Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
446
Einzelbild herunterladen
 

446 Rom. Rayserl . Mas. und dekohshen A Ulirrm

jst vergröjte Tbril dieses barbarischen Schwarms in verschiedenenScharmützeln zernichtet/und nicht allein Jllyrien/sondern auch Pan-nonien oder Ungarn demCommando der Mmer wieder unterwürffiggemacht worden/ bis Tiberius den Ubberrest davon gäntzlich verfolgt/und von einen so Preiß-würdigen Sieg Pannonius benamsetworden.

DaS brausende Meer beherbergt nicht immerzu die wütigenWellen / und läst die sausenden Winde sich stetigst musicrren/ sondernDalmatien ergehet sich bißweilen auch an einer beliebiichen Stille. Dasdurch sodi-tdtlange. viel Streiche und Streit beunruhigte Dalmatien / war der Wemdeuunrer Aufruhr und Einfalle nunmehr müde/ und verblieb als eineRömisch-inem^E^2 Provintz/die von denenkiXteÄis oder Stadthaitern/nachden Besetzendes Reichs/beherrschet wurde/unter den RömischenJoch,biß daß zu MaMNini Zeiten / ohngefehr im aro. Jahr nach ChristiGeburt/andere Barbaren/die von Scandia Herkommen / und sich einezeitlang in Polen ausgehalten hatten/ von neuen in Hungarn und Jblyrien einen Einfall tharen.

Sckvsnier- Diese haben das Stück Landes/ allwo sie sich niedergelaffen/ nem»

fallen in sich von demDrau-Ftuß biß herunter Werts des Meers/Sclavonien/

Dalmatien, welches in ihrer Sprach ein herrliches Land bedeutet/ nenmnlaffen.Von daran gieng wenig Denckwürdiges in Dalmatien für/bisimJahr 476. als Kayser die Herulier aus Italien verjagen wollte/

da berief er zu dem Ende/oder bat vielmehr/ den isieoäorlcum, der mitseinen Gothen in Thracien campirte / heranzurücken; welchenFür-schlag jener willig angenommen/ und gleichsam Ipirlend und ohne Mu-he sich Dalmatiens bemächtigt/ allwo er die Srlaven gedemutiget/von dannen sich nach Retia erhoben / und das Vornehmen/Italienvon den Heruliern zu besreven/ zu Merck gestellet/ jedoch mit Barba-Dalmatien rischer Treu/ indem er denNamen einesHelffers aus der acht gelassen/ua- und sich zu emenSouveramenHerrn dieses schönen Landes/und der amkkln dern rm Namen des Kaysers auf seiner Reiß eroberten Plätze ge-macht. .

Dergestalt ist Dalmatien/mit denen Sclaven/Tdeodorm Rei-chs einverleibt worden/ welcher bey Regierung Anastasii und Justini/so von den Waffen der Persianer beunruhigt waren / wider niemandzu fechten hatte/ und also die ruhige Besitzung feiner Conquesien/leicht erhalten konnte/wozu desselben eigne Klugheit und guter Ver-stand/ der chn bey den Jtasiänern beliebt machte/ em mercksiches dey-

trug. Nachdem aber der glorwürdigste Kayser Justinianus dasScrpter in die Hand bekomen/ und sich m Berertschaffr gestellt hatte/