Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
20
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La Röm.Rayerl. N ?aj. und ders hohen A ll iieren

GesMchäfft Kisten mögen. Eben um diese Zeit trägt man auch fürdieZanitscharen/ di. sich unter die Gangezusammen steüen/das Shur-baauf/ welches emegewiffe/mitReiß gekochte/Suppe ist. Wannes nunzuweilen sich begiebt/ daßsieubelzu frieden sind/ und aufeinenVezier/oderwider deuKayser selbst/emen Groll oder Feindschofsthegen/ so rühret keiner unter ihnendas Ehurba an; sondernwerffendie Schüsseln über einen Haussen/und bezeugen dadurch/daß sie aufjemand erzürnt sind. Der Kavier bekommt alsobald hiervon Nach-richt Md lendet den Rapu Agasi/ oder Ober.Hoffmeister an sie ab/um zu vernehmen was ihr Mißfallen undVerlangek, eigentlich betreffe.Sie ordnen hierauf einen aus ihren Mittel ab/ der für alle das Mort,fuhren muß. Dieser trittso dann zumRapu Agasi/ und entdeckt ihmh nnilich ins Obr was die Ursach ihres Mißvergnügens sey. Wel-ches so dann dn- Kayfer aifvdald von solchen Verschnittenen insge-heim zu wiss nbekommt; und wann sieetwa wider einen Vezier oderCadil. squer etwas haben/ so lall der Kayser manchmal solche Offiaershinrichtt n/ und schicket ihnen seinen Kspff/ damit er nur die Aufrührüsche Rotte wieder zu frieden ltesse.

Sultan ist Es befindet sich auch der Sultan meistentkeils bey dem Divan/auchhcim- dochlässter sichittchrfthcn; und erweckt dieses so wol bey demGroß-lichimDi- Vezier / als andern hohen RalHs-Bedienten/eine stets,wehrendeFurcht. Er kan aus ftmen Zimmer durch einen heimlichen Gangbis an ein Fenster gehen/ das auf den Saal des Divans geht/ aberallezeit verdeckt ist mit einen sammeten Vorhang / den er weg thutwanns ihm beliebt / zu malwam er sichet/daß mchkgargute Justitzgehalten wird.

Z>vcy vor- Der Sonmund Dienstag sind die zwey vornehmste Raths--n-hmc ge / an welchen eigentlich Staats«Ratk gehalten wird und Reichs,R ithchäge Geschaffte fürkommen. Diese zween Tage nennen sie Arzghiunz/wetI/dkMivausi> nachpxm der Groß-Vetzier die sechs andere Vezier- und Cadilesquer/welche mitim Divan sitzen / die Malzeit haben eingenommen/ sissämtlich sich zum Kayser verfügen / und ihm die Hände küssen. Wonun einer von diesen vier Richtern ihm an diesen Tagen etwas fürzu-bringenhat' so darfev es freylhun^ Gleichwie infGegentheil es auchan eben diesem Tagen geschieht / daß der Kayser sich der Gelegenheitbedient/wann er einen oderden andern will vom Brod thun lassen.

Massen er so dann den Bostangi Bachi befiehlt/ sich mit erlich derSeinigen fertig zu halten / damit er seinen Befehl alsbald verrichtenkönne. Nachdem er ihn nun diejenige angedeutet/ die er wird erwür,LM lassen/ so wird er so bald ausergangenen Befehl/ esftynunbey

ihrer