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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
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sen; warum hak sie den Brief aufgemacht, so nicht ansie war. Den i^en März 1719.

Zy) Sie ist zufrieden, wenn sie nur die Kammer-niagde admiriren; das ist nicht so schlimm als manmeinen sollte. Denn sie machen sie bei dem Pöbel füreine Heilige passircn, da sie doch nichts weniger ist.Den i7te» März 1719.

40) Was Nach ci'Orlssns betrift, so kann ihrwunderlich Verfahren nicht hindern, daß ich unsermlieben König seel. nicht halten sollte, was ich ihm aufseinem Todbette versprochen habe. Der König seel.hatte ihr christlich und wohl zugesprochen auf seinemTodbette, aber wie man im Sprichwort sagt: on» beswpröcker ä gut n'a coeur cle bien ksire. Den ZlsteN

Mär; 1719-

41) lVIscl cl'OrloZns in ihrem Hochmuts) meintmehr Verstand zu haben als ihr Herr; das fehlt nochweit. Sie hat gar keine hohe Gedanken; es gehetKammerweiblich bei ihr her, auch gehet sie lieber mitdenen um, als mit Damen von Geburt. Ihre Da-men sehen sie oft in g Tagen nrcht einmal, denn siedürfen nicht in ihre Kammer kommen, sie laste sie dennholen. Wie eine große Fürstin zu leben, weißstenicht, sie ist gar gemein, und wie Bürgersrinder er-zogen worden, weil es gar lange gewähret, ehe derKönig sie und ihren jüngsten Bruder legicimirt hat.Die Ürsach davon weiß ich nicht, wie sie nach Hof ka-men, sprachen sie wie die gemeinen Leute. Den Zl stellMarz 1719.

42) In dem ersten Monat hat lVlonsieur lvisci.«l'Orle-ms sehr lieb gehabt. Äber sobald er sich einge-bildet, daß sie dem Obevsl. cle)>e mit gar zu gnädi-ge» Augen angesehen, hat er sie wie den Teufel gehaßt,und hätte ich nicht mit aller Macht gewehret, und täg-lich vor Augen gestellt, wie er sich und sichen Sohn'

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