„Monseigneur," wollte Frau von Conflans nochmalsansangen, um ihm zu sagen, daß sie um nichts bitte.Bei diesem Worte faßt sie der Cardinal bei beide»»Schultern, dreht sie um, gibt ihr einen Stoß mitder Faust in den Rücken und sagt: „Gehen Sie zuallen Teufeln und lassen Sie mich in Ruhe." Sieglaubte umzusinken, entfloh ganz außer sich und inThränen, und kam in diesem Zustande zur Herzoginvon Orleans, der sie ihr Abentheuer erzählte. IhreErzählung wurde mit jachen ausgenommen, dießbrachte die arme Conflans vollends außer sich, undsie schwur, diesem zUngethüm nie wieder nahe zu kom-men.
Am ersten Osterfeste, nachdem er Cardinal gewor-den war, wacht DüboiS gegen 8 Uhr auf, zieht mitUngestüm die Glocke und fängt an entsetzlich auf seineLeute zu fluchen, Grobheiten und Schimpfworte aus-zustoßc», und tobt entsetzlich, daß sie ihn nicht geweckthätten. Er wolle die Messe lesen und wisse nun nicht,wo er die Zeit hernchmen solle. Das Beste, was ernach dieser Vorbereitung thak, war, daß er sie nichtlas, und ich weiß nicht, ob er sie jemals nach seinerWeihe gelesen hat.
Er hatte zum Secretair einen gewissen Veniergenommen aus der Abtei St. Germain-des-Pres,wo er Laienbruder war, und er verrichtete dieses Ge-schäft mit sehr viel Verstand. Er hatte sich in dieManier deS Cardinals geworfen, und sich auf denFuß mit ihin gesetzt, frei mit ihm zu sprechen.
An einem Morgen fragte der Cardinal nach etwas,das nicht bei der Hand »var, und sing an entsetzlichauf seine Commis zu fluchen und zu schimpfen.Venier hörte es ruhig mit an; der Cardinal rief ihnauf, ob eS nicht entsetzlich sey, daß er für bas vieleGeld, was es ihm koste, so schlecht bedient wäre, und
drang