VII
Vorzüglichste Handelsstraßen.
1) Von Basel über Luzern und den St. Gotthard nach
Italien.
2) Von Lindau über Luziensteig, Chur, den Splügen und
Septmer nach Italien.
3) Von Basel über Solothurn und den Jura nach Genf.
4) Von Lausanne über Sitten und den Simplon nach Ita-
lien.
5 ) Von Basel über Brunrut nach Frankreich.
6) Von Tyrol durch das Engadin, von Finstermünz nach
Eleven.
7) Von Lausanne über Martinach und den St. Bernhard. nach Italien.
8) Von Schaffhausen über Aarau und Bern, Payerne,
Moudon, nach Lausanne und Genf.
9) Von Genf über den Mont Cenis nach Savoyen und über
Lyon nach Frankreich.
10) Von Bern auf Mcyringen über den St. Gotthardnach Italien.
Kursirende Münzen.
Man rechnet in den Kantonen Bern, Freyburg, Aargau,Solothurn und Waadt nach dem in der franz. Revolutioneingeführten Schweizerischen Münzfüße, nach welchem derneue Louisdor von 24 livres touinoiz 16 Franken gilt.Der Franken — 12 Batzen,
- Baßen — 12 Rappen.
In Basel wird nach Gulden zu 15 Schweizer-Batzenoder iß Schweizer - Franken gerechnet.
In Zürich sind:
1 Gulden — 40 Schillinge — 60 Kreuzer — 16 Batzen,i Schilling — 12 Heller — 4 Rappen. Der Kreuzer— 8 Heller.
In Luzern und Unterwalden:
1 Gulden — 40 Schillinge — 60 Kreuzer,i Schilling — 12 Heller.
In Uri und Schwyz:
i Gulden — 40 Schillings — 60 Kreuzer — 15 Batzen,1 Schilling — 6 Angster — 12 Heller,i Kreuzer ^ 8 Heller.
In Glarus:
i Gulden — 40 Schillinge — 60 Kreuzer — 15 Batzen;i Schilling — 12 Heller.
In Graubündten:
r Gulden — 62 Kreuzer — 72 Bluzger — 15 Batzen,lll. Heft.
In Tessin:
l Mailandischer Lire — 22 Soldi Tü: go Quatrini.
— Der alte Louisd'or — 37^ Lire; auch nach vene-- tianischem Fuß, der Louisd'or — -6 Lire.
In Genf:
i Gulden — 12 kleine Sols; i Sol — 12 Pfen-nige. —
. Ein Livre Courant — 22 Sols.
' M a a ß.
Dieses ist nicht allein in jedem Kanton verschieden, son-dern auch in demselben mannigfaltig. Nach einer Ueberein-kunft, die aber noch nicht durchgängig zur Ausführung ge-kommen ist, soll:
1) beim Längenmaaße, der 420 millionenste Theil desMeridianumfangs der Erde, unter der Benennung, Hansdie Haupteinheit abgeben, und dann soll
- r Meile — 10 Strecken,
1 Strecke 71: 12 Schnuren,
1 Schnur — 12 Ketten,i Kette — 10 Stabe,
1 Stab — 10 Hände,i Hand — 10 Zoll,
1 Zoll — 10 Linien enthalten.
Uebrigens gehen von einer gewöhnlichen Schweizer-meile 13^0 auf einen Grad des Aequators, und eineStunde Wegs, wird gewöhnlich zu 6000 geometrischenSchritten angenommen.
2) Beim Fläch enmaaße. Hier ist die Quadrathanddie Einheit und die Unterabtheilungen sind nach der De-cimäleintheilung dieselben, wie beim Flachenmaaße. Qua-dratschnur wird im allgemeinen auch Morgen genannt.
3) Beim Körpermaaß herrscht dieselbe Decimaleinthei-lung und man nennt als Unterabtheilungen: Kubikstab,Kübikhundert, Kubikzehner, Kubikhand und Kubikzehn-ter. — Für trockne Materien hat man die Benen-nung: Malter, Sack, Scheffel, Becher und Löffel; fürflüssige Sachen Faß, Saum, Eimer, Kanne und Glas,und es halt:
1 Faß und Malter — 12 Saum und Sack,
1 Saum und Sack — 12 Kannen und Becher,
1 Kanne und Becher — 12 Glas und Löffel.
4) Beim Gewichte ist
r Centner — 12 Stein,
1 Stein — 10 Pfund,
i Pfund — io Unzen,i Unze — 10 Lvth,
1 Loth — io Drachmen,
1 Drachme 12 Scrupel,i Scrupel — 12 Gran,i Gran — io As.
Nur ist zu bedauern, daß diese einfache Maaßeinthei--lung selten in Gebrauch ist, und man rechnet nach ver-schiedenartigen Ellen, Fußen, Zollen, Müdt, Vier-teln, Vierlingen und Mäßlis. Das Pfund hat gewöhn-lich 992A Gran.
5 ) Beim Getrankemaaße nimmt man den Saum zu8832 Kubikzoll an, und theilt dieses ein in Eimer, Vier-tel, Kopf und Maaß ab.
Unterrichtsanstalten.
Universität zu Basel. — Akademische Gym-nasien zu Lausanne, Bern, Zürich und Genf. — Gym-nasien zu Schaffhausen, St. Gallen, Chur, Erandson,-Luzern, Rorschach, Orbe, Freyburg, Dellenz, Solothurn,Genf, Neuenburg, Sitten. — Töchterschulen zu Zürich,Bern, Luzern. — Kunst- und Handwerksschulen zuZürich und Bern. — Zeichenschulen zu Zürich und Genf.
— Das Pestalozzische Institut zu Uverdun. — Das Fellen-bergische oekonomische Institut zu Hofwyl.
Gelehrte Gesellschaften.
Helvetische Gesellschaft für vaterländische Kultur zu Zo-fingen- — Literarische Gesellschaft zu St. Gallen. — Ge-sellschaft für vaterländische Geschichte zu Zürich. — Gesell-schaft der Naturwissenschaften zu Genf. — Oekonomische-und naturhistorische Gesellschaft zu Bern, Lausanne, Chur.
— Medizinische Gesellschaften zu Bern, Basel, Zürich undGenf. — Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Nütz-lichen zu Basel. — Künstlergesellschaften zu Zürich und Genf.
— Bibelgesellschaften zu Zürich, Bern, Basel, St. Gallenund Aargau.
Hülfsan st alten für wissenschaftlicheKultur.
Bibliotheken zu Zürich, Bern, Basel, Solothurn,Schaffhausen, St. Gallen, Genf. — Museen (jedoch nurPrivatpersonen angehörig) zu Zürich und Genf. — Bota-nische Gärten zu Zürich und Basel-— Sternwar-
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