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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
19
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Triumph-leuch rendenRriegs-Hems Drirrer Therl. i?

dem Kayftrl. Gemach zu will. Es rsi nichts anders ms em grosserniedriger Saal/ der mit Bley gedeckt/ und inwendig an denWänd n/mitübergüldeten Tafelwerckgeziertist/wiewol er davon so sonderli-che Zierde nicht empfängt. Der Baden ist mit einem Teppich belegt/und sind etliche Bancke allda vor diejenige Offner aas welchen derMathbeffehk/den dieTürcken Divan nennen. Es sind analienvierEcken des andern Vorhos des Serrails/ Gänge/vor denen er schierem Aussehen bekommt/wie ein Kloster; Wann nun Divan gehaltenwird/ so stehen allemal die Aamtschaaren aus der rechten Hand desHofe so lang der Rath wehrr.

Dieser Rathgange sind wöchentlich vier / und geschehen an derChristen Sonnabend / Sonntag / Montag und Dienstag. Atldawiderfahret nun jeden/ der es begehrt/ sein genau und scharffes Recht/es sey in welcher Sach es immer wolle/ und bedürften die streitendePartheyen da weder Advocaten noch Procuralsrn/ von denen mauin der Türckey nichts weiß/ sondern es wird jedermann selbst fürgelas-ftn/und mag seine Sach in eigner Person sürbringen. Da wird kci«neö Aufschubs und Abweiftns gedacht/ und lässt man die Leute nichtlang warten; es wird jede Sach/ sie sey beschaffen wiesieimniermehrwolle/ auf der St- tle verabsche-det/ und beurthesst.

Die hohe Bedientest) in diesem Divan als Collegenu-ndMit--Glr'eder sitzen/ sind der Groß-Veziec als allgemeiner Sradtbalter desReichs / welcher daselbst pi-Tliclirt und des KaysersEtellevenritk;Die sechs übrige Veziers die zwey Cadilesquer von Romania undNatoliaalsdieHoheRichterund IntendantenderArmeen; über/ißdie My Testerdar oder General-Rentmeisterder Nssana'-B^chials Groß Cantzler/ und der Netangi welcher denen FrantvsischenStaats-Secretarlen gleichet; nebenst noch einig andern Gericht-Schreibern oder Notarien. Alle dieftRathsverwandte und Bed ien-teverfugen sich um4. Uhr des Morqends in den Divan/ und blerbcnbis um den Mittag daselbst / das Recht zu sprechen. Der Cd iauxBachi ist mit einer Tronppe von seinen Untergebenen allezeit an derRakhs-Tl)ür und wartet allein auf/ des Groß Veziers Befehl auszusrichten/tragt auch zum Zeichen der tragenden Gewalt/ einen sisicrwStab m der Hand.

An denen Raths--

^tschrck-l'UNgöksDi,^ n-Saais.

WleeffkdkWochr Di-van gchüi«ten wrch.

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stgkeit und kurtzen Gepräng geschrehet. Man ist in einer halbenStund mit allem sertig. Der Groß/V zier isset allein an einem Tisch/wo er nicht etwan einen ober zween Baffen zu sich ladet/ damit sie ihn

C ij Gesell--

ch äs« Divan.