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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
271
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sucht und verschiedenes Interesse dasselbe von ihm abtrennenwürde, und es war ihm woh! bekannt, daß Philipp vonOrleans, nw während seiner Regentschaft den Frieden znerhalten, sich mit dem Hause Oesireich und mit Englandverbunden hatte. Ein so furchtbares Bändniß mußte denPlan des Spanischen Ministers vereiteln, und er mußte da»her Mittel suchen, es zu trennen, indem er Frankreich, Enz»land und Oesireich mit innern AngUegenhciten beschäftigte;doch so daß alle seine Unternehmungen gegen diese drei Mäch»te nur Diversionen waren, die sie in sich selbst beschäftigte»und sie zurückhielien, daß sie nicht an den auswärtigen Vor»zängen Theil nähmen und sich gegen die Vergrößerungspla»r Spaniens setzten.

Alveroni kam daher auf den Gedanken, sich mit Peterdem Großen, mit Karl XII., mit den Türken zn verbinden:diese letztem sollten dem Kaiser den Krieg erklären, der Czarund Schweden» England und der Prätendent sollten einenVersuch machen, den Thron seiner Väter zu erobern. Wirwerden sehen, was die Quadruplealiianz gegen diese Planeder Königin that.

IV.

Ueber die Unterhandlungen zu Schließung der Qua«drupleallianz, und waö auf die Unterzeichnungdieses Tractats erfolgte.

ES ist wohl niemand, dem nicht bet Lesung der M«moires des Herzogs von St. Simon das tiefe Stillschwri»gen ausgefallen ist, womit er die Unterhandlungen und denTraktat der Q-uadrupleallianz übergeht.

Dieser Traktat ist indessen der Punkt, um den sichalle Angelegenheiten Europa's während der MinderjährigkeitLudwigs XV. drehen; er war der Grund des Bruches mitSpanien; er vereinigte Frankreich und Oestreich, oie sichseit Heinrich IV. befeindeten, er verband Frankreich undEngland trotz ihrer Rivalität.

Es war vom Herzog von St. Simon, der Gesandtter in Spanien und vertrauter Freund und Rathgebrr beSRegenten war, allerdings zu erwarten, daß er uns die ge-heimen Intriguen dieses Traktates enthüllte. Zur Ergänzung

dieser