / in welchendie KöniglicheWüw de verschlossen; und hat die Regierung der Bacchiadgrum 175. Jahr gke gewähret. Nachdem nun das Königreich feine Endschafft erreichet/ist die Königreich Lrie Regierung durch eine Jährliche Obrigkeit/Prytanes benamset/ ver- Eonnchv«^ «nch waltet worden / so man aus denen Bacchiadibus erwählet / bis daß Cypselus/ein Sohn Etions/ aus den Nachkommen desMelaris/sie ljch«Hbrig. vertrieben / und eine einzele Tyrannische Regierung über die Corim kej-. seL'i Eher behauptet. Dessen Reichthum unter andern ein von puren Gold dem Jupiter aufgerichtetesBildnrrs bezeuget. Cypseloist in derTv» 7 ^, ranmschen Monarchie gefolgt/Periander/ so unter denen sieben weie ^ stn Griechenlands mit gezehlet worden/ obgleich er mit seiner Mutter N Blut-Schande getrieben/und die Corinther verzweiffelt gepreffet. Unter dessen Regierung hat der Arion/ der Rubm-beiorbette Artenein Lautenschläger / geblühet/ der/ als er von den See-Räubern in das berühmt« Meer gewörffen worden / durch Hülffe der Delphinen/an das Land Cormch«.' E gebracht. Aus der Bacchiadarum Nachkommen aber ist gewesenjnatei« Damaratus der Conn ther/welcher/nachdeme seine Freunde von Cvp- chenDama- tL selo unterdrücket/ und er sich vor der Tvrannep dieses Cypseli / in sei- ratue. mm Vatterland nicht sicher geschähet / mit seinen Gütern zu Schiffe nrr uiiv nttU-MttM veM AtMk/oeNiLVVN oes ^ Hippot-e zu regiren übergeben.' le>b<^ Diesen Akten schreyen etliche für den ersten Corintifchen König ötzstzz aus / von welchen auch ellicheCorinthen/so vormalen Ephvra genennet Acht d«« worden / erbauet zu sevn/ furaeben/ allein wider alte Litwriscke Mar- n- D iij gegqn; i»74 Rom. Rayserl. Mas, und der- ho hen A ll iLreen gegangen / und nach Tarquinien/ einer trefflichen Stadt in Hetturien geschisftt/allwo er sich durch Handlung/chmalngroffe und vielFreunde gemacht. In dieser Stadt hat er/ nach dem er ein edles Weib gehen- rahtet/ zlvee« Sohne erzeuget/ deren einer Lucumus/ der andere Arun, tes benamset worden. Als Lucumus/ nach Absterben seines Vatters/ sähe/ daß er als einAuslandervondenenTarquiniern/vonaklenEh, ren-Stellen ausgeschlossen worden / hat er sich nach Rom begeben/der Lucius Tarquimus betitelt worden. Hier har er durch Tugend und Reichthum nicht nur bey dem Volck/ sondern auch bey den König Anco Martio in kurtzer Zeit sich sehr annemlich gemacht. Nach dessen Tod er auch mit Ausschließung des Anci Söhnen die Regierung überkommen/ welche er stattlich verwaltet/ und erblich seinen Nachkommen , Hinkerlassen. Timoleon ist ingleichen auch ein Corinthjscher Burger gervesn/ mn Fem» der die Tyrannen so angeftiuder/ daß er auch seinen eignen Bruder der ' hierzu belieben getragen/erwürgen lassen. Nachdem erabervon denen Corinthiern nach Svracus in Sicilien abgesandk/ hak erbemeldte Stadt in erwünschte Frevheit geatzt / und ihren Tyrannen/Diony, sium/ nach Corintho geschicket/ allwo er unter den gemeinen Pöbel veraltet. Torinch wie In der Macedomer Gewalt/ ist ste wiederum auffolgendeWeiß gekommen. Als Cleomenes/ der Spartaner König/ die Cormthier bsaierLän ziemlichgedrucket/ist/vonArqtv/AmigonusDosonzu Hülst geruffm bekommen' worden/ der aber keine Hülffs-Völcker denen Achären schicken wollen/ ' ehbevor sie ihm Corinthus eingeliefert. Da ste dann nach Besiegung Philippi von denen Römern / unter Anführung T. Flammst /in .ihre vorige Freyheit gesetzt worden. Die erworbene Freyheir bließ ihre Hochmuts-Seeget aus/.und richtete ihren Lauf zu stetigen Kriegen/ unter welchen der Vornehmste der Corfianrsche oder Corcyrensische/ru welchen die Cormthier das Helle Feuer zugetragen/als welche die von der Insel Corfu/ so weyland Corcyra geheissen/ weil selbige mrt 40. Kriegs-Schiffen/unterDvrrhachio/(heuteDurazzoderHaupt-Stavr des neuen Epiri/) so eine von denen CorrnthischenColonienwar/zu derselben Belagerung angelangt / und besagter Stadt benötbigten Succurs beyzubringen sich bemühet. . Di« von Es haben zwar die Corfianer die Resolution der Cortntbier M Torstibrlt». der Stadt anzunehmen/ bey Zeiten in Erfahrunggebracht/ sichaver gmDu-aW dadurch von ihren Vorhaben nicht abschrecken/sondern etliche Truppen an das Land setzen / und mit unbeschreiblicher Heffrigkeit aut me Stadt loß stürmen lassen. Darauf die regierende Betehlshaberzu tLokin- Sh. sWslq ^i«, Ka>re- Mhl> MM wD cmiti :A«si > °r^ 'Z s Z -O Triumph - leu chte nden Rtie g o-Helms DritterTh etl. 17^ Corintks ein ansehnliches Kriegs-Heer/Durazzo/so noch ünmcr mit einer harten Belagerung geängsiigt war / zu entsetzen versammelt/ sprachen auch die Megarenser sich mit ihren Schiffen/deren sie achte fertig hatten/ zu conjungiren bittlich an/welche sich auch hierinnen willfährig erzeugten. Diesen folgten andere mehr/ als die Jnnwoh- »er der StadtPalichii(soin Cesalonim ligt/) welche mit einem; die von Ragusa mit fünften; die Hermionii mit einem; die Troezener mit zweyen; die Leucadier mit zwölften; die Ambraeiüten (Ambracia war die beröhmteSee-Stadt/so heutigsTags Prevesa heisst) mit g.Schif- sen sich eingefunden: weiln es ihnen aber auch an benötigten Geldmitteln mangeln wollte/als wurde demEleis Phkiasis undThebanem/ selbigen Herberg zu schaffen aufgetragen/und damit brachten sie eine Armata von ^.Schiffen und zooo. Fußknechten in weniger Zeit zu, sammen. Die Corfianer indessen / denen diese gewaltige Kriegs-Rüstung nicht verschwiegen bliebe/fertigten ohne Verzug zweenBurger als Gesandte/ welche auch zugleich mit sicheren Credttorn / als Legaten der La, ted-emonier undSycionier ausgerüstet waren / nachCorintho ab/ daselbst sie anbringen liesien/wie siedaß das Vorhaben derCorinther/die von Durazro in den Schutz zu nehmen/ mit solchen Eifer fortgesetzt werde/ nicht anderst als mit höchsten Mißfallen ansehen könnten: sollte man also dieses Seits/ vonbemeidtsn unnöthigen Succurs abstehen/und ihren ungezremenden Beginnen Einhalt thun ; anders- salls sie selbige gleichermassen für Feinde erklären musten. Mein die Eorinrher gäben ihnen kein Gehör / sondern so bald die Flotte völlig zu Stand gebracht worden/ lieffen sie mit z f. Schiffen und 2000. Soldaten/um die Brlägerte von Durazzo wegzufchlagen/ von ihren Hafen aus. Nachdem sie nun glücklich bey Actium/einen Ort bey Anatovia daselbst bey dem Eingang des Meer-Busens von Arm / HeutigsTags sche S«-. Golfo dj Prevesa genannt/des Apollinis Tempel stunde/angelanget/ Machkg» bekamen sie ihre Feinde zu Gesicht/ welche indessen ihre alteSchiffr hat- g-n d»« Torten auöbeffern/und ausrüften lassen und also mit i vo.Schiffen/ohne ''E. die 40. welche vieBelagerung vor Durazzo fortsetzten/erschienen.Hier, auf käme es zu einen blutigen Gefecht / darinnen es Anfangs keinen Tbeil an Mut und Tapferkeit gemangelt/ doch bliebe endlich der Corst»»«» Sieg den Corfianern in den Händen / als welche 15. Corinthische besiegen vt, Schiffe zerschmettert / und die übrige sehr übel zugericht/denen Win- Corimher, den und Wellen zu Preiß gegeben haben. Die Belagerten/ hiemit die gefasste Hoffnung ihren Entsatz zu Wasser werden sehende/ergaben sich 176 Röm. Ra?serl. Mas, und Dero hohen A lliirte n sich folglich mit Accord / dabey die Fremde als Sclaven verkäüNTUr Corinther aber so sich daselbst niedergelassen/so lange bis ihre andere Lands-Leute völlig wieder abgejogen waren/gefangen behalten/untz LL l°d»"nlrdigg«l°ss-nw°rd» S.cg 3ci- Wegen dieser herrlichen Victorie unterliessen die Überwinder chm a»f. nicht an denVorgeburg/Capo bianco heut zu Tag g mannt / ein pra'ch, tiqs Sieg-Zeichen aufzurichten; und da sie nun mit vollenSieg aufder H eim-Reise begriffen waren/ wendete sie sich gegen das heutigcSanta Maura/so ebener masseneinePfiantz-Stadt der Corinrher war/und verheerten alles in der herum liegenden Gegend/wie sie dann auch sol- gends Ehiarenza/alS das Arsenal der Elieftr/weilen selbige ihremZein- de Hü'ffgcleistct/ mit Feuer angesiecket / und verbrennt haben. Awey Jahr giengen nach diesen vorb-v/da dieschlauen Corin, ther nicht die germgste Feindseligkeit öffentlich Vornahmen/mdess-n aber damit sie diese empfangene Schlappe mit desto bessern Nachdruck rächen möchten / in der Stille neue S ch-ffe auszurüsten/sich derweil« Corknchrr nahmen: Jnmassen sie auch mitler d«t eine llarcke Armata zu Stand »üstenslch brachten/ Und in Morcen und demubriaen G> i chen-Land / einegrcffe di« Anzahl Ruder-Knechte und Boors-Voick werden und auftreibm lusi tz-rfianer. stn. Die von Corfu batten diese n me Kriegs-Verf.stung kaum erfahren/ da wurde fürrathsam erkandk- eilends eiikGelandsci aff n«ch Athen abgehen zu lassen/ und daselbst umHü>ffe Ansuchungzuthun/ wie sie dann zu guten Erfolg besten/ gesichert. Hoffnung bauen/ ^Betrachtung/ sie so wol mit denen Athmrensem als LacedXmonm n in genauer Verbündnisbisbero gestanden. Acheulen- Die wichtige Gründe eines so billichen B^gchren derer von?or- ser wollen fu/ wurde von denen Arheniensem reichlich erwogen / und wie sie so wol Unkkem lkre Bündnis gegen einander verneuern/ als ihren Bunds-Verwand- Hütff ver- ten beysprmgen möchten/ beratbstblaget: Daraufder Entschluß erfolg- schaffen. 1e/ und eine defensiveAlliantz getroffen wurde/dtch nemlich emTheild ll andern beystehen/und den jemgen/so Athm oder Corfu ansallen wurde/ mit genügsamer Macht entgegen gehen solle. Die stärkste aber so die Athenienser/ diese ^raetaten »nit denen Corfianern einzugs- hen/ bewogen hatte / scheinet diese zu seyn/weil sie uemlick) sahen/daß die Insel Corfu / von dannen in Sicilien oder Italien uberzusetzen/ als dahin sie immer ein ofnes Aua batte/sehr bequem läge/undzu sesi ner Zeit gute Beförderung geben könnte. Und hiemit wurden alsofort zeben Schiffe denen CorfianernM geschickt / jedoch mit dieser scharffen Ordre/daß sie sich mit den Corm- thern nicht ehe/ als bis selbige gegen Corfu sichgewendet/ und daselbst Kl ^nr,, K^Ä! 8st» M" nr ^ «ia« tk„V r/<^ »-lfis tk»^ frkv Mß _Triumph leuchrettdeu Rriegs-Helms Dritter Theil 177 ern oder andern Ort anzufallen an das Land gesetzt Hane/ in einiges Gefecht einlassen solten. Damit nun die Corimher mit allen benötigten/unözueinengroffenIriegerfordertcnZugehörungen aus das beste versehen/ und ausgerüstet waren/ richteten sie ihrm Lauf gegen Corfu mit rso. Schiffenwovon 92./ diestsselbst.'nausihr e-gens Unkostenausqerichret/ rs.abervon Eleis/ir.von denen Mag-ren-- sern bekommen harten: so siiessen auch die Leucadiermit is.die Aar- braciaten mit 27. und die Anactorii mit^inem Sch ffe zu ihnen. Und hiemit treffen sie bey St.Manra/und zwarindenfenige» Theil des festen Landes/so der Insel Torso entgegen liegt/unter de» Promontorio Chymerio/so bey Eingang des Tesprotidischen Buse» liegt/ mit vollen Sesgeln ein/ und stiegen daselbst an das Land. Dis Eorfianer andrer Setts/als die gleicher masten alle Nothdurfft herbey geschafft/ waren nicht wenig bereit/und fuhren mit 1 io. Schiffen von Corfu aus/ sich in eine von ihren Znseln/Svboka genannt/ begebende/ allda sie sich mit den lo.Atheniensischen Schiffen confungirten/und auf dem Vorgeburge Leucinne r 200. Man/ so ihnen von ihren Freun- den/ denen von Zante zugeschickt waren/ bekommen; So erwarteten sie auch von dem festen Land der Barbarev her / (so hießen sie damaln alles/ was nicht Grichisch war) und deren benachbarten Orrlem/ unterschiedliche versprochene Hülffe. Zu Nacht brachen die Corinther/mitder fest-gestelltenResolutisn/ den Feind aufzusuchen / nnd mit ihm zu schlagen/von Chymerio auf. Bey angehender Morgen Röth / traffen sie die feindliche Schiffe/ welche gleiches imSinne hatten/auf derHöhe des Meers/in vollen Anzug an. Kaum waren sie beyderfttts einander völlig im Gesicht/damit wurde der Anfang zu dieser remarquablen Schlacht gemacht/welche gewiß die erste gewesen/svaufdem Meer ist gesehen worden. Es kkeil- Schlachr- ten sich aber dre Eorfianer in drey Tbest; zur lincken Hand/oder nach Ordnung unsrer heutigen Red-Art/auldenrechtenFlügelwarendieAtkenren-Ei.om»- ser/sie selbsten/als das rechte Corpo/m der Mitcea/und zur lincken be- ' fanden sich noch etliche von dm ihrigen / mit denen andern Auxiliär- Schissen vermenget. Be>) denen Corimbern hingegen hatten die AM« M-egarenser und Ambracioten den rechten Flügel; und die Mitte ih-Z^mmg. re andere Bunds-Genoffen untereinander/ nachdemsieeinaelauffen/ innen: Ihre eigne Schiffe ab r stellten sie zur lincken / und giengen damit auf den rechten Flügel der Eorfianer loß. Nach den gegebenen Zeichen trafen sie nun mit einen blutigen Gefecht aufeinander / so daß man lange Zeit nicht w'ssen konnte/ welchen Theil man vor den andern den Vorzug lasten sollte: inmassm sie Z gleiche iy8 Rom. Rw-strl. Mas. und Dero hohen Alliieren gleiche Tapferkeit erwiesen/und gleichen Ruhm verdienten. Eswär nun bey allen Orten der Levmen angegangen/ unddieSchlacht-Ord- Csrinkher nung bryderseits gäntzlichgetrennet; indem aberdieCorinthischc zur rrcichrn. lincken Hand KaltmdeSchiffe/stch ziemlich durchlöchert befandm/wur- densie/ dem Feind den Rücken zu wenden/genötiget; aberzugleich von 20. Corfianischen Schiffen verfolgt/welche auch bis an das feste Land kamen/ allda die Corinther ihr Lager hatten; da sie dann stracks anlendeten / und endlich die Gezelte und anders iwBrand steckten/und imRauch aufgehen liessen. Die andern Corinthische Schiffe aber/foden rechtenFIügel führten/ sehende/ daßao.Corfianische/die ihrigen zu verfolgcn/sich abgesondert hatten/bekamen hiedurch wiederLufft/und fasten frischen Mut/ Ath«m-nscr daß sie endlich die Oberhand gewannen/ unddieAthmienjer/sode- düffmrin. neu Corfianern zu Hü'ffe kamen/ ziemlich wüste zurichteten. Allein weil diese siegende Corinther auf der andern Seiten/wie vor erwähnet/ so starck eingebüffet/ als wurde der Sieg wieder gleich getheiltt/ und kunte kein Theil dem andern die Palmen mit der Ehre überlassen. Indem hatten die Atheniensir/weil sie selbsten die ersten ro. Schiffe ihrer Bunds Genossen/ im Fall sie sollten geschlagen werden/zm recht auslangender Hülffe nicht bastand genug gcachket/ihren Traktaten ge- Athmiroser maß/ noch 2O. andere nach Corfu geschickt; welche sich auch anjetzo mit- sch'ckm ten in wahrender Action zu höchsten Vortheil ihrer Bunds-Ver- nrurHiilff. wandten sehen li ffen: DanndieCorinther/selbige kaum erblicker-de/ sich mit guter Manier zurück gezogen/ und durchgegangen seyn. Indem aber dieser starcke Achemenslsche Succnrs je mLhr und mehr sich dem überdiiebenen Rest der Corfianischen Flotte nähme/wollte diese Anfangs bedencken tragen/ ob sie trauen sollte; besürchtend/es möchte eine Finde von dem Feind seyn; als sie aber recht einander erkand- ten/nahmen sie selbigen/besonderst der höchsten Nsth darinnen sie steckten/ mit einen grosse» Judel-Geschrey/ aufdas freundlichste aus. Demnach sich nun svthaner Massen zc> AchenienfischeEchkse bey denen vonCorfu cingefunden/brachten sie wieder eine schöneFiolte/ um den Feind aus das neue Kopf und Spitze bieten zu können/zusammen: Segelten auch drßwegen gegen den Hafen Svbeta hin/in welchen sich die Corinther retirirt hatten; diese aber/ als sie erfahren/ daß dir Co-fianische Armata mit einen so siarcken Secours ware »erstar- Eorinkker worden/ Huben in höchster Eil die Ancker auf/ und begaben sich / um schicken fich nicht eingeschkoffen zu werden/ in die offne See hinaus; allda sie sich wieder zuu, zwar iuOrdnung stellten/aber dock) in Bedacht waren / wie sie sich Treffen, (es wäre bann/ daß sie die Noch mit Gewalt darzu treiben wurde) ei- Triumph - l euchten den Rr iegs-Helms Dritter Theil. 17- rm neuen Schlacht entziehen möchten/ weil die fuschen Schiffe damit ihre Feinde versehen worden / ihnen nicht geringe Furcht erngejaget hatten. Bev Annäherung der feindlichen Armata / hielten sie am raht- sam- und sichersten zu seyn/wann sie einige Gesandten an die Athenien- fische Generalen adschickten / und sich / wegen dieses ihren Frieden- Bruchs/mit höchsten Beschwerungen befragen Hessen. Dabe» sie so fort die Antwort bekamen : Daß selbige nur ihre Freunde / die Corfia- ner/wo sie anqegrissen wurden/ vertheidigten/im übrigen mit niemand/ als Feinde/ Krieg führten: uberoiß waren sie auch anderwattig hin/akS eben nach Corfu (wo jene solches unberuhiget gelassen batten) die Se« gelzu wenden / in willens gewesen. Welche Antwort dann mit dem Verlangen derer von Corinth stattlich überein kam; indem selbige nurallein dabin/wie sie ohne fernere Stoffe wieder nach Haus gelangenmöchten/bedachtwaren ; inmaffen sie auch/ da sie zuvor auf den festen Land zu Svbota / gleich als hätten sie gantzlich gesieget / ein Triumph - Zeichen ausgerichtet / ihren Weg dahin beschleunigt haben. Hiemitgieng der Krieg zwischen den Corfianern und Cörmthern y« zuEnde; der aber folgenderZeik/zu einen noch viel grausamem zwischen Kncgsder denen vonMorea und denen offr besagten Atheniensern Anlaß gege^ Convther den; dann gleich daraufder Saamen der verbitterten Uneinigkeit ausunvCorfi«« den Griechischen Erdboden ausgesaet worden /davon neue und gewal- tige Unruhen zwischen diesen zweyen sireitbarslen Nationen entstanden / welche endlich in einen blutigen und 20. fahrigen Krieg ausgebro- chen. Wir entführen aber von diesen Erzehlungs Weg unsere Feder / als welche uns leichtlich aufbie Bahn einer verdrüßlichen Weit- laufftigkelt leiten möchte. Endlich zeitigte der Hochmut Corinth zu ihren Fall/und legte eins ,.. Beschimpffung hierzu den Grund-Stein. Sie versündigten sich nem/ EKmna lich wider die Römer/so sie doch wiever/durch Besiegung Milippi /aus Connth. der Macedonischen Beherrschung in die Frevheit gesetzt; indeme sie die Römische Abgesandten beschimpffet / so gar / daß etliche / da sie auf der Gaffen giengen/mit Koht geworffen ; woraufdann in dem Raht zu Rom der Achaische Krieg beschlossen worden; und alsobald darauf der Römische Bürgermeister ivlummius sie feindlich angefallen / und . mit solcher Geschwindigkeit überrumpelt / daß er gantz unbereitete Feinde angetroffen/und viseum, den Maischen Heer-Führer/in einem Tressen gantzlich geschlagen ; von welchen sieghafften Treffen und 2 i, Triumph r zo Röm.Raystr!. Mas. rmddero hohen Allnrren Triumpb noch etliche Uberbleibsrln in denen Römischen änüöüuqun befindlich/ und absonderlich diese kascn^tion zeuget: L. Liu^^iU8 I.. r. L. n. ^ctt^icus kk^O cos. vL er - ///////////// /// x Mommiris Wie auch der deßwegen geprägte Schau-Pfenning / auf dessen einer S eife das Bil<'llULl ä4ummil,mit der Ausschnsst H cKaiLU8>susder an- d'-rn ein Schiff Schnabel / mit dem gewöhnlichen oben-auf gesetzten Ruhm-undTrmmph-Krantz und Zeichen ex 80 . untenher aber t.» ^lummluL, und fället diese Zerstörung auf das 608»Jahr von Er^ baung der Stadl Jeom. Nachdem also Mumm!»» Corinth durch geringe Gegenwehr er- zerstört tz-s- obert/ hat er alles Volck als Sklaven verkauffl/ dieStabtselbstmit E' Feuer und Schwrrdt verheeret / da dann diese schone Stadt endlich Corinthi- über den Haussen geworffen worden. Die meisten Statuen/ womit schrRaritä-tzißliex diese Stad t Ruhm-gepranget/ nahm b/lumMius Mit stchnach ^"kommen Aom/irrdem er aber solche Kunst-Stuck weniggeachtet/hater steunter «acy^om. ^jnegute Freunde verthetlt. Daher dann Lucuiius, als erder Göttin des GiöckSeinen Tempel erbaut/etliche Bilder/zu grösser» Pracht dir, ses Gebaues/von Gummis erborgt/ der Göttin aber alsein Geftbenck aeopffert; da er cs aber wieder dem abgeborgten Herrn einliesern sollen/ dem Klummlo sagen lassen : Er möchte/wo es erlaubt/diese Bilder wieder vonder Göttin abfordern und begehren; welches auch ^ummlus nicht übel ausgenommen/ sondern in den Tempel stehen kaffen. Undbe- zeugen verschiedene Skribenten von Ltummio, dass er so continem und freygebig gewesen/ und von diesen reichen Cormthischen Raub nichts mit in sein Haus gebracht. ^ , Wir verfügen uns aber m bas von Rauch und Schmauch auf- lsderende Corinth/undbeblickendiedarinnglimmendeRarikaten/die/ ehe sie noch gar veraschew/würdig sind betrachtet zu werden/und zwar Liwntm ist merckwürdig das Bild der Furcht und Entsetzung / in Gestalt einer der Furche. Frauen/ aber miteinem erfchreMich- und abschektlichen Angesichtdie etrsach HA k. IN!» »HtllSs rsitzr tHo -EW cr.^e tlüis j,ü." -l.'r> ck-e-' jü-ki- »ssi- < E M ch Triumph - leuchrendenR r kegsHelms Drir rer Theil. rZr Ursrch ihres Ursprungs war diese: hlermcresundkkeris^die Söhne ^iecteL,harten die Cörinther/weil sie der 6 lZULT die verzauberten Geschenkte ihrer Mutter üb-rbracht / mit Steinen zu Tode geworffen; wie nun diese Unschuldige einen so elendenTod gantz nicht verdienet hatten/ als musten selbigen hernach die kleinen Kinder der Cormthrr mit einer tödlichen Krnnckhe.it und abscheulichen Seuche wreder abbüssen: bis endlich/ aufEmrahten des OracM, denen Gei ödeten alle Jahr gewisse Opsier angejlellet/auchdie StstuaderFmchk aufgerichtet undein- geweyher wurde. Nebst diesem war auch der Tempel der höchsten Noht und der Lempelvek G walrhatigkcit/in welch m abernicht zugelassm hinein zu gehen. Ab Rohr, ler Rubm aber übersteigt der mit Recht in derAschen ligenve Venus- Tempel/ in welchen stetigst 1020. Huren sich aufgehakten/und also von Harem denen damang derSchwelgerey und Geilheit ergebenen Corinrhiern/ Tempel» zu ihrer ewigen Schnnd erbauet worden. AlledariM befindkicheHm renWerckzugestundendsnenankommendenHengsten bereit und willige doch liefbiffwerlender Verehrungs-Pfenning so hoch/ daß ihn un- terhundertnichtsrnerabkragenkonnte.SondkrlichspannkedieWklt- bekannte chZis ihre Süittnso hoch/ daß dahers der Poet zu sagen gezwungen ward: Kon cmvis siomlnl LOntinzlt Sriirs (7orrntüum. Nicht jedweder ist so bemittett / daß er die Cormthische Reise aus sich nehmen / und die alldsrk gewohnirche Huren-Zmse abzahlcn kan. Aus welchen losen Gebrauch nachmsln das Sprüchwork entsprungen: NachLorinthischen Gebrauch leben; welches eben so viel/ als rn der Bacchus- und Vmus-^ckul einen Lehrling abgeben. AufdemMarckr wurden der OianL LpKeüT Bilder-Seule/wle auch zwey des Vatterstibcri gesehen/weiche bis auf das Cesichtgantz verguldt gewesen/ da sie Vieeim von selbigen Lyssum, die andere Lac- cbium geheissen; dessen Ursprung aber dieser ftyn soll:?cntbeu 8 nachdem er viel Schimpffrnld UnkilsigkeitdemöZccho zugesügk/ hat sich auch einstens auf den Bere QlthLronemgewagt/ und daselbst denew geheimenund von denn. Weibern d(M Laccbo zu Ehren gehaltenen Opffer Di nfien und andern Verrichtungen/öotteinemBaum herab zugefthen ; aber seine Neugierlgkeik bekam ihn gar übel: sintemal er von denen rasenden Werbern erblickt / im grimmigen Wuhk angcfal- len/und in Stucken zerrissen und zerfleischt worden; da nun dieseFu« rien sich a>so in stimm Blut abgckühlk/ haben sie von der ?vtkie> diese Anweisung bekommen : daßsienemlich aus diesem Baum/ darauf xentkeus gest nden / besagteiwo Statuen verfertigen / und selbige Göttlich verehren Men. 2 iij Gehet Brunnen Pi-rene. Brunnen verGlauce, Cs«nchl< lch-e^rtz. Corjnch wird w^e» dercrdauk. r8- Rom. iL>a^serl. Mas undderohohen Alliieren Geber man von denen ?ropyleis (istem kleines Slaol-Thor also genennet) etwas zurück/stehet allda der eherne »ercuies, bey welcher 8rutuu man zu dem Wasser der ?yrens8 kommen kan. Von dieser xcne dichten sie/ daß selbige ihren Sohn Oencbri um, so von der Okn, unsursichtiger Weise erschossen worden / sosehr beweinet/ daß sie endlich in ihren Thranen zerflossen/und also in dieftnBronnen verwandelt worden wäre. Dieser Bronn war mit den schönsten meisten Marmor eing/fangen/ und hakte gewisse Keller oder Holen/ aus welchen das Waffer/so sehr annehmlich zu trimken war/in einen grossen unter steyen Himmel sich befindenden Trog zusammen geflossen. Sonsten ist auch berühmt die Brunn Quell der oiuuces, in welche sich / nach der Alten Sage/die6iuucs, in Meynung/ selbiges Wasser würde / derZaube- rey der Medeen zu widerstehen/ krafftig seyn/gestvrtzt haben solle. Uber diesen Brunnen ist das so genannte oäsum aufgebaut / und unfern davon das Grabmal kiermeri und kberiäi, der Medeen Söhne/ deren wir zuvor Meldunq gethan/ aufgericht gewesen. Bey dieser Zerstörung Corinth/ ist auch das Corinthische MetaS in sonderbare Hochachtung kommen/ in dem nemlich/da diese prächtige Stadt im Rauch ausgangen / unterschiedliches Metall zusammen ge- schmoltzen/und dannenhero den Preiß und Ruhm für andern erhalten hat. Es waren aber dreyerley Arten dieses Corinthischen Ertzts oder Metall/ eine weisse/ welche gar nahe dem Silber kam / aklwo auch diese Mixtur prsvaiirt; die andere/in welcher die gelbe Gold-Natur die übrigen Metall-Tdeile überwog; die dritte Art aber bestand in gleiche Mischung von allen und jeden. Die zerstörte Mauren-Aeser lagen übereinander / bis sullu5 c»- sar, unter AnfÜhruNgQziinri L-ecilüdliZri, und ttejl ksUwmr UViri, eine Colonie wieder nach Corimh geschickt/ wie aus emcm alten blummo erweißlich/ auf dessen einer Seiten öeilerDpbon aufbem kezako, mit der Obii^sra streitend/sich zeiget/alswelches dasgewöhnliche Zeichen der Corinther/ (wovon unten ein mehrers zu melden) dir Obschrifft: o. ^i6k. c. »Lio IlVIK. aufder andern Seite aber das Angesicht einer anmutigen Person/ me vermutlich Venus/wegen ihres berühmten Huren-Tempels/seyn mag/ mit der Unterschrifft: LOK« Weiln nun Oresiar diese in der Aschen m Sende Stadt / durch übersandte Bevölckerung/ wieder aufgerichtet/ untz der Vergeßlichkeit der Zeit entrissen / als benamste man oreie Pflantz-Ssadt Lolymsw /uUiuitLorintbum, ww eiNgieichtM>E^' kl! s xiner/i, ^»»enik SUj^ Triumph - leuchtenden Rriegs-Helms Dritter The il. 18; Kl!,« L i'iuL liiÄt a L rkr »' -Br X-'-' "'ü!^ > «se' Schau-Pfennig/ zu Bekräfftigung des bißher besagten dienet / als auf dessen einer Seite/ auch der Bellerophon-mit der Umschnfft/ cot.L svc. QOk. ausder andern dasAngesichtVenerrs mit derUmschrifft/ c>L8. Oic^. ?e^?. Endlich verwechselte sich der Name coi. )ui. eor.undnenntemansiei.3U8luii3/derdasJuIlanische Lob. Augustus har ingleichen Corimho viel gutes erwiesen/wie dann MMu»' eine heut zu Tag in denen Schrifften derAlterthum-Gelehrten/annoch bav-is«Cs- befindliche Muntze klärlich darlegt/ da aus der cinev Seiten das Haupt rm-h via ^uZulii mit der Umschrifft/ (?sel3r ^uZukuz, ausder andern der ?e§ 3 " Eut«-. tus, der Corinther bekandtes Müntzzeichen/mit der Umschrifft cor. zvz. Leilio?eoc. UVir. Dieser Belliuswar erstlich unter Antonio / und nachdem selbiger an Cleopatram abgeschickt worden / um von sel- bigerzu vernehmen/ warum sie des Caffii Parthey beygestanden/ nach- maln auch an Artanasden König in Armenien abgeftltigt/ nahmer endlich äuZulU Parthey an / der sich seiner sehr in Beyrachen und geheimen Sachen bedienet; und ihn zu einer Recompens/wegen Treu- geleifteterDieuste/Ollumvii3tum dtav3lLm zu Corinchgegeben/ da er dann zu seiner Danckbarkeit und Angedencken der Wolthar zu Co- rinth / diese Müntz prägen lassen/ und wirb dieser öeiliu8 sonst auch vusllius genannt. So hat sich auch nicht weniger »3clri3nus um Corinth verdient Wslstr. gemacht / indem er die Wasser-Gänge und Leitungen daselbst bauen leituvgmp, lassen / wie auch ingleichen die Bader/ja gar aus denen Stymphali- E»"vkh. scheu Gegenden/und ihren Bronnen / das Wasser innerhalb der Stadt Mauren / ru Corinthus gesühret/ wie etliche M«ntzen/ihn zu Edren von denen Corssthern gepraget/zu sehen: und hat warhafftig keine (olome so viel Müntzen zu Ehren/der Römischen Kayser schlagen lassen/ als Corintdus/ indeme solche suiio,^u§uNo,csiiZulT, blerom,62lb», ttöchiano UNdSabins, lVI.^urelio Vero, commo- clo 8evero, ?lsutiiiL der Kayftrl. Gemahlin csracaii» zu Ehren gemündet/der Nach-Welt hinterlaffen. Indem wir brßher zum offtern der Corinth,schen Muntzen Mel- Csriachv düng gethan/hoffen wir keine Ungunst bey dem geneigten Leser zu ver-swe Müm dienen/ wann wir so viel möglich / alle die gewöhnliche Müntz-Zeichen / tz«". für dessen curlositats-begierige Augen legen; und deren Ursprung und Erklärungen beyfügen. Und zwar sind die meiste mit dem Lellero. vKontL und keZglo bezeichnet/ und wurde ein so bemerckter Pfennig/ ?u!ius benamset» ?c§3sus aber oder das so Poetisch-berühmte Flügel-Pferd/ nahm seinen Ursprung aus dem Blm ivteclus-, und wurde ^o»ö ellerot'Konte,bey denBrunnent'xrene»dtffen Wik oben gedacht/ ba r> folgte/ er aber durch Abbruch seine Hwberg nicht beflecken wollte / istH aufLeüel-opKon erzürnet wor den/ UN hat ihn bey ihrem Mann Prölü euig-.geben/als ob erste wolle zuFall bringm.Dichr war ziemlich leichn gläubig und fertigte öeiwrvjchon zu/obäts. den König in Lydien sannen Schwcher/.mjt heimlicherKundschaffr/daß er gedachten 6cl ew- xbon/ so gut er könnte/vom Brod thun möchte. Jobates so balder hievon benachrichtigt/ lieffe ösilero^Kon der cbimXi-L fürwerffen Dieses war eine Mißgeburt/ so oben als ein Löw/ hinten als emDrach/ in der Mitte als ein Ziege zu sehen/und aus dem Rachen Feuer speyte/ und alle annahsnde Sachenpergiffrete. Di-sses har Selleropbon auf den l^Z-cko sitzend mit Pfeilen erlegt. Nach welchen erhaltenen Sieg seine Unschuld auch durcd andere Proben an den Tag kommen. Dan» er jederzeit als ein Sieger zuruck kehrte/ ward Jodaces bewogen Phi- lonoem seine Tochter kellero^bon zu verehlichem Auster diesen öelierostkontischen und den ?sZzso oder dessen Flügeln bezeichnten Müntzen/ führten sie auch die Venerem, wegen ihres berüchtigten Huren-Tcmpels/wre wir oben aus der Müntze ttilü <äTlm->Z,bewiesen; Ja die Gestalt selbstpes Tenipels aufeimm tlum- mo OgibX, aus dessen einer Seite ^U6.1.tt?. ?. ?. ne! lt O-eib^seinemHaupt/am der andern der Venus-Tempel mit der Umgrifft / l.. llVkr coli, undisteden MM mal dieser I.uciu8 LZninius ilVlriLorinikiacusoderCoM- thWerOber-Aussehergewesen. Minerva aus denen Corintbischen Müntzen/bedeutet den Tempel der Miners« der Bezwingerin/ welche dem Lciierophomi in Bezähmung des neZaU beygestanden/und deßwegen von den CormthicM verehret worden. Neptunus befindet sich auch auch auf ihrenbi ummir, und sitzt auf einer Zeilen eines Schiff-Schnabels / halt in einer Hand den Dreyzanck / in der andern einen Delphin/ undzieret dieser das Co« rinkhische Gepräge / wegen des Ausspruchs Zttarei. Dann sie erzeh- kn/es habe die Gönne einen Streit mit Neptuno angetangen/wei, Triumph leuchtenden Rri egk^Helms Drirrc r Theil. i z s chen von ihnen Heyden doch eigendlich diese Gegend zustünde/und end- GrrE»rr Uch zu einen Schiedsmann Briareum erwahlt/welcherNeplunoden.^^" Jsthmum und angräntzende Gegend/ derSonne aber den Gipsei des^ni weg«, G- bürgs/ welcher über die Stadt ragte/ zu erkandt/weswegen dann L-rmH. das Schloß ^cro-corintkus »eiio^olis, oderSonnen-Sladt/!be- namset worden. U.m eben dieser Ursach Ruhm-pranget auch ausih- rem Gepräge der Apollo/ unter der Sinnen Gestalt /welche aber freywillig ^cro eolimlium der Zier überlassen. Oder Apollo kan auf denen Lonnthischen Müntzenseyn/ wegenTemsel seines ihm ausgerichteten Tempels/ anDem Gycionischen Weg/ wannÄpsllE. man von den Corinthischen Marckgehet/ allwo heutzu Tag des Cady Lieutenant der lviouüelin wohnbafft gewesen. Indessen Wohnungs-Hof / (so das Serrail seines Frauenzimmers war) eine curieu- se und gelehrte Feder/folgende lnscrixtionabgezeichnet/aus deren er- wei'ßlich / daß sie eines demApollini/von L.uciottermi6ioLcisv gewied- meten/Tempels erwehne/und noch anderer gedenckez daher.abzunehmen / daß solcher Tempel Apollinisallhier gestanden. ttkK^llOlUS LLILU8 n I..KVHI.1V8 ^ ^ ^VOV8H I.., WkrMlOlV8 VIV8 . .^ äLLE 8^^^^ ^kOl. t.1^18 4VOV8N ^ d1^8 Es Wird auch Hercules offt auf denen Corinchischen Muntzen/ sonderlich aberauf einer dem Marco Mrelio zugeeigntten / gefunden/ und dieses Theilsdarum/weil nahe beydem Temp i Hiincrvs?rw- nstnci s oder der Bezwingerin/ein Bildnis des nackichten Herculis/s» von D-edalo verfertigt/ausvehaltenworden/ ihnls auch weil kne Co- rinrher ihr Geschlecht vvmHercule hersuhren. Dann Metes war der fünffte von Hercule an zu rechnen/ der Corintk erobert. Ek wir noch das alte Corinkh verlassen/so bemercken wir auchdre GE仫 Grab-Städtedes menschlichen Hunds / (ich betitele also den bekannten^Dlog«. Diogenem Tynicum) davon noch ein weniger Rest beydem Tdvr an "" der Seite desJsthmi befindlich/ und diese Grabschrifft den curieusen Mr«°rM. 186 Röm.Ra'-ser!. Mas, und Dero hohen Alliirren Line Hb-Or ättapor I»k2wr »^^4rrlL l'O^ kdNOL or'ror äbM?0 ^lOrkt^ttL re^OL LlnL LlXOnLr OL nlGOL Olkc^l kc^I G^blubl ^LI-L?^L olrcobl LX6I. Es war aber auf bemeldtemGrabemIHund eingebildet/ss auf den Hindern aufrecht faß / mit dieser Anfrage und Antwort,' Gag mir Hund / wessen Grarue bewachst du allhier/mir so grosser Ssrgfalr^ Der Hund antwortet: Des Hundes, wer war aber diestr Mensth/G! Hundt Er antwortet: Er war Diogenes. Offenbare mir doch/aus wekchemLand war er t Antwort: Er war von Äinape/ und ist eben derselbige/so vor diesen meinen Vaß gcwohncr/voni etzo aber seine Herberg unter den Sreinen har. Bisher haben wir m denHevdnischenCorinthLust-gewandelt/ nun wollen wir auch einen Blick in das zum Ckristemhum Bekehrte GtPatckr« thun. Der Heil. Apostel Paulus hat in dieser Stadt das Göttliche betchs-k die Wort in herrliches Aufnebmemgcbracht/indem er viel zum Christlichen Eerincher. Glauben bekehret. Wie dann die Kirche neben andern / auch seine zwey Epistel an die Corimker geschrieben/ noch heut zu Tag zu ihren sonderbaren Nutzen gebraucht. Esentstunde aber dey Anfang ftmr Lehre/unter besagtenCorrnthern/eine grosseZweyspaltung und gefährliche Trennung der Gemeine/ indem etliche denselben Paulo/andere Kepha oder Petro/andere dem wol-beredtenApollini/akchangenwöll- ten/ bis sie endlich erkannten/ daß diese erst-benannten einander nicht zu wider wären/sondern alle emmükhigdengekreutzigtenLhristumlehrten: dadann sokhaner Massen das Aergernis und die Gefahr vonder Kirchen wieder sbgelei'net worden. Es bliebe aber Paulus aus die rz.MonatLuCormtho. Pauls Triumphsteucbrendett Rriegs-Helms Drirrer Ehest. iszy Paulo folgten na6)mai / in gleichmäßiger Christen-Lehr-Unter- i Weisung/Quadratus/C^prianus/Dionysius/AnicetusundCrescens/ so aufBeschlDeeii/drswütendenChrisien-Feinds/gemattert/und naä) Csnvkhi^che dieser ZeitliÄikeit/wo sie Pein und Hohn ausgestanden/mit der Ehren Märtyrer. undS'.egs-KrvnimHimmelbeschenckt worden. SohatauchS.Svl- Irix. i ln / der von Petro erst-eingesetzte Corinthische B-schoff/ und aus der 'V : > Zahl der 70. Junger/ viel zu den Christenthum beygetragen/welcher auch deßwegen letzlich in Macedonia/die Märtyrers Krön davon ge- i tragen. Ferner sind auch in Corinth auf den 16. April gemartert l worden / Sr. Calixtus / Martialis /neben noch andern sechs in den Christentum beständigen/ deren Cörper man nach/ausgestandener "— Matter / in die See geworffen/ und denen Fischen zur Speise gegeben. So ist auch vor diesen/den 6ten April/ St. Timon/ einer von de- neu 7. Diaconis/ die die Apostel zu erst eingesetzt/wegen des Christen- Glaubens gepeiniget worden. Dann nachdem dieser das Evange- -- D.- an vielen Orten gepredigt/ist er von den Jüden und Griechen in das Feuer geworffen worden / und als sie gesehen/daß dessen Flamme ^ ^ diesen Heil. Cerper nicht berühret/endlich an das Kreutz geschlagen/ §!!wo er seinen Geist aufgegeben. Letzlich ist auch diesen allen Sosthe- a: ^ nes/ einer von den 70.Jüngern / dessen Namen auch die Hochheilige Schrifft aufzuzeichnen gewürdigt/m g!elchenEhren-Ä)rartyrer-Stand gezolgr. Dieft/aufso viel Christen-Blut gegründete/Stadt/wurde nach- SicMnk. maln wieder durch Rogier / den Sohn des Königs Viscardi in Sieb sch-r Anhu« iien / mir welchem Samuel / der Griechische Kayser / in einen heffn'gen aufCsimH. Krieg verwickelt war/ überrumpelt/ ausgeplündert und verheeret; weil aber gedachter Kavser zu schwach war/diesen jchon in seinen Landen eingefallenen Feinden zu widerstehen: alsriefer die Venetianische Republique um Hülffan/welche auch diesenRogier/mitten in denLauff seinesieghaffcsnWaffen überden Halß kommen/und wieder ausMo- rea Humus geja rt / und durch einen Einfall in Sicilien mitSengen/ Brennen/ undPlündern den Schaden ersetzet / welchen er Morem,' insonderheit aber Corinthuszugefügt. . , . . ^ . Sie ruhete hierauf noch ermge Ze,t mden Schutz-Händen dev '' ^ Despoten / bis endlich der grimmige Tyrann / Mahoinet der ander/ M'hsmee Ao. 1461. nachdem er seinen Regierungs-Durst/durch vieler Lander-verändere ' ^ Raub nicht völlig geleschet / auch Corinth den Untergang gedrobe?/ Mttur cr»» weiln dessen vornehmste Bediente diesen geilen Türcken voraebiltet/ daß dieser Orten das schönsieFrauen-Zimmerindergantzen Welt befindlich. Doch weil dieser importante Ort von dreyen sehr starrten A a is Cor- rM Rom. Rwfssrl. Maj und der»hohen All-irr en ^ Corrinen beschützt wurde/ und also ohne gross. Nied. rlageoeüVolcks/ ^ urcht wol kunte angegriffen werden r suchte man Anfangs selbigen ohn B d allen Schwerdt-Slreich/ durch Hunger zu bezwingen. Har sich dem- Ml nach Mahometgegen Piuntha (einer kleinen Stadt/ so denen von Co- gen st rintho an Statt eines Hävens diente /) mit seiner Armee gewendet/ lrn d und sich neben dieser / der Stadt Tarso/ferner RochellaundAttrifg/ aesg welche letztere er mit stürmender Hand einbckommen / ohne sondere W Müh bemchatigt ;? weil er aber indem in Erfahrung gebracht / daß M Asan der Lommendant zu Corintho / Succurs an Volck und Pro- ^ viant bekommen habL/ister/umdieUbergabdestoeherzuerz-wingen/ t» mit der völliqewM achtvsr die Stadt gerückt.. Mak,»mtt Sr hatte allbereitcineformale Belagerung sngesangen/ und seine n such« Co, Stucke mit höchster Erstaunung der Belagerten lost donnern lassen; ! ( rinth darch doch wollte er auch der öffentlichen Macht/ die heim icheList und Tücke je Drache- beygesellen ; versuchte also mit den herrlichsten Verheißungen / die k r^juzwin- Hreueves Commendanten wanckendzu machen? Dem Josuce Berne- ^1 ' zez Sohn wurde aufgetragen / selbigen vorzudringen / wieer sich „im- B mermehr für denDonner-Hagel seiner Canvnen/und der u„überwind- j S lichen Stärcke seiner Janitscharen / irr dis Lange würde vcrthcidigen ' ge' können: wie sein Glück unter der Bottmässgkeit eines so mächtigen ft Monarchen viel herrlicher / als unter den ohnmächtigen Schutz/der un nichtigen PalKologischen Fürsten/ blühen sollte:: und was das meiste U wäre :? könntediesesgantz für keine Klugheit und Tapferkeit gehalten ft werden/ wo man einen Ort/ dersonderlich mit Proviant nicht sehr wol m versehen wäre/gegen einer so ansehnlichen Macht/ mit unzulänglichen D Kräfften/ thumer Weiß vertheidigen wollte «u Aüe dieseBeredungen aber/haben noch lang nicht VieKrafft/und -en Nachdruck gehabt/ daß sie die siandhassre ^reu dieseöGouv.r- ft Mitzomee neurs hatten bewegen: oder zu-Boden schlagen können:: darum Ma- „u MrCormch homet alle erdcncklichste Force anwenden/ die Schüsse aus seinem Ge- jft schütze verdoppeln/ und mit solcher Furie aus seinen Batterien,aus ^ die erste Cortin zw donnern lassen / daß endlich selbige darüber über ch. Len Haussen? gefallen'. Alan / der seine großmütige Abschlagung A Ser Türkischen Offerten? nurr auch in der Thar erweisen wollen / hat ^ zwar möglichste Krässtenhinwieverentgegeu gesetzt/um zu verhindern/ rini daß die Türcken sich selbiger Mauren nicht bemeistern möchten: dessen , nivg ohngracht aber/ ist er doch/ selbige zu verlassen / und sich hinter die ande- ! ^ re zu retiriren gezwungen worden,' wicwol er den Verlust der ersten/ ! Key Verthcidigung der andern / durch eine verznmffelke Gegenwehr ^ wieder emzubrinqen bedacht gewesen / und die h -fftigste Stürme und Attaquen aufdas tapferste abgeschlagen und ausgchallen. _ Triumph - leuch r enden Kriegs-Helms Drirrek Thckl. i8 - - Allein da endlich die Guarnison/weil dirLcbens-Mttttl abzuneh- ^ men begunren/ nicht mehr fechten wollte/auch die Bürger und andere k Inwohner bey dem Bifthoffanhielien / daß man zu capituliren anfan- gen sollte; hatAsan/weil er nicht allein fechten kunte/ wider seinenWil/ lÄA. 'rs»^ M-Ük!! -Ä!2 'tAP aufgegeben/ samt den Lueanes ausgezogen/ und also den Seinigen das Leben und Bagagesalvirt. Der geileWüterich ließ auch gantzeLroup, Grinchi-- pen des schönsten Frauen^Zimmers /bey dieser Eroberung der Stadt stbce Frsue- entnehmen/ so ins kunffcige denenFürnehmsten Basten/ die srinerWut 3 '"'"'^ tapfer gleichen wurden/ zur Wollust dienen sollten. Wer aber das heutige Corinth mit den ehmaligen vergleichen ^ ^ wollte/würde eben solch eine Arbeit für M nehmen/ als jenes muffiges E?müt/ so Himmel und Erden zu reimen begehrte. Dann indem H«t,kig«r jetzigen Corinth (ehbevsr sie von den verfluchten Türcken/ bey heranna- Zustand zu herung desSapikain Generals völlig emgoafcherk) waren nur -.Mos.» EormH, queen; und eine. Griechen-Mrch/ Panagia genannt/ allwoderErtz- Bsschoff wohnet. Unter der Mauer des Schlosses an der Stadt- Seite/ hat es eine kleine in den Felsen gehauene / und den Heil.Pauls gewiedmete / Kirche» Eswerven nichtüder 1500. Seelen in Corintho seyn;doch ist dasgantzeLanV mitDörfferv unbMayereyen angefullrr/ und kan man deren zwischen Scion- und Corintho 2 s. zeblen ; weß- wegen auch nicht zu verwundern / daß der Cadi dreyhundertDörs- fer unter seiner Botrmastiakeit gehabt. Des Landes Einkem-^ men/ bestehet in Gersten/ Weitzen/ Meel/Oliven und Oel/Wolle/ Vieh und Wein / wovon man den Türkischen Aga ziemlich zinßen muste . Auch ist >nit dem alten Pracht/Gebauden / alle Kunst und Wif-- Cormch die senschafft zu Corinthveraltet/dadoch selbige ehmaln/nachIsidoriMey- Erfinderin nung/den ersten Beginn zur Mahlerey/Ver aller annehmlichsten Kunst/ verMM«- geleget: Welche dann zu erst getrieben Ardices ein- Corinthier und «v>mo Telophanes ein Svcivreier/ allein noch ohne Farben.- Cleophantlis " aber/ gleichmäffig ein Corinthier / hat zu erst erfunden/ die Linien mit Farben zu bemalen / durch einen zerriebenen Scher ben. Nebst der Erfindung der Mahsi rey Kunst sind auch die ersten Galeeren zu Count!) ausgesertigt worden/ wie dann Ämmoclrsein Eorinther zu Samos 4. Schiffe verfertigt^ Abrrgetiug von Corinth/ wir eilen wieder zu unfern siegenden Vemtranischen Löwen.- Dessen wpstrmütlge Soldaten batten / bey Aussetzung' an das Land/diese ersbcrteVranVtiStadte bezogen/allein Nicht einen eintzst gen Strohhalm / vielweniger andere nothwendrge Fouragegefunden/ A a M und r z« R om . Ra^serl. Ma,. und Dero hohen AUir'rren und damit der Cavalieri« einen schlechten WMomnr'prophcreyes- tuno Att^ weßhalben dann sie sich nachdenent!egenenVeltui!g6-Gedäu/^cw' Esnnrhus. ^orintdus benamset/ verfügt. Diese wurde ehmalö »eiiopobs, oder Sonnen-Stadt/ wegen obbemeldet n Ausspruch Lriarel, benamzet. Als?bilippu3 üLerceäo den?eioponesum zu bezwingen gesonnen/ rie, the ihm Osmeti ius kb!,reus, daß/ wann er den Ochsen (verstehe?s- loponesum) mit beyden Hörnern fest halten wollte/ er zuvor des /rcw- Lorintlii, und des aus den» Berg Irkoma gelegenen Schlosses sich be- meistemmüsie. Es verdienet aber auch das Schloß H cro-Lonntkns, daß wir desselben absonderlich gedencken ; in Betrachtung das Gerücht weiland/die herrlichsten Triumphe von selbigen durch ihre Rubin Posaunen auszubreiten/ sich hat Verdun den erkennen müssen; wiewol besagte Siege / nachdem ihr voHdem^lsrts öffrers hart mitgefahren / und von dem Alterthum ziemlich verzehret worden / nunmehro ihre Endschafft werden erreicht haben ; selbiges nun ist von Corintho fast eine Stund entlegen/und ist der Berg hinauf sehr jähe und enge / welcher nur zu einen einigen Eingang führet/ so aber doch mit zweyhmtemkn ander ligenden Thoren verwahret ist.. Gekegen. Wann man das obersteTheil des Schlosses erreichet/ ereignet heil der Ve- sich das schönste Aussehen von der Welt / nemlich aufdie beyden Golf, NarUikkni' sen ^Zinri und l-cpanto. Man sihet auch den »cIiconcm,?gm.Mim, 0 ' dasFeld 8^eion, dieAnselnLoulouriund^Klnam-Athsn/dasVor- gebürg Coionna/und das Eiland S« Georg»; so kan man auch leicht ersehen <7encki-egm, der Corinther Haven / den sie nach Kcncbrm nennen/ wovon nur ein Thurn übrig / wie auch den Haven L-cb-um. Inwendige An derOst-und Nord. Seite derFelsen / sind zwey kleine Schlösi Gei-ljen- ser/ so den grossen angefüget / in deren jedeii ein besonderer Aga sich bei heilderVe- findet/deralldazubefehlenhat/ dochistniemand darinnen worchafft,' stung. erste ist fast nur wie eine Pastey / welches sich doch noch tapffer wehrte / als jenesmals Mahomet der Andere / das Vornehmste Mn erobert hatte; das andere wird k-wbi-Xo-«79üro getrennt/ weil sichoie ^ludenHa aufhielten / so nachmals dieTürcken aus Corinkh versagt. Üngeacht aber so wol die Natur/ als die Kunst / durch ihre angebrachte Beyhülffe / dieses Castell sehr fest und constäcrabei gemacht haben/ vornehmlich da ihm an keinem Ort ringsum/ ausser an der Selten gegen den Cenchraischen Haven hin/beyzukommen/ wurde es oocy/ weils durch List / theils durch Nachlässigkeit der Soldaten über, thaltigr. Und i «kW. V»' ki» chmiiw 's^ür --2: !;?dL> /xü'k »-^ pgcp E lL§ Eriumph-leuch eenden Rriegr-Helms Drirrer Theil. r- r Und zwar durch Eist hat ^ntigonu8 6onatA, Ocmcttlikolior- ceiX Sohn/ welchen er mit?kila, ^ntchatri Tochter erzeuget/ das unüberwindliche Oorintbum bezwungen. Er war zwar lang gesinnet/ diese Vesiung zu überrumpeln / adeln: 6 war gar zu scharffvon Alexan- driWutweNicea bewahrt; weil er es nun mit Gewalt nicht bezwingen kannte/ ließ er auesprengen/ er wollte seinen Sohn Demetrtum mit dieser Wittwe vermählen. Diese / ob sie zwar etwas bey Jahren/ wollte doch gerne noch sich mit einen Königlichen jungen Printzen vermählen. Antigomrs bezeugte sich hierüber sehr erfreut / stellte ein überreiches Hochzeit Fest an / und gantz Cvrimho musie dieser Freudebey- stimmig sepn. Da man nun d»e nicLsm, in Begleitung der Königlichen Bedienten/ nach dein Trauungs-Ort brachte / die Hochzeit-Lieder anstimmte/ und dieMusic mit einemWunsch-erfülltenBcyruffver- geftllschafftete; veMeß Antigonus das Hochzeit-Gepräng /und eilte/ in Begleitung etlich weniger/ nach dem Schloß zu / klopffte an das Thor/ allwo er dann eiligst eingelassen wurde / und.nachdem er denen Soldaten befohlen/das Gewehr nieder zu legen/ besehlichte er eine ihm getreue Besatzung den Einzug zu nehmen. Durch Nachlässigkeit der Soldaten aber ward Hcro-6orlntbur, sonderlich von den Srcilianern/unter demCommandodesNicephori Caiuto / zu Zeiten des Ernammis Eomneni Regierung/ überwältiget und eingenommen. Von «stender bat es Sudwatts einen/aber doch nsibt so hoben Hügel/von dem Mahomet der Andere / dieses Schloß beschosien / welches sich i L. Monat wider solchen inGeilheitergrimm- tcn Fe nd wehrke/endlich sich aber doch aufGnad und Ungnad ergeben MUste. In der Vesiung sind drey Mosqueen / nebst funff oder sechs kleinen Griechischen Kirchen / worunter S. Nicolaus die Haupt-Kirche/ in welcher erliche gchcbrnbme Bücher den neugierigen Nachforschern/ unter denen dcsH.CKrysosiomidjturZia,aufPergamenteingerostet/ (so die alte Weift Bücher cmzubmden war/ daher man sie auch Volumina nennte) gezeiger werden. äcro c/orintbu8, ob es schon vor diesem Volck-reich und einer Stadt gleich gewesen / ist es jetzo doch armselig/und obschott viel Hauser übrig sind sind sie doch meistens schon eingefallen, oder doch zur Bewoknung untüchtig. Es war derTurcken Zuflucht/wann die Corsarenan das Land fetzten; es haben seine Mauren/die sich nach dem Felsen richten/ etwann drey Jtalianische Meilen im Umkreist ; gegen den höchsten Orr hat es eine Quelle / welche gar Wasserreich/ und/ nach der Poeten Meynung / aus des Pegasi Huef- Schlag soll entsprungen ftyn / und dahero »ipsiocrcne benennet worden. Nach- Wie AnN. gor»,« diese Achtung b«, jwlmgen. Sicltianer erobem Acro-Co- rmth. Heutiger Zustand za Acro Co» rivth. 1S2 Röm.Rayftrl. Mas. und dero hohen Alliirren ^ Nachdem oieftVeilung mir gnugsamer Mannschäffs vöndm .Capitarn-General vers, Heu/ untersuchten sie die inderAschenligende «>«> Coriltthische Denckwürdigkeiten / deren etliche sich noch nichtaantz de« ^ « Seltenheit nen menschlichen Augen entzogen. Sie entdeckten etliche Gemauer/und zuConjith. Hsrnieynt man/ es seye der Tempel Dlanä oder Venerisgewesen/wor« ^ Hey auch emdntzend Seuien/diemanvon weiten auf einer Höheerblü ^ cken kan/und such diese Settlen/weiln sie von ssnderlicherPrepert on/ ^ sehr alc zu schätzen ; dann/ ehnerachtel sienachDorischcrArt/ dabei! ^ ?linlus bezeugt / daß eine Seule / von Dorischer Art / müssesechsmal höher seyn/ als sie unten herum in denOmmswohat/ indtssen sjch gleichwol jene.nicht viermal hösisr ; Massen die circuMsersvtz der Sew len untenher 18. Schuhhat/ welches in Oiamswo sechs Schuh ma- chet/und sollte die S ule ?6»Schul) doch se»n/an sia tr daß jene nur r;. haben/den aufhabenden Zierrach mit eingerechnet; die Haupt-Quer- Steine/ so noch oben darüber zufinden/sind groß von 12. Schuhe» lang. Rüdem des Uberdiß sind auch noch'dis^ näers von dem Tempel Aani zu selM/ Tci«pels -Mn halbe SwruZ, nemlich derobere Theil / darinn gesunden. Son- siewfindet manauch verschiedene Seulc n von Marmor und Porphyr/ so die Türcken bey den M-ssqueenund Häusern aufgerichtet. Die de« rühmre Grotte/ wo das Wasser aus dem Felsen triefet/ ist auch noch im Stand/ und gehet auch sehr wett unter der Erden im Men weg; ihr Wasser ist überaus kalt und gut.; dasLand um die Stadt her ist säet worden. Cap. Gm. Nachdem man alles -enaudmchsuchet/trieb dieCuriosttätdm bcgcht sich Preiß-würdigen Capitain General /mBegleitung der sämtlichen G" nach d-m nerals-Personen und zcioo. Mann/nach denJsihmo/umzu sehen/vi» 2 >ihme. denselben durchschneidenkönnte / und dadurch Moream zu einer Insel machen / (welches WerckAlxander der Grosse Mimanti / sich durch dessen Ausführung berühmt zu machen - übergeben) manbesand aber/ daß sich solches in kurtzer/ und zwar Kriegs-Zeit/ nichtthun lassen will / und ungeachtet keine Berge aufden Asthmo ligen/ dannocb viel Muh und Arbeit kosten würde; weßwegenderCapitain-General diese „ Landes-Enge/ so sich auf z2so. Geometrische Schrrtt belaufft/ beydM seits zu befestigen b fohlen. Nero / die Mißgeburt der Natur/ und ruc ÄM rechte Sohn der Laster / hat auch bey diesem Asthmo sein Gcdächtnus durchdieVer-Anselung Moreeus verewigkeiten woken/und dazu auch alle seine Hauptleute angemahnt/und nachdem er mit der Trompete d sc A ca ge! sSil an' hie uni ino St Si »er Alt! der W can tenh Mt _Triumph leuchrestdett Rriegs-Helms DrircerThe il. >19; ein Zeichm geben lassen / selbst eine Schauffel in die Hand genommen/ Erden ausgegraben/und nachdem er solche in einen Korb gefaffet/ da- von getragen; wegen welches Anfangs ihm auch eine Müntze mit ei- nem Kranß gepräget worden/wormnen inwendig Jsthmia aereichnct r unv 40. v>pv^.>L>'v^>l^vrrtt/unvr«iiniimuieyrurlyeuen/ warum Nero hievon ablassen müssen/ indem sich hm und wieder unter derEr, kiliiÄ den Felsen befinden / so das Graben unmöglich / oder doch höchst-be- « ^ schwerlich machen. Die Jsihmische Spiele (deren wir erst Meldung Uchrwch - Man) nahmen ihren Ursprung von den ersoffenen Knaben Pityo- A Mn», campte/ so von einen Delphin an das Land getragen/und von Sisypho E-p'«- . gefunden worden / der ihn nicht nur Mein aus deri Jsthmum begraben/ ' sondern auch diese Jsthmische Spiele ihm zu Ehren angestellet; wiewsl Aiar .. .. ^ Statuen der jenigen Helden / so in denen Jsthmischen Spielen den UM Sieg davon getragen/ aufgerichtet; ingleichen vier Pferde / so gantz vrrguldet dis auf die Hues/ welche von Heissendem waren/ und dem Attischen Hercult seynd gewidmet gewesen; anderer Sachen ansetzo/ «ku» der Kürtze wegen/zu geschweigen. In der Jsthmischen Gegendstunde auch ein alter Tempel / den sie den Altar der Cyclopen (oder desVul- caniSchmids'Gesellen)genennetbaben; fernerderTempeldesGlU- c-qZl ches/ und derselben swtua, aus weissem Marmor gehauen. ' ' -- Zrn derJsthmischen/zu seiner Zeit gehaltenen/Spiele/er- KnL langet. Dieser Abschnitt und Ansang der Durchgrabung des Jsthmi/ ' reiate stck auch denen Venetianffcken Leiden / und >n eine rweü- lnn<» andere behaupten'wollen/daß Thestus solche angesrdnet. Unterdenmerck--undWunder>würdigstenD>ngen/ somanall-venMür- ^ ^ hier ausden Jsthmo hat antreffen können/war das herrliche Tbeatrum vige Sache oann aus einer oatewlr oeimvilg/eurnrMjulvnueweißucy/unv »»s v«« folgende ist: 2sthm». B SL0I2 Röm. Raystrl. rnaj. und Dero hohen Murren 6L0H N^5XI0!L X^I 58N^5?I^I I?. ^1X18100 N7^1M N?LlX xoc i0707L8ri^800 ^?XI L?L70 ^I^M07 5^0X^5^ ^70L70 5010 ^?o 580 oi X07!ViL880 LN! 5-4 ICGiVII^ N^k^?L80E80l0 ^G^85^ 10 X^5L0XL7^0L80 -V7500 X^I 50 N^Ll!V!08l08 5010 nx00X00!vi88^0l8 X-;! 50 L8^rl058k!O8 xä! ! 88 IL ?^8 LI00L08 Xv! 5070 IE NH5?Io8 6 L 08 LQiVlOVe 078 Lo^xpiso^ox^l Nk08^0 x^r 5070 L8XkI58?I0 70 01X070 X^I 507 8^107 508 8^08 X^I 50 L8-N5L2 X^I 508 NLLIL0 -V08 508 ^L riL?M 0 ^Q 8 580 lLk^0 8^U80 X^I 5070 L 8 ^758 8H070 L8!^85?^0 X^k XOL80 X^l ^1087007 X^I EL!VHL00 078 5010 L 8 /1750I0 ^0^0^018 X^I n?O8^0!0 LX 5o8 lLlo 8 LN0I80L8 X^I 5070 8äO?0 L7L58kI^0 XA! X0?80 Xäl 50 k/V07508Ll08 X^l 5^6 ^8^8/>0Ll0 X^i 5^ ^8^8!^ Xl^5^7nO 6 Ll 6 iVM 8 X^L N^/t^I058500 ^I^L^7^1L 8 /^ LNL0XL7^0L8 0 ^7100 X-^I 588 050^8 588 u?o0 50 05^LIQ 078 5010 XLXä ^I^XoNL80l0 01X010 X^5 Q?00X00L48!V1-;c!8 7n^? ^ 00 ?^ 8 O^!^L ^ 8 LG 8 xL 8 . k Triumph - leuchcendetiRrirgs Helms Dritter Theil. 195 Und wird in dieser sntcription gemelder eine grosse Anzahl Tempel/ die ein gewisser kubUus l.ucinlus krif.ug ^uventianus allda wieder aufbauen lasse rr / und alleFugehörrmgett und Zie- rachen des Tempels beygefchassr/ anbey auch einen bedeckten Gang/ nebstdem8t36ioaufzufuhren/befohlen. Der Vornehmste war dem ?aliemoni oder?ortumno, wie ihm dteRörner nennten / gewiehmer / deine zu Ehren die Isthmische Spiele gehalten worden. Die übrigen waren dem biegtuno, der Sonnen/ her Lereri, krossrzMT, Laccko , Oi 3 nD,? 1 utc>nl,demflberstuß/ und der bköpListhen l^mphen gewiedmer. Urckrn den Jsthms wird auch der Ort gezeigt/welchenderda- maln berühmte Psörder und Strassen Räuber Sciron innen gehabt/ urw seine unerhörte Grausamkeit darinnen verübt / indem er nemlich die Aefte von zweyen gegeneinander stehenden Bäumen zur Erden her zu biegen / und zu aufferst an dieselben diejenige/so er geraubt und gelangen bekommen/anzubinden gewohnt war; dadanndieAeste/Mil sie mit den grösten Gewalt wieder hinauf schnellten/den Angebundenen aufdas erbärmlichste in Stücken zerrissen. Jedoch muste endlich diese unmenschliche Untreu / seinen eigne« Herrn belohnen / und kunte er der Straffe dieser unerhörten Grausamkeit nicht entgehen/indem er vomTheseo selbstengefangen/und zu gleichen Tod ist verurtheilt worden. So sind auch noch die Mauren-Aeser/ so ehmalndieRepublu^A,, gue aufdem Jsthmo gebauet/ anzutreffen. Diese haben zu erst sie Pe- zUm», lopsneser aufgesühret/ und Emanuel der Griechische Kayser/mit Bewilligung und Zulassung Mahomet des i.Türckischen Kaysers/ mit dem erinBund stunde/verneuret/und von der Breite des Orts/ »e- xrmMum,das ist/Soosschrittig/genennet worden. Nach Eroberung der Stadt Corinth/durch den Turckischen Wüterich/wollten die kluge Vmetianer auf ihre Schantze achtung geben / und ausdie Corin, thischs Nachbarschafft/ so ihnen zuständig/ ein wachsames Aug haben; deßwegen sie 25. Schiffe / 5. Galeoten/ und 8. kleine Schiffe/ darüber Berthold de Este zum General über das Volck gesetzt wurde/aus- rüsteten ; welcher sich alsosort mit der Militz des Loredanr/Generals von demWeer/conjungirt/in Morea glücklich angelangt-und alsobal- den festen Fuß daraufgchtzt; indem er nemlrchMgos wstder befreyet/ und sonsten auch grossen Vortheil und Sieg über die Tmcken erlangt ^ Weiler nun Corintho gleichfalls von denen Barbar« besetzt fane de/ hielt er vor höchti-rrölhig/ diese eingerissene grosse Mauren des Bb« Jsthmi Rsm. R ay ftrl. Mas. und dero hohen All iieren Verchokv Isthmi wieder aufrichten zu lassen / weiches er auch mit unbsschreiblsi ^"^„.chsx Hurrigkeit/ und unermüveten Anhalten beyzooOO.Arduterin das Merck gestellt/ und mnerhalb 15. Tagen / Ao.i^Lz./ zur Perfe- Äion gebracht/auch mit gedoppelten tiefen und weiten Gräben/ ingletz chen i; 6 . stareken Tbürnen/also befestigt/ daß der Isthmus und die Stadt davon bester Massen konnten vmhsidigt werden. Als nun B?rtho!do mit den Tkürnen fertig/ Kater mitten aufbesagte Mauren einen Altar aufrichten/ und daraufmit grossen Solenniräten undessri- ger Andacht M.sse halten lassen. Nachdem die Mauern mit gnugsamen Volck besetzt/und zu al- Btrchold ser Desension richtige Anschläge gemacht worden/ wendete sich der Ca- kiagertE»' Main vom Meer /und Bertholdo mit der übrigen Armee gegen Co- nmh« xjntho - da sie aber kaum die Stücke gepßantzk hatten / und nun mit Beschitst mg der Stadt den Tlnfang machen wollten / müssen sie sich wieder zuruck ziehen / weil sie durch die Kundschaffter Nachricht erhalten/ daß der Amarbci Flambulare vor Moreamit 12000. Männin der Nahe an kommen wäre; darauf dann eine ziemliche Anzahl der Soldaten/aus dem Lager gegen die Mauren und zurück commendirt worden/ welche sie auch den 25. Septembr.erreichr/unddenTmcki- fthen Commendanten/der ihnen einen halben Tag hernach zu Gesicht kam / mit beten Canom'ren davon abgetrieben/und sich wiederzuentfernen genöthigt haben. Weil aber sich selbiger unweit von dannen an einenvortheilhofftigen Ort fest gefetzt/und eingeschantzk/ als müsse aufdessm Vorhaben (da mittler weilnder andere General dieBelar gerung fortfetzte /) Berthold mit einem Corpo ein wachsames Aug haben. Da er aber gesehen / dass der Feind fW läge / und zu keiner Schlacht zu bringen wäre/ kshrteer wieder in oas Lager/um die Belagerung mit desto grossem Nachdruck fortsetzen zu können. ««rthoid Allein es trafihn das Unglück/ daß er dabey in einen Sturm mit NM für einen grossen Stein getroffen wurde/ und darüber den 4. November Tvrmth. den Geist aufgeben muste. Wiewot andere melden / daß vorgedachtt Mauer / damit er sich einen ewigen Ebren-Ruhm aufgebauet/ ihn zugleich zum höchsten Unfall gediehen sev/indem einsten rin Stein in d« Hö. e sich abgelösit hälte/und ihme imVorbcygehen ausden Kopf ge- fallen wäre. Durch diesen höchst-unglückseligen Zufall/gienge nun dieser für/ treffliche General/dessen Tapferkeit/ Conduite/ und Erfahrenheit/ so hochberühmt / mit grossen Leid-Wesen der Vmetianer verkehren/ an dessen Stelle Dettinv Calcinato kommen/ der aber ein liederlicher da Ke Tri umph,le uch re ndenRriegs-He l mvDrirrerThei k. r-/ da erinEifahrung gebracht/ daß die Türcken durch den Beglerbeg neuen Succurs bekommen hatten / und mit ssoo. Mannverstarekt wären/ h-t er nicht nur die Stadt Corintho/ die bereits von denen CalM 2 ii«j. andern hohen Officiren/ wieder zurück nach Corintho/allwo der Ertz- ^ Bifchoffdieftr Stadt mit einen grossen Gefolg der Geistlichkeit femer ll«^ ^ Exceöentz die Visite gegeben/ welcher dermassen freundlich empfangen wurde/ als es seine Meriten erfvderttn. Worauf man zum Prove- rSukVer- 2!.^^ ditorextraordinair den edlen AngeloMichieki/ undzumGubernakorn »rdn»ngz»» den Herrn Cittadelka/ Edlen von Padua / benennet. Die Lust-Ge- CormH. S^nd ^er Corinthtschen Gefilde nöthigte auch den Herrn General Kö» /^ nigs-Marck / seine Gemahlin/ die sich bißher zu Zanke ausgehalten/ nach Corintho zu em bieren/zu dem Ende der Capilam General zu ihr mBedienungeinKriegs-Schiffabgefertigk. Bey diesen vortheilhafften Zeiten / wollten auch dieMainokten MEM» m den trüben Wasser fischen/ und denen Türcken/ das so lang geborgte ßH WK l gänhlich abzahlen. Der geneigte Leser wird nicht ungünstig nehmen/ rtzm> wann wir hier/beyGelegenheit/vondieftnMamotken etwas bcyfügen; brauchm. Wo der Golfs die Coron sich am weitsten indasLand hinein erstreckt/ rt ' daselbst lagen vor diesen die Städte Aden und Wäre / von welchen die -sycri erste noch unter den Namen Calamata bekandt ist. Der Strich von ßm daran bis an das CapoMoellia/ so vormals Lacsnia genannt wor- vakt« den/ ist das heutige Braccio di Maina/ von den so genannten Mainot- rl-nst len/ die ihrer Fnyheit bis dahin maintenirt/ bewohnt. Die Haupt» StadtwarvordlefimSparta/(heuteMisitta)anjetzsistdttseStadr Maina/vorÄltersLeuctrum. Die gantze Küste / auch etwas in das Land hinein /ist mit üner- A-fmchrK steig! ichen Berg m beseht/ wormnen besagte Mainoktcn/theils in Klip-^ Mains« Pen/ theiis m Dörffern wohnen/die fleaber alle Nachte verlassen/und ^ mit Sack und Pack/Vieh und allen nach den Bergen zu gehen. Des Morgens kommen sie wieder / und haben allenthoIben ihre ScbM- Wachten ausgestellt AnCapodiMatapanßehekman einen hohen -F Berg / der voller Thürne und Rauchlöcher ist /und sollen darinnen über ^ 400^. Leute wohnen. So man sievsn fernen sichet/sollte man mey- B b ist nen 298 Röm. Ra^serl. LNas. und der- ho hen Alliieren nen/ man sehe eine HeerdeZiegen an den Bergen hangen/ weilsiechr« Kleider son Baumwollen zu machen / und sehr weiß zu waschen pflegen. Natltrunv Sind alle wolgebildete Leute/und der Arbeit sehr gewohnt/sprim Eigenschaft gen w'.e Gemsen mit blossen Füssen über die scharffsten Klippen: Die verMat- meiste haben ein stuck Leder unter dem Fuß/ oben mit Bändern zugs n»rr». Hunden/ so ihnen an statt der Schuhe dienet. Ihre Regierungs-Form jst/daß die Aeltisie und Fürvehmsien regieren; in denen Dörflern aber haben die Papas das Wort/ wiedann beyZarnata in vielen Dörflern zu sehen. Doch ist ihre Freyheit durch nachfolgende Begebenheit ziemlich geschwächt. Zn Ende des rasten Jakrs/ als die Mainotten bey denen Candiamschen Conjuncruren mit Rauben und Plündern demTürckea grossen Schaden thate«/ schickten dieselbe einen Corsarn Asem Bafla/ mit 4. grossen Schiffen an ihreKüste: Diese hatten nicht so bald An- cker geworffen / da schwummen zween Mainoten hinan / hieben die Mainotten Cabell entzwey/und zerschmetterten 2. Schiffe an den Felsen. Als nun werden der Asem sähe daß mit Gewalt nichts auszurichten/verführte er einen Ge/ trogen, fangenen/ Namens Lybriacis / so einer von denen Fümehmsten unter denen Mainotten war; diesen schickte er wieder hin/welcher einenTheil der Seinigen an sich zog / und den Türcken die beyden Vestungen Chresafa und Paffava/so die Venetiamsche Siegs/Waffen voretli- chen Jahren erobert/zu bauen vergönnte/mit Vorgeben/daß sieKauf- Handei daraus treiben sollten. Als sie aber solche verfertigt/ sienges sie die Mainotten/ wie die andere Griechen zu tractiren an. Mal«««« Die übrigen so in des Lybriacis Verrähterey nicht gewilligt/als «ntjweym sie solche doppelte Brille ihnen aufgesetzt sahen/setzten sich an ihren Ge< sich' nossn zu rächen für / und thäten ihnen Schadernvo sie konten. Und seither ist diese Republique in zwey Partheven gerheilet gewesen. M nun vor kurtzer Zeit die drey Türckische Vestungen anBraccio di Mau na durch Hülffe der Mainotten sich für der Adriatifchen Herrscherin ge/ beuget/scheint es/sie sollen sich wieder vereinigen/ausser daß die Lvbm- cer/ somehrencheilsin denen Dörffern/bey den Vestungen heruMe- wohnt / undansetzotheils allda/theils in Coron sich niedergelassen/fm gesckeider und verständiger/ als die in den Bergen wohnen/gehab ten seyn wollen. Sagen auch / sie wären nicht mehr Mainotten / sondern Contadini/ als die nunmhers Christliche Obrigkeit hatten/ aber genug von den Mainotten; wir kchreo wieder zur VenetE schen Flotte. Be» Tri umph l euchtenden Kriegs-Heims Dritter Theil r B Y Erscheinung einer so grossen See-Macht / unsren Cormlho/ wurde die gantzs Gegend/des gegenüber ligenden Ufers in Griechen, land/bestürtzt/und kamen deswegen unterschiedlichevongedachtenOr- ten/ sich für den Venetianischen Siegs-Löwen zu neigen / um durch ihre Unterwerffung,das LepankischeGebieth zu vergroffern. Salona/ Cassnsum ein ziemliches Stuck Land / an dem kleinen SeeEufen/ so seinen Na- rerwirffk men führt / und sich bis in den grossen Lepantifchen ausbreiket/gelegen/ fichV«n«i>ig fertigte auch zween Turcken ab / welche von einer Tribut Erbietung/ einigen Anwurff thun sollten. Dann diese waren von diesen Orten noch nicht verjagt: da man aber ihr geringes Erbieten nicht anhören wollte/ überfiel sie nach ihrer Wiederkunfft / da sie ihre Verrichtung er« Mt/ eine solche Furcht/ daß sie diesen Ort verliessen/und auffclche Weiß in der Überwinder Hände einlieferten. Salona ward ehmals Amphissa genannt/ von einer Tochter des Salon« Macarori und «inen Enenckelein des Aeoli/mit welcher Apollo gebuh- woher es »h, let/ die letzlich in hiesigerStadt ihre Grab-Stadte gefunden. Heut ^i-den zu Tagwird sie von denen Griechen und Türcken Salona/dieerste Namen. Svlbe lang ausgesprochen. Viel von denen Geographis/ wollten Sos^a ,-k dieser Stadtden Namen/derso berühmten Stadt Delphis/ aufbür- nicht di« eh. den/ allein man muß hier denen befindlichen Uberschrifften/ welche bey mauge solchen Smttigkeiten der Warheit Gold-Wage sind / trauen/ die StavtDel. dann auch hier gantz «in anders beweisen. Und weiln ingemeldten^"' Amphissa nur noch eine einige übrig/so diesen Zwist entscheiden kan/ als wollen wir selbige mit einwhren/und ist sie in dem Kloster Sotiros Metamorphssis/das ist: Die Verklarung unsers Heylands/aufeine JtaliämscheMeike von derStadt/an derSeite des nachstenBergs/be- Mlich. Sie ist in der Kirche mitten umher mit Pflaster-Steinen umzingelt/ welche der Staub und Sand bedeckt/und eigentlich ein ^ . RcsMvt/so der Römische ?ro(7os. Decimius8ecunZlnu8,andie Inn- wshner zu Amphissa gestellt/und find darinnen die v wie'!/, dies aber rund / schier wie ein kleines Griechisches « so wir aber im gedruckten StavtDcl- nicht recht bezeichnen können/ausgeprefft: phi«. ?oo Rom. Ra^serl. Mas. und der- hohen Alliieren q. . n , —. -_ - VLciM. 8Lc7NV!NV8 V. L. ?koc08. k'r OLkLN8. ^L1kI88LN8IVM 8^V7LK4. MLIVllNI non K.6?7«.0^l71 KMOO Ovci-^jvl ^ek^viVl INOVOI ^88LI7/I^l 00NkL8II^ 70HVI7 IN 7L7LK.L8 Ol87Linerv§ Tempel/war auch das Pracht-Gebaud Temvew« der Anacren bewundcclich/welche etliche vor die beyde Zwillmg-Brü- der/deren Versternung bey denen Schiffarth kündigen/ unter denNa- men Castor und Pollux verewigkeitet/halten. Andere nehmen in diese Zahl die Curetes auf/die den günstigen Jupiter in seiner unmündi, gen Kindheit/ mit Nahrungs-Gedeyen auswärtig gewesen. Noch andere waltzen diese Ehre auf dis Cabrres so zu Lemnos angebetet worben. Der heutige Zustand Salona / worinn sie die Venetianische Heutiger Siegs-Waffen/ als sin- demütige und für den Marcus-Löwen sich nei- AJand z,» Cc gende Lar ' Rom. Ra^strl. Maj. und dets hohen Allmten ' genve Sklavin angeschauet/ war dieser: Ihre Einwohner warmHb Türcken/ kalb Griechen/ und sind die Juden vonSalona/wirdas Schwein aus desJuden Hauß/ausgekannt. Das abergläubische Mahomeks Geschmeiß Kat 6. Mosqueen begeifert / und ihren UnM, bigen Glauben darinnen kundtgethan. Die Griechenbesitzen 6. Kirchen / worunter die Haupt-Kirchen / Panagia Eeontariadis benawU wird / die keine besondere Anmerckung heget/(es möchte dann ein cu- rieuser Nachforscher/den daselbst in den Stein gehauenen Römischen Adler bewundern) als daß es eine Bischoffliche Kirche / des Sa- konischen / unter den Menienstschen Ertzbisthum gehörigen / Bb schoffs. ^ C«stellTor. Bückte sich nun alona für. denen Adriatischen Waffen/thäle nctz kommt es auch nicht weniger das Castell Tornese. Dann nachdem der Ca- pitain General verschiedene Schiffe best-möglichst versehen/und mit "mar - Ordre besehlicht / um gedachtes Castell/so ausden letzten Vor- gebürg des Hertzogthums Ckiarenza gelegen/ und zwar in denjenigen Theil/so das Absehen ausdie Provintz Belvedere/zwischen den Golso Di Ckiarenza/und demdel Arcadia/ richtet/ auchvordiesen Chelona- Clemazzi zu sagen pflegen/ unter Ansuhrung des Capitains Angelo Negro anzugreiffen / und einen solchen Land / wo Fruchtbarkeit und Überfluß mit einander wuchern / durch darzeigung eines weißen Fah- nens/ die dargedottene Gnade und einen gehörigen Tribut abzusor- vern. Allein das Glück überwog, die Hoffnung/und da man einen Tribut verlangte / erlangte man gar das Castell/indem sich die Besatzung vergnügte / daß ihnen zugelaffen witeinem schlecht-Baumwolle- nemKleide die Felder zu räumendaher man ihnen leichtlich/weil sie ss wenig Streits verursacht/dieseWolthat widerfahren lassen/und ih« nen ein Schifftein/ um sie nach Smirna zubringen / zuAstanden. .. Aber genug von weltlichen Siegen in Morea/nunmehro schrei- rürckm in- ten wir auch zu den geistlichen. Der Himmels-Geist/ von dem bißber dkl, Castell so viel Gunst-Gewogenheit abgestammet/ ließ auch seinen Blick ausdie ^nÄt-us. ln Castell Tornese Haußsäffge Türcken blitzen / und entzündete deren s«n. ' Hertzen/ daß sie derMahometanischen Finsternüß zu entweichen/und das helleuchtende Licht des Christlichen Glaubens zu verehren sich erit- schlossen ; undweilbißheroihrCörperdurchdenUnflatderOttomaNl- schen Greuel schandlichst beflecket und bemackelt / als verlangten 1>» Lurch die Tauf von diesen Unsauberkeitcn gereinigt/und mit dem Hel- «gthums-Kleio der wahren Beständigkeit angethan zu werden ; welches dann nicht zwar in den Castell Tornese sondern MemM an^n Triu mph -leuchtenden RrLegv-Helms Dritter The ik. 20; Ort dieses Reichs mit ungemeinen Freuden aller Chrifiglaubigen Geist-in brünstigst verrichtet worden. , So ermangelte man auch nicht den Türckischen Sauer-Teig aus den Mosqueen auszufegen / und in Cbristliche Kirchen zu verwandeln verändert und einzuweyhen; worzu man bey Patraffo und Lepanto den Anfang man m gemacht; und zwar ist in dieser/ eine/derEmpsangnisMariTgewieb-- Christlich« met/ und denen Minnen Brüdern überlassen/ eine aber / in der Burg/ Eaprllrn» den Heil. ÄndreL zugeeignet worden/zum Angedencken/daß selbiger daselbst unter den Landpfleger Aegeo/ die Martyrers-Kron erhalten. In Lepamo aber haben die Baarfüsser die vornehmste Mosquee/ St. Jacob geheiligt / als an welchen Tag sie wieder denen ChrWich- Venetianischen Oonczuetten anhängig gemacht worden; und hiemit entftgcln wir Moreen - dochnicht denenVenetianischen Siegen/indem wir selbige auch in Dalmatien antreffen. Dann hier hatte sich vie Venetianische Macht/ unter Comman- BEian-t do des Herrn General Cornaro/mit denen Päbstlichen und Matthe- sischenKriegs-Schiffen/auch andernHülffs-Völckern vereinbarr/und ^ vor die/ in dem Hertzogthum St.Saba gelegenen/ Haupt-Stadt Ca- ssell-Nuovo gerüchet/die wir/ wie bißhero unser Kiel gethan/den geneigten Leser einbändigen und abschildern. ^ S e ist von Tuardko/ König in Bosnien Ao. 1 zyz. erbauet / und Von wem ligt an den Canal Cattaro/mehr nicht als drey Merlen von der offen- baren See/ gegen Morgen hin. Daselbst sie dann in einen Umkroiß von 8vo. Schritt ohngesehr ihre Mauren in eine Höhe aufgefukrt/ so austeuher von keinen Wällen bedeckt/sondern von Erdbiebcm ziemlich ^rriss n / im übrigen mit fünff Tbürnen / wovon 2 . mit Erden ausges süllt/und oben mit einenWall versehen sind;AufderAbend-Se,te siebm wieder zwey Thürne an den Mauren/welche gleichfalls sehr schodbafft voller Ritze sich befinden. Gegen den Meer hin zeigt sich noch ein siarnv ^hurn/ an welchen annoch die Stärcke und Herrlichkeit dev alten Mauren / damit die Stadt weiland umgeben gewesen zu ersehen ist. Nun-sn er/ wann die untere Stadt sollte verlohren gehen/ zu einer Retiradedienen. ^ Das Castell Sulimanega so auf einen Felsen siegt/ und an die V-fchrei. Stadt gehend/ kan von den gegenüber ligenden Hügel St. Vene- °"''4 randaleichtlich ba-chossen worden; hatlmübrigen noch eineBatlerie, so den verschantzien^hurn Fasiapich/ der halb aufeinemFelsin-Stein/ halb auf das Erdreich ausaebauetist/unddas Pulver verwahrt/be- ^rei6)en kan. Die ober« Vesiung wird Corniqrad genennet / und ligtt gegen Norveis/ohngeschr6fc). Schritt von der Stadt ab. Sie Ccij ist EtzmÄlge ErobcrmiA ldurchdi« Christliche Wa§««» Hürckenve- iagrrn sl« n,«r>cr. 204 Röm. Ra^scrl.Mlaj. und DetS hohen A lliieren ist ins Viereck genauer/ uns zwarso/ daß der eine Winckel aüfW^ die andere dr »aberaufdenSteimFelszu ligen kommen/deren jegl-ch?r mit einem sturcken Thurn versehen. Der sieben Schuhe liefe Graben befestigt die Mauer/welche 8- Schuhe dick; Die Vestung aber/ welche von den Berg Niebe kan bestrichen werden/ begreifst im Umfang nicht über 2 s v. Schritt. Die Christliche Generalen Grimani Doria und Capellv grieffen dieses Nest/ im Jahr i s; 8./ aufdas seindlichste an. Zu Land versuch» te Don Ferante Gonzaga den Angsiff/und bedrohet« die Halsstarri, ge Belägerte/ im Fall der Übergabs-Wegerung/mit einem entseW chen Untergang. Capello vergesellschaffteke diesen Helden-mütiqen Angriff zu Wasser / so daß die Türcken die untere Stadt zu verlassen/ und/zu ihren VerweilungsOrt/dasBerg Schloß zu erkiesen ge-wun, gen wurden. Diese Stadt bemächtigung/ händigte denen Vene? tianern und Spaniern einen unsäglichen Beute-Schatz ein/welchen diese Türckische Raub-Vögel aus umliegender Gegend erpresset; als ru welchen Handwerck es sehr wo! gelegen. Wcßhalbm auch Aria- veno Barbarossa / der entmenschte Scvkh/aus denenChristMtrrli- chen Händen diese erhaltene Stadt zu entnehmen/fich aufferst bemüe het. Astein der Himmel widersetzte sich für dißmal seinen Furnehmen/ und risse ein Sturm über zo. Galeeren von seiner Flotte ad/und mach» te die übrige durch Zernichtigung der Ruder und Mast-Baume unbrauchbar/ so daß er gezwungen ward/in den Hafen Valonaemzu« lausten. Bey Ankündigung dieser Zeirung/ergab sich gleichfalls das Schloß/ weiches durch die Spanier/ mit Hinterlassung einer Besatzung unter einen Päpstlichen / KaMlichen und Venetianischm Fähnlein/ behauptet worden. Doch blühete diese Blum nicht lang in den Christlich-Siegreiche» Händen/ dann im Jahr i f? z. bey Anfang des Augusts/ kam ged^ te Barbarossa mit 90. Galeeren und zo. Fusten /inöemCapU von Cattaro eingelauffen/undwurde so fort 8o.StückGeschütz an^asLano gebracht. Da nun seine Macht von vielen Orten her verstch."" ^ der Ulamanno Sangi .ko/ mit seinen ftarcken Trouppen zu ihm gestos» sen/ wurde bey ihm der sonst ohnmächtige Muk desto mehr vergrosterr. Machten dahers die Anstalt zu völliger Belagerung- eroffn-tenole Nprochen/ wursten die Batterien auf/ und theiltenächmtt ihren vrey Haupt-Posten/ nemlich den gegen Mitternacht na.M Barbarossa ern/ aufdenen andern war Ulamanno undDiaseleck. ^ Ungeachtet nun der Ort gar schlecht/örtlstclrt/ und dieAnfali« eines so mächtigen Feindes auszuhalten gantz nicht bereit ware; u^ Triumph - leuchtenden Rriegs-Helms Dritter Theri. rc>5 ßiaz »A» ;^s M' Wec^ ,I«r ii'-t M e-' -< terlieffen doch die Spanier nicht/ allen möglichen Widerstand zu thun/, - - von der Höhe aus des Feindes Lager zu incommodiren; undmitvie- s" len Ausfallen die Arbeit zu Hindertreiben. Allem sie funden mehren» " theils/ daß ihnen das Glück in allen entgegen/ in Massen sie nicht nur einen Tburn verlohren geben muffen / sondern sie liebten auch von ihrer eignen Mine / so sie aus die Turckm gemacht/weil sie zu früh angegangen/ grossen Schaden/ dadurch dann nicht nur die Anzahl denhngen/ sondern auch der Mut jemehr und mehr sich verringerte/daß sie sich endlich / weil kein Entsatz mehr zuhoffen war / mit 800. Soldaten irr Vas Berg-Schloß retirirten. Hier nun war es höchst vonnöhten/daß es auch Capitain Sar- viento gethan hätte; weil aber hohe Geister kein Gesetze der äuffersten Noch kennen wollen/ und lieber kühnlich zu sterben / als furchtsam zu überwinden/erwehlen; hat er fortgefahren die Vestung zu beschützen/ jn welcher er auch geblieben, da er dann für die Nachwelt seine rühmliche Tbaten mit den vergossenen Blut ausgezeichnet; dann die Tür- Bekomm Sen kamen mit Sturm m den Ort/undhieben alles/was nurBefa- *"*Muns tzung war/ in Stücken. Bey so traurigen Anblick/ haben sich auch die andere auf die Klippe begeben,denen manzuvorFreyheitundLe, den versprochen / aber mäineydig bald darauf auf Befehl Ariadeno Fessel «ngeworffen/unter den leichtfertigen Fürwandt/ob batte er solche als Sclaven, von denen Janitscharen erkaufst/ welche ihnen als eine Beute von rechtewegen zukommen. Der Spanier sind allhier bey 400. in die Eisen g-schlagen worden. , Im Jahr 1572. nahmen sich die Vsnekianische Waffen furb Bmttiank, siel Nuovo wieder zu erobern / die gute Hoffnung gründetetK7 Am" 5020. Kriegs-Knechte / welche Sciarra Mattenigo comine^ . ' Das Haupt-Wesen und Ober-Aufsicht aber hatte das 's .,7, vergeblich» vieci Herrn General Venier aufqetragen: zu solchen AN'', n " / en sich die Venetianer in L-esina bereit/ und licffen deßha'''n au8 ^m ^a« nal Cattaro; ihnen stressen aber durch viele S^^solche ^chw^ rigkeiten zu banden/ daMnachmanche^p/N adziehen musk n / und die Eroberuna^fb^ie Zettversparen/Mss wel- ^NLNi.W -»->-« landaus- gesellt wordcn"/ ivard qlÄ die Belagerung furgenommen: da dann «4. K Nd IU umAUchin malm / s-m- KM,-» an dir Cdnst-n »apNrk-il vrobir" /undftlbigki adgrwinn-n wollt-; wi-niol-kMl- «entheils verlo-e / indeme man mir denen Aprochen nunmmer naher ruckte / u»rd mit Stücken Pis Mauren zu sturmen niederlegte. Dann Ccüj " ob § Lc>6 Röni. Ra^ftrl. bNaj und der-hohen Alliieren ob man wol mit Minen etwas zu kennten suchte/ kann es doch wegen Tür»«,, des harten Felsen nicht füglich geschehen. Jndeß suchte der Bass« von Scondia/ oder CommendamvonAntivari/nntisOO.a.rovo. Mrtzrn, Mann/Castelnuovo zu entsetzen; allein dieMontenegrinen/Perastimn und Clementinen zogen sich in grosser Anzahl zusammen/ und schlüge« solchen Entsatz / und lieferten fo.Köpffe den Herrn General Cornaro ein/ der ihnen für reden f Zecchinen ausgezahlt. Inzwischen wehrten sich die Belagerte in Castelnuovo ausserst/daher ihr Ercellenh Herr General Cornaro nicht ermangelte/ sie mehrers mit BombenEinwersi fen zu beängstigen / durchweiche die Sw dt zu einen Steinhauffcn gemacht worden; wie dann eine Bombe/welche der wackere Bombmdü rer Fierentini Ambourghese m den Mumtion-Tburn geworff-n/bis 2so. Personen getödtet hat / und indeme die wenige Mmirer durch Nenttianer ^u^ückung der Guleeren/so wol die obere Vestung/als auchdieStadt/ Lemächki- attaquirt/ und diese bereits eine Br che über Z Q. Schritt gemacht/hat «-«sich ei. man endlich den r8. Passats daraushefftig gestürmt/da danndie Ve- nes netianer sich eines Rondels bemächtigt, oels. Weil tzzxtzchg sehr hoch von der innernSeite gewesen/hat man sie nicht ausbreiten können / sondern hak nur allein solche erweitert; bey dieser Action haben sich Die Mallheser Ritter tapffer gehalten / deren zwey todt geblieben/ und sirnffvmvundet worden. Inzwischen langten mit den Herrn Francisco Grimani Feld-Proveditoren/ und Johann Loredano Direcwrn der Cavallwe/viel Venetianische ^.delleute allda an da dann durch derTürcken contmuirlichesSchi ssen dem,Castell oder Schloß viel Soldaten und wackere Officire'/so dmen Auxiliar-Trouppen/als auch von dieser Republique Vol- geblieben sind/und unter ändernder Dragoner ObristLieu- 'senden Tag stiegen dieMorlaquenaufdieBreche/und E"puesern Gelegenheit sichDreyerPosten zu bemeister»/ _. . erschreckt / daß sie drey der FurnehmM Turckm von lknm heraus sch!Nwr>/^m zucapituliren/welchesdanngeschahe/ WEM ca. dergestalt/ daß ste die Sta>e/Castells oder Schloß / den Unft'gen P'lulirm. entramnen/ und ihnen Turcken,Margen erlaubt seyn solle/mit ihrem Gewehr / Welb und Kindern und aufden Rücken auszuziehen/ wie auch ste mit Fahr-Zeugen nache.dllbania überzuführen/ die Renegaten aber / sollten ihrer Errellens zur D-stcretion verbleiben Welches alles auch genau beobachtet/und-kem einßigec^ürckbeleidigttvor- den/ wie sie dann in 720 bewehrten Männere- starct/n-bst andern Leuten/ von dannen ausgezogen/und den Platz den Herrn General Cor, xuerill irisch«;, cleiiH ^Ekr Triumph - l euchrendeu Rriegs-Helmv Dritter Theil. r v- naro überlassen; Als nun die Unsrigen hinein gezogen/steckten sie der DieSeadt Republiqus Fahnen aufdie Mauren. Nachdem hieraufdieTürcken "Mbt sich in derOber-Vestung jaken/ daß sie nicht Widerstand würden thuri mitAccor». können/haben sie den nächstfolgenden Tag auch eben aufvorigeWeiß/ gleich denen in der Stadt caprtulrrt/ und sind an Männern/ Weibern und Kindern / ohngesehr 1500. Personen heraus gezogen. Ist also chm. ^ nach einer zo. Tägigen harten Belagerung/und tapferer Gegenwehr des Feindes/ worinnen Anfangs isvo. Soldaten gewesen /solcher importante Platz/ so von grosser Conftauence/und der Haupt-Ort von der Landschasst Amgovma/ so mit Christen angefüllt ist/ in der Durch- < N«? Der Borrath so die Venetianischs Sieg-Soldaten in dieser sM Vestung entdeckten/ belief sich auf54. Metalline Geschütz/ worunter 4y. mit Spanischen Wappen/ und eine grosse Menge von allerhand ktO Munitionen und Lebens-Mitteln. Diese Preiß-wehrte Eroberung/ wollte der Herr General Cornaro/ dem Durchl/Staat nicht lang ver- borgen lasten / sondern fertigte eiligstem Saicke aus und ab/deren er nebst einen Pferds-Schweis/ auch 20. eroberte Fahnen anvertrauet/ welche anch mit höchst-erwünschten Vergnügen das Hadriatische Ufer beländek / und die neue Siegs-Post rucht- und kündbar gemacht/ M da dann noch selbigen Abends vonVenedig aus/Courrier nach Wien/ Florentz und Rom abgefertigt worden/ § Bey den nächst entbrechenden Morgen verfügte sich der Soge Danck-Fefi ^ nebst demgantzenSenat in diöKircheSt.Marco/und lieffen'wegen die- r» Venedig Mr herrljchenVictoriedasl'eveumiguä 3 mu 8 anstinien/undweil durch ^ diese Eroberung dieserRühm-belorberte Estat jährlich 100000 Realen '"'»uey». M von denen daselbstsich befindlichen Saltz Quellen erheben kan/ist dieser ^ Sieg von so viel grösserer Amportance gehalten worden/und dörsste demPrriß-wehrten Herrn General Cornaro/unter dessen Anfuhren die- Vestung wieder Christlich worden/ diese Begebnüß eine Mutter M noch mehrerer Ehre seyn / so künfftig dir Wurde eines ProcuratoriS von St. Marco zeugen möchte^ .. Indem uns aber die Venetianische Siege/ in eine weite Erzeh- lungsEbne geführst/als ist es billich mmmehro wieder zu rücke zu keh- ren/und auch die andere Sieg-vereinte zu begrüssen^ UnsereFederist Marchbes A obenvorden DünnewaldMenCorpoabgewichen und hm selbiges bey dem Berg Harsan ausruhen lassen/ von welchen sie sich gegen Siklos zewendet/ und allda still liegen müssen / bis dieArtigleriöPferde aus ' ^ Steyermarck ankommen/ welche die vom Feinde eroberte Stücke nach ^ Whntz an die Donau gebracht / damit sie zu Wasser nach Ofen gc- ^ führt Lo8 Röm. Rä'-str l.rNaj . undde r-hshen Allü'rrm fuhrt werden könnten. Den 24. Aug. erreichte gedachtes CorpoDä- diska/ den nächstfolgendenTag aber zöge es sich biß nacher Sammdin/ allwo Herr GrafBudiani mitLooo. Hungarndarzugeflossen/worauf der March den 26. bis an die Drau fortgesetzt wurde/ die Haupt- Armee aber gienge nach der Brau hinabwerts/weiln die Kundschaffier referirten/ der Vezier wolle über die Brücken bey Pster Marahem geben / und noch eins mit denen Unsrigen wagen/ welche es aber unrecht verstanden hatten. Budian» Den folgenden Tag ruhete das Dünnewaldische Corpo/ dm Miuden He^n GeneralBudiant mit seinen Trouppen abwartend / der auch dMen*"' südlich zu ihnen stieß/ und durch Vereinigung seiner Völcker noch Corvo. mehrcrs das vorgenommene Heiden-Fürbaden beschleunigte/unddie unter den Türckischen Wut-Joch noch liegende Croaten und Ecla- vonier etwas gutes hoffen machte. Sl'ttklicher Zu gleicher Zeit ward auch Ihre Excekkentz / der Herr Bannus Stretch m Croati-r/GrafNiMA, üEv'A Mjr rmjs itKÄ iM -sHrs s<7 e!,ss G mm / gleich a'svor zweyen Jahren geplündert , undeingeaschert uneben wie obige / samt vielen Vieh/ grosse Beuten eingebracht. Der Bassa von Canischa setzte sich hierauf für / diese zu,gefügte Schar- te auszuwetzcn / und streifst- mit soo.Mann g-genEggersee/ bliebe mit 720. Verborgenen in einem Wald / und befeblichteroo. in das Land anzulauffen/ welche indem Dorff Scallombor 8. Personen niedergehauen/und ir.binweg gefuhret;als sich aber dieJrinwohner daherum/ auch einigeHuffarenundHeyduckenausderGesvansthafftE ftnburg/ zusammen in 400. starck versammlet/haben sie die Türcken/ mitVer, tust 18. Tobten/8. Gefangenen und etlich 40. Pferden/worunter des Bassa Reit- und Hand-Pferd / samt kostbaren Sattel und Zeug/ in die Flucht geschlagen. Als der Bassa nun vernommen / daß Christlicher Seite so wenig gewesen / ist er in Zorn entbrannt / welcher auch nicht anderst als durchNiedermetzlung/berer zu erst die FiuchtErgreif- fenden/desanffkigtworden. Aber unsere Tags Erzehlungbrmgtunswieder auf das Dünne, walisische Corioo/ welches nach ibrer Ausrubuna und Erwartung der Croatischeg Völcker und Victualien sich zum Aufdruck fertig machte/ als der Herr General Dünnewald Kundschafft erhielt/ daß der Bassa aus Bosniamit 802.Pferden hinter Vutschm zu Orachowitz/ auch de» Essgg noch in die 3202. Türcken campirren; weßhacken sie nacher Branna/ zwey Stund gegen Essegg hinabwetts/fortgerucket/allwo sie den 7. September wieder still gelegen/ und endl'ch das lang erwar- tete Proviant/selben Tages erhalten- WoraufihrExcellentz/neben Herrn General Feld,Marschall Lieutenant Grasen Souches/ geachtet den kalten Regenwetter/aufgebrochen/und gegen den Schloß fürBunchm Butschin zugerücket. Es liegt aber dieses Schloß zw schm denen Sau- und Drau-FlusGa-g-n- ftn/ auf einen hohen und steilen Felsen/und hat an dessen B- vcstigung M mehrers die Natur als Kunst bevgetragen/Mewoldiese l.tzlere aller- ftits es mitMauren/ aufdereinenSeitenabermitementieftnGra- ben/v«rsehen. DieD'rckm betiteln diesen Ort Vochin/welcher in der Croatischen Sprach einen Obst-oder Baum-Garten bedeutet/und solches darum/weiln dieserOrtmit ungememer Fruchtbarkeit umz-ri- gelt. D e Türckische Guarnison war eben di?/welche von V-'roviza «usgezogen/ und die Tapstrkesi der Teutschen Massen gekostet, als gedachtes Ort der Herr G nera! L sie eingenommen/ und bestund aus mehrern Wallachen und Türcken. Als nun den i r.Septembr^Jhro Excellertz Herr General Dünnewald für diesen Rau?-Nestangelan, »et/ ließ er es anffordern/ erhielt abereine abschlägige Antwort/ indeme D 0 die L »10 Rönr. RayserloMaf. und Dero hohettAllürren nicht erg«- -«n. die Verzweiffiung diese enthertzte Besatzung bewaffnet / undzur oblki naken Gegenwehr sie nökhigte/ zumaln den Aga/bey Verlustsimes Kopffö/ den Ort/ so lang immer möglich / zu beschützen / auferleat worden. Besatzung Worauf den folgenden Morgen Ihre EMentz die Approchen rrill sich eröffnen lassen/ in welchen diesen Tag derHerr General Wachtmeister/ Graf von Aspermont/ commendirte/ und zur Verfertigung brachte/ da man dann denfrühe aus ernem Kessel von 4. Mör sein/Bomben undCai cassen hinernzuwerffen/ denAnsang machte: doch wollte solches alles noch nichts verfangen/obschonJhro Ercellentz nochmals denCom« mendanten des Orts die Ubergab andem en ließ/ darauf aber kemeAnt- wort erhielt; wAin der Bassavon Poffega gedachten Csmmendan- ten bedrohst/ ihn spissen ru lassen/ wofcr n er den Platz übergeben würde. Eben diesen Tag losete Her: General Feld-Marschall Lieutenant Heister in dmenApprochen ab/ und wurde HerrFeld-Marschal! Lieutenant Souches / als er sich in denen Approchen besand/und alles anordnete/ mit einer Musqueten Kugel / in den Rucken gefährlich verwundet. ^ Mauern m Als auch dieBatterie mit groben Geschütz bepffantzet war/feuerte Buschin man bey anbrechenden Morgen des 14. Schtemdr. ausdie Mauren/ weiden grr welches dann so wolvonstateengieng/weilnsolchesehralt/daßinwe- fäa«/. nig Stunden ein grosser Tbcil über den Haussen lag/ wodurch genügsame Breche gelegt/ und die Mannschafft würcklich zum Stürm beschlicht worden / worauf der Feind/ wolerwegend daß seine Halsstarrigkeit ohnkrafftig wäre/ so tapftrnFeinden sich zu widersetzen / weiffe Fahnen ausgesteckr / und mit Sack und Pack abzuziehen begehrt. Aber der Herr Genera! Dünnewald wollte sie nicht anderst/ alsaus Gnad und Ungnade annehmen/ beorderte auch den Herrn ObristLieu- tenant von Aspermsnt/so ohne dem mit Z 00 Mann zum stürmen fertig stunde/fortzurucken/und mit bemeldter Mannschafft/in dem Platz die Kayftrliche Siegs Fahnen aufzustecken. So bald diese tapfere Mannfchafft bey dem ersten Thor ange- langt/ fanden sie daselbst den commendirendcn Aga/mit seinen Leuten in Gewehr stehen/ und Mene als ob sie noch einige SchwLrigkeiten und Beschwerlichkeiten machen wollten / mit Vorgeben: daß sie die Capitulation nicht recht verstanden hätten; bemeldter Obrist Lernte- uant aber ließ durch den Dolmetsch den Commendantcn andeuten: Er sollte das Thor ausmachcn/ oder es sollten/wann erzurückkebrte/vis Feindftligkeitenärgeralsvorhin fortgesetztwerden; worauf das eine Thor eröffnet/ und von denen Kayserlichen bis an das andere fortge- rucrer Selb Ob» W M di tt sai sei« An t'iai tödt Hn der» Ml ckisch «vor; .ßalte öiani tinui! grher «noch! senZ Übri, kW tinF. -Sch >-«»> ^-.'7 Tri ump h e leuchrett d mRviegv Helme Drit ter Thc il. rn rucket wurde; allwo es nochmaln verzügllch hergienge; Äisaberder^-^^ Aga die Resolution sähe/überließ er auch die andere Pforten; und wie KaysM. ermetdter Herr Obrist Lieutenant hineingezogen war / besetzte er die chm. Breche mit Feuer-Röhren/ und die Mauren mit dem Nest der übrigen Soldaten. Nach diesen zöge der Herr General Graf Dünnewald auch hinein / den blossen Degen in der Hand habend/ und gab genaue Obachj/ daß keine Unordnung entstünde/ liesse auch die Gefängnisse er- offnes/ worinnen sich einig gefangene Christen befanden. Die Besatzung wurde so gleich disarmirt/und bestund in ohngefehr soo.Mann/ mehrern Wallachen als Turcken. Diese wurden alle/samt ihremCom- mendanten Aga Piro / und dessen 2. Brüdern gefangen genommen/ die Turcken in einen Tburn / woraus man einige gefangene Christen liberitt/gemorsten / ausser dem Aga und dessen zweyen Brüdern/welche reichen Raub in Turckey gefübret/ und Herr General Dünnewald sie/ samt etlich schönen Pferden/ bey sich behalten/ die Wallachen aber sind unter die Regimenter zcrcheilet worden. Übrigens hat man an der vermeynten Beut fast gar nichts bekommen: dann wie die Gefangene auffagten/hatten sie schon vochers all das ihrige nacher Griechisch-Weissenburg in Sicherheit gebracht. An Geschützwaren fänffStuck/und z. Haubitzsn/nedft nöhtigen Proviant und Munition darinnen/welcheö Proviant man den Comnnssa- riat-Amt übergeben. Bey dieser Action sind Kayserl.Seits etlich ro. Verlnstauf todt geblieben / und nebst HerrnGeneral Souches/dessen Lieutenant/ Herr Graf von H-berstein/ in die Achsel/ und noch i0. andere verwun- ' betworden. Diese Eroberung befreyet nicht allein seidige Grenzen von den Türckischen Raubereven/ sondern setzt noch über dieses so.Tür- ckische Dorffschafften in Contribution. Dm eroberten Platz besetzte man mit i QOo.Musquetirern unterBefehlichuttqeines Hauptmanns/ worzu man einige Heyducken und Hussaren beyfügte. Alsnun Herr GeneralDünnewaldzu Burschin alleswol veran- ,sia!tet / schriebe er an alle umliegende Plätze' ihmmirnotbigenPro- - viant/ auch zu Fortbringung dessen und der Bagage/bey so stets con- tinuirlichen Regen-Welter / mit gnugsamen Wagen an die Hand zu gehen/damit er an feinen fernem Vorhaben nicht verhindert werden möchte. Worausselbiger seinen Weg weiter sortgesetzet/und mit die- c GenerÄ sen Sieg-Koffenden Cvrpo/ unweit Walpo/ angelangt/ und deroDunnc- Obristen Lieutenant / Herrn Grafen von Hoftlrchen/mitsoo.Pser-^Zk den gegen Effegg gestreiffr/ in Feld zwar keinen einigen Turcken campü ^ ren gefunden/ doch dabey benachrichtigt worden: es ftye in der Stadt undSchloßdieBesatzung unter zwevenBasien und ihrenCommendan- D 0 ij ten 2i2 Röm. Rctystrl. Mas. und Vers h ohe n Alliirrett tcnin z. vw4000. Mann Itarck; woraus Herr Gmeral Dünnewaid bejchlossen/ anfänglich Walpo / und bey Bemächtigung dessen/Esseaa mit möglichster Tapferkeit anzugreiffen. Dek Entschluß wurdehieraufWerckstcllig/und ruckte Hm Ge» neral Dünnewald gegen Walpo fort/in welchem Schloß die Tückische Besatzung/diegewöhnlicherosungs Schülft/chadurch denen Be, nachbarten die feindliche Annäherung kund zu machen/ gekhan; dam« die Guarnison b.y Essegg solches gehört/ ingleichen von des Herr« Grasen von Hoskirchen Parthey Wind bekommen / haben Neben» falls starcke Parkheyen/ die Gewißheit hievon einzuholen/ ausgesclM; . als selbige mit der Nachricht/daß die Christen in der Nahe und Essegg tzch«L«n ^ attc quiren Willens seycn/ zurück gelangt / hat solches unter denen cke-i 7 -^ Türcken daselbst einen unsäglichen Schrecken gezeuget/daß sie ihre be- Eff-a^ ste Sachen zusammen geraffet/ und zur eilfertigen Flucht sich Rerßser- tig gemacht. So bald hiev sn der Commendan t nebst denen 2. sich darinnen be< findenden Bassen benachrichtigt/ aribey das grosse Unheil so hieraus entstehen würde vorhergesclsen: haterdieftn vonukommen/ zwaralle Tkore sperren lassen / weiches jedoch das krasstigste Steurungs-Mittel nicht seyn wollen; mdeme die Furcht bey der enthertzten Besatzung so Türckm sehrgnqewachsen/ daßsis ihrebeste Mobilien über die Mauren heraus tchri, geworffen / sich mit Seilen herab gelassen / die Brücke zerrissen/ und vliegg. ssch samt Weib und Kindern/ und allem ihrigen in Sicherheit gesetzt; welchrsdanndenCommendanten obiigirt/ihnen mitdernoch übrigen Mannschafft folgenden Morgends vor Tag / bey hclsischejnendcii Mond/ in höchster Confusion zu folgen/ ohne daß sie sich so viel Zeitge/ lassen/ dir Minen/deren schon 7. verfertigt/und würcklich mit Pulver angefüllt waren/ zu spr engen; Sie hatten zwar brennendeLumen zu Sem Pulver öergestalten gelegt/ daß gemeldte Minen übereineZeik hätten springen sollen; allein es hat ein Gefangener Türck dieses kundt gemacht / also daß die Kayserliche bey ihrer Änkunfft das Pulver ohn einigen Schaden heraus genommen» Den 29. Septembr. langte einHungarischer Bauer/von Grau gebürtig/ im Lageran/ dieser emdeckte Herrn General Dünnewald alles/was sich zu EMgg zugetragen/ deme man nicht allerdicngs glauben wollte: zumain die Leichtgläubigkeit von einen klugen Generalen/ welker als der Himmel von der Erdenmusentsernet s yn; endlich hoffte man durch die Bedrohung/so ihme dasSpissen anküniete/imfalleroie Nnwarheit reden sollte/dieWarheit zu erpressen die er auch obbeineio- r^MaffcnzumgndcrnmalklgklichöinIchencktö/undbckrafftigte/sichan Triumph-- leuchtenden Rri egs-Helmv Dritter Theil. L Z bey zu aöerMäüer darbietend/ dafern man ihn aufeinen Unwarheits- Wrgertapp «würde. Hierauf bsihlichte der Herr General den Bauren fest zu setzen/ Gen.xa- Ukd beorderte Herrn General Wachtmeister Ladron/mit Looo.Pftr- ' den / samt den GrafK'selischm Dragoner Regiment/dahrn/um den Ott auf solches Befinden in Poffffion zu nehmen / und sich allda zu po, stiren - welcher auch alles/ wieder Bauer ausgesagt hatte/befunden/ den Ort unverzüglich besetzt/ und Herrn General Dünnewald alsobald davon Nachricht ertheilt. In dieser Vestung hat man fr. brauchbare Stücke / worunter4. gcmtze Carthaunen/ die übrige aber klein und groß durcheinander/ S.Mörsei/ eme unsägliche Anzahl von allerhand Dictaalien / daß die gantzs Armee darmit eine Zeit lang versehen werden könnte/ item viel Munnion/Kugeln/Bomben/Lunten/ doch fast gantz keine Leute angetroffen; dann es hatten sich auch so gar die Christliche Emwoyner/ von dar und umlicgendenOrten/ hin, und wieder in die Inseln retirirt/ deren erst in etlich Tagen viel nach und nach pieder hervor kommen. Als nun Herr General Ladron di-ftn importante« Ort glücklich Bes-tztEsi besetzt hatte/liesse sich einePartheyTürcken/von ohngeschr 6oo.Mann fig mit unterhalb sehen/da aber einige TeutscheundCroakcn aussie loßgangen/ Kayscrl, haben sie allerschleumgst wieder den Ruck Weg erkieset/ und mutmaßte man/ die Reue der Verst.ffmg Cssegg möchte in ihren Gemüt aufge- siiegen seyn/ so daß man diesen Trouppen/zu Besatzung Effegg/wiedee von neuen zurück besehltcht. Dieses Effgg wird auch Ezeck/ Ezech/ Cffeck geschrieben/und Befrei« gemeiniglich Off'gg ausgesprochen / ligt sense-ts an der Drab/ welche/ k^sd«. ohngefehr eine Meil besser hin/mit der Donau fick vereinigt / und mag selbige etwan §. keuscher Meilen von Fünffkirchettentfernet seyn.' Lozius der Welk-berühmte Mann/ so Vas verdunckelte Alkcrtbum wieder an da-^ Helle Tages-Licht gebracht/halt diesen Ort für eine Römische Colonie/ und vermeint sie seye mit den Namen Mursa beleget worden. Sie ist woigelegen und mitf-stenMauren umzingelt. Die Bevölkerung war vor dieser Verlassung ziemlich/und konnte man sie denen grösste-' NnaarischenStadten beyzehlen/zuma'enm selbiger in ^ die j-o'o.Kausmanns Lad-mbefindlich/welcheleichtlichvvn einer ziem- I hchenH ndlunqZeuanüßgcben können. S>e gehöret ebm len dem Plesterlichen Stifft/ so man vor Jahren St. Sigismund"? zuOftn genannt und war aus r oocr. Schritt st davon / das Ruhm-volle O tifft Sk. Petri Posegani/nebst einer Prie- / ster-Versgmmiung, Denen Chrisien-Handen entrisse sifderRäube- Ddiis xifihe L/4 Rom. R ayftrl. M aj. und Dero'.)ShettA Uiirrett Sämann rische WolffSolymann/ als er im Jahr 1529. Mil höchsten SchlMf bemächtigt von der Wienerischen Belagerung zurück kehrte/und noch Schaum U->d?. grkrönet worden/hat seinem Schweher unter andern Freyheiten/auch Srammens und Hauses noch mehrers verherrlicht. Endlich als der Kayftr Friedexich der li. As« »45. in Italien gegen die wider ihm aufgewiegelte Lombarder kriegete / und Friede- ricds des x. und lebten Oesierreichischen Fürsten / Babenbergischen Stammens/Hülffbegehrte/hat dieser alsobald 200. seiner besten uns auserlesensten Ritter zu sich genommen/sie alle in rothen Scharlach/ mit weiffen Strichen / gekleidet /mit guten Pferden versehen/ und also zum Kayftr nach Verona sich begeben/auch in selbigen Krieg mit ftr- nen taps rn Haust'in treffliche Tbaren verrichtet/und demKayftr grosi sen Bevstand geleistet. Der Kayftr verehrte ihm 12 Cameel-. mu ebensoviel Saracenen oder Mohren/die ihrer wartensollcen. Nachdem er auch von Hertzog Friederich den streitbaren/vielguierDienste gesehen / und selbige nicht unerwievert lasten wollen/hat erihmeuns dem Haus Österreich / nicht allein den von seinen Anbemn/Kayftk Friederich den Ersten/empfangenenFxevbeits Mi iesbestättigt/sondern auch ihm auss neus diese besondere Freyheit ertheilk / daß er unv lerne ^ Nach- Hiik 0^' b'^> I IN'Äj irak^ ^cs-n e^-' ! r^.-" 5 ^ -, .»E /' ^Ä, _Tr iump h leuchr endeu Rrieys Helnw Dritte r Th eil. 217 Nachkommen osxr Nachfolgers / auf den FüriiemDut/über vorg-'-DrittL uns dachte Spitzen und Bögen / auch zu oberst das Königliche güldene lM Ver- Creutzlcin traaen und führen sollten. Und aufdicse Weise ward der Ening Hertzogliche FürstemHut in das drittem«! verändert. Uberwelchen eine Ruhmchelobre Federaus ihrer obliegenden Schuldigkeit folgende Reim-Zesten gezinsek: ^UÜNL k-SZis o^es habet IC ksZalia 8 srta kezia 8c ^ulsriacosmensrszit ^rcki-Oucss; (^uocigus aberat, nomen KeZis,ti'ia R-cZna äeäers. ^ukria, cunÄa t-mul ^sZis, äivss habet. ZuTeutsch: Oesterreich harRönigss-Reichrhum; es rrug einen RöuigsHue; Seiner Ery-Heryogen Heryen waren auch"voll Rönigs-Mur; Fehlte nur der ^onigschJam/den dre^ Königreiche gaben» Also sieht man Oesterreich alle Königs-Gaben haben. Der kleine Umschweiff/ den wir zu Betrachtung drsOssterreichi- schen Fürsien-Huts genommen / bringt uns wieder aufden richtigen Erzchiungs-Weg/undindasLusi-bereicherteWienzuunsernunüber- windlichenMonarchen.Dieser wollte demUngarischenReich seine nun- Eetz'Her. mehro gekrönten Ertz-HertzoglichenPrintzenIoftph schencken/als web cher/ wie ehmals der Israelitische Joseph dem von Hunger-achzenden^g j„ Egypten / auch dem von Krieg belasteten Ungarn aufhelffen/ und sie ungamge« von diesen Brass entlasten wurde. So bald dieftr Entschluß in dem kröne wer, Gemüt Jhro Kayserl. Mai. fest gestellt/ befthlichte Sie alle Geist- und Yen. weltliche Hungarische Stande / welche keines Wegs dieses reif-ew wogene Fürhaden unbilligen können. Ergiengen derohalben an ave Magnaren/Gespanschafften/undStädtedieErsorderungs-Schreiben/ worinnen enthalten/daßVieerst-gemeldtepersöniich/der Gespanschafften/ und Städte Deputieren aber / gegen den halbenOctobris zuPreß- bürg sich einfinden/ dieser Krönung beywohnen/ und mit einmütiger Bevstimmuna und Freuden-Zuruffdieselbe verherrlichen sollten. Slm A'PsZ- bey ertheilte höchstgedachke Kayserl. Mar. dem Kayserl. HofQuartter- ^7/" Amt Befehl/ diefurdieHosStadt/ und fremde Mrnistros gehörige Krönung Quartier zu Preßburg zeitlich auszuzeichnen/damit gegen der Zeit/ bey gemache, so grossen Zutaufdes Voleks/ alles in guter Ordnung gehalten werden ^"Jndem aber diese Anstalten gemacht werden/ begrüßen wir die March der KayftrlicheArmee/ die wir oben in dem March nachKeilke gelassen/ alb AA»«. wo sie deni. September angetanst/und die milLebeus-Mitteln bela-^, ^ Ee dev- 2 l 8 Röm. A. a'- ftrl. Nlaj. und dero hohe n Allnrren dene Schiffe / so von Bufa hinab gefahren waren/ängetröUnT^^ General Carl Falsey wurde mit z. Regimentern zuPserd commendin/ gegen Preßburgzu marchiren/ um vey der bevorstehenden Krönung auswärtig zu seyn. Den folgenden Tag/als 2. September /setzten Jhro Hoch-Furjil. Durch!, den March gegen Baia fort/ und langten denvierdten Abends/eine Meil von dar/an; selbigenTagsliesienM in 22vo.Türcken zu Pferd hinter denen Unftigen sehen / welche auch unterschiedliche Hindecgebliebene / theils niedergemachk/ theils gefänglich hinweggeßührt/ wormit sie sich wieder in ihr Lager nacher Peter- waradein zuruck begaben. Bey dieser Bewegung der Kayserlichen Haupt-Armes / ermangelte eshier und dar nicht anverschiedenenBrgebnüsien/deren keine Hussarru doch von merckwürdiger Erzehlung/ als daß die Huffaren von St.Job Lbcrmm- und Zezet sich vereinet/ und eine Trouvpe von 6oo. Mann ausgebilvet/ peln Zeraez. mit welchen sie Zeraecz/ allwo ein berühmterJahrmarckwar/übersai- len/ alles/so sich ihren Säbel widersetzt/niedergemehelt/nachmals diesen bereichertenOrt geplündert/und mit einer reichenBeute undSieg-fteu- digen Jauchzen/ in Begleitung z o. Gefangenen/wieder die Rückkehr genommen/ und ist hieraus schließlich/ daß es keine schlechte Gefangene gewesen/ indem sie 20000. Gulden zur Ranzion dargrbvtten. Im- Mgenwet- mittels / inLOlnmoäirtL das stete Regen ^Wetter nicht allem die krr verhin- Kayserl. Armee/ bey so lang und durch verwüstetes und unbewohntes Land vorgehabten March / wobey wegen Ermanglung der nöthigen Marsch Fourage die Pferd/ nnrcklich gelitten / und das hievor nach» Sege- din/ zu Unterhaltung der Armee/voran geschickte Proviant/ dergesial- ten durch das Regenwetier verwüstet worden/daß man den mehmn Theil des Meels und Bffcoten hat hinweg werffen muffen. Wodurch dann der hievor jestgestcllte March gegenGyula und Lippa verhindert/ und in eine etlichTag wahrendeAusruhung verwandelt worden.Wa- renderZsitaberhalJhreHochsürstl.Durchl.denHerrn General Ve- terani mit zsocr. Pferden ausDebrezin und Soboltz voran zu schicken entschlossen ; damit beyb-erwchnte Städte/und andere umliegende Oerter sollten bezwungen werden/das nötige Proviant und Hadern zu Erhaltung der Armee bevzuschaffen. Wlinverti. Bey so gestalten Sachen lief es auch in dem Turckischen Lager cheiZustand wunderlich durcheinander :dann nicht allein der Groß-Vezier und Ja- e!." nitftkaren Aga / wegen ihres grossen Verlusts/ hefftig w-der einander; sondern auch ein General-Aufstand der gesamten Militz flch zeigte/ dergestalt/daß hiedurch obbemett reKrieqs-Häupter/snmt dengrossen Sultan/ sechsten in äußerste Lebens-Gefahr/ die Turckische Mord» Triumph - l euchten de n Rriegs-Helm» Drlrrer The ll. 2!9 Pforte aber in höchste Verwirrung grrathe» könnte. D r GroßV«- zier bemerckte solches zeitig genug / ließe daher/ als ein sonderlich ver- 'riitz. Wagener Kopff/ die vornehmsten Baffen und Befehlshaber für sich .'n f kommen/ um selbige über dir jetzige betrübte (.onjuMuren in Berath, schlagung zu bringen und Allen Unheil durch ihre heilsame Vorschläge ch ^ fürzubeugen. Kaunr hatte sich diese bestürzte Gefelkschafft versammlet/ als er Färkrsgm aller seiner Beredsamkeit aufbot/ und mit Hertz-brechendenReden sür-Groß Ar, strllig machte: Wie daß w cher er/ noch der Sultan/ allein an den ge-r"*-, . genwa^iqenKriegs-Feuer/und so vielfältigerlsttenenSchaden/Schüld habe/sondern selbiger seye von den völlrgenTürckischenDivan/als einer ^.7, unglückfteligen Mutter / mit Beystimmung aller fürnehmen Baffen/ 7 ' gezeuget und an das Licht gebracht worden. Versicherte sie beyne- benst/ daß weiln er von der Pforten allen Gewalt und Befehl habe/ den -7.7/ Frieden zu schließen / bey denen Christen solchen eifrigst treiben lassen 7 7- wollte / mit klarlicher Darlegung / daß auch die Christen durch diesen 77-" fchwehren Krieq sehr abgemattet/und dahero den Frieden nicht ferner <'? ausschlagen würde». ' Durch sothaneBeweißchZründe und Vorschläge besanfftigte der GroßU« Grsß-Vezier in etwas die zur Aufruhr sich schon auffchwellende An- zur schreibt ! u ^ schläg-Wellen seiner bey sich habenden Baffen / daß sie sich in etwas andmH». r.'rr, vergnügter bezeigten ; darauf er dann Ihre Hochfürstl.Durchl. von - 7 ' Lottringen ein Schreiben/folgendes Jnnhalts einhändigen ließ: ^ . Lar! / du grosser Held/ der du führest das Heer 7:7 der Christenheit. ^ entbieten wir unser» Dienst und Gruß und geben dir 2-7 «O habe? zuvernehmen / wie daß uns der grosse GGkr eine g§, - 7 raume Zeir her gestrafft / also/ oaß bißhero unsere Waffen / sä wir höchst unbilligwidcx euch ergriffen/ fasiiedesmal den Kur, yern ziehen / wie wir mir unser» höchsten Verlust erfahren/ daß 2 alsö der erzürnte GOtt gegen uns barmheryig und an denen - 5 ' bisherigen Grraffett / so wir erlitten / vergnügt zu ftW / noch nicht scheinet/ zweiffeln aber keines Wegs/ daß der gerechte 77 GOrrhinführo an dieser Züchtigung/ womit Er uns heimgesn- cher / sich ernsten erjärrigen/ und uns so dann in seine Gnade und Barmherzigkeit wiederum an- und aufnchmen werde. 7 Es kan sonsten dieses ( obwolen wir es nicht «erhoffen) V-chein weires Aussehengewinnen. wir aber wünschen vor . Ee tj alle» 220 _ Röm.Ra-sstrl. Mas und Der o hohen A Uiirren allen nichts anderst / als den lieben Frieden ; danuglsichwh durch die Kriegs-Empörungen und Waffen denenK riefenden alle Städte und Vestungen/ Länder und proviNtzen, die Weh/ Menschen / Vieh und Gewachst / Nahrungen und Handrhie- rungcn/ Handel und Wandel/ durchgehends gespcrre'r/ verhee- rerund Zerstörer wcrden/alst bewahrt entgegen der edle Frieden dieses alles/ alle Menschen Rinder ernehrccer/und lässerdie gestznece Gewächs in der besten Ruhe uns cinsammlen; aller Handelundwandel/inSummaalles erreichet einengewünfch- renForrgang- Mir einemwsrr/wiederKrtcgallesin dasausscrste Verderben sttzer/ also bringet der liebe Fried alles in das erwünschte Aufnehmen / welches wir vonHertzeuerwünschen/und zweifeln enrzwischcn nicht/daß ihr arich nicht den lieben Frieden allen Schätzen der Welt fürsttzen werdet. Obwolen wir uns dieses Kriegs Last Ursacher bekennen müssen/darum auch billig mir so vielfältigen Verlust gestrafft werden/ st begebet doch Eure Hexyen und Gemüter dahin/damit wir einen aufrecht redlich undbeyderstirskepurirlichenwarhaffrenUmvcrlgi. Frieden rettsbUiren mögen/ und nach Gutachten unserer Meinung/ EuchnachBrlligkeirzu befriedigen/ mit Nichcenzu ver- weigerngedencken. wo aber alles dessen nnerachrecIhr zu friedlichenGedan- ckett Nicht geneigt st^N wollec/st bcdcncker wenigstens doch deß so Vieler tausendMettschett diestIahv her nttsthuldigvergosse/ neu Bluts / welches annoch zu den wahren Gö)rr um billige Rache schreier / damit Euch nicht dergleichen Unglück wi< derfahren/llnIhr crwan in ein weit grösstrsUnglück/als in welchem wirstyo stnd/gerarhen möger. Gieb uns darum/ grosser Held/deine vernünssrigeVc'rmahnung zu versiehen/weiche wir so dann mir grosser Ehrerbierungannehmen wolleu. Schlechte Der Überbringer dieser FriedenEchreiben wareinTörckischtt sEÄvn. Aga/ welchen der Groß-Vesternoch mehrere Mündliche Verrichtun- mnan dcn gen den FriedendestelenV/aufdieZnngegelegt/mit Versicherung alle Groß V«- mögt che Gnugtbuung zu geben. Allein man verstopffte die Obren zier. ' für dcm Gesang, dieser falschen Syrenen/ und wollte am Kaysemchen Hof/ kcr^ kl«-. !^> ll^ü/ !kt^ xc-- LL-' s^' i»r^ cS» 7 r< c- Triumph s leuch rendenR.riegs Helms Drirrer The,!. 2Ll gen Städte und Vestungen gäntzlich aus Ungarn zu rerbannm; da-- hero dann dieser Türckische Mercurius mitgantz abschlägigerAntwort/ zu denen soihngesaudt hattengekehret. A klein wir kehren wieder zu der KayseM-en Haupt-Armee / mit F-mer» welcher Jhro Hochsürstkichen Durch!, den 8. September von Basa Marfitv«» aufdrachen / und den March gegen Segedm nahmen/ in Meynung da- A,?!"" sechsten die Theiß zu paffiren/ und jenseits noch einige Oxer.Mone8 * vorzunehmen/zu dem Endedann gegen Debrezm/Sab0ltz/und umlie- hin zu halten/ damit sie der Armee bey ihrer Ankunffe mit nökhigen Vi- ctualien und andern Nothwendigkeiten / an die H and gehen sollten. fürstl.Durch!, gezwungen/geringe Tagreisen zu machen/bis sie endlich den r 6. dieses/ bis nach St- Peter ün der Theiß/ eine Stund von Se- gedill/3V3ncirt/ welcher Herr GeneralPiccolomini mit seinem und dem cie?acischen Regiment/ so die Artiglerie eonvoyirten/ darmit folgten. Man warezwar/wie oben gemeldet/gewillet/ dösiger Orten die Theiß zu übersetzen / weiln aber dieausgefchickte Trouppen/ so zu ihren Uberlauffsr Bericht absiütteten/ daß jenseitselbigen Flusses die gehuldigten Bauren alle davon gelausten/ die meiste Omer von Menschen gantz entblöst/und das gantze Land/ durch das ftindliche hiwund wieder marchiren/völlig ruinirt seye/ über diß wegen des anhaltenden Regen-Wetters aller Orren ein solcher Morast vorhanöen/daß die Wege unwegsam / und unmöglich fallen würde/ die schwere Stücke und ^Bagage gegen Siebenbürgen fortzubringen/ als hielten ZhroHochsursi l. Durchl. der Hertzog/ General Kriegs-Rath/worinn beschlossen worden/ die Armee aus solchen erheblichen Ursachen gegenZollnockmar- chiren/und dafelbftenöieTheißpastirenzulaffen. ^ , Die Schwäbische und Fr emetische Kreiß-Volcker aber wegerten Fräntkische' sich mit üder gemeldtenFluß zu gehen;Als man ihnen aber darlegte/daß «Echwä- siein Siebenbürgen (welchesLandnoch dresen Mußen Krieg/von kei- UcheK-eiß. nen Feind betretten worden / und also an Lebens-Mitteln und Futte- rung alles in Überfluß vorhandmseye/) viel bessere Quartier als ander- übcr bie Werts finden würden; als thäten sie ohne serners Wegern/gantz willig Theiß, solchen March emstimmen. Woraufden 17. die völlige Macht bey Segedm vorbey gieng« / und ward selben Abends das Lager eine Stund oberhalb gemeidter Stadt Segedm aufgeschlagen. Den 18. Dito aber der March rwey Meilen weiter gegen Zollnock fort- E«ii, Mo» 22r Röm. Mas und derohoh e n All iirren L' Roa komme Man hatte nun von den Feind durch dieemqebrachte Gefangene ^ mü^rF-ie- und verschiedene Uberlaufferzum öfftern Nachricht erhalten/ daßdex V Aga mit der Frieden betreffenden abschlägigen Antwort indM Mi! hnTürcki- Turckischen Lager wieder angelangt / auf welches Vornehmen umn W scheu Lager denen Türcken/ sonderlich denenJanitscharen/eine solcheVerbittecuna / W. auflhren Groß-Vezier/Iannscharen Aga und anders entstanden daß W diese in höchster Lebens-Gefahr gewesen und gezwungen worden/ sich W nebst ihren Teffrerdar in das Schloß nach Griechisch-Weissenburg za ^ salviren. In welchen Tumult dann sie ihre Brücke bey Peterwara- W dein zerrissen/die Ianitscharen sich auf denen Schiffen zu Waff/rdie ni Spahis aber in höchster Verwirrung zu Land gegen Griechisch Miß ^ ftltburg wieder zuruek begeben / also daß nur der Teekely mit einigen s, Rrbell m / und erliche fürnehme Türcken mit wenigen Trouppen/ bey ^ Pererwaradein sichen blieben. Unterdessen setzte die Haupt Armee ihren March continuirlich gegen Zollnock fort / und weiln JhreDurchl.derHertzogvonLottriiu D gen/ die jenige Recrouten/ welche diesen Sommer hiedurch zu Ofen ge- A legen/ und zu verschiedenen Regimentern gehörten/ durch exprssss M Ordrezu derÄrmee beruffen/als seynd selbige den 2 i.dises untcrmCom- W mando dessungenHerrnGrasen von Staarenbergund HermObrist M Lieut. Gail vonOsen dahin aufgebrochen. Ehbevor sie aber noch von h,e, bemeldter Stadt aufbrechen/ wollen wir sie begrüßen und.den neuen M Stand dieser ehmahiigen Ungarischen Haupt-Stadt besichtigen. M Z« Ofen Mbier nun hatte man wieder einenStadt-Rath gesetzt/und Mi- m tz gen Stadk-Haupcmann / Herrn WolffAndreasBrenner/zumBM M §atk aef-st germeistex ernenennet/ welcher im Namen selbiger Stadt bey der Kö- -jx, - " ^ 'niglichen Krönung das ttomaZium pi-Tttlren sollte. Sonsten richtet diese eingeäscherte Stadt sich wieder zimlich aus den Steinhauffenauf/ und erzeigen die nemerbauten Gibel-Mauren / daß es in kurtzer Zeit Brunn- wieder zimlich dörffre bevölckert werden. Es ist auch in dieser Stadt in den einen Schloß-Hof unter vielen Steinen eine messmge Brunn- ^ Oft« d Schals gefunden worden/ so in ihrer äußerlichen 6ircumferenrrL. ^ und einen halben Schuhe / in der inner» i s.Schuhe/tm Diamettö S. in der Treffe r. Schube / und der Dicke des Metalls durchgehend- 2. ^ ^ Zoll gehabt / halt auch bis an die drey gezeichnete Löwen Mäuler/wo- ^ durch das Wasser gusfleust /19. bis an den äußern Ober-Kreiß aber 2i. Qesterreichifcher Eymer. Der Fuß ist von rochen Marrxor/ nicht ^ gar hoch / und eckicht / so dann auswendig herum/ wo die Brunnen- ^' Schalen gestanden/ ein anderer weitläufftig steinerner Kasten/ müdes ^ § Königs /Vlatikise Lorvini Wappen; und wollen einige/ so vor diesem Triumph - leuchtenden Ariegs Helms Dritter The >l. rrz tu Ofen gewesen/vergeben/ es wäre eine kortuna von Messing oder Metall hiebevrr darauf gestanden / so aber vhngeachtet alles fteissiaen Nachsuchens nicht gefunden worden; und ist auch solches denen in Ofen gefangen liegenden Turcken unbekandt. Unsere Feder schreitet von Ofen wieder zur Haupt-Armee/ die Kayst'l. den 2z.Septemvr.vey Zollnock anlangke. Jhro Hochfürfil. Du^cki Dcpuntte von Lottringen sertigren hier den Herrn Obristen Huschm und Heun'^^m. Kriegs-Pecretarium Till nacher Siebenbürgen ab/selbigen Fürsten und Standen denAnmarch der Kayserlichen Völcker anzukünden/ dg- mit sie darzu alle Nothwendjgkeitenherbey schaffen möchten / auch da- bey in wachtsamer Hut zu stehen/und auszuforschen/ob sich nicht dieselbe darwider zu setzen begehrten. Den 24. dito ist die Arkiglene unter Herrn General Piccolomini auch im Lager eingerücket/Hmaea-'N hieJnfanterie selben Tags bereits die Brücke über die Theiß pErt. Indessen habenJhro Hochfürstl. Durchs, so wohl von JhrLhur- Ctzm-Ba»e- fmstl. Durch! in Bayern / als Jhro Kays. Majestät selbst Schreiben rische solim erhalten / daß sie die Emquartiruna der Chur-Bayrischen Militz der- wolemquar- gestalken einrichten und reguliren möchten/ damit höchst-gedachte Ihre"" w«ym. Cdur-Fürstl. Durchl. Hierinnfalls alles Vergnügen geschehe. Krafft welcher Schreiben / derselben zugleich anheim gestellt ftyn sollte/ obste die Chur-Bavrische Milch mit sich in Siebenbürgen führen/ oder aber anderwertig cm^iovren wollte». Den 2 s. dito nachdem die ganße Nacht hindurch die Bagage überdie Tkeiß Brücke öestiirt/ist selbige zu der Infanterie geflossen/und haben sichjenseitszwischengemeldten Fluß/ und St. RictaspoMrt/allwo sie selben Tags still gelegen/ und die noch Hinterbliebene Arkiglene erwartet. Und weiln man wegen der Türckiscben Verwirrung und Trennung der Brücke beyPeterwa- radein/ die Blocquade Erlau mit mehrern Trouppen zu verflärcken un- nöthig eracktet/als wurde Herr GeneraWeterani mit seinen f. Regie- memern wieder zur Armee zmuck beschlicht/und allein Herr General Serau mit den Gondolisch-und Suvoyschen Regiment gegen Erlau zu marchwen beordert. Den 26. dito folgtedie volligeArtiglerieüber dieTbeiß/und langten nebst Herrn General Veterani auch die obengemeldte Recrouten von Ostn in dem Lager an / denen die Fränckisch-und Schwäbische Craiß-Völcker folgten. Den 27. dieses ist dieHaupt-Armee/ bis nach St.Nicolaus fortgeruckt/wiewol sie in denTerritorio jenseits derTheiß kaum einen einigen Menschen anaetroffen. Aus Siebenbürgen erhielte man Nachricht / daß die Turckcn an stlbigen Fürsten begehrt hatten/ entweder Erlau zu ensetzen/-der aber mit ftmerMilitzstch mit ihnen zu ver, 224 Rö»l«, Rayftr l. Maj.mrd Dero hohen Alliie ren vereikidaren; welcher! sich wegen des ersten/ llvmüglichkeishalim^- schuldigt / wegen des andern zwar einige Mannschafft aufgedvuen/ und sich darnnr dazumalen/nemlichen vor derTmckenRebell'.on/beyEy- sen-Tburn xolsirt / wie doch verlautet/ habe er solches nur zumSchein/ und nicht denen Kayserlichen zu widersetzen gelhan. Den 28. brach die Armee von St. Nicolaus auf/und schlugen selbigen Abend ihr Lager unweit Kolwar an dem Morast Kakard/all- wo sie bisanden i.Octobr. verharrte; an welchen sie weiters insZ», bissofortruckte. Herr General Piccolomini wäre mit der Arkiglme noch zurück / so beordert wurde / schleunig zu folgen. Weiln nun der Orten wieder Leute/ deren aufden March vonBm'a kem e gesehen wor- den/vorhandm ;als wollten sich einigeReuter dies-rGelegenheit bedie- nen/unterfiengcn sich das Viek und anders wegzunehmen; dmenlader Ihre Hochsürstl. Durch!, nachsetzen/ die Betretter gefangen nehmen/ und scharffabsiraffen liessen/auch allen Commendanten und Obristen neue Orkwe gaben / die Raubereyen/ um fernem Lxcels zu verhüten/ alles Ernsts einzustellen / damit die Einwohner nicht allein ruhig bey den Ihrigen bleiben/sondern auch keinenWiderwillen zu zeigen/Ursach haben moclsten. Baragotzk Den 2. dito gienge die Cavallerie voraus bis nach Dorezko/allwo strctffk nach den dritten auch die Infanterie anlangte. Dm 4. dito gienge Herr Grosska. MArastotz! mit seinen Hungarn gegen Groß/Waradein zurecognosci» rs^lu. aus/ welches in selbiger Vestung einen solchen Schrecken / angefal, len zuwerden/vmrrsacht/daß sie ihr Bestes aus dasigerPalancka oder Stadt in dis innere Vestung salvirten. Und weil diese/denen Kayserl. Siegs-Waffen nicht lange mehr sich entziehen wird/ als will ich selbige den Äugen der Wissens-begierigen Leser/ unserer begierigen Gewon- heit nach/ entschildern. Dcschr«i. Diese Vestung ist der Grmtz-Schluffel zu Ungarn und Sieben- b»mg vcr bürgen ; und siebet die Stadt ziemlich weitlaufftig/und hat noch drcy V-stung Vorstädte an dem Fluß Sebeskeres/ oderwie man ihn sonst nennet/ Ervßwara.^zxz^)/ oder Kreisch gelegen. DieGebäu und Wohnhäuser selbi- ger Stadt sind sehr schlecht und niedrig; hergegen das Schloß schon gebaut und wol befestigt. Ursach warum dis Bürger keine Hobe Ge- bäudörffenaufsübren /sollvordiefemgewesenseyn/ damit dieTurcken allda keinen Unterscbleiffhaben möchten. Ehe dle Türcken den Ort em- dekommm/har des Fürst in Siebenbürgen Hieselbst jederzeit eine starcke Besatzung gehalten. Es sind vormals daftlbstein Bisthum/viel schöne Kirchen und Klöster gewesen; darausnachgeradevon VenenSieben- dürgischenFürsten PastepenundBollwerckegemacht: also daK en^ sich WM Triumph leuchtenden Rviegs- Helms Dritter Thett 225 lich keine gemauerte Kirche mehr davongeblieben/ ohnedaßdieRefor- mirren ein unansehn!iche6 und mehr einer Schemen als Kirchen ähnliches Haus/zu ihrem Gottesdienst daselbst aufgerichtet. Nichts desto weniger haben sie dabey dennoch eine gute Schul Zustand-» und geistliches conMorium allda gehabt: und seynd in dieser Stadt Desiung dreyerley Gerichte/nemlich das HostGericht/das Adeliche Gericht/und Wsradein. das Stadt-Gericht. Der Einwohner pflag sich von Gewerben und Handlungen al/erhanb/so Türckischer alsTeutscherWahren/deßglei- chen Wein und Ackerbau / die wenigsten aber von Viehzucht / alswel- che allhie nichts sonders auf sich hat/ ;u ernähren ; auch finden sich viel Schmidt« und Roßtäuscher / welches guten theils Zigeuner allhie. Ohngefehr eine Meil von der Stadt ist ein trefflich-gesundes warm Bad / so wol für Weibs-als Manns-Personen / mit besonderer Abtheilung zugerichtet. Anno 1598. den 29. September/ kam der Türckische Vezier/ Ehmattge Omar Balsa/mit 60000. Mann für dieseVestung : fände aber bcy Be'äge-ung denen Commendanten / Melchior von Rödern und Kiral Georg / so berVestang tapffern Widerstand/ daß er in 12.vergeblichen Sturmen Mann verlohren/ und dm z. November mit Spott wieder abziehen sezier müssen. GOtt hatte hier sonderlich geho'ffen/ weiln nicht mehr dann Om« 200. Mann darinnen gelegen/ und r-roo. derselben schon g, strecket Lassa, waren. Als An. 1660. der Fürst Ragozzi aus Siebenbürgen in einer Nochmall- Feld-Schlacht von denen Türcken übermannet / und lödtiich vcrwum det/ auch in bemeldterStadt seinen Geistaufgegeben/ hat derAl»)^^""' Bassa den 14 Juli» / erst-gedachten Jahrs / seinen unzeklbaren Haussen der Vestung Waradeingezeiget/und bsyTag von Aufgang ausser den Stuck-Schuß/sich niedergelaffen/in der Nacht aber i -inHanpt- Quartier eignerPersoninderunummaurten Stadt-Gassen einer/ so Velenzeoder dieVenedigerin genennet wurde/ zwischen den Baumen/ mit seinen grossenVortheil/derVestung aber höchsienSchade n/genom- nen. Folgenden Tags ließ er durch des FurstenBartshai abgedrun- Fordertd,'« genes Schreiben / so er durch seine Leute hinschickte/ die Besatzung zur Desiung Ubergab vermahnen / mit Vortrag/ daß / wofern sie sich gutwillig er. °u> - geben würden/ alle das Ihrige ihnen mit Fried zu besitzen sollte vergönnet werde»/ wo nicht/ sollten sie nichts als den btttern Tod zu gewarten haben. Die darinnen gaben zur Antwort/daß/wann man ihnen schon AEsrtve. etwas vor verioffner Zeit/ wegen etlicher Begebenheiten vorwerffenr-rmv«r wollte/ sie doch nach den allen für wenig Tagen/ von SreidiAchmetVestm-g. K f Bassa 226 Röm. Rnyserl. kNaj. und ders hohen Allnrren BaM/zuGnaden an-- und angenommen wärrn/d/ffenV-rsicherms^ Brief sie noch aufzuwnsen hatten/erklärten sich auch für des mächtia- sten Kays-rs getreue Unrerthanen/baten deßwegen/daßersiedochM keiner Belagerung bedrängen wollte: Wofern erd-eftlbe nicht aufhr« den w«.de / wollten sie gemeldten Szeidi Bassa Eio-Brief an ein- Stange beraub hangen/gewifl/r Zuversicht/daß GOtt solchen Mei»- Eid nicht ungerochen lassen wurde. Dip Vorwenden nun/wiewol es ziemlich gegründet/daß sie nein- M zum erstenmal von SzeidiEassa zu Gnaden aufqenomm - - waren word-n/ auch den Unter-Sporn- dcrWaradeiner Sp- alnjchaff: Bel- duai Mar»on/ >nit etlichen Compagnien denselben wider d- n Raaozi dargesiellt batten/ und als sie hernach diese ihre Reuter/ so siegleichs-m zum Pfand der Treue dargeliesert hatten im Stich gelass-n / aber mal zum Raaozzi gefallen / und nach dessen Tcd zum andernm lzuGna- r den wi: der ausg-momnien und derselben mit einen Evd- Briefw rsichert wo: den waren/hatte doch solst-e/zssicurmion bev den AlY'Bassakem A.chh n nicht' wi'-di/slbe letzte von Szeidi Bassa ihnenware erteilet worden/ da er allbereit/ (wiewol unwissend) völligäeZi-säntgewesen. Wükcklicher Weil aber Ali Basta sähe/daß sich die Besatzung zu keiner Nber- Angrjffvie- gab verstehe,! wollte / führte er vor der Sonnen Aufgang / gegen der ferVesiiMg. rathen Pastey eine Schantz aus/ und fieng an dieselben mit l r. grossen Stücken zu besch-effen welches doch/weil d>e Kugeln mststemkeilskey- hin flogen / geringen Schaden zusügre. Mit diesen war ernoch nicht vergnügt/ sondern ließ die andere Schantz/ aus den jenftrt des Korosch - Fluß gelegenen Vvrg/bürg Ablaküs/gegeuMittern-.cht ausweissn/ daraus er mit zo. Falconetm das innerste Schloß i p. Tag lang / wie- ws! von w/gen der beyhm fliegenden Kugeln mit geringen Estect/beschossen ' bis er endlich in der dritten Wochen die Fehler in acht genommen/ die Stücks etwas niedriger richten lassen / und also die m die Höhe gebauettn Mauren/der mnernVesiung dermassen überemenHausi ftn schoß/ daß die von der Besatzung/ und ein grosser Haufdcr wehrlosen Weiber und Kinder / wiewol fast mehr von denen zersprungenen Stein - Stücken / als des Geschützes-Kugeln / jämmerlich erschlagen wurden - welches dann die erste Niederlas der Besatzung gewesen. Indem nun deß Ali Bassa seinen Fürnchmen nach/die Sachen etwas langsamer von statten gieugen/ und bereits l oso.der Geistigen/ ob ec schon weit davon laa/niedergekugelt waren, ergrimmte er hefftig/ richteke daraufdie dritte Schantz/ von der Sonnen Aufgang gegen der Gold Pastey/auf Ungarisch Aramas geyenntt/an der er dem elnen Trr'l»mph-Icuchrende»l RriegnHelmsDrLrterTheil. 227 mit Erden b . deckten Gang/ von solche W ".te ausg°hölet/daß an etlichen Orten/ tausend Janitscharen beyeinander stehen möchten/und we, der gesehen noch verletzet werden konnten ; durch welchen geholten Weg er dann in eigner Person mit vielem Volck/ bis an den Laufgraben der Vestung schantzke / schlug auch sein Zelt selbst hart an den Gra, den / und nachdem er in der überaus weiten Schantz viel der großen Stücke gepflantzet hatte / beschoß er von dorther die Gold und Roth, Pastey/ mir grossen Schade» der Besatzung und der Mauren / etliche Tag lang. Doch ließ die Besatzung/ auch bey so grossen Unglück / den ME nicht stucken. Demnach richteten die Türcken die vierdte S^antz von Mitternacht auf St. Stephanus Berg auf/ woher sie nach Wost gefallen die innere Vestung mit grossem Schaden der Besatzung beschießen könnten.NochzumUberfluß führten sie auch die sünffteSchantz bey St. Petres Berg aus/daher sie ebner Massen die innere Vestung nachBelieben besihiessenkonnten. Dochwehreten sichdieHungarn/ auch bey so gefährlichen Zustand / aufs allertapffersts. Endlichen ließ der Baffa in Gegenwartseiner Ossicirer/ alle Constabel oder Stuck- Meister zusammen ruffen/ (welche fast ave Welsede Mamelucken waren/ so aus Lust und Begierde gutes Solds/Christum ihren Heren ver- laUMt/nnd denMahometischen Glauben angenommen harten) dieselben fragt er um Rath / wie doch der Vestung bester beyzuksmmerr fty? welche alsobald antworteten: Daß man weder naher jchantzen noch miniren könnte / bis so langdas Wasser aus dem Lauffgraben ab, geführt würde. Deswegen legte der Bassa nur allen Fleiß darauf/ wie er das M BW, Wasser irgend hinab leiten möchte/ ließ derenthalben vor der Gold. lässtvas Paste» über 20. Tag und Nackt/ mitgrofferMah der gantzenArmee/ Wals-"--« einen Graben aussühren/wodurch er den meisten Theil des Wassers ^ im Köröfth Fiuß hinleitete. Jedoch war noch viel Wassers im Graben übrig/und gemeidte Hindernüß den Bassa noch nicht alle wegge- raumt. Aber die Unaarn wurden sehr traurig und bestmtzt/ als sie sahen daß das Wasser je mehr und mehr zusehens abnakm. Unter, dessen war eine / zum Schaden des Siebenbürgens geborne leichtfertige Ungarische Hure/so vor wenig Tagen von denen Turcken gefangen worden / welche sich verlauten ließ/wann man sie aus der GesangnüS loß lassen wollte/ könnte sie wsl zeigen/wohin man das Wasser aus den Laufgraben gantzlich abgeführet/ als Fürst Betlen Gabriel/die sogenannte Betlen-Pastey/ von Grund aufgebauet hatte/weilnsie damals bey des Schlosses Hosrichter eine Dienst-Magd gewesen/und zugesehevhade. Ff st Dich - 28 Röm.R ayftrl. Mas, und dero hohen Alltt'rren Vcrkäthe- Diese lose Hur nun ward mit grossen Freuden zum Ali Basia reyrE. geführet/ der ihr die Freyhrit versprach/ sie daraufmitdenTürcken/ rciDtstungden Ort/ von dem sie gesagt/ zu zeigen/hi nschickte; wurden also die W-rgprm. Turcken von ihr unterrichtet/daß sie von den Flußlein kscs an / ger-d aus die so genannte Betlen-Pasley einen tiefen Graben führten/da- durch das übrige Wasser sich gantz und garvsrlief. Welches dann denen Türcken nicht weniger Freud/ als hätten sie die VestUng schon einbekommen/denen Ungarn aber grosses Leid erregte. Durch dieses Mittel bekam der Ali Bassa wieder eine Hoffnung den Ort zu erobern/ daran er sonst verzweiffelt hätte: führtederowegen die sechste Schantz auf/ wider die so genannte gestammelte Pastey/aus welcher er die Be, satzung diesir und der Gold-Pastey/ dermassen mit Schiesssn bedrängte/ daß fast niemand für dmKugel-Hageldaselbststehen konnte/und damit er au ch überdas nichts unversucht lassen möchte/ warffer ausdes Grabens-Rand/ abermal eine Schantz auf / darauf er zwey grosse Stück pflantzte/ mit welchen er der Gold-Pastey Casamata/als von welcherJhm und den Seinigen viel Schaden zugefüget würde/nach/ dem er derselben Obristen erschossen/ gantz untüchtig machte. Den za. Tag aber der Belagerung / welcher war der 14 Aug. Neues Calenders Ao. 1660. / begab sich ein von grossen Eiend wol denckwürdiger Zufall in der Vesiung.Das vornehmste Zeughaus/dar< innen einer grosse Menge Granaten/ Feuer,Kugeln/und anöerezur Osfenston einerVestung gehörige Sachen/dazu auch viel Pulver ge, halten wurde/ ward des Unter-Hofrichters Aussicht anvertrau«. Dieser nun hatte einen von der Besatzung mit allen seinen Haus-gesind/ in sein hart an den Zeughaus liegenden Haus eingenommen: als nun ge« meldter Unter-Hoffrichter zu unterschiedlichen malen in das Zeughaus gieng/folgten den okngefthretlicheausdeffenin sein Haus gezogenen Gesind/ miteinem Licht nach / deren einen das Licht aus den Händen Zeughaus fiel/dadurch dieselbe Feuer-flammende Materie/ in einen Augenblick »n Wara angezündet / und das gantze Zeughaus mit dm benachbarten GeiM/ mehr als i oo. Personen/ in erschrecklichen Krachen von Grund Rrand aus gesprengt wurde. Welcher Verlust auch dev friedlichen Zeiten/ viel iooo.fi. zu schätzen/in so bedrängten Zustand derVestung abtt unschätzbarer Schade billig zu nennen ist. Unterdessen ruckte Aly Bassa mit seinen einmal von denen Un, garn zertrümmerten nun aber aus das neue mit überaus grosserMu« he verneuerten/ Merck/ bis an das vorige hinzu/ daher er eine Mine bis unter die Gold-Pastey führte / welches auch dis darinnen gleich merckten/ deswegen Rath hielten/ wie sieden Feind conn-am-mren moch« »71!«-. !»^u WÄi. jM, Lüixs nil^L ^?i7- 17!^. Üv-^H >12.'» :e.' _Tt ilrmph-lettchrettdett Rriegs.HelMs DtirretThei!. 22- möchten- Weil aber die Vesiung unter Commendant Gyulat Fe, Mangel der renz / für wenig Tagen/ um eins geringe Ursach/ den besten Constabel abgeschaffl hatte/so war diß der gröste Mangel/ daß unter allenBüch- ö«m ^ ftn-Meistern / ob sie schon die Stucke zu richten gnugtam verstunden/ * keiner ausdas Granaten Werffen, deren sie eine grosse Anzahl hatten/ noch auf das Minen führen abgerichtet waren zeintzig allein war ein Fürnehmer von den Ungarischen Adel Ibranyt Mihaly/ ein Mann von aller unverhoffter Tapferkeit / in der Vestung/derselbeerstatM- nicht nur derer Osscier/so sich aus dem Sraub getragen Hatten/Aem« rer/mir vieler und frischer Muh aufaklen Seiten/ sondern unterstünde sich dazumal eine Mine wider die Feindliche zu führen: als er aber zu dem Ende in offt gemeldter Gold-Pastey/aufwelche der Feind minirte/ anßeng zu graben/ hielte die Erde darinnen/ als welche nicht recht dichte/ sondern anderswoher dahin geführetwar/ keine Minen/ sondern fiel alleweil ein/daß man also recht tief hinein hättegraben müssen. Nun aber war der Besatzung Arbeit/ ohne das zweyfachoder wol dreysach vermehret/denn sie im Anfang derBelagerung nicht stärker waren als 8pc>. Mann/nunaberitt6cro. bestunden/welche auch in so weiter Vestung dermaffen zerstreuet waren/ daß kaumihrer ss viel/ daß die ermüdete durch frische abgelöst kunten werden. Wie- wol ihnen die Weiber und Jungfrauen / deren doch nicht viel waren/ so wol mit Kriegs-Sachen als anderer Arbeit / zimlich an die Hand giengen.Uderdasminirte derFeind über die rorhePasiey glejcherWeiß / welchen sie auch gerne begegnet hatten/ also wäre die wenige Besatzung viel zu gering, auf so viel Theile/ solche grosse Sachen zu richten. Wurden derowegen derTürckenMinen den 24 . August, zugleich Mine» angezündet / liefen auch also nach des Feindes Wunsch ab/ baß das gantze Schloß davon erzitterte / und der rochen Pastey Mauren mrt ^ schrecklichen Krachen zuGrund umgeworffen ward/ dadurch der Feind io. Ellen breit Platz zum Einsall kriegte. DerRiß an derGold.Pa- stey ward nicht sogroß/jedoch daßeineCompagnie leichtlich hatte auft steigen können. Auf diesen Ausgang nun warme der Bass« mit Sturm-fertigen Volck/ und damit er die darinnen desiomehr mochte voneinander zertheilen / gebot er 6oso« die gestummelte/ aber von ihn ^Tür«r«n damals unberührte/ Pastey/mit Leitern zu besteigen/ allfder andern sturmen, ließ er einen überaus grossen Haussen der Seimgen/ welchen er die köstlichsten Verehrungen verfprochen/wann sie vieVestung zu erst erobern würden / über die eingefallene beyde Paftey-Mauren einen Sturm versuchen. Welche dann die Mauren so behertzt stürmten / daßgan- tze Compagnien zum andernmal/ mit vielen Fahnen beyde Pasteyen er- F s iij stiegen Verven ah er ritterlich abMn« b«n. Mihaty Wirdtödt- lichver- wunv/, Lzo Röm. Ra^ftrl . M as, und Dero hohen Alliireen stiegen/wurden aber gleichwol von der geringenBe?atzungherunttrae- schlagen/ and etliche Fahmn erobert. Dann auch bas Wetbs-Volck/weder ihrer Männer noch ihren', gene Wunden damals scheuete/ sondern halffen mit heissen Pech/heiffen ' Wasser / und Steinen den Feind behertzt abkreiben/ dadurch di. Wenigkeit der Besatzung dann nicht wenig gestarckt wurden. Dieses Sturmen nun wahrte von Aufgang der Sonnen/bis um r r.Uhrzu Mittag: Noch wurde diegrosse Menge der Türcken von so wenig Um garn/manniich abgetrieben: dann sie selber bekannten/r aß ihrer übcr 52200. zum Sturm gelausten seyn. Die aber so die Mummelte Pa, steyangeloffen hatten/wurdenleichtlich abgetrieben/ weil keine Leiter derselben Gipffel erreichen kunnte. Diß war des Sturms Ausgang. Doch kostete diele Victoria die Besatzung auch viel Blut/sintemal die Tapfersten meistentheils/ entweder blieben / oder verwundet wurden. Wie dann auch der Großmüthige Held ibranyl MbZii, als er an der Sp'tz tapfer fechtend / den Feind bis durch der eingeschossenen Pastey Lucken hinaus schlüge / so tödtlich verwundet wurde / daß er noch selben Tag seine Seele GOtt/ den er sie aufgeepsstrt/ausgad. Nach dieses Hinfall/vergieng der gantzen Besatzung alleLust zum fechten. Es waren nun ihrer nicht mehr als dreyhundert gesund/welche geringe Anzahl aber den M) Basta unbewust war/undverzweiffelte er dcßwegen fast an der Eroberung und seinen eignen Leben / und war so betrübt / daß er für grosser Ungedult sturen B art rauffte/ weüer der Jamtfcharen Obersten General/ seinen eignen Kantzler/ viel von Adel/ und von gemeinen Soldaten mehr als ZoOO.denSturmüberverioh- ren hatte /darzu seine gantze Armee/und vorneml-chdieJanitscharen/ sich kören liessen: wo sie noch aufeinen und letztenSturmdieVesiung würden eindekommenn/ wollten sie nicht länger da bleiben/sondern dm Alv Baffa selbst/jhrer da umkommenen Mitbrüder Seelen / ausi opffern. . Als nun AlyBaffa/von wegen derEeinigen und seines eignenre- bens/dermaffen beängstigt war/gebot er fernen gantzenKricgs Volck/ Holtzbindel zu sammeln. Da sie nun solches mir wunderticherGe- schwindigkeik verrichtet hatten/ ließ er aus allen Schantzen ausdieVe- stung Feuer geben/und fieng an dis sehr breite Dchautz/welche er der rothen Schantz gleich erhöhet hatte/ fortzurücren / weichen Vorhaben die darinnen zu widerstehen/wegen überwachtes (Hchiessen von allen Seiten/und mehr als lvooO.Janitstharenunaushörtichen Platzens/ keine Möglichkeit sahen. Muffen also gemcldts Pastey stlberzu Po- __Tri umph -l cuchrendettRriegs-Helm sDvrrrerThe«. -zs den schieisen : weiln gedachte Schantz nun nichsweit davon war/ und durch neue Graben und auf derer Rand aufgcworffene ropo 6 tion erkiaret/daß sie zwar ein gewisses Geld Quantum zu Ver- ^ ^ "^.pflegung derKayserlichenMilitz/hergeben wollten/hingegen aberkennten sie sich zur Emquarttrung der Soldatesque/und zu Einräumung fester Plätze nichtverstehen/ wollten es jedoch mit gewafineter Hand Antwort auch nicht verwehren / sondern es GOtt heimsteüen. Woraus der dwtzertzogs Hertzog ihnen geantwortet/ so fern sie ihn in Clausenburg nichtemlal- sen wollten / hatte er schon diese Schlüssel/ (aufdk Mtiglerie zeigend) bey sich/mitdemnersichThür und Thore machen könne. ^Wornit also die Oeputirten wieder zurücke / und Herr General Scharffmmrg/ samt dem Obersten Kriegs/Commissario /Herrn Baron vonFülttn, Han / mit Jhro Hochfürsti. Durchl.des Hertzogs endlicher Reiolution/ und neuen Fürschlägen zum Fürsten in Siebenbürgen nacherHerwE siadt abgefertigt. dÄ Ms vsrs ru sg A ri v l l a l>, § au l>tz unl berj tm> ben ihm Ach rktti Eta lis b> Triumph - leuchtenden Rriegs-HelnivDritter Theil. zz z «cchtk! ti'k!!- Zrelir «re?a ik» «s^ «t»r -,^ö' S! ß Die Armee aber setzte geraden Wegs nacher Clausenburg sort/Die Arme asswo sie endlich/ nach einen durch Berg und Thal verrichteten vek-M^ drüßlichen March/ angelangt/ und der General Caprara mit einigen^, Regimentern bis an die Stadt gegangen / welcher die 'Einräumung Derselben begehrt. Weil aberdie Einwohner um einen BedenckungS- Termin/ und zugleichgebetten/damitöie Armee nicht über das Was, ser Samosch/ nächst der Stadt / pastiren möchte / um denRuin der Vorstädte/ welche in rfOo.Häuserndestehen/zuverhüten/ als benachrichtigte ermeldter Herr General/ hievon Jhro Hochfürstl. Durch!» und lresse die Armee disieits des Wassers halten. Hierauf begehrten die von der Stadt/ durch ihre vier Deputiere einen Ternnn auf f.Wo- chen/ aufdessen ablolmL Verweigerung aber nur auf s. Tag. Weil aber seine careZorische Antwort/wachste zu thun gesonnen warm / vers langt/unmdessen auch dieJnsanterie/andieStadt zu rucken beordert/ auch die versperrte Thor mit Dragonern befttztworden/ergaben sich die Jnnwohner also gleich in Kayserl. ?inr-Qion / und lieferten die Stadt Schlüssel aus / armebenst ersuchend / daß ihre Freiheiten so wolin?unÄokiellZlom8,als denenkoiitwis,unbekränM gelassen: dann auch die bey ihnen befindliche vorhin geweste Rebellen und Deserteurs begnadigt werden mochten. Dieses ihr gethanes Ersuchen bewilligte Jhro Hochfursll.Durchl. Clarss««. und besetzte hieraufdie Stadt mit dem Seremfch und GmdoStahren-Harg bergischen Regiment / welche mit fliegmdMFabnen/brenmnden Lun-Mi 7» ten und klingenden Spiel/unter Herrn Obristen Gm'do von Stahren-^,, * berg / welchen das Commando selbiger Vestung aufgetragenworoen/ ihren Einzug genommen. Damit auch die Einwohner nicht gleich Anfangs zu hart angegriffen/ und »ebendiesen auch andereOrt erschrecket werden möchten/besehlichteJhro Hochsürstl. Durchl. dieser neuen Besatzung zum Verpfleg etwas Geld auszuzahlm. Diese Stadt Llausenburg ist die siebende unterdmen wutschen Wann, Städten / und wird Ungarisch Coloswar /lateinisch aber Claudiopo, S-usm, lis benamset/ welchen Lateinischen Namen / sievontzervii. ciauchg, so mitdenZunamenpia Lc6äeils(dleFrommeundGetreue) geheiff n worden / erborget. Dann derselben SteimSchnffren eme ist/'zuWeissenburg in Siebenbürgen / in des Viacom collosiensis Garten/ dieses Jnnhaltsgefuudenworden. Gg 2 Z 4 Rö'N. ^a>?tcrt Nlas. und ders hohen AUiikten S"i» Schnfftz» Weiffm- bürg luSie» brnbürgon. ^Ll0 LLLLO Lcr^k. OLC. e»k Triumph - leuchtenden Kriegs Helms Dritter The il. rz 5 die eine Vorstadt/ die Mo nostor-Gassen genannt/ da sie ein Monoster oder Kloster und Gymnasium haben. Alle Victualien/ Wem / Fletsch/Fisch/Vogelwerck/und Wild-- Btckua«« brät ist daselbst wolftil/ darzu wird ein schönes Brod daselbst gebacken/ Zwölfe« dessen ein Laib zwev gemeine uberwigt / ist aber mit Saltz und Knetten so gut zugerichtet/ daß alle krcguilrta der Artzney-Verständigen daran zu finden seyn. Die vornehmen Weiber dieser Stadt/ tragen aufden Köpffen so grosse Schleyer uberden Hauben/als die NürnbergerWeie ber-Hauben seyn/ welche sie von der Gleichförmigkeit einer grossen Meer-Schnecken/ c«nck heissen. Daß die die Römer einen festen Sitz gehabt/ bezeugen dis noch Al" MeA hin. und wieder sich befindliche lnscriptiones, die den Alterthum nach An R"°* selbst ihre ehmalige Beherrscherin Rom überlebt; wie dann über dem «,«»»/ Thor-Portina genannt/ da man über die Brücken hinaus gehet/folgru, de Inssriptiones befindlich» ! /. O. LI. ll^?. HbHObllbN, L7- lVl. ^UXLLH 6^8. Klll.si'k:8 c0br8i8'rLbs- ^L8 lvlUbNLidio?0- 8 ULKUbH. Eben auch bey selbigen Thor ist folgende zu lesen: t-tr-- Äk-S v. rrr. x. n.lo vix xxvm. kiL. LlLLXO V. ä. m. ?. O^- ci^nr .18 OL. LL. C 0 L. r. e. !- In den Dominicaner Klost r/ so inderMonoster-Gasseanzu» Mffen/wird der Alterthum liebende Nachforschender diese entdecken. G g ij l^k- 6 Röin. 2^«yserl. tNaj. unv dero hohen AUürccn 0 ?HiV 1I 88- V8I^ po»?-. äöHObllNL k. Ol VI 8l-;- vKi^kir co ^uo. c080^I^ VL IVlk^ L^8. kL^rttLCL OI- VL NW weit von. diesen. Qttentsemet/ m eben selbigem Closier/ ist Mender ko^LU^ ^u6. c. ^u- ! 8.88LU 8- I N UL rLve«. ^uoz. GMirG Uber diese Altenchümee zeigt man auch noch in der alten Burg/ -aus r«A yas Geburts-Haus des berühmten Ungarischen Königs / Corvini; »ink. verändert/ und erlöschen«. Es pfleget sich der Siebenburgischr FM jährlich umdieWeynachtz-Zeitdasrlbst mit seimrgantzenHsMaltung/ etliche Tag auszuhalten / und der Solennitat/ desalsdann daselbst haltenden Land-Gerichts (wiedann auch andere Land-Tag mehrmals zu Clausen bürg werden angesiellt) beyzuwohnen». Btgebm-, An» rfi4. hatvordieser Stadt/ ivliiinncLVavvväa-' lein alle angewandteKraffte waren ohnkrafftig- Biß drey IM da^ nach der aufgeworffene Fürst. Moysrs ein Zacklrr/ oder Zacket/ bis Stadt Clausenburg belagerte/unddaseimLageraufdenHügelgegm Mittag / auf Mlcher Seiten, dir Stade- Maurr keine Graben hat/ aufgeschlagenDas andere Lager war nahend dev Brücken/ über welche man in dis Vorstädte/ so gröfferals die Stadt/ und um dieselbe die Weingarten styn/ gehek. Am achten Tag der Belagerungergäbe sich dieStadt/und hielteman Venen ausziehenVenDuMrnS»n Uten Glauben/und begleitete sich nachMmar» ^ AtkiL-v». ^ Trmmpy-leuchre nven^ rtey»-H elme Drirrer Lheil. 237 r Äö. 1660. wurde alldier/ohnfern von derStadt/der Slebenbür- 7 gischeFürstRagozivon denSzeidiBaffa geschlagen/sein merstesVdlck zu Fuß much alle Munition/verlohren/und von izo. Standarten nichtEradtao ^ mehr dann 2s. behalten/ ja er Ragozzi selbst aufden Mi Pferd tödMch Magmi- ^ verwundet / davon gebracht; und hat dieser Fürst in die rechte Seite einen Schuß / in die Lmcke aber einen Stich/ und aufdas Haupt dre

WoraufsichHerrGeneralDünnewaldselbstenaufdasSchlöß/ Dünne« solches za besichtigen begeben/allwo sich noch etwas Proviant und Ha-walb bcßch/ Kern befunden / nebst 4. grossen Stücken / und darauf^. Compagnien ^ L>rav„ ' Besatzung hineingetstan/unddann aus fernere guteKundschafft/ durch °' dasGebürg mit beschweriichenMarch/wegen derStücke undBaZage/ f.Tagemarchirt biservorersterwehnteStadtPossegaangelangt/all-Tür»«vve<« wo aber die Türcken seine Ankunfft nicht erwartet/ sondern nachdem lagen PO sie vernommcn / daß der Kayftrliche March dahin aienge/ haben sie nsa« ^ felbften die darinnen wohnenden Raitzen/ so meisten Kauffleute/ aus- ^plündert / und solchen Raub/ metlich roo. Wagen bestehend/ mit sich in höchster Dle gar über die Sau falvirt. Obnunwol Ihr Excellentz mit der Cavallm'e selbigen schleunigst DLnire- V nachqesetzt/ und vermeynt/ selbige noch einzuholen/ war es aber schon wald sitzt ^ spätst/ und haben dieselbige/ die jenige Schiffe/wormit sie sich in die dmTür»m Flucht gemacht/ gufder andern Seiten behalten. Damit man ihnen "ach. Röm . Rayser l. Mas, und Dero hohen All,i rren uicht Nachfolgen könnte / und unverrichtet Sache wiedelumkchren müssen/ also diese von ihnen verlassene Stadt mit s. CompagnimFuk- Vslck und so viel Dragonern besetzt. Auf den Schloß haben sie e kleine Stucke gefunden/ und etwas Munition/ in der Stadt aberForn ragegenug/ das Land an sichselbsten ist mit allen.Früchten/Wein/ Korn / Allerhand Obst/ überflüssig angefüllt/ und schon völlig alles an, gesaet/also daß sich die/diß Lands befindliche/Besatzung erhellen kan. -Possegawi« Possega aber ist die Haupt-Stadt in Sclavonien/ liegt zwischen sie vsr die, Hem Gebürg und der Sau aus einem flachen Feld / so IO. Meilen lang sein genen, und breit. Wegen der ungemeinen Fruchtbarkeit ward sie vorZeilen Valeriana a Valors (wiewol etliche meynen/ daß sie also vonValeriano der diese Provintz zu seiner Zeit sich unterwürffig gemacht) genennet. So wäre zurZeit desSirmischenFürstenLiudiviti/so dieselbe beherrsch, te/ in einen trefflichen Flor/und zehlt man in selbiger über looo.nach Lands-Brauch kleine Hauser / und wird im Gezierckgrösser alöWien geschätzt/ aber nur mit schlechten Mauren versehen. Gelegen- Das Schluß liegt auf einen zimlich erhöhten Felsen/ affrvobin de,k des in 4.bis 500. meist von Christen bewohnte Dörffer / contribulren / Schlvssesjuworunter das obengemeldte flache und schöne Posegsr-Feld begriffen. D§x Erb-Feind hat diß edle Land von 1526. nachdem er die Stadt Sirmiumerobert/besessen. An. 16oz.ftynddieTeukscheundCroaL- sche Grentz-VölckerinselbigesTerrilotium eingefallen/darinnen gk- meldte Stadt Possega/nebst in z oo. andere Marcht und Dörffer/geplündert/ einaeaschcrt und unbeschreibliche Beute eingebracht. Uagarnge- Bey so Sieg-bereicherten Zetten/ daSiebenburgen undSclavo- h-nfür Pa- men Mit wucherte/wollte auchHungarn nicht ohneSiege seyn; derhal- denObristArizaga/mitZuziehungderbenachbartenVestungs-Guarni- sonen und andern Mlckern/seinHeil aufPolotta zu wagen/vorgenom- Eder dann auferhalteneOrdre dahin ausaebrochen/und anfänglich ei- nigeTrouppen vor dasSchloßTschakau rücken lassen,'worinnen 2000. Arikraa-n- Türcken gewesen / welche sich nach s. eingeworffenen Bomben / aus vbrrkTscha- Gnad undUngnad ergeben/wiewol man darinnen an Victualienfast kau. anders nichts als gedörrtes Obst gefunden. Worauf gedachter OK risi nach Palotta fortgerücket / da er/ in Vereinigung des V>ce- Generals Esterhasi/fottgienge/welcher letztere den 17. Octobr. ange- langt/ und mit -Oos Angarn zu Roßund Fuß für die Vestunggerw rket/und die Heyducken i oo. Schritt vom grossen Rondel Posio lassen lassen: welche dann tapfer in dieVestung gefeuert; wiewol dieL«k cken scharff antworteten/wobey auch s.Heydittkentodt blieben, welches bis dm 19. besagtes Monats wahrste. . Triumph,leuchtenden Rr iegs-Helm s Dritter The« 24! Ais nun die Türcken fragten was dieses bedeuleke/vnd die Antwort erupfiengen/ die Vcstung zu erobern/zu welchen Ende die Deutsche mit Stücke und Feucrwerck folgten/ begehrten sie Stillstand und vermeldeten / baß se/wann dem also/keinen Schuß mehrzurhunver- , langten. WoraufdanndcnLo dieses/bcy desHerrnOdristenArieza- aaAnkunffr/ein TeutscherundUngarischerOfficierhinein/der mendant aber /unb ein anderer Türrk heraus geschickt worden/welche letztere demütig geberten/ ihnen mit Weib unvKind in Türckey zu gehen / zu vergönnen. So auch dem Platz unverstört zu erhalten/ ver- wilstgt ward. Zogen also 67. wehrhaffte Türckcn/ 97. Weiber und Z9« Kinder / samt deme / was ieder ausser der Baarschafft tragen mögen / aus / und nahmen ihren Weg nach Ofen / so dann bis in das Türckische Gebiet sicher convoyrt zu werden. In besagten Palotta hat man acht Stücke / aber wenig Viclualien gefunden. Dieses Palotta ist eine Vesiung in Nieder-Ungarn/ irgend ein Befchrei« paar Meilen von Vespern / und vier Meilen von Stulwerssenburg.bu"sr>er NicolZU! Vilacji.üu8 hat es erstlich als ein Lust-Haus aufgeführet / und aus sondern Belieben mehrers in einem Thal/ als Ebne/erbauet. Des- ^ " sen Sohn Laurentius vermehrte cs folglich mit Gewölben / Schwibbo, gen und Sälen / bis es endlich mitZuziehung der Pasteyen/ Rondelle/ Mauren und tiefen Wasser - Graben / zu einer Vestung erwachsen. Die Gräben sind sonderlich tief/ darinnen beständiges und gesundes Wasser quillet/ so den Tbeil gegen Morgen und Stulweiffenburg/ gleichsam wie mit einem See/ befestigt / da der obere Theil gegen Mitternacht hergegen dünne und ohne Wasser ist. Und ist dieses eben die ftnigc Quelle/so Stulweiffenburg in Morast fetzt. Anno 1565. belagerte sie Arslana Bassa zu Ofen ^.Tagelang/ währender solcher Zetter bieMaurenfafizuGrundgeschoffen/dessen »hngeachtderdarinn liegende Commendant/Georgius Tdurius tap-* fer sich widerseftte; als aber «ine starcke Parkhev von Raab/ um Foura- ge cinzubolen/ ausgienge/ und der Bassa selbige sehend/in Meynung war / daß sie den Ort entsetzen wollten: hat er schleunigst die Flucht genommen / denen Christen ave Zelte/Stucke/ vieleVasser mit Meel und Pulver hmterlassend/daher auch hernach Arslana aus Befehlet, des Türckiscben Kaysers Solvmanni umgebrachsworden ist. An. 159;. käme S'nan Bassa von Ofen dafür/beschösse sie etlich Tag/worinnen Petrus Ordinunbi/ ein Hungarischer Hauptmann/Commendant wäre / der sich ausZagheit ohne Noth/(dann erst nur ein Mann darinnen todt blteben)mit derconöttion ergeben/daß sie srey abziehen möchten:!» H h der A4, ^cöm. >>av;crl.rnaj. ttttvDsro hohen Al'mrren der^^siszw-iHerlprochen; als sie aber abgezogen/ siyad sie alle/Hs auf den Commendanttn / und 2. andere/so die Türcken gefangen behalten/medergemacht worden. FunffJahrdarnachz/amendieChch fien mit groben Geschütz vor die Vestung/ da sich die Turcken gleich er- geben / und mit Sack und Pack ausgezogen worin« sie i4>Etück/ Lo. Tcntncr Pulver und anders hinter taffen. Die Wuth trieb die Türcken 160z. wieder dafür/allein ihre Anfälle waren vhnkräfftig/bis endlich nach vielen Jahren sie dannoch der Barbarischen Regmung eigenhändig gemacht worden. Dieser neu-eroberte Platz Palottaistmit zoo. Mann besitzt/die sndernVölcker wieder zurück in ihreGuarnisonen geiaffen/ein und anders Regiment aber nach Preßbura beordert worden/aüda/so lang sich Jhro Kayssrl.Ma/. wegen derKronung aufhalten würden/dieWacht EntschE ;u halten. Diese Krönung war eine Zeitiang über den gesetzten Ter- gungendrr min aufgefchoben worden/indem täglich Entschuldigungs-Schrcibey üllgarnw-- vondenUngarischenMagnateneittlangten/welcheden angesetzkenKrö« M lver nungs-Termitt für zu kurtz dargaben/ und die Weit-Entlegenheir etli- Ärsnuns, ch-x Gespannschafften/ und die einsakende Weinlese / als welche ihnen das meiste Einkommen zinste / zur Abweftnheiks Entschuldigung sür- schützten. Endlich kam diegewunschk angesetzteZeit herbey/an welcher die Abreise von Wien für sich gehen sollte. Die Bediente und Bagage gieng voraus / em Herold desneu ankommenden Glücks zu sey«: indeme aber'indeffm Wien/durch ihrer Kayserl. Mas. alsJbres höchsten MonarchsnAdwefenheit i'nTra-uergeftHt/wardHerrGrafIöWr slsirgnädigst/ bis auf die Kayserl. Wiederkunfft/ zum Wiemrischm Stadthaiker öerlarltt' Kaystn.M- WorausJhro Kayftrl. Mas.den 29. Octobr Ihre Wohn und rrtse von Thron-Stadt auf eine Zeiklang verlasst n/un d nachdem Sie sich Mit» Wie«. tags zu Ebersdorff mit einer Jagt belustigt / zu Flfchwert das Nacbt- K^riick,- kager gehalten / folgenden Tag aufden Kitzner Feld/des Königreichs M-nstät Grentzen betretten / unweit der Stadt Presburg von Jhro Furstly Ankunfftzu chen Gnaden/Herrn Palatins/vielen Magnaten/undgesammten Pkesdurg. Ständen demütigst empfangen / und durch den Ertz-Bischeffvon Gran/Georg SMeni/in Lateinischer Sprach mit einer erfreulichen Gück-undAnwunsch-Rede bewisikommt worden/dcmeErtz-Hertzog Joseph hinwiederum solche gantz Sinnreich beantwortet/und durch die ungemeine Anmut/ womitEr solche fürgekragen/ vielen anhorenden Freuden-Tbranenansgcprcssek. . . NachdieserAnkunffts-BeglückwünschungerfolgteNachmittags um 4' Uhr/ der Einzug folgender Gestalt: Unter derSluckeLwn- Triumph,l euchte,iden R riegnHe l ms DrirrerThei l. 24; nern machten den Anfang zum Emzug/ etliche Kaysert.Emlpännmger/ K"Mich« denen verschiedene Caroffen folgten/daraufTroupven Weiß von de- nenGespanschafften ubgeftrtigke Edelleute undHussaren/und abermals ^ entDiede diese von denen nachfolgenden emezreml'chrAnzahlCaroffenr D mn wieder eine Trouppe Ungarn samt ihren Führern/denen ebenfalls eine Menge Caroffen nacheilten/hieraufsahe m m z r. Maulthiere mit KavsM. Bagage beladen / und dann nochmalu eins Menge Caroffen/welche viel Ungarische Bifchoffs enthielten. D^sen folgten des Hungarischen Herrn Palatin r. junge Söhne/die in Begleitung 2. prachligst gezierter Ungarischen Hand-Pferde/ folglich4. Trompeter/ samt ihren Paucker/ und eine Compagnie Hun, garn mit entdlösten Sabel / undihren Standarten nach sich zogen; WoraufabermaldreyTrompetermitihrenPaucker/undHcrrnGkaf/ Antony Palffy/ Qber-Kron Hüter mit einer Compagnie Edelleuten/ unter einem blauen Standarten mit vielen blauen Copie Fähnlein/ alle mit Pantzerstechern versehen / unter klingenden Spiel/vor denen auch fünff/ an Gold und Sielber-schimmerende/Hand-Pferde geführet wurden; Dann wieder 2. Trompeter/ein Paucker / und eine Compagnie Ungarn mitLantzen; und abermal drey Trompeter/em Paucker/ und eine Ungarische Compagnie. Zuletzt kam Herr Graf Adam Budiani/ nebst r 50. Edelleuten / die mit Tiezer-Häuten und blossen Sabeln in der Hand aufzogen: denen folgten f. kostbare aufgeputzte Palatinische Hand-Pferde/zwey Kayserliche Einspänninger/dre» Kammerwägen/und ein trefflich ge, zierter Wagen / welcher Ihr. Fürst!. Gnaden Pakatinum/Grasen Erdö-!/?r»liäem csmsrL,UNd GrafOraslco^vir, ^uciicem curi», enthielte/ und mit 20. Ung arischen Edelleuten begleitet ward. Hiernächst folgten abermal etliche Kayserl. Kammer-Wagen/ dann 14. Kayterl. Trompeter in 2. Linien / sann ihren Paucker/und hierausein Kayserlicher Wagen/wormnenGrafvon Harrach fasse; Noch ein Wagen/ darinn der Spannische Ambassadeur/und schlich beyde Kayserl. Mai. in einen HZchst-prachpgen Wagen mit einen gros, sen Comitar und dero Lerb-Guarde umgeben/denen Ertz-Hertzog Jo, s-ph / samt der alten Kaysert. Princeffin Maria Elisabeth/ entgegen fasse Hiernächst Herr Grafvon Manns Feld in e-.nen Eurassmit ei, ner Compagnie Kavserl. Hatschim/samt ikren Paucker und Trom, peter' Endlich etlick Kayserl. Kammer Wagen mir vielen Frauen- Zimmer. Herr GrafPalffy mit seinen uuvcrgiachüchenCurasirer, Regiment von ro. Standarten beschlösse diesen Einzug. Hh ff Als 244 Röm. R^strl. Mas und devo hohen Attnrren M nun in solcherOrdnung/unter dreymaligerLösuirg d er Stuck- Ihr Kayserl. Mal. sich den Stadt-Thor genähert/überreichte der da- selbstigeRath / seinen hohen Obliegen gemäß / die Schlüsse welche« dessm 8 vnöiLU8 eine zierliche lateinische Bewillksmms-Rede beygeseü- schafftete/denenJhroKayserl.Maj.in eben solcherSprach die Verwahrung der Schlüssel anbefahl/und durch die Stadt/allwo die Burger in Gewehr stunden/zum Schloß eilte/und glücklich daselbst anlangte. Jhro Kayserl. Mas. erwiese auch hier ihre Welt-bekannte Gott, seligkeit/ durchweiche Sie alle bißherige Siege erkalten/und verfügte sich noch diesen Abend in die Schloß-Capelle/allwo in Hertzbrünsli- ger Andacht/ das ic l)cum is uä-mus «ngestimmet/ und für die glück, liche Ankunfft Jhro Kayscrl. Mas-gedancket ward. Nachgeendig, ten Gottes-Dienst bezeugte auch die Vurgerschafft ihre/ob den Kayserl. Anwesen / hegende Freude/ die sie mit einer drei-fachen Musque- Ungsrischr len Salve bekrassrigten. Die Ungarischen Land - Stande/ wurden Stände hierauf zum Hand-Kuß gelassen/ allwo sie auch eine geraume Zeit mit kommen Vielen conterenren wichtiger affairen / so zu des Königs-Wölstand dienlich/ und zu der Krönungtzchörigen Zubereitungen zubrachten. ^ Den folgenden Tag um r o. Ubr Vormittags/ begaben sich die Herrn Magnaten wieder nach dem Schloß / und begleiteten Ihr» Kayserl. Mas. in die Hsf-Capellen / allwohin Jhro Fürftl. Gnaden/ Ferdinand von Schw wtzenberg/ Obrister Hof-Marschall/deroselben das blosse Schwerdt vortrugen / und wahrenden Gottes-Diensts im Kayserl. Orgtorio stehen ließen. So bald selbiger seine Endschafft erreicht / und man den Heil.Geist/ alsdenGeistdesRatbsundder Weißheit inbrünjtigst angeruffen/ damit er aller Gemüter mit dem Einigkeit und Friedens-Geist begiessen und entflammen möchte/ ver, fügte man sich in gemelkter Ordnung wieder indie Ritterstuben/allwo sich Ihre Mas. aus einen erhabenen Thron - als ein Erden Gott niedergelassen deme sich zur Lincken der Obrist Hoff-Marschall Mit dem bloßen Schwerdt gestellet/und von dem Ungarischen Secretario Herrn Maholany denen Standen eine kurtze Rede i» Ungarischer Sprach fmgetraaen. Fürrragan Jhro Kavserl. Mas. ermangelte gleichfalls nicht/in Lateinischer diew'gari Sprach dero Mcynung/ und gnädigsten Willen/ihnen selbst eigen- schm M» mündig vorzucragen/wie daß sie sich nemlichwegen ihrer starckeErschei- «nattn. bescheh me imri on höchlichst ersreueten/ und damit sie das völlige ?etitl,m desto l effr erwogen und überlegen könnten/ wurde ihnen durcb ihr«? Excellentz Herrn Grafen von Stratmann/Obrisien Hof-Ka-'tziern/ eine versiegelte Lateinische Schlifft diesesJnnhnlts eingeliefert: Kur- r c ! r /« Ko M ttle M ga» Zwe kev< chei sche. NiÜki chm ^Sn> Men S Weh, brün cheg und! chexh «uch dsr di dkänz Triumph leuchtenden Rriegs,Helms Dritter TH«Ll. r<5 --^ "- U Kurtzer Begriff des FürtragS und Mhanen ^«e ^ Proposition bey dem Ungarischen Land-Tag. UusaM Im Nahmen der Römischen Kayserl Maj. unsers aller- dr»p»M»» gnädigsten Herrn / wird denen Hochwürdia/ Hoch und Wokgebornen^ Ehrwürdigen/Edlen rc. Des ^ Königreichs Ungarn/ zu diesen General Land-Tag ^ versammelten Ständen und Orden / angedeutet: MAchd-m höchstZedachreIhroK^sirl undKönigl Maj die, / ses ihr liebes schon unrer Ferdinands dem Ersten glor, ü würdigstens Andenckens an Oesterreichische Linie und Haust ^ gekommenes / und durch selbige Erben bißhero befehlichre» Königreich/ von denenandringendenHaupt-Gefahren /wor- innen diese Rron geschweber/ welche sich auch so gar über Ihr» iMk Kaiser!. Mas Person selbst / und den Thron und Wohn-Orr Wien / ja gar über die ganye Christenhcir gezogen/ nunmehr- ci erlediget / die annahenve feindliche Wut / die mir Schwerdr ': ur und Glut diesem Ronig-und Oesterreich den gänylichen Unrer, :IH7- gang gedroher > vernichrigt/dre Haupt Sradr Ofen/nach ver, ZwelffelcerGegenwehr/rapfermürigstüberwältigt/ vielande, rv- re verschiedene Grädre und Vestungen erobert/ und fast dieses -f,' gange Königreich/ rheils den Räuberischen Türcken Rlauen/ rheils aber denen einheimischen Troublen/so ihnen eine Lernäi- schettvär-i bishersgewesen entrissen; Ale ist derosetbigen Ge, ^ mürs Sorg ernig und allein eifrigst dahin gerichtet; wie ncmli- ^ chen dergleichen Unglücks werrer künffrig vorgebeugr/ alle im ' ^ Rönigreich sich entzündende Unruh-Flammen gedampft/ und ^ daselbst allen jetzt bcmeldren Unglücks-Fallen mochte enrnom- < Menseln. . Diesen begnade unheilbarenGeschwur/glaubteGie das be- wLkrresjc Hülff- und Aryney Mirrel zu seyn / wann Sie nach brünstigst-erjuchren Beistand d r Gorrlichett Gnaden(alsweh ches jederzeit billig eine Urquelle alles Beginnens sich solle) < und Schuld verpchchtester Dancksagung/ wegen so unzchli- cher bißher errhcilren und hoffentlich noch errhetlendett Siege/ < auch be^ Fortgang der Martialischen Unternehmungen / wi- ' der die Orromannischs Mord-Psorre/ dero 5reu bereicherten Ständen und Span,chaffren/einenallgcmeinenLand,Tagan- Hh ür reich- 545 Röm.R aystrl. Mas, und der- hohen Allnrren zeichneten/ st-zusammen berußten/ denselben in sechster dcywohnren/ des Reichs wolstand dadurch beförderten/und zugleich d«dDurchleuchrigstett Erstgebornen Prinzen / Ery, Heryogen Joseph/ihren Ständen/ zu ihrenknnfftiaenRönm und Herrn/ zu ihrer Krönung tublUtulrren der Zuversichtlichen Hoffnung / daß daraus unrer diestn neuen Schutz und Glücks» Gestirn dem so von vielen Wellen bishero hin und hergeworf, fenen Reichs-Schiff/ alles ersprießliche erfolgen werde. E» waren Zwar Ihro Kayferl. Mlaj- berechtigt / dieses durch grosse Gefahren/ Rriegs Unkosten und Arbeiten aus dm UNerfatclichenTürckewRachenenerWneReich/vekmögKrieFv Recht/ mir wenig selbst beliebigen Satzungen zu belegen/feibi« ges für ihre Erben zu behalren/ und allcrmassen nach gurdun, ?>4 ah, Ätz -r^ :c:r rmL «r:' in- oder ohnlängst 14. Tagen gehoben / die Krönung darauffür sich gehen/ die übrige ^ifairen aber entweder durch eitteLornmisston/ oder andere Reichs-Tage / die zu gelegner Zeit angesteUr geendigt werden sollten Übrigens w rden osscerwehnre Ihre Map ein gnädiges wolgcfallen tragen/ wann die Herrn Stände eine weise Getragen werden /"welcher Gestalt die in» Königreich Ungarn ziemlich in Stecken gerarhene sniUr wieder eingcführr/ und best sir angesteller werden möge. Dieses ists was diestlbe denen Ständen dißmai zuprogomren fürgenommen. Im übrigen bleiben Sieihnen mit chrer Kapstrl. und Königlichen Gnade» und Clemenrz wolgewogen. Acrum presburg den zi. Gero- ber.iSST'. . Diese CchrO ubemaömen dst Herrn StMe in aller Unker- « ^ ^ ^ thanigkeit/ woraufder Ertz»B'!choffven Gran/ als k-rim-,s«.esm >in-deru»E^ H Lateinischer Sprach z/erlich gegen redete: Wie daß sie ncmltch grwil. schenAä^ ' lkt/AhroKaysirk.MapaÜergnadigsten'ZViÜen/alseln unbrüchliches ee« < Gebot/ zu vernehmen / uns dmselbiqen nachzukommen/destmöirlichst v trachten werden. Nach EndigunL dieser Rede / ward der aanße Adel dermalen mtt den Hand-Kuß Wunsch-beseligt und entlassen. Wik ' last »48 Röm. Rayserl. Mas, und ders hshen Alliirren lassen jedweden nach seiner gehörigen Herberg abeüen und bekretmm. dessen Siebenbürgen/vernehmend/ wie Ihre Hechfürstl. Durchi.vbn xottringen mit dastgen Fürsten einen Vergleich/ die Winter-Quarner Hntzsgvon betreffend/ eingegangen. Unsere Feder istvonhöchjlgemeldteriHer- L»ttrmg«n tzog beyEroberungCSausenburg abgew.chen/ welcher ohngeachtetFürji wirdbe, Äbaffi ihm 2. fürnehme kostbare Rosse / nebst andern ansehnlichen Presenten/verehrt/s.lbige zu psrsvc.äiren/derSiebenbürgischenGrrn- tzen mit denen Quartiren in etwas zu schonen/ nichts destowrniger fsn- gerücket, und gegen die Siedenbürgische Haupt-Stadt Hermanstgdt genähert. Herma«. Woher dieser Ort den Namen erborget / sind unterschiedliche fiadtwoher Meynunge Meibomius in selnerJrminsul meynet/sie ftye eben von den «vrnR» Sächsischen Abgott Hermes oder Hermann/den die alten Teutschcir mru h«. daselbst geehrer (wie Hcrmannstall inSachsen) benennet worden. Andere mutmassen/ dieser Stadt Namen-Herr sey/ Hermannus/einer vom Geschlecht aus Nürnberg/ welches AnherrnAo. rsoc.mitder Königin Gisela in Ungarnkommen/daß dieser Hermann hernach mit des Königs Geizse Zug-Völckern / die er aus Ungarn in Siebenbürgen geschickt/hinein kouimen/ und dieser Stadt erster Erbauer mäste gewesen seyn. Wie nun nicht zulaugnen/daß die alte Jeten/so allhier unter den Ittenberg gewöhnet/diesen Hügel/ worauf vor Zeiten die Burg ge- standen^ und heut zu Tag die Ober-Stadt lieget/des berühmten teu- tschen Götzen Hermes Nam/mögen acwiedmet haben: Wo scheinet such derselben Zeil-Geschlechten am ähnlichsten zu seyn/daßderGordische undvonDecebalo der i4.Kvnigm Daria/ Herrmannrych/ jhmdiesen Ort undwunderlicheGelegenhcitgesallen laffen/fürnemlich/ weil er nicht weit von der alten Attischen Residenz-Stadt Sarmitm Gotthusa gelegen / und daselbst nach seinen Namen diese Burg gehaust habe/ so hernach zu solcher Stadt erwachsen/wie siejetzundgesehen wird. Es Kal aber dieser Herrmannrych geherrschet ums JAk Christi?7Z. Dann dieser ist der ttermuunrlcus, den der Cbumsche Hertzog Balamber in ihren ersten Europsischen Feld-Zug gedemungt und Zinst-trächtig gemacht. Daneben auch das wo! seynkan/vatz zur Zeit/ da Hermannstadt aus einer Burg zur Stadt gebauet worden/ 116o.ein solcher Hermann von den Nürnbergijchen Geschlecht der vornehmste gewesen/und der Hermanns Burg denNamenHermann- stadt gegeben habe. Massen dann diese Stadt in ihren Stadk-Ll- M diese Randschrifft brauchet: Ligiiium «ivium äs vnir» «-r- Daß K N SI m di r i /- so k ne C UI! ha sch> Ulü nai vo, ein bai sehe >»or den Triu mph - le uchtenden RriegsHelms Dritter The » 1 . 24 ^ Daß aber diese Stadt nicht srstH 60. aufblossen Wassern da, WannHo» hin gegründet / sondern aus eisen vorderst zerstörten Gebäu zu einer Stadt erb ruer worden/ist auch nur daher zu beweisen/ daß Ungarisch ^ Szeben/ WallachischS>bie/ »mt ihren/zu dieser VölckererstenZeü ten / üblichen Namen genennet wird. Es wollen die Leute heutiges Tags wol sagen Cibinium werde von dem darbev rißlendem Fluß Ci- bingcheisien: Aber woher der Fluß so heisse/lassen sie ungesagt. Am Glaubwürdigsten scheinet eszuseyn: Der Fluß undStadtCibinium/ werde von denen Wallachen am rechtesten ausgesprochen Sibie: denn weil diese Volcker uber.ihren alten Namen überaus fest halten / haben sie auch dieses Orts und Flusses Namen unverfälscht gelassen / wie dann auch die Ungarn die ^rtadt Szebenbenamsen. Es ist aber dieser Name Sibie ein leutscher Name/ so von den W»h«r-« Schwäbischen VölSem Sibims herrühret. Diese Sibmi seynohrie Aamm Zweiffel unter ihrem König Maradoudo oder Mayerbsd von wclchm der Flecken Mayerbod/unweir sonHermannftadt/seinen Namen ent, lehnet / in Daciam kommen / sich an diesen Ort gesetzt/und den Fluß samt den Flecken/von ihrenNamenS'bingcheisses/welcheo wir jetzt Erbin aussprechen. Also liegt Cibinium oder Hermannstadt halb auf/ halb unter den Berg/ und doch beyderseils auf einer grossen Ebne/ hat auch nirgerch der Stadt schädliche Berge um sich herum/ohne daß von Osten ein klei, nes Weingebürg/ bey den Dorst Hamastorff lieget / davon aber der Stadt niemand bis noch hat schaden können. Sie ist aufdemHügel/ unter demselben und ausbeyden Seiten allenthalben / mitaneinander Hangenden und sehr tieffen Teichen/eines Büchsen-SchusseS weit/ umfasset: welche grosse Weyer/theils den Handwerckern/theilsander» Privat-Personen/gehörig/mit schönen Obst-Bäumen und andern Garten - Gewachsen umpflantzet. Gegen Mitternacht hat sie eine» » schönen und Fisch-reichen Strom Cibin oderZabein/dieserentspringt nicht weit von der Stadt / aus einem Morast die Zablems Moar genannt/ und schwimmet neben der Stadtaus OstLu/beremeArmdavon/ wird bey dem Fleischer Wever aufdieStadt gelevcket/daer unter einen Tburn und dessen Schutz-Gatter hineinfällt/ und der Thumbach heisset / besser tiefer hinein / durch das Nord-Eck der Stadt rau« schend/ hinder den Burg Tbor sich wieder in das freye Feld/zu seinen vorigenWasser-Tkeil/stürtzet/mitwelchemerbcyHamasiorffveremizL den Alt Fluß aus Süden zu/ das Geleitzum Land hinaus giebt. Die Stadt selbst ist mit einer dreyfachen von ZiegMeinen hoch- «ufgesührtea / und allenthalben mit rochen Dach-Ziegeln bedeckten Ii Stadt- -5o Rom Ra 5 strl.rNaj.und Dero hohen Allnrren Stadt'Mauer umfangen« Die abermalmir siarcken/rundemvon rothenZiegelstein aufgeführten/Und mitEkden verschuttetenPasteym, grossen runden und eckichten Thürnen / allenthalben aufs ltatklichäe Hat viekdefe'stigt styn.Sie hat vier Thor«: das Burgek-Tbor/Seuchen-Tkor/ Lhst. Heivner Tdor undjCiisabetha Eher. AusdemSag-oderSeuchen- Thor ist noch diese Römische intnixtiön befindlich. z. o. irt. AMQ-ri MbjkK, Li' ^8cl.iL^?ro OOMblO, ^<7. ttLK^LS I-löLL- H.I8 ^Lscu- ttEblS Okk^. ^L^1.VLc.Ü0L. ^kULL ^Ll6. cOL. L1U8VL^1. Kahec dieses Thor Uokbistorum Port-, das Seuchen-Thor/ Würaus endlich Sag-Thür der unwissende Pöbel gemacht/genennet worden« Gerät»dir Annwendig ist diese Stadt derSiedmbürgischen Städte Zierde/ Grave. mit stattlichen Hausern dermassen geziert / daß von weiten diegantze Stadt/wegen der Menge der hohen Ziegel Dächer (S mit die Mau- ren/ThükneundHäuser gedeckt seyn) roth aussiebet / daher siedle Türken die rStheStadt heissen.ES fliesten in allenGassen schöne bteiteBach- lein/die sich von VerOderw in die Untere Stadt stüztzen/und alleUnsau- ' berkeit mit sich wegführen. Auch hat es allenthalben ackunde Zieh, und Rad-Bronnen/ derer die vornehmste mit Schindl-Dächern bedeckt seyn« Hin und wieder entdeckt man noch Römische Stein- S chrissten/die yon der Römer Anwesenheit ein Zeugnuß abstütttn können/ unter welchen die Wichsten an der Kirche/folgende r Triumph - leuchrendenRriegs Helms Drirrer Theii. 2 f r 0. ^ <7. Lkn 8 0 XI 0 6. klQ. SXXkdtO kl.. 80 l.V 4 XL.X6. XM. OL^l. kuscius 8 uccxs- 8 U 8 b 6 M 0 XM 8 kOXl'U^^^US tt. k. c. Römisch« Jnstripti»-. ms in Her» Mnnjiavt. An verschiedenen Orten zeugen sich auch andere/unter jvelchw diemerckwürdigsten und deutlichsten? v. IVl. 00 All^M 8 kO^Hk. kl' LI 8 c^(). 8 ^x^n Nk- 5X0k. 8^LkXV08 -^XL: ^ll6. 80X0X1 kIL^H88. I-» !)» O» 0 » MWW^ »" ' > H . » O. !V4. l,!e kik^^'ri8 NSN08 ttic ki^ 00 ^ ztäxm 0UI A4UL^U^ O^l.kc^^ kUt: L60 ^^xckLkirs-v. ?X0 ^xxms 0 kxM 8 I^UNI 80LU8 cor-iu^ix ^LLIUS coc^v^: ?08l- VLHUL 4 ^lk^lOX ^10X18 OILä'I'. L5r Röin. L Naz. und dero hohe n A llnrre n Regiment Es ist diese Stadt ^derzeit von einen klugen und verständige tnHer. Magistrat und tödlicher Polizey berühmt gewesen; der innereÄath MnkHM, bestehet von 12. der äuff.re von roo Personen/welche die Hunden- mannschaffc geheissen werden. Diese haben ihren?ribiini.im?ieim der/Hundrrtmann-Wortmanttgenanm/welcherzurNoth/imNamen des Vslcks/ dem Rath emsprechen darfst Dievornehmste Beamten der Stadt find; derKomgS Richrer/so zum Grafen der teutfchen Nation in Siebenbürgen von ihnen selbst erwehlet/ und den Lands-Fürsten/mit einer Standarten/ und ansehnlicher l^Mtion/a'.s zum Unter Fürsten ausLebzeit bekrässNgttvird. Auf den folget der Bürgermeister/ so dem Rath vorstehet/ und Sie Stadt-Dachenzu entrichten hat. Represenkiren also die beOe/ die zween Römische Lonsules, deren der eine die Stadt / der ander das Land verstehet. Nach riesen folgt der Stuhls-Richter / welcher dw Criminal Sachen desgantzm Creisses/ doch unter Aufsicht des König Richters/ zu verwalten hat; welchenderSkadt-Hun oderLurakorViarum/i»ootiuw, fonnum^c. mst dem Baumeister / Schick MdKirchm Pfieger/ und andern Be- ambten/folgen. Ncchmns Die Vurgerschafft hat ihr Gewerb mit Wein /Getreid und an- KerBurger, dern Kauffmanns-Wahren/ auch handeln die Griechische Kaufleute fchaßr. mit Türkischen Wahren daselbst/ und führen ein ziemliches Geld davon. Das Getreid und Wem ist au.D in diest r Stadt sehr wolsti/. Wie dann her Wein/sohierni'chkgehaAek/fsndcrnMderslwcherbnl- eingebrachtwird/ die Maaß einen/auch wol einen halben/KayserGro« ßchcn zu gelten pfleget; Dar zu alles Wilödrat und kleine Gevögel ss fpott wolfeil ist/ daß es in Deutschland schwehr fallet zu glaub, n. Das WappendieferStadk sind 2.gegen eman' er stehende blosse Schwerster. Gleichwie aber Vas köstlichste Eold in giffliaen Dünsten/also liegt diese guldne Stadt in einer ungesunden Lufft ; daher man auch viel krumme und Lahme daftlbst sieht. Hemmn. Ms nachLudoviciNiederlaa aufdemMehatzischen GcDe^erät- §^kd«f«n. NÄnstusLhöchsifest Gedächknüß von den einen Weil/anderseits aber all/nR.n." GrafAohaNnesZapolyensis öder Seepusiensis/zumKöchgin Ungarn »and. ^ erwehlt worden / und allenthalben das Uneinigkeits-Feuer lichter- Lohe glimmte; verfocht« sich diese Stadt ohne einige auslandischeHulf- f« auf eigne Unkosten/etliche Jahr. Ao. r 59 9.'am Fest derb enden Apostel Simonis und Juda / hat Mihaly Waida / Fürst in der Walla- chey/bry dieser Stadt einen grossen Sieg / wider den Cardinal B«' tkori/ Fürsten in Siebenbürgen erhalten. Dara ussich auch fast ganß Siebenbürgen/ auch Elausenburg/Ven Wallachen ergeben.Vivarhat der Triumph - l euchten de n ^rregs-He ms Dr rrer Therl. Ls? der gefangene BatkoriJstuan/ des Cardinnls Vetter/ dem Keyftrs. General Georg Basta zu liefern / anbefohlen/dadurch er wieder ledig worden ; und haben den gedachten stachligen Cardinal Andream Bathorium die Wallachen auch bekommen, und ikmedenKopf abge, hauen. Welcher Schlacht Grdächtnüß alle Jahr m dkser Stadt an Simon Juda Tag auf der Cantzel wiederholet wird. Ao? r 66 o. hat Hermanstavt wider Willen des damals sersteffe-RagoW b»« nen Fürsten Ragozzi des andern/den vomTürckenbestattigtenFur- lsgeuHer, sten Achatium Bartschai in ihre Stadt eingelassen. Wurde darauf""""^, von den Fürsten Ragozzi mit aker Macht und des gantzen Landes Beyhülff/14. Wochenlang starck belagert/ den sic aber dermassen sich Mederjoket/daß er nach vielen Anfällen dafür mit grossen Schaden abstehe» müssen;und obwol sein Lo!onLlI,^cjrs-is O^ucijchic^stmn- tzen/ aufden gefrornen Weih/rn/auseinenPistolen Schußnab/ an die Seuchen Tbors Paftey geführt / ist doch alles ftm Vornehmen und Macht ohnmächtig und ohnkrässtig gewesen. Bey Herannahungnun JiroHochfmstl. Durch!. vonLottrim gen (damitunfer Kiel sich auf die rechte Erzchlungs-Straffe begebe/ wovon ihnderAbw gderBeschauungHermannstadt abgeleitet)lang»' ten/ von den Abaffi undStandkm/Deputirke in den Kayserlichen Lager an/ mit denen V-ebeyderftits gemachte TrattatsePuneta zur Rich» kigkeitqebracht worden ftyn ' urid in Nachfolge bestehen; i. DieSiebenbürgischen Stande übernehmen dieMlNter-^uar- tier/ und Mar wird die Milch verlegt in Hermannstadt Clausenburg / Distritz / Weiffenburg / Czaszabes/ Lader/c-mmKayf. Wassrnhel/ Dem/ Samos/ Somlio/ Monestar und und S«. Dovis. 2. Giel»t zur Unterhaltung der Milch -rn-ürM. Kübel Habem Fässer Wem CentmrHeu Bund Stroh . z. Ktoltz/ Saltz und Lichtgiebt der Mirth per 4 . JnGewfollSiebenburgen bezahlet» 1 L0O0S 700s ^4400« 48000. Kübel Getrcid oderMeel, Centner Fleisch 6600«» 4960V 1 L 0 O 0 S z. Holtz/ Sach und Licht giebt der Mirth per «tum communEM. 7 svooo Den rs. November. Den i. Jenaer Den i. Hornung. In folgenden Terminen» I i ist 7500s. ' Ifooov ILsvoo -54 Röm. Rayftrl . Mas, und Deroh-he^Alliir reu Den r.Mertz rvoooy " ' Den r. April roaooo Den i, May rOvooo Den letzten Junis. 50000 Dieses soll Siebenbürgen Zepamtlm und die kartes g p,rte beytragen/ doch 6ste Tjuäicio Oitiom». e. Der Versammlung l n Hermannjtadt solle der freye Abzug ver, stattet werden. 7. In die Paüasie des Fürsten und der Vornehmsten / sollen keine Quartier gemacher / wo! aber die Bequartierende mit ehrlichen Quartieren versehen werden. 8. Die 4. übrige Religionen in Siebenbürgen sollen verbleiben. -.Dte Freyheiten und/um des Fürsten und der gesammten Stände sollen verbleiben. ro. So sollen auch die Aemter und Beamten in vorigen Stand und unverändert bleiben. r i. Auf gleiche Art und Weise auch der Siebenbürgischen Fürsten und Stande Oormtiones und LoIIstiones. , er. Die Besatzungen in denen Städten undVestungen sollen sich nicht in die Emkunfften mischen. , z. Es verbleiben auch alle Capitular-Zusammenkunfften in den vorigen Wesen und Vitzor. 14. Handel und Wandel soll hinfükro auch wie bißhero in demvs- rigen Maß und Gewichte bleiben. »s. Denen Fürsten und Ständen soll zugelaffen werden/stch in ih- ren Wohnungen nach Belieben aufzuhalten, rß. Wer sich von den Fürsten und Ständen/in die besetzteOerttt zurSicherkeitflüchtm will/soll eingelassen werden. ,7. LügenMäulern und Verleumdern/ soll wider den Fürsten und Stände kein Glauben bey gemäßen werden, r 8. AlleGüter der Siebenbürger sollen nicht angegriffen/ noch aus einrge Art und Weiß gekräncket werden. 19. Die Vorspann / so bey dem hin-und her marchkren derTrouy, pen höchst.nöthig/soll man nicht zu rücke behalten. 20. Soll alles und jedes/vermsg einer General-Amnestie/ vergessen/ null undmchtig seyn. 21. Weder in Hermannstadk noch andere Oerter sollen prster ne- ' cegNtatem übermaffiae Besatzung gelegt werden. M2. Die über Land wegen Handel und Wandel Reisende urrver- hindert und ohngekräncket sevv, . Haue rt 4 > 4k 44 . kein. L Mkiie Tnumph-leuchrenden Rriegs-Helms Drirrer Theil. irf p 2Z« Häuser undfuttsgiAiones der Fürsten und Ständern denen besetzten Oerkern/ sollen nicht UeboneArt oder einiger Masten 24. Kunfftlgen Frühling sollen alle Besatzungen wieder abgefukret werden/es wäre dann daßes^ötioLeiu andersimitflch bräche . te/undün Winter 3niicr,bils8i'rsQÄtusekfolgten. rr. Diöindenen Städten befindliche Munition svü man ohnangee tastetund ohnberuhktt lassem 26. Absonderlich aber tollen alle lnloiewrlen von denen invliegem Sen Besatzungen verhütet werden. 27. Die Städte sollen die Thor-Wacht mithalten/ oder aufund zuschliessen/ wann der eommendirenve Officier es befiehlt. 2it. Man soll keinen von der Treue so er seinen Fürsten schuldig / abwendig Machen/keine Uberiauffer von Siebenbürgen anneh- men/und widrigen Berichten und lulormaiionen/gantz keinen Glauben beiMessen- ' 29. DieErlaobnuß zu ertheilen/zu denen Tukcken pro Lxeubstlo- ne zu schicken. zo. Die Zattwaros / Czaszabes /Bistriz/ Coloswar/Monastak/ Weissenbukg/ Hermannstadt / Deven/Wassekchel/Davis sonst aber mergends/ es werde dann anderst irattirk/sollen keine Quartier seyn. / ^ . 9 r. Wann Friede mit den Turcken gemacht Wird/soK es bey dem gemachten Schluß mit dem Siebenbürgischeri Abgesandten Jcklay zu W-en bleiben. , ^ ^ z 2. Wann Rathschlagungen vönnöthen sind/ und der Fürst halten will/sollen sie nicht gehindert werden. ^ z z. In denen Magazinen der Städte und Festungen foö niemand Hand anlegen/ sondern des Proviants von Land/vermog d^r Traktaten erwarten. Zu Folge nun Und Haltung dieser obaügezogenen Punkten/ haben Jhro Hochfärstl. Durch!, zu Löttringen dermassen scharffe Ordre gestellt/ daß nicht der geringste Lxeess, ohne exemplarische Straf/ verübt werden kan H erauf nun thestte man die Quartier aus / und leg- EtnMM- te in Hermannsiadr dasBaadischSchasstenbergischeundMagnisch/rttnMk in Jazales das Caprarisch/ in CzaszebesdasStierhelMisch / in Weis- ^ senbura das Savmisch/Vewranisch undPazzische / in Deva p. Com- ' pagnien Saurauisch / in Dov's f. Compagnien Castellisch/M Wasseret item in Monastar x. Compagnie Drsgoner/in Elausenburgdas Screnisch / Sachsenlauenburgisch/ und sung-Stharenbergisch/ so auch S s6 Röm. Ravftrl Mas, und der» hohen Alliieren auch Somdllo/Samosvlvar/ und Pellen besetzen/und in Bistritzdas Piccolominifch und Mannsfeldisch Regiment. Alle übrige Orrter blieben bis aufweltere Tractaten von denen Quartiren befreyt. Der Fürst in Siebenbür^n ahme darausseine Residenz aufdem Schloß Fogsrasch/etliche Mer^a von Hsrmannsiadt. Das OberCommands dieser 15. inSiebenbürgeneinquartir« len Regimenter/wurde Ikro Durchl. Hertzog von Croy aufg-lragrn/ und demselbigen Herr General Grafrvn Schärffenberg näj unzln Ober-Ungarn sollte wie vor demIahr Herr General Caraffa comMw Hrchsg vs» diren.Nachdem nunIhroHo chsursil. Ourchl. Hertzog von Lokbrinqeil Lottlingm aüesausdasPreißavürdlgfte tnSiebenbürgen veranstaltet/und seinen Aiebeadür. W g zurück nachS/.Job genomen/allwoEr so wo! die Bayrische und am. andere Auxitiar-Völcker/ nedenst noch etlich Kayserl. Regimentern/ vonsich/umdreWinrer.QuartierinOder-ttngarn zu dtziehen gelassen/ Haler mit 150. Reutern seine Reiß von dannen genommen,-welches/ TeckchpasstalöderTeckelyausgekundschaffltt/hatderselbigesogleichzooo.Mann v-rMich versammlet/mit denen Jhro Hochfurstl.Durchl.nachgesetzet/nndzwae mit solch einer verzweifelten Eilfertigkeit / daß besagter Hertzog kaum eine Stund eher die Theiß paffiren können/von dar sie nach Presburg geeilet/ und dem Teckely das Nachsehen übrig gelassen. Bey so S'kcherfülltcn und Vertdei!- bereicherten Zeiten war Ikro Churfürstl. Durchl. von Bayern / nachdem Selbige von der de- kommtauf schwerlichey und gefährlichen Kranckheit wieder basreyet/mit Jauch- ivxiurq,««- ^EN / als ein anlangender Siegs-Held und Vatrer des Vatterlandö/ in München bewillkommt worden. Kaum hatten Selbige aufetlicheTag diese Luffr wieder ge schöpfft/als ein freygelassenerChrist von demGroß- Vezier Schreiben/ folgendes InNhalrs/ eingeliefert: auf. Cbur« Baycm GOtt der einig und allein mächtig ist/ gebe dm Großmächtigstcn und Durchleuchtigsten Herrn/den Sultan des Groß Vessran den Mur» Fürsten in Bayern. Emanucl/Obristcn Beherrscher von Bayern/ und vielen andern Landschafften/ beständige Gesundheit / und viel Freude. Großmächtiaer Herr. re f- sti >VL Dt! che, Cur Füs Onq N Ehr, Aich Buch Triumph,leuchtenden RriegsrHeim s Drit ter Thell 2 Euch/ und zur Reue der unrechrferrigen Waffen / sb wir gegen Euren grossen Ra?sir und die Christenheit bishero geführer haben. GOrc / welcher Aufrichtigkeit und warheir lieber / weiß / daß wir dieses ohne Falschheit schreiben/und stynd ver, sichere/ daß wir seinen wolverdienren Zorn überall fühlend / von Hettzen geneigt sind / und suchen unsere Fehler zu verbcsi sin/ und vor den Schaden/den wir denen Christen angekhan / sö vielmoglichist 8sii8i3Älonzugeben. Weswegen wir uns z uEuch/ grofferHeld/ wenden/ demüL tig bittende / daß ihr das Vergicssin so vielen unschuldigen Blurs wollet betrachten/ und gedencken/ daß es GOrr nich r am genehm ist/ und dasKriegs-Glück allein von der görrlichenpro- videnz UNS virechon herkomme/welches endlich die Demürü gen oder Bereuenden aus ihrer Trübsal rerrer und crlösir/dar- gegen die Hoffärrigen erniedrig r/ und die Blutdürstigen mir schweren Straffen heimsucht. Nicht wollen wir Euch das 11 »glück / so über uns kommen/und wir nach der Schwehrig« kcic suhlen / wünschen / well solches Sünden mir Sünden zu Haussen wäre / sondern nur Euer LNirrleiden zu erwecken/ und die Großmachrigkeir zu lindern / auch endlich zu ersuchen als Mediator zu siyn/ zwischen Euren großen Raysir und uns. Dann es ist unmöglich/daß ErEuch als eine demütige und redliche Bitte um Friede wegern oder versagen kan: Und wofern Euer Durchl. solches zu weg bringt/ daßEuer großerRä^- sir zu einen Tracrar mir uns zu schließen resölvirr/wollen wir den Friedens Traecaren Orr von Euch zu benennen erwarten/ worüber wir mir Freuden die Zeit erwarten/ wann solche am gehen sollen. Die Auswürckung eines solchen Friedens wird Euer Durchl. Namen über die wolcken tragen/und diesen viel herzlicher machen / als wann ihr als Haubr einer mächtigen Armee/ Eure Feinde zerstreuecec / und Städte und Lander zu Euren Füßen legrer/ wir wollten wol einige Friedens,Schlage hiebe? angefügr haben: allein weil wir solche von Euren Großmäch-- rigsten Ka'-sir/als Überwinder/ erwarren/haben wir solches au» Ehrerbietung nachgelassen. Der Himmel gebe Friede und Ruhe durch Eure Tugend/und Euch dafür so viel Belohnung als Ihrwünschen könnet. Kk War Ls8 Röm.Ravs erl.Maj. unddersh ohettAUttkrett Makaber dieses Schmeichel-Schreiben/bey ein-n Süg^^, wenden Helden auswürcken werde/ kan jeder leicht urthn!en;wir erach, ten für unnötig/ unfern Del hie langer aufzufalten'sondern eilen aus In Mm der Donau / nach dem seinen Monarchen verlangenden Wien. In werden?a d'ffen Abwesenheit ließ der kluge Unter-Oesierreichische Regierung^ wl^ran. Präsident / die grobe Frechheiten und Mordtaten / so ,n diesa «swatt. Volckreichen S tadt bey nächtlicher weil verübet worden / zu zahmen/ eine grosse Anzahl Laternen verfertigen/solche inallen Gassen/so nahe aneinander aufzuhangen/daß von dero Schein allevorhadende Raas berey und Bubenstück entdecket werden könnten; zu welchen Ende nun Verschiedene Sotten solcher Laternen probirt und die aussigndigße schon ausgehencket/ nach welche man alle andere verfertigt. Damit auch durch denjenigen/so solcheLeuchtung über sich nimmst / denen Lampen nicht das Oel entwendet würde / setzte man eine Ordnung nicht allein wie viel Stunden alle Nacht durcksgantze Jahr solche brennen: wie dicke Dachten/und wie vi-'l Oel jedesmal eingegos- ssn werden solle: sondern es wurden Commissarien verordnet/die alle Abend / ehe sie angezündet werden/etliche visitiren/und so Mangel in einer Latern befunden würde/verfallet der Annehmer in sov'.e:Snaffe als das Oel in allen Laternen/ selbiger Nacht werthseynmag, mvß auchzurAntwortstehen/wannjemandsichbeschwebrt daßausMm, gel Licht-Scheins / »hindurch Fallen/Stoffen/oder böse Leucc/emiger Schade entstehen sollte. ' Sonst war es hier in Wien/ wegen Absevn ihrer Kayser-Wonne undSonne alles/und die bevölckerteGassen um ein mercklichsleem/iM deme die Krönung als ein kraffriger Magnet alles nach sich auf Pres- dura gezogen. Hieselbst conlulrirten die Hungarische Magnates eif- ErZ-Gut ria über die Kavserl. Land-Tugs ?ropotition/ was die erbliche Suc- kess.vn w.rd ttsswn anbetraff/ wurde selbige ohne sonderliche grosse Oifficuitäten vi '.ciäirt/daß nemlichen diesesKönrqreichreich auf ewig bey dem Hauß »kr ^" Oelierreich bleiben sylte / allein begehrten die Herrn Liagnaws ansimg- tich/damit sie/im Fall »nebrOesterreichische Printzen vorhanden/ unter denenselben die freye Wahl haben möchten/ welch-sdoch auckgeun, dillichet/ und in KocpAllu geschlossen worden/ daßjederzeit dein altisten Erb-Brintzen von diesen Durchi. Hauß/und bey Abgang solcher Linie der Krön Spanien die Succession ebenfalls erblich hcimfattcn solle. Worauf die Ungarische Herrn Stände in der General-Versammlung den 7.Dito Jhro Hochfürstl Durchsi Ertz HerhogenJos phzu dero Erbherrn einhellig erkläret/welches der UngarischeHerr Palm nus Jhro Kaysersi MG alsobald psr msmonals hinterbracht / da dann Triumph-leuchtenden Rriegss Helms Dritter Theil 259 gleich in der Ertz--Hertzogl. /bnti camera der Titel Ihre Durch!, ausgelöscht/ hingegen JhroMaj. angeschrieben/ anbey JhroMajest.die Benennung zum Krönungs-Tag anheim gestellt / und nachdem an allen Zubereitungen zu solcher Festivität eifrig gearbeitet worden. Wegen des obgemeldten Decrets Königs Andrea ereigneten sich grössere oiKcultaten und contra 6Elo »es-so gar unter denStan- den selbst/welches doch auch endlich limitirt werden müssen. Md auf solche Weiß war in Presburg alles vergnügliche Wolbehagen/ da in Gegentheil/ in denen ^urckischen Landschafften/ Mißvergnügen und Aufruhr den Scepter führte. Wir entziehen diesen bißher verborgnen Staat den Stillschweigens Fürhang/und öffnen den curieusen Lestrn denselben. De« Groß-Vezier haben wir lehiich in der Flucht nach Belgrad Groß-Ve. gelassen / allwo er endlich angelanget/ und selbigen gantzen Tag mit 6 "komme vorgedachten Bassen / so ihn in der Flucht Gejellschafft geleistet/ wie auch mit dem Hussam Bassa/Commendanten Hieselbst/in ein Zimmer verschlossen / um zu berathschlagen / was zu thun sey; da er dann am rathsamsten befunden / nach Adrianspel fortzugehen/um daselbst dis Ordre des Groß-Herrn zu erwarten/weil er noch einige Hoffnung hatte/desselben Gnade zu behalten/oder auf das wenigste sein Amt mit des Camaicans-Steüe zu verwechseln. Seine Hoffnung schlug zwar Muß nach nicht gantzlichsehl/indemihnangedeutetwardnach Constantinopelzu Csnskcmtt« kommen: als er aber auf dem Weg begriffen / muste er vernehmen/ """ daß 4. Ofticier aus dem Lager angelangt/ welche von den Janitscharm Spahls/Topehis undGobegisabgeschilkt/und mit gnugsamer Beglaubigung von allen fürnehmsten Officiren des Lagers versehen/wodurch sie erklärten / daß Solymann weder Conduite noch Courage hätte; so daß er ihm die geringste Sorg scyn lassen/ das Lagerzubefriedigen/daher er danninBedienungderVezimChargs eben so wenig geschickt als der Esel zum Laurenschlagen. ^ Diesen einmütigen Aeugnüß seye noch uberdiß ein BittschriffL beygefügt/ worinn die auftührigeSoldatesque um einen andernGroß- Vezier Ansuchung gethan/ weil» ihiien unmöglich ein so verhasstes Fürb-ld langer als emenBefthlhaberanzusehen. So bald der Groß- Veüsr dieses vernommen/sendete er alsobald den Tessterdar-'und des Reps Effendi mit dem Siegelund Mahomets Standart/ und folgte selbstennachConstantinopel/allwoer gantz unbekannter Weiß ange- langt/ und seinenAuffenthalt bey denCamaikangenommen. Zwar pardonnirte ihn / das Leben belangende/ der Sultan / allem die Stelle entnahm er ihn/ und ließ ihn den Ort seiner Relegation noch nicht wis-.t„/ Kkij sen? Rom. 2^a^scrl. Mas, und derohoheN Alltirren jen. Hierauf ertheilte der mit dem Leben begnädlgie Groß-Uezkr Solymann/ allen bey sich habenden Sclaven die Freyheit / (weiche Freygebigkeit bey denen grossen dieses Landes/wann sie eine ohnverse» hene Erlösung erhalten/oder aber des verdienten Todes erledigt wo» den/nicht ungebräuchlich.) Stiickar Hierausfertigteman alsobald den SelictarAga anden/ bey der Aga geht tumultuirenden Armee Befehl ertheilendm/ChiausBassa / mit der be- nachver Ar- lieblichen Zeitung: wie man zu Vergnügungder Armee/ den ihnen so mee- verhaßten Groß-Vezier/ entsetzt/ und gewillet wäre alles nach ihren ^ . Wohlwollen einzurichten. Anbey auch befehlichte man den Selictar/ KtöllGrok' den Chiaus Bassa zu bedeuten/wie er zum Groß-Vezier gemacht/und Vezier WM sich bereiten sollte/ mit denen gewöhnlichen Ceremonien das Siegel zu ko. empfangen» Nach Abreisung des Selictars/schiene es in Constantinopel/als ob sich die Trouppen begütigten/ auf die Promesssn/so im Namen des Sultans geschehen/ nemlich:: daß ihnen nebst einer Regalirung der gantze Rückstand bezahlt werden sollte ; worzu die Favoriten des grossen Herrn ein merckliches beytrugen/ welche vorgebracht/daß die eon- ilsLirung des Groß-Vezier Solymanns/ CamaicanRegebs/Groß- Zöllners/Groß-Schatzmeisters/und andern vornehmen Officirer Güter/einen Überfluß beytragen würden / womit sie also die Ausruhr der Armee stillen / und daneben den Verdacht/als ob der grosse Herr den Groß-Vezier Solymann beschützte/ von sich lehnen konnten. Indessen arrivirten täglich einige Courirs von der Armee/ welche vermeinten daß bereits ein Reglement wegen Absetzung des Grossen Herrn oder Sultans gemacht seye.. Chiaus So benachrichtigte auch der Selictar nach seiner Wiederkunffr/ «Sassa will daß der Chiaus Baffa das Siegel und Standart zwar übernommen/ «icht Groß- jedoch gantz unwillig/mit vermelden/ daß er nicht geneigt seye sich mit V-A«r w«r-hex L- gertenden Gehorsam/ undsagte derBosiangi daßerihmmchtmchr erkennte/ und daß er vielmehr aufseines Lebens Erhaltung/ solches vey seinen Bruder Solymann auszubitten/gedencken sollte. . Der grosse Herr verfügte sich daraufin sein Logiment/ wonnnen er bis den 8. Novembr. ohne das geringste was passrtzu erfahren verblieben / und als ein Gefangener bewachet ward. Selbigen Lags girng der neue Mufft»/ die zwey Cadilesker/derCamarkan/der^a- nitscharen Aga und andere Militz-Haupter/ so mit einen Detachemem den. Sultan will seine Brüdcrer- würgen. Triu » nph-l eu chtenden Rriegs-Helms Dritter The l!. 26; von I fOQ. Mann in di« Stadt kommen waren/ bey Anbrechung des tzMs nach der Mosquee St. Sophia/allwo sie nach demGebet/dem Muffti ein^onkaltations K.egueit e>nlieftrten/desInnhalts: Ob der Wolttand des Reichs nicht erfordere / dm jetzigenSUikanSolymann vom Thron zu setzen? der Muffti gab solgends der Gewonheik/ die Fesia oder Antwor t ebenfalls schrifftlich dem Begehren gemäß: So Solyman» bald grenzen sie nach der alten Serrail/und proclamirten des Nachts um 8-UhrSolymann zum Kaysir/ welche Ceremonien des Abends?^"' durch die ganhe Stadt zu Galata und Pera/ mit grossenJauchzen des ^ VolckSgleichfalls vollbracht wurden. Mahomet vernahm seine Ungnade nicht eher bis aufden Mittag/ als er eben seine Pferde/ der Gewonheit nach spatziren zu reiten/ begehre te/von den Verschnittenen aber zur Antwort bekam/ daß er zuvor von seinen Bruder Sultan Sowmann um Erlaubnis bitten müste.Wor- auf Mahomtt xeantnottet: Ob ich gleich dem Verhättgnüß R-dedts meines Unglücks «rnrekschrerben/ und von dem Thron in eine^L^ ewige Gefangnüß gehen muß: S o unrerwerffe ich mich doch Mets/als er denwillendcs allmächtigen/ welcher die Kronen denen Für-entsetzt wsr, sten gibt/ und wieder adnimmt/wann es ihm gefällt. Obwol dm. zu Misteln/ ov ein solcher e : n. nschler Mensch/ als der en trobnte Mahomet/ währender seiner R 'gierung/l-ch gezriget/solche Wort von sich lassen können. Doch ist kein GM -o schädlich / das nicht öffters auch einen guten Estectzmset und darreichet.Und weiln der erste Theil Kbevs.De- uniers Slegcheiorbertcn Kriegs-Helm/ die Männliche Jahre/ und die ' darinnen verübte Grausamkeiten di ses Tyrannen erzeblt/als wollen M wir/damit der geneigte Eeser stine vollkommeneLebms-Geschicht haben ^ möge/ hier seineJugend/ und dü bey dem männlichen Alker ausgelassene merkwürdige Geschichten mit bevtragen. Betreffend nun die Mutter dieser unseligen Geburt/ war selbige Mutter v«s Zaima / so der Schiff Cavitain Ochgli in das Serraglio gezinset/ und Su!ta» in denen Circastuchen Gegenden geraubt. Eine Anbekens-würdige S-chönheit/so die Ehren Stuffe/woraufman sie gestellt best-möglichst ' ' verdient. S>e ward von der Sultana K>0sem und Kislar Agasi dem Sultan Amurath zugesührt/der si 'auch in seine Liebes-Arme geschlossen / und zur Sultaniu erkieset/ ja nachmal bey seinem Absterben Zaima ist schwanger Hintersassen. Damaln war bcy derOttomannischenPsor- ten niemand zur Regierung übrig / alsJbrahim/em Bruder Ainurath ' des i v. den d«r Mangel anderer Erben die Reichs-Beherrschung auf- " ' getragen. Zaima war/nachdem Amurath die Augen geschlossen/ge- willet/m das alteSmaglio sich zu verfügen/ als welches der verwittib- ten 264 Röm. Rayftr!. Mas und ders hohen Alliinen tenSultanninenSitz/ da Kiosem/ die Mutter Ibrahim/ sie füttüch« tig achtete/ die bißher verborgen gelegene Liebes-Funcken/ in den neuen Iblahim SultanischenHertzen/ in volle Flammen zu bringen. Es hatte auch -trltebksich allermaffen die verlangte Wurckung/als Ibrahim in dessen Gemüt in dj« S«l- niemaln dergleichen Schönheiten eingeprager worden / sich schon Drüdtts inbrünstigst in Zaima verliebt / so bald er ste nur erblickt hatte. Allein ^ ^ so geschwind feine Ukmastsge Liebe zunakm/ so geschwind nahm auch selbe ab/und zeigte/ daß öffkers das Eil Lieden denen Kunst-Feuern Nicht ungleich/ die mit ungenieinen Geräusch geschwind in die Luffl sich gen/ nachmaln aber da sie die Höhe erlanget/ein flüchtiges Nichts den Ibrahim Augen der Zuschauer hinterlaffen. Ibrahün sprang also auch von «erließ sich der Liebe der Zaima ab/ und Brunst ächzte über eine schöneGeorgiarl« rin / so in den letzten Persianiscben Krieg/ durch die räuberische Scha- ren/ihren Eltern war emriffenworden. Die Music/ derenIbrabim gäntzlich seinen Geist gewiedmet/ gewann dieSultaniscke Gunst der schönen Georgianerin/Baffa benamset; Dann alsohngesehrIbra- him einsmals bey ihren Zimmer vorbey gegangen/ und ihrem Obr-ver- zaubrenden künstlich holden Saiten Zwange em wenig zugelauschet/ suhlte er sich dadurch gezwungen / nicht nureinen Hörer/ sondern auch Seher / dieser unvergleichlichen Schönbelt abzugeben: Die ihn auch bey dem ersten Anblick nöthigte/ das Schnupptuch zuzuwerffsn/und dadurch ibr anzukünden/ daß sie künff ige Nacht einer ungewöhnlichen Gunst-gewogenbeit geniesten würde. Zaima wollte bey VernchmungdisserunangenehmenZeituny/ so ihr die Erhöhung der Baffa zur Sultanin/und bald hernach auch ihreSchwängerungandeukete/ für Kummer sterben / zumaln sie nach« siensjetztander Geburt war/und nicht wüste/wie sie die Schwängerung entschuldigen sollke/weiln zu kurtz diesen Erben Ibrahim/als Vat« Sultanin lern / aufzubürden. Endlich leitete sie die Sultana Kiostm aus dies m Laim» Labyrinth/und lieferte das kurtz daraufgeborneKind/soeinePrm- brmgkeine cessinundJoachima benamset worden/in höchster Stille Fatima/des Brmcrgln. Bassa Caprogli/ eines fürnehmen Bedienten Gemahlin/ein/so eben damalen mit einen Sohn niederkomme«/ damit es mdst selbigen/ als eine Schwester möchte erzogen werden. Sobald Zaima dieser ihrer Bürde erledigt/war ste schöner als jemaln/ ja auch die Gunst-Gewogenheit des Su'tans fieng wieder an Zuwachsen/ doch wollte selbige nicht in die völlige und einige V-'bgnu« gung gegen die blosseZaima ausfchlagen;er blieb in bestandigerLiebege« gen Sultana Baffa/welches endlich bey all n/so einen e-unsti >en vMcc von Jbrahin erwarteten/einen tödllichen Haß zeugte. Za-maaver so Triumph - lenck kendeirRki eFs Hel m s Drirrer The il. 265 sohiebey den gröjten Verlust bedauerte/sieß sich am meisten angelegen jeyn/ diese ihre angenehme Gegen,Buhlerin aus dem Weg und aus dem Hertzsn Ibrahims zu bannen. Der Sultan demerckteendlich dieundezwingliche Eifersucht dieser Dame/die erst wieder kürtzlich war schwanger worden/ und beflieffe sich aufferst mit der Sultana Baffa jUverimgen. Damit nun alle beyde ihren Gehorsam gegen Ibrahim am Tag legten als stellten sie sich als ob sie gäntzlich alle Eifersucht verschworen/ welches dann bey dem Sultan ein ungemeines Vergnügen hegte/so zw- Sub letzlich durch beyder Sultamnnen Genesung zweyer Prmtzen/faft zu t-minnm gleicher Zeit/ noch Wunschbeseligter ward. Der Printz von derSul- brmgm tana Baffa/ als ersigeborne/ wurde Olman/ der Zaima aber ihrer Mahoniet betitelt. Hiebey erwiederte Ibrahim sein Gelübd / so er ehmalen geleistet/um einen vonseinenPrmßen nach Mecha abzuferti- gen/ allda mit Dancksagen/die bisherige Gunst-Gewogenheiten des Propheten Mahomets/ abzutragen; worzu ihn die Fruchtbarkeit Zai« maund der Baffa täglich anspsrnte/ bis er endlich seine Geilheit auf mehrere warst/ und dadurch seine Unbeständigkeit an Tag legte. Uberdas so veränderte er sich gäntzlich/und verwechselte seine biß- Ibrahk« herige Süssigkeit der Sitten / in eine äusserste Brutalität und Grau- samkeit / so nichts als Blut hauchte. Freng also an alle Personen zu Tyrann«» verachten / so chm am angenehmsten oder sonst in Ansehen waren/als seine Mittler die Sultanin Ktosem/derMuffci/und seinErhalterZam, bol. Er ließ den Groß-Vezier Mustapha Baffa erwürgen / und setzte an seine Stell den Salix Baffa/der kurtz hernach gleiche Grausamkeit kostete. Nicht eine bessere Glücks-Sonne bestrahlte auch den Capig» Baffa / so er sonsten in den wichtigsten Reichs-Händeln employrk. Uberdas ließ er den Capitain Baffa eine seidne Schnur einliefern/ weil selbiger etwas offenhertzig bey einer hochimportirlichen Sache geantwortet. Der Jamtscharen Aga muste mit seinem Haupt der Soldaten Schwierigkeit bezahlen / als welche sich auffersi über ihres Kaysers Grausamkeit / und Weibische Regierung beklagten. End/ sich ward er so furchtsam/ daß er auf die vornehmsten Häupter / wann er nur den geringsten Argwohn hegte/ das Hencker Schwerd legte. Den Tartar Chan beruffte er aufdas freundlichste nach Constantino« pel/allwo er ihm den Kopffabschlagen ließ/weiln selbiger gesagt/ daß/ wann der'Sultan ohne Erben abgehen sollte/ ihn die Regierung nach Ordnung der Muselmännischen Gesetze / und den Testament Anm- vathdes iv.zukame. rr Alks O 266 Röm. Raystrl. Mas. und Ders hohen Alliieren Alle dsise Grausamkeiten vergällten ihn lny denen GröMH Pforten/ unter denen auch seine Mutter/ der VerschnitteneZamdvi/ sein ebmaliger Erretter /uno der Mnffti waren. Vre« Basten denen M gierungen anvertraut/fiengen an zu'-chellircli, wurd-n ab.r durch den Pasta Mehemet von Damascvg^üchtig'?t, dm erdeßwegenzum Grosi-Vezirr machte / ob er gleich weder sbr. -'c n nsch iesin konnte. Divan vd«r Endlich sähe auch dieser die übleRegüruno Ihr.' hin- 6 mit schrien Au- gen an'undgieng müdem Mustkiund vorreh-nsten HvsBedsinttn ^^..„^'juRach/wiebochdiesenMrlmogtegesteuerrwettm; vor allen aber iu Snts«. sa' en sie daß es höchst-nöthig wäre/ 'ieUEc-eö:.,gel mgehe-wsirr tzrmg k>es St'll: zu halten : weiln wann Key dem Ertt'ar. n> r d:> grrln-lte Arg« S»uar>« wohn sich ereignen dörffte/ er mchtermanLrinrrärde/ ftu.e ft!ost-eigne Ibrahim. Söhne/zu bessererSicherheikscinerRe-üerung, ausiuopffew./um sich dadurchzuden einigen Erben der Ottomann.sMsi Herr^ afft z« ma- Divan will chen. Entschlossen dahero/ eh sie noch rtivau ansi.. .;?!!/ wir sieder sich der bey- jungen Prinßen sich Habhafft machen könnten- 00 . c zum wen.Wen st dmPmitzcnnen davon aus dem Serraglio bringen/ und stets in ihrer Obhut de- »ersichcr«. Dieses Vorhaben auszuüben / sahen ja kein sichere? Mittel zu sevn/als wann derMuffti mündlich demGultan zuredste/wie höchst nöthiges wäre / dem / von ihm einmal gethanen Versprechen eirrGenügen zu leisten / und einen seiner Prützeit nach Mechaabsust'En/ Mit der unzweiffelbaren Versicherung / daß wofern eres lüngerauf- schieben und das Versprechen nicht bewecekststsigen stllte/ herZorn des Himmels sichgewißlich aus das OttomaNlscheNeich üNs-assrnmöchre. Ibrahim Jbrahim/so ohne dmi eines sehr surchtsarmnG 'wüts/depsiimm- «m rinra te des Mufft! Ansuchen und Erinnerung/ nur konnte er sich nicht ent- Printzen welchen von seinen Printzen er adjertigki! sollte. Die Ruß r warekwos entfernet und.mühselig/ dvchüberwog diese die Furcht und ^ ' Aberglauben / so er auf die anstehende Straffe Mahomets seines Prophewns letzte. Seinen erstgebornenPrintzen wo8keer nicht dsiser Gefahr Preis? geben/ der jetzo z.Jahr und etliche Monat erreichet/ auch noch darzu ein Liebs PsandderSulkamn B^ffa war/ lenckt-, da- hero ftineGcdancken aufMahomet sozo.Mona a!r/ und ein C-odtt der Zaima/ die sich schon wieder jetzo schwanger zu ispn stellte. Sultarrin Dieser Sultanin war die betzorsteh-'Nde Auswieglcrey ganh UN- Zmmawill wissend / daher ste/ als ihr der Sultan sein Vocharen entdeckte/glcsch mckthrm antwortete: wie sie nimmermehr gesinnet/sich von ihren Prurtz-mM trennen/ nun aber wäre ihr unmöglich de» bevorstehenden Schwarte Mecha. gerschaffr/ eine/ st vielen Gefährlichkeiten urttecworstNc/yftiße zu ue- werckstelligen. Vielleicht mochte auch dieEiftrsuchrso sie gegen, strs Triumphrleucheenden R rieys H elms Drirre r Theil 267 sM-Buhlerin die Sultana Bassa hegte/ diese Wegerung in cm Mund gelegt haben. Anderer Seits warm der Sultana Bassa alle Heimlichkeiten/ kieausdesSultansKopffloKbrechsn sollten/nicht un- dewusi/ daher sie inständigst arihielr/ der Sultan möchte ihr nebst ihren Sohn / doch diese Reise vergönnen / zumaln es selbigen a's den Erstgebornen billichzusiundte. DasunaussprechlicheVerlangm/ so di ss Sulranin hegte/ um ihren Sohn in Sicherheit zu bringest / und durch diese Entfernung dem bevorstehenden grausamen Ungewitter zu entwichen/ secundirte auch die untreue Treue desMuffti/als welcher dem Sultan fest eiapragte/ wie höchstnöthig eswarePrintz Osmann als denerstgcbornen zu «verschicken. Erlheitte also der Sultan an den Capital» Bassa Befehl/ die ad Sulun« lermächtigste Galere auszurüsten; weiln aber selbige noch nicht fertig/ Bassa gehe und der Capitain Bassa zurück berichtigen ließ/wie derselben Aus- mitPrmtz rüstung eine lange Zeit erforderte/ kehrte dieser unangenehme Bot wie- O mann der zurück/ und bedeutete den Capitain Bassa/ die Galeere innerhalb «achMc-H» 4 -Tanen Sregel fertig zu machen/ oder sem Haupt an statt dieser Nach!astigkeit einzuliefern. Uberdas ließ er auch alle möglichste An- stallten zur Reise / seiner geliebtesten Sultanin und Printzen/machen/ damn es den Namen haben möchte/ daßniemaln eine köstlichere und prächtigere 2lus Reise einer S"ltanin geschehen. Als der Tag dieser Enisonderung der Sultanin Bassa und Ibrahims erschienen / verfügte sie sich nach dem Zimmer des Sultans/ um dmsclbigen den letzten Abschieds-Kuß zu überreichen. Sie wa ff sich zu seinen Füssen und bate^ mikvergesellschafftetmThränm/die in ungemeiner Menge über die Wangen herab rollten/eine Gnade aus/ worinn sie einen gross n Tkeil ihrer zeitlichen Glückseligkeit gestcllek. Sie erweichte durch diese Mitleidms-wehrke Act/das Brunst-wallende Gemüt Ibrahims/so ihr Augenblicklich die Vollziehung sedwevern Begehrens zu sagte. Hierauf bezielre ihre Bitte/Zambols desB« schwärmen Begleitung auf dieser gefährlichen Reise. Dieser Verschnittene hatte stetigst in derGefangensihaffr des Ibrahims/ dieSorg über ihm g habt / und bey so vielen Gefährlichkeiten/die sich gleichei- n n Wetter über Ibrahims Scheitel gesammlet ihn erkalten/sondern so gar als ihn sein Bruder Amurath heimlich zu tödteu befohlen/ diesen Befehl in die Ertödtung emes andern verwandelt. Doch kalte ^b-akim für alle diese Wolthaten Key seiner Erhöhung gegen Zam« bol einen schl-chten Danck blicken lassen' so daß er ikn offters dm Tod androhen lassen/ nachdem ersthn zuvor seinerCapi Aga-Stelle entsetzt. Welchcsdann diesen Verschnittenen bewogen sich mit denjenigen/so s68 Röm. R a^serlkNafundDer o hohen Alliirren sich aufEJbmhims Bewerb zusammen.geschworen gen. Als Ibrahim der Sultsnin Bassa Bitte angehoret/ ward er in etwas befturtzt/ anerwogen/ ihm höchst bekannt / daß Zambol einer seiner getreusten Diener/ dessen Entfernung ihn gefährlich; doch wann er die gegebene Parol/ anbey auch seine liebste Sultanin und Prmßen betrachtete/ ertheilte er Zambol Befehl / lick gegen morgenden Tag Reiß fertig zu machen/ und dabey diegantze Reise nach seinen Wikr, »ambsl be- einzurichten. Uberdas wollte auch der Sultan / daß diese Reift W sleittMe zu gehen sollte/dahero dieSultaniktBaffa/nebsi ihrenPrintzenOimann sultaoa und ihren Bedienten/ um Mitternacht durch die Gatten Thür des Bajft. Serraglio / in Begleitung des Sultans selbst/ entwiche/ der ihr bis an den Meer-Strand vergeftilfthafftet blieb. Sie erwiederte diese Gunst-Gewogenheit des Sultans / mit einer unbeschreiblichen ange, masten Lieblichkeit/die auch den rauhesten Scythen Thranen auspressen mögen: Hiemit nahm sie ihren Abschied mit folgenden Worten: Abschied der Leber wol Änders Ich / Gulcau Ibrahim/ und berrachrer Sultan» «och malen Meine Gestalt/ die ihr Liebenswürdig erkieser/ de, Baffa. zjeler nochmal/ ob eure Wahl auf eine würdige gefallen/weil» Ihr in dieser Zeirlichkeir mich nimiNer erblicken werdet. Ich encchndere mein Leben von der Giffr hegenden Unrreu meiner Mir-Luhlerin Zaima. Hierausttatsieindie Galeeren/und ließ dieSegel aufziehenund und wegfertig machen/ Ibrahim in der verzweiffelten Traurigkeit/ die etlich Tag sein Gemüt eingenommen/ hinterlassend. Die letzte Rede der SultaninBassawarihmalsmit einen Dia- inanten Griffel in den Kopffgegraben/und würde er gewißlich alsobal- den seinen Zorn über die Sultanin Zaima haben ausbrechen laßen/ wann nicht ihre Schwangerschafft ihm die Verhinderungs-Steine m den Weg geschoben. Verschöbe derhalben die Straffe / bis zu ihrer Niederkunfft/ um alsdann die Merdgierige Rache wegen der Sulla- na Bvssa an ihr auszuüben. Indessen hatten die so denTodIbrahims beschlossen/deffenAusübungbisaufdie Ankunsstder Sultanm Bai- Sultan» si, ^ Alexandria ausgefttzt. Allein ihre S'eegekführten sieeinen an- dem Weg/ und die Galeere ward durch die Malthesische See-Macht Malth-ftrit.bemejstert / undjder junge Osmann/nebst seiner Mutter/nach Malta rcmgefan- geführt. > „ «m. Nachdem die tauftndmundige Fama diese Zeitung m Consian- tinopel ausgedlaftn/ stellten die m dem Verderb des Sultan Ibrahims vereinte ihre Rache noch langer aus. Ibrahim aber schäumte schon hl. 'kitzn loilltz dl», -«h >a>> »i» iS» »HG l llß» i«D ,M- vjO 1^ »rsl zj !l Triumph,l euchtenden Rri egs-He l ms Dritt eeThey. 26z schon vor Zorn als man ihn seiner wehrt-gerchatzten Sultana Bassa Gesangenschafft angekündet: da aber nachmals auch ihr Absterben m dieser Christlichen Helden Insel im Monat d-s Decembr. Ao. r 644. in den Ohren des Sultans erschallte/ wallte er gantz von Sinnen kommen. Etliche Tage bracht« er ohne Rede zu / und als nach und nach das Feuer seiner Raserey verloderke/ geriethen seine Gedancken auf der Sultana Bassa Abschieds-Worte / welche ihn wieder in eine neue Verzweigung liurtzten/ liest demnachZaima für sich fordern. Diese kluge Princessin/seine Grausamkeit vorersehend/nahm den jungen Printz«» Mahomet/ (als jetzt enttrohnten Tyrannen) mit sich/der damals schon wegen Osmanns Gefangenschafft als der einige Reichs- Erb gehalten ward / um durch dessen Gegenwart/die grimme Wu ch dieses gierigen Panthers zu mildern. Allem / wofern nicht seinen Mord-Klauen diese unschuldige Bcutewäreentrisienworden/würde gewißZaimaundMahometdie Rückkehr vergessen haben. Strack bey Erblickung der Sultanin/beschuldigteersiemitde, Jkkakm, nengrausamsten Verräthereyen/ und ohne alles Anhören ihrer Recht- Ed« Za, fertigung/ die sie mit gebeugtenKniendiesem wütenden Wild beichten wollte / würde er ihr gewiß den Dolchen in die Brust gedrüM haben/^ wann nicht Printz Mahomet solches verhindert/als welcher ihn in die Arme gefallen / und dadurch von seiner Mutter zwar den tödtlichen Stich/ nicht aber von sich selbst einige Verwundung entwendet. Das ächzende Klag-Geschrey der Mutter / und Jammer-wolle Hülff-Ge- tböne des Sohns/erschreckten die Sultana Valida und andere Bediente des Serraglio / daß sie in grosser Besiurtzung zueilten/ und das schon in den Rachen steckende Unschulds-Opffer entnahmen. Der jun- Verwund» ge Printz ward über das rechte Aug verletzt/davon noch eine daselbst be- ßndlicheNarbeern lebendigesZeugnüß abstatten kar.rwiewol es ande- mct.^ re Scridenten/ aber fälschlich/ einer andern Begebrrüß zueignen woüen. Diese Unruh erregte das gantze Serraglio und bewaffnete augenblicklich die gantze Stadt. Alke Luffte erschallten schon von der Erwürgung Mabomets des emtzigen Michs-Erbem/ welches auch so aarder Sultan glaubte/ und deßhalben schon a8/ Anstalten zu einer prächtigen Begrabnüß zu machen befahl. Die gantzsStadk/ nedsi dem SerragliogiengmderTrauer/ ausser dem eintzigen Ibrahim/ der da- hero den Haß / so man schon gegen iymtrug/noch mehrers vergrößerte. Seine Reden stressen nichts als die grausamste Dränung aus/ und sahen seine Rach-wucherende Augen schon in der Hoffnung die HeWen-Insel Maltha/ durch Entzündung seimöWuth-Fruers'aus- L l ist lodern/ »7» Röm. Ray ftrt .tNaj . und Dero hohen AUürren lodern/und seine Zunge beurtheilte schon alleRitter dieses PreWl^ Ibrahim Bezircks/ zur abscheulichsten Marter. Es fehlte so gar um wenig/da« w,u alle er nicht gar Hand an den damaligen Frantzöfischen Ambassadeur leg« » 2 a/n" te/weil er vernahm / daß cs meisten Franzosen gew chm/ so dir Galeere ^ . überwältigt/ja so gar eine Messacre dreftr gantzen Nation in denOt, tomannischen Provintzen hätte er fest gestellt/ wann selbige nicht der Aga der Verschnittenen/ milDarstellung einer abscheulichen Aufruhr/ hmtertrieben r Endlich musten seine vornehmste Bediente dieVersöhn- Opffer seines Grimms s.-yn/und der Groß-V?z'.er MaKomet/ weiter den Anfall auf die Helden-Insel Maltha widerrahten/des Todes Bitterkeit kosten; deme auclikurtz darauf der Capitain Bassa Pekir mglrichem Unglücks-Stand folgte. Diese enstedigte Sreüen bekleideten Werckzeuge d r Grausam« keit des Sultans und Tyramstsche Bwhelffer eines MörderischenBe« herrschers. Zetiin AcmerBassu aus Soria deiratt die Groß-Veziexe Stelle/ und hätte bennahe die SultanaKiosem nebst der Sultan« Zaima in den Tod g stürtzet/als welche ihn ebmals an einiger Beför, derung hinderlich gewesen. Der Sultan indessen ließ eme ungemeine Kriegs-Macht sammlen/ und als er endlich unmöglich besund die Insel Maltha damit zu bemustern/wollte er jedoch diese Armee nicht umsonst aus die Beine gebracht haben sondern ließ seme Raubgi. rige Augen aufdieJnsel Candia/die unter der Bottmaffigkeitdes Vene- tiansschen Löwen ruhete/schieffrn. Vormaliger Hierauf brach er mit dieser Preiß-Republiqne den sothemr de« Benetiani- schwornen Frieden/ und kündigkentchteinmaldenKri g/wieessonst scherKrieg die ehmaligen Mahometjschen Tyrannen gewöhn waren/an. Doch unterließ er nicht diesen verruchten Fri- dens-Bruck zu beschönen/ für- ,«n ariisang . Wie haß hje Venetianer schon langeZeit denen Cavitulatio- nen nicht nachkamen / anerwogen sie denen Corsairen Aufenthalt er» thMlten / und nicht mit so brünstiger Fceundscbafft als ehmalen der Pforten zuqerkan. Hiebey wüste er noch andere Zufälle bevzusuM/ (die das Gnücht zum Grund hatten) und möglichster Massmderm Nichtigkeit wichtiger und gröffw zu machen. Seine Raub-Flotte segelte hierauf aus / und lagerte sich mden Hafen zu Navarino. Aller Beftbl lautete zwar Maltha anzugreis- fen bis endlich der Capitain Baff« seinCatferie/ oder Ordre/k urch des Sultans Siegel versiegelt / eröffnet / und daraus ersehen/wie mm das Königreich Candia angreiffen sollte. Welches er dann IN das Werch gesetzt / und den LZ.Iunii 1655. aufderRhcdesurEansarm Königreich Candia angetanst. Hierauf fielen sie als wütige Hunoe Tr iumph leuchten d en Rkiegs-Helms Dri rrerTheil. 271 dieses Königreich an / und überwältigten «ach 4s. TägigerB siage-Ir»b«ruug rung' in b/mcidteni Jabr/noch dis Vestung Canea/ und in den folgen-^!!," dm Jahr Metimo. Welcher Gewinn durch den Verlust 40000. Mann erhalten worb; und die tapfermütige Venttraner strack,n dem Anfang z igten/ w,cv,ei es Ibrahim den Tyrannen kosten würde/ sich dieses Kömgr-ich zu bsmeistem. Indessen aber seine Armeen inCandienKrieg sührten/tyrannistr- unersZ««. te Ibrahim mCorstanlmopcl ubermasslg/und zeigte sich alseinen rech- ch- Der. ten Abgrund/welchen alle E-nkunffte undVerZnüglichkeiten desTür-schw«»vung löschen Reichs nicht erfüllen konnten; bis man ihn endlich in den Ab- grunb zu ftmm Mahomet Z-.sturht. Der Anfang zu diesen seinen wolvsrdienten Ausgang war dieser: Er hatte eine unglaubliche Menge Zobeln/ell'chediMmerdi'.mitauszufuLlern/verlangt/worzudanni'ive ziemliche Geld^Menge erfordert ward ; Weswegen er eine Vcrz-ich- nungderBeguttrrsien aufz»r irii^ io«^ e-§ .1^ Trium ph-leucdtendenRki egs- HellN s Dritter Theil 27z beer-Saffc/ so sehr bewutigt werden/ als der Sultan über diei«^ Anbringen/ sein gantzesSepn/veränderte sich in Wüten/ undsiürmeke sein Z-rn-schauinender Mund diese Worte aus: Ich fürchte keine ^ Aufruhr/ indem ich derMittedsölche zu dämpfen/ bemächkkar. reistvte^ Hierauf zerrieß er die Fetfa des Muffti. ^ ^ War nun der Sultan ergrimmt/ so waren es nicht weniger auch die Anwesende / die ob Zerreißung der Fetfa erstarrten / endlich aber einmütig ausricfen: Dieses ist kein Muselmännischer Sultan / sondern eine Wohnstadt aller Lasier / bey dessen Geburt Unglaube und T^ranney sich verschwesterp. Dahero man in allen Mosqueen Befehl ertheilte / daß diesen Tag/ als welches der Freyta^ da man sonst gewöhnet besonders für den Sultan Gebete abzustat, ten/ keiner sich gelüsten liesse/für diesen entmenschten Menschen zu bitten/welcher der Regierung weniger als ein Lybischer Löw und Arkadischer Estl würdig. Beyso gestalten Sachen/versammelte sich die Miliß je mehrund mehr/ so/ daß man r 5020. zehlen konnte. Nunmehro sähe derGroß- Vezier keine Ausflucht mehr/und warss ihn die Verzweifflung zu des Sultans Füssen / flehentlich seine Erwürgung auszubitten; damit cr nicht lebendig in die Hände der Grimm-erfMenSoldaten fallen möchte. Dieses Mittel ward endlich für tüchtig geachtet/ die Ausrührer in etwas zu lindern / und hoffte man mit diesen kleinen Übel den grossen vorzubeugen; Sein inständiges Bitten erhielte er leichtlich/und ward GEV», augenblicklich des Groß-Veziers Menschlichkeit von demTod berücket/ und sein Hals bestricket. Das todte Aaß warffman vor das Serrail/ durch deßen Anschauen der Soldaten Mord-begierde in etwas zu mildern/ und des Kaysers Entsetzung und Gefangenschafft dadurch zu Hintertreiben. Der Rumpf des entleibten Groß-Veziers ward Augenblicklich durch dieMikitzm mehr als r 200. Stück« zergantzet. Worauf »üan nachmaln bcy den Sultan um Auslieferung des Printzen Mahomet ankielt/. Hier veränderte er seinen Grimm/ und heiterte in e^was sein wütiges Gesicht auf/ der Gesandschaffc hiedurch eineHoffnungzubeliebigerVerrichkungeinpflantzend.AllcindieftVer- Ibr«him änderung zeigte eine noch gross.re Schalckheit und Unmenschbchkeit. will May». Er verfügte siä) nach der Zaima Zimmer/allwo der Printz/die Weib- mcterwL» lichkeit und Geilheit einzusaugen / aufgezogen und verwahrt ward; sen. und augenblicklich umfasste er ihn/um den Ge st.urs den noch schwachen Körperauszupreffsn/welches er auch bewerckst lügt hatte/ wann nicht seine Mutter Zaima überlaut ausgeruffen: Die Soldaten seyn vorhanden/ihn in die Gefangenschaffkzu bringen! welches ihn dann zu M m fliehen L74 Rom. Aa'sserl. Mas. und dershshen Alliirren siichenbrwegr / und die SiHerhm m aribern Zimmern zu luchnÜwch che etwas weiter entfernt. Da man dieAuffenfiehenden von der innstehenden Gesahrdrs Printzen benachrichtigt/ schickten sie andenBostangiBassa/ihnden grausamstenTod androhend/ wofern er sich nicht der Person des Sultans versichern würde / und ward ihm die Zeit bis aus den folgenden Morgen des Sonnabends bestimmt/und solches zu Verhütung aller Unordnung / welche die Janitscharen bey ihren nächtlichen Emsallin das Serraglio verursachen möchten. Nachdem nun diese Nacht std, weder möglichst still ausseiner Ham geblieben/ beschlossen sie mit Bestimmung des Bostangi Bassa/ bey anbrechenden Morgen des Sonnabends in Ordnung / und äußerster SUile/m das Arsenal den Einzug zu nehmen. So dann auch erfolgte/und gieng der Bostangi Baffa/ nebst noch zwey andern/um alle Bimstürtzung zu verhüten / nach dem SmM Sultan/ welchen er andeutete: daß alle Bostangi bereit stünden/ nm kommt in würde zu behertzi en Angriff semAnsehen erfordert/ale welches die noch Enthertzke zu möglichster Tapferkeit ansrischen würde. Ausdrese geschehene Einladung entfernte man den Sultan aus feinen abgelegenen Zimmern/ und brachte ihn dahin / wo man ihn verlangte. Und also geriet!) er in die Hände der jenigen/ dieihn.so lange verlanget und endlich erlanget. Sein ehmaüger Grimm verwandel- HvraM te sichin Unmut/welcherderVerzwkifflungnaheverschwagert. Er wTrdgcfaii- ward alsobald gesanglich angenommen/ etlicheZeit susbchalteii/erid, sengknom- lichaberden iz.TagsemerGesangenschaffterwurgt/ ftrnSvhnMa- homet aber im 6ten oder 7 tenJahr auf den Thron gefttzt/und mit all- Mahomet aemeinen Jubel Geschrey/ zu einen Sultann ernennet/der Sultans wiwSNl- Zaima aber / als seiner Mutter/ die Regierung wahrender Minderes». Fahrigkeit ihres Sohns aufgetragen- Hürnachst verordnete man auch ,r. Bassen/ mit welchen die Sult ana Zaima in allen Staats-Handeln zu Rath gehen sollte Diese kluge Princessm wüste sich/als eine andere Zenobia/aufdas kiüglich- ste aufzusühren / und erlangte durch eine gewisse Anmutigkeit und MscheDenheit be» demDwan alles das senge was sie schon vorhcro m Ihren Ca binet beschlossen. Uberdas machte sie auch den Groß- Vezier/ den Man in den fetzten Tumult/ als einen 7Q.Jahri.gen Mann/ diese Würde nufgebürdet/ so viel zu schaffen - daß er endlich durchJah- re und auferlegte Amts-Lasten / diese Stelle verlassen/und durch sein Absierben der Sultana Zmma die Freyheit/eimn Vezier nach ihren selbst eiZmn B-lnben zu wehlen/ eingchändigk, Diest Tri umph leuchtenden Avieg s-^el ms Drirrer ThcLi. 275 Diese Neffe ihr nun die Mahl eines Groß,Veziers äusserst an« gelegen seyn. Die Staats,Wisssnschafft ertherlte ihr den Rath/ niemand zu dieser Ehren-Stelle zu erheben/ der ihr m den geringsten verdächtig/und also nachmalen etwas wider ihr Ansehen anzufcmgen ge, willst. Eben diese flößte ihr auch ein / keinen zu erwehlen/ so denen vornehmsten derPforten oder auch dem Voick vechaßt/damit sie nicht durch diese Wahl bey ein und andern Haß und Undanck zum Lohn ein, nehmen möchte. Sie forderte deßwegcn den Divanzusamnm,/ihnen vottragsnd; wie durch Mehsmets Absterben dieVeziers Stelle ledig worden. Nun wäre aber ihr Sohn by einen solchen Mer/da er noch lange nicht bey dem Regierungs Ruder sitzen konnte; so wäre Lderdas auch die Pforte in verschiedene Kriege verwickelt/die Schatz, Kammer erschöpfst/ die Landschaffcen entvälckert/ und durch die bisherige Auflagen unter der Regierung Ibrahims/ so sehr mitgenommen/ daß es das Ansehen haben würde / als ob man diese Unterthanens, Scha'flein/ vielmehr schinden als scheeren wollte/wofern man sie mit mehrern Steuern zu belegen suchte. Dahero man dann einesver- Divünsorr siandigenMann höchst,denötigt/der/als ein andererAtlas/bas sincken- einenGxoß. de Reich unkerstützen/und bis zu ersordertenMannbarkeit ihresSohns Vch-r «r. Mahomet regieren könnte. Und ob ihr wol eine unumschrenEte Ge- Walt von dem Divan aufgetragen / und sie also nach Belieben diese Stelle zu bestelle bemächtigt wollte sie jedoch alles in ihrGutbedüncken legen/zumal ihr wo! bewust/ wie in dieser ansehnlichen Versammlung verschiedene tapfere Leute waren/ die Ruhm würdigst den Staat regieren/ und mit klugen Anstalten zieren könnten. Endlich beschlösse sie ihre Rede mit diejer Vermahnung/ sie möchten einetttüchtigen erwehlen/der mit ihr die Autorität theilen/und von allenfureinen rechtmässigen Reichs-Verwalter würde gehalten werden. Durch diese Rede satte die Sultana ZaimadenSaamendes Mißtrauen unter diese Versammlung / und wollte niemand seine Stimme einen andern geben/ indem er sich selbst/dieser Ehre würdig zu seyn/ schmeichelte / dahero sie einmütig die Zaima baten/ sie/ als eine D«r Sts- verständige Prmceffin/ wollte ihr die Wahl und würdige Ernennung des Groß-Vezirr empfohlen seyn lassem Die Sulranm erfreute sich auf- heimlich/daß ihr Anschlag einen so gewunschtenAusschlag genommen/grkragm. und beantwortete ihren Fürtrag; wie sie sich äusserst bemühen wollte/ ihnen einsolchesHauptauszusehen/mitdem sievsrgnügtseynkönnt n und würden. Anbei) unterließ sie nicht Meldung zu thun/wie daß -hr nichr unbewust/daß zu Zeiten der RemerungJbrahims viel Bassen/ Besen und Sangiacken/theils wegen Aufruhr/theils wegen unrecht Mmij gesammeir- n Reichihum.gefangen gesetzt worden/ da dann dieGerUch tigkeit ersoderte ihre Beschuldigungen gerichtlich zu untersuchen/und die Schuldige von denen Unschuldigen zu entscheiden. Diese Rede der Sultanin erregte bey denen Vezieren und Bassen eine ziemliche Bestürmung/ als welche verlangten die Gefangene ohne alle Untersuchung ihrer Mißhandlung oder Unschuld loß zu lassen. Allein der Divan sähe/daß wofern er der,Benamsung eines ungerechten Gerichts entgehen wollte / gezwungen wäre/dieses rcchtzu untersuchen / ernennte daher» gewisse Abgeordnete / die sich mit dem Mctangi oder Staats Seeretario und Teffterdar oder Schatzmeister nach den Gefangnüs verfügen müssen- Werdet Zaima aber hatte sonderlich diesen Abgeordneten befohlen / sich M-chomck genau wegen des Mahomet Caprogli zu erkundigen/ als welcher schon auch schon lange Zeit die Ketten der Gefangenschafft tragen müssen; di-ser war ein Frantzösischer Edelmann/ so wegen gewissen Ursachen sich aus Franckreich gefluchtet/und Italien zu einen Wvhn-Ort erkieset/welches ihn nachmals aufderSeeindieHändederCoriairenge- lieferk/und endlich durch allgemahliges Steigen zur Ehre eines Bassa und VerheuratUna mitFatima/ der Pfleg-Mutter der Princessm Ioachima / in die höchste Gunst der Zaima gefttzek- Dieser nun zeigte bey seiner Verkörung was hinder ihm steckte/ und legte klärlicpan Tag/daßkeineUbelthat/sondcrn vielmehr eine Neid-zischende -Mißgunst ihn feffeNvürdig gemacht- Letzlich / da er schon das Mitleiden aus Venen Augen der Commissarien erblickte/fieng er an/mit sonderbarer Unerschrockenheit und Großmut / in diese Wort auszubre- chen? daß/ wann ja sein Tod beschlossen/ er geneigt wäre mit selbst erforderter Stanöhafftigkeitselbigen/obwelen unschuldig/ zu erdulten/ ob schon sein Leben einen grossen Nutzen den Staat schaffen könnte. Caxrs'gsi Ersuche demnach seine Richter demütigst / ihn für seiner Ettödtung vnl ^tsür noch für den Sultan zu bringen/ damit er eine höchst-wichtige Sache r-uEulkam entdecken möchte/ die er niemand/als dem Sultan oder der Sultana Zaima/zu eröffnen gewillek- ^ ^ Diese Aussage berichteten dis Abgeordnete bey den vollenDivan/ allwo die Muffli/ dis vornehmste Bassa und andere Bedienten/ denen di: Gunsigcwögenheit der Sulkamn Zaima gegen Caprvgli nicht mehr unb. kan nt/sie instandigst baten/sie möchte docheinenso tapfer« Mann / die so wehmütigft erheischte Gerechtigkeit widerfahren/ und nach Entdeckung der Gebeimnuß/ die Vergeltung kosten lassen- Sie wollte sich hieb, y ihres Eifers bedienen/und defchlichte alsobald/ge- dachten Caprogli für den Divan zu bringen / dessen angenehme Art Wd Triumph- leuchrend en Rrietz s-Helms Drireer Theil. 277 Aufführung sdwedcs Glied des Sultans dewunderre. HkrbekrW tigte Caprogli durch seine Beredsamkeit/ alles dasjenige Gute/fo mau von ihn schon vorhero so vielfältig gemeldet; und die Sultana ^aima, nachdem sie vorhero drs von ihnr bey denDivan ausgeschriene Sperrten erzehlet/befthlichte ihnzuerzrhlen/waser dem PrintzenMahometdocb zu entdecken gesonnen; und nachdem sie verstanden/ daß es ein unbe« CamM trugNchMsttel wäre-den soschrerschopfften Schatz/ohne alle Unter- tvirvzmn druckung der Unterthanen und neue Auslagen zu vermehren / er-^^Be« nennte ße ihn zum Groß-Vezier Mit Bewilligung des Sultans und^^M' Divan. Dieses verursachte wathafftig bey dev gcintzen Versammlung eine grosse Bejnrrtzung/ als welche sich nicht eingebildet/daß man den Caprogl-derG-sangenschafft entnehmen würde/ urn ihn dadurchauk die höchste Reichs-StUffs zu stellen- Weil aber die Glieder öieserMew fammlung selbst vormals schön die Wahl öerOultang aufgetra^n / und damit vergnügt zu seyn sich erbötten: alsmustmsiebeydieserBe- Nennung beruhen/ nnv nochdarzu ihr Mißvergnügen verbergen Und also empfieng Caprogli aus den Händen der Sultana Z'ainia den Coffan von Gold/ in welchen des Sultans Siegel enthalten» So bald er diese Stelle betretten Unkekiieß er nicht/ durch Freimd/ lichkeit/ all.rGroffM Gemüter/Und des Pöbels Gükist zu gewinnen» Wes sein Thun bemäntelte er nttker den Schein bet Gerechtigkeit/ dis offtmals etwas streng schiene. Deren Gemüter er aber weder zu seiner K«E noch des Sultans Gunst gewinnen kunNtt/raumreer durch denSkrickGerechtig» aus den Weg/ und bereicherte durch ihre Schatze desSultans Reich-ken des CH thum; ließ derohalden zwcy lange Tafeln verfertigen und selbe in öen^lts Saalbrmgen/ durchweichen btt Sultan/ wamr er nach den Diva» wollte/ denWeg nahm. Aus eine derselben legte er bis fütnehmstS Häupter deren / so sein Befehl den Tod gewidmet / und bedeckte selbigS mit einem schwartzen Tuch; auf die andere aber setzte er die gesammelte Gol^B'Utel und kostbare Steine/ wömik stch diese Erwürgte bereis chett/ wikcheKöststchkciten ein mit Geld UndSilbSr geziertes Lacke» verbarg. Hi-raus erwartet er dis Stund / in welcher derMadomet nebst seiner Mutter Zaima sich nach den Divan begab/um ihnen dieses Schau-Spiel zu zeugen. Welche/sobald sie nur dieses Gemach betrtt- ten die Ursach Vieser Bereitung erforschet / da dann die Neugieriger den Sultan Mabomek nach öett sciwartzen Tuch geführt/und beff dessen E' td 'ckung Ulis Erblickung so vieler Schevel in Besiürtzung gesetzt. Forschte derokaiben zu was Ende dieses geschehen. GrossekHerr/ antwortete hmaufCoprogli/ dieses sind die Llnt-SauZek demex M m ist Unter- K 78 Rom. Raystrl. Maj. und dero hohe» Allürren Unrcrchanen / die mir einer lmersärrlichenBegrerdesieausaeso' gen/ und siehe hier in diese» Gemein (hiemit eröffnte sr die köAi- chen Edelgesteine und Gold) welche noch bis jetzo mir selbigen an, gefüllt. Es bringe es die höchste Billigkejr mir sich / daß man die Diebe straffe / und weil» diese durch ihre verdammte Grausamkeit und unersättlichen Geig so viel Völcker zu Grund gerichtet und beraubet / als ist es auch billig daß sie beraubet werden/ und das/deinen unschuldigen Unrerrhancn Enrzogene/dir/ grosser Her./eingehändigr. Dieser neueVezier Mahomet Coprogli bemühet e sich avssnst/die gestürtzte Hoheit und Ansehen des Sultans wieder ausdenStauhzu erheben / und die unbändige »Lchaaren derJanitscharen imZaum zu halten/als welche noch nicht durch den an Ibrahim begangenen Vat- ter-Mord begnüget / stetigst Aufruhren und Verradtereyen ausdauch- ten/ sich fest einbildend/dieftr Groß-Vezier würde gleich denen vorigen/ so entweder den Strang oder Erniedrigung kosten müssen/sich auch für Arnitscha- ihnen fürchten und ihre Macht verehren. Daher sie sich alsobald in rm wollen Anfang seinen Befehlen widersetzten/ und denZug inCandiaverwei- Sorten/ mit beygefugker L-ülon: Es wären die Ianitscharen mit dieser ' ffreykeic versehen/ daß sie niemaln zu Wasser streiten/noch auch ohne Anwesenheit desSultgns einen March fürnehmen dsrfften ; llber- das wollten sie auch den lisch fast unmündigen Sultan nichtverlassen/ sich einiger Neuerung / Zeit ihrer Abwesenheit/ befürchtend. Und dieses Entschuldigung--Gisst hatten sie von der alten Neid--Schlange Kiosem gesogen/ als welche hierdurch zu ihren Zweck zu gelangen verlangte. «hr-und Diese Sultans Kiosem / welche bis jetzo noch mit den Wul der Regiersucht Sultans Valida prangte/ Ware die Groß--Mutter Mahomtt des lV. 6 e hatte/ zur Erwürgung ihres Sohns Ibrahim/ ein grosses beygetta- ^ ' gen/ weil er ihr die jenige Gewalt/ darauf sie sich zu gründen vermeynt/ entrissen ; dann sie sich fesiiglich eingebildet/daß sie / wegen der großen Erfahrenheit/ so sie unter der Regierung dreyer Kayser geschöpffet/ un- umgänallch die Regenten-Stelle/ währender Minderjährigkeit des Sultans Mahomet/empfangen würde. Akein die Grosse der Pforten und der Divan / so der Sultanin Zaima Ansehen und verwunderliche conächte in Obacht genommen/ wehsten diesefHr jener / und entzünde« ten beyKiosem ein solches Glersucht-Feuer/weiches sicteAuswieglrmgs- Flammen auf die Regierung Zaima ioßloderte. Verlangte anbep/ Sultanin Zaimasolste ihre souveraine Gewalt rnit ihr theilen/sdergar abtretteri; «Sein dieses ihr Begehren war gar zu unveraunffrig/uns kü-k ' 7 - Trium ph - le uchtenden Rriegs /Helms Dritter The n. L7Y hat es nicht das geringste Ansehen/als ob Zaima sich dieser Würde ent- schlagen wollte / um dadurch Kiosem zu begünstigen. Daher denn diese altePrmceffin aufnichts anders bedacht war/ als zu ihrem Intern zugelangen / und sich zur souveramenStaats- Pati onineinzudringen ; verständigtedahero vcnihrem Fürhabenden Kislar Agasi/a'.s welcher jederzeit ihr vertrauter Freund gewesen/allein dieser sürnebmst Verschnittene konnte ohne Abscheu eine so verdammte Vers ähterev nicht anhöre/ welche in dieser Sulranin Brusiauswallte. Wie/grosse Gebieterin/ (sagteer) sollte sich wol die Mögltykeit so wcir erstrecken / dastihreineprittcefsiuzu Grunde zu rich ten gedencker/ die euch »nchrals ihre Römgm ehret/ und Äs eine Murrer liebt? U»ch> sollte eureBrusi solche eine Grarisamketrhegen/ die aufden Tod des jungen Prinzen Mahonrer/weil er dev Karma Sohn/ lostbrechen dorffre ? Wie/Gebiererrn ist er dann Nicht auch euer Enckel ? Har nicht die Natur eine bessere Liebe gegen euereLlmMekwandschassk in euer Dcmamnes Hery ein- geayer? Nein (fuhr er fort) ehe foU der Tod mich strecken/ehe ich» zu einer so verruchten Verrahrerc^ den geringsten Vorschub, chäce. Wsl dann Uglans/ (gegenantwsrtete diese boßhafftige Sultanen / welche nunmehro sähe / daß sie bey dem Kislar Agasi an einen Stein gefahren/ und nunmehro in Furchten war entdeckt zu werden) c> lasst euch nur angelegensten/ wie ihr mein entfallenes Anstatt wieder aufrrchren möger/vermöger die Sulrana Zaima/daß ie die Regierung mir mir rheile/ weil» meine Rahrschlage ihr nicht wenig dienen können / als die nur darauf gegründet/ daß ich ihr zeigen möge/ wie ich sie als eine Mutter liehe. Der Kislar Agasi versprach ihr hierzu seineHülffe / und becheuertehoch/ Me- mand das Geringste von dieser Heimlichkeit zu entdecken. Mein er KMar Ags hatte auch hierzu keine Zeit übrig/ dann / nachdem sie ihn diese Geheim- mn nus bey der Nacht entdeckt/ fand man ihn des folgenden tzagstod m Zs "mg«- dem Bette sigen. Damaln kunnte niemand die Ursach dieses schlichen ' Tods ergründen / nachmaln aber entdeckte die Folge der Zeit/ welche alles Dumkle erhellet / daß ein Selav von der Sultanin Kiosem gewonnen worden/ und den Kislar Agasi Gisst in die Nase geblasen. . DerToo dieses so getreuen Dienersgieng der Sultana Zaima ziemlich zu Hertzen/sie stellte sich alle gute Diensie/so sie von ihm empfangen/fm/ und würde ihn noch mehrcrs bedauret haben/wann ihr be- wusig wesen/ derWille den er gehegt/ ihreineSachebonsogroffee Wichtigkeit zu entdecken. Der GrossMier/fo ihn an Vgtters-Statt ehrte/ L8y Rom. Ra'-strl. LNaj. und dero hohen Alliikten ehrte/.und alles Wolseyn ihm zudancken/ war nicht wenigerdeinHk/ Beybrrngung/konnte jedoch dey diesem Argwohn / als welcher öffter» auch Unschuldige befallet / nicht sicherlich noch gewißlich sich stützen neck fuffey. ^ Hiebey ließ die Sultana Kiosem keine Zeit vorbey streichen/dis sie nicht zu Ausübung chres Vorhabens anw mdete. Sie hatte sich h-» dieser Aufwisglerey denJanitscharen-Aga mit grossen Hoffnung verbundengemacht. Fexuers hatte sie auch/zu besserer Auswurckuna, den Aga dex meisten Verschnittenen/ denBosiangiBaffa/dmGou- yernalor derJchoglans oder Pagen/ deren an derZahlsoo. allewol gebildete und in den gantzen Oktomannischen Reich aufferst geschätzte Jünglmg/ wie auchden Capltain-Bassa / nebst andern sürnebmen iKe- dienten/ aus ihre Seite gezogen/ lstzlich auch alles so eingerichtet/daßes Groß Ve^ nicht an glücklichen Ausgang ermangelt/ wann nicht ein unversekems jicr gcht Geschick den Groß/Vezier in Sinn gegeben / eben selbigen Abend/in selbst HlM Perkleidetex Gestalt die Runde zu gehen / und sich nach dem Quartier per Janitscharen/ die ihn stetigst verdächtig vorkamm/zu begeben. Er hestürtzte hefftig / als er den gantzen Platz mit Janit,charen/ die mit ih. ren Rohren und brennenden Lunden versehen/ ungefüllt/ und jedweden Eingang Mit Wachten besetzt fand ; er ward stracksangehalten/doch machte ihn sein versielttesAngesich! unerkanntlich. Damals zeigte sich dey Mahomet Coprogli eine unvergleich: rche Geschwindigkeit desVer, stands/ welchechn aus diesem Labyrinth führte. «roß.Ve- Er fragte gantz behextzt/wo Bectas der Aga der Janitscharen am zier kommt zutreffen / und nachdem er sich nach seiner Octa oder Verweilunzs/Zelt r«mB«tas brwqen lassen/erzürnte er sich über den Oochmut dieses Ossciers/ der sich kaum / ihn zu grüffen / aufrichtete / ob er ibn wol bestens kannte; derVerach-Ek ließ ihn zur linckenHand sitzen/ als welches die Ober-Stelle in der tung unem. Türckey/ und war jetzt indem gewilket/ die Ursach seiner Ankunfftzu er/ pfindUch. forschen/als ihn Mahomet Coprogli mit folgender Anrede zuvor kam: Wc,schwinde Lcccas/ ich habe verstanden/ daß du deine Mlannschaffr wegen ÄÄro«" eines grossen Vorhabens sammlest/ und davon einigen wind WejUcs. aus dem Scrraglio von deinen Getreuesten erhalten/ daher- mich in diese unbekannte Kleidung versteckt/ um zu erfahren/ was mir zu deiner und meiner Lebens/Erhaltung gede^lich. Bectas b liebe gantz bestürtzt/da er vernahm/wie daß dem Grotz-Vezier all ihr Vornehmen bekannt/ glaubte demnach/ daß er nur deswegen zu ihm kommen/ um seine RahtWäge mit denseinigen/zu des Sud tanö Untergang/zu vereinigen; uberdas vermeynte^er schrzurragirch D l!l! W dak te; mal W >dm merz 'Nco, Trmniph-leuchrettdett R riegr H eims D rirrer Th eil. 23 r seinen Jatenrzu seyn / wahn er diesen fürnehmstsn Minister auch zu ihrer Rorr anspannen könnte. Zwar hielt er im Anfang etwas Zurücks/ dochkurtz darnach be-BG sülhe! stände lejs^ Triumph - leucht en den Rriegv Helm s Dritter Thc ü. rFZ mung des Sultans / verhindern möchte. Kaum war dieser Be- fchl abgefertigt / als schon r Soldaten bey dem Smaglip erschienen. Der Muffti noch mchrers ihre Hertzhafftigkeit mit dem Feuer der Religion za entzünden/ sagte ihnen viel Sprüche für aus Venen Gesetzen/Krafft welcher/die sp eines Printzen Brod essen/ verpflichtet wären / ibr Leben / im Npthfall/ füp ihm Mfzufeßen; hierzufügte der Groß,Vezier die Uustheilung etlicher Geld-Beutel wel« chrdiese anwesende Soldaten so sehr behertzigten / daß sie mit dem kräss, tigsten Eidschwuren ihr Leben zu Peschützung des Sultan- dar- botten. Indessen hatte der Krslar Aga alle Verschnittene versammlet/ mit denen er auch die anders Bediente des Smaglio/auch sp gar die in der Kuchen / vereinet / und sie allesamt bewaffnet; gleiches nahm man auch mit denen Pagen für/ deren Gouverneur man hievon Nachricht «rtheilt. Der Bostangi Bassa/ oder Ober-Aufseher der Gärten/ der Capi Aga/ oder Capitarn aller Tbüren des Sultans / das Haupt der Weißen Verschnittenen/ bekennten bey diesen Anstalten alle Gemeinschafft desBectasJanitscharenAga mit derSultanaD'oftm/un wie sie nebst ihrem Anhang gewrüet/Sultan MahomeL von/Solvmann aber aufdenTdron zu setzen. DieserwarderanderePrintzdesmvürgten Söhn«v<« Ibrahims / von denen vier Söhnen / so ermit drey Sultaninnen ek' '/W^?. zeugt. Mahomet der erste von allen/ war erzeugt mit Zaima / Soly- mann mit der Sultanin Majama und Vasazeth und Orcan mit einer Albaneserin. Die Sultana Majama um ihren Sohn Solvmann auf den Thronhu heben / hatte versprochen/der Sultana Dosemalle Gewalt einzuliefern/ die sie bey Erhöhung ihres Sohns zu hoffen hatte. Da, hero Kioftm sich beflieffen/aufalle Weiß und Weg bey allen beliebt zu machen / und durch verschiedene falsche Beschuldigungen Mahomet und Zaima zu siärtzen: das Vornehmsie so sie vorbeachten/war/daß die schwache und kränckiiche viloolitlon des Mahomets eine so schwere Regierung zu führen ungeschickt / hingegmZaima zu jung unduner, fadttn/ so ein schwachssGebäu/a!s eine krafftig«Seul«/zu unterstützen. Würde man aber Solvmann mit Mahomet verwechseln/ dessen schöne Gestalt und munterer Geist unvergleichliche Thatcn hoffen machte/ dörffie dieOttomannischs Pforte eben wieder indenjenigenFlorge, rathen / indem sie bey Regierung des ehmaligen Solymanns ge, standen. Durch diese Beredunghatte Kiosem diemeiste Gemüter an sich gezogen/we'-'" nach und nach von den Groß-Vezier gesanglich ange, N n ii no'u- 284 Röm.Aavscrl. lNaf. und Vers hohen Alliirren nommen wurden / we! nr auch sogar das I mmer der Sultans Dulkanwilt Kiossm besetzen l>eß/ aus Furcht/sie möchte emwffchen. Obgleich dir ft'n-r Jugend des Sultanri/dre Liebe zu feiner Groß Muttcr/bey so baner ^ ^ BeleydigUiig vereinigen sollen/ konnte man ihndoch nicht überr-dm/ U'li^u^chkdaö Todes urthsii zu unterzeichnen/da sie doch seinen Tod aufferst ge- unkisfchrrb sucht. Die Sultana Zaima vereinte sich Mil eben dieser Mevnimg/ vm. und dielte am rathsamsten/sie in eine ewige Gefängnüß zu setzen/ m Erwägung der ehmatigen Gutthaten/ so sie von dieser Sultana Kibstm empfangen ;ia sie erbarmte sich so gar über ihreMstbuhlermMafamü/ welche man nebst Printz So!ymann( den fetzigen Sultan) zum Tos Verdammet / und bäte ihr Leben von den Sultan und andern Bedienten wehmüstgst aus / doch muste sie endlich des Muffst E/nwendungen Raum geben / welche klarlich darlegten/ daß es böchst-nstig wäre/ zur Beruhigung des Staats/ dis Sultana Kioftm hrnzurichten/ ward also ihr Enckel gezwungen dasTodesUrtheilzu unterzeichnen. Die Jchoglans/Verschuittene/ und etliche Soldaten/von einem blinden Eifer und Wutb getrieben/ergriffen hi-raufdasUrtheil/und verrichteten das / was man sonst denen Saimen zu befehlen pflegte/ Henckeker- lieffen also unordentlich nach den Ziinmerder allen K'ioftm/die sie mit tennachden genauer Untersuchung beyeincm Kleider Kalter in Bedeckung vieles Z.mmrrvet Zj.ugs fanden/ und sie bky den Füssen herfür rissen. DieUnbändigkeit Hichn». hjehr unbezähmten Rach/Richker übten mit ihr allen Hochmutauö/ und hatte sie nunmehr» schon allen Sultanischen Respect verlohren. Zwarvermeyntesie durch Austheilung des Gelds und VerlMwgen sichdas Leben zu beuten / allein die Ohrender Soldaten waren taub/ und rissen sie aus ihrenZimmerhmaus/beraubtensie ihrer Zierrather/ und licff'n auch so gardlsOdren mit nichts m den Tod prangen. Endlich / nachd« m sie sich ungewöhnlich bey solchen Jahren gewehret / ward sie mit grosser Müb und Arbeit/ in dem 80. Jahr erwürget. AnkmK Sie war sonsten von Adelichen Eltern entsprossen/ aus der Insel unp Be. Csiios/erzeugte mit Achmet fünffSöhne/ und zwey Tochter/ als mm- äuff rlich; Ansehen / die noch starcke Krafften/ machte dass man sie für 50. Jahr alt schätzte und waren noch etliche Uberb!eibselnubrig/die genugsam zeigten / daß sie eine derschönstenDamenihrerZcitgewesen. Ihre ansehnliche Gestalt/hatte bas hohe Alter noch nicht gekrmnmet/ sie war nicht sonderlich dick / ein gravitätischer Gang/lange Haare/ anmutig- Beredsamkeit/ und schone Farbe/ zeugten genugsam von ch/ M Schönheit. Die Augen waren noch voll Feuers/unv dieZavneso *ch:, ' ct- Triumph-ieuchrenden Z^riegs-HelmsDrirrerTheil. 285 starck/ daß sie einen von den Henrkern/ so ihr den Strick um den Hals legen wollten/ und mit dem Finger in denMund ungefehrgermken/ denselben abgebissen. Sie hatte sonst ein großmütigeSHertz/eme h«r^ haffieEiltichlieffung/e ne verwunderiiGeBestandigkeit/ und würde der RuymeinesPreiß-würdigen Musters ihres Geschlechts worden scyn/ wann sie etwas weniger ehrsüchtig und grausam gewesen. Dieses waren die zwey Laster/ so sie meistens b fleckt / und endlich ,hr den Strang mit Ehre/ und den Tod Mit Leben Verwechselt. Bectae'/ der Jamtscharen Aga/ der Bostangi Baffa/ der Capitain Baffa/ der Ca- pr Aga / und Aga der weiffen Verschnittenen / und der vornehmste Thürhüter des Serrasis/endiglm ihre Untren durch verschiedene To- des-Arten/ und die tressnche Anordnung des Groß-Vezier machte. daß nichteiner von dies n Aufwieglern mit der eilfertigen Flucht sein Leben und Ehre retten konnte. Denen Jamtscharen ward dieser Tumult nicht eher kund'als bis sie nickt Mehr m demStandewaren/der anru, > ckenven Mackt zu widerstehen/und denen Spahis dieSpitze zu bieten/ als welche nunmehro den Pöbel anftischten/diese Verräther zu straf- sen/un den/von ihnen schon ehmal begangenen/Mord anSultanJbra- him/ und jetzigen fehl geschlagenen an seinen Sohn Mabomct/ zu rächen. Und würde der Sultan durch sein sonst unumschrencktes Ansehen nicht haben verhindern können/das die Spahis von Worten zu den Säb ln kommen/ wann nicht der Groß-Vezrer ihnen Hey Bemer- ckungdes bevorstehenden Blnt-BadS/ Geld austheilen lassen/mit bey- gefügter Erinnerung / daß der Sultan wegen ihrer Dienstwilligkett höchstens befriedigt/und damit vergnügt, daß die furnehmstenHauptec drrAufruhr zur Straffe gezogen. , ^ Hierauf forderte er den Divan zusammen / m welchen sich ave Gross«Ser Pforte/und dir FürnehmsteiMusConstantinopel einsun- den. Die Anrede bestund in einer Danck-A stattung / welche er/ im Mahormi Namen des anwesenden Sultanöund Sulkanin/ ablegte. Die Ge- AH rum ^ gen-Antwortung aber der Versammlung erhallte durch ein vereintes Gülcks-Geschrey/ und wäre durch die gantze Stadt nichts anders;« rerSulran« hören / als: Es lebe Sultan Mahomer/dieGrund Seuleder Valib-M Orroinanmschen pforre; und feine Murr r Gulrana Valida/ klär^ ftv stetigst Glück-beseligt. Dielsr Tirel Valida/ so eine Königin b«m rckct/war hiemit der SuItanaZaima bevgelegt/als dessen bißhe- ro Sultana Kiosem sich bedienet und wird sonst keiner/als der Mutter des Sultans/vergönnet. Nachdem diese Hydra durch kluMnothtwng desGroß-Veziers gefMt/ ließ er sich höchst angelegen ftvn/ die Regierung Mahomets Nuilz Md »86 RSm. Raystrl.Mas. und Dero hohen Murren stellet werden/ welche aberm Candia/Krafft ihrer Frcyheit/nicht den wollten: weßsvegen dann der Kroß-Vejirr einen Ort ausgrfthxn/ dahin zu gehen sie sich unmöglich wegern könnten. Der BeysraO/ den Fürst Ragozzi/ denen in Polen fallenden Schweden gerhan / zo, Ianitscha. ge diese Mord Hunde in Siebenbürgen/ allws der meiste Tbeii durch renwerven die nichtige Belagerung Clauseyburg / theils durch die Eroberung ziemlich «, Groß-Wgradem/theilsgber durch gchalkene Treffen mit den RagG so sehr verringert worden) daß kaum ein kleines Häuflern zuruck nach vpssl b ^nNantinavel kommen/ welches ibr unalücklicbes Movkaken rrchtiget. Hier stunde nun die Sultana Valida m Gedancken/ob sie di'ese sounruhige Militz/von welcher so viel Unglück hergestammet/ wieder auftjchren sollte; doch riethe endlich der Groß-Vezier mit Bewilligung Mahsmets darzu / weiln sonsten dieSpabis/ so allein die Edle des Reichs seyn wollen / unerträglich werden würden / die im Gegentheil/ durch die Macht der Janitscharen gezwungen / beyderftiks den Sabel in der Scheide ruhen zu lassen: Richtete also diese gefalleneSoidatem Art/ worjnnen die grosse Ottomanmsche Macdt bestünde/ wieder aus/ setzte ihnen aber Officier nach seinen Gefallen für/ die sich nicht weiger, ten/mit dieser neuen Soldatesque nach Candia zu gehen/um allda die Officier / die fast dech Besch! des Groß-Veziers nicht gehorchen wolle Huffeim tM/ abzulösen und zurück nach Conftantinopel zu bringen. Unter web Daisawirh chen sich absonderlich HusseimBassa von ungemeinenAnsihen befand/ «rwurst. selchen jedoch der Groß/Vezier/ beyseinek Ankunfft/gefangen setzen/ und von dem Leben bringen lissse/so von allen fürnehmstsn des Vo.cks/ wegen eines unfehlbar besorslMnAufstand es für unmöglich gehalten worden. Indessen nun danach Dalmatien unter Anführung des Ali Vas fa/ und nach Candia dis Jamtscharen abeilten > v .rmeynte man denen Venetiamschen Lander Reichkhumen/ ein grosses zu entreißen; als welche gezwungen würden/ ihre bißher in Candia vereinte S>M Macht zu zergantzen/ und davon einen grossen Theil nach Dmnratm Venedig abzufertigen. Es erwiese damals dieser höchst-kiuge Staat/ wie er macht Ver. Mcht nur Capabel/ diesen Armeen der Ottomannischen Pforten zu wie v-nWA drrsiehen / sondern auch selbigen gar in ausserste Verwirrung/sa gar scheu L>of in gäntzlichen Ruin zu setzen/wann sie nicht des Coprogb verwunde»/ liche Staats-Streiche davon entrissen. Es fertigte demnach der Preiß-Adel der Adriatischen Beherrscherin/eine Gesandschaffcan den Tr iumph wüchtettvettRt kegs-Helms DriccerTheil. ^87 Perstanischen Hof / daselbst ein« Liga mtt dem Sofft/ zu Verd erb der Oltomantten/ anzurichken. Ihr Anschlag ward Wunsch - beseligt / und m-Mg ke der erst n.u ausdcn Töroitgcftiegene Ächab Acmas Sofft in ibrB.'rehren/verhoffend/vermsg dr.-ser Aliantz / das neulich semeM Varter von AMUrath entrissene KronEkttNöd/ Babhlon/ wlederru bekommen. (L>em an der Morten verweilmderGesandter muste diese Ansenderung suchen / Und da ihm eine Weigerung geschähe/ drMn ^mbie Turcken denKrreg ankunden. " ' Pforten v,- Der Groß-Fürst aüs Moftau/ so gleichfalls wegen der anaram k"Mn. tzendm Länder mtt der Pforte in Zwist lebte/ empfieng die V«isch eingeschickteGeschencke/uNd ließ durch einen nach Venedig abaefeki ^ ten Gesandten/ diefttl klstgeri Stciak/ alles möglichsten Behstands d!?- sichern^ Zu gleicher Zeit war auch der Tartar,ChAn gewiller/öenTöd rackrÄi«, ftMes Vatters zu rachen / deil Sultan Ibrahim durch Verrakhereysvchl Krieg grausamkrch hmgenchtet.^ Sern Begehren wollte bey der Pforte den an dm Lrw D/u! des Vormunderö über den noch unmündigen Mahsmet aus- wurcken / als Welches Begehren/ in denen Muselmännischen Gesetzen gegründet. Nachdem ihn aber der Disan diese Ehre abgesprochen/ verbarg er hierüber sein MGergnägen/Und verbarg die Funcken sei, Mr Rachs Noch unter die Alchen der Simulation/ bis sie endlich bey biesenConiUncturcN in voliesFeuer ausbrache/Welchis/öurchSti iffea in di« Tutckischen Ländernder Pforte den Krieg mit dem Tartar- Chan MundeM Dieser bestürme den DiSan am tneisien/so brachte auch die annahende Armee der Persianer nicht weniger Furcht mit/und war Auch Überdas derMostvtziter nicht gering zu Achten. D>e VeNetianischs Gegenwehr gkenq stetiast fort/ ünö Vermiß kette dadurch die OtkoMaNMsche Macht/ deren ein einheinrisches Un- Mck/mehr als alle jetztbesagte/drohet^ Die Aa nitschareN undSva« Spahi/ his/so bevve die zwey Haupt-Nerven der TürckischmMacht/hatten 2m'' sich aus das aufferste entzwey t und fiengen an bev allen Geleaenheiten wvliin sie zu Marchiten befehlet wurden/sich zu übeü/und auseinander n»?"' das Mord Schwerdtzu zucken. Das gantze CönsiäNtmopel/ward durch ihre Unordnungen in Allükm/ und ekrehlts man von nichts anders/als deren Räubereien UvdMotdchatendieser Und jener Militz. DasSeriagkio war in hochsier-V-rwirrüsta/alsaUfwelches zugleich so Viel äusserliche unbernheimrfcheK'rke^ lost stürmten/ ünüwördegewik- lich die SttoManttrsche Macht ohnmächtig worden sehn / wann sie dev Seini / r8 8 Röni. Ra'-sirl. Mas. und Dero h ohen AUiirren SeineRachschläge giengen mit Vereinigung desDivansrndlM) dahin / daß man einenTbeil/der er in Dalmatien undCandien witer * ' Venedig streitenden Völcker/zurück beschlichen sollte/da indessen die überbleibende Capabel genug seyn würden/defensive ,n denen eroberten Platzen zu gehen. Dieses gesammelte Volck schickte er unter den Ali Basta in Siebenbürgen. Zu gleicher Zeit rüstete er eine mächtige Schiffs-Flotte aus/ so der Basta Capitain zur tz^ee / dsuen zu WGr und Land bestrittenen Venetianern entgegen fuhren sollte. Dem Gouverneuren in Syrien/Meiopotamia/ und anPersien gräntzendm Ländern/schickte er Befehl zu / alle übrige Munition und Lebens-Milte! nach Babylon zu schicken/ und die festesten Plätze/ die wegen der annahenden Macht desSoffi inSorgen stünden/best-möglichst zu versehen/ bis daß er mit einer gnugsamen Armee den Feind selbst die Spitzen bieten könnte. Uber diese Trübseligkeiten alle / die sich aufdas Haupt des Sultan Mahomets/ der Sultana Valida und des Coprogli verschworen/ Aufruhr zeigte sich annoch dieallergröste. OrcanoOgli/BrssavonAlcppo/der peEaffa sich des Groß-Vezier Befehl bedienet/und eine gewaltige Armee auf HrcgflLM die Beine gebracht/ rückte aufLonstantinopel zu/da doch niemand sein Vorhaben bezielen konnte. Endlich brach selbiges aus / daß er ein Verwandter / deß vonKuprogli erwürgten Nssem Basta/wäre/und dahero dessen Tod zu rächen gewillet. Damit aber seine RE einen Deck-Mantel hätte/ führte er einen Prmtzen/Amurath Golymann benamset/ mit sich/ den Amuralh mit Rakima ehmaln erzeuget/ und demr zugefallen/ eine 2 lrmee von 20000. Arabern/Drusen/ und Armeniern/ Mit denen Orcano OB sich vereinbart. Dieser Fürwandt verblendete viel Bassen/der neu-ausgehenden Sonne sich zu unterwerffen/ und den neuen Sultan den Treu-Eid ab- zustatttn. Indessen näherteOrcan Ogli immer Constantmopel/uns fetzte sie dadurch in die höchste Bestürtzung. Der Groß-Vezier ließ alsodald durch seine Kundschaffter diejenigen/so dieserannaherenden Parthey gewogen/ausforschen / und zahlte dieselbe mit den gebührenden Lohn des Todes/und erstickte also ihr Verräterisches Furhaven/ SaUan noch in der Blüte. Die Stadt Constantmope! / versah er mit beno- Ammach .jgter Gsgeiiwehr/ und fertigte seinen Sohn Achmet/unter Ansuh- Lonstan"«/ rung Mustapha Bassa / eines erfahrnen Kriegers / mit einer Armee «»»rl. von 6OO0O. Mann / so man wider den Soffi zusamm gesammelt,^gegen den neu-erwehletenSolymamiAmurath/mit dem strengenBsich^ selbigen/ so bald es nur möglich/ eine Schlacht zu liefern. Ss 8 -n-r: r-!. nknr av' »ütk nr veL ^-k ^'c' xc'j S' _Tri umphsteuehrendeti Rkiegs-Helm s DrikkekTheN. 289 So bald aber der Baffa von Aleppo den Anmarch dieser Armee vemommen/ nahm er einen andern Weg/und entfernte sich von der Constantinopolitanischen Strasse. Allein sein Unglück folgte ihn so geschwind nach / baß / eh er sichs versah/ihm Achmets-Armeeaufden Hals war/und seme gesammelte Mannschafft in Stücken hieb/ und in die Flucht jagte. HiermusteaufEmrathen desOrcan OgliderPrintz Solymann Amurath sich Achmet ergeben/verhossend dadurch Vergebung seiner Verratherey zu erlangen. Die noch übergebliebene Mannschafft aber / vergesellschafftete/ nachdem sie treuzu fern versprochen/sich mit derArmeeAchmets/und rücktedamit/aufden Befehl seines Vatters des Groß-Veziers/ auf Babylon zu / um den daselbst mit 5-0220. Reutern und 60000. Fußgängern den Einsall trohenden Soffi sich zu widersetzen. Dieser aber/so bald er denAnmarch der siegenden Armee Ach- mets/ anbey auch den Einfall des Mogols/ausAnsuchcn des Türcken in diePersischenLandschafften/ersahren/zogesich zurück/und vergrös- serte dadurch den Sieg Achmets / die Vergnügung des Serrail und die Freude Cavrogli über den glücklichen Anfang seines Sohns Achmet. Die zurückgehende Türckische Armee straffte in ihrenRuckmarch die jemgen Häupter und Baffen/ so den Orcan Ogli von Aleppo Bestand geleistet/und muste auch PrintzSolymannAmurath dieftStraf- fe kosten/ welcher mit denen erdencklichsten Schelt-Worten dieUntreue des Orcan Ogli ausmachte /als welcher ihn gerathen/ sich dem siegenden Mmet zu ergeben/da er mit grösserer Ehre in seinen Waffen sterbend/ den schmählichen Hencker>Tod entgehen können. Und hremit war aus einen Streich zweyen befürchklichen Übeln abgeholffen. In Mofcau fertigte man hieraus Gesandten ab/ und ließ selbigen Groß-Fürsteneine Vsrgleichung/wegen der strittigen Lander/ antragen / die dann auch erfolgt. Der Tartar Chan ward gezwungen/selbst Hülff bey der Pforten zu suchen / indeme dis Verschlagenheit des Groß-Veziers den kleinen Chan der Tartarey nebst andern Murtzen und großen Häuptern wider ihn aufgewiegelt/und in die höchste Verwirrung gesetzt. Indem also durch die kluge Anschläge der Sultana Valida/und des Caprogli/als durch einen Ariadnischm Faden / die Pforte diesen Labyrinth entführt / fertigteMahomct mit Bevrathen des Caprogli/den er gleich seinen Vatter ehrte/ den jungen Achmet Caprogli in Dalmatien / mit dem Befehl / die zwey Städte Clissa und Zara/ es koste auch was es wolle/ zu überwältigen. Durch Absterben des Fürsten Raqozzi/ward mdess n demTürcki- schenReich wieder eineFackel in dieHandgegeben/womit sie eineKriegs- O 0 Brunst Sultan Amurach wird gefangen. L yo Rom. R ayftrl. Mas. und der- hoh en Allürre« Anfavs des Brunst in Siebenbürgen auflodern machte. Ich entnehme WrH Sierxabür. nen Del / damit ich nicht / das schon in den ersten Theilsürgebrachte/ E«" wieder aufwärme / als von welchen Siebenbürgischen Krieg der Am Kms». jgng unsers Triumph- leuchtenden Kriegs - Helm auch den Anfang des Lebens dieses Tyrannen Mahomet gemacher/deme wir jehtdurch Erzehlung seiner Kindheit / und Meldung von geschehener Entthron rmng die Endschafft bcygefügt. Schreitet also unser Del von denEnt- thronksn Mahomet zu den bethronken Solvmann. Dieser entwiche nun der vermeynken Gefangenschafft und bestieg den Tdron/ solte auch 8. Tag nach seiner Erhöhung gekrönet werden/ wann nicht die dazwischen gekommene Rebellion der Janitscharen fob ches vcrhind'rt: da dann endlich den 27. Novembr. selbige erfolgt. Uaischycit Ein solches Gerücht aber hat des geneigten Lesers Neu-Gierigkeilbe- dnGcfcn- trogen/wann sie diesen aufden Thron-steigendenSolymann/alseinen smfchafft in dis 40. Jahr gefangen gesessenen Printzen/ aufgesühret/dadoch er- GstzmEi. weißlich / daß selbiger stetigst mit Mahomet/wann er sich ausser der Stadt Constantinopel verfügt/gewesen/ bis endlich die Liebe mit Za- lemai/ die allzugrosse Freyhei't Solymanns in etwaseingeschreacket. Dieser hatte in seiner besten Jugend-Blüthe seine Mutter Mmama verlohren/ dis an nichts nicht hatte erwmdcn lassen/um diesen ihren Printzen auf den Thron zu setzen; Welches dann den Sultan Ma-o- met bewegt/einiges Mißtrauen aufihn zu setzen. Seine sonderlich anständige Sitten und herfür leuchtende Großmütigkeit/ machten ihn dsyderMilitzhöchst-beliebt. DieUngeduItfoSolymann hegte/ um seine in der Brust aufwallende Tapfferkeit an Tag zu legen/bewegte ihn gantz ohnversehener W iß/ den Sultan zu bitten/ob er nicht gestatten wollte/ den Groß-Vezier mit in Candien zu begleiten; allemden Sultan mißfiel dieses Ansuchen / und widerriethe es auch der Groß- Vezierftlbst/mit dem Fürgeben: daß es höchst-gefährlich diesen iungen Printzen nicht nur von der höchst- nötigen Aufsicht zu entftmen/soudern auch so gar das Schwerdt selbst in die Hände zu geben/welches er ersten wider den Sultan selbstentblössen könnte. Dieser arglistige Bediente erthesice denS-ultan diesen Rath/nicht zwar / daß er diese Brüder gegeneinander verhetzen/und mißtrauisch machenwollke; sondern ihm war allzuwol VieGunst- Gewogenheit/ sodieMilitzgegenSoiymanntrug/bekannt; Sultan Mahomet der memaln bis dahin das Schiffstiner Gedanckengelencket/ließ verschlagener Weiß/ sich nicht das geringste mercken/daraus man gegenSo- lymann hätte ein Mißtrauen auszwingen können / sondern vergönnte ihn das fteyeste Leben/ dadochausaiie seine Förnehmen/die genauste Kund- Crurmph-leuchkenderi Rriegs,Helm s Dritter Theil rZ, Kundschafft gelegt. Unterdessen hatte Solymann hieran nicht den geringsten Argwohn/und konnte ihn auch sein Gewissen nicht des ge, rtngsten Verrätherey-Lasiers beschuldigen. Die Regierungs - Lust war bey ihm nicht so sehr/als bevSultan Mahomet/angeseuert/sondern die Fessel derJagd-Vergnuglichkeit / hatte ihn gleich/als den Sultan/ge, bunden/den er daher stetigst begleitete/oder auch selbst allein dahin eilte. Doch konnte ihn diese Lust so gar nicht einnehmen/daß nicht noch such einiger Platz für die Liebe übrig blieb: Wiewol er selbige nicht Mb-De. offenbarste!)/ sondern in Heimlichkeit ausüben wollte. Er suchte lan- schAEsly, se Zeit ein Liebens-würdiges Object/ aufwelcheser die Strahlen sei- mir ncr Gewogenheit schieffen lassen könnte. Baffa Ziozim Morat ver- 2»^««. sähe ihn endlich durch einen wunderlichen Fall mit den edelsten Md. Der Sangiack von Smirna/ ein Verwandter dieses Bassen/ hatte eine verwunderns--wchrte Sclavm emgesandt/soer von einem Tarta- rischen Corsairen erkaufft/ undaufdas mühsamste erzogen hatte/um durch dieses Geschenck die Gunst des Sultan Mahomers zu erkaussen/ als welches das gemeinste Mittel/wodurch sich die Mffen und Begen insinuirenkönnen. Der SangiackSmcm/so Zizm Baffa für seinen Gönner an der Pforten erkannte / hatte ihn ersucht / in ssmen Namen diese Sclavin den Groß,Herrn einzusteftrn/weicher damals in Adria, nopel sich aufhirlke/und gewillet war/ die Residentz dahin / wie ehmals Solymann der erste gethan/ zu verlegen. Der Baffa um des Sangiacks Begehren;u vergnügen / hatte Vernommen / wie daß der Sultan g willet/ von Adr anepsi nach Larissa sich zu verfügen / allwo er gewohnl/die nreiste Jahrs Zeü zu ver- we len/ zumaln es einer von den Lust-hegenden Orten/darinnen alle Jagd und Land-Vergnüglichkeiten eingeschrencket. Dieser Baffa war nun ein getreuer Freund des Solvmanns / als wstchcr in wer iz Tagen mit den Sultan wieder zurück gekommen / und strack bey seiner An'kunffc/ Baffa Zizim Murath zugcsprochen. Die Vertraulichkeit und Freundschafft/ so sie zusammen gemacht/ hatte den Baffa gezwmr, am / Solymann zu entdecken / daß erden Groß-Suitan etwas ekn- zuhändiqeri hätte / dadurch er eine grosse Gunst zu erlangm verhcsste; hiebm aber wäre eine Verschwiegenheit nöthig/ damit es ja der Sul- tanaZacchi nicht kundt würde/weiln er gesonnen/den Sultan eine neue Favorita einzureichen ; solglich erzehlte er ilm auch/wie ungcrncm- schön sie wäre/ so daß Solymann ihn bittiich nötigte/ ihn solche/ vor der Einstes rung an den Groß Sultan/ noch zu zeigen. Der Baffa so sich von denen Übeln / so hiraus entstehen konnten/ keine Gedanckrn machte/ führte diesen Printzen mit in sein Haus/ kau« Oo ij aber ki«tz«Gu1- tan Mahs- mcts mit Abdeima. Lyr Röm. R^strl. Mas. und der-hohen AUiLrrm «der hatte Solymann dieseSchönheit erblickt/als er schvngegenBass« Zizim bekannte / daß diese die einige Beherrscherin seines lüßher noch unverliebten Hrrtzen wäre/ und woferne er eine rechte Freundes-Prod darzu legen gesonnen/ wollte er sie daraus erkennen / wann er ihm diese schöne Sclavin in die Hände spielen wücde. Der Bassa weigerte sich dessen anfänglich/ ihm fürjlellig machend: daß er solche eineNntreu an den Sangiack zuSmirna nicht begehren könnte/ alswelcherihn dieses so thcure Pfand zu treuen Händen enrpfohlen/woferne er nicht für den treulosesten Alenschen passwen/undbeyAuskundschafftungkh den Sultan in die höchste Lebens,Gefahr kommen wellte. Allein die Liebe Solymanns vernichtigte alle diese Eimvmffs- Gründe / und brachte endlich mit unvergleichlicher Beredsamkeit zu weg / daß der Bassa sein Begehren einwilligte/ zumaln der Sultan hie« von noch keine Wiffenschafft/ überdas auch der Sangiack abwesend war. Solymann umarmte hierauf den Bassa / und nachdem er ihn zuvor bis in den Tod eine unzerbrüchliche Freundschafft zuaeschworen/ unterredeten sie sich/auf was Mittel diese Schönheit den Sultan ver, borgen bleiben könnte.Sie finden kein stchereSals wann sie dieftSchön« heit in ein Lust-Haus/so Bassa Zizim in den Thal Giam'ra / zwischen denBergenOssa undOlympo hatte/brachte' allwoder Sultan öffters auf die Jagd gieng/ deme Solymann so dann sich beygesellschafften/ und ohne Verdacht öfftcrs seine schöne Zulemai heimsuchen könnte. Diese Handelschafft der Liebe dauerte ein ziemliche Zeit und liebte Solymann auf das vergnüglichste / weiln seine Liebe von der Gegen« Liebe der Zulemai belohnet/ und Wunsch beseellgt ward. Endlich nachdem das Gluck ihnen lang genug geiiebkostk/ führte es auf eine Zeit den Sultan in den heimlichen Liebs-Garten/eben zu der Zeit/als der Prmtz abwes. nd' und noch im Jagen b eschäffstgt war. Den Sultan hatte der unmassige Durst nach diesen Lust--Haus ZizimMorats geführt/allwo/nachdem er gantz allein angelangt/ die Liebenswürdige Gärtners-Tochter sich seinen Augenzeigte. Der Gärtner merckte al« sobald diese Liede des Sultans / und berichtigte hievon sein Weib Za« bra; Die Freude so sie hierob empfunden/ setzte sie ausser sich selbst/m Betrachtung / daß ihre Tochter einen Monarchen gefällig. Sie er« mahnten sie/allen Fleiß anzuwenden/damit sie ja den Sultan geW lig bleiben möchte/ als in welche Gunft-Gewogenheit sie schon LtW Schlösser ihrer Beförderung aufbauten. Für allen aber hielten sie am tauglichsten zu seyn/ die schöne Zulemai von denen Augen desSultans zu verbergen / als welcher leichtlich/ durch deren Anfchauen/von ven schlüpfrigen Liebes-Weg der Abdeima abglitschen könnte. Der Triu mph - l euchtende« Rriegs-Helms Drirrek The il. 29I Der Sultan hatte bey seinem Abschied die brünstige Liebe denen zweyen Freud-erfüllten Eltern entdeckt/ anbey befohlen, sie niemanbS Augen zu zeigen / indem er gesonnen/ öfftersausöiese Liebs ^agd aus, zu reiten/welcherBefehl mit Fuß fälligem Gehör von denen Giern angenommen/ und mit rooo. Sorgen und Hetlmmnfchen aufdes Sultans-Haupt geendigt ward. Sobald der Sultan abgeschieden/benachrichtigten sie ihre Tochter/ wie daß sie bey Verlust dieses ihres Glücks gehalten wäre/nichts hievon zu entdecken/auch überdas/gegen den Sultan/soeröffters kommensollte/vonZulemaikemeMeldung zuthun/welches Abdeima/die nicht weniger klug/als schön/bestens zu halten versprach. Inzwischen stattete Printz Solymann seine verliebte Schuldigkeit gegen Zulemai/derSultanabergegenAbdeima ab. Die Sultana Zacchi/ so von den Sultan sterblich geliebt wird/ nnd daher» stetigst / wann sie nicht die Geburt-Stund und gehe Schwangerschafft abhält/.ihn begleitet/ sollte von dieser neuen Liebe gantz unberichtet leben / dahero der Sultan alle seine Verrichtungen/ so ihm nach Abdeima zogen / so still einrichtete/ daß sie nicht den geringsten Argwohn/einer neuen Liebhaberin schöpfen konnte. Diese Princessm nun/so stetigst dem Sultan aufderJagd folgte/ hatte wargenommen/ daß der Sultan in dem Gehöltz (worinnen des Bassa ZizimMuraksLust-Haus aufgerichtet/) sich schonetlichmal ver- lohren/ welches sie dann ohne besondere Ursach zu geschehen nicht glaubte/ bestach derohalben einen Sklaven/der ihn von weitenfolgen muste. Sie war demnach verständigt/ daß er zn Ende des Gebüsches sich m ein Haus verfügte/ allwohm die Sultanin auch zugehen entschlösse/ sobald sich nur wieder die Gelegenheit zeigen würde. Printz Polymann kam endlich wieder zu Zulemai/ und langte allda noch für den Sultan an/ der kurtz nach ihn auch den Garten betratt/worüber sich Solymann entsetzte/und kurtz daraufvon den Gärtner in seinZimmer geschlossen ward. Kaum hatte der Sultan/sein/zur Liebe mit der Abdeima bestelltes/Zimmer betretten/als man hinein kam/ und ihn andeu- te/ die Sultana Zacchi wäre in den Lust-Haus ankommen; Erzweif- felte Anfangs ob ihn diese Sultana aus Eifersucht/oder aberohnge- fehr gefolget/ doch achtete man an nötigstenzu seyn/Abdeima zu entfernen/ als bey deren Erblickung leichtlich die Eisersuchs-Flincken in den Gemüt der Zacchi auflodcrn möchten. Wollte derohalben das verschlossene Zimmer / worinnen Solymann undZulemg'verborgen/eröffnen lassen / allein die alte Gärtnerin Zabra/ so dafür hielte/daß/ wann der Sultan Zulemai erblickte/ er bald ihre Tochter denAbdeima aus den Hertzen bannen möchte/schlug ihn einen andern Ort zu ihrer O 0 iij Toch- -94_ R 5 m. R^strl. Mas, und d ees hohen Alliieren 7 Tochter Verbergung für. Der Sultan in Gegentheil /söniU^jT^ re/daß ihn die Ankunffl der Su'.mmn zu so weiter Entftrnunqsejne! AbdeimawurdeZeitgönnen/befahtstrengundunverjügUch/daßmcm erstgedachtes Zimmer eröffnen sollte. Solymann/ als erdieStimme des Sultans hörte / jweiffelte nun gantz nicht mehr/ es Würdenseins verborgene Liebes-Stunden entdeckt seyn/daher er sich bann besürch, lend/ es mochte beyersienE ntrittdieWutseinesBruders/derZule- mai etwas Leids zufügen/ den Dolchen für dasSchloß der Thier liege!« ke/ und dadurch den Sultan dem Eingang verschloß. Endlich aberzerbrach dreeintringende Noch des Sultans/dieses fürgesetzteHmdernuß-Ziel und tratt in dis Kammer/ da er Solymann mit eenen Dolchen erblickte. Der Sultan bestürtzke hierüber/so daß «r die Zulemai/ welche hinder Solymann verborgen/ nicht beobachtete. Er glaubte strack Anfangs/ Solymann würde in die Abdeima verliebt seyn/und sich dabin verborgen haben/ um einen rödklichen Stteich ihn anzubringen / und durch seine Ertödtung sich aufden Thron zu setzen.' Dieser Irrwahn nöthigte den.Sultan den Dolchen zu enkblössen/ und damit aufden Solymann zuzueilen/ den er auch gewißlich seines Lebens beraubt hätte / wann nicht eben in dem Augenblick die Sultan« Zacchi hinein aetretten/und ihn in den Arm gefallen ware.Er war nicht weniger über derVerhmderungansememMordi-Stteich/alsüberdsS Klag-Geschrey der Zulemai verwundert. Nachdem nun die Sustana Zacchi den Sultan entwehrct /könne teste sich leichüich einbilden/ warum er gewillet seinen Bruderumzu, bringen/ nemlich weiln er ihn beyZulemai angetrsffen/und daßalso dieser Zorn ein Kind der Eifersucht wäre. Die Besiürtzung des Sultans/ welcher nicht wüste woher die Zu'emai käme / vergrösserts sich wie er vernahm/daß die SultanaZacchissie hefftiq ausschalt/ mitVedrohung sie gewißlich zu straffen/ weil» sie sich unterstanden/ den Sultan von chr übwendig zu machen: und obschon selbiger höchstens beiheuerte/daß er niemalm Zulemai mit seinen Augen beblicket/wollte sie doch diesen Fürgeben keinen Glauben zuMIen/bis endlich die Gärtnerin Zabra die gantze Liebs-Geschicht Solymanns (mit Verschweigung der Abdeima und des Sultans) erzedlet/welches alles Solymann bekrafftigt.D« dann der Sultan scinenöffternAusenthalt/mit demWaffereines schonen Spring-Bronnen in diesen Lust-Haus des ZizimMorats/zulo- schung seines Dursts entschuldigt/auch daraus Erlassung dieses semes Fehlers vonZacchi erlangt/nachdem er ihrgeloben müssen/drese deeSv» lymanns Acti»n zu vergeben und gäntzlich zu vergessen. Dessen doch vhngeacht/ dörffke Solymann nicht mehr sogar ftepsepn/der sich dann tch:- bi. )ir^ »» -,.., -i-' ,'^ -i j "t.' .:ic'v! >^> ><--' , ' 7^. / >.5^ i^.'r t--. ». . ^ Trium ph - leuchkettdm Rktegs-Helmv Dritter Thetl. 2^9 rergnügte mit seiner Zuremaiindem Smart zu bleiben/allwo er sich seit Ao. 1667. ausgehalten/welches man doch so weit keine Gesängnüs nennen kan. Wir theilen diese Krsnungs?articulgr!taten Solymanns / so gut _ Krönung sie uns eingehandigt worden / dem geneigten Leser mit. Er gieng zu Wasser in einer Barque/ so wie eine Galeere formrrt / und von 28. Ru- der-Knechten gezogen/ fort/ und gleich wie die Mosquee Aoupe / in welcher die Krönung geschieht/etwan anderthalb Weil vomSerrsil entlegen/so ruderten die Sklaven so langsam/daß ihnen ein Schneek hätte folgen mögen; welches sie deshalben thaten/damit dieZuseber, welche in grosser Menge am Ufer zu Fuß giengen / Zeit haben mochten/den Groß-Herrn zu sehen und ihm zu folgen. Der vordere Theil der Barquewar gantzmit Diamänten/Ru- binen/ Perlen/und andern kostbaren Jubeln bedeckt/und im Hinder- theil befand sich «in Musicaiisches Concert. Dieser Barque folgte noch eine andere / welche ebenfalls köstlich gezieret war/ in welcher der jenige saß/so des Suttans Turbant trug/ und den man m Franckreich des Könias Ober-Kammer.Diener benennen möchte / Türckisch aber Tul- penter Aga benamset wird. Hierauf kam noch eine/ in welcher acht Jchoglans oder Pagen fassen: und endlich folgten dieser noch mehr als i voOQ. allerley kleine Fahr-Zeuge/so meist alle denen Bürgern zu- gehörten. Als nun der Sultan grade gegen der Mosquee I)ope kommen/ näherte sich ihm der Groß-Vezier/nebst denen fürnehmsten Offneren des Divans/ und führten ihn in die Mosquee/allwo er aufArt seiner Vorfahren gekrönt wurde; als solches verrichtet/nahm der Sultan seinen Weg zu Lande wieder zurück/und faß aufeinem schönen Pferd/ welches auch mit Edelgestemen gezieret war. Der Sultan hatte ein Kleid/von weiffem Zeug und schwachen Fuchs Beltz gesüttert/an: und aufseinen Turbant zwey große schwache Reiger-Büsche mitgroffen und kleinen Diamanten/rings aufaüeu Seiten des Turbants. Nach ihm kamen 12. Hand-Pferde/mit kostbarenSattel-Derkenund anderer Ausstiffrrmg/ einige mit Edelgesteinen/ als Diamanten/Rubi- nen/Smaragden/Türkiß re. gezieret. DerElnzuggeschabedurchdasThoiwderPforte/wannmanvon Werdi« Mrianvpel kommt: Die Topchi oder Bombardirer/gierigen vorhero/ T»pchi° diese sind die Constabel/ und werden von den Wort Top/so Türckisch eine Canone bemerckct/ genennt. Ihrer sind ohngefehr 1200. und werden in 5-2. Kammern erngetheilt. Ihr Quartier ist in der Topha- na/ oder aufdemStück-Platz/oder Zeug-Haus in der Cönstantinopo- litani, s y6 Röm. Ra^strl. Maj. und der- hohen Alliieren iitanischcn Vorstadt. Es sind wenig unter ihnen /?ö einenU^ Verstand von der Artiglerie haben; welches dann denen Türcken nicht undewust/ die daher die gefangene Consiabler besser als alle andere Sklaven tractiren. Sie iogiren sie dahero bey denen Topchis oder Topfisein/undzahlen ihnen des Tags 8. bis lo.Aspres/ welche geringe Summa aber so mächtig nicht ist/daß sie diese gezwungene Con- stabler / bey erzeigter FreyheitEelegenheit/ in Türckischen Diensten erhalten sollte. Die Officier dieser Topchis sind: i. Der Topchi Bacha oder General über die Artialerie.' Der Duckigi Bacha oder Ober-Aufseher über die Stück, Giesser. z. Der Oda Bacha oder Stuck-Capitain/ über alle inder Vor, stadt der Stadt Constantinopel befindliche Stück-Kammern. Der Kiatib deeCommiffarien/ so diese ConstableroderTopfi auszshlet/ und ist dieser jederzeit ein Spahis. Allein wir kehren wieder zu den Einzug des Sultans. Ausdls Topfi folgten die Janitscharen/ zwey und zwey in grosser Anzahl/dann die Sorbagri oder Hauptleucevsn der Militz/mitgrvssenffeder Büschen aufihren Köpfen/ hernach dw Schreiber von denen Janitscharen Compagnie / alle zul Pferd. So dann die Emirs / die sich von der Wurtzel und Geschlecht Mahomets Herzehlen. Diese tragen alle Meer,grüne Turbant/ als welches die Färb ihres Propheten. Sie begleiteten ihren Obersten/ so sie Nackib Esihre! nennen/welchen der Elemdar/ oder Fahnen-Träger des grünen Mahomets Fahnen/nebst andern Häuptern der Emirs. Nach denen folgten die fürnehmsten Personen des Gesetzes/ mit ihren Tmbantoni / ingleichen die Cadi Eschieri/ud nach diesen die Aga der Veziern/die Veziers der Musterung und Wechslung/ und hinter ihnen der Groß-Vezier/gefolget von dem Sultamschen Hof / nemtich von ohngefchr drcyssigen in Gold gestickten seidnenZeuggekleideten/mit einer sonderbarenHaupt-Zlerde. Diesen waren zunächst die Solaki oder Laqueyen des Sultans/dte auch zwar Jayitscharen/jedoch mit Bogen und Pfeil versehen. Hier- nächst kamen loc-. Balkagis oder Bsnltrager/ Baum starckeGesellem dre man für Enacks Söhne rehlen möchte. Endlich zeigten sich die Bostangi oder Gärtner des Serrail/ nebst kkrenBaffa, dem der jenige/jo den Cafftan des Sultans trug/ stmawst war/ und dann der Sultan selbst/ auf der einen Seiten von den std Hügel sein Cupigi Aga/aufder andern/der Dogangi Vaffa oder Ovrm Trium ph - leuch tenden Rriegs Helms Dritter Theil. 297 Faleonier/ und hinter ihm her gierige der GeMar Uga / so den Säbel des Sultqns zu tragen pflegt / und eine von denen fürnehmsien Hof- Chargen bedienet. Auf diesen folgte der Kiöiar Aga oder Ober-Auf- fther des Frauen-Zimmers / so jederzeit ein schwacher Verschnittener. Den Tag vor jetzt-gemMen Ceremonien/ließ der Groß-Verier denFrantzösischen und EnglischenAmbassadeur/dergleichen denHol- ländischen Euvoyezu sich bitten/undejnen jeden untekihnen/ein eigen Hauß an einen bequemen Ott einräumen / damit sie die Ceremonien sehen möchten. Dieser neueEmzug undBetroknung Mahomet/ward durch die Aufopfferung der surnehmffen Häupter gegründet/ als welche folgende waren : Kara Kiaja/ Ibrahim Baffa und SolymannTodd-rfür, Bassa/ diealledrey die Groß-Vezier Stelle betretten. Rezep Baffa Camaikan von Constantinopel; Omer Baffa Groß-Schatzmeister/ Azem Pade EOndi/Mutgari Effendi sumehmster Seccetaire des Divans / Orta Swus oder fürmhmster Quartjr-Meister derIanit- scharen: Ali Effendi/ der KiajaAeci der Ianitscharen/Mugsur Aga derCapitainvon der Leib-WachtdesSoiymans/Groß-VcziersKuk- finck/Mehemet nebst ndch einig andern. Deren Güter flössen in den unerschöpflichen Schatz-Kasten des Sultans/ welchen auch noch folgende ziemlicheSummen beyzinsen mustern als der Gefangene Kuwack Ustasi oder Gouverneur der Castel-Bestr->fflt«s len anderMündung derschwartzen See/aus-80000. Leuen Tbaler/ArKayserl Mehemet Effcndi/ Caaer Emmi / oder Intendant über die Kayserl. Gebäu/auf lOOooo. LöwenThaler. Der CapaAgastaufr50000: LöweN'Tbaler/der Mustapha Effendi/ ein Mann von 90. Jahren/ hat sein Leben vor ivooo. Löwen-Tbaler erkaufft/ Garna Kiajast auf isooos.Haffackl'AkagaaufisoQo.derKiajavonCaglar aufisvoo. LöwemThaler. Doch sind ihrer viele diesen unangenehmenTantz durch -ie Flucht entwischet/und haben ihr Leben zur Beute davon getragen. Obgleich nun so eine unsägliche Summa Golds gesammelt/ wollte doch selbige noch nicht Necken/sondern der Divan muste annoch auf andere' Mittel bedacht seyn/ wie sie/ die Schwürigkeit der Svahis und Janitscharen durch völlige Besoldung zu heilen/geschickt waren: Da Algirifch« ihnen dann die Algirermit einen artigen Beysp.el vsrgegangev: nem- Glü-k<.Hs. lich da sie Key ihren harten Zustand mit Frankreich jetzt Geld benötigt, fc>^ und doch dieGemeine mit vielenAuflagen nicht zu beschweren gesonnen/ aus Furcht einer Empörung / gab ihnen die ausserste Noch folgendes Mittel an die Hand: Hatten demnachemeLstterieaufrfoooPer- sonen/ jede einen Ducaten einzuleqen / anaeordnet / M't einen Gewinn iwa l ooo.Dvcaten/da dan der/dem das Glück begünstigen würde/sol- P p cheu 2-4 Rom. Ray strl. Ma s, und Dein hsdett A lliLktzett chen Gewinn der rooo.Ducaten davon tragen sollte; es yavcn sich aber derZuscher so vie! gesunden/ (indem viel Personen zu 10/ ro.jazo Du, egten gewagt) daß man in 4.Dagen für soovO.Ducaten rov oo.Du» Men b-kommen/hingegen auch zwey Gewinne gemacht wo, den. Uber welcher Erfindung jedermann so vergnügt/daß niemand sein Geld gereuet/sond.meinen jeden so ansgemuntert/daß man ver- sichert seyn kunnte/ auf si)!che Art Geldes genugzu machen/wannes such die Noch erforderte/ solches io. mal zu practimen; Welches Mittel dann der Cottstantinopolitan!scheGeld--Mangelauchzuergrch fen gesonnen / und durch des Sultans gantzes Kayserthum zu feigen/ und versicherte man sich jedesmal also über r 5. Millionen zu erlangen. Allein die Rechnung dörffte ohne den Wirth gemacht seyn/zumaln dieser Anschlag die Besimtzung / so man bey Ankündigung der Eroberung Athen geschöpfet/ nicht verhindern konnte. Wir begrüßen wieder diesen durch die Eroberung Athen bered cherten Marcus-Löwen/den wir oben/ bey denen Sieg-Beuten zu Co- rintho gelassen. Es batte der Basta/deine der Befehl in Morea aus, getragen/alle noch in Morea übrige Trouppen nach Misitra gezogen/ und sich daselbst hin retirirt/ und war bereits erbötig/vor Vcs Herrn General-Capitains Abzug zu capituliren/ angesehen der Herr General Mssera er. Königs-Marck mi t berCav allerie/ihn die Passage durch d en Jsthmum «nbkstch sbgeschnitten hatte.Wei! rnan ihn aber keinenAccord einwAgeywoltt/ «ns Disere- und er auch kein Milte! / aus denen Venetianlschen Siegs-Händen zu *sn. entrinnen / vor sich sähe/ resolvirte er sich aufDiscretion zu ergeben/und zwar mit mehr als 10000. Seelen / Weiber und Kinder mitgerechnet. War nun der Basta in Verwirrung/ so>war auch nicht weniger Sie Venetianische Generalität in Sorgen / nicht so wol wegen befürch-- render Contagisn unter denen Türcken / als wegen der Menge der Gefangenen/ weil man nicht wustewas mitdenselbigen anzufangen wäre/, zumal unter denenCbristen dieMenschen-Käusserey nicht,wie Unterbetten Barbaren gebräuchlich ist. Undaufdiese Art kam auch diesech, maln Ruhm-gepriesene Stadt / in die Venetianische Siegs-HMe. Es hat aber dieses Misitra oder Mitra erstlich Sparta / nachge- hendsLacebamon/und letzlich diesen Namengetragen; und ist es die so Preiß-erfüllte Stadt in Griechenland / deren Mauren so weit sich erstreckt / daß sie 44. Stadien/oder s44v. Geometrische Schritt /mi Umkreiß gehalten; dis Form war fast rund; dieLageaneineinOrt erhaben / an denen andern aber anhängig und eben/ und kam der Berg Taygetus Abend-wertü gegen über zu stehen: Nach übergenommenen hohes Alter/ ist dieser Platz von der ehmaiigcn Weit schasst / dermassen T nump h- leuchrerrdett Rriegs-Helms DrircerTheil. L-D inEngegerathen/ daß selbiger heutiges Tags einen kleinen Flecken für- stellig macht; von welchen bloß das glorwürdige Angedencksn seiner anmercklichen und sich noch dato in den Vorschein stellenden Spur- Zeichen übrig verblieben ist. Wir wollen nun den Alterthum-liebenden Leser zu Gefallen einen Mm Blick in das ehmalige Lacedsemomsche Königreich schicken / da der erste I/anr> d<« so in diesen Land regiert/Lelex gewesen/nach welchen auch seine Untere thanen Lelegii genennet worden. Dessen Söhne waren Mileres der erst- und Polycaon der andergeborne; welcher letztere / als minderjährig/ so lang im Privat-Stand bliebe/bis er sich mit Meffenia verheu- rarhet; davon an seinem Ort soll gedacht werden. Da Miletes starb/ hinderließ er zum Erben seiner Herrschafft seinen Sohn Eurstam/ dieser hat das Wasser/ welches das flache Land überschwemmet / damit es sich in das Meer ergiesssn kannte/ab und zusamm geführt/so daß von denselben ein ordentlicher Fluß worden/den er nach seinen Namen Eurotam geheissen. Plutarchus zwar / will der Benennung dieses Flusses eine andere Ursach geben/wann er berichtet/daßersigedachter König vierSchlachten/öre er/dem aberglaubischenGebrauch derLacedä« monier zu wider / mit dem Feind gehalten/verlohren/ und sich darüber aus Verzweifflung in diesen Fluß gestürtzt hatte: welcher nachmaln wegen dieses unglückseeligen Zufalls/ nicht mehr nach seinen alten Na- menHimerus/sondern Eurotas genannt worden. Es hatte aber Eurotaskeine männliche Erben/darum das Reich dem Lacedamom zufiel / so ein Sohn Semeles war / und wie dre R- de gienge/ Jovem zum Vatter solle gehabt kaben. Dieser hat zugleich mit dem Reich auch EurokaTochter Spartam zumWeib genommen ; Nachdem er nun eine Zeitlang regiert/ hat er des LandesNamm geändert/und seine Leute nach demSemigen genennet/der Stadt aber so er erbauet / den Namen seiner Edfrauen gegeben; Selbige sollzu Leds-Zeiten des Patriarchen Jacobs ausgerichtet worden seyn. L-myclas Lacedamonis Sohn batgleichfalls seines Namens Gedacht- nüß hinterlassen/ indem er ein Castell/ in der Stadt Lacedämon unter diesen seinen Namen/ erbauet/ in welchen unter der Statua Apolknis/ das Grab seines Sohns Hiacynthi war. Zur Zeit der Regierung Agidis/ hat Patreusdie GtadtAroen erweitert/und mit Mauren eingefangen/ welche noch heut zu Tag ( wie oben vermeldei) Pakras genannt wird/bey welcher Aufvauung ihn die Lacedämonier grosse Hüiff geleistet haben. Indessen wieLvcurgus mtt seinen Gesetzen / damit ec diese Republique auf das herrlichste aufgerichtet und gegründet/sich einen unsterblichen Namen gemacht: als Ppij haben ZOO Röm. Rayftr l. rnas. un d Dero hohen Alliier en haben unter andern Lacedämonischen Regimenter, sonberlichA^7, mnon undMenelaus mit den Degen ihnen einen ewigen Ruhm brvder Nachwelt erworben» Da Lconides das Regiment führte/siel Xerxesmit einer unrekb Haren Menge Volcks in Griechen-Land ein / den Leonidas mit etlichen wenigen Soldaten bey Thermopolis entgegen gienge/und ol>ngeacht seines geringen Häuflems/so er bey sich hatte/ (welches wol Wunder, würdig jst)dannoch diegkoffe Macht seines Feinds langeZeitauMlu und offkmals in Confusion bracht/allein der Tod hatte endlich mit dem Leben des Leonidis Hertz genommen / woraufLerxes in Griechenland Grosses elng.drungeN / und darinnen festen Fuß gesetzek» Es haben dieLace« Tenttorium dämsmec weiland aufdie IL0. Städte in ihrer Provintzgezehlt/deL Lacevä- selbige Hecatompolis genenNk worden/ wie sie dünn auch ein Opfer/ zur Wolfarth dieser Städte / a ngesiellet haben j Der meisten Namen aber von ihnen sind verlohren worden» Wie nun die Spartaner vor allen andern Griechen das Lob/ daß sie redlich und tapfere Männer/ darznausbündige Soldaten wären/ als flohen sie die Wollüste des Leibes / Und alles was die Gemüter wei/ bisch machen konnte/dannenhero auch der Kriegs-Gott Mars beyih, nen sonderlich verehrt wurde/inmaffen desselben Bildnüß zu Sparta aufgerichtet stunde/ dessen Schenckel mit Ketten angefesselt waren- da/ mit nur dieser Abgott nicht von ihnen weichen möchte» Das Stuviren hingegen achteten sie nicht hoch: dann objchon bey ihnen dieMusen einen Tempel hatten/ diente doch nur solcher für die/ so die MUsie lernen woll- der »wnicr ren/wen ne NM oer Meissen m oen orrieg gevrauMen» . rac«dZm§« An Heurathen Und Ehstünd/ sahen sie vörderst daraus/daß sie nischer Ge- Kinder zeugen möchten / damit es nicht an Burgern mangelte/ darum drasch bey hielten sie auch ihre Weiber in grossen Ehren» Die senige so bey ihnen «anr, ein eignes Haußwesen anrichteten / uno sich in den Zhsiand begeben * wollten / musien in ein finsteres Haust / allda die Mannbaken Jung« fern zusammen beruffen und ausgehalken wurden / sich verfugen j die erste nun die einer im finstern ergriffen hatte/muste er hernach zumWeib behaltentweßwegenLvsander/weil ek eine ungestalte/die ererst besagter Massen im Finstern erdappet / Wieder sdrtgeschickt / und eine uere genommen haben soll / einer grossen Unbilligkeit beschuldigt worden» . Der Bräutigam führte endlich die Bkaut Ln seine Kammer/da wurden ihr die Haar abgeschmtten/damach lößte er ihr denJungfram lichen Gürtel aus- Uttdvlreben sie beydesüdann die gantze^Nacht zusammen. Alte/und Kinder zu zeugen vnvermögliche/ Männer Mg« ten ihre jungeWerber/edlen und streitbarenJünglingezu leihen/damit Wunveeli- sie hierdurch tapfere Und Tugend- begabte Kinder bekommen möchten.H".AE- Wann nun das Weib schwanger ward/ wurde das Kind nicht öeflen geachtet/ der sein Butter war/ sondern des Alten / welchen auch solches so wsl als dem Kind/ für keine Schund gerechnet; dann sie sagten t Es wäre Übel gethan/ daß man sich angelegen scyn ließe/ junge Pferd und Hunde von guter Art zu haben/und wollte solches beyFortpstankuna der Menschen Unterlassest- 2)ik,,ru-urvvri»viioeilu'kl vaveleiiileniwrmitMaM/ionverst mit Wein/ damit sie stakcke Glieder bekamen /ja sie gewähnten selbige vonzartesterJugendauf/ zu Schlagen und Prügeln/daß sie durchdie« ses hatte und rauhe Leben endlich zu einer solchen Daueryafftigkeit ge« langen möchten/ daß sie alle TravUillen Und Beschwernüssen/deMVak- terland zum besten/ohste besondere Entsetzung Und Befinöung ausste-s hen könnten. Mie Jungfrauen wurden bey ihttett ckit deNJunglingett zü gleichen Erercitien angewehnt/wie sie dannaUckzu gewissen Zeiten meiner öffentlichen Vttsanimlung des Volcks/für jedermanns Augen gantz nackend mit ernem zu vantzen/ uNd die Tugend und Lasier/ so sie än diesen oder jenen wusieN/ in sittlichen Liedern abzusingett pflegten- ^ , . Es wurde aüch bas sämtliche ManNs'Volck zu Sparta rn k reV Gpar,«,^ Chöre oder Reihen getheilet/ nemlichen alte Leute/ junge Männer und scheeMaüs die Knaben. Die Alten süngeN/ wir sind starcke und hertzhaffteKriegse wsss Leute gewesen; biejungen Männer sungent Wird sind solche uoch/'"vd^ war es Nicht glauben will/nehme eine Prob- Die Knaben schrien i' ? wir wollen noch besser werden als ihr beyde- V0r des Lvturgi Zeiten/ - sien/ will geschweigen anderst recht bekannt; haben also diese Lvcurgs allein ihren in folgender Zeit ttlang ten Gläntz/Hoheit und Herrlichkeit zudanckem , ^ . . . . Es war aber Lyturgus em gedoknet Spärtäntt/ves Lacedämo- MerryeM Nischen KönigSEundmi/ vonDianissa seiner andernGemahlin/Sohn/ gusgm»«. und des Polydectä Bruder/ welcher letztere auch in der Regierung ge-sin» folgt/unwissend/ daßselbiqek seine Gemahlin schwangerhinterlassen/ darum er auch/so bald ersolches erfahren/ den Königlichen Titel und Würde wieder abgelegt. Nachmals auchdaCharilausssohieffeder nachsrines Batters Tod geborm Printz) erwachsen/und seine Minderjährigkeit zurück gelegt/selbigen das Reich auf dasgetreulichste zu- gestM/ so geschehen 2 oo. Jahr nach der Zerstörung TrO/ Wp roS- Jahr vor der erstenKlympiade- . ... Vssssj M 4 OL Rom. R^strl. Maj. und deroh-hen Alliieren Hs er nun bey Antritt seiner Regierung dre gantze vmvildete Republique beobachtet/ unterließ er Ntcht durch kluge Gesetze solches bezähmen/die alle hier mit einzuführen uns zu weit von unfern Färha, den entführen dörffren/ doch beblickenwir nur die unfern Buch-Titul Kriegs- gemäffe Kriegs,Gesetze/so folgende waren: Wann die Spartaner Opfferdrr zu Felde lagen/und sich der Feind präsentirte/ward eineGeiß geschlach« SMttamr. ^t/ und musten alle Pfeiffer aufblasen. Die Kriegsleute trugen röche Kleidung und kupferne Schilde/ weil diese Färb sich dem Blut ammcj- sten vergleicht. Ein jeder Spartaner hatte einenKrantz auf demKopf und befiieffe sich daß seine Waffen schön gläntzlen. Dem König gebührte Zeit und Stelle zu bestinunen/dasLäger zu schlagen / ingleichen Gesandte an den Feind zu schicken/Bündnuße mit denen Fremden zu machen/ abzusagen und dergleichen; aber was die Strittigkeitenwegen der eroberten Beute; wie auchden Sold der Kriegs-Leute erlangte / verwiest er an die ordentliche Richter: Ihre tapfere Kriegs-Thaten/ so sie unter den Poeten Tyrrhöo/widerdie Messeiiier/zu Thermopolis wider die Perser/und dann auch in dem Peloponnesischem Krieg verrichtet/sind n och in ewigen Nachruhm und damit aller Geschicht-Schreiber Bücher angesüüet. Erster Fa« Endlich als auch ihre Stürtzungs-Zeit herben genahet / wurden der Spar- sievon denen Thebanern bey Leuctris überwunden/ und ihres Königs lanischen Cleombroti beraubt; da hatten sie nun genug zu thun das ihrigezu ArMique. beschützen/bis endlichPhilovämenes mi't ihnenden Garauß gespielet/ als welcher Spartam selbst überwältigt und erobert / die Mauren nie, dergerissen/und des Lycurgi Gesetze gantz abgeschaffet hat. Nach dieser Zeit sind sie dem Röm.Reich zügefalien. Da dann/als dasOrien, ralische Reich nachmals in aewisseThelle oder General Regimenter un« terschieden wurde / Lacedamon den Söhnen und Erstgebornen des Kaysers/alsein Leib-Gedieng zugeeignet worden.^ Von welcher Zeit an / mit hindangesetzter Bsnahmung von Lacedamon / die von Sparta entstanden ist. Und haben dero Fürsten / denen gantz Mo- rea anhängig gewesen/den Namen der Despoten geführt. . . Despot DerDejpot Theodorus/ der Ebgemal der Tochter des Reineri/ Lheodorus Hertzogs vonAthen/ein BruderdcsAttdronici undEmanuels sobey- wmSpaika dtz auseinander den Constantmopolitanischen Thron desetzen/als er sich o«rauMn. ^ Gewalt Bajazethis nicht gewachsen gesehen/ hatimAahri^z. gesucht / Sparta und Cormtho an Filipert von NaillaL/Priorn von Aquitanien undGroß-MeisternvonRhodis zu verkauffen/esware auch LieseHandlung nghe zum völligen Schlußgekommen/als der ,Tamer- lanes/nachdem er über diesem Bajazethtriumphirt/ die Gemüter ver Triu mph - leuchtender» Rkiegs Helms Dritter Theil. ,0 4 Einwohner dergestalt aufger/ltet/ daß sie sich nunmehro gesichert fegende/ dem Tdeodoro.durchaus nicht gestatten wollten/ daß er Sparta entfremden möchte oder sollte. Ja sie erregten einen Aufstand/als zween von dem Groß-Meister abgeordnete Ritter zu ubernehmung des Regiments/angt kommen waren/ denselben zu verstehen gebende/daß sie solche als Feinde bchun- ^ dein wollten/ imfall sie nicht zurück geben würden. Mit dieser Gelegenheit haben die RitterCorintho/allwo sie sich fest gesetzt hatten/wiederum abgetretten; und Theodorus mit nichtgeringen Unwillen/auch das Geld ivegen Sparta zurück gegeben/dessen er sich schon guten Theil bedient hatte. Von dem besagten Theodors ist das Land einem seiner Vettern dem Sohn des Kaysers Emanuel/der gleichfalls Theodorus geheissen/ überlassen worden/ welchen eine Jtalianerin/ von dem Hause Malake- sia geehlicht hat/ als bey dieser der Titul des Hertzogthums von Sparta zuruck gefallen/ ist dieser Theodorus der andere nachConsiantinopel gegangen/der Meynung/dasReichanstaktseinesBrudersJohannis zubeerben/weßwegenerauch denDespotat seinem andernBruder/dem Constantino/verliehen/zu welcher Zeit Amurath der!, einen Einfall itt die Prosintz Laconia gethan. Nachdem Constantinus endlich aus Wen» den Kayserl.Thron erhaben/ ist Sparta dem Demetrioangediehen/ ^ deme diese Herrschafft im Jahr 1460. und zwar 3200.Jahr nach sei- -ömmea * nen ersten Auskommen und Ursprung von Mahomet den andern ab- " geraubt/der den Gouverneur des Castells/mitten von einander sagen lassen. Der Bettedetto Couklione hak / als selbiger für die Republiqus Krieg geführt / diesen Ort im Jahr 147z. bezwungen / und würde er auch das Castell bemeistert haben / da er nicht zu eben der Zeit/als er aus ein so Triumph-ersüllkes ffürhaben bedacht gewesen/wäre umgebracht/und mit ihme der schon gewisse Sieg/ und Einhändigung einer von demMerthumso Preissberuhmren Stadt/dem Durchl.Vene- tianischen Staat entrissen worden / dem sie jedoch die GnaVemGüke Gottes Prachttmachtigst wieder eingehandigt. Es hat aber besagte Stadt4.Thei!e/so/däß diesefür sichzwargantzli'ch abgesonderte Stücke zugleich angesehen/ einen Körper ohne Zusammensugung vorstellig. j ^^Einen ^-heil giebkdas Castell/ den andern der Platz für sich selbst/ Beschul- dam kämmen rwen blecken/ deren der eine Meskorion/das ist dieMitt- letztere von denen Türeken Maratche/ benamset wird. Exocorion ist »sn s 04 Röm. Ra^ftrl. Mas. und der» hohen Attürren von denen drey andern/ vermittelst desHluffes Vasilopommös «dar- sondert / an welche sothanek Antheil/ bloß durch eine steinerne Brüche gefüget wird. Dieser Fluß Vasilopotamus / der zu teutsch so viel als ein Königlicher Fluß beisiet/ist warscheinlich von denen Spartanern/aus blosser Flatterie also benahm set worden/um sich bey dieser Herrschafft/ den Despoten zu instnuiren / als welche/ wie gedacht / von Skayserl. Geblüt entsprossen/ordentlicher Weiße zu Misitrazu Mixen/ auch vielmals auf und an diesen Fluß ihre Lust ryit Jagen und andern Srgötzlichkeiten zu haben pflegten. DasLastell heifletCastron/und ruhet auf einen erhabenenBerg/ hat eins lang runde Form/mit ziemlich starcken Mauren/worinne in -lner Zeit von wenig Jahren / r o. Stück Geschütz/ mit einer Besatzung von i8. biszo. Janitscharen/ unter dem Commando einesDisdar/ der jedoch selten allda zur Stelle ist / befindlich gewesen. Die Proviant-Häuser/ so allda betretten werden/sind zur Kriegs-Nothdurfft Mit Fruchten gemeiniglich versorgt. Wie dann hier anzumercken/daß ein jeder Lürch gehalten ist/das Getreide jährlich zu ernenern. Man hat auch allda einige Cisternen; in dem Mittel des Castells/ zeiget sich eine Mosquee/ so zu anderer Zeit eine Chrisien-Kirche gewesen. Die Schutz-Webr ist an einem vortheilhafftigen Ort obhanden/ daß man von denen Geschichten belchret wird / es seye solche niemals mit der Waffen Gewalt zu erobern gewesen/obschon Mahomct der//, und dis Venetianex sich hefftig hierunter bemühet haben/ nur wo möglich/dieses vcste Nest zu bezwingen. Es rst dieses Castell mit demFakl des Griechischen Reichs / durch der Despoten Vorsorge erbauet worden/ und zwar aus derer Ursache / weiln jenes andere/aufdergegen, überstekenden Höhe angerichtete Castell (davon gleichwol noch einige Merck-Zeichen und Zeugen warzunehmen seyn) die Stadt gnugsam br, schützen mögen. «rosse Hitz Die Einwohner sind zur SommmZeit einer ungemasfigten Hu »vMsirra. tzeunterworffen/dieweiln ausser dem/daß die Stadt ihre Lage gegen Mitternacht hat/ auch derselben ein Berg benachbart ist; mit dessen Gelegenheit die ruckprellende Sonnen-Strahlen die Hitze mercklich verstarcken. Die Polus--Höhe ist von dem gelehrten Frantzostn Guil, lesiere beobachtet worden/ als sich derselbe in denen letzt verstrichenen Jahren daftlbsten befunden. Dieser hat den 19.2 .undLi.Junn die mittägige Höhe der Sonnen / durch den Schatten eins in 1000. Tbeile unterschiedenen Cvlinders wahr genommen; Bev dicker drey- sachen Belnerckung des Schattens/ hat er keinen Unterschied verspuh- rw können/dessen Länge sich andemEylinderallezeitausLir.The'lve, Trmmph-leuchketldenRriegs /HelmsDrr'rrer The;!. ^05 zogm. Woraus er den Schluß gemachUdaß der Sommer n Gwd und 56. Minuten von ftinemZenith abstehe/ und daß die Breite zuMi- sitra/ z s. Grad/ 26. Minuten betrage. Nachdern nun der Herr Capitain Genera! Misitra besetzt/ hielte CaptkM er für rathsam / mit seinen Palandern und ir. Kelegs-Schiffru/ Na- General poli di Malvasia/ so sich stetigst noch auf Mi sikra/ als sine starcke Ssu- le/gejtützet/zu bombacdicsn/weil dieselbe durch dero Situation/von der NLl Land-Seite unüberwindlich ist; allein er fand eine solche Smndhaff- ^ tigkeit bcy den Einwohnern und der Guarnison/ daß er sich entschloß die bequeme Segelungs-Zeit nicht zu verlieren/diesen Anschlag auch ein andersma! zu verschieben. Bev dieser Occaston legte der Ertra- ordinaire Capitain Venier/ seiner Gewonheit nach/ eine grosse Ehre rin; sintemal er mit seinen Schiff sich jederzeit bis auf einen kleinen Musqueten-Schuß unter der Vestung begab/und seine Courage dem Feind zeugte. Als nun dieses vorbey/ ließ der General Capitain seinen Laufs nach Porto-Llone richten. Dieser Hafen ward ehmalen Pyräus von denen Griechen Porto B«s-Lr-ki Draco von denen Europäischen Christen aber Porto Lione benamset/b-mg de« und zwar beyberseits/ wegen eines schönen Löwen aus Marmel/ r Schuhe hoch / und dreymal grösser alsein natürlicher/so am Ufer zu Ende des Hafens ist. Cr sitzet aufden hindern Theil/ den Kops sehr hoch haltend/ worinn ein Loch so ausden Rachen gehet/und hat dar Zeichen einer Röhren / die längst den Rüssen hinlanget/woraus ab, zunehmen/ daß man ihn zum Spn'ng-Brsnn gebrauchet/gleich dem nächst der Stadt. Etliche wollen sagen / es komme von der gefaste» Einbildung her / daß ein Türckisches Weib zu Athen in der Vestung As. !66f.mMonatOctobr.eineMißgebutthausdieWelt gebracht. Sie trugs 9. Monar im Leib/ wie ein Kind. Gleich nach der Geburt fieng es an aufdie Erden zu springen/lieff/ Wunder», schrie/und mummelte etliche Accent heraus/ fast wie das Bellen eines Hundes. Es hatte gerade Obren / wie ein Haas/ und eine Löwen?""' Schnaube; funcklende Augen/zwry grosse aus dem Mund hervor-ra- Sende Zähne / Fvffe wie ein Kind / und Hände wir Raub-Vogels- Klauen. Ja mal» konnte es kaum kennen / ob es Mann- oder Weib- lichcn Geschlechts fty. Der Waywod und Cadißzu Athen besahen es drryT ag nach derGebutt/und verurtheilten es zum Tod befehlende / daß man eine gross. Grube machen/ und wann es darein geworffrn wäre/ sMe man si 'mik Seinen anfüllen/welches man auch vollzogt/m- du« ss dis Thrckey sistiglich für einen Teuffel hielten. Q- Die ;o6 Röm.R a^sekl LNa^rmd der-hohen Alliieren W'egroß Die Eiusahrl des Hävens oder Porto-Lrone ist eng/ so gärdäß T^r Haf-n M harter Mühzwey Galeeren aufeinmal neben einander einiauffen können. Wann man aber darinnen ist / hat es überall gutenGrund / es seydann an einem der eingesencktenOrten/so vielleicht wieeineDarse für die Galeeren/und fast gantzangehäufftist. Er ist gar reinundsein «msangen/ ja welches das belle/ daß, nemlich/wann gleich ein Schiff wegenSturm ans Land geschlagen würde/gieng es doch nicht zu trkm- mern/ masten Wasser satt vorhanden/ undgiebtes allda keineFeism oder verborgene Klippen. Die Alten sagten/ daß in diesen Hafen 4so. brs,ooc>. Schiffe raum hätten ; Aber anjetzo da die Unsrigen grosse Gebäude sind / würden kaum 40. oder 50. darinnen Platz haben. Längst dem Hafen sieht man einige gemauerte Fundamenten / wie auch ernes viereckichken Thurns/ gegen der Einfahrt des Themists- rüs Grab. Von der kleinen Pyräischen Stadt ist nichts mehr übrig/ noch weniger von den schönen Gangen / deren Pgufanias gedencket. Das emtzrge Gebäude allda/ ist ein Kauf-Hauß/dis Wahren eknzm nehmen und den Zoll abzustatten. Wann man dann wieder nach Athen kommt / flehet man fast stets langst, den Weg/den Grund der Mauren/ welche Pyraum an die Stadt fugte/und von Svlla ruinirk worden. Sie hatte den Namen Macra Teich'/ das ist lange Mauer. Massen ste nicht weniger als fünffAtalianische Meilen in die Länge sich erstrecket/weil von dem PyräifchenHasen/auch soweit nachAthenist. Aus dem halben Weg ohngefehr hat es einen Brunnen und etliche Oliv-n-Baume dabey / aber er ist gar zu tief/ daß man vermeynen sollte/ es wäre jener Born / welcher nebst einen kleinen dem Socrati gewied- meren Tempel gewesen. Solchen Weg nennet man die GaffePyrai/ Felde und Oliven Bäume find. Gen. Cspr, Kaum als der Herr Capitain General/ in den Porto Llone bey ^ingchksüi Athen angelangt/ ließ er so fort den Kriegs-Rath zusammen fordern/ Athen. in welchem der tapfere General Königs-Marek/ nebst demGeneral-Ca- pitam dieOber-Stelle bekleidek/m selbigem war viel Wichtigerursachen halber/beschlossen/Athen anzugreiffen; zumalen selbigerDrt der einige/ in welchen man denen Trouppen die Winter Quartier anweiftn könnte. Zwar schien es sehr hart/ an welchen Ort man mit Ersprief- sen die Attaque vornehmen sollte: allein die kluge Anstalt des Preis- würdigen Nordischen Helden/ beugte geschwind dieser Schwierigkeit Or/ und bediente sich zu mehrer Facilitirung des fürhabenden Dessems ettm Trenchee oben ausden Felsen/welche mit Mch und Ochftn-Hau- Trjumph-IettchrendettRkieg^HelmsDrirkerTheil. zo7 ten bedeckt war / unsdadurch die Beiägerervor d/n Srein-Wüi ffen/ Granaden und andern sonderbaren Feucrwrrcke / dessen sich die Belagerte bedienten/ zu bedecken; und solcher Gellalt war die Venetianifcke Macht/ unter so tapferer Anführung/bis ausLo. Schritt an den Fuß der Mauren avancirt/ als eben eine Bombe in den sehr berühmten TempelM. TempeiMinerVä/welcher vor so vielen r oyo.Iahren respectut worden/ leid«« fiel/ ln welchen die Türcken nicht Min die Wader/sondern auch einen grossen The«! ihrer Munition gebracht hatten/in Meynung/daß es daselbst sicher seyn sollte/ und würde. Das Getümmel/ so durch Entzündung aller dieser Munition entstünde/war greulich/zumal dadurch mehr als Loo. Weiber und Kinder / zusamt dieser so berühmten Antiquität/ in die Luffk flogen. Die Ouarnison / ohngeachtet sie unter der Anfubrung eines der besten Kriegs Haupter/so bas Serraglio ihnen zugesandt/ ihre Resolution und Tapferkeit bißhero hatten sehen lassen/gaben doch diese folgende Nacht durch ihr weniges schießen zu erkennen/ daß ihnen der Mut ziemlich müste entfallen seyn/jedoch gedachten sie an kein Accommode- ment. Als sie aber folgendekTags sahen/daß Herr GeneralKönigs- marck ein Anzahl Türcken/welche zu ihren Succurs schienen herber-zu rücken/in die Flucht trieb / lieffen sie folgenden Tag nach des Landes Gewonheit.eine weiffe Fahne fliegen/ und erhielten folgende Con- ditiones: ».Soll ihnen zugeiaffen seyn/ aus der Vestung zu ziehen / samt ih- Accsrd-- ren Weibern und Kindern/und zwar den ften Tag nach der Punct-n d« Schliessung dieser Capitulation/ da dann zugleich ein jeder/ ^E«s«r so viel er auf feinen Rücken an Kleidern' oder was ihnen sonst gut düncket/ (jedoch kein Gewehr) aufeimnal tragen kan/ mit nehmen mag. «. Können sieaufihre eigene Unkosten Fahrzeug mieten / um nach Smyrna/ oder anderst wohin/ubergesuhrt zu werden. Sollteihnenverbottenseyn/niemandzuzwingen/mitibnen zu ziehen/ und also musten sie alle Sclaven/ was für Art sie auch waren/zurück lassen. ^ 4. Wofern man hiernachst befände/daß sie Mangel/entweder an Wasier oder Munition/gehabt hätten/sollte dieser Accord ungültig seyn/ zumal sie bey solchen Fall sich ausDsscretion zu ergeben obligirt waren. Woraufoann dieAuslieferung geschehen und diese bev dem Altcr- thum mehr als alle andere berühmtesteStadt/wreder dieVenetianische Sieaes-Fahnen guschrem Castellen fliegen sehen. Q q ij Viel zo8 Röm.RaysikkMai.undDer»hohen AUmren Wieviel Viel Städte führten den Namen Athen/ und Sttphanu^si, ^utius / zehlet deren bis achte. Die randschafften Mica/Lacomä/ rer W-tt. tz(,rjg/9jguria/ Jtalia/Boeokia/Eubo^a und Acarnaia/hatten ied^ wcde eine Stadt/ solches Namens. Plinius sitzt deren noch eine andere in Arabia / und Arrianus gedencket der zchenden an demPonto Euxino. Aber bas Ansehen der jmigen / von welcher unser Kiel biß» Hers Meldung gerhan/ hat dieandere alle dermassen verdunckch/daß man sichkaumerinnernkan/ daß mehr als ein Athen gewesen. Doch haben etliche/ damit man sie von denen übrigen unterschcide/das Athen in Mica genennet. Die Tmcken und Griechen geben ihm noch den Namen Akhina/und ist eine Irrung die man nur denen Boots Leuten muß zu gm halten/die sie Saithines oder Satina nennen/unter dem Vorwandt/daß/ wann sie wollen sagen zu Athen/sprechen sie aus/S. Athine/welches nur die Abkürtzung des eis Akhinan. Die Welt-Beschreibsr setzen gemeiniglich Athen unter den zy. Grad / und etliche Minuten Latitud. Und unter den Longitud. Allein ein Englischer sürnehmer von Adel/ so selbst die verdrüßliche Reu ss auf sich genommen/und Athen betretten/befand in seiner darüber gehabten Bemerckung/ daß sie unter dem z 8. Grad s. Minuten Latst lud. liege. Ihre Lage ist gar bequem / mdeme sie mitten in Griechenland/Griechenland aber in denCentro der Wrlt/nach SenephsnsMei- nung/ befindlich/ welches man auch von Delphis versicherte. Mm eine Es giebt wenige Städt in der Welt / dir Mtt Athen/ wegen des tzent-mäl? Alterchums/einenWett-Streit därssm anfangen. JaRomselbst/ t-stenSräv- wie alt es auch ist/hat sich erst 8 z o. Jahr hernach sehen lassen. Weß- wegen man die Athenienftr/dieKinder derWelt nennte/und die in dem Land/ worinn sie wohmten/entsprossenwären. Dann/anstattdaß die andern denen Fremden um ihre Ankunfft zu danrken/ so haben sie hing gen aller Orten Coismen ausgesendet / wie dann Meursius deren nicht minder als 40. zeblet. Sie gaben für / sie wären mit der Sonnen geboren unddaßsie alle Sterbliche/m der Wissenschafft/dererzum Leben denöthigter Dinge/ unterrichtet. Di. all-u leichtgläubige alte Welt/ welche alles/was sie nur schönes iahe- demFleißundMerrrchtung einiger Götter zueignete/ steckte in b"r Einbildung/ ob hätte Minerva selbst/ durch eignen Fleiß/ Athen ereauct/und ibresNamens gewürdiget/der auf Griechisch Athen« Heist sek. D>d stimmm die übereins/ baß Cecrops der erste Atheniensifche König ihr den Grund geleqek/ und Cecropkamgenenntt. Andere aber melden / daß/ als man ihr wollte einen Namen geben/ stritten NeM- Nuö und Minerva eines dem andern zum Trotz/um solchen Rubm/unv habe »er,. Wer lsee- drrut. Triumph leuchrmdenRriegs-Helm r Dritter Thetl . zoZ hgbe man allda zu gkicherZeit / einen See und Oliven Baum gesehen» Worauf der König über solche beede Wunder-Zeichen gantz erschrocken/ das Oraculum befragen ließ; welches geantwortet: das Wasser wäre Neptunus/der Oliven-Baum aber Minerva/und stünde es betz der Wahl der Einwohner / ihr den Namen dieser beeden Göttlichen Personen eine/zu geben» Daß asso/ nachdem die Männer und Weiber ihre Vota ertheilek/ hätte Minerva nur eine Stimme mehr gehabt/ und seye also Nepku- nuö von dieser Göttin Überwegen worden. Solltees aber nicht viel eher darum seyn/weil sie den Feld-Bau vor nützlich erachteten/welches das eintzige Element ist/ mit welchen man am besten Handthieren und umgehen kan / als sich ausdie Seerauberey legen/ oder aufdem Meer stineNahrung suchen/allws man wider alleElementen zu kämpfen hat» Gleichwol sind die/ derMinerva geheiligte/Oliven Baume zu allerZeit gewartet und gepflogen worden: ja man findet in dem Herodvto/ einen beraltesten GriechischenHistsrien Schreiber/welcher sagt: Daß die Epidaurer nach dem Rath und Ausspruch des Oraculi demDamias und Auxesias/Ebren- oder Seulen-Bilder vonOliven-Holtz aufrichten Uten. Weßwegen sie die Athenienser ersuchten / sie möchten ihnen doch vergönnen/daß sie die Nothdmfft solches Holtzes/ bev ihnen ab- hauen dörfften/Massen sie selbige für das köstliste achteten / und schwerlich dergleichen wurden gefunden haben. Sie verwilligten ihnen solches/ doch mit dem Bevieng/ daß sie jährlich dahin kommen/und der Minervä/ als Akhemensischen Schirm-Göttin / wie auchErechtäen opfern sollten. Der gute König Cecrops / welcher etliche rso. Jahr nach der Wt« König Sändflukk lebte/wird uns vonden Poeten mit zweyen Antlitzen für-- Cecrop-ab. gestellt / weil man ihn für den Stisster des Ehstands hielte/der aus SE«. Mann und Weib gleichsam eilte Person machte. Er wurde auch halb als ein Mensch halb als ein Drach abgemahlt/indem er dis Athenienser/ so zu reden/ zu zahmen vernunsstigen Leuten gemacht/ welche vorhin wie die wilde Tdiere in den felsichken Hölen sich enthielten. Aber Athen batdemTheseofürihreVEommenheitzn danrken/dem fie auch von solcher Zeit an/ nicht nur als ihren König/sondern auch gleich einen von ihren Schutz-Göttern verehret. Er hatte sie erweitert/ und die die auf dem Lande darinnen sich wohnhaffk zu setzen gezwungen; Weßwegen man an den Portal des Adrianischen Palasts gegen der Stadt- Seite einen Vers folgenden Jnnhalks liest: Q q ist Rsm. Rayftrl. Mas undderohshest Murren Thiseusdtk erste Er- bau r und NcvcstkM GttLLL2L Ull?ldl NOXjL. Hier ist Achen/ ss erstlich die Sradr Thesti war. An der aber von Adriano erbauten Seite / wird gelesen: älOLlL SL- TKL2L NO^lL. Hier ist die Sradc Hadriani / und nicht des Thejer. Hernach wurde sie noch bis aufCodru m/ durch Könige regieret/ welcher recht großmütig sein eigen Leben/zur Wohlsatt seiner Unter» thanen / verachtete; Dann als die Athemenser / mildenDoriensern Krieg führen musien/hatten sie vomOraculodie Antwort bekommen/ daß sie aufkeme andere Weise / als durch den Hob ihres eignen Königs den Sieg erhalten würde. Wiewol ihn aber solches genugsam kund war/ harke er sich doch verkleidek/und unter die Feinde vermenget/ da er auch vorsetzlich mit ihnen zu zanckenansteng/und gleich sufder Stelle Uwgeb'racht worden: als aber die Dorienser solches erfahren/ haben sie sich zurück begeben/ und nicht streiten börsten. Achen wird Nachgehends wurden sie ggntzer 600. Jahr durch Obrigkeitliche durch die Personen/ nemlich durch die Archontes (bas ist durch neun Fürsten / un- Wrchont«! ftzr denen der König der Oberste war) regiert; die Anfangs Lebens, lang das Regiment verwalteten; folaends aber alle ry. Jahre/ und endlich jährlich abwechselken. Die Republique beschützte gar rit, terlich ihre Grantzen und verblieb bey ihrer Frevheit/bis zur Zeit Pist- stratis / welcher an ihrzum Tyrannen ward. Man verwilligte ihm einige Soldaten / die ihn wider den Überfall etlicher.'zusammen rottir- ten Personen/ welche ihm nachstellten/ beschützen sollten. Er gebrauchte aber ihrer/ damit er sich der Vestung bemächtigen/und dieHerrschafft rmrecyrmaukger ^vene an zuy oruigen mou-ee. Qo. davon / ta eine Hand voll Griechen /dieMiltiadesUndThe- mistocles so weißlich und klug anzuführen wüsten / machte durch den Vorsatz Dariiund XerXis/ein grosses Loch und alles zu nichte. Die großen Stöße wurden auf dem Meer ausgetheilet / die erhaltene Schlacht aber bey Salamina / zierte die Athenienser mit Siegs-Zeichen/ und zwar nach der Antwort des Oraculi/welches denen Athe« nienftrn proftzeyte/ daß sie ihren Verderb entgehen würden/ wofern sie sich zwischen hsttzerne Mauren einfchliessen wollten/ ihnen hiemitan- deurend/ wie sie alle ihre Kraffre aufdem Schiffen anwenden solltet Nachfolgends erwuchs ein Zwiespalt unter denen Griechen / doch mit öffcers unversehenden Glück. Die Lacedämonier wurden fast ganhlich minirt/welche durch solchen Vortheil sich zu Herrn über das Aegeische Meer machten. . Es waren wenig Inseln allda / die nicht Unter ihre BottmWgkelt kriechen musten / ja sie dmchtkangen mit ihren siegenden Waffen gar an die Aegyptische Küste. Aristophanes meldet/ daß sie selbiger Zeit tausend Städte beherrschten. Sie verwalteten 70. Jahre lang / das Griechische Kayserthum/ welches ihnen folgenvs die Lacedamomer abnahmen/von denen sie es aufs neue wieder bekamen. Nach so vielen unumgänglichen Abwechslungen/machte ihnen derThebamscheKrie- ges-HmEpaminondas sehr viel zu schaffen; da et aber in der Schlacht bey Leuckra das Leben einbüffte/ ergaben sie sich den Wollüsten/und zwar mit so blinder Unbesonnenheit/daß sieden jenigen den Tod an« droheten/welchervonWieder-Aufrichkungdesgemeinen Kastens zum Unterhalt der Soldatesque / etwas gevencken würde. Die Macedo« «rer/ welche bis aufsolche Zeiknoch nichts Ruhm-würdiges verrichtet hatten/ machten jedermann forchtsam/ und erweckten sie wieder aus ih« msanfften Schlaff. , Philippe vimmk ven Arhmjm- scrn bi«Jm ftln ad. Syik^ zer- MkHthen- Falschheit derA he- kiensex. s r r Rsm. Ra^strl. Mas und der» h ohen Alliieren Philippus entzog ihnen die Evlande/ über welchrsieh^7sZss7ss, und sein SohnAelxander begnügte sich mit dem / daßersieschweia-n machte; Nach dem Tod Alexandri/erinnerte sich Athen ihrer voriae» Herrlichk.it/ und wollte sich wieder in den verlohnten hohen Stand setzen. Aber Antipaterzwange sie dchiri/ daß sie musir Macedonifchs Besatzung einnehmen/welches auch Caffander beobachtete / bis daß sie Demetrius den Anschen nach/ wieder in dieFreyheit setzte/ dochdedieb se er eine von ihren Vesiungen/ wie auch zween von ihren SchGäsm vor sich. Endlich verjagten sie selbige zwsymal / und lebten eine Zgt- lang unter Römischen Schutz/ biß daß Mithridates König in Pont- sich denen bemächtigte. Ihr Unstern hatte den Lauf noch nichtvoS- bracht. Svlla der machtlgste unter allen Römern / aber auch der grausamste Mensch/ eroberte sie mit Sturm / und ließ alles nieder, hauen/ so gar/ daß nicht einiger entronnen wäre/ wofern ihnen nicht die Nacht davon geholffen/ und zur Flucht Gelegenheit gegeben hätte. Die Mauren ließ er abwerffen/ Pyraum aber und Munycham Mit Feuer verderben. Nachdem nun Rsm fast über die gantzeWelt zu gebieten hatte/keng es mit sich selbst an zu streiten; Der Zwiespalt Marii undSylla/ hatte kaum das Ende erreicht/ so fand sich schon cssar und komoejus, deren einer den andern de« Krieg ankündete. Athen hielt es fast mit dem letztem/der fast den gantzen Senat aufsei- ne Seite gebracht hatte. Zonaras meldet / daß als ?ompcjus dahin kam / fände er einige ihm allda zu Ehren stehende inkr^tion-z/deren Jnnhalt dieser war: He mehr du dich für einen Menschen erken, nen wirst / je wehrrer wirst du be? GDrr ftyn. Die andere hat diese Wort: wir haben deiner erwarrer/wir haben dichangs- beser/ wir haben dich gefthen/und haben dichbegleirer. Kurtz hernach machte sich des c-siii-is Lieutenannt/Calmusan Pyraum / unerachtet er aber das gantze Land verheerte/ konnteer doch die Stadt nicht unter seine Gewalt bekommen; da aber ?ompejus geschlagen war / ergaben sie sich dem LLsüi-l/ der sie gar gütig tkactirte/ sprechend/er bewerft denen Lebenden darum Gnad/weii selbige die Tode rsn verdienet hatten. Doch konnte die Gütigkeit dieses tapfer» Prinz tzen/bey denenAkhmimftrn/nichtsovr'el verhindern / daß nachdem sie dessen Tod erfahren/ sie seinen beydenMeuchel-MordernBrutouns Castio / nicht sollten EbremSeulen ausqerichtet haben / welche sie nebst ftr beeden Helden Nachfolger gewesen/und das Voick von einen Römischen Tyrannen befreyet hätten/ gleichwie j-ne versuchten die Achte menjer/vonderTyranneydesPisistrati/tsierloftn. AUAUZ Tr iumph- leuch te ndenAriegs He l ms Dritter Th eil. z I z Augustus/ da er ans Kayferthum kam/ ließ ihm der Athenienser llndanckbarkeit nicht gefallen. Erentzogeihnendie Insel Aeginam/ nebst Erettia/ und verbott ihnen ins könfft ge ihr Burger-Wcht zu verkauffen. Doch stehet man noch einen von ihnen solchen Kayser gewidmeten Tempel/ welches aber aus knechtischer Schmeicheley geschehen/und den alten Ruhm ihrer Erlöser vonGriechenland gantz unwürdig ist. Es war ohngefehr 1600. Jahr nach ihrem Anfang/ als sie in des Augusti Gewalt kam/ wann man nun andere 1600. Jahr und 70. bis 80. Jahr/.die von solchen Zetten her verloffen sind/darzu setzet/wird sich ihr Alter etwan aufz 270. vis rzo. Jahr erstrecken: damit ich mich nicht m der Chrenslogiste Ab-und Emtheilung menge / welche hier, über/um etliche Jahr/uneins ftvnd. Nach dem Augufto kam Tiberius/ von welchen noch ein zerbro,Jns«ipkksn chen Stück einer ' nlcri ption im Hause des NicoloTriöi befindlich/und isfolgenderFormstchzeiget. ' »60E L8 ä?LIO -/rrvi .... .... -rn . . r. ^0 . . . XttL .... /^lOk^LOVL . : . : LNI ... EN0V X2I GL0H MLI-.. LNl ^0^L ON^H^L , Sie kan fast gantz auffolgendeArt mit dergleichen Jnscriptionetr ersetzet werden. KrN xs^xoLlOdl o 7 I 8 MON IlLl-ON ^«iV1^?XI ML LalNLE SLNIOL t-l I Stc. Das Rr z 14. Rönr. Aa^serl. rNas ttvo Der» hoheUANimcen ^ "" Dasstr: Der Akespaglschedcuacwreauch der Tvarhvvn 6 c>o. und das Vslck/ har den Kaiser Tiberimn Ctaudium czeehrer/ als «reicher schon zum andernmai ontul/ Herr über die Machr der Gerichten und groGr Hohenpriester ist/ welches umer der Verwairnng vioclis Scadrhalrers in piräo geschehen, rc. Als aber unter Tiberir Regierung sein angenommener Sohn 6« m->nic.ur durch Athen zog/ Kult er die Stadt üs eine Freundmund Römische Bund-Genossin/ gab ihr auch Macht/ sich eines Lietoris oder Hrnchers zu gebrauci>en/ welchesdas Zeichen einer sreyen Herrschsfft war. Sein Sokn Caligula/ der den Thron einnahm/ließ des Jovis GlympiiSeulen-Biidnüß von Athen wegnehmen/und nachRvm übers bringen/an dessen Stelle aber sein Haupt dahin setzen. Es geschähe bey Anfang der Kayserl. Regierung Claudii/ als der Heil.Paulus dahin kam / und den Arevpagiten Dionysium bekehrte. Die Ursach seiner ersten Predigt war/wegen des /dem unbekannten GOtt gewiedmeten Alrars / so nach Einrahtung desEpimemdls aujgmchlet worden/ und mit dieser Aufschrifft bez: ichnet gewesen. GLOIL LV?QNttL Dasist: DenerrGörrerniirAsten/ Europa undLibien/öem Mibekand reu und fremden GGrr. Nachdcm P^ulus diesen Altar erblickte/ stellte er denenAthsm'en« fern nachgehends für/ wie GOtt Himmels und der Erden nicht in sols ch n, von Menschen erb au . ten/Tempeln wohne / auch nicht durch die Wcrcke ihrer Hände geehretwürde / als ob Er seine Geschöpftenöthig hakt /Er/ der ihnen den Athem und das Leben gebe: Er war aber darum hierüber so weitlauffrig / weit die Stadt voll Tempeln und Götzen steckte / welches uns die Weltliche Historien gMgsamdakthun; Wie Sann Piinius uns versichert/ daß zu ferner Zeit/ wenigstens auf diedrey lausend S ulemBllder allda gestanden. Nero rersete in Achasiru,/ Willens seinen hohen Verstand/ unter Ken Grieche.; bckandkzu machen/und wird ohne Zweiffel eme^eitlans Ä'Mdes ikndekann- WSstteL Srvge »letz Triumph - leuchtenden Kriegs HelnwDrlrcer Theil. g -i ^ Seug-Anune kluger LMe gewesen,. Im vLrschicdcne in dern M tertdUM Preisi^rfahrne MV der Meynrwg /daß ein sonderbarer alter Schau-Pfennig/ worauschn die Griechen einen Heiland Menschlichen cbeschlechrs nennen / allda verfertigt worden sey. Vespasia- nus machte aus Achats eineReichs-Promntz/ undzwungesie/daßsie sich der Römer Joch bedienen müsse. Damals war der Anfang/ daß «4Hr sie durch Procoss. regieret wurde. Es wird eines Lolchen kroco^ifmis vmch Namens Rufi» FMi in.ders nfcriMoy zu Alchen / nächst der Minerva re« Tempel gedacht. ' äENkOHrOdl ^dlSVEOdl "rrtLxo^chioii ch«c- ^0d! «LA äMOvriärov öOV^tt öOV^lt Vtrdl Vkl/vxocicrdl 0 o LV dioi^L kc/ri Lrx?rLcf^c , NL?I nOaibi ^H>xc7 r cha^b-IOV NOL1. z^^ovxov 7 0V ^0v»i0^'rov N-U ^UOXOM^I^. >Ltz» DaS ist,: §u gueGlück Harder Areopamsche Senat nur dem der dreihundert«») und dasArhrmcnflscheDolck mir dieftrSttd- Seulen deehrcnwollen/den Durch». KiUi.u«, ksttum. krocontu- Icm des Griechenland» Areopagi/ in^ecrachrnngsimergtttey Me^nunaen und wolcharev gegen die Sradr/ woinirer diese!, beüberhäliffer: wie dann das Seulen Bild arrfgerichrerwor, den/durch Mühe und Fleiß kla vii?om.Hochwfrrdigen Fackelträgern Lcreris und^rolcr^i»L und e»NexV0Y.denLomMl,us oder Grafen. Seit des Svkä Grausamkeit her / kennte sich Athen nicht recht Hadria-W erholen/doch wurde sie durch die Gunst Hadriam in guten Stand ver- richtet set't. Er war zur selben Zeit Archon allda/gls er noch einePrivatsPer- Athen wt«. sv gewesen/ die gute AOctj-m aber / so er selbiges mal gegen sie hegte/ o» empor, verursachte / daß, da er seine Reise arittat/ ferne Landschaffcen zu besuchen/ er sich noch einige Zeit zu Athen verwelkte. Er hielt ttlicheSpiele / R k ij und z 16 Rom. Ra^ftrl. Mas. »Md dersho Yen A üiirre n und eine Jagd von loso.wilden Tbieren,darinnen er SUdentzerwigia' te/gewisse Anordnungen/eineBlbirothecund Schulen. Dem Pan- hellinischem Jovi und Junoni/wie auch dem Olympischen Jovi/ wertete er einen Tempel/ und ließ einen Weil/ der durch den Krieg und lan- ZeZeither sastverfallen gemeiner Stadt Gebäude und Temp-l wiederausbauen. JnderKirche^sloslok 3 nn'i 8 zeigetnoch einelEn- ption, wie hoch/ nicht nur dieAthenienser/sondern auch die TWer M der Insel Thasos/nächst Thrazien / Adrianum geehret: kobGchrist Hadrian» m Atzen. XVIOKk'ä'rOk'ä Odl G^LIOI X^k»IOr Ln! iLkLL/rx/r^mxo^. Das ist: DieThasterhadettdettKaOr»Äärmnum.^u8u. A«m, Olvmpiurn mit dieser Btld< Seule geehcer/ durch Sorg emd Fleiß des VerordncrcN/ und Ober-Mersiers Xenopkant.s des Sshn/ uncer derPnesterschaffr des , Folgendekanein gleiches von Hochschätzung Adriani zeugen/so befindlich an einem Altar in der kleinen Kirchen Panagm zu Athen« tt Lo^n x/ik o LüLioc Das ist; Der Senat und das Volck Zu AmphipslL ehren den RafferbiZäri gnum, /^Utzulium, Olxinpium. Es war aber Am- phipolis eine Mücedontsche Stadt. Ferner im Eck einer Kirche des Heil. Nicolai / oberhalb des Frantzösischett Herrn conluiis 6 iräuä Hauß/ iß nachfolgende noch zu ewigen Ehren Naänam befindlich. -_Zi7 irvi?« vivi. ?^«.H4lc« klL. OIVI blMV^L ^!L?OH tt^vxl^- N0 ^uo. 'rR.w. ?0^. XVI. cos. m. ?. ?. ocv^i?io. :... ^ lULI^ ^uous^ .. kLk cko^'ruM ^. v.. iu/vr Lvcu.»4 ^iLci'Lr^.- rs^ >K e-> K Dem Kaystr Sohn de sTtajani?artkic. ENckel/ b^ervL, Hz- äriano ^uZulio, als er die Richterliche Gewalt/das lechszchctt- demal verwaltete / »Nd dreimal Oonkul gewesen/ dem Vaceer des Vatterlands/ GlMpio . « . hat )ulia ^ugulta ihm diefts GenlemBild oder Ehren Monument, dntchc^cum ihren Likttt ttnant/ aufrichceN lasieN. Antonius Pius/ vollfuhrte die zu Athen vön feinen Vorfahren Hadriano angefangcne Wasserleitung. MarcusAurelius/vermehr« «die Anzahl der Professoren/und wollte/daß man ihn vor einen Priester erkennen sollte« Doch weigerten sie sich solche Höflichkeit demSe- vero zu erweisen; maßen als er vormals daselbstsiudirte/ und dieRa- ritaten der Stadt besähe / einigen Unlust empfieng/weßwegen er sich/ darr Kayser ward/rachett/und ihkeFkeyheiten verminderte. Vale« rianus/ der ziemlich lang nach ihmherrfchts/vergönnteden Athenisn« sern die Mauren wieder aufzubauen/ dieses aber konnte nicht verhindern/ daß die Stadt von den Scythern unter feinen Sohn, Galten o nicht eingenommen würde. Der tapfere Athenienser cleoclenus, er, vbertesie wieder/welcher/daer seine Kriegs-Völrker und Schiffe versammelte/die Scythen schlug/und Ln die Flucht brachte. conk3ntinus der Grosse/ war sehr gutlhatiggegensie/undbe«Athen wiw gnadete den Atheniensischrn Stavthaiter/ mit den Mel emes Großem Groß. Hertzogs: S're bekamen auch viel Inseln durch die Freigebigkeit nes Sohns. Unter Arcadii Negierung durchstreiffte plünderte und ^ verwüstete Marius Italien/und schonete des Griechenlands gar nicht. JustmianuswarzwarAthen gewogen/doch hat man seit selbiger Zeit her schon in die 700.Jahr nichts mehr von ihr sagen hören/ es sey nun aus Ermanglung derHistorien/die zu solchen Zeiten sehr kmß und dun- Rriij ckel 4 7 8 Röm. Rä^serl. Mas. und Dero hohen AUiittrn Lkel/ oder daß"ihr das Glück eine so lange Ruhe versieben habel^Im dceyzehenden 8s.culo fieng sie an/ und l-eß sichwiederaufdemThea- tro sehen. l.ey sZurus belagerte sie/ und wurde davon abgMeben Aber der MarggrasUonifacius eroberte solche, folgend wmdesie durch einenDelven aus der ArragomIchenKönigeStamm regiert/nach dessen Tod der Türckische Kayser Bajazeth sie im Besitz nahm. Die Catatvner / als die Reihe an sie kam/ eroberten solche/iMi den Land öwotis, der Florentimsche RrmierAcciajolo vertriebe sir/Ms übergab sie denen Vmetianern/welche selbige nicht lang befassen/Massen sie ihnen von Anronio/des Mnier »nächtigen Sohn/wieder adge. nommen worden. Daß also der Acciajolmer Geschlecht eineZeitlang mit völligem Ober-GewaWn Attica und Boeotra herrschte; wie dann Nerlus/ dieses letzten Vettern/ inder Regmungsolgte/und sodann ein anderer Antonius NernBruder/nach diesenaberFrancus/unter Komme in welchen sie wieder in Türkischen Gewalt kans/ und aus ermanglender Türckisch« HM erobert worden. Seit welcher Zeit sie stetigst bis auf-etziZeEr- HE lösungunterden TürckemJochgeseufftzet. Getrae«. WeGrentze Mica/reichrngegen Osten bis au Euripumr West- he-tM-cä. Werts istdas Land Megaris/mit dem Berg Citherpn .: gegen Norde» Boeotia. Sudwerts der Golf Aegina. Im gantzen Land hat es sehr reine und gute Lufft / sonderlich aber zuMhen/ weßwegen sie auch so scharffsinmqe und ju denenKünstensabigeKopffegeMget;/aum erachtet sich dieAthenienfer/ seit dem/ daß sie unter die Herrsch afft gera- khen/ nicht viel ausschöne Wissenschafften legen/kan man doch einen na- türli'ch guten Verstand / und grosse Geschicklichkeiten in allen Sachen/ deren sie sich unterfangen / dev ihnen Mmercken; die Kranckheitm Md allda gar üngemern/ und die Pest / welche jeweilen in den beuachbarten Städten / als lu Thebe odec Negropont/ sehr starck grassrret/darf sich gleichsamausZhrerbietungnach Athennichtmachen. DieB1 ' . LX I'Nbl 7-0V8 1Ü rio/vLl, iesicr/ un einer von denen/die in denen öffenklichenSpielcn Präsidien/ har dieSradr-Thor arrfstineUnkdjten bauen lastemDas mag vielleicht nur die Vestung allein ftyn/als welche manzuweilen eine Stadt nennte. Wann man durch das Thor hinein kommt' findet man einige Fundamenten/alter Propyieen/öder Vor-Portal von Marbel/welches so prächtig war/ daß es mehr dann eine Million Tbalergekostet. Uber de ndru ten Thor/ ist ein Adler/ aus alten Marbel/ ein Zeichen der Römischen Herrschafft/ die vormals Herrn darüber waren. Wenn man aber durch den Vorhoff hinein/ und recht in der Vestunq ist/findet man zu rechten dem Tempel/welchm Pausanias derungeflügesten Victor«? nennet. EsistnebstderMaucrerbauet/wosichAegeushin- ab stürtzte; gleich gegen über zur lincken Hand am Weg/siehttman annoch ein schön Gebäude/ so etliche vor des Lycurgi Zeug-Haus achten. .Sehen«. Das Sehen-würdigste in Athen ist die groffeMosquee/welche vor- wurdige ma!s der Tempel Minerva gewesen / und das Haupt-Stück der Ve- stung/ so aber/ wie oben angeführt / durch die emgeworffene Feuer- ^ Bomben/ziemlichzernichtigt. Uberdas ist auch das TbeatrumBacchi/ worinnen die Äthenjenser denen Comoedien und Tragoedien ihrer berühmten Poeten zu sghem Es liegt unten an der Vestung/und ist derselben angefügt mit einer Mauer/die Pausanias Austral nennet/weil sie^gcgen Süden sichet. In der Stadt verdient die merckwürdige /^yric;uitat / to tou Oimolihonis,daslst: des Oemostbems Latxrn/ so «««der Capuziner Herberg ist/ betrachtet zu werden- Es ist ein kleiner Thurn von Marbel/ fast wie ein Schilder-Hauß- leiy formirt/dessen Dachung auf sechs von auffmher au sgeholten Beulen ruhtt/die in allen eilffchalb Schuh hochsind. Es hat nur sechsthalb Schuhe im Diainet.0. DieDecke/so wie eineMuschel ausgehauen/ ist alles aus einem Stück. DieZierrarh oben auf/ ist wie einetrey, schyab- Triumph - l e uchtenden Rriegs H elms D» L kter Theil. zrr schnädlichte Lampe/weßwegen sie vielleicht dm Namen Latern bekom, men / wiewol dieses vermutlich nur zur Zierde dahin gesetzet worden. Das waszwischen denMeulen stehet/sind funffgrosseQnater-Steine/ über welchenin der Höhe/ einige nicht ausgehauene Sachen zu sehen. Auf der Seite / wo es dergleichen nichts giedt/ ist der Eingang. Der Krantz herum ist nicht tief/ aber gar zierlich ausgehauen. An der Höhe am Krantz an der Seite/ gegen der Gaffen/hat es eine Griechische Uberschrifft/ welche viel Authores nicht in achtgenommen. Uberdiß ist. T-schnr, auch der Thum der Winde eine schöne Seltenheit/ dem Virruvius al- so beschreibt: ^näi onicu5 Orrkslkssbauete zu Athen einen acht eckich- xhumß. ten Thum von Marbel/ und atzte in jedwedere flache Seite die Figur eines Windes/ an der Seiten da er herwehet. Aus den Thurn stellte er eine kleine Piramide von Marmel / hierauf aber ward ein Triton oder MeereGott von Metaö gesetzt/welcher in der rechten Hand einen Stock hatte / womit er auf den Wind zeigte/welcher berührter Mas- sm also äihonirt war/ daß er sich leichtlich nach den Wind drehen konnte. In Athen möchten irgend 8. bis 9000. Annwohner seyn/ davon Wieviel drey viertheil Griechen / das andere Türcken seyn. Diese haben4.Emwohn-t Mosqueen in der Stadt / und die fünffte auf der Vesiung. Juden ruMm. werden daselbst nicht gedultet/ und vielleicht sollten sie sich auch nicht miteinander vertragen können/ Massen die Athenienser ja so arglistig/ als sie sind / daher das gemeine Sprichwort in Griechenland entstanden: GOtt bewahre uns vor den Juden aus Salonica/vor den Griechen aus Athen / und vor den Türcken aus Negropont. Es waren TürMsch« aberZ it Türckischer Beherrschung/folgende/uriscliÄlones zu Athen. Be-mtm Der Waywoda/ welcher sein Amt von Kislar Aga denvornehmstenr" unter den schwartzen Verschnittenen / vor z 2000. Tdaler hatte/ die er ihm jährlich/zu AnfangunsersMonatsMartii/erleget. Er hatteauch schön Einkommen; Der Zoll / der Curasch/das Stadt Gericht/der Zehenden und die Straffen / gehörten ihm. Der Sardar hatte über die Janitscharm zu Athen und in selbiger Gegend zu befehlen. Der Spihasir Aga war über die Spahis gesetzt. Der Disdar oderSchloß- Aga hatte nur die dleksiröes, deren wir oben Meldung gethan/ in der Vesiung unter ihm. Der Cadien war der Richter / über alle / so der Christen als Muselmänner/ Uneinigkeiten. Die Weibs-Personen in Athen/ welchegarseltenauskommen/BekAdm« haben das Haupt mit Baumwölliner Leinwad umschleyert/überdas^sWcus. Kleid aber einen kleinen Kermosin oderViolblauen SammetenMan Zg" ^ tel/mit grossen silbernen Knöpfen/wie Nüffe/welche aber hol sind. Die S < Jung- 4rr Rom, ^yscrl. Mas. und derohdhen A llllrren Jungfrauen gehen vor «hren hochzeitlichen Ehren-Tag nicht aus dem Haus / ihr Liebster aber must mit ihr nur durch einen?wcurato. rem und dritten Mann/ der bey ihr einen Zutritt hat/buhle,-/welches selten jemand anderst / als ein Verwandter/seynkan/dem sie in allem glauben muß. Solches Hausbleiben aber wieder zu ersetzen / werden sieden Tag ihrer Verchlichung ziemlich spatziren geführet/ und Ges zwar nicht weit aus geschichet/ so gehet es doch sehr langsam zu / und gar Gravitätisch/ Massen sie fast zwey Stunden in ihrem Maich/vonder Kirchen bisindasBräutigams Hauß/unter Wegs bleibem vorher aber gehen einige SchalmeyemPfeiffer/ Zimbeln und andere Instru. menten. Unter währenden Ceremonien und Spatzirung tragen sie «ufdem Haupt eine grosse Krön von Silber/ Gold und Perlen / die ihnen viel Ungelegenheir machet/ und so lehr martert/daß sie sich immer wie Binsen auftecht halten müssen. Die Europäische Christen haben nur der Capuziner Capellen / so in den ksnari tou Oemc>ükenl8 ist. Der Französische und Englische Konsul haben darinnen zweygleich-Oratoria/eSlassenihnenauchbes- dedie Unterhaltung der Mission angelegen seyn. Das VolckinAtti- ea war vor Alters in zehen Stamme ausgetheilet/die sich nach so vielen Herolden desLands nennten/deren jedereinenTheiiStadt/wieauch etliche Dörffrr in Besitz nahm. Folgends fügte man noch drey hinzu / daß also an der Zahldreyzehen wurden/ und muste man denen andern etwas entziehen/ damit man diese neue einrichtete; welches aber verursachte/daß gewisse Marcksiecken bey denen ^utkoribus unterschiedlichen Stämmen zugeeignet worderr. btsv, Anjetzo ist die Stadt Athen in acht Theist eingetheilek / kistomats Ahm wird genannt/ und sind deren Namen wie folgt. ?lac3 ist Ostwerls gegen «weift ^ die Kirche Klr-r. 8otll'3S tou 6ot3ki ist die Gegend der ' Kirchen Lycomedon. Monocalufftis/ist mttten in der Stadt gegen der neuen Mosquee tisLeynas, sv eben derName einer Wittibe/dir ftlbigeiß erbauen lassen^ koumbi, in der Gegend der Kirchen?»n3Zis Lumvukarm, und in der Revier/ wo man den Kalch brennet, övrezz kl3tomq. an der Nord-Seite der Stadt/wo die Kirche (ch^iolpiiio. ros» stehet, kilri ?!gtomg auf der West-Seite dieser Kirche/ und in der Gegend der Lolonns, ^Zlossto»nni8 gen annt. 6e3i3äa / zu unterst am Schloß / und der Kirche ^glo d4icolo. c viumlxtz KskMaO oder Llvmpoi, an der Seite Eleusis und des Thrseischen Tempels, ""und Das Land ist weit nicht so Vslckrelch/als es vorAlters war/maf- man allda 174. Börffer oder Flesten zehlte/deren etliche ja so aut Ach«n. als Städte waren.. Anjetzo hat es dannoch einegrosse Anzahl Doch TMmph-leuchtenöen Rriegs-Helm « DrittekTheLl zr r fer/ ohngeachtetso vieler Kriege und Einfalle der Corsairen ; zumäk aber in Mesogia/so ein fruchtbar eben Land ist/an derOst-und Süder- Seite des Bergs Hymetti/ in welcherNachfolgende Därffsr zu staden r ^litropolis. Kcrstüs. AI 3 6a. L43ico^ouio, es hat daselbst noch ein anders Dorff gleiches Namens. Lourfsls. Ab/Zlia sonst kk/es. Lsrels. ^loxekj. Lokis» Lalsmbsst^ Loura. ^rvsto» ^Zouvi. Und diese fast ruinirte / welche nur ^suZZiZtis oder Meyerscha fften Mennet werden / doch aber m Mesogia oderMesoia liegen. k.ikerrch LsK. Lecsmbgst. Lsmbriano» Lambrles, aufdem Weg nach Athen/aufdem Vorgebukg LI.iM0 ^4r,eroxouIo. Nahe dey Athen zwischen den Oliven-Bäumen ist LepoUis oder 8os)l)Ui3. /^Ziniäi. AasdemLuripo. Oacovsoncs. katilckg. ^mb Llokipous auf dem Weg kenteli. cailirtiüe, sind die Hauser nächst dem Born. Handel. Die Handelschafft in Athen/ bestehet meistens nur in kleinen Eße schafft der Wahren / und etwas weniges Seiden/ die sie von ihren Nachbarn Gtadt bekommen. Es segeln jährlich unterschiedliche Tartanen von Mar- Mm. ^sikri dakin/ die absonderlich köstliches Oel sufladen/ als welches allhier Preiß-würdig / deswegen auchHaorianus eine Oel-Ordnung gufge- richtet/die in einem Stein/wiewol ziemlich zerstümmelt/ zu finden. Eine Tonne-Lade wird für 60. Piaster oder Thaler verkaufst/so nach dem Marseillischen Gewicht 17. Centner/ 6f. Psund ausmachet. Ihr Quinta! ist so viel als r z r. Marseillische Pfund und kommt irgend aus drey Piaster. Aniß - - 2. Piaster/ ein viertel das Quinta!. Kummet;. Piaster das Quinta!. Wolle - - 2. Piaster das Quintal. Schaft Käse 2.Pfund ein viertel das Quintal. Köstlich Hönig 4. Piaster das Quintal. GelbWachs rr.Piaster das Quintal. Corduan i4.Pia, fier/auch 15. das Quintal. Anders Leder wie auch Puffe!/nachdem es groß und gut ist. Pemokoki/gewiffe Korner zum färben / 2. Piaster fürz.Pfund. Quitran und Hartz r 6. Groschen das Quinta!. Vier- oder fünfferley Gattungen / grobe und feine Seiden. Saiffe / von Mastix-Baum Aschen gemacht. Velannede/sovon dengrünenEich- bäumenzu Geusigesammlekwirdt. Saltz/so in der Gegend des Vor- gebürgs Colonnä gemacht wird / diese drev letztere Wahren sind gar wollest. . ^ . ES Wal,. Die andereEßwahren zum gewöhnlichen Gebrauch der Jnnwov- «nzuAthen ner/sind zu Athen in grossen Überfluß. Am Vieh ist da kein Abgang/ und kan Morea leicht davon mittheilen. Der Meer-Fisch/ so gar köstlich / gilt 6. Pfenning das Pfund. Er wird gemeiniglich nur bey Nacht/ mit ein wenig Licht/ welchen der Fisch folget/gefangen. So Triumph-leu chr enden Rrieys-Helms Drirrek Theil. ? 2/ balv'sie chn vermercken / stoffen sie mit einem Dreyzanck/oder langen Stock mit dreysn Spitzen/ nach ihm/ den sie stets in der Hand behalten und selten fehlen. Der Wein zu Athen ist köstlich; wer aber diesen Gutirgei nicht gewohnt/ wird gleich einen unangenehmen Pech-Geschmack war, nehmen/ Massen wir oben beyLepanto gemeldet / daß die Griechen/zu conservirung des Weins/ ihre Tonnen pichen. Die Oliven zu Athen sind sürtresilich/es hat aber sonderlich einegewisseGattuug davon allda/ die man schwerlich anderwertig finden wird / und daraus kein Oel zu machen ist: dann wo sie aufbehalten oder lange Zeit am Baum gelassen werden/so faulen sie an statt/ daß sie sollten reisten / und schwartzen sich nicht. Man nennet sie Colymbades/ und sind in solchen Werth/ baß sie fast alle nur für des Groß-Turcken Mund müssen gesammlet werden; sie sind dick und sehr wolgeschmack. So bald dieser Welt-geprießne Ort Athen denen Venetiani- Ache« wir» schen Sieg-Früchten beygezehlet/ unterließ der tapfermütige Herrbrfcst'sk. General Graf Königsmarck nicht/ diesen eroberten Ort mit möglich, stenFleiß zu befestigen/ und m den ehmaligen unüberwindlichen Stand zu setzen. Die Jahres-Zeit/ welche auch schon ziemlich verstrichen/und die Kranckheiten/welche die stetige Fatiguen unter der Armee verursach, ten/ vergönnten dieser Preiß-Armee nicht an neueConquesten zu geben, cken/ sondern vielmehr zu Erhaltung der bißherigen zu trachten. Wir verlassen deshalben diese in dieWinter,Ruh best-verdient,eilendeStrei- ter/ und schiffen in Dalmatien/um zu besichtigen/was alldort dieser Rubm-prachtenden Republique Völcker seit unsers letztenAbfeyns aus- gewürcket: Wir sind letzten aus diesen Siegs-Grentzen/bey der Eroberung Castelnuovo/abgewichen/an welchen conquestirten Platz man die durch die Stücke verwundeten Mauren verbunden/und das zergäntzte ergan, tzet. Woraufdann Herr Zen General von der Cavallerie die Mörla, Morlaqu«» guen von Zara/ Spalatro/ Trau und Clissa zufamm gezogen /und aus st«Am in zwo Partheyen/ als eine gegen Narenta/ und die andergegen Bagna- ^ Lur»,- luca ausgehen lassen/ da dann die letzte ein TürckischCvrpo angetroffen/ Uastken mit selbigen in sieben Stunden lang gefochten/endlich zerkrennet/und in ' ' die Fluchtgeschlagen ; woraufdie Morlaquen sich zweyer Vesten Thür- ne bemächtigt/ verschiedene Köpffe und Türckische Sclaven bekommen/ worunter ein Türck von cvn6 Tviump h - l euchtend en Rriegs-Helm s Dri tter Theil. z 29 Mde?et hätten/ und dadurch zum König in Ungarn erwehll worden/ da er dann in semerHinreise die j o demüiiA e.rsuchkeKron verlvhremund unverhofft wieder gefunden. Allein dieses Kleinod rührte nicht lang aus seinem Haupt / und mustr er Krön-und Thronloß wieder zurück in Bayern kehren.. Sie blied in Ungarn bis ausLadislaum / den man in der Wiege gekrönt/ nachmals aber Uladislao / König in Polen aufm» SÄL-ü ILM' die in den Tmhlein enthaltene Heil. Krön mit etwas anderst ; undaus solche Weiß lieferte ste die Königin Elisabeth in die Schutz-Hände Kupfer Friederichs/ da dann der einheimische Krieg in Ungarn zwischen der Königin und Uladislao/nachmals Oesterreichs mit Kayser Friede- rich / gegen Erlegung 60000. Ungarischer Ducaten/ dieses sostrittige Pfand wieder crhatten. Darauf ward zum Beschuß Ort der Heil. Krön / Ofen/als die Königliche Wohn- und Thron-Stadt/ benennet/da ste bis zur Niedev lag des unglücklichen König Ludwigs auf den Mohatzischen Gefilden geruhet. Damals schlug das Widerwärtig- und Unemigkeits Feuer Lichter-loh in Ungarn/wegen der Doppel Wahl Ferdinandi und Johannis Zapolinv zusammen/ bis endlich die Krön in die Hände desMr- Äschen Tyrannen Solvmann gefallen. Dann der Bischoff von Fünffkirchen/ Johannes Saracenus/ überfiel bey Nächtlicher Weile Petrum Perenium / der die Krön in Verwahrung hatte / nahm ihn samt den Seimgen gefangen / und die bey ihm gefundene Heil. Krön zu sich: muffe ste aber baid / als Solymann herauf gezogen kam/ auf dessen ernstlichen Befehl/samt dem Perenio herbey bringen. Der Sultan führte sie darauf mir sich hinweg/mit grossen jedoch heimlichen Leid- unMisch- wesen der Ungarn/ welche /als ob ste das Haupt MedussX erblickthat- ten/bey diesen Kron-Raub bestürtzt blieben; und welchesdas ärgste/ so^ aber vor Wim/mit schlechter Bewir- thung und ziemlicl-en Schimpf und Verlust abaeftxtigt/ und er eiligst wieder gen Ofen gelanget: hat er sich in Person/aus ftmem Lager auf das Schloß verfügt/angeregten Johannem daselbst zum König eingesetzt/ und in seinen Schutz genommen; auch über alle Vermutung/ ihn Tt den Rom. Rayserl. Mai un d de ro hoh e n All iieren den Ungarischen Scepter/ uni) der Heil. Krön samt den übrig nRcää- lien überantwortet; Folgende darauf in Gegenwart seiner sürmhm- sten Baffen / die Stande so den Johanni angehanaen/ hrrbeyfodern lassen / und so wol sie als auch dem neu-erwäklten König angeredet' Ihr habt noch wol gehandelt/und ein Prob-Srück euere Verstands an das Tags Lrechr gelegt daß ihr bey einen unglücklichen Verhängnüß / da euch der rapfermücige Teursche vom Reich verjagt / nach mrr als den Nord pol eurer Hülffe und Leostands zugeeiler; die ihr anjetzorvürcklichundin deriLhar ^verspürt. weil dann nun das Kriegs-Glück/ dem ich um eurer willen diese meine Armee aufzuopffernenrschlossen war /glücklich auf meine Seite ausgeschlagen und hiemit seine Endsehaffr erreicht; als umarme ich euch als meinen Bruder und Freund/ und benenne euch zu einen König in Ofen und Ungarn; und Sohkmnk verspreche auch noch ferner» Bestand und Hülffe. Empfan- giedk dco gerdievon euch heiligst-wehrte Rron/ Nehmer das von mir ge- Unßara dir nommeneGceprer/und besitzet wieder die für vcrlohren geschätz« Krsnwn, xeRcichs>Kleinodicn. E o offr ihr derselben ansichrigwerder/ ^' wird hoffentlich meine Gütigkeit und wolrhar/ so euch das Reich / Rron und Lhrcn erworben / grünen. Es sprosse aus euch eure LJachkommenschaffr / bis in das rausendeste Glied/ und bezweige mir reichen Helden dieses Königreich. Euch Helden aber befehl ich hiemir/ dafern ihr nicht dieses Rach- Gchwcrdr (auf seinen Gabel zeigend) schneiden/und inEuren Eingeweide» den Durst loschen sehen wollet / daß ihn/ diesen euren Rönigjalle ersinnliche Ehrezu erweisen und zu bezeigen/ ge- fliessense^d. Nach Absterben Johannis/entwiche Jsabella mit ihren gekröntem Kind/ und der Krön in Siebenbürgen/ da danninUrigarndas Uneinigkeits und Krregs-Feuer mit unzehlichen Schaden wieder auf gieng/bis endlich die Königin diese so strittige Kron-Helena gegen das Hertzogthum Oppeln und Franckenstein ausgewrchftlt/und dcm Cch> H rtzoglichen Oesterreich schm Ruhm-Hauß eingehandigt. Auch dieses hohe Haus war bm Besitz dieser heiligen Krön nicht Hey Ruhe gelassen. Indem die Ungarn unvergnügt / daß Rudolphus m>t jich die Krön in Böhmen genommen/ und dahero Matlhiam dessen Herr Bruder vermocht/ in ihrer Begleitung dasselbe abzuholen.Die er auch/ durch friedlichen Vergleich erhalten/und endlichem König inUngarn gekrönet worden. Da bann von solcher Zeit die Krön fast immer m Ungarn verblieben / und zu Presburgim Schloßjweyen UngarMen Herrn zu verwahren anvertrauet worden. Den Triumph,leuchtenden RrieZs-Helms Drirrer Theil. z; r Den letzten Tag nun vor der Krönung (damit unser Kiel wieder zu unfern Fürhaben schreite) versammelten sichhöchft-bsmeldle Krön- Hüter und sndererStände Abgevrdnete/und verfügten sich famtJhrer Fürstl. Gnaden Herrn Palatin Esterhasi in das Schtoß/wo sie berührte Küste wieder entnahmen/ verschlossen auf einen Wagen setzten / und vor die Sacristey bey Sr. Martin oder Dsm-Kirch/durch die Michaelis K?o»wiw Pforte brachten/auch daselbst für den Altar/bemelöter Sacristey nie- dersetzttn/ und endlich dieselbe derHerr Palatin und zween Kron-Hü, ter mit ihren Siegeln verwahrten. Die Küste, so ein so HeiligesPfand hegte/ war mit rothen Gold,Stück bedeckt/und fassen auf der offenen und mit 6 . Pferden bespannten Calesse oben an / die zwsen von Hof aus verordnete Lommiffarii / unten an aber die Kronhüter. Die Begleitung aber bestand in 4. BurgeriichenCsmpagnienWelchenetlicheHey- ducken und Teutsche beygefugt. Die Schlüffe! zur Sacristey nahmen die Krott-Hüter/diejenige aber zur Kirchen / der Luttos icmpiizusich. Die Schlüssel zur Kü, sten aber gaben Jhro Mas. den Abend vor derKrönung/einen von obbv nannten zweyen Commissarien / welcher selbige die Nacht hindurch in seiner Verwahrung hielte/ und den Morgen darauf denen Kronhüter» zur Eröffnung einhändigte. Zu der Tbüre derSacristey waren zween Capellan / wie auch 6 . Teutsche und 6 . Ungarische Fuß-Knechte bestellt. Eben selben Tag sagten die Hof-Fouriers/ denen hohen Kayferlichen Einladung Ministers und andern teutschen HofCavalliersaufden folgendenMor zu-Kr»« genumacht Ubr zu erscheinen/an: denen Hungarischen Ständen aber "un«» ward solches von demMagisterLun» angedeutet.DenenDamens wurde nur in dieKirche und zurTafel angesagt/und zwar beyd es d enenTeu- tschendurch dieHof Fouriers /denen Ungarischen hingegen in dieKirche von einen Ungarischen vonAdel/und zur Tafel den HofFourirS: Der vluntius ^uoLolicus, Spannische und Venetiamsche Bottschaffter wurden von einen Kayserl. Truchseß/absonderlich hierzu eingeladen/ und ließ der Obrist-Hofmeistrr ihnen selbigen Tags dieOrdnung des Comitats zu und von der Kirchen/ schrifftlich durch deren Amts-Secre- tarium einhändigen. , Am Tag d r Krönung stellte sich die Burgerschafft m der Früh Anstalt r«, von den Micha kr Thor gegen dm Franciscanern bis zu der Domm, dcr Krd. Kwchen/ zu beyden Seiten in Waffen/ und hielte das Palfysche Curas- sirer Regiment / außer der Stadt bey dem Michaeler Thor. Die DomtwKirche/ worinnen die Krönung geschah/ war folgender Gestalt zukereiket: Von d n Kirchen, Tbor wurden zur lincken Hand hinum die Brücke von 4. Brettern breit/bis zur Domm-Sacr,st-y/! T t ij von Röm.R a^crt LN as. rmd dero ho hen Alliieren von dieser und von der Jejuittr Sacriffey aber auchdergieichelUD zum hohen Altar gelegt, und mit grün/ weißund rochen Tuch bekleide In dem untern Tkeil der Kirchen/war nach derMtt'e hinab / eine sehr grosse und hohe/ auch ksrlpsÄiv« Weise gebaute Bühne/ mit sehr vielen Staffeln aufgeschlagcn/ in deren Mitte aber ein Absatz von einende- fondernAufgang. In den vördern zweyenThulen/ zu beyden Seiten stellten sich die Dames/ ünconnaLvanZeiildieTeutsche/undinLornu kpiüslL die Hungarische» i.r Die hindersten zwey Tkeile oecupirten die Stände und andere Zu- d-r LÄckcn. schauer. Diese gesamte Bühnen aber waren alle mit dergleichen Tuch von drryen Farben/ wie obbemeidt/ bezogen / und hatten die Musican- ten eine besondere Bühne zu End der Kirchen bey der Orgel. Bey der K>rch waren zwey Hungarische und einige Cavalkiers / samt etlichen Kayserl. Trabanten / hingegen bey den Staffeln / allwo man in den Chor/so allenthalben mit Niederländischen Spalliern behängt/und ei- M Schraneken dafür gemacht war/gienge/ nur einige Trabanten gestellt. Bey den hohen Altar Zci Oorni^v3nZelij,, hatten beyde Kays. Kays. Mas. Mas. ihren Thron/drei) ^taffch, doch/unter einen Baldachin von roth und blauen Glodstück zusamtmn / der Thron war samt den Sitz initgelbenGoldstückbedeckt/ die Staffeln aber mir M- ekischenTepPchen. In der Mitte gerad dem Altaruber/r.SchrittvsnselHigenbes- ßradvoerts/als bey der Kayserl. Kayserl. Maj. Mas. Thron hatte der Kömg semen Luf L.Stajffl nur erhöhten Trohn ^ so mit rochen Gold- Stülk/ die Staffeln aber/ mitroth/ weiß/und grünenTuch belegt waren. Uber den Thronschwebte ein Baldachin/ von weiffm Goldstück. Vor dem Thron stunde emmit weissen Goldstück bedeckts Tffchkem/ Md Kinder demTkronzu beyden Seiten ein mit rokhen Tuck überzvae- ner Stuhl/ohne Lehne/pro MstcnrLus^ Auf derSeite indem ersten mit rochen Sunmet bekleideten Stuhl/ wo die Lsnonici die»orss pflegten zu beten/ saßder Cardinal BonvMund Colkomtschci.iMi.s- 8-,tis. Auf dieser Seiten waren noch etliche mit roten Tuch bedeckte Bäncke Überzwergsunterhalb der Herrn Bottschaffter Banck suk Nie Hof Dames gestellt. Auf der andern Seiten und gegen denen Herrn Boktschafftern über/ war eine mit einem Persianisihen Teppich belegte Banck/ vordie Mtsr des güldnen Vlüß nach der Länge gestellt/Kinder dieser Banck stunden die Kayferl. Geheime Rath und MnMrr, in mit Türkischen Teppichen behängten Stühlen/und nahe bey dem hohen Altar/scl cor- M Lp-liotT hakte der Ertz Bischoff von MansemenSiß/ ohne Bah LachW. Nach- Triu mphale uchr enden Rr iegs-He l ms DrirrerThei l.z z z Nachdem nun alle / welchen angesaglworden/beyHoferschienen/ so haben sie in nachfolgender Ordnung > durch das Mchaeler^hor zur Domm-Kirchen beyde Kayserl. Kaysert. Maj. Maj. und den König begleitet. ^ 1. Ritten die T utscheund HungarifcheLavaglieri untereinander. Einzug «n 2. Der Ungarische Herr Palatinus allein. vieKirchr. z. JhroKayserl. Mas. Obrist Hofmeister. 4. Der Ungarische Herold allein, f. Der^laZiNer^urlL Mit bloßen Schwerbt. 6. Fuhre der König in Jhro Kayserl. Maj. Leib-Wagen / welcher im Ungarischen Habit gekleidet war/und ritte nächst hernach ausder Seite/ dero Obrister Hofmeister/ Printz von Salm. 7. Hierauffslgten 4. Herolden/umer welchen der Orsterreichische und Böhmische voran / und darnach die zwey Reichs-Herolden. 8. Ritte der Kayserl. Obrist Hof-Marschall mikblossenSchwerdt und unbedecktemHaupt. 9. Beyde Kayserl. Kaufet!. Mas. Mas. fuhren in der kostbaren Spannischen Kutschen/ in gewöhnlicher tratschet Kleidung i v. Die zwo Guarde Hauptteüke und hohe MiMstri/als Obrister Cammerer / Obrtst Stallmeister/ Wd ZhreMaf.derKavse- rin Obrist Hofmeister zu Pferd, n. DreyKukschenmitHsfDames. iL. Diese Suite beschloß eine Compagnie MouMelirer von den' Skahrenbergischen RegiMuk. , , VorJbro Kaysert. Kayserl. Mail Mas. giengen dero EdelKnm ! den/ wieauch vor dem König die Seinige in neu rLlbmy von schwar- tzen Euch / und mit Carmestn-rokh und grünen Schnuren gebramst; welche Anordnungen alle bev den Krönungs-Actü kcm lvlsZrtlro Luri-e oblagen. So bald mannunin oberwrhnker O'rdnaagin der Domm-. AnkunM Kirche ankame/ stiegen die llng rische und Eeutsche Cavalliers ab/unö wart te Jhro Kapseri. Kayserl.Maj.Maj. die Ckerifty in ?Nnü6fstrl. Maj. und dershshen Alliieren sende aufgesetzet/ wurden sie von der Clerisey unddero Hofks^H, Hoch altar in ihrem Thron/folgender Gestalt/ begleitet. r. Giengen die Hof CavallierS. r. Der Kayserl. Odrist Hofmeister, z. Die Herrn Botrschaffter. 4. Die Herolden/ ausgenommen den Hungarischen. s. Die Erb Aemter mit denen Kayserl. Kleinodien/als HerrGras von Smtzendorff mit der Krön / Herr Graf von Hohen' Zollern mit dem Scepter/ Herr Graf von Zeyl mit demMchs- Apfel/ alles auf roch und mit Gold gestückten Küssen legt. 6. Der Obrist Hof Marschall/ Fürst vonSchwartzenberg mit blos, semSchwerdt. 7 . JhroRöm. Kayserl. Maj. in dem RömischKayserlichen Habit/ alles auf das reichste mit Orientalischen Perlen besetzt/ auf deren Handschuh ein gestickter Adler zu sehen. 5. Jhro Maj. die Kayserin/so mit derUngarischen Haus Krön gelieret / anbey mit einen weit-ausgebreiteten kostbaren Kleid angekleidet fast aufSpannische Manier/welcher die Hungari, sche Palatinin/ Fürstin Esterhasin/den Schweifallem nach, trug. 9. Hierauffolgte die Obrist Hofmeisterin/und der Kayserl. Prin, cessln Obrift Hofmeisterin/und nach solchen die Dames in ih, rer Ordnung. Indem nun deyde Kayserl. Kavserl. Maj. Maj. ihren Thron ein, genommen/so wurde nachgehends derKönig aus der Domm-Sacriste- in seinen Trohn begleitet/ wie folgt: r. Die Clerisey in Pontificalibus deren über r8. B'fchöffe und Prälaten waren. r. Des Königs Hof-Cavaglieri zu der io. Fahnen/ welche die ic von Ungarn dependirende Königreich bedeuten / und den Tag vorherauSdem Schloßeingewickelt/in die Domm-Kirchgr< bracht worden trugen je zwey und zwey nebeneinander; 4. Der Hungarische Herold H err Collmann Zöckberr/ in einen lau, gen Schwach,Sammeten Rock/ deme mit Gold dasKöniM che Ungarische Wappen eingestickt. 5. DieKronhütter/nemsichGrofZitschyundErdödi. Diejenige/so die Königliche Instgnia/sls das CreuH/das PS, cem/ den Scepter / welchen der Graf Cokarp/ den Reichs, Apfel GrafZobor/pieKronderPalatiNUs/Ulld das Gchwerdt St. Stephani trugen. 7 - Der TrütMph-leuchrendett Kriegs ,Helms dkierek Theil. 4 Zf 7. Der ^Kitter euriT, nemlichd» junge GrafSermi mit blossen Schweröl. 8. D» König in Begleitung der zwey Ertz-Bischöffe von Gran undColozza. Ihre Majeji. des Königs Obrist Hoffmeister. Sie giengen mitten durch die Kirche/bis zum hohen Mar unter Hoden Trompeten / Paucken und Orgel-Schall/aliwo sich diejenigen wslchedieUngarischeKleinodien/acieornuLvanZciii bey dem Altar/ der Palatinus aber mit 5. Fahnen zur rechten /und der curiD mit denen übrigen x. Fahnen zur lincken Hand/ Hinabwerts des Königs Thron stellten. Hierauf nun kniete der König auf ein roth Gold-Stü, Conftrm«. rken-Küsien/auf der untersten Staffel des Altars/und fragte der Ertz- Bischoffvon Gran einen andern Bischoff/ ob »J^ochfürstl.Durchl. ^«dmgs. dem Ertz-Hertzog derKöniglichen Dignität würdig erachtete? Worauf dieser Affirmative antworttle.Nach welchen gedachter Ertz-Brschoff ei, ne kleine Kxburtaiion machte / und dem König zu guter Regierung ermahnte/gab auch deroselben das Creutz zu küssen/ welches hernach nebst denen andern Kleinodien ausden Margelegt wurde. Hierauf legte Eid de«Kd, nachgehends derKömg kniende/breyffingeraufdasEvangeliumBuch/ so der Ertz-Vischoffvon Gran hielte/und leistete den gewöhnlichen Eid. Dieser Ertz-Bischsff sprach über den König die gewöhnlichen Gebet»/ und fienge die Clerisey an / die grosse Litaney von allen Heiligen zu - beten. i Hierauf hielte der König sich auf ein rot Goldstücken Decke und ! 2. Küssen zur Erden nieder / und wurden über Jhro Mas. wiederum die gewöhnliche Gebet» gesprochen / von denen zwey aMUrenden Bi- schöffen aber wieder aufgehoben. Nach welchen derKömg von dero S-Mmg Obristen Hofmeister/und 2. dero Cammerern hinter den Mar/sich zur desKdni«. Salbung zu bereiten / geführet wurde / und folgte auch die Salbung und Mst»sion/nemlich aufdie Schultern/das Genick und Haupt und begleitete man den König wieder in seinen Thron / wofelbsten Jhro Maj. mit Beyhülff dero Obrisien Hofmeisters/der Habit und Schuhe St. Stephani angelegt wurden. Nach diesen fienge sich die Meß an/ und wurde der König nach der Epistel vor den Altar gesühret/und trat, teer um eine Staffel höher/als vorhero/auch wurde deroselben nach Gewonheit das Schwerdt umgegürtet; worauf Jhro Majestät die gewöhnliche drey Streiche fuhreten/steckten das Schwerdt wiederetn/ und gaben es dem jenigen/ so es vorhero getragen. ' Der König kniete nach diesen wieder vor dem Mar nieder/ der kaiatinur ad»hielte indessen in der Hand die KkSn/und trattaufdie »berste ? z6 Röm. Ra^ftrl. Mas, und dercchohen Allttrren oberste Staffel des Mars / fragende das Volckzudreyenwaki^?b sie Ihro Durch!, dem Ertz-Hertzogzum König haben wollten? vorauf sie einmütig ja schrien/und nähme so sott derErtz-BischoffvonGra,, Kr»nu«g dje Krön aus den Händen des Palatini/und setzte solche dem König auf/ deeKdaigs. gäbe auch Ihro Mai. den Scepter in die rechte Hand/und in die iincke Hand den Reichö-Apsil/ sprach hierüber die gewöhnliche Gebeter, und begleitete nunmehrv Ihro Kölstgl. Mai.nebst der andern Slensey mih- remThron/und wurde hieraus von allmAnwesenden das viv/ir zu verschiedenen malen geruffen. Nach diesem Actu folgte das ir Ocum i-auäsmus, und wurden die Glocken geleutet/ auch aus dem groben Geschütz und Musqueken die erste Salve gegeben. In iväkrendemN/wno stunde der Ertz-Bsschoff von Gran bey dem Könjgl. Thron ; unter dem Dvangelio hielten Ihro Königliche Maj. den Scepterund Apfel in Händen: nach deffenEndigung siees dem !Vi3AUtercurtX wieder einhändigten/ welcher solches denen jenigen si> es zuvor getragen wieder zustellete. Beyderftit Kayserl. Kauseri» Majest. Majest. gab ein Ungarische^Bischoff/ein anderer aber Ihm König!. Majest. das Evangelium zu küffen/wie auch hernach dask-c-m und Incenlum. Hieraus führten Ihre König!. Majest. abermal die ssMirende Bischöffe nä Offertorium, undküssetendasvondemErtz- Bischofs zu Gran dargereichte Creutz / opfferten auch einhierzunm Fleißgeniachtes Goldstück. Bey der Lis^tion wurden die König!. InliZnia zur Erden umgekehret / und nahmen auch beyderseits Kavserl. Kavserl. Majest, Majest. ihre Kronen ab/und legten solcheJhre Maj. d er Kayssr auf ein Küssen von roten Goldstuck/welches derErb,Schatzmeister/ Graf von Sintzendorff trüge; Ihro Majest. dieKayserm aber stellte» ihreKron neben ihran dieSeiten; unter denen ReicrMn6§men aber ward nur das Schwerdt zur Erden niedergehalten / nach der Elevation aber fetzten beyderseits Kayserl. Majest. wieder auf. Ihro König!. Majest, wurden hierauf von denen asstiwenden Bischoffen zur Corpmunion Zeführet und nach derselben mit aufgesetzter Krön in Ihren Thron begleitet. Der Königliche Obkist Hofmeister setzteJhroKönigi.Maiest. die Kronaufund ad/ und stellte solche aus IhroHay« dashierzubereiteteTsschlein. Nach vollendeter Meß und diesengan- ser! Maj. tzen Actu/ legten beyde Kayserl. Kavserl.Majest. Majest.ihreOrns- au« m e nt» wiederum ab/ und Mchdeme sich bey der Kirchen-Thur die Herrn «»r.y n. ^o^stbgsster beurlaubten/begaben sie sich wiederum zurück in das Schloß/ und begleiteten dieselben 2 . Guarde Haupt-Leute/ nebst einigen HosCavalieren. Jhrs Triumph - leuchtenden Rriegs Helms Drirrek Thett. z ;7 Jhro König!. Malest. aber giengen hierauf mit ihren vorigen Co,Auszug »H mitat aus derDomm-nach dcrFranciscaner-Kirchen/ über die mit rothKdnigs. weiß usd grünen Tuch belegte Bretter/ in folgender Ordnung: r. Giengen die tentsche EavMers undUngarische Stande untereinander vermischt. r. Dis zehen Fahnen der jeden incorporirken Königreiche/alsHun- garn/Dalmatien/ Croatien/ Sclavonien/Servien/B^ heim/Gaklicien/Lodomiern/Bulgarien/Cmnmenien. Der Ungarische Herold. 4. Die so die Königliche Kleynsdien trugen/GrafGeorg Erdödi das Ungarische Creutz/ GrafNicolaus Erdödi Ban in Croatien den Reichs-Apfel/ Herr Gras Cziaki den Scepter. L. Jhro Furstl. Gnaden Palatinos, t. Jhro Königl. Mas. in König!. Kleidung/ vor ihm her giengen dieErtz'Bischöffe von Gran und Cslozza/ welchen die übrige Episcopi und Prälaten folgten / zu bevden Seiten aber die Kayserl. Hattscbierer und Trabanten. 7. Der König!. Obrist Hoffmeister / und anstatt der obgedachken Guarde Hauptleute/ r» Kayserl. Cämmerer. r zo.Teutsche Fuß-Knechte. Der Ungarische Kammer-Graf/ Hetr Baron von Viechtern/sd zur recht undlincken aus zweyen grün sametenSarken/Königl. Gedenck Müntzen auswsrff. Derm eine Seite mit einem blossen aufrecht stehenden/und zweyen Lorbeer-Krantzen umwundenen Schwerdt bezeichnet/und dieUmschrifft beygesügt: >mor- Sc Umcrrc»- die andere Seite prangte mit dem König!. Namen und beygezeichneten Krönunas - Tag. Von dieser Krönungs-MüNtzefeind Key 2oso. Stucke/durch fhlcu- nigeObsorqeHsrrnMatthiasNeittermeyevonWaff-nb.rg/ Kayserl. Müntzmeister in Wien/ herbey geschafft worden, ral Nach diesen folgten wiederum zv. Teutsche Fußknechte. In dieser Begleitung kamen Jhro König!. Majesi. nach derFran« riscaner Kirchen / in deren Eingang und Thür 2. Ungarische von Adel nebst einer Wacht von Muftuetirern/zu abwehrung des starcken Eindringens/ gestellet waren; In dieser Kirche wäre lincker Hand dem Hoch-Mar/ eben ein solcher Thron gleich wie in der Domm-Kirche/vor Jhro König!. Mas. zubereitet/ ausser daß der Baldachin von roten Goldstuck war. So bald nun der König unter gedachtenTbron käme/ wurde Jhro Müs. von dero Ober-Hofmeistern undeinemUngarischen Csvallier das Schwerdt St. Stephani umgegürtet/ worauf sie sich Uu auf ??8 Rom. Ray serl. Ml aj. und dero hoh en Alliirreu Kbntg aufdenTkron begeben/und schlugen beydie Lo.bis so.UngarischTHHm Wägt R«k- putsche Cavalliers/wie sie Jhro Fürst!. Gnaden zum Theilabaelesen/ '' zuRitterndesgöldnen Sporns. , Indem aber der bisherige Acius sich über zwey Uhr zu Mittags verzogen/ und in keiner guten Stund nicht zu Ende gebracht werden konnte/ nahmen Jhro König!. Majestät nur etwas wenigesvon Speisen im Kloster zu sich/ und begäbe sich inzwischen der gantzeComitatm Pferd / wie dann auch für solcher Kirche/ Jhro König!. Mas sich m Pferd setzten; Hierauf ritten dieselbe zum Michaeler Thor hinaus/ bis zu der daselbst untern sreyen Himmel aufgerichteten Bühne/worauf wiederum ein Thron gleich denen vorigen zweyen gemacht wäre / jedoch an statt des Baldachins wäre ein weiß/roth und grünesTuch gespannet. Von dem Michaeler Thor/ bis zur gedachten Bühne/ linckerHand hinab / stunde das Palfische Curaffirer Regiment/und eine Ungarische Compagnie zu Pferde in Gewehr. Jhro König!. Majest. stiegen bey gedachterBühne ab/ und giengen mit den ^rcki LxiscopoLtiiZonlenli, Palatino/unddero Ober-Hofmeistern und wenig andern auf die Bühs KönSZsial' ne/ und leisteten gedachten Ertz Bischofs mit drey aufgerichteten Fin- retdenge- gern den gewöhnlichen Eid/nach welchen von dem umstehenden Volck wichnlkchen f>gsvivr,t! etliche malsiarck.geschrien/ und die andere Salve gegeben wurde. Hierauf setzten sich Jhro König! Majestät wieder zu Pferde/ begleiteten dieselbe so wol der vorige Comitat / als auch obige Curossirer und Ungarn bis zum Königsberg / welcher mit grün weiß m-droten Tuch behängten Schrancken um und um vermachet / und mit Sand bestreuet war. Nachdem nun Jhro König!. Mai. dahin kamen/stellten sichdie Ungarische Stände und Teursche Cavalli/rS unten an den Berg nebst denen io. Fahnen zu beykn n Seiten; und als die junge Grafen von Martini; und Staar das Kömgl. Pferd bey dem Zaum laufende ge- §bn-g -er führt/ritte derKönig allein in vollcmCoumraufdiesen Berg/und mach- richmem ^mitd/mSchwerdtdiegewöhnlichevierCreutz-Streiche; nachdessen SchwE Herabkunfft das Vivaif geruff n/ und die dritte Salveaus allenGe- Emrry. gegeben wurde. Nach diesen allen begaben sichZhro Königliche Majestät mit ihrcmComital in das Schloß zu Pferde / und begleiteten sie die Courass-rer Compagnien und Ungarn zu Pftrde/biszum Stadt- Tbor/ welche daselbst so lang sichen blieben/bisJhro Königl.Maj im Schloß waren. So bald sie nun in dero Retirade sichverfugthatten/wurdendie Ungarische Kleinodien auch dahin gelegt / die zehen Fahnen aber blre- benin derNitter-Stubm/für welcher emTeutscher und Ungarischer Cava/- Triumpy-le uchkettdett Rriegs -He lmv DrikrerTheil. z Cavallier stunde / dasstarcke Eindringen zu verwehren/und sp is. 'eu dieselben unter stattlicher Music mitdemCardinälen/Bottschafftcrn Ertz-Vischoffen von Gran/ und Colozza und Palatins. Gewenwar- tiger Abriß zeigt/wie man bey der Tafel gesessen. Rayser. Raystrttt. Der Röntg. Esrd. Donvisi. Card.Coüoiüisch. Spann. Bottschaff. Beriet. Boltschaff. Kaysktl. Pri«ccssmEIrf»k«th. Tafel. ärclü-Lp.LtriZoa. kslLtinus. ^.rcLi-Lx. LoloL«. Da man zur Tafel gieng/sprach der Ungarische Canßker dts Eere«»- Bensdicite/worausdievierdteSälvegehöretwurde/alsman bevdemnienb-y-re ersteuGesundheitsTrunck Vivat Ksx! wiederanhörte. Der König!, OdrAHssmeister/stunde Jhro König!.Masest. zur Seite/ und entnähme denselben bey der Tasel die Kron/und setzte sie aufdas hierzu bereitete Tischlein. Der Königl. Truchseß gieng vor den Speisen her. Der Mundschenck reichte den neu-gekrönten König den Tranck und andere Magnaten verrichteten andere Aemter / und warteten sur der Tafel denen Majestäten demütigstauf. Die Kayserl. Hof-Junckem reichten denen Kayserl. Kayserl. Masest. Majest. das Hand-Becken und Handquel. Dem neugekrönten König aber wurde von demHerrn kaistmo vor der Mahlzeit das Hand-Becken / und von Herrn Ertz- BischoffdieHandquelldargehalten. Wegen anderer Bedienungen ward alles dermassen angeordnet/ wie es die Noch erforderte. Von dem 6. Centner schwehr gewogenen und gebratenen gan- ArMet. tzen Ochsen/ so mit verschiedenen GeflügebWerck gespickt/trug man l«n-unt«v ^hro Majestät vorhin ein Stück in einer grossen silbern Schüssel auf/ va-Mle. das übrige ward dem Pöbel Preiß gegeben/ aufwelchen auch ein dop- Uli ij pel- ,40 Röm. Ra^strl.rNaj.tttck Der-hohen Allirrke« »el,Adler roth und welffen Wein aussiürtzte. Gestalt zu demEnde/ in dem Lust-Hauß am Schloßberg / eine Machine gleich einen Brunnen zug?rüstet war/ daran nebst andern Zieraten ein doppelter unter einer obschwrbendsn Krön prangte/ und aus beyden Klauen solchen srölichen Reben Safft dem Volck einschenckte. Aubey warst man auch/ von einer aufgerichtetenBülM/ unter.dem grossen Zulauff des Volcks/ Haussen weiß Brod aus^ Wir entweichen von der Königs. Tafel in einen andern Saal da man rz. Tafeln zehlen konnte/ welche so wo! skr das Kayserl.als Ungarische FrauemZimmer und Cavallier; wie ingkichenauchM dieHungarische Stande/ Gesandschafften und Stände bereitet; wo- Hey sich eine grosse Menge Gäste / die man gegen 800. Personen zu seyn geschähet / eingefundrn / und ward nicht minder das Trat-» tament ftlbst / so wol wegen der Kostbarkeit als Anzahl der Speisen / sonderbar gerühmt. Nach gehaltener Tafel giengen Ahro Königliche Majestät in das Zimmer / und legten allen Königlichen Habit weg / welches alles von denen Kron-Hutern in Beyseyn des twev von Hofaus Deputaten Herrn Commissarien und Ungarischen Ständen in die vorig berührte Küsten geleget / und von sämtlichen ihre PtttschaN aufgedrücket worden. Motsaui- Indessen aber Preßburg und das ganße Ungarn bey der Krs- Aund nung ihres RuhnL Königs Lust - jauchtzete / langten auch von den INkvd, Wallachischen und Moldauischen Fürsten/ Abgesandte an / die besehe licht waren/mit Jhro Kayserl. Maj. Tractaten einzugehen/auswas Weise /diese unter den Tärckischen Joch gepresste Weywodschafften/ durch Beyhülff etlicher dahin csmmendirter teutscher Regimenter/ möchten befreyet/ unddenen Christlichen Freyheits-Ländern zugezch- lst werden. GsnM Es leben aber diese Wallachen und Moldauer in einen erbaktti- Zufiimd b-r lichen Zustand unter dem Türckijchen Joch / deme sie mit folgenden Msldaik«, Treu-Eid verpflichtet: Durch die warhcic IEstrLhristr(das ist midWAka- ^ war IEsirs Christus lebt) will ich alle Befehle/so mir von dem Raffer meinen gnädigsten Herrn kommen / verrichten. Diese Völcker lassen sich nicht ungereimt denen Bienen und Schafen vergleichen; sintemal der Groß-Türck sonst um ihreBefthütz und Erhaltung sich nichts bekümmert/ohne aöem des HönigsundWsllehal- ben. Wenn er jeinalen nicht sso viel Profits und Nutzens von ihnen gewust/ als er verlangt/ thuter Venen Tartarn Thür und Thor auf zum Streif/ welche/ nachdem sie eine grosse Menge Guter und Menschen aus solchen geömckken Lindern geraubt und entsrchret/ ihm als- h Kr jaik» «Mi PSW «W TritMi pyleachrendenRelegr/Helm s Drirrer Chest §4» alsdann sur Sklaven verkauffen/ die jenige/ so vor dem seme Unter- chanen waren» Ihre natürliche und gchorne rechtmassige Fürsten hat der Tyr rann ihnen entzogen/um in deren Stelle einige Christen von der Griechischen Kirche zu setzen/fonder einiges Absehen aufderselbenSranv/ Vermögen', und Verdienst. Vielmehrgiebter den Standart / west Gchlrchk« cherdasZeichen ist womit ein Fürst von ihm in seiner Würde bester- tigt wird/Leuten von schlect-ter condition und geringen Stande/als Wirrhen / Fisch-Berksuffern und andern dergleichenGestndel/ weder Personen von einiger Qualität; und hiemjt zielt er dahin/ daßer die- ftn Völkern durch die Niedrigkeit ihrer Fürsten/den Mut zu nehmen/ und sie den Trangsalen dieser Blut-Igeln unterwerffe/bie wederVer- dienst noch Fähigkeit haben/ ein berathsameö hohes Amt recht zu fiihren. Die Turcken haben schon vielmals in Bedencken genommen / ob Warum die man nicht diesen zweyenProvintzen/ wie auch Siebenbürgen/so viel rm«renkei» Bassen fürstellen sollt zu Gouvernatorn/ ohnerachtet der mit ihnen ge- k"' BW Eröffnen caxituiation? Man hat aber befunden / es stye dem Otto- mannischen Staat nützlicher / sie zu lassen/ die sie feind; weil solcher Gestalt die Christen ihre eigne Mit-Brüöer zu tribuliren gedrungen werden/ und weil man sie auch desto süglicher auörauben und übel tractiren kan. Dann die Türcken bedienen sich auch der allergeringsten Gelegen heit einen Gesandten dahin zu schicken; welche dannwie- Ver komen/ ohne ihren ansehnlichen Profit. Man zweiffelt schier nicht / diese Mlcker/ zumal die Moldauer/ welche unter der Regierung eines solchen Fürsten stehen/der vermogli- cher und geschickter ist / sie zu berauben / als zu beschützen/würden sich und die Gute und Gelindigkeit eines erträglichen regierenden Bassa/ der Tvranney ihrer eignen Fürsten/ sürziehen: aber die arglistigeTür- eken/wollen ihnen lieber solche Ruh und Vergnügung mit blosser EM- ^ bildungzu schmecken/ alsdierechte Gemessung davon geben; in Bs- tvachtüng / daß wann sie einen Bassa zum Gouvernatorhatten/der Sultan alsdann bemüftgt würde/ sie mit gantzerMacht zu beschir- men; dadurch würden dann diese Länder mehrentheils aller Raube- M wy besteyt/ und wieder die Gewaltsamkeiten/gegen welchen sie übel be- sb deckt liegen/ einen starcken Schild haben: welches ihnen alsdann weit Ei fürträglicher ware/als derThranen-wahrte.Zustand/der ffe/eßo preßt; stk' l Dann erstlich muß er eine grosse Summa auf Interesse nehmen/ um F ! die FürltiM Würde von Sultan zu erkauften/ solches hernach dem ^ U u U Lanö^ tz42 z ^öm. Rayftrl. Mas, und ders hohen Alliirren Lande/ samt dem jährlich grossen Tribut wieder auspreffea / undüber! das reist und rast er dann/ drittens auch für sich selbst/ so viel ihn, möglich/ zusammen / saugt also das arme mühseeligeVolckaus/bisaus das Gebein. Gelegenheit Die Wallache»/ so vsn Siebenbürgen gegen Aufgang ligk/ uns der WM. sich langst dem DonauStrom ausbreitet / ward weiland ^sikckiz cht». Q ans-^ipinÄ genannt/ als die von der angelegenen Moldau unter, schieden ist. Es wird diese Landschafft von vielen Flüssen und Bächen befeuchtet / und hat im Gebürg etliche Gold Bergwercke. Die Pftrde dieses Lands/ werden für die besten in Europa geachtet. Der Fürst wird insgemein Hospadarsoust auch Waywod betitelt / ist so viel ge, sagt als Haupt, und Heerführer der Trouppen; und hat er seinen Au, srnthalt in der Stadt Tergovist. Gelege«htit Die Moldau wird federnEn unter dem Namen der grossen Moldau. Wallache»begriffen/oderauchv^aiiackia cis-^ina genannt. Das Land ist reich am Honig und Wachs/ also das jährlich hiervon dm Fürsten bey 202200. Reichsthaler an Zehenden zu Wen. Hier im Lande siehst man viel kleine Berglein / aus zusammen getrage, nen Steinen/welche Darms der Perser König/als er wider die Scv- ihm gekriegt soll haben zusammen bringen lassen. Die sürnchmste Städte sind Jassoder Jast und Soczou. Sonst wird Moldau von denen Türcken auch Boydan benamset/ und ist am ersten den Sultan Mahomet zinßbar worden ; welchen die Türcken den Grossen beti, teln; wie dann öffters von dieser Welt / den abscheulichsten Blutstür, tzem/die dort in das ewige SchandbuchfürdiegrösteRauber/VM- Hunde und Mörder in Gottes Gericht ausgeschrieben stehen/berglei» chen Ruhm,Titel angeheuchelt werden. Moldau» Diß Fürstenthum hat/so wol als die Wallachey/von vielenJab» fth- Kri«gs^k'en Hers/ viel Anfechtung erlitten/von Polen / Türcken / Tartarn und Händ«l. Cosukkern. Im 1422. Seculo/ grief es Casimirus der Grosse feindlich an/imJahr 142z. wurdendiese Lander von dem Uladislao Ja, gellone der Kron-Polen unterworffen/ und schwur damaln Fürst Alexander/wie auch bald hernach des Petri Sohn Roman»,samt sei» nen Röthen/ einen leiblicheEid/daß er hinfort unter desKonigsund Republique Bottmafftgkeit und O,ber-Herrschöfft stehen wollte; Nachdem wie ihn jetzt-erweimter König aus dem Gefängnuß/ dar, einihmSvidrigeklo gelegt/erledigt hatte. AlsaberimIahr i4ss.CasimirusinPrsussenwider denTtU» IschenÖrtenKrieg führte/fiel derTürck dieWallachey undMoldau an: Dadann der Wallachische Waywod/ weil ihm die Polen kemeHulffe thUlt > l «NO t^! -'-G- »kt M. Mir 'M« ü'M Äle- aM Mi ,M>c -«Äl -.M M Triumph - leuchrendenRri egs Hel m s Drirrer TheN. 4 4, chun künlen/genötigt ward/ an den Türcktschen Tyrannen Maho- met einen Gesandten zu schicken; um von denselben gegen Erbietung eines jährlichen Tribut von 2000. Gold-Gulden/einen Frieden zu erbitten. Von selbiger Znt her haben die Waüachische un.d Moldauische Fürsten/sich bald Türckisch/ bald Polnisch erklärt/und hierrrm stets der Anweisung des Kriegs-Glück gefolgt/also daß sie bald dieses bald jenen die Treu geschworen/und beyben die Untreu gehalten. Nachmals hätte Sigismundus der erste/ sie entweder bezwingen oder gar versagen können/ fand es aber nicht rathsam; ob sie es gleich mit ihrer offtmaligen Bund-brüchigkeit wol verschuldet hatten / fand es auch mit dieser Gefahr verwickelt / daßsieausVerzweiffiung sich gar an den Törcken ergeben dörffken; oder wann die Waüachey an die Krön Polen gebracht würde / diese nicht mit dem mächtigen Tür- Sischen Sultan um dieGrentzen immer zu sireiten/unb schwere Kriege führen müsten. Also blieben dieWallachen und Moldauer zwar, Moldauer dem Türcken uuterworffen/ doch also/ daß sie benebenstauchgegen den Polnischen König den Respect einer Ehrerbietigen Untergebenheit er- Nrtkr». wiesen. Dann die Polen haben je und allewege in ihren mit den Türcken ausgerichteten Vertragen dieses ausbedungen/daß in selbiger Provintz/ Ms einer Bundgenossin der Krön Polen-keine andere die Regierung mbren sollten / ohne solche Personen/ so von Hertzoglichem Blur/undgebornedenen Polen günstige Moldauer / und die einen gesetzten erträglichen Tribut in dieOttvmannische Schatz-Kammer lichrten/damit nemlich dieTürcken/mit AusschlieffungderLands-Kin- der/ keinen Ausländer dem Regiment fürsiellten/der ihnen getreuer wäre als den Polen/oder gar aus ihrem Volek einen Baffa zum Gou- vernawr dahin setzten; oder auch den Tartarn dahin zu ziehen/und daftlbsten sich nieder zu lassen verstaktsten. In solchem Stande ist es einige Jahre lang verblieben/bis im Iahr,6i8. unter dem König Sigismundo dem dritten/ derKron Polen OberFeld-Herr Stanislaus Zolkievsky den Handel gar verderbt hak/ indem'erzu grossen Schaden der Krön/bey dem mit den Skender Bassa bey Buffa getroffnen Vergleich/diese Bedingung daß die Polen selten befugt seym die Regiments Folge der natürlichen (oder gebornen) Moldauer mit ihren Waffen zu handhaben und zu erhalten'ohne einigen Nothzwang umgerissen. Daher dann auch von der Zeit an / die Tartarn angefangen/ in der Moldau/ als nunmehr einen denen Türcken eigenthümlichen Ort/sich anzusetzen. Diesen groben Fehler des Zolkievsky hatte man nachmals bey dem Friedens-Schluß der Polen mit den,.Türeken/ im Jahr 1621. gern -44 RSm. R^stkl . Mas, un d Derohohm Alln'reet» gcrn ersetzt: man konnte aber solchen Flecken nicht wieder auslesch-«' dieTürckisiheAmnassungen/wann sie nicht gleich hintettriebcn/sondem einmal zugelasstnwerden/laffen sich eben so schwerlich/als wie der Erb, Grind / oder die schwere Kranckheit vertreilren. Und alsowar das Recht der Polen an die Moldauer verwchriost ; dann wie wirvorhis vermeldet/so hat der Türckische Tyrann/ den Vorzug des Hatzsali, chen Geblüts zu der Fürstlichen Hoheit in derMoldau ausgelescht/ukid den Fürsten^ Stuhl daselbst eine Zeit Hers mit Leuten verächtliche» Condition/und rechten Schindern des armen Vslcks/besetzt/ und di« geplagten Leute in solchenUbelstand geworffen/daß Wieder einenUr, ckischen Baffa/ weder einen solchenOlut.Jgel undMarck-Preffer/der aus den Hessen des GriechisckenPöbels mehrzum untreuen und eigen, nützigen Miedling/als zum Hirten chnenMfgelckrdet wird gehorchen möchten. Tribukdrr Sonsten hat man Anfangs NM den Moldauischen Weswobe» lvr»lv««rr. z I. Sommen-Aspern aufgelegt/ welche 2S0O. Kronen machten/ dann damals ist die Krön zu /o. Aspern gerechnet worden/welche aber seit, Hers noch einmal so hoch gestiegen. Dann da es Lbbemeldter Gestalt Mahomet den Grossen etwan 2000. Kronen gezinset/ müsse es im Jahr 1574. Ssoso. Kronen sseuren/ wie die Türckische Geschickt, Schreiber bezeugen. Was umsIahr 1670. ohngefehr/der Groß, T«rck von den MsldauemfürSchatzung erhoben/ befthrMemfür, nehmer Scribent/ sssich damalenandemTurckischenHofbeyeines Cbrisil. Ambassadeur aufgehalten / und besteht nicht alles in paaren Geld/ sondern theils in Paarschafft/theils in Wahren. Für den Sultan müssen sieliesern/iLO.BeutelgemuntzteEil, bers. Jeglicher Beutel halt j-oss. Reichsthaler / welches in alle« svooo. Reichsthaler macht. 2: 10000. Okes an Wachs. Jedweder Oke hat dritthalbPsich Englisch im Gewicht. -. ivo»o. Okes an Hönig. 4. soso. Ouintai Unschlikts/süc das Arftnak. 5: 5SQ.Ochsen Häute. ^ s. /os. Stück Remsas (oder ungebleichten Leinwads) für die Selaven und Ruder,Knecht/ oder andere Nolhdurfft de» Galeeren. Okes an Wachs/für das Arsenal, r Für den Groß,Vezier / io.Beutel Müntz in Silber/das ist 5200.Reichsthaler/ uzidZobelrizu einen Kleid. -.Dest» Triumph - l euchten den Rriegs-Helms Dri tter Th ei l. ? 45 9. Dem Vezier Kiaja (dem Stadthalter oder Obrijten Hofmeister des Groß-Veziers) einen Beutel mit 500. Reichs- thalern. ro. Für den Teffterdar/eben so viel als für den Kiaja. Dtß ist der ordentlich und gesetzte Tribut/welchen die Moldauer alle Jahr erlegen müssen/zum Zeichen/daß sie den Sultan für ihren Ober-Herrn erkennen. Sie hätten sich aber glücklich zu achten/wann es dabey bliebe/ und sie den unersättlichen Geitz dieser barbarischen Geyer damit konnten stillen: dann sie müssen/dieselbe zu vergnügen/ soviel Unkosten aufwenden/ daß ihnen alle Jahre zum allerwenigsten noch eines so viel daraufgehek: weil dieTürcken allerley listige Griffe und Netze zu erdencken wissen/womit sie Gold und Geschencke von diesen Leuten erfischen mögen. Uber das muß alle drey Jahr für den Besitz des Fürstlichen Stuhls/welcher dem/der das meiste dafür beut/feil und offen stehet/ein gewisses erlegt werden/nemltch: DenGroß-Sultan r so. Beutel/oder^ooo.Rtichsthaler. Der Valida oder Mutter des Sultans/ go. Beutel/das ist Lfvoo.ThaKr. Dem Favoritten des Sultans/ ro. Beutel oder 5000. Thaler. Den Kislar Agasi oderObristen über die schwartzeVerschnittene/ io. Beutel mit Gelds. Hiebey machen der Groß-Vezier/ unddieam dere sürnehmeOttomannische Bedienten / ohne dem allen noch ihren Profit und erschaben so viel als sie können. So der regierende beginnt zu wackeln/muß er ebenfalls seine Befestigung erschencken. Alles solches Geld wird aufhokes Interesse genommen/und mit 40. ober 50. für ros. verzinset/ ja bißweilen mit solchen Bedieng/ daß man doppelt so viel erlegen wolle. Weil nun die/ so die Fürstenschafft /oder Fürst- SchrE« liehe Herrschafft/kauffen / und solches Geld deßwegcn entlehnen/und ch-A -fla- selbst keines haben/ fällt diese Schulden-Last dem Land aufdie Schul-An der Dem/ welches darüber ausgesogen/beraubt/undbisaufsGebeinbe- °r"°"auer. nagtwird: Erstlich/damit das schuldige Capital/ samt den schweren Zinsen / den Gläubigern und Vorlegern bezahlt werde; ZwsytenS/ daß die Jährliche Schatzung entrichtet werde; drittens/ daß man un- zehlich vielen Türcken/die wir so viel Geyer aufdas Überbleibsel dieses abgefleischten Aas Geripps erhungert sind/und immerzu waserzwa, cken wollen/ den aufgesperrken Rachen fülle. So will dann ,'a der Fürst selber auch seinen Rogen ziehen/und sich in einen solchen Stand setzen/ daß er/wann er verpflichtet wird/sich seinerAuthorität jU begeben/ hernach ins künfftig keinen Mangel de, r sorgen Z46 Röm.R ayserl. Ml as. und der-hohen M urren sorgen dörffte. Darum raffk und scharrt er zusamm was Krimmer kan/damit er naä/mals eine solche Lebens,Art fuhren könne / die seiner getragenen Würde nicht schimpflich sey. Dabey übergehr er aber alle Masse/mit solcher Hab-Gierde / so denenLeuttn b yzuwohnen pflegt/ welche eines geringen Herkommens / und in nothdm ffkiger Genauig« keit erzogen find. Uber alle bisher mehlte Raub-Stucklrin sordetter dann noch auch das / was er bedarff/ zujährlichenPr«sentenjLrdi< sürnehmste Bediente des Sultans; um derselben Gnade zu behalten/ und sich ihrer Gewogenheit und ?roteMonzu versichern. Neben selchen schweren und Tyrannischen Auflagen/werden die Moldauer ge, zwungen/ wann der Sultan wider die Christenheit zu Felde geht/ dem Lager mit einer Armee ihres Boicks nachzugehen / und Christen-Blllt zu vergiessen/ so wol als wie die Wallachen. M'kache« Diese werden wol noch härter als die Moldauer von den Türckekl haben -s geprest/ dann es unter der Regierung Sultan Bajazeths zinßim nochfchUm« ^^^^^ Mahomet der n. har es nachmals im Jahr 1462.völligbe- Ma'dLuec zwungen. Worzu dann die verfluchte Zwietracht und Herrschsucht ' ' grossen Anlaß gegeben; wie diese zwiefache Seuche lryderl allezeit der Christen ihre Freyheit dem ausländischen Tyrannen vmäth und begräbt. Des damals regierenden Weytvoden Uladt jüngster Bru, der war mit dieser Pest «ngesreckt: hreng sich an die Türcken und zog auch einen Tbeik des Volcks an sich; ZW also mir Gewalt die Hm, Nischen Reichs wäre. W--SE- Nachmals verband sich im Jahr 15x5. der Wsywob Michael schrHiuScl. mit dem Siedenbürgischen Fürsten Sigmund / und den Waywoden in der Moldau/ sührtedaraufwider dieTüreken einen langen und hcff, Ligen Krieg/undgicnggarhitzigauffieloß; abermdieLangekonme solches keinen Bestand haben/ die grosse Menge der Verrichtungen und Angelegenheiten / so der Krieg/zumal wlver einen somächstgea Feind/mit sich bringt/ dann auch die Verwirr-und Spaltung unter sich selbst/ erfchöpfften diese arme Vöicker so gar aller Kräffren/daß si« genothigt wurden / sich den Türcken zu uniertperssm/ so wol alsdie Moldauer. LMachm Derselbe legte also dieser Provmtz/ nemlich der Wallachey m w»rden dc» hart Und schweres Joch auf/ dessen Last man anderst nicht/ als für eine augenscheinliche Straf Gottes hatten kan: Dessen Gerechtigkeit/ wider die immerwährende Trennung/ Strittigkeit und Fahrlässigkeit ^ ' sich billich dergestalt ereifert / daß sie dieselbe den allgemeinen Feinden ter m dasSclaventhum zu ziehen / oder zu verwüsten und zu verderben: sintemalunserGeitz/Ehrgeitz/Zwietracht/MeymEidundUnrreu gegen einander/eine solche Zorn-Zucht verdienen. So müssen dann die/ welche einander in friedfertiger und liebreicher Verträglichkeit weder dienen noch duicen wollen / solchen barbarischen Hunden zu Knechten endlich heimfallen / unter ihren Bürden straucheln/und sich stets vo« ihnen/wie ein hmgeworffeneü Bein/nagen und fressen lassen. Anfangs nahm der Sultan nicht mehr als von der Moldau/ Erffek Trt- vemlich iro. Beute! oder 6oooo. Kronen/zum Jährlichen Tribut. Lut de,W«v Und dabey wäre es auch vermutlich wsl beruhet/ wann ohngefehr^*e». ums Jahr 16s s. der WallachijcheWaywod Matthäus/nachdem er 19. oder Lo.Jahre bey seiner Herrschafft/durch Präsenten und Ge- schencke/sich gefristet/und einen grossen Reichthum gesammlet/nicht vergessen / daher einLeimen-Bild des OttomannischenHaffnerS ware/noch seinVermögenallzukochgemeffenhatte. Dann die/vonss vielen reichen Metall aufsteigende Hochmuts-Dämpfe/nahmen ihm das Gehirn dermassen ein/ daß er sich einbildete mächtig genug zu seyn/ der Ottomannischen Macht zu widerstehen/ und derhalben rebellirte. Allein die Türcken lehrten ihn gar bald/daß er solches gantz zur Unzeit fürgenommen/ und demütigten ihm in geringer Zeit; Man liess ihn zwar das Leben; weil sein Geld am SultanffchenHofFreunde und Fürbitter fand: doch muste sich das Land von der Blünderung lösen/durch Vermehrung des jährlichen Tributs um die Helffre/ also daß an statt einiger i-s. Beutel Geldes/sslcheö von dem an geben mußt/was folget: r. Dem Groß Herrn oder Sultan r6o. Beutel / sind rzooo. I^ger Kronen. ' . L. isSQo.OkesamH0nigchasistZ7Ooo,Pfundunder'nhalbes. Wsgachm. r. soso. Okes an Wachs oder rrooo. und fso. Pfund Eng-- lilch. 4. Dem Groß-Vezisr ro. Beutel Gstdes zu 5020. Kronen und gleichfallsein Zobeln Kleid. 5 . Den Teffrerdar oder Gi sß-Schaßmeister einen Beutej oder so«. Kronen/ und gleichfalls ein Zobeln Kleid. L. DenKislarAgasi/i0000.Aspern. 7. Dem Vcjier Kiaia soo.R ichsthaler und Zobeln zum Kleid. Die übrigenJmpostcn und Aufiagm/womit dieftsLand beladen ist / und die dasselbe alle drey Jahr entrichten muß/ tragen kein gerin, AersauS/als die in der Moldau. Sobed>entman flchauch ebender- gleichen Künste hie/wie dort/bas Geld oen Leuten aus den Scckel zu Xxij ziehen; S48 Rom. Rayftrl. Ma) und derohohen AUiirren ziehen; und wiro also die P.effe einem Land so hart ungezogen/^ dem andern/ausgenommen/daß die Anzahl der Beutel denen Wallachen erhöhet werden wegen gedachter Redeklion. Dann weilndie Türcken noch imm/rzu kröpfet/ als die des gebotenen Trutzes so leicht nicht vergessen: hat es diese unglückselige Provintz seit dem immerzu fühlen und unter einer harten Kalter schwitzen müssen. Diese stählerne F Ol und unleidliche Dienstbarkeit hat diese zwo Weywodsch ffcen gezwungen ihre AugennachdenSieg-Ge- bürgen des Joch-entlasteren Ungarn zu wenden/und durch demütiges Bitten/ bey eine so Hold undGunst belobtemKömg/Freykeit/Schutz und Wolss yn/ auszubitten/ und durch Vereinigung dieser zweyen Fürftemhümer die Hoheit des Ungarn Königreichs zu vergrößern; Zr!a»qchkUber diese Vortheii-erfüllreGesaudschafften/ kündigte auchFamabey an di Kay der K önung eine Siegs-Zeitung an/ wie daß nervlich/der höchste ftri.üdcr. Sieg Ectheilcr aus sonderbaren Wolgefallen dem neu-gekröntenUn- garn-König/die lang blocquirte Vesiung Erlau/ als ein Krönungs» Geschenck eing liefert; deren kurtze Beschreibung wir dem begierige» Leser einhändigen. «eschret- Es liegt aber selbigeSchloßwerts gegen Abend/inder Ebne/und bung der' wird durch den Fluß Agrius oder Egerwitz benetzet. Seinen Latei, V-stungEr Nischen Namen ^Zrius entborgt es am süglichsten von gedachtenFluß/ lau. wiewolsolchenetlichevon demAgrianis/einemJllyrifchen Vokck/am dere anderwerts herleiten wollen. Die Stadt ist Mt einemWallvon Erden und Waasen gemacht/ umzingelt/ und waren ungemein-schöne öffentlicheundPrivak'Gebaudedarinnm/welche aber die nachst-M «ende Türcklsche Belagerungen in die Aschen / doch nicht in Vergeß gelegt. 2ln der Stadl ligt auf einem ftlsichten Vorgeburg / das Schloß oder Bischöfliche Residentz/ so von denen Christen in einReW lar Sechö-Eck cingefchlossen / und von dem anstoßenden Wein-Ge- bürg/(al!wo noch ein Horn-Werck angelegt) vermittelst eines überaus tiefen Grabens abgesondert worden. Vsn wem Die Stadt hat ihre Erbauung Stephano dem I. und Heil, zu Erlau er- danckcn der sie ziemlich weitlaustrig/mehmszumLustalsBevesiigung/ r»«k. aufgesührek. Nachdem aber die Tartarische Spur- und Raub-Hunde/mit wütigem Grimm / als eine stürmende Wasserflut in Ungarn emaerauscht/ auch den ihnen entgegen ruckenden Belam den iv. König Andreädes n.Sohn/unterAgria geschlagen/ empfand auchge- meidte Stadt ihre Wut/als welche sie gantzlich in die Glut brachten/ und aus der schon erbauten Stadt einen Rauchfang und AsclM Haussen machten. Doch entstand aus dresemAMn wieder em neutt Triumph,le uchtenden Rk iegs,He l ms DrirrerThei l. 44z und noch schätzbarer Phönix/ welcher endlich bey denen innerlichen Kriegen keräinanch l. und Johannis Grafen von Zips/ undWeywo- den in Siebenbürgen / in die Hand Petri Pereny eines Ungarischen Herrn gerahten/der ihn dann Preißbar befestigt/und von denen Tür, ckischen Raub-Vögeln sicher gemacht. Dessen aber ungeachtet fielen sie dannoch im Jahr 1552.gr im-ErsteBrla- migst an / als selbiger Zeit Bsschoff zu Erlau war Nicolaus Olatus/ M6d«r höchst,gedachten Königs Ferdinand Kantzier/ der Stadt aber als Commendanten und Befthlshaber Stepkanus Dobe/ Stephanus Nesquejus/ Stephanus Soltajus/ Stephanus Fequetus/Caspar Betejus und Gregorius Bornamiffa/eitel tapfere Männer / die ver- dienen mit göldnen Buchstaben in dem ewigen Geschicht-Vuch aufae- mercktzu werden / fürgefttzet. Dis sür dieseVestung geführte Tür- ckisckeMacht beliefsich aufdie 60000. Mann/eine Schreckens mächtige Armee wann die Vestung jemand anderst als düsen Helden wäre anbefohlen worden. Dieses von der Ottomannischen Höllen-Pforte aufgeblasenes Wut, und Mord-Heer/ befthlichte MahometBassa und Alis von Ofen. Stephanus Debo/ Ober-Commendant/ als ein scharfsichtiger Argus/ ersähe alsobald/ daß seineMannschafft zurStadt-Beschützung mchtgnugsam:weßwegen er dann diein der Stadt befindliche Wohnungen in den Rauch/ja auch die Kirchen und Domm,Stifft in den Schmauch setzte / sich zurück nach den Schloß zog/und denen Türcken ein unleschlicks Feuer zum wolverdienten Aufenthalt hinterließt und war die Zahl der unterhabenden Besatzung/ohne die Bürger/2000« Mann/ worunter über 400. vonAdel/ die die RauberifcheAn, undEin- fälle der Türcken in diese Vestungzur Sicherheit geflüchtet. Der nächst bey Erlau gelegene Berg gediehe ihnen zum grösten Nnke,l/ indem Makomet daselbst 2. Batterien auswarff/ jede mit 25. Stücken besetzte/und damit aufdie Vestung loß donnerte. Doch achteten diesen Schall und Knall der Stücke die darinnen liegende Besatzung/ wemger als Löwen das Bellen der kleinen Hündlein/ zumalen sie mir nachfolgenden Bund ein Merckmal einer ewigen Treu und unausieschlichen Tapferkeit gestifftet. Delbigerbestundekürtzlichin folgenden Punkten: Nie mandsolte keinen Gedancken bey sich/wegen eineSAccordsmikdemFe ndRaumgeben/sondern selbigen noch alsobald in derGcburt ersticken;Die vomFeinV anetbottene Fürschlage und Vortragesolten mit dem Stücke-Donnern / und sonsten möglichsten Srillschweigen/beantwonek werdnrMZo die Noth/welche alle Gesetze bricht/ auch bey ihnen einschleichen wurde/follte einer gehalten siyn des X p iij andern ZfS Mm. Ra'-sttl. Mas. und Dees hshen Allttkten Mer» abgestorbenen MitgesellenFleisch zu effen/unddam-tdmHuii- ger zu vergnügen; Nach abgelaffmenGebel um Errettung von diesen Erd-und Ertz-Feindlichen Heer/ sollte Mann und Weib verpflicht^ seyn / die Kriegs-Arbeit/ als Schantzm auswerffen / Beytragm der gehörigen Materialien zu verrichten/ dabey auch die Verpflegung der Krancken sich angelegen seyn lassen; Damit der Argwohn/welcher «in betrüglicher Schalck/ nicht seine Tücke auch bey ihnen ausübte/und dadurch seinenBruderMißtrauen einfukrte/solten niemalen mehrals drey zusammen kommen/ als wodurch besagtem Übel und aller Verrä» therey kräfftig könnte gesteuret werden. Alle Lebens-Mittel und war ihnen das Glück durch Ausfälle auf die Feinde zu würffe/solte gleich ausgetheilet seyn/ das Geflügel-Werck aber für Krankte mid Befchä. digte in Verwahrung bleiben. Indessen wütete Mahomet als ein Verthierter Thrazier/«nb war doch all sein Fürnekmen eben so ohnkrafftig / als eines von der Sennen abgefiogenen Pfeils / gegen einen harten Felsen. Sein Feuer-Emwerffen feyerte nicht/ und war doch denen Belagerten an statt eines Freuden-Feuers: endlich aber durchlöcherten dieunabW lich aufeinander folgende Kugeln die Mauren / welche aber durch den unverdroffnen Fleiß wieder ersetzt wurde/ und zeigten/das blosse Mauren wenig nütze / sondern die darinn liegende Besatzung das Lob der Unübsrwindlichkeitertheilen müsse. Jndeme nun Mahomet m t seinen Stücke-Donner Stummen furpredigte/wollte er durch überschick- te Geschencke deren Augen bethören/ da ihre Ohren für dieser,Beschwör rer verstopfft waren; Allein alles gethaneVersprechen/und angebottne Freybsit wäre ohnmächtig/ und musieNachfolgendes zurAntwort dienen : Sie bekleideten nemlich eine Toden-Babre mit schwartzem Tuch/ und zum Zeichen lieber tapftrmmigst und in Freyheit m derVestung zu sterben/ als in Sclaverey ausser derselben zu leben/ stellten sie selbige aufzweenSpieffe/damit derBassa aufihrenMauren auch ihre tapfer- wütige Resolution entdecken möchte. Der Bassa ergrimmte hierüber/ und muste seyn unschuldige» Bart / zum Versöhn-Opfer dieses ihm zugesügten Schimpfs dienen. Sein Unmut befeklichte diese nicht bewegliche Besatzung in einen Tag drevmal zu bestürmen/ wodurch er mehr als zooo. von den Seinen ver- lohr/und hat hiebey das ErlauischeFrauen-V»lck(welches man offterS den schwachen Werck-Zeug betitelt) einen unsterblichen Namen erbeutet : indeme sie/ trotz allen Amazonen und Heldinnen/womtt das graue Alterthum pranget/dargelegt' daß selbige mit Nichten abgestore bey/ sondern ihre Wohnstadt in detnBelägerttnErlau aufgeschlagen/ L> Nisi! D dü sei id> P! da die ge, stu Ze ta, sai de Fr rei tet ! »M ne, «u da> -Sa kr> ^ri l Eei, Kitz ÄL- liljSl» üa!,r x«te!: kj»! l^!«' Liit ilB' ,rt» rnche li« !c^ i-is-li CrmmphleuchrmdenRrieUs /Helms DtirterTheil. unddensiürmendenFeinddurchhmabstürtzen der Steine/und Be- gieffm des heissen Wassers/ zuruckgetrieben. Dieser W"t-ersullte Anfall verlangette sich vom 9- Septembr^ bis ir.Octobr. in welcher Zeit von den Feinden/durch die hsrtzhafft abgeschlageneStürmeund das Geschütz/rzooo.nach ihren Mähe- met geschickt worden: Das Murmeln der Jariitscharen / so ihre er- Tn,amu- schlagens Mitgeftllen beächzeten/und dabey ein Mißvergnügen gegen Mahomek entdeckten/nötigte ihn endlich mit höchsten Schimpffdie-' ^ ft unüberwindliche Besatzung zu verlassen/ und davon zu weiches Seine Flucht giengr eiligst zu/ und beflügelte die Furcht seine Füffe/ so/ daß sie einiges/jedoch vernageltes/Geschütz zurück lassen musten. Dessen allen ohngeachtel/setzten ivOO.ausder Vestungnach/ erschlugen ihrer viel in der Flucht / brachten viel TürckischeKleidungen/ Cameele/ Pferde/und andere kostbareBeuten zurück/und legten dadurch anTag/ daß GOtt «in geringes sey / für menschlichen Augen Besiegte zu Siegern/ und schon vermeynt Überwundene zu Überwindern zu machen. Diese Belagerung ist eine von den Preißwürdigsten/mit welches die Ungarische Geschichte Preiß.prangen können/ zumalen die Belagerten ausser den kleinen aus Falconeren und Feldschlangen in die Ve- stung gesandte Kugeln/iLODv. eiserne sehr schwere gezehttt/so von de« Feind hinein geschossen worden. Am verwunderlichsten ist/daß dieser tapfere Heldenmut / durch die schlechte Hoffnung/ die sie zu einen Entsatz hatten / nicht verkürtzr worden/ indemedie aus dem Reich ankan- gende Hüiffe sich verzog / auch Cafialdy unVBakhoriusin Siebenbürgen ruheken. So daß diese Errettung einig und allem der Gnaden Hülffe Gottes des Allmächtigen zuzuschreiben/ welcherdie Feind- Furcht beftlet/ und durch seinen Engel dahin jagen lassen / woher sie ihren Weg genommen. . Kaum hatte diese Stadt sich wieder aus der Äschen aufgerich- MaßsM- tet/als sie schon dsnvormaligen Trauer-Standt kiesen musie. Dann der dritte im Jahr 1596. kam Mahomek der dritte mir 150000. Mann in eig-bnäg«», «er Person dafür. Nachdem nun nichtallem das Gerücht / sondern auch gewisse Zeitung an den Herrn Terzky/Obristen und Comtnen- danten zu Erlau eingeloffen/daß der Feind ausdir Vestung imAnzug; Hatdieftr eilends an Zhro Königl WurdeMaximilkan solches lassen berichten: mit Erbieken/er wollte sich mit denSeiNigen einen redlichen Kriegsmann gleich erweisen; Unterdessen aber fleissi-um Hülffrer- chen Entsatz gebetken haben. Khr ö Kon ig k. Würde Antwort war ^ (r solle seiner Zusage Nachkommen/ und desSecomfts sich gelrösten/ maOn fle resolvlrt/ innerhalb 9. Tagen Mitdjrsgantzen Armee dahin zu gehen» Hier- -s- Rö,n. Raysirl. Mlaj.undDero hohen AUiir ren Hierauf ist der Feld.Marscha»/Herr v on SchwarhcnbU^H einem VortrabReurer alsodald den 24. Septenchr. voraus gesandt/ und ihm das gantze Lager gefslget: Weiches sich eine Meii um Gran niedergelassen/um noch mehr Hindennach kommende Völcker zu erharren. Dem 25. ruckte Herr Palfi mit der Ungarischen Spann- und Ritterschafft 4000. zu Pferd / und 600s. zu Fuß (so doch fast lauter schlecht mondtrtes Land-Volck war) z-oo. Heyducken / und;Qo Frey-Beutern/ aufder andern Seilen nach Erla. So war auch der Fürst von Siebenbürgen/ mit denen Teutschen und Ungarn sich zu conjunairen/imAnzug: als welcher damals/allerTürckischenFriedens. Offerten ohngeachtek/ bey dem Haus Oesterreich treu und standhafft zu steben sich erkläret. Wrtao wird Wienun derTürckische Sultan mit I f^oa. Mann surErlaan- «ufgcf-r. kommen : hat er den L 5. Septembr. die Vestung lassen auffordern/ »m« mit Versprechung / nicht allein des Lebens / und eines freyen / samt Weib undKind/und aller bey sich habendiHabe/erlaubendenAbzugs/ sondern üderdas grosse Gnade und Geschencken. Weil aber darauf gar keine / seinen Verlangen gemäß erheischte/ Antwortlgefolgt: ließ er zur Stunde eifrig dafür schautzen/und Bollwerke aufwerffen; auch alsobald daraufvon den Batterien/ Schloß und Stadt hart beschossen. Die Belagerten steckten früh Morgends vor Tag den 26. Septembr. die Stadt/ wegen ihrer Weilläufftigkeit/und schwachen Ring- Mauren/ in Brand/ und retirirten sich in das Schloß /doch kamen die Türcken dazu/inHoffnung/zugleich bey diesenEinbruch gäntzlich durch- zu dringen; konnten aber mehr nicht/weder etliche Gebäu/ und unter andern das Spital/ von dem Feuer erretten / und hernach zu ihren Varlherl gebrauchen. Mittler weil unterstund sich der Feind das Revelin anderVe stung gegen den Weinberg etnzunehmen/auch den Graben/welcher »nächtig tiefwar/mit Holtz/Erden und Steinen/auszusüllen/und zu dem Ende viel an den Pfälen gebundene Wein Reben hinein zu wers- fen: trieb auch die Seinen so hart und Tyrannisch zum Sturm an/ daß ihrer viel darüber ausrisscn/und zu denChristen kbergiengen: Des- . sen ohngeachtek/stürmte er zu etlichen malen mit grosserFurie. Wie- Tmcken kr. wol nun die Belagerte tapfere Gegenwehr erzeigten/ und aus der Ve- stung hefftig auf ihn loß brandten/ war der Gewalt doch zu groß/ und ^" " kam das Rsvejin endlich/nach langen unaufhörlichen Sturm-Lauffei in seine Hand. . ^ Hieraufward den 27-Septembr. die Vestung abermal voniM aufgefordert/mit harterBedrohung: Würde man sie nichtaufge^n/ Triump h - leuchtenden Rriegs Heims Dritter Tdei l. z/z weite er weit unmenschlicher'mit ihnen umspringen/ weder k. zuvor mit den Seinigen zuHatwan wären umgegangen. Dieser Ursach wegen ließ der Commendant nechmalen um schleunigen Entsatz / bey vor hochgedachter Königlichen Würde/ emsig und rnstandig ankalten: mit Erweisung' daß seine dey sich habend« geringe Anzahl/einer solchen Macht/ und zwar Key so unablaßlichen Stürmen undMiniren länger zu widerstehen / viel zu wenig/dazu müde und abgemattet. Wie er dann für seine eigne Person/mit grosser Schwachheit beladen; aber nichts destoweniger/ zu Erhaltung des Orts/ Leib und Bim willig darstrecken wollte. Aber Verzug undAufschub verstakteten damals keinenSuecurß. Dann das erwartende Ausbott-Volck zog gar langsam an: So fiel darzu ein grosses Regen-Wetter ein / und andere Ungelegenheiten mehr/ die den Vorsatz verhindert. Endlich brach das Christliche Lager zwar auf/und nahm seinen Weg aufErlau: aber der Weg war gedachten üdeln Wettershaiben so tief und böß/daßman kaum mit gröffesterMüh die Arriglerieforchringenkönnen. Ein Stuck / das vorhin sechs oder acht Pferde zogen / gab jetzo 42. und mehr Pferden gnug zu schleppen/ und hielt den March nicht wenig auf. Darum konnte der Entsatz so bald/ als die Noth ersoderte/ nicht erfolgen. Sobald nun der Törck den Anzug Christlichen Heers erfahren; Haler hefftigeralsjernal zu Wessen und stürmen angefangen / sonder, lieh aus dem eroberten Revelin; ward aber mit ziemlichen Verlust wieder abgefertiget / wi. wol dennoch auch bey diesen letzten Sturm über z 00. Christen geblieben/ darzu sehr viel beschädigt worden. Weil dann der gemeinen Soldaten/ sobißbero alleweg sich sehr ritterlich^«,.' im Fechten erwiesen/ nunmehr gar wenig worden/und ihrer von 4500. mehr nicht als 46s. bey so vielen Stürmen und Schiessen übrig geblieben: traten sie zusammen/und wurden unter sich einig mit dem Feind zu accordiren/ und die Vestung einzuliesern. Wie solchesH Tersky nndH.Kinvky erfahren/swelche ihrer bey, -er groffs Unpäßlichkeit wegen/nit allem«! bey den gerne nen Knechten persönlich zu gegen seyn können) haben sie sich lassen unter die ^olda- tesque hinaus tragen / sie ihrer Gott und Kayftrl.Maj.verbundenen Endlichen Pflicht erinnert/und um Gottes Willen gebeten/ so vielen rittermäff'gen B°zeigungen/ die Beständigkeit / als einen Kranh aller andern Tugenden/ hinbey zu fügen/ und ja nicht auszufttzen/ nock das bis anhero verdiente Lob/mit einer solchen Unzierd und Schank,Flecken zu bemackeln ; sondern des obkaud- Nl N Succueses standfest zu erwarten; ihnen auch das Schreiben Könrglicher Würde/ und dessen V y Ver, Us4 Röm. Rayftrl. rnaj und dero hoh e tt Alliieren Vertröstung / nut dero selbst-eigenen Hand unterzeichnet/fürgeieftrn Woraufdie Soldaten verheiffen/ste wokten ferner thun was redliche Kriegs-Leuten gebühret. Nachdem aber der vertröstete Termin des Entsatzes nunmehr vorüber/ und der Feind mit unaufhörlichen Stürmen ihren Mut vollends kleiner und ringer machte; unterfiengen sie sich / wider ihrer Obristen willen/ mit dem Feinde eines Vergleichs / und hielten an um einen freyen sichern Abzug. Oeffnetendaraufden^Octobr. basTbvr; mn etliche Türckische Geiffel einzulassen. Was der CörperohneAug, das ist ein Soldat ohne seinenFuhrer und Regierer; nemlich ein gantz Schliessm vlind unstrrsichtiges Wesen. Massen an dieser accordirendenSol- «n-lchl'm, datesque zu sehen / welche ihrer hohenOfficierer Willens und Mey, als selbst ausgeriffene Augen/beraubt/ durch ihre eigenwillige Unterfahungen / heßlich aniiefen/ und zu Grund und Boden fielen. Erlau somt Dann indem sie die ihrige/ gegen bemeldte Geiffel ausgewechselt/ «n vi« Tür-- haben sich erlich heimlich versteckte Janitscharen geschwinde herför ge» «km than/ihnen das Thor mitGewalt abgedrungen/und gleich darausdem heilen nachhereindringenden Haussen Platz gemacht/ und sich derChri, jten bemächtigt. Diese hielten an / um die versprochene Treu und Glauben/ daran sie doch gegen ihre Ober.Herrn selbst brüchig worden: aber umsonst; denn die Türcken gaben zur Antwort: weil sie vor diesen denen ihrigen zu Hatwan so hart mitgesahren/wäre man ihnen keinen Glauben schuldig/ sondern eine .cheichmassige Bezahlung. An welchen dann die graus.men das geringste nicht fehlen lassen; indem sie ohn erbarmen drein gesäbelt/ und allemal wann sie einennie- dergebauen/ dabey diß einige Wort Hatwan geruffen ; ihnen damit ihre gleichmassige unmenschliche Verführung mit den ihrigen verweisende. Der Obriste Niari Paul / ward samt etlichen Weibern gefangen zum Sultan geführt/ und für desselben gefangenen geachtet. Hier- nächst giengder General Basta und nebst ihn z. andere Basten/auch etliche Janitscharen / in das Quartier / wo die Herrn Kinsky und Tersky kranck lagen: die bey dem entstehenden Getümmel/ ihrenDie- nern befohlen/ ihre Wehren alsobald für ihren Augen zu zerbrechen/ und in den nächsten Brunnen zu werssen. Besagte Baffen/ hielten durch einen Dollmetschen mit ihnen ein Gespräch/dabey sie sich nicht unfreundlich erzeiget/ aber doch ihnen angemutet/sie sollten ihrenGlau- den verlaugnen/ und versichert seyn/daß ihrGroßmächtiMr SM kin sie alöbqnn in grossen Ehren halten würde. Die ", leütz! *üici titis E« i«d !di^ Mül. ila» Sl!^ ÜÜ« mi,r -r; rL »M M irck ^55 Dre Patienten kesse« sich antwortlich vernehmen / davor Wolke sie G Olt gnädiglich behüten l an dessen Heil. Nahmen sie nimmermehr Treu-- und Eidbrüchig zu werden gedachten. Was die von den Soldaten geschehene Handlung derUbergab betreffe; wäre solches wider ihr Wissen und Willen vorgeloffen/und nimmer dazu gekommen/ wo« fern sie sie» ihnen gegenwärtig seyn können. Diese hertzhaffceReds und Beantwortung hat ihnen der Baffa dannoch nicht verarget; Sondern nach diesen von der Rantzion zu reden angsfangen. Darauf HerrTersk» alsobakd einen Beutel von Seiden gewirckt/darinnen 5000. Portugaleser / dem General Baffa überreicht; desgleichen der Herr Krnsky ihm einen mit ross. Ducaten, nebst einen schönen Feder- Busch zugessellet Den übrigen drey Baffen gaben sie ihre Feld-Zeichen und Kleidung ; baten darneben/sie wollten ihnen / in Betrach- machen. Die Türken nahmen solche Präsenten von ihnen an/ und gaben freundlich zur Antwort: Siewollten bev dem Sultan im besten ihrer gedencken. Giengen daraufmit Hinterlassung ellicherJanitscha- ren zu ihrer Verwahrung/von ihnen. Dessen aber ohngeachtet wur-- C-mmr«. den diese beyde Herrn/so bald sie nur ein wenig zu Krafften gelanget/da-um w«. in die Eisen geschlagen/ und in einen Thurn geworffen/ täglich mit Wasser und Brod kläglich gespeiset/ und müssen beedes von Hunger A und Kalte grosse Noth erleiden. Uber welches ungewohnte Tracts- Herr T-r«. ment/ Herr TerSky/ als man eben seiner Rantzion halben zu handeln kv Mt. begunte/kurtz hernach in der Gefangnüß jämmerlich gestorben. Wie solches dem in der VHung bev ihm gewesenen Pasta M Ohren kam; hat es ihm schr gedauret/ und dem Gefanqnuß Wärter/ darum daß er ihrer nicht milder gepfieg et/stracks lassen in die Eisen schlagen; Den Leichnam aber / als eines tapfern und bchertztm Ritters-Manns/ aufTürckifche Manier/ ehrlich zur Erden bestatten, und bev der Leichdegräbnüß /deren er/samt in dem Eisen gebundene« Herrn Kinsky/ und vielen Türkischen Befehlhabern / persönlich Bey- stand geleistet/ mit seinen Thränen gechret/ und höchlich beklagt. Massen er auch dem Beerdigten/ des folgenden Taas/einenLeich Stein/ darinn etliche Türckische Wort gegraben / über sein Grab legen kaffen. Was nicht lang hernach die Christen mtt dem Turcken vor eni unglückseelig Treffm gethan/darinn ihr anfänglicher Obsieg endlich/ durch allzu schnelle Raub-Gierde/ welche ihrer viel bis an desSultaris Gezelt/ vielverwesmsr als lapserergetriebenen abersehr wenig wieder Vy ij zurück As 6_-Röm . Aaysir l. Mas, und Dero hohen Alliieren zurück gebracht/in eine unnötige schändliche Flucht ündgrosMieder« läge (nemlich von 20022. Mann) verwandelt worden; würde biebey zu melden/bydes zuweitlaufftigund auch unfü^Iich ftvn. DieStadt und Vesiung §r!a aber ist/seit der Zeit in der Türcken Gewalt geblieben. Der Bischoffs-Sitz ward/ nach ihrer damaligen Eroberung/ nach eine» kleinen aber iustigenStädtlein/Jasso benahmset/verlW/ba sich dann nach ihren Bischoffauch dieDomm.H'errn hinsetzten;öbwo- len hier ein befond/rsStiffl befindlich. Da:auf Ao. r Siy.dieDomW Herrn von denen Bettenischen viel Verdruß erdulten muffen /welches sie gezwungen/wieder nach Easchauzu kehren/und die iknenAo.1607. aus Kayserl. Befehl eingeräumte größere Kirch derProtestirenden wieder zu beziehen. Ektautvird Diese bißhero beschriebene / und unter das Ottomannische Joch ßhrgena» gejochte Vesiung ward / wie IN vorhergehenden Tbeilen schon gemel- «vWtt. het/ hxy sg Sieg-bereicherten Progressen aus das genaueste blocquirt / daßnicht das geringste seinen Ausgang / will gejchweigen seinen Eingang nehmen kunke. Daher dann in der Vesiung der Hunger Gou- verneur/ die höchste Noth aber Ober-Commendant worden/ und also der Basta sich gezwungen gesehen ' auf etliche Tag klagmütig einen Stillstand zu begehren.Mlttker Stillstands-Zeit serugte er andenTe- ckelyeinen Briesmit kläglichen Beweist / daß er die/ so viel ivoo. Tür- tken gekostete Vesiung/im Fall er in etlich wenig Tagen keine Lebens- Mittel erhalten sollte/denen Bclagerenden Christen/ohne allesBlnt- vergiess'N einhändigen müsse. Allein diese Schräken kamen nicht in die Hände dessen/ an dem sie gesolll/sondern das Glück lieftrte sie denen Kayserlichen ein. Bassa WM Indessen stieg die Noth immer höher/ und der Hunger verdvp- «ccorbirrn. peltesich/ daßsie letzlichHund- undKatzen-Fleifchanfiattder Niedlichsten Bißlein kiesen/ und dadurch benennten Tyrannen befanffrigen müssen : da nun der Bassa keine Ausfiuchtmehr sähe/ verfügte ersieh endlich den 25. November/ mit drryder surnehmsienzuPftrd/nebst den Jamtscharen Aga und noch einen andern zu Fuß/alle mit köstlichen Schmuck angethan / in das Gezelt der Belagerer/ ihnen dench- maligen angeboktenen Accord ansttzo einzuwilligen. So bald fit angelanget/ward Herr ObristLieutenant vonRichardischenRegimentf HerrObristWachtmeister/GrafNiari/miteinLmHauptmannzuFuß/ in die Vesiung als Geiffel geschickt und verwechselt; weil aber der bey der Blacquade befthlichte Herr Obrist Lieutenannt Doria/von dem Herrn General Caraffa beordert/ sich mit keinen Türcken in keinen Accord einzulasssn/ auch also folglich die andere anwesende OstE 1'I> " 7E? ? )>-' «ie/ ,ch' ruh »»< ll! k/ V»' T riumph leuchtende n Kriegs,Helms dritter Theü. z s/ nicht beystrmmen wollen/ als schickte er alsodaw an höchsi-gemeldten Herrn Gmeral einen Dl-Boten/ mit Ersuchen selbst zu ecschemm/und den Traktaten beyzuwohnen. Es war auch schon ein Courier von Hofdahm geschickt/daß mandenen Blocquirten alle verlangte Conbi- tiones einwilligen sollte/ welcher zu spat kommen/ Massen bey Ankunfft des Herrn Generals Caraffa der Accvcd schon geschlossen. Nur noch ein Steinwar ausven Weg zu räumen/welc? er die völlige Entschlieft sung verhinderte; denenTürckenwarnichtunwiss nd/wnbey chma- liger.Eroberung/ sie denen Christen dasso kheuer-gekhaneVersprechen nicht gehalten / bildeten sich derowegcn ein/rs mochte ihnen mit gleicher Ellegemessen/und alle Accords-Puncten vernichtigt werden; verlangten deßwegenJhro Kayserl. Maj. eigenhändige Unkerschrifft/ dqhero Herr Hauptmann Lambach mitdemVanitscharenAga nach Preßburg geschickt/die CapikulalionvenJhro Kayjerl. Maj. unterzeichnet / und gleich zurück geschickt worden. Die dann in folgenden Punkten bestanden/ so man alle aufdas genaueste in acht genommen/ i. Sölten dieTürcken dieStadt undVesiung mit allem was dar-" ^ A innen ist/ ohne Lust und Betrug übergehen ch'A"" 2. und klingenden SM abziehem z. Soll man KayserlicherSeits ihnen Fo'ftrl.rNa j . unVDero hshenA llttrren Eriaoisch« Msche Convoyrung genähert/ als nun der dasige Basta davon NE G>E'lo" ^erhalten/hat er alsobald einige voraus geschickt/ welche ihnen be^ WaradVi. deuten musten / daß er selbige nicht einnehmen werde / weil hierdurch vernicht. Key der ihm anvertrauten V'siung/ um so viel zeitlicher ein Mangel an Proviant sich ereignen dörffte / und sie also nach der projectirten ersten Capitutation aufTemeswar zu gehen solltem Wiewol vcrhos ftndlich/ wenig einen andern Ort erreichen können/weil brreirs sehr viel/wegenallzugrosserMattigkeit/aufder Strassen todt liegende, bliehM. Indem uns aber unsere Erzehlung auf die SiebenbLrgischea Grentzen geführet/ wollen wir die in Winter Quartiren allda ruhende Kayserliche Völcker besuchen / unddahiu mit Herrn General Ca- raffaabeilenrallein ein ohnversehenesGlückführetuns wieder von den Weg ab / und nöthigt uns / nach dem sich unter die Kayserl. Beherr- SroSttuvg schung neigenden Mongatsch zu begeben. Die äußerste Noch/und MsnMsch. vieüelcht ein noch auf glimmender Treu-Funcken/ in den Hcrtzen der Teckel,n/ harte sie gezwungen vonfernerer Halsstarrigkeit abzusteberr/ und diesesRaub-Nest/welches sich dem Kaysertichen Siegs-Waffen schon solang entzogen / nunmehro rinzuliefern/auch den i f. Jenner folgende Accorps-Puncten erhalten. Accsrds. l.Geniesten eineGeneral-Amnestie alle und sede inMongatsch biß- Puncbmve. Hers ausgehalreneBeamte/Bediente/Adharenten/und die von Allda sich sämtlich befindendeMilitz/alles desjenigen/wasin Mongatsch. wahrender Zeit der Feindseligkeit so wol mit Worten als Gchrifften und in der Thatftlbstvorgegangen/ohneeinige kunfftiqe Rache / zamalen hiemit alle Unbilligkeiten / Ge, walthätjgkeiten/ Schaden und dergleichen/»hne einige Ansehung der Person / sie mögen auch Namen haben wie sie wollen / und unter was für Pratext sie ausgeübtt worden/ gäntzlich sollen aufgehoben und in ewige Vergessenheit ver, graben werden. Die Fürstin Teckelin samt ihren Waisen/solle unter genügsamer Convoy und Begleitung nacher Wien reißen/und ihr allda ohne einigen Arrest/ in guter Sicherheit ohne Leibs und Lebens Gefahr/frei) und ehrlich sich zu enthalten vergönstigt seyn; doch also/ daß sie ohne SpEadVergönstigung Jhrs Kayserl. Maj. von dannen nichtweiche/noch andersikvo sich hin begebe. -. Alle und jede unbeweglichcGüter sollen in diesenS^nd wie sie jetzo sind/ der Durchi. Kammer/ die bewegliche aberso wm / Triumph lerrchrenden Rviegs-Helms Drirree Theü. z6 i "wde?Vrstung Mongatsch als m Ungarn oder anderltwo würcklich verhandene Güter/ sollen Sero Waisen und Kinder wieder eingehandigt werden. Was aber die Herrschafft MongatschW St. Miclos gehörige Güter betrifft / solle de, ren ReMution/ biszu IhroKayserl. Maj.Resolution ausgestellt bleiben. 4. Der Teckelin ^us vorcke betreffend/ so weit ihr daffelbige durch die EhkPacten / von den verstorbenen Fürsten Ra aozz, / o bli- girt ist/soll sie solches entweder in gleich-gültigenGütern/odsr in ememjährlWmgebührlichmJnteresse/doch ohne einigen prsejucilr der Waysen/ besitzen/wie dann auch alleMobiiisn/ verstehe Kleinodien und andere Dings/ welche ihrund nicht denen Waisen oder andern zuständig zu seyn sie mit einem Eyd besiattigenwird/ihr eigenthümlich verbleiben solls/doch also/daß was denenWaifen zuständig (wie solches so wo! m der Vestung Mongmsch als anderskwo / so wol mm als ausserhalb dem Königreich Ungarn befindlich / wird von den Kayserl. Cammer-Rath/Herrn Ladislao Joarmi/ und des nen andern Herrn Commissarien seynbeschriebenworden) fie auszuhandigen aehalten seyn solle/ zumaln Jhro Kayserl. Mai. die Tutel berührter Waisen zukommt. f. Berührte Teckelm soll die semge Jnstgnia / so der Teckely zum Zeichen/daß er vom Türcken investirt sey/bekommen/ nemlich denFahnen/ Pusican/Kleid/FmsiemKapperc. ohne einige Ausrede im Original» in die Hände des gemeldten Raths überantworten. Ingleichen alle Mobilien/ welche den Teckely und andern Rebellen zuständig sind/ und welches an Evd-Stadt. §. Gleicher muffen solle die Teckelyn und Baronen/Edle / Beamten/ Soldaten und Bediente/wes Stands sie immer seyn mögen/ alle Mobilien unterschiedlicher Personen / welche dieselben auszuheben gegeben/und noch inMongatsch ausbehal- tenwerden/gedachtenRatheinhändigen/nebstallenGeschuz/ Attiglerie/ und zur Munition gehörigen Sachen/ ingleichen denen zur Vestung und der Palancka gehörigen Waffen. 7. Alle bewegliche und unbewegliche Güter aller Baronen/Edlen/ Beamten/ Soldaten und Bedienten/sollen iknen in den jenigenStandt/darinnen sie sich jetzt bsy der Dmchl. Kammer befinden/ wieder emgeraumt werden/welches aber nur von denen zu verstehen / so sich ivürcklich ergeben/nicht aber Zz von z 6r Röm. Rayse rl. tNas. und der- hshcn Allu rren von denen/dieannoch demTeckeiy anhangen/ alsdererGü- ler billig dem Königl.Fisco heimgesallensind / und dem ge- meldren Rath müssen zuhanden gestellet werden / doch mit diesem Zusatz/wo einer und der ander die Kayserl. Gnud begehren würde / solle ihm solche aus imerpotmon der Teckelm unversagtseyn. 8 . Berührte Baronen/ Edlen / Beamten rc. sollen sich sämtlich Kayserl. Maj. ergeben/ und aufs neue den Eyd der Treu lei« sten/ auchkünfftig einjederderselbenzuHause friedlichhab len/noch ohne Special-Conduct des Kayserlichen Genera- sats in diesen Paß in andere Provintzen ausser dem Reich viel weniger zumTeckely reisen/oder mit selbigem/unter waskrs- rsxt es auch seyn möge / Correspondentz pflegen/im widrigen sollte die erlheilte Amnestie ihnen nichts nützen. ) 9. Die Ausführung der Besatzung aus den Schlössern der Waisen/ wird dem Kayserl. Gutdüncken überlassen, ro. Die Brief und Briefliche Instrumenten/ so dierestitm'renbe Güter betreffen/ sollen wieder emgeraumt werden. 11. Die Ragohifchen Waisen sollen dem Kayserl. Tutel überlassen werden/ und hmführo unter derselben verbleiben, r r. Weder derTeckelyn noch jemand anderst ist zugelaffen chieUber- gab derVestung dem Teckely zu beri'chten/zumal er ohnedem pro civülter mortuo gehalten wird. ,z. Em ieder mag mit seinem Haußrath und Vi'ctualien mit guter Sicherheit nacher Haus sich begeben/und zwar dis Privat- Prrsonen sollen ihnen sechsten Fuhren schaffen; der Teckelin und deren Waisen aber/ werden gnugsame Fuhren / und bequeme Convov mitgetheilet werden. 14. Die Annehmung dieser Puncten/ soll ohne einige Rcplic und Wegerung den 15. Jenner um ro. Uhr Vormittag geschehen/und solle die Kayserliche Besatzung den 17- dieses Monats/ um 12. Uhr eingelassen werden. Hingegen dis darin» befindliche Miliß/ aus der Vesiung nach dcr Palanka zursel-- bigen Zeit ziehen ausser der Teckslin/ welche mit ihren Waisen und Familien in der V.estung verbleiben kan/biß ihreSa- chcn füglich können disponirt werden, i p. Alle diese Puncten sollen auf Seiten der Teckelyn und der Ihrigen fleissg beobachtet werden/ dann wo man im geringsten darwider handeln würde/ so solle alles Abgehandelte null und nichtig bleiben. Triumph leuchtende n Rrieys Helms DrirrerTheil. Worauf bann auf bestimmten Tag die Evacuation erfolgte/ Amahl-er und dieGuarnifonaufSoo. Mann sich bel-ef/worunter auch 4 °-Teu- ^0"«- tsche befindlich / denen frey gestellt/ entweder unter die Milch oder an-ggM. derstwohin sich zu begeben. Woraus in der Vestung alles/ vom Gw ringsten bis zum Gröften/ inventirt/ und solches Jnventarium vom H.rul General Caraffa/der Leckelyn/und ihren vornehmsten Mhä- renten unterschrieben worden. Man fand daselbst noch auf 6. Monat LebenS-Mtttel/ welche aber die Ubergav darum nicht langer verhindern können / weil die Kavserl.allbereit diePalanka erobert / und das Geld vor dis Besatzung nicht mehr klingen wollen. Massen dann besagte Teckelin kurtz tzorhero ihre beste Kleinodien/ worunter auch ein fürnebmes dem Tekely zugefchicktes mit kostbaren Diamanten umsetz- tes Bildnuß / nach Polen abgeschicket/ und versetzet/ so daß an Paar- fchafft nichts mehr fast übrig zu finden war. Die Munition belief sich annoch auf folgendes Jnventarium. ndergMe- 41. Groß und kleine Stücke / 4. Mörser / viel Doppelhacken /1200. bemMmi- Hand-Granaten/24. Metalline Bomben/ vielen brennendeStei-«0» in ne / zo.Cartatschen/2z80. Stück-Kugeln/12000. eiserne Doppel-Msnsagch. hacken Kugeln/ 7.Centner Mnsqmten-Kugeln/^CentnerLunden/ 24. CentnerPulver/14. Stuck-Ketten und allerhand ArtHandweh, re / darunter sich viel rare Janitscharen Röhre befanden. Herr General Caraffa ermangelte nicht attobald die noch bey denen Krönungs- Frölichkeiten anwesende Majestäten/ durch diese Eroberung zu beftm- digen / weßwegen er einen Ungarischen SdelmannKlobucziskv benamset/mit dieser Lust-bereicherten Zeitung abaefertigt/ auä)ihn den Fürsten vabit des Tsckely/ vermög welchen dieOttomanmschePsorte den Teckely zum Fürsten in Ungarn erklärt/Jhro Kayserlichen Majestät überschickt. . ^ Es sind aber der Fahneund Hut/vonzweyerley Farben. Der ^,ekijch«r FürstemHut/soeinerDragoner-Koppegleichet/ist unken Viol-Fard/FürM und4. Finger breit/ mit Masslv-Goldgezieret/obenwe,ßundgcho-chM. gen/ inwendig aber mit schlechten Leinwadgefuttert/ und im übrigen mit keinen einigen Edelgestein besetzt. Die Fahne hat eine rote Färb/ und an der Spitze/wo man selbige fasset / messingene und Lick vergüt- dete Knöpffe/ in denen die van dem Groß Türcken bestättigte / und mit göldnen Buchstaben geschriebene Patent« und PrivilegiadesTekety lagen. Mit diesen Fürsten-Habit eilte besagter Klobuczisky nach Pres- burg ab/ den wir dahin/um die noch übrige Krönungs-Festivitäten/ so wahrender unserer Abwesenheit vorgefallen / zu bemercken/begleirm Z L st wollen Röm.R avftrl Mas. nndders hohen Alliieren C-mm-n- wollen. Die Freude so stureAnkunffterwecke!/warunvergleichlich/ Sant in und benennte Jhro Kaystrl. Maj. zu den Commendanten dieses so M»ng«rsch.importanten Orts/ Herrn Olmst-Lieutenant/ GrafJörgern/dener beuebenst auch den Obrisien Titel beylegte. Der Stücke Donner machte in Presburg und gantz Ungarn die Ubcrwattigungdes halsstarrigen Mongatsch kundt/ und jedweder Sstg-bewünschte dieser, Mintzkouis ners kriegende Kayftrl. Waffen. So gleich nahm auch das präUae von B«dm Tdurnier Jhro Durch!. Prmtz Louis von Baaden seinen Fortgang Uumier. und ward seine Durch!, nebst den Fürsten Antonio von Lichtenstein/ der eine einer/ der andere anderseits/von vernFürstenMontecuculi und General GrasPalstyeingeführet. Als nun Jhro Mastst, an dem darzu prTpanrtsn Ort angekorm men waren / beschahe der Auszug folgender Gestalt. Erstlich fiengr an zu marchiren Jhro Durch!. Printz Louis Equippcrge/ und vvrhers Ser Stallmeister mit 4. prächtigen Pferden/ allemal Gold vndSllber gezieret/ deren jedes von zweyen ReittKnechten geführet ward. Diesen folgten ziveen Trompeter und ein Paucker mit 6. Musicanten/ alle aufUngarisch gekleidet/ mit einer Hauben und Federn auf dem Kopff/ mit ihren Melodeyen abwechselnde : Heruach kamen alle dieLaquayen/ mit roter Libereh/ von silbernen Schnüren ausgemacht/wie auch bst Musicanten/ Trompeterund z.Pagen/deren erster r.Lantzen/der ander z.Dardi oder WurffPftüe/und derdritte andereSachen von den Tdurnier trugen: Nach diesen erschiene seine Durch!, von dem Herm Jntroducteur/ Grafen Paiffy/ vergestllschafftet/beydeausprachtigen Pferden. Diesen solgete mir seiner Equippage undzweyen prächtigen Hand-Pferden/ alle mit Bändern/ Gold und Silber gezieret/der Graf Leopold von Dieterichsiein/ GrasTrautsohn/Obrist Lieutenant Graf von Königs Eck/ Graf Hermann Czernmi/GrafJostphvon Paar/und der GrafMartmiz alle prächtig ge kleidet: und dieses war Auf'dem lincken Flügel giengen vorhero zu erst 4.Heyducken mit Thurnier-Zeichen/welchen 4.Pferde folgten/deren jedes von zweenReite Knechten geleitet / und kostbar ausgezieret waren/ und dieselbe mitdee mn Heyducken Lacqueyen und Pagen/ wieauch 6. Trompeterund ein Paucker / so folgeren / hatten alle rote Liberey: Darnach käme der Fürst Anton von Licbtenstein mit seinem Jntroducteur den Fürsten Montecuculi. Diesen folgeren mit vorhergehender Equippage und Meyen Hand-Pferden / der Fürst Hartmann von Lichtenstein/GM von Sintzen-Dor ff/ Grafvon Auersberg/ Graf von Walbsttin/Grsf Czernmi der ältere/ und Baron von Flasching, .... Tri um ph leuchtenden Rrie gs-Helms DricrcrTheil - z§^ Als NUN dieser prächtige 2 iuf;ug bescheben/stiegen sie alle abvorr denen Pferden / und machten vor Jkro Msf. eine gar tiefe Reverenz / wornachvon des HrrmHof-Marschallen Fürsten von SchwartzeM bergSecretarro/ alle die Patticularttaten und Beobachtungen / wel- che t>ey diesenTkurnier genau practicirt werden sollen / abgelesen wurden: und nachdem sie sich wieder zu Pferd gesetzt hatten/fiengPrmtz Ludwig von Baaden/ undFürst Anthon von Lichtenstein/ als Häupter des Thurnier an: da dann erstlich der Baron von Flaschmg mik der Lantzm das beste grwonnen so bestanden / in einem silbernen Saltzsaß nach Spanmscher Art gemachek / 8oo. ReichsthalerWerths Zwcy- tens hatPrintz Louis von Banden / nachdem selbiger mit f. Cavalre/ ren / nochmals erscheinen müssen /das beste mit dem Wurff Pfeil gewonnen/ so ein grosses silbern Rauchfaß gewesen vor"7sv: Reichsthaler. Drittens hat das beste mir der Pistolen erhalten/ der ObristLieu- tenant/ Gras von Königs-Eck/ so in einer schönen Stock-Uhr/602: Reichsthaler wertst/ bestanden / und vierdtens bat das beste mit dem Degen bekommen/ Graf Martini;/ so eine kleine mit Edelgesteinen besetzte Sack Uhr 620. Reichsthaler wertst/gewesen. Der Zulauf von Vo/ck war über alle Massen groß/ alsstey denk Beschluß einerso g'orwürdigsten Krönung/ und hörteman-vonallen Orten dem neuen König /so meinem Fenster lag undzUsaste/zuruffen r Es lebe unser Sieg-beiorberter König / und der Höchsts Wunscd-be- glücke seine angehende Regierung. Nachdem sich nun diese schöne Actisn geendiget/ seynd alle obige Herrn mit ihrer Torte/gleichwie sie darzu/ also auch wieder ab marchirst Fast zu gleicher Zett ward' guck zu München ein schönes Tstumrerzü höchsten Ehren der regierenden Cstur Fürstin Geburts-Tag gehalten. Wir beblicken dasselbe nur ein wenig/ zumalen auch selbiges zu unsierblichenRuhm desOefter- reichiftstsn Monarchen Hauses auflodertz und nähme solches folgender Mechstt seinen Anfang. Nach ausgetheilter Ordnung der 222. aufbeyoen Selten in- TOmie-zu wendlgdes Thurnir-Haufts mit blossen Degen aufwartenden Chur-München- Fürst!. Hatschieren/ führe erstens aus einen schönen grossen Triumph- Wagen eine grosse Anzahl der Hof Musikanten/ mit unterschiedlich raren Instrumenten / spielend voran/ und gratulirten höchst-gedacht. Istro Cdursürsil.Durchl. derregierenden Chur Fürstin und dero Geburts-Tag höchst-erfreulichst/ nach welchen zu Pferd r r. Hof-Trompeter und ein Pauckermit Hellen SchallankaMen/dann 2. Herolden/ darnach pralmtirten sich in höchsterPersonIhro Chur-Fürstl.Durchk. Ser Chur-Fürst ausememSemmelfarben/und überkojibarlich gezier- 3 z ist ttn A 66 Röm. Raystk!. LNai.uttdDeko hohe» AUiirren Mund nur mit einem götdnen Band in dem Maul durch 2.^^-^ guayen geführcen/mit jedermanns Verwunderung tantzendmFMen gantz ftey. Diesem Pomp beschlossen 12. der sürnehmsten Cavalier auf das prächtigste gekleidet/ und mit rochen Mumagen auf den Hüten. Ausder untern Seiten ließen sich sehen/ nebst zu Pferd tapfer blasenden 12. abermaligen Hof-Trompetern und cinenPaucker banndar- ,auf folgenden 2. Herolden/ Jhro Hochsürsil. Durch!. Hcrtzog Maximilian Philipp/ auf einem pr.achtiglt-ausstaffirtenTummel,Pftrd/mit nachreitenden 12. Kammer-Herrn/ in Gold undSilber gesticktenKlei- nodien/ und roten Federn auf den Hüten. Woraus abermal ir. Hof Trompeter und ein Paucker tapfer blasend/darnach 2. Herolden/ dann Jhro Hochfürstl. Durchs. PrilchJoseph Clemens auf einem sehr mutigen und durch und durch nnt göldnen Banden eingeflochtnen schönen Pferd geritten kamen/ welchen ingleichen 12. Cammer-Herrn/ mit rokben Federn aufd n Hüten und kostbarlichsten Aufzug / folgten. Als nun höchstgedachte Jhro Chursürsil.Durchi.mit demDegm den Preiß von diesen schönen Thurnier emporkirt/ die übrige Ritter auch denannllichJhro Exceilentz HerrHof-Mar schall/ GrasMax.von Preiffing mit der Pistolen / mit der Lantzsn Herr Graf von Takten, dach / und Mil dem Pfeil Herr Graf von Rechberg ihren Valor und Dexterität daher) rühmlich»t erwiesen haben/ sind von mehr böchst-er- naynter regierender Chur,Fürstin / dieselbe kosibarlichst regalirt/ und zum Beschluß dieses prächtigsten Thurniers/ drrrch die auf einen aber» mals hervor gekommenen andern Triumph-Wagen geführte sehr viele Hof-Mustcanten und V»califten denen Hochadelichen Rittern wegen des Thurniers und von diesen 4. und 4. öffters höchst,ermeldte regierende Chursürstin hingegen gratulirt/und um die Chur,Fürst!» gnädigste Presenten untrrthänig gedanckt worden. General Allein wir kehren wieder nach Presburg zurück/ allwo in unserer Dünne. Abwesenheit der Teutsche Epaminondas/welcherSclavonienwieder der Ungarischen Krone eingestochten / angelangt / (indeß aber sein an. ^ selbst führendes Commando völlig dem Herrn General von Tküngen anbesohlen) undFreudmutigst von allen empfangen worden; Seine erste Audienz die er bey Jhro Kayserl.Maj. erhielt/siatkete den Verlaus ab / vermog welchen er mit sieghafften Waffen/den Sieg, belorbertcnRsmjschenKayser-Namen/unddasDünnewaldischeHau, se in den Sclavonifthen Gefilden verehrlich gemacht. Da dann nach Abstattung dieser Erzehlung Jhro Kayserl. Ma/esi. ihn nach feinen Schlesischen Gütern dimittirt. Nun, Tri umph- leuch tenden Rriegs-Helms DrurerTherl. ^67° Nunmehro nahste auch dis Zeit der Adreiß Jhro Kayserlichen Kaysirliche- Majestät wisver kerdey unv Wien Mckzete schon wieder durch von Gunst-Sonne bedlicketzu werden/als inwelcheMbftyttsiegieichsam jm-^E>urg. Dunckeln geftssen. Crlhnlte derohalden unter einem inDeroKönigl. Schloß zuPresbmg ausgerichteten Thron denen Ungarischen Ständen die Veurlaubungs.Audientz/und vergönnte ihnen zum Abschied den Hand-Kuß. Weiln aber diezu Preöburg erbautte Sst GBrm cken/wegen d es flieffcnden Eisses/und daher befürchteten gefährlichen Eißstoffes/ abgetragen wordenals haben JhroKayftrl.Maiest. enks schlossen^ ihren Weg gegen das Marckfelö zu nehmen? den sie auch be- werckliechgk/ und mit Jhro Mai. derKayserin/ dann dem Köniq Joseph und der gesummten Hofstatt wieder in Wien anaeiangt und ab sobald nach dero Ankunfft / durch Ihren Gedaimen Hof -Kanßler Grafen von Strmtmann/denenNieder-Orsterruchischen Ständen dis gewöhnliche Land-Tags ?rdpo6iion eröffnen lassen / welche in folgenden Formalien bestanden: Seine Kw-serl. !Hiaj. nach' vollendeten Hün-hnd>Taa< garrjche»r Land-^e ag und Krommg feines älcisten VriNtzen zum Propssi Ronig selbiges Königreichs/ beNebensswieder-ErsitzUNg dee"°"°" Erb -!- ucc esüon und ?rimoZcnitur, Nun jetzt anderst nichts ZU rhun / als nach so einen sichrbarlichen Göttlichen Seegew mirAÄ'" Eroberung fs vieler Vestungen/ Rccuperirung SclavsnieM weiches über anderchalb hundert Jahr unter dem Lürckijchen' Joch geseufftzer har/ die freiwillige Ergebung vonMongarfch' und Erla/ den Rrieg und Vicrorien zu verfolgen / sonderlich bey gegenwärtiger Consternariott der Türcken/ da sie ihr eignes Schwerdr wider sich fclbst empor heben/und nach der fürgefallenen Sch!achrbciMohatz7allwoAo.r52°6.Golymann mir KönigLudwigengetroffen ihn ftlbst NebstUnzehlbarenEdeb leucen als auch andere Christen geschlagen? durch ihre dorr erlegte rNannschaffr und Rest ihrer VölckekgettuMm wieder' gerochen worden weil nicht allein viel i ovo. der vornehmsten Häupter vom Feind umgebrache worden/föndern auch an starr von Lelägcrung dieser Sradr 2lo. -68 z aus schlechten Hoch) mur und Gewalt / ohne einige rechtliche Ursachen fürgenommen/rn Lonsianrinopel nicht sicher feym den Sultan abrrelerrt und gefangen / hemegen dessen Bruder Solymann auf den Thron gesstzr; und obfchon nicht zu zweiffeln / daß er durch' dcnRarh derSeinigen/und aus angeborner Herrfchsucht/alick zuL-ftstigungfeines Throne alle Aräffcen/bis WdwäufK sie ^,68 Rom. Ra^sirl. Mas. und derohohen A ttü'rren sieWaffen-Rüstung dörffre aMpannen ; auch wie mänlaar selbst zu Feld kommen; so verlieffen sich seine Kavserl. Maj dan- sroch auf GOrr/ und dessen Schild mit Lonllllo 8c Inäuilrir,' weil es aber nörig/ des Feindes Fürnehmen entgegen zu gehen) rmddasInölspentcibsIKemirAufrichrungderFeinvlichen erobere reit und gantz offnen Vesiungen/Verbesserung des Gcfchützee/ der Magazinen/ mit Proviant und Munition/Aecrouriwng her Armee/ wieder Ausrüstung der Schiffe/ auch Aufrichtung einer ansehnlichen Geld Cassa/ Millionen vonnörhen/ und Jhro Rayserl. Mas. die Einkunffren deroRamnier bereits zum gemeinen Besten aufgeopffert hatte / so befinden sich dieselbe henörhigr/ dero Getreuen solches aufs aller ernstlichstevorzm tragen, rc. Re»»».'.-»- Die Reccouten-Gelder wurden nun auch anaefangen auszuzah- W«bungc» len / Und jweiffelte man nicht/ die abgegangene Zchl bald zu ersetzen/in gehen braf Erwegung niemand je unter einen sisghafftern/undKrieg-brrechtig- psa staüm. Haupt streiten könnte und möchte/als unter unfern glorwürdig- sien Kayser. Absonderlich wurde deni bevölckerten Schlesien folgende Recrourirung zugeeignet/wovon wirbeygffetzten Ertractmit ein- rucken wollen. REM. Von dem Feld-Proviant-FMwesenMen inEchlesien bequars vl"g m tirt und verpfleget werden 1777. Portionen Schlchm- Von den Neubilckischen Regiment r 520. Item von den Oberst Lieutenant / Baron Wangen /1. Conv xagnie zu Fuß zu werben conferirt / und das Quartier in Schlesien angewiesen auf 200. Mann. Jngleichen sollen zu denen Kayserlichen Regimentern in Hum ^ garn recroutirk und in Schlesien bequartiret und verpflegt werden zu Fuß. 2727. Mann. Denen zu Pferd, , uz 6. Mann. Metternich. Neuburg. Manns-Feld» Wallis. ' Bouschin. Thym. fSS. Ls2. 8s. 80. 80. Igo. zusammen l 170. Mann. 2" Triumph-lenchrenden Rriegs Helms Dritter Theil. z6Y ' Zu Pferd. Haußler. i rv Savoysche Dragoner. 2 zo Serauischs Dragoner. i o z zusammen szz. Mann, Indem uns das Glück in Schlesien/ als in die Polnische Nach- NachriM barschafft gebracht/können wir nicht zurück weichen/ehbevor wir derv von d-r bißherige Actionen beobachtet: Wir haben ihre Armee/ oben bey der P»!»ische« BombardirungCaminiekgelassen/woHon sie sich aber abgewendtt/anr ^rmer. erwogen sie reiffiich beobachtete / daß dieserPlatz, obschon das Ge ücht ihnMangelhafftverruffen/doch aufdas belle verfthen/und sie also würden gezwungen werden / nachdem sie ziemlich ihre Kräffte dafür ent- krafftet/ dannoch davon zu weichen und den Belagerten Mamiezu gröfsirn Frolocken in den Mund legen. Weil aber sonst nichts mehrers für diese Armee/welche der stetige WM mvie hin und her March ziemlich ermattet / dieses Jahr / so aufdre Neige Mmt«. zu gehen begonnt«/ zu thun war; als kielte der Kron-Feld-Herr am nö- tigsten die Winter-Quartier zu beziehen/und durch eine so frühe Ru-^"- he/ ein zeitiges tapferes Unternehmen künfftigen Frühling auözuwür- cken. Indem aber dies« Armee in der Zettheilung begriffen/ undsedes Regimentnachdemihn angezeichneten Ortabeilenwsllte/ undhmksr Jaslowick gegen Jagelnicck unter Chemplewo Abschied nähme/ stürtz- , te ein EibGeschrey ausfie: daß der Chan mit feinen besten Raub-Hor- Tark-rr» den unter Memerow wäre angekomm'en und sich allda gefttzet.Wor- w°Len m aufdiese zerstreute Völcker alsobald sich gesammiet/ des festen schlieffens/diesen räuberischen Wolffden Kopffzu bieten/und auf ein mal seine Zähne recht siumpff zu machen / damit er ein gndersmal Scheu tragen möchte / solche Löwen und tapsermutige Völcker zu beunruhigen. Indem sie aber eine ziemliche Zeit mit Rach-brunstigster Resolution aufgepaffet/ sahen sie/ daß es blosse Ruhm-Reden des ohnmächtigen Feinds waren/die zwar hier und dar seine Raub-Mere in kleinen Haussen anfallen/ mit wckten aber stand halten liesse; weswegen sie nach den ausgezeichneten Winttr-Quartirensorteiiten/jedochbey den wenigst-befestigsten Omem etliche Regimenter zurücklassen/ um bey kükffrig- erfodereuder Gelegenheit / als eins unüberwindliche Mauer / gegen den Einfall der Hnrtarn sich zu setz m. We»ln aber Cammi«» an Caminicks-Eroberung der Krön Polen sehr viel gelegen / weil» dieses entführte Vsllus/ioOo.Sttitttgkeikeuund Menschen gekostet/ als gieng der Cosackrsche Feld-Herr Mchila mit seinen Trouppm in Aas die rT'L Röm. Ra^ftrl . NLaj. un d Der- hohen Alliieren die Gegend Niemerow / welchen sich auch die Kron-Vokkersizm^ Uen inR.uß- Land vergesellschafftet / und in ihren Aufenthalt genommen / und hiedurch Lammieck so gut als blocquirt / indem auf diese Weiß ' dre PW dahin auf das beste besetzt/daß es den sonst veMg. genen Feind satt unmöglich fallt / etwas an Proviant in Caminieckru bringen/ obgleich die Budziacken auf alle Manier trachten/selbiges damit zu versehen» Dstft jetztbenannte^artarn waren eben die unruhigsten so d^ in Quartier iiMnden Vslckerndie Ruhe mißgönnten und ziemlich;» Cofackischer Verdrieß anthaten.. Uberdas so unterfieng sich auch Palley ein Cv' Lbriüyrr sackischer Obrisierftindlich/jedochunterFrLUNds-Masque/zubezeigen; kibt m P». mbom «c die Loei-Hofe angrieffe/ die Edekleute mit Ketten und Ban- den gleich Sklaven belegte / und alles nach seinen Willen ziemlich kntiri^. mmwillig anstellte; meßwrgen die hiedurch Beleidigte gezwungen worden/ bey denräenJtus Lonüiio zu Zolkien / so allda wegen Verlegung der VÄrker versammlet/klaghafft einzukommen / und für diesen unheilbaren Schaden beyzeiten eine krsservstiv - Artzney aus zu bittm. VHtuß z^ Da dann endlich der Schluß dieses 8en3ws c?onsiiü darinnen AMmwt. bestanden :'( i .ZWrii d je Reeroutirung der Deutschen Armee höchstnötig / dis. Geld-Mittel aber darzu eher nicht als bis nach den Reichs- Tust angeschafft wrdrn könnten/ als nahmen Jhrs König!. Majest. aufsich / den Cardinal Nuntium/'zudlegung einigerpropsttionir» ten Summa zuwermögsn / und selbige aus dis R'ecrouten in Polen «n zuwenderr jedoch mitder Condicisn/dqßdre Werber/ ausserDach und Fach/ nichts pr»tL!iciiren/ noch etwas mehr zumchmen/ unterstehen sollten- (2 .) Obg leich der Eosachen Oberster Palley/ sv um Ca« miniechjeme Völrkrr hätte/ daselbst: greuliche' exoi-birgntien begangen/ und wol dadurch eine harte ^nimsäversionverdlemt/ sosolle seidiges nichts destowemger älsüm^llrt / unvderewigenVergessenheit anherm gWllet werden / wcbev aber jedsü) einige Ermahnungs- Schreiben an ihm abgehen zu lassen/ bcschloffLNwvröem Fu GEv- Und hiemit müssen sich die durch gedachten Cosacken Beleidigte wird em undBerauhte/vergnügen lajßn/ oderdit fernere Klag auf den Reicds- Rrichr Tag ^agzn Grodrio in Liktamn aubringen. Dieser hatte sich wider alles Khslrm.. VbxiMynen glücklich angefangen/ welches aber wegen grosserMeimg- kcir nickt langgcöauret.. Dann nachdemder Eastellan von derWm da / und unter Feldherr in Litauen / noch vor den Reichs-Tag'/ ein Mandat wider den H?rrn Dombrswsky ausgehen lassen/dieser aber als ein Abgesandter aus der Villrrischen Waywodschaffk avs^" Ätz Trümiph leuchtendenKrjeFLs-Hchn sdrüLerTheii. ^71 ^ Dchs-Taggsschickc worden: h rt ihm der Feldherrdurchsubordmir- te Personen/in der Landbotten Stube seine Activität und freyeStim- ^ me disputiren wollen; Wogegen der Herr Dombr-owsky vorgeschützt/ lsh weil ihn oberwehnte Ciration wider die Form desRechten insinuiret Ekis worden/ selbige ihn gar nichr schaden komm: Wodurch der Castellan so erhitzet wcrden/ baß er mitgewaffneter Harw/undinBegleitung tzch einer nicht geringen Anzahl Soldaten/dergleichen niemals vorhin er- „j.». höret worden) besagten Herrn Domdrowsky mitGewalt aus derLand M Botten Stuben vertreiben wollen/ deme aber der Herr Dombrows- ky freywillig gewichen/ und M höchster dEsttLtion, wegengehemm- ter freyen Stimme / davon gegangen/auch sich bis dato nicht wieder . ^ eingefunden; Worauf äeiibsrirt worden/ ob man ihn möchte zurück ruffen lasten oder nicht ? da dann etliche mitIa/und etliche mit Nein b.2' qestimmet. ^ - Diese haben ihre Negation damit behauptet/ daß durch sothane 7^- Revocation seine Activikät/als rechtmässigwürdebestäktigt werden. Hierüber ist ern langer Streit entstanden/ bis endlich noch ein anderer Gesandter aafgesianden/ ebenmaffigxroicttirt /und mit Z^pi-odirter des Herrn Domdrowsky ?rorsk3twn sich auch Zbtssiirt hat/ so daß Kd annoch zu nichts Kat können geschrittenwerdm. Wodurch dann die uneinigkrtk .'Hr so heilsame Rathschlage zu Verderb des Türckengehcmmet / und eine -ufd-n r.tztz so tapfere Nation / die Ruhm-preißlich bißhero das ihrige zu Stur- RerHs-Tag «es tzung des Türcken Hochmuts bevgetragen/ vonsernern resoluten Ent- Av! schlieffungen abgehalten wird.Dochwird hoffentlich derHimmel/wel« s cher so viel entzweyte Häupter bedecket/ auchdie Polnische Rach-Sru- Mi den vereinigen. Indessen aber diese erhitzte Gemriter/durchVertrag-Vorschläge ^ abkühlen/eilenwir nach denen Moscovischen Landern. DieAlliantz 7 ^. so diese Nation mit andern zu Verderb der Ottomannen Christ-ver« einten Häuptern gemacht/die sohochgethamVersprechen/derunzchl« ^ bare Hausten ihrer bevölkerten Armee/das frühe Aujbrechen gegen die Crimmrsche Tartarn/der erst« Grimm/so sie bey dem Anfall inge- ^ dachteS Land verspühren liessen/ machte Europa Hoffnung / bald die ^ Ausrottung der bemeldten Tartar-Horden zu vernehmen / und die .15) Moscovische Siegs-Fahnen an dem schwartzen Meer in denenTürcki« schenVesiungß fliegen zu seken;alletn dleNachfo!ge hat entdeckt/wie die Hoffnung nochinderBlütheersiickt/unddieSteg Knospennochfür ^ den ausbrechen abgefallen. ^ Famä und Mercurii/der Neuigkeit- berichtenden Geschwiestri'gt/ Zeitungen wurden niemals mit grösserer Aufmerksamkeit vernein- ^ Aaa is MLN 272 Rom. Rayst kl. kNa j und D ero hohen Alliirrm ^ men als wann der geringste Hai! von derM osto visslienArmreHschg u- M^co»i> te. Mein indcmdie andere Chrijilich-v/rernte in vollerSiegS-Erndte sch- Arm» und Eroberungs-Lese stunden/benachrichtigte die Moscaustche Lufft/ komme §n> ,yxe Armee unverrichteter Sachen wieder in den Ruck March ^ ^ Sachet gr-ff'N. Die Urtheil-Freybeit der Neuigkeit- liebenden stürtztt ver^ wieder nach schiedeneMeynungen hierüber aus/ bis endlich die wakreZeissFv'ge ^ iW Hach. welche die gewisse Lehrmeijierin aller Verrichtungen / auch himunm ved r dre kraffrigste Ursachen und Sieg-Verbindn'nüssen entdeckt: tzgÄ C-sackca Wie dasi nemlichdteCssacken die einige Ursilch/daß so wenig ausge- pud Ursach xichwt worden'indem sie dieArmee schändlich verleitsl/ und in die dürre W rauhe Wüsten gefükret/wo Menschen und Vieh verschmachten müs- M nicht«»-/, sen/ und also viel ! Ovo. Personen Nw!twi8ia auf dis Schlacht Banck Mj richtet. geovftert / u Id deßdachen NI an auch ihren Feld-Herrn Samuelow.tz/ M sobald die Armes aofderS >te gegen Smolensk» angclangt/ nun M Wisikomnr mitK t'en undBand-n bcstget/nach der Stolitz aesüh- hchil ret/ und allda dis K,--ut-Peusche (diese ist -'insehr grosser Rinne in «auf Milch gekocht/ damit dessen Streiche desto härter fallen/und verrichtet fW« dieExecutionderHencksr und Miranfdes sündigendLdiosienRücken/ «M den der Büttel beyD-n Armen indieHöhe zieht/und bey den Händen mchn hält / da dann der Richter / bey einen jeden Streich sein Skasi oder M bekenne ruffet)zuin Beichtiger fürgestellv. ^ - Mkannn Dieser bat aus ihn folgende Bekanntnüß erzwungen: vassereim «lilai »üß dcsGr- tzig und allein die Schadens Quell« gewesen / den die Moscovische Al- > deren fangenm NWS in vergang"nerCompagne erdultet/ indem er allemalen derovor- Ml Samurlw h^yende Desseincn dem Feind/und absonderlich dem Chan selbst/ver« Mg ^ ^ rächen/ mit dein er stetigst Brief gewechselt/ wodurch nicht allein alles MD Proviant/ so der Armee Ms Moscovim nachgesirndt / in di« feindliche Karg Hände verfallen/ sondern auch derselben / durch die Tartarische Par«' M tböven / welchen er Samuelowitz allen möglichsten Vorschubaethan/ hW grosser Schade ruacfügt worden. Ausweiche abgelegtteBekanlnuß deG fein Sohn ehmmässge Verehrung / nebst einig andern Obristen/ «m- Mi psangen: ^a er dann nichts zur Entschuldigung sc in er und seinesVad lers VerrZtberey deydringen können / als daß siezu dieser Untre« deß-' Me wegen qekommen/weil gar mit derer Unbewuff/m-t der Krou-Polen W einTractat undAksiantzgemachtssy/dasiedochbülig/aLsdieObr'W W unwr d-rArmee davon hatten wissen sollen; und legten also durch ihr die ^ Eigen-Bekäntnüß an tzag / daß Ebrgeitz sie auf das Glatt-W des Yeti Meineydsund anjetzounterdirHenckers-Hände gebracht niss Die ledige Cosacken Feldherrn-Stelle ersetzte man mit MawpK Mlcher/ bey'empfstngdieser Ehren-Charge / des veramstirken geM r«:'k -ßr? , «>.« P'- 7">- -/:r> :7'>r r?' Triumphfferrcdrenden Rriegs- HeUn s Drir r er Thei l ?/z> H?rrn Samueiow.tz Schatz/ bestehend in r voovoo. Mlchslhalern,n Spccis/und 600200. Ducaten/ und andern Gold-Srucken /emgelic- sert/und alle Lobwürdige Anstalten strack in den Anfang gemacht / in- FaeHrw»-' dem er alle Paffe wo! besetzen kaffen/damit die Horden nicht emsallen oder in Moskau streiffen möchten/sondern auch etliche von den besten Eo sacken gegen Erimmausgc schickt/den Chan daselbst emzufallen/ un.d das Land zu ruimren / und durch die Nachlese zu erwtedern/ was dieMoscoviterinderErndte versehen. Woraufdann aisobald seinen Befehl zuFolg/derberühmteWa- Cosarker? sila unö Affawale mit 10002. Cosacken durch Perewolock unter die Kadffepermenkische eschlösser loßgerückt/und mit Sengen undBld ' ' neustineAnkunfftverkündet. Dimitrasko / Obrister von Pesiaslaw gieng unter Hesinanau unweit Bialacierkieu/mit erlich iooo. Coja- cken/damit er denen Tartarn einfallen/ihren Streiften wehren / und' die alte Scharte auswetzen möchte. Eine andere Parthey befthlichte- er auf dis Budziacker lost zu aehen/ und weil diese in der letzen Ungarischen Campagne/ sehrgrosse Niederlag von den Türckischcn erlitten/' wodurch sie ziemlich dünne geworden / möchte es mit diesen Barbar»' noch endlich schlecht ablauffen/ wo anderst die Eosacken/dm/ ihnen vom Marepa ertheilten/ Befehl Nachkommen». Zumalen sie selben sehr wenig gewogen zu seyn/ daraus Verspü- ren lassen / daß sie ihn selbst ewiger Verrätherev beschuldigt/und beywirdgMn. denen Czaaren angeaeben/öaher er dann nach der Stolitz gesanglich gengwom/ gebracht worden. Mein seine gerechte Sache redete für ihn so/ daß er .. . nicht allein von Czaaren/ sondern auch noch von zweyen nachVaturvn En unb Abgeordneten von der Stolitz/wieder emgesetzk/und insernerFeldherrnrer FM- Ch arge confirmirt und bestätigt worden. Worauf sich Mar.pa HcrmChau verlauten laff/n/ daß er zu Bezeugung seines stets gegen den Czaaren se KMigt tragenden aufrichtigen Gemüts/so bald dieDnl'pw zugeftoren/dlsseirs desDm'epers mitseinergantzenArmee ubergehen/und daselbst bestehet bleiben wolle. ^ . Weil ihn aber nicht unbewust/daß Goidldie rechte Fesseln/ wo/ Schtechw mit er sich seiner untergebenen G'müker festiglich verbinden konnte uls Afstckion hatte er aufAapowsze an die Cosaken durch den alten Sulima/ ivoo «Wäqen mit Proviant/ und 40000. Ducaten übersandt/ welches quch FEr!». Vie Cosacken angenommen / und nichts metzrers gesagt: AIS: Wer hat Marepa zum Feld-Herrn gemacht ? Im übrigen aber nicht einmal für das Geschickte gedanckt;woraus danneine noch sehrgeringe Hnlv gegen ihren Feld-Herrn erblicket/indeme ihre Gemüterannoch mitdenentjetzten Samueiowitzverknupffet.. Aaa iff DM 474 Rom. Raystrl. Mas und Vers hohen Alliieren Mraffe des . Samuclo. hgK Urtheü/ so ihme auflcgte/ aufewlgin Siberien zu verr.:issrn)'unv alldg zu e.rwartem was ih» noch ferner die Gerechtigkeit des Moscovh schen Hoss/ so jetzt itt verwirken Stand/ zu erkennen würde. Vecwmttr Das VcrwlrruiigsrGewilteraber/ so sich bey diesen Hofausge« sogen / hatte nachfolgende Ursachen / die wir von etwas entfernten ' ' Gründen hersühren und den geneigten Leser die rechteWmheit derSa- che entdecken und adschiwern wollen. Als nach Absterben des letzten Czaaren Michoei Feder owitz / dessen beyde/wiewo! aus einer dopp/l-Eheerzeugte/hinterbliebeneSöhne/ Ivan und Peter/stch dcxRegimenls-Burde und Würde zugleich am gemaffl/ haben sie bishero dasselbe/ beyde zugleich/ vermittelst ihrerAn- hänge / so die Waagschale der Gleichheit gehalten/ verwaltet. Dem ältesten Printzen Ivan / dem die Natur den Verstand und Gesichtin etwas abgekkrtzek/ (welche beyde doch die Grund-Seuien des Regi- mentü seyn sollen)kamstine verschmißke SchwesterSophia zum besten/ und erwiese durch ihre klug-ersonnene Rancke und ZXalke/daß sie eben so Preiß-würdig als die Arabische Zenodia / Böhmische Velasca/ Sclavonische Teucv/ undGothische Amalasuntha/ ein Scepter führen könnte» Printz Peters Parthev musts alle Kräfften anwenden / einer so verschlagenen Gegnerin zu widerstehen/ und die zumFall ihres Princi- palen gelegte Stricke zu vernichkigen. Absonderlich aber hatte die- verBoiarm^ Regierungs- kündige PrinreffiN/dieses Politische Stucklein erson- Lochttroer- nen/ und Printz Ivan an einesdervornchmsten Bojaren Tochter ver- tzeuruher. ehligek/M hiedurch/mit Vermittelung dieses Bojaren/dessen Anse- PrmzIsan her, ist aller Augen sunckeite und jedes Gunst - Gewogenheit als ein Hercules an sich gezogen/ dieGroß-Fürstl.Regierung allein aufPrrntz allein ru de- Ivan und dessen Nachkommenschafft zu waltzen. kommen. Hierwider muste sich nun Printz Peter krasstigster Massen wlder- setzen / und diese ihm höchstgefahrliche Folgerung/so lieb ihn das Leben/ Gegen M>- Hintertreiben» Die sürnchmste Kneesen und beste Tbeile der Armee/ ^'Uns dee so siü) in seinen bey noch jungen Jahren reiflich äusserenden Verstand ms. ^ völlig geändert/die Princeffm Sophia von Staats und Raths/Ham dein getrieben/ Ivan in ein Kloster gebracht/ und Printz Peter als einen Russischen Monarchen auf den Thron erhoben; wann nicht me überliftige Princeffm die Geistlichkeit sich verbunden gemacht/welche mit Händen und Füssen darwider strebten /daß der älteste Printz wegen seiner.erstenGeburt nach allerReussenRecht nicht möge noch könne Tri umphleuchrenden^ttegs-HelmsDtikterTheil. des Rgunents entsetzt werden / sondern ihm daffelbige sein Lebtag/ wo nicht gantzlich/ doch zum wenigsten/ so Meers anjetzo besitzt/nebst seinen Bruder Printz Peter/ in Händen muffe geiaffen werden- Hie- Mit stimmten auch / die durch einen ziemlichen Schatz dar^u erkauffte/ verschiedene Armee-Häupter »M ein / und brachten also die streitende Partheyen in gleiche Wagschalen«' Deffen aber ohngeachket bleiben die neuen Machinationen noch immerübrigund verhindern/ daß die Moscovische Armee / in dem so Lob-ivürdigen Vorhaben/ der Verwü- ausüdeii können. Wir entweichen solang? bis beKreW^solutionen/uns an ständigere Anstallen zunrCrimmischenKnfall gemacht werden/ von diesen Reich sinverlei'ote Sisg-Land.AWer batte der Herr General Wacht- Glücklig Meister von Thüngen den Obrili-Lieukettantdes Holsteinifthen Regi-IP't'" ments/ Deren Truchseß von Wntzbausen »Nit 200. Pferden/ iQO.Tem^,^' tschen Fuß Völckern und 200: Wallachen / zwischen Hodaksch und V'eh / worunter 25. schöne- Wrd> nebst einigen gefa ngenen Turcken/ Nicht weniger glückselig war auch die SegedMische Guarnison .'Peterwaw.. dann als ein gewisser Capltain von derllngarischenMilitz daselbst vrinwad Nachricht erhalten / daß die Türckm das Schloß Peterwaradein ver-erobert, lassen hätten / ist erMif erhaltene Ordre von Hen Obrist Grafen von' FürsienbLrg/Eommendankenzu'OdachtenSegkdin/mikeinerMann- stbafft dahingegangen/und hat/ohne emtgen Widerstand/sich solches importanten Orts bemacl)t'gvt. Nachdem nun unterdessen ein Catana Iliach, unter einer Türckischen Lonvov/gefuhrt/ wieder zuruck gegen besagtes Griechisch-W hren wessen- ist gemeldter Ungarn scherCap'tain / als nunmehriger §omm-ndankzu Peter-Waradein/ ausg fallen / gedachten EmaNa Mustapha/nebst seinen Leuten über- FluchrftineRtttung gesucht. WomufdantaglichHeyduckenundHus- saren diesen eroberten Platz zu eilen und die vasige Guarnissn verstärkten; und dannenbero die Tü' cken inAllock in gresienFurchten setzen/ und ihnen das Ausstreiffen verbieten/undalso die Ünftrigefrey von Peterwaradein nach Walkowar/ und von dar wieder zurück gehen können. Es- Röm. Ra^ftrl. Maj. und detshdheN Allürrett «Beschreibung kc» Bchioss« Pcterwara Vein. Es ist aber dieses Peterwaradeiir/zu satem ketri v vai^j^^ nenner/ein Schloß oberhalb Griechisch-We'ffenburg an derDonau/ , auf einen sehr steilen Berg gelegen/an dessen WurtzelemFlEnswch ' chen die bey Eroberung Essegg und Walpo so glücklich fort stmffmde Dünni waldische Trouppm ausgeplündert) befindlich/ und das i-mlie- gends Geland eines von den alleranmutigsien. Lnno isrzchatder Eürcklsche Kayser Soiymann hier eine Mord-^eule seiner aus den Höllen-PfulgeschöpfftrnTvranney sehen lasten. Dann alschmwn Griechis.h-WsissenburAherauf/nicht die geringste Gegenwehr-Stemr in Weg geleget worden/ und alles sich unterdessen Wut-Iochgenei- gel / kam such Psterwaradein an diesen Reihen/ und v rmehrte durch Übergab die Unersättlichkeit dieses Erb- und Ertz-Tvramien. Die Gnade aber / so die darinnen liegende Pesatzung zu empfangen halt«/ war / daß er xov. Christen ließ die Ksxffe abschlagen/und solchezüm Zeichen seines/gegen diese unschuldige Schaft/ tragenden Haffes / aus Spieße stecken/und als Römische Trophea auftichten. Von den eroberten Peterwaradcm schreiten wir zu denbezwun- genenMsngatsch. Nachdem der Herr Genera! Caraffa/so wolall- Hier als in andern umliegenden Orten die Civilis und Militaria besser Massen eingerichtet: hat sich selbiger hieraufnachZattmsr begeben/ daselbst eben dergleichen fürzunehmen; woraufer gewillct ferner seine Reise nach Siebenbürgen fortzusetzen/ und die daselst jemehr und mehr zunehmende Mißhelligkeiten an ihren Wachsthum zu hindern/oder gar mit Klugheit auszurotten ; angemerckt daselbst ein wachsames Aug erfordert ward / indem nicht allein etliche näher an dieTürckische Bottmästigkeit grentzende Stände/sondern auch der bry dem Fürsten Apaffi angelangte Eürckische Cbiaus zu einigen Nachdenken ver- aniaßten. Türckischer BemeldterChiaus halte den Fürsten / nebst Überreichung einiger Chnu- Brieffe/ auch einen Cafftan/und sehr köstlichen mit Edelgestrinen ver- ätzten Säbel /samt andern Kleinodien / zugestellt/ und dessen Gemüt/ uut freundlichen Worten und Versprechen einiges Verstands/in der ^ ' Treue gegen die Ottomannische Pforten zu befestigen getrachtet; da dann nicht akein der Fürst / sondern auch dessen gantzer Hofund alle M imstri / besagten Ckiaus auf das hässlichste tractirt; doch Missest« m n: nicht/es werde dies r Fürst beständ'g aufChristlicherSeite nun« msbro verbleiben / und die Bündnüß mit diesen Erb und Ertz-F«md verspeyen: Wie dann die urwemeirre Kriegs-Erfahrenheit des Herrn General Caraffa/ alle hääGlädliche Anstalt gemacht/ damitd-esen Fürstentkum von den Räuberischen Einfällen der gierigen Türken- Hunde nichts zu befürchten» Höchst« !7 '-:>t .'<-"'! !> !>^r :D!/r 7 ^ -.- ^! 7 X cai^ v«^ xjL-' r^ > -L<^ Triumph- leuchten den Rr iegs/He l msDricrerThei l. 977 Höchst-gem -dl r Herr General hat de/.en in Ober-Hungarn Bürger zu entlassenen Einwohnern insonderh it aber denen Burgern in Deb- Dcbrz-n rezin/ durch ein öffentlich Edict anbcfehlen lass n/paß sie sich beyStraff^'"".'^ der OonülLirunZ ihrer Güter / wiederum nach ihren Wohn Hausern verfügen/unddciselbftdieWirrhschaffr n/wievorhin/fsrtsetzen soiten/ indem sein Schutz kräfftig genug seyn würde/ alle befürchtete Gewalt- thätigkeiten der einquartirtcn Soldaten und des Bossa von Groß- Waradein/(als welches sie zur Entschuldigung ihm Abwesenheit fürgebracht) von ihnen abzuwsnden. D-esisDebrezin ist einevornehmeOber-Hungarische Stadtzwi- Brs-Hret scheu Tokay und Groß-Wacadein gelegen/ von dannen man auflejch- k»ng der ten Wagen mit4.Rossen/soallhier sehr gebrauchlich/inkürtze kommen S^tDcL. kan. Es war t iese Stadt groß/ Volckreich/ in einer Ebne aelegen/ hat aber schlechte Häuser/wenigWasser/und daher viel Roß-Mühle^ . S>e trieb ehdessen feines Gewerb/ nach der Türckey/in Siebenbürgen/ Oesterreich und Polen/und halt noch einen Marckt. Sie gaben den Türckischen Kaysir und den Fürsten in Siebenbürgen Tribut. Nunmehr aberistesderNngarischenKronunddessenGlorwürdigenKönig/ durch sieghaffce Waffen zinßbar gemacht. Es hat hierherum eine lautere ebne Heyde/ daß man auf 12. in Schöne 16. Meil Wegs breit/keinen Weg noch Wald/auch gar seltenDörf W^d zu fer antrifft. Und ist Ließ die Gegend/ in welcher man so viel Viehes auferziehet/ das jährlich heraus gebracht/und gantz Tentschland und Venedig mit versehen wird. Dann diese Heyde sich gar hinab unter die RatzischeDörffer/ bey Griechisch Weissenburg/ erstrecket. Es weyden aber dre Heyducken solches Vieh/(so zu Winters-Zeit nicht viel unter Dächern gestellet wird / und den man Heu hin und wieder aufden Schnee streuet/ damit die Ochsen deme nacbwandern müssen/ und die Glieder erwärmen) desgleichen wurden auch chepen viel Go- stütt dieserOrrengehalten/und die iunge Roß hernach hinaus in das Hungarland getrieben und verkauffet/und muste/da es noch die Tür- tkische Fessel trug/von jeden Pferd-Haupt einenThaler geben; kamen sie dann aus Siebenbürgen / so musten sie selbigemFürsten auch einen Thaler geben. Es gerathen solche Pferde noch gemeiniglich in die dritte Hand Pf--v Han. ehe es die Deutschen kriegen. Dann der so dasselbe erziehet / verkaufftsdelzuvebre denen Ochstn-Hän'lern/ welcheesbisaufdie Rabe ederNeuhäußler-i'"' Heyde treiben; oaseibst kauffens die Oderländische/als die R aber/ Altenbürger/ Preßburger und Tyrnauer undWar b.rger treibenS erst vollends nach Wien und Auspitz/ und verkauffens La denen Teut- Bbb scheu ?7S >R Zm. Rayssrl. Mas. undDers hohen Alliieren sehen s^chsenhandlern und Metzgern. Aus obgedachker HeydeTH von Holtz wenig/daher man an rheiiS Orten die Back-Oefen mir Ge- röhre heitzet/ und die Speisen mit harten Vieh Koth kochet / und das Hottz zu Erbauung der Hauser/ an etlichen Orten in r o. bis r z. Mxjj Wegs führet. Und wird dieser Orten wunder-schön groß Prod geb achen/ wie dann vor diesen um diese Rester/ der Kern des besteuLan- desin Hangarn gewesen/ so aber setzt mehrentheils verwüstet/ und die Bitterkeit des Krieges gekostet. Kriegs. Ao 1564. Überfiel Melchior Balaffi ohttversehens diese Stadt, Deränve- ss damals dem König Johanni zugehörig / eroberte und brandte si« »ung ver Heynaheaus/undmachtealles/ was er darinnen anttaf/nieder. Als SrastZM- H^A folgende isSs.Jahr, Lazarus L>chwendi sähe und vermerckte/ daß dieser Ort / da bisweiten die Türken ihren Aufenthalt hatten/ grosse Ungelegenheit ihm bringen möchte/hat er dasselbe alsobaldgeplündert und verbrennet / und den Raub / so er da bekommen/gen Tokay/ allda in der Kirchen auszubehalten/ geschickt. Ao. 1640. find bry7Qo. Hauser allda/durch vvn Mordbrennern eingelegtes Feuer/ km Rauch ausgegangen / und dadurch Debrezin in elenden Stand gefttzet worden. Aber genug von Debrezin/ wir gehen von hier wie, der rnch der Kayserl. Wohm und Thron-Stadt Wien. Meuerkvettk Hieselbst hakten die Krönvngs Festivitäten/ obschon man Pres- tn ÄZicn zu bürg verlassen, d annoch keine Endschafft erreichet/ und ersetzte ein schö- (hr«»des nes Feuerwerck in Wien/dessen Abgang in Presburg. Der Verftr- ungaiifchM ^ffen/ wgr Jhro Chur-Fürstl. Durchs, in Bayern ober Stuck- Hauptmann Burckhard/ welcher zu Ehren des unlängst gekrönten Preiß Königs/ es aufsolgendeArt angerichtet. Die Kunst desFeuer- würckenden Vulcanshattebeyderfeitseinen ziemlichen Platz perspektivisch mit allerhand verwunderlichen Fürstellungen bereichert / und zu dessen End-Seulen/ die ehmalenvonCaroloden V.millöbkichenGe- dächtnüß erkiesieHerculischeSeulen/nebst seinem gewöhnlichenDenck- spruch/klus ultra, gesitzet/vsrbitdend/daß gleichwie durch diesen reut- fch.m Hannrba! / das Scepter in den Händen des Gtorwmdm-en Stamm Hauses Oesterreich erblich gefolgt; also auch dieser Gluck- Denckspruch kl.U8 UL'kK/l Dapfre Srreirek Immer weieer . „ aufsie geerbet/ und mmmehro klärlich fich geanssert/da Ser beste Eben Ungarns/ den die RaiibKlauenMahomeks ehmalnentriffen/wieder ' ' ^ Wbe- dacht KimM Triump h leuchreudeu Rrietz» Hel ms DritterTheil. dacht/ wie man dey künfftigesJahrs erwünschter Kriegs Erndte/noch mehrere Städte und Vestungs Aehren einsammlry/ und damit die ge, setzte Gräntzen stetigst verweitern möchte. In der Mitte der Herkulischen Seulen zeigte sich die O csterrch chische Mrsea im Harnisch/mit einem von Sternen schimmerenden Unter-Kleid. Die rechte Hand prangte mit dem Denckspruch des neue« Ruhm-Königs Joseph» -^nvre 8c Höre (welches zuteutschsoviet als; Durch Liebes-Blicke Und Fürchtens GrrLcke Herrscht mein Geschicke.) Welche ln eineWaag gelegt/ über derenZünglem emSHwerbt mit ei, nem umwundenenLorbeer-Zweig zu sehen. In der linckenHand hielte sie das Ungarische König!. Wappen. Auf der Brust glantzte eia brennendes Hertz/ Pie brünstige Liebe der Unterthaney damit anzudeu, ten. Sie war auf einen Schild gestellt/ indem noch bisher dieses Preiß-edelste Oesterreichische Hauß mit Helden-Waffe« gegen des Erb- und Ertz,Feind Christlichen Namens versehen. Unter ihren Füssen war au idem Schild der nsblichte Türcken,Mond befindlich/dem jedweder Christlich-gesinnter ehistens die völlige Verfinsterung an, wünschet. An den Schild waren Türcken angestsselt / als dis bißherige Sieg-Beuten/mW Rach-Opffer ihres Krieg-Einfalls/womit sie die- sesFried-liebendeRuhm-Haus beunruhiget; welche bey Entzündung dieses geprießnen Feuerwercks Rauch und Dampff/endlich alle Flammen aushauchten. Den Eingang des gantzen Wercks besserten 6. Standarten/über welcher jedweden ein Buchstab des Preiß-edka Josephs Nahmen Lust-siralte. Zwischen diesen stunden vier Blumen, Scherben mit v.j.K.«. oder Viv^ r^Lx «udt- Freud-flammend. Rund umher brandten eine ungemeine Menge anders Freuden-Feuer/ zwischen welchen die Racqueten / nebst denen Schwerinern/ mit unzehlichen Haussen aufloderten. Was j mal'n bey dieser Kunst ein menschlicher.Fleiß ausgedacht und ersonnen/ war hiebey alles/ als in einem kartzenBegriff/zu seh n; und würde ich mehrers dessen Pracht verdunckeln wann ich mit meiner geringen Feder weitläufftiger dieses R'ahm-Werck zu enrwerffm fortfahrsn wollte. Die Stücke Sirenen thönten aus ihren Metallinen Halß oasAbschteds-Liedgn/unhfettigLen die hierob ausserff vergnügte Zuschauer nach Hauß gb/ mit welchen wir auch von diesen Feuerrverck entweichen. B bb »t Ss Röm. Raffer?. Maj.und Vers hohen Murren 982 _ S» bald daö Zeitung- begierige Teutschland von dichHö- nnngs-Vollendung benachrichtiget/ ermangelte es nicht an d^züngten Federn/und Geistchegüterten Gemütern / welche diese gewünschte Krönung verewigkeiteten. Ich füge hier die Gedancken e-nes bey dieser Freuden-Zsit ausdemParnassoentschlaffenenKunst-Dichtersein/ die leicht des Elfinders Geist bemercken können. * * * KeX noVe ?annor»lL , Lseüir lolcplie , pzrcntls 8ero8aI^Vtcrl8 noVilncsIsc^VelDlV. * * * Vt^ioprt3, rezna offcrtlVrL OcLsNbrlr 1c-se^>ks 3c zentl I-VX bonr, nona xl». X- ^ -X Llntproprlki VtreZna l^VnZZrlse l.VXnon3l)e - 'L^' Triumph - l euchren de n Rriegs-Helms Drirrer Theil. z 8! pern. Uber seinem Haupt schweben zwey Genii / als Schutz Geister des Gesalbten des Herrn/ die alte Plag von summ Haupt zu jagen beschlicht. Der zu der rechten Seiten zeiget in seiner rechten Hand einen Seepter/ deme die Königliche nebst der Kayftr Krön anhängig/ in der linkten aber dieUmschrifft/so aus dem r.BuchMoys. am 49. Capü tel entlehnet: Die SegeU kommen aufdas Haupt Iosiphs. Der zur lincken schwebende Genius halt in der rechten Handjetztge- meldte Umschrifft/ in der linkten aber eine Tournier-Lantze/woran vm fchiedene Lorbeer-Kräntze / aisZeichen der steghafften Entnehmung so vieler Ungarischen Vestungen auöden Rauber-Klauen des Türckcn. Die andere Seite diesesGedächtnuß-'Pfennings/enkdeckek Unftrn Ruhm-würdigsten ErdemGott in seinem Kayftrl.Ornakin der rechten die Krone haltend / und solche dem für ihn stehenden Ascanio/als Abriß der Vatterlichen Tugenden / der injder einen Hand mit dem Reichs-Apftel/ in der andern mit einer Lantzen bewaffnet/ertheilend. Die umliegende Landschafft entwirfft das höchst-glückselige Hungarn/ welches die bißherige Gottes-Gnade/ bis weit UnterOftn denen Christlichen Waffen wieder eingeliefert; unten her sind diese Zeilen leßlich r solepliVs krlNVs ln Inicrlvrt gtgVe svperiorl ttVnZsrla XcX, k! V s ^VZVÜV8 ^rLMOUX ^Ulirlse. Oben auf; OO )08L?^O x^ki'Lki PVLi OL NO8H8 M QL^OlÖ. 6cn48. Die Runde bezierte r OäLO )08L?tt0 Li" 8LMX'i LM M?O8 8L88!0>IL^ 8L^l?HLL^M. 6cnes.48» ^ . Nebst dieser jetzt- beschriebenen auflerte sich auch eine andere/ so an Grösse der vorigen ungleich. Ausder einen Seite ist das Brust- Bili) des jungen Helden-Königs/ mit der Umschrifft: Joseph der erste König in Hnngarn. Auf der andern die Hungarische Kroy nebst dem jetzigen Wavven? welches Papst Sylvester mit dcmgckromen Adler Attila/des Welt- berüchtiaten HungarmTvrannens / verwechselt / und nebst der Heil. Krön Stephans dem ersten Christlichen Ungarn König cingelieftrt. Die Umschrifftden9.Decembr.r687.in Ptesdurg a krönet. Rund um die Aufscbr'fft der bey der Krönung ausgeworffenen Gedachlliuß- Müntz: ^morsLe Pimore« Del Bbb iii 88» Roiri.R avserl L Nas. und der- h ohen A UL irren Der dritte Krönungs-Pfenning ijt Oval, aufdrffm rechterGei- le nochmalen das Königl.Brust Bild/dessenHaupr eme ausderUZol- cken langende Hand / mit der Ungarischen Kwn belehnet/ mir Umschrifft: s088?»v8 der erste Köllig inHungarn. !V1. OS. LZLXXVH. Auf der Gegen-Seite siebet an den Ufern der Donau und der DramFluffeS ein Granat-Apffel Baum/ so über und über mit Früchten schwanger / und an seinen Aesten die Ungarische Krön nebst den Wappen hangen hat. Die Baum-Rinde aberpranget mitdemNa, men Josephs. Das umliegende Feld/worinnendieser Granat-Baum gewmtzclt/ entdecket nebft der Donau und Drau die anliegendeStäd, te Wien / Presbmg, Ofen/ Essegg. Die Schrifft so dielen Prangt- Baum MLingelt ist; Joseph wird wachsen wie an einer Oueye. im i. D. tlIsysi pap. 49 . Der ausserlrche Rand-Kreiß entdeckt d iese Zeilen r ^ UÜM Ils XwnäLtur "V^^iverkum. "Uer Kehren ^st ^-^esierreich ^ oll. Der vierdte Schau Pfenning/ welchen dieseKrönunggezeuget/ ümschrsffk: sol'cpku 8 1.0.0. OunZsrlL Kex -Vrctii-Oux ^uärise Soronstus 1687.6. A.Oecembr. Und die Unterschrift ags deal »s. Psalrm Vomine 8 s!vum kac KeZcm- ZuTeutsch: 1 Herr Gocc Herrscher bestes Theil Reiche unserm König Heil. Auf der andern Seiten Amnut-blinÄ'en drey Seulen/ davon Pie mittlere am höchsten / und mit der Kayserl. Krön gezieret/in der Mitte aber den Kayserl. Adler/ als ein Zeichen desRömisch-Teutschen Kaysepsthums zeigend. Die beete nebenstehende hegen ausihrem Ca- Pitt!! die Ungarische und Böhmische Krön/und in der Milte beM Königreich Wappen mit der Aufschrift: kublnäs tzequsntur. Mir Folge her Zerr Hreyn diese bereit. , !L'. Kill» h'n» «Äk i< »>>' >»p Ttiumph le uc htenden Rriegs-Helm s Dritter Theil. g K z Auf den äufferlichen Rand ist folgend- zu lesen: sose^bus krimuZ kt.ex rraäitZ8Eepwa proziaAit« Das ScepLet in Ibseps Hand Soll werden Sieg- und Erh-dekaNnt. Der sünffce Sc!)N"'MumnZ/ jtrllei die vier Jahr-Zeitenfür; auf der einen Seiten ist Frühling und Winter/deren jedweder mit ei/ mm Strauß und akürhand zusammen gewickelten Blumen/ sichzu er- kenncn gidt; dieser aberin Ungarischer Beitz-KleidungaUsden Hane dendieKron aufden Küsten ruhend trägt mit der llmschrifft: Dir Hoffnung zum Siegen Das gröjie Vergnügen. D'eanvece Seite entdeckt den Sommer und Herbst. Davon jener mit einem ähknenKrantz und Hände ss mir Achten bereichert erkenntlich/dieser aber mitWeMbeek-Laub belaubet/ seineHZerwandschaffe vom Baccho herleitet. Beyde sind mit Kräntz-Aushängen an einaüf- gerichtetes Lreutz beschäffigt/ welche inwendig mit dem Namen der eroberten Platze / alsWalpo/ PeteuWaradeir,/ Sicklss/Butschm/ Essegg/ beschäfftigt/ die Auf- und Umschkiffust r Die Früchte vsn Rriegett. Der auswendige Rand begreifst dieses Lhksnölögicum. Kr ihoteZtsoiepkVs OtVIila sl-stla ln lgVnzrirlL Loron-iiVs. Indem aber alles Lust jauchtzte/und wegen LollendetcrKrönUng Kosö«s befreudigt war / ließ sich ein Kiag-Gelhöne hören/soJhro Kayserk. Grafen Grasest, das Absterdrn eines treu berichtigten Bedienten angekändet/ Rabatt«?» und war selbiges Graf Rabatta/so mit höchsten Ruhm und unsterblich b. rühmten Fleiß / in denen zurück geffqten dreyeN Feld Zügen/ durch Erhaltung dekArmee/seinerCharge fürgestanden/und dadurch bey sem.m jetzigen Absterben / bey Zhro Röm. Kayserl. Majest. ein ienbbke8Bedaurm/ und bey allen hoben und MedernKriegs-Offici- ren ein schmcrtzlichesBeklagen erreget. Dannenheko auchIhroKav- seiI.Maj.stiNLN einigchinderlaffencn Sohn alle Renten UndCmkunff- ten/ so derselbe Mgenseiner vbgehabfLn?unÄloneu emjttnehmen gehabt/durch ein gantzes Jahr zugeMeffen angeschaffet/ und sich nach geschehener Remonflrirüng der Anverwandten /dahin gnädigst resol- virt/ den in Kayferl.Dienfien esnkractiktenSchulden-Lastzu enssl- Dicstn Äerlust eines so tkeuenDiener-Kkeinobs ersetzte ln etwas Wieder die Zeitungs Nachricht/so Siebenbürgen eingehändigt / und in Nachfolge bestanden: daß nachdem / öffttts-erkmlbttt Herr Ge/ Mal ? 84 Röm. Rayserl. Mas, und dekohohen Alliirre n General neräl-Uäraffa die Reise nach Siebenbürgen eiligit angrttetttmdäs CaraffE ay den Grantzen selbiges Fursienthum gelegene und mit Türckenbe- vb-ttK»- setzte Schloß Kövax oderLovarium aufgefordert/welches sich nach et- sichen Stunden / auch der Kayserl. Gewalt unt rworffm/ und die Schlüsseln in Ruhm-gedachten Generals Hände gelegt. Worauf man die Besatzung nach Groß-Waradein begleitet/ und das Schloß/ welches ihr die Natur selbst zu befestigen angelegen sey lassen / mit Kutscher Guarnjson yerstarckt- Durch welchen vortheilhafftm Erebe- rungs Sieg ein freyer und ungehinderter Paß in und aus Sieben« bürgen eröffnet worden. Btschrei. Anlangend aber dieses Kovar Covarium oder Cuvarium/ ist sol, bung der ches ein doppeltes Schloß auf einen hohen Bern bei) dem Fluß Lapasso in der Prpvintz Crasna/so gn Siebenbürgen flösset/undzu hinderst im Gebürge gelegen/und auf alte M und Manier erbauet. Im Jahr i s6sr hat Fürst Johann Sigmund in Siebenbürgen solchen Ort vergebsich zu belagern gesucht. Aber Ao. 1567. nachdem die darinnen liegenden Kayserlichen / so sich erstlich wol gehalten/schlechte Wache angestelltt/ hqter solche Vestung am i z.^agder Belagerung eingenommen- Da es dann fange Zeit in SiebenburgischenHandenge, blieben/ und Fürst Sigmund Bgthoxj in Siebenbürgen seine/mit anmutigen Sitten undsonderbarenKeusch- und Schönheit begabte/ Gemahlin / eine geborne Ertz-Hertzogin vpn Oesterreich / ohnallihr Verschulden dahin verschickt. »rkae-b;-. Da aber im Jahx :66o. von demLand-Tag so FürstKemett» schichten versammelt/Herr Pansi Dines zu der Römisch Kayserlichen Mastst. v-nKbvar. dieselbe um Hülff und Schuß / gegen den einsallenden und Fürsten BartschaibeschüßendcnAliBaff§/»uersuchen/ abgefertigt; welcher zurück berichtet/ daß Ihr» Mas. dem LandHülffversprochen hatte/mit diesem B edirrg / daß man in Szekehid und Kovar/ wie auch Jlia/M bald Kavstrl.Besgtzung einnehmen sollte; welches die Stande ohne Widersprechen bewilligten/und wurde jnSstkehydundKövar also- bald Kays rliche Besatzung eingenommen. Unweit von diesem Kovar ist nachmals Fürst Bartsch«,/ aufFürsi Kemeny Befehl/ aus derVe- fiung Görgenu entsühret/und mit Vorwendung/daß er solte aufKo-- var geführek werden/ unterwegens niedergemacht worden/da ihn dann in dem DorffRepes dieBauern schlechtM und ärmlich bestattet.End- lich aber ist dieses Schloß wieder in Siebenbürgisiche Hände und von daraus in die Türckisch-'Raub-Klauen gediehen/ woraus sie nunmche so höchst-gemeldter Herr General Caraffa entrissen. Nebst «tllllt LW täißk l!>M Isla« eA< «»? W>» V' E Trilkmph leuchtenden Kriegs -Helms Dritter Weil, z? s Nebst dieser Eroberung Kövar/ war auch noch ein Preißwürds- Gmeral ger Streich der Siebenbürgischen Nachricht einverleibt/ wie daß n.m, H^ßlcr iich Herr General Häußler (nach emgczogener Kundschaft/daß der Teckely mir ohngcfehr zovo. Mann/ zuMoß und Fuß/ bey Groß-MF«^ Waradein in steter Ungewißheit herum schwermr/ unddieKayseri. Soldaten in ihrenQuartieren belästige/ja die Kayserl. Lomimä mit scharffer Anforderung der Contribution beschwere) sich in aller Stille/ mit seinem unterhabenden Corpo von Debrezin ausgemacht/ und über die zugeftorne Flusse/welche ihn statt einer Brücke gedienct/fortae- gangen/ und dieses Ertz-Rebellen feindliches Lager bey Telsgk u> plötzlich angefallen. Da dann gleich bey dem ersten Angriff der Teckelische Obriste über die Infanterie/nebst iz. andern fürnehmen Officieren und 250. gemeinen Soldaten zu gefangenen worden. 620. sielen vor der Faust ihres Mut-bereicherten Gegentheils/ n. Fähnlein samt der gantzm Bagage/nebstz rg. Pferden und einer grossen menge Proviant und Fourage/ ingleichen alles was sonsten in d m Lager geivefen / ward als eine rühmlich.-eroberte Beute davon geführt. Der Teckely weicher vielleicht durch heimliche Kundschafft diesen Anmarsch derKaysersi, chen erfahren/hatte sich mit etlichen Compagnien/eine Stund vor, hero unter die Stuck zu Groß-Warademsalvirt. Dien, feindliche Fahnen / wurden hiemit Jhro Kayserlichen Mas. als ein gewiesseS Kenn-Zeichen der glücklichen Vlctorie überliefert. Das rmrckwür- digste bey diesen Sieg ist dieses/daß aufKayserlicher Seiten kein einis -er Mann geblieben / da hingegen des Teckely Hochmut gebrochen/ dessen Kriegs-Macht gelähmrt / und die Quartier der Kayserlichen Soldatesque beruhigt worden. Diese zwo neue Zeitungen besreudigten ungemein den Kayserl. Graf Z.t' Hof/ welcher den jungen Herrn Grafen von Collobrst/als Kayserl. >»brat geht Extravrdinair Envoye/ nach den Königlichen SpanischenHos auszm aa d«n demselbigen König!. Gouverns abzustatten/ nicht weniger auchden jetzigen Zustand / und bsydieftn währenden Krieg erfolgte Ertenston derFrontieren des Königreichs Hungarn/beyzubringen. Wir reisen mit diesen nach Spanien destinirtcn Euvoye/ wiewo! in ungleiche Oer^ rer / von Wien ab/ indem unser Kiel gewiüet/ die in Morea inMnttre Ruh stehende Venetignische Waffen zu begrüßen. Cce Ls Sersskier kvird aus Boeskien verjagt. Vorstadt zu Lhed-erobern die Nenektaner. Beschreitung der Stadt The« «-es. Erbauer rer Stadt Thebe. ,86 Röm Ra-sstr!. Mm unddershry cnMurren ' Es Hanen die diesen Sommer und Hnbststchsoc/pfermütigst erwiesene Soldaten / ihre Winker-Lager bis nacherAchen/dem eh- malPreiß-berühmtenOrt/auSgesteckt/wiewo! ihreRuhe sehr unruhig/ indem der Seraskier mit seinen flüchtigen Anhang benEinfall hierund dar drohete/ bis endlich thsils der Hanoverischen Volrker sich müden Griechen vereinigt ein ziemlichs Corpo ausgemacht; und dem ent« hechten Seraskier gezwungen/ sich in die Bulgarey zu salviren/ indem ihn die Furcht/ einstens nach den Ottomannischen Hof cikirt/ und daselbst äeco'Ui-r zu werden / gezwungen/ da dann auch seine unter dm Sieben Thum und Lhsr der StsdkThe he. Thebe bemächtigt/und dadurch zu Land Negroponte gantz die Paffg- ge versperret haben. Diese Stadl tzhebe war vorzeiten die Haupt-Stadt in Boes- tien/ und haben sich dero Einwohner niemal berühmt gemacht/als nur indem wider die Lac-dämomer/unter dem tapferstenGriechischen Helden LpAimnonöu,geführtem Kriege: WeßwegcnJustinus sagt/daß der Ruhm dieser Völcker mit dem Lpammonäs gebohren und gestorben fe». Cadmus/des Agenors Sohn/ ward vor dem ersten Stiffter dies.rStadtgehalten/alserieine vonJove entführte Schwester Em ropam umsonst gesucht / und nicht vor dem Vatter kommen dorffte. Folgends hat sie Amphion/ König von Thebe/ mit Mauren umgeben/ und brachte es durch seine Beredsamkeit dahin/daß die aufdem Feld und in denen Felsen wohnende Völrker/sich in der Stadt niederliessen; Weßwegen die Poeten gedichtet/Amphion hatte die Mauren zu Tbe« be/ durch den Klang seiner Lever aufgebauet/ welcher Leyer die Steine folgen mustsn/und setzte sich jeder selbst an seinen gehörigen Ort. Diese Einwohner sollen nachmaien sieben Tbürne und sieben Thore erbauet haben/ daher ThebeHepkapolis benamset worden,' und erzehlet Hyginus/daß Amphion sie nach denNamen seiner siebenTöch- terThemn / Eleodoxen/Astvnomen/Asiycrakiam/Ebyam/OgvZiam und Chlorin benennet. Nachdem aber das Antwpi'sche Geschlecht abgestorben/ kam das Reich an Lmum/einen Sohn Labdai/als rechtmassigen Erben/ welcher durch Verehligung mit Jocasta des Menoeci Tochter Oedipum erzeuget/den er (indem ihn das Oraculum den durch diesen Sohn bevorstehenden Tod angedeutet) aus die Strassen zue Beute der yerwlldeten Tbisre legen lassen. Allein das Geschick frisitte Tn das Leben / und bekraffngte des Oracnli Ausspruch/indem er seinen Vatker ohnvsrsshens aufdemMegerwürgt. Nachdem eraber des Sphyngis bssanntts Rätzel aufgelöst / fiel ihn das ThebamM Tri umph l euchtenden Rriegs-HelmsDritterTheck . z 87 Reich/ als einem sehr klugen König/mil s»mt des Lay Wittwe / als seiner eignenMutter/zu/ mit der er zwey Kinder/ nahmendlich Etheoclem und Polyni'cen/erzeuget. Endlich aber entdeckte die Folge der Zeit diesenBetrug/und brach- 1edurch Vmweifflung Jocastam an den Strick/Oedipum aber we- gen begangener Blut-Schuld um seine Augen / und aus Thebe hinaus. Da dann die Söhne das Reich mit diesem Beding gecheilet / daß jeder ein Jahr um das andere regieren sollte. AlleinEtheoclem verleckerte die SWgkeit der Regierung/ und wegerte sich das folgende Jahr bedingter Massen dis Regierung akzm retten/ daher dann Polynices nachArgos/zuAdrasto/scineZufluchtnahm/dessn Tochter Argiam ehlichte/ eben zu derZeil als TvdeusOens! Sohn zuAcgos flüchtig ankame und Adrasti andere Tochter Deiph'.lcm sich ehlich vermahlen ließ. Adrasius so demPolynici alle möglichste Hülffe zu müder Eroberung seines Reichs versprochen/vermeynte erstlich den Bruder durch Gesandschafft zu begütigen/daher er dann Tvdeumabgefertlgt; da er aber gantz keine Billigkeit bcy Etheocle sähe / auch hinterlistiger Weiß von ihn überfallen ward/ indem ihn 50. Männer bey seiner Ruck-Reiß aufpaseten/bieer alle jedoch ritterlich erlegte/als ermangelte er nicht bey seiner AnkunfftzuArgoszudenKriegbepzurathen. Es wurden in diesen Krieg die tapffermütigücn Helden Capaneus/Hip- pomedon/undParthenopius/ nebst den Wahrsager Amphiarao mit emgefiochten. Zogen also sieben Helden mit grossen Haussen wider SchtaHr die Tbebaner aus; als aber Tydeus/ Hippomedsn und Partheno--zwischen pius/nachdem sie zuvor ungemeine Proben ihrer Tapfferkeit abgelegt/ verheb«, inder Schlacht geblieben / Capaneus aber/als er dicLeitern ergriffen/ ""»E und die Mauren zu stürmen gewillet/ vom Donnererschlagen/Am-^ ^ phiarausnsch darzu/mit samt seinen Wagen/ mitten in der Schlacht von der Erden verschlungen/ und letzlichEcheocles und Polynices in ihren Blut gestrecket lagen/ kam Adrastus allein mit Mich wenigen der meinen nach Argos. ^ .. Von hieraus verlangte er von den ThebanerndreCörpek ferner entleibten Helden / allein Ereon/der Thebanischs Tyrann / versagte ihm solche/ welches Adrastum bewog seine Zuflucht zu Tbeseo zu neh- nehmen/ der nach Erwürgung Creontis/ alle auf das ehrlichste zur Erden bestattet. Die Söhne der Erschlagenen/ so gemeiniglich Epi- goni genennet worden / da sie zu ihren männlichen Jahren gelanget/ wollten ihrerVatter-Tod andenenThebanern nicht ungerochen lassen/ sondern rüsteten sich wider die Thrbaner zumStreit/als nemlichAegia- Cccss leus §88 Röm. Rayserl. LNaj. und Dero hohen Alliieren keuS/ ein Sohn Adrast,/ Diomcdes Tvdci/TerianderPolynicHUz^ tte/Sth>nelus Capanei/ Promachus P.irchenopäi / Alcmävn und Amphiwchus Amphiarai Sohne/ von weichen allen sie / nach eathen des Lraculi/AIcmäon zum Heerführer ihrer TrvUMn r^ wählten. Die Thebaner zogen ihnen unterAnführungLaomedontisEtheo^ elis Sohn entgegen/ da Laomedon mit eignerHand Aegialeumerleat. Len ad.kMmaondurchLaomedomie Ermordung gerochen/ und da! durch die Tdebamr geflucht t/die auf Beyrahtung des Wahrsagers Tiresia/ihre Weiberund Kinder mit sich aus der Stadt n ahmemund UfMer selbige verlieffen. Die Argver bemächtigten sich der verlassenenSkadt übe.wravetr und lieferten sieT r> mdro ein/demnachmals seinSohnTifamenusin »irThrba. der Regierung gefolget. Diesen wird in der Herrschafft ebenmäßig sein Sohn Avresion fubslituirt/ der/demAus!'pruch desOraculi zuFol- ge / sich zu denen Doriensern begeben. Nach dessen Abschied ward Damasichlhus Opheltse Soyn und Penelei Enckei erwehlt / dem sein Sohn Ptoiom-aus/ und diesen Acmrhuö gefolgt / welchen letzter» An- dropompus in einemzweyKampfhinderlisilgerWeißerlegt; dadann Lenen Thebanern es besser gedeucht/ ihre Regierungs Arun das Mo- Lll einer Rcpabligue zu verändern/ worausdann das Königreichseine Endschafft erreichet. Na bmaln wurden die Tkebaner denen Orcbomenien zinsbar; Sann als dis Tbebaner Ciymenen erwürgt/ sind sie von Ergineo/ des- xhekrwiev senSohn/mit Krieg heimgesacht/und Überwunden worden. Endlich ,o>,Al«xaw Hut Alexander Magnus Theben bezwungen/ zerstört/ und die Burger der M. z-ki als leibeigne verkaufft / worunter er doch des Stammen des Poeten Pindari gefchone t. Doch richtete sie das Haupt wieder unter Cckffam dro dem Sohn des Antipaters Lo.Jahr nach ihrer Zerstörung empor/ den hierzu mehrers der Haß gegenAlexanöern/als vieHuld gegen Sie Tdebaner/ bewogen. In demMithridatischen Krieg siel sie von Len Römern ab / beugte sich aber bald wieder unter ihr Joch/deffen aber ohngeachtet gieng Svsta nicht gar leutfeelig mit ihnen um/son- Lern entnahm ihnen den besten Theil ihres Landes; und obschon end- sich die Römer sich wieder über sie erbarmt/und das entrissene ihnen wi der zugest llt/ kam doch dis Stadt m fchreMichs Äbnehmm/sö daß nach Pausamci Zeugnüß diegantzeUnterstadt/denen Tempeln ausgenommen/ verlassen war / und nur die Ober-Stadt/ sonst Cadmaa benamset/ bewohnt/ und unter dem Namen Tbebe bekannt. Es liegt aber die heutige Stadt Tbebe auf einer Höhe/welche Hngchhr E Meil imUmkreiß hat. Wann inan daselbii anlanget/ kcmmr Trr'tt Mptz - lettchkettve tt RkieZchHeltttsDkLkketLhei l. Z 8 9 kommt man über einen kleinen Bach/welcher längst dek Mauer her-. OckgcSl Musst; und mag solches der KußZsmenas seyn dm andere'mit best fern Fug eine Brun- quelle nennen. In der Stadt siüd zwo Mösa ^ queen und viel Griechische Kirchen/deren die Vorn ehMstePanagia Lhrvsophoriza ist/ woran nichts besonders/als etliche demPstaster und der Mauren einverleMe Stücke von Inscripkionen. Es möchten etwan z. bis 4000. Seelen in der Stadt sevn/worunkerd>eVorstädte auch begriffen, deren die schönstedesHeN. Theodor! (welches eben die jenige/ deren sich die Venetiünische Waffen obbemeidker Massen btt mächkigO-st/allwo es eine überaus f, ine Wasser-Duelle hat / die von einer aufdem Weg nach Athen stehenden Cistern kommt / welche wol die jenige seyn mag/ so von den alten Dittr genannt worden/ und in den Jsmenam lief. Absonderlich ist zu Thebe der Ort woraus man die Materiezu E-dszuffsr- den Tabacks-Pserffen nimmt / besehenö/wertb. Die da tzermeynen w-niuc- vcr daß ein und anderer Olk/ überden gewöhnlich/n/dergleichen Makeri habe/kauffen den Grund von Waywoda/ lass n 15. oder 20. Schuhe tiefin die Erde/ und weit wie ein aemeinekBrUnn/graben. Es dann läffr män Leute am Seil hinab/die eine gar Misse Hieselbst befindliche Erde heraufbringen / welche so weich wie Wüchö/dteMan entweder gleich an derStelle oder in denen Laden/m/k cinem Messer durch arbeitet/so dannwird sie mit gewissen Eisenformirk/ünd werden daraus die Tobacks-Pseissen-Knöpffe gemacht/weil man gewisse hölßerne Röhren daran steckt. Diese alss formikte Erde wird an derLufft trocken / und darff man sie nicht brennen/ ja sie wird mit der Zeit Steinhart. Von den geringsten wird jedes Stück vor fünO die schönsten aber für 9. und tv. Asperl verkaufft. In selbiger Gegend hüt es auch eine Vorstadt öder Dorff/ Sargres so deswegen Tabakides genannt ist/gllwo ein MarmelsteinetnesGrab Heil. Luc» , befindlich / welches / ihren Vergeben Nach/ des Sl.Lutä in einem ihm gewiedmeten Kirchlein ftyn soll. Es ist aberdakanfsolgende Grab- schriffr zulefen/Nedymusgenant-in gar gukenRcimen / worinnen des St-Lucä nicht gemacht wird.Woraufdre besragteGkiechen antworte«/ daß einHerr VesLattds/denLeichnamSt.Luca dahinein legen lassen; damit aber die Feinde des Chriflenthums nichteinigen Mutwillen damit übeten/ habe er das Epitaphium seinerSöhneemer/dahm setzen lassen/ welches in folgenden bestehet t ? 9« Röm. Rayserl. Maj. und derohohest Allir'rren Ipscripkis» «tifdcw Sk. Lucä. exr; ^ o c LH 6 I LLH s^diovci x^^lLcxQ>! HNälc s kUOdr n L?I GV^l V 0 -I n^Lix»c n^lc i^L?oc OdUcrc o^x xk!i7?ocGL ^oavr^ x?0»0^ LI1L PLdlttGtt^ L?L o^ircr^L I'LL) r; X!>! ^?is/vcioc ^c^K)c i^ion /x?o.vlv>! »e ^^x»dinc ivi0l?»c xxi-L^Wi x^i ö^d^^ec 7'^VI' xnXi'k/i^E n^^^?o L5rd^lOC ki^LX L^LIO LXL2K ^vx»c dioso^ ^L-än^roio. Hier folgt bevläufftig der Sensus / dessen Schönheit durch dje Posa vermindert wivd. MemVarrer und Mutter ehrten Meinen Leib um dich« Grab herum / mir ihren Thrästcn/ wie man Verstorbenen;» rhust pfleget/meine Seele aber har sich zu den Gerechten gegeben. Mein Nam war Nevymus / des Italischen Aduar Sohn/ der in Warheir von vielen beklagt wird. Es war nicht gar lange Zeit daß ich genestn bist; masten ich geboren war-/ daß ich wenige Jahr wegen der Grausamkeit des unbeständig gen Scculi leben sollte. Doch muß jedweder dem ihm bestimme ren Glück gehorchen ja die Ronige selbst sind dessen mehr he, freier. Mein Vacrer Fosimus har dieses vor mich geschrieben/ der sters nach meiner unsterblichen Seele seufftzet. Es ist schon zu mlkeüen / ob dieses ein Ckrisillches oder Heionn sches Epitaphium fty / weil es keine Anzeigungen hat/daraus manes abnch- ^ Triumphsteucbrenden RrreZs-Helm s DrirrerTheU. ^ abnehmerrkonnt^: ausgenommen daß es scheine / ob wäre die darmn ^ angemerckke Unsterblichkeit der Seelen / «igendlich eines Christen : ijfk> Aber auch das Wort trrvw»8 so die Lebens Göttin oder Glück be- ^ beutet /ist eineHevdnischcErVresslon / daher ich es desLesereGutachten anheim stelle. Was aberden Sarg St. Lucä anbctrifft/ist wahr- ' ^ j scheinlich/ daß esSt.Lucä des Einsiedlers sey/ der erstlich in solch heyds ^ * nisch Grab ist geleget worden/ so man leer gefunden/und der vielleicht . .. nach Eroberung des Klosters Sk Lnca dahin versetzet worden. ^ > Die eroberte Thebanische -Dorstadt ward folglich in etwas best- Wnssa, W ^ stigt/ und dadurch die SkadtTl) be blocquirt/ welche dergerechte Him- - EÄ mel bald denenVenetianischenWaffeucinli.fern wollen/ und damit ^ die Weissagung/so ohnlängst zu Athen gefunden worden/schon von 400. Jahren gemacht / und dieses Jnnhalks ist : Daß die Venetia« M Nische Herrschafft imIahr i6^6.MeiliervonConstankinope! stynwer- ! derc. erfüllen.In gedachtemAthen befand sich die Vcnetisnische Armee in gewünschten Stand / und ließ der Herr Capitain General einen ' Durchschnitt von dem Ufer des Porto Lione bis an das Meer /welches ^ ein grosses Stück Landes absondcrt/ machen/ damit sich auf aklen Falk die Armata und Trouppsn daselbst hin begeben möchten ; da dann ^ durch solche Arbeit viel alte kupfferne und von der steinharten Erde gleichsam aneinander geleimte Müntzen/unterschiedliche rare Aschem " Tövffs/ und immerbrennende Lampen ans Licht kommen/auch eine ^ ^ grosse Menge von Brunnen entdeckt worden. So sähe man auch m's allenthalben vongrossen Quater-Stucken gelegte Grünbe/welche genugsam anzeigten / daß allda viel schöne Wohnungen gewesen seyn/ _, und daß die Eitelkeit keiner irrdischer^Drnge verschone / indem nunmehr der Pflug über die prächtigen Hauser fahrt. Sonst ließ sich der Herr Capitain General Athens Befestigung pufferst angelegen seyn; da sie dann zu mehrerer Sicherheit der Eine yßit wohnsr/ kne vömehmsie und reichste Familien auf 6. Kriegs-Schiffe -.rÄS mit ihren besten Sachen ernnskmen/ und nacher Zante überführen last 7 , ß-s sen/ daselbst die gantze nächsk-künsstigeCampagne zu verbleiben/biß daß Negroponte erobert/und A'hene dadurch von feindlichen Einfall de- deckt seyn werde. Damit aber die in Morea befindliche Armee in et- reoii»»«« was verstarckt würde; als defchiichte man ^ie inDalmakien stehende aueDalma- Bareutische und andere teutftbe Trouppen sich mitdiesenPreiß-Völ- nm iollm ckern zu versinbahren/uvd auchTbeil von den künfftigsIahr von Gort i" Morea ^ ertheilenden Segen zu haben. schm. Indem aber seidige Trouppsn nach Levant abftgeln/wollen wir r-K-, daLLalmatische Uftr detretten. Hieselbst hatte der Preiß-Fleiß des Herrn ßyL K5irr.Asi-ft U.Ma ;. Ders hohen AUiirren e»M«K Herrn General Cornaro ruhmlichst alles an-und eingerlchlel/undwär KEks nun dahin bedacht/ wie er die in Türkischer Gewalt noch cinaeiockr- Vestung Ehmnover Clin bemeisiern/und in dieHerrschafft derAdüa- d-mEn tischenMegiererin liefern mochte; weßwegen er dann die Morlaauen befchlichte/ die Gegend um gedachte Vestung zu verwüsten / damit sch bjger Besatzung ollerZugang benommen werden möchte. Es ist aber diese Vestung Knin oderK-IinzuLatein Tensn-vder Beschrei -ungder Destunß KniN. >;o. AcieH<-(8.r« Meilen von Sebenico auf einen von denen Bergen/so Bosnienund Dalmatien scheiden / gelegene Vestung/ zwar nicht sonderlich groß, koch wegen ihres hohen Lagers und zweyen sehr weit und tiefenGräben/als eine Vormauer in Bosnien / so wo! als Dalmatien/basiant allen Anfällen Trotz ^ bieren. War die Haupt - Stadt einer Grafschaffcim izkenund rg-tenSeculo/und wollte/wie dieMachtder Ungarischen Königein Abnehmen gerieth / sich souverain machen/und die Jndepedentz durch eigne Krafften behaupten/ward aber von de» Tür.cken im Jahr i s2L. bezwungen. Unter diesen Joch meiste sie Jammer-achßen/bis der ta-fermuii- schichtrn Ze General Foscslo/ ihreKerckermeilter/ die Türckische Guarnison/mit vonderVe- ungemeiner Hertzhafttigkiit anfiele/ und nachdem er sie in dir Flucht fiung Knin. gesagt, der Venetjamschen Bottmassigkeit den 27. Febr. i K49. unter- würffia gemacht. Darinnen K. Stück Geschütz / und unter selbige» eines / so den Nahmen Margaretha führte/ von einer abscheuliche» Wunder Grösse sich befunden/ dessen eingegrabene Uberschrifft von 1580. daß es weiland Ertz-Hertzogen Earl von Oesterreichzugestan« den zu erkennen gab. Indem Zeughaus so eine ziemliche Weitschafft hatte/ waren allerhand Arten von grossen Merck und Rüst-Zeugen eine siarcke Artiglerie damit bcqmmlich sortzubringen/und weit davon in einen grossen Gemach s-bis loooo.Stuck/Kugelnvvn ;o. 50.60. auch 90. Pfunden anaetreffm. Aber allediese Munition und Stücke/womit man denen mW stenMartis-Söhnen einen nicht geringenUunmt machen können/wen man sie wegen des entlegenen und durch cjnfallenden Regen zermchW ten Weg / nicht fortzuschaffen sich getraute/ sind gantzlich verwüstet und zersprenget und samt denen Kugeln jn die Flüsse Kerka und Botis- niza/ (so sich unweit von dannen mit grossem Gewalt uberdenMg hinab stürßen /) wo sie am tieffesten/ versencket/auch darausdie fast uw überwindliche Vestung in die Asche gelegt/ die Fortificatton aberjo re geschleifft und über den Haussen geworffen werden. Astern die Mmtz kam ihren Befehl nicht nach/ und verderbten daran nichts HauMi« Triumph l euchten de n Rrkegs Hel ms Dritter Theil. liches / d>ch/r sich bey rhrenAbzugdie Türcken bald wieder einfandcn/ Ms wieder ausb ss' te-i/und wiederum dieftnOrt/denenMarlaquen/ so selbiger Landschafft unl eschreiblichenSchaden zusügzen/das Streif' ftn daraus zu verbieten bezogen. Aufdiefe We ß hatten. ir Morlaquen eine Brille aufdcrNase/ und die Türcken ft- ye Luffk in das Venetianifche einzufallen/ daher dannLorenzoDolfi vdama'izerGeneralinDalmüt en/zuRathgieng/ wie er sich dieses Nesi.s wieder bemeisierrr möchte/und als sich 6ooc». Mann von Scardona mit dem Pabsilichen Regiment / welches der Marchese Spada commmdut/consungirr hatten/ward di.ses Vorhaben dem Gio.Battista Ben;oniGeneral-Proveditor über die Ca- vallerie/unter welchemGras EnricoCaprara/General-Wacdkmeisier/ dasUntewCommandolühren/undGl 0 :BattistaDottodieArtiglerie in acht nehmen sollte/ aufgetragen; DieGrafen/LudwigCaprara und Nicolins Martinoni / hatten keine gewisse Post. Die ander» geringen Officier befthlichten die Nationen und Squadronen. Werl cs aber an Pferden mangelte muste man das Geschütz mit den Armen fortfchleppen/und die andere erforderteAmmunition ward denen Boots-Knechten/die zu einer so ungewohnten Arbeit gantz untauglich/ aus den Rücken geladen; Da dann auf solche Weiße der March sehr langsam von statten gienge/ daß sie erst in z-.Tagen für den Ort ankamen; da mittler weil die Türcken/so von diesen Anschlag 'bereits gute Kundschafft eingenommen/ sich um einen Succurs zu bewerben/und in gehörige Defensions-Postur zu setzen / übergenug Zeit und Gelegenheit hatten. Die Venetianer theilten sich indessen in zween Tdeile / und Mußten ihre Cansnen/ so nur in zwey grossen und etlichen kleinern Stücken bestunden/ ausden daselbsiigen Hügel. Weil auch gleich mir den ersten Schüssen die Breche eröffnet ward/machte man Anstalt zu einen Sturm; welcher aber / weil die Leitern zu kurtz waren/ und man die an sich selbst hochstehende halbabgeworffene Mauren nicht besteigen konnte/Fruchtloßablauffen muste: über diß zerspränge eines von den grösten Stücken/ daraufdas andere allein keinen besondernNach- druck hatte. Zulallen diesen Unglückk^mnochdiePost/daßfvoo. Türcken/ denOtt zu entsetzen/ in völligem Anmarch begriffen waren/sa man hatte so bald ni^t davon Kundschaft gehabt/ da kamen dieMor, !aquen/ss an di P.-sse v-rleqt gewesen/und nun davon q/jaat worben/ imLager an/ »yd setzten damit alles in höchste Furcht und Bestür, tzur.Se Man Ddd 594 R om. Raffer ! . Mas, und Vershoven A lliiklen Man hatte sich bchh-r im Lager Nicht das gttiugsievnschantzet Md verwab-et/ sondern lagen hm und her wcirausgestceuet: Dan- nmh-rodi Reuter-ycommendirt worden/dem Feind entgegen zuae- h n und selbigen so lang dis sich das Fuß-Volck rn em Corpo konnte zusammen z^ehm/ und einigen zur Schlacht vorrheisigen Posten aus- fuch n/anfruhalten : Mein zu ihren höchsten Unstern aenekhe besagte Rmcerey/ demnach sie über dem Fluß Bostanitza gesttzt/ weil ihnen Ser Weg und das Land undeka nk war/ in einen Morast / daß sie weder r-r noch hinter sich mehr kommen kanten. Und rn diPem Elend krassen sie40. Türcken/welche das Lager re- eognoftlren sollten/ an; welche so sorl noch zoo. Türckische Reiner zu sich ruffren/und also die Venetianer/so sich weder regen noch wenden kunren / Hey denen sich auchAvog-dro/ der CuraOrer Hauptmann/ befunden/ elendiglich über den Haussen schossen. Indem kam der völlige Tü ckische Hauffs an/ der so fort mit grosser Furie unter die Vene, tia ner setzte/und sie khsils in dieFlucht sagte/mehrencheiis aber inStü, ckm zerhaute. Wiewol aufderHürcken Seite auch nicht wenig da, bey verlohren giengen; ja der Baffa von Arcegovma sechsten/so ße tvmmendirte/ tödtlich verwundet worden. Und obschön 6ovO. Msrlaquen (wie im ersten Tbeii unsers Tri, umph,leuchtenden Krieqs-Helm am z 22.Biat.gemeldet) diescsRaud- Nest aufgesordert/ hat jedannochderdarmnencommendirendeBey fich nicht bequemen wollsn/fondern diese Vestung hisanfietziqeZ-.it/zu glücklichen Ansima einer Sieg-kaumenden Campagne und Frühlings Blum an dem unverwZeitlichen Rubm-Krantzdeö Preiß-edelsten Ge, nerals Cornüro hmterha lten / als welcher nichts ermangeln lässt/des «rsiem sich zeigenden Ausbruch in das Feld/ dieses Raub-Nest zudelg, gern. Erahsvs Weßweaemer auch Grabovo / ein imRisanischemGebiet gelegenes wird txf«. Schloß / rhms weil es zu- Verwehrung der Türken Streiffereyen/ W« theils auch zu Blocquirung Chnin/ käuflich/ befestigt/ und eine stänke Guarnison dahin gelegt/unter deren Geleit viel Christliche Familien von ArcHovina daselbst sich hin begeben haben/ alldorten zu wohnen / .. willGrsho ^rr/urw besorget/daß sie Mitten in ihren Land immer mehr geangstl, ^alle ihre Christliche Üntcrlhaiien verlieren f ^m ich wurP^ w.lst)- mchts mchrcrs verlangen- dann des TürckischcnJochS ' a/bat der Bassa von Arceg ovin a/ solches zu verw.hren/ nd bgedachreGuglmison aus Grahovo zu vertreiben gesuchck und zu Trmmphsteucbrewdeii ^riegs^el msDri r rerTherl. z 95 zu dem Ende in aller Eil zMffhundert Mann zu Fuß und dreyhunk ert zu Pferd/ unter Commands des Ali BeghSminovych/ Commendant von Gozzo/gegen Grabovo geschickt/ mit Pefehl/selbige Einwohner in Stücken zu zerhauen/ alle Häuser zu verwüsten und ihr V-chwegzu- nehmen. Es war aber zu gleicher Zeit von Risano der Obkist Lieuteimnt Rlzzo BwitaquanntftinerCompagnie Mramarinern zu gedachten Grabova angelangt/ diese Guarnifon zu befchlichen/undaiserpon der Türckm Ankunfft Nachricht erhalten/liest' er alle vor.ch ichafftrge Pässe besetzen/und ward von dem gemeinen Velck van Baquam u d NlSrkl verstärkt. Wie nun die Türcken gleich anfiengen v.m denen neuen Einwohnern einige gefangen zu nehmen / das Vieh/ so aus der W.yde war /weg zu rauben/ und hin-und wieder ohne desorZichm Wwerstandt streifften/grieffsie der Obrist Lieutenant ohnversehens in den engen Pässen rapffer am und ward ein hartes Gefecht: aber end- Tür ^ ken/ als auch d,e fruchtbare Felder von Perrocca/so dabey liege» ru ver- theidtgen. B-schrei- Es liegt dieses Dernis vderDeruisch aus einem Berg/mh-an v -g oer dem Fluß Cicoia/über den man vermittelst cinerBrücke kommen ka»' B-stu-ig von dar an er nicht lang mehr seinen Lauff hat/sondern sichino enKuä Vemir. ^erka / fo düstge Gegend benetzet / ergiestet. Ist ein bequemer/ mit vielen Häusern unv Mosqueen bebaueter/Ort/und wegen seiner tzor- lheilhafftigenPost/denenVenetiamschenWaffeninDalmatienhöchst- zuträglich. K itgs Be. Ao. r §48. den »5. Fedruarii / ist durch Herrn Generain Foseolo/ tzebtich-itm so sich Mil Glo: Francesco Giorgio / Proveditorn der Cavallerie/und »»„Derai-.Grafen Fernando Scotti vereinbarte/ und samt denen Morlaquen Hoos. Mann zusammen brachte/ aSes was auf dem Land zu finden ge, weftn / eingcäschert Und verwüstet worden: wodurch die zu Dernis erschrecket / die schändlichste Flucht genommen/ und das Schloß denen Ve ietjanern überlasten haben; welches so fort von diesen eingenommen/und nachdem das Geschütz und Munition heraus gebracht/gleicher masten in Brand gesteckt/ und in Rauch und Alchen grleget worden» Der Basta Techiella kam zwar solches zu entsetzen an; allein nachdem ikm der Seotti entgegen gieng/machre er sich wieder ausdem Staub: Der Meynung es würde viel bester für ikmsevn/wmn er schimpflich die Flucht nehme/ und das Leben behielte/als seinen Feind stchresolut unterdieNugen stellte/undStöffedavon trüge/ odergar Mltder Haur bezahlen müsse» Nach diesemist es vonnrUenvonde» nen Türcken bezogen/und zu des Herrn Lorenzo Dona General Zeiten wieder an die Venetian-r/und endlich abermals an die TürckknkM- mm/die es bis s'et-o des sten undmnen gehabt, MorlaLen Wir fügen über dicbjßherertekltemocheinenStmfundSkrtich Mcklich«r der kapffermütigen Mvrlakm an/ als welche sich aus den Gebietern yyn Spalukro/ Ciissa und Smgb zusammen gezogen/undauf Ordre melr-ermeldrenHerrnGeneralsCornaw/bißgegenDuunv gestresst/ eine grcst? mmgr Vi h erbeutet / und nach einer desperaten Gegew webr/ sichzu Doglan eines Thtirns/dabinsichdieTurckenmitihrea Gütern salvirtgehabt/ bcmachtiat/r^Türcken luederqesabelt und r r. gefangen/und darinnen r lo.Ochsen und sungeRinder und z -.Pferde / und all s Gut zu Belohnung ihrer Mubwaltuna/ b kommen. DerTürckAlipmm'ch/welcherinberVestungCiin die Wacht Ham/ etl>( dritzd xi«u tzk» !»K!- lk«« rtv: urr« idi^ ruckte rnd.ss.,/ wsgenAbwesmheik der Einwohner/ mit rav. Pferden in das Feldvor Smgh/um diese.dige/indeme sie ohne Beschützung/ zu verderben / allein der noch Hinterbliebene Rest / zeigte ihn die Eitelkeit seines Vorhabens und nötigte ihn / die schändliche Flucht zu nehmen. ^ , Nicht besser ergienges denen Welk-berüchtigttn Räubern von DieDntcig. Dulcigno/ d,e »n Vergesellschafftung anderer Streif- Tmcken ln n-schea ohngefähr 8 oo. Mann sich zufamm gezogen/ und gegen den Canai Räiwcsfar. Cattaro gewendet / und unsägliche Beuten anV'ch und andern ge-^ macht/und mirgroffenJubel-Geschrey/als triumphirendeSiegerdm '"' Ruck-Weg erkieftt; Allein xvo. Perestiner und Mvntegrinenbeug-MMkr« ten ihnen bey dem Herm-March m einem engen Weg auf/uderfielen sie RaV ohnvcrsebens/nahmen ihnen nicht nur die eroberte Beute wieder ab/wk-ex, sondern opfferten ?oo. zum Rach-Opfferdieses Räuberischen Einfalls mit ihrerr Sabeln auf/ und schickten die übrigeziemlichverwundet hin / woher sie gekommen warn. SvFlückselig nun die Venekianischen Waffen in Dalmatien/ eben so glückselig waren auch die Kayserliche in Sclavonien. Dann TSr»« vbschsn bey die 7 vcw.Turcken/vhrlweirGradiska/übergesetzt/undmtt sollen P»p zweyen zerthsilten Haussen Possega und Czernick überfallen wollen so haben sie doch «dermalen einen solchen Anschlag gewaget / der viel voniknen zu Boden und noch Mehrerin die Flucht geschlagen. Dann ' nachdem der Herr Ariazaga Commendant inCzermck/ solches Vorhaben d"s Feindeserfahren/ist selbiger gleich/ nebenst den Obrist-Lieu- tenantPoiantvvm ThunMhen Regiment / mit 2020. Fußgängern und Dragonern / dem Feind entgegen gerücket / den erauch zwischen Posseqa und Czernick angekroffen / und von ihm dieersteSalve mir unbeschreiblicher Tapfferkeit und schöner Ordnung ausgehalten/doch hierauf den Feind/welcherdiegeringeAnzabl der Christen verachtete/ mitso vielen gewiß-treffenden Muftueten beantwortet/daß Roß und Wlann nicht länger dafür stehen können; daher dannglciZ) die feindliche Reutereyin völlige Unordnung gebracht/undmrhrals/OO.Ja- nilsch ren erlegetworden. Die Ianirscharen Fabne und grosse Tmmmel wurden erobert/ und hundettundsunffrigzuGef«ngeneng?machr/untcrdenensichauchKays«l. selbst den Janitscharen Aga/wMersie rommendirke/desCommsn- da t n voEradiska Sohn/und viel andere fürnehmeT«rckische Offi- riers befinden. Christliche' S-its sind nicht mebr als ein Lieutenant/ ncl st 6 o. von denen Gemeinen ge! lieben / unterschiedliche aber/ wie auch de. Obrisi TlUchses/hart bleff rk worderr. Eben so wen ig gieng C c c ist chnm s «« Röm. Raffers. Mla;. und der» hohen Murren ihnen auch der Anschlag aufPoffegr glücklich von statten/möHH^ von den Herrn General Thüngen dergestal: ab getrieben worden, daL über roo. und 6s. Tobte/mit ihrem aus die Erde fließenden Blut, der Obsieger tapfere Waffen bezeigen müssen: oadannbey drrftn beOen Treffen / diese Preiß würdige Sieger eine reiche Beme von Mrden und Kriegs-Wüstung gemacht/ auch mithin 50. gefangene Bauern erlöset» Dieser glücklichen Action bote strack eine andere die Hand. Da»zp ausercheilten Bericht/daß eine grosse Convoy mit ros. WägrnPrv- Viant von G' ieörisch Weiffendurg nach Jllock kommen sollen/ward von Effcgg der Herr Baron von Tuncke!/ Obrist-Wachtmeister der Kiftlischen Dragoner-Regiments / mit 220 Mann zu Pferd/und s» vielen Heydücken aus cvmmsndirt/nun aufgedachteEonvoy zu paffer;/ und wo möglich den Fsmd einigen Schaden zuzufügen; als die Kap, serl. aber bis nach Waikowar kommen/erhielten stevondreyen Kund- schafftern Nachricht / daß die Wagen schon zu Jllock/ unter Lonvop des gewesenen Baffa zu Erkannt rsos. Mann zu Fuß und Pferd ein- gebracht worden / und gedachte Tonvoy bereits wieder nach GW chjsch-Weiffenbmg gekehrt wäre. , Auch käme zu gleicher Zeit Bericht ein/daß die Turcken ienseW der Sau zu Berzka einen Flecken 4 Merlen von Griechisch-Weissen- bürg gelegen/sich versammelten/des Vorhabens Waikowar zu überfallen und einzuaschern. Dannenherp obgemeldter Herr Baron gegen die Sau marchirte/um den Feind desto besterzu beobachten/ und Stark» wird wo möglich ihm vorzukommen: und als er verständigt worden/ daß ükrrltty. viel vornehme Türcken /in.einer Stadt Raczka genannt an der Sau/ p«lt. gbermehr hinab von B rzka liegend/wshneten/und voneinigenSW his und Janitfcharen bewachet würde/erhüben sich diese Kayferliche dahin/ un' überfielen um 2. Uhr nach M itternacht diese Stadt / tödtt- ten Zoo. Türckrn/nahmen 70. gefangen/underlöseten so.Christen/ bekamen 76 schöne Pferd/und viel anders Vieh/wre auch drey TM ckische Fahnen zur wolperdienten Beute. Nachdem sie alles ausgcplöndort/ äscherten sie dieStadt em und retirirten nebst obigen und andern g machten B u'en ; da fie dsnn jenseits der Sau / zw y Schiffe/so zu schwer beladen/und werinne« 4s. der fürnchmst n Türcken waren/ so stürmt der Flucht salviren wollen/ zu Grund ge^en sahen. Von denen K./yferl. feind der H rr Buco- v»itz/Lieutenant vomKißlischenRegiment/se ein resoluter Officm ge- w-sm/ nebst 2. Heyducken umgekommen/ und z. Reuter verwundet worden» Woransdann diese so glücklich streiffendcParkhep Hi Triumph kuetzrendett Rricys Helms DrirrerTheil. Azz K» gt>» »l>k qemachl' n Bemeni>.n Ruck-Weg genommen-uno glücklich wieder zck Effeqg uMötangf. Dadannindessen b'ey den Hürcken die Hitze/ Wal- kowar(als eittenrr. fflich wvlVersehenen/ befesiigren/und mrr emerGuar- nison von looo. Mann besetzten PaßIauzufalien verloschen.^ Indem wir aber wieder an dön Srebendürgifchen Grantzcn am nls pnülN n »niv Nis nllNovl li-rieiM,' NnN tTsNinf-rrRllk Vltz U« -»ui !«h, KH AM) «»> «tu« jtB AuWen > und wollten so gar die effcmlicheZmungs-Federn von Verck gifflungen reden/ so Ger ald'sdurchdie PreißbareSorgfalt desHsrru General'Enrüffa hmtsrtrjchen / und in guten Ruhestand gefetzt worden. Ja höchst gemeldter Herr General ließ diese seine ungemeine D Sstsen-- R-ihmSvrg nicht nur auf Siebenbürgen / sondern auch ausdie an- ße- grentzends Wallachey gehen/ als woselbst er die bey bcMeldten Lands- Fürsten glimmende llnterwerffungs.Funcken in Helles Feuer zu dringen trachtete. Weßwegen er Herrn Qbrist Magns nach denen Wallachifchen DknisiM-g/ Frommen/ sich mit denen Katzen zu Vereinigen / abgeordnet/ der dann m erobert auch seinen March dahin beschleunigt/und alfobald den AnsangSiegs^'"^ ftlig gemacht / indem er das mit Tekgsvisch benachbarte Türckstchs Schioßlein Mmstd oder Hallmatherobert/und alles/was sich nicht mit der schnellen Flucht errettet/ mrdeMhaMn/wiews! der Ort hierauf unbesetzt geblieben/ wstl ihn die Türcken ausBerzweissekung iw Brand gesteckt/ und zur Wohnung untüchtig gemacht. Worauf ge- m/Idter Herr Obr-st den Fürsten andeuten lassen/daß er sich mir ihm wider die Tmcken verei- baren wollte / damit durch zusammen gesetzte Macht di> Last der Türckischen Tvranney von dieser Provintz abgewel- Hetwürde.- Wie dann auch in gleichen Verrichtungen der Bischoff von Ni- KayserWr an V sbrnbemeldte Pvopssition/abgeferligt wsrden/und bestünde die Kay- ^ Fusttm ftrliche Resolution in dc m/ daß Jbro Kayserliche Majest. alles das je- .'"I*' ^ nige / was zu Beförderung des allg meinen Wesensder Christenheit ^ ^ Und Thristl!chrn ?llliantz gereichen würde / willig und bereit ekgreiffen wollten; dahin gegen selbiger Fürst mit aller Macht/ den Ottomagni- schen Höchnlüt zu schwächen / denen Christlichen Waffen beysteßen sollte. Indessen erhielte Herr General Caraffa Nachricht/ daßnachdem Ihro Kaystrl. Maj. duffen ungemeine Erfahrenheit in Oeconomicis Kerüh, 4os Rom, Rapserl. Mas. und»dero hohen Alliieren qr-nera! gerühmet worden / dieKriegs-Lommissariat Stelle/so durch Absslx^ § v G«» Hbrrn Generals Rabqtta vacant worden / allergnädigst destrirt Kriegs» Eo! 2 ssa- folger ernes so mu-brruhmten Vorgehers / alle PreißwurdiAM. ----- ^ Aalten z" machen angefangen, Wie er dann mit dem SiebeMr- gischen Ständen geschlossen/ daßdieVictUAlien/auchBrod/FM und Wein / dessen Überfluß das Land ohne dem nicht gemessen k»»/ rius. sollen, Gut-An- Wre dann auch in ünaarn alle Praparatoria schon gemacht wa- siaitmUm ren/damit die Soldaten frühzeitig in das Feld gehenkunten/ zuwel, L«m. Ende man noch mehr Backöfen aufden Schiffen zu bauen/ange, deutet/welche der Armee sonder grossen Unkosten/überaus grossenNu, tzen schafften, Ingleichen wurden auch andereKriegs-N-othwenbia/ keiten/ Proviant und Munition/ in solchem Überfluß herbeygebracht/ daß dessen Menge allen vorigen Feldzügen weitbevor gehen möchte; Massen allein an Hadern z 60000. Metzen/welche man so wol aufden Reichs-Boden/als in denenKayserlichen Erblandern/erkaufft/zusam, men gebracht worden/welche zuErhaltung der Cavallerie in känfftiger/ GOtt geb! S«eg-wücherenden Campagne/ohne Abgang / bey etwa» sich ereignenden Nothfall dienen sollen, Reis« der Allein/wobleibt dirvonMongatschnachWienentbottmeFür, T--r«lin sim Ragozzin / vermahlte Teckelin? der geneigte Leser wird Verlam nach Wim- gen tragen / von selbiger Abreise Bericht zu haben/den hiemit unser Hiel mittheilet. Diese nun muffe zu Büßung der bißherigen Hark nackigkeit/ wodurch sie sich denen Siegs-Waffen Jhro Kayserl. Mas. in Defendirung ihrer Veffuflg Mongatsch widersetzet/ den Wander, stab nebst ihren Printzen Ragotzi und Princessin ergriffen / welcher sie dann aufTrentschill (eine schöne Freystadt gegen Mähren zu/an der Waag gelegen) geleitet; allwo sie/ unter grossen Zulauffdes Bolcks/ doch aber nickt unter dessen Bemjauchtzen/ sondern unbescheidene» Sckelt-Wort-Ausstürtzungen angelangt / und würde es bey den ver, wildetenPöbel nicht bey den Worten verblieben seyn/wann nicht der Befehlshaber Teutscher Nation sich schimpflicher Thatigkeit/ wiewol Mit aufferster Müh/ widerletzet und selbige abgetrieben. Endlich fuhr sie zu Wien mir zo. Wagen mir ihrer besten Haas, schafft / nachdem sie vorhero bey denen ??.^uZullinis aufder Land, straffe das Mittagmabl schaffen / in Jhro Emmentz es Herrn Care dinals GrasCollonitschCarreren zum Kärner-Thorhmem/undver, wechselte sich die Furcht eines Übeln Empfangs/ nachdem sie das be- Triumph leuchtenden Kriegs-Helms dritter Theii. 401 gangene Urwecht höchst 'chmertzlich bereuet/in dieFreude der völligen Begnadigung und vollkommener Lust des selbst-erwünschten Vergnügens. Dann ob sie sich schon sehr still und eingezogen dielte/ ermangelten doch nicht viel vornehme Dames sie zu besuchen/und eine wi lxr zur Treu-kehrende zu bewillkommn. Der junge Ragozzi ward auf Einrachen Jhro Eminentz des Herrn Cardinal CollonitschmachNeu, Haus in Böhmen geschickt / damit aus diesem fähigen Subjceko/mit Zuziehung der Studien/ ein belieblicher Mercurins möchte ausgebildet werden; D jsm Fräulein Schwester aber/deren man die t ursche Sprach einzupragen anfieng/ ward Hoffnung gemacht/daß sie dermaleinst in das Kayserliche Frauen-Zimmer an-undausgenommen werden sollte , We In auch Jhro Kayserl. Majest. die nicht nur vergangenen Graf Dä«, Herbst / sondern schon langeZeit Treu-geleistete/und aller Welstkün- newald dige Dienste des Herrn Gen. Dünnewalds mit Gnad-erjüllken Au- gen und Gemüt erwogen / als ernennte JbroMa-est. höchstgedachten Herrn General zum General Feld-Marschall; um durch diese Ehren- ^ ' Stelle seine Treu/ vernrög welcher er öffters sein Blut/ zumGuten und Dienst der Christenheit /gewaget/ zu dekrantzen/ und anderezugkich- maffrqen T.apfferkerts-Lauf und Treu-Hitze anzuspornen / damit sie auchzu gleichen Ehren Z-el in den Schrancken des Ungarischen Krieg und Sieg Platzes gelangen/und diese aufgesetzte Verdienst Beute erhalten mochten. UnssrKiel verfügt sich wieder aufdreftnUngarifchenKriegs Platz und nähert sich dem von Hunger-ächtzenden und Maktig keit krächzen-Hanger ^ den Stuhlweissenburg. Die darin« liegende Besatzung hatte SruyikV«f. nunmekro tiefer unmenschliche Feind so weit gebracht / daß sie aus senbmg. denenRinden derRshr-Kolben Meel zu machen und zu erzwingen sich unterstanden/in Hoffnung dadurch den Nahrung-forderenden Magen zu befriedigen. Dessen jedannoch ungeachtet hat die Verzweiff- lungdenCommendantensofehreingenommen/daßerden Herrn Od- rrsiRicciardi/welcher mit etlich iooo. Pferden gegen bemerdten Hunger-Ort gerücket und zur Ubergab bequemen wollen/mit folgender Antwort abgefertigt: daß dieEmhlweissenburgkschepasieyen Bassaw» noch mehr von kleinen und grossen Geschützenrgükterc/nochsich bsch gedachreDonner-Mäuier der gehörigettpnlver und^Ale^Spei-nichkeege» se beraube/ anbey auch dieNiauren noch nicht zergätttzcrwä- ren; deswegen man sieh keine Hoffnung mache« dsrffre/daß die Ubergab so bald erfolgenwerde. Und obgleich die Janitscha- ren besagten Commenöirendm Baffa mit Gewalt zur Übergab zwin- Eee ge« 4 ersetzte doch solches eine andere vorlheilhaffte Action. Indem einge- «e»bert. tauffterTürck eineParthev vonSegedin gegen die Palancka Oph, an> fübrte/dre mit grofferTapfferkeit daraufloß gieng/und ihrVornebmeu Wunsch-selig bewerkstelligte / daß sie nicht nur die Palm.cka überstiegen/ sondern auch 220. Türcken niedergcmacht/ i LO.gefanqen genommen/ die Stadt in Brand gesteckt/daß Schloß aber/welches sie die- sesmal nicht überwältigen können / bis auf eine andere Zeitverspart. Am übrigen führten sie Z4.Pferde/2Oo. Ock fen und vielschöneBeute «ach Segebin zuruck. Ein gkrichmaffigerGlucks-Favon wähnte auch ausdasFmbaben desDerrn Obrist Magni/welcher aus Siebenbürgen mit 400. Dragonern und 202. Husaren/ bis anGen/th oder Jönogestrelfft/aklws ,r zwo kleine Partheven voraus geschickt/so die Mayerhöfe angezün- det/ undden Bassa 12020. starck heraus gelvcket/ in Msynung es seye die ordentliche Hungarische Streiff- Parthey. Als nun gemeldter Herr Obrist seinen Vorkheil ersehen ; schickte er unter den Capital« KispallaszwoTrouppen Hutsaren und r.Sguadrsn Dragoner/denen Janitfcharen den Ruck-Paß abzuschneiden; er selbstgienge avfdie Cavallerie/welches so glücklichgelungen/ daßihrcr 1 iß.theils imMo- ksmms». rast an der Körösch erkruncken/ theils niedergehauen worden/unter de- hankzuJb- MN der Bassa und berühmte Parkhey-Gänqer Kiktschak Mehemet «0 wirk» ge, selbst mit den Chiorbagi samt f und ein Präbecken gefangsn/und 18 ?. Mgrn. hlessirt worden. KayftrlicherSeitslstemDragoner/r.Hussarn/undz.Pftrdege- blieben/ und haben 14. geringe Verwundungen empfangen. Doch haben sich letziich bey diesen Glück Un und Widerwillen eingefiochtem mdemdttGefangenschaftdeßgemeldtenComendanterimderVesiMg Aöno oderGeneth zwischen denen Teurschen und Ungarn einen kleinen Ehr Streit erwecket/zumaken jede Parthey an dessen Überwältigung Ursach styn/ und daran theil haben wollte r Woraufendlich «in Hun- gar/zu Vermittlung des Streits/dieftn unglücklichen Eris-Apffäm zwey Stück voneinandergehaum / daß beyde Nationen zu Endigung «NdAusschlagdesZwistseinSkuck davonhadenmöchten. . . Diese bisherigeSüffigkeirdekglücklichenActionenwardjahlmgs verbittert/ indem der Teckely bis aufClausenburg alles in Conttwu- Triumph - leuchtenden Rriegs Helms Dritter Theil. 40z Sn fitzte / und nsch mekrern Anhang bekam / weiin die völlrqe in St- Besatz««- Asb gestandene Ungarische Besatzung / durch schändlichen Meyn-Eid auEe-Js» ihrenssrigenDienstverlassen/unttrseineRLbeZischeffahnegLtretten/N^' und ihren Nacken eine unausbleibliche Straffe/ den Namen aber ein ^ unverlöschliches Brandmal der Untreu und Vsrratherey/ sufgi bürdet und eingepräzet. Den Ort aber St. Job betreffend / ist selbiger ein Schloß/so B-ßbr^ weiland dem Stephan Botsckay gehörig gewesen. As. 1624. hat k«ng der Feld-Obriste Graf von Belgiososa im Feldlager bey Rakomas/ nahend Tokay/aus den roOo.lDchlesischenReutern zoo. auserlesene und zu Roß ecscchrne Soldaten/samt ihren Obristen Herrn Melchior von Ratwitz/derselben Rittmeister und andere von Adel r Item drey Fahnen Gräntzer-Archibusier-Reuter / als Tokayer und Sr. An- ducerund Moldauer / beyroo. sufgemahnt/mit dem Fürgeben/ daß er eine Tfiheta aufButla zu/gegen den Feind denTürcken inFürschlag hatte/ darzu sich die Reutere» gantz freudig und hertzhafft erzeigte/er hatte sie aber hinderlistiger und verschlagener WeG/Abwegs aufdes Stephan Botskay vonKvsmaria Schloß St. Job (dadin er auch das Kriegs-Vslck aus Siebenbürgen beruffen) geführt / mir welchen er gemeldtes Schloß erobert / geplündert/ und einen grossen Raub be- dekommen. Welcher des Belgiosoffi in seinem des Botzkay Abwesen vrrgee gangene gewaltthätigeEingriff in seine HerrschafflundLckidereyen/ mit Verheerung / Beraubung und Plünderung derselben/ nachge« hends Anleitunggsb?/ daß er von Prag aus/ allda er eine zeitlang gelegen/ und bey Jkro Kayserl. Mas. keine Audientz erlangen mögen/in Eil unverrichter Sachen aufgebrschen/ sich zur Deftnston ins Feld begeben/und ihm mit denen/ von dem Hochlöbl. Hauß Oesterreich ab, trminigen/ Heyducken und andern Herzlosen Gesind/ einen Anhang gemacht. Wie er dann sich zu seiner hineinkunfft in Siebenbürgen zum Fürsten ausgewsrffen/ such gegenGroß-Waradein/Lippa und derselben Gegend herum / alle Pässe einnehmen und sperren/and der Waöonen/ss vor diesem anseinen HoßPrediger/ dessen Weib und Kmd grossen Gewalt und Tyrraney geübet/ bey icxs. mederhauen lassen. . Ao. 1661. belagerten die Turcken dieses Schloß St. Job/und zwangen es zur Ubergab / woraus nachqchends der Baffa zu Grosi» Waradein mit roo.IamtscharendlesenPaß unter Sen Sin an Basta besetzte. Im Septembr.des berührten Jahrs/trug sichs zu / daß bey roo. Hungarische Frey-Hepducken nachZeckelhepd kamen/ und in Eee ij selbi- 404 Rsm. Rayjerl.Maj. und Dero hohen Allmren ftlbigerVcjiunq Zuflucht suchten. Denen thäc der CommendH77, mn/ HerrO rrst Leuten -ntvon Tl-pentlal/diesen Vorschlag: mm- lich das Sradtlem St. Job zu überfallen/ zumaln dasselbe der Kav^ ferl.BesatzungingedachtemZeckelheid nichtgeringeVerbindernüßver- ursachte/ dieTürcken/ auch so esst sie bcy Verändern Seiten vorbey giengen/ nniner daselbst ihren Aufenthalt nahmen/und die Rebellisch« Bauern sich gleichfalls dahin flüchteten: Zu welchem Ende ihnen d-r Herr Commendant ftine Huffaren/samt etwas teutfcher Mannschafft, neben 4 . Trommelschlägern (welche bey nächtlicher Weil/ durch Ruh- rungves Spiels eimn grvffm Lermen machen sollten) mit gab/ daß sie also LoQ^Mann starck warem Dieser Anschlag nun lieffe so glücklich ab / dass sie nicht alleindas Städtlcin gantzlich einäfcherten/sondern auch derRebellischenBauem L fiengen / und etliche niedermachten/ überdas noch mekralsroo. Stück Vieh zur Beme kriegten/und solcher Gestalt dem Kind einen mercklichen S.chadenund Abbruch zufügtem. Wer denenandern so aus dem Feld-Läger ausdasSchlossSt.Job ausgeschickt wmden/ fehlte ihr Anschlag weit/ und kamen selbige mit blutigen Köpffen wieder zurück^ Jedamroch wurden im selbigen Jahr zum andernmal etliche Reuter dahin commendirt/ aber auch wie zuvor/ mit etlicher Verlust und Beschädigung/ abgewiefen/ und konnten nichts ausrichten; dann es waren der Renegaten oder abgefallenen Christen undTür- cken bisin dir sünMalbhnndertdarinn/dir schwellten denGraben führten die zw'y kleine Stücke / welche sie sonst aufdenTburn hatten/in die zwei) Eck-Ro: de! / und emvfiengen die Belagerer/ so an VerCorti- neu Sturm lieffen/ sehr übel. Unter and rnward der Obriste Wachtmeister Metz/ von den Dragonernbefchädigt/ ein Dragoner Haupt- manndurchschossen/und etlich andere von den Stöcken modlet und verwundet. Endlich kam dieses ftsteNest nach vorhergehenderBer lagerungAo. i 6 ^ 86 undie KayserlicheGewalt/wovsn derzweyteTbeik Unftrs Triumph leuchtenden Kriegs-Helm zu sehen.. Aber genug von demWaffen-Klang der Kriegerischen Actionen/ wir verfügen uns / um ttwas auszuruhen / nach Grsdno inLittauen/ aSda den Reichs-Tag mit bevzuwohnen/und zu beobachten/wie es sich seit unsirn ktztenAbwesen daseibii angelasien. Wir verlassen selbigen inZwist-Verwirrung/und begrössen ihn noch in dem altenStand; rndelndie noch stets continuirrnde DiMrentzzwischewdcnHerrnCa/ stellanvon der TFilde/ und den Herrn Dombrowökv verhinderte/ daß man zprMarschallen-Wahl oder andern nothwendigenAffamnschrel- tt.n konnte: Welches dann die Sendomirische Landbsttm bewegt/ Tri u mph l e uchtenden Rrlegö-HelmsDrircerTheil. 4V5 weittäuffrigvorzustelen/ wie man wol adsehen könnte/daß dre bisherige Trainirung der Landbotten-Marschalls-Wahl nur bloß dahin ge- spieler fey / daß man auf die letzte Stunde hier auf die Senators Stube wegraumen wollte. Wie sie nun solches zu verhütten / so wo! für ihre eigne Personen/ 0^-.^ als imNahmen ihrerWaywodschaffc/verbunden wären/als befänden zu Grodno sie nicht für diensam/ daß man zur Marschalls Wahl schreiten solke/ Ente: sondern sie nehmen hiemit Abschied/ und wollten beyzeiten ihren Mitt- brüd. rn/von dem was ausdieftn verwirrten Reichs-Tag passwt/Rela- tron thun/damit sie derRpubliquein diesen Zustand und bev jehigctt <7snjunÄuren/anderwarllge Hülffleisten könnten. DeratteLand- bottemMarschall sagte/ die odgedachte Strittigkeit wäre nunmehr' beygelegt/und'konnte man Augenblicklich die Wahl vornehmen/ und doch noch einige Eonstitutiones/ ehe man hinauf gienge/aufseßen Es wurde aber gegenemgewendet/daß solches ein allzu spachesHülff- Mittel und man die prLliminAriZLomüioxum'gehvbcn hatke/so mau nicht emgehenckönnte.. Na ch VerSen 0 oM'ri scheu n ahnie a uch die MassovifcheAbschieö/ es ward aber den Tag noch ohne Gewißheit die Sesson geschlossen.- Folgenden Tag daraus war kesium LösimiÄ/ an welchen weiter nichts vsrlief / als daß um glücklichen Fortgang des auf der Neig stehenden Reichstag/eine grosse UndMt gehalten wurde.- Ben Tag darauf stellten sich die Prokstlrende bcyderseitsein/nndnachdemste' die Billichkeit ihrer Protestatio rren beygedracht/wolltest sie die Herrn Landbotten zur Marsche,iis-Wahi bereden; es ward ihnen aber geantt wertet / daß es nunmehrs zu spat/ und weil die Sendomirischen und' Maffovischen Landbotten nicht mehr zugegen/ begehrte man/daß der V«rr Marschali den Stab nkdertegen solltewelches er auch gethan/ und kürtzlichchie Veränderungen und Geschicke der Republiken ane- -xführt; moem er aber dm Stab wrigrend meöerlegte/ sprach ev bald- darauf diessScharffsinmgen Work r- 'iboUstr, gui te now növit':' (ZuTeutsch;: , Dcry! deine BürVe unvekannr- Seine würde iNdieHattd.) HerrMoffewie; LtoW Marschall antwortete ihm im Namen dek' Landbotten-Skube/ Naßzwar dieferCaftis Und Zufall derRepUblique zwbeklagen / jedoch dieselbe dadurch noch nicht inVerzweiffüng gerade ttw weiiJhro Mnigl^Majelt. hoher V)rsiarrS/ und der H>rrn Se- uawrn Sorgfalt dahin bedacht seyn wü, den /wie alles Myeil abge- G e e ist: wendet// 406 Rom. Ra^serl. Mas. und derohshen Alliwren wendet / und das Vatterland in seinen Ruhsiand erbalten werde» ne. Nachma-lsrichtete er seine Rede anden HerrnMarschqll/danM te demselben für seine gehabte Müh/undfteiftige Direction/dabeysagend : daß er den Stab/ den er anjetzo nieverlegte/ ans Agenden Reichs Tag doch wieder nehmen/und einem neuenDweetorioLberae« den mutte/ wormit die Herrn Land-Botten/ und zugleich dergM- Reichs-Tag fruchtloß zergienge. Gr»ß Ehe aber noch dieser seine Endschafft erreichet«/berichtete denen Kantzter in anwesenden Landbotten/ die Parcicularia von des HerrnGroß-Cantz, Vslcnstirbt lers Wiclopolsky Tod/ die Warschauische Post/wie daß er nicht allein vorher/ seiner nachgelassenen Güter halben/ ein« treff'icbeDispost« tton gemacht/ sondern auch etliche Tag vor seinen Abschied durch öffentlichen Trsmpeten-Schall/ analleN4.EckendesMarckksausruf- fen lassen / daß alle die etwa» eine rechtmässige Schuwsorderunq/vor Wenig oder viel Jahren/ an ihn hätten/ alsofortzu ihm kommen/und der richtigen Auszahlung gewärtig seyn sollten/ welches bann auch er« folget. Worauf er die folgende Nachtsanfft verschieden/ und mcht allein denenSeinigen eine grosseVetrübnüß/ssndern auch Hohen und Niedrigen eine grosse Klage/wegen Treu geleisteter Dienste / binter- laffen; wie dann Ihro Königs Mas. selbst über VesHerrnKromCantz, lersAdsterben dero gantzen Königlichert Hofstadt/ die Trauer anzule, gen / befohlen / alle Lustigkeiten und Musiciren verbotten wie dann auch etliche Tag nach diesen Trauerfallseiner Gnaden Hern Tarls mit der Fr. Chöronzyna Grodzinska Beytager/welchem auchJhro Königliche Majestät beygew-hnt / gar still und sonder Musik ge, hatten worden. T^ttarw Noch eine grössere Ursach zu Enthaltung aller Frölichkeit/war DnfM in die Trauer-ersüllte Bottschaffk/ so in gantz Polen erschallte: wie neM Ukrawe sich hje Tartarn die aantze Ukraine und Podoliendurchstreiftet / selbige und Podo, Provintzen zu Grund gerichtet / und unsäglichen Schaden ver-- ' msachet/indem sie nichtallein über4o.Dörffer und Städte gantz ab, gebrannt/sondern auch 52200. Menschen gefangen weggrführet/und weil die Wege sehr tief / so daß die arme Gefangene nicht in der Eil kanten sortgebracht werden/meinstens nikdergel-auen; also daß mit den Erschlagenen überall die Wege bedeckt woran ein grosser Jammer zu sehen. Dieses Unglück har nicht allein den gemeinen Bauersmann/ sondern auch viel Wol-Condition irte von Mel/betroff«i/mas- sen sich niemand dieses Überfalls vermutet/sondern gantz sicher/uns keine gnugsame Mannschaftt zur ReMentz bey der Hand gewesen wie dann die Polnische Armee ohne das sehr schwach/ und durch Krancr- h'il Ä> ^ Trmmphülencdrenden Rriegs-H elm s Drtrrer Lhet l. 407 heir übkrdie^HHr verringert/ auch die Compagnien der Hussaren/ so aus lauter Edelleuten bestehen/und bey der gleichen Occasion das beste M!, zu thun pflegen den Winter über sich zu den Ihrigen verfuget. Hh, Die feindliche Rand-Heerde war in 6000. starck/ und von den berühmten Parthey-Gänger Sultan Galga commendirt / ohne die Lipker / welche aus Caminieck zu den Budzisckern gestossm. Unter chkt« andernGefangenen/sovonCondition und sonderl.chbedauret wurden/ fmmkhme batten sie auch eine vornehmePrrson/die Frau Leduchowks mit dreyen Person«,r. i Fraulein geraubt/die dritte welche sich in eimnStrauch verbarg / war der Barbarn Hände entronnen. Eim andere vornehme Frau/ Ze, nu-rowa Pod-Komorza Braclswska / die in 6. Wochen gelegen/ha- den sie mit samt dem Bett aufden Wagen gemorsten / das Kind et- lichmal an denOfen geschlagen und getodteks DieFrau aber ist hernach Unterwegen/bey so kalten Wettter/von dem Frost gestorben. Ob nun gleich diese verwegene Räuber sich in dieses Königreich ^ gewagt/hat doch selbige keine Hertzhafftigkeit/sondern die blosse Ver, 'sAe: zweiffeluna hinein geführt; indem der Tartar-Chan einen Abgesanö- LarM- Ü7N.') ten zum König von Persien geschickt/und einen starckenSuccurs/um Chan suche rr-a dieMahometamsche LehrinEuropazu erhalten/begehrt/ dieweiln er ^ ^mKd, beförchtete/ daß die Moftöviter ihm zu mächtig fryn/ und einige Lander N abnchmen möchten. Der König von Persien aber hatte geankwsr- ^ ^' ; xM, iet / daß er feinen gethane» Eyd / die Ottsmannische Lander in Asia svvr nicht zu beunruhigen/fest halten werde/gleich wie er selbigen bißhers . genau obfervirt hätte r stunde auch mcht in solcher Psstur / einigen Succurs/ wederdenen Türcken noch Tattarn/ senden zu können / die- " weiln er setbsten Krieg mit dem König von China sühne/dessen Sohw . ^ von dem Vatter visgustirt ftv / und die Flucht genommen habe/ um sich in des Königs von Persien Schutz zu begeben/ welcher aber von de, '*2 nen Arabern auf dem Meer gefangen worden wäre/ und hatte dessen '^ Vatter 60000. Chinesische streitbare Männer dahin geschickt/ solchen E mit Gewalt wieder abzuholen. Dvchwar die Tartarische Horde noch lang nicht so besiurßt/ als dieOttomannische Bforke/insonderheitaber Constantlnove!/ als wo- ,^ps' selbst/Mord/Auftuhr/FeuerundGlut/ Frevel wucherten/ und Co- i met-Prophetm warn/der innstehenden Faü-Neige. Wir haben bey .»xN unsrer letztenBerührungdesOttomannischen Staats/dem erweklten Solymann/seinen Thron besteigen sehen/und verhsfft/die Aufruhr , ^ würde sich durch Mahomets Entsetzen setzen /und nimmer rühren / al, - ^ lein diese verlösche gleich als eine Flamme deren stetigst das Nahrungs, M Oelbeygeflössetwikd. Dann das VergnuZengegenSokymann/ver- wandet- 4 08 Röm. Aayserl Maj u nd der- hohen Alliirren wandelte sich daw lneinenHaß/weiindl serbenHungcr/stchTmFsi^ klugen Regenten getragen/ nicht im geringen durch beliebigeHand- lungen vergnügen/ will geschweige« ersäctigen können. Araber Die Wanckelmut so jederzeit des Pöbels Ober-Kieid/iiM^ Esnstanki- klärlichhtebey bchlicken/alsw.'lchertheiisgeneigtdenentl-rcnkenwe. nopMant- der auf den Tkron zu fetzen/ thesis d's entsceptercen Mahonr ts-Pr»u schen Auf. tzen auf die höchste Regm-Stuffö der Ottomannischctt Macht/ m ruyr. schwingen/theils aber den neulich-whöhten Solvmann auf seiner Wan» ckenden Glücks Staffel zu besstigen/ und dieses darum; weilntch» gemeldter/ durch dem Mammon des entsetzten Mabomet sich dich zu Freunden gemacht / und mit den göidnen Ketten zu feiner Gunstgewogenheit und Unterstützung gefesselt. Wo man aber aller dieser FücrionenAufruhr-Müsqueweggerlssen/hättemsn klärlich entdecket/ daß diese aufnichts anderst / alseine uneingeschrenckteFreyheit/und ungehindertenMutwillen/ gegründet/welcher in dem trüben Wasser l^r Ent-und B ethrcnung den reichsten Fischzug verrichten könnte. ^ Unter allen diesen Verwirrern aber / waren die frevelmüligsien diese genannte Zurbaren/welche der Chiaus-Bassa/ehbevvr ihn noch die Glücks Sonne als Groß-Vezier bestrahlet / zu Häuptern der Ja/ nikscharen / weiln sie seine Schoß Kinder / gemacht / um durch deren Vermittelung/ den aus der Stärtzungs-Wagsthale liegenden Groß- Vezier / den Überschlag zu geben/ und sich aafder andern Seite in gemelkte Stelle hinein zu schwingen. Weiches dann auch / wie er es nur Lsckmsk gewünschet / in der That erfolgt. Weil aber die Zurbaren viel zur dcr Zurk Wunsch-beseligung dieses neuen Veziers beygetragen/und er ihnen re«. also gewogen/als lehnten sie sich aufdiesen Rohr-Stab/den sie sich für unz rbrüchlich sürbstdeten / und verübten tauseno Mutwillen unter den Gunst-Schatten dieses ihres Gönners/ undEntschuldigungs Obdach eines so hohen Staat-Ministers. Za ihr rerzwciffelter Hochmut erhöhete so gar ihre dem Fall nahe Handlungen/daß sie die Aem- ter nach ihrem Willen und Gefallen austhcileten/(so doch allein dem Sultan zuständig) und diesen und jenen mit einer sonderbaren Stelle begabten / an welche sie ibr Gunst Magnet am meisten triebe / oder weicher arckmeiste,, ihre Hände und Bmtel versilbern konnte. D r Gros-Vezier sake endlich wie di- ses Unkraut/ so es zur Zeitigung käme / Gifft-Früchte mittheilen möchte/so ihn nichtnurdurch einen Steck Fluß / sondern auch tausend andere mit ihm aus Con- stantinopel/ und folglich aus dem Lebens Lande wegm'ssen mochte/ dah.-r er cs in der höchsten Blüt auszureuten suchte/ und folgenden Sraatsgriffdazu anwendete: er wollte sie nemlich unter dem SHem gew>>- TttUMph-l euchrett de n RrieZ»-He!m» Drirret TheN. 40 9 äewissrr Verrichtungen verschicken / und von der Stadt mit artiger Eroß V«, Kranier enksondern/um hierdurch ihre vereinte Macht zu emkrafften. suche Dieftr Anschlag war nun in keinen lummen Gehirn gezeugt/doch be-„'* dmb». wiese der Ausgang/ daß Fürnehmen und Ende n/öffcers wie Himmels«? MErde entfernet. ^ Dann die Zurbaren/ als verschlagene Wgel/überlisteten bald ihren Beförderer/ als welcher/die so ihn erhöhet/nunmehr/da er seinen Glücks-Vortheil erschnappet/ zusiürtzen suchte/wegerken sich daheroinsgesamt Gehorsam zu leisten/und setzten indessen ihre Amts- Veränderungen mit Trotz und Ernst fort/so daß auch ein Fefasi den Gwß-Vezier unter Augen sagte: Er sollte sich ja mehr gelüsten Aech« Red« lassen/die jenigeBeamte abzttschaffen welchedurchdcrZtlkba- einceFcsafi. ren Alkchorirac eingesetzt worden / sonsten wären ihre Gabel schon;» Zerstrmmelung seines Rorpers bereit. Eine so unverhoffte und freche Rede des Fefasi gegen den höchsten Minister der Ottomannischen Pforte/ bestürtzte nicht wenig alle Umstehende nebst dem Vezier. Doch hielt er seinen Unwillen zurück und verbannte den hierob hegenden Unmut/sa er heiterte sein Gesicht durch eine gestellte Freundlichkeit aus/und ließ die Zunge diegelinde- sten Wörter herlallen / womit er den gefasten Frevel betäuben/und dieses von Aufruhr zischendeOttern-Gezüchte besanfftigen möchte.Ja/ als seine Wort hiebet) ohnkrafftig/ rief er auch die selbst verlangten Handlungen dazu/und langte demMuffri dasSiegel ein/um dadurch dar zu legen/ das er ihrer Macht im geringsten nichts einreden wollte. So bald er diesen Frevelenden entgangen/ hielte er mit dem Ja- Groß.V* nitfcharen Aga und Kiasa Begh/ heimliche Unterredung / da sie dann ;>» be- emmülig kein besiers Mittel / wodurch man diesen Labyrinth entgehen konnte/ fanden / als daß man den Fefasi/der durch sein übermütiges'^' Janikscha» düng' zum Beschluß dieses Versprechen bey/ daß er selbst den Mord- rmMa «r. Sabel auf bemeldten Berratherey-Schmidt zucken wollte; welches M'v-m erdannredlich in daö Merck gesetzt/und die Versicherung von dessen Tod dem Groß-Vezier selbsten hinterbracht/ zu welchen er sich den 2 9. Fedr. in Begleitung aller Beamten und ohngefehr sOOO.Janiticha- ren versammelte / welche hierauf zu murmeln anfiengen. Weil nun dis Zurbaren sahen / daß es mit ihren Hochmut auf die Neige/ mit ihren Fall aber zum Anfang kommen / siengen sie an mit demZungeu-Schwerdt sich rechtschaffen zu wehren/und dis Jamt- 2 s f scharen Isnitscha renAga rvrrh erwürgt. Li«! will ven Sultan 41» R öm. Ra'-ftrl. Mas. undDero hohen Alliirren tscharen/ (so demZünd-ättaut N'chtungleich/undVurMengerinG- ften Lockungs-Funcken in volle Flamme gebracht werden können/) auhumuntern und anzuhetzen/ daß man solcher Gestalt di« höchst- schätzbare Freyheil nicht in Festet und Bande legen / noch eine so hochmütige Tkat mit abgewendcten Augen und Rach-lesren Gemüt hinstreichen lasten wüste; dann der Mord-Pfeil zielte, nicht auf einen/ son, dern wäre aufdiesem und jenen auch gerichtet/ die er auf gleiche Weis - se/als dem Fefasi/hinraffen könnte. Kaum harten die Zurbaren den Mund geschloffen/ als dreScheiden der Ianitscharen-Sabel schon sich blössten/ und zum Beginn der ausgehenden Äerratherey/demJanit- scharcn Aga das Leben entraubten/ so er ohnlangst / den frech mutigen Fefasi aus einem tragendenAmts-Eifer weggenommen. D'eser Tumult brhertzigte einen Zurbarn eine verwegene Tbat fürzutragen/ und dadurchro^o. Beutel/so ihm die SultaninZacchi/ wann er ihre a Printzen Mustapha/Mehemets Sohn/auf den Thron setzen würde/ versprochen/ anjetzodey dieser Gelegenheit zu erbeuten, urbar Er ließ sich nemlich vernebmen/dafi im Fall man ihm zumJanitscharen Aga erklären wollte/er wolgewillet wäre/nicht allein den Groß-V« Zier / sondern auch so gar den Sultan Solymann selbst das Lebens- ^slebcn etzq-L ?tÄ' »Ä !! ich/ «M 7 !^ l,:^ ep -E E Tri umph l eu chtenden Rki e gs-HelmsDrirrerTheil. 41 z Vecjämuiler euch unter die Schuy-Flügel diefespropherifchen Obdach / wo ihr nicht mutwillig die Rache des Himmels auf ,nch Z ehen wolr. XVer sich diesen Schirm-Gränyen entziehen/ und selbigen den Rücken kehren wird/ soll den schmählich- kctt T^d in die Hände eilen. Diese Red-so sie mit hellerStimmeauskhönten/zertrennte/gleich GrsfftrZa- dem Glocken-und Geschütz-Schal!/dieses greuliche Gewitter der Aus laufumer rühr/ und versammelte alsobald eine ungemeineMenge/die dieftnFah- Mahomeu «en zu eilten/so daß in kurtzerZeit die Anzahl sich auf die 100000 . be- Tahmn. lief/welche nachmals von demGroß-Sultan beordert wurden / ihre Waffen gegen die Aufwiegler zu wetzen und zu wenden. Der Befehl ward alsobald werckstellig gemacht/ und sähe man schon die meiste Leichen der Redellen gestrecket liegen/als das in seine eigneJngeweidc wü« tende Volck/ den vornehmsten Rädelsführer ergrieffe/ und obwolen er ;oo. Beutel mit Geld für sein Leben dar zu zehlen und zahlen erbötig/ nichts destoweniger die Mord-Saiteihn um den Hals warff/ das letzte Lied nnstmunen/ und nächst andern ermordeten Körpern auf dem Marckt-Platz allen zum Abscheu dieses grausamen Lasters liegen ließen. Den ermordeten Rebellen/ folgten auch ihre Gönner/ als welche Musst» diesen Feuer stetkgst Nahrung beytragen/ unter welchen absonderlich wi-o rmstzt. derMuffti war/den man deswegen entsetztes und mit seinem Vorfahren wieder verwechselte. Die Stelle des ermordeten Groß-Veziers ertheilte der Groß-Sultan aus sonderlicher Gewogenheit dem Ni- chantiBaffa von dem Dardanellen / und besetzte die durch diese Aust Rekekm ruhrentlsdigtsAemter/mikbeiiebigenPersonen/befahl anbei) alle/noch s°^"pa§ aufzuspühren möaliche/Rebellen/zu ergreiffen/ und nach dem Platz Ar- ^ meydan/zur gebührenden Straffe/und jedermanns Besichtigung zu schleppen. , werden. Dieser Armeydan halt sfS. Stritt mdieLange/und rrc>. in Veschrej. die Breite / und war die alte Rennbahn/zurZeit der Orientalischen Kayser/ allwo man die Pferd-Länfse/ und andere ordentlicheSN-kk an- stellte. Der darausbsfindliche Obeliscus oder zugespitzre Seule ist eine schone Pyramide / vstreckicht/ und aus einem Stuck/ bev die es. Gchue hoch. Auf dem Fuß stehet zur einen Seiten .ine Griechische/ aufder andern eine Lateinische Aufschrifft/ aus denen beedcn zu ersehen/ daß Kayser Tdeodorieus solche wieder aufricht-n lassen/nach;, em sie lange Zeit nicht geachtet / und auf der Erde liegen/'gelaff «worden. Die Griechischen Vers vermelden / daß selbe in ?L. Tagen styausge, richtet worden / und siebet man unten an einen e> Habens.! Bub/dis Machinen basten welche man gebraucht/ dieses PreHwmdjgeMerck a«l den Fuß zu stellen. F ff ist Man 4 r 4 Rom. Rayftrl. LNaj und derohohett A Mirren Man liehet auch auf eben solchem Platz dre» chrneSchlänaen/ dran eme in die andere gewunden/und machen gleichsam eine Seule/ doch daß die Köpffe oben in Triangel voneinander sieben. Etliche halten diese Antiquität vor einen Dreyfuß des Apollinis / oder zumweniq, sie« vor di; Seule/ worauf der göldne Dreyfuß des Delphischen Öra- culi geruhet. Andere halten sie vor einen Talismami/ welche die Stadt vor den Schlangen verwahret/und scheu noch hinzu/daßMt der Zeit / als Sultan Murath / da er einsmals aufdiesemPlatz fpatzj, ren gieng/ mit einemRohrschlag den unternKmbacken dieser Häupter eines herunter geschlagen/ habe dieser Talismann seine Krafft verloren. Dleser Platz Armeydan / hat aus der einen Seite das vorder Theil eines alten Serraii/an welchen aber nichksprachtigeö zu scheu. Zur andern aber die neue Mosquee des Sultan Achmers/welche säst die ansednlichsie in gantz Conftantinopel. Allein wir entweichen diesen Platz / und eilen den/über dir Rcbellrn Rach ergrimmten Pöbel naG. Rebellen «i- Diese hatten sich/nachdem sie durch Absteckung derMahomets, Irn inihr Fahne übermannet/der FluchtzurRctterin anverrraut/und zumTbor MM», denen Schiffen/als ihren gewissen vülff-Port/zugeeilet; allein hiemit gaben sie sich recht in die Klemme/indeme die mit Stücken ziemlich bekleidete Schiffe/ sie vonvornen mitTodten-Salve/ dernachei- lende Pöbel aber von hinten/ mit gleicher BewMommung begrüffts/ so/ daß wahrenden dieses Tumultsund nachAussieckung der Fahne/ «usdie 4020. Rebellen den Sabel gkcsiet/ welche gleichwql auch bey dem Anfang ihrer Aufruhr 21 r. Schiff-Soldaten und i z q.. Bediente des Groß-Veziers in seinemPallasi ermordet/ und würde gewißlich keiner von denen Rebellen entronnen ftyn / wann nicht das entzünd- ten so vieler Häuser in Constantinopei/ die Rach-eiftende zur Rettung/ »on fernerer Nachfolge der Reellen zurück geruffcn. «rosse Dann dieMalcontenten hatten in etilcheHäuserFeuer gebracht/ Feuers welches in Abwesen ihrer Bewohner sich so sehr ausgebreitek undum s>H gegriffen / daß es in kurtzer Zeit etlich ivso. Haußer aufgefressen/ und bev diesen so gar unsattlichen Hunger/weil fast ke-ne Rettung da war / das mit so unzehlich vielen Handels-WahrenanqefüllteKauff- und ZolbHauß verschlungen/und die Kauffmannfchaffk in unwiederbringlichen Schaden gefetzt. Doch hatten diese entzündete Hauser.d: Würckung so die RebeZen gewünscht / indem hiedurch der Pöbel von fernerer Nachfolgung abgelaffen/ und sie Gelegenheit bekommen/ bey demSpratzeln des Feuers/und krachen der zusammen fallenden Gebäude/ zu entwischen/ und indessen anderwartig ein neues Austuhr- Leuer gngliWien zu Aschen. Nach- > 2 '»-, kr 5rt^ rrmmph-l euchrenden Rric ys Helms DritterTheil. 475 Nachdem n u, dis Klammen der eingeascherlen Häuser v rjo-Mer«»ltz« scl en/und dis Rebellen entfernet/machte der Sultan neue Anstalten/Vcrjnr«. und verwechselte abermal die entledigte Stellen. Tebakhade / ein ^»'g der Mann/ in den Ottomanni'chen Gesetzen ziemlich bewandert/und noch ^Ek«r. um seines Wärters Cadi Ascher willen / von ledermann sehr hochgehak ten/wurde zum Mufft,/ Kmperlagi Mustapha Bassa/so das meiste zur Erhöhung des gegenwärtigen Sultans beygetragen/zum Gwß- Vezier erwehlet. Der Bostang, Basta / der das Haupt des Groß- VezmsSolymanns dem rebellirenden Läger überbracht / beträte die Stelle des Caimakans / und Hoffdali Basta/ weil er den Sultan zu kleidenpflegen/ward zum Aga derJanitscharen ernennet/ der zur Ver- sicherungstinesLedens drey^ undert Rädelsführer / von den letzt aufge- lvorffenen Häuptern der Rebellen/ in einer Nacht ersauffen lassen. Der neu-erwählte Groß-Vezier/ trug aufdcs Sultans Ordre/TüEsch» denJejen Achmet Aga/ mit Ub rsendung desCafftans/dieStells aus/ Gesandter als ein Ambassadeur an die Europäische Printzen zu gehen. Dieser anvie Minister ist e uer vonden Capigi Bassa ooer nächsten Bluts-Freun-A^'L, den der Schwestern und Baasen des Sultans/anbey wegen seines gu-^ ^ ten Verstands und Höflichkeit höchst-berühmt. Seine Großmütig, keit ist daraus erkänntlich/ daß er die Gelder / die man ihn zu Ausfuh, rung seiner Ambassade zu zahlen prasentirt/abgeschlagen / und mit ei- nemTrain von 50. Personen / und 6. Laquayen/ welche Anzahl der geringste Bassa allezeit bey sich hat in kurtzerZeit aufeinemFrantzösie schenSchisszu ^Legel zu geben/gewillet. Seine Verrichtung bestehet in drey Schreiben/worinnenge, r.aue Nachricht von Veränderung derOttomannischen Regierung/ wienemlichselbigetheils durch innerliche Entzweyung säst unerkannt lich/ theils durch der Cknstlich-vreittten Siege/ gäntzlich entkrafftet/ unddahero gezwungen worden / ihr Hoffnungs-Anckerin folgenden Christlichen Königreichen auszusencken/ nicht zweifflende/durch deren Bemiktclung in einen sichern Friedens-Hafen zu gelangen. Das ttjkSend-Schreiben ist an den König in Franckreich / das andere süL denKönig in Engeland / und das dritte für die vereinigten Staaten der Niederlanden. Noch skr der Abreise des Ambassskurs wurde publieirt/daß Das M- wann innerhalb drey Tagen zeit die geraubte Güter und Gelder m'chtraubt«for- wteder in des Veziers und des Schatzmeisters Hauß gebracht würden/^^«,. und man solche hernach entdeckte/wie auch / wer etwas davon gekaufft ^ ' ^ hätte/ und nicht kerbkv brächte, bev denen es gefunden werden würde/ ausgchenckt werden sollten: da dann bald wieder viel Gut und Geld zusam- 4 i§ Röm. Rayserl. Maj. und dero hohen Akiirren zusamrnen getragen ward. Aber zo. theils ArmenianeHdW^ chen/welche das/was sie gekaufft/nicht wieder hsrbeygegeben/sind in Fluchtder der Lufft verarrestirt worden. Glücklicher waren bey diesen letzten Cristen Tumult die Christliche Sklaven / a'.s weiche in grosser Anzahl in den Sciavm. Pallast des Frantzösischen Ambassadeurs geflüchtet/ welcher dann aus Mittleiden bewogen/ einen jeden von dusen armen Leuten mit r.Hec- chinen an die Hand gieng/und vor deren Einschiffung Sorg trug; sch bige aber war so wo! gelungen / daß deren unterschiedliche von aller, Hand Nationen/ mit dem Schiff La Madonna del Carmine benamset/ in Venedig eingelauffen/ und noch eine ziemlichere Anzahl in einem Kriegs-Schiff denen vorausgeschickten gesolget. Wir begleiten diese befteycte Sclaven nach der Adriatischen Beherrscherin / und beblicken selbige mitten in der Triumph-Lese und Sieg-Jauchzen in Trauer eingehüllt/ zum leidigen Vrvspiel/wie Lff- ters die Freud eineFürrretterin des Lews / und nichts dem Lachenso nahe verschwägert/ als das Trauern; Dann indem in Venedig alles wieder vor Anstalt zu einer glücklichen Campagne entbrandte/und nm die Schiffe mit behöriger Munition undVvlckern/nachMoreaund Dalmatien abzuschiffen Seegel-fertig lagen / siehe/dastürmetediese unangenehme Zeitung von dem Thron des Venetianischen Marcus- Herzvgvon Pallasts und Platz her/ wie daß nemlich der Durch!. Fürst und Herr Giustiniani/ dieser Welt entrissen / und in dis ewig-währende Hirn, ^ ^ mels-Regierung versetzt worden. Dieses beleidete höchstensden gan, tzen Staat/als welcher in dem verstorbenen Doge/ ein warhaffles Bildnüß derSanfftmut/Klugheit/undVatterlandsLiebenunent, behrenmusie. Leich.Be- Seine Leich-Begängnüß und Begräbnüß/wurde mit vielen tau, sänM'iß s^d Zähren beehret/ so die Liebe der Unterthanen / ihren treuen Lam tzaa« ' des-Vatter/ der wegen seiner siegkafftsn Regierung ewig in den Am * 2' gt'denckendcrNachkommenschafftblühenwird/gezinsek. Dergantze Adel war in ungemeine Menge Hey den Funsralien dieses Preiß-wur, digsten Fürsten/ der zu keiner glorwürdigern Zeit / als unter der Sieg, Bekräntzung so vieler eroberten Landsci afften und Plätze/ seinen Geist ausopffem können. Der Dominicaner St.Gw und Paust Kirche war gantz'mit Schwartz bezogen/und darinn ein überaus prächtiges dgllrum Ooloris ausgerichtet/ welches mit vielen Bildern gezieret/und mit etlich looo. angezündetenFackeln und Lichtern erleuchtet/auchdm bey das Heil. Sacrament ausgesetzt worden. Als man nun alten Gebrauch nach dem Volck vergönte/ dieKer, tzen samt dem Laliro Ooloris unter sich zu lheilen/ entstund darüber n^v Triumph, leuchten den Rnects,HeIni6DrirrerThesl. ^17 «megroffeUnruhe/ indemerliche/weißnicht mis Mutwillen öMaüö G -ssrM« KÄ Begierde/etwas zum Angedencken dieses Ruhm-wehrtenDogezu ex- °-'ul>b >-v?r KL halten / gar das Hertzoglrche Bild angriffen / selbiges nicht Mein des ^ 4 «. »Z Zieraths beraubten / sondern auch das Wachs/wovon die äufferlichs ^ Gliedmassen fornnrtwaren/abklaudken- wobey dann der Tumult so groß wurde/daß etliche/wslche solchen Zttrd.'begieriqenxeuten wehren ^ wollten/ darüber sehr übel trattirt wurden; eswürdeaüchzweiffels ,r 2 ohne noch mehrere Unruhe erfolgt seyn/ weil dis Menge so groß war/ L* daß sie einerArmee nicht unähnlich schiene/wann nichtGott solches svn- ^ deM verhütet hatte. «Ätz ÄU» -HM iirlt WÄt! r,«s Alk- S welche den dritten Tag daraufder Patriarch wieder geöffnet/ und mit gewöhnlichen Ecrem.onjen eingeweyhet. Indessen nun der Ve»ie- tianische Staat/ zux Wahl eines neuen Aoge schreitet / wollen wir ei, nen Blick guf den jMrung dieser Mürbe/dje vorige Ntegierungs- Zeiten / urch jetzigen Staat schicken / verhoffenp es werde dieser Um- schweiff/ den Historien liebenden Leser / nicht unangenehm sepn. Insgemein wird dasur gehalten/daß zur Erbauung der Stadt «rspriin- Venedig/ der Einfalldes Hunnischen Königs Attila/den er ausGal-b-r Stade lim in Italien gethan/ Anlaß und Gelegenheit gegeben/weil nemlich B medis. damals vi-l fürtrejflicheLeute/ausFurcht vor diesenBarbarn/sich vom Lande ins Geer und dessen Inseln begeben/ welches geschehen sey um bas 420. Jahr/ nach Christi Geburt- Allein hierwieder istzuwissen/ haß weder der HunnewEinfall um das 4-0. Jahr nach Christo / sondern etlich dreyffig Jahr hernach geschehen/noch auch zu der anfänglichen Erbauung dieser Stadt/ der gedachte hunnische Einfall Anlaß gegeben/ als welcher pielmehr zu deren Erweiterung und Vermehrung geholffen haben mag. - - , Die jenigen aber so diese Sache etwas genauer ausgerechnet/ setzen/ daß die anfängliche Erbauung dieser anjetzo so Welt-berühm, ten Stadt in der Gegend des Rio alto geschehen sey in dem 429. Jahr nach der Geburth Christi/ alsTbeodosius derJüngere und Valentmi- anus Kayser gewesen. Und sey / wie aus den Zeit Büchern dieser Stadt zu ersehen/ m diesem Jahr die erste Kirche allhier/genannt za St. Jacob/ den 24. Mertz einqeweihct worden. Hernach als in dem4fL.JahrAttilaüber die Alpen in Italien Sssallm/a„d die StadtAqurleja belagert/(die er auch/nachdem er gefe, hen/daß einStorch seine Jungen aus der Stadt getragen / endlich mit stürmender Hand einbekommen) hatten Zeit wahrenderBelägerung vir Bürger/nachdem sie sich emeguteZeitgcwehret/undnunmehro Ggg an ^7z Rom. Ra-yser l. tNaj u nd der- hohen Alliieren an Erhaltung der Stadt gezweiffelt/ sich/ so vie! die GelegenhestM^ wollen/mit allen ihren Oeräthe und kostbaren Sachen in die Klippen des Adriatischen Meers/und die darzwischen gelegene Jnsuln/ so bis anhero noch nicht bewohnt gewesen/ begeben. So wären auch die Pa, taviner / aus Furcht / die über Aquileja sgerathene Gefahr möchte such sie betreffen/ mit ihren besten Sachen/ in eben diese Gegenden qe- flohen/ hatten Weiber und Kinder und die Men nachRiaito geschickt/ und nur die junge Mannschafft/ zur Benützung der Stadt/zurück gelassen. Desgleichen seyen die Einwohner des Hilischen Gebürgs aus Kurcht höher gekommen; und als die Stadt Aquilia übergangen/ und Padua zerstöret worden/ samt denen Orten auf demGebürg/ wie auch Vicentia und Verona/von allen diesen Orten her die mächtigsten in dem Morast um Rioalto herum niedergelassen; zu denen um gleicher Furcht willen/ alle die in der Nachbarfchaffc dieser Länderey der Veneter oder Heneten bißhero wohnhafft gewesene Völcker sich guch verfügt/also daß ste ihre lustige und fruchtbare Gegenden verlassen/ und diese unfruchtbare/ unlusttge und unbequeme wüste Platze/um der dringenden Noch wlllen/zu Wohnungen erkohren. Es schreibet auch Csntarenus in seinem r.Buch von dieser Lob«' berühmtenRepubliq. daß anfänglich bey die zwep und zwantzigStädt- Zu Äene« lein allhier erbauet worden. Weil aber dieselbe weder für sich festest dig werde» nug gewesen/ noch ein jedes absonderlich Schiff und Fahrzeug genug Zucht,«-,- gehM/denen See-Raubern und streiffenden Partheven allein zu wi- ailruua derstehen/ so hätten sie sich miteinander verglichen/daß sie zusamenshal- wählr. ten wollten/weil sie doch alle miteinander einerley Gefahr auszustehen hatten. Und gleichwie biß anhero ein jedes Städtlein seinen eignen Zunfftmeister aus seiner Bürqerschafft erwehlet; Also hätte man sich vereinbaret / baß hinkünfftig diese Zunfftmeister auf gewisse Tag zusammen kommen / und über das gemeine Beste halten Men. Solcher Gestatt nun ward diese Gegend in wenig Jahren so ivol zugerichtet/ daß man nicht allein gemächlich wohnen kunte / sondern alles ein über die Massen lustiges Aussehen bekam. So machte man auch nach und nach gute Gesetze/und fiengen sisan/mittenunmden srossenVerwüstunaen vonJtalieN/allhier gantz wol und sicher zu leben. Auch wuchs ihre Macht und Ansehen in kurtzer Zeit gewalt-q/ und schlugen sich noch viel andere zu ihnen aus denen Srädten der Lömoar- d-n/ von wegen der Grausamkeit des Longobardsschrn Königs LA Di»/ -Az «W ,-B /><. T riumph leuchreudc n Kriegv-Helms drrrrerTheil. 419 M/ässo / vaß sie je langer je mehr zu nahmen; jedoch der Regierung VttLonstantmopolitamschenKayserunterwürffig waren. Nachdem nun dieser Staat aufdiezweyhundert unöetlich sich- WJahr/ohne grosse Aufruhr und Trennung/geblühet/welches andere auf27r.Jahrhinauöziehen; begunten sich ein und andere Stritt tigkeiten herfurzu thun/bey welcher GelegenheitemervonihrenNach- barn Luitbrand / Hertzog von Friaul/ sich ihrer zu bemeisiern tracheke. Indem sie sich nun gezwungen befanden/denselben die Gegenwehr zu Venedig« Mn / ward unter ihnen sämtlich für gut gehalten/einsn Hertzog auf wchKa basein Lebenlang zu erkiesen / damit derselbe ihre Mißhelligkeiten/ mit'NÄ"' desto mehrern Ansehen schlichten / und sich ihren Feind widersetzen ^ könnte. Und sollte zwar derselbe Hertzog den Namen ihres Oberhaupts haben/jedoch aber seine Macht dermassen umschranckt seyn / daß er sei, ne Hoheit nickt mißbrauchen/oder sich zu einen Tyrannen unter ihnen aufwerffen könnte. Und also ward um dasJ -hr Christr 696. zum ersten VeNLtl'amschm Hertzog erwehlt/ Pauluttus Anaftsius Hera- eleanus/ welcher sehr vorsichtig sich regierte/ den Krieg löblich zum End brachte/auch eine Kirch erbauke/und nachdem er rv.Jahr regiert hatte/ verstarb. Nach ihm ward imAahr yi^erwahIetMarcellusTe- glianus Heracleanus/we!ch?r ein gütiger und versiandigerHerr war/ «ndZ. Jahr dieser Würde fürstund/ auch in Frieden diese Welt geseg, nete. Jm yrS.Jahr/fiel die Wahl aufHorleum Ursum Hypatum/ der verjagte zwar den Exarchum zu Ravenna/ward aber dabey so herrisch/ daß das Volck in dem n. Jahr seiner Regierung sich wieder ihn empörte und ihn um das Leben brachte. Jnryz/. Jahr kunts man sich nicht entschließen einen andern Nrrwech, Hertzog zu erweklen / sondern man war des Fürnekmens/daß aufb. Jahr lang kein ander Oberhaupt zu Venedig seyn sollte/ als ern gewiß ser Maestro di Soldati oderKriegs-Obrister/ den man jährlicher Wehlen wollte/und sollte derselbe eben die Macht haben/als ein Her- Lbrjstes. tzsg / nur daß er über ein Jabr nicht zu regieren hatte. Als man nun Stelle, bisausdensünfften kam/genannt CcauusFabritiatus/mißbrauchte derselbe gleichfalls seine Macht; deßwegsn man ihn absetzre/ und seines Gesichts / doch nicht des Lebens / beraubte. Im 742. Jahr veränderte man diese Art von Regierung aber, Erwkht«, mals/ und aus Furcht vor diesem Rauck /sprang man wird, r in Vas wi-d«« vorigeF-usr: Ncmlich man erwcblte plötzlich wieder einen Hertzog/nmHiltzog und zwar Thesd uum Hvpatnm des ovgcmeldten Ursi Sshn/welchen maagelödtet. Derselbe regierte zwar rz. Jahr: weilersich atz-^e, GZg'j sü ch:s- 4L» Röm. Raystrl.nia j . Und Ders hohen A Uiirren fürchtete/ es möchte ibM gehen wie seinem Vatter/ sobaueteersich aus dem vesien Land zu Brondolo/an dem Ausfluß deß Flusses Meduac! vder Brctttü/ ritt vestes «schloß/ damit er auf den N othsall eine siche- re Zuflucht dahin haben könnte. Das Volck aber gertethe darüber in Argwohn/ als ob et sich zum Tflrannen aufzuwerffen/ und seine Re/ gierung mit Gewalt zu behaupten trachtete; Als er nun emsmalsvon dannen wieder nach Venedig kam/ fand er die Burgerschafflinden Waffen/ lind ward von denselben abgesetzt/ Und gleichfalls geblendet/ Und Gesicht toß gemacht. . Dessen ohngeachttt ward von dem Volck imAahr^j-f.gleich/ W 0 i wieder ein anderer Herßsg erwshlet/nemlich Galla; weil sie sich einbildeten / dicht würde besser seyn/weil et der vornehmste Rädelsführer/ wider den vorigen Hettzog gewesen. Allein er suchkeseme eigne Hoheit auch so übermässig/ daß das Volck in dem andern Jahr feinet Negierung sich auch Wider ihn empörete/ihm dieAugen ausstach/ W-hien und den Wandet und Elend-Stab in die Hand gab. Da sie dann 1,-bsivem für gut befanden / hinführo keinen Hertzog mebt alleinzu erweblen/ H^s se- sondern denselben vvnJahkzUIahrgewiffeZunfftmeisier zuzuordnen/ w-Manm- und gsso ward xrkohtey Dominicus Monegarrus. Aber die iahrli- «tglrr. j-henNathshekten waren nie mit ihm eins/und weil er solchen nach nicht besser wär/ als der vorige/ ward er gleichfalls von demVoick abgesetzt/ und des Gesichts beraubet / in deMfünssten Jahr seiner Negierung/ wiewol andere ihm nur ein Jahr zu legen. . ^ . ^?ach rh^e etweblteder Herr süchtige Pöbel im folgendenJahr Leäoaiü äts?f7.MauritiumGalbajuni t welcher/ nachdem er etliche Iaht VeneÄ. glücklich regiert Hane / von dem Völck die Macht bekam/bey seinen Lebzeiten einen Nachfolger neben sich M die Regierung zu nehmen; DannenheroerseinenSohn/Johantten zu sich Nahm/welches das erste Exempel war/vön zweyen zugleich regierenden Hertzogen! und brauch/ te er hi ezu den Vorwandk/ daß er in seiNemAlter einesBevstandes von/ nökbmhälte Obnun gleich dieser Johann Nach seinesVatteksTode sehr übet regierte/ so wüste ers doch bey dem Volck dahin zu bringen/ daß er von demselben die meisten Stimmen erlangte um gleichfallsser/ mn Sohn Mauritinm neben sich in die Negierung zu nebmen» Weil er aber hierdurch desto scharffer und übler regierte und rie! Unruhen anrichkete/ machten die Zunfftmeistet samt den vornehmsten von Vee nedig ein Verbündnüß wider ihn. . - W'ewol nun dieser Hände! entdeckt ward/ Und sie sich alle in die Flucht begeben musten/ so nahm meichwol hernach das VolckG legem heil/ weil Pipinus/des Caroli Martelli Sohn/mit Volck in JtM» >^zj. - HA« L!!Ä ):chj -c^L I^K Tri umph leuchrettdettRrieg s -Helm s Dritter Thett 42 1 kgm/Uch zu den Waffen zu griffen. Machten sich derohalben wider ihren Hertzog Johann auf/ und verjagten denselben samt seine« Sohn. Wiewol nun dieser erstlich bet) dem Carolo Martelks/ un- hemachauchbehdemGriechffchenKaysekNicephowHulffsuchke/so konnte er doch zu der Regierung nicht mehr gelangen. Dann sie an Hreyftchee seine statt Obelerium/einen vsndenZunfftmeistern/sosich wider Jo- HcrtzvM. hannem verbunden / Ao. 804. erwehlt / welcherzween seiner Brüder/ Stand Beatum undValentinum mebsn sich in die Regierung aufnahm; Als « nun den Maurilium und Johünnem / die vorigen Hertzogeu/ vcr- jagt/und deßwegen das Kriegs-Heer der Griechen unter dem Niceta Patritio vor die Stadt kam/ sandte er seinen Bruder Beatumnach Constantinsvel/ um die Sache in der Gütecheyzuiegen. Inzwischen begab sichs/ daß der Griechische Kayser NicephürUs und Carolus Martellus / oder vielnirhr dessen Sohn Pipinus eine BüNdnüß Miteinander machten / wülnemlich derPipinusvon dem Pabst in Italien gelücket ward/ um die Longobatder daraus zu vertreiben/Und wurden beh solcher Verbündnüß die Venediger und der Hertzog von Benevent vor Mul ra! erklärt/ also daß sie weder den Francken noch denGriechen unterworffen seyn/sondern derFreyheit le- digllchgentessensoilten.NichtsdestowenigergrieffderPipinus/dernUn- mehrKonig inJtalren worden/.^ieVenedigerwieder MitKrieg an/mit Fürwand/oieHertzoge waren denGriechen geneigteralsdenFrancken. Da aber Hertzog Beükus wieder von ConstaNtmopel zurück kam/ schloß et den Odelerium und seinen Bruder Valentinum aus der Regierung/und wurden dis von dem Volckder Verrätherey beschuldigt/ als ob sie sich an die Francken gehsngt/wsßhalben man sie aus den Weg räumte. Nach dem Tode des Pipini aber / ward dieses VEgee Vttbünvmiß ausgerichtet/ daß die Venediger sollten freve Leute sehn / w«vmfi«vt vnd sreyen Handel in gantz Orient haben; solcher Gestalt bekam die Lmr. ir^' an/ viel Inseln aneinander zu hangen/ daßalso die Stadt zu ihrer rech, ten Grosse gerieth. Beato folgte in der Regierung durch vorhergehende Wahl des Volcks im Jahr 809. Angelus Patritiatus/doch hatte er neben sich zweenZunfftme,ster/und bekam endlich Eriaubnüß seinen Sohn Ju- stintanum neben sich m die Regierung zu nehmen. Welcher nach dem Tode seines Vatkers allein regieret. Von diesem Justinrano an/ ward der V 'Mdigische Hertzogs-Stuhl von einer Person besessen- und er! MM P trus Tradonicus> weil er KaystrMichaeli / wider die Saracmrn/so in Apulien eingefallen/ mit einerFlotte von 5o. Galee, Ggg üj ren BeneW. 4 " Röm. Ra^strl. kNas. uudDek- hohen Allmten Htttzsgzu ren zu Hülffe geeiiet/ die Wärde des Oder H^ftMärschallHämM Mncdig Protospatharius genannt / und der nächsten Rang nach den Kavier 22s ^"e. Endlich verwechselte sich diese einfache Regierung durch einen !7vmKMrso>ldörlrchenZufall wiederineine zweyfache. Dann Johannes der Sohn Mst Patritiati/so wegen löblicher Beherrschung seines Vatters auch die Hertzogliche Würde erhalten/ fiel in eine rödtli che Kranckheit/ so daß er verm-eynke/ daß er sterben würde/ und deßhalben das Volck ersuchte/daßsisseinenBruderzurn Abttmati- Nachfolger ernennen nißchken/ welches er auch erhielt. Weil er aber ^Doppel, aufkam/gebrauchte er seinen Bruder zum Neben-Regenm; ^ und als derselbe mit Tod abgieng/ nahm er dessen altisten Sohn in gleicher Würde zu sich. Nachdem er aber sechs Jahr in der Regierung gewesen/und verfpichrt/daß das V olck mit ihrerMegierung nicht wol zu frieden war/so danckten sie alle beyde ab/ und üderliessen wieder die einige Beherrschung im Jahr 8 8 7 . Petro Candiano. Von diesen kam es auf Petrum Tribuns/und so sott aufMsum Badoarium/folglich auf Petrum Candianum li. die allealleinigdie Hertzogliche Würde genossen / bis Petrus Badoarius seinen Sohn Petrum Candianunr M. zu einen Neben-Regenken annahm; der aber um feiner üblen Regierung willen/ins Elend verflossen worden. Nachdem er aber zu mehrern Alter koinmen ward er viel firsamer/und «erhielt sich gar wol/ nahm auch den andern aus seinen drey Söhnen/ Petrus genannt/neben sichin die Regierung. Dieser hingegen hielt fich so ubes/ daßdasgantze Volck darüber in Aufruhr geriest) / alsodaß dieser Sohn aus der Stadt gejagt ward; Da dann die furnehmsten Einwohner/ so wol geistliche als weltliche/einander einen öffentlichen theuren Eid schwuren/nimmermehr zuzulassen/daß dieser Sohn wist der nach Venedig kommen sollte. Indessen legte sich dieser aufdas See-Rauben/ und thake denen VenerianischenKauffleuten st) grossen Schaden/daß sein Vatter fur Betrübnüß darüber starb. Aber dieser Tod/der erlittene Schaden/ der geschwome Evd/ ward bey dem leichtsinnigen Volck so wenig ge- achtel/daßsie diesen von der Regierung ausgeschlossenen/und in bas El 'nd vertriebenen Petrum/bloß allein um ferner Durch!. Vorfahren willen/ welche der RepubliM viel Dienste getban/wirdcr zu ihreuHm tzog aufnahmen. Dieser stieß hieraus seine Gemahlin von sich/ uB hsurathrte sine äschere / die sehr mächtig war anScUvmundLaM Gütern. Daraus bekriegtr er die von Udsrso und Ferrara mit einen glücklichen Ausgangworüber er so hochmütig ward/ daß er dmHer- tzsglich.'n P ülast m^t Soldaten besttzts/und gegen die Stadt Vme- diz >.mm:r Tyranmscher zu werden begaffte. Da !>W KU NLt! !««« k«W ,si!üK iüN IL!Ä» i- v' > 7 '> »'-5 Trmmph-l euchrendeuRrLc gs. Helms Dr-irrerTheil. 42 - Da dann endlich in seinen 17cm Jahr das Voick aus dw^eins kam/und dm Pallast in Brand Me; W-rauUW so ängstete/ daß er sein iLohnlezn auf die Arm nahm/ und den dem Voick bttttichanhrelk sie sollen chm zum wenigsten nur ^ gen lassen und rhn a-chorm. Es war aLesvergebens/undward er also nebst seinen Sohnlem ums L.ben gebracht. Und so ist es MM mit d/m Voick beschaffen/ entweder es ist alizugrimmia/ oder all ru aut Md leichtgläubig. Durch diese Feuers-Brunst aber/gieng L dreyhundert Hauser / und dre» der vornehmsten Kirchen mit in den von dem Hertzogtrchen S,tuhl gestosten und erwürget / diese rwev^k-mNe- Grund-Gesetze/daß man für das erste Vas Geschlecht der Urscoler ewia b«»R-g.vr von der Regierung ausschlisssen/ zum andern kein Hertzoq mehr einen !-A' ke?n Neben- Regenten zu sich nehmen sollte. Welches dann beobachtet' worden/ und dieserStaat so hoch gestiegen daß er von keinen fast überstiegen werden können/da dann nebst Beytragandererguken Ordnungen/unkerBeherchchungdesHertzogsSebastianiZi'aniim^ahx noi das Voick das erstemal ihrer vier und diese wiederum 40. Personen/ D-e Democratische Regierung Venedigs dauerte bis auf Am dream Dandalum/ welcher der erste war/so nicht selbst zu Feld zog/ sondrmzweenProveditori/odsrGenerasiCommiffarien indasLagee sandte / um den von aussen her in Dienst genommenen General mit Rathund Thatandie Handzu gehen; nebst diesen anderteer die biß- Dcmöcr-m. herigeDemocratische Regierung / welche bißher wegen der Wahl des sch-Kcgi«- HertzogsundderienigenEdelleuke/sodemselben alsRathe beygeiugt ^ngwlw worden / in des Volcks WMükr gestanden/und machte ein lauter »0^^ ArisiocratischesMeftlr daraus/indemer durchgewisseGefetzezu wegen verändert.' brachte/daß der grosseRoth (i!conseziic>6ran6e)wieauchderkleche- ^ «Rath (i!8-naro) so zuvor aus ungewissen Pwsonen bestanden/nun- mehr aus gewissen Herrn besinn d/ so immer dabey blieben. Wiewol man etwan mit b ffcrn Grund diese Veränderung in die Regierung desPetri Grandointi setzen könnte. Dann bls za dessen Z iten Mag das Voick jährlich aus jedem Sechstel der Skadtzweyen Zunfftmei-ierzu erwehlen/welche aus dem gantzen Volck 420. bis 470. Mann erkohren/ die vor dasselbe Jahr der grosse Ratb seyn müssen» Weil er aber fpühtte/daßdiese Wählest 4-4_Röiri. Raystr!. Mas und dershsheN Alliieren len viel Muh / Zwietracht und Aufruvr verursachlen/ soitellkeerfür? und kräng durch/ Paß nachfolgendes Gesetzgemachl ward: Nemlich es sollte em jeder/ oder dessen Erben / der dafselbige gegenwärtige oder eines der vier vergangenen Jahren ein Glied des grossen Raths gewe, sen/fortan ohn einige Wahl/ bey allen Versammlungen des großen Raths erscheinen mögen / alle die andern aper sollten sichd-ssenent, halten. Dieses machte nun alschald unter denen/so vorhin einander gleich gewesen/ den Unterschied/daßmancherdurchdieseneueOrdnung/za einen Vmetiamschen Edelmann ward/ und also in dje beständige Re, gierung kary/ da hingegen alle die übrigen Einwohner anderst nicht« als Unterthanen blieben. Und also verfiel die Democrattsche Regie, rung zu einer Aristokratischen: Und wurde damals der Grund zu dem co geschehen. kleinen Rath durchünterschiedstcheneueGeseheverändertr allermafi sen dann von ihm eingeführet worden/die Adjuncten(i.k>6jont3) bis alten und neuen Verhörer (^ycüwri-VccKi Lc >!uovi) wieauchdie Kriegs-Commiffarienbrovcäiwri). Durchweiche gute Ordnun, gen dieser und ihm nachfolgende Hertzogey sich der Maßen selbst de, gunten zu entfchlagen/ welches dann Ursach war/ daß hinfuhro zuVe, nedig weniger Unftied ward und alles besser stund/so wol umdie Her» tzoge als gemeine Bürger und andre Regenten/ Und obschon Marinus Valerius im Jahr 1354. da er sähe/ daß ihm von dem Heren des Rathsund dem Adel derZaum rechtschas, sen angelegt war/ sich bey der gemeinen Burgcrschafft mit Freundlich, kratifcheoderAlteaufdemVolckbestchendeRegierung wieder emzu, «ea-itzu führen und desto mächtiger zu seyn; wkßwegen er sich dann mit einigen von den sürnehmsten aus der Bürgerschafft verband / daß man alle A'.fforra. Glieder des Raths auf einmal ertödten sollte; ward doch dieser böse rishwcr-en Anschlag von einen der Verschworenen entdeckt/und also der Herßog mit seinem gantzen Anhang des Nachts gefangen / und hernach mit den Beil hingerichlet / mit Verlust und Einziehung aller ihrer Güter. Durch diese Straffen nun befestigten sich die Edlen und Raths- Glieder so sehr in ihrer Gewalt/ daß man von dieser Zeit an in den Venetianischen Historien keine Aufruhr mehr in der Stadt / und gav W W siMt »AM IMduj Zs! t!iU ölen !!l^I 4 islilM M «ick -rM !^ck A? Lrmm ph- leuchtenden Rrieg« Helms DrirrcrTheÜ . 425 yMentftanden zu seyn cmpftnwcn. Ja dieser glückseeUge StacU Vcn-ktani erbeutete auch d-.esen Ruhm-Schein/ unter Regierung Hieronymi Priuli.' daß dieAbgcsandten von Venedig zur Audimtz gefübret wur aleich ' den in den Pallast/ wo man die Königlichen auf zu führen pst get. Ader Köntgli- aenug von dem Ursprung/ Veränderung und Bestätigung der Her- cheu tractut möglichen Wurde/ nun sollten wir alsobald auch zur Hertzoglichen Wahl schreiten / wann nicht zu rechter Abzeichnung derselben/wir zuvor des Grund-R'ffes des Venetlauischen Adels und Regiments höchst-benötigt/ den wir dann in Nachfolge abschildern. * Es k-an aber niemand in die Ruhm Zahl des grösser» Venetia- Wie««, Nischen Staats-Rath eingenommen werden/wann er nickt seine Bh- Venenanl- nen ehlich und ehrlicher Weiß / von denen ältesten und ansehnlichsten lw« Edel. Geschlechtern/ so zu Erbauung dieser Stadt den Anfang gemacht her- führen kan. Weßhalben dann einen jeden Edelmann obligt / inner- " halb Monats-Friss/ von seinen Hochzeit-Tag anzurechncn/ in Begleitung seines Schwähers und 4. seiner Bekannten/ so mit be» denen Hochzeitlichen Freuden gewesen / vor den Dreyen Advocaten der Ge- meine(^vozr>6ori6l commune) zu erscheinen/ und eidlich zu bekraff- tigen/ daß er ehlich mit dieser oder jenen Frauen / auf welche kein böser Leummund etwas legen könnte/sich verlobt/auch durch die Pmsterli- che Einsegnung getrauet worden. So dann folglich die Ehe durch einen jungen Sohn befruchtet wird / so muß des neu-gebornen Sohns/und der hierob erfreuten Eitern Name/ in Beystimmung zweyer Zeugen angegeben/ und daß das edle Kind von einer Eh- und ehrlichen Mutter an das Tazs-Licht gebracht/nochmal eidlich bekräftiget werde.Und hieranfhat der anwach- smde Knabe keinen Anstoß mehr / bis die Knaben-Jahr verloschen/ die Jünglings Jahr hersür käumrn/ und er in das zwantzigsteJabr ge- tretren/alsdann stcht den Vatter/ oder bey dessen Absterben/der Mutter/und bey Ermanglung beyder/ zweyen Bluts Freunden zu/mit diesen Jüngling vor oben benamten Dreyen Advocaten der Gemeine sich zu stellen/ und nochmalen zu beeidigen / daß erder jenige sey / dessen Ehe/ Geburts-Tag und Nam vor diesen ausgezeichnet und angege- den worden/ wofür ihm dann ein Zettel/ durch der drey Advocaten vereinbarte Unterschreibunq/ bezeichnet/ eingereicht wird. Dissen Zettel wirfft man den 4. Decembr. in eine Buchse / woraus es v on dem Hertzog/ in Beywesenheit des Raths/ wieder erhoben wird. Hiernächst entnimmt der Hertzog aus einer nächst-stcbcnden Büchse/ worinnen das süuffte theilvonguldnen Kugeleinangesullt/ Hhh eines * Eiehe hjrtzsvV.tt. cnn6äer<»ti-nvo»StsLt obre Uolitike Werg Schaat. 426 Röm. Ra-sftrl. Nla). und derohshen AUiirren Mensd eines heraus/ welches so cs von Silber/muß'vreftr Jünqimgaufein rväonemcr anders Jahr/oder so lang warten/biß erunterdesten Lf.Jakra't ae> m« Glikd worden / da er dann für tüchtig / auch ohne Erhebung dieser Glücks, AAIcn, Kügelem / zu einen Glied des gröffern Raths und Staats ernennet ' und erkläret wird. W-i.-wdas Dieser grosse Rath oder cloniiZlio Orsnäs, bestehet in ohngesehr Co,.sn»is ?2Q0. Gliedern/doch erscheinen ihrer selten mehr als der halbe The,! Sirandc sich Ihre Versammlung bezielet sich aus alle Sonn- und Fever-Tage / da ^rsaumM chnm die erforderte Zusammen-Kunffts-Zeit/ eine auf den Marcus- Platz befindliche Glocke/ durch den/ eine gcmtze Stund wahrenden/ Schall ankündigt/nach dessen Endigung undStillschweigen dann der Saal geschlossen / und die Schlüssel für den Hertzoglichen Thron gelegt undmchtmchrzu Eröffnung weggenommen werden/es sey dann daß der Hertzog sechst/ seine Rärhe/ die Advocaten von der Gemein/ Häupter von Zehnen/ oder Zuchtmeister / etwas zusxathsicheinfän- den / und um Eröffnung anjuchen lhaten. Be» Schliessung der Saal-Pforte verfügt sich jeder schlechter Edelmann/ nach einen Sitz oder gedoppelten Banck/ wo ,hn sein Lust hintragt; Der Hertzog aber bekleidet einen etwas erhabenen Thron/zu dessen rechten Sand drey Rakhe und ein Haupt von den 40. Herren, znr tincken ingleichen drey Rache mit zweym Häuptern von den 40. Herrn befindlich. Die andern ansehlichsten Staats Ministers fitzen rund um in den Saal / auf etwas erhöhten Banrken/ und haben auf die andern die Auf- Wann mehr altz zween Räche abwesend / kan nichts geschlossen werden / doch können ihrer vier die Versammlung bcysammen halten/ da dann der Kantzler sürtragt/ was zu erörtern vorhanden; Doch wann gefährliche Unheil zu sprechen/oder auch der Hertzog gewillet neue Gesetze einzusühren/ so wird zuvor Ser anwesende Ade! gezeblet/ und so sich die Zahl auf 60s. oder mehr beläufst/ sertgesahren der Für, trag zu thun; Wann man aber Aemtcr zu vergeben hak/ so zahlt man nicht/ weil alsdann der Rath mit 400. Gliedern / die Handlungvor- nehmen mag. Darauf wird solches von dem Cantzlervorgetragm/ und müssen die Advocaten der Gemeine/ wie auch die Zehen-Hmn/ die Zuchtmeister / und die alten und neuen Auditern einen Evd adligen/ daß sie alle von den Versammlungen gemachte Gesetze fest halten wollen. . , Ferner werden vor demHertzög und seinenRathm durch diWie- ner sechs göldne absonderlich gezeichnete Kugele!» in eine Buchst M than/und wann man eins davon heraus nimmt/so thutman zo.^ k!i, »Ä'jv Äk !Ä«> N!U! irck« l^'Ä miü^ .>,»/p Leiu mph/leuohrendew Rklezr-Helm e Drirree The tt- 427 nes gleichen in die zur iinkenHand stehendeBLchft/bey welcher der jüngste von denen Rathshsrrn sitzet / und ?o. eben solche m einezur rechten sichende Büchse / allwo der jüngste Rathsherr ohn einen sitzet; und werden in jede dieses Buchsen zugleich 7. oder 822. silberne Kugeln ge» than/ ferner thut man in die mittelste Büchse z6.güldneund24. silberne Kügelein/ und jitzt bey derselben der jüngste Rathsherr oder zween. Auch thun sie gewisse Kügelein mit 1.2. z. 4. 5. gezeichnet/und s.dergleichendoch mit einer Aufschrifft/ so die andere Seite und Ende der doppelten Banck bezeichnet / in eine andere Büchse/ wann man nun diese heraus ziehet undzumErempeldiL2.Bancke i. i. getroffen worden/so gehen aus denen 2. Edelleuten/einer zur rechten / der ander zur stocken Büchse / und ziehet ein jeder ein Kügelein heraus; wer ein silbernes bekommt / wirfft solches in ein nebenstehendes Geschirr/ und setzt sich wieder an seine Stelle; aber wer ein goldenes beksmmt/giedt solchesdemdabey sitzenden Rathsherrn zu beschauen / und wann dieser es recht befindet/ ss mag dieser Edelmann in die mittelste Büchsen greis- feri; bekommt er mm ein silbernes/ so setzt er sich wieder an seinen Ort: reicht ihn dann das Glück ein göldnes indie Hand/ soqiebtersolches demRathshsrrn/und setzt sich alsobald in oder auf eine Zwerch/ gegen dm Thron über stehende Banck/mit dem Angesicht gegen den HM tzsg gekehrtt/ und der Canßler ruffet ab/ dieser sey ein Wahl-Herr worden. Worauf alle die demselben mit Bluts-Freund oder Schwager- schafft verwandt ftyn/ sich des Loftns enthalten müssen/und also gehet das Lüsen fort bis aus den letzten Ed elmami/demftlben folgt einStadt- Diener mit einer roten Mützen aufdem Haupt / zum Zeichen daß nun andere Kugeln heraus zu zi.hsn. Wann nun die 2. Bancke folgen^ so mit 2. r. auf den Kügelein gezeichnet seyn/ so losen die auch ihrer Ordnung nach / und also eine jede Banck / wie fle getroffen werden. So bald nun 9. göldne Kügelein aus der mittelsten Büchst durch verschiedene Geschlechter heraus gezogen ftyn/ so ist es genug für die erste Kammer der Wahl-Herrn. ^ Dann wann ein Edelmann aufcinen seines Gslchlechts folgt/ und auch zwrymai göldne Kügelein bekommt/ ss muß er nicht von dem ersten/ sondern von den andern 9. Wahl-Herrn senn Und weil die Hesetze nicht mehr als 2. aus einem Gefttstechte zu Wabl-Herrn zu lassen/ sä wird alsdenn abgeruffen/ daß dass lbe gantze Geschlecht sich von dem Losen zu enthalten. Wann nun das Losen schier zu Ende gehet/ Und dir zween Rathshmn in denen SeitemBuchftn schen/daß di» Hdb ij Kugtln 4L8 Röm . Rayser l. rNaj. un d Dero hohen Alliieren Kugeln äbgehen / so vermehren sie etwan oder vermindern'äuch di« silberne Kugeln/nach der Anzahl der übrigen Edelleute. Daraufmüsi sen die ersten z.Wahl-Herr r den Eyd ablegen/ daß sie wählen wollen/ wie es dem Staat am nützlichsten ist; und bekommt der iüngste einen besiegelten Brief / darinnen alle Aemter/ so denselben Tag vergeben werden sollen/ in der Ordnung enthalten/ und gehen sie alsbald/ gleich auch hernach die andern/dritten und vicrdten 9. WalchHerrn thun/in am besonder Gemach/ setzen sich nach dem Alter/ und tißr der Secreiair die Ordnung ab/ was man wählen soll/ tragt auch darauf eine Büchse um mit 9. Kügelem/ als miti. 2, z. 4. f. 6.7. 8 « 9» gezeichnet / daraus ein jeder eines nehmen muß/ und weiß man daher / wer zum ersten/ an/ dern/ dritten/oder folgenden Amt die Benennung zu thun Kat. Wann aber eilffAemter zu vergeben seyn/ so hat die erste auch dieBmennung des zehenden/ und der ander des eilffcen Amts. So bald nun eine Person benennet ist/es ftv nun der Benenner selbst/ oder ein anderer aus den Wahl-Herrn / so muß aisobalddie Büchse herum gehen/und wann sich mehr als drey abstimmende Km gelein darinn befinden / eine andere Person benennet werden/dis daß man endlich sechs zufammemstimmendefindet/da dann der S cretair alle die Namen der B. neuner und derBenennten aufden versiegelten Brifverzeichnet/den er selbst dem Groß/Cantzler eingebandi rk'/sintemal alle Wahl Herrn/ausgenommen die Rathe / Zehner Hauptleute Advocaten der Gemeine/ und die Sensoren / denselben Tag sich des Grossen Raths enthalten müssen. Diese Weise wird allezeit in den zwo ersten Kammern / aber nicht allemal auch so in der dritten oder vierdten/ gehalten; dann wann aufden Brief einige gar kleine Aemter befindlich sind/ worzu nur zwo Personen m ernennen / und solches von den zwey ersten gethan ist/ müssen alle die übrige sich des Benennms enthalten/ und allein den andern ab- oder zustimmen. Dafern sich auch begibt / daß eine Person von vielen Kammern / zu einerlei) Amt benennet ist/so wird derselbe auch durch die meiste Stimmen von den grossen Rath angenommen oder verworffen. Wann 4. verschiedene vorgestellet werden / und drey derselbigen wegen Schulden dem Staat verkafftet/oder Alters halben/ oder daß sie nicht lang genug ausser Dienst gewesen/vor unbequem erkläret worden/ so muß die ganße Benennung / so viel diß Amt betrifft/ wieder von fernen angefanqen werden. Wann nun der Kantzlrr die Namen der Benenner und der Beamten zu den ersten Amt abgelesen/müssen alsobald alle/die des Geschlechts .der lBeamtens/ oder mit chm verschwägert seyn / Mretlen/ i>!D Air»- >k«A Ml tUj '!q^ k« »i-zt lliijSi Ä«!U Mü DM i'iis!« ,-i«de sÄ^ l^.' >K> k«^ Trr uknph l eu chtenden Rriegs-HelmsDrir rerTyekk. 429 bisdie'Wao! gckhan ist. Unterdessen vermahnet der Kanter dre übrige/ daß ein- der seine Summe gebe, wie es demStaat zum besten Vortheil gereichen möge; und so fort kommen für jede de ppellcBanck jween Knaben (öallotim) mit doppelten Büchsen / halb weiß / und halb grün/ und oben dermassen bedeckt und vermacht daß man dieKü- gelein/so von Leinwad/oben zwar hinein stecken / doch niemand mer- cken kan/ ob sie in die weisse Buchsen zum zussmmen/oder in diVGräne zum abstimmen gefallen ftyn. Aus der weiss n Bückse werden sie vor des Hcrtzogs-Thron in ein weiffes/aus dcsgrüncn in ein grünes Geschirr geschültet/ und die Zustimmende von den Rüthen zur rechten/ i»ie Abstimmende zur lincken gczehlet / durch sonderbare Instrumenten/ darein gewisse Grüblein gegraben stnd/daß nureine gewlsseAn- zahl Kügelein hinein g hen/die man auch nicht anrühren darff/sondern mit kleinen Reißlein in Ordnung st llen muß; daher man sie hurtig Mt/ und darinnen keinen Betrug brauchenkan/welchendieneben sitzende Rathe nicht m rcken sollten. Wem die meisteZahl zugefallen ist/ der erscheinet alsobald vor denCensoren/welcher ibn schweren lassen / daß er nichts wider die Ge- fttzegethan/ um deßwillen er verhindert werde dieses Amt zu überkommen/ wie au h/ daß er sich darinnen getreu bezeugen wolle. Wann die Sonne umergeht/ darff man kein Licht anzunden/obgleich noch mehr übrig wärem unter den Benannten/ die man wehlen sollte; sondern bey der nächsten Versammlung wird zu derB -Nennung wie zuvor geloiet. Wann also der Rath voneinander geschiedcn/sodarffnie- mandbeyhohsrWtraffemenvondenErwehlten begrüßen oder Glück wünschen. Sollte auch jemand sich in seinem Amt vergre ffen / also daß er seine Schulden oder Straffen dem Staat nicht bezahlen konn- ke/ssmuß der jenige/berihnzusolchenAmt benennet/selber vor chm stehen. Und dieses ist kürtzlich/ wie der grosse Rath Personen zur Benennung bringt/ oder die schon bey andern Versammlungen benennet sind / zur Wahl tauglich macht. Welche Ordnung aber in Erweh- lang des Herzogs gantz nicht in acht genommen wird. Dann dieser Waides wird auf folgende Weise erwehset. Die Rüthe lassen alle Edelleute von zo.Iahren und darüber zusammenruffen und dieslben zehlen/ alsdann werden eben so viel Kügelein / nemlick zo.Göldne/unddie übrigen alle von Silber in eine Büchse ge.Han / neben weicherem Rath/ und einer von den Vicrtzigen / wie solche das Loß getroffen/ sitzen/ und ein Knabe (?3ilotlno) stehef/welcb r für einen jedwedern/so dmssoß nach zur Büchse kommk/ein Kügelein heraus ziehet; ist solches H hh iij von 4? s Rom. Ravsirl. Nlas. und dero h sben AWirre» von G'lder/ so wirsst er es daneben in rm Ge;chirr/ und der Ermann gehet alsobald zum Saal hinaus; rst es aber golden/so besichtigts der Rathsherr/und wird des Edelmanns-Namen öffentlich verlesen/ auch derselbe so halben zwischen zwem Gecretairen m ein «Uder Zimmer aedrachk; unterdessen müssen alle die mit ihme befreundet oder bi- schwagert/ vor dem Thron erscheinen/welche man zchlet/und ebenst viel silberne Kügelein aus der Büchse heraus nimmt und müssen dieselben abtretten. Also fahret man fort/ bis man zo. Kügelein heraus gehoben hat. Drauf geht der grosse Rath voneinander/und diezv.kommen wieder vor die Signorie/ und weroen aus ihnen »dermalen wie vor/ durch 9. göldne Kügelein ihrer neun erweklet/ welche adermal in ein ander Zimmer gehen/ und nach geschwornen Eyd ihrer 40. benennen/ aus so viel unterschiedlichen Geschleckten/welche 7. zustimmende Kügelein haben müssen/ so es bey ihrer Benennung bleiben soll. Darauf wird durch die Signorie entweder alsobald/ oder wann dieSonne unter ist/ des andern Tags/ der grosse Rath versammelt / und werden die 40. Beamte durch den Cantzier aus einen besiegelten Brief abgelesen/ welche vor den Thron kommen/ unddaraufin einander Zimmer gehen muffen. Soaber jemand vondenen 40. nicht erscheinet/muß er alsobald durch einen Rath / und einen von denen Viertziger-Herrn abgeholet/ und ohne jemanden zu sprechen/ in den grossen Saal/ und von dannen tu seinen Mitgesellen gebracht werden. Aus diesen 40. Personen/ wer, den auf vorhergehende Weise durch ir. göldne Kugeln ihrer 12. er, wehlet/ und schreiten diese ferner zum Benennen doch müssen aMr o. zustimmende Kügelein gefunden werden / und disselbigen jwolffe baden ihrer suvffund jwantzig zu benennen. Unter diesen Ls.werden ihrer 9. mitgöidenen Kügelein heraus geloset/welche ferner meinem besonder» Zimmer mit 7. zusiimmendm Kügelein ihrer 4t- benerv nen/ aus diesen fünffund viertziqen müssen ihrer eilss/sodas Loßgetroffen/ mit neun zustimmenden Ballelein oder Kügelein 41. Personen aus so vielen Geschlechten zur Benennung bringen / welche 41. auch so balden aus dem Rathin em ander Gemach verschlossen werden/dl« selben schreiben auf versiegelte Brieflein ein jeder dessen Namen/ den er vor einen Hertzoq tüchtig zu seyn vermeynt/ und werden diese 41 .Brisi lein in eine Büchsen gethan/ und eines davon durchs Loß berauöge« hoben. Ist nun der Beamte einer von dielen 4;. so mußer alsobald ur sin ander Gemach/und die andern mögen indessen verbringen/ warum «Nt-, r«l!r ^-Xik Hrx,! ^0!? l Ä K r^i ^'i Tktumph/ leuchr endett Rrkegs/HelmsDeLrrerThett. 441 ste iknzu eineii so hohen Amr unbequem achten; welches ihm hernach Hrrtzogtz, fürgrhaltenunddabey srcyge!asi«nwird/ob> er sich könne veranlwvr-Wahl ten. Endlich chriit der Secretarius Kügelcin zum Stimmen aus/ und ein jeder von dielen^. steckt sein Kügelein in die depselte Büchse. Findet man mm 25. Stimmen vor ihm/so wird er dadurch-zum Her- tzog/ oder ein anderer/ dem die mehrern Stimmen zvf«llen/und bringt man gemeimglich mit tolcberMahl 8 .Tag/auch wol mehr oder weniger/ zu. Dieses wird alsobald durch den Kantzlerder 8iZnorie wistend ge- macht/ rind folgen die gewöhnliche Ceremonien darauf. Diese Wahl hat eine Italisnische Feder kurtzlich in diese Reimes - gezwungen. cleZZe il <7o«/^//s , ^ Oe cjuzi-ro've bgn ilmeKÜo Ljuelli eleZzon t eki ziinin lok6 vanta » 8on cliesnnno mättanno Oi ()us6o soIl«sve, Lilie tan con le loi provs ^ ^onts ^ Os .Cro- tzertzogs. ,^'N/W lche ihn' aber sicherlich wiederdaraufgehm/indeme er alleJahr 4 grosse M rblzeiten kalten muß / nemlich am Tag St Stephani/ St. Marc,/ der Himmelfarth/und St. Viti/und hierzu werden die Für, siB W G» tkk. liii. ? Dü! llilA M sch?, W, Triumph leuchtenden RricysHelm« DrttterTheii. 4;; I!^>> »^L Alfs s!l» F'srarhmfim aus dem Zl'eüeuten eingeladen/dre aber nicht g.lüden werden / denen ftb'ckl er einen -Schau-Pfennig/daraufBl. Marcus stehet ^ und an der andern S sten des Hertzogs Namen/mit dieser Auffchrifft Venet. ?1 incip /ciunns.somuß er auch einem j'eden/der ein G! ed des grossen Raths wird/einen silbernenDegen verehren/und auf seinen eignen Kosten einen Hofmeister und rs. Laquaym/ohne die andern Haußgenossen/ dock alles ohne Gewehr/unlerhalten/ und sich mit Silber-Werrk/ wenigst 4000. Ducaten whrt,versehen. Ein jeder muß das Härmt für ihm entblössen/und aufstehen/ aber er vor niemand. Auf die: Münßen wird sein Name und B'ldnüß eines Hertzogs geschlagen. Er tragt einen Mantel / wie eine geistliche Hertzogs Person, mit einen grossen Hermelinen Kragen/seine Krön wird ge- nennet IIcorno oder das Horn/wievor Zeiten die Könige der Par- ther trugen/vor diesen pflag er auch dem VolF den Seegen mitzuthei- len. B") öffentlichen Geprang werdenfür ihm hergetragen z Standarten/ und gebraucht er sich 8. silberner langer Trompeten/welche Papst Alexander ui. geschenckt. Den Staab und Sporn hat er von denen Kaysern in Orient erhalten. Auch tragt man eineWachs-Ker, tzevor ihm/zum Zeichen der /uri^iLon über die Geistlichkeit. Die Kirche zu Sk. Marco ist feine Capelle/daselbst erwehlt er 24. Dorum- Herrn Md deren?rimiccrium. Ferner muß er Sorg tragen / daß es dem ganßen Staat insgemein wol gehe / und wann sich einer von dem Staats Bedienten unrecht verhalten/ mag er demselben anklagen / oder die Sache sonst untersuchen lassen. Auch mag er alle Urtheile über die Mißhandlungen von denen Unterrichtern zu den grossen Rath ziehen; so gehen auch alle Gesetze und öffentliche Schreiben unter seinen Namen aus/ und werden an ihm geschrieben/ doch müssen jene von vier Rathsherrn unterzeichnet ftyn/ und diese nicht eröffnet werden / es sey bann in Gegen- wartvon vier Raths-Herrn und zwey Viertziger/bey Straffauf i oo. Kronen/ so darfi er auch bey dergleichen Straffe keinen Ambassadeur/ oder einiger dergleichen Person/Audientz geben._ Wann erstirbt/ so ist der altiste Rathsherr Vice Hertzog/und R«gi«rau§ geht mit den fünffandern Rathsherrn/und dreyen Viertzigern in den »A-scis 6t büilimo» I.e Lose §rzr»äi s'eircoimzrto con lz solz Smmir'srloiro, 6ell' lNeElmanierz, cbe 10tmnot>6Nr v^ner^vonoil 8ole coki äettc>3llz8occA. (Daß/das gemeine Lob/ und ordentliche Lob-Rede etwas schelrwürdiges Ln sich hege. Hohe Eharen werden durch keine bessere Lobrednerin / als die Der- w nderung/ beehret/ aufgleiche Arr und weiß aksehedcffen dieGp-nnojöphisien die Sonne/ mir Auflegung der Finger auf den Mund/ verehret) Ja ich würde auch m Wa'cheit keme Lod- Formul aussinnen können/wann sie auch so gar in denen innersten Hp, pi-rbotischen Eingeweide» genüget / so nicht gröffern Tbeils seinen Meriten verkleinerlicb/ indem er nur geboren/ bewundert / undakö em Phönixaller Kriegs-Helden betrachtet zu werden. H-mdkve- So bald Fama denHertzog-verlangendenPobel die Benennung .^Erwch' Herm Oio.krgnLLfca Morolirn angekündigt / ward alles Freud- Ärtzoas i'auchtzend/ welches die an allen Orten angezündeteFreuden Feuer und Morsch«. andereZeicheneinerungemeinenFröüchkeit genugsam anTag gelegt und bekrafftigt. Aus dem Platz von St. Stephan/vor dem Hauß des neu erwehrten Hertzogs / ließ man Wein lauffen und Brod unter den ru'auffenden Pobek austheilen. Und damit bey Abwefn dieses Ruhm- Regenten dieRegierung best-möglichst biß zu dessen Ankui-fft/die man noch nicht benennet/ (indem diesen Kriegs-Blitz/die noch unter den Türcken Joch ächzende Gri eben / länger benotigr) möchte versehen werden / als soltn in dem Venetlanisch Hertzoglichen Pallast zwey Ratbe/ und em Haupt vm dem Rath der4o.i-e66iren/jedoch aber Ihre» Durch!, alle prseroZmiven zu derovisxoürlon, gleich als wann fiegege, wärkig wären/ auch alle Hertzogkche Renten und Enkünffle zugeeiqn et werden. Di«P^ii ürtz 'Vih- Triump h leuchtende n Kriegs»He!ms dritter ^heil. 4z 7 WtateNlhreLonKrstu!aiic>nc8 6kgchenIaffm; den Lecretaite Lue- csto beorderte matt im N -men des Senats/dem neuen Hertzog die Erwehlung kund zu machen/und das Hertzogliche Lorno und Schreiben einzulieftrn; da man ihn dann brs zu seiner Ruckkunfft alle Monat i2o.Ducaten/undvorseineRei^Kosien84o zugezehlet/ anbey Ihre Durch!, den neuen Hertzog 8vooo. Scuvi/beyProviston und noch ^ 000 . an jährlichen Einkommen angewiesen. Wir reißen mit dem Edr verkündigenden Secretaris Zuccati von Venedig ab / und beblicken zu Verkürtzung dieser verdrießlichen See-Reises daß von dem Venetianischen Staat an den neuen Ar, pg abgelafftne Schreiben, so in nachfolgenden bestanden: iSü'M Wk Mck weil der Durch!. Marcus /lnwnlus fu5,'m3nus, eittpn'tttz/ Brlefa» der ewiges Gedachrnüß würdig/durch die höchste Oifpolitlon 0 m««u»er, zu verewigen Ruhe beruffen worden/ um deinselbett in Lontor- ivchltra mirarderGesctze einenGuccessor zu erwehün/uü nachdem über solchen die 40. Erkohrne.» zusaminen gekommen waren und den Namen des Heil. Geistes angeruffen/ haben sie nachge- hends/ in Erwegung der sonderlichen Gaben / womirEuer Durch!, gezierer sind / von dessen Tapfferkeir das Varrerland grosse wichtige Dienste und Nützen in solch hohen Amr genoss senhar/ undinsönderheirder Lapirain-Generalschassr von der See/ welche dieselbe zum drittenmal mir grossen Ruhm bekleidet / so sind sie anheur vermittelsteinbarer Zustimmung allge- meines Trosts und Iauchtzens einig worden / Euer Durchs/ zum Prinyen und Haupr dieser Republtque zu erwehlen. Wir/ welche ein lebendiges Vergnügen empfinden/ Euch insolches Amrund würde/die Euer vorrrefflichen Tugenden mrr Rcchr zu kommen/erhoben zu sehen erfreuen uns darüber selbst/ gleichwie solches gegen Errer Durch!, zum höchsten schuldig/ unrer welcher glücklichen Zuversicht wir die allgemeine Sachen allezeit mehr und mehr hoffen anzunehmen. Wir sind versichert/ daß Errer Durchhin Vollbringung dieser hochwichtigen Vorfälle wo! werden cominulren/ gleich wir solches nörrg urrheiten bis daß ein ander» durch uns darüber Leälspomttwerde/unddasSiesetbsimirder-augeb.rnen Vorsichtigkeit Wachsamkeit und Eifer von den gemeinen Nutzen/ welchen dieselbe folgends ihrer reiffctt Erfahrenheir zum gemeinen Besten dienlich erachten / mehr und mehr Sorg nagen I i i rij Unrer- Völker von Arccgovina unkerwerf- fen sich der Rttmblique Vme-ig. Me auch di« Albane« ser. Vesiung Medun Wird erobert. 4? 8 Röm. Aa^serl. Mas. undDe rs hoben Alliieren Unterdessen wollen wir unfern äußersten FleißHiwenden/ die nöryigenrNircel zu Ausführung dessen hschwichttgenFür- nehrnens und Ubereinksnimung mir dem Haupt dcrXepuvU- que/ ss dieselbe bedleiden/zu verschaffen/und damit zu Aslllnren. Das jenige was hier NS sh mehr gehöret beyzufügen/wollen EuerDurchlcuchr sich vergnügen von unserm SceretsUo^ose^ Luccäw zu vecnehincn rc. rc. Hicrenrsondern wir uns von dieftnFreudens-Boten/und lassen ihn nach Morea/unsern Krel «brr nachDalmarien abrilen. AZdon fuhren die Völcker von Areegovma noch immerfort unter den Gehorsam der Repubiique zu trelten. Diese Provintz ist keine von den kiemesten / und zehlet s ooOo.Häußer/ deren zchenden Tbeii die Türken/duChrü sien aber das übrige bewohnen. Sie Hai in sich das Castell äl^gcro- nar,und dieVestung ckLriiligg, welche dis Türcken mir Guarnison besetzet. Uber dieses findet man auch grosse Land - Gäter / und mit Leuten überflüssig angesukite Dörffer. Dre Haupt - Stadt von der Provintz ist das in Venetianischen Siegs-Handen blühende Castel- nuovo. Nicht weniger geneigt erzeigten sich auch die Maneser/ das TürckischeIoch von ihren Halszuwerffen/ worüber sich die Türcken sehr entrüstet/ sogar/ daßderSolymannBassa von Scmari- nach» dem er vergebens/so wol mit guten Worten als Bedrohungenge» sucht/ sie von ihren guten Vorhaben abwendig zu machen / sich zu rä» eben gewillet worden; und deßwegen zuPontgoriza 7000. Mann/ samt einer guten Anzahl Pferde/ zusamm gezogen/unter welchen auch 600. so genannte Elements so Christen/und als Geissei zu gehorsamen verbunden find / indem sie verwichsnes Jahr/ durch eine Kriegs List/ von st-nen dazu gebracht worden ; Als nun dievonCuzzi und Piveri gesehen / daß man / nach Geworcheit/ ihnen die Schuld beygemeffen/ hatten sie deßwegen Nachricht an den General Cornaro gesandt/ und von ihm Succu! s begehrt. Darauf seine Ercellentz Ordre an den Lxtra orcün^ir proveäi- ror von Caltaro gegeben/ihnen zu Hülffzu kommen/welcher auch de» ncutelben 1022. Cuttarmi / unter den; Commando des Gouverneurs Nicols Ri zzv/ und ein stankesCorpo von denen tapffermütigen Teut» scheu mit den Obristen Tanfogna zugeschicker; da dann besagte CM und Piperieinrn solchen Mut bekommen/ daß sie ins Feld gegangen/ dis ^Lstuug Medun/ so die Türcken/sie im Zaum zu halten/angeleget/ angegriffen / davon auch denen gemlldtcn Ciementi Nachricht gege» Marci ausgeführt; dieHisirisrso abtrünnig worden/ wieder zum Gehorsam Triumph-leuchtenden Rriege-Helms Dritter The»!. 4 z 9 ben/daß es nun Zeit / erne Prob ihrer Treue gegen öre Republik abzulegen ; indessen war der Solymami ausjene Seite angerueket/und hatte verschiedene Hau ser selbiger Einwohner in den Brand Merket; und Türckm als er in ein gewisses Thal g kommen/haben sie ihne/ohne daß sie den wewkngr» Succurs erwartet/mit grosser Dapfferkeit angegriffen / da sich dann schlag««, auch die Element! wider die Turcken gesetzt/ welche letztere / nach einen langen Gefechte/mrt Hinterlassung i6oO.Todten (unter denen viel vornehme Häupter) und Verlust der Zelte/ Geschützes/Mrde vieler Paucken / Fahnen / welche durch Deputirte an den General Cornaro/ samt denen Schlüsseln der Vestung Medun geschirket / in die Flucht geschlagen / und bis Pontgoriza verfolgt worden / wohin sich der So- lymann salvirt/ und hernach des Nachts nach Scutari gegangen» Von denen Albamsecn vermisset man ihrer zo. so geblieben / und etliche wenig sind verwundet. Der Bassa von Arcegovina / welcher sich zur selbigen Zeit mit einen starcken Corpo mov^rt/ hat sich/nach er- haltner Nachricht / daß die Nisiki/Drobugnani undCattariniggcn ihm in Anzug / in die Vestung Colasyn retirirek. Diese nunmehr in Mtch«-» VenetianischeBottmäffrgk.it eingeli ffette StadtundVestungMe-bunq der dun/ oderMedon/ ist aus den zerfallenen Gemäuer der Stadt Dio^ Best,mg clea/ Kaysers Diocletiani Vatterland / erbauet und aufgerichtet wor-Mevem. den/ so hem zu Tag em ziemlich consideiabler Orr ist / anderScutae rier See gelegen. Einige OLoZrapbl legen drseiden auch den Namen Dioclea bey/da sie doch auf eine andere Stelle/und nur vonden Ems wohnern gedachter Stadt ist erbauet worden. Hatte man nun den Soiymann Bassa von Scutari forkgejagt/ ssermangettc es auch nickt m r den Zopal Bassa aus Boßma/ welcher mit 2202. Mann zu Fuß und 4022. zu Pftrd eine kleine Lonvoye nach denbloquirtenClmeingesühret/und bernacheinPattkeyVon poo-Tar- Tür-km tarn in die GcaffchafftZann strsrss n lassen/d sVorhabens/mit obiger sirciffen m Mannschaft! unterdessen den importanten Platz Dernis wieder anzu- f-- N- greiffen und zu überrumpeln ; welchen aber der Herr General Wacht-^d-«' meister/ Marquis dei Borrs / mit einen Corps guter Soldaten dergestalt begegnet/daß sich derFeind eilends nach CIm rekirirt/wieder nach Bagnaluca zu kommen / denen Unsrigen viel derSeinigen hinterlas- fend: da dann viel Christen/ so vergangenesJahr bey Effegg von ihm gefangen worden/durch die Flucht ihre Freyheit wieder anjctzoerbeu, Mund erhalten. Ww haben bißsier dem Gunst-geneigten Leser/ gleich als in einem Grund-R,ß/ alie Lander und Stabte/ so die Sieg-Waffen unserer Lhrchlich vereinigten Potentaten geprüfte/ surAugen gelegt/ indessen 44» Rom.Ra'-serl.LNa j . und D ero hohen A lliirren sen aber Dalmatien/ aus deffn Bewobnungs-reici-enScheßH viel Pestungs-und Städte-Vlumen abgepflücket/ was cs sürLänder begrantze/ von wem/ wann und wie es bewohnt / unabgesclMerr Massen. Doch kan es noch setzo/ehe wir aus Dalmatien abweichcn/ geschehen/ indem / nach des SvrüchwottsAusspruch: Melius fero quzm nunqugm: Es besser einen Sparlmg abgeben/als gantz und gar auvbleiben. Schreitet deinnach unser Kiel an Dalmatiens aufferlie Granzen. Etzmahlig« Da dieses Land den höchsten Flor ihres Staats erreichet / und Graatzcn nunmehr auf der höchsten Glücks. Staffel in preißlichen Ruhm blü, Dal,na. hete / setzte man ihre Marck-Steine gegen M orgen an Ober Mösien/ nms. gegen Abend an Istrien und Körnchen / gegen Mitternacht an die Drau oder Pannonien/ und gegen Mittag an das Adriatische Meer; worzu dann mit eingerechnet gewesen altLiburnisn und drrgrösieTheil Jllyrieri/ die Königreiche Sclavonien/ Croatien / Servien und Da!» matien/so in verschiedenen Zeiten sich von dem Reich abgesondert/und/ nach geschehener Vereinigung/ihre Ober-Herren erwehlet haben/wie auch / in denen folgenden Zeiten / dieauSRasciaundBosniadeßglei» chengethan haben. Anjchige Aöein die Aenderung der Zeiten/so gleiä) dem Alterthum eine un« Grentzea ersättliche Mutter/ hat den grossen Theil von Dalmatien wegqefres- sen/ daß das heutige Dalmatien sich gegen Morgen bis zum Fluß Bo- jana erstrecket / nach Mitternacht bis Boßnia / nach Abend bis Croa, tia/ undgegen Abend bis an den Adriarischen See-Busen/ und ist/dey so eingeschrenckten Staat/ dennoch viel Ober-Herrnunterworffen/ nemlich/ Vas erst / dem ErtzHertzogl.Oesterreichischen Sieg-Haus/ welches über go.Meil Wegs zur See und einen Theil von denMit- ternachtlandischen Croatien zu gebieten hat; hernach auch der Adriatischen Beherrscherin Venedig / als welche die meiste Inseln und See« Sräote/ mit denen Küsten und einiger Landschafft etgenthümlich besitzet« Die Repudlique Ragusa aber beherrschet nur einen kleinen Strich Landes mit etlichen Inseln : unddas übrige/zu Wasser so wol als zu Land/ muß ann och/ so lang es dauret/das Tyrannische Joch des Erd- undErtz-FeindChristlichen Namens ertragen/ und nach der nahen Erledigung seuffzen/ welcher der gönstige Himmel dieses jetzigeIahr zur Erlösung und gantzlichen Erfreuung wolle gedeyen taffen. .. Aber damit wir ordentlich von denen Volck rn / w.lche diese Landschafft bewohnet haben/einen Blick schicken mögen/wird das Gesetz der Notwendigkeit erfordern/nach deren Ur-Quekle eine genauere Unter- Triumph -- leuchtenden Rriegs Helms DriktekTheil. 441 »Ach ieiech! l!M L7L« M-l' rsnH M -M K Untersuchung zu chun / und erm Nachricht von denen Livurniern und E stc B-- c^liy ic«n -Mimen Werl diese die ersten sind/deren in den Dalmatischen wohner Geschicht Beschreibungen gedacht wird/ einzuzieken / obwol nicht gar D/!lma- zu ausführliche Nachricht von ihnen vorhanden. DieLibumier /be,^"°' ren Gebieths das jenigs/ welches anjetzo das.am Meer gelegene Croa- - tien genennek wird/ mit einem Thei! vom heutigen Dasmatien/ biß an Zara/ m sich hMe/ seyn nur wegen ihrer geübten Diederey und See- Aauvens bekannt und berühmt gewesen. Wiewol str zu Lande/aus einer fast eigensinnigen und nicht gar Gast.Fi-ev- gemrinen Gewonhsit/ über das Recht derGast-Freyheit so scharst und beit dcrLi-- gmau hielten / daß' wer einen Fremdling seine Thür verschlossen / und Turnier, demselben verlangte Bewirthung abgeschlagen zu haben überwiesen wurde/ zur Straff sein Haus anzänden und einaschern fthrn muste. Wann sonsten die Scribenten von Liburnischen Schiffen Meldung thun/verstehen sie dardurch insgemein die Jagd-Schiffund Saiken/ weiche von Rauben Profession machen / daß auch dannenhero die je, nige lajterhaffteLebens Art/ welcher dieseNation sonderlich ergeben war/ von ihr den Namen bekommen. Die Illyrier belangend/sind sie alsovonAllyrico/ desCadmi/ Woherdle Königs in Phönicia und Ermionis Sohn also benamset worden; von Illyrier welchen letztern gemeldet wird / baß er jenen nebst andern Ge- de« Na- fehlten/ biß Stück Lands/so von ihm den Namen Jllyriens erhalten"""' hat/ wohnbar zu machen und zu besetzen / dahin geschickt habe. Man liest aber weniger dann nichts von den ersten Nachfolgern des Jllyrici/ noch von der Regierungs-Art/ welche er/ dem Vorgeben nach/ soll ge, Met haben/ auch nichts von denen Völckern / so von «hm ftyn beherr- schetworden/ bis zu den Zeiteneines genannten Bardilei oder Bar, dillis/welcher das angräntzende Makedonien sichzinßbar/und einen Theil davon seinerKron völlig unterwürffig gemacht hat/wiewol Phi, lippus/ des grossen Alexanders Vatter / welcher / so bald er den Thron bettelten / nicht allein das aufgebürdete Joch abgeworff n / sondern auch alles Verlohrnen sich wieder beweist, rt / durch Abwechselung der Tiege/den ersten Überwinder dieses Reichs zum schuldige» Gehorsam gebracht. , Clito/ermeldten Bardilei Sohn/und Glaucias/der andere Ko, nig über em Tbei! Jllyriens/weigerten sich Anfangs / nach Absterben Wlippi/dieUnterthünigkeits-Fessel an ihrenFüssen blincken zu lassen/ allein der glückliche Alexander / dem man weniger als einen einbrechen, denDonncr-Keil sich widersetzen konrtte/brachte sie bald zu andern Ge, dancken/sodaßsie ihreHochmuhlS-Seegei einziehen- Und/in tieffstcr Kkk Uurer- 44r Rom.Raffer! LNaj.nndderohohenAlliirren llili Schiff- Mach- der Lidamier. Utttcrwelffung/s.,llenlüffen müssen. Nachdem aderdavAnfthensis- ner Monarchie/ durch dessen Nachfolger / morcklich abgenommm / ha, den mchk allein die Jllyrischen Könige zu ihrer vorigen Freyheit und Indeprndentz wieder gegriffen/ sondern auch sogar mit unterschjedli- chen Kriegen beunruhigr und müde gemacher. Unrer diesen ist namentlich Ugrone gewesen/ von welchem will ge« schriebenwerden/daßer denStaar mit vielen Conquesim erweitert/ und alle seine Vorfahren an Reichthum und Gewalt überkroffen habe. ES hat dersetbige/ ausAnsuchenDemetrii/ Königs inMacedonien/ roo. Kriegs-Schiffe benMgdoniernzuHülffe gegen die Aewlier geschickt / welche bann dadurch dis aufs Haupt geschlagen wurden / und mit ihren zur Beute hinterlaffenen G- rathe alle besagte Schiffe der Illyrier/ welche den Sieg davon getragen/ erfulleten. Teuka/ des Agro- nis Wittwe/ zur Zeit / da sie/ an statt ihres noch mmdersahngen Prin- tzensPinei/ dasSeepterführete/ war nicht weniger glücklich/ aller« »nassen sie nicht allein ihren Liburmern das Kapern zuließ / sondern nachdem sie so viel Schiffe / als sie bev denen Illyriern zusammen bringen konnte / ausgerüstet / fieng sie an die Benachbarten zurSeeanzu- gxeiffen/wie sie denn nicht allein die Kästen geplünderl/dieStadl Phönix m Epirus überwunden unbverheerek/ sondern auch bis ins Pelepo- nesifche dteEsider undMcssmer mit sfftermaligenstarkenLinsällen beunruhiget. ESfuhrenauch insonderheit die Liburnier in ihrer Gewaitharig- keitfort/und stetigen an ferner die Schiffarht des Adnatilchen Meers unsicher zumachen/fodaßdieRömer/aksdiefümehmsieJntercssirte/ einige hinsendeten/ bey der Königin B'Uta deßwegen erzwungene und abgenöktigte Klagen zu führen / und anzuhalken /daß diesen allgemeinen Unheil möchte/ so viel möglich/ adgeholffen werden Allein es haben die Gesandten der Römischen Republique (welche damals mit der allgemeinen Welt-Beberrfchung schwanger gienge /und aüenPotcn- katen sich furchtsam zu machen trachtete) bey Abstattung ihrer Ordre/ wieeSerzwinglich/einerunfreundlichen und bedrohlichen Redens-Art sich bedienet / oder es hat die Königin Duta/ bey der die erhaltene Siegs Freude/die München des Übermuts / so br'ßhers verborgen gekegen angefeuret/UndUrsachgegeben/ denen Abgeerdnettn m tver- Mimte? kagter Ehr und Freundlichkeit nicht recht begegmt/ wie sie dann/nach «morden genossenen üblen Tractamcnt/ aufBefehl der Königin Teuka / wider dKR^m. aller Vö'ckerRecht/hingcrichkek worden. B-ßindtw. Die Römer/ als herffch-süchrige Gemüter / die die geringste Beleidigung in den Harnisch zagen kunnte/spornte diese Unthal zu emer herben ßkÄ, sg/vil W M ÄiMIll Ai« chiiiiW «ipsm UM d« linde ÜllU/ Triumph leuchtenden Rriegs-HclmsDrkrrerLheil. 44z ME KL"«' 'Mi »isrch ^?L' W-iek WtZEl „M Ml Ä-r-k Herde,rRache an/ uudtnebsie/ dcrKänigm Teutce deuKrreg anzu- Römern- künden/ und zugleich ichleunigeZurüjiungenzumachen/ solchen mit sten stch H- NÜrckirchen und möglichsten Ernst auSzuführes. Es unterließ die Kö- L^ vle Xv- nigin an ihrer Seite auch nicht/sich/ alseineklugeKriegS-Heldin/(den zwar der UnbedachkS-Nchel die Verstands-Augen/in Verübung einer so grausamen Thar/verduNckelk) ln die Versassimg/geqen d:e selbst kergezogene Gefahr zu setzen/ und weil sieersahren / daß dieCorcvren, ser/deren sich rhr Gemahl Agrone bemeistert/ ihrer Herrfchafft üder- jxDgworden/und/ bey so gestalten Lauffren/entschlossen/ sich zudm Römern/bey derselben Ankunfft/zu schlagen; erwöge sie beydes die Nohtdürfftigkeit solches vortheilhaffkigen Orts/als auch den nicht ge, ringen Schaden/ sosie/ daftrnderjelbeinderFstndeHändegerahken sollte/ erl iden könnte/ weßwegen sie dann am rahtsamsten achtere/vorzubeugen/belagerte deßhalben die Insel/ so sich schon zu der Römer Parlhey erkläret hatte/eroberte dieselbe mit gewaltsamer Hand/ und setzte darein Demetrmm Farium / ihren fürnehmsten HosiBedienten/ zum Gouverneur/ der sie /mit einer starcken Besatzung/ rbresGehorsams erinnern/ und/ imfall sie angegriffen würden/ tapff. re Gegenwehr einpredigm sollte. Ein dergleichen Glücks-Wind bließ ihr in die Seegel/ daß sie daraus eineArmeevvnGriechen/ undvornemlichAetoliern/ geschlagen/ welche denen Corcyrenftrn / so sich in sreyen Stand zu setzen / oder den Römern sich zu ergebenentfchloffen hatten/ Bevstand zu leisten/ in An- march begriffen waren; Nachdem aber die R.ömer darüber mit ihrer Schiffs-Flotte ankommen waren/ und die Königin den Demetrium/ von dem sie einigen Argwohn/ wegen verübter Untreu/geschöpffer/ des ihm zuvor aufgetragnen Gouvernements entsetzen wollen/übergibt er gutwillig/solchen Verdacht zu rachen/die Insel denen Römern/so ver- Costa komt mittelstdiesesVortheils/ nachdem sie an das Land gestiegen/ inIIly- mverRö. rienunterschiedlicheOertererobert/ derTeuta Armee in die Fluchrge- schlagen/ und diese in Narenta/ die Königin aber selbst/ mehrerer Su ' cherhsit halben/ nach Risano/ als der damals in selbiger Meer-Gegend besten Vestung/sich zu flüchten gezwungen haben. ^ ^ Also endigte sich in einer einzigen Schlacht/welche ,m Jahr 525. nach Erbauung der Stat Rom/ Vorgängen ist / der erste Kr-eg / so die Römer in Illyrien gesuhree haben. Sk überlieffen euren ^heil davon der Teuta/solchen mir,hren Sohn Prnms zu besitzen/d.chmino har- TMp» kn und emgeschrenckten B-d-ngungen/ daß sie auss.r dem T. 'but/. es-°,^,^ sen richtige Abstattung ihr zum Zeichen lerer ltntert. amgkeur ausirle-tha„, getwar / auch nicht einmal dmffte mit mehr als zwev kleinen Schiffen Kkk ij auf 444 Röm. A-chserl. rNaj. und Dero hohen Alliieren aus dem Meer sichsehen lassen. Den andern Tbeil aber davonbchiel, tendst'Römervorsich/ unter dcnNamen cinerProvmtz/ und Neffen' ihn vonDemerrms Farms/als eimn Vi«^--Ke,beherrschen/ demselben/ we;l er zuvor / durch willige Ubergab / ibnen einen sonderlichen Dienst erwie,en/ mit einer Ergötzlichkeit dififalls anzufthen. Allein Demetrius erwies« allzudeutlich/ daß / wer einmal aufden Glatt E'ß der Falschheit geglitschet/ öfflers den Fallen unterworffm» dann / als er tue Römer/ seine jetzige Gebieter / mir den Chartbagmen- ftrnverwnkelt sähe/ und sich aufder Macedonier zugesagte Hülffe/ cüK «ine fiste Grund,Seule/stützte/ fasste er den Mut / sich wider sie aus- zulehnen und semenNamen nochmalen mit derVerrährer y-Scbwär- tze / wom t er ihn unter der Königin Teuta schon angesarber / zu bema, ckeln; allsrn L-ucius ^miliris? 3 u!us, so nach Illyrien abgesandt wurd . / hatte das Glück/ diesen verrähtmschen A uswiegler/noch in den Aufgang und Anfang zu demütigen und zum vorigen Gehorsam m bringen/ jo daß er ihn nohtigte nach Makedonien zu fliehen/ allwoerei- mge Troupven von Philrppo/ so des Hannibats Allmter/und der Römer Feind war erhalren/ wurde aber/ weil seinUiiternehmen/ die Römer aus Jllyrien/worem er sieersilichgslocket und selbsteingelassen/rvss der zu verjagen / mehr als einmal unglücklich abl,eff/ aufs Haupt ge, schlagen und verjagt. Hicraufhatte Illyrien vor der Römer Kriegen Fried/ indem sie gebührend denTribut abstatteten/ biß endlich Oenrius ,fo sich mit ?ei. feo, Sohne gedachten Philipp»/ Königs in Macedonien / vereinbar retchatte/die Römer zum dritten Krieg / und zu gantziicher Unterdrückung des Königrei chs Jllyrien Anlaß gegeben. Sintemal da er durch einen neuenAnfchlag sich unterfangen hatte/fimerLands,Leute Frey, heit/ durch Maeedomfihen Beistand/ wieder empor zu bringen / ist er ITy.'im vonerwehnten? 3 ulo^miiioüberwunden/ undineinemTreffen bey komtgMtz Scutari erschlagen/ seinStaatgber dem von den Römern schon M d;< xgx cccupitten Tbttl etngeköi pcrtworden. Mmer. - ES ist aber bey dieser Gelegenheit den Ruhm desgemeldten Generals durch ein doppeltes Laster/ nemlich der Geldgi rigkeit undTrcu, losigkeit/ ein schändliches Brand,Mahl emgepräget worden. Dann TreulosiM.ob er wvi mit 60. Städten dieses verheerten Landes/welche sich ihn M Amüiu fteywillig ergeben/einen gewissen B"dieng geschlossen/und nächst Ett legung gewisser mummen/ sie von Rauben und andernKriegs-llnbeil zu befteyen versprochen/ hat er dost) nicht all in dieGeider in Empfang gmommenz/ondern avch wsder gthanen Eid die Städte Min einen Tag ausplündern Md verderben laOn. M «M!«! -hLiit ->!M: MM Triumph- Ielrchre ndenR rieZs^e l msDric rekThett. 445 Ws NUN d-e jiMüffts Römer durch ihren unersättlichen Lander- Geitz / such die Platze und Landschaffken/ über welche Genziusgchew scher/ eingeschlucket harren/haben hernach die Einwohner der Stadt Delma/ so noch heut zu Tag em Schloß in Bofntrnist/ anderer 6. Oerter/ikrerwegen der Revo.tegcsasstenSchlußsIeichfakls zu ergreif- woher? ftn /bewogen. Fasseren asfo einhellig den Mut / denen Römern das e.n Nimm Hauptzu bieten/ und gaben dem Strich dieses gOmmken redelltrem den Landes / den Namen Del-oder Dalmatien / worzu in zrrinarr Zeit noch andere 72. Oerter gesioGn. Ruckeren auch unsaumig nach dem Meer zu/ ja >«e fiengen an dis unter Römischer BottmäDgkrit ge- bltebme Städte dermassen zu beunruhigen/ daß diese sich von neuen geMigt fanden/ zudenWaffn zu greiKn/wofern sie noch etwas vonchren vorigen Conquestenzu behalten gedachten» Zudem Ende /etarLU8 klZulus gegen dieselbe ausgcsanök tvurde/ der sie dann auch zurüek geschlagen/ und vermocht har/nicht eben akS der Rrpubiique unterworffen zu leben/sondern nur derselben zu Unter- Haltung guter Freundschafft sich eidlich zuverbmden. Dieser wenige Fnyherts-Strahl verblendete wieder ihre Augen und demütigte sie/ sllsdieBckandteStrittlgkeitzwischeneselaxundkonipsjus, wessen!- wegen sie bey' e alle ihre Mache bsyeinander halten müssen, entstanden/ daßfie denen Römischen Städten aufs neue tausenderlei)^ ort anthä- ten- bis LL^r. so bald er vor jenen den Platz behalten/ dieselbe zum Ge- ' hvrsam gebracht/ und bis an sein Adsserben darmn erhalten. Nachdem derselbige aber entleibt worden/ und der Römische Staat abermals in zertrennlicheUnordnung gerathen/haben oieDal- matiner nach ihrer Freyheit wiederum g ffchnappel/ und obwoln tus, einer von dem aeschwornen Widerpart/ des (^sirris Bifehl erhalten hatte/ sie zu bckriegen/ift er doch underwartig aufgchalten tvor- den/daß erden ausgetragenenBeschlnichtwerckstelligmachen können. Also fiel dem Augusto, als erwchtten Ober-Haupt/die Last diesesKrie- geLaufven Hals/welchen er aber nicht allein sondern noch einen viel- ivichkigern und gefahrlichern/ der zu gleicher Zeit entstanden/Mi! bey- rvvtznenden beständigenGlückrühml chstzu Ende gebracht. ^ Es ruckte nem'jch eine star cke Heerde Barbarn / dievonMitter- D.??? nacht „«kommen waren / und sich in Sarmatien und Pannonien/bis Dal,natie^. achthundert tausend verstärcktbatten/hnan dlcs iben hatten schonIi- lyrirn qlei^bsam übersl wcmmt/ und drobere nicht allein diese / ändern auch alle Provintz.n des Reiche'/zu verschlingen. Als ab. r Augustus alle/ so in Italien zum Krieg tüchtig sich befanden Mfbieten tass-n/und öemTlberio die Generals Stelle über diesi Armee aufgetragen harke/ Kkk ist U 446 Rom. Rayserl . Mas. und dekohshen A Ulirrm jst vergröjte Tbril dieses barbarischen Schwarms in verschiedenen Scharmützeln zernichtet/und nicht allein Jllyrien/sondern auch Pannonien oder Ungarn demCommando der Mmer wieder unterwürffig gemacht worden/ bis Tiberius den Ubberrest davon gäntzlich verfolgt/ und von einen so Preiß-würdigen Sieg Pannonius benamset worden. DaS brausende Meer beherbergt nicht immerzu die wütigen Wellen / und läst die sausenden Winde sich stetigst musicrren/ sondern Dalmatien ergehet sich bißweilen auch an einer beliebiichen Stille. Dasdurch so di-tdtlange. viel Streiche und Streit beunruhigte Dalmatien / war der Wem deuunrer Aufruhr und Einfalle nunmehr müde/ und verblieb als eineRömisch- inem^E^2 Provintz/die von denenkiXteÄis oder Stadthaitern/nach den Besetzendes Reichs/beherrschet wurde/unter den RömischenJoch, biß daß zu MaMNini Zeiten / ohngefehr im aro. Jahr nach Christi Geburt/andere Barbaren/die von Scandia Herkommen / und sich eine zeitlang in Polen ausgehalten hatten/ von neuen in Hungarn und Jb lyrien einen Einfall tharen. Sckvsnier- Diese haben das Stück Landes/ allwo sie sich niedergelaffen/ nem» fallen in sich von demDrau-Ftuß biß herunter Werts des Meers/Sclavonien/ Dalmatien, welches in ihrer Sprach ein herrliches Land bedeutet/ nenmnlaffen. Von daran gieng wenig Denckwürdiges in Dalmatien für/bisim Jahr 476. als Kayser die Herulier aus Italien verjagen wollte/ da berief er zu dem Ende/oder bat vielmehr/ den isieoäorlcum, der mit seinen Gothen in Thracien campirte / heranzurücken; welchenFür- schlag jener willig angenommen/ und gleichsam Ipirlend und ohne Muhe sich Dalmatiens bemächtigt/ allwo er die Srlaven gedemutiget/ von dannen sich nach Retia erhoben / und das Vornehmen/Italien von den Heruliern zu besreven/ zu Merck gestellet/ jedoch mit Barba- Dalmatien rischer Treu/ indem er denNamen einesHelffers aus der acht gelassen/ ua- und sich zu emenSouveramenHerrn dieses schönen Landes/und der am kkln dern rm Namen des Kaysers auf seiner Reiß eroberten Plätze ge- macht. . Dergestalt ist Dalmatien/mit denen Sclaven/Tdeodorm Reichs einverleibt worden/ welcher bey Regierung Anastasii und Justini/ so von den Waffen der Persianer beunruhigt waren / wider niemand zu fechten hatte/ und also die ruhige Besitzung feiner Conquesien/ leicht erhalten konnte/wozu desselben eigne Klugheit und guter Verstand/ der chn bey den Jtasiänern beliebt machte/ em mercksiches dey- trug. Nachdem aber der glorwürdigste Kayser Justinianus das Scrpter in die Hand bekomen/ und sich m Berertschaffr gestellt hatte/ Tri u mph/leu ehrenden Kriegs-Heim e Dt!reck Theii. 4 47 das dem Reich eh reffen adgczwackle/ wieder zu erobern / ließ er ei- . nrn E »fall in Dalmatien thun / und jagte die Gorhen glücklich her- 5^8' aus/ erhielt auch anberstwo durch Tapfferkeit des berühmtenBelisarii m». andere sehr wichtige Siege/ aus denen die erfreuliche Hoffnung erwuchs/ daß man die Kayser in voriges Ansehen und Glantz wieder eingesetzt sehen wurde. Sobald aber Blisaviue durch der Widerspenstigen Mißgunst unterdrücket/und das Reich also eines täpfrrn und Kriegs-verstandi- gen Heiden enkblösset worden / haben die Gothen / so durch feinen kupfern und glücklichen Arm gedemuttget waren / wieder Mut gefast/ undlotli3m>mit Darbietung SerKönigl.Würde/aus Norden beruf- fen/ der sich dann auch mit seinemBruder oNroMo und einerstarcken Armee neugewordener Mannschafft nach Italien aufmachte. Es Kommt war aber vergeblich / daß die Gouverneurs aus Istrien und Dalma- abcrmai »»- tisn sichunterstanden/lhn aufden Ungarischen Grantzen aufzuhalten: r» v.« dann als sie mit ihm zu treffen heran wagten / muffen sie beyde mit ihren Trouppen durch des r srilse Waffndahin fallen/und zu Boden sincken. Mittler weilen setztedieftr seine Reiße durch Friul fort / OKroik- lugader/ der in Palmarim aeblieb-n war / beweisterke sich desselben mit.Gewalt/ ru'ckte m Eroberung der Städte nach vlocles (aus deren Mauren - Aesern das heutige lvieclon als ein anderer kkcLmx erwachsen) allwo er seinen Sitzgenommen hat. l^Ind west die Longue- ttcn einen tapffern und aufgemunterken Gemüt nur eine Kühlung sind/welche dem Durst mehr zu erwerben, mehr erhitzetals löschet/so bat auch dieser seinen Sohn Levioiackum, mit einigen adgeordnrtm Mckem Ostwerks/dle vorrhm gelegene Oerler dem schon besessenen Staat aumkaLpffen/abgefertigk. Indessen bekam suliiniJn wieder Hoffnung/ entweder wegen Vwesmheit dieses Bruders / oder wegen Zettheilung der Gordischen Kläfften/ di selbe gantz aufturerben / schickte zu dem Ende einen seiner Feidberrn in Dalmatien/ dem sein Fürnehmen gelunge/indem er gluck- lichdenMeisterübcrottsocklrrmspielte. DieseProvintzwaregewiß- Iic!>wkderin dieBoktmaffigkeit ihrer voriger Herm verfallen / wann nicht 8e^,knr,8/ auserhalteneNachrichtseinesVatternTod/ware schl unigst/ selchen zu rächen/ bieder geeilet/wie er dann mttsemer Gegenwart und HW bey sich Hab nder Militz/ die geschlagene und in die Berga flüchtete Görden wieder beherhlgt/undalsvdtegrucht/so jutUni sn aus dieser erhaltnen Schlacht «inzuemdtenhatte hoffen können/zu Nichte gemacht. , W»r? 448 Rom. Ravst rl. Mas, und dee-hohei Alliieren ^ Worauf die Kaiserliche Völcker zurück gewichen /stTdatz als E! L«vioi3äu8,ai6 er sein Mmein/ wegen denTod semesVatt^rs kühlen wollen / niemand mehr gefunden. Er gewan also wieder/was di - Kay- M serlichen zu lhreMsvotion zu bringen angefangen hatten/ rckchr-te ig viocisa, und beherrschte alles / was heut zu Tag unter Dalmatien/ MM Croatien/ Bosnien/und die W allachey gehöret/die See Städte aber MP in Dalmatien/weil sie mü siarckenGuarnssonen unbAussen-Wercken versehen/ vernichtigtenfeineAnsaUe. Ml Datmakim In diesem Stand bliebe es dis auf 8vimmirum, unter welchen Wl ivirdLtzrist- hjebiinden Augen der Heydnischen Bewohner geöffnet/ und von den M hellsirahiendenGlantz desEvangelii bestrahlet worke DieGelegenheit -W zu Beorderung ihrer Bekehrung hatconäuntinusd/rillliZ genannt/ Äl Leonls eines ?3lricü aus Constantinope! Sohn gegeben; Dann die- ser ist bloß aus Esser d-eJrrige zu bekehren/und in derBuigarey das dioM Evangelium zu predigen / von Thessalonien /allwo er sonst wohnete/ aufgebrochen/ allwo auch GOtt zu seinen Pstantzen und besessen der, UM maffenseyn Gedeyen gegeben/daß dergrösteTbeil dieses Volcks/das i!«W Licht des Hell. Evangelii angenommen hat. Als er nun auf Päbsili- OsM che Ordre nach Rom sich erheben wollte/ kommt er durch Dalmatien/ Wsse da er in Bekehrung der Einwohner ein mercklichcs ausrichtete. Der PW König 8 vmimiru8 selbst bewilligte/ daß sein Eohn Budimir die Taus WW bekam / und 8vewpeielc, bas ist ein Heiliger Sohn/zum guten An, reichen der Heil. Verrichtungen / die er vorgenommen hat/ genennet wurde. W Cyrillus Von diesen Cyrills/welcher aufseiner Reiß nach Rom die con. h bringkdie sirm^tion dessen/was er ausgerichtet hatte/und die Macht/diese neu- Da maNcr bekehrte Leute in den schwersten Glaubens-Articuln zu unterweisen/ M. schriffllich erhielte/ sind die Kirchen Ordnungen eingefvhret/unddie ' ^ ' Heil. Schrifft in die Sprach/ worinnen dieSclavonier aus erhaltenes absonderliches Privilegium / die Bibel heut zu Tag noch brauchen/ übersctztworden. Nach adstrrben8vinimiri kam sein geknuffter Sohn ^ L uäimirns zur Regierung/ der/weil ein sonderlicherEifer bey lhm war/ Ein den Chrsttlichess Glauben zu beschützen/ und zu befördern / schickte nach Rom zum Papst/ einige Gesandten/ die mit ihm einhellig in M ligions-Sachen sichbcmüheten/etwas zu erhalten., Gur« An- Woraufzween Cardinäle/nebstso vielenBischoffen angekommen/ ^ welche BudlmiruS/ der damals zu Dio^ies rcliclirle, mit allen ersinn, ^ Eack"n lrcbeK Ebr bezeugungen empfangen / mdem er ihnen auffr der Stadt/ ^ in Begleitung seines gantzenHoffS/enkgegen gerogen/und sie m ssm'M ^ ^ Königlichen Pallast/ Zeit ihrer Anwesenheit in Dalmatien/ aufs.^ ^ üiv> lVjWi TkirtMph- leuchtendettR riegs HelMsdtirrev The»!. 449 jjchsie desrayrret. ZwölffTag unkerrebete er sichmil ihnen/und nahm ihren Unterricht in Giaudens Sachenan/ stifftete inzwischen dieDom- Kirchen/ und rheilte sie unter die Geistlichkeit seines Reichs aus: Zweene Ertz Bischoffe wurden benennet/und ihnen ihre Sitze zu Sa-Th-i» vat- lona und Dioclea angewiesen. Dem ersten sollten die jenigeBischöffe untergeben ftyn/zu8pai3tro, 1r3u,8cr>räonZ,8lrMsnns endlich die Geilhe t/Schwelgerey und Tvranney/drey Fue rien und Verderberinnen der mächtigsten Königreiche/ so bev eiaslao ihre Wohnung aufgeschlagen/ das Feuer zu VerheerungDaimaNens gesammelt: indem nach seiner billigst-geschehenen Erwurgung 6. von denen vornehmsten Banen in verschiedenen OerternDalmatiens/ ein« Tyrannische Sou ver-,milet ausübten / übrrdas auch die Garacenen in der Meer-Gegend lästerlich herum Hauseren und -ornsmlich Ra, -usg belägert hrelten; so daß man sichdejsrgen maste / daß si« nach sol, ^ ll che- Dalmakicr nchn,«n zu S«n Gne ch'.schr» K^yier ihr« Zuflucht. fallen in Latmarien. 4sL» Rom. Raffer!. Mas. nnddero hohen AUnrren cbss Platzes Übergab, sreye Gewalt/das gautze veste LandHwu- sten/ bekommen würden. Dadurch wurden die Dalmaücr/die sich von allen Beysiand enlbiöset sahen/nach den Kayserzu Cvnsiantlnv- pst ihre Zuflucht zu nehmen bewogen. Dnser gab ihr.n Ansuchen Gehör /ließ derohalben «ine ansehnii- che Flotte ausrüsten / und nachdem Golso hinsegein/zwang auch die 8ar?>cLnsn damit nach Apulien sich wieder zu begeben / und wurde derselbe zur Belohnung sicher Bckreyung zum Oberhaupt Dalmatiens/ welchen Titel die Griechen ein Zeitlang behalten haben/erkieset. Es machten sich aber jetzt gedachte Griechen bey diesen neuen Uns terthanen so verhasst/daß sie ihrer H.rrschafft gantz überdrüssig wurden ; derohalben als diese Nachricht erhielten/ daß der nach Rom gewichene K.->äolr.i 38 (allwo er auch mit Tod abgangen/und mit Königs. Pracht im Lateran beygesetzt worden) zur andernEhe mit ein mRömi- schen Frauen-Zimmer geschritten/und darinnen einen Soht,/?Zuümi- ru«, gezeuget habe/ boten sie demselben die Krön an/ nebst ersuchen/daß er in Dalmatien kommen wollte. Er trug nicht lang Brdencken/ so- thanes Anerbieten willig anzunebmen/ wir er nun mit einer Svire von 502. Personen/ guten Theits Dalmatier/ so bey des Reichs Zersiö- rung nach Aveilen cinslZl in Rom sich geletzt hatten / herankam / wurde er mit grossen Freuden Geschrey bewillkommt/und zu 1 rebizns mit gewöhnlichen Gepränge grkrönet. Worauf er den Anfang gemacht hat / das verwüstete Reich wieder auf die Beine zu bringen/und so ward denen Griechen die Ober-Herrschafft in Dalmatien wieder entrissen. Albin indem sie Charybdin vorbcy zu schiffen gedachten/fielen sie gar in Scyllam-und zogen sich eine noch ärgere Tyrannische Beherrschung auf dm Hals. Dann es begab sich wider Ulaälmirum U. den frommen und Tremmeynrnden Dalmatischen Printzen / Samuel der König der Bulgaren in den Hämisch/und hätte mir dem besten Tbeil dieses Reichs/ welches erentweder durch Hinrichtung oderewiger Ge- s >nge-.schafft des Königs Ulnälmirl semen M ich anknüpffm wollte/ schier den Garaus gespielt. Gleichw enun Frömmigkeit und G rech- tigkeit m dieser Wstt Nicht allezeit ur Rosen gehen/und die Oberhand haben/ sondern zum öfftern im Staub liegen/und mitGedultallerband Drangsal ausstehm müssen; ebner Massen müsse auch der gute m^.inirus, weil er den Anfall dieses mächtigen Feinds d n Kcpffzu bieten nicht vermochte/aus-nnsn Berg/welchen er ang fallen zu Mtt denfür unmöglich hielte/sichschbuniqstverfügen; und erhielte aufin- niZitchcs Anflehrn/ von der allmöZenden GotteöGüte/daß dieSchlan- M Triumph-leiichrendett Rri-ge-Helmsdritter Theil. 451 gHvafttbstin grosser Anmdl herum schliechsn/ihm imd den Sättigen keinen Schaden zusugen konnten. Erwartete mittlerweile mGedult/daßdoch die Zeit gegenwärtigen Zustand einen srösichen Wechsel vergönnen / oder aber ein ohn- verschenerZufall seinen boßhafftigen Verfolger zurücks treiben möchte. ES traf aber diese gemachte Rechnung gar nicht ein/sintemalSa- muel in den Vorgesetzten Schluß / diesen Flüchtling tod ober lebendig m haben/je mehr und mehr verstärcket wurde / und da er sattsam ermessen kunte/daß/bey so gestalten Sachen/ er durch Gewalt solchen Zweck nicht erreichen würde/ g .-dachte er vermittelst Verrätherev dahin zugeiangsn; brachte der ohalben einen Vertrauten des Ulaclimirl aufdie Seite/derselbe würckte mir vielen Überredungen und Fürwenden/daß er ihn mit dieftn Bulgaren ausgesöbnet batte/bey den unschuldigen l-IIaälmir-o so viel/daß derselbe nichts bösts v'rmukete/und sich von derKlippe berab begab/ ln Hoffnung mitSamuri nun freundliche Unterredung zupsiegen; allein so bald er das siache Lano berührt/ ließSamml ihn in gefängliche Hasst nehmen /impadromrte sich flugs Uladimirus darauf der Städte Cattaro und Ragusa / verheerte diese de mit A.EA Sckwerdt und Flammen unbeschreiblich/irnd ließ derfeibenVeftungs- Bau clLmoüren; Gleiche Grausamkeit hatte er auch zu Ouic^no spühren laff.-n/ wann dasselbe in seine Klauen gerarhen wäre. Zeit währender Gefangenschafft des Königs Uluciiminil. wur--Dalmatien de diegantzeDalmatische Landschassr heßlich zugencht: er brachte aber kommt m,- iii einem finstern Loch dieZeik in gedultiger Gelassenheit zu/bis ihn cnd- Buk« sich der Höchsts/ welcher dieses Leiden über ihn verdangt batte/ durch eine fast gleiche Gelegenheit / von der Hand dieses Tyrannen erloßte/ und also aller Welt zeigte/daß er die Seelen/so ihn lieb ss-pn/aus der Gefahr zu reissen wisse. Es hatte Samuel eine Tochter mit Namen bossarä Cossara/ welche nur mit geistlichen Gedancken und gottseligen Ver-Bulg,»« richtungen ihre Zeit hinbrachte/dergesialt daß je mehr sie ihrenVatter/ schm Pna. vom Tugend-Weg abweichsn sähe / desto eifriger erwiese ste sich in 2'"^- Ubungder Gottseligkeit. ^ Unter andern Christlichen Tugenden/ließ sie ein sonderliches Mit- leidcn gegen die Gefangenen verspühren/so daß sie nicht allein dieselbe mit Darreichung überflüssig r Lebens.Mittel zu laben/sondern auch öffers in eigner Hoden Person/denen Gefangenen mit ihren Königlichen Händen die Füsse zu waschen/ und Speißezumchen/sichindieGe, fängnüß zu begeben pflag. ESkunte nun dieser gütigen Cossara/ die VisUläk des ülsälmirl, ob er wo! ohn einiges Ansehen semes Königli- rllij chen 4? r Rom Raystrl» NLaj. und dero hohen M urren Csffara bid ketbryih-ren Vatter Ula- dimiriFrcy- tzeit und Ec c aut» chen Herkommens mir gleicher Aufwarcünä^ Miffeldater vorlieb nehmen muste/ nicht ohnbekanm Sie besuchte derohalben ihn ell,ch mal/und tröste es->i.^ rens würdiges Unglück: da dann die Christliche allgemeiK chrenHertz-ne,nensteiffenVorfatz/dcn!eib-no^^^^^^^^ ftlnzn besreyen/wurckte; ,a eine andre doch zächtigeLiedcs-NeimwÄ durch Anschauung der wolanstandigen Silken dieses uiMmdÄ sangenen Uladimmm ihrer Seelegepflanhet.wurde/mach ^ kühn / daß sie nicht Mm bey ihren Vatksr/um desselben Lokiass inlv bikklichanhielte/ sondern auch ihr Anliegen stey offendatte/nebüÄ theurung/ daß nemlich so bald derselbe zu seiner vorige,iHoheitwiÄ -,-K^K-n s-wi/ ge niemals keinen andern ttt kdssar« Wird mit Ulavimir rrrchligi» »»>,,»»>»»«»»/»»»»»>-^<>> v^nkrvLDma^/aio vielen sa'srommm und aroßmütigenP. mtzsn/verlangen oderlciden wurde, so '^^^^fagen sollen/ daß Samue'/deneu^taalEttiv ch-n aemM/ diesen Madimrum / den er so treulos; und lchimpffi-chge- weicher e-tt» auch Samuclis Gemüts dermassen/ daßer/aus zarter Lüde gegen stme Tochter/ nicht allein m verlangte LoßlaAmg und vorgeschlagne ^l3ri^- Z- einwilligte/ sondern auch den Staat des Uladimiri ihn wi der em, raumts/auch noch/an statt der MorgeiMb/Durazzo und andmnach Dalmatien gehörige und von den Griechen eroberte Platze / mitgade/ und dieses verlobte und vergnügte Paar/das wieder-erlangkeReich zu geniesten/ nach ihrer HosiStadt förtschickte und abferkigte. Allein auch hierinnenmnsien sie denbittern Wermut kosten/ indem / nach Samuclis Absterben / Cossar« Bruder / Radunirus / auf ßifften des!KaysersBasilii(der sich durch seir^n Tod eines gefährlichen Feindes/ den er zu widerstehen ohnkrafflig / gerne entbürden wollte) Mdimiemeuchelmörderischer Weise ermordet worden» Welches auch Madi> wird ver. Miro/als einen Treu liebenden und sederman trauenden Printzen / wie rachenschrr' ÄE ohnlängst aus den Bulgarischen Thron gestiegenen Uladislao/ zu Tod-Femdfchafft erfahren müssen/indem ihn dieser nichtLwurdige Tyrann so gar in der Kirchen/ mit unzehlichen Wunden / himichm sti> AB» Z chu/s Wlh« M Mi- UH Hru Ml Triumph leuchtenden Rriege-HelmeDrirrerTheil . 455 Mein die Rache ließauchdiesen Uladtslaum nicht leben/ sondern schickte ihn nit ungemeinen Schmertzen nach der Höllen-Rschen/ und enlledigte von diesen TyranttenBulgarien und Dalmatien; welcher Gelegenheit sichKayser Basilius bediente/ und sich mir leichter Müh DalmaNm Dalmatiens versichert»/ und ihnen «dermalen das Griechische Joch kommt ab-r andmHalswarff, Eta« sie Dobroslaus/ein Verwandter Uladimirs/entsiandt/alsein M-"^"' cher/ aus der mit BlM-vermengten Aschen der Dalmatier/ weicher/ durch eine kluge Staats Lisi / auf einen Tag allen Griechen in gantz Dalmatien den Hals brechen lassen; Ja als darauf der Kayser Basilius mit einer erstaunlichen Armee / das an seinen Griechen verübte 1 Blut-Bad rächen wollen/ und in Dalmatien geruckt/ mit geringer ! Macht seiner Dalmatier/ von welchen noch dazu der Rassische und : Voßmfthr Ban ab- und den Kayser BasiNo zugefalkn/ die grosse Ar- ! mee der Griechen bis aufs Haupt erlegt / anbey cwer auch auf der MeGrie. i Wallstadt mit denen Überwundenen deu Geist ausblasen müssen- in- ^ s dem bey duncklerNacht/mNachsetzung der flüchtigen Griechen / sein r chrrrSohn / inMrinung daß er ein Griech wäre/ihm einen tödlli- i chenSäbel-Streich gereichet Herauf betratten verschiedene die Königliche Würde / durch - welcher Uneinigkeit undZerrüttung Dalmatien Tod-matt gemacht -! wurde / und den lehren Athem aushcmchle/ bis endlich /mitHülffdes t Griechischen Kaysers / Drachme den Thron bestieg/ und als eineLe- i Heu das Königreich erhielt. Doch machten sie sich / durch Verheura< : thung mit den Orientalisch Kayftrl.Princ'ssinnen / auch davon wie? derfrey; bis die anwachsende Macht der Ungarn Urolium den Ane Ml vrF dem gezwungen / sich des Königlich Dalmatischen Titels zu begeben/ und in solasnden zu verwechseln : rii-ollus lvex 8cOisclsse, ^Ibgnici,6u!A3i-iclJctotlU8 'vslN'ittmX (lu!5omari ! säflamLnvanubü: Urolius König in Rascien undDiocle«/ Alda-- > men und Bulgarien und des gantzen Adrrakischen Meer-Busens/ und ^ des Meers bis an den Donau Fluß. Doch veränderte sich auch wieder' dieNiedrigkeit der DalmatischenKömge/und stieg Gunter 8wxkemo> iV.üulciZno, dieses Reich wieder aufdie höchste Glucks-Sp'tze. Dann dieser Königwar zur selbigen Zeit der allermunkersieunv' tüpff rste Herr/ von so grosser undstarckerLeibs-Postur/ als jemals in seinem 8cculo einer mag gelebt haben, Ludwig I. König in Ungar n/ so in allen seinenVornshmen das gönstige Gluck zurBegleiterin hatte/ wollte diesen / beyAntrettung seiner Regierung/ auch einen Streich bevbringen/ befmid aber / als er nach Hanse unverrichteter Sachen' Lll iss kchretp Dringen «nd dessen kmSer koinmen an den Tue, 454 Rom. Ravftrl. Mas. und ders hohen AMtrren kehren muste/ daß das Glück ihm den Rucken zeigteünd ihn mlein fechten ließ. Indem sok3NNL8 ?3lL0loAus und ch»h3nne8 Lsntscurenuz um die Krön von Orient sich herum tumelten/ fischte Oulcianu« im crü, den Wrrffer/und angelte die meisten Provintzen von Macedonien und Tkeffalien (Albanien und Epirus nicht zu gedencken) glücklich hinweg. Welche cvntiäsrsble Züge und reiche Victorien ihn gantz stoltzund übermütig machten / so daß er sich mcht allein Kayftr der Römer und Servier betiteln ließ / sondern auch dieselbigen Ehren-Steüen/sozu Constantinope! anzukreffen waren/an seinen Hof austheilete/und den allergröffesien Kayfern in Pracht und stattlicher Hofhaltung es gleich tdät. Dm Ritter-Orden von 8.8tepkanu8 hat er gestifftct/ und mit der König!. Rchubiique V/nedig gute Freundfchafft unzerbrüchiich gehalten / auch derftlven möglichen Bevftand geleistet/ doch mehr aus eignen Staats Interests als guter Wolmeinung / dainit nemlich Lud- via/König in Ungarn/ so mit derRrpubliqus um einen schönen THE Dalmatiens in Krieg verwickelt war/ an ihr einen desto mächtigem Hemd haben / und wider 8tepkanum das gedroheteRach-Sckwerdt nicht zucken möchte. Uberdiß so bekam auch endlich Stephanus Tuarcko/dm Ludwig/ König in Ungarn/ selbst die Serbische und RaffscheKronausdas Haupt gesetzt/ nach Ludwigs Adsterbcn/ den von den Ungarn entrissenen Dalmatischen See-Städte Thell wider/ indem erCliffa undAlmiffa bezwang/ die Ungarn in einen Treffen überwand/un sich derSlädte Trau/Spalakro undSebenico/(welche zwar/vermögthrer Oeksnsi v untereinander in etwas zu Hülff kamen/ doch endlrch/wie sie von SiZismunäo, König in Ungarn/ ihrer Hoffnung nach/nicht entsetzt wurden/ sich seiner Macht / nebst de- NenJnselnälchestnaUNdäi örarra willigergaben) impLclronirte Allein unter Regierung seines Sohns -Epkani vMfciL,ruckte SlZlsmunäus wieder in Dalmatien / und west er aus das höchste von Stephans Tuartks war bel-idigt worden/degunte er über diesen va- bistria mit seinen erbitterten Rach-Scktverdt zu wüten, muste aber/ als ihm das Gerücht von des Türcken Einfall in Ungarn zu Ohren kam/ seine gefährliche Anschläge andern/ und mit d -m vabilcla, welchen « zuvor / ausAnrsihen derBoßm w / selbst des Reichs beraubt wissen wollrs/stch in kzsciproc;us Dofensi'onchTractaten wider den Türckm einlaffen IHisraufersolgkedie unglückliche SchlachtbeyNicopostS/die niemalsgenugmitChristiichenAugenznbeweinen / welche alsem leidiger Lomst / allen diesen dem Dalmatischen Reick incorporirten Landern/ das Joch des unersättlichen Türckm-Wolffs prophezeit/ den auch lh ^«3 Trr u mphste«cbrettden Rr retzs-Helms Derrter The« 4 f ^ D-IEWE-?ch-mv-rkörp-rk denjenigen^ m Kroatien dieOttsmannijchePfürre nochbeherKchet? von einem BsM bceg/ so den Vezier in Osei: pariren muste/reaierr/ und hat dei se.be dw fallen und alle die SanZiaken von Biak/L-ka/Carbava/L'-ffa und Erzegoviana unM meMntvenBoßNien Begtzu Bagnaluca zu residiren /hchrstchab-r b vdust-r Kriegs-Aouv m zu Serragl.o auf. Dcknit aber die San- ZkÄen iyres Amts (weiches in Admmistrirung d rJustitz/m dem^ m. warten mögen / jmd sie fast dasgantze Jahr durch aufder Resse / von einem zum andern Ort begriffen / und müssen die meiste Heu aus d ! Feld,/ unter ihren Gezelkcn ruhen. ^ ^ Nun sollte unsi r Kiel auch von den Nordischen Dalmatien oder Cromien handeln / alie-n damit wir den geneigten Leser mir diesen Neben Gericht/ nicht für allen Ausschwciffungen einer; Ecke! machen/Mso vrrschiebm wir es aufdieZeik/da der Himmel/in bemeldten Land/eine ,H)erM ixlirS^ -ilS L' im. ^syr munrcreö^erjmi^n ckisch-Ünaarischen Stadt undVestungen den gewissen Ervberungs, rodein/welcher hierdurch den Türkischen Namen in diesen Ruhm- Land würde ersterben machen. Hier und dar ängstigten sie die von Furcht Bebende/und entnahmen ihnen den VorrM/ dessen fle eben so wenig Ms der Lufft entrahten konnten. ^ . Sigerh / (welches / so lang es stehet / ein Zeuge der Tapfferkeit er, ms Christ-ritterlichen Cvmmendanten / der MUt/ Gut und Blut für s-insn König dargesetzt/ stvn muß) verlangte man jur allen wieder Christlich msehm/ als welches lang genug mit vcrdrußtlchen Ausfallen belästiget; derowegen/ nachdem der Gen. GrafV'cchio/Lommen- dantvonFünffkirchen denOrtTembeck/eine halbe Mei! von Sigrth/ Eroberung erobert/ und mit etiich hundert Mann/zu Fuß undPterd/besetzer/ und L-mb«t. dar- 45 6 Rottk. Rayserl. Mas, und der-hdhen Alltirren Dardurch allen benachbarten Dorffschafften Gelegenheit g:geben 7 nüt ihren Familien dahin zu kommen /und Ihr Kayserl. Majest. den Eyd der Treue zu leisten/ worzu ihnen alle Hülffe und Sicherheit / wie auch an viele Familien Rätzen/ welche von Stuhl-Wsrssenburgausgerjsi ftn/und sich der Orten erhoben haben/»erschaffet worden: führe besagter General fort verschiedene Parthrym auszuschicken/ und suchte/ m!t den Herrn Grafen von Schallenberg (so dieser Orten Kayftrlicher Commiffarius ist) an einen vorlheilhaffugenOrt eine Brücke über die Donau zu machen/um in Sctavonim zu correspondiren/und vor allen auf der SigetherTürcken Wesen ein wachsamesAug zu haben; dannenhero er kurtz daraufNachricht bckam/ daß zu nächtlicherZeit in Canischa z. Türcken zu Pserd/nemlich ein Aga/Jusuff genannt/und zw. yen Diener sngelangt/und den falzenden Morgen der Basta im Schloß 5. Stück-Schüste hören lasten/ um zu verstehen zugeben/daß ein jtarcker Succur ö hinein gangen wäre / und/ um dieses desto glaud- licherzumachen/schiMeerzugleicherZeit roo. seiner besten Soldaten zu Pferde heraus. Uberdiß erhielte auch höchjbgemeldter Herr General von einem aus Canischa gekommenen Bauren Bericht / daß besagter Zusuff Aga Briefs an dcn Baffa überbracht / mit Versicherung / baß die Ok- tomannische Porte einen gnugsamen Secours vor Canischa und Sü geth ausrüstete/auch schon viel Wägen mit Munition fertig stünden/ zugleich mit dem Secours in Sigeth zu bringen. Wie nun der General Vecchio der Türcken Vorhaben vernommen/ wordurch sie vrrhost ftt ihre gänßliche Befceyung zu erhalten / trachtcte er solches zu Verbindern/ derowegen er den nechst folgenden Tag morgends/ einen Him terhalt von r 50. Mann zu Pferd / uAer denCommando des Obrist- LieukenavtBischoffshausen/ ausschickte/welcher diegantzeBrigade ustterdenHauptmannPriskowitz ließe/und fast bis an Sigeth avan- cirte/ sich stellend/als ob er einen Posten recognosciren wollte.^ Als nun die Türcken Lieftsgefthen / kamen in aller Eil «der 100. Pferd aus der Vestung/ gleichwie den Tag vorhero / welche m einer grossen Furie aufdieKavserl.loßgierigen / die sich aberscharmutzirend retwirten/da dann dis Türcken ihnen bisgegcn Temdeck nachfolgten: Gigechische als nun der Hauptmann Preskowitz ihnen den Paß abgeschnitten/ Gttamtson wurden die Türcken in der.Mitten tapffer angegriffen/ daß fie Nicht v"!lk-m. wüsten/wohin sie sich wenden sollten/ jedoch vermeintensie/ durch einen nächst dabeyligenden Morast sich zu salviren/ wurden aber von den Unstiqen dergestaltempfangen/daß 50 Türcken und4.8lM/un> ter welchenJsmaelAga/ und ein Bruder von dem Basta zuMgekh ^ waren/ Ttilimpy- leuchten de n Rrkege-Hel ms Dri tter Th eil. 4 57 waren/ nldergehauenworden/ derenKöpffe / nebst 20. schölien Pferden/nach Tembeck gebracht. VieleTürcken haben ihrLsben in den Morast aufgegeden / daß also kaum etliche / bey nächtlicher Weil / entwichen/und ihrer übrigen Besatzung den starcken Arm der Kayserlichen angekündet. Welchen auch dieStuhl-Weissenbmger empfunden.Vsr welcher B-lagemn- Stadt dieTeuksche undGeneralats-Militzam i.Majiangelanget/un ^ Stadt HerrObrifi Ariezaga alsobald den Anfang gemacht / solchen Ort ein- ZA' ruschlieffm/s'ch neben ftinerBrigade nach der rechten Hand desTborshmg von Ofen / über den Fluß Badack und Galla / bis an das Palotker- Tdor begebend, woselbsten ein grosser Morast bey dem Thor vonZatt- mar / d-ffeits desF'uffesSawwi;/ bis zu der stuckern Hand obge- dachten Tbors vonOftn aber postim sich der Herr Vice-General von Raab mit seinen Ungarn. Es wollten aber die Türcken sich hierdurch mcht bewegen lassen/sondern gaben kurtz daraufeinZeichen ihrer Halsstarrigen Gegenwehr/ indeme sie mit einigen zu Pferd und Fuß emen Ausfall thaten/worinen von beyden Seiten einige niedergemacht worden / und erzeigten sich die Feinde bis in den vierdten Tagziemlich hertzhaßt. Dann wie selbigen Tags der Herr Graf Vatthiani mit seiner Militz anlangte/ und sie selbigen bey dem Flusse Sarowitz lagern sahen/ thaten sie sehr viel Canon-Schüsse/um solchen von dannen zu ver- / treiben/ mwelcber Zeit man aber einen Türcken g sangen bekam / wel- ! cher berichtete/ Paß grosser Mangel an selbigem Ort sey. Am s. dieses ' ließ ein sürnehmerTürck eine Ungarische Christin/ jedoch mit Zuruck-dacr.Maw haltung eines Kindes von fünffIahren von sich/ mit Versicherung/gN iEeuhi daß wann sie fünffPfund Taback ihrn würde einsenden/ sie ihr Kind WeGn. auch haben sollte; womit sie dann aus dem Thor gelassen worden, bürg. DieseFrau bestatttgte den grossen Mangel selbiges Orts/ und sagte/ daß sie insgesamt/ ausser dem Ianitschan Aga / zur Ubergab geneigt wären Am sechsten Tagthaten die Feind/ihre Unerschrockenkeit zu erweisen/ wieder einen Ausfall aufdieTeulschen/in welcher Zeit aber , de,-HerrObrnie Ariezaga Gelegenheit bekam / weiter unrerwerts des ' FiusssBodack anzurucken/ undgelangte dieAvant-Guarde bis unter die Stücke der Stadt. Um Mittag kam ein Christlicher Bauer . aus der Vestung/ welcher erzehlte/ daß der V'! er / wie cr die Resolu- tionder Ungarn und A wucken der Teutschen gesehen/ zum Bassa gan- ^ gen/mit selbigem zu speissen/woraufnach den Essen bevde sich zumJa- s nitstharsn-Äga versüget/ nstt welchen sie lange Unterredung ge, s pstogen. . s Mmm Um 4 s8 Röm. Ra'-strl Mas u nd ders- hohe« AULirren Um r.Uhr entrann em junger Türck aus der Vestung/ undbei^ hete all/svorhergevachte. Um 4. Uhr sandten die Commendameneinen wolbekletdeterr Türcken heraus/ welcher sich nach der nah-ange- rucktenAvant-Guarde begab/ uod sagte/ daß er mit zweyenUngarj- schenCapitainen zu sprechen verlangte/ so man dann alsobald herfür kommen liesse in weicher Zeit dann viel andere Türcken /mit sonderda- rer Frölichkeit aus der Vejiung heraus kamen / gedachten Lapitawen entgegen zu gehen. Da dann einer der Türcken/ so vor den andern herritte/fragte:Was die KayseriicheArmeeverlange?WoraufzurAnt- wort ertheitet ward : Die Stadt; Auf welchen Bericht er wieder Tücken gegemantwortete: Daß sie hierüber sich erstlich bedencken müsten/ver- rovr-e>,p-r. langten aber doch einmütig / daß von den Unftigen/das Begehren die tcmrnl,r«n. Stadt zu haben/ schrifftlich sollte aufgesetzt werden / damit sie nachge- hends einige Dsputirte hinaus senden könnten / um zuparlemcntiren/ mit folgender Rede fortsahrend: Können wir unfern Hoflnungs-An- cker nicht aufdie mit der ErlauischenBesatzung neulich geschlossene 2lc- cords.Puncta aussencken/und nachmals selbige/zu gewisser Bekräff- gung/ nach Wien an Ihr Kayserl. Majesi. ubersenden ? Woraufge- antwortet ward : Daß man dergleichen Commission vomHofenicht hatte/man wollte aderprocuriren/ daß ihnen in ihr Begehrengcwil!, fahret würde. Meraabs. Den Tag daraufward das Begehren/wie man die Übergab der, Punkten langte/schrifftilch hinein gesandk/da hingegen dieTürcken versprachen/ „ersen avf- und bey ihren Bart einen Eyd abstatteten / die Antwort schrifftlich geschk. durch denAbdolaAlyBey und denZorbasia / wieder heraus zu senden; Es erschienen auch also diese/ nebst noch einen dritten / am 8. Tage der Belägerung/ um io. Uhr/ den Accord/ nicht allein im Nansen der drey Commendanten/ sondern auch der Guarnison und Gemeine zu offen- ren; derohaiben dann die Kayftrliche einige nähere Punkten aufsetz- ken welche die Türcken / solche ihren Mit-Brüdern zu hinterbringen/ zu sich genommen/um Hierüberdengewöhnlichen Dwan oder Rahtzu halten / mit gegebner Parole/ alsobald eine Antwort darauszuerchei- len/ so dann von obgedschten in das Kayserl. Lager gebracht ward/mit einer absolukenB.eypflichtung und Unterschrifft derdreyenBossenund gesamten Guarnison/ nemlich daß sie m Malis muranäis, in Gleichförmigkeit derer von Erlau/ tracnren wollten/ so dann auch erfolgt. Von diesen allen nun wurde Ihre Durchl. der Herr Marggraf vsnBaaden durch denVice-Generülen von Raob/ Herr GrafZic- chi/am Mittwoch Abend benachricht-gk/der dann aisofortnacher Laxenburg abreisete/ um Ihr Kayserl. Mmest. von diesem glücklichen SU" Trkrm ph l euchten den Rr i-gs,Helms Dritter Theil. 45- SucceßNaä-richt zu erthetlen. Wenig Tag hernach langte Johann Jacob FischerJngenieur an/so vor demObristen/Herrn Ariezaga/miL Briefen an Ihr Durch!, und andere Ministers/ wie auch einen an die Kammer Ihrer Kayserl. Majest. anhero spedirt worden/woraus inan die?articul3ria obgedachten Successes ersehen. Diese eintzige Hoffnung der Türcken/ihr Leben bey der Pforten zu erhalten/war/ einige nach Wien abzuordnen / Ihr Durch!, zu ersuchen / daß dieselbe geruhen mochten / bey Ihr Kayserl. Majest. zu intcrcechren / damit von Derselben ihre Capitulaüon gesiegelt und unterschrieben werden möchte: wie nun solcher wegen der 2 llv Aga und Alay Beg bey Wien TapitM« anlangten/ wurde ihnen eine Caroffe/ mit einigen Officiern dieser veTürckm Stadt/ entgegen gesandt/ und weiln es bereits spat/ so wurden dieselbe lange« zu mit der Wache in die Hsrberg zum golonmOchsen begleitet/ und be« Wienan. gäbe sich alsobald/ siebeydemAbend-Effenzudiverriren/ derSber- Dolmetscher ^-larcuz Antonius Komata äella loerschey ihnen/durch dessen Anwesenheit und freundliche Tractirung sie sich sehr Vergnügt rrzeigt/auch den ersten Trunck/inGesundheitdesRöm.Kaysers/brach* ten/ und den andern des Veziers / so nannten sie den Kriegs-Präsidenten/HmnMarggrasvvnBaaden/welcherdann bemühet war/ daß in ihr Begehren möchte verwiegt werden; weßwegen er auch aufs neue den Herrn Vice-Generaln von Raab / Herr GrafZrcchy / mit mehrerer Erläuterung nach Laxenburg an Ihre Kayserl. Majest. abordnete. Folgenden Morgen darauf/ nachdem die Puncta der Capitula- tion übersetzt / wollten Ihre Durchs, diese Abgeordnete in dero Pallast selbst hören/welches wie es geschehen/ begaben sie sich in Person na- cher Laxenburg / um Ihr Kavserl. Majest. Bericht abzustatten/ und nachdem daselbsten/ über die Weise sie abzufertigen/ein Conference ge- halten/langkeJhrDurchl.wiederzu Wien an/und ward darausdenen , beyden Abgeordneten die Unterzeichnete Lapitulgtion wieder eingerei- rur«r«n»e. chrt/ welche nachgchcnds aufder Post/ unter Begleitung des Herrn GrasenZicchi/ nacher Stuhl - Weiffndurg abgereiset. Es waren burzischeLapitu'ations Puncta nicht eingehen sollte/weiln vielleicht' andere noch übrige Platze/in Hoffnung / dergleichen auch zu erlangen/ dasAeuffersteabwatten würden/ durch die ausziehende Militz aberdie Besatzung inGriechisch-Wcissenburggestarckt/^und hergegen durch die hergeliehene 70 Schiffe die vorhabende Brucken- Verfertigung merekiich m-rhirwert werden dürffte; weßwegen es rghtsam schiene/ aß man solche Vestung/ in Ansehung/ daß dieLebenS-Mitlel nicht Mmm ij mehr 460 Röm. Raysirl. Mas, u nd derohohen Alliieren mehr aufdre» Wochen sich erstrecktem mit Errstt angreiffen/ und durch Feurr-Einwerffenftldigs/ ausGnadund llngnad/ zur Übergab zwinge» soütt ; so haben doch Ihre Kapser l.Maicst. aus hoher und großmütiger Klugheit/ auch angenaturter Gütigkeit/ dieser Motiven ungeachtet/ die überreichtenPuncten unterzeichnet/ dieses aber dabey verandert/daß die Besatzung nicht weiter als bis ALeck convoyrt werden solite/danstknrandieS-lffedesto eher nach Lssegg zurück bringen/ und den Brückerr Bau fortsetzen könnte. Nachfolgende warenaberdie Capitulations-Puneta/ so wirdm lionk-Plm- geneigten Leser einliefern: cimdctM 1. Das Caftel! und Stadt mit aller Munition/Stmken/andern Reguisitcn/wie auch Glocken/Uhren/ und allcs andere/ so ^ dem gemeinen Gebrauch dien kich / soll ohne Betrug ver- zeichnet / und die Minen / imfal! dergleichen entweder unter der Stadt/ oder denen Vorstädten verborgen / entdecket werden. 2. Die Besatzung und alle Einwohner sollen sreyen Abzug haben mit Ober-und Unter-Gewehr/ aller ihrerHaade/ Pferde/ und andern Viehe/ ohne jemanden den geringsten Schaden darinnen zuzusügen. 4. Die Christlichen Weiber/fo Selavrnnen/von 18. Jahren und darunter/ weiche Kinder haben/ sollen selbige dem Vatter lassen/ diese aber denen KavftrI.verbleiben ; denen oberes» über 18. Jahr sind/soll frey stehen/ entweder mit denen Türken abzmsisen/ oderauch zu verbleiben; die aber/ so wsl männlich- als weiblichen Geschlechts/ welche unter 18. Jahr/ sollen/ ohne Hinderlist/ in die Kayserl. Hände geliefert werden/ auch falls einer derTmcken emChrist zu werden verlange/ niemand sich unterstehen/ es zu verhindern. <. Es sollen zoo. Wagen/ um die Güter biß GianCurtaran bey der Donau zu führen/ Herder) gebracht werden/ bey gedachter Donau aber sollen70.Barquenoder mehr/soderen nichtge- riugf hrtig seyn/ solcheGätsr io lalvo zu bringen; indessen aber dieWagen beladen werden; wann der Auszug geschieht/ f. llen unterschiedliche fürnehme Türcken zu Geiffeln verbleiben. s. B/Y den Auszug sollen gnugsame/ so wol Deutsche alsHunga- ri''che/Ossicier/ sie bis an Me Donau / und wann sie alldaem- barquirt/bis nach Jllockzu begleiten/ ordinirt werden. Indessen aber in Essegg einige vornehme Türcken zu Geissel verbleiben/ k» -i>d "V" . ?!Ä 6 ^: ^1'.^ x>. .> .fsl, bma. auch gemeiniglich begraben wordei:: Wie dann dergleichen herrliche Kirche in gantz Ungarn nicht solle zu sehen gewesen ieyn ; Und deswegen hat dieser O' t auch den gedachten Lateinischen Namen erhalten. Und war solche Begrabnüß und Krönung allda in unser Frauen/zu- genannt der Teutleben Kirche n/geschrhen. Es macht Stuhlweiffem Gelegenheit bürg mir Oien und Gran einen DrenanM/rast in gleicher Weite und Ansehen. Die orgedachte Slmpfund Pfützen/(deren zwo gar tief sind/also daß Pferd und Manschen/wann sie dadurch wollen/Muhe haben) macht der kotige Fluß S arovitz/ so aus dem platten See kerbt/ und kemrechtesGcstade hak/ sondern sich ergießt/ und dahero dieses M' ssenburq von Narur fest'st. Es geben vorder Stadtgar breite Dame/ darzwischen Kirchen und andereGebaue Hauser Garten und Wesen li-gen/ und Vas lbstalsinden Vorstädten/ mehr Leute als iw der Stadt/ d a ebgedast ter Tempel ch het/ w ob neu; um welche Stadt me starrte Mauer/ und ein liestr Wasser-reicher Graben zu sehen. Mmm ist 3m i'» Solymann erobert Stu!;lwejs< ftnburg. 462 Röm. Ra^serl. Mas, und Der- hshen Alliieren Etlchlweif- senbmg soll MW erobert wer« den. Im Jahr Christi 1540. nahm diesen Ort des Kaysecs Ferdinan, dil. Feld-Marschall/Leonhard von Fels ein; im folgenden ir^z. Jahr aber/ hat Kayser Solymann sein Lager bey dem nächsten gross sen See Bostons geschlagen; Die Belagerten haben zu ihren Schaden die obgedachte Vorstädte nicht abgebrochen/sondern denGebauen zum besten befestigt; daherals dieTürcken die Vorstädte emgenem, men/ sie auch die Stadt selbst mit Aecord / der den Soldaten gehalten worden / den 4ten Septrmbr. erobert haben. Der Obrist und Csm< mendant der Stadt/ Georg Varcoci/ein Schlesier/ in derVorstadt/ ist/ als das Stadt-Thor nicht offen/ von denen Turcken übereilt/umge« bracht/und ihn das Haupt und rechte Hand/daran viel göldneRinge gesteckt/ sodie Türckensonsiennicht herab ziehen konnten/abgchauen worden ; welches auch dem Francisco Lapoleajo von denen Türcken begegnet» Im Jahr 1565. hatte Herr Gras Eck von Salm/Obristerzu Raab/einen Anschlag aufdieses Stuhlweiffenburg gemacht/ sintemal er mit dem Richter daselbst / weicher ihm sein Weib und Kind zum Pfand gegeben/ einen heimlichen Verstand hatte/also daß er zu der Zeit/ die er den Grafen benennet/ mit den Würgern daselbst/welche der Türckischen Herrschafft numnehro überdrüssig waren / das Geschütz von den Wallen absuhren/ und was noch himerstellig / weil wenig Kriegs-Volck darinnen/vernageln wollte / hergegen sollte gemeldter Gras von Salm zu früher Tages-Zeit mit seinen Kriegs-Volcki da man pflegt das Vieh bey dem Tdor-öfnen auszutreiben / die Thor ein, nehmen/ alsdann wollte er nnt denen Bürgern die Besatzung derTür- cken in der Stadt überfallen und hinrichten/ und also Jhro Röm.Kay, ferl. Masest. die Stadt einhändigen. Auf solchen/ des Richters zuStuhlweissenburg mit wolernennten Herrn Grafen von Salm/gemachten Schluß und Verbimdnuß/zoge Gras von Salm den 12. Octobr. mir seinen untergebenen Kriegs, Volck auf Stuhlweiffenburg zu / und wollte solchen AnschlaglinS Werck richten; als aber die Türckischen Gesandten indessen bey dem Kavser Maximiliane erschienen/rmd ihme für gewiß den Frieden ein, gebildet hatten / hat ihre Mas. den Grafen von Salm / als erdrey Meil nahend der Stadt gekommen/ durch einen eilendenCourier nach Raab abgesorderr/ mit den vermelden/daß man nun von Frieden Han, delte/ welches ihn dann von seinen Anschlag abgehalten / daß er wieder zurücke gezogen» Da nun der Richter von Stuhlweiffenburg merck, le/ daß sein Mit den Grafen gemachter Anschlag nicht forrqienge/mach- teer sich flüchtig nach Palotta. Hergegen liessev die Turcke»/ als > -jcrk x5^ sp TrLtt MPH-leuchtetttze nRrtegs-!He!m8DkirrerTheÜ. 46z mnwlches verkundschaffrek ward / 40. Bürger - so solchen Anschlag machen heissen/ darunter doch etliche unschuldig waren/ sviessen. Ao. l f66. als Kayser Maximilian vor Raab lag/umzingelten Obrilkcr ltt viel looo.Turcken Sluhlweissenburg/und geschahen hiw und wied.r Stuhlweis, viel Scharmützel/ um welche Zeit auch Mahomet Beeg/ so Obrister in ßnburg Stublweissenburg war/ gefangen worden: dann derThuri Georg/ so sefaw bald er unter den «LcharmützelgedachtenMahomet/als einenSultani-^"' schenObristen/erbiicket/(weil er ihn in der Belagerung Palotta kennen lernen) eilte er chm nach/ setzte mitten unter die Feinde / und so ernstlich/ daß er ausd as anders Roß käme/ und ließe von ihm nicht ab / biß er ihn ergricffe/ gefangen nähme/und dem Kapser Maximiliane persönlich überantwortete/welcher ihn dagegen alsobald mit einer göldnen Ket, ten beschenckte/und zum Ritter schluge/seine an Tag gelegkeTreu hierdurch zu belohnen. Man gade für/ daß gemeldter Mahomet i asooo. Gulden vor dieRantzion dem Kapser Maximilians angebotten/ allein Jhro Mas. hat ihn verwahrlich und wo! gehalten/ und gen Wien geschicket. Die- ser soll sich/(nach Aufsagung einesSvaniers) an des Türckischen Kay- sers Hsi/tollkühnerWeiß haben vernehmen laßen / daß er der jenige seyn wollte/der denRomischenKayser bezwingen werdc.Allein dieFoige der Zeit legte seinen eitlen Wahn in die Asche/und lieferte diesen Ehrsüchtigen Gern-Bezwinger in die Hand des Unbezwungsnen. Im Jahr 159 z. ruckte Ferdinand Grafvon Hardeck/ samt den Abermalig« Grafen von Zrin/Herrn Nlclas Palphi und Nadssii/ HusarPetern/ A'dims und auderer Hauptleute Kriegs-Macht den i8.Ockobr.fürStuhl-^^ tveiffenburg/ und kam unter einen Nebel daselbst unvsrmerckt an/liß das vor der Stadt befindliche Vieh/alsobald wegtteiben/und ercheil- te Husar PeternBefeh!/ die eine Vorstadt zurMitternacht anzugreist fen/so wollte er / Gras zu Hardeck/aufder andern Seiten auch ein Zeichen geben/und zugleich mit Stürmen angreiffen/ damit die Tür- üen nicht wüsten/ wo sie hinaus/ oder welchen Ort sie zulauffen sollten; also ward die Vorstadt zugleich gestürmet/ erobert undgantz ausgeplündert. Des andern Tags versuchten sie auch ihr Heil an der rechten Stadt/ konnten aber doch wenig ausrichten. Ais nun der Graf vermerke/daß die Vestung und Stadt / ohne langwüriqe Belagerung nicht zugewinnen/rüstete er sich wieder zum Abzug. Indem hatte der Baffa von Ofen / samt andern/ in schneller Eil ihr Volrk zusamm ge, bracht/ und käme denen Belagerten zu Stuhlweifstnburg mit derEnt, sttzung entgegen. Aber der Gras samt seinen Mitgehülffen / dem Herrn Glückliches Treffe» der, Ctzristrn »utdcnT«!- lken. 4§4 Röm. Ra^strl. Maj.rmdDek-hohen Alliieren Denn Palph«/Nadasti/Grafen von Zrin und HusarnPetern/br- rarhschlagten sich untereinander/wie die Sache anzugreiffen / und des schloffen / daß man dem Feind unter Augen ziehen und eine Schlacht liefern sollte. Daraus grmeldter Graf selbst in Eil eine Schlacht/Ordnung machte / das Feld nach Kriegs-Ordnung bestellte/und das Volckm zwesn Haussen zur lincken und rechten Hand austheilte/ und den Herrn Palph« mit feinen Haussen auf der linckenden Vorzug lieffe/wel, chem der Grafvon Hardeck/ neben Herrn Grafen von Zrin/Nadasti/ Budiani/ und Husar Petern / mit ihrem Knegs-Volck/ samt den Hauptmann Seordelitz/ und Marx Decken folgeren; desgleichen th. ilten sich die von Ofen kommende Türckische Entsatz Völcker gleichfalls in verschiedene Haussen. Als nun das Christliche Kriegs-Heer zu Roß und Fuß zum Angriff wot bestellt wäre/ist der eine Türckffche Häuf zur rechten Seiten w as naher/ als die ander n/aufdie Christen angerücket/gleich als woö« ten sievon hinden angreiffen/wte sie sich dan weit im,Feld ausbreiteten. Als aber gedachter Graf von Hardecken solches ersehen/hat er seine Schlacht Ordnung auch darnach / und zugleich ausbrciten müssen/ und sich nicht lauggesaumt/sondernalsobalddes HussarPeters und des Herrn Palpht Husarn/ neben denen Geib-Röcklern und 200. Deutschen Schützen angeordnet / daß sieden Haussen der Feinde an« graffen/ und mit ihnen ein Treffen thun sollten/welche sich zum Angriff gantz fertig und hertzhafft erzeigten / denen der Graf mit heilen Haussen folgte. Da nun der Hausse sich demFsind nahete ließ derselbige zr.Stü- ckegroge Geschütz aufRädern/ unter das Christliche Volck abgehen/ «der zu früh/ daß er damit wenigSchaden denen Christen zufügte/ indessen stellte der Hauptmann Gall/ sich gleichfalls in eignerPerson zum Angriff zu rechter Zeit ein; haben also die Christen den Feind im Namen Gottes den 24.Octobr. mit Kellen Hauffen/auch maunlrchund tapffern Gemüt/ gantz hertzhafftangegrssen/ihmeeineSchlachtgeliefert/ unddermassen sn ihm gesetzt/daß er aus Furcht und Schrecken dis Flucht nehmen müssen ; Woraufdie Christen ihnen nachgejagk/ auch alles was sie angetroffen niedergehauen und eingcbrachc also daß aus der Wablsiadt w sich aufanderkbalb Merl W.'gs erstreckt/viel rooo. Körper der Türcksnundihrer Pferde zerstreuet/hin- und wieder gUegen/ glerchwo! auch der Cknsten in solcher Schlacht viel geblieben/ auch Rosse und Marmsch-fft beschädigt / und Herr Gras von Hardeck selbst in einen Schencksl/scdoch schtechtlich (dann er in dm Stiesel x Tr it,mph,leuchrenden Rriegs H elms dritter Theil. 46 x Stiefel einen eilernen Ladsteckengehabt/ den der Säbel angetroffen/ sonsten wäre er gar um seinen Schenckel gekommen) verwundet worden. So hatte auch der Gras von Zn« einen harren Fall mit seinem Pferd gechan. Doch erhielten die Christen den Sieg/wie dann der Baffa von StuhlweiAnburg selbst persönlich mir 12. Bregen sich bey solcher Schlacht befunden/derJanttscharcnAgagefangen/der Baffa von Oftn -uchtig und hart verwundet / und mit einen Schuß in die Achse! beschädigt / zu Oftn mit ioo.zu Roßemkommen/ gestalt sein Säbel zerbrochen aufder Wallstadt gesunden/und dem Grafen geliefert worden. Der durch Flucht entronnene Baffa von Ofen/ward über dieser seinerNiederlage so ergrimet/daß ergeschworen/ hinführo keinen Christa mehr das Leben zu schencken/ sondern ohn alles Schonen/ alles nie- drrkauen zu lassen/ wie eres dann an s. Christen/die man ihmegefänglich fürgesührt/imWerckbewiesen sie alsobald nach seinsnBlut durstigen Gemüt niedersäbeln lassen/ und sollen die Türcken sich beschwert haben/ daß der Baffa solche unnoihwendige Schlacht (dann sie mit Gnüge desVolcks nicht darzu versehen gewesen) auster habendem Befehl/in seinemFrevei und Mutwillen wider dieChristensürgenommen. Wie dann etliche JanitscharenundSpahis vonOftn aus/ausderPosi gen Constantinopel abgereißt / ihn daselbst anzuklagea / daß er seines eignen Volcks nicht verschonet/sondern dasselbe in das Verderben geführet hatte / daß es also jämmerlich erschlagen und umkommen wäre. Nach vollbrachter Schlacht haben die Christen viel Türckische Fahnen/ Türckische Sabel / Stecher / Pusikanen und andere Inrath unter dem Raub mit sich in das Lager gebracht.Aufsolchen aus Gött- GmfHar. licher Schickung erlangten Sieg / lagerte sich Ferdinand / Graf von °^eyt Harbeck/ nahe an dem Teich bey Stuhlweissenburg/ Steposch genen-^r Stuhl, mt/ ,m willens die Stadt abermals zu belagern/ dahero die Türcken/ wcistenb-rg als sie solches ersahen / und sich ferners einer stanken Belagerung besorgten/die eine Vorstadt aus Furcht selbst in den Brand st ckt. n. Weil aber der Graf neben Herr Palphi Nadasti und andern Methanen Obristen und Hauptleuten nicht allerdings einig waren/ undsahen daß dieStadt starck befestig:/und mit Türcken wo! beseht/ auch nichtVorrath an Munition/Proviant und andern vorhanden war/ haben sie den26. Octobr. ihren Abzug von Stuklwesser bürg mieden gantzen Kriegs-Heer genommen/ und sich unter Wegs auf Raab und Gomorra ausgethcstt; wie dann die Obristen dm aufzu- eilten/damit sie ihrer empfangenen Wunden und Schäden pflegten Nnn und 4 66 Rom. Ra^seri. Mas, und dekdhshen Alliinen und warteten/ aus daß sie wieder zu ihrer vorigen Gesundheit gelängen möchten. Graf von Anno 1599. hat Herr von Schwartzenberg nach Erober - und Echrvar. Schleifung Sahambock mit Hulssdes Herrn Nadasti in die! LOvo. tzenbrrg b«. Mann versammlet/auch z cx).Wagen mit Geschütz und Proviant zu- iägert sie. fammen gebracht / womit er Sonntags den 9. May von Gomorra auö/ seinen Weg nach Stuhlweissenburg genommen; Weiler zwar Kundschafft erlangt/daß derTürcken Reutecey nicht darmnen/son- dern meisient heüs zu Osen/und sonst keine Entsatzung vorhanden wäre; derohalben er sich unterwegs in ein r Heide aufgehalten/und den andernTag morgens ftühe/zwoStund vor Tags/ dahin gelangt; darauf alsobaidbeyde unterschiedene Gattern in der Stille geöffnet/ und an beyden Tboren der 2. Vorstädte oder Marckte (welche mit Graden/ Aufzieh-Brücken/ und auswendig mit einen starcken Igel-Zaun wo! verwahret gewesen) die Petarden angehenckt/und denseldenFeuer geben / die alsobakb glücklich angegangen/die Pforten aufgesprengt/ darauf das Kriegs-Volck hinein getrungen/ und die Türcken samt Weib und Kindern im Schtasund m den Hemdern übereilt / derosel- ben ctlich ioo. medergehauen'und thcils Weib und Kinder gefangen genommen; Der Rest hat sich durch den Wassergraben/zu Rettung jhresLebens/ in die Stadt hinein begeben. Und obwsl die Christen auch an die Stadt-Pforte eine Petarde Thor verschüttet/ feine Würckung nicht erreichen mögen/wie auch denen in der Stadt/ so sich mit Schiessen und Feuer-Einwerffen kapffer gewehrt/ nicht beykommen können. Sind also beyde Vorstädte oder Marckts von denen Christen geplündert / und Me Beute an Geld/ Vieb/Rossen und andern erobert/und endlich mit Auer angezündet Muß ab^verlaffen worden.DerChristen sind in solchemAngriffbey lO.erschoffen/ wieder atz- Und bey I so. beschädigt und Perbrandt worden/ dann das Feuer also- Men. dermassen überhand genommen/ daß die Christen die eine Petarde vor grösser Hitz nicht sonder Pforten abnehmen können/sondern dahmder, lassen müss n/ welche die Türcken in die Stadt hineingezogen haben. ^ . s. Als imIabr i6c>r. der Hertzog ä-Uercure dleBelagerung der Stadt Skuhlweiss-nbura aus allerhand beweglichen Ursachen snr ra hsam geachtet/haben die Römische Kayserl.Majestat Ihr sMes ßtzen mchefohlen. Darauf der Hertzog cis ^lsrcms/als «I> ii, «l, R Atz W: Triumph lett cheenden Rriegs-HelmoDrirrerTheis. 467 !»chr !W Ab 'ܰ°-E Darauf bar Herr FeldsMarschall ohne Verzugauf alle Mittel/ »nB durch den ?)?orast zu kommen/ getrachtet / beyden ausgesprungenen ,iM Hunga'n a) Bauern/ so der Beschaffenheit dieses Orts gute Ms- M senschqffr gehabt/anweichen Ort der Feindam sichersten zu ftyn ver« M> meynte/ Erkundigung eingezogen/ und soviel befunden/daß er in der M einen Vorstadt/ so man den Sigeth neuner /(welchemit einen grös- WÄ fern und mehrern Morast und Gemäß, als andere/ umfangen) sich am M sichersten zu seyn geschätzt: Wie dann die Türcken selben Orts gar kei- M ne / oder doch schlechte Wach hielten/ und alle Ungarn und Bauren/ auch die gefangene Türcken selbst/daß dieses Orts durch den Morast sN zu kommen unglaublich /! auch niemals erhöret worden wäre/ ausge- «M sagt haben; Dem aber Herr Feld-Marfchall keinen Glauben geben W wollte / sondern zwo vertraute Personen/ solches gewißzu erkundigen tzD und zu besichtigen/ ausschickte / die zu ihrer Wiederkunfft den Herrn Ml Keld-Marschall / daß durch diesen Morast bis an die Vorstadt wol M» zu kommen wäre/ berichten thalm. Mm LHrPRuß Daraus hat er sich ohne Verzug mit iOOO. seiner Soldaten so ^l!« wmmwa- leicht angekleidet / deren ein reder einen BüschelGeröhrig mittragen We dttmitser- müssen / gesaj^remacht/ sich selbst mit ihnen gegen den Abend in den nrn Leuten Morast begeM/demselben viel tiefer und beschwerlicher / als ihn vttr N El»! vi-vrag " kundfchafftet war / befunden; aber nichts destoiveniger im Namen ^ ^ ' GOttes mit denen Goldaken fort/die gantze Nacht9. Stund lang durch den Morasi/.biß an die Gürtel gesetzt/ und mit denBäuschem die ch« ein jeder Soldat mit sich getragen/ die tiefen Oerter/da man offtw.it halben Spieß nichtgründen können/ ausgesüllt; darzudenen Christen dis Wurtzel an dem Geröhrig/wie sie dann ihren Weg von einem zum M andern genommen / wolgedienet und zu statten kommen; und wann einer eines Tritts gefehlt/ isterin das Wasser bis andie Ohren gefast ^ / len / also / daß einer dem andern / so viel möglich / zu Hülffe kommen/ ^ g, und dev dem Leben erretten müss n /darunter bey 6 . und 7. im Morast/ ^ drum man nichtHülffe erzeigen können/geblieben sind. Und weil die Soldaten gesehen/ daß der Herr FekwMarschall sol, ^. che gefährliche Wagnüß durch den Morast / welches so bald nicht w höret worden/ selbst auf sich genommen/ und der förderste gewesen/sind sie darüber auch nicht überdrüssig worden / sondern gantz hertzhafft nachgesetzt / bis sie endlich/durch wunderbare HüSffund Beystand des »ch AllmäWgen/ eine Stunde vor Tag durch den Morast/bey gemMrer ^ A Vorstadt Sigeth/gtücktichen ankommen; wiewolderHerrFe!S-M^ .1 7 -. TrL irm^h-lelrchtendenRrLegs-Heinis dri tter Theil. 46z schall von allenKriegs-Volck/durchVerhinderung des Gemöß/ über ioo. Soldaten nicht zusammen bringen können. Weil nun derTag angebrochen/ und die Zeit der folgenden Soldaten zu erwarten/ deren einer nach dem andern durch das Gemöß angekommen/ nicht gedulren wollte/ ist Herr Feld-Marschall/ mit denen so er zu Händen gehabt/ jorkgerückt / und hat/so bald des Feindes Schildwachc der Christen Wkunffc wargenommen/Lermen gemacht/so wol auch den Herzog vonMercure dem Angeordneten Loß nach die Trommeln fchlagen/und Trompeten blasen lassen/ und also die eine Vorstadt die Sl'geth ge-- Erobern rie nannt/ mit grossen Geschrey und Anlaus eingenommen und erobert. Umstadt In welchem Lermen der berühmteCapitain der von Vobacourt aus ei- mm Stück in einen Schenckelgeschossen/undsonstnoch b. Soldaten geblieben seynd. Als nun der Hertzog von Mercure dasLoß undGeschrey derChri, stengehöret/ haben Jhro Fürstl. Gnaden/ neben denen andern beyha- benden Obrisien/auf der andernSeiten auch angegriffen/und dieTür- ckenso verzagt gemacht/ daß fle nicht gewust was sie retten sollten/ und bald daraufdie andere Vorstädt verlassen / und denen Christen hinein zu kommen Raum und Platz gegönnet. Haben also die Christen die Vorstädte durch Hülffund Beystand Gottes noch demselben Tag erobert und eingenommen/und darinnen 40 StückGeschütz bekommen. Nach Eroberung der Vorstädte/ als der Raitzen-Stadk/der Insel- Belagen Stadt, Sigelh genannt/ und der Gemöß-Stadt/samt denen andern zweyeninnern Vorstädten / so ave mit einen tiefen Wasser-Graben/' und einen ausgefchütteten starcken Zaun umfangen / und nicht schwächer als Hatwan oder Paps sind/ haben Ihr» Fürstl. Gnaden die folgende Nacht zur rechten Vestung schantzen lassen; und obwolen Jhro Fürst'. Gnaden in die Obristen/die sich in Warheit um dasselbe Vorhaben eifrig und ernstlich angenommen/ auch Tag und Nacht nicht ge/ fevert/ keinen Zweissel oder Mißtrauen gesetzt/ jedochso haben Jhro Fü-stl. Gnaden die LausGraben selbst angeordnet / und den Stadt- Graben/ bis an die Stad-Mauer/nicht mit geringrrGefahrbesich- tigt/ und die Gelegenheit abgesehen. Welches von etlichen Jhro Fürstl. Gnaden/(daß sie/weil das gantzeKriegs-Wesen an ihnen als denHauptgelegen/JkrePerson besser undgewahrsamer in achtneh/ mm/ Md sich nicht in so augenscheinliche Gefahr begeben wollte) zuGe, mütgesühret worden. Darauf Jhro Fürstl. Gnaden geantwortet/er wäre der Rom. Kayserl. Mas. mit Eides-Pflichten verbunden / derowegen er seinen Cyd gemäß/ dem Regiment/ wie er es für GOtt und Jhro Majest ver, Nnn ist ant- 470_.Rö«n. Ra^ftrl. Mas. und dcro hohen Alltirxen erniworken könnte/getreulich/aufnchtig und bestandhasst fürstehen/und sein Leben für die Christenheit lassen wollte. Welche seine Großmütig, keit und beständig,eifriges Gemüt die Obriste/wie auch gemeinrSöl, daten/ desto mutiger und begieriger/auch zu ihren Fürnehmm gantz hertzhafft gemacht hat. Nach eingenommenen Augm-Schein / und weil alldereitdie Lauss-Gräben allerdieng fertig/haben Jhro Fürst!. Gnaden den Obristen Zeugmeister/ HerrnGrafen vonSultz/dieStü, cke noch dieselbe Nacht in die Schantzen zu führen/(dann er des folgenden Tags/als den 18. Septembr. die Vestung daraus zu beschieffen/ und den Sturm an die Hand zu nehmen entschlossen) anbefohlen. Entzwischen aber hat sich über allen angewandten Fleiß ein Unfall zugetragen; Dann als man die eineCarthauneüberdasGe, möß führen wollen / hat sie mit ihrer Last die Brücke niedergedrückt/ und iss zuletzt gar eingesuncken/welches die Fortbringung der andern Geschütz/ daß aufdasselbige mal nichts hat können vorgenommen werden/ verhindert / die hernach erst den andern Tag wieder herauögezo, zogen/ und neben denen andern Stücken aufdie Vestung sind geachtet worden. Als nun Jhro Fürst!. Gnaden gesehen/ daß die Stück an denen zweyen Orten' als Palotter-Thor und Robour-Thor/recht palankirt/ und es allein an dem/daß die Vestung beschossen werden D'-inder sollte/fehlte/ habe» sie Vorheroden alten Ungarischen Gebrauch nach/ Vestung die Türcken bey der Nachtaus denen Laus Gräben/ darinnen sich Ih- L^"iumro Fürst!. Gnaden selbst befunden/durch etliche Hungarische Haupt- m»ynt. ieute ermahnen/ und daß sie Jhro Röm. KaNserl.Majest.dieVestung aufgeben wollten/ hinein schreyen lassen: wann sie nun davon gutwil, big abtcetten würden / so wollte Jhro Fürsi!.Gnaden/sie frey sicher begleiten und abziehen lassen/also daß dem geringsten kein Leid widerfahrensollte. Daraufdie Türcken nichts geantwortet/allem zu einen Anzeigen/ daß sie solch einem Begehren nicht statt geben wollten/zwey große Stücke/neben etlichen Hand-Röhren aus die Christen loßbrennen lassen : das von den Christen gleichfalls geschehen / und haben wnen Ihre Fürst!. Gm benebenstvermelden und ankünden lassen / weil sie m ihren Fürnehmen so halsstarrig verkarrten/so wollte Ihr Fürst!.Gn. morgends anderst bey ihnen anklopffen/ und mit Hüiffe des Allmächtigen / mit ihnen das Nackt,Mahl essen: und haben darauf den andern Tag/ als den 20. Septembr. zu früher Tags-Zeit die zwo Brechen/a n eimmOrt mit 6. und an andern Ort mit4. Stucken starck ee- schiessen/die Knechte zusammen ziehen/ wie auch das Feld milReu- tern und Knechten gar wsl bestellen lassen/ undungchhr uin «!«> kB «>«« «itr rKr Oe zr- i!.-xS »r^ K* !- TrittMPH-lettcbrenden Rrr'egs,Helms Dklktek The« 47; HerrnAdoipk von Mhem, und Herrn Goithart von Skahrenberg/ samt dem Steyrischen Regiment/ die zwo Breche/ ob man sie zum - Sturm antauffen konnte/auszukundfchafften Befehl erkheilk. Als solches geschehen/ und Ihr Fürst!. Gnaden des FeinreS Hals- Sarrigs und verstocktes Hertz wahrgenommen/ haben beyde-Obrisie/ üusBefthlJhrer Fürst!. Gnaden / als nemlich Herr Gotthard von Starenberg mit seinen sunffFahnlern/und Herr von Alkheim/die kleinere Breche starrt angelcffen und gestürmt : und wiewok sie von dem Feind zum drittenmal abgetrieben worden / doch so starck durchgetrun- gen/daß sie das Rondel einbekommen; bald hernach hat der Fürst DieChri» von Anhalt / samt den von Hoskirchen / aus der andern Seiten über dm-äH- die grössere Breche mit Gewalt hinein getrungen/ und den Feind/ohn- geachtet/ daß er mit Feuer und Stem-E«nwerffen starck Widerstand orl, gethan/dadurch viel beschädigt/aber wenig umkommen / gantz männ- lichund hertzhafft zurückgeschlagen / und die Vestung mit stürmender krobcm Hand erobert. S-utzl. Und obwo! der Bassa mit r6. vornehmen Türcken /wie auch an- dere aus vesten Hausern/ an unterschiedlichen Orten / darinnen sie / zu Sturm Rettung ihres Lebens/geflohen waren/ tapsfer und männlich sich ge- wehret; jedoch/ da sie endlich ihren Untergang gesehen/ har sich der Bassa/samt denen andern Türcken/ weil ihme vonJhr Fürst!. Gn. die Fristung seines Lebens zugesaHt war/ ergeben/ den Ihr Fürst!. Gn. avnahmen/und in das Lager fuhren lassen. Andere/ deren bey rso. haben sich in ein Haus/ das man den König!. Pallast nennt/versper, ret/vie viel Pulver bey sich gehabt / und vor das Thor inwendig im Haus ein groß geladenes Stück gestellt. Als nun die Christen solches öffnen wollen / haben die Turcken selbiges loßgebrannt/ und ihrer bey 6v. und der Christen bey rs. verbrent und erschlagen; die übrigen alle sind von denen Christen niedergehaum und erstochen worden ; wie dann auch die Türcken hin und wieder Pulver und Sprengwerck/so sie in die Häuser gelegt/angezündet/also daß die Kirche/Burg/samt noch andern dreven Thurnen / so nahend der Rmgmauer/neben viel schönen Gebauen und Hausern der Stadt/ barzu auch der starcke Wmd viel geheissen/ alles zerPrengt/undHauf- fen-weis (so erbärmlich anzusekev) über einander geworffen / darüber der Christen bey 200. so wolauchviel Türcken durchs Feuerzerstoffen/ verzehret undjämmerlichumihrLebenkommensind. In solchen währenden Tumult und kläglichen Instand der Tur, Dallsn-a cken/ haben die Waüonen/fo Hauff n-weis den wölhabenden und ver- ^»'nmen möglichen Hausern zugelausseu/und niemand anders neben ihnen Hm-A* 7^» einlaffen 47r Röm. Ra'-fttl. Mas, und der» h ohen Allirrren einlasten wollen/die vorne hmsten und bciienBeureuUkomme»H- hero im Beuten eine grosse Ungleichheit gchalren worden. Und obwcl bißwe-lm die Teutschen von Kleidern und andern schönen Sachen etwas bekommen/ so ist ihnen solches mchrentheilswieder von denen Wallonen abgeaommen worden / welche wol auch der vor vielen Jahren gewesener» Ungarischen Könige Begräbnisse in der grossen Kirche eröffnet/ durchsucht und verheeret haben. So sind auch deyrovo. Türcken/ so sich falviren wollen / und in dm Morast/ zu Rettung ihres Lebens/ausgehaltm/den Obristen/Herrn von Collonitsch/in dieHände gerabten/der sie alle niederhauen lasse«: wie dann auch in derVesiung/ des Bassa selbst eignen Anzeigen nach/in die i ooo. wehrhaffrer Mann gewesen / und über zoo. Weiber und Kinder/ deren bey roo. nach Raab geschickt/ die andern/samt des BaffaWeid/ alle umgebracht/ und soo. Christen/darunter zoo. Weiber/ledig gemacht worden. WasvonMunition/Proviant undGetreyd vorhanden gewe« fen/istmehrenthei!s durch das Feuer verzehrt/ wie auch an Baar- schaffr wenig gesunden/ und an Geschütz etliche Feld Skücke/sonst aber sind viel schone Roste/Ochsen und anders Wehe/in der Beut erobert worden. Hernach den 2r. Septembr. haben Ihre Fürst!. Gn. bey sOOo. Mann gegen Simomorna/Kopsn/ Adom/ Feldwar und Paa/um dieselben Hauser einzunehmei'/ damit Stuhl-We'-ssnburg desto mehr versichert wäre/ abgeordnet/ welche die Christen/ als sie dahin gekomen/ eines theils mit geringer Muh und schl chten Widtte drrstand der Türcken erobert und eingenommen haben. Nach solchen ist alsobald von Ihr Fürst!. Gn. die Anordnung geschehen / daß man / was an kerVestung zerschossen/ und durchs Feuer zersprenget worden/samt andern/ soviel die aussersteNoht erforderte/erbauen sollte. MittlerWeitaber ist dieVestung demHmrr von Stahrenberg/samt seinen sünffFähnlein Knechten/treustenFleis, ses vor des Feindes Einsall zu bewahren/anbefohlen worden. Dars aufdieCkristm/ mit ihren gantzmLager/ eine halbe Meile sich von Stuhl-Weiffenburg begeben; nachdem sie aber / wegen eingefallenen kalten Re.qenwetters/ sich daselbst tanger nicht erhalten können/ haben sie folgenden Tags ihr Lager geändert/ und anderthalbMeil gegen Tschokiku/damit sie Holtz haben könnten/ neben einen Wald gescha- gen/Vorhabens/daselbst etliche Tag / biß Skuhlwristenburg wieder zur Nohtdurfft erbauet und versehen/zu verharren. Als nun die Türcken bev Ofen (so sich in z oovo. starck versammelten/ in Willens Stuhl-Weissenburg zu entsetzen) in Erfahrung gekommen/ daß die Christen inzwischen die Vesiung gewonnen/ sind sie ÄH ! K»: ,M^-' ^Ü:l! ,hr »r »'A ,'^- ««» N .ff L- F Trium ph - leuchrettdett RkwgsH elms DkikkerThei!. 47z ob solchen Verlust hoch bekümmert worden/ damit sie aber bey dem Evrsatzdcr Türkischen Kaystr keine Ungnade aus sich laden möchten / haben sie 2 ürs«n sich aisobald gemeldte Vestunq StuhstWeissenburg / in welcher sich ru-ktvor der Herr von Stahrenberg mit rsoo. Deutschen und z. Fahnen Um ZL. garn befände / zu belagern / und zugleich Venen Christen eine Schlacht Ag?. zu liefern entschlossen / und sind darauf gegen die Christen / so wol auch gegen die Vestung zugezogen/ und sind den y. Octobr. da sie dcr Christen Läger besuchm wollten/anmelden lassen: sind aber des andern Tags gar still gewesen/ und haben sich um io. Uhr mit ihrer gantzeu Macht der Christen Schantz zu der rechten Hand gegen Stuhl-Weissenburg zu gemachet; und obwol die darinn ligenden Soldaten und Heyducken Anfangs starcken Widerstand gethan/ sind sie doch letzüch/ durch des Feinds grosse Macht/ daraus geschlagen/ der meiste Theil niedergehauen/ und die übrige gar bis ins Läger gejaget worden. Gleichwol sind der Feinde auch etliche geblichen und erschla- genworden. Stracks darauf/ und ehe man sich reckt umsehen mögen / hat der Feind 2. Stück Geschütz aus der Christen Schantz gezogen/ und sich mit Aussprengen gegen der Christen Lager sehen lassen / folgend- um rr. Uhr/ auf dem Gebürg / gegen der Christen Lager herum gezogen/2. Stück Geschütz darausgebracht/und sich letzltch um die höchste und nächtie Gebürge/bey der Christen Lager/angenommen. Und ob, wol denen alldort ligenden Heyducken rso. Musquetirer/ mit den Hauptmann Foxgatsch und Herrn von Altheim / zu Defendirung fslchesPaM/zuHülffegeschickt/ auch starck aus grossen Stucken zu ihnen geschossen wvrden/hat doch solches alles nicht geholffen; dann der Feind solchen Vorkheil auch mit Gewalt eingenommen/ bemeid-- ten Hauptmann sgmmt 40. Knechten niedergehauen / und den Christen / daß ihrer desselben Tages kein Gebein davon kommen sollte / und er noch selbige Nacht in ihrem Lager schlaffen wollte / zu entbieten lassen; darauf er sich sirarcks um der Christen Lager angenommen / m welcher Schantz Hauptmann Bssanzan samt seinen Saaten und etlichen Hussarn gelegen. .. ^ Sobald nun dieTürcken/etliche i oc,. fiarck/hinaufkommen/sind die Hussarn in der Christen Lager geflohen ; der Hauptman aber samt seinen Sodaten hat sich gantz still/ bis dieTürckengantzmdle Schantz gekommen/ gehalten/ alsdann haben die Musquetirer tapffer auf sie loßgebrannt/ also daß die Feinde mit Verlust wider aus der Schantz weichen müssen / deren zwey gefangen/ und Jhro Hock-Fürstlichen Durckl. Ertz-HektzogMatthias/ so kurtz zuvor rmLager angekommen/ Ooo über- <74 Röm Rayserl. LNaj.undDers hohen Alliieren überliefert worden. Da aber die Chi ijten gejchen / daß der Feind bereits diezwey besten Vvrchei! eingenommen / undLaraus ihnen in das Laaer geschossen / Hst man sich nichts anders / als mit dem Feind ;u schlagen/zu getrösten gehabt/ wie auch unterdessen gewisse Kundschafft eingezogen / daß der Feind der Christen Lager an vier unterschiedlichen Orten anzugreiffen Willens wäre; weil es dann die aussersie Noht er, forderte / haben Ihre Fürst!. Durch!, den Feld-Marschall / daß er das Lager mit Besetzurig der Schantzen wol verwahren sollte/ anbefohlen/ welcher aIHbald/ Ihr Hoch-Fürfti. Durch!. Befehl gemäß/an allen Orteen im Lager/für des Feindes Einfall/gute Mrd wolbesteüke Vorsehung geihan. DaraufJhreHsch-Furstl.Durchl.dem Feind mit der gantzen Kriegs,Macht / zu Roß und Fuß / durch Göttliche Hülff und Bestand/unter Augen zuziehen/und ihme eins Schlacht zu liefern / ent, schlossen / wie dann derFeid.Marschall erstlich z. Fahnen Deutscher Reuter!/ neben des Herrn Mheim/Preuners und desvonHoskirchm Regimentern/gleich Abends um z.Uhr in einer Schlacht-Ordnung geschickt hatte / welche stracks auf den Feind zugezvgen / ihme eine Schlacht zu liefern angebotten / und doch nicht mehr dann der halbe Tkei! Mit ihme getroffen / denselben alsobald im ersten Treffen von dem Mittlern Berg / aus der ersten eingenommenen Schantz / mit Gsttli- TärScn cher Hü'ffe/ geschlagen/ und nacher über das Gebürg gar über dm Paß rv-rdmge- gejagt/ihme grossen Schaden zugesügt/ und s-StückFeld-Geschütz/ schlagen, so er nicht ausden Berg gebracht/ abgenommen. Und weil derFeind über ZOODo.starck/ der Christen aber nicht mehr dann SooO. ist es/ menschlicher Vernunfft nach / unmöglich gewesen/ wann GOtt der Allmächtige den Christen mit starcker Hüiffe von oben herab nicht erschienen / daß so ein kleines Häuflein / weil nur der halbe Theii mit dem Feind geschlagen / gegen eine so grosse Macht des Feindes/ den Sieg erlangen sollte. Wie dann auch nicht ivmiger der Herr von Colloniksch neben der Seiten / durch einen sonderbaren Paß/ mit seinen Soldaten/als beydeHauffen miteinander getroffen/ auf den Feind zugezogen und mit ihm geschlagen/ denen etliche Fahnen Hussarn und freysHeyducksn zu Hülffs geschickt worden / die nicht Hand angelegt/ sondern nur den Beuten zugeeilet haben. Die Christen sind durch diesen Scharmützel der Stadt Stubk- Weisssnburg / welche der Feind mit theils seinemVolck belagert batte/ Näher gekommen/ dervwegen diese aus der Vestung gefallen / den Wecken v>. l Stücke Geschütz und Schantz-Körbs abgenommm> die unter währendem Scharmützel allenthalben Pulver ausgestreuek/ welches wol Mar Mir § md!»> hiyStt! W MßkS Will/ j« D WI ?>Wii ich MS A >r Whe, rr-ß! Tri umph- leuchrett de i« RriegsHel MA Dt'rrek Eher!. 475 wolangegangen/aberdenm Christen wenig Schaden ;ug .füget. Wie dann auch dem Fund in solchem Scharmützel 14. Stück Geschütz/und Bichroo.Kugeln abgetrungen worden. So hatte auchHerrEvllo- nrtsch etlich i SQ.Aauitscharen in emGemLßgejagt. davon mehr als drv halbe Mil aeblirbrn. Die Turcksn hatten denen Christen / so sie in den Schantzen und heraussen bey den Scharmützel niedergehauen/ dieKöpffe abgesäbelt/ und die Nasen und Ohren davon geschnitten/ wie dann an einem Ort beydreyffigKöpffe der Christen/ ohneNasen und Ohren/ligend ge- suvden worden. Mit diesem Scharmützel Kat sich der Tag geendet/ und sind der Türcken/ wie die Uberlauffer berichtigt/ viel auf demPlatz blieben und verwundet worden ; gleichwol der Christen auch bey z os. umgekommen. SonntagSden i i.Ockobr. sind die Christen mit dem gantzen Lager aufgedrochen/ und besser über dasGsbürg dem Feind rugsruckt/ aber keine Gezelt aufgsschlagen/sondern allein in guter wokbestellter Schlacht-Ordnung grhalten. Bald hat sich der Feind genähert/ und / nach langen hin-und wieder-R«uten/ sich allgemach versammelt/ auf die Huffarn/so auf der Höhe gehalten/getroffen/ und denenftlben in der Flucht zween Fahnen abgenommen / so aber von Butschen Reutern / welche die flüchtigen Huffarn entsetzten/ von der Höh« des Bergs abgetrieben worden. . Zu dein thate der Feind am andew Berg / gleich gegen über / damit er den Wagen der Christen / deren bey 5000. im Thal beysammen stunden/ beykommen möchte/ sich hoch bemühen/wie dann wenig Tar- tarischePferde/ unangesehen / daß die Christen in völliger Schlacht- Ordnung hielten/ nach der Seiten über den Berg/ den Christen / so zu den Wagen bestellt waren/nachsetzten / welche aber gemecht« Reuter glichfallsin die Flucht gejagt/ und ferners Unglück verhütet haben. H rnach sind die Christen / so wol auch der Feind / die gantze Nacht in völliger Schlacht-Ordnung gestanden/massen der Feind nicht anderste «lö vaßsich die Christen in die Fluchtb^geben würden/vermeinte. Des andern Tags Montags si ühe/zwey Stund vor Tags/sind die Christ m abermals mit ihrem gantzen Lager aufgebrocken / und aus dem Gedürg/in völliger Schlacht-Ordnung/ in die Weite hrnaus/ Abermalt-« tw-.schen W iffenburg und Palotta/ gerücket/ die Wägen an dem Ge- Sch'acht. bürge bergchen lassen/ und hart darneben Herzogen / im Willens Mann der F iud auf sie treffen würde abermals mtt ihme zu schlagen / * weiche ab.r die Tarram bey dem G .bürge / die Wagen anzugreiff n/ gelass n/ und mit denen Cknst l Triumph» lettctzrenden Rrle^s -Helms Drircer Theil 48 k erfahren/ daß solche Übergebung Nicht mir ihrer Bewilligung gesche- heu/ sie in gesanglichen Verhasst nehmen/ theils nach Ofen/ theils aber Mers nach Griechischweissenburgführen lassen. Ist also an obbemeldten Tage diese Vestung/wiewol nicht mit geringen Verlust der Seinigen (dann wie dis Sage gegangen / sollten per Feind über dis 20002. umgekommen ftyn) wieder in des Türcken Gewalt gebracht worden/ in welcher er noch ziemlich Proviant und Munition gefunden / als 12. neu-gegossene Stück Geschütz/ohne dis alten/ bey 400. Centner Pulver/und an Kugeln/ Mv/und andern die NothdnrM86.VaßViscotLen/über 222. VaßMeel/ 500. Kübel Saltz/ benebenst auch 10222. Gulden an paaren Geld, so der Bau-Zahlmeister nur allein zur Bezahlung der Arbeiter in Händen gehabt / welches der Vezier alles bekommen. Daraufder Vezier den BellBeg/ so auch Bassa in Bosnta/ mit 4220. Mann zur Besatzung hinein verordnet-/ und die Vestung/wo sieSchadengensmmen/starck zu befestigen anfienge/ und mit seinem Volck/ (welches er eines Theils zu Streiften ausgeschickt/und Palotta berennet und avsgefordert hatte) zwischen Stuhlweissenburg und Ofen sich lagerte/ zu sehen was dir Christen fürnehmen wurden/und hauptsächlich darum/ damit dis eroberte Vestung / bis sie wieder erbauet/ nicht von ihnen möchte belagert und eingenommen werden. Im Aahr 160 z. drevTag vor Ausgang des May haben sich die von Raab / Gran / und derselben umliegenden Grantzen einen Versuch auf Stuhlweissenburg zu thun/zu welchen ihnen ein Pribeeg/so jüngst zu denen Christen in Raab gefallen/und mit aufStuhlweis- ftnburg ruckts/gute Anleitung gäbe/ daß sie dev nächtlicher Weste die Stuhlweis mu-erbaute Vorstadt überstiegen / plünderten/ und alles w w' sic an- senbmg» traffen/ aufler wenigen so in die Vestung entronnen/mederhreben/und V-rfiave unter andern eroberten Beuten viel Rosse/darunter auch des Beegen ' ^ von Weiffmbura samt noch fünffFahnen/ und einer ziemlichen Anzahl Vieh bekommen/ nachmals die Vorstädte in Brand steckten / und mit der erlangten Beut wieder adzoqsn; die Vestung aber musten sie unangetastet lassen/ welche seit der letzt-erwehnten Eroberung,N4.urckl- schen Raub-Händen aus Zulassung Gottes/ zu Vergrosswung der jetzig-Seg-bereicherten Zeiten verblieben/ und numnchro den rechtmassigen Königreich-Besitzer / zum glücklichen Anfang dieser Jchrs Campagne angeliefert worden. ...... W»r verlassen aber diß rn Christen-Händen wieder stehende Stuhlweisscnburg/und eilen nach derAdriatischenTürcken-Bezwin- Crikieder, Serin ab. Hleselbst hatte man bis nach Ravenna in verschiedenen zu D-ue-iz Ppp Ortm <82 Röin . Ray strl. tNaj. und dero hohen Murre n ^ Orten von Romagna ein starckes Erdbiedem verspührt/ wodurch an Schorsteinen/ und sonst grosser Schade geschehen/ auch viel Menschen umkommep sind. Obwol unser Vorhaben nur den Krieg und dessen 5 einverieibende Geschichte bezklet/ können wir doch nicht umhin bey die- ses Erdbiedens Gelegenheit auszuschweiffen / und denen Lesens-begie- E rigen den zugefügten Städt und Länder-Schaden einzureichen; Zu- malen F^rieg und Erdbiedem einander nahe verwandt/ und beydedm ^ erzürnten GOtt und dessen Rach-Gericht für ihre Eltern erkennen. tE Absonderlich aber hat diese unglückhaffre Verhangnüß dasNea- ^ polit anische Königreich und dessen Haupt-Stadt jämmerlich befallen/ und dieses indische Paradiß/ in einLer'd-achtzendes Sodoma verwan- Veit. Der benachbarte Feuerberg Vesuvius/^hat durch seine aussirö- wende Schwefel Bäche/ niemalen diesen Königreich solchen Scha- ^ den ausqcbürdet / als dieses jähling entstandene Erdbeben zugefüget. »W Anfang des Dann indeme den f. Junis gegen 21. Uhren/ ein finsteres und sehr L.'ddiedcns duncklesWetttrohnvcrfthensund piötzlichsichereiqnek entstundedar- k" zuNcapüNF ausern grausames Erschüttern und Krachen der Erden/ welches allen ^ d?e cs horte»! / einen schreckhafften Schauer verursachte/ also- daß je- EM derman nicht anderst meynte/als würde der jüngste Tag für der tzhür «W feyn. Vsv dieser grossen Furcht wurden theils Krame und Hauser in »»s! höchster Verwirrung qesperrck / andere ließen solche leer stehen/ und MI liefen aus die grosse Platze und weiten Gassen/ dann es wurde bald aus- W gebreitet und kund gemacht/dast man auch in dsnenKirchen nicht sicher «Agr wäre/ wie man dann auch solches nicht laug hernach mit betrüdtenAu- gen gesehen/ und äußersten Schaden er fahren; dann indeme sich gleich- ^ wol ihrer viele in Kirchen verfügt' musten sie die Bitterkeit desTodes darinnen kosten / und in denen Marmor und Porphyr-Gebäuden le- »M bendig begraben werden. Die^kesub Insonderheit stürmt- aufdieJesuiter Kirche 6iesü bluovö ge- W/W rcrKirche nannk/das Unglück loß; dann indem ihrer viel in dieser Kirche gegen- LSft leidetgros. wärtig/ fiel die grosse Capell von der Kirche herunter/ und zerkrmnmer- M? swSchadcn Beichtstühle der?. ?. Jesuiten / samt andern dreycn Capellen «Wtz wodurch ihrer vier von denen ?Ztrlbus, welche eben Beicht hörten/ >!»W samt sehr vielen andern Menschen / deren Anzahl man bißhero nech M nicht bat erfahren können) Massen unter denen eingefallenen ?. l Haussen nicht wenig lebendig vergraben liegen) beerdigt worden. M M/ gantze Kirche zeigte sich wie ein Berg mit Stein und Sand angesust Wa, und überhäufst; sa die noch stehende Facciata/ ist mit vielen Rissen der- G mass n jttnichkigtt/daß sie augenblicklich denUntergang unterworffen/ !Wj '-cett chä!: i> i-leL :Ä»kr 2KK E e-F 'Ä >»k' ti^ Tr iumphsseuchkettdett Rriegs-He !ms dritt e-The'l. 49z zu ftyu scheinet; wie dann auch zu besorgen / es möchte der Glocken« -Mm ohne Gefahr und Schaden in dre Länge nicht mehr also stehen bleiben. . Bev dieser verwüsteten Kirchen schicken wir einen Mick ausihr B«schrel. ehmaliges Pracht-Gebäude/ welches für andern absonderlich zu Nea- dcr polls bewunderlich war. Sie war ehedeffm der Printzen von Sa, lerne Palast/ von welchen sie die Jesuiten erhandelt/und durch Bey- trag reicher Allmosen/ und absonderlich der Prmeeßm von Bisignano/ aus eirmst Palast in eine Kirche verwandelt / so da heut zu Tag eine von den schönsten und prächtigsten in Italien hieße; und ward sie durch Cardinal Alphonsum Gesualdum / Ertz-Bisihoff zu Neapoli Ao. i5so.eingeweihet. Die Bau - Kunst zeiget an düsen Gebäu ihreVollkommenheit/ und war die Länge dieser Kirche 2 , sO.die Breite aber roo. Schur/ und 6. verwunderlich-grosse Pfeiler von Porphyr / und allerhand Mar, mor/dientsnzu ihrer Unterstützung.Die unvergleichliche Capellen/müs- sen dannoch gegen den gröffern Altar/und der Capelle St.Jgnatii und FrancisciNaverii an Kunst-Stücken weichen/ als welche aufdas reichstevonMarmor/durchPreiß-Handdes CavMiers Cosmi Fan« sago aus Brescia aufgebauk. JnderCapelle aberJgnatii hatteHie« ronymusZmperatus/ seiner Mutterstadt zum ewigen Angedencken/in 4 .Gemäh'd n Kunst-zierlich seinen Pinsel geführet. Die Cupel dieser Kirche (welche am ersten desErdbiedsns-Grau« samkeitgefüblet) war wegen rhr^r Grösse ingantzNeapolisdüBs« wundersamste; und hatte chre BGerungdenCaval erLanfranczu dancken; da dann auch mit prächtigen Gemähiden hin- und wieder in der Kirchen der Eavalier Maximuö Stanzione und Bcllisarius Cor, renzius verewigkeitet; inderSacristeywarauch zu sehen eine Tafel von unschätzbaren Preiß/woraufder Welt-Hevland anmukigli adge- bildet/undein Kunst-StückLeonhardiP'.stoiw. > ^ Es war aber diese Krrche wegen Silbec-Geschmerds und Bilder Tk-fl.ch-r von diesem Metall die allerreicheste/ und war sonderlich e.n Sacra- ments-Hauß hier anzutreffen/ so hin und der mit Diamanten und an- dern Edelgesteinen funckelte; ein Werck so nicht nur wegen seiner kost- barkeit / sondern wegen des ungemeinen Kunst - Fleißes / sehens-wur- dig. Uber dieses alles/ prangte diese Kirche mit den reichsten flltar- Taseln/ von S'lbcr und köstlichsten Meßgewanden/von den schönsten Brocard und andern Reichtbümern. In der Begrabnüß ver Prtn- ceffin von Bisignano/ als Wo'thaterin dieser Kirchen/waren noch drev von Porphyr aufgerichteteGräder befindlich/als eines des letzten Pppn Prin« 484 Rom. Rayserl. Maj. und d ero h ohen Alliirten Printzen von Bisignano Nicolai Sandeverini/ das andere seiner Fürstlichen Gemahlin des Durchl.HertzogS von Urbin/und das dritte des Hertzogs von St.Petro in Galatina ihres einigen Printzens. An des Fürsten Begrabnüß war folgende Aufschrifft leßlich: , kälk .10 6 LdlML LX T'O'riUZ NOölL.1 88!k1ä, LI ^?UO KLOK8 54^XIiVl08 6KHNOI 8^ ^8L VLiriblOXIM ?^08^?I^: LX c^8'rxlQH8 8LOI 8U8, 6l8l8l^^e^8lU^ ?xmcikl,8-r. UEI ^ 8 ' 5 . kk.ne ^orlduu»v»» ein Rohr / mit der andern erqwssr sie ein sich ausgieffendesWasser- Naß. Die Statur aber der Erden lehnet sich mit dem linekenArm an den aufeinenBerg gestellten Thurn/mit der rechtenHand aber halt sie ein Frucht-Horn/wordurch die Fruchtbarkeit dieser Gegendbedeu- ^ "-Das übrige so an diesen StulchMckck vorAugen kommt/ist grossen Sheils schon durch das Alter zu Schanden gegangen; doch kan man vhnschwehr aus denen noch hsuti 'es ^agsodhandenenWertk- Zeichen erachten/ daßeL.-rherrlichesMifier-StuckderKunst Hieselbst Pxpui zur 48 6 Röm. Raffe rs. M as, und dero h-chen Allürren zü?Mvbiikou!tt,endeit'gedlekeu. In dem Wittel deöTriängelsH ein großes Stuck Marmor/ mit dmen darinn gchauenenBüdern aus» gefallen/ welches zu Erhaltung sotbanen Kuntc-Wunderö/ mir Kaich uns Mauer-Steinen ergantzet wordenift. Und hat man an statt der verlohrnen Marmor-Stücke/welche Castorem undPoliucemvorge» bildet haben / zwey Gemählde aufgesetzt/welche die gedachten Schiff- Patronen immittelft fürstellen musten. Als nachmals Neapolis Christlich worden/und dieHeydnische Dunckelheiten verschwunden/ änderte man dir diesen zweyen Götzen Diese «ir. und Gönnern der Schiff-Leute gestiffkets Gebäude/und verwechselte sc wkw diese Zwilling Gebrüder/ mit denen zweyen furnehmsten Aposteln Pe» P rrs -Md und Paulo / als welche die warhafftlgen Leik-Lichker/so die m dem Paulog«- Meer herum irrende Gläubige nach den wachafften Himmels- h.mgk. anlocktrn/ wie solches für der Ksschen-^hür in folgenden Zeilen zu lesen. LX OI^UH8 lV1^lVlOI^I6tt8 (^8K)K! LD ?0Ll.tici k^D8I8 Oli8 OI(^H8 kLUO L2' ?^UI.O V8KI8 OIV18 k^- ^ 8 (?M 80 K 1 0?U8 cUK^ke.U>!I L8. O. LXXVlll. Sie war vor langmZeiten her einePfarr-Kirche/da aber imIahr rf? r. von Vinegia die Ehrwürdigen ??. ^Kcatiu i in Neapoli angs- langt/haben sie durch Vermittelung des v.?ewi vorn oleäo ViLL- i^e dieses Königreichs diese Kirche erhalten / und die Bewilligung vom Cardinal-Vicenzio Caraffa / damaligen Ertz-Bsschoff von Napoli empfangen/ und darauf den ry.May isz8. dis Kirchein Besitz genommen. Da aber folglich die Kirche wegen gross n Alrertbums denEmfall ankündigte/ ward sie durch gemeldte?an cs in einer grsssern We'tschaffk aufgesührt / und Ao. 1591. verneuret/ und Ao. 162z. durch sobunn LuptNicicHufo^ischoss von Aeerraeingeweihet. Im Eingang dieser Kirche in dem vorbeschriebenen alten / nunmehr» aber zu Grund gestürtzttn/ Portal/waren zur lincken Hand folgende Verse zu lesen: Huäit vcl tuchus Pollux, cum Lallors pstrum, b-ec mors, ^r-ecij)itl msrmors uterguc ruit. Und .-t'^ S» TrüiMph-leucheendett Kriegs-HelMS dritter Theil. 4§7 ' ^ Und auf der rechten Hand: L'inclariclas voxmittsterit, palma intczra?ctri sst Oiviair at tecum?aule ti oxtisg libsns. Der grössere Zlltaristvon den köstlichst-ausgearbeiteten Marmor ausgebildet. Das Sacramenrs-Hauß von vekgüldeten Metall / hier vnddarmit edlen Steinen versetzet/woran eine unsst-atzdare Kostbarkeitbefindlich» DerChoristgantzvergüldet/ mit schönsten Gemahl- den geziem / absonderlich aber mit dem Leben und Wunderzeichen Petri und Pauli / durch die künstliche Hand BelliscmiCorrenzii aus- siassrret. Unter andern Ruhm-strahlenden Capellen ist sehens-wür- big die Capelle desHeil. Cajetani/so gantz mitGelübd-Tafeln behängt/ so da von den Wunder-Werden dieses so berühmten Beichtigers zeu- gen. Uberdiß sind auch folgende Kojibarkeiten in dieser Kirche höchst-schätzbar / namendlich der gantzs Körper des Seel, ^närsse ä' ^veüino Csnsnici keZuiaris, wie auch in einer Gruffr der Körper Cajetani/ samt dem Biidnüfi Lebens - Grösse gemeldter Heiligen. Wir entweichen von dieser Kirche zudem Pracht-Gebäu/so dem Beschrer, H. Aposteln gewidmet / und auch in Besitzung erst-gemeldM Tbeaki- ^,'ng der ner ist. Hiesstbst ist vknzweiffenllich ein heydniscber Tempel ehmals ge- § "LU standen/doch können die Gelehrten keinen gewissen Ausschlag geben/ ^ ^' ob selbiger des sovis, , 8^turni, oder aber Nercurü gewesen; doch ist dieses ohnstre-tbar/daß derKayser Consiantinus sie vonGrund aus erbauet/ und denen Aposteln geh eiliget. Das jetzige Gebau aber har ihre Zierlichkeit zu dancken der li'Zbsila carEa, Hertzogin von l^usrcis KwAZiore, als weiche zu dem neuen Bau die Unkosten herge- schoffen/da dann /mitgewöknlichenSolmnitaten/ derErtz-Bsschoff ?rznciscus Larciinsl duoncompsZiao , den 4. Rovemb. des !6r6» Jahr/ den ersten Stein gelegt/ der Cardinal alcaniuskilamarMus überden io.Ocl0br.des 1648. Jahrs/eingcweihet. Diese Kircbe wird mit unter die schönsten mJtauen/ nicht nur wegen seiner G - öffs und Architectur / sondern auch wegen der Bemah, lang so durch reu berühmten Künstler jok. l-ansrgni gefiMen / ge- zehlet. Die berühmte Capelle des Cardinals/Lrß-Bischoffs ^sc^nn kiiämarim, allwo die Römische Künstlere/ so zu Zetten uchgnl Vi- 1 . gelebt/gleich als die Biene/alle ihre Wiffenschasskzusammengehauffetz; die Tafeln des iVtsrci äi 8icns , die mir unschätzbaren Kostbarkeiten versehene Sacristey/undandereSeltenheiten/erfordern/zu benohtig- ter Beschreibung / ein gantzes Buch / und kan m dleftn engen Raum nicht eingeschrencket werden. Diese Küche halt auch m sich und beherberget die Gebeine desJtaliamschen Poeten ^rmi, der mit seiner Beschreibung der Ksrche S, Gauöisso. Fernerer Schaven des Erdbebens zu NrapM. ' 48 8 Rom. Rayftrl. Mas. und deroh-hen Alliirrei Porst so hoch als MZrogesiiegen/und dadurch einen unste.rblicl-mNa- msn erbeutet. In dieser Kirche nun verübte auch das Erdbeben Gewalt/ und stmtzte einen gantz vermauerten Sarg herunter/ welcher dann einen grossen Schaden verursachet. Viel erbärmlicher ergieng es der Kirchen desH.Gaudr'osi/ als welche gantzlich / durch diese unterirdische Verheeren» / zu Grund gerichtet. Im Jahr 4Z 9. kam S. Gaudiosus/ Bifchoff von BMnien/ mit vielen H. Bischoffen und Africanischen Priestern? wegen der Verfolgung Genftrici/der Vandalen Königs / oder / wie ander« wollen/ wegen Versagung von demüdten König/zu Mapoli flüchtig an/da er dann von denen Neapolitanischen Christen sreundlichst empfangen worden/ allein/ um desto besser seine Andacht haben zu können/sich von vieler Gesellschafft abgesondert/und an diesem seinem Verweilungs- Ort/auffeine Unkostsn/einKloster samt einerKirchen erbauet/und sich/ samt den Semigen/zugleich zusamm-Geflüchtetsn/bineinbegeben; und dieses war diese Kirche S. Gaudiosi / so die jetzige Erdbebens-Strasse m den Staub gelegt. Es ruheten in gemeldter Kirche die H. Jungfrau Fortunat- mit drey Martyr-Gebrüdern/von Ceesarea aus Palästina; über diß auch die Körper des Heil. Gaudiost und S-Chevouldii/ Bsschossen aus Asrica. Im Jahr 1561. ward in dem Mar der H. Empsängnusdie mit dem kostlichenVlut desH.Stephani'angefüllteAmpulle gesunden/ so von S. Gaudioso mitgebracht/von S-Luriano erstiichAn.41y.in Jerusalem entdeckt/ und von Orosto/einem Spanischen Priester / m Aftiea überbracht worden. Von curiosen Grmählden/ waren dir Kunst-Stücke Petri Francions bewunderlich/ wie auch des Andrea ! von Salerno. Uber jetzt-erzehlte Kirchen/ so fast gäntzlich zu Grund gerichtet/ ist auch die Convent-Stuben der ?3Vum 80c.Jesu, von der andern Kirchen / 6islu Vecchio genannt / gantz verfallen. Indem Convent/ 6l 8. Oomenico VlagZiors , hatte die Eß-Stube H'.eistem theils Schaden gelitten; und dem Ertz - Bsschsfflichen Domm- Stifft die steinerne Kantzel/ als welche durch das Erschütkeln zur Erden geworffen/ die Mauren aber weit voneinander gerissen worden. Kurtz/ es ist kein Palast noch Haus/ welches unbeschädigt blieben wäre/ oder nicht augenblicklich den Fall drohet«. Der Herr CardinalErtz-Bischsffgirng/mit grosser Andacht und Esser/ die betrübte Klöster zu besuchen und zu trösten/ und gab allen Bsicht-Vattern/ welche ihm.begegnetsn / Eriaubnus / diesen und folgenden Tag zu absolviren / auch solche Falle / die aufeine andere Zeit verschoben worden/ nicht ausgenommen. Diese Ordre sandte er an _Triumph l eu^rettden Rtiegs-HelmsDr ir rerTherl. 48, alleKirchen/ und stunden dreAndächtig-Beichtends die gantze Nacht auf allen offmtlichen Platzen. Die Processionen giengen continuirlich durch alle Gassen / in Begleitung einer unzehlbaren Menge Volckes. Etliche rrugen schwereKreutzeausikrenSchuldern/oder gross? Steine an ihrem Hals; andere schlugen sich mit eisernen Ketten/ und wider andere kamen mit Dornen-Kronen und Aschen aufdemHaupt/aufge- zogen. Tbeils geisselren sich / tbrils siedeten aus andere Art die Göttliche Gute/um Abwendung der Straffe/ an. Der grösseste Tdcil dcsAdsls hatte sich aus der Stadt begeben/' und hielte sich das Frauenzimmer/in grosser Anzahl/ unter Hütten und Gezelten aus. Andere Personen hielten mit ihren Caressen aufden weitesten Platzen strll/ oder fuhren auch bey Nacht dahin/ weil der Schrecken / Verwirrung / Serrffzen und Furcht / daß solches entsetzliche Beben wieder kommen dörffte / bey allen durchgedrungen. Am Pfinst- Tag früh um 9. Uh^ Hub sich das Erdbeben wieder an / zwar nur mit einem einigen/ doch überaus hartem Schüttler / welcher den noch übrigen Rest der beschädigten Gebaut gar übern Haussen warff; daher continuirten auch die Confusionen / Communioncn und Processionen/ wle des vorigen Tags/ und durfften sich die jenige nicht mehr nach denen Hausern retirirsn/ welche einmal daraus gegangen / und auf offenen Platzen stunden. Nach dem Mittags-Essen verdoppelte den Schrecken die An- kunfft eines Cmricrs von Benevento / der Päpstlichen / und z o. Met- len von dem Königreich Napoli ligenden/Stadt / welcher berichtete/ bm gross » daß selbige durch Erdbeben gantz zerstöret/ und von 6000. Emwoh- Schien, nern nur noch etlich wenige Personen übrig waren; der Cardinal ^rtz« BischoffUrtlno wäre / durch sonders Göttliche Hulff?/ da alles ub/r einen Haussen fiel/ erhalten / doch aber am Kopffund Arm verwundet worden; dieser hätte sich auf das Feld von Montesarchio/ acht Meilen von dieser elenden Stadt/sührenlaffen/ wohin man auch etliche noch lebende/ aber lauter verwundete und bald sterbende Nonnen brachte: Indessen aber predigte gedachter General unter einer Scha« fer-Hütte/ indem man horte/daß ebenmäßig auch Ceritto/Matalona/ und Cava Salerno/ durch ihren Untergang / andern zu einen Buß« Spieoel worden. Unter denen aus denen Steinhauffen hersurgezo, SenenwarauchderCardinaiGravma der/wegendergrausamenVer- wunbuna am Kopff für tobt geschätzt ward. Der>7.Junnumn.Uhr/lichsichdaserschrecklicheSchuttem 2 b«rm-l, übermal in Napoli / wie vorigen Tagessspusiren/daher kielten sie auch e« mit Processionen und Buß-ächtzenden Seuffzern an. Dre lunqen Qsig Töch- 4 -v Röm. Ra'ssirl. M as. und Vers hohen AUiir ren Achter wurden mit terrauffren Haaren einander um den Hals ge. dundsa/ undschrvea;uGOct/ Bärmhertzigkeit! Barmhertzigkeit' begleichen thaten auch andere / grosse und kleine. Endlich versammelt ttn sie sich alle/auf dem Platz des Ertz Bischosslichen Stiffts//und bete, ten für der Kirchem allwo das Blut und Haupt S. Januarii liunde. Blur»esH. Dieses Blut S. Januarii solle in derDomm-Kirche / nebst aw Januar», dem Heiligthumen in zweyen gläsernen Gefasten ausbekalrcn / und rurZeü seiner ausgestandnsnMarter/voneinerNeapolitanischenMa, tron aufgesammelt worden seynzund wird davon erzehlet / daß / wann es zu dem Haupt dieses Märtyrers gebracht wird/es wieder gantzflüs« feg werden und aufwallen solle; daher krancllus äe?ctri, ein Neapolitanischer Jurist/ in folgende Worte ausbricht: Konsum crestig^rabs, 8c^thlcls cjum63rl)3rulj oris LonkuAiguä verre^eliZiomsiter? Hssücs, hTc: katlonzrimpoll!^3rtvri5 revnm tncoiruptug 3cib»c8c6Ke Isbs croor. Imo KU^ris Ziiseit, consurZit, siNilit, srüct Oevor exlrcmke eK imp3lien8gue 1 ubse. ?er66u8 unccrnis capiti ut cruoi obviu8änte krizicius, Lc 6uru8icrvc3t8c Hauest? (^autL vel äspcrior vcl 68^üZm3ntinu8^scr, LsnAuine, guin 6 uro ssionte Ugusnts, Ilgues? Du Räuber Araber und Grimnuverrhierler E'c^rh/ Glaubst du noch nlchr/ und wittr zum rechten Glauben eilend Sieh/greiffund begreiffe/was man dir rheilek mir/ DasBlur des Märr^rers/wird/»»ach >ö langen Weilen/ Da cs vergossen ward/ noch unv erfaulr gezeigt. Es wallet/ hupffr und gischt/ vonmuyrigemVeklangen ZTlach Christi Richr posaun/für der sich alles neigt. Untreuer! schau das Blur / das jetzt erstarrt gehangen An dem entseelten Haupt/ und sichschon zeigte yarr/ llJunwarm und Brunst-zerflöstr/inBlur-Gtrom sich en giessen/ Ist dein Hertz Felsen-gleich und Demant-Harter Arr/ Muß es für diesem Blur erweichendoch und fliesten. Der Ertz-Bischofftheilte dem/des H. Januarii Blut Kstchrtn- d?mVo!ck/aus einem Fenster/den Seegen/mit; da dann pre Gom 0 jSvoe W ftllst Stt»' dllvo M/> ß» j-M Bl<«i »is! tzE W l>em§ je». BO Fall»! Hl» 'iri, 2 «--- 'LL Tr ittMph-leucVrenden RrievS'Hel'ns Drr'rrer The « 49» ÜcheGüre sich endlich erweichen lassen / die Stadl / aus welcher rooooo. Personen gegangen/ gnädig nngeblickec/ undRubr nach diesem Jammer gegeben ; daher dann auch/ auf des Bwe-Re Anstalt/der Anfang / mit Wegraumung des Schütts/ gemacht/ die Strassen/ welche dadurch verschlossen worden / wieder zu eröffnen/ da dann zugleich allerhand zerquetschte Körper hervorgezogen worden/und vermag der Arbeiter Fleiß und Menge / das jrnige nicht wol wi derauszurichtenv was durch diesen unterirröischen Gewalt umae- stürtzt «nd zernichtet worden. Ader genug vom Erdbeben/ so Neapolis furchtsam / Italien er, staunend / und gantz Europa mitleidig gemacht; wir beteten den Zweck wieder / so wicdißbero zu unserm Fürnehmen erkiesit / und verfügen uns wieder nachStrchl-Wliffrnburg. Wir sind von dannen/ eher noch recht die Hinterlassenschaffradgezeichnet worden/abgereiset/ Verlass«!,, welche wir dann/ dey unser jetzigen Ankunffr beobachten wollen. schaff« w Erstlich zweyTÜrckische Glück Geschütz / deren eines 4. und das andere eine sechs pfundige Kugel schiessr. Ein Temsches Stück so 62. Pfund schiefft/ und An. i542. «st gemacht worden. Ein Türcksschrs Stück/so eine48. pfüirdigeKugel schiessr. z. viertzig pfundige Stucke/ vomKayserRudolpho dem Andern/davon zwey^An. ,596. und das dritte 1598. gemacht worden. Em vi«tzWpfündigesStuck// von ^^.M'lianodemAndern/An. 1569. Zwey Turckiffbe Stucke/ so etwas on^Mget. Eines von z6. das andere von 28. pfundigen/ drey 24. Pfunds, Stücks / von Rudo'pho dem Andern / An. > 596. Eme achtzehen pfvner.^^^Echlange/vonRudolphv dem Addern/ rs? 8 . Eine vierzehen.psuuvrz. Feld-Scblange/ von Maximilians demAndern/ r571» Ein lang drryz^en pfundiges Stuck Zwo zwölff« pfundige Türckssche Feld-Schlangen, zwölsspsirndig Stück/von König Ferdinando. ixrz. Zwey l o.und ein acht pfüm digesStäck/von Johann Friederich/Hertzogvon Sachse-/An.i5;;. 2 Falcomtlrm von S.undy Pf. vsnKönrgFerdinando/An. ixzr. Ein sieden-pfündiges Falconetlein von Maximilian.il. An. 1571. E>n lang vier-pfündig oeschadigtStück/mit derStadtS tuklweissttiburg Wappen. Eine lange z pfundige TürckischeIeld-Schl rnge. Fünff dreyxpsündi'geTürckische Stücke. Ein drey-pfündigs/von Ferdinands dem Dritten/An. i6xz. Ein drey pfundig Teutsches Stück von Eisen. Secks vierdtbaib pfündigeTürckische Stucke. Ein vierdiba b- pfundig Teutsches Stück. Neun zwey pfundige doppelte Türcki'che Falconeren. 2. zwey pfundige doppelte Falronetten/von K önig Fernand/An. rxz r. Ein doppeltes zwey pfundiges Falconetlein/von Qqq st Ihr 4 9 » Röni . Rapsir l. r Naj. m ,d Devo hohen Allürren ZfhrRöm. Kayferl.M-j.st.An. r 66 z. 4 . anderhalb-pfündigeTütt cklscheFqleonrüei» 2 .andcrlha!b-psündjgeTeutscheFalconetlejEn. »fz r. und 1584 - s.elnpfündigeeinfacheTürckischeFalcomnein. Ein LN einpsunviges Deutsches Falconetlein. x. einfacheTurckischeFalcvneU lein ohne Laveten. Ein Türck. eisernes Falconetlein von 4 . Untzen. Stückevon 4 -und ro.Untzen; zusamen 79 . Stück Geschütz. /.MZr, sei/ einer von 2 vO. Pfunden/ vonKayser Maximil. ryiz. die andern von 100 . 40 .» 8 -und 20 .Pf. 688 . Vässer oder Centner gutPulver' ander Pulver/ sonichtsogut/nndtheils feucht/ohne Vaster und auf Häuften geschütt/ohngesehr 23 z. Tonnen; und in einem andern Ge- wölb/in Brettern/bis fo.Tvnnen ga ntz verdorben Pulver; zusammen 970 . Vässer Pulver. 170 . Centner Bley. 77 . Centn.Türck. Lunden, r s. gefüllte 6 o.zo. u. rc>. pfundige Bomben.^ 1 r 8 . leere, so. pfündtge und z 99 . z o. pfundige Bomben. 450 c». gefüllte Hand-Granaten und L s OO. leere. 128 . leere l O.pfündigeGranaten/die Mauren zu brechen/ und sechs-psündiqe. ivoon. Röhren von Granaten, 32 z 6 .vier- zig-pfundige Stück-Kugeln. 1636 . 2019 . 24 . pfundige und i soo. aü lerleyArt. ZOOo.Kugeln zu einfachen Falconetlein. rx. Kästen mit kleinen bleyernen Kugeln für die Röhrcr. 2 . Kästen mir blauen guten Pistolen/und 1 . mir verdorbenen. Ein Geschütz mit 6 . Musquetonen- Lauffen/so einPferd ziehen kan. 1 F.grosse unguteMusquetonen/u. 54 . nicht mondirte. is.nicht mondirteTürck.Büchsen/undrcyKäst^', Pfeilen. 4 i.Schi!de? 60 . neue Türck. Tartfchen/die Ladn^ uerRohre hinein zu thun/ und 8 f. Pulver-Hörner. 486 . alle'ch-z'O^trmtscharerv Röhre. 69 . Sprützen/bey einer Aktaque ds^E loschen zu können. Eine gute Anzahl Hacken/ Schixpe>'.'Slemhauer-Hamrr »um -Mm« ren/theils mit Handhaben v»d cyerls ohne Handhaben^! 6 . ^.urckijche Waaen/umStuck führen zu können/und mehr andereWagen von allerhand Art/wie auch allerhand Laveten zu Stucken. Eß vor Eisen- Räder aufTsutscheManiermnd viel andereHoltzWagenzumachen, s. Amboß/und so viel B!aß-Bä!ge/ 2 oooO.aSerhandVatteri->NE!' ^o.Centner neu Eiftn/und -v.Centn. allerley Eckn/zu Stucken/Wa- gen und Rädern. Ein metallines Rad zu einen Brunnen. Ein grosses Türck. Sei! loo.Klaffttr lang / mit verschiedenen andern grossen und langen Seilen/von allerhand Art. 20 . Centner gut gesponnen Garn/ und 7 .Cent altes und verdsrbnes; viel Pulver-Sacke von Leder. 4?« Dutzend härene Sacke zu Sand. r. Flaschen mit Steinost ohngcschr 8 O. Pst in jedem 4. Centner Pech. 9 , Centner TurckWe Bettdecken. Kaum hatte man diesen Vortheil welchen das, Kriegs-Glu« durch Eroberung Stuhlweissenburg in die Hand gespielt/zur Gnuge Käst gBst auch coiu reichl «id« inB M KB z-,M W/l Nschl scl»' niiins Censt D ginal - Instrumenta/ der zwMen dem General Caraffa Abaffi wre auch gelammten Standen des Fürstentum ae^,...,.., auch allerseits unterschm^nen und mit ihrem Inste "-^krästt-.gten convention Krafft we/cher dieselbe nit alleinErsts-/ demErb-König- stch«r.r.M reich Ungarn sichvMg submittfren/ und ein v-^erben/ sondern auch/^^r^ö, wider alle FeindebesErtz-LoblichenHaus^Desterrei'ch die Waffen an- '"6""- Menden versprochen / mitgebracht, -Kurtz nach gemeldren UrMr». ^ .^^..^vreffervonböcba<ü-mLÜ General Carastaan/ M!r^eM)l^^^ wollen / und die Thor zuge- wck sich iov. Mannseiner Kriegs - Volcker/ schlosiem ^U.^A,A^"ani mit einiger Teutschen Soldatelque de'rN'ung'auszu/age-r- welches dann auch so viel gefruchtet'/ daßsich Lie^nnwokner/naä^em z.Bomben zu ihnen hinein geflogen/ergeben; 9i,rüt>I;Lnnd aebeisseN / m'mt ^nah- diesenLändlem gewohnt/und die heutigen Burslander gestifftet haben. Es waren aber diese Bmy oder Barster/ ein Schwäbisches Volck/ wie auch die Butones/Sidones/Harudes/von welchen allen schöne Denck-Zerchen um diese Stadt zu finden seyn. Als von Buto- nibus Buttendorff/ von denSidonibus/Seyden/ und vielleichtder Nkwam/vonveukn^'^^»^^'«^'-'-/ . Diests Buritz- Ländlein ist Mit Geburgen von dem Land dermassen abgeschieden/ als wann es ein absondersichs Landlern ware/wel- " ^ Qgq m cheS 494 _ Rom. Ra^serl-N^ as. unddero hohen Alliirten chesfruchtbare Felder / und auuchml'.che Wiesen als ein gebahnter ^-nd wolverwarm Garten ausjehln. Dann eL tragt dieses Landlein den^nst^Aachs/undGetreyde/'Laß^-'^"-'''""' " ,>^mten.nacys/ und Getreyde/'rak es nicht unbillig em Horreum Cereris v-v Aorn - Scheuer der bsnaa/sarten Wallachen zu heissen/ vorausiftsvv^i-i.^^i-nen/^ vorausrftsvo^^Dienen/ HonigurwWachs/ wieaucheinero-- thenFieber-Wur^< berühmt / denn mancher Bauersmann von dieser Wurtzel des Jahrs wa ^ jäi>n p" Ts^ulann ^ . Bau«k kaum van sein«« ^ . ^ bahmgegen em 2L>ein- ^^mngegen etn Bauer kaum von seinen ÄL^Garten sovieleinzwchmen hat. Die Stadt Cronen aber, ist (wie bereits gedacht) zwischen hohen und lustigen Bergen gelegen/ aa welchen ttareke G-legen- UNO mmgen Sergen gelegen/ au- welchen siarcke Dbürne der Stadt tMdör »UMSchutzherfürliehen; vorau^ates vonMorgen ein stattliches S-avt Cw- ^^M6/dnn^nUi-' — - nc» Schloß/davondiegantzeStadtbeW wird ^ velten und sehr treffen Wasseraraben ernen dop, pelten und sehr treffen Wassergrabenür^eStad^n»^'', ... ebenmäßig mrt siarcken Tbürnen und P! Mw jsi nki' i^r -'l^ ^ ^'.'L !'^i. lp»« »B»' IchÄ^ ?-' ^K sS^ K t!iM Trium ph s IcuchrendenKriege-Helm» Dritter Thell. 495 düs übrige Volck Äufden Schloßberg erbalten müssen.Wel- ches er An. 1432« qbermal bewiesen. 14)8. Mezet Bassa auf Befehl Amurathis Müllenbach ausgeplündert / eine grosse Menge Christen durch Bürtzeland weggefuhret/ und im Durchzug die Dorffer und Vorstädte der Stadt rnBrand gestecket. »529. Peter Waywod in der Moldau/ die Stadt belagert / das Kronstadter Schloß erobert / und geplündert babe. Es ist in dieser Stadt alles sehr wohlfeil / weil von allen Orten da- Fruchtbar, hin gehandelt / und von dem Land-Volck alles überflüssig zugeführet/ ktttmC'»»- rvird. Ohne daß kein Weinwachs daselbst ist / an welches Man- ' ^ ' gels statt sie aus denen berühmtesten Weinbergen des gakitzenLam des/darzu aus der Wallache» die herrlichste Weine so sehr zu führen/ daß er eben in dem Preiß zu kauffen ist/ als wäre er daselbst gewachsen. Dazu wissen sie einen Meth zu sieden/so dem Polnischen und Litauischen Trotz bieten darff; auch ein so gutes Bier/ als irgend in Butschen Bierlandern gekruncken wird / von Weitzen und Gersten zu brauen. Die Burgerschafft hat ihre Nahrung von Handwerkern/ Handlungen/und Dchencken. Welche ein verständiger Raht / gleich denen andern Städten / regiert: Es ist aber dieser Leute Gemüt überaus auf Ehr und Reichthum gerichtet/ welches zu erhalten sie die große Gefahr .nicht scheuen. Wie sie dann An. r 66z. im Türcken-Krieg einen Tartan in Stücken zerhauen/ und einen Ehbrecherischen Türcki- schen Soldaten/ungeachtet der Türckischen Armee / so im Lande lag/ öffentlich durch des Henckers Hand / den Kopff herunter schlagen lassen. H ^ Durch diese Stadt kommt alle Türckische Wahr ins Land / als Ha^k. Reiß/Feigen/ welsche Weinbeern/ Johannes-Brod/ Buam -Oel / schaff-zu Baumwöll/ und die schönste einqesaltzne Donau-Karpffen / so durch Croastak. die Wallachische Fisch-Händler dahin gebracht werden. Sie hat auch zur lincken ein stattliches Schloß oder Wacht-Hauß / an dem Paß/ der an der Wallache» / durch das Geburg Vutscheschd und Tscherneschd ins Land führet. Dieses wird von seiner Trutzbrekenden Gelegenheit und Starcke / damit es König Ludovicus/Carolr Nea- politäni Sokn/ bevestiget / Türtz Burg / oder Turtz -Vest geherssen. viel ander schöne Flecken und Dörffer dieser Stadt gehen wir geno- thiqter Kürtze halben bier vo, bcy / und beblicken bey der in Ksvserl. Schutz-sband getrettenen Lronstadt / die Absagung des gantzen Fürstenthums Siebenbürgen/ so in folgenden Zeilen bestanden: Wir «bhgUSg ^Tür- kkenöinSir- benhürgcu. 496 RSm. Rastel. Mas. und Der-hohen Alliieren Mir^icKaeHeNelc^ös 8rskGeneral; Georg und Alexius Bethlen/ Ladislaus Ezekel von Boroszeno/Valentin Franck/ KS, mg! Richter/und Christian Szabo/Bürgermeister zuHermanstadt/ des Durch!. Fürsten in Siebenbürgen Räthe/Nicol de Bethlem/und Stephan Appor von Arssokoym/Peter Alvinzi uud Johann Staro- sy/MagistriProtonotarii/ Michael Fillstrick/ Richter zu KornsiM/ hschgedachter Jhro Hochfürstl. Durch!, und der Stände des Fürsten- rhums Siebenbürgen / gevollmächtigte Abgesandten thunkundund zu wissen. Die gemtze Welt erstaunt nicht unbikich / und die Neider müssen rzrSchandenwerdc/ wann siedkGunst der göttlichenGüte fthen/welche «ach so vielenSchlachten undGrausamkeiten/des unschuldig- vergösse- nenBluts der Christen sich erbarmet/so viel Provintzen und Königreiche von der Barbarischen und unerträglichen Knechtschafft und Sela« derey zum ewigrnGedächtnüß undFreude allerFrommen wiederum de, fteyrt. Es hat der gerechteGOtt imHimmel/dasWüten und den Hochmut des Grausamen und der gantzen Christenheit geschwornen Erbfeinds/nicht länger ansehsn können/ als welcher mit seiner Macht/ de, reits so weit gekommen/ daß er der gantzen Welt erschrecklich/denen Benachbarten tchädlich war/ und alle neben sich verachtete. Es hat endlich der Herr Zebaoth/ durch die K> afft seiner Rechten/ihme das Schwerdt aus der Hand gerissen/und JhroRöm. Kayserl. Majesi. unsers Allergnädigsten Herrn Sach / und gerecht« Waffen/ Mso M Bit waW WB IL Mk« »im gen / darbey auch bekennen / daß sein Geist gedemütiget. So groß sind die Werkte der sonderbaren und wunderlichen Vorsehung Gottes/daß auf das Wüten und Toben/indem es bey seinen guten Fortgang sicher/ bald dieRache solgt/und der Lauff dermassen gehemtwird/ daß denen senigen/welche tyrannisch wider dieChnsten/sse auszutikgen/ toben / keine Hoffnung mehr übrig/ von dem wantkenden Glücke/sondern alles voller Furcht. Es hat das unglückliche Siebenbürgen / unter dem Türckischm Joch i oc». und mehr Jahr leben/und gleichsam seufftzen müssen/und ist/ nachdem es seinen rechtmässigen König und Herrn/ unter so vielen Kriegen und Schlachten / Brand und innerlicher Unruh / worein es verwickelt / fast gar aufdieNeige kommen/wird auch zuewigen Zeiten/ solch traurig Schauspiel in denen Zeit und Jahr-Büchern zu lesen « KW AnD »ÄM Trlrrmph-!euchrend ett ^rieg s- He!msDtt'ttei:T he il. 497 lesen seyn/ weiche dieses Königreich unter denTürcrrscvm Schutz/ und in Uneinigkeit lebenden Fürsten hat erfahren muffen. §».5 Anjetzo kommt es wieder an den König in Hungarn/von welchem es durch Unglück und Verhängnüß auch einiger Privat, Personen hochmütiges Unternehmen abgesondert/ und ergreiffcdie Vätterliche M und mächtige Protection des Groß-mächtigsten Leopolds des !. Röm. l ^ Kayftrs und Ungarischen Erb-KLnigs/ auchdes jetzigen Nachfolgers des König Josephs/ (dessen Leben und Regierung die Etliche All, waltung segnen und beglücken wolle) und künffkiger Erb-König in Ungarn (wie solches auf den letzten Land-Tag zu Prssburg erkläret) mitConsens und Bewilligung der sämtlichen Stände/ welche insgq- sammt lange Zeit her / einmütig gewünscht/daß solche Glückseeligkeit Airksl! ihnen die Göttliche Barmhprtzigkeit möchte widerfahren lassen. K-L Was nun so lange bißhero verlangt / ist endlich geschehen/ und zu bik, ^ ten/ daß solches gereiche zu GOttes Ebren/und solch belobtes Vorhaben glücklich von statten gehe / auch künfftig gesegnet und beglückt srynmöge. Sey demnach allen und jeden beyd es jetztlebenden und nachksm- ^ menden kund und offenbar/daß wir/vermögiunsererVollmachten/und ^ zu mehrerer Sicherheit/ Krafft der eonllrmation, alles des jenigen/ W was gehandeltund geschlossen/unftrs Durch!. Fürstenund sämtlichen ealL l Stände des Reichs mit einmütigen Willen aus eignem Trieb und HM ChristlichemErfer der Ottomannischen Pforten abfagen/ auch ins Zu, künfftige aller Correspondentz/ Geschencke und Tribut ReiclMg/ und !»?«> wasetwaneinigenSchein einer commumcZtion mit bejaqker Pforte/ Keren Unterthanen/ ^6b-erenwn/Ungläubigen/und andern des Rv- k'xM mischen Reichs/ unsersAkergnadMen Herrn und dessen rechtmäßigen Mt ki Erblichen Nachfolgern im Königreich Ungarn/Feinden/wer sie auch «M' styn mögen/ bey Straffe / so wegen dessLrimWi8l.TlD ^ajellZtis» ^ nach Jnnhalt der Siebenbürgischen Gesetze / pflegt auferlegt zu wer- den; hingegen begeben wir uns ausrichtig und mit guten Glaub und Trauen/ unter den Bäuerlichen Schutz/höchst-besagterJhro Kayftr- V ltchen Majestät/ für uns und unsere Nachkommen des Königreichs ^ Siebenbürgen. Und damit wir dieser unser untetthamgllen 8ub- Million und Ergebung einige Zeichen geben messen / so nehmen wir dermög unsrer Vollmacht und ki atjiicrition dessen/was abgehandclt ^ «nd geschloffen von unfern Durchsichtigsten Fürstenund Ständen/ Mro Kayserlichen Majestät Besatzungen in die Vestunqcn Kövar/ Hust/ Gorasnii und Kronstadt (ohne in welche Ihre Maj. bereits ^ Besatzungen gelegtt) ein/ sind auch bereit / die Waffen wider den all- Rrr geWt, 4 98 Röm. Rayftkl. M aj. u nd der » hohen Alliieren gemeinen Erb-Feind Christlichen Namens den Tücken Md alle andere Feinde/wann Jhro Kayserliche Maj stär es befehlen werden/ zu ergrciffsn/ harnebenst unlerrhänigst bittende daß Ihre Kaysettj. che Majestät unser Allergnädigster Herr/nach seiner angrbornen Güte und Elementz / unsere Freyherten und Privilegien/insonderheit aber das fteye Epercitmm in denen Religionen/ so wir b?ß anhero gehabt/allergnadigsi conürmiren/ auch uns und unsere 2?achkommen schützen wolle. Wir zweiffeln auch nicht/es werde Se. Ercellenh der HerrGem, ralGrafCamffa/das unterthänigste Bitten desDmchl.Fürsten und gantzen KönigreichS/beyJhroKaysert.Maj.aufdasbesierecommen- Liren; Gleichwie wir nun von Sr.Ercrllentz Gunst undbißherver« .fpührter Zuneigung / dieses zuversichtlich bitten und hoffen / also wird auch vermutlich besagter Herr General uns in unserer Freyheit und Privilegien keines wegö turbiren. Unterdessen bleibet der Par, tat/den wir mitJhroHochfürstl. Durch!, dem Hertzog von Lotungen geschlossen / in seinen Würden; zu dessen Mehrer Beglaub und Bee träffrigung/und daß diese unsere Versicherung und Abfall von der Ott lomannischenProtettion allen Nachkommen kund werden möge/ Hatzen nm es mit dem gewöhnlichen Pettfchaffken der drey Nationen des Königreichs Siebenbürgen bekrafftiget. Geschehen zu Hermann, jradtden9.May.1688. Wir find bis jetzo erst-bemeldtes Königreich Siebenbürgen hier vnd dat durchreistet/ armochaber keine allgemeine Beschreibung desselben den Curieusen Leser fürqezeichnet/ zu welcher wir/unserer Grwon, tzeit zu Folg / vnd Vergnügung der hiernach Verlangen tragenden/ «njetzo schreiten / und mit einm läufigen EilePensrl den blossen Grund -vnd Historischen Riß entwerffen. . . TNersFie. Es wurde vor alten Zeiten Daria vonDaes/Tm'seans/ desVatt »radür-m. ters und Urhebers der TeutschenGefarten/ als ihren ersten König benamset. Auf Ungarisch heiffets Erdely ein Waldict/tes Land / von dem Wort Erdö/ das ist ein Wald/ welchesmden Scribentenae, siümmlt Herdeely gelesen wird. Zu Teutsch Heisters m Siebenbvtt gen von denen sieben teutschen Burgen / so heut zu Tag sieben Städte/ und vor der Ungarn Ankunfftgewesin feyn; also baß es unnothig dis Benamsung von der Ungarn sieben Schantzen/in deren jedweder» tinHeer50857 Mannlogirtgewesen/herzuhslen. MeEin, Die alten Einwohner Dac«ns waren/nach aller bcwehrtenHi, ivohaerDa- stsr-emSchreibsr B weißthum/vie! hundertJahr Teulsche Volcher; 'lE welche Alexander/ bevsenanntder Grosse/angefaüen/ und die an Ma- L I»O> Mt l>WZ 4000 B/I ilülün li« Hi lr!«s Eyr' der g Dar Triumph-lenchrettdeti Rriegv,Helms dritter T HM. 45- cedocuam angrantzende iribaücr samt ihren König Sarmitz den sie Griechen und Lateiner Svrmum heissen/ indisDvnau-Jnse!?eucs. zu teutsch Pfütze/ verjagt. Da er aber diese Pfütze Insel nicht erobern kannte/zog er an der Donau herauf/schlug 14000. Geten/ so ihm d n Paß abftechen wollten/ darauf dem König Sarmitz / und alle dieselbe Deutsches/ soanbeydenUftmderDonau/bisandaSJonischeMeer bep Macedonia/wohnten/andemOrt/daAlexander derGeten Stadt 4020. Schritt über der Donau zerstöret hatte / welcheihre Gesandten zum König schickten / und einen Friedens-Bund mit ihm aufrichteten / und zwar mit solcher Reputatton/daß sie ihm trecken unter die Augen sagten: Die fürchteten nicht-/ als daß der Himmel nicht einmal aussie fallen mochte. Nach Alexandri Tod bekriegte Lysimachus ^ deme Tbracia zu AUranbe» Theil worden war/ Dromicheten den Getischen König/ward aber von A««se v«« ihm gefangen und wieder loß gelassen. Von dieser Zeit an sind dir Butschen mDacia undPannsm'a von niemand absonderlich augefeiw^ det worden/ da doch di« (Mio 6r»cl in Asia undMacevonia mit samt denen Jllyrüs allgemach von den Römern angegriffen ivurden.Dans weil nach Alexandri Tod/ seine Fürsten sich/ als die unartige Hündlei« über den Wild so der grosse Löwgefallethatce/bissen undriffen/aiss daß manche nur etliche/ andere nicht 120. Tag regierten; nahmen die Römer Gelegenheit/allenthatbm etwas an sich zuzichen/ bis ste endlich imJahr der Welt ?78».kerseum den Macedomschen König/durch Paulum Aemstium/ gefangen kriegten / ihn mit seinen gantzen Hof auf Rom führten / Macedomam wehrlvß / und zu einer Provintz machten. ^ Hernach ohngefehr im Jahr ?88v. streifften Sylla bis m me Srordisros und t^loesos: 8cribonius L»no bis an die Donau; UN» Lucullus gar bis an den Siebenbürger Fluß /Cbrysum oder Kreisch/ den man aus dem verderbten Griechischen Namen falsch Cnsum netzt. Es hat sich aber dieser keiner an vacism wagen wollen; auch Mm» cLsar jeldst/ der dochdrcvmai hundert tausend und drenfflgtausenv V aUos und so viel 6erm-,nos in sieben Jahren erschlagen/ hat sie / tvre- wol er Lust dazu gehabt nicht/überziehen können. Kayser Augustus griffdie Dacier mit rechtemErnftan/Ness-/zu Äuguffue Gyrmio und Seqcjta/zw/yProviantHauser zudemEnde ausrichttn/^O'» dadurch er den Daciscken König Boerebistarn/jo daftlbst regierte/daD 0, der Mörefch in die Donau fallt / das ist w Düna Mipensi / da letzt Waradein/ Gvuia/ und Temcswar liegen / und vorl essen selbst Me Römisch« Grantzen durchstreOe/ vermittels einheimischer Zwietracht Wrrn schlM/ 5Oo Röm.Kä^ftrl. Mas. u nddcr o h ohen A llnrrms schlüge / und alles was zwischen der Tberste/ Donau und bernUrW liegt/zu einer Römischen Landschafft machte. Tiberius/ so im 14. Jahr nach Christi Geburt Kayser worden/ Abmlis grjefftieffer in Daciam ein: dann er hielte Catualdan den Gothischen Ällia in und Marobandum der Schwaben in Mähren König/ sozuihmgefio- Dacim hen waren/heyde ewig gefangen/ihreVölcker aber/so ihnen anhiengen/ riu. legete er jenseit der Donau/ zwischen den Kreisch und den Nwresch'/da jetzt Nosen und Clausenburg liegen / und gab ihnen Vannium zum König / daher es hernach das Vannianische Königreich von den Römern Meisten worden. Clausius hätte zu schaffen daß er die Darier mit drev.mLegionen vom Streikten abhalten kunnte; Vespasianus muste diese Gräntz - Völcker wider seinen' Widersacher Vitellium abführen/darauf fielen die Darier und Sarmater in die entblöste Römi- sicheGrantzen/und eroberten den Donau-Strand aufbeydenSeiten. Sein Sohn Domitianus. wollte sie wieder bezwingen / verlohr aber seine zween ObristenDppiumSabinum/und CorneliuM Fufcum mit vielen Soldaten / so der Gethen König Dimpaneus erschlug. Endlich grieffsie Kayser Trajanus an/welchen der damalige König cebalunidtk? Derebalus oder Dietwald/ die Stange dermassen hielte/ daß Trajün/ Kin-g m in Mangel der Wund - Tücher seine eigne Kleider zerschneiden muste/ Dacim. damit die Soldaten möchten verbunden werden; Jedoch wurde De- cebalus geschlagen / und für Trajanum gefangen geführt/ welchen er mit einem Fusfall muste um Gnad und Frieden bitten/ den er dann mit dem Beding erhielte/ Saß er alle beste Städte und Schlösser schleif- fen/ alle Wehr dem überwindenken Kayser in die Hände geben sollte. Nach solcher Verwüstung zöge Trajanus Rom triumphirend ein/ wohin er des Decebali Gesandten voran geschicket hatte/ so des Römischen Raht Einwilligung in den Frieden abholen musten/ da er dann mit grossen Pracht eingeholet und Dacicus genennet wurde. Weil aber nach Taciti Aussage die Daci denen Römern nie recht treu gewesen/ als unterstund sich Decebalus abermal die einmal eingegangene Bündnüsten zu brechen / ließ die zerstörte Stadt und Schlosser mit den Thürnen wieder aufbauen/weßwegen er zu Rom von neuen für einen Feind erkläret wurde/ und muste Trajanus abermal wider ihn zu Felde ziehen; damit er nun seine Völcker desto sicherer hinüber setzen/ undsowolzuSommersZeiten/als im Winter/da die Donau sonst gefrieret / durch die RömischeColonien / die aufnchrische 2-ra>sn.,L Dacier bezwingen möchte/ lißerbey der Stadt Se verinum beut zu Btt/«?«. Tag von den Türcken Zewrin benamset / eine köstlich steinerne Brucken aufbauen / ein köstliches und wunderbares Merck/ daß es alle Thaten Trajani weit übertroffen. . Sie Hs» Nütz Ms SÄM M'lMl -!«ck W L LUL8-MKI8 c>L8^K° H^^)^dlU8 ^u6. 8^6. ?. Hierauf ließ Trajanus die Stadt befestigen / und von seinem Skajanu» Namen Ulpia Trajano heissen/ auch aus den gantzen Römischen Reich stifte uip<» unzchlbareVölcker/ in Siebenbürgen / Wallachen und Moldau ab- führen / welchedas Gold-und fruchtreicheLand bauen sollten/ wie auö dMStein zu ersehen. 10V1 L4. UL?. NLkVä ^L^i^iau8. c-es^rr. vieLO OLcL 8 ^L 0 . ooöNH > VO^UN. FOLVIT'. ^8 ?icL krOi^ULL. ?-rLLK. VäUVKLL c^MII'LS. VL8L«.^. LSI. 6L0KIH. ^ 18 ^ Des Decebali Tod bezeichneten ste mit dieser Überschritt: vie^Okr;^ ^u6U8li ^IKI VkXl VLCLV^LL ^ ku^L8^u^ L81 ttekreuLLVl. L^ce88Lkrx ViLc-kL kLck8L.r l?86 ovoo r^ce^ M4-LU. 8LH . 1L Uiru^QV^ VK7H .6'^LäR.- L II/P. 8L^?«.odr. ^uvllkr ^u6U8-r^LI8. GEM desDe«- sO4 Rom. Ravserl. Mas. und dero hohen Allürren ' lk>Ü! So zöge Trmanus hernach mit wol äusgespickten BeuH -V? Rom / und führte des Decebalj- Kopf mit in Triumph / da ihm dann »8 die Ehren Seul Columna Trajana / so noch heut zu Tag zu sehen ist/ aufgerichtet worden. In dieser Seul kan man inwendig durch . iE--, eine Schnecken-Treppen / so ip 8. Stuffen hat/ biß unter die Spitze rE gehen/ von aussen her/ ist die gantze Historie dieses Dacischen Kriegs aufs artigste inMarmelste in biß oben an ausgebildet.Nachdem Tra- iE 1 janus bey Seleücia aus der Heimreiß ausPersia gestorben/wurde sch E § nes Cörpers Asche nach Rom gebracht/ und in diese Dalische Seule/ so er im Foro Trajano 140. Schm hoch aufrichten lassen/m einen göld- mn Geschirr beygesetzet. ' ' Also wurde damals Dacia eine Komische Provintz / welche Tra- ^ janus mit unzehlich vielen Wohn-Völ.ckern / so er im gantzen Römi- sehen Reich sammelte / die Sräjtte und das fruchtbare Land zu bauen/ Mb besetzte. Auch ließ der Kayser das Land mit Römischen Kriegs- Volck belegen / damit sie mit Nichten rebellirn / oder ein fremboer Feind einfa'len könnte. Unter solchen Gewalt nahmen die Römi- sehen Land-Pfleger und der Kaysex alle Einkünffte des Landes zu sich/ DW und muste man ihnen von Wein/ Korn/Metallen/ Mauten/Wey- Mal ren/ Ufern der Flüsse/ Saltzbrüchen/ Vieh/ Kauffmanns Wahren/ qi«« von allen Handwercken/ Wachs/ Flachs/ ja von allen / was sie irgend MO in einem Land für Gewinn erdenckenkennten/Ausschlag geben. Von Ma Spanien und Dacien nahmen sie am meisten Gold (da die andern Wch Wielang Lander nur Silber gaben) und Getreyd. Solche Dienstbarkeit hat Will Dacien IN,- Daeia fast 160. Jahr unter 2O. Römischen Kaysern dulten müssen/ Mtzi rer de« Rö- biß hernach / unter dem Gallieno und Aurelians / sich abermal diese Niem ge- Daci in die porige Freyheit gesetzt / ia An. 270. mir denen Gothen aus zjM Iwndm, Siebenbürgen biß in Dalmatien.gestreifft; als sie aber über den Berg Gessacem wieder zuruck kehren wollen / von Kayser Claudio Uber- falle bey z 20200. erschlagen und ihnen 2000. Schiffe in dieDonau ver- , sencket worden; und war damals ihr König Canabaudes. Nach f. Hsj Gothen K» welchen Vaduco rnit Varo/ Ardricus/ Geberich/ Jndigoja und Er- ,UW nig inDa- manricus regieret haben. - ^ ^ c»«n. Bey Regier-Zeit dieses Ermgmichs An. Christi brachen der Moeotsschen G.eten istnterlassene Chunen in Europam/ überfielen ^ ^ diesen ErmayrAH und sMgen ihn / daß er sich der Chunen - König WM N/da- Balamber ekgeVenmuffe 5 Welcher auch seinen SohnChunimundzu d?ac «rstemalim einen König setzteüber die Gothen so an derWeixelwohnten/ dieses Dacien und Chunimunds Sohn Sigismund hat dem Balamber wider derGo- tzsuE Psnnicn. tlMin Teutfchland KönigWiuthan helffenstreiten. ZurZeades kÜkDit lPitz!: »Z !lV«:!i M; ^irleÄ «W Wslüß UÄ>» «M Axsjlk >M § Tki ttmph-le u chtettdettRrtep' s-Helms Dkkctet Theil sop berädlnten Chunischen Königs Atila hat auch Ardaricusder Gepi- den König m Daciageberrschet/ wiewol unter des Atila Gehorsam/ dieser besaß das heutigeUngarn von Preßburg biß inDaciam. Es soll auch Krimhels/die Arila grheurathet hatte/ dieses Ardrych Tochter gewesen seyn. Da auch Atila ersticket war/ hat dieser Ardrych zu garn gedemütiget / welche nach dieser Niederlage unter der Ost-Gothen/ derer König gemeldter Adricus war/ mit vielfältigen veränderst- . chm Glück gelebet; biß auss Jahr Christi 744. die Chunenzum an ,5-..^»^" dernmal von der Moeokischen See hersür brachen/Pannomam und Daciam nsttri^Oo. Mann überschwemmten/ und ihre Mitbrüder/Dac-m uns so sichZeitihrer AbwesenhcikAvaren genennet/zu sich nahmen und darParmWiN!. UngarischeKönigreich stiffreten/welches nur48.Jahrgestanden:dann Aö.792. überzog sts Carolus Magnus/bestritte sie 8. Jahr/und demütigte sie dermassen/daß sie über die ivo.Jahrpen Franckenunter- than seyn musten; Bis sie nach Arnulphi TodAo.Zoi. sich wieder empor schwungen und den Regierungs-Zaum wieder ergreiffen/ und denselben behalten/ biß auf Geysam dem ersten/dec denChrisienGlau- bm angenommen / und seine Leute / mit Hülffe der Butschen/ auch zu dmwahren GOtt bekehret hat. Stunde also diesesSiebenbürgischePreiß-Lmrd unter demUnga- .Joanne« rischen Königreich / so es stetigst mit einen Wavwod oder Königlichen Landpfleger regieret / bis Ao. -527. Johann Grafvon Zyps (dessen wir oben bey der Ungarischen Krön Meldung gechan/) von etlichen gcv benUn StändteninHungarn/zumKönigerwehletworden/welcher/ als ergamadyan dm ingleichen von den meisten Standten auf den Thron erhabenen o-s. Ferdinandum I. Glorwürdigsten Andenckens nicht widerstehen können/Solymann den Ertz-Tyrannen zu Hülffgeruffen/ und seine Sie- benbürqische Schaft/diesen Räuberischen Turcken-Woffemgelre- serk. Welches iedannoch nach Johannis Absterbm / durch e-nen mit der Königin Jsabella und den Jungen Fürsten Johann S'gmund getroffenen vergleich / Ferdinands einhändig gemacht/welcher den unruhigen Mönchen Georaium zumWaywoden emge»etzt/der aber/ bey entdeckter Verräterischen Beredung m-t deri Turckrschen Tye rannen Solymann/ermordet worden. . Nach dessenTod maßte sich die Königin Jsabella/nebst denPrm- Sen Johann Sigmund / wider den vorhero getroffenen Vergleich mit Ferdinands/ der Regierung in Siebenbürgen wieder an/die sie auch mitBeyhülffdeß TürckischenSmcms/und der beyden Waywoden Sös m xv6 Röm. Raystrl. rNaj.undDers hohen AMirren Ferdinandi entrisse. Und obwolen der Nachfolger Ferdinandi/ S gmund Maxrmüianus/durchseinenFeld-M rrschall Lazarum von Schwende/ kvirdFürst ziemlichen Abbruch den Siebenbürgilchen Fürsten thäte / ward jedan- inSrcben.' noch selbiger / in oem zwischen Selym den Türckischen Kayser mit Maximilian» getroffenen Frieden mit eingeschloffen / und aus diese Weiß Siebenbürgen aus den Händen des Oesterreichischen Prriß- Stammen entsondert. bürgen- Zhnf»1gt Elcphan Lkl^ in Wallache» und Moldau erhielte und denen berechtigten Händen MM Dachsrt. wehlet / dieses Fürsienthum feinen Bruder Christoph Bathori/ und eben dieser durch Absterben seinen Sohn Sigmund Barhori überlassen. Diesen wollte zwar der Tückische Kayser Amurarh gröffern Tribut aufiegen/absr König Stephan in Polen nahm sich seinesVet- tern an/ Und schriebe den Tyrannen/wann er Siebenbürgen mit einen schwehrern Tribut belegen würde / als zu seiner Zeit / da erWavwod allda gewesen / so müsts er sein Batterland und Freundschafft nicht Hülffloß lassen/sondern demselben so gm er könnte beyspringen; ban- nenhero diese Anfoderung nachbliebe. Als auch dieserFürst und Waywod in Siebenbürgen eine lange Zeit hero dem Türckischen Kayser jährlichen Tribut reichen müssen/ trachtete er dahin/wie er sich von solcher Dienstbarkeit befreyen möchte/ und wollte lieber denen Christen heystehen/und unter Jbro Kayserlichen Majestät Rudolph des U. welcher damalen sehr glücklich gewesen im Krieg wider die Türcken/kroteÄion und Schutz leben/ auch lieber mit den Christen alles daran wagen / als unter den Tyrannischen Türcken Raub-Tdier/dem Sultan / die Beförderung seiner Verbünd- Krieg und Waffen suchen. Und obschon seiner Stände etliche sich «üßzwi. darwider setzten und Verratherischer Weiß ihn Sigmund Bathori in der Türcken Hand zu liefern gewillet/ wurde doch ihr Anschlag dÄn 'kund / sie milden Tod wegen dieses bösen Vorhaben gestrafter/zwt- undSic- schon Ihre Rom. Kayserk. Mastst, aderundFürsteninSiebendur- b,»bürgen, gen folgende Verbündnüß aufgerichtet. Erstlich so wollten Jhro Röm.Kavftrl.Maf. wieauchverWay- wod in Siebenbürgen / mit dem Türcken keinen Frieden/es geschehe dann mit beyderseits Einwilligung und sonsten/nicht Messen; sondern so offt es die Noch erfordert/ den Erb Feind Christlichen Namens/ nach MöglichkeitWiderstandundAdbruchthun helffen. Cs haben sich auch dieRöm.Kaystrl. Mai. und die ^ungarische Stande aller Ansprüche / so sie vor diesem an Siebenbürgen gehabt/ ocrge- Mai DM ßm/Li lßlgesir lfdittii! -bi MH, «ch» -Ücker «t-D- iM ck«' Tri umph-leuchten de n Rriegs-Helms Drirrcr Th erl. 507 stalc begeben ; nemi-ch daß hinsühro der Fürst m Sieben bürgen/fd wolauch seine männliche Leibs-Erben in absteigender Linie/sreye Fürsten/und niemand unrerworffenseyn/ auch der Titel Hochgeboren gegeben werden solle. So nahmen ihn auch Jhro Röm.Kavserl.Mas. zu einenReichS-Furften auf/mir dcmVersprechen/ daß ihn das Reich/ samt deroselben ineorpornten Landschaffren / unter ihre Protection und Schutz auf- und annehmen wollen. Hergegen haben Ihr Fürst!. Gnaden und derselben Stände in Siebenbürgen verwilltgt/ wann in absteigenderLinie keine Manns- Erben verhandm / daß alleSiebenbürgische Provintzen und Landschafften/ wiederum der Krön Hungam hetmfaüen sollten/ doch mit dem Beding / daß der König in Hungam die junge Fürstliche Fraulein / so derselben eins und das andere vorhanden / mit einem Heurahls-Schatz aussteuren sollte. Und auf solchen Fall/möchte denen Siebenbürgern ein Gubernator aus ihren Mitteln verordnet/und ihnen alle ihre ?rivllsZis, Gesetz und Freyhelten / so ihr Fürst gegeben/ jederzeit gehalten und bestältigt werden. Es solle auch dem Fürsten in Siebenbürgen / was er mit seinem eignen Volck von denTürcken erobert / bleiben / jedoch die jenigen Oerter/ so zuvor zu der KrönHungarn gehören/ zu Lehen tragen. So «st auch von Römischer Kayferlrcher Majesi. dem Fürsten m Siebenbürgen ein Fräulein vom Haus Oesterreich / nervlich Ertz-Herzogs Carls/ seel. gedächtnus/ hinterlassene Tochter/ zu einer Gemahlin/ wie auch das goldne Fließ verbrochen worden. Und da Ihr Fürstliche Gnaden/ (das GOtt verhüten wolle) aus semenLan- dm sollten vertrieben werden/ in Dero Landschafften so viel Landes emzuraumen / daß er sich Fürstlich halten könnte. Nach solcher aufgerichteten Verbündnus / rst ohnlangst hernach gedachtes Fräulein aus Oesterreich/ dem Fürsten in Siebenbürgen/ nemlich Maria Cbristina/ Ertz-Hertzogm in Oesterreich / den 2z Qctobr. 1595. vermählet und vrrehligt worden. ^ Jmmittelst hat dieser Fürst seinLand/furdesTürcken Emfall/ S-gmuad mit Hülff der beyden Woywoden / aus der Wallachey und Mol- bau/ mit denen er such eine Verbundnus getroffen/ zu beschützen Türikisch« sich bemühet/ wie er dann 9200. starck/zu Roß und Fuß/dem Feind La»-. insLand gefallen / die besten Paffe eingenommen/ und b,6 anAdrm- nopel gestreiftst/ alles unterWegens mit Schwerdt und Feuer/ bis auf vier und zwantzig Meil Wegs vonConstantmopel/verheert und verderbt/ und in verschiedenen Schlachten auch 102200. Turcken/ bald hje bald dar erlegt/ auch ohngeachtrt ihn derTurckische Kay, Söö ij ser 8ntt Vas Fürsten- thmn S»e> b«ab«rg«n «s. F- rcvet thnw^dcr und kchrr -n Sileubür Len. ser den Frieden / nebst Erlassung des Tributs / undZueignmwH Moldau und Wallachey/ anrragen lassen/ hat er jedoch solches «us. geschlagen / und dardurch sich bey denen Türcken und an Siebenbür. gen grantzenden Landern kormiäabel gemacht. Bis endlich im 1598. Jahr sich im Fürstenthum Siebenbürgen tzine wunderliche Veränderung jugetragen/ welche die Mutter einer Uneinigkeit und Zwiespalt zwischen Kayser Rudolph undFürstSigmund geworden / so mit Folge der Zeit schädliche Kinder/ als Land, und Leut-Verderdung / und einen blutigen KriH zur Welt gebracht. Dann/ nachdem gemeldter Fürst nunmehr rin stilles Leben sichren wollte/ bat er sich bedacht/mit demKayser einen Vergleich zu wessen/ weßwegen er demselben sein Fürstenthum Siebenbürgen/samt der Wallachen und Moldau/ gegen Übergebungzweyer andernFür- üentyümer in Schlesien / als Opeln und Ratibor/ abzutretten/und zu übergeben angebotten. Dieses des Fürsten Anerbieten ließ sich KapserRudolph wo! ge. fallen / und ward alles in bester Form vollzogen; ist alsoFürstSig. mund bald hernach mit r 20. zu Roß/ nebst unzehiichen Gutvon Weis, senburg abgereistt/ und glücklich im Iunio zu Opeln und Ranbor angelanget. Diese Fürstenthümer aber haben ihm / gegen seinem Land zu rechnen/ gar nickt gefallen wollen; weßwegen er sich bald hieraufgegen dem Möm. Kayser zu beklagen angesangm/und an Ihm einE chreiben abgehen laffen.Daraufhat er sich in Mönchs-Kleidern/ mit zweyen Gefehlten / aus diesem Land in Polen begeben/ und von dar ist er wieder in Siebenbürgen gezogen/ und ihm die Siedenbür. gische Städte aufs neue huldigm lasten/ welche auch alle sich willig hierzu erklärt / nur Groß - Waradem wollte dem Kavsrr getreu verbleiben / und von dem schon einmal geleisteten Eyd nicht ab. weichen. Als nun Fürst Sigmund diß sein Vorhaben dem Kayser »n eu nem Schreiben zu wissen gechan / ward er damit übel zu ftieden / ließ dannenhero desFürstenfürnehmsieWägenmitbaaremGeld/Silber. geschmcid und Kleinodien beladen/ bev Tockay / in Arrest nehmen; Fürst Sigmund aber bekam dagegen etliche KayserlicheComissarien m Verstrickung / und ließ sie nicht eher ledig/ bis ihm seine aufge- haltneGüterundDiermwiederverabfolget worben. WorausAn. -s9y. dasUnwesen und Kriegs-Unruh/ nach so langem Stillseyn/ wieder zu erthömn begunte. Dann/ obwolFürst Sigmund Bathort/ durch seine abgesandre Bottschafft / einen neuen friedlichen Vergleich bey Mo Kspserlichen Ma/est. suchen und begehren lassen / hat er Wal! «!l!Wl>' WZa izftdiül Kiiltt! Mi l« Derb Vm Tr iumph-leuchtenden Rrr'egs-H elms dritte r Theil. 50^ b^chnöchvorderÄdgesandtenWrederkunfft/eittrn Landtag zuMed» wisch angestellet / allwo er seinem Vettern / den Cardinal Andreas Batthori/ ftinFurstenthum/ mit dem Vorbehalt etlicher Städte Cardimr und Schlosser/ zu feiner Residentz/ übergeben ; welche» auch die And-ws Stande alsobald gehuldigt/ der es dann hierauf dem Kayserliche» E^ho« GenrralBaM/ durch einen eigenenCouriernachCaschauzuwissen getban/ mir diesem Bericht / was sein Vetter Sigmund / durch sei. nen Abgesandten tractiren werde / wolle er auch / der Christe, cheik zum besten / fest und steiff halten; er vsrhcffe auch nicht / daß er/ Here Basta/etwas feindseliges wider,hn surnehmes würde. As nunJhre ^Xom-sche Kayserliche Majest. dieses vernomm«»^ hat er die Siebenburgische Boktschafft/ weiln Ihr Fürst gantz wider den Vertrag gehandelt/ in Verwahrung nehmen lassen / und hiermit loderte das Kriegs-Fmer in Siebenbürgen auf / da dann der Cardinal Andreas/ als ersähe / daß er denen Kayftrlichen Völ- ckern/ und dem Wallachischm Woywoden/ Michael/ nicht zu wider» stehen mächtig/ die Moldauer und Tartarn/zu seiner Verstarckung/ erkieset / und hiemit den Feind/ den sein Vetter Sigmund Batthori/ mit so tapffernMuht und viel vergoss nenBlut/ aus dem Land ge, bannet/ wieder eingelocket. Allein die Racks fehlte ihn hrefür den LohnaufseinHaupt/ indem nichtallein derWallachische Waywod/ MiäMl/ Ihrer Römischen Kayserlichen Maiest. rum besten/ diesen AndreamBatthori/ samt seiner Armer / in die Flucht geschlagen/ gantz Siebenbürgen in Ksyscrliche Hände geliefert/ da dann endlich die Kayserlicke dem flüchtigen Fürsten und Cardinal ^lndrean»/ samt sieben/ die mir ihm in der Flucht gewesen / im Geburg angetroffen/ alsobaidm nisderqchauen / und desFürsten Kopff auf einer Lantzen W'rder; dem Michael / Wavwoden / nach Siebenburgisch - Weissenburg gebracht / welcher den ernstlichen Befehl gethan / den todten Körper herbcy zu bringen und zur Erden bestatten zu lassen. SigmundBattbori hat sich über dieses seines Vettern jämmerlichen Tod nicht wenig bekümmert / und derowegen alsobald mit zwölffseiner besten Pferde/Kleinodien UndWagen/nachPolenzum Grosi-Ccmtzier, allda Hülffe wider den Wavwoden zu suchen / sich beqeben wollen. Es ist aber damals ein Feuer ausgekommen / dadurch zwcen seiner Wagen / samt etlichen Rossen und andern Sa» chrn/verbronnen und verzehret worden. Jedarmoch hengte er endlich von Polen/ Cosaekm/ Moldauern und Tartarn ein ziemliches Evrvv an sich / Willens mit Gewalt in ftm ehmaliges Furskenthum eimubringen/ allein die Kayserliche und Michael Waywod machten Sss m dreftn f lv Rsm. Rä^strl. Mas. und dero hshen Allurren Sigmund dj^n Vorschlag / durcheme gelieferte Schlackt/nichtig; so'däßH^ L-chsri serFürst/welcher nurSiegens sonst gewohnt war/ nunmehr flüchtig La/en. den Mucken kehren Musts. Dock trieb endlich der Unbestand des Siebenbürgischen Adels Viesen flüchtigen Fürsten auf die Wahl/ welchen Key seiner Ankunfft in Siebenbürgen viel Volcks zufiele/ und etliche Städte sich wieder unter seinen Schutz beugten / bis endlich durch abermalige ver- lohrne Schlacht/ er sich eines bessern bedachte/ und dem General Basta / im Namen der Kavftrlichen Majest. vom Land Siebenbürgen völlig adzutretten/ sich verwilligte/ und also zum andernmal übergäbe'/ auch sich unterJhro RömischeKayserlicheMajch. Gehor- R«W«. sametnzustellen / freywillig erbotte. Wie er dann nach solchen dar- dem «ayftk ausalsobald zu Jhro Römischen Kayfexlichen Majest. auf Prag ge, unSstttdt. / denie Dieselbe zwey fürnehme Herrfchafften/Cvssocopiz und Hoffendmg/ saust derostlben stattlichen Einkommen verehrt/und ihme alsodald einraumen lassen. Aüwo er hernach An. ibi z. den L7.Mrtz am Schlag gestorben. Hierauf legten sich die Kriegs-Wellen / so auf Siebenbürgen loßqebrauser / und verwandelte sich die bischerige Ungetmmme in eine friedliche Sülle. Als nun Herr Basta den S'ebsnburgischen Adel zusammen ruff-n lassen / bat sich selbiger alles Gehorsams und Will- fähriokest gsgm '^hro Römischen KayscrlichmMajest. erbotten. Allein solcher gmeVorsatz wahrete nicht gar zu lang: dann weil der Kayserliche General und Stadthalter in Siebenbürgen / samt dem N bemGeneral Grasen vonBelpiojofa/ die Siebenburger mit verschiedenen tonst ungewohnten Beschwehrungen / und sonderlich mit Bedrangnus der Religion / sehr erzörml / so gieng alles sehr wun- «iebenbör- dLrlich durcheinander / und fielen die Siebenburger von Ihr Rom. L» fallen Kayserl.Mas. gantzlich ab. «dermal a». Botschkayische Handel / so sich in Ungarn/ wegen der Re- ligion/ erreget/ bote denen abtrinnigen Siebenbürgern die Hand/ und ward endlich/ nach vielen Treffen / ein Vergleich zwischen Mo Römischen Kayftrlichen Majest. und Stephan Botschkay/ getroffen/ Notf-j,«» und letzt-qemrldter zum Fürsten in Siebenbürgen/ der Czekler Gra- wikp,Fürst fen und ?Zl3tinus in Ober-Hungarn ernennet. Dessen sich doch in Sieden- Botschkay nicht lang zu erfreuenhatte / indem ihn sein Cantzier/Ca- bürgen. tiM Michael / Gifft beybrachte/ wovon / ob er gleich nicht alsobald starb/ dannoch erkranckte/ daß erzuCaschau/ den rz.September An. 1607. sterben musie. Kurtz vor seinem Tod forderte er die Land- Stande ickjy LSR tchiK E lÄLl a«ii! -,«!- !««» Ä> »jit!>« Wsttil B» Tr irrmphlcuchrettden Kriegs-Helms drirrerTheil. /Lr Stände zu sich/ vermahnte sie/ untereinander einig zu leben/ und dem Römischen Kayftr gehorsam zu seyn. Allein / sein Tod erregte in Siebenbürgen wieder neueUnruh/ und machte die alte Strittigkeilen wieder lebendig/ derohalben die Stände zu Clauftnburg eine Zusammenkunfft hielten / und damit mchtetwan/ wann das Land ohn ein Haupt / wieder ein neuer Aufstand und innerlicher Krieg stchanfpinnen möchten / Sigmund Ra- ^hmfslgr gotzi/ einen gar Friedckebenden Mann/ »6 rempus, zum Fürsten in Sigmund Siebenbürgen erwehlten; der aber/ als er das Mißvergnügen des Ragozzi. Ertz-Hertzoglichen Hauses / über seine Wahl / vernommen / die Fürst- licheRegierungm Siebenbürgen sreywlliig abgetrekten/ worauf/an Danckr seine Statt/Gabriel Bathori/ so nicht aus dem Geschlecht der vorn wiev«»ah gm Vathoren/ welche von Sonciiio waren/ sondern von einem viel 'altem/erwehlet wurde. Dieser fieng zwar ziemlich wo! seine Regierung an / allem es dauerte nicht garzweyJahr: dann er thät? dem Ertz-Hertzog Mat- thia alles zu wieder/ der ihndeßhaibm den WallachischenWaywo- den auf den Hals schickte/ der zwar zu erst von ihm verjagt worden/ nachmals aber wiedergekehrt / und sich ziemlich an Gabriel wieder gerochen ; hieraus fieng Gabriel an ein anderer Nero zu werden/ und übte tausend Rasereyen an denen unfchuldiaea Sachsen aus / bis endlich alles inuMß gegen ihn entbrannte / Btthlen Gabor an dem Türkischen Hof um Hülffleistung abmssre/ und mit grosser Mann- schaffi/ von TmEen und Tartarn/ die Rache an den Mordthatm Gabriel Barhori zu suchen/ in Siebenbürgen einfiel/ da dann dieser Blut«gierige Regent von 50. so ihn ausgepasset/ angesprenget/ er- GabM mordet/ und durch sin Blut so viel Tyranneyen versöhnet wor-Dahon dm ' Am dritten Tag nach der grausamen Hinrichtung Gabriels/""^' benannte SerdarBassa/des Sultans 6ommissarius, Btthlem Gabor zu ein.n Fürsten in Siebenbürgen / welches hernach der Türkische Kaiser kestattigte- Dieser übte in Ungarn / Schlesien und Behle» Mähren / ziemliche Unruhe aus / und machte dem Haufe Oester«or reich viel zu schaffen / so gar / daß er von denen Ungarn zu emen Ko-uM« nig in Ungarn ernennet worden / dessen er stch idoch / nach getrost Kays»,, senen Vergleich mit Kayftr Ferdinands VemAndcrn/begeben mus-Erd Laa« sen. Endlich erkranckte Fürst Bethlem Gabor an der Wassersucht de«, so sehr/daß er darüber An. 1629. den 15. November/seinen Geist aufgeben muffe. Er hatte ein sehr reiches und herrliches Testament hinterlaffen/ vermög welches er dem Römischen Kayftr Ferdinands dem si r RZm. Rayse rl. M as, und ders hohen Alln kkett 5-ffamrnedemÄnbern/ ein schönes Pserd/ mit einem von Edelgesteinen ündP^ dekB-chle»lsn gestickten Roß-Zeug gezieret/ samt 42220. Ducaten verschaffet Gabors. Ferdinands dem Dritten/ damaligen König zu Hungarn und BZI heim/ ein dergleichen Pferd/ samt 42020. Ducaten. Dem Uir» ckischenKayser gleicher Weiß ein schönes Pserd/ und 42220. Duca- ten. Catharina von Brandenburg / seiner Gemahlin / 100222. Ducaten / 102020. Reichs-Tbaler/ 102000. Gulden / samr dreyen Derrschafften aus ihr Lebtag. Dem Türkischen Kayser bat er des Testaments Elution/ dem Römischen Kayser aber die Wittib und Siebenbürgen anbesohlen. Nachdem Fürst Bethlen gesiorben/folgte ibm im Regiment die Fürstliche Wittib / Frau Calharina / Marggräfin vom Haus Brar, denburg/ welches sie aber / noch vor Auslauffung desselben Jahrs/ auszugeben genöhtiget wurde. Dieser folgte des verstorbenen Fürsten leiblicher Bruder/Gras Stephanus Bcthien : welcher/ehe er erwehlet worden/ weil er der Stande Wahl-Stimmen sich nicht allerdings vertrösten mochte / seinen Tochter-Mann / Gras David von Zolyom / mit seinem Sohn Stcxhano Bethlen / zum Gras Georg Ragozzi/ nach Ober-Hungarn geschickt/ und denselben das Fürstenthum Siebenbürgen antragen lassen. Indem aber dieser »m Anzug begriffen/ ward er Bethlen unterdessen von den Ständen selbst zum Fürsten erwehlet; dieser aber nun / zu zeigen / wie er aantz nicht geneigt/ die Regiments-Bürde aus seine Schuldem zu fassen/ stellte es nochmaln der Stände Gutachten anheim/ welchen unter ihnen beyden ste rechtmässig kiesen und ernennen wollen? Da dann die vkagozzi Wahl aufRagozzi gefallen/ und Bethlen wieder in seinen ehmaligen wi^Fürst Gtand verwiesen worden. m Slchew Hiermit legte nun Ragozzi die Hand an das Regiments- M »uesen. und lenckte/ bey stillem Wetter / das Staats-Schiff ziemlich wol; allein die Geld-Gierigkeit nähme ihn bald ein/ daß er derver- wittibten Fürstin die Vestung Mongatsch und Fogarasch entnähme/ und dadurch ein unvergnügliches Murmeln erregte; solches vergrös- serte sich / alser denGrasenvonZolyom/ in ewiges Gefängnus setzte/ und alle seine Güter einzoge; wormit er sich dannoch nicht vergnügte / sondern er fing auch an Gras Peter Bethlen/ des Stephans Sohn/ unter dem Vorwand einiges Mords/ zu verfolgen / worüber er den Vatter in Raserey brachte / so daß er dem Turckischen Sultan zu seinem Ruckhalter kießte/ und damit diesen bösen Gast selbst in Siebenbürgen einführte; und hiermit wollte die bißheriae verborgene Flamme ihren AuMuch nehmen / und würde sie ziemlich D'm mph - leucbrendenKrrecze Helms Dtt krerTheil. s-Z mnsichsrsreiscnhaben/ wannnzchreingiücklichesTreffen derRagpz- zischen Voleker/ durch Niedexlag 2^-900.7" " ' " ^ löschet. Türcken/ diese Brunst §ee ÄZL kt:,' z "»K> kM EÄL :^!KL rms tÄM seich Kaum hatte diesesbesorglicheUnglück den RückenZewendet/als Ragszzi«» Ragozzi schon wieder mit etwas neues schwanger gierig/da ilm dann lZk r;o°» seine Gierigkeit auf die Guter peS S>§benbür§ischeri Adels lüstrend machte/ die er dann an sich zöge/ und damit den Jüngern Ragozzi sei- nenSohnund Gemahlin bereicherte und descbenckte. Endlich wendete er sein Gemüt nschaufandereStaats Hände!/und ließ sich mit Krön SchwebmAo. ,1644. in einVerbündnüß wieder Jhro Röm. Kayserl. Mai ein/ zöge mit einer grossen Anzahl / denen Brünn in Mahren belagerenden Schweden zu Hülff/ kehrte aber bald wieder/ nachgetroffenen Vergleich mitJhro Rom. Kaystrljchen Mai. zurück in Siebenbürgen. Hier hatte er wenig Ruh von seinen Regiersüch- 0 kaf»zzt tigen Gedancken/ sondern selbige zogen ihn bey ÄbsterbenUladislai/ vermMt Königs in Polen/ zu der leer-stehenden PolnischmKron/ um welche er auch werben und ansuchen ließ/allein der Trost so sich inzwischen mir ihm vermählte / crtödtete sein Verlangen ; und traf der aus Polen zurück kehrende Polnische Abgesandte seinen Fürsten todt an; welcher Sü-kaS«. bey seinen Abschied sein Regiment wol bestellet/ verlassen/indem dasselbe unter seiner Regierung pon keinen ausländrschenFeindjemülS an, getastet worden. Er ward mit grvffen Pracht von feiner Gemahlin und Söhnen / in die Haupt-Kirchen der Reformieren zu Alba Julia oder Siebenbürgisch-Weissenbuxg begraben. Ihm folgte sein Sohn eben des NWenS/ so noch bey Lebzeiten Rak,«t des Vatters zum Fürsten ernennet w-rden. Dieser entnähme zwar« rA'f«. denen SiebenbüMchen Edelleuten keine Güter/ gab aber dir pon sei- ven Vatter eingezogene keinem wieder. Er legte den Haß/so die Ot- tomannische Pforte gegen seinen Patter gefastet/ und befriedigte wieder/ die dem Ragozzischen Hauß nichts als Feuer und SchwAk dro- hende TürrkemWuth. Unterdessen entstund auch /zwilchen Basisto dem Moldauischen Fürsten und diesem Ragozzi/etneUneiNigkett/wek, cheabex der Sichenbörger durch seiy n General geschwind bevlegtr/ mit sieghaffterHand Bastlium vomThronstreß/hmgegen dcssenCantz, ler/Stepygnum/ an dessen statt erhöhete/ der auch von derOttoman- Nischen Pforten confirmirk fvorden. ^ ^. Ausder Moldau ließ er seine hulffrelche Handln du Wallache» reichen/und den von sejnenFuß-Knechten ärmlich gefangen gehaltenen Wsywoden Constantia / durch Nrederlag dieser Treulosen/ befreyen. Damit aber diese beyde Miywoden ihrer Dankbarkeit gegen düsen Ttt ihren fi4 Röm.RMerl. Maj.uttd L)cro hohen AUlirren chrenWohlthater möchten blicken lassen / als beehrten sie Ragout jährlich mit einen ziemlichen Zmß. Hierauf äussete sich der Polnisch Tartavische Krieg/ wobey ergantz uügebetten mit etlich iooo. Reutern denen Polen zu Hülffgekommen / sich tapffsrmüthigst gehalten/ so daß sein Sohn Franciscus Rakozzi/ neben vielen andernSiebenbm- gern/ mit in dm Polnischen Adel ausgenommen worden. Nicht lang daraufward Polen abermal in einen Krieg mit den laufrührischen Cosakken einer Seits / anders theils aber mit denen Nngissli- Schweden in Preußen in Krieg verwickelt. Rakozzi wollte auch hier chtr «riegs seine Hand in dm >L)piel haben/zöge derobalben mit einer ziemlichen FugdrMa- Macht denen siegenden Schweden zu. ^ Das Kriegs-Glück lachte koW' ihn an/ Crakau und Bisiria neigte sich für ihn/ und die Krön Armee begunts Anfangs über Rakozzi glückliche Fortgänge zu erstaunen; aber bald zeigte es ibn den Rucken/und muste der jenige/ so erst als ein D'lumpbirender Sieger sich die Polnische Krön versprochen / einen schädlichen Frieden eingehen / und mit schlechter Ehre einen Winckel suchen/ dadurch er wieder mSiebenbürgm entwischen mochte. Doch war er noch glücklicher als seine unter General Kemini hinterlaffene Armee / als welche denen Wutd-erfüllten Tartarn in die Hände gern- '' then /und meistentheils an statt des Rückwegs im Siebenbürgen / die Reiß nach der Tartarey rüden abscheuligsten Sclavenstandt nehmen müssen. P. Tmrch diesen unglucklichenStreich fiel das bischerige Heuchel-Ge- fchick des Fürsten Rakozzi gantz über den Haussen. Der Tür tückische Sultan/erMimmte ub/r ihn/weil er/allenBedrolungen undVer- botts ohngeachtet / den König in Polen / als damaligen Türckischen MskcHl Bunds-Verwandten angegriffen / weßhalben dann Schreiben an die Mchtzt. die Zeit schicken/tratte deßhalben die Regierung mit gewissen Bedingungen ab/ welche man Graf Frantz Redcey auftrug; allein das Honig des herrschms hatteRakozzi so verleckert/daß er alsobald anders Sinnes wurde/ den Fürsten Redcey entfetzte/und von neuen die Regierung übernahm. Chinan Bassa von Ofen ruckte hierauf in Siebenbürgen / um denjenigen/so die aklerschröcklichste Türckische Drob - Wortenicht schrecken konnten/ durch die Waffen zu bezwingen; allein das Glück Hold-lachlete dißmal wieder Rakozzi an/und muste der Bassa noch ehe er die Siebenbürgischen Grantzen betretten / mit grossen Verlust die Rückkehr wehlen.Allein der einfallendeTartar-Cham ersetzte dieseVer- Lri> W Äßol Ä«/! BWk ..A sOW chenix W TrmknpbleucVrend enRrierto-HelmrDkirrerMest. 515, lusi/ durch einen grausamen Einfall in Siebenbürgen/ daran/ so lang Siebenbürgen siehet/auch das Jammer-volle Angedencken bleiben wird. Den Tattarn folgte selbst derGrand-Vezier/der sich der Grentz- Vestung Aeno bemeisterte / und Barcsai zum Fürsten einsetzte. Wird Fmk Und brennt ßengen dre Srebenburger an in ihr eignes Eingeweid zu m Sieben« wüten/in dem Rakozzi durch Anhang ihrer viele gesiareket/selbst in bürgen. Siebenbürgen einfiel und Fürst Barcsai so bedrängte / daß selbiger gezwungen ward/seine Flucht nachTemeswar zu den ihm einsetzenden Wcken zu nehmen. Hierauf machte Rakozzi mit dem Fürsten Per Wallachey Mibne einen Bund wider die Törcken/ der ihn auch Hülffzuschickte/ so aber wenig Wurckung hatte. Rokozzi/als ein von allenSturm-Winden bedrängter/ musie Hülffsuchen/weil er nur immer kunte: weßwegen er durch einen vertriebenen Moldauischen Fürsten / sich dieses Fürstenthums bemächtigte / nicht lang aber behaupte/ in dem kurtz hernach Constantia und Rakozzi die Flucht nehmen musten. . Die Verzweiflung trieb ihn endlich wunderlich in Siebenbürgen herum / und beharnischte den Mut seiner noch wenig bey sich habenden Mannschafft dermassen/ daß er / mit derselben/ bey dem Paß/das eifferneTbor genannt/den Bassa von QfenSzeide Achmet (so den Barcsai/ aus Befehl der Ottomannischen Pforten wieder einzusetzen sich bemühetcheine Schlacht lieferte/ aber unglücklich föchte/ undbey ZOOO. aufder Wallfladtligenlassenmuste. Dessen ohngeachtet / trieb die äußerste Noch Rakozzi dahin/ daß er bey Zuruckweichung des Szeidi Bassa / als er vernommen / wie - ein Mitbuhler um das Fürstenthum/ Barcsai / in Hermannstadt angelanget/ sich dafür gelagert / dieselbe beschossen /und wo wog- V-rüe^da« lichzu erzwingen gedacht / welches ihn auch gelungen wäre/ wann be-; ^ ruhrterSzeidi Bassa nicht abermal aufikn zugerucket / undzu einer Schlacht genöthigt/ die er ihm auch zwischen Clausenburg und den Schloß Gyalu tapftrmütigst zugestanden; aber mitten unter seinen Feinden fechtend (wie oben bey Clausenburgs > Beschreibung gemel- ^ det)tödtlich verwundet worden/ davon er in wenig Tagen darnach zu Groß-Wardein verstorben. . ^ Sobald Barcsai in Hermannstadt durch Aufhebung der Rakozzi- schen Belagerung wieder befrevet / zog er aus dieser seiner fteyen Ge- fängniß und conjungirte sich mit dem Vezier von Ofen / Mit welchem er nach den Ober-Ungarischen Grantzen anruckte/für rhm aber des Rakozzi Tod aussersi verbarg/ sich einbildend/ daß wann dieser nvch bev femer Anwesenheit die so verlangte Zeitung erhalten wurde, Ttt ij mcvt 6 Röm. 2t.ayftrl.rNai. und Derohohen Allürcrn den Siebenbürgischen Regiments - Stuhl setzen dörffie. Der Vezier/weil er meinte Fürst Rakozzi wäre noch bey Leben/und würde ein neues Kriegs-Vokck aufbringen/ ließ ihm des Barcsai Anschlag gefallen/ undeilteden inseiner Einbildung noch lebenden Rakozzi vollends zu unterdrücken und zu ersticken nach / ehe er wieder recht zu A- them kommen mochte, Fürst Barcsai aber ließ seinen leiblichen Bruder/ den Caspar Bartschai und den Georg Tazar/ einen Lands-Rath und Proto-Notarium zu Verwaltung der Fürstlichen Regierung im Lande / und nähme den Weg mit den Vezier auf den Flecken Sibo zu. Da sie nun etliche Tagreisen weit in Ober-Hungarn angelanget/ musteder vonWaradein abgefertigle Todes -Bot des Rakozzi für- tretten/und solchen den Szeidi Basta entdecken/ der hierob höchst erfreuet zum Botten-Lohn Lo.Dmatenauszahlte.AIlein Szeidi Baffa hatte auch seine Stürtzung mit des Rakozzi Tod erreichet / in dem Ali Basta von der Pforten das Commando über die in Siebenbürgen stehende Astatische undEmopccischeMilitz aufgetragen worden/ weiln der Pforten die Siegdaffte Streiche des Szeidi und Absterben Rakozzi damaln unbekannt, Bartschai/ so bald er vonAnkunfst des Ali Basta benachrichtiget / wollte durch höfliches begegnen sich alsobald diesen Barbarn verpflichteten/ und schickte zur Bewillkommung Ga- ber Hallern ihn entgegen / dem er auch kmtz darauf selbst/obwo! es ihn der SzciVi Basta sehr widerrathen) folgte; die Bewillkommung a- ^ - bsr war auf Seiten des Bartschai die Verarrestirung auf des Ga- ^rs^rn- der Hallers aber / Fessel von ungemeiner Grösse/ und ließ durch diesen s«n smom. greulichen Anfang Ali Basta sehen was Siebenbürgen von ihn zu Hiemit belagerte Ali Basta GroßWaradein / so er mit Accord endlich erhielte; auch Fürsten Bartschai und Gabor Hallern aus den Arrest und Eisen entweichen liefe. Bartschai tr ast alsoald bey seiner Ich Kone- Mkunfft in S iebenbürgen emegroffe Mißhelll'gkeit an / Indern sich dis mr^7,rv Zettischen Stühle Sephi/ Rezdi/und Orbai empöret/ welche er aber . mit Gewalt gedemutiget / und dadurch seinen Hochmut so wachsen E. t Kn/daß er gar bald aller Stande Gramschaffl sich auf den Hals ge ogen/ welche dann heimlich Zobannem Kemeny(oder KemcnyJa- nss)zum Fürsten beruffen / der sich auch gleich mit roooo« Mann Rakozzischer Heyducken eingestmden / Siebenbürgen erreichet/Bartschai den Regier-Scepter auch bald daraufdas Leben genommen. gierung f!7. Wr L«>« iM q^ri!« zei«tn Triu m ph leuchrendenRrie Zs Helms D rirrer Theil. aierung würde gewachsen seyn/ weßyalben er dann seine Zustuchtzu Ihr. Römische KatzserlicheMajestat nahm die er auch aufbchörliches Ansuchen erhalten. Allein die zugeschickte Trouppen wollten gegen einen so Blutgierigen und Macht-vollen Feind nicht erklecklich seyn/ weswegen Remini Janos aus Siebenbürgen entweichen und nach Ungarn Men muste. Ali Bassa suchte ihm samt seinenen Tartari- schen Spür-Hunden in allen Siebenbütgischen Winckeken auf/ und weil er allda nicht anzutreffen/ streiffren sie so gar in Hungarn und liefen auch diese die Barbarische Grausamkeit kosten. Letzlich als ihnen unmöglich fiel Kemeny in ihre Gewalt zu bringen/ erforschte Ali Bassa dey denen Sie den bürgischen Standten / ob dann nicht ein SiebenburgtscherHerr mehr übrig/ so dawürdig als Fürst/ an des aus den Land gewichnen Remini Stelle zu regieren/und als ihre Meynungen auf Michael Apafi/ (so unlängst aus der Crimischen Tar- tarey durch eine schwere Rantzion erlöset worden) fiel / gefiel es auch dem Ali Vassa / der auch alsobalv etliche Trouppen/nebst einen Hun- dmMDasi garischen Graftn/nach seinen Stamm-HalHApafas oder Epesch-ft zum zü^ dorss absertigte / und ihn bas Regierungs-Scepter antragen ließ; st«, welcher aber / als der all sein Lebetag ihm wol von keinen Fürsten- thumtraumen lassen / vielweniger darnach gestrebt hatte / über diese des Ali Vassa Bettschafft höchlich bestürtzt ward. So wüste auch feine Gemahlin (die kaum eine Stund mehr zur Geburt vor sich hatte) nicht rath ob sie sich selbsten/ oder ihren vielgeliebten Herrn/ an dessen Leben sie verzweiffelte/ beweinen sollte. Aber ob er wol jetzund/da er aus seinem Schloß/mit dem Abgefer- tiM heraus zöge/ ihme mehr den gewissen Tod/ als denFürstlichen Scepter einbildete/so müsse er/ weil der Ort an ihm selbst nicht fesi/unv noch darzu mit keiner Besatzung versehen war/ jedoch dem AliBaffa gehorsamem Als er deßwrgen mit hochst-betrubten Gemüt heraus gezogen und noch nicht von seinen Grund und Boden Ware/ kam ihme einer von seinen Dienern nachgesprengt/ mit dieser ftolichen Post/ daß seine Gemahlin ihres erstgebohrnen Sohnes glücklich genesen wäre/ welcheBottschafft er nicht wüste ob er sie mitFreuden oderTrauren anhören sollte. Sobald er bey Ali Bassa angelangt/ ward er als ein Fürst aufdas höflichste empfangen / und nothigte Ali Bassa die zur Sicherheit in denen Sächsischen Städten M aufhaltende Stande/ daß sie sich zu ihn verfügen undApafi zu ihkenFursten erkennen musien.vk«Ls,k^ Etliche von den Zäcklern bewilligten alsobald hierein; aber die Csu- Zacrierw«- ker/so sich aufihre unersteigliche Alpen und zu unzukömmliche Wälder «w sich A. verliefen/wollten hievon nichts wissen / welche dann die ausserste Ver-KG anzu. Ttt iij tzeerunguchmm. , l 8 Rom. Rayser!. Mas. und dero hohen Murren heerung ihr-.s Lands und Besamung ihrer Aecker mit den Lrichna, men ihrer erzchlagsnsn Werber und Kinder/ sich auf den Hals zoaen Fürst Kem ny lag damals unter Samos-VivarederNeu-Schlvß/ als ihm diese traurige Zeitung von der Zäckler erbärmlichen Niederlaa hracht wurde / welche ihn dann zum höchsten brstürtzt machte. Dm folgende Fcüh-Jahr i 66 r. rückte Kemeny wi der mSiebenbürgen und wollte Apa,r/ der sich in Sch 'ßburg enthielte/einschliessen; allein per «»ruckende Kucsuck Bass« machte mil ellrch 1200. Mann dieses Vorhaben nichtig/ und zwange Kemeny zu einer Schlacht/welche/ auf des Kemeny und der Deutschen Seite/unglücklich abgelsuffen/ weil diese von denen flüchtigen Hungarn im Stich/ und unter den Kemeny Mord-Sabel der Durcken gelassen worben/jener ad>,r mit den Mrd ^ichrss» ^ her Flucht geftürtzk/ und durch bisSemige zertretten. Undhreraus neigte sich die Ksminische Parthey/theils zur Kayserl. Majest. und theiis zum Fürsten Apasi/welcher bald hernach ihm die Vestung Görgeny huldigen lieff/. Fogarasch ergäbe sich ihme gleichfalls / und der Kerestesi Ferez/des gebliebenen Fürsten Kemeny geh im.rRath und Commendanr der Vestung Deva/ überantwortete seinen Ort gleicher Weiß/ und stellte sich bey drmFürsten gehorsam- lich ei . Hierauf zöge der Fürst Kpafi mit dem Kucsuck Baffa vor Clauftnburg/welche Stadt erstlich beschossen/ aber nicht erobert wur- de/ weil der Kayserl. Obrist Schnetdau in der Nabe war/solche zu entsetzen/ und KucsukBaffa die Belagerung aujzuhebcn/sichgezwungen befand. Hieraus bliebe die Land und Leut-Plage Kucsuk Bassa / den aus- gemergelten Siebenbürgenzu grosser Beschwerde das gantze 166?. Jahr immer auf den Halß liegen / und seine Soldaten trieben in den Dörffern/ja fast in allen Häusern/ihren Mutwillen aufs ärgste / wovon endlich der Einwohner bißhero noch immer gedultigeGemüter dermassen erhitzet wurden/ daß sie/jedoch ohne Aufruhr/und zwar ein jeglicher für sich wo sie nur füglich konnten/ solches rächten. Im November erstgemeldten Jahrs/ richteten die Kayserl. Soldaten inZk kelkeyd/ wider ihre Ofsicirer eins grosse Rebellion an / und ob sie gleich der Commendant zu stillen in Wrexck war/ wollte doch nichtskelffen/ sondern diese Widersinnige brachten es endlich so weit/daß der Com- mendant mit denen Ober-Officlren aus der Vestung weichen wüste/ woraufdie mmtemrende sich den Fürsten in Siebenbürgen ergaben. Da dann in folgendem Jahr/ die Claufenburgiscbe Kayserl. Br- fatzung/ in allen diesen Zakelheydern nachahmte und sich den WB er- AI- Lk>> Sr A Wü T sj !tz iür sM !M 'M «r^ ' ß Triumpyleuchc e ndenRric ys-Helms LrireekLheii. 519 Ais hieraus zwischen den Römische.- und Tmckischcn Kayserdet Fried w Fried erfolgte/ wurden auch die in Siebenbürgen mir Kayserl. Teure Sie^bük schm Völckern besetzte Plätze zu Vollziehung des Friedens aerMMtt/Sm, md den Fürsten Apafi überlassen ; ZMH id aber ward m dwLl/fft/ vermög der Accords-Puncken/gesprengt. Was nun se-k dieserZeit/ ' absonderlich aber in diesen letzten Krieg/ bis aus die siegbaffle Unker- Mtffung dieses Königreichs und Fürstenthums sich begeben/ wird der geneigte Leser hin- und wieder aus unfern Kriegs - H lm entnehmen können / dm wir dahin verweisen wollen / damit wir nicht stetigst als jener blinder immer auf einer Seite aufsprrlend / belästig "fallen möchten. Aber genug von den vergangenen Siebenburgrschm Jnliwoh-W-vieler, nerii/ Regiments-Wechslungen und Unfällen / a njetzo ist es Zeit/auch leyLinwstz den heutigen Stand und Staat;« beschauen. Es wird ven vierer- mSke- ley Völckern bewohnt. Von Ungarn/ so letzt den Adel und dasFür- stcnthum führen. Diese Ungarn find im Jahr Christi 37?. als Va- Wann di« lens Griechischer Kayser usd Damasus Pabst war/ hinter der Mö-Ungarn in 1 wischen Pfütze mit 100000. und zooo. hersür gebrochen/ Und durch Giebmbür. Reusssn und cL-armaten über dasSarmatische GLbürgandieTissa6«"komm. mUngarn/da jetzt Semlm zwischen der TTa und dem Fluß Bodrog ligr/angezogen. Es wohnen aber die heutigen Ungarn in Siebenbürgen in gewiß ungamwi« srnGerichk-Kreiß/so sie Lonütntus heissen/adgetheilet. DieEdellcU-siesibm. te haben sehr viel Leibeigne Unterchanen im Lande/so daher Edel Erder geheissen werden. Uber diese herrschen sie aus halb heydnischeArt/ daß sie mit Kindes Kinder ihr Leibeigen sevn müssen. Wenn ein sok- ' cher Jvbagy oder Leibeigner/er sey ledig oder verheurathet von seines Herrn Gut wegziehet/ so hatder Edelmann Macht ihn zu fangen/wo er ihn Znlriffr. Die Vornehmen unter ihnen haben viel ioo. solcher Jobqgym/ die sie mögen verkauffen/ mit Weib und Kmd/ wenn sie wollen. Diese müssen ihren Edelleuten umsonst ackern / säen / die Weingärten arbeiten/ ja alles thun/ was ihnen befohlen wird. Wer sich nicht aus bestimmten Termin mit gnugsamer Kost einstellet/ der kriegt die »ai ompolrs, das ist / er wird mit drey Prügeln elendiglich abgeschmiert. Kurtz der Edelmann hat über alles / was demJoba- gven zugehört/ zu gebretm/ ohne die Religion und das Leben; derer erstes die Land Recht/das letzte-dis Christliche Lieb verbeut. Wo aber ein solcher Jobagy Söhne zeugt/ und will sie zmScbut oder Kirchen-Dienst ausziehm/ so wird der Knab/so bald er das Al- phabeth kgn/ von seincs Vatter Dienstbarkeit befrepet/ und zwar mit- fslchm -er. «ngsrnRc. Ugiva in Gietcnhär. S««. fro R5kN.Rayftrl.rNaj. und dero hohen Aüiirrett fo.chm Pklpili'gio , daß ihn weder sein Edelmann/ noch der FurjM der / von der Schul abschrecken darff/ Hey Straf soindenenLand/- Articuln stehet; wann er nun erwachsen / ist er so frcy/als sein Edelmann selber/ und kan solche Freyheit auf Kindes Kino forrpfiarMn. Uaqarisch« D eft Edcheutc »lagen das Land-Vvlfkdurchaussehr/dann ein jeder EvcL««« fo ex nur des Fürsten Paß aufzuweisen hat/ mit Weih und Kindern/ Verden und aste» seinen Dienern/ durch dys gantze Land / ohne Ver» ^' spcndung eintziges Phglers rejsenkan. Dann da müssen die Dorff, Dichter/ so man daselbst mit einen alk-teuischeu WortHahnen heisset, solche Edesteute/ oder ihre Diener Md Posten/mit Essen/Tünchen, Hqber und Heu/ und voraus mit guten Wein aufs beste versehen/ für weiches alles sie keinen Heller, fonpem offr tose Wort undgrob-Skös, se zugewarten haben : und welchesdue ärgste ist/so muß man ihnen Pferde an die Wagen/oder unter dem Gattel/geben/die sie offt krumm Und lahm, offlgar weg reifen, Die Religion belangend/find sie/der Fürst, (welcher aber wann anderst Pen allgemeinen Laut zu glauben Ao. ^674. die Catholische Religion erweklet) Adel und gemeine Mann, alle der Reformirten Lehrezugethanz dieZekelyer ausgenommen / welchePapjstische und Arrianer unter sich haben. Sie haben such fürnehme Gvmnasia/ als zu Clausenburg, Neumarch/ und anderer Orten. Welche all- weit üdertroffm hat/ das Gymnasium Academicum, so Fürst Beth- len Gabor zu W 'issenburg gestlfftet hat/wel6)es aber mit der Kirch Und B'dliothec im Jahr r 660. cjngeäschert worden. Die andere Nation dieses Landes/so unter allen heutigen E>m wohnern/ die ältisten sind / und vorzeiten ihr eignes Königreich viel Jahr hundert in Siebenbürgen aeführet haben / sind dieTeutschm oder Sachsen; Welcher Vor-Vatter wie oben gngeführet,denRo- Mischen und Griechischen Kayftrn sehr viel zu schaßen gemacht haben, biß sie endlich von denen Chunen / und derer Könige Atila/ unter den Gehorsam gezwungen worden; aber nach dessen Tod/ sich zu erst/smnt den gantzen Pannonia/ mit dem Schwexdt in vorige Freyheit und Ko, niqreich gesetzet hgben. Bis nach z oo. Jahren die Chunen zum am de rmal sie bezwungen, und das heutige Ungarische Königreich ge, stifftet. Ist also unnöthig/ bey Benennung der Sachsen jn Siebenbürgen auf die Gedancken zu gerathen, als ob sie Carolus ^r erstva hinein geführt/ oder aber die veriohrne Kinder von Hammeln aus Nieder Sachsen (welche Fabel bekannt ist) erst g stisstek habemDamr sie, die Teutschen in Daria, sind der alten Ouaden und Westpd^er Nachkommen/ das uns wol EutrspiuS lehren kan der He 2 Victo- viranbtlk Station sind die Sa-sea. Triumph leuKkettdenArieFs^elmsDrirrerTheil. 521 Viäopk,i! 8 i -ingor, «1s Teursche Völckerin Dacia bi'fchsejht. ' W jchenau d iVpuL-iiinvz bsystimmt. Zugeschweigen/ daßdieGo- tben/G Piden undLongobaröer in diefen Landern langeZeit regieret haben. Dis Sprach dieser SichenLürgischsn Sachsen anlangend / ist sie Sprach vre, dp alle Deutsche Sprach/soaber durch Gssellschaffcder fetzigen Horsi- i" Sach- Tcmschen Sprach sehr gemengrt ist; ia es wird auch alles in Hoch- Deutscher Sprach gesungen und aeschkichen/ da sie doch eben mic dem Fug ihre eigne Sprach schreiben könnten / als die Holländer/ Niederländer/ und dergleichen tbun. Die Predigten aber werden in gemeiner Land-Sprach verrichtet. Mo redet man fast alle Wort nach der hcutigcnTeutschenSprach/ dabey auch heukzuTag inTemschicmd ungebräuchliche Wörter / so von der alten Tatschen Sprach übrig geblieben / mrt eingesühret werden. Die Kleider anbelangend/gebendiese Teutsche/ gleich denen mei- Kleidung stenin gantz Ungarn/Ungarisch/ oder vielmehr alt-Romisch/ daher/ -crSach- doch also/daß mansie »n erwasvon einander unterscheiden kan. Ders«n. Weiber Kleidung ist die alte Franckischs Tracht/ und sind dieselben zu Nürnberg in den Kirchen und kplwpküs, mit ihren langen gefallenen Mänteln / Kepff-Zicx/ oder/ wie man es in Siebenbürgen heisset/Geschüegen/sowach.ifftiqabgemaklet/ daß man sich darüber ver- wundern muß. Sielragen siel von Silber/Gold/Perlen/Turkosi sen/an sich; dieHembder aus der Brust/hefften sie nicht mitBände lein/ Maschen oder Hacklein zusammen/ wie die Weiber in Teuksch-- land/sondern mit einer silbern übergüldeten/ und mit allerley Edelgesteinen schimmrenden Spannen/so sieHefftlein nennen/ welche offt Mehr allein als roo. Tbaler kojlet. DieGürtel sind eben bey den Reichen von S'lber gestrrckt/ mit geschmsltzenen und mitEdelgestein versetzten Silber-Spangen sezieret / welche beyde Sp'-tzen eben von Silber gegossen / ausgegraben/ mit einer ziemlich-langen silbernen Ketten / an welcher ein B'ftm- Knopsskanget/ ausgez-eret seyn. Diese Weiber müssen ,m gantzen Land / all ihr Brod selber dachen / dann daselbst weiß man von keinem Becker-Handwerck/ und wiewol etliche Feil - Beckmnen auf den Märckten Brod verkauften/ gehört dasselbe doch nur vordasWal- lachjsche Taglöhner-Volck. Emer Burgers-Frau aber daher Brod LU kauften/ hielte man für die grösie S-band. , ^ ^ ^ Dis Geistlichkeit unter denen Teutschen ist m sieben Decanat Geistlich, oder Capitul abgethrilt/ über welche hernach der Generai 8upMn-At der waäens, oder der Bischoffist. Die Deccmatlhumer aber sind diese: Uuu . i.Die Rom. Rayftrl. Mas, und Hers hohen Alliirren r. Die Hermannstädtische/welches 2z.Pfarren/und das8ur- roAZtlvum von Groß-Schenck mit 2 2. Dörflern hgz. L. Das Cronstäbtischemit!?.Königlichen Dörflern. z. DaöKißdische oderSchüßburgifch-CapilM mit 48 .Döch fern. 4. DasMedwi'schermit z 6. Pfarren. 5. Das Millmbachischemit 17-Dörflern»' 6. Das Regner Capitel mit zs. Dörflern. . 7. Das Nösner hat 2?. Königliche Dörfler. In diesen Kirch-Sprelen allen darff niemand etwas von Hinderung oder Neuerung der Religion versuchen ; sondern sie werden alle mit einer Religion gewidet/und können ohne einzige Furcht / wie ake EiM wohncr des Landes/ rhren Gottesdienst abwarten. WeMche D»e Burgerschafft in den Städten wird unter einem Anstocra- Regierung tischen Regiment/ eines inner« undewigenRaht/von 12. Herren/ der Dach-, und einem äussmi / von hundert Mannen / regiert. In dem innrrn Raht sind diefürnehmsten / des Königs-Richter/ der Bürgermeister/ Stuhls-Mchter und Stadt-Hahn/ so von der Alten Deutschen Sprach genommen ist/ und eben so viel bedeutet/ als bey den Römern dieLur3tore8Viurum,?ontium,kontium. Deräuflere hat seinenTri- bunum plebis, und ist diegantzeStadt/ nach desäei vii 7 ^ulliiDrd, nung/inLentulias oder Nachbarschafften abgetheilet/ derer jede ih, ren centm-lonem oder Nachbar-Herrn über sich hat. Wann nun der Raht etwas in die ganßs Stadt eilends ausgebieten will / lasst er nur diese eentunones beruffm / derer dann ein jede» an einem höltzern Tafel Zeichen einen Zettel / darauf des BefehlsJnnhalt geschrieben ist / zum nächsten Nachbar schicket / so gehet dasselbe/ in einen paar Stunden/ von Haus zu Haus/ die ganHe Stadt um. Die zu den Teutschen Städten gehörige Dörfler werden auch alle von Teutschen bewohnet/diese alle arbeiten Felder undWein-Gar- ten/daher sie ihreNahrung suchen/ und gibt sehr reiche Leute darunter : bann was nuretwan ein arbeitsamer Mann ist/der hat seine Ka- sienvollerWeitzen/seineScheuren voller Früchrs/dieKellervollWein/ die Cpeiß-Kammer voll Speck-Seiten und Fleisch/Kat seine Drescher Gafifrey- in der Tenne /seine Tagwercker aufdem Felde. Sie sind Gast-fm/ beitd«r dann weil sie von den hin- und hekreiffenden Ungarn sehr abgeschliffen «-«denbur- werden / so thun sie es mit ihrer Nation Verwandten desto lieber / da- 2 * hersiesurHerbergundBett/jaofftfürEssmunvTrinckefl/kemeVe- lahlM Triumph - leu chte nd«» Krie Ar-Helm s Dr irrer; Th eil- fr , zchlüng einnehmm mögen/ sondern halten es ihnen voreme <§ hre / daß keinFremver bey ihnen eingekehret ist. Diese Sächsische Städte lassen keinen Ungarn/ er mag edel oder Wedel seyn / in ihren Ring-Mauren Hauser kauffen/ oder Burger werden; wan aber sonst aus dmBntfthen Landen / redliche Leut sich dahm zu sitzen Lust tragen / können sie/ wo sie nur Pie Religion nicht hindert/ eben indemPreiß/ als ein Land-Kind/Häuser kauffen/ und das Burger-Recht erlangen, Ihre Nahrung und Ge, werbe bestehet in Handwerckm/ Wein / Frucht/ Vieh und Kauff-- handel. Das Getrayd wird offt in die unterirrdischen Grüffte / mit grossen Haussen/ so künstlich verschüttet/ daß es etliche Jahr lang frisch bleibet / dadanndie Korn-Bauern viel Geld aus lösen. , Das dritteWohn-VolckinSiebsnlmrgen/ sind die «icuü oder Zäkel/ auf UngarischSzekely genannt/ als die alleraltesis Ungar» Nalioa in Siebenbürgen/ so^.e. zyZ. mit dem Atila aus Scythen rnemo- sinvdieM vsm kommen/ und/ nach dessen Tod/ bey der blutigen Schlacht l«. seiner Söhne vor Sicambn's gewesen. Als aber Csaba mit seinem Bruder aus dem neuen Ungerland/ unter Anführung des Butschen Königs Dieterich von Bern/von den Burschen ausgeschtagen/ und Wchersir- durch Griechenland wieder in Scykhiam gejagt wurde / sind die übri- s« Zckler. gen Ungarn den Butschen Königen in Ungarn 471.Jahr unterthan gewesen/ bis ins Jahr Christi 744- vie Chunm zum andernmal ihnen zuHülff zogen; von des flüchtigen Csaba Volrkern aber/ habe» sich ZQ00. Mann abgesondert/ und auf das Feld Ezsgled niedergelassen/ daher sie aber bald / aus Furcht der Butschen / sich in das innerste Dacien oder Siebenbürgen begeben / und an das Sarmati, sche Gebürg / gegen der Moldau zr;/ sich niedergelassen haben. Damit sie aber allda/ von den vielfältig-beleidigten Nachbar- Völckern sicher wohnen möchten / wollten fis den verhaßten Chunen- Nam nicht weiter haben; sondern hieffen sich Szekelever / wie sie dann bis auf diesenTag heissen. Es rühre; aber dieser Name mcht daher / daß sie sollten 8icuU grnennrt ftynwordsn/ gMr sondern sie heissenSsikely/ vom Ungarischen Wort Szek/ daß ist/ ein Stuhl / weil sich die zocio. Mann m drei) Kreeß oder Stuhl ab- theilken/ wie dann / noch heut zu Tag/ bey Butsche» und Hungarn / m bkäes oder Stuhle abgetheilek wird. ^ieleSzekelver nun sind weder an Sprach noch Kleidung von Sprache» denen andern UNMN L" unterscheiden / wie man falsch von w-m on-wung Uuuij schrei, SerI-Ner. >24 Rom. Radlet'. Maf.ßkttd der» hohen Allttreen schreibe:/Indern jie sind von Atiiianischen Ungarn üdergebliebe^ Siebenbürgen. Weil sie aber denen zum andernmal aus ScyMa in Ungarn ziehenden Hunnen entgegen gezogen / und dieselbe M Freuden/als Landsleute/ in Siebenbürgen eittgesuhret/ hubensie solche Freyheiten erlanget / daß sie alles Schoß und Auslagen jrey leben/ auch ihren König nie Tribut gegeben haben / als nur zur Zeit / wann der König in Hungam getzeurarhet / oder eines jum gen Printzen Vatter worden/ mujien sie/ ein jeder/ denselben «i» nen Ochsen verehren / welches sie doch nicht ohne Widerwillen geleistet ; masten Otsus in >Ltils beym NonKnivbezeuget/ wieder Königliche Gesandte / ksuiusl'omorLu^, so aus Befehl des Königes Utadislai/ als ihm sein Sohn Ludwig geboren ward/ dasselbe OG sen-Pmsent einzunehmen/ zu ihnen gesandt wurde/ nicht nur von seinen slmsthundert Reutern die Misten eingebüsset / sondern auch selbst mit zwantzigWunden kaum Vas LebenzurBeuttdavon gebracht habe. Nach demHungarischeu Könige/ sind sie dem Wavwoda/ als Königlichen Land-Pfleger in Siebenbürgen / als ihren darzu er- wehltenGrafen/ Unterthan gewesen / denen sie doch ebener masten »fft revoltirthaben/ wie solches Johanni/Grafen von Zips/Way- woden in Siebenbürgen / und der Zekelier damals Grasen / hernach aber König / widerfuhr / der sie aber mit einem Heer überzöge/ «nd zum Gehorsam nötigte. Heutiges Tags erkennen sie / mit dem Grentzen Siebenbürgen/ den Landes-Fürsten / ihren Herrn/ Ser sich noch der Cjekler Grafen schreibet / jedoch also / daß sie alle sreye Leute sind/ und keinen neuen Tribut geben/ als daß sie mit dem Fürsten alle zu Feld ziehen müssen / daher die meiste Kriegs- Macht / der Fürsten in Siebenbürgen / aus diesen Zekelyen bestehet. Dirrdte Nach diesen dreyen Nationen des Siebenbürglschen Landes/ Narion als Hungam / Teutschen / oder Sachsen / und Zekkrn / wird auch sind Wal» noch die vierdte Nation daselbst gesunden / so in Teuk sch er Sprach «Hin. die Wallachen/ in Siebenbürgen aber Blooch gehrissen werden. Dieses Volck ist heutiges Tags so gar gering im Land geachtet/ daß es unter die Land - Stande nicht gerechnet wird / keine Städte/ Schloß oder einzige Wohnung hat / sondern entweder hin und her in des Landes Ring-Gebürg / oder unter verdeutschen und Ungarischen Städte und Märckte Gebiet/ als Unterkhanen/ ihre Hutten aus Vergünstigung besitzet. Ist ein sehr hartes und ram TrümrphMrchrettdent Rriegs^HelmsD rirter Th eil. j-rs hes Äoicc / das/vermittelst grossen mW klemeriVlevev/' das Leben erhält / auch gemeiniglich sich mit diebischer Vieh.Entführung zu be- hMeriZeneigt ist. Dieser Nation VÜlckek/ daß sie ihren Anfang von denenRo- Giiv ssn mm genommen/ weißt ihre Sprach aus r maffrn sie sich der Rö- denen Römischen Sprach / wiewot solche gar corrupk ist/ gebrauchen / und '5'ch »vH kommt mit dek Spanischen / Framtzösischm und Jtaiianischen fast überein / also daß man dieselbe mit leichter Muh gegen einander verstehen kan» Den Namen scheinen sie erborgt zu haben / von den , Sarmaten oder Tartarn / weiche an siegkantzen; die Provintz aber/ welche sie bewohnen / ist anfänglich Flückia genmnet worden/ von Flaccv/ einem Römer / welcher dieselbe mit neuen Einwohnern solle besetzt haben / das Land Moesiam zu beschützen/ wider die Da- ' cier. Aber gleichwie die Aekre der Zeit / welche nichts ungesimnmelk ^ lastet/ viel Aenderung mit sich bringt ? also ist auch hernach diese Provintz Flaceia/ Wülachiü/ und dis Einwohner derselben Flgcci/ d Watachigenennet worden. - Ihre Kleidung ist also beschaffen : Bis Hirten tragen gemein MiöimK « m'glich zotligte zugespitzke Hauben / die sie mit eigenen Händen mm ^Wallachen/ die übrigen tragen Fittz/Hüke; wann aber einer in öerKlage gehet/ so legt er seinen Hut ab/ lasset die Haare wachsen/ und gehet ein gantzss Jahr ohne Hut und Hauben daher / bis er mit der Klage seine Haare wieder hlnkeM/ und den befaMnen Kopff aber- Mt unter den Decke! bringt. Wann sie eine hohe Person unter- ' thanig begrüßen wollen / so entdecken sie das Haupt / nach der Römer und unfern, Gebrauch / die rechte Hand aber / so man ihnen reichet/ drucken sie / mit grosser Ehrerbietigkeit/ an den Mund zum Kuß/ und darnach an ihreStirne; an statt des Römischen Nmdre- hen uno Nied ersitzen / trekten ste nur unketthanigen Geberven zurück «nd hintersich. Len Sommer durch gehen sie meistentheils nukln Hembd/unS hencken ihre Sagulum/oder vsnKotzen-Tuch gemachte Sekeh/an dest Hais/daßesdielinckeSeite bedecke/nnd di- rechte fast bloß lasse/ damit dieselbe in Verwahrung des Leibsdestoftrkiger seyn möge. Die Hembder tragen sie vönNabel bis auföre Knie gesakltev/wie dieFrän- ckische Bauern ihre gefalltne Sonmags-Röcke, Die Schenckel ver- gesaltene Hembder hinauf gehen / die sie unter dem Knie / mit vielem Bändern und Schnüren anbinden. Etliche brauchen nach des Lan- rruu ist deE » Kleidung deL Wal- lachsscheq Weibs- V»!ck- 52 § Röm. Ra^strl. Mas, und ders h ohen A siiirren des Brauch Stieffeln/ die meiste aber lange Sohlen »oriSchwei- nen Leder/ so sie über den Fuß mit langen Riemen / nach der „n scn Zrancken ttnd Pannonier-Art/ zusammen schnüren/auch »fft di- gantze Waden/ bis an das Knie / Crmtz-Weiß in solche Binden zwingen. In der rechten Hand tragen sie einen grossen Jager/Spieß / aus einer langen harten Stangen / mit einen Wurff-Amen/ damit sie den Spieß an den Hals oder Wagen hencken können. Hinter der Gürtel tragen sie eine Hacken oder Axt/ mit welcher sie gerade aus etwas werffen können/ als die alte Teutsche mit ihren Anconen/ oder dis Römer mit ihren Pilis. Wann sie irgend ausgehen/da es keine Gefahr hat/ so tragen sie an statt des Degenseinen schönen glatten/ offt mit Eisen beschlagenen/ Prügel in den Händen/den sie vom alt-Teutschen Wort Tiagon/ das ist em Degen oderDieneriosZul heissen. Mit dr'esemr'O-iZul oder Prügel wissen sie so zu pariren / wann es zum Schlagen kommt/ daß wol vier Kerl aufsolchen aufgerichteten Wallachm zuschlagen/ und doch nicht bald verletzen sollen/wie ausden Iahrmarckren/aus öffentlichen Platz sder^antzboden offt mit Verwunderung zu sehen ist. Welches alles anzeigt/ daß sie keines an» dern Herkommens seyn / als dessen/das Horalilis Hdes.l»z.btz schreibet : 8eä ru^cicoruw mskcula militum krolss, 8slse1Iir äoüs I^iZonibuß l/srsZrs Lilebss: sevcrse sä srbltrium recssor kvrtsre fuüel8. - - - - - Das Wallachische Weibs-Volck tragt auch meistentheils Ae tz Kleider von solchen Kotzen-Tuch/ das sie selbst wircken können., D>k M Reichen kauffen ihnen auch wol von denen Unsrigen gemachte Tuchene W/ WeiberMöcke und Schue/ so sie von der Römer cZrpiscuiis annoch 8curbi i/is heißen. Sie schmieren ihre Haare gerne mit Butter/wre ^ vorzeiten die Gothifche Burgunder pflegten zu thun. ^hre Jungfern HW tragen offc zwssn Gürte! Übereinander/ mit vielen Spanglein besetzet/ wie der Römer beschlagene Balthei und der alten Schwaben mit Schellen behenckte Gürtel warm. Den Kopfs kragen sie bloß/ w^e öre andern Jungfern des Landes/ aber vorn um die Schlaffund Ststn hangen sie viel abgeschlagene alte Groschen uns Müschelen an em M SHnürlein gefasset. Puch bmchen sie chrtzHembder aufBulgane Trirrmph-lenchrenden AviegsrHelme drirrer Thetl. sche Weiße mit roren Wüllenen Garn. Die Ehweiber tragen einen Bund von einen langen BaumwööinenTuch/als eineKrongefioch- ten/welches sie allsTage/als einen bmtenHur auf und ablegen können. Sie sind fast alle Viehhirken und Ackers-Leute/ doch haben sie an Wallach» den Schafen den meisten Lust/ mit denen begeben sie sich im Sommer sind Metz, in das kühle Gebürg/wie bie Afti Armentarii mit aller ihrer Haab und Guk/da sie/als die sichere Tvtyri/ ausgestrecket zu sehen können/ wie die breitnasichte Ziegen/ und die fette Lämmer an denen heckichten Klippen hangen / den unterdessen derMMachifche Corydon aufsei« ner wol anderthalb Elen- langen Klothen / ein Liedlein von seiner Vsrelckoere oder Schäferin aufmachet/ daß es wo! Pan mit allen seinen Wald-GLttern nachzuahmen schwer fallen sollte. Mit einen Wort was Vrrgilius in semsn öueoiicis beschrieben hat / das sichet er« verandiesen Wallachen/alsin lebendig-abgedildetaufs beste. Wer aber noch ein gewisser und uniaugbares Warzeichen ihres Lantz der Römischen Herkommens haben will/ der besehe ihren Dantz-Boden Wattachm. mit gelehrten Augen / so wird er sich darüber verwundern müssen. Dann erstlich gehen die Iungengesellen mit ihren Römisch gefallenen Hembdern aufden T«ntz>Platz; ihr SaZulum oder 8skcb hanget vom Hals/ über den lmcken Arm oderSeike/die rechte hat einen schönen hawriglenen Stecken gefastet/ nicht anders als wie dre alte Römische Impsrarn-es gemahlet werden; welcher offt als des Virgilii/ks- 6um formosum paribns noäis, atguä , geziert ist. Dergleichen stehen ihre Schäferinnen mit obenbemeldten Ohren - Gehangen / Messingen und eisernen Finger-Ringen gezieret; Den Hals zieren sie mit weiffen und roten Corallen/ und tragen auf ihren Haupt von Rosen und andern Blumen dichte, Krantze- daß fwnicht anderst ausschen / als wann einer die Römische Floralia für Augen HE Wann sie nun die ysrhassete Erde mit gedritten Fuß zu flössen beginnen/ stellet sich der Pfeiffer als ein andere Apollo in das Mittel-Punct des Orks / um welchen sie/ fe ein Mann zwischen zwey Weibs.Prrsonen gestellt/ einen runden Kreiß machen/und entweder mit Händen/ oder so es was erbar zugehcn soll/mit ihren Stecken oder Schnuptüchern sich aneinander fassen; daraus spvmgen sie in einen Reihen allzeit tripuchZnäo daher / daß der dritte Sprung gleichsam denTaet halte/ nicht anders als Liviusvvndenen83ii!883cei-6otibus »der Tantz Priestern des Römischen Abgott Martis schreibet. D« laemsolches Römisches Schauspiel zu sehen/alsschwersich irgendwo in Europa von einen Römischen Tantz zu finden ist. Welches dann §-28 Röm. KLystrl. Maj. r mdder o h ohen M nrrm " der Bober feldiiche Schwan und Deutscher Ovidms/HrlinuTv^I mit folgenden Reim-Zeilen hpadett hat.: ' So steckt manch sdles Blur/ in kleinen Bauren-Hürren Das noch den alten Brauch/ und Art der alten Girren / Nicht ggntzlich abgelegt, wie dann ihr Tang anzeigr/ Indem jo wunderbar gebückt wird und geneigt. Gejprungen in die Höh/ aufAre der Laprsolen/ Die meine Teukjche sonst aua Franckreich müssen holen. Bald wird ein freist gemacht/ bald wiederum zerrrannr Bald gehn Pie Menscher xechr / bald auf der tincken Hand. Die Menscher die noch jetzt säst RomiscdMuster tragen/ Zwar schlecht/ doch witzig find/viel dencken/ wenig fm gen rc, Wallach,. DenenPoppensdexPrieskernhieserWallachen/stehetessreyzu sche Poppen hsurathen : so aber einen die erste Frau gestorben ; muß er sein Lebtag oderPrie. vhne Weib bleiben/weil ein Bischoffeines Weibs-Mann müsse seyn. 'Weil sich nun die Wallachen garstarckzurReusischenKirchm beken, nen/daher sie auch den Gregorianischen Calender/ den doch gantz Siebenbürgen angenommen/ nie annehmen wollen; als studiren ihre Poppen nichts/ als Reusisch Lesen und Schreiben/ und haben sie in der Wallachey und Moldau ihre Monastire oder Kloster. DieMützen so sie unter den rauhen breikenHut tragen/kalten sie fürihrenPriester, lichen Chararteren/derohalben sie dieselbe für niemand abziehen/ aller- Massen auch solches bev denen Reusischrn Poppen brauchbar. Kurtz sie sind der Religion nach / in allen/ denen Reuffen und Moscoviten gleich/ mit Bildern/ Fasten/ Traditionen/Kirch-Gebrau- chen und Leichen-Begangnüffen/dabey sie noch den Verstorbenen den blummum ^'--^,006 ist/einenPftnmg zwischen die Zahnegeben/mit welchen er St. Peter abzahlen möge. Auch reichen sie das Sakrament unter bevderley Gestalt/ aufReusische Art/ daß sie das gesäuerte Brod in den Wein legen / und denselben unter Löffeln empfangen. Von dieser Wallachen Vor-Eltern/ sind die stattliche Stein-Schrijsi len hinundh-r im Land blieben/ die haben grosse Städte dafelbstge- bauet/ die Landstrassen mit Steinen gufRömische Art gepflastert/und also das Land/so beut zu Tag Siebenbürgen heisset/ als ein kleines l/a- tium vorzeiten aufs schönstezugerichtet/wieaus ihren Stein-Trümmern etlicher Massen zu sehen / so allein der langwürigen Verderbnutz- Zcchn mit ihrer Hätte widerstanden seyn. . W"- »PH ^Niir «!«z« hdn? RLvui! M i«/ »stütz kü> ^ 'WO, l^k ^Uck ..'Lkst ^dr! L M Äjlk?lk -Ä- :-A»> lÄ' . Trrom ph - leuchtenderRrleg s -> Helm. Dritter Theik. fr» Und diß sey genug gesagt von Siebenbürgen / unsere Feder soll^ex«». Mt wieder in Ungarn aberlm. HieftlbsthMe der Munikisnö-Man- wud gelindem neulich - eroberten Peterwaradein/den Commendanten „öthiget / das chm anvertrauets VHungs - Pfand zu verlassen / und' für seine hungarigs Guarnichns/ bey anderwertigen Vorrath/Aufenthalt zu suchen. Sobald Herr General Caprsra hievon Nachricht erhalten / sähe er / daß es notbweudig diesen Paß abermalen wieder zu be- Mstem/als welcher/nebst Jllok/bey augehenderCampagne/verschiede- ne Verdrüßlichkeiten sonst verursachen könnte. Weil es aber mit Jllok am allernöthigsten / als qleng er mit einer M». §a. Parthey von 600 Pferden / und 200. Dragonern dahin / um den zu Mra «. erobern gewillten Platz zu recognokiren / aüwo der Feind/ damit man »«ok ^ nicht hindey nähern könne / sich in eine Mosquea vor der Pforte gesetzet / ^ und durch concinuiUiches Schiessen von dannen/als auch von denen Mauern/gesuchet/die Unsrige davon abzuhalten : Dannenhero Herr General Caprara obige 202. Dragoner absteigen/ und unter kaveur einesHrags anfangen liesse /aufdieTürcken inderMosquea zu schies- sm- Weiln aber die Ducken sich fest hielten / machte er kleine Troup« pen vom Palfischen Regiment zu Pferde / und commancktte diese/die Dragoner zu lscu ncliren. Indem nun die Türcken dem Angriff nicht widerstehen konnten/ wurden sie gezwungen/dieMosquea zu verlassen/ und in groff r Lontu. stan biß zwischen das Stadt - Thorgejaget / dergestalt / daß / wann die Dragoner mehrere Mannschaffr gehabt/sie mit denen Türcken hatten hinein dringen können: In dieser ^Hion bekäme der Herr General Graf Caprara zween Schüsse aus Musqueren / als einen vornen an die Brust daß vierStücker von seinem Peltz abfielen/und den andern durch den Handschue an der lincken Hand / aber ohne Schaden. Vom Sa- voyschrn Regiment bliebe ein Fähnrich todt/ und von der Compagnie/ welche der Fürst Hartmann von Liechtenstein / vom Paifiichen Regb Mut Lommengirte/ wurden einige Reuter.verwundet. Von denen Türcken «der sind mehrere erleget worden. Indem nun die Türcken sahen / wie die Christliche Waffen aufdie Wiedereroberung des verlassenen Peterwaradems und Bezwingung Peterw» Jllok hielten/als unterliessen sie nicht/jenes bestmöglichst zu befestigen/radeiit. dieses aber in einen solchen Stande zu setzen/ damit es zum wenigsten eine zimliche Zeit/ denen Kayserl. Kriegs-Waffen widerstehen könnte. Solches nun aufalle Weis und Wege zuverhindern/ bearbeiteten sich die umher in Kayser! Guarnisonen liegende Völck/r / welche/ durch stetigst glückliches StreGii/ihnen entzogen / was die Turckische 2bxx ^uea L ^ Röm. Laystrl. Mas und der» hohenAMrken quen Mok und Peterwa» adein auf der Donau zustöNn woßm^s, dann der Herr General Graf von /^spermonr von Wakkowar'iOc, gute Heyducken aus2. Schiffen/ um Kundfchafft einzrcholen/ Peterwaradein gefchicket. ^ komm ren/ gen / allwo sie die feindlicheMacht erwarteten / und bey deren Ankunfi MIV /« und vieles Proviant wäre/ so alles nacherJllok sollte gebracht werden. ktz!SckliHerDem 2 lqa/weiln er sehr verwundet / und man ihn nicht lebendig mit- gs Türcksn, einen Zilrgars/ und funff;ehen Bauern' welche die Uircken zum Rudern Zebrauc!)et / und man nickt mit sich führen können/hat man / nachdem« die Tstrcken erwürget / die Stücke/ Mörser und Proviant in die Donau geworffen / auch in Stücken zerhauen/ und samt dem Schiff in Grund geftncket ;das andere Schiff aber/hat sich mit der Flucht gesichert. rü cken Nicht glücklicher gimg es auch' denen Temeswarifchen Türcken, wogen dasderenaufdie 80. Mann/der Basta von gemeldcem Ork außgeschicket/ Mied dey tzje aus Siebenbürgen gegen Ungarn aufbrechende Kayserliche Völ- Werden Mderge- Hauen. W> wshner aber haben sich so lange gewehret/ biß Parthey Ungar» aus Segsdin darzugekommen / welche dann die Bucken in d»e Mitte genommen / worun ter einAga / und sonst noch ein berühmter Parkhey- Gänger m die Gefangenschafft / die übrige Türcken aber/ gleich deneli verruchten Propheten Mahsmet in den Abgrund gefchicket. Sobald die feindliche Völcker von diesem glücklichen Streich benachrichtiget / beharnischte sie die grimmige Wmh / daß sie sich entschlossen/greulichst diese begangene Niderlag/an Cbonad und Vcssn tapffern Emwsl>nern zurachen. Sie fammleken deshalben einen Haust ftn/ der von tzürcken und zusamm-ngelauffenen Gesindiein sich faji auf «rbrllew rooc>. erstreckte / und sturmeren damit aufChonad an / allein der ssttt- dmsrmek wohner Hertzhafftigkcik / u»id Verfechtung einer rechtmässigen Sacke/ Lhonad —.— .. . I, Tnümph^kttchtendek Rrkez« - Helm Dritter Lh e kk. /; r Wchmeiß unverrichker Sache / dm Weg/ den sie gekommen / kiese» «aßen. Von diesen siegreichen Kayserlichen Progressen schreiten wie nach. derAdriatischs Behsrrscherin/da wir unterwegs denHertzog vonMan- tuaantr.ffen/ welcher mit seiner Leib - Guarde und vielen vornehmen Cavalliren/zu der Kayserl. Armee in Ungarn abzureisn gewillet/^ch T den wir hiemit in die Kayserl. Erb - Länder ssrtreisen / unfern Kiel abergar«. mchDalmatien abeilen lassen. Ällhie wurden die Türcken noch immer von denen Morlaguen beunruhiget / und durch ihre Streiffereyen in Furchren gchaüen / wie sie bann in sao. siarckgegen Clinna gerucket / und indem sie gesehen / daß des Bassa Hehaußung Ataglich/ so drey Stock - Werck hoch mit Grä- MsllsHue« den und Wallen umgeben / und nebst einer Mo'chea daselbst ir.Logi-erobe.n ' Mnrer/worinnen sich rc>O«. Mann belassen können / und Stellung^^^äi. vor fOOo. Pferde/ denen Türckenzu einen sichern Ort und Zuflucht ge- dienet / haben siesich entschlossen / zu versammlen / und solch ihren Ent, Muß bey anbrechendem Tag ins Werckgescher/den Ott hertzhaffr an- Mristen / und wiewohl sie starken Widerstand gefunden/dannoch sich dessen bemächtiget / selbigen angrzündet/ und dariMen viel Türken verbrannt / welche sichrricht ergeben wollen / wurden die Köpffe adgchaum/17. Weü>erund Kinder gefangen/ über L»o. Rinder und Pferde / samt einer grossen Anzahl kleinen Vicheö/zur Beutegemacht/ und zurück in die Mockachey geführet. Diese Scharte auszuwetzen suchteder Solymann Bassa/ die Mon- legrinerund Nisikivorr der Republique abfällig zu machen / welches als es ihm nach Wunsch Nichtfortgehen wolte/sammlete erein Corpo vo» l vvco Mann aus Scutari/ Antisari und Dulcigns/ spornte auch den Sang,aß von Vallona an/mtt 4000. meistentheils Renegaten von Velas / sich au fdas neue gegen die Cuzzi und Clmwnti zu wenden / und selbige mit kleinen Partheyen aus denenGebürgen und Vestungen ausdie Ebne heraus zu locken r Weil aber der Ausgang seines Vorha, bens nicht mit der vorhergefasten Hoffnung uberein kam/schickte er de» Amuth Kia/a feinen Epdo Ultramariner nach Cettine, den tapffera Francesco Grimani aber mit Galsern und Gakoken nach de, nenAlbanesischen Ufern / die Feinde bald da bald dorten verwirrt zu machen / welche sich / als sie den tapffern Widerstand der Cazzi gehont, nach Montenegro gewandt / und das Land - Gut von Cuman angrfab len / dessen Innwohner aber eine solche hertzhaffte Gegenwehr blicken ließen / daß viel von denen Feinden darüber todt geblichen. Soimnann/ weicher die Ankunfft der Venetiamschen Hülffe in Erfahrnüßtzgezogen/nähme/ bey spater Nacht, den Reiß-Aus, auf Scutari zu/sich befahrend/ er mochte numnehro von denen Anwesen- denzu Nisiki und nachfolgenden Cattarinern umringet werden. Nicht Vessers Glück hatte inglcichen der unruhige Baffavon Arcegovina/wel- « , .cher sich mit i ;oo. Bu cken an Narenta gewagt / des Vorhabens / niit ftiiiea die b Varquen auf die Insel zu setzen / und das korr Opus abermal anzufal- Lörcken len/dem aber / wre gleichfalls dem Bey von Amgovina/welcher mit «!». 802 Türcken den Porto Zarins anfiel/ der Weg mitCanonen und Mußqueten zuruck gewiesen wurde. Mit Dalmatien wucherte auch zugle-ch Morea mit Siegen/und die annoch unter derTürckischen Herrschafft sichend benachdarlrStäd- te empfanden/wie schwer Sie Hand ihrer Sieger. In derenZahl auch vom Salonichi war / welches der Extra - Ordinaire Capitain Venier bom- Denier bardirt/und viel Schaden dagethan/ auch zugleich erwiesen/was er-/ bombar- folgen würde / wann sich die Venetianische Macht dahin wenden /und virt. ihre nichts als zu siegen gewohnte Flaggen in denTdeffalomchischen Golfo wehen lassen wolte. Deschrei. Diese StadtSalonicchi oderThessalonichen ligt in dem innersten tung der WinckeldesGolfodiSalsnicchi/sovor AltersTheffalonieus/Ther- .. mans / Makedoniens / und Thermaus Sing benamset worden. Sie nsrsaikW seinen überaus förmlichen Hafen / und erstrecket sich, wir esdes Lands-und Grund-Gelegenheit zugicbt/theils in dieHöhe/thalsin die Tiefe. Sie hatgegen den Abend den grossen Fluß Vorder ( wei- landApusoderBardarusgenannt)zumNachbarn/der zwischen seinen mit sehr hohen Baumen dicht - besetzten und gezierten Uffem/sei nen Lauff nimmt / und eine grosse Menge von Fischen in seinrm Wasser erhalt / auch eine gantze Meile in seiner Breite hat. Die Mauren / welche besagte Stadt umfangen / sind nach der Bau-Art/ und Gewonheit der alten Zeiten aufgeführet/ und rings herum W!' Dl! »Ml Mml Ärn, Äksis, ^ i UchüK :Ä^L AZvllr M«! ^NÄH ,!arkr !i!Ü^ ^ .F- vx^ it^ Tri umph - le uchte nder Lriegs - Helm. DritterTheil. 5; z httümmit 40. Thürnen befestiget. Dergantze Umkreiß derselben solle) nach etlicher Rechnung/ in stchs/nach anderer aber in 12. Meilen sich erstrecken. Drey starcke Wercke oder Castelle sind dabcy / die Stadt zu venvahren / angeleget / das eine / und zwar das Kleineste/ ist mit zwan- tzigCanonen versehen/und befindet sich stracks an dem Ort/wo man an das Land zu sehen pfleget; vonder Stadt-Mauren aber etwas abgelegen. Die andern zwey liegen gerad gegen dem Meer über / an denen äußersten Ecken der Mauren; deren jedes fünffund dreißig biß vierzig Stückgrobes Geschützes aufsich hat. Au fder Seiten / so gegen das Land hinaus stehet / sichet gleichfalls eine herrliche Vestung / so dem SchloßzuConftantinopel/zu den sieben Tbürnengenannt/ fastglsich konimt/und weil sie auf einem erhabenen Hügel liegt / kan sie die gantzs Stadt beschießen/und in Zaum halten. Unten an selbiger sind eine grosse Anzahl Hauser eingebauet / so eine grosse Vorstadt macken/ wel, che/ob sie schon mit ihren eignen Ring-Mauren versehen ist / dannoch gantzbiß an die Stadt Sa-onichi hinlangt. Diese Letztere ist ferner sehr Volckreich/und mit einer ansehnlichen Bürgerschafft besetzet; Die Wohnung - Hauser aber / so da meisten? theils unten in der Ebne liegen; sind wegen des überhäufften Juden- Viel Zu. Geschmciffes sehr eng/auch wegen des grossen Gestancks/ jo von denen den z»S

im Jahr 141;.dasThessa« lonlcheu derVenttianifchen Uepublique/vm sichdero Freundschaffm« Beystandzuversichern/ freywckig überliefert/ undausgchändigt. Allein eö warenni kt acht Jabre völlig verlauffm / da harre sich der Tür« rB Ä «mgeriffenen Gefährlichkeiten / und des Otts schlechten Zustands/ der Sieg um so viel leichter gemacht worden. Auch das dritte Dlat an dun zu Verderb desMahsmetischen Eck, und Ertz Feindesvereinten Klee/ verpflichtet unfern K iel/sich nach ihme nach Polen zu verfügen. Er ist aus diesem Land ohnlänMens bey G. Kehlung des grausamen Tartar - Einfalls / und Endung d.sReichtags zu Grades entwichen/ welches damal abgekürtzet wir ansitzo erfüllen wollen. Sobald Ihre König!. Mas. die Zermchtigung derso zu wich« Eigen üKtirpn 6elt>nirtenJusammcnkunfft vernommen/giengesih« nen / als einem Vatterland - und Christ - brünstigen "Mutzen zu Her« hen/wesihalben er nach geschloffenem ijenscu^Lonüiikipoücominsü arr die Herren 8sa»tores folgende bewegliche Rede gethan / ihnen d^ M!« ZÄ sjW! MM AedtZhr. M^Annman die verflossene Feiten / wsnnnen polen imzchlrche Aüniql. Ehren erbeutet / und ihren Muth-funcklcnden Säbel de/ Maj inVß» wunderns-würdig gemachk/betrachtek/ anseizo aber seine Augen MM ^ dahin schiessen lässt / muß man leyder einen bekiagens -> rverthen Aenderung»-Stand beblickcn. Rom/die (Quelle so vieler Wohl/ ^ thaten/ von besten überflüssigen Rrieg--Beysteurr polen sö lang ^ «s diesen Namen führet/ zeugen muß ; Die Chrisrkch-veremtt poreneaeen/ die allezujamr mit ungemeinen Siegen und LrirgeN gegen dieTürckcn wuchern/ja sö gar die gantz entmannte und ent/ ^ heryte Lürckische Heydenschaffr/bewnnderk/rrie doch der lichter ^ lohbrennende Eifer des polnischen Mmhs / den sie bey den» wienerischen Helden--Entsatz blicken lasten/ so geschwind verl-/ sichen / und bey so preißlichen Lonjunccuren altes so sihlässeng ^ Denen Fatr's oder sö genannten Heydmschen Geschick-Gät/ ^8 ßrrnkan dieses «immer zügeschrieben werden/wann wir ^ ^ «M «M l-G-- Ml! T n'mnph^euchkeubek Lnegg-Helm. Dritt er Lheü. f z 5 Kett / daß als getausskeu Christen/ diesis zu glauben unanständig und unmöglich; Sondern die Ursach muß be>- uns selbstengesuchet werden. Und zwar berühret meine Ohren eine nie vermeine «Nd verdiente Mummcjvng / als ob ich die Freyhrik zn schmäh- lern/ und denen Reichs-GLsttzrn/welche/ Vermög der Krön/ als eineBraut mir vermählet worden/ den Abschieds-Briefzu geben aestnNen wäre. Da ich doch Key dem/ der da ewig lebet/ und al-- leswasaofdieserwelelebre bechenrenkan/baßmeinegantzeLe- dens-Zeik, niemals einig solcher Gedancke aus meinem Heryc n «ufgrstiegen / und meine Londuire gelcirer; auch bis an meines Lebens Ellde nimmermehr leiten wird indem ewig bey nrir fjV sestellet/ die einmals befth worne(üonventL stetigst in frischer Vedächtnns zu haben und zu handeln. Es waren über dasJhro Königs. Majestät gewisser/zu wettern lMdkröfftGörn s^oei VLN zu fthreitm/ so aber Ihre Eminenz der Cardh M von Radziawsky/ und Einwilligung aller andern Herren Senatoren/ durch eine sehr Däne und höfliche Dancksagung gegen JhcsKön. Maj. Verhindert / urch hierdurch dieselbige von einigen ^Werörwnikus abgewandt. WoraufJhro Körrigt. Majestät nacher Vilna aufge- brschen/ welchem DeroGemahiin anderntags gefolget/ dasiedanu Key ihrer Ankunffc mir einem prächtigen ^ppsrac empfangen wor- Eine halbe Meil von der Stadt warteten auf Jhro KZn-'g. Maj. EiBsiung Reum und Dragoner/ wie auch eine große Caroff mit wohl ausge- des Köniqs putzten Lacqmyen und Trabanten/ in welche sich Jhro König!. Majest. Ä r»- bevDeroAnkanffr gantz allein sttztt.'Vor ftlbiaer fuhrenJhr. Gnaden der Herr Unter Cantzler / und Marschak des Grbß ffurstenthums Lit- kauen / Jhro Gnaden der Herr Waywod und der Herr Bdoffvon der WMe welcke bsyds Jhro König!. Majestät aus der Stadt/sW-ge imNamen dieses Landes zu bewiNommen/entgegengLfadren/wstbey zugleich eine grosse Aurahl von Carossen mtt gewc,ea / umerfchiedlicher kittauischer Herren / so gleich falls Ihr. Königs- Ma,eftat entgegen ge- Am obgedachten Ort fand sich auch die Obrigkeit der Stadt ein/ undöberreichtedsr^nciic^, mit einer zierlichen Orsc-onchieSchlüffe!/ welchem Jhr.-Gnaden der Herr Unter Cantzler des Groß Furfien- khumsLütamn antwortete. derKönigaber bliebe sitzen. DreBürger- schafft undZünffte waren zu beydenSeiten/aufcme guteVierrelMest von drr Smdt ransitt. Vcy dcr ersten so gencmnten KudmWn Ehre n> 5 ; 6 R>öm. KLysirl. Mas, und der- hohenAllnrten ren«Pforte/liesse sich die Capelle mit einer schönen Music hören/bevder andern am Marckt/ward aufdem Umgang des Rahthaus-Thmnmit trompeten triumphirtstey der dritten triumphirten gleichfalls die-c». clemici; Key St. Johannis Kirche prasentirten die Jesuiten emeMu- Pc in Form eines triumpdirenden Oi^Iozi oder Gesprächs durch die Studenten oben auf der Triumph-Pforte/ unten «im durch die P P Jesuiten sebst in Academischen Apparat/und betvillkommettnJ.Kön.' Maj. mit emnOsrion. Unterdessen ward aufdem alten Schloß - Berg das Geschütz unaufhörlich gelöset / unter welchem Frohlocken der König bey herannahendem Abend nach dem Schlosse und der Cathedra! Kirche fuhre/all, wsderOrchnsriusmitall>,rGeistlichkeit / im Pontifical Habiterschie- L- -M selbst er von dem Herrn Kolovic / benennten Smolenskischen Bischoff M bewillkommt wurde. Endlich wurde das re veum chsuclsmus gesun- gm / und muste selbiger bey Fackeln wieder zurücknach des Herrn Sa- 'Md woysken Pallast kehren/allwo er logirte. Bey dem Einzug ist alles tvol rM hergegangen und voller Freude gewesen / auch hat nicht allem das ge, Wßsl meine Volck auf dm Gassen / sondern auch die Vornehmen / bevorab das Frauenzimmer / welches in denen Fenstern/ wo die Passage gegan, O L gen/gel-gen/und Ihr. Kön. Mas. mit stetem Zuruffen Vivsr Lex na- Usich Uer; Glück gewünschet. A Allhier verweilte Ihr. Königs. Mas.und hatte an dieser Stadt/ N m Dero Geg end und Landschafft ein gnädiges grosses Gefallen / weßwe- rW gen er öffters daselbst herum erlustirt; wie dann auch von denen Grös, festen dieses Landes/ihm mit aller unterthänigster Ehrerbietung und Hch Königin Respectgehorsamst begegnet worden. Endlich verreiste er wieder nach dvlen reist Warschau / allwoftlbjihin er den Tcrmitt der.jugiciorumansetzenlast KM tckau^^^ ; da sich dann auch nach undnach viel grosse Herren/sowol aus der zM ^ ' Kron/als Littau ejngcfunden/um denen OonNiiis publicis beyzuwoh- nen/und in denselben/sonderlich was den Feldzug betrifft/einen gewissen Schluß zu machen. .. Schlichter Zumal da eine genaue Nachricht/ diesen Bericht von Cammiecr Zchchnd m eingelrefert / daß alldsrten der schlechte Zustand von der Türckischen Lgmiüirc. Guarnison noch immerrontinuire / so/daß nicht allein der Mangel der ^ Lebens-Mittel sehr groß sey / und die Lipker ihre Pferd wiederangreist ieiM ftn/ihren hungerigen Magen damit zu sattigen/sondern es müsten auch die Janitscharen schmäht beiffen / indem der gemeine Knecht kaumem H Pfund Prod von Rocken gcbachen/den Tag über bekomme/ dessendit dckicaten Türcken nicht gewöhnet / sondern insgemein zur tWE !ot!M -/-Ai 7cÄ« ,«»F § ü,'». T riumph- leuchtend er Rrie gs-Helm. Dritter Theil. x; y Epriffe/Weitzen und Raiß gebrauchen: Uber dieses seye auch vis Uneinigkeit der Gemeine/gegen ihreQfficirer sogroß / daß sie fast täglich unter einander Hand-gemein werden/daher dann der ohniangst hineingekommene Basta genug zu steuern habe: wr'ewol sie auch nicht viel auf denselben geben. ^Es vertröste sie zwar dieser mit einem starcken 8ue- curs, so ihnen der Sultan Nuradin in kurtzem zubringen solle; weil sie aber die böse Beschaffenheit der Ottomannischen Regierung/so wolm Krieg-als Staats-Sachen/zugleich auch wohl wissen/daß der Sultan seine grosse Hoffnung/den Krieg in Ungarn krafftiglich dieses Jahr zu sühren/aufTartarische Hülffe gesetzt habe / als finde der Basta bey denen Widerspansiigm wenig Credit; und ftye auf diese Weis das Reich mit sich selbst uneins/und daher dem Fall desto naher. WorausJhro König!-Majest. beschlossen/unter dem Geleite des König rv» Höchsten/in eigner hohenPerson der Campagne diesesJahr beyzuwoh-d>ß Iabr nen/ um dieses schon durch Hungers Noht und Aufruhr bezwungenes,? ^ Caminieck/der Krön wieder einzuiiefem / und durch dessen Eroberung^ die Ukraine undPodolien von denen Türck-undTartarischenRaub- Thieren zu säubern. Damit aber Caminieck in diesem Hunger und Kummer-erfüllten Zustand bleiben möchte / als erthsilte Jhro König!. Majestät Ordre / allenthalben aufzupassen / damit nicht der listige Feind/durch Zufuhr des Proviants / dieses Nest wieder verstarckerr möchte. Es war auch diese Vorsorge nicht ohne Wörckung/ indem kurtz darauf Nachricht einliefe / daß eine Patthey von 2000. auserlesenen * - Tattarn unter Dzieman Saydock/ aus derWallachey/schon mit 50. Wägen Proviant gegen Caminieck ausgegangen/denen dann die Pol- nisch-beorderte Trouppen viel Ochsen und Pferde abgenommen/weilen aber die Convoy zu starck/mcht gar überwältigen können ; bis endlich Herr Dimidesk» beygerücket / mit seinen Trouppen sie tapffer angefallen/auch selbst in Person gejochten /1 soo. Wagen mit Proviant ohn- gefthr erobert und verbrandt / und zum dritten mal mit dem Feind getroffen / bis endlich aus Caminieck sireiffende Tartarn darzu gekommen/da dann die schon ermüdete Polen/auf einen frischen sehr starcken Polen bei Feind angehen/ und also mit Gewalt/ aus übersetzter Macht/ das Feld komme« räumen müssen / und sey zwar Herr Dimidesky nicht von leinen Wun- «tolle, den gesiorben/sondern als ein alter Soldat/wegen Verlust seiner Völ- cker/insondecheit seines Sohns/ ss> für seinen Augen geblieben/im schönen Venetianischen Pantzer / nebst vielen alten Towarsischen / verschmachtet ; Worauf ihm die Feinde den Kopff abgesäbelt/ und dem Basta zu Caminieck prasentirt / welcher dem Überbringer/ aus lauter Vytz Frohlok- wird kSrsnd steckt §4? Röm. Rä^ftrk. Mas and der- hohenA llürten Frohlocken über denTod dieses Cavalliers/vsn deme dem Zeindsöaröe str Schade und Abbruch zugefügt worden / so.Ducatengeschencket/ und seyen die übrigen Gefangene mit einem grossen Triumph/jedoch von dem Ruhm ihrer tapssern Gegenwehr begleitet/mCaminieckemM führt worden. Diese unglückselige Zeitung stürmte nicht allein in Warschau aus die Polnische Herren-Versammlung loß/ sondern sie hatte noch dies? rrmbonlatrübseelige Begleiterin mit sich/ wie daß die Stadt Trembouia auch die -in Grimmigkeit dieses Feinds gekostet / indem sie/meistentheils/ in die A- nd ge- Mn gelegt / die Inwohner theiks niedergehauen/ theilö in die erbarm, l' sschsie Sckaverey entführetworden / ausser etlich wenigen/so sich in das Schloß salvirt/ und das Leben zur Beute mit hinein gebracht. Welche unglückliche Nachricht dann die Polnische Gemühter sehr bestürtzt/ und genöhtigt / bessere Anstalt zu kunfftig-zeitiger Campagne zu machen. In Ungarn hingegm/war aufdaS beste alles eingerichtet; die beorderte Regimenter hatten sich bereits wieder eingefunden/ denen auch die hoheHäupter folgten/und ausserst Verlangen trugen/dem Feind bald ihre Feindschafft zeigen zu können. Niemand ermangelte/mit jedermanns grossem Verlangen/ als des Kayserlichen Krieg-Heers Atlas Ihr. Hoch-Fürstlichen Durch!, von Lothringen / so bisher seine Schultern dargeliehen / und alles Beginnen dieser Siegs-Armee unterstü- «ranckbett tzet/ welche Fatiguen ihn Sann aufdasBette niedergeworffen / und des Her. theils mit verdrüßlichem Fieber und andem Schwachheiten/fo sehr ab- eine incision in das so sich gesammelt/zu machen / woraus dann bey geschehener Oeffmmg viel Materie gelausten/und er sich also- bald daraufetwas besser befunden/und die verloschene Hoffnung zu seiner Mieder-Genesung wieder entzündet. Weil aber bey so desperatem Zustand Ihr. Hoch-Fürstlichen " Durch!, von Lothringen/ ein Ober-Haupt bey der Kays- Preiß-Armre Mir.Bav in Ungarn erfordert wurde/als ersuchte man Jh. Chur-Fürsil-Durchi. !W Witz »W »il itUi AeV, A «sz M :M- L§! AZ^ «Lk I§- _T numphr-leuchtender Rn egs -Helm. D ritter Ther'k. f4 f so furchtbebend/ zumal er schon vorher bey 8000. Mann verlohrenhat- te/ daß er das Lager- aufhub und gegen Thracien seinen Abzug nähme/ ^A nachdem er diesen Ort / bey 7. Monat lang/vergeblich geängstet/und Schimpf aber gehörter Massen nichts als Schade» und Schande zur Ausbeute für-Delqra» bekommen hatte. abzieben,. Als der Ehegierige WütrichSultan Mahometdes Griesstschen Mahsmeo Kayserthums sich bemächtigt/wurde er hierüber so trotzig/daß er sich rückt such öffentlich beruhmen dörffke: Er wolle es bald dahin bringen / daß/ ^ gleichwie ein GOtt im Himmel/ also er allein aufErden regieren folte; ^ und es werde imkartzen demTeutschen/ als wie dem Griechischen Kay- ser blutig gezwager werden. Er versprach auch schon denen Kriegs« Leuten/ daß erihnen gantz Teutschland und Italien preiß geben wolte. Diesem seinem Hoffarts-Traum nur» nachzusetzen / weil die Stadt Griechisch Weiffenburg ihm im Weg lag / nahm er ihm vor/dieselbe erstlich zu erobern. Zu vorhero aber fiel er mit einem Kriegs-Heer irr Serbien/ überzog den Despoten / nähme ihm Neubü rg / und andere Veste Berg-Städte ab / und bemächtigte sich also der herrlichen Gold« und Silber Bergwercke/wodurch dem Despoten die Kriegs Nerven Sdgehauen worden. Wie er nun gantz Serbien erobert/ begehrte er an die Ungarn/ Hm die Stadt Belgrad/ als welche zu diesen Land gchörig/gbzutretten. Als man ihme solches abgeschlagen / käme er im Jahr 1456. mit 150002. Mann und etlich 102. Schiffen vor der Stadt an / Md br« tzunte dieselbe zu Wasser und Land hartiglich zu belagern. DerPabst wol erachtend/daß der Tyrann seinem Kriegs-Gluck Wider die Christen nacbsetzen würde/ hatte hin und wieder das Creutz predigen/und die Christen wider die Türcken aufmahnen lassen. Insonderheit schickte er einen gelehrten und wolberedten Francistancr» Mönchen sokÄnnem LspittrEm in Teutschland/welcher überall»« denen Städten predigte/ die Leute zur Buß vermahnte / dm Pracht, Geitz/ Schwelgerei) und andere Laster straffste / Karthm/ Wurffel imdSpiel-Bret auf öffentlichem Marckt verbrannte/ und mit dem Türcken drohete/wo man sich nicht bekehren wurde. lolEnes Oorvinus, der bey König Ladrslao/oder vielmehr be» deffen regierenden Grafen von Cili / seinem Todfeind / keine HM sahe/sammlete in Evl bey 3000. Reisigen/bey weichem Lsp-lkLnu« «it4öv2.Creutzchezeichneten stiesse/setzten dieses wenige/aber auser« iesene Völck/ mit Proviant und Munition / aufs Schiffe/und führe» damit die Donau hinunter/die StadtBelgrad zu entsetzen- Selbige war mit zweyfachm Gräben und Wallen/ auch mit hohen Mauer» 54 6 kNaj. un d der- hohen Alkirrten undThürnen befestigt: weiche aber Mahomstmeist zerschoffenU zur Erde gefastet/ auch den Beiägerken alle Hülff und Zufuhr Musch neiden/ beydeSttöhms die Donau und Sau mit seinen Schiff-,, bedeckt. " AIS das Christliche Schiff Heer der Stadt genähert / und solche e-Et^rl. E» übel zugerichtet fand/auch von dem unaufhörlichen Schieffm/ g'r«-. " welches biß nach Seddin erschalket/den Rauch aufgehen sähe/ wurden sie mitiepdig sb der aussersten Gefahr ihrer belagerten Mic-Ehristen/ und beherhten sich zugleich dermassen / daß sie selbige zu entschüttem alsobald in guter Ordnung auf die Schiffe loß giengen. Weil sie den Strom zu Hülff hatten/auch so mm big und wütig ansatzten/körnen die Türcken diesen harten Anlaufs nicht Stand hallen/sondern sie wurden getrennet/ verlehrcn bey roo. Schiff/ so theils versencket/theils gefangen worden/und musten dieHülffe in die Stadt forkrucken taffen. Mahomet befähle die übrige Schisse zu verbrennen/und verachtete dieses geringe Häufflem: onbekrachtet mir was Mannheit sie sich durchgeschlagen hatten- Er redete auch Schimpflich von feinem Wüter/ als man ihm tagte/ wie daß derselbe vor r s- Jahren/ sieben Monat lang/vergeblich darvor gelegen wäre / und drohet? vermeffemlich/ es sollte ihm innerhalb 15. Tagen / Stadt und Schloß der Erde gleich geschleiffrt ligen. Darauf befähle er/ icderman sollte sich/auf folgenden Tag/zum Sturm bereiten; und theiite sein Heer in unterschiedliche Haussen / Vorhabens / die Müde immer mir frischen Entsatz ab- wecbslend/ vom Sturm nicht abzulassen / biß die Belagerte abgemal- lct/keine Gegenwehr mehr thun könnten. Lorvinus hingegen machte/ durch diesen ersten Sieg/denen Cbrh »ÄllÄ M! MN Ä!/l!ks Tapferkeit derer ja VelMö. ern /vertheilte das Kriegs-Volck in die Posten / ließ mehrere Stucke aufführen / und verordnete allerseits / was vonnöthen war. Am Morgen des folgenden Tags war der 47. der Belagerung/ fiengen die Türcken mir grossen Geschrey an / Sturm zu lausten/nachdem sie vordern Tags die äussere Mauer gröfferenTheils zur Erden geschossen/ und damit den Graben ausgefüllet. Also kamen sie etliche mal auf den Zwinger / wurden aber allemal wieder hinausgeschlage». OaMrLnus stieg auf einen Thurn/ mit dem Creutz-Fahtt/schwangt denselben/ und ruffte zu seinenKreutz-bezeickneten/ die mehr am Ge- mütk als Leib gewaffnet waren/daß sie ihrLebrn vor Christi Ehr uns der Christen Heyi nicht sparen solken. ^ . Eorvinus ftperte auch nicht/ lief von Posten zu Posten/ bäte uno krU >m/koir Roivn _Triumph-leuchtende r ArLeg s-H ekm. Dritter Ther7 . My geböte/lobire die Tapftrn/und schalte die Furchtsamen/und vermahn! wart undHülffe/ diesen Feinden ihre gewöhnliche sieghasste Dapftr- -keit sollten zn fühlen geben. Er thake auch selber/ was er redete/rennte unter die Türcken/ wo sie am dicksten stunden / zertrennte dieselben/ stach/ und hiebe nieder/ was ihm in Weg stund/ und zeigte sich also zugleich einen erfahrnen Haubtmann und strengen Ritter. Solcher Waffen wurde die Stadt einer Seils wütig gestürmet / und ander Seits mmhig beschirmst. Etliche Türcken Hessen aufdieThürne an der Mauer/die Ungarische Fahnen herab zu reissen/ und dieTürckische an deren statt auf- zusteckm; aber sie fanden daselbst Leute/ die sie über Half; und Kopf zurück abfertigten. Es war unter andern ein Ungar/ welcher als er anders nicht dafür seyn können / den Türcken und seine Fahnen umfasste/ und sich mit ihm vom Thum heradgestürtzt. Als man den gantzen Tag Mochten / und es nun Abend werden wölkte/ ließMahomct einen frischen Haussen an'aussen; mit Befehl/ daß so im Anfall sie ja zurück weichen müsten/sie sich fluchtig stellen/und die Nachjagende etwas ferne von der Stadt/damit er sie davon aus- schliessen könnte/ ins Feld locken sollte. Eiieser Anlaufs war so ungesiümm^ daß die ermüdete Christen solchen nicht ausdauern noch denen Feinden verwehren kundten/ daß sie nicht Mitten in die Stadt auf den Marckt gelangten. Aber Eor- vmus beriefe seinen Schwager Michael von Zlag/Ladislaum von Ca- nisa/Sebastian von Rosgon/samt andern Hungarischm Landherrn dörcke» sich wieder zur Stadt hinaus machten/ und also mir Hellen Haussen die werden s» Flucht gaben. Es hatte der Sultan zwe» Lager / das eine an der b'-Mucht Sau / unter des Bassa von Asien Aufsicht / das andere an dex^"a"> Donau / woselbst er sich in eigner Person befände/geschlagm. Wie nun die Türcken flohen / wurden sie von denen Creuß-be- zeichneren/ biß an das Asiatische Lager verfolget. LaMrAEcher von der Höhe des Sultans Hmderhait sähe/ wollte die Seinen zu ruck halten,konte aber bey solchemGcschrey und Getümel nicht gehöret werden. Also ward des Bassa Lager geplündert und angszündet. Der Sultan fchwunge sich mir demNeisiZen-Gezsug/aus sememLager/deneChristen 548 Rom. Mas rmd dero hohsn^stlrireen d e Wiederkehr nach der Sradt abzufchneiden. Als CorvlnusW vsrmerckte / fiele er mit feinem Haussen hinaus in des Sultans Lager/ und ließ das Geschütz/theils vernageln / theils umkehren/ und gegenderr Feind richten. Die andern hatte Capisiranus auch zeitlich wieder^ rücke g'holet / ehe der Sultan sie umringen können/ welcher nun seine eigens Stücke auf die seinen donnern börte/und solche sich zerstreuen sähe- Mahsm-t Indem er nun herum ritte / sein Heer wieder in eine Ordnung zu wirs vor versammle«/ ward er selbst mit einer Copie ins lincke Aug/oder wie am DeUras dsre wolkn/ (welche für pupülSj v^iüä lesen/) in die Brust unter den «mVBMt. ljjMn Dütte mit einem Pfeil (vielleicht durch Irrt hum in der Demme- runa/von feiner eignen Kriegs-Leute einem/verwundet/und vom Pferd gestürtzt / daman ihnfüctodtinsLagergetragen. Hierauf erfolgte die völlige Flucht dcrTmcken / denen die Christen tapffer nachhieden/ und eine sehr grosse Wenge erschlugen. Sie wurden aber durch die Nacht vonemander geschieden / und Cmvikws kchm wieder in die Stadt/nachbem er die Stücke vollends vernageln lassen. Dieses Treffen geschähe den 6. Arrgusti/welchcm Monat sonst dir Türckm/vor ihnen glücklich achten / aber Vißma! nickt befanden. Sie wollen im Lager des Morgens nicht erwarten/ sondern zündeten dasselbe an/und führten ihren ohnmächtigen Sultan nach Sannon/ eine an dis Sau nächst, gelegene Stadt; als er folgenden Tags wieder zu sich selbst gekommen / und die Niederlage und Flucht der Semen erfahren/ kunte man ihn kaum zuruck halten daß er sich für Scham nicht silbst ermordete. Niemand öursske dessm mit keinem Wort mehr gedencken: und so er selber sich dessen erinnerte/ psiag er zu scuffzen/zu knirschen/und Verlust desh(>i Part zu rauffen. Er soll bey 40200. Mann/damnker viel vor/ M«home-ö Türcken / wie auch der Bassa aus Asia gewesen / verlohren haben. Also ßohe er mitSchanben / der mit so grossem Trotz ange- ' kommen/und müsse für dieser Stadt unterliegen/der gantz Ungarn und Italien ihm unterwerffen Wolken. Kurtz hierauf endigte Corvinus und Capisiranus auch ihr Leben/ nachdern sie noch zuvor durch ihre tapffere Anstalt Grreckisch-WeWk- burg/ aus den Rauber-Klauen des Türcken entrissm. Graf von Cm/ des Corvini Todtfeind/ spornte König Ladislaum an / sich nach Grisi Mnig ka- Wx rauf dann der König nach Futach verreist / ailwo ihm Ladislaus Eritchisch- ll M jk! ' .Sch Wlht t«; s thri wvch T rrumph --ienchtenderKrieZs-- Hekm. Dritter The r'l- Griechisch-Weissenburg zu rucken/ und dasclbit die vom Feind eroberte Dagen worden/zu besichtigen Kreutz-Bezeichnete mit siss) gebracht/ würde ihm und den Ungarn das Schloß abdringen / dasselbe und alle andere Sradke M Deutschen besetzen/ auch ihm und seinem Bruder allen Gewalt entziehen und diß alles / auf desGrafens von Cili Anstisskung. Ladislaus ward ob dieftr Zeitung unlustig/serdrucktZaber,doch den WiderwiileN/unS unterrcd-- te sich derentwegen mit etlichen ^ungarischen Zand Herren / die er ihm vertraut/ und dem Grasen gehässig keim: Die wurden hierob nicht we- wch Md ihm selber das Liecht auszuloschen. iekri! Ms nun der König zu Griechisch-WeiOnbürg angelangt/ ward Wislass !dörki er vom Ladislas / der dahin voran wieder abgeleitet / mit feinem Hof-- ward vom ! Staat in das Schloß ausgenommen: aber den Creutz-Bezeich necen/^^^w derer des 400a. gewesen / ließ et die Stadt- Pforten Verschlüssen / und ouNM-M 'Sir k befähle der Besatzung / Tag und Nacht / mit dem Gewehr/ in Bereit- rkÄ schafft zu stehen/damit sie nicht etwa» von denen Teutfthen unterdrückt würden. Dem König überbrachr und überreichte er die Schlüssel zur Mi Schloß-Pforte/ und bate/Seine Majestät welke dieselben / welche sein «Ä Vattetmit so Harker Mühe/die ihn zum Tode gefördert/ aus des Bar« barischen Ferr.dcs Fäusten gerissen/nun selber iNVerwahrung nehmen/ ^ aber ja nichrdem Feind des Corvinischen Namens/ dem Grafen von il ^ -ist!- ü>ki-« ff Cili znstrllm. Er wisse wol/ da ß dieser Graf/ ihn und feinen Bruder bey Seiner Miestät heimlich verunglimpfe / auch um Ehre und Lebenzu bringen trachte: Weßwegener/ sich vor ihm zu versichern/das Kriegs-Völck von der Stadt ausschlieffrn müssen. Nun sep seinesVattersTopft serkeituNvTreü/nicht nur Seiner Mai'estas/sondern der gantzcn Welt bekannt f in dessen Fußstapfftn sie / dessen Sohne/ zu 1 V ttcn öder zu leben begehrten:Und hingegen mrhöOen/S.'me Majestät werde/zu Belohnung der Verdienste des Vatters / die Söhne in König!. Schutz nehmen. Der König ließ ihm diese R.de nicht mißfallen/sieltte Ladi's- lao die Schlüssel wieder nt und befahl ihm/ solche als Burg-Obrister zu verwahren/und sinss Vatters Amt d-ss its M:t Vatterlichcr Tugend zu verwetten; darbcy ihn seiner Gnad verjtchrend. und daß er durchaus vor niemanden sich zu befurchten habe^ ZLl S -so L^^serlMaj. und devo hohen MAM Allein das Blatlein wendete sich bald / und muste LadDläusH cher des Grafen von Cili verrahterische Anschläge aufdas Hunia 2 . Haus entdecket/mw darüber hingerichtet worden/ungeachtet/ihM^, t' "Ä >W« , Pund sein Bruder Matthias den Kärcker hüten / dis ihn endlich das Muck aus dem Gefangnüß auf denTrohngeführet / undseine Fessel» mit dem Scepter und Krön verwechselt. .. Im Jahr 149?. erlitten die Christen bey Madruz inJllyrken eine grosse Niederlage/ und ließ der Türckische Bluthund BaffaJacupin Bosnien allen Erschlagenen die Nasen abschneiden / derer 5077. gezeh. let worden. Diese Niederlage hak zwar Kimsius/ Stadr-Obrisier zu Gn'echisch-Weissendurg/ nachmals dem Türcken wieder vergolten/in» deme er des Ali Beegs beyde Schlösser bey Semender in Mosten erobert/und seinen daselbst verwahrten Schatz Beut gemacht / auch Bulgarien (wiewol er vom Schlag gerührt/weder reden/fthen/noch gche» »arte konte)! s. Tage lang durchraubet. Da indessen etliche Soldaten in Straff Kl-seiner Abwesenheit / dem Türcken Griechisch-Weissenburgeinliefern Ei wegen wollen ; mit denen er eine greuliche Exemtion bey entdeckter Verrathe, t/rcn!u ' fürgenKmmen/einen nach dem andern braten/und von seinen Geftj- Trlgrad. len aufzehren lassen/ bis aufden letzten/ welchen der Hunger selbst abge- wurget. Doch unterließ der Türckische Frevel nicht/noch «nehme Benähter aufzusuchen/deren er sich in Griechisch-Weissenburg Eroberung be, dienen mochte/allein die unvergleichliche Nachricht Kinisii/machte abev- mal diesen Anno 1494. gemachten verräterischen Anschlag zuSchan- den/und vernichtigte der Türcken verräterischen Anfall. Bis endlich im Jahr 152 r. der Türckische Kayser Solymarm/der ungeheure Mord-Hund/dafür sich lagerte/und ihm einvomChur-Für- stenthum und auch zugleich von seiner gebührlichenTrcuAbfalliger Aw ieitung gab/dieVestungzu untergraben/auch dis Thraces oder Ratze» heimlich mit dem Feind von Übergebung der Vesiung tracti'rtrn / da dann also diese fürtrefftiche damals übel versehene und versorgte / und vom Kayser Sigismund durch Tausch vom Georgio Despoten in Thracien / durch etlicher Hungarischen Städte Verwechslung / zu seinem Königreich gebrachte Vestung/durch Ubergab / die er gleichwol ErstzMng nicht erhalten / sondern die Besatzung niederhauen lassen / den 29. Au- gusti erobert/ und bis aufdiese Zeitin Händen behalten / welchegleich- wol/wie nachfolgende Zeilen zeigen werden/ als eine Garbe dieserMt- gen Sisg bereicherten Kriegs-Erndte dörffce eingcsammlet werden. Ol« k«Wi WI^ chikk »Tx D- Allei» «HL 7 »« Trüimp h-revchtöttb erRrtegs^Helm. DrikterThess. M ' Mein die Folge unserer Kriegs - Geschichte ruffet uns wieder nach dem General Caprara sich zu verfügen; dieser hatte bey der wegen Verlassung Jllocks gehaltenen Nachricht / dem Herrn General Ma- jorHaußker/ denen nach Griechisch-Weiffenburg flüchtig eilenden Brechen nachrchauen beordert/ oder aber/wegendes Gebürgs/und weflen pje Türcken schon zu weit voraus gewesen / nicht recht beykommen können / und dahero weil auch die Armes so weit zurück war / und wegen des schlimmen Wegs dem Marsch nicht beförderlich' diese gehoffte Beute müssen entweichen lassen. Dessen jedannoch rmgeachtek/haben sich einige Trouppen Huffarm ihnen nachzufttzen erkühnet/deren Hertz, haffugkeit auch mit ro. beladenen Wagen/andererBeute/und euichen Gefangenen ersetzet worden. ÄüU Wir gossen dem geneigten Leser ein nicht verdrießliche Arbeit hier Taqs-Regi. mit eimmücken/ wann wir demselben den täglichen Marsch der Armee/ ster der von dieser Begebenheit an / wahrhafftigst erzehlen. Den 8. Julii nun ^- 1 ' movirte sich die Armee gegen Vurschin/ da in wäbrendem Marsch ein Hussar zu dem Herrn General Major Styrum/ se die Avantgarde hakte/ sich verfügte/ und ihm anzeigke daß jenseit der Sau der Hassan Baffamit 4 ooo,Rätzen stünde / der gewüteten Meynung/ so bald dis Unsrige über die Sau passren würden / zu uns zu stoffen. Uber diese jetztbemMe ff fauch folgende Nachricht ein / daß an der Sau mehr nicht als dreytauftnd Tartarn stündsn/seidigenFlußzu bedecken/und denen Christen den Ubergangzu disputiren. M! AÄl >sl' r-'- B Den 9. dito kam in dem Lager bey Butschm der Cbm-Vayn'sihe General Serini an/ mit Bericht/daß dieChur-Bayrische Vökcker bereits die Brücke bey Erdöd passirt / und also in wenig Tagen dis Con- junction geschehen könne. So langte auch der vor verlohren geschätzte Chur-Bayrische Obriste Graf Arch an / berichtend/ daß dis Türckifche Parthey / ihn mit seinen Leu ten unweit Madrutz im Gebüsche angcsal- lrn/daß er gezwungen gewesen/ sich mt den. Scinigen in einen Morast/ so auch mit Gebüsch umg chm gerw sen / zu rsrmrcn/ und wäre er erliche Stunden lang alio gestanden / da dann von bepden Seiten tapffer Feuer gegeben worden / worüber er einige verlohren/als ibm aber dis Türcken nicht weiter beykommen können/ hatten sie ihn endlich gegen Abend verlassen. Den r o. bis rz.Aulii ruhete die bisher durch verschiedene hin und - Hermarsch abgemattcte Armee in etwas auö/rrnd erwartete die Chur- Vayri- Llii f 5 2 Röm Läysirl. Mas . u nd der- h-hen A llttrke« Bayrische Trouppen/ worausden 2?. und 24. dito mit Berfänia^ Der Schiff Brucken Ley PcLerwarabsin beschafftigt / und mitM^ M gung der Tr erobert, paffirt / welcherOrt so ein gemauerteSSchloßvonHortheilhaffrerGi, M« tuation / an der Stelle gelegen / wo die Tdciß in die Donau fällt/ mit Accorv sich ergeben / und die zQo.Janitscharenund 8o,Spahi/ wo- mit es besetzt gewesen / zu Wasser nach Griechisch-Weissenburg abgr- Ol-ui zogen/ der darinnengefundene Vorrath/ beliefsich auf hundert und ze- D hen Centner schlechten Mehls/ funffzia Metzm Waitzen/etwasMuni- Br;> Lion/ so unter dis Besatzung auögetheil.t worden/und iL. Stücklem »-Ssd« Geschütz. Und ist durch dieses Platzes Bemächtigung / bas gantzs Mftrl Land zwischen der Donau/ und cheils unfern Fouragiren sicher unk ftey gemachet/auch die völlige Communication restablitt. HUr «jl,! Den 26. Julii ruhetetzie Armee noch aus / und setzte man die W «W beit der Trenchementeneifrigstfort / und brachte aller Orten kleine KM Schiffiein zusammen / über die hin und wieder sich befindende Moraste Brüchen zu machen / und darüber ohneHindernüs gehen zu könne». So machte man auch über dieses Anstalt / grosse Schiffe aufRäderz« itzM ,,, i^and ans dis cs^an IN drinasn dsr c->nrsnrian/(?alt!snia» k.«.... sich der feindlichen Brücken/ so über die sogsnannte Zigcuner-Jnselge- A schlagen / nicht soite bemächtigen können / eine andere zu schlagen/ und die Passage gegen Griechisch - Weiffenburg deßfalls ins Merck jt» hjidG setzen. Bewillkommung der Stücke bewillkommet. Eben dieft hat derGk neral Baragocw mit 400. derSeinigen/ und roo. commanoirttn Croatm eine glückliche Pmrhey wider die Türckengethan; Dannms Nuk- Den rß. dito Nachmittagslangte unser teutscher Hercules /Ms D»y-r». Ehursürstl. Durch!. aus Bayern ausder Donau bey der Armee zu Pe- roger an"'terwaradem an / und ware'mrt ungemeinen Freuden -Jauchzen unter tznZl, -R -r«L L^lG -sch >»8lli lit Um LÄr^ Ä E -4 Trk üWH - leuchtender Rn'eM -- Helm . DritKrTheil. ffz diese ohngefehr 500. siarck / der Gefangenen Aussage nach/meistens pcave Officirer / unter LoMwan^o des Jenghien BaffäOommen- cirnten tavoriten/McheMt Aga genannt/ so sein bester Parthey- Gänger gewesen / über die Sau - Brücke. pEret / mir Befehl / Gefangene mitzubringen/hatts es denen Christen sogeglücket / daß dcrMe-m,.^^ hein^o'eichbey den erstm Angriff geblichen/ die übrige in höchster <.o„ Imch " fulion zur Leriracle gezwungen / und I z. Gefangene'/Nebst 11. Köpf des Pen«. fen/ worunter gedachten berühmten Parthey-Gängeks seiner gewesen/ sozis» eingebracht worden-Jcdoch ist Kayserl Seiten auch dertapffere lttusa Laroli der Letzte seines alt r berühmtesten Geschlechts / neben noch zwey andern geblieben; 2; über beschädiget wMen- Diese Gefangene / worunter auch ein Tartar befindlich war/Mfen bey harter Anstrengung aus / daß ihre Armee 20. biß 25200. Mann siarck ware/und noch zoooo. Mann unter den Groß - Vezier kwartet würden / der vestge- stellten Letolucion, denen Unsrigen die ksstags über die Sau aufs ehi- ste zu ciispuciren / zu welchem Ende sie sich auch siarck zu verschantzen begehrten- DM29. dito fieug die Ärckie von Peterwaradein an/sich zu mo- vlren/ da dann der March biß nach Michaloczka eine Meile von Peterwaradein fortgesetzt worden/die nach Titel Commandirte wieder zuruck Knmen/ und zur Armee gestoßen. Weilen auch zu gleicher Zeit von Printz Louisein Erpresser anlangte / und verlangte mit etwas wenigen verstarckt zu werden/als aerackitte man unter den Printzen von Sa- voym das Hannoverische Regiment zu Pferd / nebst dem Mecklenburgischen/ und 4. Compagnien von Nigrellischen zu Fuß / zusammen 4200. Mann / zu gedachten Printzen zu stoffen / die dann auch alsobald abmarchirt/und wie hierbey mit ihnen eine Zeitlang von der Haupt-Armee abweichen wollen. Der tapffermütige Printz Louis hatte sich indessen nach Possega verfüget / allwo ihn das Gerücht mit dieser angenehmen Zeitung benachrichtiget/ daß der Obriste/Graf von Hofkirchen/als er Kundschafft bekommen/ daß an einen unweit der Sau gelegnen Mßlein/ drev kleine Schifflein stunden/ selbjge bchder Nacht durch ? oo. Heydu- cl'en über Land / biß obbesagten Strökm dringen / und weil er neben den Grafen Jrini mit 800. zuPferd / und 222. zu Fuß nachgefolget / in selbiger Nacht die z 20. Heyducken übersetzen lassen/ welche mit angebrochenen Tag die Wacht zu Brot überfallen / und nidergebauen / auch Obrist «inen solchen in den Stadtlein gemacht/daß die Turcken / so Horche,, noch im Schloß gewesen / in höchster Besturtzung meistens ohne Be-überfallt Mung davon gelauffen/ wiewol deren ins 00. Mann vidergehauen / 554 Röm.Rayserl MasundderohohcnAUrrrk m/ viel Weib und Kinder gefangen / hingegen über -so. TeuM^M, Croaten aus der Gsfangenschaffi erlediget worden: woraufdarmdjeie Heyducken Posto gefastet/ 2. Turckische grosse Schiffe abgehefftet/M mit solchen die noch jenseits gestandene Reuterey / so aber ihre Pferde zurück gelassen/übergefuhrt/und den Platz in i z 00. starck besetzt haben Es hatten aber die Türcken in selbiger Le vier sich starck veM...Äetv und ware darauf 8000. Mann für Gradiska - Brot gerucket/ da sie »«rcke« dann den Platz gestürmet/ und bereits drey Reuterdes Doppot - Baffa «üffen Haupt - Fahnen anfvie Brust - Wehr gebracht/ welche sie aber sammt «eichm, foo. Todten rurücke lasten müssen / wurde ihnen auch in zweyen Ausfällen noch grosserer SchavWgefügel/ indem selbige aus denen Appro- chen gejaget / und ihr Lager in dererAngesicht verbrannt worden. Dieser Posto ward fast auf 8. Tage behauptet / nachdem aber nebst diesen höchstermeldter Printz Louis von Baaden / gewisse Kundschafft «ingeholet / daß der Feind noch starckeranzofetzen gewillet/ er aber mit seinen Lorpo so eilfertig als es dieFeit erforderte/zu luccuriren nicht vermochte/ als fertigte er dem Obristen Hofkirchen Or-tre zu/ daß er denOrt min>ren/unb sich wiederzurock begeben solle/ welches dann also geschehen / nachdeme er mit einer ansehnlichen Beute / sann in 2 500. gefangenen Seelen glücklich den Sau - Fluß repsLret/ und öffterser-- meldten Printz Louis beyPossega sich vereinbahret/ undmitihm/ alk welcher 4. halbe Carthaunen / etliche Feld-Schlangen und Regiments Stücke samt etlichen Mörseln von gedachten Possega mit sich gmorw Printz men / da» March durch Berg und Thal gegen Sisek fortgesetzt / und koms ge- den letzten Julii zu Siraz angelanget/allwo wir ibn in etwas ausra- betgegk» stenl .ssen;ehbevorwiraberzur Haupt-Armee wieder zuruck kehren/ betretren wir die von Türcken - Besatzungen noch nicht entledigte. von Christlichen Siegs-Waffen aber ringst-umzingelte Ungarische Vs- stul^gen- Und zwar erstlich Camscha belangend/so hatte der/selbigen Platz bIocgmrende/Graf!/3ttln'L5>i einen Ratzen aus derVestung ertappet/ und ausgeforschet / welcher ausgesagt / daß die Türcken über dieser unverhofften dlocguscie sehr besturtzt wären/und ihr Getraid in denen Vorstädten hätten; woraufgemeldter Herr Grafnebenst Herrn Grafen Zechini im Angesicht von der Vestung Camscha/ in guter Schlacht- Ordnung / der erste zur rechten / der andere zur lincken Hand / jeder mit seinen Heyducken und Fuß-Knechten angelanget/biß an die Garten und Vorstadt/ einen Canon - Schuß von der Vestung/Hinangezogen/ allwo die Türcken 5. Fahnen hin poüirt hatten / und machten die gM Knechte viel örsvouren- Doch ob sie schon von derStadtans/l^ Lr MH Btzl»! »/OKI Nd L l ik!i:? k^ifi ?W?> ,LS!^ ^Ä» Lq» 7 ?,i>v -8 Triumph-leuchten der Rn'egs--Helm. Dritt erTheil. 5f5 Canischer vordere abgeschnrtten gchabt/»n selbtger gantzen Gegend zu verbrennen/ Korn vw umdenenTurcken denen benöchlgtenUnterhalt zu benehmen. brannt- Als nun solches glücklichsi verrichtet/ zogen die Ungarn sich gegen den Abend wieder zuruck in die LiocquLcie nach Leere, und hatten weder Leute noch LrgLAe verlohreu/ ausser daß allein ;. Soldaten / so verwundet/ in ermeldtes Lager gebracht worden. Hingegen sind von denen Türcken wahrenden Scharmützel / einige getödtet/ und viele verwundet worden/unter welchen zween vornehme Officier. Als dieUn- gam gegen denen Turcken gestanden / haben sie mit Heller Stimme ge- ruffen und prorett, rt: daß sie die Früchteuicht verbrennen / sondern sich vor GOtt fürchten sollten / als der die Mahometaner auch wegen ihrer Sünden gestrafft habe/weil» sie dergleichen Unordnungen offtmals ohne Mach begangen/ und so viele Früchte verbrannt / und in der Nachbarschafft viel Christliche Kirchen in die Asche gelegt hatten. VonCanischa schreiten wir nachden blocgu irten Groß-Wardein- Allwo hin der Herr General Nigrelli dem Obrisi-Lieutenant Corbelli M denen Teutschen und Ungarn a vsnciren lassen / welche folgenden Tags früh vor der Vestung angelanget/ da dann der CapitainHorbat Zanosmit 1200. Mann voraus gegangen/ deme die Teutschen gefol- get / und 800. Stuck Rind < Vieh / und bey 40c 0. Schaffbekommen / Groß, auch 50. Türcken samt einem vornehmen Aga nideraemacht / und 12. Waradei. gefangen genommen; da ihnen dann auch das Gluck den TSckelischen ^ jA"^ Obristmund der Zeit Residenten in Waradein / Namens Bigie Ge-Mrh. org / weicher die Tartarn zum öfftern in die Grafschafft Zattmar gesüh- ret/ und grossen Schaden gethan/ in die Hände gelieffert. Die Tür, cken/ welche in 2000. ftarckzu / zu Roß und Fuß ausgefallen / machten sich an dieHungarn/ weiln sich aber diese / ihrer Or6re gemäß/ nicht gleich rerlriret/ als merckten die Feinde / daß die Teutschen versteckt legen/und lallten sich derowegen unter die Stücke zu rücke. Mit diesen vortheilhafften Streich vergesellschafften wir noch einen andern / so sich gleichfalls bey dem biocguirten Waradein zugetra- gen. NemlichhöchstgedachterObrist-LieutenantCorbellihatteringS um Groß -Waradein / über die Morrasie/ Brücken legen/und mit Wachten besetzen lassen ; weil nun durch dieses Mittel der ausstreiffen- den Besatzung / ein Zaum angeleget worden / als haben die Türcken sich Wo besser zu versorgen / bey starcker Wacht/alles urrrdieVesiu-g Aa aa - herum- 51- 6 Räm. KL'-strl. Mas. MH der- hohen Allmtsn herumstehende Getraid eingeerndet/ und in denContrescarpenTneM an die daseldst stehende Wasser-Mühlen / unter die Stucke hingchaF Es hat sich aber erwehnterHerr Obrist-Lieutenant bey nächtlicher Weil lernst etlich roo. Husarn und Heyducken/wie auch etlichen Teusschm MMeu zu dahin gewaget/und nicht allein die mit Getraid angefüllte Mühlen/ War'.dein sondern auch das ungedroschene Korn abgebrannt. nerven Ob nun wohl dis Türckische Besatzung/mit mehr als ivomahliger »erbraust. -Lösung/die Ünserigen^u vertreiben suchte/so war eödschttne vergebliche und unschädliche Muhe/ Mlche / weil sie nichts getroffen/ nicht geachtet wurde; sondern mehrgedachter Obrist- Lieutenant nahus sich ,n der folgenden Nacht wieder auf der andern Seite an die noch übrige Mühlen / und legte selbige gleichfalls / samt allen darein gesam- Suarnisöll M^n Getraid / in die Asche. Hierauf thaten die Türcken einen siar- reüÄd Een Ausfall / waren aber so unglückttch/^daß sie über 8 o.Mann aus Aürnch- men der Aayserl DU/»", Sbe! ^eiN-dem Platz lasten/ und mit blutigen Köpffen den Zuruck-Weg kiesen geschickt, müssen; und sagten die Gefangene unter bedreulicher Bezwingung aus/ daß über diesen zugesügten Schaden ein grosser Schrecken in derVe- siung entstanden seye / und daß die bestürtzteIrmwohner ihre beste Sachen ins Schloß gebracht. Wir haben oben die Haupt-Armee den 29 Julii bey Michaloczka verlassen/ zu deren wir uns nach diesen genommenen Umschweiffwieder verfügen/ und das angefangene Tags-Register fortsetzen. Den 20. di- Armee von ^ iangteSie eine halbeMeile vonSolankeme/einem an derDonau ge- »s- Zulu, von den Türcken aber eingeascherten Stabtlem/ an / a8wo Sie Griechisch- Weiffenburg aufz. biß 4 Stunden schon in Augen hatte. Denzr. langte Herr General Caraffa vor seine Person zu Wasser beider Armee an / da dann sowohl selbiges als auch folgenden Tags als Den i. August- ein Rast - Tag gehalten worden; da man inzwischen Verschiedene Trouppen/die Sau/ wie auch die Beschaffenheit des Ufers Diß und jenseits der Dorrau/rewnZnolcireri zu lassen/ ausgeschicket; und folgenden 2. und z.Aug. zu Verfertigung des lrenckemems zu Aeterwaradeinan der Donau/zu Bedeckung der Back-Oefen/Provi- ant und Artiglerie-Schiffe / angewendet / auch fieng man an den Peter- Waradsinischen Schloß an/dieHöhe vor dem Thor und den verdeckten .Wea zu verarbeiten. ' Werdas machte man auch mSolankemen für die Schisse SOer- e'M It! «jiMü!» «!!P Wht Ztdb Dißseits derDonau auf 6 . biß 8 . Stunden alles abgefretztund coalu- mwt Ham. ' ^ ^ Den richtig !S2pl i sD kB; s^- Triumph -- leuchttttder Kriegs - Helm. Dritter Theik. 5 57 ^"Den Ubekam derGeneral Dünnewald Orcire mit einemLorpo voraus gegen die Sau zu gehen / deme die Armee folgen sollte / welche dann durchgehend aufs-Tage mit Proviant versehe worden/und die folgen- deTage biß den 8. Aug. mit LscoZnoldiren des Sau-Flusses und allen wichtigen Fürnehmengewidmetworden-WoraufdieKapserl Haupt- Armee gegen Mittag den 8.Aug. aufgebrochen/und selbigen Abend/in einer langen krönte (hinder welcher die auf absonderliche Manier zubereiteten FuhrwerckgeladeneSchiffenachgeführt wurden)sich 2 .Stund oberhalb Belgrad an den Saustrohm grft tzet / und gegen die Zigeuner- Insel/ worinnen der Tockely mit seinen ^cisisrenten / wie auch einigen- Türcken undTartarn campirte/zwarsvanciren wollen; weilen aberder Arm biß aufdie Jnsel so breit/daß dieSchiffe zuSchlagung derBrücke nicht genug/auch die lnrennon derKayserlichk/durch einige Ubcrlauffer schon entdeckt war/hat man einen blinden Lerme gemacht/oberhalb aber ohngegefchr eine halbe Stund / allwo der gantze Flußmicht so breit / als erstgedachterArm befunden worden/dieSchiffe durch einen vonGrbüsch undlangenGraß bedeckrenWeg/bißan die ausgefehene psttaZe gefül^- ret/ und ehe es der Feindgewahr worden/ viele davon ins Wasser gebracht/und denHerrnGenerglAspekmontanit ellich i yoo.Lommgnclir- ten beordert / über den Fluß zu setzen / und fenfeits Posto zu fassen. Die gemeine Soldaten zeigten Anfangs zwar wenig Luft dazu / nachdem aber verschiedeneKayscrliche Offener zu erst mit behertztem Much in die Schiffe sprangen/ folgten sie nach / und wurde / aufstand- hafftes Zusprechen Ihr. Churfürst!. Durch!, welche weder bewegliche Worte noch Ducaten sparetrn/vom Lande gestossen. Als nun etliche mit Mannschasst beladene Schiffesthon mitten im Fluß waren/ gab der am Ufer gelegene über pnliirte Feind/ so mehrentheils aus Tockelischen Trouppen bestünde / eine starcke!'-»! ve auf sie / dessen ungehindert schifften die Unsrige hurtig/ und zugleich mit grossen Geschrei) ans Land/ und Kayseckche wiewohl das Ufer sehr hoch war / halff doch einer dem andern hinauf/ und cKarZ.rten tapffer aufden Feind loß. Land. w-aen des Gebmckes und vieler Wurtzeln/nicbt wol in die Erde kommen / und sich vergraben kunte/ musten die Spanische Reuter das Beste thun. Als nun dis andere Lommr-nciirte sahen/ daß es denen Ersten also glückte / setzten sie auch freudig über den Strohm / uns eilten ans Land daß also der Feind sich zu -eeir-.-ren/ und ftinSchantz'Gezengzuverlassen/gszwungenwurde.WorausJ.CHur- fürsil.Durchl.die Herren Generals Sereni und von Steinau' mit noch mehrererMannschafft hmüöer beorderte/foichenPostozu mainceuiren. Inzwischen schlug der Schiff-Brücken - Hauprmann Herfchel/so diese Aa aa ^ neue Lörckeir nehmen denRnck. March. Ausfährli. chec Nachricht von Ubcrietz- ung der Zkayserl. Völker. fs« Römis.Raystrr.Mas. und derotzohLnANurten/ Durch!, aus eigenen Beutel roo. Ducaten angeschafft) die Brücke in möglichsterGefchwindigkeit/und zwar im Angesicht desArnghienBM und Töckely / als welche sich den 9. truju, gegen anbrechenden Tag/auf erhaltene Kundschafft / mit einem Lorpo von ohngesehr rsooo.Mann genahret hatten/ um die Unfrigen wiederumzurücke zutreiben: Es hatte aber vorgedachter Hr. General Serenibereits in 6c>QoMann hinüber gebracht/ und mit Spanischen Reutern sich wohlversehen/ auch waren dißseits 8schwehreStückegepflantzet/welche ihnendiebeedenklan^usa frey hielten/und allenEinsall verhinderten- Der Feind fetzre zwar etlichem«! mit unglaublicher Furie an/ so gar/ daß die Jan tscharen die Spanischen Reuter mit denen Säbeln zu zerhauen anfiengsn; Die Kayserlichen aber lagen hinder denenselbeacoo- rinulrlich im Feuer/ und wehreten sich so männlich/ daß er seine Todte und LleL'-te mit Wagen muste wegführen; worüber endlich der Jeng- hicn den Muth verlohren / absonderlich da er sich leichl einbilden können/ daß/ wanndie Lavallerie aufdsnFlus Mixen sollte/es ihm noch weil schlechter bekommen würde. Dannenbero er gleichsam gantz wütend in sein Lstrenckcmcnr vor Belgrad zurückegekehret / und noch selbi-- gen -^bend zu ck-campiren / den Anfang gemacht/und folgenden Morgen samt dem Töckely völlig nach Semendria/F.Meilen von Griechisch- Weissenburg gelegen / ausgebrochm. Dieses bißhttige haben wir dem geneigten Leser/aus hohen uO glaubwürdigen Berichten kürtzlich gesammlet / einliefern wollen / gleich einen ausvielen Blumen geflochtenen Krantz; indem aber das Hören- Sagen öffters verdächtig/ und ein Zeug/der selbst eine Sache mit angesehen / ? -doppelter Glaubwürdigkeit vor einem ändernder es nur aus der Erzehlung anderer geschöpffet / wehrt/ alswoilen wir auch einen Bericht hiemit einführen / welchen eine gewisse Person/ die selbst bey dieser ^Hron gegenwärtig gewesen / aufgesetzet und überschicket / welcher dann in dieser Nachfolge bestehet r Nachdem am zten Aug.die zu Bedeckung unsererPrsviant - Mn- "Nition auchBrück-Schiffen angelegte keckouten/und » Wcrcke verfertiget gewesen/ haben Ihr. Chukfürstl. Durch! zu »ern Orcil-s ertheiiet/daselbst eine Laraillon zuruck zu lassen/ und sind »den 4ten dito mit der Armee aufZeman/ eine Meile vonderSau/ »msrckiret/allwo man dann fünffRast- Tage gehalten/und die/zu » Schlagung der Brücke über selbigen Fluß etettmirtsSchiffe vollends "iurechte gemacht. L WE bMt« MW MG Wi N».W We Mb Mlvrgi «U >m«^ hlber-/ M "Wh «kM «» iüchü :«SE x»Lr kH »Ä-N ixO Mk jjÄ« -r^ F Trttimp 'y-riuchken derRriegs^Hrlm.DritterTheil. 5^9 ' Den s. kamen wir auf Semli'n / allwo das Lager eine Viertel » Merl von Griechisch-Weissenburg auf einer Höhe/ von welcher dieser» Ort wolzu sehenund abzunehmen war/gesch!agenwurde;Und gleich-» wie man selbige von keiner sonderbaren Lesistenr zu seyn erachtete/» als drungen Ihre Chur-Furstl. Durch!. uns vielmehr aufdie Passa-» ge über die Sau. Zu weichem Ende sie den 7. an dem Ort/wo sie zu » paffiren vermeinten/ die Armee anmarschiren lasten/ bey näherer An-» ruckung aber befunden / daß der Fluß breiter war/ als man geglaubt» hatte; Zudem war die Insel (Zigeuner-Insel genannt/) durch welche» man die Passage zu nehmen gedachte/ mit etlichen feindlichen Posten/» jede wo. Schritt weit von einander / wohl verwahrt / und der Arm/» wo man vorher über muste/so breit/daß man zweiffelte / ob unserezu» Schlagung derBrücke mitgeführte Schiffe/deren s^. waren/genug» feyn wurden/ bis zu der Insel damit zu gelangen. » Weßwegen Ihr. Churfürstl, Durch, solches denBrucken-Haupt-» mann wissen laffen/welcher gleichfalls bestattigts/daß er über diesen so » breiten Arm nicht Schiff genug hatte. Worauf dieselbe alsofort» oberhalb der Insel recognosciren lassen / und weil man befunden/ daß» deralldortige gantze Strom nicht so breit/als der gemetdteArm/fieng » man dorten gleich an/ die Brücke zu schlagen/ alle nöhtige Anstalt zu» machen; und fand man wider Vermuhten/daselbst einen »onHoltz» weil der Feind sich dessen nicht versehen/ deren viel ins Wasser gesetzt » worden/ ohn daß er dessen wahrgenommen. . » Aufdem Abend geschahen feindlicher Seit einige Schüsse/ und » gegen 4. Uhr vermerckte man/ daß desselben Schalmeyen undIanit-» scharen-Trommel» sich näherten. Ob es nun wohl bey dieser Appa-» renz nicht allerding vortheilhafftig für uns zu seyn schiene/indem nichts » anders gemutmasset würde/ als ob der Feind von unserm Vorhaben r» Nachricht bekommen; so verlohren Jhro ChurFurstl. Durch!, doch » keines wegs die gute Hoffnung des glücklichen Ausschlags;^run-» gen daher mit mehrerm Eifer aufdie Anmarschirung unserer Infam» rerie/wetche aber erst gegen i r. Uhr Nachts/ weil das Lager eine gute» halbe Meil von dar entfernet war/ ankommen/ und von selbiger gleich 4000. Mann/nebstdemgantzenStahrenbergischenRegiment/und» der Chur - Bayrischen Guarde / unter Commando des Herrn Gene-» rale Graf Seren!/ und beyder General-Wachtmeister / Herrn Gra- » fen von AspermonL und von Steincm/auch Herrn Obristen von Für-» st-nberg/und eines Chur-Bayrischen Obrisien detachirt worden rund » 56s Röm Läyserl. Maj und der-hohen Allnrten ,, » wolte Jhro Chur-Fürstliche Durchleucht/chäßzUst fünW^. ^ « Commandirte unter denen Obristen übersetzen und Posto fassen D ^ »ten. ' ' " Als selbiger aber aufdie Schiffe kommen/fand sich nur die HM, E "tevondenen Schiffleuten/die übrigen hatten sich versteckt; demeohn- jisG " gehindert/ avancirte der Qbriste / wiewol nur mit roo. Mann/neben »einen Ingenieur und einigen Schantz-Gezeuge als sie aufohngefchr W " die Heisste des Flusses kommen / gab der Femd bey soo. starck eine " Salve aufsie/aber ohne Verletzung einiges Manns. Nachausge- DM «standener dieser Salve/ eileten die unsrige gegen das Land/und mach- jMk> »ten indessen die jenseit langst demUftrgepßantzteStücke auch ein gros- M »ses Feuer / die Mannschafft aber/ benebenst einem grossen Getöß mit " Schreyen und Trummeln/also/daß hierüber die Türcken ihren Post» " verlieffen/die Unsrigen hingegen solchen einnahmen/und sich darinnen »NlB --sicher setzten. Den " Das Erdreich war aber kaum 4-Schritt vom Wasser / mit so jadra - vielem Gesträuch angefüllet / daß es fast inacLeliibe! schiene/und de- pW » nen Unsrigen viel Muhe und Arbeit verursachte. So bald nun die MM »erste Mannschafft ausgesiiegen / kehrten die Schiffe gleich wieder zu- M-S »rück/mehr Leute zu holen und überzusetzen/auch halsten dieDoldate»/ PW "welche fahren kunten/ sechsten die Überfahrt dergestalt befördern/ daß «, «um 4. Uhr früh bereits über zooo.Mann darüber waren- Gleich W » nach anbrechendem Tag recognoftirte man das Land / und befände/ pW » daß der Feind meistens auf der rechten Seite aufunsere Flanquen/ »allwo von dergleichen Gebüsch keine Bedeckung war / zukommen jkM »konnte / deßwegen allda in aller Eil ein Merck aufgeworffen Wnnj "wurde. MW » Jmmittelst ward die Überfahrt fleistgsi fortgesetzet / und fieng »manden8- frühean/ daselbst an Schlagung der Brücke zu arbeiten; » Als es ohngefahr 9. Uhr seyn möchte/ kam der Feind mit 600. Janit- ^, " scharen und einigerCavallerie in grofferGeschwindigkeit anmarschirt/ »und attaquirte uns aufder rechten Seiten / wo das Land am bequem- ^ » sten war/ zwischen oder hinder unfern Spanischen Reutern / und am »gefangenen Merck / mit unglaublicher Furie/ nicht weniger auch zu- ^ »gleich aufderlincken/ so wohl als voran in der Fronte / also/daßman ^ » überall fechten musie/ohne daß man selbigen/ wegen des dicken Gebu- »sches/an vielen Orten nicht recht sehen kunte. ^ ^ Mw» » Die Attaque des Feindes war gewißlich starck/ unsere ReMtz » aber noch viel starcker/ und zwarohnealleTroublen undConfmion/ » welches etlich Stunden lang wahrete/ohne Aufhören/ bis endm der i-ElH, Ätz ÄÄL ?Är ö:L«! »j^L LlÄ: üWk .'LÄ r2 xk -c-- ÄH>? /srsL ilö^'' M F 4 Triump h leuch tender Rriegs - Helm. Dritter Therl. 55» Feind unverrichteter Sachen abzuzichen genöhtiget wurde. Wie» man aus unfern Feuer/ welches so wo! aus Mutzuetm als Stücken/" von jenseit ohne unterlaß geschehen/judiciret /muffen der Türcken viel» gebliebenseyn. UnserSeiks ist derÖbrist-WachtmeifiervomStah-» rrnbergische« Regiment/ HerrGrafvon Hamel/ ein Niederländer/»» nebstdrey Lieutenants tobt geblieben/auch etliche Lieutenants blessirt/ - von den gemeinen aber / wenig verkehren worden. Jedoch hat die» Chur-Bayrische Granadirer Compagnie/welche avancirt / und vom» Feind umringet gewesen/ein zimlicheS/und fast mehr als alle andere» gelitten. » Es ist nicht zu beschreiben/ mit was für Freuden unsere Leute über» denFluß gegangen/ und mitwasfür Vigeur siegcfochten Die Her-» ren Voluntairs/auch die von Conditt'on/Haben nicht wenigerhierbey » Kren Valeur sonderlich sehen lassen/ und sind unter denen die jungen» Herren Grasen von Daun/und ein Printz von Anhalt Bernburg/» fast mit denen ersten ubergesetzt. B 5 sMa;.urid der- hohen AUnrten 2 »bensftyn / die sämtliche Infanterie in die Vestungeinzuwerff^Hss A/> ,, der Reuterey aber ins freye Feld zu rucken; Wir hingegen werden Wr »ehistens näher anmarfchiren / und der Belagerung Belgrads oder W ,, Griechisch-Weiffmburgs Anfang mache,!. jM- Pieses ist die so genaue Nachricht/die wir dem begierigen Leser ha- E ben mittheilen wollen / nun entsetzen wir wieder unser vormals gchk- DE . res Ziel / und fahren in unsers Tags - Registers - Erzehlung weiter O fort.' . . M So bald nun Zhro Chur-Furstl. Durchs denen weichenden Tür- tkischen Trouppennachfahe/ liß sie durch einige commandirkeHussaren p.'° ^ recsgnssciren / wo der Feind sich möchte postirc haben/da sie dann ent- M deckten / daß derselbe seine weitjuchtige mit starcken Pallifaden / und ei- Mu nem Graben rings um verwahrte Trenchcmenken verlassen / worauf DM gantze Regimenter zum avanciren beordert worden: da man dann bald M! Tärcken wahrgenommen/daß der Feind die Vor und Unter-Stadt an verschie- Di« fiecke« die denen Orten mit Feuer angestecket/ und die Jnnwohner/nach Lauffeg,' Mig Vorstadt hj§ ^ viel ISO. heraus gegangene Christen und Raitzcn/ sich samt ih- MD !»ren besten Gütern/vermittelst der auf der Donau in Vereitschaffk ge- Mts! ^ haltener 800. Schiffsalvirt / deren sich auch der Ienghm Baffa/ Mi» nachdem selbiger mir eigner Hand den gewesten Bassa zu Eria den M Kopffabgenommen / auch den gewesten Commendantm rn Belgrad/ samt noch einen; andern Vaffa niedersäbeln lassen / hernach accom- DD pagnirthabs. . Anstalt zur Weilen nun das grobe Geschütz aufKayserl. Seiten noch nicht Beläge- bey Händen wäre / als konte man dis Ober-Stadt und Schloß mit be- mag- hörig'emEmst nicht angreiffen/immittelsi fienq man doch an/dieAppw- ^ chen zu machen/und einen bequemen Ort zu Batterien auszufthcn.JH. ^ Chur-Fürstl. Durch!, hatten sich in das bey Belgrad stehende / furden Groß,Sultan/ alserinAnno , 6 z z. der Musterung seiner damaligen grossen Armee hatte gegenwärtig seyn wollen/ gebaueteLrrst Hauß.lo- A girt/und hörte man von denen im Lager sich befindenden / so wohl T«r- z °2 cken als Christen / daß schon von einer geraumenZeit sich eine Wahr- As sagung entdeckt/ so man sehr apprehendirt hatte / daß eben in dieftmin- ^ stehenden Monat des Römischen Christlichen Kaysers Sohn in diesem ^ pe Lust-Hauß wohnen werde. ^ Woraufden 11. Äug. Anstalt gemachtworden/sowo!dasFeuer zu löschen /als auch das Lager in 2. Linien zusammen zu ziehen/derg-'M' ^ ten/daß in der ersten/so die Contravallatrons-Lime ist/MenderStM 0 ^ hinein/der mehreste Tdeil von dem Fuß-Volck loairt wordcn/iu der an- ^ « dern aber/so gegen dem Feld hinauswertö/ die Regimenter zu Pnwe ^ M 'Kitz Triumph/leuchtender Lrkegs--Heln, DrktterTher'k. f^r ÄllüÄ 'c-ils» »« . !Är . 1 d -"7-^ !L" S' gesetzt/welche man mit12. Bataillonen vermischt; unangesehen nun/ daß der Brand noch hin und wieder continuirte / so recognoscirte doch I-Lhurfl. Durch!, in selbst hoher Person/die Situation des Schlosses CßmfstB und der Wassersiadt/und commandirte darauf 4. Bataillonen/so sich beßchW austheilen/ und die vorderste Gassen gegen berStadt und Schloß be-UL^ wohnen sotten. Nachdem machte er auch die Disposition/daß der Gm. Feld-Zeug- ksbiEse nieisierSereni/dieDirection über die Attaque führen/und täglich in der Anstalt Trenchee als Gen. Feld - Marschall - Lieutenant/ ein Gen. Wachtmei- während« ster/10. Hauptleute/ 25. Lieutenant/zo.Feldwaibel/ so. Corporalen/ zoo. Gefreyte/und 2566. gemeine einander abrvechssln selten. ^ Den 12. in derNacht ward bey der WasserstadtPosio gefafft/und zugleich einige kleine Feld-Stücklein gcpflantzt/ welches der Feind zwar durch einen Ausfall von zoo.starck verwehren wollen/und mandarü- berauch in ein scharffes Gefecht körnen/allein der Posto wurde behaup« tet/undderFeindmitVerlustzurückgetrieben/derdanseinemGebrauch nach/alle semeTode mit sich zurück geschleppt-Da dan unserScits auch 50. theils tod theils blcssrt sich befunden / und wurde an der Arbeit der Trenchee/ im Angesicht des Feindes fortgefahren/ darinn auch bis auf einem Musqueten-Schuß von der Mauer avancirt; welches der Feind Dm r z. früh / durch einen abermahligen und zwar starckern Ausfall verhindern wollen: da man dann mit einem ungemeinen Eifer ss hart auf einander gedrungen/ daß es fast zu einem HanhGemmg gekommen / doch ward endlich der Feind vigoreusementMuck geschickt/ und muste neben xo-Toden/auch einig Gefangene zuruck lassen. Christlicher Seits verlohre man bey dieser Attiou auch die Nacht hindurch/ indem der Feind unaufhörlich Feuer gab/bey 60 Mann/und ist derGe- neral-Wachtmeister GrafRabultin in der kincken Schulder/ingleichen auch derChurfl.Obrist-WachtmeisterGrafTasss verwundet worden. . Die Gefangenen sagten bey Anstrengung aus / daß bey 10020. Köpff/so wohl in der Stadt/ als auf dem Schloß wären;anderst konte man nichts von ihnen / ja nicht einmal wer eigendlich der Commsndant stye/auspreffm / den etliche für dem Kustein Bassa von E^lau ausga- srosseStadtSamendria ausgeplundert und angezundet,und habe sichiadieAM mit seinem Corpo gleichsam in einer Furie gegmSophia gewendet/denen Raken und Christen aber weiter kein Leid gethan / sondern chnen/ wie nicht weniger denen Türcken/erlaubt/sich und das Ihrige zusalvi- ^ „, D.O Röm. Lä^firl. Mlaj. und der- hohen M itten Geschrei- Diese Stadt ist an der Donau gelegen / undwirdvonetlichensüc kuüg der Haupt - Stadt in Servier, gerechnet. TdeilS nennen sie Sinder». Z^d viam/theils Senderovian / Simandriam/ Semendriam/ Spenders wen/ die Türcken aber Semender und die Ungarn Zendrew. Eö ae« hörte diese Stadt vorZcitea denDOoten in Rascia Georgiozu; als aber Sultan Amurath/nachdem er Käyser Sigmunds Absterben ver, nommen/mit einer grossen Heeres-Macht das Land Servier, überzogen / ließ der Despot Georgrus / seine Söhne Stephanum und Geor- gium in die Vestung Zendrew/ und reiste mitdem dritten Sohn Lazaro zu Käyser Albrechten / ihn um Hulff wrder den Erb-Feind anzuruf- 0 ZB fen. ^ Käyser Albrecht/weil des Nachbarn Haus brannte/ befand rwht« E wendig denErb-Feind/der nun vorZerdrew sich gelagert hatte/von den Gräntzen abzuhallen '. machte sich demnach/wie er ohne das ein tapferer und muhtiger Hcrr war/in eigner Person auf/ dem besorglichen Unheil «W vorzubeugen/und zu Löschung dieses Brands Anstalt zu machen. Als er nach Ofen gekommen/fand er daselbst frische Bottschafft von Grie- M chisch-Weissenburg/welche um eilenden Entsatz vor Sendrew anhielte/ ^ W damit diese Vormauer des Königreichs Hungarn nicht in des Erb- liM Feinds Hände kommen möchte. Damit eilte er mit denen Völckern/ die er bey sich hatte/und befahl/daß die andere beschriebeneVölcker i'hme Nachfolgen soltem Also ward/ zwischen der Donau und Theiffe/das W Lager geschlagen. M/ Amurathes aber/je naher er Kayser Aibrecht vcrmerckte/ je heffti- Amrirach gsr er Tag und Nacht der belagerten Stadt zusetzte. Also ward sie W erobert endlich/im Monat Augusts Anno !4?9- mit Sturm erobert/da der Mr Zendrew. Tyrann alles/ was er darinnen fand / jung und alt erwürgen/und die Dgl beyden Söhne des Despoten/ mit einem glüenöen Eisen blenden ließe. HG Ihre Schwester aber hatte er / um ihrer Schönheit willen nach Con« iWr stantinopel mit sich geführt / und zur Sultannin angenommen von welcher nachmals Mahum.t/ der Zerstörer des Griechischen Kayser- thums gebohren worden. ^ ^ ^ Nachdem Amurach diesen und andere eroberte Platze erietzt/wolte - - z.««!' iai>kk »-I FL E on rfvoo.Mann / aus ^Ungarn / 'polen / Deutschen und Mntzvsen/und nachdem er mitKayser Friedrichen aufdrey Jahre An-o ^ ^ ttandgemacht/zog erausOfen aus/ überdieDonau/ folgendsüber die Wiß/und bet) Zendrew läget teer sich/und meinte iederman/er würde diese Veskung den Gewalt der Türcken entreiffrn / allein er verließ sie bald wieder / und setzte hiefelbft über in die Bulgare») / als er Unterwegs noch viel Völckec an sich gezogen. Endlich ward Amurarh gezwungen/unter Beyhandlung des Despoten (-eorgi i mit UtaöiÄao diesen Frieden einzugehen; daßAmurath ausser Bulgarien alles / was er denKömgreich Hungarn und dem ve- Loten abgenommen / wiever abtretten/ auch neben den Sohn des De- Hokn und den von König Uladislaogefangenen Csrsmbeg, alle Ge- ^^/ „nd Nieter Friede re^en rtznk-' takTbneoeooeriellvtkviA^rN^viin lang währ en sollte. Dieser Vertrag ward allerseits mit End / Brief «UUlsNSAteokan/ryeuergescywvtrl,, 1444 öasFmstenkhumRascien und Sctvien/absonderlich die Stadt komm! ZenVrew/ überlieffn solches den Delpoten/Sem sieesabgensmmen bar! an ten/und gaben ihm seinen Schn wieder. ^ "l)ak- drn DesP», kettirukion des vckpotenQeorgii in RascieN Und Serbien beygetra- Bb bb s ?66 R§m. RaLMlaj. und dev- hohen Allttrttnf l < worinnen Amurathz4voc>. Corvinus zvoo.vrrlohren) entrittmH ^ dieJrregerathen / und biß in den vierdten Tag ungegessen geblieben, kam er endlich ohneRustung undPferd gantz matt undKrafft-M W zweyen Mördern in die Hände. Diese/als sie ikm ein gülden Creuk M' an den Hals hangen sahen / beginten darum zu zancken / wer es habe» B sollte. In solchen nähme Corvinus seiner Schantze war /zuckte den ei- ^ nen Mörder dasSchwerdt aus der Scheide und von der Seite/stach D" ihn damitzu Boden / und verjagte den andern. Also ward dieser taps- M fere Christ-Mter/ durch ein Creutz errettet/der so vielmals vor dieEhre des geereutzigten Christi / sein Blut vergossen. Mb Am fünfften Tag ward er von einem Hirten mit zwar schlechter W Kostgelabet:dieihmso wohl geschmeckt/daß er hernach offt sich vernch- men lassen / er habe in seinen Leben niemals niedlicher gespeister. Als er MD von diesen Hirten sich nach Zendrew führen lassen / fiel er daselbst in des «M Despoten untreue Hände / der ihn in Band und Eisen schlagen liefst; DM dem er um ledig zu kommen/seinen Sohn Ladislaum nach Zendrewzum Geissel schicken müssen. Diß wäre derGriechischeDanckdiesesGriechen/ Ml der durch Corvini Tapfferkeit Rascien und Servien wieder erworben «D Corvinus hatte. Als er am Christ - Tag zu Segedin in Hungarn / mit männi- »iE in glicht Frohlocken wieder aagelanget / und daselbst wider sein Vermu- MM aefanae» ^ so viel I ooo. Hungarn aus der Schlacht entronnen/fande: führe- Wß gehalten, teer dieselben in des Despoten Land gegenZendrew zu / seine begangene Mcu Untreue zu straffen/ und brachte es ihm so nahe/daß er ihm seinen Sohn tz»! mit grossenGeschenck wieder schickte/ um Frieden bat/ und denselben W vo durch Vorbitte derHungarjschen Land -- Herren erhielte. U Corvinus seiner Tugend niemalen vergessend / als Amürath dem ^ i Despoten / weilen er ihm seinen Gefangenen nicht zugesendet/ im M folgenden Jahr / den Begier Beeg aus Frygien über den Hals schickte / W, Me seinen Beleydiger zu Hülffe / weil er um seinetwillen litte. Sobald aber dieTürcken den Corvinum für sich sahen/ erschracken sie/undgabe» die Flucht: da wurden ihrer eine grosse Anzahl erschlagen/ und der BG- lerbeg nebst vielen Vornehmen gefangen: Diese Niderlage erlitten dieTürcken / nicht weit von Budin / der Haupt- Stadt in Bulgarien: M welche hierauf dem Überwinder zu Theil / und in die Asche gelegt wor- ^ den. ^ ^ ditze! «abomet Biß endlich An.i4s6.Mahsmet Il.mitememKriegs-Heer in Ser- erobert Vien einfiele / den Deipoten überzöge/ Neuburg/Zendrew/und andere !ii^ Keadrew. -este Städte abnahme / und sich also aller Schatze des Oclpvten be- machtigte/und denselben Schachmatt machte; und obgleich kwiimr ^ An. i49Z«kLubrsL.im6u8desAliBegs(demenebstSvksenarrch^^ Utzh l»! Ttkvmph-leuchtettder Rneqs-Helm. Drr'mr Theil. f 6/ ' »iMß iÄ!KÜ! Sttj« isjlch drew anvertrauet);My bey Zendrew-ligcnde Schlösser er obert/konnts er sich doch der Stadt nicht bemeilkern/sondern diese ruhmbereicherte Stadt muste bist auf diese Zeit unter dem Kummer -IochderMordgierigen Türcken verschmachten. Allein wir kehren wieder nach Belgrad. ^ . Den 14 . Aug.thatewahrender Arbeit derKayserlichen der Feind-Daö slch durch seine Bomben / Canonen und unaufhörliches Feuer ziemlichen imKm-serl. Schaden-Pes Nachmittags betratt das Kayserl. Lager einChristll-kager seit cher Uberlauffer/ so An. 168 z. unweit Wien gefangen worden/ berich-A tend/daß zwar ziemlich viel Leute in der Vestung / darunter aber auch^gx^ ^ viel Weiber/ Kinder und Jungen waren ^ welche zum Fechten nicht tauglich; die Stadt- Mauren wären auch überdas nicht ansgefüttert/ und dahero in den Stand nicht sich lang 6etLn6iren zu können. Eben an diesem Tag ward der Chur - Bayerische Obriste Lid t mit seinen Hus- saren gegen Sendrew commendirt/ und schickte Seine Churfürstliche Durchs durchs gantze Land Patenten und Salveguarden / um sowohl Türcken als Christen proreLtlon zuversprechen ; ließ auch bey derAr- nieepbuliciren: daß niernand / wer der auch seve/sich gelüsten ließe/ denen in Schutz genommenen den geringsten Schaden zuzusügen. Es brachten auch zu dieser Zeit die hin und wieder ausgehende Partheyen / so viel groß und kleines Vieh in das Lager/daß ein Oeds drey/ eine Kuh aber 2 . fl. ein Kalb vor zehen ein Schaf aber für x. Groschen verkaufst ward. Auf den Abend gelungs es den Feind / daß er etliche Schiffe voll Volcks auf der Seite Temeswar in die Vestung gelt -LB -dt" bcachr. Dm I f. tenrlrte der Feind abermals einen Ausfall /gierig aber gleich wieder/ nachdeme er die Unser ige bereit gefunden / zurücke / also / daß es weiter zu keinen Gefecht kommen. Man verfertigte auch zwey Batterien/eine aufs.die andere auf i L.halbeCarkhaunen/nebst zwey? Kesseln für die Mörse!/und pflantzte man auf die zwey kleine Batterien die Canonen und drey Mörsel / und schickte unterschiedliche Schüsse zum Abend - Gruß hinein / auf deren seden man ein grosses Geschrey in der Vestung gehört/und erwartete man mit ungemeinen Verlangen der schwehren^rriglerie,hingegen war auch der Feind in Loßbrennung seines Geschützes nicht faul /und beantwortete die zum Morgen-Gruß gelösteSrücke mit zimlichenGegen Donnern; und blieben absonderlich diesen Tag aufCdristlicherSeite als dreyssig. Nachmittags lang- te der Hertzog von Mantua mit seiner grossen bukc an und ward von ^rtzog Ihr Churfürstl. Durch! und gesamten Oenersütäk bewiükommet/^"^".' und in das ihm LtvLnitte Lagergesuhret. im Denan. j-6T RSm.R^sir!.Maj und dero höhen Zsllittten Den r 6. tbate der Feind abermal einen sehr starckev ÄüesM/ wurde aber auch biß / gleichwie allemal zurück gejagt; und sagte einMe« fangener aus / daß einen jeden so mit Labey gewesen/ und wieder w- ruck gelangte / jwey Ducaten versprechen / auch viel Brandwein zude. sto besserer encoursgirungunter sieausgekheilet worden. ESließ auch an diesenTag Jhro Churfüriii. Durch!. Vermögeines Briefs/ so« durch einen Gefangenen überschicket/ dieVejiung ausfordern/ und setzte dieses express- bey / daß/ sofern sie den Platz nicht zeitlich geben/ sondern obttinsr zu 6- sencüren vermeinten / weder ihnen noch auch einigen andern Gnad mehr widerfahrensollte. Hierauf aber folgte gantz keiue Antwort; sondern an deren statt/ druckten die Tütchen einen Mann von langer 8- atur undTürckischer Kleidung über die Mauren / dessen Ursache man nicht errachenkunte / . sondern aus dem nächsten Gefangenen zu erforschen verhoffte. Es sagte auch kurtz zuvor einUberläufferaus / als ob die Türcken eine unser« Batterien zu minirenangefangen / welche man dann durch eine Loa- ers-Mine aufzufunden beschafftiget war/allein man befand dieses Vor, Trcftitcher geben nichtig und falsche. Ihr Churfürsil Durch!, unterliessenunter, Fleiß ^lkr. dessen ohngeachtet des Feindes grossen Schießen nicht/mit unglaubli, LhyrOestl. cher VigilLntz / auch so gar mehrentheils nach Mitternacht/die Appro, Durch!. TSrckeß verlassen Kalo«, HesHrei« duag der Stadt S-l-av kach» ßD AM chen zu besuchen/wordurch dann die Arbeit nicht wenig befördert «uv de. Die Heyducken feyerten indessen auch nicht/wie sie dannn ro.Tür, ckische Schiffe eingeholet /und darauf schöne Beuten bekommen/ auch überdas zuBantkwar/ sonsten Galombach genannt/ so die Türcken verlaffen/bey zoo. Türkinnen gefunden/ so sie mit sich zurückgebracht/ selbige tauffen/und etliche von ihnen sich ehelichen und copuliren lassen. Dieses Galombach wird auch Galwatcz / Galwbach/im Latein columbsris, Deutsch Taubenberg genennet/ ligt auch an dem Ufer der Donau nach Einfluß der Jasenitz/ und ist nicht sonders bekannt/ ausser daß der/ wegen der unglücklichen bey Nicopolis gehaltenen Schlacht (worinnen in die 6000 . Türcken und roooo.Chrijten geblieben ) berichtete Kayser Sigmund / auch hier zum andernma! An. r 4 »s. geschlagen worden. Dann es hatte der Türckische Groß Sultan BM zech (als welcher eben den blutigen Sieg bey Nicopolis behauptet) et, siche Söhneverlaffen: unter denen Suleiman/ Musa und Mahumet/ immer einer den andern aufgerieben, Dieser Letztere/der langeZeit inCaramannien flchaufgchaltcn/ und mit Seiten, Machen seine Nahrung gesucht/kam endlich A. ^4 ^4- mit Hülffe der Griechen zur Regierung/Herrschete 8- Jahr zu Adnano, pel/ hielte mit d«enVriechen/als seinen Wohlthatern/gutcnFmdem Mjüir ttW MW jk!«ch »tüatt -sW W.» E Tri umph-levcht ender Rrrcgs/Hessn. Dritter The», -5/- und befasse ruhig /was seine Vorfahren erworben hätten. Kayser Sigmund / gedachte den bey Nicopoli empfangenen Streich zu ernste- Hern/ und thate einen Heerzug in Servien. Aber bey Galwbach be- Kaiser gegnete ihm Amurath/desGroß-TürckenSohn/von dem ward er aufs Srgmun» neuem dis Flucht geschlagen. Indem uns nun diß von denTürcken verlasseneGalwbach/von uelcbiE. derBelagerungGriechisch-Weiffenburg abgeführt/als wollen wir die- selbe noch eine Zeillang verlaffen/und nach dem Corpo Ihr- Fürstlichen Durch!, des Printzen von Baaden abeilen. Nachdem dieser zu Zizum mit seinen Trouppen angelangt/ ward er vom Herrn Grafen Erdödi/ als Lanno LroanX, nebst andern Magnaten/ daselbst mit geziemender Ehrerbietung empfangen / folgenden Tags passirte er die Sau / und hielte darauf / mit seinen durch den starcken Marsch abgematteten Leu- W/einige Rasttage. Als man indessen/ sowohl durch Kundschaffter als Gefangene/ Nachricht erhalten / daß der Feind bey Gradiska mit 15202. Mann stünde / hat höchstgedachter Printz den Marsch gegen den Fluß Unmr genannt/fortsetzen laffen/allwo die Türcken in völligerOrdnung/langst dem Fluß/mit etlichen Feld-Stücken stunden/aus welchen sie/bey der Annäherung höchstgemeldten Printzens/Feuer gaben. Als sich nun die AinMis Christen in Bataille/und zwar die Croaten unter ihrem Banno an den WA °>e rechten/die Teutschen aber an den linckmFlügel postirten/u-bey anbre- U F,uckt. chendem Tag / theils auf Schiffen / theils wo der Fluß beritten war/zu Pferde übersetzten/opponirten sich zwar die Türcken/und suchten solches ausalle Weiß zu verhindern / wie dannhöchsibemeldetn Printzen ftlb- sten das Pferd unter dem Leib tod geschossen worden; Nichts destowo- Niger gieng es so glücklich ab/ daß auch derFeind nacher Somakzu fliehen obligirt wurde/ welches dann auch in der That erfolgte. Dieses bisher erzehkte/entdecket dem curieusen Leser/nachfolgendss Schreiben/ welches etwas weitlaufftiger den Verlaufdieser Aktion ab- gemercket. Aus dem Läyserl. Feld/Läger ans Bostna/ den 16. Augusii. Als ^hro Durch!, der Printz Louis von Baden / den beschwerlichen Marsch durch gantz Sclavonien / bis nach Sisseck/Mcklich zuruck gelegt / hat sich selbiger den 8- dieses/ mit denen Croatischen" Trouppen / unter ihren Banno Grafen Erdödi/ conjungirr, und" ist darauf/ den > z. dieses / bey dem Fluß Unna / st> Croaten und», Bosnia von einander scheidet/ ankommenworauf Kriegs-Raht" Ec ec gehalten/ M Räyf Mas und bero hohen Allürttn » gehalten/ u. geschloffen worden/daß/ohnerachtet der Feind/dmchM. „douten und Trenchementen/ so er hin und wieder beybesagteiMne »aufgeworffen/ auch zugleich einige Feld-Stück bey sich gehabt/ denen »Unsrigen die Passage zu disputiren / dannochder Ubersatz vorgerom- »men werden solte; welches dann auch an solchen Orten geschehen/ »wo der Feind sich es nicht eingebildet: Dann es haben die Granadi- »rer/mit allen Requisiten wohl versehen / nebst der Cavallerie / durch » den Fluß/wo selbiger am tiefsten gewesen / zu Pferd sitzen / und über- ,, schwimmen müssen. Woraufohngeachtet des Feindes Resistenz ch sich schon in völliger Ordnung prasentirt/unier Faveur der Canonen/ »es fo gelungen / daß der Feind sich gegen Casiomvitzaretiriren müs- psen. M !l>B W 0^« » Er hat aber in einen gewissen Thum/ so Mich fest / und zu Bi- » Deckung und Retirade der Cavallerie dienlich seyn sollen / etwas von »Janitscharen geworffen / aus welchen der Marquis de Vaubon/M »seiner Granadirer Compagnie/ commandirt wurde: und weil man »wol vermeint hatte/daß solches durch Beil und Axt« zu erobern wa- »re/ haben sich doch die Türcken darinnen desperat defendirt / und stets », starcke Salven und Feuer heraus gegeben / dergestalt/ daß nöhtig ge- » wesen / daß die Granadirer/aufLeitern den Thum bestiegen / und dadurch denen andern Lufft machen müssen / daß sie die Thur aufhauen -- können / welches dann auch um deßwillen schwehr gefallen / weil alles » starck mit Eisen beschlagen gewesen / und hat dieses desperate Gefecht »> sieben Stunden gewehret; Endlich ist der Feind / nachdem er mei-- »sientheils Blessirte und Tode gehabt / gezwungen worden / sich auf »Diskretion denen Christen zu ergeben. >i s» Hierausstynd zwey Regimenter commandirt worden/ denen die »Cavallerie über das Gebürg nachgefolget/ den Feind / wo er gesian- » den / aufzusuche» / und zu überfallen / welcher/so bald er der Unsrigen » Ankunffr vermercket/ sein Lager aufgchoben/und sich auf einer ander» »> Höhe denen Unsrigen entgegen gesetzet/ auch gleich auf uns / ehe wir »uns in Bataille stellen können / avanciren lassen ; Ais aber der »Marquis de Vaubonne / auf Ordre des Printz Louis von Baa- »den/ sich im Gebürg mit seinen Granadirern versteckt hielte/ auch »auf die avaneirer-de Türcken / als sie nahe genug waren / erne »starcke Salve geben lassen / haben sie gleich die Flucht genom- »men. Bisher die Briefliche Relation. Wies Mg rd,! Triumph ^ leuchtender Driests ^ Helm Dritter The». >71 HieraufseyndI.Prinz.D-nach0em sich sowcl die ihm nachgeschickte Teutsche Regimenter/als auch Croaten mit ihm vereinet / den Fluß Unnapassrt/ und das Schloß und Stadtlein Castanoviza/worein die Cafla«M Türcken bsy ihrer Flucht etliche Twuppen geworffen/ berennet/ welcher wird beres« Ort anfänglich zwar/grosse Bemühung gekostet/gleichwol aber/durch kluges An-und Aushalten/ erobert worden. Dann die Besatzung wehrte sich auf das heffrigste / und ließ durch ihr hefftiges Feuern klarlich verspuhren / daß sie so bald noch nicht gewillet / diesen Platz auszuliefern. Als aber die Belagerung etliche Tage anhielt / ward die Besatzung endlich schwach / und dieses Stadtlein durch Accord AMk in Kayserlichen Gewalt gebracht / und mit Croaten besetzet; wo-^' rauf die Türcken/mit Gewehr und Hinderlassung des Ihrigen/aus- gezogen. kistck S.^ Dieses Castanowiz/ist ein festes ln Croaten gelegenes Schloß/Beschreib welches der Fluß Unnaumgiebet/und das sonsten auch Costniz genen- bung der netwird. Hat vorZeiten zumUriorgr^urans derRhodiserRitter gehöret. Aber Anno i 5Z7. den Grafen Nicolaus von Zerin zuge- »^ywu.. standen / als welcher hieselbsi dem gewesten Feld-Obristen/ Johann Catzianern/ der ein trefflich Kriegs -Heer aufdas übelste angeführt gehabt/ und aus seiner Wienerischen Gefangnüß hieher entronnen war/ den Kopf abschlagen lassen. Es ist hernach solches Schloß an Kayser Ferdinand den Ersten? und Anno 1557. durch Ersteigung bey Nachts / entweder aus Ver- rakherey oder Ubersehen des abwesenden Commendanten / in der Türcken Gewalt kommen; und ist hernach aus diesem Schloß / Croaten/ oder das mittelländische Theil von Dalmatien / und alles Land/s» zwischen der Unna und Culpa gelegen / in die äußerste Gefahr gesetzt/ und in die heutige Wüste oder Einöde verwandelt worden. Anno 1594. holdbelachelte derHimmel wieder die Christen-Waf- fen/ und ließ ihnen dieses so schädliche Raub-Schloß wieder zugedeysn/ - allein auf gar wenige Zeit/ indem es bald hernach abermals demTur- cken zu theil worden. Und ob zwar Anno 1596. Herr Hans Mg- mund von Herberstein / diesen Ort belagert / den Marckt oder Sladt- lein erobert / geplündert und verbrannt; musteer dochdasSchloßauS Furcht / wegen der sich zusammen-und auf ihn anziehenden Türcken/ ferners unangefochten lassen / da es dann von selbiger Zeit an/ bis an jetzige Erledigung/m Türckeo-Händen geblieben. Cr ec r Nach L 7 L R5ni. Lä^serl. Mai- und der» h ohen Alkmten. Nach Besitzung Castanowitz / eilte JhroBürchkWnsLM d gegen Dubiza / allein die aufloderende Flamme zeigte chm schon von ^ Ferne / daß selbiges ohne Besatzung/ und die Törcken davon geyobm, rE welches Geschick auch Jestenowitz und Gradiska befallen / allwo je- E dannoch das Feuer viel von Proviant und Munition übrig gelassen, "M «rin!?ouis und deyen nachfolgenden Kaysirlichen eingehandigt. Hieselbst er- ^ schlägt hieltJhroDurchleuchtNachricht/ daß der Feind drey tausend siarck, M« «ochmals zwo Meilen von Gradiska entfernet stünde / dem er dann Helden- M rn Türken, müthigst entgegen gerückt / und ihn durch einen tapffern Überfall/ M ^ dermassen angegriffen / daß die andern / nachdem so viele niederge- > richtet und gefangen worden/ davon gelausten. Ob nun dieses eben B" das jenige Treffen mit dem Baffa von Bosnia siy / dessen hernach M' unten soll gedacht werden / oder ein besonders / und gleichsam ein »i Vorspiel desselben; hat man anuoch beyAusfertigungdieses WerM soeigentlichnickterfahrenkönmn. M Hierauf seynd Jhro Durchleucht etliche Meilm nach Brot zu- OS« rück gewichen/haben eine Brücke schlagen/ daselbst einige Mannschafft W siehsn lassen / da er dann mit denm übrigen zur Kayserl. Armee nach E Belgrad zu gehen beschlossen. M »M Chbcvor wir aber wieder an bemeldtes Ort gelangen / ist es nöh- §M tig/ an die Siebenbürgische Gräntzen zu verreisen/ und zu bemercken/ rW sl «es. Veto daß bey dieser; glücklichen Progressen Herr General Veterani nicht ge- Huitj raniero- feyret/ sondem des festen Schlosses und der Stadt Caransebes sich be- Ca' machtiget/und von darab nach Ortowa/so hart an der Wallachey ge- ranirve». z^n/sich verfüget/und auch aufdiesenWällen/die Fahne des Kaysert. M Sieg-Adlers wehen lassen. W EÄi «eleaen- Dieses Caransebes/in Latein Oarsntebessum genannt/ ü'gtssmff M beit der Meilen von Temeswar im Grund/am Wasser Tomos/anderBul- UsiiW Stadt Ca- ggrey / und nicht weit von der Donau. Es werden die Turckischen lM, ransebre. Gasten / aus dem schwartzen Meer / so bis nach Sevrin mtt denTur- cken-Wahren fahren/ zubesagtem Sevrin ausgeladen/ und dreWay- ren auf Saum-Rossen - durch Karansebes und Lugos / ferner über ein hohes scheußliches Gebürg / gen Groß/ und weiters in Siebenbürgen ^ geführt. Dah r zu besagtem Karansebes eine grosse Niederlag von Turckischen Wahren/ und viel Raitzen und Griechen da wohnen / eben deßweaen auch eine Volckreiche Stadt ist. Dieses ^ iM °»E - ir Tnamph-Kuchtettdtt Rriegs--Helm. Dritter Thess. 5- § Dieses Lsranlebes hat Doyles Sicutus oder der Zakler / (den etliche Siebenburger m Abwesenheit des OeorguLsttL,Kayserlichen Gene- rals/ju ihren Fürsten erwählet/ auch allbereit vomTürckischen Sultan Mhemet / das Land Siebenbürgen ihme und seinen Nachkommen erblich ausgebracht hatte) Anno i6oz.mit Hüiffe der Türcken / Tar- tam / undZakler eingenommen / dabey auch die Treu - lose Burger das Ihre gethan haben- Doch ward es nachmals wieder von den Türcken Anflath gesäubert/bißder entsetzte Fürst Ragozy/ durch seine Wider- ßtzrmg/ dieTurcken in Siebenbürgen gezogen r da dann des en'mo- VeÄers seine Obristen An. I6s8- diese Vestung Lsr-aniedes eittge-Catansebe-r nommen ; dainzwischen der Fürst Ragozzi mit den Seimgen voneinen in die T abgelegenen Wald in den andern sein Leben zu erretten sich begab/ und cken,Hände das nunmehr wieder entledigte LarLulebes jn dieser Raub-Hunde Klauen lassen musie. Allein die unszum Beschluß - zwingende Eile/zwinget unfern Kiel Forkseßuna Meder nach Griechisch - Weissenbura zu kehren / und unser Journal des rag." angefangener Weise fortzusetzen. Den 17. Aug- cemirten die Tür- Registers Sen nichts/auOr daß sie ihre Canonen unaufhörlich hören lassen/hin- gegen Lvancirten dieUnsrige in denen Approchen sosehr/ daßsienun^' bald den Graben erreichen kunten. Diesen Tag kam der Obrister Lidl wieder zuruck / welcher hinder Samandria noch z 0. Türckisch-beladene Wägen angettoffen/ und reiche Beute mitgebracht; da er erstbemeld- ten Platz/soetwas durchsFeuer rumirt /durch seinen Obrist- Wachtmeister nebst 2OQ. Husarn besetzet. Den r 8. Dito fieng man an über die vorige; wiederum r. Batterien zu verfertigen/ bey deren Anlegung aber 2-Churfürstl. Ingenieurs, neben sechsGsmeinen/ todt geschossen worden/ und langte man mit den Lauff s Graben biß fast an die Stadt- Mauren/ weswegen dieTürcken ihre Stücke auf die Mauren gcpflantzet/und dieselbigen grausam unter dieUnsrige loßgebrannt. Woraufste abermals ausgefallen/ undob- fchon sie mit ihren Verlust repouiirt worden/gieng es doch auch Christlicher Seite ohne Schaden nicht ab / alkrmassn in diesen Ausfällen der Printz<'ommercü durch eine zessprungeneBomben an den rechtenArm eine sehr harteOoncuKoncher Obrist vonGallenfels einenSchuß durch die rechte Schulter/ vor der Breche heraus bekommen/ derObrist-Lieu- tenant von den altenStahrenbergischen Rg'mmt durch eineFalconet- Kugel emen Finger von der linckenHand / dessen Fahudrich aber/Graf von Traun/ den Arm unter den Ellenbogen verlohren; anbey auch von Haupt Leuten/ Lieutenanten undgemeinen Soldaten/ nicht wenig todt Mieden. Cc er s In- '574 Rämis.Ra^strl.Maj. und der- h-hmAttiirten, Se«Ml Adjudavt Ekafvon riqneville wird erschossen. -Osmsnn Baffa schreibt an I Churf. Durch!. Indessen hatte man durch das derZeit bey Händen häbend^M dufgeführte Geschütz / dem Feind einen eckichten Thurn an dem Castell rui nirt/daß dadurch demselben der Gebrauch 4 seiner Stücke benöm- men/hingegen aber L.Kavserl. halbe Carthaunen unbrauchbargMM worden; nicht weniger wurden dieTürcken aus der hart an den Grabm stehenden Moschea vertrieben / und in selbiger von den Obrist-Strasser Posio gefastet / auch ein hinderbliebenerJam'tschar gefangen bekommen/ welcher ausgesagt / daß zwar über 12000. Seelen sich in der Stadt/darunter doch viel unwehrhaffte Leute sich befinden thaten/nicht weniger daß mit anbrechenden Tag / des 19-Aug. als folgenden Morgens / die Belagerte mit 400. Mann ausfallen wurden; woraufZhro Churfürstl-Durchl. die in denen Approchen gelegene Mannschafft mit 2. Bataillonen zu Fuß verstärken lassen. Den2i.Aug. befand sich der Feld-Marschall Lieut. Sttinau in denen Approchen/samt dem Gen. Wachtmeister Grafenvon Attingen und denen becden Obristen Auersberg und Hüdersdorff/ die Arbeit aber hatte wegen des anhaltenden starcken Regen-Wetters selbige Nacht wenig können fortgesetzt werden. Selbigen Tag ließe der Feind eine kleine Mine springen / unweit der Moschea/ so zuvor besagter Massen occupirt worden/ welche aber weder Schaden noch Met Sthan. Folgende Nacht/ als den 22. löste wiederum ab der Graf von Scherffenberg/ der General - Wachtmeister Scheibelsdorss und wurde selbige Nacht / an der Arbeit der 3. Batterien siarck sortgesahren / da gegen Abend a»s der Stadt - kommendNsberläuffer nochmal con- 6rm irten daß die Guarnison nicht Z. biß 4VOS. Mann starck seye / und zuständigst den 8uccurs lollicieiren lasse. Selbigen Tag und Nacht wurden wieder etliche und 20. Mann der Unsrigen bleMrt / wie auch einige todt geschossen/worunter sich auch der Herr General-Adjutant/ Graf vonLigneville befindet. Gegen Abend kam ein Cbiaus aus dem Türckischen Lager / derei- nen an einenHaselstecken gebundenen Fahnen in derHand geführet/mit z. Personen zu Ihr. Churfürsil. Durch!. in das Lager / derandieselbe einen Brief von dmOsmanBaffa zu Mppo/Gygen Baffa oderJeng- hien Baffa genannt / mitgebracht/ womit dieser einen Poß/für dem bey ihm in den Lager von den Groß Sultan angekommenen Vottschaffter/ Namens 8ulncar LKenäi, lolliciciret/ damit er das an die Röm Kays. Mas. bey sich habende emporrirende Schreiben anhero überbringen könnte / weiches Bassen Schreiben an höchstgedacbte Churs. Durchs- wie es aus den Türckischen in die TeutschrSprach übersetzt / samt deine/ was s-M L ?BgW !»>. h, Ml 4 »W. ««Ä- 'Ä«t r»«k^ dxst eiB s^r .Ä- 7 Triumph-leuchtender Rrkegs-Lelm. Dritter Thekl. 5 7 ^ rvas Seine Churfurstl. Durch!, hierauf geantwortet/ Sie durch einen xxpressen nacher Hofgeschickt / und sich befraget: ob Sie diesen Bott- schafftermit denenbey sich habenden -00. Mann herauszu lassen/oder aber in dem Lager zu vernehmen ? auch welcher GestalLSie wieder abru- ftrtigen waren? Worauf aWereits die Kayserl. R-elolutiKn, doch noch unbewusl/m quibus rerminis^ durch einen andern Lxpressen , an Se.Churfürstl. Durch!, überfchickt worden/ und wird der Jnnhalt beyder obbenannten Schreiben dem geneigten Leser hiemit eingereicht. Schreibt« des Osmann Bassa/ 2lveZuar6e, nebenst einen Paß- Port/derentwegen ich», zu mehrerer Sicherheit / diesen Briefanhero schicken/ und um obiges » bitten ihm ; weil sie dieses vonnöthen haben / und wann sie in die Nä- » hekom- 576 Röm. Käystrl.rillaj. und der- hohen Allnrten. » he kommen werden / so wollen sie noch mehrere Leute vorausWckern »wann auch dieser ^mbsllzäeur auf eure Gräntzen überliefm seyn " wird/so woke man denjenigen Baffa/so ihn begleitet/ eine MW " lichr ^rcLüacioa deswegen erthsilen / und die jenige zwey / so geMt " werden / aufdie Weise halten / wie andermaln dergleichen cisur samt ihren Leuten ohne einiges Leid gehalten worden i und daß p sie bald wieder zurücke kehren. Aus dem Lager t» Mich«. V§N Aleppo OimAmr bslls. Mm Khmfürstlichett Durchleucht aus Bayem Antwort-Schreibern M ö<^c/^e ^/^r-ro I^kUcepimus eas ^ gua8 36 nys exOsmpo sä blillsm rrsnsmiüüi ' Literas; czuibus nobis liZnisicss » pro yuc> tu lecurum ä blobis commestum ästiäerss. b^os ecjuläem non slio mo6o, c>u2m bellicis Lxpech'uonibus v intenri, ^6vsnrum ejus, vel omnino reculsrs , vel sliukl ln »> ^mpus , nemine 16 in rsli rerum listu xczue Isruro , öitkerre " poilemus, cum ?ropotitivnes russ moclernse Inrenrioni noÜrr f- psrum cbnkormes»juöicemus. LNL rsmen kiersre morl, sccesium l'ibi bunc acl L»> " ürs nolkrs conce 6 imus, es gu» k^obis Imperator luus rekeren- »> 6 a libl injunxir, benigne su 6 ituri : <)uem in sinem Lr »> portum pro 8 ecuricste rus expeäirs, Lc ei c^ui lirerss rus; all »> blos rulic s 6 re reverrsnri illuN rrs 6 i jullünus, msn 6 sro insuper " <üommen 6 sntl nolkrv 8 >msa 6 rise Uaro ^ uc ^e luosgue mo 6 o " eiäsm prselcripto sc suKcienti millte 5 ecure s 6 noürs comire- >> cur cslira; Lui ruro con 66 ere poterir. Osbsmus excsliri; no- » Uris sd LelZrsäum poÜci, 6 .2 r. /^ug. 168 8 . NA tz«d- RU« W Älls cisÄs l!iS^ ^TÄ^Ph^cht -nd-j. Ln-s--L-!m. ^ ^.MVSLSk'" . ^»LZ«ZLZiUK! ^erDollmeklcher-onEu. Kayserin Befch!habe/m un^nunÄ^ Zer zukommen 4 ur welchen ihr sicher Gelestvon uns beachret ^ " Nun könnten wir zwar wohi/die wir amebo mir als Kriegshandeln beschäfftigt sind/ dessen hjeherRseenwed?a^ " Mhlaaen / oder aufeme andere Zeit / ohne daß uns emmd solches » verdench-n könnte bey letzlgen Zu,tand aufschietzen/ind^m^ k!-^«u»°-kÜ"?uEi^ÄÄag-r ^ SLLKr^ LLSLr Den rz. Äugusti ist die Ärbeit an dergrossen ögttsrletkar^foct« gesetztworden/und werln eben diesen Tag das von Ofen abaeiTe schwehre Geschul? / samt denen^rciglcric-tiequigte^ wovon abee zwey Schiff mit Bomben und Skuckkugeln gefuncken / ohnweit Be^ - grad ankomenals brachte man diese höchst verlangte Mahren den,^ vomWaffer indasLager/und den rs. aufdie tj^scrien/damandann den 26. örcckc zu schieffen sngefangen. Weiln nun die Unsriaew mit denen ^pprocken gantz nahe an die Stadt Mauer kommen als lidten sievonStein-werffen grossen Ungemach / dahero danndie'^o- Nachdem auch die Belagerte warqenommendaß ^hr Mmförgs' Durä-l. in Bayern befohlen / die oberhalb der Stadt acliand-n- Schiffbrücke/fur selbige hrnabgelaffen/und um denenselben die blßbera prattieirte Aus-undSmfurch über die.Donau zu verwehren/ eine Dddd d«- KkrchnLt der Lürcki«. Nr««. L 78 Ra^strl. Nlas mrd dero hohen Allürtcn halbe Stund unterhalb der Stadt auffzurichren / der AnfänqU. macht worden/als haben selbige/au ff die zur Bewahrung der Brücke eommendirte 400. Mann/scharff Feur gegeben/ deren fünferscdvffkn/ auch zoo. Jnnwohner sich nur ihren besten Sachen zu Schiff begeben/um sich noch zeit ich zu i.iiv lren / welche aber von denen MUchrn Huffarendrey Meil unter Belgrad an das Land zu fahren genöthi^ worben/jedoch in deren Angesicht ihreMobilien in die Donau ge,M-s- ftn / die so dann gefänglich angenommen und in das Lager gebracht worden. Nechst diesen mheilte auch Ihre Churfürst!. Durch!, um das Lager eine cilcum i-^i-lanons-Lmie zu ziehen. Eben an diesen Tag ertheilken einige geheime Schreiben aus dem Türkischen Feldlager bey Nrscha/daß die daselbst stehende Türrkizchen Armee über 6oc>o.Mann nicht starck/ und darzu voller Bestürtzung fey/das übrige Volck aber hakte sich hin und wieder in die Flucht lH- virt'.der^cngiucr habe dentli'iisri Lüsssdsn Kopfmiteigner s^oc^ E M «rj z»»i> B»^l KükM Hand abgeschlagen/weil er der gegebenen Or-ckrc- nir nachgeft-lget/noch a>k>/IN k«!. r>»i> 0,', N?!'S tue Sak! zu sei>en ge« sich an dem ps ls, wo die Christliche Armee über di trachtet/verschantzt hatte; als wodurch die Übersetzung desto schwehrer wäre gemacht worden. Den ry. setzte man dis^rt-,que mit guten Tu-csls fort: al'ermas- ftn mir zo.Canonen und i s. Feuer-Mörstln / werunkcr einige fünff Centner schwehre Bomben warffen/die Belagerten schon dermaffcn geangsligt wurden/daß der Überläufer Aussag nach / die Janitscharen sich schon etlich mal aus Schrecken für den Feuer in die Keller verkrochen/aus denen sie/von ihren Officiren/mit Brügeln zur Arbeit ausgs- trieben/auch andern zumExempel deren fünff aufgehenckt worden. Absonderlich haben ihnen die Bomben einen ziemlichen Scheck- ken emgejagt/Massen denn eine davon von des Veziers Bedienten/ welche unter den Thor sich befunden /16. auf einmal erschlagen. Es ward auch durch das continuirliche Schlesien abermahls das Obcr- theil eines viercckichten mit Bley gedeckten (zwischen unfern Batterien von welchen aus man die öreckc zu eröffnen vor und bereits angefan- aen-stehenden Tdurns / ausdem die Belagerte bißhero grossere- Mence erwiesen/abgeworffen / und mit solchen der Graben ziemlich angefüllt / denenselbeni auch die auf der Stadt Maur gehabte «leisnce biß gegen zoo. Schritt lang benommen worden / undman also die Hoffnung bekommen / innerhalb fünff oder sechs Tagen eine solche Oeffnung an der Stadt-Mauer zu machen / welche zu ME sung desSwrmsgenugfam ware/bevorab/wann die gegen dieMguer tu bauen angesangene/unb schon damchl fast verfertigt-gewesene-^l» ckkiee Ems echss Alßi -lirrt r^-ii :n:Ä '.!^> L-s^ 'Ä 'E 8 Triumph - leuchtenderRnegs-He stn. Dr ittexTheil. 579 neu bep deren Lösung guten Effect thun sollte/imwelchepArbeit die Minim/ von Ihro Chursürst!. Durch!. vermittelst verMeten Schenkungen eifrigst lUmuurt wurdi.Jmmitkels halte man auch dem Feind aus einer andern Boschs-,,und einen mit Pallisaden besetzt gehaltenen Dünckeme nr verjagt / und nach dem man wahrgenommen / daß die Türcken von dannen auch eine Gegen Linie zu macken / und sich dahiri^ der mit Pallisaden zu verbauen angefangen / einige Stücks dahin ge- rjchtet/um selbige an Ihrer Arbeit zu verhindern. Den 28. ist in den ^pprocken der General Feld-Marschall Graf vsn Scherffenberg/und mit ihme der General Wachtmeister karon Wallis/der Obriste Straffer/z. ObristLieutenanr/ 2. Obrist Wachtmeister gewesen,Die gcmtze Nacht warst man aus allen MörsernFeuer hinein/und mit anbrechenden Tag beschösse man die Vestung von allen Batterien. Zwischen 7. und 8 - Uhr ließ der Feind seine Mine welche er gebaut/in Hoffnung eine grosse mit8.Canonen montirteBat« k-rie zu ruiniren/springen/welche etliche Schritt vorder Batterie auf- gangeu/aber keinen Schaden gethan. Hingegen hatte eine feindliche Bombe so aufeine Batterie in die Pulver-Kammer gefallen/2o.Cent- ner Pulvers/doch ohneBeschadigung eines einigen/in die Lufft geworf- fen- Woraufder Feind/in Meinung/ daß dieser Unfall in denen äp- prockeneine grosse Llontullon werde csu6rt habend etliche hundert Mann starck mit Sabeln und Sensen heraus gefallen / und linckerss wohl als rechter Seits die Unfern atta qmrt; Lincker Hand ist der Here General Feld-Marschall Graf von Scherffenberg/vor denen T'ren- ckesn den Feind entgegen gangen/welchen der Obrijte Straffer mit der K-lervs gleich gefo!gt/die Türcken mit Verlust zurück geschlagen/ von welchen unterschiedliche Türcken-Köpfe/ zurück gebracht worden. Gleicher Gestalt ist auch aufder rechten Zeiten / der General Wachtmeister g^ron Wallis dem Feind entgegen gangen / und demselben mit Verlust repouürt; immittelst ermangelte auch das Geschütz nicht seine erforderte Schuldigkeit tapffer gegen der Stadt-Mauer abzu- ^^Gleich nach diesen geendigten Aus - und Anfall liefNachricht ein/ daßdie Hussarn und Heyducken von Walkowar in die 1000. Man» ssarck die Sau paffirt/und einen Ort in Bosnien so man 8erem-,snüc mnnnet/und i S.Meil von Belgrad entfernet/uberfallen/und aus 400 Türcken darinnen niedergehauen/gut-e Beute erhalten/die darinnen aeweseneSclaven erledigt und nach dem Lager gebracht. Vo» chrer Beute verehrten sie Ihr. Churfürstl.Durchl. ein Pferd mit kost- Ddddij -am /8lren/ doch blieben wieder etliche von denen Unsrigen. Unsere Mittlrer gaben gute Hoffnung / daß ßemir ZW M§ii DÄM DO «M ÜGgi hLtti Triumph-len chtönbev R n'eZs--Hrlm. DnH erThett M ihren Mmerr unter der Mauer ziemlich sv-mc-rr waren/ allein des Feindes Contramine hat die unsrige entdecket/ daß diesesVorhabm- stüchtloß vergangen. Daraufleqren sie zwey andere Minen an; doch fttzteman diegroste Hoffnung auf die Stücke/ Bomben undCarech ftn/ als Mlche Tag und Nacht nicht feyekten / und nach der Uberläuf- ftr Aussage nach starck entzündeten wo sie nur hmfielen / da dann Ders 8. bis io aufeinma! mdisStadt flogen Nunmekro gab sich die Mauer nach und nach / und war rechtes Hand die Breche schon ziemlich weit: allein so Siel man sehen kuntr/Ar- daueke sich der Feind mit Pallisaden undWollen-auch Sand-Sachen/ und verwahrte damit die Breche. Hingegen machen die Unsrige alte Anstalten bey genugsam gelegteL Breche den Graben / so 16. Schuh kkf/26, aber breit durch Fässer und Fajchinrn anzufüllen /.und zu stürmen/ woraufsich der gemeine Soldat freuete/und zu besserer Belchü- tzung für dem Feuer mit lauter Ochsen und Kuhhäuten sich versehen. Zhro Durch!. Printz vouSavsyen wurde mit einer Musquetem- Kugel oberhalb des Knies hart bleffm. Eine ftinvische Bombe zündete heut abermal 1 s. Centner Pulver an/ so 6. von denen Unsrigen erschlagen/ und dabey viel bleffirt; am verwunderlichsten war/daß der Feind nur zwey Mörsel / nach der Merlauffer Auffage/hatte/und dam noch so gewiß krasse und solchen Schaden zusügte/und soll es ein über- Zelauffewek Wut scher Feuerwerker gewesen seyn/so mlt Verlaugnung feines Glaubens auch alle Lieb zu seiner Nation serlaugnet/ und da- tzero solchen Schaden hinaus gespieler. Von unser» schweren Stücken wurden durch das eontinuulichs Feuer bis jetzo fünff unbrauchbar gemacher / deswegen man gezwungen worden um mehrere ^ru^erie zuschicken. Den r i. dito ist Herr General Dünnewald mit denen Kapserlichen Regimentern zuPjerd/ ausserCaprara/Caraffa/ Häußier/SavoyenundKisei / so nebst der Chur Bayerischen Cavalleriebey Belgrad blieben/gegen Semendria aufaebrochen / denen Ihr Hoch, ürstl. Durch!, von Lottringen/ wekl)er kurb daraufimLugerangelangt/ und nach Besichtigung der bev^hr Chm'fürst!- Durch!, das Mittagmaht eingenommen / gs- folat/ und gew-llet mit diesen 12.Regimentern zuPferd/ als Sach- senlauenburq Dünnewald-Palff-Taff-Montecuculisch-Commercy- N-ubura Croy Serau-Styrmm-Cronsfeld und Wurtenbergischen/ dam auch Printz Louis von Baden stoffen so« gegen dre Brucken t'ra- ign> und Nicopolis zu nehmen / und die noch verende Tartarnsel- biaer Orten zu csiNis'-ren/ und Bericht cmzuzichcn/ wie ekwan selbiger Oerter Landschafft in Csntribution zu setzen; wrewol die Vermutung / _Röm RZ'-sirl Mkäsest und der- h-hen AU-rrtm ist / daß auch ein ander Dessen, darunter begriffenlevn könne/ undun- ker demselben auch die Wegnehmung der StadlNicopolisbegriffen sc». Bcschrei- Es ist aber mehr-bemeldtes Nicspolis / zu teutsch Schiltaul/ tb ne Stadt und Schloß mit einer Mauer von Ziegelsteinen umgeben; ^ ' welche etliche zu einer Stadt in Mysia / andere zur Hauptstadt in Bulgarin/ noch andere zu einer Stadt rn Dacia machen. Ein Theildie, ser Stadt wird von der Donau angenetzet / der andere aber liegt aufei- nem Hügel/ da rund herum fruchtbare Felder/ und Lust bereicherte Hügel befindlich. DieserOrt ist wegen der von Kayser Eigismundo daselbstum glücklichgelieferten Schlacht annoch in starckem Gerüchte undtrauri, ger Gedachtniß/ welches Unglück so lang Ungarn stehet/ wol unvergessen bleiben wird. Wir verhoffen dem Leser keinen üblen Gefallen zu erweisen / so wir dessen kurtzeEntschilderung/zumalunsSieg-Gele, genheik nach Nicopolis geführt/hiemit einrücken. BesHrei- Es hatte der.Tyrann Basazeth/ dem Griechischen Kayscr/die Law bun» der der zu Braccia / Macedonia/ Un ler Müssen/und fast das ganhe Grie- Schlacht chenland / bis aufAkhen und Morea abgenommen / und begunte nun U"' auch dis Hungarische Grantzen anzufallen. Wie er dann in Ober,. copM. ' Mosten / Bulgarien / Servien und Rascien/viele Platze erobert/nach, dem crMarcum Crojowiz/denFürsken in Bulgarien/fast mit demgaw tzm Bulgarischen und Svrfischen Adel / in einem Tressen erschlagen hatte / und nun gar bis in Bosnien / ein der Krön Hungarn einverleib, tes Königreich lireiffte. König Sigismundus ließ ihn/ durch Gesandten fragen: Aus was Ursachen er / von denen Hungarn nie beleidigt / gegen der Krön Unterthanen solche Feindschaffc erwiese? Bajazeth hielte den Gesand« ten einezeitlang auf/und als er inzwischen dieBulgarcy vollends ero» bert/ ließ er im Palall an allen Wanden Türckische Waffen aufhaw gen/ und solche denen Gesandten zeigend/ sagteer: So lang wir diese Waffen kragen / und führen können / haben wir Rechts genug / nickt allein zur Bulgare,) / sondern zur gantzcn Welt. Hat Euer König mehrers Recht hierzu / und altere Briefe/so wag er kommen /und uns dieselbe vorlegen: Wir wollen ihm solche Sprüche entgegen setzen / die denseinigen genugsam die Waag halten sollen. . ^ . Ais die Gesandten dem Kayser diese Antwort zuruck brachten/ sammelte er ein grosses Heer von Hungarn / Böhmen undTeukMM aus Oesterreich/ Schwaben/Bayern und Lützenburg. König Mi kB» D «M A dr hilki Mli, Rh « Tn'amph-renchtmd-r R riegs-»H«!m Dritter Thekk. s8Z mFranckreich erlaubte eimmjeden/ der Lusthatte/ diesem Zü^bkM- wohnen. Hertzog Johannes von Burgund / erbäte gleichfals von seinem Vatter diese Erlanbniß/und ward General über die Volunksirr; deme zu lieb viel Frantzösische Herren / und alkverfuchte tapfere Ritter Kikzogen. Mit ihnen waren 8ooo. Reuter und 4000. Fußgängex auserlesenes Voick/ und unter demselben bcy ;ooo von Adel. Als diezuOfen beymKayser angelangren/ wurden sie mit Frolocken enu pfangen. Kayser Sigismundus brach den 4. Julii von Ofen auf/ mit einem Heer von r 20020. Mann / und zöge am achten Tag über dis Donau. Nachdem er dis Bulgaren und des Feinds Land berrekren/ schlug es Hertzog Hannsen und noch zoo. von seinen Edlen zu Rittern. Das Heer zöge in dieser Ordnung. Der Hungarische General über die Reuters») hatte mit roooo. Reisigen / und.looOO. Fußknechten den Vorzug/weil ihnen die Türckische Art zu kriegen am bekanntesten war. Ihme folgte der Frantzösische General über die Reutsrev/ und hatte bei) sich glle Ausländische Hülffe. Den Nachzug hakte der Stadthalter von Böhmen/ mit denen Böhmen und Temschen. Hieraus belagerten sieNicopolinsoBchazeth mit Türcken besetzt hatte; Damit sie aber keinen Feind am Rücken dessen / eroberten sie zuvor wieder alle Städteund Plätze in Bulgarien / und legten sich als- dann zu Anfang des Ex'plembri mit der gantzen völligen Macht für s Nicopolis. Hertzog Hannsen von Burgund wolte die Zeit vor der P Stadt zu lang werden /und nahm sich vor mit seinen Frantzosen weiter in des Feinds Land zu drmgm/ welches sie auch gethan/ und sie das Glück so günstig beblickek/ daß sie / auf zooo. Türcken niedergelegt/ und der von Couc»/ so die Frantzösische Völcker commenclirte ohne Verlust einiges Manns wieder zurück in der Christen Lager gelangt. Als Bai'azeth der Seinen Niederlag erfahren/ ergrimmte er über die Christen/ und führte aüe feine Macht zusammen / em Heer von rsOOOO.Köpsscn/zochvonConsiantinopelab/wclchsStädter damals belägerte/mid eilte avfNicopobs zu.Als die Kundjchüsster die Zeitung von diesem Anzua mir grossem Geschrey ins Lager brachten: Liesse Hertzog Johannes/ derdazumal zur Tafelsasse/ alsobaldzu Pferd blasen. Fast ,'n einem Augenblick/ war sein Zelt von denen Frantzosen und Ausländern gantz umgeben/ und weil diesem Haussen / neben einer Anzahl Hungarn/im Nächsten Kriegs Rath der erste Angriff in,Streit zuerkannr worden/ als eilten sie auch der Hunggrn unerwartet / dm Feind §84 RömRaisiLNaj. und bei - hHhen MrMm Feind anzugreiffen/ und obwolenKaiser Sigmund zuverweiknN/ .gaben sie dannoeh kern Gehör/ in MeinungBajazech würde ihnmM« Kayser Sigismund feierte inzwischen nicht/ die andere beyd§ L -V Dl»! deneObristenrJch fürchte der Franzosen thörichtLl Ebrgeitz werde uns Heut eine blutige Wederlag verursachen; womit er leydergeweiffagt. Der Feind rückte nun heran in halb Mord gestalteter OchlachtDrh, nung/voran zogm losoo Reuter/nach diesen die Azappl/und hinter Henenselben die Jgnitscharen / zu beydenseiten mit Remer-Flügeln bedeckt. Die Franzosen / griffen den vordersten Haussen? mit solcher' Wut an / daß sie selbigen gleich anfangs hinter .sich weichen maststen/ auch alsofort unter denen Azappen einblütiges Metzeln zu verüben de« guute« Ais aber das übrige Heer derTürcken herbeyvückte/ wurden sieZon den halben Mond deffenHörner sich in die Runde schlosset gantz umzingelt und eingefangen/also/daß sie von fornen / hinderr/uns allerseits angefallen / stand halten und fechten muffen. Weit insonderheit die Janitscharen ihnen auf den Hals waren / sprangen sie von den Pferden/ und fochten also zu Fuß mit unglaublicher Tapferkeit. Solcher gestalt aber von denen Türcken übermengt und umringt/ kunnten sie in die Lange nicht auLdsturen / weil ihnen aus den Christlichen Lager keinEntsatz käme. Dann als ihre Pferde also ledig dem Lager zugelsuffen / meintM Hie Ungarn/Böhmen undTeutschen/die eben jetzt imAnzugwaren/die Franzosen waren geschlagen: dannenhers sie nicht säumten sich nach der Flucht umzusehen / also wurden die Franzosen alle / wenig ausgenommen/ auch viele von denen Flüchtigen geschlagen -der Jefangen. KavserSigmund.den Hochmut der Franzofen/ dec den Turcken diesen Sieg eingehändtgt/verfluchend/entkame mit dem Haubtmann d« Rhodiser und fünff andern Reutern nährlichin zwev SchW/die sie ohngesehr am Ufer derDonau fanden/aufwelchen er sonder einigeW- fuhrt auf gut Glück fortsegelte/biß eroberhalbConstantinopel/aufdas schwartze Meer kam : allda er den Venedischen ^clmirsi t komsm Lsrmsbls ^oren iAo antraf / der ihn aufnahm / Md nach langen umfahren «» ' Dalmatien aussetzte Es geschähe aber diese Schlacht /rnno i derWriste« den - 8. 8spr. an einen Montag. Der Christen wurden 2 yooocher bey Rico- Türcken aber Looco. erschlagen / woraus abzunehmen wie blutig dem »oly. Bajazeth dieser Sieg zu theil worden; und wie tapfer die Christen gefachten ; welche sonder zweiffel /lware eöohne der Franzosen Uberniur Sewesen/ dasFeld erhalten hatten» ßMjll H0s>er! Mdie rMi chaus Di»! chM! Triumph --k uchtenderRMs^ Helm! DM^THerl.s 3 f " An. 1444- als UladjslauS zu seiner unglücklichen Schlacht und jämmerliche Niederlage nach Varna mit seiner Armes bey Nicopokin fürüber reifete / käme bey dieser Stadt zu ihn der Fürst aus der Wallache»/vracula, und vermahnte ihn / daß er doch nicht mit so wenigem Volck dem gewissen Tod entgegen ziehen sollte/ der Groß - Türck Amu- rath pflegte ein grossere Heer nur auf die Jagt mit sich zu nehmen. Dann der König führte etwan i svoo. HungarnundPolacken? und etwas Fuß-Volck von Creutz-Bezeichneten. Weil er «herauf die Hülffe der Griechen / Burgunder und Jtalianer / sein Absehen hatte / ließ er diese Warnung sich nicht anfechten / sondern zöge fort/ nachdem des vrscula Sohn mit 4000. Moldauern zu ihm gestoßen. Mj Ehebevor wir aber die/es Merck mit den Schluß bekrantzen / fm Zwey -ck; gmwir/ zu mehrerer Bekrafftigung/annoch zwey Schreiben/ dietag- schreibe» Alt liche Operariorien bey dieser Belgradischen Belagerung belangend / «ads mit ein / die zwar in Benennung der Tage / nicht aber der Verrichtung grad brmf. xjsck gen / so bißhero berichtet worden, verscheiden / dereneines / ein tapffer- f«nd. L'n? mutigster H 4 d / dessen öffters dieser Sieg- belorbeerte Kriegs - Helm SW in verschiedenen Ruhm versicherten -Dionen Meldung gethan/ selbst- handig ausgezeichnet/und in diesen Folge-Zeilen bestehet. ctuK Im Baysirl. Leid -- Lager vor Gnechrsch - weWnburg den 27. Aug. 1688. Den 27. Aug. die vergangene Nacht / ist keiner todt geblieben/» etliche aber blelbrt/und ob es zwar diegantze Nacht geregnet/ hat» mandocheinenziemlichen Anfang ander grossen Batterie gemacht;» Der Feind hatte eine Mne springen lassen / uns aber keinen Schadm» qethan. Die Brücke / so auf der Zigeuner - Insel stehet / zerbrecht.» Der Churfürst ist wiederum Nachts in denen Approchen. 400. Man » werden zu Verfertigung der grossen Batterie gedungen/welche vom» Herrn General Caraffa bezahlet. Den 22. Dito ist in Approchen Herr General Feld-Marschall» Lieutenant / Herr Grafvon Scberffenberg. E6 kommen Überlauf » ser und vierWeiber / so um die Gegend bey Cremnitz gefangen wor-» den; Vereine Uberlauffer/welcher überro-Jahr b;y denenTmckeu» gewesen/sagte aus / daß der Feind in die drey tausend Mann starck/» Eere erwarte 5 86 R§m. Lä'ssirl. Mas, und ders h ohen Allirrten ^ »erwarteü>uc-cur8innerhalb 6. Tagen / hätten auf der Donauftrtä^ Ahis »schicket/ solchen zu lolliciciren; Unsere Bsmben thaten grossen Scha- »den/gleichwie heute ftuhesolche bey dem Baffa / so unter dem Tim » gesessen / 6. seiner Pagen und Diener todt geschlagen hätte; von einer »este-Ai ven Mine wüste er nichts / sie hätten zwar etliche angefangen, » durch fünff sind /zu stellen / und das Mauer - Merck von denen viel ab- M? » gebrannten Häuserrr einzuwerffen und zu complaniren / auf daß M! » man den Fuß der dicken Vestungs - Mauern recht beschießen kön- » ne. Diesen Tag feuerte man starck auf die Vesiung von allen 5. » Batterien Mit allem Geschütz / und wird viel Feuer hineingeworf- E !-lM. M Ein anders/ Wien den z. Septcmbr. jiBB Wri Gestern / gegebenen Versprechen nach / berichte / daß ein Chur-- MD » Bayerischer Cu- rier mitgebracbt / wie daß den 22. , aus B „29 Stücken / und 22. Feuer - Mörsern mit solchem Effect und Be-- MG " angstrgung der Türcken / Belgrad zu beschießen / angefangen wor- M ei ,> den / daß man binnen zwey Tagen schon völlig inM Stadt / und tzM « den Feind an Bearbeitung der Abschnitte sehen können. Die Tür-- «tzck " cken haben zwar eine Mine/ in Meinung unsere Batterie zu ruim- tzßck »ren/ springen laßen/ und starck auf die Unsrige ausgefallen/allein „ weiln selbe zu kurtz / und ohne einigen Schaden gebrochen / auch Mi ,, unsere Leute eben in Bereitschaffr gestanden / ist selbiger «ebenst Wir ,, Hmderlaßung vieler Todten und Gefangenen wieder zuruck geja- W-g>z », get worden; und ist von unfern keiner todt geblieben / sondern nur MM« » viertzig verwundet. Die Breche hat den z tten schon völlig gelegt M " seyn sollen / eö werden aber Jbro Churfürstliche Durchleucht vor » Sturm noch warnen lassen / sich zu ergeben / oder des vornehmen- . i den Sturms Lb Lxemplo Neu-- Häusel / des Kindes in Mutter- »> Leibe nicht solle verschonet werden- Das Feuer / so wir dafür ge- »> brauen / ist nicht zu beschreiben / und weiln man an ehister Er- M „ oberung nicht mehr zweiffelt / als ist der Printz deCommercy schon » bestimmet / diese erfreuliche Zeitung nach Wien zu Überbringern „ Von unfern Mörsern ist einer / wegen allzugrosser Hitze gesprun- „ gen / es hat aber derselbe weiters keinen Schaden verursachet/ »> ausser daß ein LonneKsbel und drey MuHuekirer gefährlich ver- , brennet worden. Zu Simendria hat man hergegen achtzehen ver- » steckte Stücke / und eine solche c^usncitat an Äuniuon gefunden/ », daß daran kein Abgang ru besorgen. tzM, Kieftö EkH _Triump h-leuchtenderLn'egs-Helm. Dritter Thell. 5 §9 Dieses sind erstbemeldete von fürnebmer Hand abgelassene Schreiben / denen wir zur letze / eine zum Türcken-Verderb höchst- beförderliche / für die Christlich - Allrrte aber / aufferst-profitable/ dock auch zugleich / wegen vieler mit hingerissenen Chnstrnleute / entsetzliche Zeitung beyfügen : Es brachte nemlich eine Feloucque von Smirna die Nachricht nach dem Sieg-wuchrenden Venedig /Smima daß durch ein vermercktes Erdbeben daselbst / das durch die Engel- wird durch ländisch und Holländische Kauffleute / in grosser Meng dahin ge-A^r m,d brachte Pulver / so sie denen Türcken verkaufst / jählings samt Le- nnmtt. nen Häusern / wo es gestanden / in die Lufft geflogen/ andere Hauser angezundet / daß dadurch ein solches Elend entstanden/ daß nicht allein durch die Brunst viel Leute verdorben/ sondern vielmehr durch das Erschüttern und Einfallen der Hauser/viel tausend Seelen jämmerlich um das Leben kommen/ und verdeckt worden; Ist also von dieser grossen und herrlichen Stadt nichts mehr übrig/als das Schloß/ und eins einige Reihe Hauser / wodurch also nicht nur allein diese Engel - und Holländische Kauffleute groß in Schaden gekommen seyn/ sondern es dörfften auch wohl Kauffleute in andern Europäischen Landern darüber seuffzen. Indem uns aber die Feder noch auf Venedig geführet / als müssen wir zum Beschluß / was dieser Durchleuchtigsten Republique Ruhm-glantzeflder Doge anjetzo verrichtet / mit an-und einführen; und wolte man in Venedig für gantz gewiß versichern/ daß selbiger das Castell auf der Brücke zu Negroponte behauptet / und sich eise- Astes Ur rigst angelegen seyn lafft/auch die Stadt bald zu bezwingen; welchen Ruff und Gerücht die Gnade des Hnnmels beypflichten und wahr- hasst machen wolle. Unsere Feder war jetzt schon mißvergnügt angesttzt / als Fama in seine Trompete stieß / und mit Hellem Halse erthönen ließe; wie daß endlich Belgrad den 6. Septembr. mit stürmender Hand erstritten worden. Welche liebliche Zeitung Printz Vaudemont Ihr. Kayserlichen Meng Majestät verkündigte. Ihr- Chur - Fürstlichen Durchleucht aber/ ^obe« der Chur-Furftm von Bayern/ der Herr GrafNohthafft wissend gemacht/der von W'en auch nach BaveNa- d abzuachen/von Hhr Chur-Fürstsi Durchs deßwegen beordert worden/ . " s Verhof- 5-s Röm. Ra^sirl. Maj unv der- h-he n Alittrten/ Verhoffmtlich sind durch diese Zeilen / die in denen CuWL Lesern verborgene Freuden-Funcken nunmehr entzündet/und ine ne völlige Brunst ausgeschlagen: welche wieder mit dem weitläuM, gen Bericht dieser stürmenden Eroberung zu vergnügen und löschen zu können / ich wünschen wolle; Allein/in dem die Eile uns so grosse Mrticularitäten noch nicht eingehändigt / als wollen wir versuchen/ ob nicht durch den / aus unterschiedlichen fürnehmen Brief - Federn geschloffenen / glaubhaffresien Bericht/dieses Verlangens-Feuer in etwas könne gestillet und ersattiget werden- Solcher aber bestehet in Folge/ daß nemlich Jhro Chur-Fürst« liche Durchleucht alle Anstalt zum General - Sturm gemacht / der auch früh Morgens um vier Uhr seinen Anfang genommen- An Muth und Tapfferkeit der Stürmenden/war nicht zu zweiffeln: indem Jhro Chur - Fürstliche Durchleucht selbst heldenmühtigst das Bmivttffel- Commando führte; Allein/der Bestürmten Wuth war auch so verte Gegen, zweiffelr/ daß die Unsrige/nach sechsstündigem scharffen Gesechl/end- Belagert« ^ weichen und sich zu retiriren begunten- kburfZrstl. So bald solches Jhro Thur-Fürstliche Durchleucht vermerckt/ Eermah. ritten Sie mit entblöftem D'gen voraus/und denen zurück-weich-n- «unq ail die ^ Soldaten entgegen / denen er mit diesen Worten zugesprochen r Dvlvare«. Greben Brüder ! stauet mich an ! und sitzet / was ich rtzu«! Folget mir nach! Bestür- Worauf die Unsrige / von neuem mit Muth belebet / so Hel- vmng/Erv« denmürhig angesetzt / daß die Vestung Griechisch - Weissenburg / Niede?m? Stadt und Schloß mit einander / stürmender Hand übergangen / lung in da dann von der Besatzung und denen darinnen übrigen Gesindlein/ Belgrad, nicht ein Mann übrig gelassen / noch des Kinds im Mutter - Leibe verschonet worden. Ja was noch mehr / so haben theils erbitterte Soldaten/ welche keinen Degen noch anders Gewehr mehr gehabt/ dieTürcken mit Brod-Meffern erstochen/uud nach ihren Lugen-Pro« pheten Mahomet geschickt. Tod fsrneh. Allein diese Sieges-Palmen so der Höchste verliehen/ sind nicht wer Verso» ohne Cypreffen - Zweige / und ist die Suffgkeit dieser Eroberung / Belgrad^ iinilich mit der /Uoe und Wermuth des Tods/und VerwundaulW geblieben. Triumph-leuchtender D ncgs-Helm DrktttrTheA. f 9 r so vieler tapffern Generalen und Helden / in etwas vergället worden; indem hiebey Herr General von Scherffenberg / nebst Herrn Obristen Grafen von Tburn/ Grafen Styrum/ Emanuel von Fürstenberg / Fürsten von Lichtenstein/ und zweyen Grafen von Stah- renberg / ihr Leben beygesetzet / denen in Ermanglung des Lorbeer- Krantzes/womit sie die Zeit bekrantzen können / die mwerweckliche Himmels - Krön und Ewigkeits- Kräntze zu theil worden. Der gemeinen Soldaten wollen etliche 500. andere 600. noch andere mehr/ viele auch weniger zehlen. Welches die Folge der Zeit entscheiden wird. Jhro Chm - Fürstliche Durchleucht voll Bayern / welchen dieCkur.Fürst in denen Geschicht-Schrifften verewigkeiteteButscheHelden-Ahnen/ausGay. -zrioviiius und ^rminius, schon in ihren Tapfferkeirs - Ruhm aufgenommen/und solchen mit ihm getheilt/erhielte bey dieser Stür- "'' mung / zwo Verwundungen / eine durch einen Theil an der Hand/ (wiewol eine andere fürnehme Feder geschrieben / an die Wangen/) die andere mit einem Stein am Haupt. Doch wüste die Himmlische Allmacht diese Schickungen so zu regieren/daß solche Verletzung nicht Lebens gefährlich worden/und hiedurch gezeigt/daß dieser Held/ zwar könne verwundet / nimmer aber überwunden werden/ als welcher unsrem Teutschland geschenckt scheint zum Verderb der Butschen Feinde / die noch serners verspühren werden / wie schwehr es falle/den Bayrischen Löwen zum Feirrde zu haben. Unter denen übrigen Blesstten / befand sich auch der Hertzog von Mantua/ der als ein Austander/die Butsche Heldenmüthigkeit nicht gnugsam bewundern können; Uber das auch verschiedene vornehme Generals-Personen/welche die nachfolgende Posten benannt- lich machen werben. Nrchst dieser höchst-belieblichen Zeitung von Belgrads Eroberung/vergesellschafftete die tausend zungichte Fama noch eine andere nicht weniger vortheilkaffre: Wie daß nemlich Printz Louis voriBaffa vou Baaden / mit einer vrel gerinaern Anzahl / den Bassa von Bosnia/Dmia der sich sechzehen lausend Türcken starck befunden haben soll / ange-Ud A. fallen / und mit solcher Heldenmüthigkeit in sie gesetzt/ daß vön die-'*' ^ ftr grossen Menge nicht nur acht tausend auf dem Platz gestreckt geblieben/ s 9 2 ' Röm. Räysirl. Mas. und Hers hohen ÄlllirtLN blieben/sondern noch 2020. gefangen worden / und also die bwUl?. arad gebliebene Helden gerochen/und diese Türcken-Aeser zum Der. söhn-Opffer abgelchlachtet worden. Und hiemit hemmen wir den Feder - Lauff dieses dritten Theils, des Ruhm-belorberten/Triumph,leuchtenden und Glantz-erhöheten Krieg-Helms / welcher der höchste Himmels-Monarch noch ferner/ wie bishero / dem Turcken - Mond Furcht - entsetzlich machen / und aus allen / ehmals Christlich-gesinnten/Platzen vertagen wolle: Damit das darinnen erloschene Liecht des Christlichen Glaubens/ wieder ^gezündet werden/ und Zeit und Ewigkeit/ Unfern Christ liebenden/ und von der gantzen Christenheit geliebten Monarchen/ I» L () ? oI- 0 uk! den Grossen und Siegenden / bewundern möge! E N D E-' MN «vs Mt- . über Dre merckkvürdigsten Sachen in diesem dritten Theil. A. )BZejandre der Venetianer i.» werden gleich Königlichen tractirt 425 Abgörrifche Spiegel - Beschauung n§ Absagung des Türcken in Siebenbürgen 496 Abschied der Sultana Bassa 26z Abschieds-Rede des Baffa von Srla 3^8 Accords-Puncrender Athenienser Z07 derVesiungErla 357 derer in Lippa 542 derVestungMongatsch ?6o Stuhl-Weissenburgs 460 Achaia wird durch?rocoEregiert 3 r f Acro-Lorinrhus und dessen Benennung/ 19c». wird von Antigono mitWbezwungen/19!. vonden Sicilianem erobert/ 19:. dessen heutiger Zustand. iblö. Adel in Moskau zeucht ungern zuAeld ZS Albanestr sind unglücklich ^ 59 Aleres war nicht der ersteKonig zuCo- rintho ^ 7 ? Alrar des unbekannten GOtteS 314 Alke Einwohner Daciens 498 Alte Merckmaln von den Mnem LZf MerSrand desKönigreichsLaced«- mon 299 Aly Baflä belagert Waradein / 22 s- läßt das Wasser aus dem Graben leiten/ 227. raufftausblngedult den Bart aus / 2 3 o. Erobert dis Vestung durch Accord rzi Ampulle mit dem Blut desH. Stephani 48 Z Amurach belagert Belgrad / 544. muß mit Schimpfs von Belgrad ab;ichen/f4s.erobertZendrew.s64 Andreas bekehrst die Patrassmer zum Christenthum/ nL. wndalldage- martert/ ibich sein Haupt endlich nach Rom gebracht n?' Anerbiereu der Siebenbörg» Depu- tirkm 2zr Anfall der Sicilianer auf Corinth i87 Anfang der Aufruhr in Constanti- nopel 408 des EiebenbürgischenKriegs 29a des Treffens bey Mohatz 134 des vorigen VenerianischenKriegs 270 Anordnung beyderttnglücklichenAr, meevorMohatz ^ 129 Ffff Ansehen 1 Register AnstheudcsMuffti 5 z Anstalk zur Kömgl. Krönung Jose- phi/2!7. heyderKwiMttfl/ zzr. der Tüecksn in Mdrs« und Dalmatien/ 57. Lur BeläMlmgBMTM s^L IlntiZonus bezwingt Acw-Corigth durch sonderbare List rsr Anrwore drsHsrtzsgs vsnLsthringcn an die Siebend.Dsputirrr / ZZK/ Vsr V-'ftung Waradein KufbM Alk Baffa Aufforderung/225. Der U igarilchen Stände auf d'»s EKnV- T lg Proposikion 247 Aurwvrr --Schreiben Jhrs Chur- Fürst!. Dmcdl. aus Bayern an den Oßman Baffa von Aleppo/ 576 >nvtB seltsame Traum-Erfüllung H 2 Apafi wird von dem Ast Vassa zum Fürste'.! in Siebmbürgen erkieset/ 517 Archo ures zu Asten Z r o Archiver überwinden die Tdebaner/ Z87 Ariezaga erobert Tschakan 240 Acren -mderümterEsrinkher 17z Armee der Moseoviter zu Friedens- Zeiten Z 7 Arslana Basta befreyet durch feine unnöhstge Flucht das bclagertePa- lotta 241 8 srarrsthesRatib «Lchier Giacal/49 AragUch wird von den Morlaquen erobert fz r Achen wird belägert uü ergibt sich mit Accord/ zo6/ 307. wieviel Städte dieses Namens inder Welt/ zo8» ist eine von den ältesten Städte«/ List, wer eserbamr/lblch wird durch die Archonres regiert/ ;io.' wird ein Groß-Hertzogthum/ Z17 kommt in Törckische Hände/ ziz. wird m acht Tdeste gethettet/ zir. befestigt zrs Acheuienfer wollen dsnenCorinthern Hü!ff verschaffen/1^6. baffen ein undMicken neue Huiffe/178. siege» über diePerser mit grosftrTapf- ftMit zu Akkstnrhalr der Circaffen 42 der Mainoken 197 Auflagen der Moldauer 945 Aufnahm des Zolls zuCastelnouvo/ 527 Aufruhr deS Bassa OrmnOgli/28 8 . in Constcmtinoxel 408 Augustus erbau er das zerstörte Pa- trasss wieder/ 112. erweiset der Stadt Corinkho viel Gutes/ r?a. streifft inDacien - 499 Auslieferung des gefangenen Baffa Jsmaels/ und was sonderlich babey Vorgängen 122 Ausspruch Johannis Perm wegen der fürhabendm Schlacht beyMo. irr Balragks ^296 Baragozi streifft nach Groß-Wara- dern 224 Barbarigs wird von Pftrdenzertret- tenundbernachgesp-ffet , n8 Barcsäi wirdFürst in Siebenbürgen/ s i s.w-rd gefangen genommen/516 Bartuhscyrgkeik gegen die Gefangene 4/r gegndie Tobten/ . BarottvonOrlick schlagt pieTurcke»/ 2 Z» 2 z. bedecket die Brücke vey M o- hstz IO7 Basta aus Morea erwchien Feffa / an statt Venedig zu ihrem Aufenthalt/ 79 Basta vsnBoßnia wird geschlagi/sH, Baryon (Andreas^ Cardinal / wird Füll! in Siebenbürgen/ 509 erschlagen ibiä. BachsriGab- wirdumgebrachk/si r Bachoki(SiMund) fällt in dasTm- ckische Land / sc,/. Tritt das Für, stenthumSiebenbürgen ab/ 508. fühlet deßwcgen eine Reue/ und kehret wieder / iiM. wird geschlagen/ slo. re;ßt zu dem Kayser und stirbt lbicl. Varhori (^Steplzan) wird Fürst in Siebenbürgen 506 Bauer trägt vrrrahterische Briefe/14 wird gestrafft 15 Bauten samien auf was dir siegende Armee übrig gelassen 166 Becken Handwerck ist nicht in Siebenbürgen 5-rr Becras hat einen gefährlichen Anschlag aus denMahomet und Zai- ma/ r8v. entdecket alle Heimlichkeit 281 Begnadigung des entsetzten Muffti/ ff BegräbnistenderLircassen 44 Bekannrnus des gesangerren Sa- muelowitz 471 Belgrad/sucheGriechifth weisten- burg. B-llerophonris Geschiclss r 84 B-lohnung treuer Dienste/ 428 derTapfferkeit 14s Nenamung Michisch-Weissenburg/ 64 r 2s der Gsgend u>n Kronstadt/ 49z Siebenbürgen 49L Benevenro wird vom Erdbeben zerstört/ 489 Berrholdus richtet die eingefallene Mauren auf dem Jsihmo wieder auf/ belagert Corinth/ und kommt davor um r §6 Beladung aus S« 3 ob geht zum Te- ckcli 4 O 4 Besthenckung von denMofcovischen Czaren / 47. Hn. Grafen von Kö- nigsmarck / 64. des Printzen von Braunschweig und Tourenne/14- BesthreibungAcro. Corinkhus/190. iegg. der Stadt Athen 422 dMrmeydans in Lonstantinopel/ 41z der Brücke Teafam 501 des Schlosses Butschin/ 209 der Caici odsrCosackischenNachen/ s6 LalmuckerTartarn/ 49 der Stadt und SchloßTssianovitz/ 57« des Stadstem Cbonoth/ 2z dert/olumLsD'chanX, 504 derCircassen/ 42 Her Cuadel! in Athen/ z i S derStadtDausenbnrg/ 244 der Sradl Cormthus nach ihrem heutigen Zustand/ a8<4 Der grimmischen Tartarn/ s i Eronsiadt- 4- der Dardanellen» 220 der Stadt Debrezin. 377 der Vestung Derniß. 396 DesD'vans. 19 F fff ij Veschreie hrs Dritten Mcil«.' Der '4NY! Mqröponm Register 348 21 I 412 78 56 z 542 Beschreib. derVesiungErlau der Stadt Essm der F ahne Mahomets/ des Fort OMs/ der Stadt Golombach/ Griechischrveiff nburg. der Vestung Hroß.Waradein/224 der Grabt Hermansiadt. 249 der Iesuiter Kirche ru Napoli. 48; S> Job/ -40z der Kirche der Hei!.Apostelzu Napoli/ 487 DesH-Gaudissi/ 488 derVeltUWKmtt/ A 82 Köwar/ 348 der LaterneDemosthenis/ 92« der Stadt Lepanto und ihres See- Havsns/ 14z /143 der Schlacht Sigiömundi hey^j- 58 r 20z 7t Z,i LipM/ her Mainoten/ Meduns/ der Stadt Msttta/ der Veftrmg M ongatfch/ Nicopolis der Nagayschm Tattarn/ der Insei Opus/ VssCastelsOlirovitz/ derÄresimiqpa'srra der Stadt parrafss rrI.115 desSchloffespcrerwaradein 376 desH^rftnspsrroLrsne 305 der Stadt pv jfega 242 Risano 64 72 197 439 3 OZ 69 §82 4O 77 31 241 eapslrs Serdrew oder Semendria des Castells Sulimanega der Stadt Thebe dcsStädtleinWalps des Wind-Thmnszu Athen Besoldung der Moscomschen Sol. datesque zg BesiärigungZes Trimmisch.Chaans 49 BestvaffuttgLerBedientendesGroß- Tuccken 297 Vcstrckrrmg des KN statt der Essegger Brucken aufgerichtetenDams roo Berhlen Gahsr macht viel Unruh in Kayserl. Erblandm. §ir. dessen Testament 512 Beirre/ wird durch dr'eWEonen vor- thetihaffklqu.urrgleichgetheilet 471 Beweist / daß Salona nicht die alte Stadt Delphis 199 BswMkommung Kaystrl. Maj. in PreßbMA 242 Bier/ der Crimmifch. Tarkarn ; i Brldnus derffurchtzuCorinHo 182 Blur des H. Januar» 492 BosianIi 2«6 Bsrsthay wird Fürstin Siebenbürgen §12 Bräu re der Mhenienser 322 derLacedamonier 30c- Brodzu Clausenburg ^ 2?§ Galoms / nach Mm heutigen Zu- Brsr wird vom ShrMHofkirchen stand LG, übersalken Sa'snicchj §32 BrügelnderjWassachen §26 der Schatz-Rammer des Sul- Brunnen Glauce rzr tans L, Pyrene r8r Zer ehlMhWn unglückl. Schlacht .Brunnen- Schake/ welche man im bmMohatz rzL Sch^ß L"Mn gefunden r,2 tt! D O Mt M lliild iimc! lmm lsiyelr l«W bsm IM A! »Kt des Dritten Theils. Budimiri/ Königs niDalmatirn gu- L«steU Torness kommt an die MM te Anordnung in geistlichen Sa chem 448. theüt Dalmatien in 2. Ertzdistümer 449 Bürger zu Debrezin werden wieder nach ihren verlassenen WohnHäu- sern berußen 37-7 Buß -- Vermahmmg eines neuen Propheten 8 f lianer 202 Caransebes wird erobert. 572. wann es m dcr Tmcken-Hätrde geko^ MeN 57z Lecrsps wird unterschiedlich gehst- del CekemiOn ziehen mit Moskau za Feld. 44» sind Blutschänder Bmschrn wnd nach batten W'-der- CHLausBasja will nichtGroß-Vezier stand vomGeneral Dunnewald er- werden Z60 obert 210.211 ChsMA) wirb von den Tärcken be- E« . rennet 2? Lesseiuar-verlässt das eroberte Cs- Chunen Röm'g kommt bas erstemal rinth ryy mDacien 504 Lalmucker-Tarmri ..sy ChlmeMsallsn zum 2. mal in Dacien Catoprtnen wollen bas Geschlecht der Morssinsnausrottcn 4Z4 LtUninrek/2essLnschlech.Züstattd 5 z 6 Lantzeley der Türcken / kommt in Christliche Hände r Z9 Capicam BaMistin Gefahr 16 cgpriürJniBu^Eifer» §4/ Laraffa Gen. erobert Kövar z §4 rückt für Lippa 559 LaroiusV. erobert Patrasss. ns. in- gleichen Mmelia 121. erhält auch Molicrsa durch) S§mm 12a Casdaglr ' wer dieselben 46 Lastansviz wird abgebrannt.2o8.be- renuet und erobert " 771 Lastet lk^uovo/ von wem es erbauet worden.-203. ward elMsffm von denVmeüanern ersbsrk/ ihnen aber durch die Türcken mrt Sturm wieder aus den Händen gerissen. 204.205. begiebk sich / nebst der Vestung/ endlich wieder unter die Venetianifthe Herrschaft. 207. wird befestiget 327 undPaklwnrrn fOf Chur-Fürst m Bauern wird le- scheucht, s i. dessen Ankunffr in Ungarn. -dich geht mit der Armee gegen Mohatz iv§. den Tnrcken "nt- gegen. 124. seine ^apsserkeit 137. erobert des Groß-Veziers Gezslt. iz8. last den Mohatzischen Sieg Len Papst wissend machen. 158. commendirt di'eKavsersLlrmee 538. dessenZob würdigrUn stalt Ley wahrender Belägeruna Grichischweis- senbnrg. 56z. dessen wachsamer Miß. 56 8. ermahnet die Soldaten und commendirt selber denSkurm. L9O. wird verwundet 591 CtrcWschesErauen-Voltk 42 CirrMeuv von wunderbarer Grösse zuPatrafls 117 Clarrstnburg/ nimmt Kavserl. Besatzung ein. 2zz. woher esdenVa- men Claudioxvlis führe. 29z.woher es den Teutschen Uam-n ba- Z fff nF ve^ra. Register L Z4. wird durch den KüksuckBassa belagert 237 Commendavr zu Jvno wird gefangen und entzwry gehauen 402 Cominendattkett in Erlau werden gefangen genommen 355 Csmmettdamerr-Bestellungen in Morea 171 Loniirmation-^Vahl/ Königs Io- ftphi ZZ 4 LoniiZlio Oivincls, wie und wann es sich versammlet 42.6 Corsn komt in derRömsrGewalt 44 z Covstaner besiegen dieCorinkhier 174 richten em Siegs-Zeichen aus 176 Corinrho/woher es den Namen empfangen. 172. wie es wieder in der Macedonier Hände gerKthen.174. warum es z>rsiöret worden. 179. wird wiedcrerbauet. i Fr.vonMa- domet den ll. belagert/und mitAc- cord erobert. 187.188.189. dessen heutiger Zustand. 189. wird von Bertholdo belagert 496 Csrtncher rüsten sich heimlich wider dieCorfianer ,76 Corittrhisthes Eeh 1 8 2 CorinchisthsMüntze« i8?.r84 Raritäten kommm nach Rom 180 correttorl, wer dieselben und was ihr Amt 4z z cor^jm Gsburts-Hauß sz6 Lorvinus, jagt den Jsaac Balsa bis an Zendrew. 565. wird von Mördern angefallen / undwiderverhosi fen errettet. 566. wirdzuZevdrew gefangen gehalten. fss.xnrsetztBe!- grad 546 Losäckey sind zweyerley. ZF.ihreNa- chen. 5 6. verderben die M oftoviiche Armee. Z7L. sind ihren FelWren schlecht geneigt Cosakischer Oberster verübt inPosin all.rhandJnsoleatien ^72 colHirT der Bulgarischen Princessma Tugenden 451. bittet bey ihrem Vater den gesangenenUladimirum ihr zu einen Gemahl aus 452 Crerrtz errettet denCreutz-Trager 5 66 Criminal-Richrer zu Ragusa »6 grimmische Tarrarn schicken anden Türkischen Hof. 48. was dieselbi« gen für ein Land bewohnen. 49. ih, re Lchenö-Art.si. ihre Wohnung ibicl. Croostad r will sich nicht ergeben 4- r Csicher wollen Apafi vor keinen Fürsten erkennen 517 Cvrilkrs dringt die Dalmatier zum Chrrstenthtim. 448 D- Daciens alte Einwohner. 59z. wie lang Dacien un ter d en Römern gestanden 524 Dalmarren / woher es seinen Namen habe. 445. bleibt lange Zeit unter Her Römer Herrschafft 446. kommt unter die Gothen. 446. wechselt abermal mit denRömem/und wir- daraufwider benGochen untertha- mg. 447. gelanget durch die Lehre Cyrilll zum Christlichen Glauben, 448 wird in zwey Ertzbisiumerge- theilet. 449. kommt unter die Bulgaren 441. ferner an die Griechen. 44 z. hernach samt dessen Ländern andieTürcken .454 Da'marier nehmen zu denGrichischen ' Kapserchre Zuflucht Bes Dritten ^hetls» Damarns entweichet der Tyrraney Cypstii 17z Decebalus wird von Trejano ge- schlagen, svo. will Trajanum er- mordenllassen. fvi. ersticht sich und lässt seinen Schatz verstricken fvL Dedcls / wen die Türcken also nennen r6 Democrarr'fche Regierung zu Venedig wird in eine Aristokratische verändert 42 z Demojihenis Latern zu Athen z ro Denkwürdige Sachen zu Cron- stadt 494 Despot Thesdorus will Sparta verkauften ZO2 Diana wird von den Patrassmem in unterschiedlichen Gestalten auf dis Müfitzenq-preget 214 DrmachL bey d.u Molcovikeru z§ Divan/ 19. versammlet sich wegen des Ibrahims Entsetzung. 266. solleinen Groß-Veziererwehl. 27? Donsk'fftheCosirckctt 30 Cattaro ein/ und kommen um ihren Raub , 397 Dünnewald Gen. bekomt denJsmael Vaffagefangen. 122. erobert Butschin. Lrv. 2rr. ihm ergiebt sich Walps auf Gnad und Ungnad. 214. geht gegen Oroviza 239. si tzt SenTürcken nach.2z9. wird General Feld-Marschak 401 Dmazz» belagern die vonCorsu r 74 E. Edelmann zu Venedig / was an ihm erfordert werde/ 42^. Edelleute der Ungarn in Siebenbürgen f Ehestand der Circassen 4z Ehinaltge BetägkrunZ derVesiung Waraoein. durch denVezierOmar Bassa 22f Ehr- rmd Regicrfuchr derSulrana Kiosem 278 Ehrerbietung der Wallachen 525 Eiddes Ungarischen Königs 3 3 f der Wallachen undMoldauer/wo, mit sie sich den Eürcken verbinden Doppel-Hertzog zu Venedig 420. 4 Lr Dorffsthaffren und Land der Stadt Athen. 322 . 32 z Dreifacher Hertzoslrcher Stand zu Venedig 42 r Dre-nralige Veränderung desQe- ficrreichischenFürsten-Hut 2 r 6.217 Dubiza wird geplündert rvg Duc de Mercur geht für Stuhk- wc ff nduig. 467. muntert durch seine Treu und Großmütigkeit dis Soldaten auf. 469. 470. erobert Stuhlweissub. nm Sturm 471 DutciZnantjche Räuber falieu m 34s ^acca 29z Oalmatien 445 Eifsrsitcht der Sultanin i Einfall der Barbam in anderer Einfall der Chunen in Da- cienund Pannonien 505 Eingang des Golfo bey den Dardanellen 12a Einholung des Königs in Polen zu Vilna.fzf. derMoscovischenGe- si ndschaffr zur Kayserl.Äudientz s Einkommen des Hertzogs von Venedig 4Z2 des Muffti ff der Repu bi. Ragst sa 26 Einig, Register DurlädtMg zur Ungarischen Krönung ZZI Muwohyer zu Mhen. Z2i.wievis- jerley derselben'in Siebenbürgen - ' 519 Eiendar 296 Emirs 29 6 Endschaffr des Kriegs derCoriniher und Csrsianer. 179. desMenschen- Opfftrzu Patrasss 114 Enrschuldigttygey der Ungarn wegen der Krönung 24 z LpiZrammät-! über die Kayserliche Victorie izy. 14s. 141 Erbauer der Stadt Thebe zZ6 Erbländer werden von den Recrou- tenbefreyer 62 Erb-SucceKsn wird von den Hun- garNpI?.cicUrt 2f8 Erde/ zu Form;rung der Tobacks- Pfnffea Z89 Erdbeben zu Napoli 4S2 zu Venedig 981 Erhöhung des General Caraffa und Rrdatta 68 Erlau geht an die Kayserl. über. §48. wird aufgesordert. Z52. kommt an die Türcken/ z 54. wird sehr genau blocquirt zs§ Erlauer werden vom Hunger gequä- let. 71. suchen vergeblich die abge/ nommene Lebens-Mitteln wieder einzuholen Y2.schlicffen einen schlimmen Accord Zs4 Eroberung Canea und Retimo.271 Mong^ksch;6o. Tembeck. 4s s- deßSmdtleinWalps 75 Erste BBagerung der Vestung Erlau ' Z49 Erste Bewohner Dalmatiens 441 Erster Fall der Spartanischen Re- pudlique Erwehlung eines Muffti/undwas bey solcher Wahl vergeht 5 5 EffeM wird vom Türcken verlassen/ und mit Kayserlichen Völckern besetzt 212.21« Eß-Wahxen zu Athen Z L4 F. Falschheit der Athem'enser z 1 r Fahne Mahomers wird in der Aufruhr ausgesteckt 414 Fefasi / ein Türckifcher Aufrührer/ wirdumgobracht . 400 Feld Machr des Si'ebenbürgischen Fürsten/worinnen sie besiehe 524 Ferfa/ was die Türcken also nennen/ 54. wird vom Ibrahim zerrissen/ 27z Feuers-Brunst in Csnsiantinopel/ 4^4 Ferierwerck in Wien / zu Ehren des Ungarischen Königs / z 78. zuLü, deck/ 160 Finck von Finckenstein wird/ wegen Verrahterey/verdächtig,/io. zur Red gesetzt und gefangen genommen/ i r. legt endlich die Verstockung ab/und bekennet völlig/i2/i z wird vom Leben zum Tod gebracht/ is Flören der Wallachen 527" ForrOpus wird vonden Turcken am geftchen sZ2 Frantzös Tarrans bringt nach Napoli d, Romania die Pest ' 9 s Fried in Siebenbürgen ^ ^19 Freude zu Rom wegen der uderhauff- ttn Siegs ssreu- .Ls« Ml» i-l vjkH aoj« M' «L-rü '' >l des Drircett Shells. Freuden-Bezeugung wegen Erweh- lung des Cap'Generals Morosini zumHertzog 4?6 Freuden Fest zu Nürnberg r6s zuRegenspurg 159 zu Venedig 149 Freuden Feuer z u Rom i s 9 Freigebigkeit kiummü i Ko Fruchtbarkeit um Kronstadt 495 der Gegend um Pa- traffs 119 Fünffkirchcn stehet in Gefahr 37 Furchr/wie sie zu Corintho abgebildet worden i §2 Fürsten Habit des Teckely s6z FürrragdesGroß-Veziers/an die zur Aufruhr geneigte Armee 219 an dir Ungarische Magnaten/ «44 G. Galarer zerstören Patraffs i r 2 Galeeren werden am ersten zu Corm- tho ausgesertiget rzy Gasterei im Divan 19 Gastfreiheit der Liburnier 44! der Sachsen inSiebmbürgen 522 Gaudiosus/wie er nach Napoli kommen 48 8 Gebäue der Stadt Hrrmarmstadt/ Geburts-Haus desKönigs Corvini/ 236 Gedächrnus- Feier der Schlacht bey Hermannstadt 252/25? Gefährliche Cnriosirar/ 1 r 4 Gefangenfchasfr des Mahomet Ca- progll/272. dksJbrahim/ 274. des Dalmatischen Königs Mdr- Miri 451 Geistlichkeit der G/chechürger / 525 Gelegenheit Attica/ zi 8 der Dardanellen/ 129 der Stadt Caransebes/ 572 per Gtadt Hermannsiadt/ 249 Kronstadt 494 Lepanto/ 142 Misitra/ 298 der Moldau/ ?4r derMorlachey/ 926/327 derJnselNegroponte/ 29 der Stadt Patrasso/ n» Stuhiweiffenb. 461 Thebe/ 389 derWaLachey/ 342 Walpo/ rrs General Exequien für die vomTür- cken Erschlagene 159 Gesang der Spartaner bey ihrem Reihen zoi Geschencke der Moscowitischen Ge- sandschafft 5 Gezelr des Groß-Veziers kommt in Chur Bayrischs Hände r zz Glaube der Ceremiffen/ 44 der Nagayer/ 41 Glücklicher Anfang der Moscowiter 164 Glückl. Auswechslung eines Christlichen Sclavens 8 GlücklicherStreich in Creatsn/aoz Glücke-Hafen zu Algier 297 Glieder des Dirans/ 19 des gröffern Rahts zu Venedig/ wie sie erwehlet werden/ 42 L Gsrhen König in Dacien 504 Grab desDiogsnis/ 1x5 der Heii-Jungsrauen Fortunata/ 488 Gggg Grab Register 5)6 Grab der Könige in Hungarn wird Gürrel der alten Schwaben von den Wallonen verheeret/ 472 Grabschriffr Decebali f0z GrafHakdeck geht fürStuhl-Weis- Hadriauus isiPattasso gewogen/i i, senburg 465 richtet Athen wieder empor/ zr; GrafvonSchwartzenberg belägert Hannen/ Dorff-Richter m Sieben- Skuhlweiffcnburg vergcblrch / 466 bürgen/ deren elender Stand/ 520 Grausamkeit der Türkischen Rebel- Handelschaffr der StadtAthen/?24 len 41t in Kronstadt/49s. in Griechisch- GrentzenDalmatiens/alte und neue/ Weissenburg 51z 440 Harompolza/wasessey/ f.z Griecheu siegen über die Türcken/ 59 HaupkdesH.^ndreäwirdnachRom werden auw Haupt erlegt/ 45z gebracht 117 Griechisch XVeiffenburg/ woher es Haupt-Fahttc der Ungarn !29 seinen Namen habe/ 542. wird Haupr-SradkderInselNegroponte zum erstenmal vom Amuraht bela- 29 gert/ 544> welcher mit Schimpff Hermauustadr/woher sie diesen Na- dasonabziehen muß /4f»wird auch von Mohomet harr angegriffen/ Mä. durchCorvino entsetzt / 546. welcher die Türcken Ln die Flucht schlägt/ 547/ 548» wird vonSoly- manno erobm/ s ss. von den Christen belagert/56z. undmikSturm erobert/ 564 Grösse des Häven Porto Lione/ zo§ Grosse Hitz zu Misitra ,ZÜ4 Grosses Territorium der Lacedamo- nisr Zoo Groß/Cautzler in Polen fordert vor seinem Tod / durch TrompeteN- Schall/ die Schuld-Förderer zu- samm 406 Groß-VezLer reparier denDamm an der Essegger Brücken/i og. schreibt an den Hertzog von Lothkingen/219 wird von denSultan abgesetzt/2 sd strangulirt 261 grosse Gruffr der Türcken vor Grie- chisch-Weissenburg 544 men empfangen/ 24g. wann sie erbauet worden/ 249. wie sie von den Türcken genannt werde / 250. de- sendiret sich ohn allen Brvstand/ Lf2 Hertzhaffre Weiber rzo Heryog von Lothringen ist in Gefahr/ rZ5. führet selber die Völcker an/ und zwinget die Feinde zur Flucht/ izs.iz6. läßt die eroberte Tückische Cantzley dem Kayftk einhändigen/ iZ9« wird beschenckt/240. er- kranckel , 5 Zs Hekyog zu Venedig wird ?rotoha- tbm-iu8,422.samt seinemSöhnlein verbrannt/42z.dessen eingeschrenck- tes Leben/ 4z 2. Einkommen/ibicl. Habit/4ZZ. Wahl 429 Heryoge von der Morosinischen Fa- mille 4; 4 Hittkerlasfiuschaffr in Lippa/ 54l. in Stuhl Weissenburg 49^ Hochmut der Zubaren/ ^ 408 Huu- P PO Phi" «chili Sißi! V-i-r Hm ien dtz H-k Ztise Heil des Dritten Theils. Hsly-Mangel zu Debrezin 378 Hund aufDiogenis Grab iZ6 Hunger in Erlau/ ZfS. inStuhl- Weissenburg 40 r Huren-TempelzuCorintho/ 181 Hustären überrumpeln Aeracz/ 21z Hussein Basta wird erwürgt/ 287 I- IanirschareAga erwürgt den.Fefasi/ 429. und wird wieder erwürgt 410 Ianirscharon wollen nicht in Can- dien. 27s Ibrahim verliebt sich in die Sultanin seines Bruders / und bald hernach in die Sultana Vaffa/ 264. verwandelt sich in einen Tyrannen/ 26s. will einen Printzsn nach Me- cha schicken/ 266. die Zaima erstechen/ und verwundet darüber seinen jungen Printzen Mayornet/269. ist auf Rache gegen die Frantzosen bedacht/270. der Verschwendung ergeben/ayi. wird durch den Muff- ti vor seinem Tribunal gefordert. 27». zerreißt des Muffes Fetfa/und will dem Mahomet erwürgen / 27z. wird gefangen genomen und siran- gulirt 274 Ienghien Basta legtSerdrewindie Alchen ^ 56Z IUyrien kommt gantz unter dre Römer 444 Illyrier/ woher sie ihren Namen haben 44 ^ Inhalt derProposition bey dem Ungarischen Land-Tag 245 Injcriprionen/zs/ i8o/igs/iS6. I94/20V/2Z4/ 2Z5/ 2Z6/ rsv/ 251/ zio/ zir/Ziz/»i 4 / z:6/;i7/Z20/z90/484/ 48^ 486/sai/sO2/50z. Iobagy/deren elende Dienstbark. 519 Johannes/ Graf von Zyps macht Siebenbürgen von Ungarn abhändig 505 Johann Sigmund wird Fürst in Siebenbürgen 506 Iostphus / Ertz-Hertzog in Oesterreich/ bekommtdenErtz-Hertzogli- chen Fürsten-Hut/216. sollzum König in Ungarn gekröuet werden/ 217. 'wird Ritter des güldnen Vel- lus/zr8. gekrönet/ zz6. schlagt Ritter/Zz8 stattet den gewöhnlichen Eid ab/ ?z8> verrichtet den Schwerdt-Stmch zzz Juden zu Salomchi xzz Ivan/PrintzinMoscau/wirdmit eines BojarenTochter vermah'.t/z 74 trachtet die Regierung allein zu be, kommen/ wich K. Raystrl. Einzug zu Presburg 24z Kayserliche Gcsandschasft an den Fürsten in der Wallachey 99z Kaystrl. cVeschencke an dieMoseovi- scheGesanvschafft 6s RemenyIoh. wird Fürst in Siebenbürgen. 516. bricht den Hals slF Reusche Jungfrau wird vorn Groß- Tmcken Mehemetenthaerptet zs Rinder Zuchr derLacedämonkr zo» Rinisii harte Besiraffung der Ver- ratherey zu Belgrad s«-o Rirche des Castor und Pollux wird Petro und Paulo geheiligt 486 Kirch-Eiirwejhung in Ofen 9 r Gggg ü Kislav Register Uislar Agasi wird mit Gißt hinge- richttt 279 Kleidung der Cercmiffen 4s Circaffen ^.r des neuen Propheten in der Tür- ckey 81 der Sachsen in Siebenbürgen 52» derSvartanischenKriegsleute zor - der Wallachen und chrer Weiber 525.526 des Weider Volcks zu Athen 321 derZecklsr 52^.524 Klugheit derMoftov.PrinceffinSv- ph»2 Z74 Knur-peirfche/wasessey/ und wie sie zubereiter werde 372 Kdch/versechtet seinLebrn Lapfferchoch vergeblich/ mit Kuchen Jnftrumen- ten lzr KömgLudwig inUngarn hat kernen Luft mit den Feind zu schlagen. 127. dessen kluge Fragen. 128. elender Tod izr König in Persien hat nicht Luft zum Kueg 6 Könige der Stadt Thebe -87 Königin Teura wird den Römern unterthan 44^ Königreich Corincho verwandelt sich meine jahrlicheObrigkeit i7Z Kövar wird erobert 384 KünstlKernAusichürkUNg 5rz Kriegs-Anjialren inMorea 9s Kriegs-Geschichte der StadtClau-- sendurg ;Z6 vonDernis Z96 ^ vonderVestungKm'n Z91 von Kovar Z84 Moldau Palütta 241 Salonicchi 534 KriegeMpfferder Svarmner Kriegs-Veränderung der Stade Debrezin. Krönung des Ungarischen Königs Joseph» zzs des Sultan Solymanns 295 Kucksuck Bassa deiagett Clausen- bürg. 257. zwrngel Kemeny zu einer Schlacht siz L. Lacedämsnier fteyen in finstern, z 00: gewöhnen Jungfr.und Jünglinge ;u gleichen Exercitien zoi Ladrst^us reißt nach Belgrad. 548. wie selbiger vvmLorvino empfangen worden 5^9 Landtags Proposirrvn an die Nie, der-Oemrreich. Stände ^ 67 Lebens Akt der Cnmmischm tzar, tarn 51/ der Ungarn 519 Lebens-Beschreibung des Sultan Mahomel 26z Leich begängnüß des Hertzsgs von Vened-g 416 Lepanro wird vom Gen.Cap.Moro- ssm erobert. 141. dessen ehmaliger Name und heutigeGelegenh«t.r4r ist von den Venetianern in solchen guten Stand / darinnen es sich befindet/ gesttzet worden. 143. wann es an dttTürcken kommen 144 Levenri revoltiren zu Constantiuo- pel.rL. WerdieLeVMti. ibiclr Liburnicr ermorden die Mm-schs Gesandten 44^ Liburnische Schiffe 44.r Liebes - Geschichr Mahomcts Mit Aldema 292 Svlymanns mitZalemai -91 Lrgne- der, Drtrr-n Thcüs. LigneviUe/Graf wird er;M sse-r --74 Lippa wird gLplünSerk. 7z. bestürm nret. sZ9- accorSirek 540 Löbliche Anstalten des Cap. Generals und.Gcaf Königsmarck 28 Lobschriffc Hadriani zu Athen z 16 Lou^s Prtntz von Banden schlägt die ^urtken s^9's?2, Ludeckisches Feuerwerck 160 Lyeurgus/wer er gewesen - zo^ M. ' Märtyrer zu Corinth r 87 zuPatraffs ns Mahkrey wird zu Corincho erfunden 189 Mahsmerll. geht für Corinth. 187. sucht selbiges durch Verrachsrey zu zwingen. 188. erobert Andrem. 566.belagertGriechischweijftnbu:g. 545. wird tödllich davor verwundet 548 Mahomer Ul. belagert Srla Mahomer IV. siehe Sultan Maho- met. Mahomer Caprogli verlangt vor seinem Ende mit dem SEmr zu reden. 276. wird zum Groß-Vezitt erwehker. 277. seine strenge Gereä)- tigkeitibich jtellt sich gegen die Vcr, achtung ummpfi.chlich.r8o. dessen geschwinde Resolution, rso. entwischt dem Bectas. 281. offenbaret die Verräther-w und machet diesek- de durch kluge Anstalt zu nicht.282. Maina ist das alte Leuctrum Mamorten lassen sich gegen die Tur- cken gebrauchen , 97. ihr Aufenthalt und natürliche Eigenschafften 197. i yZ.werdm betrogen und ent- rweyensich 198 Malchescr Rrrrer nehmen dieSul- kann Bajl» gefangen 268 Mangel derEvnstabrl in Waradeyn 229 Marck-Täge in Negroponte za NIarepa wrrd Cosackischer Feld- Hre. Z7Z. gefasgen genommen/ rmdnach ftm,rWirdrr.Er!edlgung in der Feldhernr Charge bestatkigk« Z7Z Medun wird erobert 4z 8 - Menschen-Opffcr zu Patrasso uz. destntEndftj>üffr 114 Mchaly / mastch durch seinen Tod die andere kleuimü ig Lzo Minen Effecr in Waradem 229 Misirra ergieb! sich auf Diftretion 298. ist grosser Hitze unrerworfsn >04 Mohayrsches T rc ffen izs.izS Mohren um Lepanw 145 Moldauer Men in einem elenden. Stande Z4Q. kommen unter den Türeken Z4z Moldauische nndWallachische Gesa ndschaffr Z40 Molicrea wird von der Besatzung verlassen. 119. von Carolo v.durch Sturm erhalten rri Mongarsch wird erobert z6a Mord - Bestraffung bey den Na- gayern . 41 Mordwinische Tartarn 41 Matlaquen äschern das Castell O- ßroviz ein/? i. sireiffen in die Turcki- sche Landschaffr/1,25 bis auf Belgrad - Z26. werden den TürckeN zinsbar/z 26. plündern Um Derwisch/Z95. erobern Ataglich/1 z i Moros«» segelt nach Lepanlv / 121. Ggss iss erpdsrk Register erobert selbiges/ 141. begbtsich nichdemJsihmo/LIi. bombardirt NapolidiMalvasiä/ZDs. geht für Athen / 30s. wird mm Herzog er- wehlt/434. dessen Lob 45s MostowttischeArmeekommtunver- Nahrung der BurgersclmffkinH^ mansiavt/Ls2. der Nagayschm Tartarn ^ Namens-Ursprung der StadtPa- trasso Salonä iir richttterSachen wieder nachHaus/ Negropsnre wird starck befestiget 2z z?r Nero/ willMorea zurJnftlmachm l9r Cavallerie 37 Dragoner/ 37 Fahnen/ 36 Gesandschafft/4^ wird zur Kayserl.Audientz eingeholt/ 8. deren mitgebrachte Geschenkte / f. händiget das Creditiv-Schreiben ein/ 5. Kommt nach Venedig 97 Gewehre/ 46 Ianiischaren/ 37 Kriegs-Bereitung/ 37 Kriegs-Zucht/ 47 Paucke/ 49 Mofquen werden in Christliche Capellen verändert 2SZ Muffet erhalt den Sultan dasLeben/ fr. wirdabgescht/f?/41z muß nach des Sultans Gefallen reden/ 54. wie er erwehlet wkrde/56. Des sen Einkommen 5 f Mühlen zuWaradein werden verbrannt fs6 Muininiuo zerstört Corinth 180 Mumcion / welche in Mongatsch übrig geblieben 363 Murrer des Sultan Mahomets l^. -6z N- Nachen drrsCosacken 56 Nachc-Larernenzu Wien 258 Naga^sche Streit - Sachen / wie sie beygelegt werden 41 vormalige Niederlag der Ungarn bey Mohatz/132. der Ungarn/ Böhmen/ und Teutjchen bey Nieopolis 584 O. Obrist Hoskirchen überfalltBrot. f 89 Magni erobertAllmad 399 Mußwurm wadet mit feinen Leuten durch einen gefährlichen Morast 468 Ochs wird gebraten und ausgetheilt 329 einen Ochst» musten alle Zeckler zu gewisser Zeit ihren König verehren sLf Oefemliche Gebäu der Stadt Ls- panto 144 Ösen steht wegen Verrätherey in Ge- ahr 8 Ofner Besatzung ist glücklich 75 O wen zu Athen/nach deren Werth und Beschaffenheit vorgestellt 32s Omar Basta belagert Waradein 22f OnsrhS.CHonoth. Opffee der Ceremissen 45. derer zu Felde ziehenden Spartaner 302 Opisnoi/wer dieselben ?7 Oraculum ^lcrcurü auf dem Marek zuPatrasso des dritten TheilL. Ordnung derKayserlichen Arinee bey Mohatz ^ ^ iZ4 Oroviza wird von den Türcken verkästen 2Z9 Ofirovitz zi P. päbstlicheKrregsSreuer ^470 poppender Wallachen s?r >pp poflega wird vom Türcken verlassen rzs.wie es ehedesten genannt worden. 240. wird von einem Türkischen Überfall bedrohet/ aber glücklich davon befteyet Z97 Propheren-Zeitung 80 Palast des Capirain Basta in Negro- Prophezeiung von der Türcken ponte 29 palorra/ wird durch Accord erobert 24i.Paragozzi glücklicher Streich. fr; parrosto wird erobert. 111. von den Galatern ehedesten zerstöret und durch Augustum wieder aus ihrem Ruin aufgerichtet. 112. zum Christenthum gebracht. > i6. kommt an Venedig. 116. wird von Carolo v. erobert. 118. heutiges Tages von den Türcken anderst genettnet. 118. ist eine berühmte Handels-Stadt t 19. mit grosser Fruchtbarkeit gesegnet .lbich St. Paulus bekehrt die Corinther 18 6 Persien Wils dir Pfort. bekriegen 287° Pest kommt Unter die Venetianische Flotte . st perer/ Printzm Moscau streitet mit Untergang krotofomtisrlUs dessen Würde 422 R. Ragozzi wird unweit Clausenburg geschlagen. 2 z 7. belagert Herman- stadt 25z Ragozzi (Sigmund) wird Fürst in Siebenbürgen und dancket wieder üb. fir — — erlegt Lssoo. Mann siz. vermeint König in Polen zu werden/wird aber vom Tod übereilet, mich Ragozzi 11. folgte seinen Vater. siz. ist unglücklich in seinen Kriegs- Zug. 514. wird von den Türck abgesetzt f 14. will sich wieder in seine Würde schwingen / wird a- ber von den Türcken geschlagen. 51 s. verliert das zweyte Treffen und stirbt an einer Munden s 15 seinem'Bmder um die Regierung Ragusa unterwnfft sich Kayftrstchen ^ Schutz. 24. wlrd.durch lauter Edel- . z/s Peter rVaradeiu wird erobert. 975 verlassen. 529. von Türcken befestigt. 529 Pferd Handel zu Debrezin Z77 Philippus nimmt den Atheniensern die Inseln ab. ZIL pisteryk'f entdecket eine antrohende Gefahr 10 polnischer printz geht zur Armee Rachs-Sch luß zu Zollkieew r 6z. Polen bekommen Stoffe sz? Razka wird überrumpelt leute regiert. Rarirarm zu Athen ZuCorinth Aufdem Asthmo Zu Patrasso ZuSalona Rach zu Clausenburg ZuRagusa 2 s. Z2O 192 rs) ny 201 2z4 26 472 ^ 498 Redesten —_ Ra rster Gebellen bestürmen Cbonod sZO 2>coc veß Sultan Mahomets / als er entsetzet worden. 26z. des Solv- manni als er den Ungarn die Krön wieder gab zr 0 des Königs in Posen auf den Reickstag zu Grod- no. 2Z4. des Bassa von Erlä de»seinen Abschied. Zs8. eines frechen Fefasi. 409. des hochmütigen rMahomet 545 Rcdey wird durch den abgesetztenRa- koz;i wieder entsetzet 514 Regenten am Türkischen Hof. 8o. Regierung der Dachsen in Siebenbürgen 522. zu Venedig Hey eines Hertzogs Absterben 4?Z Regierungs Form zu Alcayr 17 Regiment in Hermanstadt 2s 2 Regirnenro Veränderung in Can- dia 59 ZuCorintdo 172 Reichstag zu Grodno. 3^0. wird durch Llneinigkeit getrennet. 371. dessen Ausgang 405 Reichchnm inderJefuiter Kirche zu Napoli 98z Reimen von der Herzoglichen Wahl 4V Religionen in Clausenburg 234 RicbrerzuRagusa 26 Risano wird vom Solymanno angefallen . , L4 Rirrer ^janco hauet den fluchtigen Tartarnngch ^ Z 4 Rirrer-Thardes Thuri Georg ^ 46z Römer rüsten sich gegen die Königin Teuta 44 z Ruhm des Printzen' von 'Braunschweig I.L xO. Sachsen inSiebenbürgen sro Salbung des Ungarischen Königs- ^ 33s Salona untermrfft sich der Republik que Venedig, r 99-ist nicht die ehma- . lige Stadt Delphis 199 Solonichi wird v-mVenier bombar- dirt s?2 Sarg des H. Luc« 389 Schafe derNagayer 40 Schade des Erdbebens zu Napoli 482 Schaphri Zephi ein neuer Prophet in Türckey 8 i 'legg. Schatz des Kayser Nmurahts. 22. des Decebali wie er versencket und wieder gefunden worden 502 Schau-Münye zu Ehren Augusii. lI2 Aufdie Königl.UnglKronungz 8 cr AufdeuMobatzischenSieg 141 Schiff-Machr der Liburnier 442 Gchlachr für Lepanto. 144. zwischen denThebanernundArgivern. 387 Schlacht-Ordnung der LorfiaM und Corinther 177 Schone Gelegenheit um Lepanto l 45 Schrecken der Türcken in Essegg2l2 Schreiben desBassa von Bssnia an denzuCanischa r6L des Doge an Ahro Konigl. Mar. in Schweden 14» des Groß - Veziers an den Hertzog Romelia wird gesprengt. 120. von Carolo v. erobert rär Rudern des Tempels Jani tAS von Lothringen. . 219 andenEhmfütsten inB«'/ «n - ^ des Dritten Thetis. Freuden-BeZeugU-^gwegen Erwehr lung des Cap. Generals Morosim zumHertzog 436 Freuden Fest;rr Nürnberg i6a zuRegenspurg 159 zuVenedig 149 Frerrden Feuer zu Rom 159 Freigebigkeit irr ummii i Ko Fruchtbarkeit um Kronstadt 495 der Gegend um Pa- traffo H9 Fünsskirchen stehet in Gefahr Z7 Furche/wie sie zu Cormtho abgebildet worden iKo Fürsten Habir des Teckely ^ 6 z Fürtrag desGroß-Veziers/an die zur Aufruhr geneigte Armee 219 an dir Ungarische Magnaten/ «44 G. Galarer zerstören Patrasso 172 Galeeren werden am ersten zu Corin- tho ausgesertigrt rgd Gasterey im Divan r y Gastfreiheit der Liburnier 441 der SachseninSiebenbükgen/srr Gaudiofus/wie er nach Napoli kom- inen 488 Gebäue der Stadt Hermannstadt/ 2sO Geburrs-Haus desKönigs Corvini/ 2z6 Gedächrnus- Fe^er der Schlacht bey Hermannstabt 252/25; Gefährliche Curiosirär/ 114 Gefaugenfchassr des MahometCa- progti/27r. desIbrahim/ 274. des Dalmatischen Königs Uladr- wiri 45^ Geistlichkeit der S/ebenburster / 521 Gelegenheit Altkä/ 3^8 der Dardanellen/ 120 der Stadt Larausebes/ 572 der Stadt Hernrannstgdt/ 249 Kronstadt 494 Lepanto/ 142 Misitra/ 298 der Moldau/ 942 der Morlachey/ z»s/ 927 derJnselNegroponte/ 29 der Stadt Patrasso/ ,12 Stuhlweissenb. 461 Tdebß/ 389 bsrWaAachey/ 342 Walpo/ 2lf General Exequien für die vomTür- cken Erschlagene 159 Gesang der Spartaner bep ihrem Reihen zor Geschencke der Moscowitischen Ge» sandschafft 5 Gezclk des Groß-Veziers kommt in Chur Bayrische Hqnde i Zz Glaube der Ceremiffen/ 44 der Nagayer/ 4t Glücklicher Anfang per Moscowiter 164 Glückt. Auswechslung eines Christlichen Sclavens z GlücklicherStreich in Crsatsn/aoz Glücks-Hafen zu Algier 297 Glieder des Dwanö/ 19 des grösser» Rahtszu Venedig/ wie sie erwehler werden/ 42L Gorhen König in Dacien 524 Grab desT)iog«nls/ 1^5 derHeil.Iungftauen Forru, natä/ 488 Gggg Grab Register 5 rc Grab der Könige in Hungarn wird Gürrel der allen Schwaben von den Wallonen verheeret/ 472 ^ Grabschriffc Decebali 50z GrafHardeckgeht fürStuhl-Weis« Hadrianus isiPatrasso gewogen/i 1, senburg 46^ richtet Athen wieder empor/ 315 GrafvoiSchwartzenbergbelägert Hahnen/ Dorff-Richter m Sieben- Stuhlweissendurg vergeblich / 466 bürgen/ deren eiender Stand/ 520 Grausamkeit der Tückischen Zobels Handelfthaffr der StadtAthen/824 len 4lr GrentzenDalmatiens/alte und neue/ >. 440 Griechen siegen über die Türcken/ 5 9 werden aufs Haupt erlegt/ 45z Griechisch Weijsenburg/ woher es seinen Namen habe/ 542. wird zum erstenmal vom Amuraht bela- in Kronstadt/49 s. in Griechisch« Weissenburg xiz Harsmpslza/was esse»)/ fiz Haupt des H-^ndreä wird nachRom gebracht 117 Haupk-Fahne der Ungarn 129 Haupt-Stadt derInsel Negroponte rs gert/544. welcher mit Schimpff Hermauustadk/woher sie diesen Na- davon abziehen muß f4f.wird auch men empfangen/ 24g. wann sie er- von Mohomet harr angegriffen/ ibiä. durch Corvino entsetzt / 546.- welcher die Türcken in die Flucht schlagt/ 547/ 548- wird von Soly- marmo erobert/ s so. von den Chri« fienbelagert/f 6 z» undmitSlurm erobert/ 564 Grösse des Haven Porto Asm/ z os Grosse Hitz zu Misitra ,z 04 Grosses Territorium der Latedams- nier Zöc) Groß-Catttzler in Polen fordert vor seinem Tod / durch Trompeten- Schall/ die Schuld-Förderer zu- samm 406 Groß-VezierreparkrtdenDamm an der Effsgger Brücken/roz. schreibt an den Hertzog von Lorhringön/219 wird von denSultan abgesetzt/2 f- stranqulirt 26 k grosse Gruffr der Türcken vor Grie- chisch-Weiffenburg L44 bauet worden/249, wie sie von den Türcken genannt werde/250. de- ftndiret sich ohn allen Beystand/ 252 Heryhaffre Weiber rzs Heryog von Lothringen ist in Gefahr/ rzs. führet selber die Völcker an/ und zwinget die Feinde zur Flucht/ I Z5.IZ6. läßt die eroberteTürcki- scheCantzley dem Kavftr einhändigen/lz 9. wird beschenckt/ 240. er- krancket 5Z9 Heryog zu Venedig wirb krotosps- tkariu8,422. samt seinemSöhnlein verbrannt/42Z.vessen eingeschrenck- tes Leben/ 4Z2» Einkommen/ibici. Habit/ 4ZZ. Wahl 429 Heryoge von der MorSsittischen Fa- mille 4 ; 4 HiUkerlafftttschaffrinLipM/ 54r- in Stuhl-Weissenburg 49 r Hdchmuk der Zubaren/ 408 des Dritten Theils. Holy-Mangel zu Debrezin ?78 251/zio/zir/ziz/rr^./ zif^ Hund aufDrogenis Grab iz6 z r6/5,7/520/590/484/485^ Hunger in Erlau/556. inStuhl- 486/5-1/502/50;. Weissmburg 401 Jobagy/deren elende Dlenstbark. 519« Huren Tempel zu Cormtho / iFl Johannes/Graf von ZypS macht Huffären überrumpeln Zeracz /21z Siebenbürgen von Ungarn abhän- Janirsthare Aga erwürgt denZefas,/ Josephus / Ertz-Herßog tri Oester- 409. und wird wieder erwürgt reick- bekommt den Ertz-Hertzogli- 4ick chur Fursten-Hut/216. sollzum Janirfcharen wollen nicht in E«"" König in Ungarn gekrönet werden/ dien. . 278 s 17. wird Ritter des güIdnen Vel- Ibrahim verliebt sich bis Sulla- lus/ 528. gekrönet/ 556. schlägt nin seines Br»^ks / und bald her- Mter/ zzz stattet dengewöhnli- nach in b/" SultanaBassa/ 264. chen Eid ab/ 558. verrichtet den verhandelt sich in einen Tyrannen/ Schwerdt-Stmch z z 8 265. will einen Printzen nach Me- Juden zu Salomchi 55; cha schicken/ 266. die Zaima erste- Ivan/ Printz in Moscau/wird mit eichen/ und verwundet darüber seinen nes BojarenTochter vermahlt/Z74 jungen Printzen Mahomet/269. ist trachtet die Regierung allein zu be- aus Rache gegen die Frantzossn be- kommen/ »bicl. dacht/ 270. der Verschwendung ergeben 271. wird durch den Muff- K. ti vor seinem Tribunal gefordert. Raistrl. Einzug zu Presburg 24z 271. zerreißt desMuffuFetfa/und Kaiserliche Gesandschaffr an den will dem Mahomek erwürgen/27z. Furjten in der Wallache» 599 wird gefangen genomen und siran- Kayserl. Gefchencke an dieMoscovi- gulirt .274 scheGesandschafft 6s Jenghien Basta legt Serdrew in die RemenyIoh. wird.Fürst in Sieben Aichm . 56^ bürgen. 516. bricht den Hais 518 JUirien kommt gantz unter die Ro- Reutche Jungfrau wird vom Groß/ mer 444 TÜrcken Mehcmet enthauptet zs Illirier/ woher sie ihren Namen ha- Rinder ZuchrderLacedämoni.r zv2 den 441 Rinisiiharte Bestraffung der Ver, Inhalt der Proposition bey dem Un- rätherey zu Belgrad 5 5s garischm Land-Tag 24s Rirche des Castor und Pollux wird Inftriprionen/Zo/I8o/185/!S6. Petro und Paulo geheiligt 486 ,94/ 200/ 254/ 255/ Lz6/ 250/ Kirch-Einwejhnngin Öfen 91 Hutsein Basta wird erwürgt/ 2S7 I. Johann Sigmund wird MM m Gggg ij Kisla» Register Kislar Agasi wird mit Gisst hingerichtet 279 Kleidung der Ceremiffen 4s Crrmffen 42 des neuen Propheten in der Tür- ckey 8r der Sachsen in Siebenbürgen 521 VerSvartunischrnKriegSkeute zor der Wallachen und ihrer Werder s2f. s2ö desWeiber-VoickszuAty»« z^i derZeckler 52z. s^ Klugheit derMoscov.PrincessinSo- phia Z74 Knnr peitsche/was es fty/ und wie sie zuberetter werde 272 Koch/verftchtet semLeben tapfferdoch vergeblich/ mtt Kuchm Instrumenten izr KönigLudwig inUngarn hat keinen Lusimitden Feind zu schlagen. 127. dessen kluge Fragen. 128. elender Tod IZ2 König in Persien hatnichtLuftzum Krieg 6 Kömgeder Stadt Tistbs ^ 387 Königin Teura wird den Römern unlecrhan 44z Königreich Corinrho verwandelt sich in eine jährlicheObrigkeit Kovarwirdersbert 984 Künstl.Kcrn?iustchürrung srz Kriegs-Anstalren'.nMorea 9s Kriegs Geschichte der StadtClau- sinbMg ;Z6 vonDerm's 395 . vonderVejiungKnin 39^ vonKövar 384 Moldau zq.2 Palotta ^ 241 Salonicchi 534 Kriegs-Öpffer der SparcaneU^ Kriegs-Veränderung der SM Debrezin. ;78 Krönung des Ungarischen Königs Joftphi zz6 desSuItan Solymanns 295 Kucksuck Basta belagert Clausenburg. 2Z7. zwinget Kemeny zu einer Schlacht si8 L. Lacedämsnier freyen in finstern. zOs! gewöhnen Jungst, und Jünglinge zu Mz-Nie- der-Oelierreich. Stande ; 67 Lebens Art der Crimmischrn Tar- tarn st/ der Ungarn 519 Lebens-Beschreibung des Sultan Mahomet 26z Leichbegängnüß des Hertzsgs von Venedig 416 Lepanro wird vom Gen.Cap.Moro- sinl erobert. 141. dessen chmaiigev Name und heutigeGelegenhrtt.i^ ist von den Venetisnern in solchen guten Stand / darinnen es sich befindet/ gei Het worden. 14z. wann es an dieTmrken kommen 144 Leventi revoltiren zu Constantino- pel. 16. wer die Leventi. ibiör Liburnier ermorden die Römische Gesängen 442 Liburnische Schisse 44/ Liebes Geschieht Mahomets mit Mdenna 292 Solymanns mitZalemai ryr Lrgne- des Dritten Thcüs. Lr'gnevr'lle/ Graf wird erlchrffen 574 Lippa wird geplündert. 7-. bestür mek. fZs. accordiret 54s Löbliche Anstalten des Cap. Generals und GrafKönigsmarck 28 Lobschriffc Hadriani zu Achen ziS Lottes Prmtz von Banden schlagt dis Türcken 569.572 LübeckischesFeuerwerck 160 Lscurgus/ wer er gewesen 302 M. Märtyrer zu Corinth 187 zuPakraffs n6 Mahlerey wird zu Corintho erfunden 189 MahomerU. geht für Corinth. t 87. sucht selbiges durch Vorracherey zu zw?ngsn. r88. erobert Zeadrew. gLS.belagmGriechifchweiffsnbmg. 545. wird tödlltch davor verwundet 548 Mahomer Hl. belagert Erla ;si Mahomer IV. siehe Sultan Maho- met. Mahomer Caprogli verlangt vor seinem Ende mit dem Gultan zu reden. 276. wird zum Groß-Vezier erwehiet. 277. seine strenge Gerech- tigkeitibicj. stellt sich gegen die Verachtung unempfindlich. 280. dessen geschwinde Resolution. 2-jo. entwischt dem Bertas. 28 r. offenbaret die Verrath-kem und machet dieselbe durch kluge Anstalt zu nicht 282. Maina?si das alteLeUctruM 197 MarnocreN lassen sich gegen die Tur- cken gebrauchen > 97. ihr Aufenthalt und narmliche CigenfchaffteN 197.198. wurden betrogen und ent- tweyensich . 198 Malchesec Ritter nehmen dreSul- tana Bassagefangen 268 Mangel berConjladel in Waradeyn 22A MareV-TäFeinNegroponte zo Marepa wird Cosackischer Feld- H n. Z7Z. gefasgen genommen/ und nach sein- rWieder Erledigung in der Feldherrn Charge bestättigt. Z7? Medun wird erobert 4?8 Menschen-OpfferzuPakrasso uz. dessen Endschafft H4 Mihaly / macht durch seinen Tod dis andere klemmüig 2zc> Minen Effccr in Waradein 229 Misirra ergiebt sich auf D-ffretion 298. ist grosser Hitze umerworffm Mohatzisches Dessen rzs.izS Mohren um Lepanro 145 Moldauer Men in einem elenden Stande 342. kommen unter den Türrken Z4; Moldauische und Wallachische Ge- sandschafft Z40 Molicrea wird von der Besatzung verlassen, i l9.von Carolo V.durch Smrm erhalten 121 Mongarsch wird erobert 26s Mord - BesiraffuNZ bey den Na- gayern 41 Mordwinische Tartarn 41 Martaquen äschern das CssteS O- stroviz em/ ? i. stre-ffen in die Türcki- sche Landschafft/ 225. bis auf Belgrad / 326. werden den Türcken zinßbar/Z26. plündern um Derwisch/Z9s. erobernAtaglich/ szi Morosm» segelt nach Lepanls/ 121« Gggs ist erobert Register erobert selbiges/ 141. begibt sich n ich dem Isthmo/291. bombardirt Napoli dl Malvasia/zos. geht für Athen / 306. wird mm Herzog er- wehlt/4z4. dess nLob 435 MostowiristheArmee kommt unver- richteterSachen wieder nachHaus/ 37 ^ Cavallem 37 Dragoner/ 37 Fahnen/ 36 Gesandschafft/4. wird zur Kayserl. Audienz eingeholt/ 8. deren mitgebrachte Geschenrke / 5. händiget das Creditiv-Schreiben ein/5. Kommt nach Venedig 97 Gewehre/ 46 Ianitscharen/ 37 Kriegs-Bereitung/ 37 Kriegs-Zucht/ 47 Paucke/ 49 Mssquen werden in Christliche Capellen verändert LOZ Mnffri erhalt den Sultan dasLeben/ 52. wird abgesetzt/fz/4i3 muß nach des Sultans Gefallen reden/ 54. wie er örwehltt werde/56. Dessen Einkommen 55 Mühlen zuWaradein werden ver- brannt 556 Mummius zerstört Corinth 182 Munirion/ welche in Mongatsch übrig geblieben 363 Murret des Sultan Mahomets -6z N- Nachen drrlCvsacken 56 Nachr-LarernenmWien 258 Naga^sche Streit - Sachen / wie sie beygelegr werden 41. Nahrung der Burgerscl^affUn^; manstavt/Lsr. der NagaMen Tartarn Namens-Ursprung der Stadt Pa- traffo nr Salonä i-z Negroponre wird starck befestiget rz Nero/ willMorea zur Insel machen Vormalige Niederlag der Ungarn bey Mohatz/i32 der Ungarn/ Böhmen/ und Teutschen bey Nicopolis 584 O. Obrist Hofkirchen überfalltBrot. 589 MagnierodertAllmad 399 Rußwurm wadet mit seinen Leuten durch einen gesahrli, chen Morast 46z Ochs wird gebraten und ausgetheilt 329 einen Ochst» musten alle Zeckler zu gewisser Zeit ihren König verehren 525 Oefenrliche Gebau der Stadt Le- panto 144 Ofen sieht wegen Verratherey in Gefahr . 8 Ofner Besatzung ist glücklich 7 t Oliven zu Athen/nach deren Werth und Beschaffenheit vorgestellt 3,25 Omar Basta belagert Warsdein 225 OnochS.CHonoth. Opffer der Ceremissen '45. derer zu Felde ziehenden Spartaner 302 Opisnoi/wer dieselben Z 7 Oraculum teiereurü aUfdeMMar-k zuPatrasso H 4 Ord- -'! r!W >! >tD LjÄM desdrirrenTheilZ. ,^!»s ,zF / Ordnung derKayserlichen Armee bey Mohatz ^ iZ4 Orovizawnd von den Türcken Verlagen LZ9 Ostrovitz z i P. pabstlrche KriegsSrener »70 Palast des Capitain Bassa in Negro- ponte ^ , ,, ^ 29 poppen der Wallachen 52k poffega wird vom Türcken verlassen 239. wie es ehedeffengenannt worden. 240. wird von einem Tückischen Überfall bedrohet/ aber glücklich davon befreyet 397 Pköpheten-Zeitung 80 propheze'shung von der Tmckm Untergang palorra / wird durch Accord erobert kroioiMtiarius dessen Wurde a2^ 24i.ParagozziglücklicherStreich. . R. ^ Ragdzzj wird unweit Clausenburg patrssso wird erobert. 111. von den geschlagen. 237. belagert Herman- Galatern ehedessen zerstöret und stadt 2^ durchAugustum wieder aus ihrem Ragozzi (Sigmund) wird Fürst in Ruin aufgerichtet. 112. zum Chri- Siebenbürgen und dancket wieder fienthum gebracht.i 16. kommt an Venedig. 116. wird von Carolo v. erobert. 118. heutiges Tages von den Türcken anderst genennet. uz. ist eine berühmte Handels-Stadt 119. mit grosser Fruchtbarkeit gesegnet .ibich St.Paulus bekehrt die Corintheri 86 Persien Wils die Pfort. bekriegen 287° Pest kommt Unter die Venetianische Flotte 9s perer/ Printz in Moscau streitet mit ab. s!i — — erlegt 25000. Mann zrz. vermeint König in Polen zu werden/wird aber vom Tod übereilet, lbich Ragozzi r 1. folgte seinen Vater. siz. ist unglücklich in seinen Kriegs-Zug. 514. wird von den Türckabgesetzt f i4' will sich wieder in seine Würde schwingen / wird a- ber von den Türcken geschlagen, fi 5. verliert das zweyte Treffen- und stirbt an einer Wunden s 1 f seinem'Brüder um' die Regierung Ragusa unterwirfft sich Kayserlichen 37s Schutz. 24. wirdchurch lauter Edel- 2s. Z20 192 I 9 Z 119 201 2Z4 26 470 398 Rebellen perev IlVaradeinwlrd erobert, zyf verlassen. 529. von Türcken befestigt. ^ s ^9 Pferd Handel zuDebrezm 377 Philippus nimmt den Atheniensern die Inseln ab. 312 pjstertzk'- entdecket eine cmtrohende Gefahr leute regiert» Rariraren zu Athen ZuCorinth AufdemJsthms Zu Patrasso ZuSalona Rach M Clausenburg ZuRagusa IO ^ polnischer printz geht zur Armee Rachs-Sch luß zu Zollkieew 16z. Polen bekommen Stoffe sZ 7 Razka wird überrumpelt Register Aedcllcrk best«' men Cl'önod szo Rede deß Sulrail Mahomets / als er entsetzet worden. 26;. des Solv- manni als er den Ungarn die Kren wieder ga- z ro des Königs in Polen auf deir Reichstag zu Grod- no. 2^4. des Bassa von Erla bey seinen Zlbschied, ?s8. eures frechen Fefasi.40Z. des hochmütigen cMrhomet * 545 Rcdep wird durch den abgesetztenRa- kozzi wieder entsetzet 514 Regenren am Türckischen Ho^ 80. Regierung der Sachsen Ln Siebenbürgen s2 r. zu Venedig bey eines HertzogsAbsierben 4?Z Regiemngs Form zu Mayr 17 Regiments» Hermansiadt 2s 2 Regitnettrs Veränderung in Can- dm 59 ZuCormtrs 172 Reichstag zu Grodno. 37 O. wird durch Uneinigkeit getrennet. 971» dessen Ausgang 4 o>s ReichchuminderJesuiter Kirche zu Napoli Leimen von der Herzoglichen Wahl 4 Zl Religionen in Clausenburg - 224 Richrer zu Rugusa 26 Risgno wird vom Solymanno angefallen , 44 Rirrer Jane» hauet den siuch^igen Tartarnngch Z 4 Licrer-ChardesThuriGeorgs 46z Römer rüsten sich gegen die Königin Teuta . 44Z Romelia wird gesprengt. 120. von Carolo V. erobert 121 Rudera des Tempels Zani r§2 Ruhm des Printzen voN ltzraun- schwejg 14- S. Sachsen inSiebenbmgen srv Salbung des Ungarischen Königs- Z!s Galonaunterwirfftsich der Republik gue Veliedig. i 99-ist nicht die ehma- lige Stadt Delphis 199 Solsnichi wird vomVenier bsmbar- dirt szr Sarg des H.Lucce z§y Schafe derNagayer 42 Schade des Erdbebens zu Napoli 482 Schaphri Zephi ein neuer Prophet inTürckey 8i°leqq. Schatz des Kayser Amurahks. 22. des Decebali wie er verseuchet und wieder gefunden worden 502 Schau - pnüntze zu Ehren Augusii. H 2 AufdieKönig!.UnglKronungz 8 o AufdenMohatzischenSieg 14! GchiffEachc der Liburnier 442 Gchlachr für Lepanto. 144. zwischen denThebanernundArgivern. ?87 Gchlachr-Ordnung der Corfianer undCorinther i ?7 Schöne Gelegenheit UM Lepanto - 145 Schreckender TürckeninEssegg2i2 Schreiben desBassa von Bosnia an denzuCamscha 166 des Doge an Ahrs Königl. Mar. inScbweden des Groß-'Veziers an den Hertzog von Lothringen. . andenChurfürstenrnBa^ des ery desOßrnannBastaan den Cl)ur- fursien in Bayern 57 s derRepubl. Venedig an den neu- erwehlten Hertzog. 4z7. der Tür- cken an den Lieutenant Fincken 14 Gclav/ wird zu grossen Glück der Christen ausgewechselt 8 SciavHNier fallen mDalmat.em 446 GelicrarAga gehet nach der tumul- tuirenden Armee 260 See-Machr der Corinther gegen die Corfianer 175 Seraskier legt Corintho in dieAschen 171. wird aus Boeotien »erjagt, z 86. in Morea abgesetzt 58 Sicilianer fallen Corintho an. 187. bemächtigen fich der Vestung Acro- Corinth 191 Siebenbürgeti ergiebt sich erblich an das Königreich Ungarn. 42Z. wie es von den Ungarn genannt werde. 498. sagt den Turcken ab. 496 Sieben Thürne und Thor derStadt Thebe. z86 Sieg derAthenienser wider diePerser ; ?i.des jungemRagozzi Gigismundirs Römischer Kayser wird beyGalombach geschlagen 569 Smirna wird durch Feuer und Erdbeben ruinirt. .s8s Söhne des Ibrahims und Kruder MahomeLS 28 z' Solaki 296 Schman machet sich an Risano 64 erhalt den Sieg bey Mohatz. r z z bemächtiget sich der Stadt Estegg. 214. giebt den Ungarn die Krön wieder zzo. erobert Stuhlweissen- burg. 46r auch Griechisch-Meis- des Dritten Theils. senburg. 5 s« Solymann/ Groß -Vezier/ wird strangulirt. 261 Spahi und Janitscharen werden uneins. 287 Sparra/ nach ihren heutigen Namen 197. wann es an die Turcken kommen ZOZ Sparranifthes Manns-Volckwird inz.Theil getheilet zor Spiegel wird wegen Leben oder sterben der Krancken befragt n6 Sprach der Ceremissen , 44 der Sachsen in Siebenbugen 521 derZeckler 52; Stad pRach wird zu Ofen angeordnet 222 ' Grandarr ein Fürstliches Kennzeichen , Zg-r Straffe des Fittckensieitt. is.desSa- muelowitz Z 74 Srreir der Sonnen und Neptun» wegen Corinth. 185. der Morosinen und Caloprinen 4 ? 4 Strenge Gerechtigkeit des Ca- proglr 277 Skuhlweissenburg wird belagert. 457. unterschiedlich benamet. 461. vonSolymanno erobert. 462. soll mit List erobert werden. 462. wird abermal belagert. 46z. durch den Grafen von Harbeck angegriffen. 465. »om Grafen vom Schwartzenberg vergeblich belagert. 466» durch den Duc de Mercur beimge- sucht. 467. zur Ubergab ermahnet. 470. mit Sturm erobert. 471 abermal von den Türcken belagert. 475 «' verratherischer Weise überstiegen 48s Gulran Aniurach kommt nach Con- H hhh Register stantinopel 288. wird gefangen 289 Sulrari Mahomerh ist zuConstan- tmopel nicht sicher :6. findet sich heimlich im Divan ein. 20. soll die Kleinodien zu Geld machen. 22. bedienet sich desMuffli Rath. 54. entsetze.' den Groß - Vezier. 259. berufst den Divan, 260. schafft die un- nöthigen Unkosten ab. 26 r. will seine Brüder erwürgen und wird daran verhindert. 262. dessen nachden- licheRede bey seinerEntsetz.aszward in derIugsnd von seinemVater verwundet. 269. welcher ihn endlich gar erwürgen will. 27z. Mahomet aber wird zum Sultan ernennst. 274. will seiner Groß - Mutter To- deöUrtheil nicht unterschreiben.284. wird Sultan und seine Mutter Sultana Valida erkläret. 28 s.ver- liebt sich in eines Gärtners Tochter. 292 Sultan Solfman ist seinem Bruder Mohsmeth verdächtig. 290. verliebt sich in Zalemai. 29 i.wirdMM Sultan erwedlet. 26z. gekronet. 29 s. entgehet derGsftchr in der Aufruhr-. 4n."ffordert das geraubte ^Wieder 41 s Eulrana Bassagehet mit Printz Ost man nach Mecha. 267. wird von den Maltdesern gefangen. 268. stirbt in Maltha 269 Sulrana lassen; ist ebrnrnd regiersüchtig. 278. kommt darü ber um. ihr Leben. 284. ihre Ankunfft iblcl. EMana N^ajaua bemühet sich ih« renSohnSolymanaufdm Thron juvrinML. 290 S^Ua zerstört Achen 7p, Szeben ^ SZ-menyer was es vor Leute? r?» ^ - Tag-Register der Kays. Armee, wr.' dessen fortgesetzte Erzehlung. 122. 5 s 1.57Z. Lantz der WMachen 527 Tapfferer Entschluß des Galyczin. si.derVmetigner 109 Tapfferkeir Ih. Chnrfl. Durchl. aus Bayern. 137. des Capitain Generals und Graf Königsmarck. 146. des Printzen von Savoyen. 1 z 6. derUngarn. i z r. derer zu Belgrad belagerten Christen 546 Tarrar-Lhan sucht Krieg andenTür- cken. 287. Hülffe bey dem König in Persien 407 Tarrarn wem sie zu vergleichen. 49. werden von den Tmcken für Brüder gehalten, sv. i! re Macht zuFeld ibiä. deren unfreundliches begehren. s6. Hausen übe! in Polen. 6s. fallen in die Ukraine und Podslien. 406. rauben färnehme Personen. 407 Tarrarische Gcjandschassrzu Con- stantmopel . 52 Tarrarische Pferde wie selbige im Winter unterhaltest werden s r Teckels schreibt an seine Schwester 7O. leidet einen grossen Verlust.? 8 f Tcekelin sucht einen Paß und Gnaden- Brief. 70. reifet nach Wlen. 400 Tembcck wird ero' erk 4s > Tempel des Aesculüpii zuLepanto. r42 der Attacken 20/ desNpollims rbf BacchivonCalyöon ris des Drittelt Theils. der Cererisan den Hafen zu Pa- trasso n6 der Minerva leidetSrhadsn zoy Noch r8i Veneris I8r Tempeln aufdemZMms 19z Testament des BethlenGabors. s 12 Thede wird von Alex. Nr. zerstört Z 88 Ttzeftus derersteErdauer und Best- siiger Athens. z io Thurmer des Printzen vonBaaden z 64. zu München. ^ 36s Trbsrme setzt einen König inDacien ein soo Trmarioren wer dieselben bey den Türcken r6 Timonis Marter zu Corintho 187 Tire! des Königs von Dalmatien kommt an Ungarn. 443 Tire! wird erobert. ss2 Tsback-Mangel in Stulweissenb. 4 t 7 Tsbacks-Pferffen wie sie zu Theos gemacht werden. ^89 Tod des Grafen Rabatts 38z furnehmer Personen / so für Belgrad geblieben ' 509 Todren-Opffer der Ceremissen 4 s. der Circassen 4 Z Tddrcn - Pfcnn-ng der Wallachen. 528 Topichi wer dieselben. , 295 Aourenne HelderrMUtigkeit r 46 Traianus schlägt Decedalum den König mDamn/ sO2/bauet dieHsrrl. Brücke ibiä. hebt den Schutz De- eebali/502. stiffketUlpiam Traja, nam xoz Tracrars-Puncren zwischen denKey- serl.und Siebenbürgen -x; Trauer-Habre der Wallachen s2> Treffen der Christen milden Türcken bey Stuhlwssstenburg / 464/ bey Mohatz rrL Trembovla wird in Brand gesteckt s?8 Treulosigkeit 444 Tribur d w Moldauer/344/derWai lachen Z47 TlDakauwird vsnAriszaga erobert/ 242 Tumülr bey der Hertzogl. Leiche zu Venedig 417 Türcken überrumpeln die Palancka Mobatz/ 7/ marchiren gegen Ofen/ selbiges verrätherischer Weift wegzunehmen/ r 4/ berennen dasStadb leinChonolk/az/ belagern die Ve- stung Smgh/Zr/ stieben wieder davon/ z4/ bevestigen Stubiweis- senburg/ ?6/ halten die T-wtarn für Brüder/ 50/ bevestigen Navo»' li di Romania/64/ bitten um Frieden/67/ iauren aus Christlich Pro- viant-Wägen/und werden darüber geschlagen / 71/ fallen das Fort Opus an dem FlußNarenta an/77^ schicken inDalmatien scklechtsSol- daten/ 9Z/ werden von dem Gen. Königsmankgeschlagen/ rri/ erobern deß Ungarischen Königs Ludwig Lager/ izi / nehmen eilend die Flucht/ i z7'/ lassen sich tanffen/ -02/ wollen Castelnucvo entsetzen/ 2OÜ/ ziehen aus Essegg / 212/ werden geschlagen/ 230/39 s/474/47 6/ szo/ heben die Beläai-umgCiau- senburg auf/ rzz/vkttasscnPvffega/ rzy/ accordiren in Palotta/ 241/ wüsten für Erla abssehrn/ wssi z s 1 / Hhhhij !m _ Registe r_ ienPoffegaunvCzernicküberfallen/ Leute/421 /machen einGefttz/dü« 497/streiffenm die GrasschafftZa- kein'-Neben-Regent mehr stynm, ra/ 4z 9 / belagern Stuhlweissen- bürg/ 47S/ werden in Dalmatien Veneeianische Abgesandte werden geschlagen/ fzi/fallen dasFsrt gleich König!, tractirt 425 Opus an / fzr/ stecken die Vor/ VenerianischeLavallerjegeht «M stadt zu Bugrad in Brand/5 62/ Eorintho 17, verlassen Galombach 56Z VenorianischsrEdelmanwieermuß Türckische Armee/ will sich Nicht zu frieden geben 26» Lürckischc Beamte zu Athen 921 zuLepanto 14? Türckischer Entsatz vor Stuhlweift senburg 47 ) beschaffen seyn 425 Venerianische Helden 146 VsneriamscheKrisgEnstalten/27/ Venerianischer Sieg Poetisch besungen . Ist» Türckrfche Gesandschaffk an die Verbündttüs zwischen Kayfer Ru- Christ'.Lche Potentaten 4» r dolp II. und Siebenbürgen soL Türckischcr Pöbel stürmt den Pae Vergebliche Freude deß Verräthe« last des Groß-Veziers 4" rärhereystiebenden Basta 9 Türckische Rebellen eilen in ihr UN- Verlassenschaffr in Stuhlweissen, glück 4^4 bürg 491 Türckische Staats-Maximen 96 Verliebter Bacchus Priester n x Türckischer Tribut von Ragusa 27 Verlust Mahomet ll. fürGriechisch- Türckische Unrerchanen können nit weissenbmg 548 mehr dis ordentliche Stem bezah, der Türcken für Singh z 5 Im 2! Verrächer/womit sie zu vergleichen/ T^rannexAmurathS 564 U. Übersetzung der Kayserl: bey Gri- chilch-Weisssnburg 557 Udler RussvonLepanto 14; Venerianer kommen zwischen die Dardanellen/ 110/rucken für Ca Z2 Verrächere? in'Casielnuovo Z27 aufiOfen 8 zum Verderb der Vesiung Wara- dein 22s Verräthere^ Entdeckung / 8/ Wider den Mahomet und dessen Mutter/ 280/28t srelnuovo/ 20z/ 205/ wehlen das Vekrächerischer Briefträger 14 erstemal einen Hertzog/ 419/ ver- VerwirrrerZustand in MoskauZ74 wechseln dis Herßogs-Würde mit der Kriegs-Obrisien-Wlirde / ibist. Erwehlsn wieder sinenHertzog/ibicl. wehlen nebst den Hertzog gewiffe Zmffi meister / 42s/ werden freys Verzweifelter Liebs/Ausgang r 15 Vesiung zu Patraffo »^4 Vesiungs-Gebäu aus dem Berge Pakamida . _ Uladimirus/König in Dalmasten/ desDkikkett Shells! wirs von seinem Femd hiniergange/ und indie Gefängnüß gelegsk/4 51/ durch dessenTochter wieder zmFrey- heit gebracht und an sie vermahlet/ 452/ endlichVerratherrscherWei- seumgedracht ibich Uladislaus/ König in Polen /kommt fürZendrew 5^5 Unachrsäme Rede des Groß-Veziers 272 UnauslejchlicheBrKnd-Bomben/79 Undanck eines Despoten/ 566 Uneinigkeit derDespotischen Brüder/ r 17. auf den Reichs-Tag zu Grod- no/, Z7i Unerjarrliche Verschwendung Ibrahims 271 Ungarn wollen sich nicht zur Schlacht dey Mohatz bereden laßen / 127. schlagenden Vortrab Solymanni/ rzi. gehen für Palotta/240. fallen in Dalmatien ein/ 44^ wann sie am ersten in Siebenbürgen kommen/5:9. wie sie leben ibicl. Ungarische Edelleme Plagen die Siebenbürger 520 Ungarische HarrprFahne 129 Ungarische Rrone emeUrsach vieler Doublen/ Z2L. kommt in die Hand desTürcken/zr9. wixd indieKir- che zur Krönung Ioftphi gebracht/ 3ZI Ungarische Religion in Siebenbürgen /2g Ungarische Stande kommen zum Hand-Kuß/ 244 Ungewöhnk'cheKkoster-ssreude/i 65 Unglückliche Absonderung/ 124 CommandirungTomorai/izs Flucht des LZniMudwigs/ r zr Unglücklicher Kriegö-Zug Ragozzi/ 514 Unglückliche Plünderung/ 117 Salve/ 60 Vorbedeutung/ izr Unterschiedliche Warnen des Gs!fs bey den Dardanellen/ 120/121 Serdrew/ 564 Stuh!weiffenburgs'46i Völcker vvnHercegovina unterwers- fensichderRevubl.Venedig/ ^zs Ursach Ser Zerstörung Corintb/ 17- Ursp rung derJsthmische Spiele/19 ? derMorlaquen/ 326 der Stadt Venedig/ 417 W. Waffen der Circasssn/ 42 Wahl des Hertzogs von Venedig/ ^ 429 Wallachen/ deren elender Zustand/ Z40. haben es noch schlimmer als die Moldauer/?4§. werdendem TürckischenIoch untrrworffsn/Z46 wie sie in der Klag gehen/ 525. sind Vieh-Hirten/ 527 wallachische Handel 946 Walkswar und Erdödi wird von den Türcken verlassen/ 2z 9 walps wird er obert/ 7 gl ergibt sich/ zur andern Zelt / aufGnad und Un- qnad 214 wapen der Stadt Hermannstadt/ 252 waradein wird von OmarBassa usi AIy Baffa belagert/225, l-gq. rach langen und tapffernWiderstand erobert/ 2Z 1 wasstrleirungett zu Corinth/ 18Z Weiber streiten neben den Männern/ 2ZO Hhhh in Wem Register Wein m Athen 324 Wernfäjser werden zu Lspanto und in gantz Morea gepicht/ 14s Weissagung zu Athen 39 r weyde M Debrezin 377 Wohnstädte der Nagayer 40 Wahl eines Groß-Veziers auW', tragen 275 Zaims / werdieselbigen beydenTm» eben/ Zambcl begleitet die TultanaPassa/ 268 Wohnung der Crimischen Tartarn/ Zekier wrgern sich Aposi zum Fürsten 51 anzunehmen / sr 7. woher sie kom- wolferleZeikzuNsgroponts men/ 52; Wollust regieret am PrrsischenHoft/ Zendrew wird von Amurath erobert/ 6 564. kommt wieder an den Despos wunderliche Miißgeburr/ Z0f ten/565^ unddarausanMahomet wunderlicher Zustand M dem Tür. II. 566 ckischen Lager 218 Zeracz wird von den Hussarn über- Wunderwerke eines neuen Propheten- ' 8? würde eines krotospacharü, 422 rumpelt 218 Zeughaus in Waradein kommt in Brand 2rz Zuchrmeisier zu Venedig werden zur . ^ ^ - Regierung erwchlt, 418 Zahn - Srarcke der alten Sultanin Zurbar will den Sultan Selymanst Kissen 285 das Leben nehmen 41s Zarma/Mahomets!V.Mutter/26z. Zustand der Vesiunq Waradeinraf will mit ihrem Printzen nicht nach Zween vornehme RahL- Tage des Mecha/266. stehst m Gefahr des Dwans 20 Todes/ 269. soll die Regierung/ Zweyerley Schreiben / dieBeläge- Aett der Minder,ah: igkett ihres rungBelgradbe,reffend 585 Sohns/ fuhren/ 274. thr wsrd dis Zwe^ersiTarrarn derCeremissen/44 Ende des Register des Dritten Lheils. Itt diesem dritten Theil/seyud zieiiüich 5 viel Erraten mit eittgefchlichen^ deren etliche einen gantz andern/und zwar vißweilen sehr aventheurs lichen verst«nd/ein geführt; als zum Exempel/ für Km6istKst6 ge drucke worden/ und p-§. 550. für Chrilienkhum/ Cdurfvrftenthum.' Tveßwegen der freundliche Leser denr^utori dergleichen Fehler niche zurechne,;/ sondern der Eilfertigkeit des Drucks verzeihen wolle! ksg.1. liri.rr. leg. Unrehlbshr für nnfthlbahr. 2. Nn. i s.leg. in ihren für ihren, leg. Bildern fürdildkn. 1in.2)>ie§. des qreiss n wrisinlür Erciffen- 6.lln.is,leg. i686.fsir 1676. 17. lin. 2). leg. Mach für Mcair. del.sich. 18. !>n.;;.!eg. Armeen für Armen. 21. iin. /Lgekschitt für Äegreischen. »74. lin. 25. leg. ;.le§.Cafpischk«fürCaMchrn. »x.lia. 1 t.'^cUsrrnsür/trcUsere». 176.11».);.' Bootsknechte für Bockknechte. 164.lln.27.Ieg. vickerne pro vicklenc. zs. leg. von Schrisstrrr sÜrnmSchrifften- l72.iin.2 5 .!eZ.chI^rmcciL prolöksrnieiz. 29.1eg»?eloponesefür?e!co- ncü. ;2. leg- Ionische für Ioiniche. 57. IcZ« leg. Calamota Sk-Andrea fücCalamata. lin. 27-für Palleten lirßBaKoken. -7.HN.2;. leg, sindsiefürß; sind. r8.lin.pcnu!c.Isg.Lub3:3M fnrLubK. ;;.iin.24. !sg.4«!o. für4oov. ;6. iin.8. leg. ward für wird. ;7.!ln.4>Ieg.keffe- rovicni für Lcffcrovicki. 45, lin.; .leg uiMmer für immer. 46. lin. I t. Icg. NcrdBvrnia für Nardbotknic. 74. lin. 7. leg. I'crüi fürk'civ. leg.chlo- tiv.sürlchokio. 18Ü. lin- i p. leg. 5 in«pe fsix Linape. 190. Iin.penult. leg. thrils für weils» ly 1. lin. 4,Ieg. /icro-Lorintnum s,ch (lorin- timm. loz.lin.zz.ieg. Und für NüN.r i8.Iin. ). leg.Palfv für Falfty. 2)7.i. l s.ieg.Kuüluk fnrRücksack.242. lin. )I. leg.FjschüMknt für Fifchaerth. 2 48 .!in. ;o.Ieg: 5 LrMiL für 5301111 - ken. 249.lin.2.Icg. Wasen für Wassern. 258. s7.lln.17. leg.Onipcr- fürNipchr. 6s.Iin.8. chn.25.lcg. etlestraurig für alles. 26). lin. 5. leg.k'ojcols fürkLicolc,. 69. iin.iü.ie§.?e-!leg. Mahrmetfür So'vNiüNN. 7. leg.k'Ltt» nelop'e fürpcneiopcr. 7s. lin.2.leg. rvndfürmirk'erla. 176.lin.i4.ckel. schon. 280.lin.26. nnd. 7.8. leg. gchaurncr für geheckner. 7 i.>ieK.Lcüss ^§3 für Letlus der /i§ 3 . 27 . 1 e§. lin.r 5.16. leg. Podnükischen für Pcdiakifthen.lock, sürvrt?-. 2 8! .1 i,1 1 2 O. leg h ic raufsürhier- )z. !eg. cum pno gi>3M. 77. lin.;). leg. daN- aus. 284.UN. 18. l/'Z.StUINeN für SäNikn. «ochfür darnach. 79. lin. ;8. leg. eatdotke er 285.lin.ult.Ieg. gefailet für qestillrt. 290. lin. für entbotten. 84. lin. 18 .leg. Ldsclig»: für i 8 .Ieg. 2 ulem 3 ifür 23 !em 3 i'. 292.tin.19.Ieg. cliLckigei. 8s. im. 29. leg. Ertz-Vacrrr für! fanden für fundcn. ry).Ii». 14.Icg.ward für Ertz-Mütter- 86. lin.ulr.Ieg. als sürAll. 89. wird, ün.iö.lcg.abhiklt für abhält. Ieg.de« rlci'ketefur begleitet. 296.Hn.2r.Ieg. Loroagi für Zolbsgri. ) 12,lin.i 1 .leg. deren für dem. ltzki.2o.ckLl, fast. ;is.lin 2.!egIafürJm.)i7- lin. )4. ieg./ilsric-uL für^l 3 kius. 218.ÜN.4. leg. lsauruL für Lsuius. ; 2 6»Iin. 1) -leg.Ister- reich fbrOrstcrrelch.; 29 . 1.1 2 .omiils sunt.Käis. Frlderichs entstände, die Ungarn aber gegenK. lin. 1 s.Ieg. mir für nur- yo lin. )5. leg. Gebe für Gemüch. s 1 - i>n- lo.les.Gchoß für Schuh 92.1iv.2-.ice.Fluch:fürLlijsk- 96.Iin.18.Ieg. alles für Ali« IIl. lin. 7 leZ. 2c-iei für 3 oe 6 . ri 2 .lin.i 9 .leg.? 3 trv furkLtuo. ) 5 .le§. ?»- trcn6L plo?3rrejuL. ;8.ieg. prinrigenig pro krimigenss. i!).iin.i 4 . 1 eg.^c!i-rlpro^cli 3 j. I t 6.iin A5-!eg.^c!is-ischeii für Arabischen»! r tin.l8.ie8.vvrlciproVovlei.14r.Ua.1z.Ieg. m§.daMveil!rbaff.che. z6s.lin.25.leg.Ord« l.iv3cki3 pro Uic3cki3. i4Ü.Iin.)5.lcg.6iulki- nun>k»isc. ;yo. li-i'.psn.i-g.schwchr für schon. 4i8.1in.n.1eA.diehkrsürhöher. 4;4.I1».rr. Isz.Capitain-Gen ral fürCapitain- ;6 IsZ. idisnimum für Plenum 4so.li»,2i.1eA. Ad- leibenfürAbeilnl. 455. N». 9.1e§« kitu-tL für kii-rr!. 484.11-1.2.IsA-Srrilsveriiii für3a»äe- vsiini. 48s.1in.27.Ieg.VaßfÜrNaß. Z i.leZ. Ruhmwerck für Skuhlwerck. 4^ 6.11».r s. 1s§. anlokkenfür ankokkrn. 487.11». zz. Ksntrsnc für i.Li>i-Li-i. s Is.li». i2.lc§>Baffa fürBasta 2 ü.lsZ.ksljojos» für Lelpiojsls. s I z.1i».i 8. !cg. Tod für Trost. f i4.lin.29.leA. »VN für.vor I r. IsZ.Keäcf für liecle eyt s I s.lin.2,1c§. davon für daran. r;.Rako;rifürR»koui.i4'^§. Ivo für weil. »r.IsA.S^eicli für Sneiäe.2 r.leg. sein für ein. si6. i»m-rZ.lsA.Barcsai für Ba- resai. lin.rr.leß.Gaber für Gabor. ;s«1e§. Mischen fürZettischrn. fi7.1in.s.1-A.Keme- ny fürKemint- irUsZ-Kemeny fnrKemini. ;7.Is§. erklären für erkennen. 1» m»i§. leg. Ali Baff» erkiest den Apafi. s 18 .^>». S. le§. gebracht für bracht. 8.ls§.ApnstfurApafi. 519. Un.r9.IsZ. Moeotischen für Morloischcn. 5;i.lin.;4.lLA. Amurath für Anmnlh. ^ I-».8.ksA. CnzU fürCazzi. lin.;i.ls§.Sirnir pro 5-NZ.f; 4. Iin. l 8 .isA.Grodno für Grades. s44.lin.7.leA. 2ovi.nus fKrZoWang.s4f.1in. 7.1e§. Ehrgicrige für Ehgiertgr. s47.lin.25. 1e§.2^lLAf«r21nA. s48.il». 22.ISA.Smnv» für Sanno». s49. lin. 5. ISA. ward für wird. 1in.;;>1eA. undfüroder.szo.lln.-y.leZ.Chrt, stenthum für Cburfürstttuhnm. Z7.le§. geha!» ten für erhalten. ssi.lin.L.leZ. derfüroder. s s I.lin. 54.ISA. ward für Ware. ; s.leg. diesen Tag für diese, sx; .11». r 8 >Ie§. wir für wie.; 6. 1s§.2rinifürIr1»i.'ss8.lin.7.!sZ.genahretfür genähret. s6;.1i».29.leA.RabulinfürRabul« tin. 11n.;4.leA.RusteinfürKustein. sL4.II». I4.1cg. 2encirsvvfür2elärew. ult.Isg.einem Dorff für einen. sLf.li». 1». leZ. i svooo. für Isooo. s66.penult.cieI.Kinii1us.sL7.Iin.ls, 1sA.Lidl.fur lidt. s68.1in.i8.1eA.aufzusnchen füraufzufindcn. s7-r.1>». r6. le§. Vsubonns fÜrVsubon. ;7r.ii».;4.IeA.UuAo»fürGroß. s74-1i». 17-1sA. Hädersdorff für Hüdersdorff. s7s.1in.zo.1eA.LoniiäerLtion fürLonäers- tion. s9o.1in.u1t,!e§.Verwundung für Vk», »vunbernng. ssr.lill.7. welchen sürwelche. Bericht fürdem Buchbinder/die Kupffer belangend. Der König in Hungam Hertzog zu Braunschweig und Lune-- burg, x.io. General Dünewald ?.4vi General Beck Commendant in Ofen p. IO Der jetzige Türckische Kayftr p. 26z Action und Erecution mit Lieutenant Fincken x. i 5 Nsgroponte. x.29. VefNrngSing. x. z r Land Carte von Moscau x. Z7 Der gantze Kayserl. March x. 9 Z Die V estung Mongatsch x. 69 Candia x. 96 Lepimto Pairasso und die Dardanellen dabey das Treffen bey Esseck x. rz6 Corintho x. 172 Castelnovo ?. 20z Die Stadt Esseck x. ri z Athen . k- ?s6 Die Ungarische Krönung x.zzr Erlau ?. ?48 Camimeck ?. Clin . Aufruhr und Empörung zu Constan- tinopel 4vk Stuhlweissenburg ?- 457 Eroberung Lippa k» 5 ^ Griechisch-Weissenburg k» 542