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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
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te sie halbleise zu mir:Er ist vergiftet, er ist vergif-tet."Reden Sie nicht so laut, Madame, sagteich: das ist schrecklich." Sie wiederholte es aber undso laut und deutlich, daß ich fürchtete, der König möch-te cs gehört haben. Bouldüc und ich sahen uns ein-ander an, ich entfernte mich von dieser Unbedachtsa-men, mit der ich sonst nichts zu thun hatte, und sag-te nichts, als daß ich mit Bouldüc über einen so ent-schlichen ungegründelen Argwohn die Achseln zuckte.

Während dieser Krankheit, die nur fünf Tage dau-erte, wovon aber die drei letzten sehr gefährlich waren,war ich sehr unruhig und bekün/merr, zu gleicher Zeitaber so froh, daß ich mich standhaft geweigert hatte,Gouverneur des Königs zu werden. Ich wurde so un-ruhig, wenn ich mir vorstellte, daß ich eS wäre undin welchem Zustande ich mich alsdann befinden würde.Daß ich oft des Nachts erschreckt auffuhr, und wenn icherwacht war, ich die lebhafteste Freude fühlte, nicht inDieser läge zu seyn.

Die Genesung war schleunig, sie gab allen die Ru-he und Freude zurück und veraulaßte eine Menge vonrs Osum und frohen Feierlichkeiten. Helve tius hat-te allein die Ehre, den König gerettet zu haben; dieAerzte hatten alle den Kopf verloren, nur er nicht; ineiner Consultation, bei welcher der Herzog von Or-leans gegenwärtig war, behauptete er die Nothwen-Digkeit eines Aderlasses am Fuße und drang mit seinerMeinung durch; bald stellten sich darauf deutliche Zei-chen der Besserung ein, und cs folgte schnell die gänz-liche Genesung.

Der Marschall von Vi llerop ließ diese Gelegen-heit nicht vorüber gehen, seine ganze Schwärze undNiedrigkeit zu zeige»; er gab sich alle Mühe, um dengehässigsten Verdacht auszubretten und denen von derRobe seinen Hof zu machen, welche Damals entsetzlich

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