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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
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leicht zu erklären seyn. So sehr auch der König vonSpanien durch die Prinzessin des Ursins gegen denRegenten eingenommen, und so sehr er auch von ihmdurch das Ministerium des DüboiS und seine Begün-stigung der Engländer beleidigt war, so liebte er dochnoch Frankreich und den König; und nie hatte wohlein Mensch so viel Vorliebe für seine Familie und Na-tion, als Philipp V. Diese Liebe ließ ihn alles vonFrankreich ertragen und nährte stets den heißesten »Wunsch in ihm, sich auf das engste mir dem geliebtenFrankreich vereinigen zu können. Daher faßte er sobereitwillig die ihm erst nur von ferne gezeigte, so-dann wirklich gemachte Hoffnung einer Vermählungdes Königs, als die Erfüllung seines süßesten Wun-sches auf, unter welchen Bedingungen es wäre, s»daß die Bedingung der zu vollziehenden Vermählungdes Prinzen von Asturien ihn nicht' abschreckenkonnte.

Die Königin ihrerseits wünschte nichts so sehnlich,als daß ihr ältester Sohn in Italien eine festedauerhafte Herrschaft gewinnen möchte, kheils auSLiebe zu ihm, rheils aus Eitelkeit, und in der Hoff-nung, sich einmal zu ihm zu flüchten, und das gewöhn-liche Loos der vcrwittweten Königinnen von Spanienzu vermeiden. Sie fühlte aber, daß sie dazu nichtgelangen könne wider Willen des Kaisers, und daßnur der König von England, damals mit dem WienerHofe sehr enge verbunden, ihn dafür gewinnen könne,und daß Spanien Englands Beistand nur durchden Regenten, ja nur durch den Abbe- DüboiS, ver-möge deS Verhältnisses, in welchem diese mit Ge-org und seinen Ministern standen, dafür erhaltenkönnte.

Es war also kein Wunder, daß die Dvppelheirathso bald und so schnell zu Stande gebracht wurde; wo-bei