------------- ZlZ
nes Stillschweigen beobachten; und sollten die andern frem«den Mininer ihn zu bewegen 'suchen, baß er mit ihnen vereirnigt ihre '.'l-isprüche auf jenes Privilegium oder die substiruirkeEntschädigung verfolgen sollte, so soll er sich damit emschul«digen, daß er dazu keinen Befehl habe, und daß ihm seinkurzer Auftnthalr zu Madrid keine Zeit dazu lasse, indem ersogleich zurückkehren solle, sobald er die Geschäfte vollendet,zu denen seine Gesandtschaft bestimmt gewesen.
Da cs ausgemacht ist, daß die Vollziehung der Vermähllunq des Prinzen von Asturien mit der Prinzessin von Ortlcansvor sich gehen soll, sobald sie volle zwölf Jahre alt ist,und sie es den n. Deccmber dieses Jahres, also noch vor ihtrer Ankunft in Madrid, wird, so ist eö der Wille des Königs,daß der Herzog von St. Simon, wenn er die ihm anvcrtrau«ten Functionen in Rücksicht der Werbung um die Infantin imNamen Sr Majestät und in Rücksicht der Unterzeichnung derArükel und des CvntractcS, vollendet hat, noch am Hofe desKönigs von Spanien bleibe, um in derselben Eigenschaft alsaußerordentlicher Ambassadeur deü Königs der Vollziehungder Vermählung des Prinzen von Asturien mit der Prinzess!»von Orleans beiznwohncn, und daß er nach Verrichtung die«scr Function seine DeurlaubungSaudienz nehme, und dannohne Verweilen zurückkehre, um Sr Majestät Rechenschaftvon der Ausführung Ihrer Befehle abzulegen.
Aus dem, dieser Instruction beizufügenden, Memorialüber das, bei der wiederholten Vollziehung der Vermählungdes verstorbenen Königs von Spanien Carls II. mit der Kötnigin Maria Luise, in Rücksicht der Ambassadeurs des Körnigs, beobachtete Cercmoniell, werden der Herzog von St.Simon und der Marquis von Maulcvricr ersehen, welche»Rang sie bei der Vermählungsfeicr des Prinzen von Asturieneinzuiichmcn haben, und Se Majestät wollen, daß sie sichgänzlich danach richten. Der König zweifelt auch nicht, daßwenn die Großen oder irgend jemand, wer es auch sey, beidieser Gelegenheit einen Anspruch machen sollten, der derWürde seiner Ambassadeurs Eintrag thäte, der kathol. Königsie zur Ruhe verweisen und erklären werde, daß er ihnen altles, was ihrem Charakter gebührt, erweisen wolle.
Ob man gleich mit Grund glauben kann, daß der Kö<tilg von Spanien alles thun wird, um die Infantin auf eine,der Würde des Königs und seiner eignen angemessene Art ge«leiten zu lassen, so wird es doch gut sexn, wenn der Herzog
vv»