Druckschrift 
Andrer Theil (1688)
Entstehung
Seite
20
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ro Rpm Käysikl Maj und der- h-hen Mrirt erk

der Haans in seinem vorigen Stand geblieben/oder eines natürlichenTods gestorben. Und hierin» bestehet eure Freyheit, daß euer Haannicht nur auf ein ^ahr/sondern nicht aufeinenTag seiner Herrschafftversichert istwelche nothwendige Dienstbarkeit/ euch nichk einmal un-erträglich verkommen muß/indem ihr gezwungen seyd/selbige zu ertra-gen. Dieses widerfähret euch nicht nur von dem Käyser selbst/ sondernauch von den Vezieren/ die da mit eurem Haan spielen/ wie Deucalionmit den Steinen/verhengen nachBelieben über ihr Leben und Tod/wiedie Götter-Parcen über die Menschen. Es ist hohe Zeit/ daß Privat-Lcute unter euch aufihre Sicherheit bedacht sepn/ indem eure Fürstenan ihrer Hoheit Schiffbruch leiden. Ihr habt augenscheinliche undnoch lebendige Erempel dieserTyranney über euch unter denen vorigenHaancn/welche das alte Herkommen und Geblüt nicht hat könnende«fteyem von der Grausamkeit der Vezieren, als hochmütiger und über»gebener Leute. Dieser Dienstbarkeit los zu werden/ ist niemals so er«wünschte Gelegenheit/als jetzt/ indem die Pforte/von allen Seiten/durch die Feinde angegriffen wird. Was habt ihr von diesem Mer-muth fürNuben/indem euresaureArbeir undDicnste nicht einmal vorder Welt geruhmet werden/sondern/wann ihr gleich die gantze Weltmit Krieg überziehet/schreiben dock die Türcken solches nicht euch, son-dern ihnen selbst zu/und halten euch nur vor den Kehricht und Unflatihres Geblüts; wobep ihr euch der erlangten Beuten auch nicht einmalerinnern könnet/ indem die Türcken selbige nach ihrem Belieben/undalso euer Blut unter sich theücn. Heigegen ist Polen den Tartarn nie-malenzu nahe gekommen/sondern sich wvl mit denselbigen vertragen;viel weniger hak Polen jemals gedacht/ seine Grcntzcn bis in dieTarta-rep auszubreiten: wie bann die Tarkam sich auch n cht erkühnet/ die al-len Grentzen von Polen zu verrücken. Was suchen dieTartarn an Po-len ? was Polen an die Tartarn ? indem sich bepde Partheyen ob ihrerHerrschafft begnügen lassen Daß aber der Türck die gantzeWelt ver-wüstet/und von Rauberey zu leben gewöhnet ist/dadurch sindwirge-nugfam wider ihn zum Krieg aufgebracht/deswegen ihr billich daraufAchtung geben sollet/wohin das Absehen gerichtet/ ncmlich/daß er dieHerrschafften der mächtigen Polenraten nach sich ziehen möge. Euchwird er gewiß nicht fo'gen/sondern vielmehr mit euch beginnen/wasihm belieben/und was seine/alles zulsibeigncn Knechten zu machen/gewohnte Hand wirb ausrichten können- Billich solt ihr bcdenckcn/und durch immerwährende Erempel gewitziget werben/wie nemlichSgypten/Sprien/Mesopotamien/ihn fteywiilig zu einem Herrn an-Zenommen/zwar mit Vorbehaltung ihrer Frcyheit/nurr aber so unter-

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