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Dritte Lieferung (1825) Die Helvetische Eidgenossenschaft oder die Schweiz und das Königreich Portugal : Nebst vier Charten vom Königreich Spanien
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ten zu Bern und Zürich. Münzkabinette zu Zürichund Bern. Gemähldegallerie (Privatunterneh-men) zu Basel.

Bundesverfassung.

Bundesvertrag der 19 Kantone Zürich, Bern, Luzern,Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus, Zug, Fryburg,(Freiburg) Solothurn, Basel, Schaffhausrn, Appenzell,St. Gallen, Graubündten, Aargau, Thurgau, Tessin,und Waadt; welchen Wallis, Neuenburg und Genf beitraten. Der ewige unauflösliche Bundesverein schreibt sich voll-ständig vom Jahre 1431 her.

Der helvetische Staatenbund, der durch den PariserFrieden und die Wiener Kongreßacte, stets als neutral be-achtet werden soll, ist in jedem einzelnen Kanton souverain.Uebrigens dehnt sich die Neutralität der Schweiz auch aufein Stück von Savoyen, welches sich im Norden einer Liniebefindet, die von Uvigo und vom See Annccy aus, durchFauverges bis Lameraine und von da, bis an denSeeBour-get gezogen ist, aus.

Die Besorgung der allgemeinen Angelegenheiten betreibteine aus den 22 souveraincn Kantons zusammengesetzte Ta-gessatzung, in welcher jeder Kanton eine Stimme hat, undversammelt sich ordentlicher Weise alle Jahre am ersten Mon-tage des Julius in der Hauptstadt des jedesmaligen, allerzwei Jahre fortschreitenden Vororts, zwischen Zürich, Bernund Luzern abwechselnd. Außerordentlicherweise versammeltsich die Tagessatzung, wenn es der Vorort ausschreibt, oderauf das Begehren von 5 Kantonen. Die eidgenössischenRepräsentanten, welche die stehenden Bundesangelegenhcitenbesorgen, werden gleichfalls von den Kantonen gewählt,welche hierzu in sechs Klassen sich abthcilen, nämlich: den 1.wählen die zwei Dircctorialorke, die nicht im Amte stehen;den 2. Uri, Schwyz und Unterwalden; den 3. Glarus, Zug,Appenzell, Schaffhauscn; den 4. Freiburg, Basel, Solo-thurn; den 5. Graubündten, St. Gallen, Aargau; den 6.Waadt, Thurgau und Tessin, Wallis, Neuenburg undGenf schließen sich an.

Alle Ansprüche und Streitigkeiten zwischen den Kantonen- über Gegenstände, die nicht durch den Bundestag gewähr-leistet sind, gehören für das eidgenössische Recht.

Justiz Verwaltung.

Die Eidgenossenschaft hat keine gemeinschaftlichen C>'vil-Kriminal- und Policeigesetze; sondern jeder Kanton beobach-tet hierüber besondere Anordnungen.

Kirchenstaat.

Die herrschenden Religionen sind die katholische und re-formiere. Allein herrschend ist i) die katholische Kirche,in den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug,Freiburg, Solothurn, Appenzell, Jnnerrhoden, Tessin undWallis; 2) die rcformirte Kirche, in den Kantonen Zürich,Bern, Basel, Schaffhausen, Appenzell, Außerrhoden, Gla-rus , Waadt und Ncuenburg. Gemischt findet man Katho-liken und Rcformirte in St, Gallen, Thurgau, Aargau,Graubündten und Genf. Die Katholiken gehören unterdie Diözesen von Basel, Lausanne, Chur, Konstanz, Sit-ten, Milans und Como. Zu Luzern oder Freiburg hältsich gewöhnlich ein päpstlicher Nuntius auf. Man rechnet119 Klöster mit 3520 Religiösen beiderlei Geschlechter.Die rcformirte schweizerische Kirche hat ihre besondere Kon-fession. Zerstreut findet man Lutheraner und Wiedertäu-fer und in dem Kanton Aargau Juden.

Finanzverfassung.

Die gesammte Schweiz hat eine allgemeine Staatskasse,die aber nur in außerordentlichen Fällen zusammengcbrachtwird. Außerdem finden in den einzelnen Kantonen di-recte und indirecte Steuern, Regalien und in einigen auchDomainen statt.

M i l i t a i r.

33,758 Mann,.

und zwar stellen hierzu

Bern,

5824 Mann,

Zürich,

37 oo

Waadt,

2964

St. Gallen,

2630

Aargau,

2410

Tessin,

1804

Luzern,

1734

-

Graubündten,

. 1620

Thurgau,

1520

Wallis,

1230

Freiburg,

1240

Neuenburg,

960

Basel,

9'8

Solothurn,

904

Genf,

880

Ausserrhoden,

' 772

Schwyz,

602

Glarus,

482

Schaffhausen, 466 Manu.

Zug, 250

Uri, 236

Obwalden, 221

Jnnerrhoden,< 220

Nidwalden, 161

Festung.

Aarburg. In einem wehrhaften Zustande befindetsich auch Genf.

Topographie der schweizerischen Eidge-n 0 ssen schaft,

1) Kanton Zürich

(zwischen 26" 2^ bis 26° 39^ östl. Länge und 47° 9^ bis47° 41- nördl. Breite.)

Aemter: Zürich, Andelfingen, Embrach, Greifen-see, Grüningen, Knonau, Kyburg, Meilen, Regensperg,Wädenschwyl und Winterthur.

2) Kanton Bern

(zwischen 24° 41 ^ bis 26° 6^ östl. Länge und 46° 19^ bis47° 25/ nördl. Breite.

Aemter n) im Unterlande: Bern, Burgdorf, Frau-brunnen, Konolfingen, Schwarzcnburg, Seftingen, Lau-pen; d) im Oberlande: Frutigen, Jnterlachen, Nieder-simmenthal, Oberhasli, Sanen, Thun; c) im Seelande:Aarberg, Büren, Erlach, Nydau; ä) im Emmenthale:Signau, Trachselwald; e) im Oberaargau: Aarwangen,Wangen; k) in Leberberg: Courtari, Delcmont, Mvutiers,Porentruy, Saigne legier.

3) Kanton Luzern

(zwischen 25" 29/ 55" bis° ic^ östl. Länge und 46°47/ bis 47" 47/ nördl. Breite.

Aemter: Luzern, Entlibuch, Willisau, Sursee, Hoch-dorf. 4) Kanton Uri

(zwischen 25" 49^ bis 26" 2cH östl. Länge und 46° 47 bis46° 56/ nördl. Breite.)

Di stricte: Uri, Urseren.

5) Kanton Schwyz (Schweiz)

(zwischen 25° 5 i^ bis 26° 3^ östl. Länge und 46° bis 47°nördl. Breite.)

Bezirke: Schwyz, Einstedeln, Vorderhof, Hinter-Hof, March, Küßnacht, Gersau.

6) Kanton Unterwalden

(zwischen 25° 39^ bis 25° 59^ östl. Länge und 46° 44^ bis46° 57^ nördl. Breite.)