Beschrei-bung derKsrche S,Gauöisso.
Fernerer
Schavendes Erdbe-bens zuNrapM.
' 48 8 Rom. Rayftrl. Mas. und deroh-hen Alliirrei
Porst so hoch als MZrogesiiegen/und dadurch einen unste.rblicl-mNa-msn erbeutet. In dieser Kirche nun verübte auch das Erdbeben Ge-walt/ und stmtzte einen gantz vermauerten Sarg herunter/ welcherdann einen grossen Schaden verursachet.
Viel erbärmlicher ergieng es der Kirchen desH.Gaudr'osi/ alswelche gantzlich / durch diese unterirdische Verheeren» / zu Grund ge-richtet. Im Jahr 4Z 9. kam S. Gaudiosus/ Bifchoff von BMnien/mit vielen H. Bischoffen und Africanischen Priestern? wegen der Ver-folgung Genftrici/der Vandalen Königs / oder / wie ander« wollen/wegen Versagung von demüdten König/zu Mapoli flüchtig an/da erdann von denen Neapolitanischen Christen sreundlichst empfangenworden/ allein/ um desto besser seine Andacht haben zu können/sich vonvieler Gesellschafft abgesondert/und an diesem seinem Verweilungs-Ort/auffeine Unkostsn/einKloster samt einerKirchen erbauet/und sich/samt den Semigen/zugleich zusamm-Geflüchtetsn/bineinbegeben; unddieses war diese Kirche S. Gaudiosi / so die jetzige Erdbebens-Strassem den Staub gelegt.
Es ruheten in gemeldter Kirche die H. Jungfrau Fortunat- mitdrey Martyr-Gebrüdern/von Ceesarea aus Palästina; über diß auchdie Körper des Heil. Gaudiost und S-Chevouldii/ Bsschossen ausAsrica. Im Jahr 1561. ward in dem Mar der H. Empsängnusdiemit dem kostlichenVlut desH.Stephani'angefüllteAmpulle gesunden/so von S. Gaudioso mitgebracht/von S-Luriano erstiichAn.41y.inJerusalem entdeckt/ und von Orosto/einem Spanischen Priester / mAftiea überbracht worden. Von curiosen Grmählden/ waren dirKunst-Stücke Petri Francions bewunderlich/ wie auch des Andrea! von Salerno. Uber jetzt-erzehlte Kirchen/ so fast gäntzlich zu Grund ge-richtet/ ist auch die Convent-Stuben der ?3Vum 80c.Jesu, von der an-dern Kirchen / 6islu Vecchio genannt / gantz verfallen. IndemConvent/ 6l 8. Oomenico VlagZiors , hatte die Eß-Stube H'.eistemtheils Schaden gelitten; und dem Ertz - Bsschsfflichen Domm-Stifft die steinerne Kantzel/ als welche durch das Erschütkeln zur Er-den geworffen/ die Mauren aber weit voneinander gerissen worden.Kurtz/ es ist kein Palast noch Haus/ welches unbeschädigt bliebenwäre/ oder nicht augenblicklich den Fall drohet«.
Der Herr CardinalErtz-Bischsffgirng/mit grosser Andacht undEsser/ die betrübte Klöster zu besuchen und zu trösten/ und gab allenBsicht-Vattern/ welche ihm.begegnetsn / Eriaubnus / diesen und fol-genden Tag zu absolviren / auch solche Falle / die aufeine andere Zeitverschoben worden/ nicht ausgenommen. Diese Ordre sandte er an