Ich vergleiche sie allezeit mit dlsrciss« Asus-agioirs, s§sich continuirlich im Spiegel besehet.
2;) lUiicl. ct'Orlsiiiis hat mit ihrer Ambition einenviel verdrießlichen Humor. Sie wird weder der Non-ne zu Lkelles mich lVItlseUe c)tz VAiois verzeihen, daß sieihren langlippischen dileveu nicht heirarhen wollen, siehat einen bösen Zorn, verzeihet ihr jeden nicht. Denisten Novembr. 1715.
26) Alles könnte «cd verzeihen, wenn sie nur nicht
so blucfalsch wäre; z. E. sie fiattirt mich, und hinter-wärts thut sie ihr Bestes, cle Dsrri gegen mich
aufzuhetzen, und sagt ihr: sie meine vielleicht, ich hät-te ste lieb, aber seit ich ihre Schwester bei mir hätte,gelte sie nichts mehr bei mir. Den isten Novembr. 1718.
27) Aus purer Faulheit speist lVIeM. 6'OrIesns nichtmit uns zu Paris, wenn sie mit mir essen sollte, wäresie nur auf einen Haarst, und wenn sie in ihrer Kam-mer mit ihrem Sohn und Favoriten speist, liegt sie ineinem Kanape oder großen clrsise ä bras, welches siegemächlicher findet. Den 4ten November 1718»
28 ) 3 " meinem SinU ist meines Sohns Gemah-lin gar nicht angenehm, ihre Mienen stehen mir garnicht an, sie gehet schief. Frau von Ratzenhausen heißtdas, über ein Ohr gehen. Ich weiß nicht ob meinSohn seine Gemahlin sehr lieb hat, allein sie machtmit ihm was sie will. Der gemeine Pöbel und alleKammermägde lieben Nacl. «j'Orlesns, aber sonst ist sienicht sehr geliebt. Den uten Novembr. 1713.
29) Sie ist ein wenig unbeständig in ihrer Freund-schaft. Den Uten Novembr. 1713.
go) lVIacl. ci'Ortegiis piquirt sich, devot zu seyn,aber sie betrachtet nicht, daß fügen und Trügen vomTeufel, und nicht von unserm Herr» Gott herkommt.Die Ambition, Hoffarlh und Eigenliebe haben sieganz verdorben; ich fürchte, es wird endlich ein schlimm
Ende