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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
135
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Belohnungen aller Art, und die Gründe der gekroffe-neu Wahlen. Der Regent sprach noch zuweilen vonVercheilnng der Acmlcr, von den Finanzen und vonauswärtigen Neuigkeiten, wenn sie für den König paß-ten, bevor sie allgemein bekannt wurden. Nach Be-endigung dieser Arbeit, bei welcher der Marschall vonDilleroy immer zugegen war, und wo auch der son-stige Bischofs von Frejus bisweilen zu bleiben sichherausnahm, bat der Herzog von Orleansden»nig, daß er mit ihm in ein Hinterkabinet gehn möch-te, wo er Sr. M. ein Wort unter vier Augen zusagen habe.

Sogleich setzte sich Villeroy dawider. Der Regent,der sich freute, ihn in die Vchlinge gehn zu sehn, stellteihm mit aller Höflichkeit vor: da der König den Iah-reu so nahe rücke, wo er selbst regieren sollte, sey eSZeit, daß der, dem einstweilen seine Gewalt anver-traut sey, ihm Rechenschaft von den Dingen gäbe, dieer jekt verstehen könne und die nur ihm allein eröfnetwerden könnten , welches Vertrauen auch ein Dritter,wer es auch seyn möge, besitze. Er bitte ihn, einerso nöthigen Sache nicht länger hinderlich zu seyn, daer sich Vorwürfe zu machen habe, daß er sie aus Ge-fälligkeit für ihn so lange aufgeschoben.

Der Marschall von Villeroy wurde hitzig, rückteseine Perücke und antwortete dem Regenten: er kenneden Respect, den er ihm schuldig sey; aber er wisse ge-wiß eben so gut, was er dem Könige schuldig sey, anseinem Platze, wo er für die Person des Königs haf-ten müsse, und daher würde er nie zugeben, daßSe. K. H. mit dem Könige insgeheim spräche, weiler alles wissen müßte, was ihm gesagt würde, geschwei-ge denn ein Tete a kete in einem Kabinet, außer sei-nen Augen; denn feine Pflicht fodere, daß er ihn nie