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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
345
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Triumph - l euchten den Rriegs-Helms Dri tter Th ei l. ? 45

9. Dem Vezier Kiaja (dem Stadthalter oder Obrijten Hofmei-ster des Groß-Veziers) einen Beutel mit 500. Reichs-thalern.

ro. Für den Teffterdar/eben so viel als für den Kiaja.

Dtß ist der ordentlich und gesetzte Tribut/welchen die Moldaueralle Jahr erlegen müssen/zum Zeichen/daß sie den Sultan für ihrenOber-Herrn erkennen. Sie hätten sich aber glücklich zu achten/wannes dabey bliebe/ und sie den unersättlichen Geitz dieser barbarischenGeyer damit konnten stillen: dann sie müssen/dieselbe zu vergnügen/soviel Unkosten aufwenden/ daß ihnen alle Jahre zum allerwenigstennoch eines so viel daraufgehek: weil dieTürcken allerley listige Griffeund Netze zu erdencken wissen/womit sie Gold und Geschencke von die-sen Leuten erfischen mögen.

Uber das muß alle drey Jahr für den Besitz des FürstlichenStuhls/welcher dem/der das meiste dafür beut/feil und offen stehet/eingewisses erlegt werden/nemltch:

DenGroß-Sultan r so. Beutel/oder^ooo.Rtichsthaler.

Der Valida oder Mutter des Sultans/ go. Beutel/das istLfvoo.ThaKr.

Dem Favoritten des Sultans/ ro. Beutel oder 5000. Thaler.

Den Kislar Agasi oderObristen über die schwartzeVerschnittene/io. Beutel mit Gelds. Hiebey machen der Groß-Vezier/ unddieamdere sürnehmeOttomannische Bedienten / ohne dem allen noch ihrenProfit und erschaben so viel als sie können. So der regierende beginntzu wackeln/muß er ebenfalls seine Befestigung erschencken. Alles sol-ches Geld wird aufhokes Interesse genommen/und mit 40. ober 50.für ros. verzinset/ ja bißweilen mit solchen Bedieng/ daß man doppeltso viel erlegen wolle. Weil nun die/ so die Fürstenschafft /oder Fürst- SchrE«liehe Herrschafft/kauffen / und solches Geld deßwegcn entlehnen/und ch-A -fla-selbst keines haben/ fällt diese Schulden-Last dem Land aufdie Schul-An derDem/ welches darüber ausgesogen/beraubt/undbisaufsGebeinbe- °r"°"auer.nagtwird: Erstlich/damit das schuldige Capital/ samt den schwerenZinsen / den Gläubigern und Vorlegern bezahlt werde; ZwsytenS/daß die Jährliche Schatzung entrichtet werde; drittens/ daß man un-zehlich vielen Türcken/die wir so viel Geyer aufdas Überbleibsel diesesabgefleischten Aas Geripps erhungert sind/und immerzu waserzwa,cken wollen/ den aufgesperrken Rachen fülle.

So will dann ,'a der Fürst selber auch seinen Rogen ziehen/undsich in einen solchen Stand setzen/ daß er/wann er verpflichtet wird/sichseinerAuthorität jU begeben/ hernach ins künfftig keinen Mangel de,

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