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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
125
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Herzog von Orleans um Meine Meinung. Ich gut»wortete, ich hatte sie ihm gestern gesagt; ich hakte nach»her noch mehr über den einzuschlagendett Weg nachge»dockt, und mich in der Meinung bestärkt, daß eS ge»sährlich scy, den Marschall von Villeroy beim Königzu lassen, gefährlicher, als ihn zu entfernen, so viel auchzu fürchten seyn möchte. Zu fürchten sey inveß so langevon Seiten des Marschalls nichts gewesen, als ein ohn»mächtiger böser Wille, schlecht angelegte und bald wie»der vereitelte Verbindungen und Projekte, die Elen»digkeit seiner Nachäfferei deS Herrn von Beaufort, diefeige Verbindung mit feigen Menschen, und seine eigeneFurchtsamkeit, vermöge welcher er vor jeder. ernsten!Miene des Regenten zitterte und nach jedem Schritte,den er auf manche andere unbekannt gebliebene gewagt,sich nicht anders helfen konnte, als daß e§ zu Attfklä»rttngen, Geständnissen, Entschuldigungen, Bekheurnn.gen kam, wo er die erbärmlichste Feigheit und Nieder»trächtigkeit zeigte. Ich hätte also geglaubt, daß maueinen Menschen ohne Kopf und Muth, besonders nachder Entdeckung der ComplotS des Herzogs von duMaine Und Cellemare'6, nur verachten müssetMid, fehle ich hinzu, eS habe gar keine Gefahr gehabt,Viesen Comödianken und Luftspringer, den seine Feig»heit und Dummheit unschädlich machte, prahlend pa»radiren zu lassen.

Aber, fuhr ich fort, nach dem, was mit dein Car»dinal Dübois vorgefallen, müßte ich anders sprechen,und Vieser Vorfall zeige von zwei Dingen eins, dieaber beide auf dasselbe hinausgingen.

Als ihn der Cardinal Bissy überredet hakte, alser durch die Huldigungen, die er vom Cardinal DüboiSanzunehmen geneigt war, feinen Stolz befriedigt sah,als er durch die ihm angetrageNe Thcilnahme an denGeschäften seine Würde und Ruhe gesichert glaubte,

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