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dinal Dübois da, mit einem Briefe, den er mir beiTafel vor aller Gesellschaft nicht geben zu müssen ge-glaubt. Ich eröfnete den Brief. Der Cardinal batmich dringend, im Augenblick nach Versailles zu ihm indie Sürintendance zu kommen und einen zuverlässigenMenschen mit zu bringen, der sogleich als Couriernach la Trappe geschickt werden könnte, so bald er mitmirgesprochen. Ich solle mir nicht darüber den Kopf zer-brechen, was eS feyn könnte, er erwarte mich mitUn-geduld, um es mir zu sagen.
Ein Courier von DüboiS, ein Courier nach laTrappe waren Dinge, die mir den Kopf verwirrten rich konnte mir nicht vvrsiellen, was in der Sürinten-dance vorgefailen ssyn könnte. Der Cardinal erwarte-te mich am Fenster und winkte mir sehr bedeutend zu;ich fand ihn schon unten an der Treppe und sein erstesWort war, daß er nach einem Menschen fragte, dernach la Trappe reiten könnte. Ich zeigte ihm meinenersten Kammerdiener, der dort wie zu Hause war, daer mit mir sehr oft dort gewesen.
Dübois erzählte mir beim Heraufsteigen die Be-trübniß des Königs, die noch durch die Abwesenheitdes Bischoffs von FrejuS vermehrt würde, der auf ein-mal verschwunyen sey, nicht in Versailles übernachtethabe, und von dem man nichts wisse, als daß er we-der nach Villeroy noch auf dem Wege dahin sey, weiler daher so eben Nachrichten erhalten habe. DiesesVerschwinden des Bischoffs sehe den König in Ver-zweiflung und sie in die größte Verlegenheit; siewüßten nicht, was sie von dieser schleunigen Entfer-nung denken sollten, außer daß er sich vielleicht in laTrappe verborgen, wohin man also schicken müsse, umzu sehen, ob er dort sey. Hierauf führte er mich so-gleich zum Herzog von Orleans.
Wir