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Dritter Theil (1688)
Entstehung
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264
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264 Röm. Rayftr!. Mas und ders hohen Alliinen

tenSultanninenSitz/ da Kiosem/ die Mutter Ibrahim/ sie füttüch«tig achtete/ die bißher verborgen gelegene Liebes-Funcken/ in den neuenIblahim SultanischenHertzen/ in volle Flammen zu bringen. Es hatte auch-trltebksich allermaffen die verlangte Wurckung/als Ibrahim in dessen Gemütin dj« S«l- niemaln dergleichen Schönheiten eingeprager worden / sich schon

Drüdtts inbrünstigst in Zaima verliebt / so bald er ste nur erblickt hatte. Allein

^ ^ so geschwind feine Ukmastsge Liebe zunakm/ so geschwind nahm auchselbe ab/und zeigte/ daß öffkers das Eil Lieden denen Kunst-FeuernNicht ungleich/ die mit ungenieinen Geräusch geschwind in die Luffl sichgen/ nachmaln aber da sie die Höhe erlanget/ein flüchtiges Nichts denIbrahim Augen der Zuschauer hinterlaffen. Ibrahün sprang also auch von«erließ sich der Liebe der Zaima ab/ und Brunst ächzte über eine schöneGeorgiarl«rin / so in den letzten Persianiscben Krieg/ durch die räuberische Scha-ren/ihren Eltern war emriffenworden. Die Music/ derenIbrabimgäntzlich seinen Geist gewiedmet/ gewann dieSultaniscke Gunst derschönen Georgianerin/Baffa benamset; Dann alsohngesehrIbra-him einsmals bey ihren Zimmer vorbey gegangen/ und ihrem Obr-ver-zaubrenden künstlich holden Saiten Zwange em wenig zugelauschet/suhlte er sich dadurch gezwungen / nicht nureinen Hörer/ sondern auchSeher / dieser unvergleichlichen Schönbelt abzugeben: Die ihn auchbey dem ersten Anblick nöthigte/ das Schnupptuch zuzuwerffsn/unddadurch ibr anzukünden/ daß sie künff ige Nacht einer ungewöhnli-chen Gunst-gewogenbeit geniesten würde.

Zaima wollte bey VernchmungdisserunangenehmenZeituny/so ihr die Erhöhung der Baffa zur Sultanin/und bald hernach auchihreSchwängerungandeukete/ für Kummer sterben / zumaln sie nach«siensjetztander Geburt war/und nicht wüste/wie sie die Schwänge-rung entschuldigen sollke/weiln zu kurtz diesen Erben Ibrahim/als Vat«Sultanin lern / aufzubürden. Endlich leitete sie die Sultana Kiostm aus dies mLaim» Labyrinth/und lieferte das kurtz daraufgeborneKind/soeinePrm-brmgkeine cessinundJoachima benamset worden/in höchster Stille Fatima/desBrmcrgln. Bassa Caprogli/ eines fürnehmen Bedienten Gemahlin/ein/so ebendamalen mit einen Sohn niederkomme«/ damit es mdst selbigen/ alseine Schwester möchte erzogen werden.

Sobald Zaima dieser ihrer Bürde erledigt/war ste schöner alsjemaln/ ja auch die Gunst-Gewogenheit des Su'tans fieng wieder anZuwachsen/ doch wollte selbige nicht in die völlige und einige V-'bgnu«gung gegen die blosseZaima ausfchlagen;er blieb in bestandigerLiebege«gen Sultana Baffa/welches endlich bey all n/so einen e-unsti >en vMccvon Jbrahin erwarteten/einen tödllichen Haß zeugte. Za-maaver

so