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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
156
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Endlich, da mein gewöhnlicher Tag gekommenwar, mußte ich zum Herzog von Orleans gehen undzwar um meine gewöhnliche Stunde, um^Uhr Nach,mittags, zu welcher Zeit niemand mehr bei ihm war.Ich ging sogleich hin und fand Belleile allein in demgroßen Kabinet, wo der Marschall von Villeroy arre-tirt worden war, auf mich wartend, um mir die Sachenochmals anzubesehlen und mich zu bombardircn; einVersuch, den er noch nicht auf mich gemacht und derwahrscheinlich ganz frisch erst vom entbrannten Gehirndes CardinalS ausgebrütet worden war. Belleile goßmir noch einmal die ganze Brühe ins Ohr.

Ich ging, ohne mich aufzuhalten, in das Kabinetdes Herzogs, und nachdem nur einige gleichgültigeWor-ke.gewechselt hatten, legte ich die Papiere auf sein Bu-reau , von denen ich ihm Rechenschaft zu geben hatte.Er setzte sich an sein Bureau und ich mich ihm gegen-über, wie gewöhnlich. Ich fand ihn gedankenvoll undzerstreut. Deßwegen mußte ich mich oft wiederholen,ob er gleich sonst, noch ehe man ausgeredet, die Sachegefaßt hatte und stck> oft darin gefiel, in die ernsthafte,sten Dinge einen Scherz zu mischen, besonders gegenmich, dem Er oft mit ganz fremden Dingen in die Re-de fiel, um zu lachen, wenn ich darüber unwillig wur-de und mich gar nicht daran gewöhnen konnte.

Diese Zerstreuung und dieser Ernst gab mir nacheiniger Zeit Veranlassung, ihn um die Ursache zu fra-gen. Er zauderte, stockte, und gab keine deutlicheAntwort. Ich lächelte und sagte, ob es vielleichtdas sey, wovon man mir etwas inS Ohr gesagt, daßer einen ersten Minister und zwar den Cardinal Düboisdazu machen wolle?

Es schien mir, als lüstete ihm meine Frage dieBrust, und als zöge ich ihn aus der Verlegenheit, inder er war, ob er gegen mich davon schweigen oder zu-erst