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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
27
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die Königin , wenn eS nöthig war, standen die beidenNeuvermählten auf, traten links ans Ende ihresFußteppichs zurück und sprachen leise mit einander, etwaein gutes Vaterunser lang. Hierauf blieb die Königinan ihrem Platze, der König aber kam auf mich zu underzeigte mir die Ehre zu sagen:Monsieur, ich bin sowohl mitJhnen und Ihrer Gesandtschaft zufrieden, daßich Sie zum Grand von Spanien der ersten Elastemache, Sie und den von ihren zween Söhnen, denSie wählen, um dieselbe Würde mit Ihnen zu genie-ßen. Ihren ältesten Sohn mache ich zum Ritter desgoldenen VließeS."

Die Bescheidenheit und Gravität der Spanier er-laubt ihnen nicht, Neuvermählte ihr Beilager haltenzu sehn, wie eS in Frankreich Sitte ist. Nach Auf-Hebung des Hochzeitmahles, hat noch eine kurze Con-versation statt, und sodann geht alles weg, selbst dieAnverwandten, Männer, Weiber und Kinder jedesAlkers; hierauf entkleiden sich die Neuvermählten, einjedes für sich und legen sich zusammen nieder, ohnealle Zeugen als die wenigen seute, die sie bedienen mästen,gerade so wie wenn sie schon lange verheirathet wären.Diese Sitte war mir nicht unbekannt und ich hatte hier-über keinen Befehl erhalten. Demungeachtet konnteich eine Vermählung nicht für gültig ansehcn, wo nichtwenigstens der Präsumtion nach die letzte Vollziehunghinzugekommen wäre, und zwar wegen der politischenUmstände der Zeit. Man war wegen des Alters undder Zärtlichkeit dcS Prinzen von Asturien dahin über-eingekommen, daß er nicht eher als bis Ihre Kath.Majestäten eS für gut hielten, also muthmaßlich nichtvor einem Jahre, bei der Prinzessin wohnen sollte.Ich äußerte meine Besorgnisse hierüber gegen denMarquis von Grimaldo; es half aber nichts« Erwar ein Spanier und thak also nichts, als daß er mich> über