man darüber sagen könnte, beleidigen würde; ich woll-te mich durch diesen Hdflingsstreich mit ihm zu versöh-nen suchen, ich, der von dergleichen Elendigkeiten so ent.fernt sey, und mich zu rühmen wage, bis zu diesemAugenblicke die Iungfrauschaft meiner Ehre auf daszarteste geschont zu haben.
Ich sprach dieß mit Lebhaftigkeit, Offenheit undEnergie und mit lauter Stimme. Ich erstaunte, alsder Regent mir sagte, daß ich Recht hätte und ihmdie Augen öfnete; noch mehr, als er mich um-armte, und sagte: ich hätte als wahrer Freund gespro»chen; Er gäbe mir sein Worr, nicht hinzugehen undwürde es halten. Hierauf trennten wir uns, indemich ihn noch einmal ermahnte und Er es mir vonneuem versprach, und mir dankte, daß ich diesenSchritt gethan hätte«
Er hatte gewiß nicht den Wunsch, daß ich jetzt fort«gehen möchte: denn ich kannte ihn genau, und erforsch,te ihn bis in sein Innerstes. Ich ging von selbst fort,sehr vergnügt, daß ich ihn von einem so schimpflichenUnd ungewöhnlichen Schritte abgehalten hatte.
Wer hätte nun nicht geglaubt, daß dieser PrinzWort halten würde? Wir werden sehn, daß er cSwollte, aber wir werden auch sehn, was geschah.
Ob ich gleich meiner Sache gewiß zu seyn glaubte,so fürchtete ich doch die große Gutmüthigkeit undSchwäche des Prinzen und DüboiS's stolze Herrschaftüber ihn. Ich suchte also, ehe ich zur Weihe fuhr,mich erst zu vergewissern. Am andern Morgen ließ ichmich im Palais Royal erkundigen, und hielt unter-dessen meinen Wagen bereit, um mein Wort zu hal-ten ; aber wie sehr war ich betroffen, (so lange ich auchschon an das Elend des Herzogs gewöhnt war) alsder, den ich ausgeschickt hatte, um sich zu erkundigen,zurückkam, und mir erzählte, daß er so eben den Her-
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