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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
272
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dieser Lücke glauben wir etwas über bas Detail der Prilimknarunterhandlungcn beifügen zu müssen, invem wir bemerken :

1. Das gemeinschaftliche Interesse Englands, Oest<keichS und des Regenten sollte diese b-iden Mächte mit ihmeng verbinden. Das Spanische Cabinet, von einer ehrgei-zigen Königin geleitet, strebte wieder zu erobern, was dirKönige aus dem Hause Oestreich in Italien durch den Troclatvon Utrecht verloren hakten, um die Söhne der Königin, dienur Prinzen der zweiten Ehe waren, damit zu versorgen,und ihnen eine Herrschaft in Italien zu gründen. Diese Für,stin hatte auch den Plan, den Thron von Frankreich zu be-steigen, als Gemahlin eines Enkels von Ludwig XIV., dieRegentschaft zu stürzen und den Herzog von Orleans als blo-ßen Neffen dieses Monarchen vom Throne zu verdrängen.Die Plane der Königin waren damals nicht aus der Luft ge<griffen, da der junge König Ludwig XV. kaum einen Athen»zug von Leben hakte und mit ewiger Kränklichkeit kämpfte.Daher der gegenseitige Haß des Regenten und des Königsund der Königin von Spanien, und die Verbindung des Her«zogs von Orleans mit England und dem Kaiser.

2. Der König von England, aus seinem Churfürstenthumauf den Thron der SiuarkS gerufen. herrschte über ein nochin Factionen getheiltes Volk, also unsicher; die entthronte Fa»»nilie hatte in den drei Königreichen mächtige Freunde; derPrätendent brannte vor Begierde, das Erbe seiner Väter zuerobern. Der Regent, um als König unterstützt zu werden,im Fall der junge König Ludwig XV. mit Tode abging, hieltsich an den König von England, vertrieb die Anhänger derStuarts aus Frankreich und versprach dem Könige Georg, ihmden Thron von Großbritrannien zu garanriren.

g. Der Kaiser, der es noch immer nicht verschmerze»konnte, daß das Haus Bourbon die Macht Ocstreichs so zer-rissen und den Scevter von Spanien sühne, sah mit Ver-druß, wieAlberoni diesem Reiche eine Gestalt, eine Machtund kriegerische Stärke gab, wie es noch nie gehabt hakte;er fürchtete cie Entwürfe des CardtnalS auf dte OestreichischenBesitzungen in Italien: der Kaiser schloß sich daher an Frank-reich an und federte von ihm, baß es Spanien den Krieg an-itünbigen sollte, um cs zu beschäftigen, um seine Macht zukheilen, um Philipp V. z hindern, daß ex seine ganze Machtnicht nach Italien wenden könnte-

4. End»