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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
146
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Diese Ausfälle waren Flcury zu hart. Bei alleranscheinenden Ruhe seines Gesichts war er sehr darüberbeunruhigt. Er erwiederte nichts darauf und hülltesich ein Stillschweigen von Schonung und Mitleidcn.Indessen konnte er es nicht ganz gegen den Herzog vonVilleroy und gegen einige andere durchseken. Er suchtesich so herauszuziehen, daß er ihnen ganz ruhig erklärte,er habe alles was er gekonnt, für jenes gegenseitigeVersprechen gethan, das er nicht leugne; aber nachdemer es so gut erfüllt, als es ihm möglich gewesen, habeer nicht umhin zu können geglaubt, den so ausdrückli-chen Befehlen deS Königs und Regenten zu gehorchen,und den König nicht verlassen zu dürfen geglaubt, umdie Rückkehr deS Marschalls von Villeroy zu bewirken.Wenn gleich ihr gegenseitiges Versprechen dieß gefe-dert, so würde doch augenscheinlich alle seine Hartnä-ckigkeit dazu nichts geholfen haben. Allein durch allediese nüchternen Entschuldigungen blickte sichtbar diezurückgehaltene Freude durch, daß er sich von einem solästigen Obern befreit sah, daß er es nun mit einemGouverneur zu thun habe, mir dem er machen könne,was er wolle, und daß er nun ungehindert auf den gro-ßen Zweck hinarbeitcn könne, nach dem er immer ge-strebt hatte, nämlich den König sich unbedingt zn eigenzu machen und dadurch zn einer Höhe emporzusteigen,die er sich selbst noch nicht vvrstellen konnte, wozu eraber von Zeit und Umständen alles hoffte und woraufer mit größter Verstecktheit los arbeiten zu müssenglaubte.

Man ließ den Marschall fünf oder sechs Tage zuVilleroy ausruhen und sich verschnauben. Da er inder Entfernung vom Könige unschädlich war, so schickteman ihn nach Lyon, wo er frei seine Function als Gou-verneur der Stadt und Provinz verrichten durfte, brauch-te jedoch die Vorsicht, ihn nahe zu beobachten und