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zu schmeicheln. Ich hütete mich wohl, dem Könige undder Königin dieß zu erzählen; aber als sie mit mir vomBalle sprachen und der König seinen Unwillen überden Eigensinn der Prinzessin äußerte; nahm ich mirdie Freiheit ihm zu sagen , ich könnte mir nicht einbil-den, daß er sich nach dem Eigensinne eines Kindes ge-riiren wolle, der sicherlich nur eine Nachwirkung derKrankheit sei), und daß er deßwegen den Hof und dasganze Publikum um ein so angenehmes und so prächti-ges Fest, wie der erste Ball gewesen, den ich im Pa.laste beigewohnt, bringen wolle. Was mich beträfe,so würde es mir sehr Leid thun, weil ich mich sehrdarauf gefreut hätte. „Aber, versetzte der König, daSkann ja nicht ohne die Prinzessin geschehen." — „Undwarum Sire? antwortete ich; es ist ein Fest, dasJhro Majestät Ihrer und der allgemeinen Freude geben.Es ist nicht der Prinzessin Sache, die Vergnügungenzu bestimmen, die Jhro Majestät Sich selbst und demHofe zu geben geruhen, der sie erwartet, sehnlich wün-schet. Glaubt die Prinzessin, daß es ihre Gesundheiterlaubt, so mag sie kommen; wo nicht, so geht dasFest ohne sie vor sich." Während ich dieses sprach,winkte mir die Königin zu, um mir zu verstehen zu ge-ben, daß ich in den König mehr dringen sollte. Ichseßke also hinzu: alles was am Hofe vvrginge und ge-than würde, wäre und könnte für niemand anders seynals für Jhro Majestät; dieselbe sei) von allem der ein-zige Gegenstand, die einzige Zierde; so große Prinzenauch die Jnfanten seyen, so seyen sie doch nur bei al-lem als die Ersten vom Hofe des Königs, und um dieGesellschaft zu verherrlichen, nicht als der Gegenstandderselben; daS Vertrauen, womit Jhro Majestät michzu beehren geruhten, legte mir die Pflicht auf, Jhrobeiden Majestäten uncerthänig zu bitten, daß Sie be-denken möchten, daß man die Prinzessin nicht darangewöhnen dürfe, zu glauben, daß alles für sie geschehe
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