Druckschrift 
Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

Auch bedurfte er hierüber keines Rakhes. Seinefreimüthigsten und vertrautesten Freunde (ich zum Bei-spiel) sahen ihn immer so, wie ihn das Publikum sah.Dies; wurde auch sehr wohl bemerkt und die entgegen-gesetzte Partei dadurch zum Stillschweigen gebracht,die sich schon darauf gerüstet hatte, alles, was siebe-merken würde, bis aus die kleinsten Dinge aufzufassenund zu benutzen. Er hatte überdieß das Glück, daßdie, welche auf da6 engste an ihm hingen und am er-sten auf ein unglückliches Ereignist halten hoffen kön-neu, dasselbe Betragen, wie er, beobachteten, und daßkeiner von ihnen, auch nicht einmal ein Bedienter (unddas ist ein Wunder) sich das geringste Verdächtige merkenließ.

Diese Krankheit bewog den Hof, mit der Vermäh»lung des jungen Prinzen zu eilen.

IV.

Endlich wurde mit Spanien Friede gemacht unddurch Vermahlungen derselbe sanctionirt. Ich über-gehe mit Stillschweigen das lange Ceremvnicll, welchesman beobachtete, als ich dazu bestimmt war, die Ver-mahlung Ludwigs XV. mit der Infantin von Spa-nien abruschließen I und alles das, was der Vermäh-lung der Prinzessin von Orleans mit dem Prinzenvon Ä st urie n vorausging.

Ich hatte Befehl, bei dieser Vermählungsfei'er den

Vor-

- *) Der Herzog von Et. Simon sagt nicht, daß der Cartdinal Dübois, der den Herzog immer fürchtete, seineSendung nach Spanien bcwürkte.

Anm. des Herrn v. Maurepas.