durch einen öffentlichen «ciat verunehren, und nur da«durch des Königs Ungnade auf sich laden wurde, daßman mir hierin wohl glauben könnte, weil niemanddiese Heirath weniger gewünscht hatte als ich, daß ichalso nicht aus Liebe für sie, sondern aus Liebe für mei-nen Sohn und düS ganze Haus den ecl-ir verhütenwollte. So lange inan vekhüre, sei) die Sachezweifelhaftig, widrigenfalls sey es eine Probe, daß dieSache sicher sey. Hiemit habe ich ihn eingehalten, derHaß hat aber bis an sein Ende gewährt.
44) Was ihren ältesten Bruder bctrift, der istbei ihr das Geseh und die Propheten. Den 2ten Mai
4;) Die neue Aebtissin zu Lbelles ist mit ihrerFrau Mutter in einen große» Streit zerfallen, ^lscl.chOrlcsns sagt, sie wolle ihr in Ewigkeit nicht verge«den , daß sie Mit ihrem Hr. Vater ausgemacht hatte,Aebtissin zu werden ohne ihr Wissen; worauf sie ge«antwortet: sie hatte ja allzeit der Aebtissin Partei ge«gett sie genommen, also hätte sie ihr dieses nicht ver-trauet, weil sie gewiß der Aebtissin zu gefallen, dieSache umgesioßen hätte» Da hat die Mutter äuge«fangen bitterlich zu weine», und gesagt: sie wäre wohlunglücklich mit Mann und Kindern; ihr Mann wäreder ungerechteste Mensch von der Welt, hielte ihrenBruder gefangen, der doch der beßte und frömmsteMann wäre, ja gar ein Heiliger. Gott würde ihndafür strafen. Worauf die Tochter geantwortet: sieschweige aus Respekt. Da hat die Mutter noch argergetobt und gerasec. Daraus siehet man, daß diesWeib uns alle wir der Teufel haßt, und nichts liebt wieden hinkenden Bruder und was ihn liebt und angehet.Den ;ten Mai 1719.
46) Hätte ich mein Blut geben können, um dieseHeirath zu verhindern, so hätte ichS gcthan; nun aberDenkwürdigk.XXIX. D hie