470_.Rö«n. Ra^ftrl. Mas. und dcro hohen Alltirxen
erniworken könnte/getreulich/aufnchtig und bestandhasst fürstehen/und
sein Leben für die Christenheit lassen wollte. Welche seine Großmütig,keit und beständig,eifriges Gemüt die Obriste/wie auch gemeinrSöl,daten/ desto mutiger und begieriger/auch zu ihren Fürnehmm gantzhertzhafft gemacht hat. Nach eingenommenen Augm-Schein / undweil alldereitdie Lauss-Gräben allerdieng fertig/haben Jhro Fürst!.Gnaden den Obristen Zeugmeister/ HerrnGrafen vonSultz/dieStü,cke noch dieselbe Nacht in die Schantzen zu führen/(dann er des folgen-den Tags/als den 18. Septembr. die Vestung daraus zu beschieffen/und den Sturm an die Hand zu nehmen entschlossen) anbefohlen.
Entzwischen aber hat sich über allen angewandten Fleiß einUnfall zugetragen; Dann als man die eineCarthauneüberdasGe,möß führen wollen / hat sie mit ihrer Last die Brücke niedergedrückt/und iss zuletzt gar eingesuncken/welches die Fortbringung der andernGeschütz/ daß aufdasselbige mal nichts hat können vorgenommen wer-den/ verhindert / die hernach erst den andern Tag wieder herauögezo,zogen/ und neben denen andern Stücken aufdie Vestung sind geach-tet worden. Als nun Jhro Fürst!. Gnaden gesehen/ daß die Stückan denen zweyen Orten' als Palotter-Thor und Robour-Thor/rechtpalankirt/ und es allein an dem/daß die Vestung beschossen werdenD'-inder sollte/fehlte/ habe» sie Vorheroden alten Ungarischen Gebrauch nach/Vestung die Türcken bey der Nachtaus denen Laus Gräben/ darinnen sich Ih-
L^"iumro Fürst!. Gnaden selbst befunden/durch etliche Hungarische Haupt-m»ynt. ieute ermahnen/ und daß sie Jhro Röm. KaNserl.Majest.dieVestung
aufgeben wollten/ hinein schreyen lassen: wann sie nun davon gutwil,big abtcetten würden / so wollte Jhro Fürsi!.Gnaden/sie frey sicher be-gleiten und abziehen lassen/also daß dem geringsten kein Leid wider-fahrensollte.
Daraufdie Türcken nichts geantwortet/allem zu einen Anzeigen/daß sie solch einem Begehren nicht statt geben wollten/zwey großeStücke/neben etlichen Hand-Röhren aus die Christen loßbrennen las-sen : das von den Christen gleichfalls geschehen / und haben wnenIhre Fürst!. Gm benebenstvermelden und ankünden lassen / weil sie mihren Fürnehmen so halsstarrig verkarrten/so wollte Ihr Fürst!.Gn.morgends anderst bey ihnen anklopffen/ und mit Hüiffe des Allmäch-tigen / mit ihnen das Nackt,Mahl essen: und haben darauf den an-dern Tag/ als den 20. Septembr. zu früher Tags-Zeit die zwo Bre-chen/a n eimmOrt mit 6. und an andern Ort mit4. Stucken starck ee-schiessen/die Knechte zusammen ziehen/ wie auch das Feld milReu-tern und Knechten gar wsl bestellen lassen/ undungchhr uin