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Spanien ernannten Personen empfangen werden soll, ivLH»rend die vom Könige ernannten die Infantin empfangen; sokann man doch versichern, daß kein Augenblick zu Ausführung'dieses Vorhabens verloren werden wird, um so mehr da derkathol. König die Vermählung des Königs, und die des Primzcn von Asturien zu der Vollziehung, die bei jeder möglich ist,so lebhaft gebracht zu sehn wünscht, und er den Herzog vonOsson e zum außerordentlichen Ambassadeur nach Frankreichernannt har, um bei Sr Majestät dasselbe Geschäft, in Rück»sicht der Vermählung des Prinzen von Asturien mit der Primzessin von Orleans, zu verrichten, das der Herzog von SaintSimon, in Rücksicht der Werbung nm die Infantin, und derUnterzeichnung der Artikel und des Cvntracts der Vermählungdes Königs mit dieser Prinzessin, zu Madrid zu verrichtenhar: so daß allem Anschein nach die Prinzessin von Orleansgegen das Ende des Monats Octvber ausreisen wird, und daihre Reise, mit Inbegriff der Rasttage, in fünf und dreißigTagen vollendet seyn kann, so wird folglich die Auswechselungder beiden Prinzessinnen spätestens gegen den ro. December ge«schehen können; und darauf werden von Seiten des Königsalle nöthigen Anstalten zur Reise getroffen werden.
Der Herzog von St. Simon hat sich nach dem gegenden Herzog von St- Arg na», während seines Aufenthalteszu Madrid, als außerordentlichen Ambassadeur des Königs,beobachteten Ceremoniell zu richten, über welches ihm ein Me«worial nebst dieser Instruction elngehändigt werden wird,und sollten besondere Fälle eintreten, die nicht vorhergcsehnhaben werden können, so ist die allgemeine Regel, nach der«r sich richten kann, das gegen den Nuncius und die Ambas«sadeurs der höchsten Mächte an diesem Hofe übliche Ceremo«niell, mit dem seit der Thronbesteigung des Königs von Spa«men eingetrctcnen Unterschiede, daß die Ambassadeurs desKönigs alle die Vorrechte genießen, weiche unter der Regie«rung Carls II. die Ambassadeurs des Kaisers, als eines Für«stcn aus demselben Hause, genossen.
Was die Entschädigung betrifft, welche die fremden Am«bassadeurs am Spanischen Hofe von der Stadt Madrid für dieehemalige Quartiersfreiheit an Geld erhielten, da der König vonSpanien seit einigen Jahren auch diese Schadloshaltung durchein Decrel aufgehoben, und der König nicht will, daß seineMinister gegen diese neue Verfügung irgend etwas thun sol«len; so soll der Herzog von St. Simon hierüber ein vvükomm«