Druckschrift 
[1] (1688)
Entstehung
Seite
18
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,8 Röni.-elcrl. Mas. und der- hohen Alttrkcn i

würde. Gehorchte derohalben-und machte sich zu Pferd aus den Gar- ''' tm mit einer starcken Wachk/die ihn geradesWegs nach derVcsiung führte, begleitet/allwo er kaum angelendet/daman gleich die Wache

, vcrde4'p'^^Eomrier nach Constanklnopelabgefertigk/

, denGrossSultan die gefängliche Verhaffk seines Vettern kund zu- ^' machen und von selbigem zu wissen/ was man mit diesen verarresiirken ^' thun sollte Der Bescheid war/daß man ihn aufs eheste solte von Brod" thun; und zu dem Ende ließ er einen Capigi abfettigen / mit Ordre an >" den Baffa zu Aleppo/daß er ihn/so bald er diesesBefehlS ansichkig wur- >"de/ohne Verzug solte stranguliren lassen. Dieses alles wardinnlcher"Eilvollzogen/daßes seiner Mutter (welche von dieser Verurcheilm«

" Bericht erlangt) unmüglich war/ihn zu crrettcn/ob sie gleich einen an-"dern Courrier/bald nach den ersten fortschickte mit einer/ der vorigen"gantzzuwiderlauffendcn Ordre / und Widerrussung deß Unheils; im ^^ dem selbiges zu spat in Aleppo überreicht worden/ da es schon zur Ere- !'cution gekommen- !

^ ZuAbends/da der ersteCapigi angelangt/giengen die Für nehm- l

sie der Stadt hauffig nach den Castell / dieses armen Printzens krauri- i»isiiiig. geö Ende zu sehen; der sich dann gleich bey deren Anschauung die be- ^» vorstehendeGesahr eingebildet/und daß dicheVolck'Menge, ihn nichts» anders als den Tod verkündigte. Er fragte sic / ob dersenige/der ihn !« » der Welt entledigen und gen Htmmrlschicken solte/von Constantino- l

e " pelangelangek wäre ? Aber man antwortete ihm mit Stillschweigen/

^ » gleich als hatte man nicht verstanden / was er sagen wollen; oder aus l

» Furcht/ihn mit einer solchen schlimme Zeitung zu betrüben/ welches ihn j-> in feiner Meynung destomehr bestätligte. Derowegen fugte erhinzu: l«Wolan! lastihn hereingehen/er komme nur/und bringe feinen Be-fehl. Als er das gesagt/ruffte man den l eidigen Boten / der sich hervor ^» machte/und mit einer treffen Reverentz / in Ansehung seines Standes/

» des Groß Sultans Beiehl einhandigte/welcher von ihm mitEhrerbie-tungangenommen worden /indem er selbigen küste/ und zum Zeichen,> der Untergchung / über das Haupt hielt. Er laß ihn leiß mit grosser-- Ausmerckl'amkeit/ und vielen Seuff;en/über seine ungerechte Verur--- thsilMg. Nachdem ließ er diesen Menschen wieder abkretteten / sein Hertz eh er stürbe/inGegenwart der Umstehenden / auüzuschülten. Er»fieng an mit Erzehlniig seines gantzen Lebens Lauff/ entdeckte sein/alle« szeit verborgen gehaltenes Vorhaben; und daß er dessen Erfüllung von j«GOttzu keinem andern Ende verlanget hätte/als zur Erquickung desVolckö/ dessen Milleiben würdiges Eiend ihn empfindlich zu Hcrtzen^ giengez .