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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
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ich lasse den Cardinal für dieses Zutrauen danken, undsetzte nock viele Complimente hinzu; die Sache sei) vonsolcher Wichtigkeit, daß sie wohl eine reifere Ueberle-gung verdiene. Einstweilen aber wollte ich ihm sagen,was ich im Augenblick davon dächte; es schiene mir,daß der Cardinal schon alle Vortheile eines ersten. Mi-nisters, der durch die ausdrücklichsten Patente dafürerklärt worden, besitze; die wirkliche Ausfertigung der-selben würde ihm nichts mehr von Macht, Ansehen,und wirklicher Ausübung geben; die Hinzufügung deSTitels aber zu dem Wirklichen und Reellen, das erbe-sitze, und in voller Ausdehnung ohne Widerspruch auö-übe, würde sogar alle die gegen ihn aufbringen, dieschon daran gewöhnt wären, ihn als Herrn zu sehn undzu empfinden. Wenn irgend etwas im Stande sey,Mißverständlich zwischen dem Herzog von Orleans undihm in der Folge hervorzubringen, so wäre es die Ei-fersucht und der Verdacht, die durch diese Eigenschaftals erster Minister erzeugt werden könnte. Ich bätedaher den Cardinal, als sein treuer Diener, diese Be-trachtung. die sich mir zuerst über diese Sache aufdräng-te, zu erwägen, zu bedenken, daß der öffentliche Nameund Declaration nichts zu dem hinzufügte, was erschon vollkommen besitze und ausübe, und woran schonalles gewöhnt sey; ein Name mehr mache das Beste-hende nicht fi-ster; und vorausgesetzt, um alles zu be-denken, daß der Fall einträte, daß man ihm die Füh-rung der Geschäfte entreißen wollte, so würden die Ti-tel und Patente, die Prorokollirung, und alle Formali-täten , womit er ausgerüstet wäre, seine Absetzung dochnicht mehr erschweren, als wenn er nichts davon erhal-ten hätte ; alle diese Dinge also, die weder irgend einenZuwachs, noch einen Schutz gegen einen zu besorgen-den Sturz gäben, würden ihm weiter nichts als eineunnütze Last werden, die ihm noch dazu zu Boden zu

ziehn

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