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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
38
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zz Rom.Rcwterl. Mas. und dero hohen Alliiere«

Adelzichknicht gccnzu Fels.

Moscovische Dca-gsner.

redni/Dvorani/oasift/ die hohen und Mittlern Hof-Gedlenten/ wieauch die Seti oderSvki/ Bojaisky undSilci gleichen denen in derTürckey sich aushaltenden Timarioten/ und verbleiben stetigst in Mo-scau. Mit diesen verbrüdern sich noch diejenigen / welche die Cleriseyund dieBojarenausihrenLeib-Eignen werden/ und fast ebenjogroßaa der Zahl/ als vsrbemeldte seyn.

Im übrigen pfleget sich insgemein der Adel / insonderheit wo erbemittelt ist / denen bevorstehenden Feld,Zugen durch gestellte Kranck-heit ;u entziehen; jedoch zum öfftern ohne Nutzen / indem der CzaarvieHof ivisäicos an selbigeabordnet/ welche sodann die warhaffkigeoder angemasste K-ranckhelt ausforschen und bey Hof wieder berichtenmüssen; da sie dann bey Falschbefinvung nicht nur hefftig abgestrasst/sondern noch darzu gezwungen werden /die Waffen aufdie Schulternzu nehmen/ und den sürhabenden Feldzug vermehren zu helffen.

Die dritte Art der Soldaten sind die Dimacha/ die man so wolzu Pferd als zu Fuß/aufTeutscheManier/adrichtet/ und bestehen ausder schönsten Mannschafft/welche in vielen mit denen Dragonern eineGleichheit haben; und haben dieAusländer/durch unablass-geWaffm,Ausübung/der Moscowitischen Soldatesque eine solche Erfabrnüs insie eingeflosst/daß sie in viele selbst ihreLehrmeisterübertreffen.Welchesdann derCzaar mit best-möglichen Gnaden ernennet / indem er dieseAusländer niemal vor gemeine Soldaten dienen lässt/sondern sie jeder,zeit mit denen ehrlichsten Chargen persiehet.

Besoldung Die Einheimische oder Moscowitische Soldaten empfangen sehrder Mssco, wenig Geld/doch verstehet sie der Czaar mit Kleidern/Früchten und amAch/"S»l. dern KriegEohtwendigkeit zur Genüge. Nicht weniger hat aucheine jede Art jetzt-ermeldter Soldaten seine eigens Pricate oder Ge-richt und Obrigkeit. Wann es nun die höchste Noht erfordert / so ver,zehend-versteben« ja versechssaltigtman dieAnzahl derSoldaten durchdie Anzahl der Unterthanen/und nöhtiget selbige dieWa ffen zu ergreif,fen; oder man bedienet sich der unter Moscowitischer Bottmässigkeitstehende Völcker / als da sonderlich die Cosacken.

Deren aber find zweyerley die Saporoksky und Donsky. Diserste Art gehört von Alters her unter die Polnische Krön/ und bewoh-nen dieInseln / die der Boristhenes oder Dniper-Strom umfliesset/v^er die Gegend Kiov. Man findet in diesen berühmten Strom etlicheStein-Klippen/allwo sich das Waffer scheidet/ und mehr als funffzigInseln macht/welche sie m ihrer Sprach Perag (so viel als Treppen ge»sagt) nennen/ und weiln die Cosacken ihren Aufenthalt auf diesenInseln haben/ werden sie Sapocopsky/ oder Hinter-Treppichte Cosa,

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