Druckschrift 
Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

2!0

Es ist wohl zu begreifen, daß der König, von sok- ^chen Personen umgeben, und auf diese Art dagegeneingenommen. den Marschall von Vauban schlecht auf. ß

nahm, als er ihm dieses Buch überbrachte, das nach *

seinem ganzen Inhalt an ihn gerichtet war. Nicht !»!

besser wurde e6 von den Ministern ausgenommen. K

» Bon diesem Augenblick waren PaubanS geleistete k»Dienste, seine Tugenden, seine ausgezeichneten mili- V

tairischen .Fähigkeiten, auf die der König sonst selbst ««!

stolz gewesen war, vergessen. Dieser sah in ihm nichts w/

mehr, als einen Schwärmer für das Wohl des Volks N

und einen Verbrecher, der die Macht seiner Minister, O

folglich auch die Seinige zu untergraben suche. Er i«

erklärte vieß ohne alle Schonung; und das Echo da« ch

von schallte noch bitterer von dem beleidigten, laut m

trmmphirenden Haufen zurück. '

Der unglückliche, von allen patriotisch gesinnten !ill>Franzosen geliebte Marschall konnte die Ungnade seines br

Ko ngs nicht überleben. Ec starb wenige Monate N

nachher, von vielen tief betrauert. Der König war ihn

so unempfindlich bei seinem Tode, dafi er nicht einmal Ichdaran zu denken schien, einen so brauchbaren und be- U

rühmten Diener verloren zu haben. Allein Vaubans ^

Verdienste wurden von ganz Europa anerkannt, und ^

konnten selbst durch seine Feinde nicht verdunkelt wer- »

den. Sein Verlust wurde, die Finanz. Pächter und h

ihre Werkzeuge abgerechnet. allgemein beklagt.

BoiSguilbert, den dieser Erfolg hätte vorsichtig »jmachen sollen, blieb dennoch nicht unrhätig. Eineder wichii.isten Einwendungen, welche ihm Chaniillarr ge> K,

macht hatte, war, daß man in einem so kriegerischen Zeit- ^

puncc keine Veränderungen vornehmen könne. Hier» ^

auf machte jener eine kleine Abh -ndlung bekannt, wor- h,

in er zeigte, daß Herr von sülly, welchem Heinrich jk

!V. das m Unordnung gerathene Finanz-Wesen zu

einer

l