Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

GrneralRcudevouSsoll zu Na-v.>rmo ftyn,

Regentenam Tlircki-s--n Hsf.

Pcsshctei,.

Zeitung

8 o Röm. R ayse rl. Mas und d ers hohe n Allirrrcir

und Schau-Bühne Preiß-belorberterTapfferkeit. Der nimmer-schlummernde Fürsorgs-Fleiß des Herrn General Capitains hatteschon den Platz zu einen General-Rendevous ausgesehen ; nach vielenFürschlägen/schlug ihm auch die Orts-Gelegenheit Navarino für/an-erwoaen/daß selbiger Hafen mehr als 2000. in seinem Schoos zu he-gen fähig ; und weilen dann / durch Annäherung der Päpstlichen/Groß-Hertzoglichen/ und Genuesischen HüGGaleeren / eine ziemlicheFlotte man zu versammeln hoffte als ward dieserQrt/deme anBequem-lichkeit kein anderer zu vergleichen/ erwehlet.

Indessen aber daß die Flotte sich an dem bestimmten Orkemfin,bet/eilen wir nach dem Türckischen Hof ab / und beobachten die alldadas Regier-Scepter füirrende Geschwistrigt / nemlichen die Geld,Dürfftigkeü und Volck-Ermanglung; welchen sich auch das Dritte/nemlich die Furcht/schon völlig beygesellet. Dann/obschon dem Geld,Mangel/über vorher schon berührte Bedienten--Anlage/auch dwGeisi-lichkeit und Kayserstche Moiqueen-Schatze geschätzet/ und zum erkleck-lichen Beytraggenöhtiget worden/ war jedoch dieses alles npch nichtgenug / sondern der Manges sähe noch zu allen Fenstern heraus. Dieünbesslckerten Landschafften konnten nicht die nöhtige Anzahl des zumLand-Pau erforderten Volcks/will geschwsigen hertzhaffte Soldaten/einlitfern. Diejenige aber / in denen disMannschafftwucherte/ wei-gerten sich/ ihre Schößling einen unwidertreiblichen Sieger / als auchdieses Jahr wieder an denen Christlichen Waffen zu hoffen/zurMacheeinzulieffernundaufzuopffern. Bey so gestallten Sachen mustedannnobrwendigdie Furcht hersürkeimen / welche das behertzteErmahnendtr sürnehmirm Offcirer bißhero ersticken wollen ; absonderlich aberverstärkte deren Wachsthum der m Alcair austrstandene Wunder-Prophet/ welcher nicht gar undeutlich eine greuliche Verändcrang /wo nicht gar den gäntzlichcu Untergang und Verderb/dem Mahome-tischen Reick propheceyt haben soll.

Und obgleich unsrer Feder Vorhaben / von dem Glauben an sol,

che Schein- PropheceD/oderWahrsager!schenSchweemcrc»/weit ent-fernet ist; können wir doch nicht umhin/ (weil chen dieserbemcldteter inder Nachfolge ziemliche ZWublen erregt / die nachmaln in öffentlicheKriegs-Feuer in denen Egvptischen Gefilden gusbrechen dorfften/)dievon Alcair von ihm eingereichte Beschreibung mit einzurucken / hof-fend - dem geneigten Leser werde diese Abweichung von uns nn Krie-gerischen Fürhaben nicht unangenehm scyn; zumaln solche Aus-rmdNiedergänge der Propheten einem Schau-S piel nicht unahnü ch/ wel-ches offlers einen solchenBetrieger(worsur nicht eben gar gewiß dies in