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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
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che nicht ausgenommen, die ich ihm zuweilen verseht,habe ihn nichts so tief beleidigt, als daß ich den Her»zog von Orleans hätte abhalten wollen, seiner Weihebeizuwohnen. Von dieser selbst ist eS denn nun auchZeit etwas hinzuzufügen»

Sie wurde mit der größten Pracht vollzogen, undeS schien alles darauf angelegt zu seyn, die ungemeßneGunst eines in Stolz und Ehrgeiz crsoffncn Ministers,die grenzenlose öffentliche Sklaverei, in welcher er sei-nen Herrn hielt, und die zügelloseste Frechheit zu zek-gen, mit der er sich, vor den Augen von ganz Frank«reich und von ganz Europa, öffentlich mit derselbenbrüstete, und mit der er auf die hervorstechendste Artzeigen zu wollen schien, daß er unter der Maske einesleeren Namens von ganz Frankreich nach innen undnach außen Herr sey, und daß, wer ein Anliegen habe,es sey welches eS wolle, an ihn als an den einzigenGnadenausspender und wahren Inhaber der Gewaltin Frankreich sich zu wenden habe.

Das Kloster Vsl tle6r-ice, als das prächtigste königli-che Kloster zu Paris, wurde auch wegen seiner sonderbarenKirche zum Ort der Weihe erwählt. Der Cardinal vonRoh an, dem alles willkommen war, wo er dem Cardi-nal Noailles entgegen handeln konnte, ergriff, weilletzterer den Abbe Dübois die Erlaubniß versagt halte,in seiner Diöces ordinirt zu werden, mit Freuden eineso kostbare Gelegenheit, dem Regenten seinen Hof zumachen und seinen Minister sich zu verbinden, indemer sich beciferte, die Ceremonie zu verrichten. In derThat war ein Cardinal von seiner Geburt, ein Bischofsvon Straßburg, und ein mit allen möglichen Auszeich-nungen überhäufter Mann gerade ein Consecrator, wieihn der Abb6 DüboiS nur irgend hätte wünschenkönnen.