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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
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zuprägen, wie wenn er fürchtete, daß er es vergessenmöchte. Auch hat er es sehr gut behalten. Denn ober nachher von seinen Erziehern denselben Unterricht er-halten hat, weiß ich nicht.

Zuletzt führte der Marschall den König auf dieTerrasse, wo er unter einem Thronhimmel das En-de des ConcerteS hörte und nachher das Feuerwerk mitansah.

Der Unterricht, den ihm der Marschall von Vil-leroy gab, und so oft und öffentlich wiederholte,machte ihm wenig Ehre. Er selbst aber erfuhr nach-her zuerst die Wirkung seiner schönen Lehren, wie wirsehen werden.

Der Herzog von Orleans betrug sich bei die-ser Krankheit auf eine so bescheidene und kluge Art,daß er dadurch in den Augen des Publikums sehr ge-wann. Er machte sich zwar Sorge, aber seine Unru-he blieb in den Gränzen des Schicklichen. Sie bliebgemäßigt und ohne Affectation; er beobachtete einesolche Zurückhaltung in seinen Reden, und eine sostreng gehaltene Aufmerksamkeit in seinem ganzen Be-tragen, daß nichts an ihm verrieth, daß er der Nach-folger Ludwigs XV sey. Besonders beobachtete erdas genau, daß er das Befinden des Königs nie fürzu wohl und nie für zu schlecht hielr und durchauskeine Veranlassung gab, daß man sagen konnte, erfürchte sein Wohlseyn oder wünsche sein Uebelbe-finden.

Es konnte ihm nicht entgehen, daß in einemfür ihn so kritischen Zeitpunkte die forschenden Blickealler auf ihn geheftet seyen; da er aber in der Thatnie die Krone wünschte, so unwahrscheinlich dieß auchscheinen mag, so hatte er nur auf sich zu achten, nichtaber sich den geringsten Zwang anzuthun.