8
und da er den Prinzen von Conti auf sich zukommensah, mit jenem Hohnlachen seines Vaters, das aber»veit von dessen Anmuth enrsernt und eigentlich cynischwar, kam er diesem zwei Schritte entgegen. DerPrinz redete ihn an und sprach von den diesen Mor-gen so schnell auf einmal erhaltenen geistlichen Weihen,von seiner schnellen Ankunft im Conseil so kurze Zeitnach dieser Ceremonie, die doch in der Entfernung vonParis geschehen, von der höchsten Weihe, die für ihnnun so schnell folgen sollte, und von seinem und unseraller Erstaunen hierüber. Er fing an, ihm mit Witzund aller möglichen Bosheit eine pathetische Rede zuhalten, die ziemlich ins Spaßhafte fiel und jeden Andernaußer Fassung gebracht hatte. Dübois, der kein ein»ziges Wort dazwischen hatte anbringcn können, ließihn reden und gab hierauf ganz kalt zur Antwort: wennder Prinz ein wenig mehr von dem wahren Zustandedes kanonischen Alterthums unterrichtet wäre, sowüt-de er, das, waS ihn so sehr in Erstaunen setzte, garnicht auffallend finden. Er, der Abbe, habe nur demBeispiele deö h. Ambrosius gefolgt, dessen Ordi-nation er zu erzählen anfing.
Ich,-hörte diese Erzählung nicht; denn in demAugenblick, als ich den Namen Ambrosius hörte, flohich schnell ins andere Ende des Cabinets, voll Entse-tzen über die Vergleichung des h. Ambrosius mit einemDübois, von Dübois selbst angestellt, und weil ichfürchtete, daß ich mich nicht enthalten könnte, ihm indie Rede zu fallen, (denn ich fühlte, wie eS mir dieKehle zuschnürte,) und ihm zu sagen, wie sehr der h.Ambrosius davon entfernt gewesen sey, sich auf dieseManier ordiniren zu lassen, wie sehr er sich geweigerthabe, mit welcher Abneigung, mit welchem Schauderer hinzu getreten sey, indem er nur der Gewalt nach-gegeben, mit der man einmüthig in ihn gedrungen war.
Die
Ii,
!K
r
!
s
l'