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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
153
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ziehn drohe, statt daß, wenn er mit der gegenwärtigenjage sich begnügend, dieselbe Machtvollkommenheit ge-nösse, die er sich nur wünschen könne, und die durch keinenTitel Zuwachs erhalten könne, er niemanden durch ei-nen neuen Schrilr aufbringe und empöre, und denHerzog von Orleans keinen Anlaß zu Verdacht und Ei-fersucht gebe, deren Folgen ihn mit der Zeit sehr ge-reuen könnten; sowohl dcS Herzog als sein eignes In-teresse foderc, die Nähe der Majorennität sehr im Augezu haben und sich so zu betragen, daß d«e Thronbe-steigung des majorennen Königs dem, was das noch-wendige Recht der Geburt dem Herzog von Or-leans und was die Achtung, daö Vertrauen und dieZuneigung desselben ihm verliehen, günstig folgenmöchte.

Mein Zweck bei diesem im Grunde wahren und ge-gründeten Räsonnement war, mich von einer Verbind-lichkeit entfernt zu halten, ohne mich doch eines bösenWillens verdächtig zu machen, den Cardinal aber, womöglich von einem Unternehmen abzubringen, daö, wieich wohl fühlte, ich wohl vergeblich zu verhindern suchenwürde, was aber zu versuchen mich alle mögliche Rück-sichten, die Ehre, die Rechtschaffenheit, die Treue ge-gen den Herzog von Orleans und sein persönliches In-teresse auffoderten.

Bellcile hatte zu viel Verstand und Einsicht, umnicht die Stärke meines Räsonnements zu fühlen; aberer kannte den Cardinal Dübois und seine Leidenschaftfür den öffentlichen Titel als erster Minister zu gut, umzu hoffen, daß meine Gründe den geringsten Eindruckauf ihn machen würden, außer dem des TobenS undBrausens eineS Stroms, der alle Damnn, die er aufseinem Wege trifft, zu durchbreche» strebt und am Endenoch durchbricht. Er sagte mir dieß und kam nochmalsauf das zurück, was ich mir alles versprechen könnte,

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