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Erdbeeren berühmt. — Holzkultur findet man nur ineinigen südlichen Theilen, hier sind die herrschenden HolzartenEichen, Buchen, Aspen und Eschen. — Die Torfgrä-ber ei besonders in Flandern, dann in Brabant, Antwer-pen, Limburg, und Luxemburg ist von großer Erheblichkeit. —Bergbau gehet auf Steinkohlen in Hennegau, Limburgund Lüttich; auf Eisen in Luxemburg, Namur, Hennegauund Lüttich; auf Galmei in Lüttich und Namur; auf Bleiin Namur; auf Alaun in Lüttich und bei Dianden, inLuxemburg auf Kupfer.
Kunstfleiß.
1) Leinewandmanufacturen. Diese haben ihrenHauptsitz in Haarlem, Flandern, Brabant, Antwerpenund in Hennegau. Die Leinewand von Courtray istberühmt.
2) Wollenzeugmanufackuren. Diese blühen zurZeit nur noch in Leiden, Delft, Amsterdam, Findho-fen, Utrecht, Verviers, Mecheln, Brüssel, Gent undDoornik.
z) Baumwollenwaarenmanufacturen, beson-ders in Flandern, Brabant und Hennegau. Am be-deutendsten ist für diesen Artikel Gent, dann folgt Brüs-sel, Anderlecht, Brügge, Lokeren, Antwerpen, Door-nik und Mons.
4) Seidenzeugwebereien sind vorzüglich in dennördlichen Provinzen zu finden. Haarlem ist der Haupt-sitz der Seidenfabrication.
5) Die Arbeiten in Leder werden besonders für Ge-schirrarbeiten in Leiden, für Pergament in Alkmar,Francyn und Leiden, für Sohlenleder in Mastrich undLüttich gefunden.
6) Der Hauptort der Hutfabriken ist Findhoven.
7) Das beste Schreibe- und Postpapier wird inNvrdholland gefertiget; Packpapiere werden zu Lei-den und Gouda, in Geldern und Overyssel werden vor-züglich Druckpapiere fabriciret; Brüssel, Gent undErevenmachern liefert Spielkarten, und Brüssel,Gent, Amsterdam und Rotterdam Preßfpähne undPap iertapeten.
8) Seifen - und Leimsiedereien sind vornehmlichin Amsterdam und Rotterdam; dann in Gent, Lüttichund Namur.
9) Tabak liefert Amersfort vorzüglich. Tabaksfa-briken sind vornehmlich zu Amsterdam, Rotterdam,Antwerpen, Brüssel und Menin zu finden.
10) Als Zuckersiedereien zeichnen sich besonders aus:Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Dortrecht, Zwoll,Brüssel, Gent und Brug.
n) Große Bierbrauereien sieht man besonders zuLöwen, Nimwegen, Zwoll, Deventcr, Brüssel, Ant-werpen, Breda, Diest, Enkeren, Everghem Und Am-sterdam.
12) Die meisten Branntweinbrennereien sieht manzu Schiedam; dann sicht man auch noch große Anstal-ten der Art zu Delft, Delfshaven, Rotterdam, Dort-recht , Antwerpen und Weesp.
13) In Arbeiten aus Holz nennen wir für Schiff-baugegcnstände Antwerpen, Amsterdam, Dortrccht,Zaandam, Edam, Enkhuizen, Dokkum, Vließingenund Everghem. Kunsttischlerarbeiten sieht man zuAmsterdam, Spaa, Sneek.
14) Berühmte Kutschenfabriken sind zu Brüssel.
15 ) Unter den Verarbeitungen von Thon zeichnen sich dieTabakspfeifenfabrtken zu Gouda besonders aus, ge-rtngere Sorten werden in Schoonhoven, Gorkum undAlphon verfertiget. — Irdenes Kochgeschirrwird vorzüglich zu Oosterhout, Bergen op Zoom Goudaund Alphen verfertiget. — Fayencefabrikensieht man besonders in Delft, in der Provinz Namurund zu Siebenbrunn. — Porzelanfabrikensind nur in Amsterdam und Doornik. — Die größ-ten Ziegelbrennereien befinden sich in der Pro-vinz Antwerpen.
16) An Metallfabriken sind die meisten und wich-tigsten in den südlichen Provinzen Lüttich, Namur,Hennegau und Luxemburg. — Gold- und Sil-berarbeiten liefern Gent und Amsterdam. —Kupfermühlen und Kupfergeschirrfabrisken sieht man in Geldern, Amsterdam, Schoonhoven,Namur und Dinant. Stecknadeln werden beson-ders in Herzogenbusch, Gent und Utrecht gefertigt.
17) Große Eisengießereien findet man in den Pro-
vinzen Geldern, Overyssel, Lüttich und Namur.Nähnadeln liefern Vaals und Denloo; stählerneSegelnadeln kommen von Amsterdam und Rotter-dam; Messers chmiedearbeitrn und kurze
Eisenwaaren liefert Lüttich, Eembloux, Namur,Herstall, Charleroi und Binche; eiserne Ackerge-rät he kommen Pon Uth. — In Blechwaarenzeichnen sich Amsterdam und Zeyst aus. — GroßeGewehr fabriken sieht man zu Lüttich und Kutten- I
bürg; Stück gießereien unterhalt Haag, Amster-dam, Mecheln und Lüttich, und ansehnliche Nagel-schmieden findet man in den Provinzen Lüttich undHennegau.
18 ) Chemische Fabriken sind besonders in den nörd-lichen Provinzen und namentlich in den Städten Am-sterdam und Rotterdam zu finden.
19) Krappmühlen herrschen vorzüglich in Zceland;Oehlmühlen in Holland, Brabant und Flandern.
Handel.
1) Properhandel, dieser ist besonders für die südlichenProvinzen wichtig, erheblicher aber ist der
2) Kommissions- und Speditionshandel ver-
bunden mit dem Wechselhandel. JnnländischeAusfuhrartikel sind: Butter, Käse, Tabak, Krapp,Pökelfleisch, Papier, Leinewand, Tuch, Zwirn,Spitzen, Leder, Gewehre, Messing, Blumen, Ochl,Sämereien, Häringe, gesalzene Fische, Fischbein,Thran, chemische Fabrikate und Steinkohlen. — Ein-geführt wird vorzüglich: Getraide, Wein, Salz,
Schiff- und Bauholz, Materialien zu Fabriken, Zucker,Rum, Kaffee, Baumwolle, Indigo, Gurkum, Reis,Pfeffer, Bcnzoö, Kassia, Kampher, Terpentin, Kar-tamomen, Ingwer, Muskatcnblumen - und Nüsse, Ge-würznelke», Bambusrohr, Farbehölzcr, Salpeter,Elfenbein, Gummi.
Haupt Handelsplätze.
Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Leiden, Haarlem,Dvrtrecht, Delft, Middelburg, Gouda, Nimwegen, Zaan-dam, Alkmaar, Grätlingen, Leuwarden, Brüssel, Antwer-pen, Brügge, Gent, Lüttich, Löwen, Mecheln, Courtrai,Doornik, Verviers, Namur, Mons, Apern.
Haupthandelshäfen.
Amsterdam, Antwerpen, Dortrecht, Delfshafen, Enk-huizen, Vließingen, Ostende, Nieuport, Medenblick, Zikk-zee, Hoorn, Helvötsluys, Dokkum, Harlingen, Delfzyl.
Kursirende Münzen.
Bis zur definitiven Festsetzung eines neuen Münzfußes,findet folgendes Münzverhältniß statt:
1 Pfund Flämisch hält 2 z holl. Rthlr.
1 Holl. Rthlr. — ixH Goldgulden.
1 Holl. Goldgulden — Gulden.