Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

_Triumph- leucbrender» Rr ieZs Helms DtitterThe il. 57

Das abgenommene Vieh/ ward als wieder entnommen/ und denen Mirverl«grechtmässigen Herrn eingeliefert/ihrer mchr als 80. musten diesenDiebsial mit dem Leben bezahlen/worunter Mich die beyde AnführerBesserovidl/ selbst begriffen/und ausgestrecket lagen. Mehr als 60.erhielten dreBande mm Pfand derGefangenschafft/die man nebst demwieder eingeholt ?n Vieh in des tapfern Siegers/Hranilovichs/Woh,nung einlieferte/ und zum Siegs Zeichen einsübrte.

' Wir lassen sie in ihrem höchst-verdienten Sclaven-Stand sortei-

len/und verfugen uns zu denen Kriegs Anstalten-welche die Christliche

Vereinte zum Verderb der hochmütigen Ottomannen zubereiten:und weiln die Moscowitischen die entlegensten / als soll unser Kiel die-selbigen am ersten bezielen. Bevorab werden wir dem geneigten Leser/als ein Vortrab des nächst folgenden/ berichtigen/ aufwas Weise die MoscE.Moscovische Kriegs-Bereitungen beschaffen / damit nicht etwann/^Kriegs«bey Benennung einer unzehlichen Völcker-Anzahl/ der Argwohn ei-DEun.nig- darunter verborgenen Unwarheit entstehen und sich entspinnen ^möge.

Bey den ruhigsten Friedens-Zeiten / da diese edle Beherrscherin Arm«« derdie schönste Blüht erhulten/pfleger Moskau danoch mehr als roovoo. Moscovik-rSoldaten zu unterhalten / dieTbeils die Grantz-Oerter beschützen/ iuTnevens-Tbeiis aber durch Bewohnung der aussersten Gräntzen/ den rauben-fchen Einfallen und verhecrlichen Mord-Sabel der Tartarn/als einestarcks Mauer sich entgegen setzen; 150 c>. dieser ketzt-benanten/Opi's-noi benamset/ligen in der Stadt Moscau/zu des Czaaren Leib-Wacht.

Weilen auch diese fast alle beweibet/als reichet der Czaar ihren Söh-nen gleicher gestallten Besoldung / damit sie von ihren Vattern imKrieg unterrichtet/ und sodann im Alter den wanckenden Eltern dieKriegs-Schultern unterstützen möchten.

Diegrössess- Russische Macht beruhet auf diesen Opisnoi'S/ diedanndeßw g.nfüglichst mit derTürckenJanitscharen zu vergleichen/ Moscsvi-und denselben entgegen zu stellen. Sie freyen aber ihre Weiber mehr sHe Janik-aus Belieben zu dem Fürstlichen Befehl/ als aus freyen Willen. Wan scharen,man ste nun in die w it-entlegenste Landschafften und unbewohnteProv ntzen schirktt/und von ihren Vatterland entfernet / ligt ihnennicht nur die fleissige Benützung Zed achter Lander / sondern auch dero-selben Bevö'.ckerung ob.

Nechst diesen Opisnois pranget auch Mofcau mit einer Ruhm- Mol-»vi.würdigen Cavallerie derer von Adel / als welche auf des Czaaren sch«Caval-Winck/ mehr als i vooso. bewehrte Männer in das Feld stellen und l«r»e.einen einfallenden Feind Vorbeugen können. Die Bolschs und Se-

E ist redni