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rem und nur durch eine kleine innere Gallerie von dem-selben getrennt; denn sie ging in das Appartement derInfantin. Sie wollte von den Aerzten nichts mehrüber ihre Gesundheit hören und von den Damen ließsie sich nichts über ihr Betragen sagen, und selbst derKönigin gab sie eine sehr trockene Antwort, als sie siedurch die sanftesten Vorstellungen zurechtzuweisen suchte»Die Königin sprach sogar selbst mit mir darüber undtrug mir auf, sie zu besuchen und zu versuchen, ob ichsie zurecht bringen könnte.
Ich antwortete, ich sey nur zu gut von allem un-terrichtet, und sey sehr deßwegen in Unruhe; ich könntemir nicht schmeicheln, daß ich mehr als Ihr» Majestätüber das Gemüch der Prinzessin vermögen würde; undnachdem wir über diesen Gegenstand ein wenig hin undhergesprochen, nachdem sie mir gesagt, was sie davon zuwissen glaubte, und ich manches hinzugeseht Harle, wasich besser wußte und was sie nicht leugnete, nahm ichmir die Freiheit ihr zu sagen, daß die Prinzessin auchvon ihr zu viel Schonung und Güte erfahre, JhroMajestät verderbten die Prinzessin, die vielmehr ohneweiteres zu ihrer Pflicht angehalten werden müßte;und wenn an der übertriebenen Geduld der Königin dieRücksicht auf den Herzog von Orleans Antheil habensollte, so wollte ich nicht nur alles bei ihm verantwok-ten; sondern ich verspräche auch Jhro Majestät, daßer nicht nur alles gut finden würde, was Jhro Majestätder Prinzessin zu sagen oder zu thun beliebten, sonderndaß er sich auch außerordentlich dafür verbunden fühlenwürde. Niemand kenne besser als ich seine Gesinnungfür Jhro Majestäten, wie sehr er sich wegen der Rück-kehr Ihrer Freundschaft glücklich fühle, wie sehr erbesorgt sey, sich dieselbe zu erhalten, und wie sehr er sichdurch die Vermählung seiner Tochter geehrt fühle; wiesehr er also wünschen müßte, daß sie ihr Glück undihre Größe ganz erkennte, und durch Dankbarkeit, Ge-horsam