Voisin
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hatte, wurde er mit tiefem Rcspecl und Ehrerbietung empfan«gen, die er denn gravitätisch mit der Miene eines Herrn, dereinen Triumph zu empfangen geruhet, anfnahm.
Aus allen diesen Vorgängen entsprang aber ein Haß, dender kunstlose Donfflers oft zu beleidigend aushauchte, »ndwelchen Villars unter dem Schleier der Huldigung und De»muth in sich nährte; aber er wagte ihn nicht zu zeigen, undhalte auch keine Lust wieder mil Boufflere in Streit zu kom«men, um den König in Verlegenheit zu setzen.
Voisin,
Staa tsminister.
Einst schickte der Marschall von Villars fünf verfehle«bene Prvjecte an den König, worüber er Bestimmung er«wartete. Der Stand der Dinge, nack weichem man dieMaaßregeln genommen hatte, war in Flandern etwas geänrdert, und deßwegen war es nothwendtg, einen neuen Plan zufassen.
Voisin erhielt die Prvjecte zu Marly. Er hatte oftgehört, und nachher als er in Flandern war, von den vor«nehmsten Officiercn, vielleicht selbst von Herrn Luxembourg,der sich mit großem Recht oft darüber beklagte, erfahren, daßLuvoiS, Barbczieux und nachher Chamillart übersolche Prvjecte entschieden, die Antworten darauf ganz fertigmachten, und sie dem Könige bloß vorzeiglen.
Nach diese» Beispielen wollte es Voisin eben so machen;aber der Versuch war zu stark für ihn, und er vermochte eSnicht. Er fühlte, daß die Disposition eines Feldzugs «nd dieAnordnung der verschiedenen Operationen eine Arbeit se»,welcher ein Zntendant der Gränzen und ein Siaatsralh Nichtgewachsen sey; er fühlte, daß er nichts davon verstand, unddaß die Sache gänzlich seine Einsichten überstieg.
Er legte also dem Könige die Projekte vor und erklärterEr sey »och so sehr ei» Neuling an seinem Platze, daß er wohlohne Schande gesteh,» zu dürfen glaube, wie weit die Ent«scheidung über diese Prvjecte über seine Kräfte gehe. Er bitteden König einstweilen, bis er mehr davon verstände, selbstdarüber zn entscheide».
Senkwürdigk. XXIX. Bv» c Dieß