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zeugte mir durch Geberden sein Erstaunen, daß ich diesenPlaß eingenommen, der der erste sey, indem er michSignore nannte; aber ich hatte mir vorgenommen,nichts zu verstehen. Ich zeigte lachend auf den Car-dinal und machte ihm Vorwürfe, daß er ihn nichtbester unterrichtet habe. Dieser Scherz und die Un-befangenheit, mit der ich dieß sagte, ohne auf die De-monstration des Nuncius zu achten, machte eine soglückliche Diversion, daß von nichts anderm mehr dieRede war, zumal da der Cardinal im Fortgang derCeremonie immer mehr Anlaß zum Lachen gab; denner wußte nie, wo er war, und was er that, und mußtejeden Augenblick von seinen Almoscnirern corrigirt undzurecht gewiesen werden, so daß der König und die Kö-nigin und alle Anwesende sich nicht mehr des Lachensenthalten konnten.
Ich sah den Prinzen und die Prinzessin von hinten,auf einem Kissen zwischen dem Betpult und dem Altarknicend, und den Cardinal mir gegenüber, der in derhöchsten Verlegenheit Grimassen schnitt. Glücklicher-weise hatte ich wegen meines Platzes mit niemanden zuthun, als mit dem Nuncius. Der Oberhofmeisterdes Königs hatte neben seinem Sohne, dem Garde»capitain en gu-rrier, am letzten Ende von dem Teppichdes Betpultes Platz genommen, die Großen standenin Menge um ihn her, und alles was sich von Vorneh-mern da befand, und die übrigen hatten die ganzeCapelle erfüllt, die so voll war, daß sich niemand regenkonnte.
Während so der arme Cardinal allen, die ihn sahen,zum Spotte diente, bemerkte ich am Könige und ander Königin die äußerste Zufriedenheit über die Vollzie-hung dieser Vermählung. Als die Ceremonie beendigtwar, die nicht lange gedauert hatte, und während wel-cher niemand niedergeknieet war, als der König und
die